Der DOW und der DAX – zwei Indizes mit Problemen

Wissen Sie hier im freien Bereich eigentlich, warum ich immer über den S&P500 rede und nicht über den bei Laien bekannteren Dow Jones Industrial Average (DJIA), kurz auch DOW genannt?

Wissen Sie, dass der DOW ein Anachronismus ist, ein obskurer Index ohne eigene Aussagekraft?

Und wissen Sie auch, dass der bekannte DAX ein "Performance-Index" ist und fast alle anderen Indizes nicht und der DAX deswegen im Vergleich eine Stärke vorgaukelt, die in der Realität gar nicht gegeben ist?

Und wissen Sie auch, dass es den DAX auch als "Kursindex" gibt, der vergleichbar zu fast allen anderen Indizes wäre, den aber kaum jemand kennt und benutzt?

Wenn ja, werden Sie nun nichts Neues erfahren. Wenn nein, sollten Sie das wissen.

Das Problem, das beide teilen:

Der DOW - wie der DAX - besteht nur aus 30 Aktien. Das ist gerade für den riesigen US Markt nicht breit genug, um ernsthaft den Markt zu repräsentieren. Der S&P500 mit seinen 500 grössten US Aktien, ist dagegen eine sinnvolle Repräsentierung des US Aktienmarktes und damit der wichtigste Index weltweit.

Dieses Problem hat der DAX aber auch und wenn wir seinen Verlauf mit dem des MDAX vergleichen, der viel mehr "typisch deutsche" Mittelstandsaktien beinhaltet, sehen wir auch schnell, dass der DAX keine perfekte Repräsentierung des deutschen Aktienmarktes ist. So ist der MDAX in den letzten Jahren deutlich besser gelaufen, weil im DAX eben mit den Autobauern oder Banken Werte versammelt waren, die durch eine tiefe Baisse gegangen sind.

Dieses Problem ist ja aber noch erträglich, denn es gibt viele Indizes mit wenigen Werten, der spanische IBEX hat 35, der italienische MIB 40 und der französische CAC auch 40. Das macht die Aussagekraft dieser Indizes nicht besser und mit einem S&P500, Nasdaq100 oder Russel2000 (dem US Nebenwerte-Index) können die in ihrer Aussagekraft alle nicht ansatzweise mithalten. Aber immerhin ist der DAX keine Unikum in seiner Bandbreite, der DOW ist eben nicht besser.

Das Problem des DAX

Dieses Problem ist grösser, der DAX ist sozusagen ein "Scheinriese". Denn in der uns allen bekannten Form, ist der DAX als "Performance Index" konstruiert, der Dividenden inkludiert. Der DAX bildet also nicht die Summe der aktuellen Kurse bzw die Summe der aktuellen Marktkapitalisierung ab, sondern er führt auch aus der Vergangenheit alle ausgeschütteten Dividenden mit, so als ob man von Anfang an ohne Unterbrechung im DAX investiert gewesen wäre.

Nun kann man eine längliche Diskussionen darüber führen, ob Kurs- oder Performance-Index die bessere Variante wäre, die ein getreueres Abbild der echten beim Anleger ankommenden Performance liefert. Diese Diskussion ist aber akademisch, denn man kann ganz legitim beides machen und beide Varianten haben Vor- und Nachteile.

Dass die Darstellung des DAX als Performance-Index ein Problem ist liegt also nicht daran, dass die Darstellung perse "falsch" wäre, sondern an der mangelnden Vergleichbarkeit. Fast alle Indizes der Welt sind Kursindizes, die also mit verschiedenen Methoden die aktuellen Kurse summarisch abbilden, keine alten Dividenden inkludieren und damit auch keine Vergangenheitsdaten mitschleppen, um eine langjährige Pseudo-Performance zu errechnen. Eine Pseudo-Performance deshalb, weil diese wegen Steuereffekten bei den Dividenen-Zahlungen gar nicht zu erreichen ist, in dem man alle Aktien des DAX ins Depot legt.

Beim DAX ist es aber noch schlimmer, der schleppt durch seine Berechnungsmethode indirekt sogar noch die alten 1000er Kurse der Volkswagenstämme mit, weil durch die Umstellung auf die Vorzüge im Winter 2009, der alte Zustand sozusagen "eingefroren" wurde und von dort aus weitergerechnet wurde.

