Wochenausblick KW15 2019


Die letzte Woche brachte durchgehende Stärke, die gelieferten "Begründungen" waren immer andere, aber letztlich ist das irrelevant, weil es in Wirklichkeit recht einfach ist:

Dieser Markt will hoch und warum er das will, haben wir uns in den vergangenen Wochen mit den diversen Statistiken angeschaut, die zeigen wie unterinvestiert institutionelle Anleger sind. Die haben halt mal wieder auf ihre Volkswirte gehört mit dem Rezessions-Gedöns, als ob das schon jemals zum Timen des Marktes ausreichend gewesen wäre. 😛

Sehr schön ist mit Stundenkerzen im Future auch zu sehen, wie richtig meine Interpretation der Bewegung vor drei Wochen als Abwärtskonsolidierung war. Damals war es noch mutig, die wilden Swings am Ende der Woche als irrelevantes Algo-Spiel abzutun, denn viele Bären haben damals gehofft, dass dieses Reversal am Freitag 22.03. einen Wendepunkt markieren würde.

Es ist aber wirklich nur eine Abwärtskonsoliduerung gewesen, der Rest war Spiel der Maschinen. Dann wurde die Abwärtstrendlinie von oben am Mittwoch 27.03. noch einmal getestet und danach ging es folgerichtig nur noch hoch:

Im Daily sehen wir, wie nahe nun die Allzeithochs und danach die 3.000er Marke ist, man kann es nun als fast sicher betrachten, dass beide dieses Jahr noch erreicht werden. Die aktuelle Bewegung gibt bisher keinen Anlaß, an ihr zu zweifeln:

Im ganz großen Bild mit Monatskerzen, habe ich für die Bullen ausgezeichnete und für die Bären gruselige Nachrichten. Denn man kann das Geschehen nämlich sehr wohl als Trendkanal zeichnen der 2011 begann und wenn man das sich derzeit aufbauende "V" ab den Allzeithochs mit einem "Measured Move" weiterführt, landet man Ende diesen Jahres genau an der oberen Begrenzung bei ca. 3.500+ im S&P500. Zufälle gibts. 😛

Das "Golden Cross" hat übrigens markant getriggert, im Daily klar zu sehen. Der statistische Trackrecord dieses Signals ist gut, das wurde letzte Woche besprochen und spricht auch für eine Fortsetzung der Rally.

Und Trump beginnt die FED zu einem erneuten -> quantitative Easing <- zu drängen, weil er ja eine Wahl gewinnen und einen Wirtschaftsboom vorzeigen will. Was stört mich mein Geschwätz von gestern zu Zeiten Obamas schon. 😉

Bei dem angeschlagenen Powell, ist das nicht mal undenkbar, dem Markt wird es auf jeden Fall nicht schaden, dass Trump nun in diese Richtung stützt.

Alle Signale stehen am US Markt also mittelfristig weiter auf Grün. Klar ist aber auch, das etwas Schwäche in der kommenden Woche nach der Vorwoche keine Überraschung wäre.

Und sicher kann das nicht so pausenlos weitergehen, will sagen wenn das Retracement kommende Woche nicht kommt, dann eben übernächste Woche. Und sicher kann jederzeit eine wirklich böse Überraschung von irgendwoher kommen.

Aber ein Retracement ist nur ein Retracement, das den Trend nicht verändert. Und das Restrisiko einer theoretischen, bösen Überraschung existiert immer und ist nie anders. Und ich predige ja immer, dass die Wahrheit auf dem Platz liegt und da haben die Bullen klar die Oberhand und zeigen (noch) keine Schwäche.

Wir schieben also unser Risikomanagement mit - was immer das bei Ihnen konkret ist - und bleiben ansonsten dabei und nehmen so viel mit von dieser Schönwetterlage, wie im Rahmen unserer Strategie zu verantworten ist.

Kommende Woche bringt uns eine EZB-Sitzung, in der aber wenig Neuigkeiten zu erwarten sind. Die ist dieses Mal am Mittwoch, keine Ahnung warum das von Donnerstag umgestellt wurde.

Die Gerüchte um den Draghi-Nachfolger werden lauter, aber das ist so mit anderen politischen Entscheidungen verschwurbelt wie dem Kommissions-Chef und wird im klassischen EU-Hinterzimmer-Stil geführt, dass es keinen Sinn macht, darüber nachzudenken. Wir werden es erleben.

Am Ende ist es auch egal, weil wenn wir uns vorstellen dass es Weidmann würde, kann man ihm nur das Beileid aussprechen. Er muss dann gegen eine strukturelle Südländer-Mehrheit im Rat Draghis Nullzins-Phase beenden, was ihm wilde populistische Vorwürfe von "deutschem Diktat" verschaffen wird.

Oder er macht weiter im Draghi-Text, schon alleine weil die Mehrheiten im Rat so sind, in dem Deutschland das Stimmengewicht von Malta hat. Dann wird es ihn üblen Vorwürfen aus Deutschland aussetzen, weil er die kranke Politik der EZB fortsetzt. So oder so kein Job, um den man sich in meinen Augen reissen sollte.

Und der "Täter" Draghi wird unter Applaus von seinen Unterstützern als "Elder Banksman" in den Sonnenuntergang reiten und mit Preisen überhäuft werden. Immerhin hat er ja den "Euro gerettet". Lachhaft!

Der Brexit ist zur Lachnummer verkommen, nachdem Donald Tusk eine lange Verschiebung ins Spiel gebracht hat, muss man befürchten, dass das Gewürge so weiter geht, was den Markt dann aber nicht mehr groß aufregen wird, der hat nun Elefantenhaut bekommen in dieser Sache.

Ich persönlich würde aus EU Sicht den Briten jetzt klipp und klar sagen: Nun nehmt den Deal oder geht ohne - Verlängerung gibt es nicht. Am Ende würde man den Briten damit wohl helfen, weil es eine Entscheidung erzwingt, die sie selber wohl nicht mehr hinbekommen.

Ich rechne aber mit einer Verlängerung und noch größeren Verwurbelung der Lage, als es schon heute ist.

Ansonsten ist an Daten in der neuen Woche wenig los, dafür beginnt ganz langsam und zaghaft die neue Quartalssaison ihre Zeichen voraus zu werfen.

Am Dienstag haben wir Sika und Givaudan, am Mittwoch Louis Vuitton, Christian Dior, Delta Airlines (DAL) und Tesco und am Freitag mit JP Morgan (JPM) die erste Großbank. Richtig los geht das aber erst kommende Woche.

Der DAX hat den ersten Schritt in Richtung dieser mutigen Verlaufsprojektion getan, allerdings erwarte ich hier einen Retest des Ausbruchsniveaus, bevor es richtig los geht:

Der MDAX hat das schon hinter sich und powered in Richtung Allzeithochs:

Von Euro, Dollar und Gold kommen keine neuen Signale, aber China hat sich in Hoffnung auf einen Deal und nach den guten Wirtschaftsdaten für eine Rally entschieden, die auch der wesentliche Treibstoff der letzten Woche war.

Sie erinnern sich sicher an den Kreis im ASHR letzte Woche, wir sehen wie markant dieser nach oben aufgelöst wurde. Ich glaube nicht, dass das das Ende der Bewegung ist, es ist eher ein Anfang - außer das Handelsthema scheitert doch:

So weit die Lage vor der KW15.

Ich wiederhole, nach so einer langen Rally muss man immer abstrakt auf den Zehenspitzen sein, das kann schon böse drehen, wenn es ganz schlecht läuft.

Aber das ist und bleibt nur ein theoretisches Szenario, weil es dafür derzeit keine belastbaren Indikatoren dafür gibt. Insofern sollten wir weiter dabei bleiben, bis uns der Markt vom Gegenteil überzeugt. Was wir befürchten, weil wir Angst vor dem Geraschel im Gebüsch der Savanne haben, hat dagegen keine Relevanz für unsere Handlungen.

Nach der letzten starken Woche, wäre in der KW15 etwas mehr Konsolidierung kein Wunder, auch der Fear & Greed Index ist wieder bei 74. Mehr als so eine geordnete Konsolidierung, lässt sich aber aus der Datenlage nicht ableiten. Alles andere wäre reines Raten.

Also geht alles weiter im Text, erinnern wir uns, wie das 2017 gelaufen ist. Schon vor 2 Monaten im Februar habe ich gesagt, dass ein Hauch von 2017 in der Luft liegt, nun ist es mehr als das, der Geruch ist eindeutig da.

Ihr Hari

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Strahlender Held und böse Hexe



Guten Morgen!

