Hari Live Stream 05.06.19



15:15 MEZ - ZH2

Der gestrige Bounce war erwartet, trotzdem ist es immer wieder faszinierend, wie er die Wahrnehmung der Marktteilnehmer dreht, so als ob so ein Snapper nun eine riesige Überraschung sei.

Der heutige Tag wird also vom allgemeinen Markt-Gegrübel bestimmt sein, ob dieser Bounce zu verkaufen ist - wahrscheinlich die Erwartung der Mehrheit - oder doch wieder zu einem "V" wird.

Wie ich dazu stehe, habe ich hoffentlich eindrücklich heute früh in -> Die einzig richtige Gedankenstruktur <- dargelegt.

Wenn ich raten müsste, würde ich in Anbetracht der Erfahrungen der letzten Jahre und der wochenlange Abwärtsbewegung die hinter uns liegt, nicht davon ausgehen, dass dieser Bounce schnell wieder nach unten dreht. Zumindest 2-3 Tage der Aufwärtsbewegung sollte dieser Bounce an Kraft schon haben, gemessen an der vorherigen Überdehnung nach unten.

Damit stellt sich die Frage, wo denn Zonen sind, die man beim SPY als markant im Visier haben könnte und da fallen mir gleich drei ein:

Erstens, die Abwärtstrendlinie

Zweitens, die Hochs von vor und nach dem Memorial Day vor einer guten Woche

Drittens, die 50-Tage-Linie

Bis dahin muss man jederzeit befürchten, dass die Aufwärtsbewegung nach 2-3 Tagen wieder zusammenfällt. Erst darüber, in Bereich ab ca. 2.870, wird das Glas in meinen Augen halbvoll und man kann eher von einem Lauf zu den Hochs ausgehen.

Sie sehen auch daran, dass das Herumraten derzeit keinen Wert hat. Das Fragezeichen dieses Bounce wird nun wohl tagelang über uns hängen und wenn es so richtig geklärt ist, wird schon 50% der Aufwärtsbewegung vorbei sein oder die Kurse sich wieder nahe der Tiefststände befinden.

Treffen Sie also jetzt eine rationale Entscheidung, wie Sie mit dieser Ausgangslage umgehen wollen und lassen sich nicht durch Meinungen anderer dann plötzlich zu etwas treiben.

Im großen Bild, bleibt meine Einschätzung gleich, Sie wissen schon kurz-, mittel- und langfristig. Der avisierte kurzfristige Bounce ist nun da, mittelfristig macht es bis auf Weiteres weiter Sinn, von einem schwierigen, aber nicht katastrophalen Sommer auszugehen und zum Jahresende hin, bin ich weiter optimistisch.

15:30 MEZ

Die ADP Arbeitsmarktdaten waren überraschend schwach, der Markt hat trotzdem kaum gezuckt. Das macht auch Sinn, weil ja die FED mit Zinssenkungen wieder im Vorderhirn des Marktes ist und da gilt nun wieder die inverse Logik, nach der moderat schwache Daten wieder gut sind, weil sie eine Zinssenkung absichern.

Gleich um 16 Uhr kommen noch die wichtigen ISM Einkaufsmanagerindizes für Dienstleistungen - ein ähnlicher Mechanismus da, würde mich nicht überraschen. Parallel sprechen gerade 2 FED Mitglieder.

Und dann laufen heute auch noch Verhandlungen zu Mexiko und je nachdem was da für eine Nachricht kommt, dürfte der Markt deutlich ausschlagen.

In Summe also die Voraussetzungen für einen volatilen Tag, "watch out!" kann ich da nur sagen!

15:40 MEZ

Zum weiteren Ablauf im Blog vielleicht noch:

Sie wissen, dass die kommenden beiden Wochen hier Ferienmodus wegen der bayrischen Pfingstferien sind. Was das bedeutet wissen Sie.

Der morgige Donnerstag läuft ganz normal, ich habe am Vormittag einen hoffentlich netten, privaten Artikel für Sie - es muss ja nicht immer um Börse gehen. Am Nachmittag kommt dann der Stream normal.

Am Freitag vor den Ferien gibt es keinen Stream mehr, dafür aber um Mittag herum, ein ausführliches Lagebild verbunden mit einem lockeren Ausblick auf die kommenden beiden Wochen. Dann geht es in die Ferien. 😀

15:58 MEZ - ZH3

Unsere Hexcel (HXL) mit einer sehr erfreulichen Struktur:

16:02 MEZ

Der ISM kommt gut herein, über den Erwartungen, aber nicht extrem. Das signalisiert keine Rezessionsgefahr, ist aber nicht gut genug um die taubenhafte FED zu bremsen.

Trotzdem, wenn das mit der inversen Logik oben richtig ist, wäre dem Markt ein leicht schlechterer Wert lieber gewesen, die Reaktion deutet auch in diese Richtung:

16:15 MEZ

-> ADP schlecht, ISM gut <-, woran man sieht, dass diese ökonomischen Daten nur begrenzten Wert haben, zumal sie immer die Vergangenheit betrachten.

Passend dazu auch -> hier <- , eher "Noise" also.

16:30 MEZ

Ich habe erst jetzt die -> Weekly Market Summary <- von Urban Carmel von Sonntag gesehen.

Die Einleitung ist aber eine so perfekte Zusammenfassung der Lage und passt so perfekt zu dem von mir heute Geschriebenen, dass ich Ihnen diese nicht vorenthalten will:

Summary: US equities rose four months in a row and ended the month of April at new all-time highs (ATH). They then fell 4 weeks in a row during May, losing more than 6%.

So far, this is not that unusual. Almost every year has a drawdown greater than 5%, and most have at least 3 of these. What was unusual was the calm and steady rise from January through April, not the fall in May.

For the remainder of 2019, the evidence leans bullish. That's not a guarantee or a sure thing. But sentiment and breadth are close to a washout (they could be more so) and the usual set up is a seasonal low in June leading to a rally into July.

Could this time be different? Yes. For one, the US is engaged in a seemingly unending escalating trade war with two major trading partners. No one knows how this will end and that uncertainty could well cause equities to plunge much further. All the market technicals, sentiment and fundamental data available cannot predict what happens next.

Das ist die Lage und damit müssen wir leben. Wir müssen die Unsicherheit akzeptieren und uns nicht vorgaukeln, wir könnten diese durch Betrachten einzelner Parameter ausschalten. Auch andere können diese Unsicherheit nicht auflösen und wir hier mit markigen Weissagungen Sicherheit vorgaukelt, ist genau das: Ein Gaukler.

Nichts im Markt weiss heute, was Trump und Xi morgen machen werden. Und der Handelskonflikt ist ein ziemlich fetter Elefant im Raum, den man nicht einfach ignorieren kann.

Passend dazu: -> Warum wir die Unsicherheit lieben lernen müssen <-

17:00 MEZ - ZH1

Jetzt ist das Gap geschlossen, das ist nicht überraschend, denn die Skepsis ob der Bounce hält, musste sich abarbeiten.

Jetzt kann der Tag beginnen und wir werden nun eher sehen, wie viel Überzeugung in diesem Markt steckt.

17:20 MEZ - ZH3 - ZH5

Übrigens, ich will mal eine hier wohlbekannte Aktie in Erinnerung rufen, die weder von dem Handelskonflikt, noch von der Schwäche des Mai irgendwie betroffen war. Und die schiebt und schiebt.

Sie ahnen es, die Umweltaktie Ecolab (ECL) - wahre Stärke in einem Chart.

17:35 MEZ - ZH3

Disney (DIS) riecht mir hier eher nach Fortsetzung nach oben. Und wenn nicht, gibt es nach unten nun ein sauberes Stopniveau:

17:40 MEZ

Ich habe es schon oft gesagt, -> diese Auktion ist grundfalsch und schadet dem Land <-

Wenn man schon keine Infrastrukturgesellschaft hinbekommt, die diesen Zugang immer wieder neu an die Besten vermietet, dann sollte man die Lizenzen an die drei Unternehmen "kostenlos" vergeben, die dafür in Form von Netzabdeckung, Zeitpunkt und Geschwindigkeit das beste Angebot machen.

Der Wettbewerb darf also nicht um das höchste Gebot für das Steuersäckel gehen, wo es dann in anderen Töpfen verschwindet, sondern um das beste Angebot und die beste Abdeckung.

