Procter & Gamble und Johnson & Johnson – Das Ende der Dividende als Anleihen-Ersatz?

Ich weiss nicht, ob Ihnen aufgefallen ist, dass im Rahmen der Sektor-Umschichtungen nach der Wahl Trumps, kleine Nebenwerte, die im Russell 2000 Index zusammen gefasst sind, massiv haussiert haben - wie hier zum Beispiel im ETF IWM zu sehen, der den Russell 2000 abbildet:
(All Charts from -> Finviz.com < -)

iwm-21-11-16

Gleichzeitig haben aber einige klassische Dividendentitel und grosse Bluechips, teilweise deutlich korrigiert - ausser sie gehörten zu Sektoren wie dem Industrie-Sektor, die von Trumps absehbarem Infrastruktur-Programm profitieren werden.

Diese Bewegung, hat übrigens schon vor Trumps Wahl begonnen, sie wurde durch seine Wahl nur beschleunigt bzw wieder neu in Gang gesetzt. Hier sind zwei Beispiele solcher Korrekturen von gross kapitalisierten Dividenden-Bluechips:

Procter & Gamble (PG):

pg-21-11-16

Johnson & Johnson (JNJ):

jnj-21-11-16

Damit stellt sich die Frage, was sich hinter dieser Schwäche verbirgt und die Antwort ist recht einfach:

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Gold und der Dollar

Viele Anleger fragen sich derzeit, wie es mit Gold weiter geht.

Das Edelmetall korrigierte im 3. Quartal den Anstieg des ersten Halbjahres und zeigte Anfang Oktober dann einen Einbruch, der Vorbote weiterer Schwäche, aber auch der finale Ausverkauf sein könnte, bevor sich der neue Aufwärtstrend fortsetzt.

Dann prallte Gold von der Unterstützung bei 1.250 USD ab und hängt nun sozusagen zwischen Baum und Borke:

gold-24-10-16

Für beide Pfade gibt es gute Argumente, für den bärischen Pfad sprechen zum Beispiel zuletzt erhebliche Abflüsse im grössten - mit Gold hinterlegten - ETF GLD, die in der Vergangenheit oft Vorboten des Investmentverhaltens der grossen Marktadressen waren.

Auf der bullischen Seite, kann man zum Beispiel vermerken, dass sich das Ungleichgewicht im COT-Report zurück bildet, man sieht, dass derzeit immer mehr Long-Positionen liquidiert werden, was latent bullisch für das Metall ist.

Der "grosse Gorilla im Raum", scheint mir aber eher der Dollar zu sein, denn Gold läuft in der Regel invers zu diesem. Und aus dieser Sicht, gibt es Raum für leichten Optimismus für Gold.

Denn erstens konnten wir in den letzten Wochen beobachten, wie wiederstandsfähig das Edelmetall sich gegenüber dem starken Dollar zeigte. Das spricht für innere Stärke.

Gleichzeitig aber, erscheint der Dollar nun überkauft und kann - wie im US Dollar Index sichtbar - nun jederzeit zur Wende ansetzen, bei ca. 100 im US Dollar Index, sollte man sogar davon ausgehen:

usd-24-10-16

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Drei Plus für BASF

Heute nur ein kurzer Hinweis.

Anlage am Aktiemarkt ist - wie wir wissen - immer mit Unsicherheit verbunden. Sicherheit gibt es nie und es kann immer anders kommen, weil die Zukunft unbestimmt ist.

Unsere Aufgabe ist daher auch nicht, Sicherheit zu suchen, sondern die Chancen im Verhältnis zu den Risiken zu optimieren. Denn es ist immer beides gleichzeitig vorhanden, Chance wie Risiko, ein guter Anleger kann aber Chancen ergreifen und Risiken begrenzen.

In einem sehr durchwachsenen, indifferenten Markt, könnte sich gerade so eine Chance beim Schwergewicht BASF auftun. Denn BASF vereint derzeit drei Pluspunkte, die man gern gleichzeitig in einer Aktie findet, bevor man dort mittelfristig einsteigt.

Erstens noch einiges Nachholpotential zum Markt, denn am Ende gilt die "Mean Reversion" und was nicht grundlegend abstürzt - wovon bei BASF nicht auszugehen ist - wird sich irgendwann wieder dem Mittelwert angleichen.

Zweitens ein fundamentaler Grund, warum sich die Lage gerade jetzt bessern sollte. Und der ist mit der überraschenden Einigung der OPEC gegeben, die den Ölpreis mittelfristig befördern sollte und BASF ist mit seiner Tochter Wintershall, unmittelbarer Profiteur einer solchen, potentiellen Entwicklung.

Drittens aber auch von der Markttechnik her, liefert BASF gerade ein Bild, das nach einem grundlegenden, mittelfristigen Kaufsignal riecht:

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Nun gibt es noch einige andere Argumente für die Aktie, so die Bewertung, aber auch die Tatsache, dass sich BASF im Agrochemie-Fusionskarussel noch nicht verausgabt hat wie Bayer und daher hier auch noch positives Überraschungspotential besitzt.