Über Nacht ist börsentechnisch nicht viel passiert, das wird sich aber die kommenden Tage ändern, in denen wieder Quartalszahlen auf Politik treffen. Morgen Abend ist nicht nur die FED, sondern auch die grosse Debatte Macron - LePen und sollte sich da einer einen dicken, wahlrelevanten Fauxpas erlauben, wird man auch das in den Kursen bemerken, vor allem wenn es Macron sein sollte.

Nun ist so etwas nicht wahrscheinlich, zu gut sind die Matadore vorbereitet, aber es ist nicht unmöglich und Macron hat schon einige Fehler gemacht und das Rennen ist offener, als man glauben könnte.

Übrigens, genau zum Thema wie viel man von den von den Medien gezeichneten (Zerr-)Bildern der Kandidaten halten sollte, gibt es ja dieses hoch spannende Buch zu Hillary Clintons Kampagne, dass von ihren eigenen Supportern geschrieben wurde. Nun mag man zu so Themen über die die Geschichte hinweg gegangen ist nicht noch Bücher lesen, aber zumindest diese -> hoch interessante Zusammenfassung <- sollte man lesen, sie stammt von Markus Somm dem Chefredakteur der schweizerischen Basler Zeitung.

Wenn wir das lesen und von "fast paranoiden" Persönlichkeitsstrukturen bei Clinton lesen - wohl gemerkt gezeichnet in einem Buch ihrer Unterstützer und nicht Gegner - erinnern wir uns daran, welche Bilder die Medien unisono von Clinton und Trump gezeichnet haben und noch zeichnen. Und dann sollten wir höchst skeptisch sein, wenn wir die Abzieh-Bilder vom "strahlend positiven Held Macron" und der "bösen Hexe LePen" lesen.

Fakt ist, LePen hat in den letzten Tagen taktisch eine Menge richtig gemacht, wie das CNN in -> Macron can still blow the french election <- nachzeichnet. Einen Gaullisten zum potentiellen Premierminister zu machen, könnte ein sehr kluger Schachzug gewesen sein.

Ich gehe immer noch davon aus, dass Macron gewinnt. Wenn er aber bei der Debatte schlecht herüber kommt und das versaut, dann kippt das Blatt wohl. Und das Risiko ist hoch, denn LePen wird versuchen Macron mit dem Stempel des abgehobenen Karrieristen und Mitglied des Establishments zu versehen und so ganz falsch ist der Stempel ja nicht, weswegen er auch beim kleinsten Fehler Macron anhängen wird.

Wenn man sich das vor Augen führt, erscheinen die Märkte aktuell etwas zu entspannt, was diese Wahl angeht. Und heute kann man klar sagen, dass das in dieser Wahl steckende Risiko wohl grösser ist als das, was der Markt aktuell einpreist. Diese Schere kann sich wieder schliessen, dafür müsste der Markt zum Freitag hin aber sorgenvoller werden und fallen.

Was den weiteren Verlauf des Sommers angeht, habe ich aktuell zwei interessante Charts von Urban Carmel (The Fat Pitch) getweetet, die Sie sich bitte anschauen sollten:

-> Chart 1 <-

-> Chart 2 <-

Sie beschreiben dei Dauer der derzeitigen Anstiegsphase und den typischen saisonalen Verlauf über den Sommer, der nicht immer so eintreffen muss und wird, trotzdem aber in unserem Hinterkopf sein sollte, da die Unterperformance des Sommerhalbjahres objektiv vorhanden ist.

Passend dazu hatte ich vor einer guten Woche in -> Sommer Szenario <- das folgende Chart zum DAX generiert, das gut zu Urban Carmels Charts passt und immer noch ein sinnvolles und realistisches Szenario ist:

Erneut, das sind alles nur Szenarien, der "Default-Case" sozusagen. Den aber im Hinterkopf zu haben und davon ausgehend dann Abweichungen zu erkennen schadet nicht. Eine Delle im Sommer und im Saldo ein gutes Börsenjahr 2017, diese Zusammenfassung erscheint immer noch eine realistische Sicht auf den weiteren Verlauf.

An Wirtschaftsdaten ist heute weniger los. Der chinesische Caixin PMI war recht schwach, was den Markt aber nicht gross interessiert und im Laufe des Tages steht der Einkaufsmanagerindex der Eurozone aus, ansonsten ist hier eher Ruhe an der Zahlenfront.

Heute Mittag vor US Börsenstart berichten:

Altria (MO), Archer Daniels Midland (ADM), BP (BP), Consol Energy (CNX), Conoco Philips (COP), Ecolab (ECL), Emerson (EMR), Geberit, IPG Photonics (PGP), Klöckner, Mastercard (MA), Merck&Co (MRK), Mosaic (MOS), Pfeiffer, Pfizer (PFE), Xylem (XYL)

Am Abend nachbörslich dann:

Akamai (AKAM), Amicus (FOLD), Apple (AAPL), Devon Energy (DVN), FMC (FMC), Fireeye (FEYE), First Solar (FSLR), Gilead (GILD), Inphi (IPHI), Kinross Gold (KGC), Mondelez (MDLZ), Myriad (MYGN), Oclaro (OCLR), Qiagen, Twilio (TWLO),

BP hat schon geliefert und zwar -> brauchbare Zahlen <- und notiert ca. 2% höher, das aber in einem in Pfund wenig einladendem Chart:

Geberit dagegen, der Sanitärkonzern und einer der supersoliden Bluechips der zweiten Reihe, liefert wieder verlässliche Zahlen und dieses extrem beeindruckende Langfristchart, wird dadurch wohl kaum in Gefahr geraten:

Zum Abschluss des Morgenberichts noch ein Wort zu den Apple-Zahlen heute Abend. Ich halte diese für wenig wegweisend, ausser da wäre eine ganz üble Überraschung enthalten. Der Grund ist, dass der Markt was Apple angeht, in der klassischen "Buy the Rumor" Schleife hin zum 10-Jahres-Jubiläum im Herbst gefangen ist. Und Gerüchte sind immer gut für Kurse.

Der Markt spekuliert über allerlei wundersame Innovation, weil zum 10-jährigen Jubiläum "muss" ja was kommen. Muss es? Seit Jobs Tod hat Apple keine echte Innovation mehr geliefert und es spricht viel dafür, dass es unter dem kleinteilig optimierenden, im Grossen aber zögerlichen Cook so weiter gehen wird. Möglicherweise ist Apple schon längst "yet another Grosskonzern" geworden, die fehlende Wachstumsbewertung die der Markt Apple bislang gewährt, spricht auf jeden Fall diese Sprache.

Insofern ist die Fallhöhe dann auch begrenzt, wenn im Herbst ausser optischen und materialtechnischen Spielereien wie OLED nichts grundsätzliches Neues kommen sollte. Ein gewisses "Buy the Rumor" Premium ist nun aber im Kurs und wird sich wohl bis in den Herbst halten und dann potentiell entweichen. Weil dieser "Buy the Rumor" Effekt aber da ist, sollten auch enttäuschende Zahlen heute Abend nach anfänglichem Schreck schnell überlagert werden. Heisst, wer Apple shorten will, sollte wohl besser noch was warten, bis der Hype um das Jubiläum entweicht.

So weit für heute früh. Bis später!

Ihr Hari

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Das Jahr im Blick



Und schon wieder ist eine Woche herum, Wahnsinn. Eine Woche die zuerst zäh und dann doch positiv war, uns aber vor allem erneut eine wichtige Botschaft sendet:

Trotz guter Chancen sind die Bären weiter kraftlos und chancenlos

Und das sollten wir ernst nehmen. Auch was ich heute vom Markt bisher sehe, ist zwar noch nicht die riesige Bestätigung, aber sieht sehr konstruktiv aus, die gestrigen Gewinne werden gehalten und leicht ausgebaut. Kurz, das sieht recht gut aus und spricht dafür, dass sich der Markt nun endlich aus der Starre lösen kann, die nun schon so viele Wochen andauert.

Ich will das zum Anlass nehmen, heute zum Ende der Woche, mal den Blick in wenigen klaren Worten auf das ganze Jahr zu weiten.

Mein Grundmodell hatte ich mit Ihnen schon letzten Dezember in der -> 2017er Weltreise <- geteilt und später verfeinert aber im Kern wiederholt und dieses Bild ist auch heute weiter gültig und valide.

Es sagt, dass 2017 ein eher gutes Börsenjahr wird, das aber in der ersten Jahreshälfte (spätestens Sommer) von einer markanten Korrektur durchbrochen wird, die heiss gelaufene Erwartungen wieder zurecht stutzt.

Ich halte das immer noch für das wahrscheinlichste Modell. Sicher, wenn LePen zum Beispiel gewählt wird, wird wegen der systemischen Angst um den Euro alles ganz anders sein. So ein Modell basiert natürlich nur auf dem, was an Wissen schon da ist und da muss man wohl davon ausgehen, dass LePen es in die Stichwahl schafft, dann aber unterliegen wird. Vieleicht kommt es anders, aber auf vielleicht kann man kein Modell basieren. Sagen wir es also so:

Wenn es nicht zur grossen Eurokrise kommt, dürfte das eher ein gutes Aktienjahr werden.

