Muss man als Euro-Anleger seine Dollar Positionen absichern?



Im Forum der Community sind auch immer wieder grundlegende Fragen, die es Wert sind, in einem Artikel beantwortet zu werden.

Erfahrene Anleger haben oft den positiven Wunsch, ihr diversifiziertes Depot auch in den Währungen der Welt auf mehrere Beine zu stellen. Dazu haben wir hier schon Vieles besprochen.

Was aber, wenn jemand den gegenteiligen Wunsch hat? Was wenn der Besitz ausländischer Währungen auch als Risiko betrachtet wird und nicht nur als Chance zur Diversifizierung? Es gibt ja sogar von Fonds- oder ETF-Abietern oft spezielle "währungsgehedgte" Varianten, die diesen Wunsch befriedigen. Was ist davon zu halten?

Was also, wenn der Anleger sich fragt, ob er sich vor Währungsschwankungen absichern oder diese zumindest etwas abmildern sollte? Da halten viele Anleger doch US Werte in Euro und ein starker Euro bringt dann Kursgewinne manchmal wieder auf Null.

Sollte sich so ein Anleger also mit Währungsabsicherung (Hedging) beschäftigen?

Um die Frage aufzurollen, muss ich zunächst etwas ganz Grundsätzliches wiederholen. Denn jeder ist der Meinung er wüsste was eine Währung ist, aber ist das wirklich so?

Denn wenn wir den "Wert" einer Sache betrachten, müssen wir diese in einem Maßstab betrachten. Bei den Arabern gab es mal eine Zeit, in der alles in Kamelen ausgedrückt wurde, auch der Wert von Menschen. Dieses provokante Beispiel einer Währung, der Kamel-Währung, dient jetzt nicht nur der Auflockerung, sondern hat trotzdem Sinn, denn die "Kamelwährung" war eben auch eine, in ihr wurde Wert ausgedrückt.

Und genau darin liegt das Dilemma von Währungen. Wenn wir uns als Bürger des Euros oder des Schweizer Franken, oder in Deutschland sozialisiert mit der stabilen D-Mark, über den Wert einer Sache unterhalten, drücken wir das immer implizit in unserer Währung als "objektivem Maßstab" für Wert aus. Und das ohne darüber nachzudenken und ohne uns bewusst zu machen, dass es ein höchst schwammiger Wertmaßstab ohne jede Objektivität ist.

Wenn also ein typischer Anleger sieht, dass die Kursgewinne an der Wallstreet durch einen steigenden Euro in seinem Euro-Depotausweis fast auf Null gebracht werden, schliesst er daraus, dass das nicht gut ist und er gegensteuern muss. Diese "Null" scheint also als objektiver Wertmaßstab wahrgenommen zu werden. Aber ist das wirklich so?

Wären wir dagegen Bürger eines Entwicklungslandes und hätten einen persönlichen Erfahrungshorizont darin, dass die eigene Währung permanent an Wert verliert und gleichzeitig eine Hochinflation herrscht, wie zum Beispiel in Brasilien, würden wir ganz anders reden. Wir würden dann versuchen den Wert einer Sache in einer stabileren Währung auszudrücken und diese als Wertmaßstab benutzen - dem US Dollar zum Beispiel.

Also, den Wert einer Währung kann man immer nur in einer anderen Währung ausdrücken. Deshalb gibt es Währungspaare, wie wollte man auch den Wert des Euro in Euro ausdrücken, das Ergebnis wäre immer nur 1. Gold kann man als XAUUSD also in Dollar ausdrücken, den Euro als EURUSD in Dollar und so weiter.

Was passiert also, wenn ein Asset - zum Beispiel eine Aktie - in Euro gerechnet fällt und gleichzeitig in Dollar gerechnet steigt, eben weil EURUSD stark steigt? Ist das Asset dann mehr "wert" oder "weniger" wert oder spielt das gar keine Rolle?

Die Antwort ist keineswegs so einfach wie es scheint, sie liegt vielmehr im Auge des Betrachters.

Aus Sicht einer fiktiven Weltwährung wie der -> Sonderziehungsrechte des IWF < -, also aus Sicht von jemandem der theoretisch in den wichtigen Ländern der Welt mit Lokalwährungen kauft, hat sich der objektive Wert des Assets kaum verändert, denn in der "Weltwährung" ist er gleich geblieben. Die beste Entsprechung dieser "Weltwährung" ist übrigens Gold mit seiner vieltausendjährigen Geschichte.

Aus Sicht von jemandem aber, der alle Kosten in Euro begleichen muss, hat sich die Kaufkraft des Assets (der Wert) für anderen Waren verringert, wobei das auch nur teilweise für Waren gilt, die auch im Euro hergestellt werden. Denn wenn die Ware aus dem Dollarraum eingeführt wird, hat sich der Preis bei der Einfuhr verringert, was in einer theoretisch ideal preisreagiblen Welt, den "Wertverlust" des eigenen Zahlungsmittels komplett ausgleicht.

Aber wie auch immer, wenn man im Euroraum Ausgaben hat und diese mit dem Wert des Assets begleichen will, ist der "Wertverlust" subjektiv real.

An dieser Stelle haben wir daher auch den ersten Fall, für den eine Währungsabsicherung Sinn macht und auch von Firmen genutzt wird. Eine Firma die ihre Waren ins Ausland verkauft und mit den Einnahmen die Gehälter ihrer Mitarbeiter bezahlen will, will sich vielleicht nicht von Währungsschwankungen abhängig machen und "hegded" daher ihre zukünftigen Verkäufe. Das ist übrigens das Kernthema des Futures und Optionsmarktes, aus diesem berechtigten Bedürfnis heraus, die Zukunft schon heute absichern zu können, ist er ursprünglich entstanden.

Für einen privaten Anleger wäre das aber nur ein relevantes Szenario, wenn dieser seine laufenden Ausgaben für Leben und Wohnen aus nicht in Euro notierenden Einnahmen bestreiten müsste. Dann wäre ein Gedanke an Währungshedging sinnvoll, denn für den Preis von nicht unerheblichen Gebühren schliesst man dann Währungsrisiken aber auch Chancen aus.

Für einen privaten Anleger der im Euroraum lebt und arbeitet und durch die Arbeit genug verdient, um seinen Ausgaben zu bestreiten, besteht dieser Grund und damit der Bedarf an Währungsabsicherung aber eher nicht!

Gäbe es denn einen anderen Grund Auslandswährungen abzusichern - zu "hedgen"? Ja, bei Klumpenrisiken, wenn man zu stark von den Währungsentwicklungen abhängig ist und die Risiken nicht tragen kann.

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Gelassenheit und Fokussierung – Der Anleger Kodex



Es gibt Prinzipien, Grundregeln und Philosophien rund um den erfolgreichen Handel an den Märkten, die kennen treue Mitglieder sozusagen "rauf und runter", weil ich darauf immer beispielhaft verweise.