Aber wie auch immer, der Punkt ist, ein fairer Vergleich des DAX mit den meisten anderen Indizes müsste mit dem Kursindex erfolgen, denn auch S&P500 und Co. schütten ja Dividenden aus und das kräftig. Ein paar grobe Vergleiche können Sie sich -> hier < - anschauen, wenn es Sie interessiert. Dann wird klar, wie viel schwächer der DAX in Realität als die US Indizes ist, kein Wunder bei dieser nicht vorhandenen, inländischen Aktienkultur. 😉 Nur gegenüber dem Eurostoxx liegt der DAX richtig vorne, wer das "warum" verstehen will, muss nur auf die Eurokrise schauen.

Der DAX, so wie er uns immer als Perfomance-Index verkauft wird und am Jahresende mit seiner Performance dem S&P500 gegenüber gestellt wird, ist also ein "Scheinriese", der Vergleich ist so eigentlich unzulässig.

Wir haben aber in Deutschland keine Alternative wie den S&P500. Sicher gibt es breitere Indizes, wie zum Beispiel den CDAX, der das ganze deutsche Aktienuniversum abdeckt. Bei Indizes gilt aber die Regel, dass nur relevant ist, was auch beobachtet wird. Denn nur Indizes, die die Anleger vor Augen haben und auf die es viele Derivate und ETFs gibt, haben auch Aussagekraft im Sinne der Marktmuster. Insofern müssen wir hier weiter mit dem DAX leben, auch wenn er eher aus der Reihe fällt und die deutschen Akienmärkte nur höchst unzureichend abbildet.

Dieses markante Problem des DAX, das diesen im internationalen Vergleich als Scheinriesen aufpumpt, ist aber noch beherrschbar und nichts gegen das zweite grosse Problem des DOW.

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Hokuspokus und die technische Analyse

Nicht immer ist das neu Geschriebene das Beste, sondern manchmal lohnt sich auch zu wiederholen, was schon gesagt wurde. Besonders interessant ist das, wenn man nach Ablauf von vielen Monaten schauen kann, was denn damals aus den Worten in der Realität geworden ist.

Heute will ich daher an einen Artikel vom 09.06.2016, also von vor dem Brexit erinnern, mit dem Titel
-> Die Märkte auf dem Sprung - Was gute technische Analyse leistet <-.

Und genau das ist mein Thema heute, denn hier im freien Bereich schlägt auch immer wieder "Otto Normalanleger" auf, der technische Analyse typischerweise für Hokuspokus hält. Böse Zungen könnten sagen: "wat de bur net kennt frett he net". 😉

Fairerweise muss man sagen, dass die Vertreter der technischen Analyse auch teilweise selber daran Schuld tragen, denn da es so einfach ist, ein paar bunte Linien zu malen, wird damit auch viel Schindluder getrieben. Vor allem fehlt es oft an dem Verständnis, wo die Grenzen der technischen Analyse sind und aufgrund welcher Mechanismen, sie überhaupt Deutungskraft hat.

Denn die technische Analyse sagt die Zukunft nicht voraus, nichts und niemand kann die Zukunft vorher sagen, auch nicht der der "Prognosiritis" anheim gefallende Glaskugeldeuter. Die technische Analyse gibt aber ein zutreffendes Bild des Marktzustandes der Gegenwart und ein derartiger objektiver Blick auf die Gegenwart ohne Bias, ist eine Menge wert, denn die Zukunft muss sich ja erst aus der Gegenwart entwickeln.

In obigem Artikel, wird das Prinzip besonders deutlich. Vor allem auch, weil wir nun 8 Monate weiter sind und uns im S&P500 anschauen können, wie sich die Märkte entwickelt haben. Nämlich so:

So und nun lesen Sie bitte diesen Artikel noch einmal. Bitte tun Sie sich den Gefallen!
-> Die Märkte auf dem Sprung - Was gute technische Analyse leistet <-.