Der primäre Grund dafür sind zwei Dinge: Konjunktur und Trump. Wir sind nun ein paar Wochen in Trumps Präsidentschaft und man hat den Eindruck, als ob sich die Dinge nun langsam zu setzen beginnen. Das Gespräch mit Xi gibt dabei eine Menge Beruhigung, denn neben dem Zerfall des Euros, wäre ein harter Konflikt mit China wohl das grösste absehbare Risiko für die Märkte in 2017.

Bei dem, was wir dagegen bisher von Trumps Politik wissen, ist zwar nicht klar wie die im Detail aussehen wird und wie durchsetzbar diese in Senat und Repräsentantenhaus sein wird, aber die Grundtendenz ist mit hoher Wahrscheinlichkeit für US Aktien positiv in 2017.

Damit kann man sich eigentlich auch mit guten Chancen auf die Branchen festlegen. Es spricht viel dafür, dass das was mit der "World of Trump" nun schon angezogen hat, auch weiter in 2017 zu den favorisierten Sektoren gehört und wir es nicht mit einer Eintagesfliege zu tun haben.

Heisst konkret, vorbehaltlich eines Zerfalls der Eurozone, der in 2017 zwar denkbar aber noch nicht das wahrscheinlichste Szenario ist, spricht viel dafür, dass man in 2017 mit US Industrie, Energie und Rohstoffen, also mit der klassischen Industrie, gut unterwegs sein wird. Und auch der Finanzsektor wird natürlich profitieren. Technologie wird auch weiter laufen, die läuft immer und auch Aerospace & Defense wird weiter laufen, auch das läuft immer.

So sehe ich das. Es macht also Sinn, nun in diesen Sektoren zu sein, die wahrscheinliche Korrektur dann taktisch zu spielen - zum Beispiel mit Hedges - und dann wieder in den WoD-Sektoren nachzulegen.

Ich hoffe es hilft ein wenig, um das grössere Bild für 2017 zu verstehen, dass ich eigentlich unverändert seit Trumps Sieg mit mir herum trage. Sicher kann es immer anders kommen, aber das ist heute mein Modell und wenn das Schicksal es anders will, werde ich mein Modell ebenso schnell anpassen, wie nach der Wahl Trumps.

Kommen wir noch zu ein paar Opportunitäten.

Zunächst einmal erneut Sierra Wireless (SWIR), die ich ja in den letzten Tagen immer wieder erwähnt habe. Vor nun genau 2,5 Wochen, am 23. Januar, habe ich in -> Orientierungssuche <- bei damals 17,1 USD erstmals begründet, warum nun SWIR auf den Radar kommt, nachdem ich die Aktie bis dahin weitgehend ignoriert hatte. Der Grund war ganz einfach: Die Price-Action.

Ich rate gerade den Mitgliedern, die hier nun neu oder zum "Schnuppern" dabei sind dazu, das was ich damals geschrieben habe, noch einmal zu lesen. Ich habe mich dort auch darüber mokiert, wie blind bei SWIR gerade in Deutschland in 2015 und selbst 2016 immer gegen den Markt gewettet wurde, weil man sich mit fundamentalen Argumenten gegenseitig versichert hat, was SWIR doch für eine tolle Zukunft im IoT haben würde. Und dann hat man mit Hopium gekauft, ist tief ins Rote gefallen und irgendwann frustriert ausgestiegen und schaut nun nicht mehr hin.

Jetzt aber, vor 2,5 Wochen, hat uns der Markt und damit der Preis gesagt, dass man nun hinschauen sollte. Und das ist der Moment, zu dem kluge Anleger unruhig werden, nicht wenn in Magazinen nette Stories herum gereicht werden. Gestern Nacht kam dann auch noch die Meldung, dass SWIR -> von Volkswagen für die nächste Generation der Autos als Lieferant ausgewählt wurde <- und der Kurs ist heute noch einmal zeitweise 30% angesprungen:

Habe ich davon am 23.01. irgendetwas "gewusst"? Nichts, gar nichts. Ich habe mich auch gar nicht damit befasst, weil das machen schon genügend kluge Menschen im Markt, die dann dafür sorgen, dass der Kurs macht was er macht.

Aber der Markt hat was gewusst, wenn solche grossen Deals ausgehandelt werden, wissen immer viele davon, bei SWIR wie bei Volkswagen und wer dann nicht völlig verblödet und ein bischen börsenaffin ist, legt sich ein wenig SWIR m Vorfeld ins Depot. Insiderhandel? Baah, für die Sekundärinsider die das nur mitbekommen, ist das kein wirkliches Problem, weil nicht wirklich kontrollierbar. Bei den Primärinsidern sieht das anders aus.

Die Botschaft die ich erneut zu Ihnen senden will, gerade denen die noch frisch dabei sind und den Kopf noch von der "normalen" Logik voll haben, die mit allerlei fundamentalen Argumenten sinnloserweise Timing versucht: Der Markt weiss in der Regel mehr und es lohnt sich, seinen Signalen zu folgen. Auch bei SWIR, die nun in 2,5 Wochen ca. 50% gewonnen haben, das ist doch ein Wort. 😉

Wenn sie so wollen, hat Börsenerfolg also gerade vor Ihrer Nase stattgefunden. Neben SWIR, gibt es dann 2 oder 3 andere Szenarien, die nicht so funktioniert haben und die entweder mit leichtem Verlust ausgestoppt wurden oder sich nur wenig bewegt haben, der Saldo ist aber immer noch positiv und das ist der Punkt.

Erwähnen möcht ich auch noch einmal Hexcel (HXL), die diesen Montag in -> Enthauptungsschlag <- gezeigte Struktur, formt sich weiter aus:

Und da ich es nach der langen Woche heute mal kürzer machen will, will ich Ihnen nur noch einen Sektor ETF zeigen, den XLE des Energie-Sektors, in dem die Schwergewichte wie Exxon und Chevron und viele andere sind. Hier sind die -> Holdings des XLE <-.

Ist das eine Flagge mit Hammer am Ende da bei den Wochenkerzen? Ja, ich denke das ist eher eine als keine:

Damit schliesse ich diese Woche, die kommende Woche hat einige wichtige Wirtschaftsdaten mehr als diese Woche und vor allem auch jede Menge Notenbanker-Geplapper, aber auch der kommenden Woche fehlt ein klarer Höhepunkt, also ein Termin wie eine FED Sitzung, auf den dann alle starren - ich finde das eher gut so und kann auf diese Notenbank-Events gut verzichten.

Im nun bevor stehenden Wochenende, wird der Markt noch sehr aufmerksam auf das Gipfeltreffen zwischen Japans Abe und Trump in Washington starren. Spannend wird, wie Trump mit dem Thema Protektionismus und dem Vorwurf der Währungsmanipulation an Abe umgeht, gerade wir Deutschen können da schon mal schauen, was uns in den kommenden Monaten erwarten oder nicht erwarten wird.

Der Markt würde natürlich einen freundlichen Ton sehr schätzen, da das Sorgen um Protektionismus und Handelskriege dämpfen würde. Würde das so kommen, würde es am Montag wohl in steigenden Kurse umgesetzt.

So, nun wünsche ich Ihnen ein erholsames Wochenende, -> dehnen und strecken Sie Ihre Telomere ein wenig <-. Ich gehe davon aus, dass auch Sex dafür gut ist. 😉

Ihr Hari

PS: Der Serverumzug steht nun an, er kommt entweder heute Nacht oder in der Nacht von Sonntag auf Montag. Drücken Sie mir die Daumen und wundern sich nicht, wenn es mal eine Nichtereichbarkeit gibt.

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Jahr der Entscheidungen

Ein neues Börsenjahr liegt vor uns und es hat so begonnen, wie wir das im alten Jahr schon erwartet haben: ruhig und mit bullischem Unterton.

Schon seit November sage ich, dass bis zur Amtseinführung Trumps am 20.01.17, der Markt noch in seinem "Buy the Rumor" Wohlgefühl verharren kann. Wobei man das nicht auf den Tag genau verstehen sollte, sondern eher im Sinne "um die Amtseinführung herum", der Markt neigt dazu, Dinge schon vorher in Gang zu setzen.

Erst danach, muss aus Twitter-Zeilen dann echte Politik werden, was erhebliches Enttäuschungspotential beinhaltet. Das bedeutet aber nicht, dass daraus zwingend eine Enttäuschung werden muss, diese Zukunft ist noch nicht geschrieben und liegt im Wesentlichen in der Hand des grössten Donald aller Zeiten. 😉

Mit den Wahlen in Frankreich im Mai und in Deutschland im Herbst, dürfte dann auch die vor sich hin schwärende Frage nach der Zukunft Europas und des Euros, endlich einer Entscheidung zugeführt werden.