Ein wesentlicher Faktor ist dabei das Prinzip "Die Wahrheit liegt auf dem Platz" und damit verbunden die Gelassenheit, statt sich mit Grübeleien zu quälen, wie der Markt morgen, übermorgen oder in einem Monat aussehen dürfte, einfach dem zu folgen, was vor unserer Nase tatsächlich passiert. Denn egal wie sehr wir uns anstrengen und egal mit was uns die bekannten Glaskugel- und Gekröse-Interpretierer immer wieder medial penetrieren, wir kennen die Zukunft trotzdem nicht und die sowieso schon gar nicht.

Diese Gelassenheit, hat uns auch 2018 wieder hervorragende Dienste geleistet. Seit der Korrektur Anfang Februar operiere ich für die US Märkte mit dem Bild einer volatilen Seitwärtsbewegung in der ersten Jahreshälfte 2018, die in der zweiten Hälfte dann für den S&P500 die Chance auf die 3.000er Marke erlaubt.

Und genau so ist das erste Halbjahr gelaufen, schauen Sie hier auf den S&P500 in Form des großen ETFs SPY, die lila Linie ist die "Startlinie" des neuens Jahres. Viel wurde in diesem Halbjahr von Crash-Gurus und Weltuntergangspropheten wieder geschrieben, viel Angst wurde verbreitet, viel passiert ist aber trotzdem nicht:

Das ist, was wirklich "auf dem Platz" im ersten Halbjahr passiert ist - eine volatile Seitwärtsbewegung. Nicht mehr, nicht weniger, kein Bärenmarkt.

Und meine Kommunikation im Premium-Bereich war in diesen Monaten ab Mitte Februar eher ruhig, während Ende Januar klar war, dass der Markt diese Steigung nicht würde halten können. Ich hatte in den folgenden Monaten weder das Gefühl viel zu verpassen, noch sich voller Angst verkriechen zu müssen.

Mal gab es Tage, an denen man aufmerksam werden musste, weil es von da an hätte gefährlich werden können. Genau in den Momenten, wurde der Markt aber immer von den Bullen gerettet und wieder über die 200-Tage-Linie gehoben.

Diese Gelassenheit ist übrigens auch für das Trading wichtig, nicht nur für die langfristigen Investments. Auch für den Trader ist Ruhe und Fokussierung erste Bürgerpflicht.

Ich selber habe mir in vielen Jahren antrainiert, mich nicht vom Markt treiben zu lassen, sondern mich im Trading nur dann festzulegen und etwas zu riskieren, wenn ich auch ein Setup vor mir habe, das aussichtsreich aussieht.

Dazu gehört dann aber auch die Fähigkeit hinterher sich nicht zu grämen und zu ärgern, sondern schlicht die Schultern zu zucken. Wenn man sich im Nachhinein die Situation erneut vor Augen führt und auch im Nachhinein zum Ergebnis kommt, dass die Gelegenheit ausreichend klar definiert war, dann war die Entscheidung völlig richtig, auch wenn der Markt dann einen anderen Weg gegangen ist.

Oder in anderen Worten: "Man kann am Markt alles richtig machen und trotzdem falsch liegen". Ziel muss sein, "alles richtig zu machen" - nicht aber, immer richtig zu liegen, denn das schafft man sowieso nicht.

Wir müssen uns also als Anleger, als Investor wie als Trader, vor allem auf den Prozess der Entscheidungsfindung konzentrieren (alles richtig machen) und nicht auf das Ergebnis (richtig liegen), denn das Ergebnis kommt von ganz alleine.

Oder in anderen Worten:

Um Erfolg an den Märkten zu haben, muss man nicht jede Gelegenheit ergreifen. Wenn man aber eine Gelegenheit ergreift, muss es ein Gute sein!

Eine Sache so betrachten zu können, ist aber das Ergebnis von Reflektion, Übung und Arbeit an den eigenen Emotionen. Das kann man auch nicht in einem Lehrbuch lesen und dann hat es man es "intus", sondern das muss man sich hart erarbeiten.

Gerade aber diese Gelassenheit, die den Markt zu sich kommen lässt, statt ihm hinter her zu laufen, ist nach meiner festen Überzeugung ganz wichtige Grundlage für Erfolg an den Märkten. Ohne diese, wird man vom Markt getrieben und gehetzt wie ein wildes Tier bei der Treibjagd, wir aber müssen Jäger sein und nicht Gejagte.

Für die Fans von Jedis und Sith habe ich mir daher mal erlaubt, den "Jedi Kodex" umzuwandeln und daraus so etwas wie einen Anleger Kodex zu machen, der für Trader wie Investoren passt und der dieses Prinzip der Gelassenheit und Fokussierung ausdrückt. Vielleicht sollten Sie mal darüber nachdenken:

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Es gibt kein impulsives Handeln, nur definierte Strategien und Setups.

Es gibt keine Sicherheiten am Markt, nur Wahrscheinlichkeiten und Opportunitäten.

Es gibt keine Angst vor dem Verlust, nur den ruhigen Schutz des eigenen Kapitals.

Es gibt keine verpassten Gewinne, nur die Harmonie der Gelegenheit im Hier und Jetzt.

Es gibt keinen Druck zum Handeln, nur Demut, Gelassenheit und Konsequenz.

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Ihr Hari

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Eine andere Bilanz des Zustands Europas – 7 Jahre nach der Eurokrise

Bald 7 Jahre ist es her, dass die Eurokrise im Herbst 2011 massiv ihr hässliches Haupt erhoben hat. Und nun im Jahr 2018, befindet sich Europa wieder in einer existentiellen Krise, die nur vordergründig auf einer ganz anderen Problematik beruht.

Denn hintergründig, sind nach meiner Ansicht die gleichen Mechanismen am Werk, die 2011 erst die Lage haben so eskalieren lassen: Formelkompromisse, Machterhalt, wirtschaftliches Analphabetentum, Schaufensterpolitik, Etatismus und Kuhhändel, sind die Stichworte dieses Politikstils, der die Lösung nicht in der Substanz, sondern im kleinsten gemeinsamen Nenner findet.

Ohne diese Mechanismen, statt dessen mit zupackenden, pragmatischen, realitätsbezogenen Maßnahmen im europäischen Geiste, hätte es zu dieser Strukturkrise Europas in 2018 nie kommen müssen. Denn auch die Migrations-Krise hat wenn man sie ohne Scheuklappen betrachtet, logische Lösungsansätze, die sich allerdings wie jeder Realismus, nicht mit Hypermoralismus vertragen. Viele negative Entwicklungen die Europa in den letzten Jahren erlebt hat - der Brexit gehört auch dazu - sind nach meiner Ansicht letztlich die Folge des oben beschriebenen Politikstils.