Danach wird klarer sein, was technische Analyse leisten kann und was nicht und warum sie so wertvoll für uns ist. Denken Sie an den Tiger. 😉

Ihr Hari

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Die begrenzte Aussagekraft von preisbasierten Oszillatoren



Eine der Besonderheiten dieser Plattform ist der Ansatz, den Mitgliedern grundlegende Zusammenhänge zu erklären. Und das nicht nur theoretisch, sondern immer wieder praktisch - eingeflochten in die Realität, die uns jeden Tag über die Märkte erreicht.

Dazu gibt es immer wieder Grundlagen-Artikel im Premium-Bereich, von denen ich heute mal wieder einen heraus greifen will um Ihnen zu zeigen, welche Inhalte Sie hier auch erwarten können.

Gerade im Bereich der Charttechnik gibt es leider auch medial zu viele, die einfach "bunte Linien" nachzeichnen, ohne den Kontext dessen was sie tun, verstanden zu haben. Zum teilweise schlechten Ruf der Charttechnik bzw der allgemeinen Markttechnik, hat das sicher beigetragen. Dabei ist die Markttechnik - richtig genutzt - das mächtigste und zuverlässigste Instrument das wir haben, wenn wir mit Mr. Market erfolgreich ringen wollen.

Der folgende Artikel stammt aus dem November letzten Jahres, ist aber wegen seiner grundsätzlichen Aussagen zeitlos gültig. Er wurde für den freien Bereich leicht angepasst um Referenzen zu glätten, die nur im Premium-Bereich aufzurufen sind.

Übrigens, falls Sie es noch nicht bemerkt haben, Mr-Market ist nun auch bei Twitter. Schauen Sie doch mal unter @HariMrMarket vorbei!

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Eine konkrete Frage stand vor Kurzem im Forum im Raum, nämlich in wie weit eine positive Divergenz des RSIs im Wochenchart, einen Edge in Richtung der Divergenz generiert. Sprich lohnt es sich zu kaufen, wenn der RSI eine positive Divergenz zeigt?

Ich will das als Anlass dazu nutzen, ein paar grundsätzliche Worte zu preisbasierten Oszillatoren wie dem RSI zu verlieren und auch zu thematisieren, welchen Wert Aussagen dieser Indikatoren, denn überhaupt für uns haben.

Zunächst einmal will ich das Wort "preisbasierter Oszillator" definieren, damit klar ist, was ich damit meine. Ich meine damit alle Oszillatoren (also Indikatoren, die die Bewegungen als Schwankungen zwischen zwei Extremen abbilden), die direkt auf den Preis, also die Kurse gehen.

Der RSI ist so ein Fall, ein preisbasierter Oszillator.

Die 200-Tage-Linie ist kein Oszillator, sondern eine Trendglättung.

Und das OBV ist nicht preisbasiert, da es auf das Volumen geht und auch kein Oszillator ist.

Hier geht es nun also um preisbasierte Oszillatoren, für die der RSI das bekannteste Beispiel ist.

Die erste klare und wichtige Aussagen, erscheint eine Binsenweisheit, wenn man das oben verstanden hat. Ich bezweifele aber, dass die Konsequenzen dieser Binsenweisheit allen wirklich klar sind und genau deswegen schreibe ich diesen Artikel:

Preisbasierte Oszillatoren beinhalten keinerlei neue Informationen, die nicht schon Teil des Charts selber sind.

Wie gesagt, das ist eigentlich eine Binsenweisheit, aber sie ist sehr wichtig für die Schlussfolgerungen, die ich gleich ziehe. Wenn wir zum Beispiel auf den RSI schauen, ist der nichts weiter als ein abstrakte Darstellung wesentlicher Elemente des Charts selber.

Oder in anderen Worten, wenn man auf das Chart einen geübten Blick hat, beinhaltet der RSI keine Überraschungen, denn man sieht das, was der RSI indiziert, auch im Chart.

Der RSI vergleicht ja genau genommen nur im definierten Zeitraum (oft 14 Kerzen) die Stärke der Kursbewegungen. Das Überwiegen stark fallender Kerzen, sorgt dann für einen schwachen RSI, das Überwiegen stark steigender Kerzen, sorgt für einen starken RSI.

Eigentlich also eine triviale Aussage, die der RSI macht, die aber zu Fehlinterpretationen führt, wenn man dem Indikator eine übertriebene Aussagekraft zubilligt, die er nicht hat. Denn der RSI ist eben nur die abstrakte - in einen Oszillator gepresste - Darstellung des Charts selber, ohne auch nur einen einzigen Krümel neuer Information.