Gerade Frankreich ist dabei von immenser Bedeutung, während es in Deutschland ja wahrscheinlich mal wieder "alternativlos" weiter geht. Der Wahlkampf hat ja offensichtlich in diesen Tagen schon begonnen, wenn man sieht, wie sich Parteien aller Coleur, nun seit Jahresanfang unisono einer klaren Sprache bedienen, für die man noch vor 15 Monaten im berüchtigten Herbst 2015, als Rechtsextremist beschimpft worden wäre.

Was davon zu halten ist, dürfte jedem halbwegs klar denkenden Menschen offensichtlich sein: Wahlkampf eben und was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern? Egal woran wir politisch glauben, wir sollten bei der Wahl die Parteien nach ihrem Handeln beurteilen und nicht nach ihren wohlfeilen Worten.

Frankreich aber, dürfte schon im Mai der grosse Wendepunkt sein. Ein jeder Potenz beraubtes "weiter so" im Stile Hollandes, dürfte wohl nicht auf der Agenda stehen. Eher sind es zwei Alternativen, die wohl zur Wahl anstehen. Auf der einen Seite das Modell eines Europas der kulturellen Identität, dass den vielfältigen Regionen und Nationalitäten wieder Raum gewährt und diese als Stärke achtet, statt sie als Verstoss gegen die "EU-Norm" wegregulieren zu wollen. Andererseits das klare Ende des bekannten Europas und damit auch des Euros, mit unabsehbaren Konsequenzen und hoher Volatilität.

Wie das ausgeht und vor allem wie die Börse darauf reagieren wird, ist heute aber unmöglich vorher zu sehen, ebenso wenig wie im Oktober letzten Jahres, der Ausgang der US Wahl. Insofern sind alle Jahresprognosen mal wieder nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben wurden.

Uns hier bei Mr-Market, tangiert das bei unseren Börsenaktivitäten aber auch gar nicht, die grossen Prognosen überlassen wir denen, die ihr Geld mit Klicks verdienen.

Wir nehmen den Markt und das Geschehen in der Welt auch dieses Jahr wieder Schritt für Schritt und erzielen unsere Vorteil dadurch, dass wir uns schnell anpassen und von den Bewegungen profitieren, wohin sie uns auch immer führen mögen.

Als Staatsbürger aber, als Mütter und Väter von Kindern, denen wir eine positive, chancenreiche Welt hinterlassen wollen, ist 2017 wohl das Jahr der Entscheidungen, in dem wir unser ganzes Gewicht in die Waagschale werfen sollten, um dieses Land und diese Welt für unsere Kinder ein klein wenig zu einem besseren Ort zu machen.

Weiterlesen ...

Guten Rutsch!



Guten Morgen liebe Mitglieder,

ich will Ihnen heute als Abschluss des Börsenjahres 2016, ein Lebenszeichen mit Schwerpunkt Edelmetalle senden. Mit geht es gut und ich geniesse die Ruhe und die Freizeit und freue mich darauf, das kommende Woche weiter zu tun.

An den Märkten gab es diese Woche wie erwartet auch wirklich keinen Grund, sich gross damit zu beschäftigen, Sie sehen selber, wie extrem volumenarm die Indizes in den Seilen hängen.

Zu dem kleinen Dip, der diese Woche durchaus denkbar gewesen war, ist es also nicht gekommen, womit dieser für den Jahresanfang aber immer noch auf der Agenda steht. Mehr als einen kleinen Dip, erwarte ich aber unmittelbar weiter nicht. Der Markt hat sehr wohl das Potential dazu, zu einer schärferen Korrektur anzusetzen, das aber wohl etwas später im Frühjahr.

Wirklich bemerkenswert, ist diese Woche nur Gold. Wir sehen eine dynamische Gegenbewegung aus den Tiefs, die durchaus so aussieht, als ob es der berühmte "erste Schub" wäre. Wenn, ja wenn, das nicht in diesem "Minimum Volume" Environment stattfinden würde, das alle Bewegungen unter ein grosses Fragezeichen hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit setzt.

Allerdings sollte man auch als Skeptiker nicht übersehen, dass die Stelle an der Gold nun zu drehen scheint, genau der Bereich ist, den man im grossen Bild noch als Retest des Ausbruches interpretieren kann. Eine gewisse Logik, hat die Wende hier also schon:

Die "Gold-Bugs" schnuppern natürlich gleich den eingezeichneten, höheren zweiten Boden und damit die Bestätigung ihres Bias. Die schnuppern aber bei jeder Gegenbewegung sofort *den* grossen Boden, der dann direkt bis 5.000 USD nach oben geht, insofern ist weiter herzlich irrelevant, was die denken, auch wenn die nun schon wieder Schnappatmung haben.

Nicht vergessen dürfen wir bei der Bewertung auch, dass ein grosser Teil der Bewegung wieder nur die andere Seite der Medaille eines wieder fallenden Dollars war. Erst aber, wenn die Edelmetalle *gegen* einen steigenden Dollar auch steigen können, kann man von echtem Kaufinteresse im Markt sprechen:

Deutlich dynamischer und positiver, ist aber das Bild der Minen, hier des GDX, der nun schon kurz davor steht, eine Abwärtstrendlinie zu testen:

In diesem Bild darf man die Korrektur seit August immer noch als bullische Konsolidierung interpretieren, ganz besonders dann, wenn nun die Trendlinie fällt und die Minen auch Anfang 2017 weiter nach oben schieben sollten.

Fazit für die Edelmetalle:

Die Lebenszeichen sind überdeutlich, für Schnappatmung und einen ausgerufenen "grossen Boden", gibt es aber noch keine objektiv belastbaren Indikatoren. Insbesondere sollte man mal abwarten, was der Sektor Anfang 2017 macht, wenn das Volumen wieder steigt, die "A-Teams" wieder an den Desks sitzen und sich die Augen wieder auf das zentrale Thema US-Konjunktur richten.

Aber ...

Der Sektor und insbesondere die Minen, sind Stand Ende 2016 so überverkauft und die Chance auf ein zweites, höheres Tief nach dem von Anfang 2016 so real, dass es im Sinne "Mean Reversion" keine dumme Idee ist, hier nun wieder einer Basisposition ohne taktische Überlegungen nahe zu treten.

Also Einstieg ja, Begeisterung und feuchte Träume (noch) nein.

So weit von mir heute. Bitte bedenken Sie, dass es im neuen Jahr am Montag immer noch sehr ruhig zugehen wird, weil nach meinen Daten die Wallstreet, London, Hongkong und Zürich noch geschlossen sind. Erst am Dienstag dem 03.01.17, ist dann der erste ernst zu nehmende Handelstag des neuen Jahres.

Ich wünsche Ihnen nun einen guten Rutsch in 2017 und dass in 2017 Ihre guten Vorsätze Realität werden. Börsenerfolg und grüne Depots sind möglich, nur geschenkt bekommt man sie nicht. Wer darüber mal ernsthaft nachdenkt und versteht was die Börse ist, dem sollte auch schnell klar werden, dass es gar nicht anders sein kann.

Halten Sie die Ohren steif, wir lesen uns in 2017!

Ihr Hari

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Mean Reversion 2016 + 2017 – Vergangenheit und Zukunft



Guten Morgen liebe Mitglieder,

ich hoffe, Sie haben die drei Weihnachtsfeiertage gut überstanden. Ich auf jeden Fall. 🙂

Ich melde mich heute, um Ihnen den Abschluss des 2016er Mean Reversion Depots zu zeigen, das ich ja vor einem Jahr nach meinen Massstäben erstellt habe. Und ich melde mich, um damit auf das 2017er Depot überzuleiten, das Sie ja als Community hier vor Kurzem erstellt haben.

Zunächst zum (fast) abgelaufenen Jahr. Sicher fehlen da nun noch ein paar Tage, die werden die Prozentzahl noch leicht verändern, die Kernaussage aber nicht mehr.

Mein 2016er Mean Reversion Depot, hat Stand 26.12.16 mit ca. 15% Plus abgeschlossen und damit die grossen Indizes klar geschlagen. Und das rein mit "Buy and Hold", ohne Eingriffe im Laufe des Jahres:

Wir sehen 6 von 10 Aktien, die der Mean Reversion Theorie entsprochen haben und nach einem schwachen 2015, im Folgejahr zu den grössten Gewinnern gehörten. Wir sehen 2 Aktien, die in 2016 nicht zum Leben erwacht sind und 2 Aktien, die in 2016 noch tiefer abgerutscht sind.