Und viel Wasser ist seit dem Herbst 2011 den Rhein herabgeflossen und viel Papier wurde mit wohlklingenden Formulierungen bedruckt, wie der Euro doch so wunderbar "gerettet" wurde, alles ganz fundiert vom Ende her gedacht - schon klar.

Auch zum Thema Griechenland dringen nun Nachrichten zu uns, dass das Land ja die Krise überwunden hätte. Das glaubt zwar nur, wer der Grundrechenarten nicht fähig ist, da sich aber die Öffentlichkeit herzlich wenig für die Hintergründe dieser Behauptung interessiert, kann man alles Mögliche zur gefühlten Wahrheit umdefinieren.

Das soll jetzt hier aber nicht Thema sein, weil mit länglichen Argumentationen, mit Zahlen und Herleitungen, erreicht man nur die kleine Minderheit, die sowieso schon von alleine in der Lage ist, die Insolvenzverschleppung in Griechenland zu erkennen. Einen Aha-Effekt, erreicht man bei der Mehrheit so nicht.

Ich will mich daher dem europäischen Problem mal auf ganz andere Art und Weise nähern, vielleicht ist das ja eindrucksvoller, gerade weil es nicht argumentiert, sondern nur etwas zeigt.

Wir wissen, dass die Aktienmärkte der Vorlaufindikator der Wirtschaft sind und ihre Kursentwicklung in der Regel ein getreuliches Bild der wirtschaftlichen Leistungskraft abgeben. Wenn die Aktienmärkte am Boden sind wie 2008, dann gibt es in der Regel auch ein substantielles Problem in der Weltwirtschaft. Und wenn sie auf Höchstständen sind, zeigt es wie die Wirtschaft "brummt".

Ich denke das ist unstrittig, auch wenn die Kursentwicklung nicht alleine davon abhängt. Aktienmärkte sind primär von Zukunftserwartungen geprägt und werden auch von schierer Liquidität bewegt, trotzdem bleibt es dabei, dass sie auch ein Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung sind, denn in ihnen werden die Wachstum- und Gewinnerwartungen mit einem Preisschild versehen.

Deshalb wäre es doch mal eine gute Idee zu schauen, wie sich denn die US Aktienmärkte und die europäischen Aktienmärkte seit 2011 im Vergleich entwickelt haben. Ich meine, wenn ich den Tenor einiger Medien nehme, müsste es doch klar sein. Dann haben wir in den US ein dysfunktionales, politisches System am Werk, das mit Donald Trump seinen Höhepunkt der Lächerlichkeit erreicht hat. Kurz, knapp und flapsig gesagt, da drüben scheinen ja nur "Idioten" am Werk zu sein. Nur gut, könnte man da meinen, dass wir in Europa leben, wo wir so gut, nachhaltig und wirtschaftsfreundlich geführt werden - immer vom Ende her gedacht natürlich! Und besser als die "Amis", verstehen wir die Welt ja sowieso. Oder nicht? 😉

Also schauen wir mal und vergleichen seit 2011 den großen S&P500 Index der 500 größten US Unternehmen und den Eurostoxx 50 Index, der 50 grössten europäischen Unternehmen:

Upps! Da muss wohl jemand die Skala vertauscht haben, kann das wirklich sein, dass die US Märkte so nach oben geflogen sind und die europäische Wirtschaft nicht vom Fleck kommt?

Das kann doch nicht sein, so gut wie wir regiert werden und so furchtbar die US!

Halt, da gibt es ja einen Fehler im Vergleich, die Indizes werden in Landeswährung verglichen und da es ja zwischen Euro und Dollar auch Währungseffekte gibt, sollte man den Vergleich fair auf Basis eines Maßstabs, einer Währung also, machen.

Nun gut, machen wir das in der Weltwährung Dollar und nehmen auf beiden Seiten ETFs aus dem Dollarraum, womit die Vergleichbarkeit perfekt gegeben ist. Wir nehmen den größten S&P500 ETF SPY und auf der anderen Seite den größten Eurostoxx 50 ETF FEZ. Und nun schauen wir mal, nun wird man die Leistung unserer europäischen Rettungspolitiker bestimmt sehen können:

Autsch, das ist ja noch schlimmer? Und an dieser Stelle verlasse ich den Boden des obigen Sarkasmus wieder und werde wieder ernst.

Denn es ist tatsächlich schlimmer, weil der Euro in der Zeit zum Dollar weiter gefallen ist, sprich an Außenwert verloren hat, sprich alle Besitzer von Eurobeständen im Vergleich zu Dollarbesitzern ärmer geworden sind.

Da haben Sie also den Vergleich der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa im Vergleich zu den USA aus Sicht der Kursentwicklung der größten Unternehmen. Und selbst wenn man ein paar Faktoren wie Liquidität aus der Gleichung nimmt, bleibt immer noch genügend Differenz übrig, um das zu einem Dokument der europäischen Schwäche zu machen.

Da sehen Sie, wie gut die Eurozone wirklich "gerettet" wurde. Sie wurde am Leben gehalten, das stimmt. Die Musik wirtschaftlicher Expansion und Innovation, findet aber woanders statt und zwar da drüben über dem Atlantik, wo aus Sicht vieler Europäer die "Idioten" wohnen - je wirtschaftsferner der Autor, desto zuverlässiger wird dieses Urteil gefällt.

Warum der Aufschwung in Europa so jämmerlich ist, hat mit vielen Faktoren zu tun, im Saldo aber mit den Strukturproblemen und Lebenslügen dieses Brüsseler Europas und des Euros, die sich politisch wie oben zeigen.

Dass sich Großbritannien bei der Gestaltung des Brexits nun gerade in den Fuß schießt, ist dabei kein Gegenargument, denn deren politische Vertreter sind auch nicht anders als unsere. Und sich aus dem Brüsseler Verordnungsgewirr zu lösen, wäre eine Aufgabe für einen echten Entfesselungskünstler, den die Briten aber derzeit nicht an der Spitze haben. Die Klebrigkeit des Brüsseler Verordnungsgewirrs und die Schwierigkeit sich daraus zu lösen, sagt aber nichts über die Qualität desselben aus. Die Qualität im Sinne der Auswirkungen auf die Unternehmen, können wir oben im Chart bewundern.

Europa hat einfach ganz tiefgehende strukturelle Probleme, die unter anderem in strukturellen Fehlkonstruktionen wie dem Euro begründet sind, die aber permanent nur mit Formelkompromissen und "weißer Salbe" zugeschmiert werden. Ich nenne das einfach strukturelles Politikversagen, ein anderes Wort fällt mir dafür nicht ein.

Und wissen Sie eigentlich, was das ganz Schreckliche an den obigen Charts ist?

Ich sage es Ihnen: Unsere Leitzinsen sind immer noch bei Null. Was machen wir eigentlich im nächsten Abschwung, der so sicher wie das Amen in der Kirche kommt?

