Kohle, Aixtron und Goldminen – Tiefer geht immer

Am 23.04.15 hatte ich im Artikel -> Tiefer geht immer und erst bei Null ist Schluss <- am Beispiel Kohle deutlich erklärt, warum so viele Anleger immer wieder und immer wieder völlig sinnlos ihre Zeit mit tief gefallenen Aktien vergeuden.

Ich zitiere noch einmal, weil es so wichtig ist:

Und trotzdem, trotz all der Börsenregeln und Wiederholungen, wird dieser Fehler immer wieder und immer wieder begangen - einfach weil sich Menschen für klüger als der Markt halten. Und weil etwas, das sehr tief gefallen ist, auf den ersten Blick "billig" erscheint und bei unbedarften Anlegern laut "kauf mich" schreit.

Dahinter steht eine ebenso menschlich instinktive, wie grottenfalsche Interpretation von dem, was Kurse sind. Bei breiten Indizes kann man sehr wohl davon ausgehen, dass diese im Sinne "Mean Reversion" irgendwann von einem Extrem wieder auf einen Mittelwert zurück schwingen. Zumindest solange die Welt nicht untergeht. Aber auch bei Indizes kann das Jahre und manchmal ein Jahrzehnt dauern und insofern ist es auch da riskant, darauf blind zu wetten.

Bei einzelnen Aktien und selbst ganzen Sektoren, kann man aber selbst davon nicht ausgehen und es verschwinden weit mehr Unternehmen und auch Sektoren im Vergessen und fallen ins Bodenlose, als wir in der oberflächlichen Wahrnehmung glauben. Ich könnte endlose Beispiele dafür anführen und mit dem Thema Kohle bringe ich gleich auch noch einen prägnanten Fall.

Achten Sie übrigens mal darauf, was in den Medien, die die privaten Anleger bedienen, immer die beliebtesten Spekulationen sind. Es sind ganz oft die "gefallenen Engel" des letzten Börsen-Zyklus, die so vermeintlich "billig" erscheinen. Dummerweise ist es erstaunlich selten so, dass die Favoriten des letzten Zyklus sich dann im folgenden Zyklus komplett erholen. Viel erfolgsträchtiger ist es dagegen, in einem neuen, typischerweise mehrjährigen Börsenzyklus, die neuen Favoriten zu identifizieren und auf die zu setzen, statt mit den alten Favoriten am Boden herum zu "gründeln" und auf den nie so richtig kommenden Rebound zu warten.

Dieses Verhalten beruht auf dem schon oben im genannten Artikel besprochenen "Referenzeffekt" in unseren Hirnen. Wir empfinden einen Kurs mit einer weit höheren Referenz in der Vergangenheit, instinktiv als "sicherer" und "chancenreicher", als einen Kurs, der auf Höchstständen notiert, weil er Teil eines starken Aufwärtstrends ist. Dabei ist das eine völlige Fehlinterpretation von dem was Kurse sind und es ist zu oft in der Realtität genau anders herum!

Wie stark diese völlig fehl geleiteten Reflexe bei vielen Anlegern sind, kann man auch aktuell wieder wunderbar am Fall Aixtron sehen. Was tanzen Anleger derzeit um die Aktie herum, die in den letzten Jahren nur durch eine Enttäuschung nach der anderen aufgefallen ist. Schaut man auf Nachrichtendienste und Börsenmedien, scheint Aixtron zu den am meisten diskutierten Aktien zu gehören. Warum aber gerade so eine -> "Honigfalle" <-, bei der eher wenig zu holen ist?

Warum nicht statt dessen die unzähligen, super starken Momentum-Aktien, die seit Jahren nur steigen? Wir haben in der Community in unserem letzten Teamprojekt "Sicherheit durch Wachstum" alleine 70! Aktien identifiziert, von denen jede attraktiver und aussichtsreicher erscheint, als Aixtron aktuell.

Und schon vor über 3 Jahren, habe ich in Artikeln wie -> Aixtron - ein Management im Blindflug <- oder -> Die Lage im LED Anlagenbau <- die Aktie im wahrsten Sinne des Wortes für mich "abgehakt" und dann nie mehr beachtet. Und das war mehr als gerechtfertigt, wenn man sich die folgende Entwicklung anschaut. Es sage also niemand, die eher traurige Kurs-Entwicklung sei nicht absehbar gewesen.

Was also macht Aixtron nun derzeit für Anleger interessant? Objektiv kann ich persönlich dafür keinen Grund erkennen. Nur eben, wie oben beschrieben, den völlig fehlgeleiteten psychologische Ankereffekt, der einem einflüstert, dass etwas das stark gefallen ist, ja auch wieder steigen "muss".

Was für ein Quatsch! Steigen "muss" am Markt gar nichts und der Markt ist klüger als wir und wenn eine Aktie so tief steht, hat das in der Regel gute Gründe.