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Hari-Notizen (Archiv)

Dienstag 17.01.17 16:45

Kaum ist die Wallstreet wieder da, geht es richtig los mit Bewegung im Markt.

Im britischen Pfund sehen wir einen brutalen Short-Squeeze nach Mays Rede zum Brexit. Wie immer wird nach "Gründen" gesucht, der naheliegendste ist aber, dass einfach zu viele auf einer Seite des Bootes waren.

Die Volatilität wird zur Amtseinführung Trumps hin wohl weiter steigen, zumal er eine ausführliche Antrittsrede vorbereitet.

Um uns herum wird dieser Tage Geschichte geschrieben und wir sind mitten drin. Aber uns kann ja nichts passieren, bei uns regelt Mutti ja alles. 😉

Freitag 13.01.17 09:25

Heute am Freitag den 13., beginnt mit den Zahlen von Bank of America (BAC), Blackrock (BLK), JP Morgan (JPM) und Wells Fargo (WFC) der ernsthafte Teil der neuen Berichtssaison.

Diese werden uns ein zuverlässiges Bild vermitteln, ob die hohen Erwartungen an den Finanzsektor berechtigt waren. Enttäuschungspotential ist hier daher vorhanden.

Dienstag 10.01.17 19:40

Wollen wir nicht mal etwas mehr Aufklärung wagen?

Wollen wir nicht mal etwas mehr Optimismus wagen?

Hier ist meine Suada zum Thema auf Tichys Einblick: 😉

-> Hope springs eternal < -

Fortune favors the bold.

Dienstag 10.01.17 08:40

Das haben Sie von mir schon oft - fast gebetsmühlenartig - gehört: -> Demut < -

Man kann es aber gar nicht oft genug sagen, weil die Versuchung des Egos, sich in seiner "Voraussicht" über alle andere zu erheben, einfach zu verlockend ist. Nur zielführend für Erfolg an der Börse ist es eben nicht, ausser man ist zu einem Thema wirklich ein Insider und hat Informationen, die die Anderen nicht haben.

Der Satz "ich weiss, dass ich nichts weiss", ist am Markt das Zeichen hoher Intelligenz und nicht des Gegenteils. Erst vor Kurzem war das hier bei -> DAX 15.000 und andere Verrücktheiten < - Thema.

Montag 02.01.17 11:15

Wir wünschen allen Mr-Market Lesern ein gutes, gesundes und börsentechnisch erfolgreiches Jahr 2017!

Der DAX startet ja, wie zu erwarten war. Von einer Wiederholung des 2016er Einbruchs, sind wir hier nicht ausgegangen, dafür gab es kein markttechnisches Indiz im Vorfeld.

Mit dem Schub über 10.500 im DAX, dürfte das "Covern" diverser Absicherungen beginnen, was die Aufwärtsbewegung darüber hinweg, besonders dynamisch macht.

Wirklich belastbare Einsicht in den Beginn des Börsenjahres, bekommen wir aber erst am morgigen Dienstag. Heute sind noch ganz viele der grossen Börsen geschlossen, inklusive der Wallstreet, aber auch London, Hongkong und Zürich. Insofern hat das Geschehen im DAX noch sehr begrenzte Bedeutung.

Dieser Blog ist diese Woche noch im Ferienmodus. Ab kommende Woche, ab dem 09.01., geht es wieder regulär los.

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Premium Sonderaktion „Gute Vorsätze 2017“

Der 06.01.17 ist abgelaufen, die Sonderaktion zum "Schnuppern" ist leider beendet.
Eine reguläre Mitgliedschaft, steht Ihnen aber jederzeit frei

Ein wildes und (für uns hier) profitables Börsenjahr, mit Einbruch zum Jahresanfang, Brexit-Überraschung, Sommer-Starre und grosser Trump-Rally, neigt sich dem Ende zu.

Das kommende Jahr wird kaum weniger spannend und an der Börse erneut aufregend und potentiell profitabel werden.

Wir haben da im Januar die Amtseinführung von Trump, nach der aus Reden und Twitter-Meldungen, dann echte Politik werden muss - Enttäuschungspotential inbegriffen.

