Warum Deutsche Bank und Commerzbank so steigen und von der Sucht, eine Ursache zu finden

Gestern haben Deutsche Bank mit gut 9% Plus und Commerzbank mit gut 7% Plus, eine gewaltige Rally hingelegt. Schaut man auf die langfristigen Charts, ist das aber nur eine sehr, sehr kleine Entschädigung für einen jahrelangen, sehr gruseligen Abstieg.

Wenn Aktien sich so gewaltig bewegen, entsteht sofort ein Reflex, den die Medien glauben bedienen zu müssen. Es ist die Frage "Warum". Was ist also der Grund für diese Rally, die gestern den ganzen europäischen Bankensektor erfasste?

Weiterlesen ...

Der Biotech Sektor und die Verantwortungsethik

Es gibt wohl keinen Zweifel daran, dass der Biotech-Sektor langfristig - im Sinne eines Investments gesehen - zu den attraktivsten Sektoren überhaupt gehört.

Der Phase "viel Hype, wenig dahinter", ist der Sektor schon lange entwachsen und mit innovativen Medikamenten lassen sich riesige Margen erzielen. Und der weltweite Bedarf steigt und steigt, gerade im Bereich der Alters-Forschung und Alters-Krankheiten, tun sich riesige Felder auf.

Lange bot der Sektor aber keine sinnvolle Einstiegschance, er stieg und stieg unablässig. Seit Anfang 2015 ist es aber genau die Sorge um die Margen, die zur grössten und ausgedehntesten Korrektur seit Beginn des Bullenmarktes 2009 geführt hat. Diese will ich Ihnen hier anhand des US Sektor ETFs "iShares NASDAQ Biotechnology Index Fund" (IBB) zeigen:

Weiterlesen ...

Apple, Mosaic und Deere – Hier dreht sich was?!

Mit dem 01. März, scheinen die Märkte eine Charakteränderung vorgenommen zu haben, man fühlt sich wieder an die Jahre 2013 und 2014 erinnert, als es durch den "Bernanke/Yellen/Draghi-Put" nur eine Richtung gab: hoch.

Auch aktuell, haben wir es wieder mit einer "Buy the Rumor" Rally in freudiger Erwartung insbesondere der EZB-Sitzung am 10.03., aber auch der FED-Sitzung am 16.03. zu tun.

In Folge hellt sich das Bild des Marktes weiter auf, die klare "W" Formation im Leitindex S&P500, war dafür ja schon länger Hinweisgeber. Auffällig ist aber auch, wie viele in 2015 abverkaufte Aktien und Sektoren, mittlerweile markante Wendeformationen ausbilden, die noch einiges Potential in sich bergen.

Drei Bluechips dieser Kategorie, will ich Ihnen daher heute als "schnelle Ideen" zeigen.

Weiterlesen ...

Kinder Morgan und Deutsche Post – Bullenmarkt oder Bärenmarkt?

Die breiten Indizes von S&P500 bis DAX, haben nun zum bisher besten Rebound-Versuch des Jahres angesetzt. Drei Tage hintereinander, ist der S&P500 nun gestiegen und auch der DAX hat mit der 9.300er Marke, einen ersten wichtigen Widerstand zurück erobert.

Natürlich kommen dann - das ist wie beim Murmeltier, das täglich grüsst - gleich die "grossen" Prognostiker aus ihren Ecken, die dann die "grossen Wende" ausrufen und wieder "Kaufkurse" schreien, wie sie das ja schon am Anfang des Jahres so treffend und punktgenau getan haben. Wer hier Sarkasmus findet, kann ihn behalten. 😉

Oder andere, die Permabären, sind sich so etwas von sicher, dass es es immer weiter runter gehen *muss*, dass sie diesen ersten ernst zu nehmenden Rebound des Jahres, nun schon wieder Shorten, weil das "Endspiel" ja zwangsläufig begonnen hat und wir sowieso schon bald vor einer Währungsreform stehen.

Das kann alles sein und ich schliesse nichts aus, es hilft uns aber herzlich wenig. Und wer sich zu stark und verbohrt mit einer vermeintlich "sicheren" Zukunft verheiratet, hat nur eines garantiert: dass er im Markt keinen Erfolg haben kann. Denn der Markt ist immer in Bewegung und per Definitionem wetterwendisch.