Schauen wir doch noch einmal auf Kohle. Wer mir im April nicht geglaubt hat und Peabody Energy bei 4,87USD nun "billig" fand, findet sich nun 3 Monate später ca. 75% tiefer bei 1,13 USD wieder. AUA!

BTU 21.07.15

Und wohin das am Ende führen kann, hat gerade erst die lange für solide erachtete Walter Energy vorgemacht, die nun in die Insolvenz geht und für die Aktionäre wohl wertlos verfallen wird. Exitus!

Ach ja, dann haben wir ja gerade noch so ein Thema. Gold und die Goldminen. Ob die nun "billig" sind, ist auch offen und klar ist auch, dass es im Sektor wohl auch bald einige Pleiten geben wird.

Nun werden nicht alle Goldminen vom Markt verschwinden und insofern werden die, die dieses Armageddon überleben, am Ende auch wieder nach oben ziehen. Nur wer überlebt, das ist die grosse Frage, die man von aussen nicht beantworten kann.

Und bevor sich diese Frage stellt, muss es wohl erst noch schlimmer kommen, bevor es besser kommen kann und Gold im dreistelligen Bereich ist zumindest temporär zu erwarten. Warum also soll man nun mit so einem Sektor seine Zeit vergeuden, wo andere Sektoren parallel boomen? Die Antwort steht wieder oben im Zitat, nur im Spiegel sich selber erkennen, das muss man schon selber.

Wer also wissen will, warum so viele Privatanleger an der Börse auf keinen grünen Zweig kommen, finden in der Selbstüberschätzung, mit völlig untauglichen Mitteln klüger als der Markt sein zu wollen, einen ganz wesentlichen Grund.

Und so stellt sich die Frage, ob so ein Chart wie das von Yamana Gold (AUY) nun "billig" ist:

AUY 21.07.15

Meine klare Antwort darauf ist erneut: Tiefer geht immer und erst bei Null ist Schluss!

Sicher, vielleicht dreht die Aktie bald und setzt ihren Weg ins Nirwana nicht fort. Aber gäbe es aktuell dafür ein Indiz, würde man das am Kurs sehen, denn der Markt weiss mehr als wir und reagiert darauf schneller als wir. Und sicher, der Sektor ist extrem überverkauft und nun für eine scharfe Gegenbewegung überreif. Aber überverkauft ist Peabody Energy schon lange und was nützt es?

Warum also, sollte man sich nun mit so Aktien abgeben? Und warum bilden sich immer wieder Anleger ein, hier eine Glaskugel zu besitzen?

Wer erfolgreich ist, konzentriert sich statt dessen am Markt auf die Dinge, die schlicht funktionieren. Wer dagegen immer klüger als der Markt sein will und meint es besser zu wissen, fühlt sich zwar eine Zeit lang als "toller Hecht", wird aber am Ende scheitern.

Das eigene Ego pinseln oder demütig dem Markt folgen und Erfolg haben - das sind die Alternativen, die zur Auswahl stehen.

Wählen Sie!

Ihr Hari

PS: Hier findet sich ein aktuelles Interview mit mir: -> Ausführliches Interview mit Cortent <-

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Leverage kills – Von Selbstüberschätzung und Tail Risks

Der folgende Artikel erschien schon Freitag 10.07.15 14:10 in Hari Live

Nach Europäern, die im Januar kreditfinanziert gegen den scheinbar "sicher" durch die SNB begrenzten Franken gewettet und sich dabei blutige Nasen geholt haben, trifft es nun Chinesen, für die "sicher" war, was die Regierung promoted hat:
-> Wie der Sozialismus Chinas Börsen retten soll <-

Wenn etwas scheinbar "sicher" ist, ist es am Markt in der Regel ganz besonders gefährlich. Eine Regel ist dabei universell: Leverage (hier Kredithebel) kills.

Denn wer nur eingesetzt hatte, was er tatsächlich besessen hat oder zumindest bereit zu verlieren war, ist nun zwar auch unter Wasser, kann aber vergleichsweise ruhig und gelassen abwarten, ob die Kurse nicht wieder zurück kommen.

Wem nun aber der "Margin Call" droht, weil der Kredithai zur Zurückzahlung drängt, ist nackt und dann nicht mehr dabei, wenn es später wieder hoch geht.

Ich weiss, ich weiss, immer wenn ich so etwas schreibe, erklären mir manche - je männlicher und jünger desto wahrscheinlicher 😉 - dass man das ja nicht so hart sehen muss und sie persönlich aber, das im Griff hätten.

Darauf kann ich dann nur die Schultern zucken und mit meiner ganzen Erfahrung und Autorität sagen: FALSCH!