Auf diese Art und Weise könnte man die traurige Qualität des deutschen Netzes verbessern. Mit dieser Auktion schwächt man die Konzerne und fördert die Rosinenpickerei, die die Löcher im Netz offen lässt.

17:55 MEZ - ZH3 - ZH5

Bei Öl geht es heute markant nach unten, nachdem die -> US Lagerbestände des Umschlageplatzes Cushing <- einen massiven Anstieg zeigen.

Zu einem Zeitpunkt, zu dem der Markt sowieso Angst vor fallendem Bedarf durch den Handelskonflikt hat, kommt das natürlich nicht gut:

Ich habe schon lange aufgehört, in den Ölpreis viel hinein zu interpretieren, zu stark ist der geopolitische Einfluss und zu politisch sind die Fördermengen der Saudis.

Morgen kommt dann vielleicht neue Kriegsgefahr um den Iran und hoch geht wieder der Preis. Insofern habe ich da nur ein Schulterzucken dafür übrig und hoffe, dass die Welt es schafft, so schnell wie möglich vom Öl wegzukommen - wofür man aber die Kernkraft pushen müsste.

Apropos Kernkraft, Cameco (CCJ) eiert weiter ziellos durch die Gegend. Die Aktie ist unser Interesse so nicht wert:

18:05 MEZ - ZH1

Es sieht so aus, als ob sich nach dem Gapfill doch eher die Bullen durchsetzen. Das ist wichtig, weil es zeigt dass kein Abgabedruck mehr da ist.

Aber Vorsicht heute, vor allem wartet der Markt heute auf Nachrichten zum Thema Mexiko und wenn da was in den Markt kommt, gut oder schlecht, wird das mit hoher Wahrscheinlichkeit eine starke Bewegung auslösen - so oder so.

Ich schließe damit für heute und wünsche einen sonnigen Abend. Geniessen wir die Abende draussen, denn in gut 2 Wochen ist schon Sommersonnenwende und die Weihnachtsmänner sind schon in Produktion - die Zeit rast!

Ihr Hari

*** END OF STREAM ***

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Hari Live Stream 01.02.19



15:35 MEZ

Ich habe heute Ärger mit der Schule meines Sohnes, das hat mich etwas aus der Spur gebracht. Es ist eine Frechheit, was sich einige Lehrer da leisten. Wenn auch ich in einer wichtigen Mathe-Probe (Geometrie) dreimal zum gleichen Ergebnis komme wie mein Sohn und nicht verstehe was falsch sein soll, dann kann schon mal was nicht stimmen.

Dann schaue ich ganz genau hin und bemerke, dass der angebotene Maßstab minimal um wenige Prozent von einem Zentimenter (also dem Lineal) abweicht, aber wie ein Zentimeter aussieht. Eine ganz fiese Falle, in die auch Gauß persönlich hätte fallen können, weil man ja nicht immer alles überprüft und sich auf ein paar Dinge verlässt.

Es hat keinen pädagogischen Sinn, Kinder mit bösen Fallen aufs Glatteis zu führen, denen gerade die Grundlagen der Geometrie beigebracht werden. Das erzeugt nur Frust und Ablehnung der Schule. Jetzt habe ich erst einmal interveniert, was bei den jungen, unsicheren Lehrern die da teilweise in den Klassen stehen, auch sein eigenes Problem in sich trägt.

Nun gut, kommen wir zum Markt, der hat bisher nichts Bedeutendes gemacht:

Bei Amazon haben wir gestern übrigens noch ein böses Reveral erlebt von 3% Plus auf 3% Minus, weil der Markt plötzlich den etwas schwächeren Ausblick auf den Radar genommen hat. Wir lernen daraus wieder, dass nach- und vorbörsliche Indikationen mit Vorsicht zu geniessen sind.

Trotzdem sind die Zahlen objektiv gut, noch vor einer Woche hätte das zur Rally geführt, aber jetzt ist der Markt halt weit gelaufen und sowieso langsam müde und dann passiert das eben so.

15:50 MEZ

Die US Arbeitsmarktdaten waren -> wieder ausgezeichnet <-.

Es bestätigt erneut, dass eine Rezession aktuell nicht ernsthaft zur Debatte steht.

Der Markt kann trotzdem nichts mehr daraus machen, zumal bei Arbeitsmarktdaten zu gut auch nicht gut ist - Stichwort Zinspolitik. Aber auch das ist heute kein Argument, weil die FED sich gerade erst völlig entwaffnet hat.

Insofern bleibt für die verhaltene Marktreaktion nur die Müdigkeit des Marktes, also Vorsicht jetzt, der Markt ist korrekturreif.

16:02 MEZ

Exxon (XOM) und Chevron (CVX) liefern beide gute Zahlen, an meiner grundlegenden Sicht auf Big Oil ändert das nichts - von Dividenden abgesehen, ist hier langfristig nicht viel zu holen:

16:18 MEZ

Der Pharma-Riese Merck (MRK) liefert -> gute Zahlen <-, hat eine saubere Chartstruktur und das ist dann langfrstig schon eher als Big Oil ein Kandidat, den ich als Investment ernst nehme - 3% Dividende hat Merck auch.

16:58 MEZ

Letzte Woche habe ich Ihnen ja Roper Technologies (ROP) für das -> Wachstumsdepot <- nahegebracht.

Heute liefert ROP -> in jeder Hinsicht gute Zahlen <-

Im Chart sieht man, dass die Aktie den oberen Rand der Konsolidierungsbewegung wieder erreicht hat. Ein Abpraller sieht hier naheliegender aus, als ein sofortiger Durchmarsch.

17:40 MEZ

Hmm, ein durchmischter Tag, zu dem mir auch nicht viel einfällt. Ich schließe damit heute diesen eher kurzen Stream.

Der Markt ist stark, eine harsche, grundlegende Wende auf dem Fuße ist unwahrscheinlich - Stärke gebiert Stärke.

Aber der Markt ist jetzt auch müde, er ist zu weit gelaufen, er braucht eine Pause. Und so sieht das für mich auch aus. Eine Seitwärtsbewegung zwischen 200-Tage-Linie und 2.600er Unterstützung wäre nur logisch.

Die kommende Woche dürfte daher eher eine Woche der Konsolidierung werden, außer Trump liefert beim Thema Handel eine Einigung, das wäre ein weiterer, grundlegender Katalysator.

Schon jetzt beginnt der Markt aber eine Einigung einzupreisen, denn die feinen Signale deuten stark auf Einigungsdruck hin. Auch das ist Teil der Stärke des Marktes.

Ich glaube nicht, dass heute noch viel passiert und schließe mit dem Blick auf den SPX vor dem Wochenende:

Wir lesen uns am Montag hier wieder, ich wünsche ein erholsames Wochenende!

Ihr Hari

*** END OF STREAM ***

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Arbeitsmarkttag



Guten Morgen!

Das zentrale Ereignis des heutigen Börsentages werden die US Arbeitsmarktdaten um 14:30 Uhr sein und dabei besonders die Stundenlöhne.

Die Logik dahinter habe ich gestern erklärt, steigende Löhne bedeuten steigende Inflation und das bedeutet eine noch restriktiver agierende FED und steigende Renditen am Anleihenmarkt.

Das dürfte auch der wesentliche Katalysator gewesen sein, der den gestrigen Tag zu einem abwärts gerichteten Trendtag gemacht hat, etwas was wir schon lange so nicht mehr gesehen haben.