Eine besonders absurde Form des Drangs etwas statisch zu definieren, was in Realität immmer in Bewegung ist, ist dabei der Versuch, einen Bullen- oder Bärenmarkt über absolute Prozentzahlen zu definieren.

Weiterlesen ...

Linde – Von guter und schlechter Marktkommunikation

Der folgende Artikel zu Linde war Teil meines gestrigen Marktberichtes am Nachmittag im Premium-Bereich.

Ich möchte noch einmal zum Thema Linde zurück kehren. Die Aktie war wegen ihres stabilen Geschäftsmodells und ihres von mir geschätzten CEOs Wolfgang Reitzle, lange einer meiner Favoriten aus Investment-Sicht. Vorsichtig wurde ich dann mit dem personellen Übergang von Wolfgang Reitzle zu Wolfgang Büchele, wie unter anderem in dem folgenden Artikel von 2014 thematisiert: -> Whats next Linde? < -

Im Premium Bereich hatte ich am 01.12. nach der -> einkassierten Prognose < - zuletzt fest gestellt, dass es nun keinen Grund mehr gibt, sein Kapital in Linde zu binden. Denn besonders ärgerlich war für mich, dass kurz vorher bei den Quartalszahlen, davon noch keine Rede war. Seit dem ist die Aktie gefallen und gefallen.

Es sprint aber viel zu kurz, für diesen Einbruch nur schlechte Umstände der Weltkonjunktur und operative Gegenwinde verantwortlich zu machen. Denn bei der Tiefe der Verärgerung des Marktes, spielt nach meiner Ansicht mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die massive Enttäuschung über eine dürftige Marktkommunikation seitens Linde eine Rolle.

Und das ist für mich Anlass, mal wieder etwas in Erinnerung zu rufen, was leider zu wenig zum Thema gemacht wird. Es sind nämlich einzelne Menschen an der Unternehmensspitze, die oft einen erheblichen Unterschied machen. Und gerade am Fall Linde, kann man das sehr gut sehen:

Weiterlesen ...

Die Zurich Versicherung und die kommende Altersarmut

Der folgende Artikel erschien schon Donnerstag 22.10.15 11:30 in Hari Live, ist aber aufgrund der langfristigen Betrachtung immer noch gültig.

Er richtet sich an langfristig orientierte Anleger, die überhaupt mal eine solide Basis in ihrem Depot legen sollten. Erst auf Basis dieser soliden Grundlage, kann man dann auch mal etwas mehr wagen.

Heute mal ein Hinweis für Dividendenjäger, Sicherheitssucher und Anleger, die einen Ersatz für nicht mehr vorhandene Zinssätze suchen, auch weil sie im Alter noch angenehm leben und nicht jeden Cent umdrehen wollen.

Hier im Artikel -> Das tote Pferd der Altervorsorge <-, wird indirekt erneut auf ein ganz massives Problem aufmerksam gemacht, das auf uns in Deutschland und Österreich mit Macht zurollt.

Es ist die absehbare Altersarmut der Babyboomer-Generation, denn ganz viele dürften sehr blauäugig bei ihren Rentenversicherungen und Lebensversicherungen noch die ehedem versprochenen Ablaufleistungen im Hinterkopf haben, die zu einer Zeit vermarktet wurden, als die Unternehmen eine Dauerrendite von 7% noch für möglich hielten.

Wir hier wissen, was seitdem alles passiert ist und die Kombination einer Weichwährung wie dem Euro, mit nicht vorhandenen Zinsen, ist absolut fatal für die Altervorsorge und wird mit Sicherheit, zu grossen Problemen, bösen Überraschungen und Armut führen - vom Pflegeproblem wollen wir da noch gar nicht reden.

Die Schweizer haben es da besser. Die ächzen zwar nun unter ihrem starken Franken, wie auch Deutschland Jahrzehnte unter einer zu starken D-Mark geächzt hat. Am Ende schafft die starke Währung aber Wohlstandsgewinne, denn die in Euro bezahlte Pflegekraft aus Südbaden, ist für den Züricher dann am Ende genau so günstig, wie die Polin für den Berliner Pflegefall.

Und auch die Option das Land zu verlassen und mit der Rente in Form des starken Frankens, in einem mediterranen Land mit Weichwährung den sonnigen Lebensabend zu verbringen, steht von den deutschsprachigen Ländern wohl nur den Schweizern zur Verfügung. Wohin das bei uns mit dem Weich-Euro führt, hat Stockpix zuletzt schön im Artikel -> All Inclusive <- beschrieben.