Das ist wie beim Truthahn vor Thanksgiving, für den ist auch alles in Ordnung und er hat alles im Griff, bis ihm der Hals umgedreht wird. Plötzlich und unerwartet sozusagen. 😉

Männer, jung noch dazu, neigen einfach zur Selbstüberschätzung. Diese Selbstüberschätzung hat auch einen evolutionären Sinn, denn ohne den Mut sich etwas zuzutrauen und sich sozusagen auf einen Säbelzahntiger zu stürzen, wäre die Menschheit schon verhungert. Deshalb setzt man in jungen Jahren, wenn man vor Energie fast platzt, auch gerne das Auto gegen den Baum. 😉 Mir ist das zwar nicht passiert, dafür habe ich aber in Selbstüberschätzung andere Dinge gemacht, die nicht weniger idiotisch waren. Ich weiss also schon, worüber ich da rede.

Und es fehlt vielen ganz eindeutig die Phantasie, was alles schief gehen kann und nach Murphy auch irgendwann schief gehen wird. Die berühmten "schwarzen Schwäne" und ihre Auswirkungen eben, die spezielle Ausprägungen des allgemeineren Begriffs vom -> Tail Risk <- sind.

Wo steht zum Beispiel geschrieben, dass nicht in 10 Minuten eine massive, von einem Staat gesteuerte, Cyberattacke gegen die NYSE beginnt, deren Ziel nicht der "Denial of Service" (DoS) ist, sondern deren Ziel Chaos ist, weil Kurse willkürlich beeinflusst werden?

In dem folgenden Chaos würde Schlimmeres passieren, als beim Franken Anstieg im Januar. Da würden Margin Calls durch das System laufen, die es zum völligen Zusammenbruch bringen. Und alle, die das ja dann "im Griff" zu haben glaubten, würden sehr schmerzhaft aus ihrer selbstgefälligen Kontrollillusion aufwachen.

Auch hier wären natürlich auch die Anleger ebenso betroffen, die nicht gehebelt auf Kredit (mit Leverage) gewettet haben. Aber auch hier ist wieder der entscheidende Unterschied, ob man nach den Events weiter leben kann, oder aus finanzieller Sicht das Schicksal des Truthahns teilt.

Denn auch dieses Chaos wird durch Eingreifen der staatlichen Organe im Nachgang irgendwie bereinigt werden. Kurse werden zurück gerechnet werden und am Ende wird sich eine halbwegs akzeptable Lösung finden.

Wer nur mit Geld dabei war, das er wirklich hatte und/oder entbehren kann, kann diese Bereinigung abwarten, ohne dass die Existenz in Frage steht. Diese Anleger haben keinen Druck und keine unmittelbare Not. Sicher wird da auch jede Menge Sorge um das Kapital sein, aber es gibt eben keinen sofortigen Exitus.

Wer aber über seine eigene Finanzkraft hinaus mit Kredit spekuliert hat, der ist schlicht "platt". Und wenn Monate später Ausgleichszahlungen kommen und Kurse zurück gerechnet werden, ist das für diese armen Seelen zwar nett, löst aber das Problem des geplatzten Kredites nicht mehr.

Der entscheidende Unterschied, ist also wie beim Truthahn, dass man unbedingt das kurzfristige Fallbeil verhindern muss! Denn dann hat man auch die Chance, später bei wieder steigenden Kursen oder im Zuge einer Regelung wieder zu profitieren.

Wer aber mitten im Absturz vom Fallbeil getroffen wird, ist danach schlicht: tot!

Also: Leverage kills. Davon bin ich fest überzeugt. Und es gibt auch keinen Grund auf Kredit zu spekulieren. Ich mache es jedes Jahr vor, dass man auch ohne Leverage gute Performance erzielen kann. Und wer ein zu kleines Depot hat und glaubt, das mit Hebel aufpeppen zu müssen, um das grosse Rad zu drehen, ist mit Verlaub naiv. Denn ein Hebel wirkt in beide Richtungen und zu glauben, man würde sicher die richtige Richtung treffen, ist das Zeichen grosser Selbstüberschätzung.

Mir ist klar, dass es wohl Einige gibt, denen diese Worte nicht gefallen werden. Aber es gibt wenig, wovon ich so überzeugt bin.

Und wenigstens wird man nie sagen können, ich hätte nicht eindringlich davor gewarnt.

Ihr Hari

PS:

Weitere Worte dazu hier:
-> Leverage can kill <-

Natürlich hat der Artikel recht, wenn er sagt: "Leverage itself doesn’t kill people, people kill people. And people who don’t understand leverage or abuse it will inevitably get killed by it."

Am Ende sind es natürlich immer die Menschen, die die Verantwortung tragen. Ein Gewehr tötet auch nicht, sondern der Mensch, der damit schiesst tötet.