Gegen Ende kam dann der unvermeidliche Rettungsversuch, wie der zu werten ist, werden wir erst nach den Arbeitsmarktdaten wissen:

Dass Ängste um steigende Zinsen hier Katalysator sind, ist leicht an den Anleihen am langen Ende der Zinskurve zu sehen. Schauen Sie auf diesen bedeutsamen Einbruch im ETF TLT, dass die Bären hier frohlocken, ist wohl nicht verwunderlich:

Wir brauchen aber gar nicht den handelbaren TLT benutzen, wir können uns die Yields (Renditen) der US Anleihen auch direkt anschauen und hier haben wir die 30-jährigen Renditen, die auch diesen eindrucksvollen und potentiell bedeutenden Ausbruch zeigen:

Richtig spannend wird dabei der ganz langfristige Blick auf die Renditen am langen Ende, die seit 1987 nur gefallen sind und nun vielleicht eine Wende generieren:

Nur bei den langlaufenden deutschen Staatsanleihen kann man von einer echten Trendwende noch nicht viel sehen, der Grund ist natürlich die EZB, die sich bisher gegen eine Zinswende stemmt, statt diese zu gestalten:

Und auch für die Emerging Markets sind steigende Zinsen natürlich auch Gift. Im ETF EEM ist leicht sichtbar, dass die Chance auf eine Wende zunächst wieder zunichte gemacht wurde:

Natürlich haben die Bären jetzt Blut geleckt und sehnen weitere Schwäche herbei und es dürfte nach wie vor viele Anleger geben, die sich auch mehr Schwäche erhoffen, damit sie wieder einsteigen können.

Auch im institutionellen Bereich dürften viele Fondsmanager existieren, die bisher eine Unterperformance zum Markt haben und nun dringend im 4. Quartal eine Chance brauchen, das wieder aufzuholen.

Genau weil das so ist, warne ich davor hier zu schnell bärisch zu werden. Sie wissen ich habe diese Schwäche am Dienstag früh auf den Tag perfekt erahnt, ich will aber auch deutlich sagen, dass ich noch nicht im Camp derer bin, die den Markt jetzt herunter rauschen sehen.

Gerade weil so viele Einstiegskurse erhoffen, wird es schwer diese zu erreichen. Und steigende Renditen im Bereich 3-4% bei den Zehnjährigen, sind historisch kein sicherer Katalysator für fallende Aktienkurse.

Die Wirtschaftsdaten sind in den US nach wie vor sehr gut und wenn heute Nachmittag die Arbeitsmarktdaten extrem gut ausfallen, kann man das als Indikator für steigende Zinsen werten, muss aber gleichzeitig anerkennen, dass sie auch Zeichen einer boomenden Wirtschaft sind.

Wenn wir beides akzeptieren, die steigenden Zinsen und die boomende Wirtschaft, wäre unsere Aufgabe als Anleger nun nicht in den Chor der hoffnungsfrohen Bären einzutreten, sondern nach den Sektoren zu suchen, die von steigenden Renditen unabhängig sind oder von diesen sogar profitieren.

Da fällt mir doch sofort der Finanzsektor ein und da ich Banken dabei nicht mag, kommen die Versicherungen auf den Radar, die starke Profiteure steigender Renditen wären.

Wenn wir dann noch nach Europa schauen, kombinieren wir mehrere Faktoren: Einen Sektor der von steigenden Renditen profitiert und die relative Unterperformance der europäischen Märkte, die sich irgendwann im Sinne Mean Reversion wieder ausgleichen wird.

Gerade die Schweizer Versicherungsaktien sind deshalb doch vielleicht wieder einen Blick wert, Sie sehen hier an der Swiss Re, dass diese von den steigenden Zinsen profitiert zu haben scheint:

Sie sehen, irgendwo ist immer ein Bullenmarkt, man muss ihn nur finden. 😉

Fazit:

Erstens, die Zinswende scheint ins Rollen zu kommen.

Zweitens, pauschal schlecht für Aktien muss diese nicht sein, die Konjunktur entscheidet!

Drittens, ein positiver Jahresabschluss auf oder über S&P500 3.000 ist immer noch wahrscheinlicher als alles andere.

Viertens, so ein Bulle stirbt nicht so schnell. Nach dem gestrigen Abverkauf wäre ich über eine positive Reaktion heute nicht überrascht.

Fünftens, nur wenn die Arbeitsmarktdaten extrem gut sind und die Löhne stark gestiegen sind, dürfte heute ein weiterer, sofortiger Abverkauf bevorstehen.

Ich wünsche einen erfolgreichen Tag!

Ihr Hari

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Kann man, muss man aber nicht



Guten Morgen!

Nach einem eher ereignislosen Zahlen-Abend gestern nachbörslich, kann man vermerken, dass die Quartalssaison ihren Höhepunkt hinter sich hat. In den US haben fast alle großen Bluechips berichtet, in Europa kommen nächste Woche noch einige, weswegen die nächste Woche in der Hinsicht noch interessant ist und ich auch den Sekunden-Zahlen-Review noch ein 4. und vorläufig letztes Mal erstelle, dann wird das Format bis zur nächsten Zahlensaison im Juli "eingemottet".

Heute kommen noch:

Acadia (ACAD), Air France KLM, Alibaba (BABA), BASF, Bayer, BMW, BNP Paribas, Celgene (CELG), Compugroup, DIC Asset, Erste Group Bank, Freenet, Fresenius, GEA, HSBC, Ionis Pharma (IONS), Jungheinrich, Lanxess, Legrand, Lonza, Rheinmetall, Rhön Klinikum, SocGen, SwissRe, Veolia Environment, Vestas Wind, Virtu Financial (VIRT)

Schauen wir mal auf die, die schon berichtet haben.

BASF -> steigert das Ergebnis und bestätigt die Prognose <-. Alles sehr solide, aber auch nichts was einen hinter dem Ofen hervor holt.

Der Markt reagiert daher auch leicht negativ, obwohl die Chartstruktur eher interessant aussieht:

Die Frage bleibt, warum man BASF im Depot haben sollte. Schöne Dividende? Ja, stimmt. Solides Unternehmen? Ja, stimmt? Aber reicht das, wo ist das Potential für ernsthafte Kursavancen?

BASF bleibt so ein "Kann man, muss man aber nicht" Ding, als Basisposition im Depot durchaus sinnvoll, aber nicht das, was ein Depot am Ende rausreisst, wie in der Vergangenheit eine Amazon.

Bei BMW gilt -> Gewinn hoch, Umsatz runter <-, ein gemischtes Bild also. Der Markt hat die Aktie zuletzt geliebt, BMW hatte eine Überperformance zum Sektor hingelegt und zum Beispiel gegenüber Daimler in den letzten Wochen relativ gesehen fast 10% gewonnen.

Auch das Chart sah/sieht interessant aus und habe ich Ihnen zuletzt auch im Video gezeigt. Der Markt reagiert aber wenig begeistert, denn Umsatzrückgang will man nie sehen. Gewinne können schnell mal mit Kosteneinsparungen gepusht werden, Umsatz braucht aber Kunden.

Im Chart deutet sich damit mit einem inversen Hammer ein erneuter Rückfall unter die Nackenlinie an und das ist definitiv *nicht* positiv zu sehen. Was zweimal scheitert, hat ein Problem und tiefere Kurse sind dann in der Regel in der Mache:

Wie starkt der Markt von Erwartungen geprägt ist, ist wunderschön an Rheinmetall zu sehen. -> Objektiv ist das Defense-Geschäft schwach <-, was aber primär an Verzögerungen liegt und woher die kommen, wissen wir ja, Stichwort Bundeswehr und Beschaffungsamt. 😉

Die Erwartung des Marktes wird aber vom CEO Pappberger gefüttert:

In der Rüstungssparte sorgten Engpässe bei Zulieferungen und Verschiebungen von Aufträgen auf Kundenwunsch für einen Umsatzrückgang, wie das MDAX-Unternehmen mitteilte. Die Jahresprognose bestätigte die Rheinmetall AG.

"Die Weichen für weiteres Wachstum sind gestellt", sagte Konzernchef Armin Papperger laut der Mitteilung. "Angesichts des umfassenden Nachholbedarfs bei der Beschaffung für die Streitkräfte sehen wir für uns im Defence-Bereich große Chancen - in Deutschland wie auch international."

Und es ist diese Erwartung die den Kurs in derartige Höhen geschoben hat und ihn heute trotz der objektiv enttäuschenden Zahlen erneut um 2% nach oben schiebt:

"It´s the expectation stupid" - der Ausblick zählt. Wer das an der Börse nicht verstehen will, hat da nichts verloren!

Ein -> sehr durchwachsenes Zahlenwerk <- liefert auch SwissRe.

Der Markt reagiert neutral, so überraschend ist das nicht. Und beim Chart muss man schon die ganz langfristigen Monatskerzen bemühen, um eine Struktur heraus zu arbeiten:

SwissRe ist auch so eine "kann man, muss man aber nicht" Aktie wie BASF. Solide, hohe Dividende, alles fein. Aber auch nicht mehr, einfach ein guter Anleihenersatz und so etwas braucht es ja auch im Depot.