Und wir tun gut daran, uns diesem Thema *jetzt* zu stellen und es nicht durch Verdrängen in die Zukunft zu schieben, so wie einige VW Anleger den abstürzenden Kurs verdrängt haben und nun im Desaster sitzen.

Fragt sich nur, was wir tun können?

Wenig, denn der finanziellen Repression kann man nicht vollständig aus dem Weg gehen, ausser man verlässt die Eurozone mit "Mann und Maus und Haus". Aber ein paar Dinge schon. Wir könnten zum Beispiel langfristig in Aktien investieren, die hohe Ausschüttungen in strukturell stärkeren Währungen generieren, als dem Euro. So wie Procter & Gamble, der Aktie der ich in -> Wird es Zeit zum Einstieg <- einen eigenen Artikel gewidmet habe.

Aber vielleicht auch so wie eine Zurich Versicherung (WKN 579919), die - siehe den obigen Artikel der FAZ - scheinbar die Zeiten der Zeit erkannt hat und derzeit noch 7% ausschüttet, in Schweizer Franken!

Nun darf man auf keinen Fall nur auf die Dividendenhöhe gehen, das habe ich ja in Artikeln wie -> Die Dividende, überschätzt, overhyped und trotzdem wichtig <- mehr als deutlich gemacht.

Gerade sehr hohe Ausschüttungen, werfen Fragen zur Dauerhaftigkeit auf und gerade bei den Schweizer Versicherern, gibt es eine besonderes Bewertungsproblem, das hier gut beschrieben ist:
-> Bewertungsfalle in Aktien von Versicherungen <-

Aber trotzdem, wenn man ein "Rentendepot" aufbauen will, das lohnenswerte Erträge ausdrücklich in Währungen abseits des Euros produziert, dann ist eine Zurich Versicherung vielleicht einen Blick als Beimischung wert. Neben Werten wie Procter & Gamble, Johnson & Johnson, Nestle usw. - den Unternehmen, die einen langfristigen und positiven Trackrekord haben, was Ausschüttungen angehen.

Hier ist das sehr langfristige Chart der Zurich, das ich als "neutral" betrachte, ohne im Guten wie im Schlechten besonders aufzufallen:

Zurich 22.10.15

Ich bin auf jeden Fall in Einem sicher.

Wer heute vom Alter her in den 50ern ist und einen Betrag von ein paar hunderttausend Euro zur Alterssicherung und als Rente anlegen will, fährt mit einem ausgewogenen, diversifzierten Depot solcher Werte langfristig besser, als wenn er das Geld nun in einer klassischen Lebens- oder Rentenversicherung versenkt oder sich nun mit reinen Zinspapieren wie Anleihen volllädt.

Und darüber sollten wir mal nachdenken, die Altersarmut in Deutschland kommt, das betrachte ich als fast sicher.

Die Frage ist nur, ob wir selber dazu gehören müssen. Dagegen können wir etwas tun, die Politik mit ihren moralisierenden Träumereien, können wir dagegen mit einer Stimme bei der Wahl nicht wirklich ändern.

Ihr Hari

Luftfahrt, Raumfahrt und Rüstungsaktien – Stabiles Erfolgsmodell oder verwerfliche Anlage?



Wenn es einen Sektor im Markt gibt, mit dem wir im letzten Jahr bei sehr geringen Risiken immer wieder schöne Gewinne gemacht haben - und diese Entwicklung auch frühzeitig erkannt haben - dann waren das die Aktien des Sektors Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung.

Erkannt haben wir das schon Mitte 2014 mit der Ukraine Krise. Die Verteidigungshaushalte der europäischen Staaten waren so ausgedünnt und die Materialbestände so veraltet, dass man gar nicht die peinlichen Nachrichten über die mangelnde Einsatzbereitschaft der Bundeswehr hören musste um zu wissen, dass sich hier erheblicher Nachholbedarf angestaut hatte.

Dann kam ja aber auch noch die absehbare Entwicklung zur multipolaren Welt hinzu, mit der sich nun statt einer alleinigen Weltmacht ein zunehmendes Ringen mehrerer Blöcke abzeichnet, wobei der Aufstieg Chinas dabei der am stärksten wirkende Faktor ist.