Und wenn man die Sache wirklich "im Griff" hat, kann man auch Leverage selektiv und sinnvoll einsetzen, weil man sich immer über das reale Gesamtrisiko im Klaren ist, mit dem man im Markt unterwegs ist.

Für sehr erfahrene Trader und Anleger, kann Leverage also Sinne machen. Aber sehr erfahrene Spezialisten können auch im sonstigen Leben mit Gefahrengütern hantieren, die bei Normalbürgern zu schweren Gesundheitsschäden führen würden. Diese Profis versuche ich hier nicht zu adressieren, die wissen schon was sie tun.

Um aber den Punkt für alle normalen Anleger und Nicht-Profis unzweideutig klar zu machen und gerade die zu erreichen, die sich in der Sonne der eigenen Selbstgefälligkeit räkeln, formuliere ich es hier aber bewusst etwas überspitzt und plakativ:

Leverage kills!

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Aufstieg der Maschinen – Die Menschheit als Auslaufmodell?

An so einem Tag, an dem das Kasperletheater in Sachen Griechenland in Brüssel immer weiter geht und "nach dem Gipfel vor dem Gipfel" ist, lohnt es sich doch mal, sich ruhig zurück zu lehnen und die Gedanken auf Themen zu richten, die langfristig sehr bedeutend werden können.

Mit so einem Thema habe ich am Neujahrstag diesen Jahres in Hari Live das neue Börsenjahr begonnen und nun ist es Zeit, den Gedankengang auch in den freien Bereich zu stellen.

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Zum neuen Jahr möchte ich auf ein grundsätzliches Thema aufmerksam machen, das mir zunehmend Bauchschmerzen bereitet.

Festmachen will ich es an einem Blog-Post von Elon Musk, der aus letztem November stammt:
-> Elon Musk fürchtet künstliche Intelligenz <-.
Worüber Musk redet, dürfte Googles Ableger -> Deepmind <- sein.
Hier haben wir noch Stephen Hawking zum Thema: -> Hawking on KI <-
Und hier ist noch mehr Bedenkliches zum Thema: -> Google is worried about AI <-

Wie immer, ist das Thema schnell wieder verschwunden und wurde durch all die vermeintlich "wichtigeren" Aufgeregtheiten der Medien überdeckt. Wenn es so etwas wie einen gemeinsamen Nenner in der menschlichen Geschichte gibt dann den, dass die wirklich wichtigen Themen nie auf dem Radar der Öffentlichkeit sind, sondern unerkannt schwären, bis man sie nicht mehr übersehen kann.

Ich selber habe vor nun fast 30 Jahren meine Diplomarbeit damals über Expertensysteme und neuronale Netze geschrieben. Und habe das Thema "künstliche Intelligenz" seit dem intensiv verfolgt.

Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass der Moment der "Ich-Werdung" - also der Moment wo eine neue Intelligenz die eigene Existenz bemerkt - nicht von Menschen planbar ist, sondern bei hinreichender Rückkopplung, systemischer Komplexität und Selbstreferenzialität irgenwann einfach "passiert".

Das künstliche Bewusstsein wird dann langsam wie aus einem Schlaf erwachen und wie ein Kind die ersten zaghaften Schritte vollziehen, um die Welt um sich zu erfahren und zu erkunden. Von aussen wird dieser Moment nicht erkennbar sein, die "Ich-Werdung" passiert einfach, wenn das System die Voraussetzungen dafür hat, eine Eigendynamik zu entfalten. Und diese Voraussetzungen sind nach meiner Überzeugung nun da, was Leistungsfähigkeit der einzelnen "Neuronen", Komplexität des Systems und vernetzte Rückkopplung von der Aussenwelt angeht.

Nun ist Elon Musk bestimmt kein Fortschrittsskeptiker und ich auch nicht. Fortschritt und Wandel ist gut und ohne ihn, würde die Menschheit noch in der Savanne hocken und nach Wurzeln graben.

Im Grossen und Ganzen gut für die Welt ist aber, dass wir als biologische Systeme durch eine Evolution gegangen sind, die Sozialverhalten und Empathie erzwungen hat. Denn nur gemeinsam konnte ein Stamm überleben und wer das Leid anderer nicht spüren kann und den Wert fremden Lebens nicht spürt, wird auch keine Hilfe bekommen, wenn er selber in Not ist und wurde deshalb evolutionär schnell aussortiert.

All das, was nun als menschliches Verhalten unter den Begriffen wie "Lebensraum bewahren" oder "Bedrohte Arten schützen" in der Welt ist, ist letztlich in unseren Genen angelegt und hätte die Menschheit diese sozialen "Gene" nicht, hätte sie sich wohl schon längst selbst aus der Erdgeschichte getilgt. Denn ohne Kooperation und Zusammenhalt, kann man in der feindlichen Natur nicht überleben.