Vom DAX gibt es heute keine Neuigkeiten, die Struktur sieht immer noch eher bullisch aus:

Und ob das schöne, aber rein technisch geprägte Reversal gestern im S&P500 hält ist offen, die Chancen sind aber gar nicht mal so schlecht:

So begeben wir uns damit in die US Arbeitsmarktdaten von heute 14:30 Uhr MEZ. Ich berichte dann im Rahmen des Wallstreet Streams davon.

Machen Sie es gut!

Ihr Hari

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Wochenausblick KW14



Frohe Ostern!

Wir haben das Ostereier-Suchen für unseren Sohnemann auf den morgigen Ostermontag verschoben, weil das Wetter heute zu schlecht ist und das Suchen im Haus nicht wirklich Spass macht.

Sie werden das Osterei des Marktes sich dann ja auch erst am morgigen Ostermontag suchen, denn die Wallstreet hat auf, während praktisch alle europäischen Börsen geschlossen sind. Eine schöne Ausgangslage, um in Europa dann am Dienstag mit einem großen Gap aufzuwachen - so oder so.

An Wirtschaftsdaten ist die kommende Woche gut bestückt, wir notieren gleich am Montag schon den Tankan-Index aus Japan, den Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes aus China und ebenso aus den US. Im Laufe der Woche dann am Dienstag den Zinsentscheid der australischen Notenbank und Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes aus Großbritannien und Deutschland, am Mittwoch die ADP-Arbeitsmarktdaten der US, diverse weitere Einkaufsmanagerindizes aus Europa und US und am Freitag die großen US Arbeitsmarktdaten. Dazwischen jede Menge Notenbanksprech, so von Powell (US), Coeuré (EZB) und Carney (UK).

Für "Unterhaltung" ist in der kommenden Woche also gesorgt, das zweite Quartal startet und die Quartalssaison wirft schon ihren Schatten voraus, die dann in der folgenden Woche beginnt. Am Ende dieser Woche werden wir einen guten Überblick über die weltweite Konjunkturlage haben und so diese Daten gut ausfallen, werden sie auch einige der Ängste des Marktes dämpfen, die das erste Quartal bestimmt haben.

Womit ich bei diesem Wochenausblick bin, den ich Ihnen heute nur in gekürzter Form und ohne das normale Themenraster nahebringe. Erstens weil ich im Ferienmodus nicht den gleichen Umfang und die gleiche Tiefe pflege wie sonst, sonst könnte ich gleich einfach weiter machen. 😉 Aber auch, weil ich Ihnen noch am Gründonnerstag zum Abschluß der Woche sehr ausführlich die Lage geschildert habe und es dazu heute keine relevante Änderung gibt.

Die nächste Woche steht sowieso nur unter dem Zeichen einer Frage, nämlich ob der Boden der Korrektur schon drin ist oder wir noch einmal die Tiefs sehen.

Und weil das so ist, will ich mich heute auch nur dieser Frage nähern und alles andere ausblenden.

Wenn Sie sich erinnern, habe ich Ihnen letzten Sonntag ein Szenario gezeigt, das ein Paniktief am Ende der Woche vorsah, welches dann den Tiefpunkt des Jahres 2018 markieren würde. Dieser Ablauf sah am Montag eine Rally vor, die dann ab Dienstag verkauft würde, zum neuen Paniktief führen würde und von da dann final dreht.

Das Witzige dabei ist, der prinzipielle Ablauf des "Auf und Nieder" hat letzte Woche genau so stattgefunden. Der Markt ist am Montag gestiegen, dann gefallen und wieder in die Nähe der 200-Tage-Linie gekommen und hat dann am Donnerstag wieder nach oben gedreht.

Aber, der Ablauf war eben wesentlich bullischer als im Szenario, am Montag ging es stärker hoch als im Szenario und die Schwäche im Laufe der Woche schaffte es nicht, zu neuen Tiefs durchzustossen. Im Saldo hatten wir also ein mit dem Szenario ähnliches Hin- und Her, der ganze Grundton des Marktes war aber positiver als befürchtet.

Und auch das ist eine Aussage. Wenn man das mit den diversen Daten der Markttechnik zusammenfügt, die eine hohe Übergewichtung von Puts und eine Menge Skepsis im Markt dokumentieren, darf man durchaus für die nahe Zukunft optimistisch sein.

Und so sieht das im Leitindex S&P500 nun mit Tageskerzen aus:

Wir sehen, wie der Index die ganze letzte Woche die 200-Tage-Linie und Trendlinie getestet hat und diese als Unterstützung gehalten hat.

Wir sehen aber auch eine massive Widerstandszone, die ungefähr bis zur Lila-Linie knapp unter 2.700 reicht. Solange der Index diese Zone nicht überwinden kann, bleibt das Risiko des Tests der Tiefs vom 09.02. und des Paniktiefs auch in der kommenden Woche im Raum. Sollte der Index aber über 2.700 steigen, wird das Risiko viel kleiner und man kann "The Bottom is in" rufen.

In Anbetracht der massiv überverkauften Lage, erscheint das Risiko, dass der Markt ganz nach unten durchfällt dagegen als klein. Der Markt wird also entweder von hier direkt weiter steigen oder er wird noch ein Paniktief generieren und danach steigen. Den Beginn eines Bärenmarktes sehe ich eher nicht.

So ist die Ausgangslage für diese Woche gar nicht unähnlich der letzten Wochen, nur etwas bullischer, weil der Markt letzte Woche doch recht stabil war.

Ich will Ihnen dieses Bild der Wahrscheinlichkeiten heute mal mit Zahlen nahebringen, die grob meine derzeitige Sicht beschreiben sollen:

Am Wahrscheinlichsten erscheint mir daher (1), dass wir die Tiefs schon gesehen haben. Insofern wird der morgige Ostermontag sehr wichtig. Sollte der Stärke bringen und den S&P500 über diese lila Linie heben, kann man danach mit 70% und mehr Wahrscheinlichkeit sagen: "The Bottom is in!"

Immer noch möglich ist ein weiteres Schwingen unter dem lila Widerstand, auch das mit 50% im Saldo. Allerdings darin am wahrscheinlichsten (2), dass die 200-Tage-Linie weiter hält und erst danach das Paniktief (3). Und die Wahrscheinlichkeit dass wir in einen richtigen Bärenmarkt durchfallen, sehe ich kurzfristig nicht mehr als sehr hoch an (4).

Erneut, das sind alles nur grobe Werte um meine ganz persönliche Präferenz zu verdeutlichen, es gibt keinen wirklichen, objektiven Maßstab und keine Herleitung für solche Wahrscheinlichkeitswerte. Diese dienen der Veranschaulichung und sonst nichts.

Nach einem Rebound kann das Risiko des großen Einbruchs dann irgendwann in Mai und Juni durchaus wiederkommen, aktuell erscheint es aufgrund der überverkauften, ängstlichen Lage aber nicht mehr so hoch.

So und was heisst das im großen Bild zum Jahresende hin?

Ich denke das mein schon seit Januar kolportiertes Bild der volatilen Seitwärtsbewegung in der ersten Jahreshälfte immer noch valide ist. Hier ist dieses Chart noch einmal, wobei die eingezeichneten Schwingungen kein konkretes Szenario sind, sondern nur die Volatilität symbolisieren sollen:

Dieses Bild wird auch von -> dieser schon bekannten Übersicht <- gestützt, die jede Woche einen Blick wert ist:

Wir sehen darin eine Einordnung der aktuellen Korrektur und sehen auch, dass sie tief und lang genug gewesen ist, um die Einzige des Jahres 2018 zu bleiben. Aber selbst im bärischen Fall gibt es vielleicht noch ein weiteres, ähnliches Event in 2018, mehr wäre äusserst ungewöhnlich.

Fazit:

Der Ostermontag wird wichtig, denn er könnte bei Stärke des S&P500 die Korrekturphase mit Wahrscheinlichkeit abschliessen. Aber selbst wenn die Korrektur noch weiter geht, müssen wir nur noch ein Paniktief fürchten, das dann auch eher zu kaufen wäre.