Ihr Michael Schulte (Hari)

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Warum das KGV kein Timing-Indikator ist

Es ist traurig wenn man sieht, an wie vielen Stellen unbedarfte Anleger immer wieder und immer wieder mit Sätzen penetriert werden, die ungefähr so lauten:

Die Aktie ist mit einem KGV von soundsoviel Prozent zu teuer (bzw billig)

Dieser Satz und alle Abwandlungen davon, ist aber reiner Quatsch - Punkt! Wer solche Sätze für sich alleine schreibt, impliziert damit direkt, daß er/sie besser weiß als der Rest des Marktes, was für eine Aktie die angemessenen Gewinnerwartungen sind. Viel Glück mit dieser Hybris, eines verspreche ich, zu Erfolg im Depot wird es nicht führen.

Denn das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) einer Aktie, spiegelt die Gewinnerwartungen des Marktes in die Zukunft wieder und nichts sonst. Also das Vielfache des Gewinns, das ein theoretischer Gesamtunternehmenskäufer für das Unternehmen aktuell bereit wäre zu zahlen.

Bei Unternehmen, denen man ein starkes Wachstum zubilligt, ist der Wert natürlich viel höher, als bei Unternehmen die nicht wachsen oder sogar schrumpfen. Wer wollte nicht eine Google im Jahr 1998 aufkaufen, oder? Eine Xerox dagegen eher nicht. Diesen Unterschied der zukünftigen Entwicklung, spiegelt das KGV wieder.

Ein kleines KGV ist also nicht Ausdruck einer "billigen "Aktie, sondern Ausdruck negativer Markterwartungen an die zukünftigen Gewinne. Und ein hohes KGV ist Ausdruck hoher Wachstums- und Gewinnerwartungen, sonst nichts. Man schaue noch einmal auf diesen Artikel zu Amazon aus 2016, nun ist der Kurs noch viel höher: -> Amazon - der Beweis für die Klugheit des Marktes <-

Das KGV ist also nichts weiter als eine Ist-Aufnahme der Erwartungen, die der Markt in der Gegenwart an den Gewinn eines Unternehmen hat.

Der obere Teil des KGV, der Kurs, wird dabei immer vom Markt brandaktuell ermittelt und stellt zu jedem Zeitpunkt die Summe der Erwartungen der Marktteilnehmer dar. Der untere Teil des KGVs aber, der Gewinn, wird aber auf Basis von manchmal mehrere Monate alten Daten - dem letzten Quartals-Gewinn bzw letzten Gewinn-Forecast nämlich - berechnet, womit das KGV in besonderen Fällen sogar völlig veraltet sein und auf die falsche Fährte führen kann, dazu unten mehr für Zykliker.

Abgesehen davon, eine Ist-Aufnahme der Erwartungen, kann immer richtig oder falsch sein, der Markt kann die Lage überschätzen, unterschätzen oder richtig sehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Markt die Risiken unterschätzt, ist bei einem KGV von 100 keineswegs größer als bei einem KGV von 10, auch wenn unser Affenhirn uns so etwas einflüstert. Und die Wahrscheinlichkeit, dass der Markt die Chancen unterschätzt, ist ebenso bei einem KGV von 10 nicht größer, als bei einem KGV von 100. Beides sind nur rechnerische Grö0en, die sich jederzeit verdoppeln oder halbieren können.

Ich könnte das nun mit endlosen Charts im Stile Amazons belegen oder mit "Gurken", die mit KGV von 6 immer weiter fallen und am Ende Pleite gehen. Die Friedhöfe der Börsen sind voll mit solchen Aktien. Ich brauche aber hier nichts zu beweisen, entweder Sie erkennen die Wahrheit darin, oder lassen es bleiben.

Was ich Ihnen aber noch zur Unterstützung des Themas in Erinnerung rufen will, ist ein alter Artikel aus dem Jahr 2012 - ja diesen Blog gibt es mittlerweile schon mehr als 6 Jahre. 😉

Er heisst -> Warum billige Zykliker teuer sind und umgedreht <- und erklärt am Beispiel einer speziellen Art von Aktie, wie das KGV völlig falsche Signale geben kann, wenn es nicht richtig verstanden wird.

Hier ist der Artikel im vollen Wortlaut noch einmal:

Gerne wird ja das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von Anlegern benutzt, um einzuschätzen, ob eine Aktie "billig" oder "teuer" ist. Wie sehr dieses Kriterium aber bei Zyklikern in die Irre führt, will ich mit Ihnen heute besprechen.

Zyklische Aktien wie zum Beispiel Stahl, laufen ja in der Regel mit der Konjunktur in Wellen - auch Schweinezyklus genannt. Der Ablauf ist dabei immer der gleiche. Eine anziehende Konjunktur sorgt für erhöhte Nachfrage. Das treibt bei bestehendem Angebot die Preise und die Gewinne der Unternehmen. Was wiederum zur Kapazitätsausweitung und Investitionen der Zykliker führt - siehe die neuen Stahlwerke von ThyssenKrupp. Diese Kapazitätsausweitungen werden solange vom Markt aufgesogen, solange die Nachfrage weiter steigt, was wiederum zu erneuten Kapazitätsausweitungen führt.

Irgendwann steigt die Nachfrage nicht mehr, die Kapazität steigt aber weiter, weil diese Investionen ja Jahre brauchen bis sie den Markt erreichen. So trifft dann am Höhepunkt der Konjunktur eine seitwärts laufende oder leicht fallende Nachfrage auf immer weiter steigende Kapazitäten, was zwangsläufig den Preis ins Bodenlose drückt. Der sinkende Preis sorgt für die Abschaltung oder Aufgabe von Kapazitäten, solange bis die Nachfrage nicht mehr fällt und eine wieder steigende Nachfrage auf immer noch fallende Kapazitäten trifft. Und so setzt sich eine neue Runde des Schweinezyklus in Bewegung.

Der Grund für diesen Effekt liegt also in der zeitlichen Disparität zwischen der Entwicklung der Nachfrage und der Entwicklung der kapitalintensiven Produktionskapazitäten.

Schauen wie uns nun einmal an, wie sich die Aktien der Zykliker und das KGV entwickeln. Und hier haben wir auch eine massive Disparität zwischen den Gewinnschätzungen und dem Kursverlauf, die von unerfahrenen Anlegern immer wieder falsch interpretiert wird. Denn die Gewinnschätzungen laufen der Wirklichkeit um Monate nach. Die Kursentwicklung läuft aber der Konjunkturentwicklung vor, weil der Aktienmarkt ein ausgezeichneter konjunktureller Frühindikator ist.

Am Höhepunkt des Booms werden die Gewinne der Zykliker in die Folgejahre fortgeschrieben, was auf dem Papier zu sehr geringen KGVs führt. Auf dem Höhepunkt sehen die Aktien also "billig" aus. Und wenn dann der Frühindikator "Mr. Market" schon zu fallen beginnt, werden die Kurse optisch nur noch billiger, was viele veranlasst, dann 20% unter dem Zyklushoch die Aktien für "sehr billig" zu halten. Sie sehen aber nur so aus, weil die Gewinne des Aufschwungs einfach fortgeschrieben wurden. In Wirklichkeit hat der Absturz gerade erst begonnen.