Wir haben im Mai die Wahl in Frankreich, mit der Frankreich entweder die Kurve bekommt und seine strukturellen Defizite angeht, oder in die Hände von LePen fällt, womit zumindest der Euro, am Ende sein dürfte.

Letzteres muss man nicht unbedingt schrecklich finden, was vom Euro als fehlkonstruiertes Konstrukt zu halten ist, war hier schon oft Thema, so zum Beispiel Anfang 2015: -> Der Kern des Problems < -.

Schrecklich und an den Börsen ein wilder Ritt, dürfte aber der eher chaotische Übergang werden, das absehbar starrhafte Festhalten am Euro um jeden Preis. Und deshalb ist dieses Szenario nichts, worauf wir uns freuen sollten, selbst wenn wir die Rückkehr der D-Mark begrüssen würden.

Dann haben wir im September die Wahl hier in Deutschland, die in jeder Hinsicht wegweisend sein wird. Und dazu werden wir in 2017 weitere Anschläge haben, viele Tote, Kriege, globales Ringen und wahrscheinlich die ersten Auswirkungen des neuen Fokus der Trump-Administration erleben, die sich scheinbar mit China anlegen und dafür mit Russland arrangieren will.

Und wir werden in 2017 wieder viel Hoffnung und Gutes erleben, wissenschaftliche Durchbrüche und Fortschritt, der sich besonders in den Kursen der betroffenen Unternehmen, als massive Gewinne zeigen wird.

All das, wird die Börse in 2017 wieder zur Achterbahnfahrt machen, bei der die ruhige Hand einer erfahrenen Community an der Seite, Gold und Geld wert sein kann.

Die Zeit der Feiertage und des Jahreswechsels steht damit wieder bevor. Wie doch die Zeit vergeht, ich erinnere mich noch gut daran, wie es sich anfühlte, als das Jahr 2.000 noch das Symbol einer fernen Zukunft war.

Und jedes Jahr ist das auch wieder eine Phase des Nachdenkens und der guten Vorsätze.

Gerade im Bereich der Geldanlage, gibt es oft guten Grund für gute Vorsätze, denn war dieses Jahr 2016 für Sie wirklich so erfolgreich, wie Sie sich das gewünscht haben? Und woran hat das gelegen?

Ich habe schon 2015 zu dem Thema ein paar Gedanken aufgeschrieben, die ich dieses Jahr nur wiederholen könnte. Ich empfehle Ihnen, diesen Artikel zu lesen: -> Die guten Vorsätze und nächstes Jahr wird alles anders < -

Und ich habe vor einem Jahr schon eine ähnliche Sonderaktion durchgeführt, die von einigen, noch zögernden Lesern damals genutzt wurde, von denen am Ende dann nach zweimonatigem "Schnuppern", fast 90% dauerhafte Mitglieder geworden sind.

Wenn Sie also schon immer mal ohne grosses Risiko in den Premium Bereich schauen wollten, hier ist Ihre Gelegenheit!

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Kampf oder Flucht – Gesundheit und der Markt

Der folgende Beitrag erschien am 24.08.16 im Premium-Bereich. Für alle, die dauerhaft aktiv an den Märkten unterwegs sind - aber auch für alle anderen "Kopfarbeiter" ausserhalb der Börsen - ist das Thema aber so eminent wichtig, dass ich auch im freien Bereich über unsere Gesundheit und rein geistige Berufe mit Stresspotential mit Ihnen sprechen möchte.

Dieser Beitrag, richtet sich nur vordergründig an alle, die Handel an den Börsen ernsthaft betreiben und stundenlang vor den Schirmen sitzen.

Aber nur vordergründig, denn wenn Sie ehrlich mit sich sind, werden Sie schnell feststellen, dass das Profil des Traders, auch auf viele andere Berufe passt, in denen man körperlich passiv, aber geistig hoch rege und unter "Druck" vor Bildschirmen sitzt

Und um es in aller Deutlichkeit zu sagen:

Das macht uns kaputt und krank!

Denn wir sind evolutionär dafür nicht "gebaut", unsere Körper sind für einen Tag in Bewegung in einer mit unseren Sinnen direkt erfahrbaren Umgebung gebaut, nicht aber dafür, den ganzen Tag auf einen Bildschirm zu schauen.