Natürlich ist auch der Katastrophenfall immer möglich, am Markt kann uns immer der Himmel auf den Kopf fallen. Aber in Würdigung der Gesamtlage macht es in meinen Augen nun wieder Sinn auch die Chancen zu sehen, die aus der Korrektur erwchsen können.

PS:

Eine Empfehlung für Investoren habe ich noch. Sie erinnern sich ja, dass ich Ihnen schon mehrfach Strategien mit gleitenden Durchschnitten vorgeschlagen habe, mit denen Sie mehr oder weniger dem Markt folgen, in den ganz schlimmen Bärenmärkten aber zuverlässig an die Seite gebracht werden.

Der Sinn dieser Strategie ist nicht besser als der Markt abzuschneiden sondern nur, die Marktperformance mit weniger emotionalem Druck mitnehmen zu können.

Der Artikel -> Investmentgrundlagen - Vom Dabeibleiben <- ist so ein Fall, der das Prinzip erklärt. Wenn Sie den nicht kennen, sollten Sie ihn nun kennenlernen.

Mit dem Wissen im Hinterkopf, sollte Sie nun einmal lesen, was ebenso auf Advisory Perspectives Jill Misslinski hier zu den Moving Averages geschrieben hat:

-> Moving Averages - March Month End Update <-

Ihnen noch schöne Feiertage und einen guten Start in die Woche!

Ihr Hari

Disclaimer:

Der Wochenausblick ist ein im Jahr 2018 wöchentlich wiederkehrendes Format, dessen Sinn, Inhalt und Logik -> hier <- erläutert wurde.

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Bigotte Haltung



Guten Morgen!

Die Nachricht des Tages ist natürlich die Entwicklung um Nordkorea. Scheinbar hat Trump hier nach Jahrzehnten Bewegung rein gebracht, es wird aber nicht dazu führen, dass die Trump hassenden Medien ihn von nun an differenziert betrachten, dazu müsste man ja auch mal den eigenen Balken vor dem Kopf erkennen. Denn wie weiland beim Nato-Doppelbeschluss ist es Druck im Sinne "Zuckerbrot und Peitsche" der Bewegung bringt, nicht Süssholz-Raspelei und Moralhuberei, aber das passt nicht in jedes Weltbild.

Diese Annäherung birgt natürlich auch Risiken in sich, wenn das nun in Aussicht gestellte Treffen scheitert, kann das Thema ganz schnell ins Gegenteil kippen und Krieg auslösen. Aber zumindest sind die Dinge nun in Bewegung geraten und das ist ein Positivum an sich.

Was die Bekanntgabe der Stahl- und Aluminium-Zölle angeht, gibt es wenig Neues und Überraschendes, das Meeting gestern war eher eine Schauveranstaltung für Trump selber. Was man aber wieder sehen konnte ist Trumps Wut auf Alliierte wie Deutschland, die ihre Verpflichtungen im Rahmen der Nato nicht einhalten, da wird noch einiges nachkommen was uns wehtun wird.

Und ja, da kann ich ihn verstehen. Dass die Grundlage unseres Wohlstands auch mit der Sicherheit zu tun hat, die der Atomschirm Amerikas verschafft, ist in den letzten Jahrzehnten fatalerweise totgeschwiegen worden und dürfte daher auch in der Bevölkerung nicht mehr bewusst sein. Stattdessen dürften allerlei Träume von einem Schweiz-Status herum schwirren, die aber völlig unrealistisch sind, weil Deutschland eben nicht die kleine Schweiz ist, sondern mit Deutschland das Zentrum Europas definiert wird und sich entsprechende Begehrlichkeiten darauf richten.

Ich mache mir ehrlich gesagt in dem Bereich einige Sorgen, denn ich sehe nicht wie man mit der aktuellen Politikergeneration und dem Habitus der Mehrheit der Presse hier eine sinnvolle Verteidigungspolitik betreiben will. Denken wir nur an den Nato-Doppelbeschluss, den ein SPD! Kanzler wie Schmidt damals gegen alle Widerstände durchgeboxt hat und der mit dazu beigetragen hat, den Zerfall des Warschauer Pakts einzuleiten. Das war Rückgrat, etwas was aus der Politik verschwunden zu sein scheint. Statt dessen reiht man sich lieber in wohlfeile Lichterketten und Mahnveranstaltungen ein, die so viel Rückgrat erfordern wie der Besuch einer Christmette.

Rückgrat wäre übrigens auch, die eigenen moralischen Grundsätze mal persönlich von Angesicht zu Angesicht im Rathaus dem Oberhaupt eines kriminellen Araberclans in Berlin nahe zu bringen, aber das überlässt man dann doch lieber der Polizei, die man ansonsten gerne kritisiert und geht statt dessen lieber in eine Talkshow. Traut jemand Merkel und ihren politischen Begleitern bei so einem kritischen Thema wie dem Atomschirm ernsthaft eine klare Linie zu, wenn die schon vor "bösen Bildern" an der Grenze ala 2015 zurückschrecken? Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, wie sich die neue Familienministerin Giffey schlägt, wenigstens bei ihr besteht Hoffnung auf Bodenhaftung. Vielleicht kann Giffey der Merkel ja mal erklären, wie es sich so ohne Bodyguards in Problemvierteln lebt.

Faktum ist auf jeden Fall, dass wir uns entweder von den Amerikaner verteidigen lassen, dann sollten wir uns aber auch an ihre Vorgaben halten. Oder wir machen das gerne im europäischen Verbund selber - was ich gut fände - dann stellt sich aber die atomare Frage. In beiden Fällen aber, wird es selbst ohne Atomwaffen viel, viel teuerer als heute, weswegen die Haltung Deutschlands mir hier ziemlich bigott erscheint. Jeden Monat beweisen wir ja wieder, wie leicht wir das Geld zum Fenster heraus werfen können, für unsere eigene Verteidigung sollen aber andere aufkommen, denn die Bundeswehr ist abgewirtschaftet und in der Breite nicht mehr einsatzfähig.

Die Sicherheit des Atomschirms nehmen wir also gerne, verachten aber die, die ihn bereitstellen. Wie soll man das anders nennen als eine bigotte Haltung? Man kann recht hart sagen, uns ist es zu lange zu einfach zu gut gegangen und wir haben vergessen wie es ist, wenn man als Staat erpressbar wird. Und deshalb kann ich Trumps Wut hier gut verstehen und das wird uns noch ziemlich heftig auf die Füsse fallen.

Der Markt hat uns auf jeden Fall in den letzten Tagen wieder bewiesen, dass er so ziemlich alles abschütteln und als Katalysator für BTFD benutzen kann. Ein solcher Markt ist nach wie vor ein starker, zumal ja nun eine Korrektur hinter uns liegt. Insofern können wir weiter von einem eher guten und starken Börsenjahr 2018 ausgehen, zumindest in den US, die wirtschaftlich auf dem richtigen Pfad sind, wenn Trump beim Protektionismus jetzt nicht überzieht.

Übrigens, um das positive Bild zu unterstreichen, ist das nun das Chart des NASDAQ100. Wenn das kein bullisches Chart ist, was denn dann? Jeder kann selber ausrechnen wo der Measured Move liegt, falls der Deckel nun gelüftet wird:

Der NASDAQ ist nach wie vor der Ort an dem die Musik des Wachstums spielt und das hier ist das Chart seit 2009, man nennt das einen Trend:

Und nein, der muss jetzt nicht brechen, nur weil er schon lange läuft, im Gegenteil!

Übrigens, da wir ja schon bei Nordkorea waren. Falls sich da doch eine Denuklearisierung anbahnt, dürfte Japan zu den Profiteuren gehören, denn die trugen bisher das grösste Risiko. Und dieses Langfristchart des Nikkei225 sieht doch auch attraktiv aus, oder?

Achja und der Bund Future? Der hat sich im Nachgang der gestrigen EZB-Sitzung vielleicht tatsächlich auf den entscheidenden Weg nach unten gemacht. Schauen Sie mal das gezeigte Chart mit meiner Projektion die ich bewusst habe stehen lassen und daneben die Kerze, die sich nun durch den gestrigen Tag entwickelt hat:

Draghi hat also gestern tatsächlich das Kunststück vollbracht, den Markt auf die Zinswende vorzubereiten - der Bund Future beweist es - und trotzdem den Euro nach unten zu drücken. Chapeau! kann ich da nur sagen, man mag über Draghi denken was mal will, aber mit dem Markt kommunizieren das kann er - whatever it takes.