Auch diese Entwicklung zur multipolaren Welt, bringt absehbar wieder grössere Verteidigungsanstrengungen mit sich und das nicht nur in den europäischen Ländern, sondern auch in den US und in China und Russland sowieso. Das zunehmende militärische Involvement durch die Krise im Nahen Osten, tut dann ein Übrigens, denn das dort verbrauchte Material, muss auch ersetzt werden.

Aber auch im zivilen Bereich boomt der Absatz, wie wir an Airbus immer wieder sehen können. Eine Umwältzung hin zu Drohnen und -> neuen Transportarten <- steht vor der Tür und auch im Weltraum, geraten die Dinge in Bewegung. Neue Spieler wie Elon Musks Space-X treten auf den Plan und wirtschaftliche Interessen an Mond und Asteroiden beginnen sich zu formieren - auch in China.

Alles in allem also die perfekten Ingredienzien für einen Sektor, dem der Wind der Nachfrage auf Jahre mit Macht in die Segel blasen wird. Dann noch ein Sektor mit hohen Eintrittsbarrieren, denn so "mal eben" wird man nicht zum Flugzeug- oder Raketenproduzenten.

In Summe also ein Sektor, der von stabilen und wachsenden Ertäge gekennzeichnet ist und in geopolitischen Krisenszenarien eher steigt, als zu fallen, wie die meisten anderen Aktien. Sicherheit und Wachstum also im Depot.

Alles in Butter?

Rein vom Blick auf die Aussichten dieser Aktien her eigentlich ja, wenn da nicht diese moralische Frage wäre, ob man denn in so einen Sektor investieren "darf"?

Nun man "darf" schon, wir leben in einem freien Land und auch wenn die politische Korrektheit uns manchmal vorschreiben will, wie wir zu leben haben, sind das alles erst einmal seriöse und legale Unternehmen.

Aber die Frage, ob es denn moralisch geboten ist, in Aktien zu investieren, die eben auch Rüstung herstellen, steht ja berechtigterweise im Raum. Und dieser Frage kann und sollte man sich auch nicht entziehen.

Dabei kann man dummerweise in diesem Sektor zwischen zivilen und militärischen Anwendungen selten trennen, weil viele Unternehmen bedienen beide Segmente mit ihren Produkten, wie auch beispielsweise eine Airbus eine Verteidigungs-Sparte besitzt.

Darf man also die Airbus Aktie eines A320 nicht kaufen, weil es auch einen Militärtransporter A400 gibt?

Im Gegensatz zu sehr dogmatischen Menschen, will ich diese Entscheidung niemandem vorschreiben und darüber auch kein moralisches Urteil fällen. Denn ich bin überzeugt, dass das eine sehr individuelle, moralisch zu beantwortende Frage ist.

Sicher, man kann es sich einfach machen und einfach einen der derzeit beliebten "Ethik-Fonds" kaufen, die dann nach irgend welchen Kriterien beschliessen, dass das eine "gut" und "moralisch" geboten und das andere "unethisch" ist.

Wenn man sich aber nicht durch Delegation an so Fonds billige moralische Absolution verschafft, sondern sich mal ernsthaft damit beschäftigt, merkt man schnell, das dahinter höchst schwierige moralische Dilemmata stehen.

Nehmen wir das simple Gewehr oder die Pistole. Damit kann man ja jemanden ermorden. Stimmt. Ich kann damit aber auch meine Familie beschützen, die vielleicht von einem Mörder bedroht wird.

Wäre die Welt eine Bessere, wenn niemand eine Waffe hätte? Bestimmt! Ist das die Realität, kann mir also kein Mörder mit Waffe gegenüber stehen? Bestimmt nicht!

Oder nehmen wir die Granate. Eine Kriegswaffe. Damit kann man als Terrorist einen Ballsaal in die Luft sprengen. Man braucht Sie aber auch wie aktuell die französischen Spezialeinheiten, die bei der Razzia in Saint-Denis den Drahtzieher des Anschlags in Paris in einer mehrstündigen Aktion ausräuchern mussten, der sich hinter Panzerplatten verschanzt hatte.

Ist also die Granate schlecht? Wirklich ein schwierige Frage. Worauf man sich wohl einigen kann ist, dass das was Menschen damit machen gut oder schlecht, moralisch verwerflich oder sogar geboten sein kann.