Witzigerweise, haben Sie genau diese beiden Aktien wieder in das 2017er Mean Reversion Depot gewählt, bei First Solar, waren Sie sich ganz besonders sicher. Es wird spannend sein, das im kommenden Jahr zu beobachten.

Im Vergleich zu den Indizes, stehen beim S&P500 von 2043,94 auf aktuell 2.263,79 gleich 10,76% Plus zu Buche. Und beim DAX von 10.743,01 auf 11.499,93 gleich 7,05%, abzüglich eines rechnerischen, überschlägigen Dividendenanteils von 0,2% monatlich (ich habe den Mechanismus zum Start erklärt) macht das beim DAX einen Vergleichswert von 4,65% Plus.

In Summe in Euro:

1. Mean Reversion Depot Plus 15,06%
2. S&P500 Plus 10,76%
3. DAX Plus 4,65%

Nicht schlecht für ein Depot, das man das ganze Jahr gar nicht anfasst. Wir wollen gar nicht darüber nachdenken was passiert wäre, wenn man nur bei Newmont und First Solar (auch die waren zum Jahresanfang klar im Plus) mit einem Trailing Stop die Gewinne eingefroren hätte. 😉

Auf jeden Fall ein Indiz dafür, dass der "Mean Reversion Ansatz", mit dem man jedes Jahr die "soliden Vorjahresgurken" ins Depot legt, ganz gute Chancen hat. Deshalb haben wir uns ja auch für 2017 als Teamprojekt daran gewagt. Es wird spannend sein zu sehen, wie sich das 2017er Depot dann im Vergleich zum 2016er schlägt.

Wichtig ist halt, bei der Auswahl die Spreu vom Weizen zu trennen, also die Aktien zu wählen, die ein temporäres Kursloch haben und nicht die, bei denen das Geschäftsmodell ganz kaputt ist. Daher sind die "soliden Vorjahresgurken" zu wählen und nicht die "tiefer geht immer Kandidaten". 😉

Nun gaukelt ja aber die "Gurken-Währung" Euro auch ein wenig Performance vor, weswegen es ja spannend wäre, heraus zu finden, wie das dann aus Sicht eines Dollar-Anlegers aussehen würde.

Das ist aber schwierig, weil dafür müsste man alles neu durchrechnen und die alten Startkurse der Aktien in Dollar ermitteln. Aber wir können es grob überschlagen. EURUSD hat sich in 2016 von 1,0858 auf aktuell 1,04631 herab bewegt. Das sind also 3,64% Verlust im Jahr 2016.

Wenn man das überschlägig auf den Vergleich anwendet, muss das Depot aus Dollarsicht in der Performance um 3,64% Prozent herab gesetzt werden, denn das sind "Währungs-Windfall-Profits" und auch der DAX muss aus Dollarsicht entsprechend herab gesetzt werden.

Damit sieht der Vergleich in Dollar dann "Pi-mal-Daumen" so aus.

(Ich weiss selber, dass das nicht ganz exakt ist, der Dividenden-Abschlag beim DAX ist auch nicht exakt, es geht nur darum, ohne grossen Aufwand einen groben Vergleich zu ermöglichen)

1. Mean Reversion Depot Plus 11,42%
2. S&P500 Plus 10,76%
3. DAX Plus 1,01%

Das Depot ist also auch aus Dollarsicht immer noch gegenüber dem S&P500 vorne, wenn auch nur leicht. Insofern ändert sich nichts an der Aussage, der Abstand zum DAX bleibt sowieso gleich, weil er auch oben in der gleichen Währung ermittelt wurde.

Wenn Sie die erreichten 11,42% aus Dollarsicht in einen grösseren Kontext stellen wollen, können Sie das leicht hier mit der Länderperformance Stand 26.12.16 von Bespoke, die aus -> diesem Post <- stammt:

Alles in allem also ein schöner Erfolg. Das Depot liegt klar vor allen entwickelten Märkten, sei es US, Japan, Europa, Hongkong oder Australien. Nur einige Emerging Markets, konnten in 2016 vorbei ziehen und waren in 2016 selber "Mean Reversion Kandidaten".

Damit kommen wir zum Mean Reversion Depot 2017, das Sie per Abstimmung ausgewählt haben. Es wird spannend, ob das genau so gut abschneidet.

Unser Mitglied "grisu65" hat sich dankenswerterweise bereit erklärt, das Depot für uns zu führen und uns monatliche Updates der Performance zu liefern. Rechnen wir ihm dieses Engagement hoch an!

Was ist nun Teil des Depots? Die Abstimmung finden Sie -> hier <-

Zunächst einmal ist ja wichtig, welchen Sektoren Sie besonderes Gewicht in 2017 zubilligen wollten, so dass diese mit zwei Kandidaten im Depot vertreten sind.

Sie haben Healthcare und Finanzen gewählt.

Damit besteht das 2017er Mean Reversion Depot aus den folgenden Aktien. Die Nummer hinter den Aktien bezieht sich auf den -> Post im erklärenden Forenthread <-:


Hugo Boss - 48
Novartis - 14
Novo Nordisk - 4
Mosaic - 45
Anheuser Busch - 46+77
First Solar - 2
Bayer - 13
Deutsche Bank - 3
Vienna Insurance - 44
United Internet - 67

Ein schönes Depot, ich bin gespannt. Genügend diversifiziert, ist es auf jeden Fall.

Ich selber hätte wohl auch ein paar Namen anders gewählt, aber es ist eben ein Gemeinschaftsprojekt und nicht mein Depot, ich habe noch nicht einmal abgestimmt und das ist auch gewollt so. Da es ein Gemeinschaftsprojekt ist, enthalte ich mich auch jeder eigenen Wertung, ich will nur so viel sagen, dass ich mit dem Ergebnis im Saldo gut leben kann.

Damit stellt sich die Frage, ob Sie auch echtes, eigenes Geld darin investieren können, denn einige haben ja diese Absicht im Forum schon geäussert.

Natürlich können Sie das, Sie können sowieso machen, was Sie wollen. 😉 Es ist aber auch ein akzeptables, rationales Investment und kein "Harakiri-Unternehmen", das traue ich mich schon im Vorfeld zu sagen.

Nur vor einem Missverständnis, will ich warnen. Ich habe schon verschiedentlich erklärt, warum es an der Börse kein "Weisheit der Masse" gibt und gar nicht geben kann - die Selbstreferentialität verhindert das.

Der Sinn dieses Teamprojektes war ja auch nicht, dadurch ein "besseres" Depot zu erzeugen, als das eines Einzelnen, sondern der Weg war das Ziel. Die Beschäftigung mit der Thematik und den Kandidaten, hat die, die sich damit befasst haben, hoffentlich weiter gebracht und den Horizont etwas erweitert. Nur das war der Sinn.

Das Ergebnis aber, ist einfach ein Depot. Punkt. Kein schlechtes, sondern ein solides und potentiell aussichtsreiches, da bin ich zuversichtlich. Aber es hat dadurch, dass viele daran beteiligt waren, eben keine per Definitionem höhere Qualität bekommen - diese Illusion sollte niemand haben.

In Kurzform: Alle Regeln des Risikomanagement, gelten also auch hier, wenn man mit echtem Geld einsteigt!

Entweder setzen Sie also so wenig Kapital ein, dass Sie den Verlauf des Depots in 2017 ganz gelassen betrachten können, selbst wenn das Depot nicht so performen sollte. "Spielgeld" eben, um das Depot interessiert zu begleiten.

Oder Sie setzen viel Kapital ein, dann können Sie es aber nicht einfach laufen lassen, ohne ein Risikomanagement zu besitzen. Auch dieses Depot nicht, nur das will ich eindeutig klar machen.

Fazit: Wir können dem Depot in 2017 einiges zutrauen und ich betrachte die Zusammensetzung zuversichtlich. Trotzdem ist es nicht der "Heilige Gral", sondern nur ein Depot, das bitte ich nicht zu vergessen. Es gibt eben keine absolute Sicherheit am Markt.

So...... damit übergebe ich dieses Depot nun in die Obhut unseres "Grisu65" und bin für 2017 ebenso gespannt, wie wir alle.

Ihr Hari

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Akkus laden

So liebe Mitglieder, kommen wir zum Abschluss dieser Woche und (fast) auch diesen Jahres.

Mit Jahres-Rückblicken habe ich es nicht so, ich finde die immer eher langweilig, mein Blick ist eigentlich immer in der Gegenwart oder er ist nach vorne, in die Zukunft gerichtet. Ich interessiere mich auch sehr für die Vergangenheit im Sinne der Historie, denn aus der können wir viel lernen. Sich aber noch einmal damit beschäftigen, was man gerade erlebt hat ? Bahh - da gibt es Spannenderes!