Der Höhepunkt des heutigen Tages sind die US Arbeitsmarktdaten um 14:30 Uhr, nach den guten ADP Daten von Mittwoch, ist hier aber keine Überraschung zu erwarten. Die US Konunktur läuft und das werden wohl auch die heutigen Daten zeigen.

Bis heute Nachmittag!

Ihr Hari

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Taschenspielertricks?



Guten Morgen!

Heute früh halte ich mich kurz. Es ist über Nacht nicht viel passiert und es wird wohl bis zu den US Arbeitsmarktdaten um 14:30 Uhr nicht viel passieren. Dann aber wird es wohl volatiler werden, die Arbeitsmarktdaten sind immer für Bewegung gut und wir haben heute ja auch diverse FED-Mitglieder vor den Mikrophonen.

Wir können mit hoher Wahrscheinlichkeit von guten bis sehr guten Arbeitsmarktdaten ausgehen. Denn vorgestern hat sich die FED sehr eindeutig dahingehend geäussert, dass die kleine Konjunkturdelle nur temporär wäre. Auch wenn die FED es natürlich gerne sehen würde, dass man ihrer in Realität eher dürftigen Prognosefähigkeit applaudiert, dürfte es vermutlich auch damit zu tun haben, dass die Indikationen der Daten heute bei der FED wohl schon vorlagen. Ob man das dann einen Taschenspielertrick nennt, überlasse ich Ihnen. Auf jeden Fall wäre ich über schlechte Daten heute *sehr* überrascht, der Markt wahrscheinlich auch.

Stark von den Arbeitsmarktdaten beeinflusst, dürfte wie immer das EURUSD Währungspaar sein. Meinen Blick auf die aktuelle Lage haben Sie unter anderem in -> Die Anlagewährung, der Elefant im Raum <- lesen können und das aktuelle Chart des Währungspaares, entspricht dem immer noch:

Wir haben hier also ein Potential der Bewegung bis maximal 1,15 und der heutige Tag ist die Chance der Dollar-Bullen, diesen Ausbruch abzuwürgen. Wenn das heute am Nachmittag nicht passiert, sind die Chancen für diese Struktur sehr gut. Denn es geht ja nicht wirklich um die Arbeitsmarktdaten, es geht um die FED Zinspolitik, die daraus abgeleitet wird. Und wenn die Daten heute draussen sind, haben wir kurz nacheinander alles auf dem Tisch liegen und dann ein paar Wochen Nachrichtenruhe zum Thema, so dass die Kurse laufen können, wohin sie auch immer laufen wollen.

An Quartalszahlen ist heute wenig los, da ist in den US nun der Höhepunkt überwunden. Von nun an flaut der Zahlenreigen wieder ab, die grossen Namen sind sowieso schon weitgehend erledigt, nun kommen vor allem die SmallCaps. In Europa dauert es noch 1-2 Wochen, dann ist auch hier der Höhepunkt vorbei.

Gestern Abend stachen auf der positiven Seite Universal Display (OLED) und Sierra Wireless (SWIR) heraus. Beide wurden nachbörslich 15% höher taxiert.

Bei OLED, die ja sowieso in einem offensichtlichen Wachstumsmarkt sind, wurde nach -> guten Zahlen und erhöhter Guidance <- die hier klar sichtbare Ausbruchsstruktur markant bestätigt:

Im grösseren Bild wird OLED heute beim blauen Stern eröffnen, es gibt dafür kein anderes Wort als *bullisch*!

Allerdings ist es fraglich ob es Sinn machen würde, da jetzt noch sofort hinterher zu hechten, denn bei Kursen von deutlich über 100 hat OLED den Measured Move der deutlichen Konsolidierung um 80-85 schon erreicht und eine erneute Konsolidierung erscheint gut denkbar. Auf der anderen Seite, ist der Sektor so klar bullisch, dass jeglicher Dip hier wohl kaufenswert ist.

Sierra Wireless (SWIR) hat nach dem ersten Schub im Februar auch eine saubere Konsolidierung gebildet, die flaggenartige Struktur besass und daher latent bullisch war. Schon im März sah es mal so aus, als ob es sofort nach oben weiter geht, das stellte sich dann als Fakeout heraus.

*Aber jetzt* ist das Motto der Aktie, die nach -> überzeugenden Zahlen <- nun auch nach oben springt und wenn man den nachbörslichen Indikationen traut, heute nun so eröffnen wird:

So weit so kurz heute früh. Wir sprechen uns nach den US Arbeitsmarktdaten wieder.

Ihr Hari

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Allzeithochs



Guten Morgen!

Vor uns liegt ein neues Quartal und eine neue Woche, die sehr geschäftig ablaufen wird. Höhepunkte werden am Donnerstag das Treffen Xi-Trump und am Freitag traditionell die US Arbeitsmarktdaten sein. Heute haben wir diverse Einkaufsmanagerindizes vor uns. Für mich ist das wie bekannt die letzte volle Arbeitswoche, vor einem zweiwöchigen Ferienmodus rund um Ostern, in dem ich wie gewohnt nur sporadisch schreiben werde.

Sie wissen, dass ich Europas Aktien und den DAX zuletzt recht positiv gesehen habe, zumindest aussichtsreicher als die US Indizes. Der DAX generiert gerade einen Ausbruch nach oben aus einem steigenden Trendkanal und dürfte vielleicht schon heute die Allzeithochs von fast exakt vor 2 Jahren vom 10.04.15 bei 12.390,75 attackieren:

Wenn wir uns das aktuelle Marktgebaren in Zeiten der Algos anschauen, wäre ein Überschiessen bis ca. 12.500 nicht überraschend, worauf dann eine Konsolidierung folgt. Im Grundsatz sind diese Allzeithochs aber ein Positivum, Stärke gebiert eben Stärke. Solange die US Indizes nicht korrigieren und damit das gesamte Bild verändern, darf man für den DAX und Europas Märkte also weiter optimistisch sein.

Ganz typisch ist heute am Ersten des Monats und Quartals initiale Stärke durch Kapitalzuflüsse, die aber keine grosse Bedeutung hat, denn erst danach wird sich der Weg des Quartals weisen. Wenn wir erneut das Jahr 2015 als Proxy nehmen, als der DAX auch - damals durch die EZB induziert - eine starke Rally im ersten Quartal hinlegte, erreichte der DAX sein Hoch auch erst an genau diesem 10.04. worauf er dann in eine Bröselphase eintrat, die am 24.08. mit dem "ETF Flash Crash" ihren ersten "Muntermacher" hatte:

Will ich damit einen ähnlichen Verlauf wie 2015 nahelegen? Eher nein, der Markt hat heute einen anderen Charakter, er wirkt im DAX erst am Anfang einer stark bullischen Bewegung. Ich will damit nur zeigen, dass der Anfang des April traditionell stark ist, die "Wahrheit" sich aber dann schon bald zeigt und der April auch gut für die Anbahnung grundlegender Trendwenden ist.

Tesla (TSLA) hat übrigens gestern Abend einen -> neuen Auslieferungsrekord <- verkündet und das dürfte dem Kurs heute erneut nicht schaden.

Für das Unternehmen und die deutsche Automobil-Industrie dürfte das Jahr 2017 zu einem ganz entscheidenden werden. Wenn Tesla seinen Produktionsanlauf beim Model 3 auf die Reihe bekommt, und danach sieht es bisher aus, wird ein anderes Spiel gespielt, dann wird es ernst und der Kurs von Tesla dürfte weit höher stehen. Hier ist noch einmal das ganz langfristige Chart, wenn man das Geschehen seit 2014 als Konsolidierung versteht:

Das allergrösste Risiko bei Tesla ist wahrscheinlich gar nicht mal der Produktionsanlauf, es ist das "Keyman-Risiko", dass Elon Musk etwas zustösst. Das Unternehmen ist zu stark mit seinem Gründer verwoben, als dass es ohne ihn einfach so weiter laufen könnte. Aber so ist das eben bei fast allen starken Unternehmern. Wer nicht beliebig austauschbar ist, ist eben auch ein Risiko, das sind nur zwei Seiten der selben Medaille.