Umgedreht ist es am Tiefpunkt. Der Tiefpunkt ist typischerweise dadurch gekennzeichnet, dass die Firmen kein Geld mehr verdienen, weil der Marktpreis ins Bodenlose gefallen ist. Genau dann werden die Entscheidungen getroffen Kapazität abzubauen und aus dem Markt zu nehmen. Und genau dann sehen die KGVs extrem hoch aus, da sind 50 oder 60 durchaus möglich - was kein Wunder ist, wenn die Firmen kaum mehr Geld verdienen. Genau dann stabilisiert sich aber der Marktpreis und die Gewinne beginnen wieder zu fliessen, was die KGVs dann ganz schnell wieder in normale Regionen bringt.

Abweichend von dem was unerfahrene Anleger erwarten würden, gilt also:

-> Der beste Zeitpunkt einen Zykliker zu verkaufen ist dann, wenn die Aktie optisch billig aussieht und die Kurse aber schon fallen und sich gerade ein neuer Abwärtstrend etabliert.

Genau in diesem Moment kauft Otto Normalanleger aber, weil die vermeintlich billigen Kurse den "Buy-the-Dip" Reflex auslösen.

-> Der beste Zeitpunkt einen Zykliker zu kaufen ist dann, wenn die Aktie optisch teuer aussieht und die Kurse aber wieder steigen und sich gerade ein neuer Aufwärtstrend etabliert.

Genau in diesem Moment traut sich Otto Normalanleger aber nicht zu kaufen. Vielmehr ist der Kursanstieg bei so "hoher" Bewertung für ihn das Signal, nun endlich seine Verluste zu realisieren und endgültig auszusteigen, nachdem er den gesamten Absturz bis dahin brav ausgesessen hatte.

Das Fazit ist, dass das KGV für sich alleine kein Timing-Indikator ist. Punkt. Es kann zusammen mit anderen Informationen eine hilfreiche Information zur Entscheidungsfindung liefern, aber nur wenn man versteht was es ist:

Eine Ist-Aufnahme der Gewinn-Erwartungen des Marktes an eine Aktie und sonst gar nichts!

Ihr Hari

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Divide et Impera!

Vor uns liegt die große Woche des medialen Rauschens, die von geopolitischen und finanzpolitischen Themen geprägt sein wird.

Begonnen hat es schon gestern, mit dem G7 Desasters im Sinne -> Er kam sah und wirbelte <-.

Wird das überhaupt Auswirkungen auf die Märkte haben? Selektiv ja, wir sehen es heute früh ja schon an den Autowerten, die Trump direkt attackiert. Global gesehen aber eher nein, denn auf den G7 als Format zu verzichten, macht die Welt nicht schlechter und verringert den Gewinn keines Unternehmens auch nur um einen Cent. Genau genommen hat Trump meine Sympathie den zweiten Tag zu "schwänzen", denn diese Themen mit allgemeinen Absichtserklärungen sind genau das, was diese Gipfel zu so einer lächerlichen Ansammlung von Formelkompromissen macht.

Problematischer ist da langfristig schon der Mangel an Verbindlichkeit der aus Trump spricht, der den gleichen Menschen gerade noch zum Himmel loben und kurz danach via Twitter verdammen kann. Mangelnde Verbindlichkeit ist Gift für Beziehungen und Vertrauen und auf Vertrauen in Berechenbarkeit, beruht letztlich auch jede Investition und damit die Weltwirtschaft.

Gleichzeitig ist genau das im Sinne "divide et impera" aber Trumps Machtmittel, das er schon in seiner Zeit als Immobilien-Mogul immer wieder angewandt hat. Wenn man Stimmen aus seinem Umfeld folgt, fühlt er sich wohl mit etwas Chaos um ihn herum, weil das verhindert, dass echter Widerstand entsteht und er dann um so leichter seiner Eingebung folgen kann. Insofern ist das Bild das Merkel Pressekorps zum Gipfel veröffentlich hat wirklich treffend. Aber nicht so wie es sich das Pressekorps wünschte, sondern in dem es zeigt wie Trump grinsend sitzt, während die anderen diskutieren. Divide et Impera!

Kurzfristig für ein paar Jahre funktioniert diese Methode auch ganz hervorragend. Langfristig wird sie für die Welt und auch die Weltwirtschaft sehr gefährlich sein. Denn Verbindlichkeit - und nicht Chaos - ist das zentrale Fundament auf dem Investitionen blühen - oder nicht. Man nennt das auch das "Investitionsumfeld".

Der G7 war ja aber nur Ouvertüre, wir haben am Dienstag das Treffen Trump-Kim, das auf den Markt dann eine Auswirkung haben würde, wenn es im Dissenz und mit Beschimpfungen enden würde.

Wenn ich das Treffen Trump-Kim aus der Perspektive des Sentiments betrachte, dann hat es in meinen Augen einen optimistischen Überhang. Es sind hohe Erwartungen damit verknüpft und es ist keineswegs sicher, dass das so kommt. Alleine das Treffen selber ist für Kim ein riesiger Erfolg, selbst wenn er nach einer Minute "empört" wieder abreisen würde. Kim hat also wenig zu verlieren und deswegen ist das Risiko einer Enttäuschung in meinen Augen durchaus vorhanden. Wenn es zu einem Erfolg führt, dürfte es daher nur eine geringe Reaktion der Märkte geben, wenn es scheitert, eine stärkere.

Dann haben wir am Mittwoch die FED, die den Markt schon auf eine weitere Zinserhöhung vorbereitet hat und am Donnerstag die EZB, die beginnt den Markt auf ein Ende des Anleihenkauf-Programms einzustimmen. Es wird spannend sein zu sehen, wie Draghi das mit der einen Hand tut und versuchen wird, es mit der anderen Hand zum Wohle der Zinsentwicklung in Italien wieder einzufangen. Von beiden Notenbank-Events dürfte der EZB-Termin der deutlich spannendere sein.

Wir haben diese Woche aber auch noch die Bank of Japan (BoJ) und eine Unmenge wichtiger ökonomischer Daten, Inflationsdaten, Retail Sales und Industrie-Produktion.

In Summe ist unglaublich viel los und das trifft auf einen zuletzt wieder sehr resilienten Markt, der zum für ihn auch wichtigen Thema "Handel" bisher zum Schluß gekommen ist, dass das ein Thema ist das Sorgen rechtfertigt, aber "not yet", außer in selektiven Fällen wie den deutschen Autobauern, aber selbst diese Reaktion ist noch verhalten. "It doesn´t matter until it matters".