Auf jeden Fall war es ein ereignisreiches Jahr 2016. Vom Börsenerfolg her, gehörte es für mich zu den Guten - nicht den sehr Guten, aber den Guten.

Ich habe ja schon oft gesagt, dass es an der Börse im Jahr 2-4 Bewegungen und Momente gibt, die man im grossen Bild erwischen muss, der Rest ist börsentechnisch eher "Rauschen".

So war es auch 2016. Wenn man dem Einbruch zum Start aus dem Weg gegangen ist, dann im Februar aufgesattelt hat und den Markt bis in den Sommer geritten ist, dann im Spätsommer und Herbst diesem wieder aus dem Weg gegangen ist und die Konsequenzen von Trumps Sieg schnell erkannt hat und mitgegangen ist, dann kam eine massive Überperformance heraus.

Zu dieser Überperformance hat es bei mir - über alles - mal wieder gereicht und zwar deutlich im Vergleich zu allen Indizes. Was mir schwer gefallen ist und ein "sehr gut" für dieses Jahr verhindert hat, ist die Schwierigkeit Bewegungen voll mitzugehen, wenn sie schon alt geworden und überkauft sind und gegen alle Logik, durch die Dominanz der trendfolgenden Algos, dann doch weiter hoch schieben.

Das lässt sich aber nicht vermeiden, wenn man ein sinnvolles Risikomanagement betreibt. Für mich sind die frühen Gewinne einer Phase, wie die ersten Wochen nach Trump, immer die Leichtesten. Da fällt es mir leicht, auf dem Gaspedal zu bleiben. Wenn der Trend dann alt wird, dann wird es mühsamer.

Aber alles in allem können wir sehr zufrieden sein. Sie haben ja selber erlebt, dass wir bei den grossen Bewegungen hier immer auf der richtigen Seite waren. Wir waren zum Jahresanfang weitgehend draussen, haben dann den Anstieg mitgemacht, waren im Sommer auf die Sommer-Starre vorbereitet und haben dann noch in der Wahlnacht erkannt, was Trump bedeutet.

Diese Auflistung können wirklich nicht alle so machen, zu viele haben zu lange mal wieder Bewegungen bekämpft oder an ihnen gezweifelt und wenn sie dann doch überzeugt waren, dann war die Bewegung schon vorbei. Aber so ist es halt immer und so wird es auch in 2017 sein: Wer sich schnell anpasst, überlebt.

Mehr will ich zu 2016 gar nicht sagen, schauen wir lieber nach vorne. Zu 2017, werde ich vielleicht mal in den kommenden 2 Wochen ein paar Worte finden, wenn ich dazu Lust habe. 😉 An die -> 2017er Weltreise <-, will ich in diesem Zusammenhang, aber noch einmal erinnern.

Auch erinnern, will ich an unsere -> Abstimmung zum 2017er Mean Reversion Depot <-, die noch bis zum 2. Weihnachtstag Abends offen ist.

Bisher haben 70 Mitglieder teilgenommen, das ist in Ordnung, denn viel mehr habe ich nicht erwartet. Über weitere Stimmen freue ich mich aber nach wie vor! Ich betone aber noch einmal, dass bitte nur die abstimmen, die sich wie im Artikel beschrieben, dann auch mit den Aktien beschäftigt haben und das wird nur eine deutliche Minderheit sein. Schnelle Klicks, können wir da nicht gebrauchen.

Offen ist auch noch, ob sich jemand bereit erklärt, für uns das Depot dann im nächsten Jahr exemplarisch zu führen. Da würde sich ja jemand aus dem Kreis der 70 anbieten. Meldungen hierzu, werden von mir noch sehr wohlwollend aufgenommen.

Gibt es zum Markt heute etwas zu sagen?

Tut mir leid, wirklich nicht viel. Schauen Sie doch selber, wie das weitgehend vor sich hin eiert. Ein paar kurze Beobachtungen, habe ich aber doch.

Zunächst wieder K+S. Ich hatte ja die klare Flagge vor 2 Tagen thematisiert. Nun schauen Sie, was der Markt macht:

Eine ganz saubere Bewegung. Den Fakeout, wollte uns der Markt nicht mehr geben, an der klaren Struktur, ändert das nichts.

Ich reite nicht darauf herum, um mich selber auf die Schulter zu klopfen. Ich reite darauf rum, um Ihnen zu zeigen, das die einfachsten Strukturen oft die Besten sind. Man muss es nur tun, geordnet und mit klarem Risikomanagement, aber tun.

Letztlich ist das alles kein Geheimnis und braucht keine Supercomputer, um es zu berechnen, es ist einfach Trendfolge und die Flagge signalisiert uns den Moment, zu dem ein trendfolgender Einstieg aussichtsreich ist.

Der Measured Move der Bewegung, liegt weit höher. Wer nicht weiss, was das bedeutet, dazu hat "Lehrer Bömmel" sich letztes Jahr hier mal geäussert: -> Die Symmetrie des Measured Moves <-

Übrigens, Sie erinnern sich ja vielleicht, dass ich im gleichen Artikel vorgestern auch bei GEA Group eine ähnliche Flaggenstruktur gezeigt habe. Nun hat GEA ja mit K+S rein gar nichts zu tun, völlig andere Baustelle. Und auch der DAX hat sich in den zwei Tagen kaum bewegt und kann daher nicht als Auslöser für einen Gleichklang herhalten.

Nun schauen wir aber mal, wie das bei GEA aussieht. Sie ahnen es schon .... 😀

Nicht ganz so dynamisch, wie bei K+S, aber doch ein vergleichbares Muster. Zufall?

Wenn Sie das meinen, wegen mir. Beweisen kann ich das nicht, weil wir keine statistisch relevante Grundlage haben. Ich würde aber sagen Nein. Denn das ist der Kern von Markttechnik, die Strukturen des Marktes sprechen mit uns und geben uns Botschaften. Man muss diese Botschaften aber verstehen und interpretieren lernen, wie der Jäger im Artikel zum Measured Move oben.

Hätte der urzeitliche Jäger nicht gelernt, Muster und Spuren zu lesen, wäre die Menschheit schon ausgestorben. Deshalb können wir Menschen das so gut, wie sind halt "Mustererkennungsmaschinen". Wer aber sein Hirn zu stark auf mathematische Exaktheit und absolute Sicherheit getrimmt hat, tut sich damit schwer. Man muss die Unsicherheit und die Unschärfe zulassen können und trotzdem das Wesentliche aus einem Lagebild extrahieren, diese Fähigkeit ist am Markt unerlässlich.

Mit diesen "Worten zum Sonntag", will ich es heute am letzten Tag vor Weihnachten bewenden lassen. Wer es gar nicht lassen kann und zwischen den Jahren handeln will, sollte sich den Neujahreseffekt vor Augen führen, mit dem Aktien, die vor dem Jahreswechsel aus steuerlichen Gründen noch raus gehauen wurden - meistens die "Gurken" des Vorjahres - dann zum Anfang des neuen Jahres, zurück gekauft werden.

Beobachten Sie dann genau, was von den an sich soliden Aktien, im Jahr 2016 schlecht gelaufen ist und in den Tagen vor dem Jahreswechsel, besonders schwach ist. Und kaufen Sie das sozusagen "kurz vor Silvester" auf den letzten Drücker. Die Chancen, damit dann in den ersten Tagen des Jahres 2017 eine positive Rendite zu erzielen, sind statistisch gut.

Das aber nur für die, die keine Pause brauchen und unbedingt handeln wollen. Alle anderen, nutzen die Zeit um die Akkus zu laden, denn volle Akkus brauchen wir in 2017 garantiert. Am Markt ist praktisch nichts sicher, das aber schon. 😉

Und noch etwas, was ich schon geschrieben habe: rechnen Sie kommende Woche auch mal mit einem Dip, das wäre recht wahrscheinlich und nicht untypisch. Von einem massiven Einbruch, müssen wir nicht ausgehen, von einem Tag mit 1% Minus im S&P500 aber schon. Das wäre auch gut und überfällig und würde den Jahresanfang 2017 eher interessanter machen.

So, jetzt wünsche ich Ihnen schöne Feiertage und gehe selber Akkus laden! Wir lesen uns .... irgendwann 😉 - spätestens aber am 09.01.17, wenn dieser Blog wieder in den Normalmodus wechselt und im Forum bestimmt schon viel, viel früher.

Danke für Ihr Vertrauen und Ihre Beiträge hier im Blog. Halten Sie die Ohren steif!

Ihr Hari

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Premium Sonderaktion „Gute Vorsätze 2017“

Der 06.01.17 ist abgelaufen, die Sonderaktion zum "Schnuppern" ist leider beendet.
Eine reguläre Mitgliedschaft, steht Ihnen aber jederzeit frei

Ein wildes und (für uns hier) profitables Börsenjahr, mit Einbruch zum Jahresanfang, Brexit-Überraschung, Sommer-Starre und grosser Trump-Rally, neigt sich dem Ende zu.