Der deutsche Markt eröffnet heute mit breiter Stärke über fast alle Titel hinweg, die typisch für Zuflüsse ist. Lassen wir uns davon nicht zu grundlegenden Aussagen verleiten, erst wenn dieser Quartalsanfangs-Effekt ausgelaufen ist, wird sich das zweite Quartal offenbaren.

Machen Sie es gut, bis später!

Ihr Hari

Ihr Hari

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Klare Erwartungen



Guten Morgen!

der gestrige Handelsschluss an der Wallstreet war durchwachsen, weder Fisch noch Fleisch. Die Chance auf etwas Stärke ist nach den Abgaben der letzten Tage aber nach wie vor da. Wie überzeugend diese Stärke ausfällt, wird ein wichtiger Indikator für das sein, was danach kommt. Sie wissen schon, es ist die Höhe und der Charakter der Wellenkämme die Flut und Ebbe unterscheidet, den Wechsel zwischen Hoch und Tief gibt es aber immer.

Der wichtige Termin heute sind die US Arbeitsmarktdaten um 14:30 Uhr. Alle gehen davon aus, dass die sehr gut sind, weil auch andere Daten in diese Richtung weisen. Weil sie sehr gut sind, erwarten alle nun auch eine Zinserhöhung der FED kommende Woche und darüber hinaus eine FED, die sozusagen auf dem "Kriegspfad" ist, sprich mehrmals in 2017 die Zinsen erhöhen wird.

Es ist diese Erwartung, die auch Gold so drückt und heute früh sogar marginal unter 1.200 USD gedrückt hat. Sollten die Arbeitsmarktdaten wie erwartet gut oder sehr gut sein, ist das eine Bestätigung der Erwartungen und sollte daher zu keinen durchgreifenden Bewegungen führen. Sollten die Arbeitsmarktdaten aber nicht so gut wie erwartet sein, werden wir einen fallenden Dollar, steigendes Gold und einen deutlichen Dämpfer bei den Zinserwartungen erleben.

Schauen wir uns die beteiligten Assets mal an.

Bei EURUSD spricht vom Chart her viel für einen Bewegung nach oben. Das ist auch fundamental begründbar, denn die Erwartungen an Zinserhöhungen und die konjunkturelle Kraft der US sind voll in den Kursen. Überraschungspotential besteht kurzfristig eher in die Gegenrichtung. Egal ob überraschende konjunkturelle Stärke in Europa oder eine doch weniger falkenhafte FED, all das sollte EURUSD eher heben:

Bei Gold ist nun der Tag der Wahrheit erreicht. Mit knapp unter 1.200USD hat das Edelmetall eine wichtige Unterstützung erreicht, ist nun massivst überverkauft und die Erwartungen (siehe oben) die Gold hier drücken, sollten ausreichend eingepreist sein.

Heisst eigentlich ist das nun ein "Mean Reversion" Fall, die Chance eines Abprallers hier nach oben ist sehr gut. Wenn das aber nicht passiert und das Edelmetall auch durch diese Unterstützungszone fällt, dann sind "All Bets off" dann "lasst alle Hoffnung fahren". Aber da sind wir noch nicht.

Bei den US Staatsanleihen, signalisiert die Chartsstruktur des Langläufer ETFs TLT eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung. Dieses Chartbild entspricht der Erwartung, dass wir vor einer längeren Phase steigender Zinsen (und damit guter Konjunktur) stehen. Die Bonds signalisieren also gute Arbeitsmarktdaten, eine FED auf dem Kriegspfad und damit mehr Schmerzen und wenig Hoffnung für die Gold-Jünger. Und damit auch, dass Dollar-Schwäche nur temporär und nicht nachhaltig ist, sondern am Ende der Greenback weiter steigen wird:

So ungefähr lese ich persönlich das grosse Bild der Signale. Im DAX sehen wir schon einen Versuch die 12.000 hinter sich zu lassen, die avisierte Stärke ist also schon im Markt. Wir werden sehen.

Zum Abschluss des heutigen Morgens will ich das Chart von Öl noch einmal zur Warnung nutzen. Ich habe den Absturz nicht gross kommentiert, weil er kam in der Schärfe recht überraschend und plötzlich und nun muss man einfach abwarten, wie tief er geht. Ich habe auch noch kein klares Bild was davon zu halten ist und insofern schweige ich lieber.

Aber eines kann man daran wunderbar sehen und auch auf den Aktienmarkt übertragen. Wir sehen, warum wir trotz aller Stabilität nicht in unserer Aufmerksamkeit nachlassen dürfen. Denn gab es hier bei Öl frühzeitige Warnsignale?

Schauen wir auf das Chart:

Wir sehen, dieses zulaufende Dreieck. Wir sehen, dass die Kurse nach oben nicht mehr weg kamen und von unten die Tiefs heran rückten. Das schrie nach einer volatilen Auflösung im Sinne "Auf Kompression folgt Expansion".

Wir sehen auch kurz vor dem Absturz ein Kette fallender Tage und am Ende ein bärisches Intraday-Reversal, das den Kurs direkt an die "Klippe" brachte.

Insofern waren die Signale da, hier aufmerksam zu sein. Ein klares Indiz dafür, dass es genau dann genau so hart runter gehen würde, war aber *nicht* da, das sieht erst im Rückblick so eindeutig aus.

Der Punkt ist, dieses Risikoprofil ist ziemlich ähnlich zu dem, das wir nun auch im Aktienmarkt haben. Wir haben erste Regentropfen und Grund zur Aufmerksamkeit, aber auch nicht mehr.

Wir sehen daran, dass wir uns nicht einlullen lassen dürfen. Wenn dieser Markt ernsthaft negativ überrascht wird, wird auch im Aktienmarkt die Abwärtsbewegung scharf und schnell sein. Bereiten wir uns darauf vor, ohne uns darauf festzulegen. Denn es ist nur eine Möglichkeit und auch bei Öl hätte die Seitwärtsbewegung durchaus weiter gehen können!

Das nur zur Einordnung.

Ich werde mich heute nach den Arbeitsmarktdaten hier ganz kurz mit einem 2- oder 3-Zeiler melden, danach bin ich erst mal weg, weil mein Sohn hat heute grossen (9.) Kindergeburtstag auswärts und seine Klassenkameraden eingeladen und da ist Papa auch als Organisator und Service-Kraft gefragt. 😉

Am späten Nachmittag melde ich mich dann noch einmal vor dem Wochenende mit ein paar mehr Zeilen.

Machen Sie es gut!

Ihr Hari

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Lebenszeichen & Umfrage



Ein kurzes Lebenszeichen aus dem Ferienmodus. Sie haben ja gestern erlebt, dass ich schon eine Reihe kurzer Kommentare im Forum zu Aktien hinterlassen habe, ich schaue schon immer mal wieder auf den Markt. Aber einen ganzen Artikel zu schreiben, ist eine andere Sache.

Heute gibt es dazu auch wenig Anlass, weil wenig Neues. Der Markt macht, was er nun seit Wochen und Monaten macht, er kann nicht fallen und robbt sich langsam weiter.

Heute wartet sowieso alles nur auf die Rede Trumps vor dem Kongress, die voraussichtlich sehr grosse Bedeutung haben wird. Es scheint keine präzise Uhrzeit zu geben, ich lese unterschiedliche Dinge, realistisch erscheint mir ein "ab 9pm EST" also 21 Uhr Abends in Washington, was bei uns dann mitten in der Nacht ist. Wir werden also Morgen "beglückt" aufwachen.

Das Argument der Bären ist klar. Jetzt "endlich" wird der Markt den Unterschied zwischen Ankündigungen und Realität erkennen, die Rede Trumps könnte also der Katalysator für die massivst überfällige Korrektur sein.

Hmm, möglich ist es abhängig von dem was Trump sagt. Aber ich bin nicht überzeugt.

Denn erstens hat diese Rally nicht nur mit Erwartungen an Trump zu tun, sondern auch mit positiver werdenden Wirtschaftsdaten. Es ist also nicht "nur" eine Buy the Rumor Rally, sie hat auch fundamentale Grundierung.

Und zweitens, was wird Trump denn wohl sagen?