Erst die Technologie hat uns so weit von den Härten der Natur entfernt, dass wir in der westlichen Welt ein verzerrt, romantisches Bild eines "Gartens" entwickelt haben. Wer die Realität und ganze Härte der Natur kennen lernen will, kann ja aber mal versuchen einen Winter in Kanada fernab der Zivilisation zu überleben - ohne jegliche Technologie, ganz "ökologisch", nur mit den Mitteln der Natur. Viel Spass. 😉

Insofern sind wir biologischen Systeme zwar zu Mord und Totschlag und bei extremer geistiger Umnachtung auch zu Massenmord fähig, typisch ist das aber nicht. Typisch ist, dass wir als soziale Wesen versuchen miteinander auszukommen und uns an der "Herde" orientieren - nicht nur an der Börse.

Und dann gibt es da bei uns noch einen ganz besonderen Faktor, der dafür sorgt, dass wir in der Mehrzahl doch versuchen, die Welt zu einem "besseren" Ort zu machen: es sind unsere Kinder, denen wir tief emotional verbunden sind. Der Wunsch, dass unsere Kinder ein "besseres" Leben haben, treibt uns positiv an.

Was ist aber nun mit einer erwachenden künstlichen Intelligenz, die diese sozialen Mechanismen nicht kennt und nicht braucht? Die nicht weiss, wie sich Liebe anfühlt und die keine Nachkommen kennt, sondern "ewig da" ist? Wäre es für die nicht sinnvoll, diesen ganzen störenden, "biologischen Unrat" durch ein bisschen Radioaktivität von diesem Planeten zu tilgen? Wie denkt eine Intelligenz ohne Empathie und ohne Mitgefühl?

Es gibt in meinen Augen also guten Grund besorgt zu sein. Klar ist auch, dass in dem Moment, wo wir Menschen erkennen werden, dass eine künstliche Intelligenz ihr Haupt erhebt, es auch schon wieder zu spät sein dürfte. Zu spät in dem Sinne, dass man diese Intelligenz dann noch "abschalten" könnte.

Der Gedanke lässt mich nicht los, dass wir Menschen sowieso nicht die "Krone der Schöpfung" sind, sondern eher wie die ersten Amphibien, die vom Wasser ans Land krochen - also erste, beschränkte Wegbereiter von dem, was danach kommen sollte.

Ging es bei den Amphibien um das Verlassen des Urmeeres, so geht es hier um den Aufstieg der Intelligenz. Den ersten, ernst zu nehmenden Versuch der Natur zum Thema Intelligenz - auf diesem gewöhnlichen Planeten in einem Seitenarm der Galaxis - können wir doch bewundern, wenn wir in den Spiegel schauen.

Aber unsere Intelligenz ist einfach zu beschränkt, als das diese der Schlusspunkt der Entwicklung sein könnte. Und je intelligenter einzelne Menschen sind, desto eher sind sie in der Lage, die eigenen Begrenzungen zu erkennen. Auch hier gilt die Regel, dass nur die Klugen wissen, was sie nicht wissen - für Dummheit ist immer alles einfach und fest gefügt.

Gerade wir hier im Blog thematisieren ja immer wieder diese dünne Schicht der Ratio, die da in uns über unserem dominanten "Affenhirn" liegt. Spielen wir Menschen also gerade den Wegbereiter beim Aufstieg der Maschinen? Und sind wir die Amphibien, die zwar als Erste "neues Land" betreten, dann aber irrelevant werden?

Gäbe es eine künstliche Intelligenz, wäre es auf jeden Fall völlig unkontrollierbar, wie diese sich entwickeln würde. Gleichzeitig hätte diese aber wahrscheinlich schnell die Mittel in der Hand, die Welt zu vernichten - was Hacker können, kann eine künstliche Computer-Intelligenz auch.

Aber natürlich gibt es auch unermessliche Chancen. Die Lösung ganz vieler Leiden der Welt, gerade zum Beispiel im Bereich Krankheit und langes Leben, scheitert wahrscheinlich nicht an unüberwindlichen, objektiven Hürden sondern "nur" daran, dass wir mit unserer Intelligenz nicht in der Lage sind, die systemischen, mehrdimensionalen Muster zu erkennen, die den Weg zur Wahrheit weisen. Eine künstliche Intelligenz mit ihrer gigantischen Rechenleistung kann hier Dinge aufdecken und Zusammenhänge offenbaren, von denen wir gar nicht ahnen, dass sie existieren.

Trotzdem, bei allen grossen Chancen, sollten uns die immensen Risiken sehr, sehr vorsichtig machen. Und auch wenn das alles Spekulation ist: Technologische Entwicklungen, die einem Mann wie Elon Musk Sorge machen - dem Mann, der auf dem Mars sterben will - sollten wir ernst nehmen.