Ich will es hier im freien Bereich aber mit den drei obigen Argumenten bewenden lassen und einfach nur sagen: Schauen Sie mal auf BASF, wenn Sie nach einer Anlagemöglichkeit im DAX suchen. Es gibt derzeit sicher schlechtere Ausgangslagen.

Ihr Hari

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Sichere Geldanlage? Immer noch Rüstung!

Autsch! Schon wieder so politisch unkorrekter "Mist" hier in diesem Blog. Aber "wat mutt dat mutt".

Denn unzählige Menschen im deutschsprachigen Raum, sind aktuell auf der Suche nach dem "heiligen Gral der Geldanlage". Sie wollen wenigstens ein bischen Rendite und das aber bitte "ganz sicher".

Ich weiss, eigentlich müsste man jedem dieser Menschen sagen: Vergiss es!

Risikolose Rendite gibt es nicht mehr. Dankensbriefe sind an die Notenbanken zu richten und an die Politik, die diese Nullzinspolitik befördert, um die eigenen finanziellen Wolkenkuckuksheim-Versprechungen, notfinanzieren zu können.

Und eine Anlage in Aktien ist *immer* mit Risiko verbunden, es gibt keine absolute Sicherheit am Aktienmarkt. Punkt.

Selbst die "solidesten" Aktien, können 5 Jahre später ziemlich unsolide sein, ein unfähiger CEO oder ein Paradigmawechsel im Markt, reichen dafür völlig aus. Erinnert sich jemand daran, wie "solide" E.ON und RWE waren? 😛

Aber trotzdem gibt es ja Aktien, die relativ gesehen "sicher" sind. Denn die grösste Sicherheit entsteht daraus, dass die Geschäftsmodelle nicht in Frage stehen und deren Produkte "sicher" auch morgen noch nachgefragt werden.

Und da habe ich ein Angebot für Sie: Rüstungsaktien. Ich weiss, politisch sehr unkorrekt hier in Deutschland, aber trotzdem wahr.

Schon letzten November, habe ich das Thema im Artikel -> Luftfahrt, Raumfahrt und Rüstungsaktien - Stabiles Erfolgsmodell oder verwerfliche Anlage? < - ausführlich thematisiert.

Da habe ich Ihnen nicht nur 20 Namen genannt, sondern auch die moralische Frage adressiert, die jeder für sich selber beantworten muss. Infoern will ich das hier nicht wiederholen.

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Teamprojekt „Champions“ – Ein Jahr danach

Vor ziemlich genau einem Jahr, haben wir unser "Champions" Teamprojekt vorzeitig beendet. Damit ist es Zeit, ein Fazit zu ziehen - ein Jahr danach.

Für alle neuen Leser muss ich erst einmal erklären, worum es dabei ging und das können Sie am Besten verstehen, wenn Sie diesen Artikel im freien Bereich noch einmal lesen: -> Depot der Champions - Sicherheit durch Wachstum < -

Wir wollten also den Beweis antreten, dass stetiges, nachhaltiges Wachstum, letztlich grosse Sicherheit beim Kursverlauf verschafft, ganz besonders, wenn man aus solchen Unternehmen ein diversifiziertes Depot zusammen stellt.

Zeigen sollte das Projekt auch, dass Sicherheit vielleicht sogar besser in aussichtsreicher Zukunft, als in statischen, grossen Gewinnen und niedrigen Kennziffern zu finden ist, wie sie vor Jahren zum Beispiel auch noch bei RWE oder E.ON zu finden waren.

Dazu haben wir einen umfangreichen Prozess begonnen, mit dem wir in gut überlegten Schritten ein Universum von ca. 70 Kandidaten, bis auf einen engeren Kreis von 28 Kandidaten herunter gebrochen haben.

Dann wurde die Zeit aber zu knapp und die Sommerferien rückten näher, weswegen wir weitere fachliche Selektionsschritte - die ich noch vor hatte um weitere, weniger geeignete Kandidaten zu eliminieren - ausgelassen haben und in freier Abstimmung aus den 28 dann 10 Aktien selektiert haben, die den Teilnehmern "Pi-mal-Daumen" am Sinnvollsten erschienen.

Das Ergebnis ist daher einerseits die "28er Champions" Liste, die ich im Folgenden hier zum ersten Mal im freien Bereich vorstellen will. Diese Liste repräsentierte also kompetent im Teamprozess ausgewählte Kandidaten. In der Liste sind auch die 10 Aktien mit einem Stern markiert, die es dann in der Endauswahl in die 10er Liste schafften:

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Biotech: Qualität und Wachstum

Vor gut drei Monaten, habe ich im Artikel -> Der Biotech-Sektor und die Verantwortungsethik < - ausführlich begründet, warum unter Investitions-Gesichtspunkten, nun ein guter Zeitpunkt sein könnte, sich langfristig im Sektor zu engagieren.

Heute will ich das unterstreichen und mit einem weiteren Argument begründen, das Sie vielleicht überraschen wird: Der Bewertung.