Vor allem ist aber diese Woche in kurzer Folge zu viel los, um den Verlauf zu antizipieren. Die Auswirkungen auf die Kurse vorher sagen zu wollen, ist daher sinnlos und vermessen und deswegen sollten wie es gar nicht erst versuchen.

Wichtig ist aber sich an die Resilienz des Marktes zu erinnern und daran zu erinnern, das dieser immer noch im "it doesn´t matter" Modus ist. Wir tun also gut daran, den medialen Nachrichten nicht zu viel Bedeutung beizumessen und auf den Markt selber zu schauen.

Und ich wäre keineswegs überrascht, wenn am Ende der Woche in den Kursen gar nicht so viel passiert wäre. Zumindest ist das das Muster der letzten 2 Jahre.

Was ich Ihnen -> zur Lage Anfang Mai <- geschrieben habe, ist also immer noch gültig:

Und im ganz großen Bild bleibt es dabei, wir sind in einer Seitwärts-Bewegung im ersten Halbjahr, die im zweiten Halbjahr dann gut S&P500 3.000 erreichen könnte. Das alles aber eingebettet in eine ganz normale, größere Konsolidierung, die die immensen Gewinne seit Anfang 2016 erst verarbeiten muss, bevor es weiter hoch gehen kann.

Und das Chart des Leitindex S&P500 sieht immer noch so aus und die Konjunkturdaten der US weisen nach oben, während sich in Europa eine leichte konjunkturelle Delle andeutet:

Ist das ein Grund Panik zu schieben? Nein.

Ist das ein Grund dem medialen Rauschen als Investor große Aufmerksamkeit zu schenken? Nein.

Wir sollten besser dem Markt selber Aufmerksamkeit schenken. Wenn etwas passiert, dass dessen Erwartungen schwer enttäuscht und dieses Bild verändert, werden wir es schnell in den Kursen sehen und genau dann ist der Zeitpunkt darauf zu reagieren.

Kluge Anleger raten nicht im Vorfeld herum, weil sie dann in 9/10 Fällen zu früh reagieren. Sie reagieren statt dessen im einen 1/10 Fall zügig im Sinne eines vorher durchdachten Plans, wenn sich etwas Relevantes in Bewegung setzt. So sollten wir auch an diese Woche des medialen Rauschens heran gehen.

Ihr Hari

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Warum ich vom Platzen des Euros ausgehe und trotzdem noch ganz entspannt bin

Letzte Woche haben wir wieder erlebt, wie die Eurokrise erneut ihr Haupt erhoben hat. Auch ich konnte das nicht übersehen, während ich gemütlich 2 Wochen meinen Pfingsturlaub verbracht habe.

Nichts davon ist wirklich überraschend, viele haben - mich eingeschlossen - schon wie eine Gebetsmühle über das Problem geschrieben. Nur die Politik im Raumschiff Berlin will davon nichts wissen und träumt abgehoben weiter von "Rettungspaketen", die rein gar nichts retten, sondern nur die berühmte verrostete Kanne, einfach etwas weiter die Straße herunter treten - "kicking the can down the road".

Als Beispiel für längst Gesagtes, kann man zum Beispiel mal meine harten Worte vom 29.06.2012 lesen:
-> Ein historischer Tag, das Ende Deutschlands so wie wir es kennen <-

Oder auch am 06.07.2012:
-> Zum Thema Merkel und Sinn - Von getroffenen Hunden und Weltökonomen <-

Oder auch am 17.02.2015:
-> Der Euro und der Grexit - Der Kern des Problems <-

Reicht nicht? Dann schauen Sie mal am 05.06.2015 in den folgenden Artikel hinein:
-> Griechenland - es ist nicht mehr zu ertragen! <-

Ich denke das ist erschöpfend und das alleine hier bei mir. Und dabei habe ich keineswegs das Copyright auf diese Art Argumentation, es gibt mehr als genügend kluge Köpfe, die seit Jahren mehr oder weniger das Gleiche sagen.

Das beweist aber Eines ganz eindeutig. Nichts an dem, was in Italien gerade passiert, ist überraschend. Man muss eher schon in einer bornierten Parallelwelt leben, das überraschend zu finden.

Ich muss jetzt hier auch nicht erneut ausführlich herleiten, was die strukturellen Gründe für die Unwuchten im Euro sind, das wurde alles schon erschöpfend getan. Man kann sich da kurz und knapp halten:

Es ist schlicht eine ökonomische Schnappsidee, divergente Volkswirtschaften in das Korsett einer gemeinsamen Währung zu stecken, ohne einen Ausgleichsmechanismus zu etablieren.

Der natürliche Ausgleichsmechanismus ist der Wechselkurs unterschiedlicher Währungen und der wurde mit dem Euro abgeschafft. An diese Stelle würde in einem gemeinsamen Staat der Ausgleich durch Wirtschaftsförderung, eine gemeinsame Finanzregierung und die Schuldenunion treten. Auch wir hier in Deutschland haben eine Schuldenunion, denn die prosperierende Region München zahlt und haftet zum Beispiel via Bund mit für die Schulden, die in den chronisch dysfunktionalen Stadtstaaten Berlin und Bremen gemacht werden. Müsste Berlin alleine Anleihen begeben, ohne auf die Solidität des Bundes zurück greifen zu können, wären Zinsen wie in den schlimmsten Jahren der Lira fällig. Das ist die Realität Berlins als theoretisch selbstständige Einheit.

Das ist aber im Rahmen des Staatsgebildes Deutschland alles im Sinne Solidarität und gemeinsamer Staat gewollt und richtig so und es gibt ja - zumindest auf dem Papier - eine funktionierende, zentrale Wirtschaftsregierung, die für den Ausgleich zwischen starken und schwachen Regionen sorgt.

Wie gesagt auf dem Papier, denn dass auch das in einer Demokratie nicht immer funktioniert, zeigt nicht nur wie Berlin und Bremen immer weiter absacken und sich dann auf Jammern und Forderungen an andere verlegen, sondern zeigt auch Italien, dessen norditalienisches Kraftzentrum den Mezzogiorno trotz jahrzehntelanger Subventionen auch nicht auf die Beine gebracht hat.

Aber wenigstens theoretisch, macht in einem gemeinsamen Staatswesen mit gemeinsamer Regierung eine "Schuldenunion" Sinn. Ein Europa selbstständiger Staaten aber, ohne gemeinsame Führung, denen der Wechselkurs als Ausgleichsmechanismus genommen wurde, ist einfach grosser, ökonomischer Schwachsinn. Und solange die Staaten jeder für sich eigene Entscheidungen treffen, würde eine Schuldenunion nur dazu führen, dass sich die Einen gnadenlos auf Kosten der Anderen bereichern.

Man kann das Eine nicht ohne das Andere haben. Eine gemeinsame Währung und die Vergemeinschaftung von Schulden, ist nicht der Start wie beim Euro, sondern der Schlußpunkt der Intergration in ein neues Staatswesens mit gemeinsamer Wirtschafts- und Finanzregierung.