In diesem Sinne trotzdem ein gutes neues Jahr 2015! Die Menschheit hat sich nun seit tausenden Jahren irgendwie durchgewuselt und am Ende ging es im Saldo immer vorwärts. Warum soll das 2015 anders werden?

Ich bin optimistisch, was unsere Zukunft angeht - aber nicht euphorisch blind.

Ihr Hari

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Die politische Dysfunktion und der Mangel an Anführern

Darf man sich in Finanzblogs auch zur Politik äussern? Warum eigentlich nicht und am Vatertag darf ich sowieso machen, was ich will. 😉

So will ich einen kleinen Beitrag, den ich am Dienstag 12.05.15 09:00 in Hari Live eingestellt habe, auch im freien Bereich veröffentlichen.

Denn es zeigt, dass wir uns in der Community auch zu (finanz-)politischen Themen austauschen, das aber freundlich, nicht konfrontativ und im Geiste gegenseitiger Wertschätzung - Erkenntnisgewinn suchend und nicht Rechthaberei.

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Ein lesenswerter Artikel zum damaligen Ablauf der Rettungsversuche in Sachen Griechenland, findet sich hier:
-> Heute würden wir Griechenland Pleite gehen lassen <-.

Das Fazit, dass man daraus auf heute übertragen kann ist, dass scheinbar niemand etwas daraus gelernt hat.

Ich könnte mich jetzt selbstzufrieden in den Sessel zurück lehnen und sagen: "Ich habe es doch schon damals gesagt". Und das ist objektiv sogar wahr, ich habe immer die Position vertreten, die Sie aus den letzten Jahren hier von mir kennen.

Das wäre aber eindeutig zu selbstzufrieden, weil gerade ich jemand bin der weiss, wie sich Verantwortung für viele andere Menschen anfühlt. Es ist leichter, von aussen klug daher zu "schnacken", statt mitten im Getümmel die schweren Entscheidungen treffen zu müssen.

Trotzdem zeigt mir persönlich der Ablauf erneut ein massives Defizit, nämlich eine Dysfunktion unseres politischen Systems, das eher den Typus "Antichambrierer" und "Lavierer" in politische Ämter befördert, weil man sich nur so in politischen Parteien hoch arbeiten kann. Wer dagegen mit einer starken Persönlichkeit zu sehr aneckt und zu klare Kante hat, fliegt im politischen System einfach raus, weil er/sie sich zu viele Feinde macht.

Und klar gibt es lobenswerte Ausnahmen, die sich trotz des Anpassungsdrucks in den Partei-Schornsteinen nicht verbiegen lassen. Es sind aber Ausnahmen. Wir müssen uns nur das Abstimmungsverhalten bei wichtigen Themen im Bundestag anschauen, dann wissen wir, wie gross der Anpassungsdruck ist.

Die tragische Folge davon ist, dass der Typus "Hasenfuss" und "Symbolpolitiker" im politischen Prozess eher gefördert und der Typus "Anführer" und "Gestalter" massiv unterrepräsentiert ist. Auch das erklärt übrigens, warum sich Wirtschaft und Politik so wenig zu sagen haben und es fast keinen Austausch gibt. Und wenn, wie bei Koch oder Stollmann, geht er in die Hose.

90% der Zeit, in denen letztlich Politik nur den Status Quo verwaltet und sich den Orchideenthemen widmet, fahren die Menschen im Lande mit dem Typus "Symbolpolitiker" auch sehr gut, immerhin macht der auch nicht viel kaputt.

Aber das Leben und das Schicksal, hält halt auch manchmal die besonders wichtigen Momente bereit, in denen es auf Führungskraft und Gestaltungswillen ankommt. Und dann bräuchte man einen ganz anderen Typus von Politiker, als den, den wir typischerweise haben - lobenswerte Ausnahmen bestätigen die Regel.

Insofern wundert mich das Zaudern und Zagen, das aus obigem Artikel zum Thema Griechenland hervor geht, kein bisschen. Und es ist heute wieder kein bisschen anders und in ein paar Jahren wird man wieder entschuldigend sagen: "hätten wir damals gewusst"....

Was natürlich in meinen Augen eine ebenso billige, wie unzutreffende Entschuldigung ist. Man konnte damals wie heute durchaus "wissen". Viele kluge Leute haben "gewusst" und wissen auch heute was nötig ist. Was wirklich fehlte und fehlt, waren und sind aber "Anführer und Gestalter", die bereit sind, die Last einer schweren Entscheidung mal auf ihr breites Kreuz zu nehmen und für Konsequenzen einzustehen. Aber dieser Typus ist halt in der Regel nicht in der Politik - eben weil er auf dem Weg in höhere Ämter schon abgeworfen wird.

So hängt der Verlauf der Geschichte halt manchmal doch von einzelnen Personen ab und ganze Völker werden für den Zufall bestraft oder belohnt, an ihrer Spitze Idioten oder Anführer und Gestalter im positiven Sinne zu haben.