Am Ende kommt es also vielleicht weniger auf das Hilfsmittel an, sondern auf den Menschen in seinen Handlungen und die Frage, was er damit tut. Moralisch gut oder schlecht, ist primär die Handlung des Menschen und weniger die Sache, die für die Handlung benutzt wird.

Und damit sind Rüstungsaktien für mich persönlich keineswegs perse moralisch verwerflich und kommen sehr wohl als solide, krisensichere Geldanlage in Frage. Zumal ich dann den ganzen, spannenden Luft- und Raumfahrt-Sektor links liegen lassen müsste, weil er sich auch mit Rüstung beschäftigt. Es gibt aber auch ein paar Dinge wie Streubomben, bei deren Produktion ich beim besten Willen keine defensive, schützende Verwendung mehr erkennen kann und die als Investition für mich damit keinesfalls diskutabel sind.

Aber das sind nur meine ganz persönlichen Massstäbe und ich verneine vehement, dass es bei diesem schwierigen Thema voller moralischer Dilemmata, eine "allumfassende" Wahrheit gibt, der sich jeder zwingend zu unterwerfen hat.

Und deswegen will ich hier auch Niemandem eine moralische Sicht aufzwingen, sondern nur erklären, warum Aktien aus dem Sektor Luft-, Raumfahrt und Verteidigung, derzeit einen Lauf haben und sich diese positive Entwicklung wohl auf Jahre fortsetzen wird.

Wer also stabile, krisensichere Aktien sucht und das mit seiner Vorstellung von Ethik verantworten kann, wird hier wohl fündig.

Wenn Sie an dem Sektor interessiert sind, finden Sie hier 20 Ideen aus dem Bereich Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung, die Sie mal einer genaueren Prüfung unterziehen können. Nicht alle der Aktien sind auch im Rüstungssegment tätig, aber viele eben schon. Viele dieser Aktien haben wir in der Community im letzten Jahr auch intensiver besprochen:

  1. Airbus Group (938914)
  2. BAE Systems (866131)
  3. Boeing (850471, BA)
  4. Dassault Systems (901295)
  5. Finmeccanica (A0ETQX)
  6. General Dynamics (851143, GD)
  7. Lockheed Martin (894648, LMT)
  8. MTU Aero Engines (A0D9PT)
  9. Northrop Grumman (851915, NOC)
  10. OHB (593612)
  11. Orbital ATK (A14NES, OA)
  12. Precision Castparts (865685, PCP)
  13. Raytheon (785159, RTN)
  14. Rheinmetall (703000)
  15. Rockwell Collins (694062, COL)
  16. Saab (914879)
  17. Teledyne Technologies (926932, TDY)
  18. Textron (852659, TXT)
  19. Thales (850842)
  20. United Technologies (852759, UTX)

Bei Precision Castparts ist übrigens vor wenigen Monaten Warren Buffetts Berkshire Hathaway massiv eingestiegen.

Sie werden durch die Bank feststellen, dass diese Aktien in der Regel im letzten Jahr schon sehr gut gelaufen sind und das hat Gründe, auf die ich hier hinweisen wollte und die wohl über den Tag hinaus Gültigkeit behalten.

Bleibt am Ende wieder die individuelle Frage, ob wir diese Aktien im Depot haben wollen. Denn glücklicherweise leben wir in einem freien Land und können uns diese Frage individuell stellen.

Würde man sich eine Welt wünschen, in der wir uns nicht permanent an die Gurgel gehen? Bestimmt!

Ist das die reale Welt die wir haben? Bestimmt nicht!

Machen wir das besser oder schlechter, wenn wir in solche Aktien investieren? Oder ist es egal?

Das ist die Frage, auf die Sie Ihre persönliche Antwort brauchen.

Ihr Hari

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Warum der VW-Skandal vom Himmel geschickt wurde – und was das mit Apple zu tun hat

Der folgende Artikel erschien Dienstag 20.10.15 16:40 in Hari Live und wurde für den freien Bereich etwas erweitert, um den Kontext zu erhalten

Tim Cook gibt dem WSJ ein ausführliches Interview, in dem er faktisch Apples Interesse am Automarkt bestätigt:
-> Massive Change in car industrie <-

Sicher hat er damit nichts Konkretes gesagt, aber jemand in seiner Rolle müsste und würde ein Interesse an einem Markt wohl dementieren, wenn da gar nichts dran wäre. Wenn der Apple Chef aber von einem "massive Change" in der Autoindustrie redet, der auch Quereinsteigern Chancen eröffnet, dann ist das für mich die deutlichste Interessensbekundung, die man nur machen kann, ohne Konkretes zu sagen.