Das kommende Jahr wird kaum weniger spannend und an der Börse erneut aufregend und potentiell profitabel werden.

Wir haben da im Januar die Amtseinführung von Trump, nach der aus Reden und Twitter-Meldungen, dann echte Politik werden muss - Enttäuschungspotential inbegriffen.

Wir haben im Mai die Wahl in Frankreich, mit der Frankreich entweder die Kurve bekommt und seine strukturellen Defizite angeht, oder in die Hände von LePen fällt, womit zumindest der Euro, am Ende sein dürfte.

Letzteres muss man nicht unbedingt schrecklich finden, was vom Euro als fehlkonstruiertes Konstrukt zu halten ist, war hier schon oft Thema, so zum Beispiel Anfang 2015: -> Der Kern des Problems <-.

Schrecklich und an den Börsen ein wilder Ritt, dürfte aber der eher chaotische Übergang werden, das absehbar starrhafte Festhalten am Euro um jeden Preis. Und deshalb ist dieses Szenario nichts, worauf wir uns freuen sollten, selbst wenn wir die Rückkehr der D-Mark begrüssen würden.

Dann haben wir im September die Wahl hier in Deutschland, die in jeder Hinsicht wegweisend sein wird. Und dazu werden wir in 2017 weitere Anschläge haben, viele Tote, Kriege, globales Ringen und wahrscheinlich die ersten Auswirkungen des neuen Fokus der Trump-Administration erleben, die sich scheinbar mit China anlegen und dafür mit Russland arrangieren will.

Und wir werden in 2017 wieder viel Hoffnung und Gutes erleben, wissenschaftliche Durchbrüche und Fortschritt, der sich besonders in den Kursen der betroffenen Unternehmen, als massive Gewinne zeigen wird.

All das, wird die Börse in 2017 wieder zur Achterbahnfahrt machen, bei der die ruhige Hand einer erfahrenen Community an der Seite, Gold und Geld wert sein kann.

Die Zeit der Feiertage und des Jahreswechsels steht damit wieder bevor. Wie doch die Zeit vergeht, ich erinnere mich noch gut daran, wie es sich anfühlte, als das Jahr 2.000 noch das Symbol einer fernen Zukunft war.

Und jedes Jahr ist das auch wieder eine Phase des Nachdenkens und der guten Vorsätze.

Gerade im Bereich der Geldanlage, gibt es oft guten Grund für gute Vorsätze, denn war dieses Jahr 2016 für Sie wirklich so erfolgreich, wie Sie sich das gewünscht haben? Und woran hat das gelegen?

Ich habe schon 2015 zu dem Thema ein paar Gedanken aufgeschrieben, die ich dieses Jahr nur wiederholen könnte. Ich empfehle Ihnen, diesen Artikel zu lesen: -> Die guten Vorsätze und nächstes Jahr wird alles anders <-

Und ich habe vor einem Jahr schon eine ähnliche Sonderaktion durchgeführt, die von einigen, noch zögernden Lesern damals genutzt wurde, von denen am Ende dann nach zweimonatigem "Schnuppern", fast 90% dauerhafte Mitglieder geworden sind.

Wenn Sie also schon immer mal ohne grosses Risiko in den Premium Bereich schauen wollten, hier ist Ihre Gelegenheit!

Weiterlesen ...

Abstimmung 2017er Mean Reversion Depot



So liebe Mitglieder, nun schreiten wir zu Abstimmung über die 10 Aktien, die Teil des "2017er Mean Reversion Depots" sein sollen.

Worum es in diesem Projekt geht, hatte ich hier erklärt: -> Community Projekt Mean Reversion <-

Bevor wir loslegen, möchte ich einen wichtigen Hinweis machen und bitte diesen ernst zu nehmen.

Mit diesem Projekt, versuchen wir ein Depot von in 2016 verprügelten, aber trotzdem soliden Aktien zu erstellen, das dann als "Community-Depot" in 2017 ebenso den Markt schlagen soll, wie es mein selber ausgewähltes 2016er Mean Reversion Depot dieses Jahr wohl machen wird.

Bei der Abstimmung über die einzelnen Aktien, geht es daher ausdrücklich nicht darum, dass hier um jeden Preis möglichst viele Mitglieder teilnehmen.

Im Gegenteil, wenn Sie nicht die Zeit und die Lust haben, sich wenigstens oberflächlich mit den Kandidaten zu beschäftigen, sollten Sie besser nicht abstimmen.

Machen Sie sich bitte klar, dass Sie hier auch eine Verantwortung haben, denn es wird sicher den einen oder anderen geben, der dieses Depot mit echtem Geld nachbilden wird - so wie das sicher auch bei meinem 2016er Depot passiert ist.

Ich freue mich über jeden, der an der Abstimmung teilnimmt und damit signalisiert, dass er/sie tatsächlich inhaltlich an solchen Projekten interessiert ist. Natürlich wäre es ein klares negatives Signal, wenn sich nach diesen Worten nun kaum jemand beteiligen würde, was ich dann als Ausdruck völligen Desinteresses an derart aktiver Interaktion werten würde.

Insofern wünsche ich mir schon eine hohe Teilnehmerzahl, aber eben nicht um jeden Preis. Einfach nur fröhliche Klicks, ohne jedes Nachdenken, können wir nämlich nicht gebrauchen - bitte machen Sie sich das klar und halten sich dann zurück.

Vielen Dank!

Was muss man tun, um sinnvoll abzustimmen?

Nein, keine Stunden des Grübelns sind zu verbringen. Aber zumindest sollte man sich zu jedem Kandidaten einmal das durchlesen, was die Mitglieder -> hier im Forenthread <- dazu geschrieben haben. Das ist eine Sache von einer Minute pro Aktie. Und dann sollte man sich einmal das Chart jeder Aktie zu Gemüte führen, um einen Eindruck zu gewinnen. In Summe reden wir also über 5 Minuten pro Aktie.

Das ist das Minimum, das ich erwarte. Wer selbst das nicht leisten kann, sollte bitte Abstand wahren. Mehr und tiefgehendere Beschäftigung damit ist schön und lobenswert, wird aber nicht zwingend erwartet.

Diesen Aufwand müssen Sie auch nicht zwingend zu jedem Sektor aufbringen, obwohl es schön wäre. Wenn Sie aber zum Beispiel nur zu drei Sektoren eine Meinung haben, dann stimmen Sie bitte auch nur da ab.

Wie ist die Abstimmung strukturiert?

Am Ende sollen 10 Aktien Teil des 2017er Mean Reversion Depots sein. Um das zu erreichen, habe ich die vorhandenen Kandidaten in 8 mehr oder weniger gleich grosse Körbe aufgeteilt.

Aus diesen Körben, wählen Sie jeweils den "aussichtsreichsten" Kandidaten für das 2017er Mean Reversion Depot.

Gleichzeitig wird es eine 9. Umfrage geben, in der Sie mir die zwei Körbe nennen, die Sie in 2017 im Depot überbetonen wollen, weil diese besonders aussichtsreich im Sinne "Mean Reversion" sind.

Aus den beiden Körben mit der höchsten Stimmenzahl, werden dann im Sinne der vorherigen Umfragen, auch die zweitplatzierten Aktien ins Depot aufgenommen, so dass dort am Ende 10 enthalten sind.

Was zeichnet gute Aktien für eine 2017er Mean Reversion aus?

Die ideale Aktie ist erstens hoch solide, so dass es keinen Zweifel daran gibt, dass diese Aktie auch wieder zurück kommen wird.

Zweitens wurde die Aktie in 2016 aus klar beschreib- und definierbaren Gründen, besonders abverkauft.

Und das drittens aus Gründen, die aber offensichtlich temporär und nicht struktureller Natur sind.

Die ideale Aktie vereint also Stabilität mit einer offensichtlich temporären, markanten Delle.

Wie lange ist die Abstimmung offen?

Um Ihnen wirklich Zeit und Musse zu geben, über die Aktien zu reflektieren, ist die Abstimmung bis zum späten Abend des 26.12.2016 offen. Sie müssen also nichts zwingend in der Hektik der Vorweihnachtszeit machen und können sich auch an den Feiertagen damit beschäftigen.

Wer kümmert sich um die Pflege und Begleitung der Entwicklung des Depots in 2017?

Wenn sich am Ende niemand findet, muss und werde ich das natürlich machen. So wie das beim "Champions" Projekt aber dankenswerterweise unser "Tango" gemacht hat, bin ich auch hier dankbar, wenn sich jemand aus den Reihen der Mitglieder findet, der uns einmal im Monat mit einem Update zur Performance des Depots versorgt. Meldungen bitte hier im Forenthread.