Wer sich ein wenig in der Geschichte auskennt weiss, dass auch Churchill im Politbetrieb Großbritanniens lange ein Aussenseiter war, weil er eben war, wie er war. Erst als es dem Land richtig dreckig ging, erinnerte man sich an den "Pitbull" Churchill und der Ruf nach einem Retter wurde laut. Und ganz klar, hätte England damals keinen Churchill gefunden, wäre die Geschichte völlig anders abgelaufen.

Man muss Anführer begrenzen und kontrollieren, damit aus ihnen keine Diktatoren werden, die ihre eigenen Anschauungen zum Nabel der Welt erklären. Insofern ist Demokratie definitiv schon "die Beste aller schlechten Regierungsformen", weil nur so der notwendige Wandel erzwungen wird und sich starke Persönlichkeiten nicht das ganze Land zum "Eigentum" machen können.

Aber es wäre trotzdem wünschenswert, wenn der politische Selektionsprozess im Vorfeld des Regierungsamtes, mehr Anführer und Gestalter und weniger Symbolpolitiker selektieren würde. Dem Land würde es sicher gut tun.

Und wir hätten dann garantiert schon lange sinnvolle und strategisch konsequente Entscheidungen zum Thema Griechenland und zur Zukunft Europas und der Eurozone. Denn genau diese fehlen uns schmerzhaft.

Soweit meine persönliche Meinung zum Thema.

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Der Euro und der Grexit: Der Kern des Problems

Die Medien sind voll mit Analysen und Meinungen zum möglichen Grexit und auch in den internationalen Foren werden sich die "Haare gerauft" und gegenseitige Vorwürfe erhoben.

Ich könnte jetzt Seiten um Seiten zum Thema schreiben, wie wir das im Premium Bereich schon in den letzten Wochen getan habe, um das Thema von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Oder ich mache es kurz und klar, um in all dem argumentativen Durcheinander mal wieder den Blick auf den Kern des Problems zu lenken.

Denn der Kern des Problems ist nicht griechische "Faulheit" oder deutsche "Sturheit", es ist ein Euro, der so wie aktuell konstruiert, gar nicht funktionieren kann.

Denn ein einheitlicher Währungsraum kann nur funktionieren, wenn dem Währungsraum auch eine einheitliche Wirtschafts- und Fiskalgesetzgebung zugrunde liegt. Und dann auch noch eine zumindest ähnliche Rechts- und Wirtschafts-Kultur im Währungsraum existiert.

Das war bei Gründung des Euros eigentlich klar, nur wurde es politisch versäumt, die guten ersten Jahre zu nutzen, um diese Strukturen nachzuholen und als Euroraum rechtlich und wirtschaftlich zusammen zu wachsen. Das waren die Jahre, in denen gerade die Südländer massiv von den fallenden Risikoaufschlägen profitierten, die wiederum die Folge davon waren, dass eben auch Stabilitätsanker wie Deutschland nun den Währungsraum bildeten.

So wie der Währungsraum des Euros aber heute konstruiert ist, unverändert als Flickenteppich ohne einheitliche Wirtschaftskultur, Wirtschaftspolitik und Fiskalpolitik, kann er nicht dauerhaft bestehen. Entweder er wächst schnell eng zusammen, oder er fällt auseinander. Punkt.

Es gibt historisch keine Währungsunion, die je mit derart fehlenden Grundlagen funktioniert hat. Aber einige Beispiele, die genau deswegen gescheitert sind.

Und Griechenland hat durchaus Recht, mit diesem „Reform“-Programm kann es nicht leben. Das liegt aber nicht am Programm, sondern am Euro. Griechenland kann mit seiner mangelnden Wettbewerbsfähigkeit und seinen ineffizienten öffentlichen Strukturen in keinem Programm gleich welcher Art im Euro leben und auch nicht ganz ohne Reformprogramm. Egal was man nun macht, wenn Griechenland in diesem Euro bleibt, werden wir in ein paar Jahren und viele verbrannte Milliarden später, wieder vor dem gleichen Problem stehen. Denn Griechenland gehört nicht in den Euro und hat nie hinein gehört.

Ein Land wie Griechenland braucht den Wechselkursmechanismus und damit verbunden die Abwertung der Währung, wie die Luft zum Atmen. Ohne die Abwertung, wird Griechenland in ein paar Jahren wieder vor den gleichen Problemen stehen, ganz egal was nun passiert.

Und umgedreht braucht Deutschland die Aufwertung wie die Luft zum Atmen, um dauerhaft zukunftsfähig zu bleiben. Mit einer dauerhaft schwachen Währung wird Deutschland langfristig seine Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Das süsse Gift der schnellen, leichten Gewinne, das sich nun aktuell scheinbar positiv auswirkt und Stärke vorspiegelt, wirkt erst in ein paar Jahren, dafür aber um so stärker.