Die Väter des Euro haben das auch gewusst und im Prinzip Hoffnung das Pferd vom Schwanz her aufgezäumt und darauf gesetzt, dass der Euro diese Konvergenz erzwingen würde. Genau das ist aber nicht passiert und deshalb ist der Euro in meinen Augen jetzt schon gescheitert und alles was EZB und Brüssel da noch veranstalten, ist letztlich eine Form von Insolvenzverschleppung, an deren bitterem Ende alle nur noch auf das wettbewerbsfähigste Mitglied der Währungsunion als "last man standing" zeigen werden: Deutschland.

Das Geschwür, das da nun in Italien endgültig sichtbar wurde, wird also nicht mehr weggehen, weil die ökonomischen Prinzipien, die es haben entstehen lassen, sich nicht wegbeten lassen und es deshalb in dieser fehlkonstruierten Gemeinschaftswährung immer weiter eitern wird. Ausser die Währungsunion und ihre Prinzipien wandelt sich ganz grundsätzlich - so wie jetzt, geht es auf jeden Fall nicht mehr weiter.

Trotzdem wird das Problem noch lange von ganz viel weißer Salbe überdeckt werden und EZB wie EU - unsere "Bundesraute" mittemang - werden noch viele Verrenkungen machen, die am Ende das Leiden nur verlängern. Auch die Schuldenunion wird auf die eine oder andere Art und Weise kommen obwohl ihr die politische Grundlage fehlt, genau genommen ist sie via Target ja schon da und auch das muss erst weiter eitern, bevor das Furunkel platzen kann.

Gerade Deutschlannd wird diese Entwicklung "between a rock and a hard place" bringen, also in einen Schraubstock zwingen. Denn auf der einen Seite stehen die immer unverhohleneren Erpressungsversuche zur Finanzierung der im Süden angehäuften Defizite, die Target-Salden als Druckmittel. Auf der anderen Seite steht aber Trump mit seinem Druck auf den Handelsüberschuß und nun raten Sie mal, was den Handelsüberschuß weiter drastisch anheizen und die sowieso schon vorhandene Überhitzung der deutschen Industrie weiter steigern wird: ein fallender Euro! Sic!

Zwischen diesen beiden Polen wird Deutschland massiv unter Druck geraten, man muss kein Prophet sein, um das zu erkennen. „Nebenschauplätze“ wie eine von der Türkei ausgehende Bankenkrise sind dabei nur Brandbeschleuniger - Brüssel und EZB haben es sträflich versäumt, das europäische Bankensystem wirklich grundlegend neu aufzustellen.

All das ist wie gesagt nichts Neues und können Sie an vielen Stellen so lesen. Nur wird dann von einigen, die das richtig erkennen, ein massiver anlagetechnischer Fehler gemacht: Man geht wegen dieser Aussichten aus dem Markt.

Und das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter ein Fehler, weil es die Zeitkomponente fatal missinterpretiert. Dazu habe ich auch vor einem halben Jahr hier geschrieben: -> Zu früh ist nur ein anderes Wort für falsch <-

Denn EZB und Brüssel haben wohl noch mehrere Umdrehungen der alten Medizin in Petto, bevor sie endlich vor ökonomischen und damit politischen Gesetzmäßigkeiten kapitulieren müssen. Die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass es weiter im Text geht und mehr weisse Salbe auf immer deutlichere Risse der Währungsunion geschmiert wird.

Geben wir uns also keiner Illusion hin, bei der Trägheit politischer Systeme - zumal wenn so viele Eigeninteressen der damit verbundenen "Eliten" im Spiel sind - kann das noch locker 5 oder 10 Jahre weiter "eitern" und sich trotzdem wenig ändern, nur der Druck im System dabei steigen.

Gleichzeitig sind die Wirtschaftsdaten aus den US und fast der ganzen Welt aktuell aber weiter gut und konterkarieren im Weltmassstab das europäische Problem. Wir werden also kurz- bis mittelfristig volatileres Hin- und Her erleben und die Aktien Europas werden weiter nicht der Ort sein, an dem die großen Gewinne gemacht werden. Wir werden den DAX sich schnell mal nach unten bewegen sehen, wir werden aber deswegen alleine eher *nicht* sofort die große Krise und damit auch eher *nicht* das Ende des Bullenmarktes an der Wallstreet erleben!

Und letztlich hat uns der Markt letzte Woche genau diese Botschaft gegeben. Er hat uns mit der Reaktion am letzten Dienstag gezeigt, dass er die Risiken kennt und keineswegs sorglos ist. Und er hat uns mit der folgenden Beruhigung gezeigt, dass er auch weiss, dass das Ding zwar weiter schwärt, man auf Sicht von Monaten aber noch keine ernsten Sorgen haben muss.

Und so gehen wir mit einem Markt in den Frühsommer, der wieder seine Stärke bewiesen hat und der gerade im Momentum-Bereich letzte Woche eine ganze Reihe ausgezeichneter Setups offenbart hat. Das ist nicht das Verhalten eines Bärenmarktes, die Indizes lassen den Markt eher schwächer aussehen, als er in Wirklichkeit ist.

Ich bin also weiter eher verhalten optimistisch zum Jahresende 2018 und verbleibe in meinem großen Bild des Jahres 2018, das die Seitwärtsbewegung noch bis in den Hochsommer fortschreibt, man dann aber spätestens im Herbst von einem Ausbruch hin zu S&P500 3.000 ausgehen kann!

Und trotzdem halte ich es für wahrscheinlich, dass der Euro am Ende an innerem Eiter zu Grunde gehen wird oder sich so grundlegend wandeln muss, dass es nicht mehr der heutige Euro ist, sondern wir endlich eine funktionsfähige Währungsunion haben. Beides wird nicht ohne massive Schmerzen abgehen. Das ist aber kein Widerspruch zur bullischen Sicht oben, weil völlig unterschiedliche Zeitebenen betroffen sind.

Wir tanzen also weiter auf dem Vulkan, was bleibt uns auch anderes übrig? Was die Politik in Europa an Verleugnung von ökonomischen Realitäten zelebriert, lehrt einem gesunden Zynismus und Galgenhumor.

Nächste Woche wird uns Herr Draghi bei der EZB Sitzung dann bestimmt auch wieder erklären, dass wir hier in Deutschland uns nur völlig unsinnig aufregen. Das stimmt auch, bis er im Herbst 2019 abtritt, wird der Laden bestimmt mit Nullzinsen zusammen gehalten. Sein Nachfolger darf dann die Folgen aufwischen.