Er wird sich selber loben, grosse Ankündigungen machen und vielleicht hier und da ein Detail oder einen Zeitplan aufscheinen lassen. Aber kommt da wirklich "Klarheit" und eine "grosse Überraschung"? Wie gesagt, möglich ist alles, aber ich bin nicht zwingend überzeugt, eine Fortsetzung der "Buy the Rumor" Logik erscheint gut denkbar.

Insofern wäre ich *nicht überrascht*, wenn wir morgen aufwachen und alles ist wie bisher und der Markt würgt weiter nach oben. Die Blicke werden sich dann nach vorne auf die FED richten.

An dieser Stelle noch ein wichtiger Hinweis bzw eine Korrektur. Ich habe gar nicht mitbekommen warum, aber zum ersten Mal solange ich mich erinnern kann sind diesen März die US Arbeitsmarktdaten *nicht* am ersten Freitag des Monats, sondern erst kommende Woche am 10.03. Ich weiss nicht warum und mag jetzt nicht forschen, aber beachten wir, es gibt diese Woche *keine* Arbeitsmarktdaten. Genügend andere wichtige Wirtschaftsdaten sind ja da, insofern wird Ihnen nicht langweilig.

So weit so kurz zum Markt. Nun noch ein Blick auf das -> Ergebnis der Umfrage <- von Ende letzter Woche.

Zunächst möchte ich den 316 Lesern danken, die teilgenommen haben. Bezogen auf die Gesamtpopulation, sind das ca. zwei Drittel. Ich hätte mir natürlich eine noch höhere Quote gewünscht, aber man muss im Internetzeitalter des "Schnell-Schnell" damit wohl zufrieden sein.

Das Ergebnis der ersten Frage bestärkt mich schlicht darin, so wie bisher weiter zu machen. Sie haben den Kerncontent des Blogs (Markt, Opportunitäten, Grundlagen) auch ganz nach vorne geschoben und ich schliesse daraus, dass die angebotene Breite genau Ihre Bedürfnisse trifft.

Wie schon erwähnt, schliesse ich aus den weniger angeklickten Varianten nicht, dass diese unwichtig seien, ich wollte ja Schwerpunkte hören und die sprechen dafür, einfach im Text weiter zu machen.

Bei der zweiten Frage bin ich natürlich über das Ergebnis stolz. Offensichtlich erziele ich einen ganz erheblichen Impakt bei vielen von Ihnen und das ist ja auch der Anspruch, den ich mit Mr-Market habe. Mr-Market soll eben mehr sein, als ein paar nette Tips, es soll die Märkte erlebbar und verstehbar machen. Auch dieses Ergebnis interpretiere ich im bestätigenden Sinne, ich bin scheinbar auf dem richtigen Weg.

Die dritte Frage brachte ein Ergebnis ziemlich exakt so, wie ich das auch skizziert hätte, wenn Sie mich vorher gefragt hätten. Ich halte diese Einschätzung für realistisch und weitgehend zutreffend und insofern bestätigt auch das meine inhaltliche Ausrichtung.

Bei der vierten Frage bin ich etwas erstaunt über die mit 38% doch recht hohe "Nein"-Quote. Ich wäre eigentlich davon ausgegangen, dass das Vertrauen in mich höher ist, zumal ich ja recht deutlich gemacht habe, dass ich die "do not track" Denkweise in den Genen habe. Ausserdem dachte ich klar gemacht zu haben, dass es nur um triviale, anonyme Nutzungsstatistiken zu den Artikeln ging, wie sie jede klassische Bibliothek in Form von Ausleihstatistiken hat.

Ich denke das ist hier so ein "besser nicht fragen, einfach machen" Fall. Wenn man Menschen nach so Dingen fragt, weckt man "schlafende Hunde". Plötzlich wird über etwas nachgedacht, das die Menschen ansonsten ohne zu Zögern in um Faktoren schlimmeren Fällen einfach tun. Dass ich bisher *überhaupt keine einzige* anonyme Nutzungsstatistik habe, dürfte im Web die *totale Ausnahme* sein. Auf praktisch jeder, ausnahmslos jeder, Website die Sie besuchen, werden Sie anonym "gezählt", das kann ich Ihnen fast garantieren. Und gefragt werden Sie da nicht.

Ausserdem weckt man mit so einer Frage Ängste. Man fängt dann an sich auszumalen, was das sein könnte und die Angst etwas lieb Gewonnenes zu verlieren, lässt dann Nein sagen. Und man macht sich Gedanken um die Aussagekraft, dabei bin auch ich doch mit Intelligenz gesegnet, um Zahlen sinnvoll zu interpretieren und keine falschen Schlüsse zu ziehen. "Schlafende Hunde" halt. 😉

Wahrscheinlich wäre es also besser gewessen, einfach zu machen und Ihnen zu sagen was ich mache. Dann würden Ängste gar nicht aufkommen, weil das Gemachte schlicht trivial und unproblematisch ist. Das wäre dann immer noch viel mehr und viel offener, als was sie woanders finden, denn da wird gemessen und schlicht nichts gesagt.

Wie gehe ich damit nun also um? Hmm schwierig.

Zunächst einmal respektiere ich die starke Nein-Fraktion, nur das hätte ich ja sowieso, weil das vor dem diese Fraktion sich vermutlich fürchten dürfte - echte "Überwachung" der Aktivitäten zB im Forum - hier sowieso *nie* stattfinden wird, weil ich daran Null - wirklich *Null* - Interesse habe und es auch meiner Lebensphilosphie zuwider läuft. Und "Likes" und dergleichen wird es auch in keinem Fall geben, Sie wissen ja wie sehr ich Facebook "mag". 😉

Ich habe ja aber auch eine knapp 2/3 Mehrheit dafür und deshalb werde ich nun mal schauen das zu tun, worum es ging. Um ganz simple, anonyme Zählstatistiken für die Artikel zum Beispiel, um heraus zu finden was überhaupt über die Zeit statistisch angeklickt wird.

Gerade auch bei den alten Artikeln im Archiv, ist das interessant um zu sehen, was sich dauerhaften Interesses erfreut. Aber auch um zu sehen, was überhaupt im freien Bereich passiert wird das wichtig sein, denn der ist für mich auch bisher eine "Black Box".

Mehr als das war sowieso nie mein Interesse und ich vermute dass bei einigen "Nein"-Stimmen das nicht klar wurde und man zu viel in das Thema hinein interpretiert hat.

Sobald ich mich entschieden habe was ich bei den Artikeln zählen werde, werde ich es Ihnen im Vorfeld sagen. Und wenn ich nach einigen Monaten belastbare Ergebnisse habe, werde ich die mit Ihnen teilen. Mehr passiert nicht, im Forum sowieso rein gar nichts.

Eine "Überwachung" Ihrer Aktivitäten im eigentliche Sinne des Wortes, also im Sinne von "Nutzerprofilen" und ähnlichem, hat es *nie* und wird es hier *nie* geben, das kann ich Ihnen garantieren, solange ich atme, weil ich es selber zutiefst verabscheue, siehe meine Sicht auf die Datenkrake Facebook. Gehen Sie aber davon aus, dass eine solche Überwachung auf der Mehrheit der Seiten stattfindet, auf denen Sie im Web unterwegs sind.

Ich halte das für einen sinnvollen Umgang mit dem schwierig zu interpretierenden Ergebnis zur vierten Frage.

So ....

Nun bin ich wieder im Ferienmodus. Bis Morgen früh, wenn wir uns die Augen reiben und uns wundern, was "The Donald" so verzapft hat.

Ihr Hari

PS:

Heute ist ja der letzte Mitgliedstag der "Schnupperer". Ich habe jetzt schon eine Verlängerungsquote von mehr als 80%, die sich im Laufe des Tages ja noch steigern kann. Da es sich bei den "Schnupperern" ja um Mitglieder handelt, die tendentiell mehr gezögert haben als jemand, der einfach vom freien Bereich überzeugt sofort für ein Jahr abschliesst, ist das eine sehr gute Quote, über die ich mich freue.

Im letzten Jahr war es übrigens vergleichbar. Es zeigt mir, dass ich doch immer mal wieder so eine Aktion machen muss, um Zögernde an Bord zu holen. Für die grosse Mehrheit scheint es dann nicht deren Schaden zu sein.

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