Als deutscher Automanager, sollte man nun mal langsam unruhig werden. Treue Leser wissen ja noch, wie ich schon vor 3,5 Jahren hier -> Die Zukunft des Automobils <- und vor 2,5 Jahren hier -> Eine Ohrfeige für Winterkorn, Piech, Zetsche und Co. <- die deutschen Automanager deutlich und massiv aufs Korn genommen habe, die sich schon nach meinem damaligen Eindruck, zu sehr in Selbstgefälligkeit und Trägheit gesonnt haben.

Insofern ist der Skandal bei VW für die deutsche Autoindustrie am Ende vielleicht vom Himmel geschickt worden. Denn ohne den Skandal, hätte man wohl noch 2-3 Jahre weiter gewurschtelt, bis es wirklich zu spät gewesen wäre und die neuen Wettbewerber im Sinne Google, Apple und Co. irgendwann das Feld des autonomen, elektrischen Fahrens betreten.

So aber weckt der Skandal aus der Selbstgefälligkeit auf, schwemmt Leute weg, denen scheinbar der Professorentitel wichtig war, die aber nach meinem Eindruck keine mutige, der Zukunft zugewandte Modellpolitik hinbekommen haben. Und so schafft der Skandal die Chance für die ganze Industrie, gerade noch rechtzeitig das Ruder mit Macht in Richtung Zukunft herum zu reissen.

Wenn es den Skandal nicht gegeben hätte, hätte man ihn also erfinden müssen. Wer immer das Ding tatsächlich in Bewegung setzte, hat am Ende der deutschen Autoindustrie eher einen Gefallen getan, davon bin ich mittlerweile überzeugt. Denn nun weht der "Wind of Change" und das ist gut so!

Apple aber, ist für mich als Aktie mittelfristig weiter attraktiv.

Ich weiss zwar immer noch nicht, warum der Markt Apple mit einem Malus bei der Bewertung belastet, denn Apple wird schlechter bewertet, als vergleichbare Bluechips.

Nehmen wir eine Microsoft, der billigt der Markt aktuell ein Forward P/E von 15 zu, Intel eines von 14 und Apple aber nur eines von 11!

Nun kann ich völlig verstehen, dass der Markt Skepsis hat, ob Apple seine Margen und seine Stellung dauerhaft halten kann. Und auch Skepsis hat, ob das Wachstum dauerhaft zu halten ist.

Ich teile diese Skepsis und für so ein cashflow-starkes Unternehmnen wie Apple, würde das dann auch nicht mehr als ein P/E von 14-16 rechtfertigen, wie bei Intel, Microsoft und vielen anderen vergleichbaren Bluechips auch.

P/Es von 20 und mehr, sind einfach stark wachsenden Unternehmen vorbehalten und da muss man sich bei Apple schon fragen, wo starkes Wachstum nun schnell herkommen soll. Bei allen Zukunftschancen im Bereich Pay oder Wearables oder später im Automobilbereich, schnelles hohes Wachstum ist da eher nicht.

Warum der Markt Apple keinen Bewertungsbonus mehr gibt, kann ich also sehr gut verstehen und das ist auch völlig in Ordnung. Warum aber so ein massiver Malus existiert, bleibt mir rätselhaft. Denn bei einem P/E von 15 wäre Apple eher bei 150 USD im Kurs und nicht bei aktuell gut 110!

Ich verstehe das nicht und habe noch keine gute Erklärung dafür gehört. Klüger als der Markt bin ich bestimmt nicht, aber auch bei angestrengtem Nachdenken fällt weder mir, noch den Mitgliedern der Community, ein überzeugender Grund für diesen Malus ein, der Apple schwächer bewertet als Intel und Microsoft, zwei Unternehmen mit durchaus relevanten Zukunftsfragezeichen, mitten in der strategischen Repositionierung.

Und insofern ist es mir auch mittlerweile egal. Ich schaue einfach auf die Price-Action und richte mich nach der.

Und was ich da heute sehe ist, wie die Aktie in Bewegung gerät und diese Struktur nach oben erzeugt und dabei auch wieder über 20- und 50-Tage Linie steigt. Ich habe schon schlechtere Ausgangslagen gesehen, als das:

AAPL 20.10.15

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***