Die Deutschen wünschen sich ja gerade, dass ein Deutscher der nächste EZB-Präsident wird. Ich halte das für einen Fehler, denn durch eine Person wird sich nichts ändern. Im Gegenteil, die Folgen der Nullzinspolitik Draghis, werden beim ökonomisch unbedarften europäischen Durchschnittswähler dann an den Deutschen festgemacht. Das Problem ist systemisch, wenn man wirklich etwas ändern wollte, wäre es viel wichtiger bei den Stimmrechten im Rat zu beginnen, die Deutschland derzeit auf eine Stufe mit Malta setzen.

Ihr Michael Schulte (Hari)

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Was gute, technische Analyse (immer noch) leistet

Die wirklich wichtigen Dinge wollen immer wiederholt werden und es gibt wohl kaum einen Bereich, bei dem es so viel Missverständnisse gibt und so viel mit Halbwissen operiert wird, wie bei der technischen Analyse. Auch der Ruf der technischen Analyse ist daher nicht immer der Allerbeste, "Hokuspokus" ist da noch eine der "netteren" Charakterisierungen von denen, die technische Analyse nicht wirklich verstanden haben.

Das ist auch nicht völlig grundlos so, denn tatsächlich wird mit Charts auch allerhand Unfug verbreitet, was daran liegt, dass jeder schnell mal ein paar bunte Linien zeichnen kann, ohne überhaupt begriffen zu haben, worum es bei der technischen Analyse geht und worum gerade nicht.

Die wirkliche Leistung die gute Markttechniker erbringen, sind nämlich nicht eine Vielzahl bunter Linien, sondern die Interpretation des aktuellen Marktzustandes aus den vorhandenen Daten. Interpretation der Gegenwart statt "Prognosiritis", ist also das Motto.

Aber zurück zu den Missverständnissen. Da haben wir zunächst den weit verbreiteten Irrglauben, dass technische Analyse - wie zum Beispiel ein Chart - den Verlauf des Marktes in der Zukunft indizieren würde. Wenn man so will werden Charts also als eine Form von "Glaskugel" interpretiert, mit denen man in die Zukunft schauen kann.

Was für ein Blödsinn! Und dass das allüberall nachgeplappert wird und auch Volkswirtschafts-Professoren sich dann in langen Abhandlungen daran abarbeiten, ist einfach nur lächerlich. Denn was genau sagt es über Autoren, wenn sie den Gegenbeweis zu etwas zu führen versuchen, was nie ernsthaft behauptet wurde? Eben, dass sie auch nicht begriffen haben, worum es geht.

Also zum Mitschreiben: Gute Technische Analyse bildet den Marktzustand in der Gegenwart, im "Hier und Jetzt" ab. Und sie kann typische Entwicklungen der Vergangenheit heraus arbeiten.

Gute technische Analyse kennt aber ebensowenig die Zukunft, wie jede andere Methodik auch, inklusive volkswirtschaftlicher Prognosemodelle übrigens!

Wenn man aber den Marktzustand im "Hier und Jetzt" wirklich durchdrungen hat, kann man daraus sehr wohl Annahmen und Wahrscheinlichkeiten ableiten. Denn der selbstreferentielle Markt, der aus Erwartungen von Millionen Marktteilnehmer besteht, ist keineswegs so sprunghaft, dass er seine Moden, Tendenzen und Strukturen alle 2 Stunden wie eine Unterhose wechselt. Es ist sehr wohl möglich, aus dem Verständnis des Marktzustandes des "Hier und Jetzt", Chancen und Risiken für die Zukunft abzuleiten. Das sind aber immer nur Wahrscheinlichkeiten und nie Gewissheiten - niemand kennt die Zukunft, niemand!

Das ist worum es bei guter technischer Analyse geht. Übrigens auch fundamentale Daten und Analysen verschaffen keine Glaskugel in die Zukunft, außer man erfährt wirklich Insiderwissen, dessen kursbedeutende Kenntnis eigentlich ein Straftatbestand ist und nicht hätte weitergegeben werden dürfen. Denn alles was öffentlich an fundamentalen Daten bekannt ist, ist eben öffentlich und wurde auch schon von anderen gesehen und ist daher Teil der Erwartungen und damit der Kursentwicklung geworden.

Gute technische Analyse, versucht also den Puls des Marktes im "Hier und Jetzt" zu untersuchen, um daraus Tendenzen und Szenarien für zukünftige Entwicklungen abzuleiten. Das wohl wissend, dass auch die beste technische Ausgangslage nur Wahrscheinlichkeiten produziert, denn jederzeit kann eine neue, bisher unbekannte Nachricht oder Entwicklung das Gesamtbild verändern.

Das erscheint auf den ersten Blick nicht viel zu sein, aber es ist mehr als ein normaler Anleger bei der fundamentalen Analyse als Vorsprung erzielen kann, denn diese ist so aufwändig, dass ein normaler Anleger da völlig chancenlos ist, sich einen Edge zum Markt zu erarbeiten. In -> Vom Zerrbild des Value-Investing <- habe ich das dargestellt.

Nun ist es ja leicht und wohlfeil, einfach Behauptungen aufzustellen, schwieriger ist es, diese zu verifizieren. Da passt es doch gut, dass ich die obige Argumentation in noch mehr Detail vor fast zwei Jahren am 09.06.16 im folgenden Artikel schon geführt habe:
-> Die Märkte vor dem Sprung - Was gute technische Analyse leitet <-

Und in dem Artikel habe ich den damaligen Markt betrachtet und dazu Aussagen gemacht, Aussagen die man damals über den Marktzustand machen konnte und Begründungen warum man diese Aussagen machen konnte. Bitte tun Sie sich den Gefallen und lesen Sie diesen Artikel noch einmal 2 Jahre später, er erklärt mit dem Bild eines springenden Tigers sehr schön, was technische Analyse leisten kann und was nicht.

Und jetzt schauen wir, was daraus geworden ist. Das ist das gleiche Chart von 2002 bis heute, das ich Ihnen im Artikel vor 2 Jahren gezeigt habe, der damalige Artikel ist mit blauem Pfeil markiert:

Wenn Sie nun den alten Artikel gelesen haben, werden Sie sehen was man mit technischer Analyse erkennen kann. Dass "der Tiger" kurz vor dem Sprung war, war damals deutlich zu sehen, nur die Richtung und Sprunghöhe nicht, wobei die Struktur schon eine Präferenz nach oben generierte.

Wäre es damals im Juni 2016 nicht ein erheblicher Vorteil gewesen, diesen Verlauf schon als wahrscheinliches Szenario "zu kennen"? Wissen Sie noch, wie damals alle noch in Angst und Schrecken blockiert waren, im Markt auch Chancen zu sehen?

Gute technische Analyse versorgt uns also mit einem objektiven Blick auf den Marktzustand im Hier und Jetzt und daraus lassen sich für die Zukunft Wahrscheinlichkeiten und Szenarien ableiten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Im extrem kompetitiven Markt ist das aber schon eine ganze Menge.

Ihr Michael Schulte (Hari)

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