Abstimmung 2017er Mean Reversion Depot

Nun also zur Abstimmung. Die Nummern hinter den Aktien, beziehen sich auf den erklärenden Post im -> Forenthread <-.

Ich wünsche gute Entscheidungen!

Retail/Handel - Welche Aktie soll Teil des 2017er Mean Reversion Depots sein? Sie haben 1 Stimme.

  • Hugo Boss - 48 (39%, 30 Votes)
  • Coty - 51 (19%, 15 Votes)
  • Trip Advisor - 78 (17%, 13 Votes)
  • Swatch Group - 41 (16%, 12 Votes)
  • Skechers - 15 (9%, 7 Votes)

Total Voters: 77

Loading ... Loading ...

Healthcare/Medical - Welche Aktie soll Teil des 2017er Mean Reversion Depots sein? Sie haben 1 Stimme.

  • Novartis - 14 (34%, 30 Votes)
  • Novo Nordisk - 4 (29%, 25 Votes)
  • Gilead Sciences - 56 (22%, 19 Votes)
  • Medtronic - 7 (7%, 6 Votes)
  • Regeneron - 70 (5%, 4 Votes)
  • Getinge AB - 72 (2%, 2 Votes)
  • Patterson - 38 (1%, 1 Votes)

Total Voters: 87

Loading ... Loading ...

Commodities - Welche Aktie soll Teil des 2017er Mean Reversion Depots sein? Sie haben 1 Stimme.

  • Mosaic - 45 (37%, 30 Votes)
  • CF Industries - 8 (26%, 21 Votes)
  • Cameco - 32 (25%, 20 Votes)
  • Weatherford - 31 (7%, 6 Votes)
  • Shell Midstream Partners - 69 (5%, 4 Votes)

Total Voters: 81

Loading ... Loading ...

Immobilien, Essen & Trinken - Welche Aktie soll Teil des 2017er Mean Reversion Depots sein? Sie haben 1 Stimme.

  • Anheuser Busch 46+77 (39%, 29 Votes)
  • Hormel Foods - 80 (20%, 15 Votes)
  • Patrizia Immobilien - 68 (15%, 11 Votes)
  • Chipotle Mexican Grill - 62 (15%, 11 Votes)
  • Whitbread - 55 (9%, 7 Votes)
  • Green King - 71 (3%, 2 Votes)

Total Voters: 75

Loading ... Loading ...

Technologie - Welche Aktie soll Teil des 2017er Mean Reversion Depots sein? Sie haben 1 Stimme.

  • First Solar - 2 (44%, 34 Votes)
  • Fireeye - 11 (14%, 11 Votes)
  • Nokia - 17 (13%, 10 Votes)
  • Lenovo - 76 (13%, 10 Votes)
  • Gemalto - 54 (6%, 5 Votes)
  • FitBit - 20 (5%, 4 Votes)
  • Fingerprint AB - 9 (4%, 3 Votes)

Total Voters: 77

Loading ... Loading ...

Industrie - Welche Aktie soll Teil des 2017er Mean Reversion Depots sein? Sie haben 1 Stimme.

  • Bayer - 13 (43%, 35 Votes)
  • Leoni - 15 (22%, 18 Votes)
  • Krones - 61 (16%, 13 Votes)
  • Bilfinger - 43 (11%, 9 Votes)
  • Volkswagen - 30 (7%, 6 Votes)

Total Voters: 81

Loading ... Loading ...

Finanzen - Welche Aktie soll Teil des 2017er Mean Reversion Depots sein? Sie haben 1 Stimme.

  • Deutsche Bank - 3 (44%, 34 Votes)
  • Vienna Insurance - 44 (19%, 15 Votes)
  • IG Group - 50 (15%, 12 Votes)
  • Capita - 49 (12%, 9 Votes)
  • Oaktree Capital -73 (10%, 8 Votes)

Total Voters: 78

Loading ... Loading ...

Telekom & Infrastruktur - Welche Aktie soll Teil des 2017er Mean Reversion Depots sein? Sie haben 1 Stimme.

  • United Internet - 67 (38%, 29 Votes)
  • Chicago Bridge & Iron - 23 (17%, 13 Votes)
  • Telefonica - 36 (16%, 12 Votes)
  • E.ON - 6 (13%, 10 Votes)
  • Iberdrola - 25 (9%, 7 Votes)
  • Telekom Italia - 66 (7%, 5 Votes)

Total Voters: 76

Loading ... Loading ...

Welche beiden Sektoren/Körbe, sollen im 2017er Mean Reversion Depot übergewichtet sein? Sie haben 2 Stimmen.

  • Healthcare & Medical (40%, 65 Votes)
  • Finanzen (20%, 32 Votes)
  • Technologie (13%, 21 Votes)
  • Telekom & Infrastruktur (10%, 17 Votes)
  • Industrie (6%, 10 Votes)
  • Commodities (6%, 9 Votes)
  • Immobilien & Essen&Trinken (3%, 5 Votes)
  • Retail & Handel (2%, 4 Votes)

Total Voters: 86

Loading ... Loading ...

Ihr Hari

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Klar unklare Sache bei der FED

Nach einer sehr spannenden EZB Sitzung letzte Woche, die ein von -> internen Kompromissen <- geprägtes Ergebnis gebracht hat, das dann von Draghi in der Pressekonferenz mit einem marktfreundlichen, taubenhaften Spin versehen wurde, steht diese Woche Mittwoch Abend die wichtigste der Notenbanken mit einem Entscheid an. Die FED.

Hier ist die Ausgangslage völlig anders als bei der EZB letzte Woche.

Ja, die FED wird die Leitzinsen um einen Viertel-Punkt auf 0,75% erhöhen, davon ist fest auszugehen. Die FED selber, lässt daran keinen Zweifel aufkommen und der Markt, geht nach den letzten Zahlen mit 97% Wahrscheinlichkeit davon aus.

Das wird so kommen, alles andere wäre eine immense Überraschung, mit der die FED ihre eigene Glaubwürdigkeit zerstören würde. Und wenn es kommt, wir das nur einen Gähner am Markt hervor rufen, denn das ist vollständig in den Kursen.

Richtig schwierig, dürfte dagegen für die FED aber der Ausblick auf 2017 sein und die Frage, wie stark und steil es mit der Zinswende weiter geht. Und das sind die Worte, denen der Markt mit besonderer Aufmerksamkeit lauschen wird und die sich ganz hart auf Dollar und Gold auswirken werden.

Schwierig ist es nicht nur, weil Zukunft immer schwierig ist - da kann man noch so grosse volkswirtschaftliche Abteilungen haben, wenn Volkswirte die wirtschaftliche Zukunft vorher sagen könnten, wären sie an der Börse alle Multimilliardäre. 😉

Schwierig ist es vor allem wegen Trump. Denn keiner kann heute seriös sagen, ob Trump die Inflation wirklich ans Laufen bringt oder nicht und seine Konjunktur-Programme wirklich so gross werden, wie der Markt das nun schon antizipiert.

Und nicht nur wegen Ihres Mandats, sondern auch weil die Inflation ja viele Seiteneffekte hat, hängt davon in hohem Masse die weitere Zinspolitik der FED ab. Ob die Inflationsrate Ende 2017 in den US bei 3% oder 1% liegt, ist eben ein ganz zentraler Unterschied, den die FED nicht ignorieren kann und Trump hat dafür einige Stellschrauben in der Hand.

Und weil das so ist, kann die FED sich am Mittwoch nicht seriös für 2017 festlegen und muss sich hohe Flexibilität bewahren.

Diese völlig offene Lage, trifft mit Janet Yellen auf eine FED-Chefin, die sowieso einen ganz starken Hang zum "Play it Safe" besitzt. Adrenalin-Sport und der Spass am Risiko, ist ihr genetisch wohl nicht in die Wiege gelegt, was für eine FED-Chefin ja auch nicht die schlechteste Charaktereigenschaft ist.

Also bleibt nur eine logische Schlussfolgerung, die FED wird sich am Mittwoch alles offen halten und wird deswegen ihr Statement zu 2017, so indifferent wie möglich formulieren.

Wir bekommen also wohl eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte auf 0,75% und dann viele "wenn" und "dann" und "datenabhängig", also wenig zum Kauen. Das ist meine Erwartung.

Bleibt nur die Frage, wie der Markt auf diese Zins-Erhöhung und ansonsten wenig inhaltlichen Honig reagieren wird?

Wohl mit einer ganz leichten "Sell the News" Reaktion und dann weiter im Text zur Jahresendrally. Alleine beim Dollar, bin ich nicht sicher, ob das diesen dann nicht doch etwas drückt, denn nach meinem Eindruck wird ein schärferer Zinspfad in 2017 nun schon teilweise eingepreist.

Fazit:

Weiterlesen ...