Aber dazu später mehr, zunächst schauen wir uns doch noch einmal den aktuellen Stand der Akkumulationszone an, die ich damals anhand des US Sektor ETFs "iShares NASDAQ Biotechnology Index Fund" (IBB) gezeigt hatte:

IBB 20.07.16

Wie ich schon vor drei Monaten sagte: Die technische Diskussion, ob der IBB schon um die 240 USD einen Boden ausgebildet hat, oder ob der Sektor vor der US Präsidentenwahl noch einen weiteren Schub nach unten Richtung 200 USD generiert, ist aus langfristiger Investmentsicht eher müssig.

Denn die langfristigen Aussichten des Sektors sind ausgezeichnet und es spricht viel dafür, dass Kurse des IBB im Bereich 200-260 USD, langfristig viel Freude machen werden. Und zwar unabhängig davon, ob politische Ängste um Preiskontrollen, den Sektor vor der Präsidentschaftswahl noch einmal nach unten zwingen, oder nicht.

Nun kommt aber ein weiteres Argument für diese Theorie:

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Novartis, BP, Northrop Grumman, BAT und ???. Fünf Charts, die der Brexit nicht stört.

Während die medialen Schlagzeilen und Analysen durchaus berechtigt noch vom Brexit und seinen Folgen gefüllt sind, handeln die Marktteilnehmer wie immer sofort.

Für Immobilienunternehmen und Retailer im britischen Binnenmarkt, brechen nun schwere Zeiten an, bei diesen Aktien, muss man nun kein Aktionär mehr sein.

Aber auch die Eurozone wird lange unter erhöhter Unsicherheit leiden, was Investitionen in Unternehmen des Binnenmarktes, nicht unbedingt attraktiv macht. Der Satz von Mario Draghi über die -> potentielle Unregierbarkeit < -, zeigt was die Stunde vor allem in der Eurozone geschlagen hat. Sorgen sind sehr berechtigt und grosse Zuflüsse internationaler, institutioneller Investoren, daher eher unwahrscheinlich.

Aber das Kapital dieser Investoren, muss ja irgendwo hin, denn allerorten gibt es nur noch "renditeloses Risiko", wo früher "risikolose Rendite" war.

Da fügt es sich doch gut, dass es Bluechips gibt, die gerade so richtig in Bewegung zu geraten scheinen bzw bleiben und denen der Brexit herzlich egal oder manchmal sogar Konjunkturprogramm ist.

Oft spielen Währungsbewegungen dabei eine Rolle, denn eine fallende Währung wie das britische Pfund, erhöht auch die Gewinnaussichten, wenn die Einnahmen zum Beispiel in Dollar erzielt werden.

Hier sind mit Novartis, BP, Northrop Grumman, BAT und einem Fragezeichen fünf dieser Aktien ohne weitere Kommentare. Es sind ganz unterschiedliche Aktien, aus ganz unterschiedlichen Sektoren und Branchen.

Aber alle generieren gerade hoch interessante Wendeformationen oder bleiben störrisch in stabilen Aufwärtstrends.

Sorgen wegen der Eurozone? Sorgen wegen des Brexits? Eher nicht hier und das ist doch schon alleine deshalb einen Blick wert.

Warum sollen wir uns als Anleger auch in dunklen Pfuhlen suhlen oder uns mit den Risiken von MikroCaps abquälen, wenn wir mit Bluechips direkt zum Licht hoch fahren können?

Und es gibt derzeit noch viel mehr. Man muss nur richtig hinschauen. Tun Sie es einfach. Oder stossen Sie zu uns dazu.

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Sektorenwahl – Was Archer Daniels Midland, Qualcomm und Biogen gemeinsam haben

Es gibt prinzipiell drei Arten, an die Aktienanlage heran zu gehen.

Man kann ganze Indizes und Märkte kaufen und sich damit nur für die ganz grossen Marktbewegungen interessieren.

Man kann auch einzelne Aktien selektieren und kaufen und sich intensiv mit deren individuellen Chancen und Risiken befassen.

Oder man kann einen Mittelweg gehen und sich auf die Auswahl erfolgsträchtiger Sektoren konzentrieren, die ein bestimmtes Marktsegment definieren.

Ich selber bin Fan dieser Sektorenwahl, denn wenn ein Sektor "en vougue" ist, dann macht die Wahl der einzelnen Aktien selten einen grossen Unterschied - die Flut hebt dann (fast) alle Boote.

Umgedreht aber, kann ein Index lange seitwärts laufen und vermeintlich unbeweglich aussehen, während es unter der Decke des Index massive Bewegungen bei den Sektoren gibt.

Genau das haben wir auch im ganzen letzten Jahr im S&P500 erlebt. An der Oberfläche, scheint der im Bereich um 2.000 Punkte seitwärts zu mäandrieren, unter der Decke aber gab es Sektoren die massivst verprügelt wurden und andere die hervorragend gelaufen sind.

Wer nur den Index wählte, konnte kaum Geld im S&P500 verdienen. Wer die richtigen Sektoren selektierte, hatte dagegen erhebliche Gewinne.

Aus diesem Grund ist die Sektorenauswahl auch immer wieder Thema bei uns im Premium-Bereich und ich will Ihnen heute auch im freien Bereich, mal drei aussichtsreiche Sektoren und darin "Bluechips" als Idee aufzeigen.

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