Korporatismus, Volkswagen und die Subventionen für die Autoindustrie

Nein, ich bin kein Freund des Korporatismus.

Ich bin aber auch kein Freund der Kaufprämie für Elektroautos, die die Koalition nun beschlossen hat und die ich als eine sinnlose Subvention von zu träge gewordenen Konzernen empfinde.

Konzerne die scheinbar unfähig sind, sich in Gestalt von Tesla Motors eines viel kleineren Konkurrenten zu erwehren und ihn technologisch hinter sich zu lassen, über den sie lange in arroganter Herablassung gesprochen haben. Und nun, da er ihnen voller positiver Energie mit dem Model 3 auf die Pelle rückt, wird nach Staatshilfe gerufen. Staatshilfe, die dann von Ihrem und meinem hart erarbeiteten Steuergeld bezahlt wird, während die Konzerne selber Milliarden-Gewinne und Boni an ihr Management verteilen.

Peinlich finde ich das. Ein Schande, könnte ich aus meiner Sicht auch sagen.

Womit wir wieder beim Korporatismus sind, ein wichtiges Wort, hinter dem sich eine Menge der strukturellen Probleme und Verkrustungen unserer aktuellen Polit- und Wirtschafts-Ordnung verbirgt.

Wer sich ein bischen tiefer für Wirtschaft interessiert und mal hinter die Fassade der machtpolitischen Mechanismen von Kungelrunden schauen will, sollte die Prinzipien des Korporatismus verstehen, die gerade in Deutschland sehr stark sind.

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Der Euro, der Dollar und die neuen „Masters of the Universe“



Die wahren "Masters of the Universe", an deren Wort die Märkte hängen, sind seit der Finanzkrise nicht mehr die Bankenchefs wie James Dimon (JP Morgan) oder Lloyd Blankfein (Goldman Sachs). Das ist Geschichte.

Nein, nach meinem Eindruck, hat sich ein kleiner Kreis von Technokraten, in Form der Notenbanker der grossen Währungen, als die neuen "Masters of the Universe" aufgeschwungen - oder man könnte auch etwas überspitzt sagen "selbstermächtigt".

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Präsidentschaftswahl in den USA: Gibt es Auswirkungen auf den Aktienmarkt ?

Auch von den regelmässigen Beiträgen unserer mittlerweile -> 5 Kolumnisten < -, gibt es wie Sie wissen, ab und zu Auszüge im freien Bereich zu lesen.

Heute ist mal wieder "Tokay" an der Reihe, mit einer Betrachtung zu den Auswirkungen der US Präsidentschaftswahl auf den Aktienmarkt, die vor ein paar Tagen im Premium-Bereich erschienen ist.

Ich wünsche gute Erkenntnisse. Ihr Hari

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Wo wir im grossen Bild stehen

Mit der EZB am heutigen Donnerstag und der FED am kommenden Mittwoch, stehen uns zwei für den Markt sehr wichtige Notenbanktermine bevor.

Mit einer etwas längeren Perspektive, verlieren die beiden Termine dann aber ihre Bedeutung, denn grundlegender Wandel ist nicht zu erwarten.

Die FED versucht weiter, die Zinswende doch noch hin zu bekommen, die sie durch zu grosse Vorsicht um mindest ein, wenn nicht zwei Jahre, zu spät begonnen hat.

Die EZB unter Draghi dagegen, verweigert sich weiter der Frage, ob die gewählte Medizin dem Patienten überhaupt hilft und wird auf welche Art auch immer, die Dosis der Medizin noch weiter erhöhen und das historisch einmalige Experiment der Negativzinsen wohl weiter verschärfen.

Beide Notenbanken aber, wie auch die Bank of Japan und die Bank of China, befinden sich nach meinem Eindruck in einem "Race to the Bottom", einem gegenseitigen Prozess der Abwertung der eigenen Währung, aus dem ich nur wenig Entkommen sehe. Und die niedrigen und sogar Negativzinsen haben - wie es sich für eine Droge gehört - auch weitere, ungesunde Abhängigkeiten geschaffen.