Jetzt werden Sie sagen: "Gähn" - das weiss ich doch alles. Aber nicht so schnell.

Was Sie sicher wissen, sind die "orthopädischen" Aspekte des Themas wie Rückenschmerzen, Nackenverspannungen etc aber auch "trockene Augen". Dafür gibt es nur eine Lösung: öfter mal aufstehen und den Arbeitsplatz wechseln. Auch kurze Dehnungen am Arbeitsplatz helfen.

Aber darum geht es hier nicht. Denn das "orthopädische" Problem ist das weit Kleinere und Unwichtigere. Was uns wirklich "kaputt" macht, sind die Hormonausschüttungen.

Um zu verstehen, worum es da geht, sollten Sie nun das lesen:

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Algo Trading – Es ist so verflucht artifiziell!


Ich stelle nun mal eine Behauptung auf, die ich nicht beweisen kann. Der Gegenbeweis kann aber auch nicht geführt werden.

Ich behaupte es trotzdem, im Premium-Bereich habe ich das schon direkt nach dem Brexit so argumentiert:

Wir sind in einem Markt angekommen, der fast nur noch aus (verfluchten) Algos besteht.

Und die Kursentwicklungen der letzten Monate beweisen es!

Denn die Bewegungen im S&P500, zum Beispiel um die Wende nach dem Brexit herum, sind nun so artifiziell, das wirkt wie aller menschlicher Emotion entkernt. Schon im Februar diesen Jahres aus dem Tief heraus, war das so.

Menschen werden aber durch den Brexit überrascht. Menschen schwitzen, sie ängstigen sich. Sie diskutieren, was nun passiert. Sie zögern und dann rennen sie alle rein.

All das sah man früher in den Kursen, nach so emotionalen Momenten, wie dem Brexit. Noch vor 5 Jahren, war das anders. Da gab es an so Wendepunkten einen emotionalen Ausverkauf.

Ich erinnere mich an den denkwürdigen 03./04. November 2011, dem Tiefpunkt der Eurokrise. Ich habe damals über diesen Moment geschrieben.

Die Finanzkrise lag keine 3 Jahre zurück und alle hatten noch den Schreck in den Gliedern. Der S&P500 kippte weg zu neuen Tiefs und allen Bären lief der Sabber aus den Lefzen, Tim Knight von Slope-of-Hope verteilte triumphierende Posts.

So sah das damals aus:

03.04.11.11

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Die FAZ und die Frage, was genau „niederträchtig“ ist

Ein gesellschaftspolitischer Kommentar in einem Börsenblog?

Normalerweise Nein, aber es gibt Ausnahmen, wenn mir persönlich "der Kragen platzt". Und genau genommen geht es hier auch nicht (nur) um die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), sondern eher um die gesamte Presselandschaft und den Charakter, den diese nach meinem Eindruck unter dem medialen Druck der verzweifelten Aufmerksamkeitssuche angenommen hat.

Nein, eine "Lügenpresse" ist das nicht, die wir in Deutschland haben, dieses Bild ist völlig falsch und verdreht und zeugt nur von mangelndem Differenzierungsvermögen derer, die es benutzen. Denn hier lügt (in der Regel) niemand aus politischen Vorgaben einer gelenkten Presse oder Demokratie, wie wir das aus der DDR und auch heute wieder aus manch anderen Ländern kennen.

Aber das, was mal journalistische Qualität war und - lange, lange ist es her - eine "FAZ" von einer "Bild" unterschied, wird in meinen Augen zunehmend auf dem Altar der Klickorgien und dem sensationslüsternen Gerangel um Aufmerksamkeit aufgegeben. Nicht propagandistische Lügen sind das Ziel, sondern viel profaner, Aufmerksamkeit um jeden Preis.

Und dafür gab es letztes Wochenende zwei Ereignisse, die für mich wie ein Fanal waren und das Problem wie im Brennglas deutlich gemacht haben. Und eines davon, hat primär mit der "FAZ" bzw "FAS" zu tun, weswegen diese nun im Titel "herhalten" muss. Sie können die "FAZ" aber gerne durch andere bekannte Medien ersetzen, es trifft (leider) vermutlich die Richtigen.

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