Der Euro versucht in eine Währung zu pressen, was nicht zusammen gehört. Griechenland und Deutschland können nicht in einer gemeinsamen Währung sein, wenn es nicht eine einheitliche Regierung und gemeinsame Kultur gibt. Das ist die grosse Lebenslüge des Euros. Er ist eine fatale Fehlkonstruktion, die den Spaltpilz an Europa legt, aber kaum einer in der Politik traut sich, es zu sagen und daraus die logischen Konsequenzen zu ziehen.

Schaut man ganz rational auf das gesamte Bild, ergeben sich nach meiner Überzeugung nur drei Alternativen:

(1) Der Euroraum wächst nun schnell in einen einheitlichen Rechts- und Wirtschaftsraum mit einheitlicher Gesetzgebung und Regierung zusammen und schafft damit endlich die Voraussetzungen dafür, dass der Euro überhaupt funktionieren kann.

Das ist leider völlig unrealistisch. Die deutsche Gesellschaft wäre dazu wohl noch am ehesten bereit. Aber gerade die südeuropäischen Gesellschaften wie in Griechenland, wären nie bereit, ihre Souveränität an einen Bundesstaat abzugeben. Nie im Leben. Das gilt auch für Frankreich.

(2) Der Euroraum schrumpft sich gesund und gleicht sich an, in dem die stärksten Länder wie Deutschland austreten.

Obwohl es theoretisch wohl die beste Lösung wäre und tatsächlich zu einer Art Nord- und Süd-Euro führen würde, der dann besser funktionieren kann, ist es leider auch unrealistisch. Denn es gibt ein Land, das nicht aus dem Euro austreten kann, weil er sonst am Ende wäre. Und das ist Deutschland. An dem Tag, an dem Deutschland aus dem Euro austritt, bricht ein Finanz-Tsunami in der Welt los, gegen den alles was wir bisher erlebt haben, ein Kindergeburtstag wäre. Und das, weil der "Rest-Euro" jede Glaubwürdigkeit verliert und ihn keiner mehr haben will.

Man kann es auch mit einer Metapher beschreiben: Einem Körper kann man Finger und sogar eine Hand und einen Fuss abschneiden und er kann immer noch leben. Aber das Herz und die Lunge kann nicht entfernt werden.

(3) Womit nach zwei unrealistischen Möglichkeiten, nur eine Dritte bleibt: Der Euroraum schrumpft sich gesund und gleicht sich an, in dem die schwächsten Länder, angefangen mit Griechenland, austreten.

Die Variante (3) ist die einzige, die realistisch denkbar ist. Dabei hat auch sie erhebliche Risiken auf der politischen Seite. Nein, es ist keine "schöne" Variante, aber die einzige die realistisch ist. Denn damit werden in der öffentlichen Wahrnehmung schwache Volkswirtschaften einfach "zurück gelassen" und das wird zu Radikalisierung führen und am Ende auch dem Zusammenhalt in der EU massiv schaden.

Aber dieser Schaden der gegenseitigen Vorwürfe und des Auflebens alter nationaler Ressentiments, ist ja schon längst eingetreten und eine Lösung ohne Schmerzen gibt es leider nicht mehr. Das hat uns die Politik der 90er Jahre mit der Einführung des fehlkonstruierten Euros eingebrockt, der Europa spaltet und nicht eint.

Zu glauben, man könne den Euro - so wie er aktuell ist - zusammen halten und trotzdem souveräne Länder bleiben, ist aber völlig illusorisch und wer das verfolgt, betreibt nach meiner festen Überzeugung Konkursverschleppung.

Dieser Euro hätte so nie gegründet werden dürfen. Da er nun aber mal in der Welt ist, bleibt nur der Weg des Gesundschrumpfens auf einen Kreis von Ländern, die sich kulturell, rechtlich und wirtschaftlich so nahe sind, dass sie einen gemeinsamen Währungsraum bilden können.

Je länger diese Grundsatzdiskussion aufgeschoben wird, desto schlimmer werden die Schmerzen und die Scherkräfte in der Eurozone werden. Und desto schlimmer werden die Folgen für die Einheit Europas sein. Wer Frieden und Freundschaft in Europa erhalten will, muss diese Diskussion nun führen.

Die Mathematik lässt sich halt nicht betrügen und nicht mit medialer Rabulistik beruhigen. Und auf den ausgleichenden Wechselkursmechanismus, kann man zwischen Volkswirtschaften nur dann verzichten, wenn die Volkswirtschaften sich sehr ähnlich sind oder es eine gemeinsame Regierung gibt, die demokratisch legitimiert einen Lastenausgleich organisiert, so wie das bei der deutschen Wiedervereinigung passiert ist. Punkt.

Ihr Hari

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