Realistisch muss man anerkennen, dass während die meisten Staaten 2009 noch hätten auf einen normalen Zinspfad zurück kehren können, die Schulden heute in 2016 so immens gewachsen sind, dass der geordnete Weg zu normalen Zinsen wohl nun dauerhaft verbaut ist - ohne einen Schuldenschnitt und/oder eine Währungsreform.

Das ist für mich im grossen Bild die traurige Situationsbeschreibung eines geldpolitischen Pfades, den ich für ebenso fatal, wie verfehlt halte.

Für uns als Anleger, beantwortet das aber nicht die Frage, was wir in den kommenden 1-3 Jahren von den Märkten erwarten können.

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Was nicht steigen kann, muss fallen!



Machen wir es heute sehr kurz.

Eines der Hauptprobleme, mit dem sich Anleger selber gerne ein Bein stellen, ist der permanente Versuch, die Zukunft weissagen zu wollen - das, was wir hier -> Prognosiritis < - nennen und was dann, wenn der Markt gegen einen läuft, gerne mit einer gehörigen Dosis "Hopium" unterfüttert wird. Auch das ist ein Kunstwort aus Hoffnung (Hope) und Opium, denn einfach nur zu Hoffen und die Realität auszublenden, kann schmerzhafte Folgen für das Depot haben. Wer 2008 bewusst erlebt hat, weiss was ich meine.

Was hat das nun mit dem aktuellen Markt zu tun?

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Zeit der Unsicherheit – Zeit des Wandels

Manchmal besteht der beste Rat aus kurzen und klaren Worten. Und das will ich heute tun.

Denn die Märkte sind nach Jahren des notenbank-induzierten Bullenmarktes, in eine Phase der Unsicherheit eingetreten. Selten war ein Jahresanfang so negativ wie dieser, aber wenigstens auf der kurz- und mittelfristigen Ebene, wurde der Abwärtstrend seit Jahresanfang nun gebrochen und die Chance besteht, dass sich nun eine mehrwöchige Gegenbewegung anschliesst:

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Marktlage 2016 – Das Jahr des Bären?



Liebe Leser im freien Bereich,

nach der für die Wallstreet historisch schlechtesten ersten Börsenwoche der Geschichte, stellt sich natürlich die berechtigte Frage, ob dieser Markt nun weg kippt und 2016 endgültig zum Jahr der Bären wird?

Nun, im Artikel -> Welt in Bewegung mit unbestimmter Zukunft < -, habe ich ja letzte Woche dargestellt, dass es darauf keine definitive Antwort geben kann, weil die Zukunft prinzipiell unbestimmt ist und bleibt.

Dass wir am Markt nie 100% Sicherheit haben werden, heisst aber umgedreht auch nicht, dass wir gar nichts wissen und der Markt nur eine Abfolge unzusammenhängender Zufälle wäre.

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Welt in Bewegung mit unbestimmter Zukunft



Ein gutes neues Jahr wünsche ich auch allen freien Lesern!

Im Premium-Bereich sind wir schon seit Anfang der Woche wieder voll aktiv und Sie im freien Bereich, werden sich nun bestimmt auch fragen, wie dieser grottenschlechte Börsen-Start ins neue Jahr zu werten ist, der von einbrechenden chinesischen Börsen und einem immer weiter fallenden Ölpreis geprägt ist.

Sie werden an anderer Stelle darauf bestimmt auch viele Antworten und "Prognosen" lesen, die dann im Brustton des "Wissenden" ihnen erklären, wie das nun in 2016 generell und im Januar im Speziellen alles ablaufen wird. Ich muss Ihnen hier aber leider sagen: für mich alles eher Blödsinn! Denn wir wissen es schlicht nicht und die Zukunft ist und bleibt unbestimmt.

Es war ja zum Jahreswechsel schon offensichtlich, dass Vorsicht ins neue Jahre hinein nötig war, denn die ausgefallene Weihnachtsrally sendete ein deutliches Warnsignal und weckte bei mir Erinnerungen an den Übergang der Jahre 2007/2008, den ich den Premium-Mitglieder mit dem Chart gezeigt habe:

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