Hari Live Stream 30.06.21

Kleiner Dip ZH2

Wir haben am letzten Tag des 2. Quartals einen kleinen Dip im Markt, der von Europa ausgegangen ist, wo man ihn in DAX&Co. etwas stärker mit rund 1% Minus bemerkt hat.

Was der Auslöser war ist müssig, am Ende des Quartals entstehen auch Sondereffekte die sich überlagern und man nicht alle verstehen kann und muss.

Beteiligt war aber sicher das schwache BIP in UK, in einem Land in dem die Delta-Variante schon für Probleme sorgt. Und der Markt ist ja zuletzt auf das Delta-Thema aufmerksam geworden, insofern hat es Logik, dass er die schwachen BIP-Zahlen auch auf Europa überträgt, dem die Folgen von Delta ja noch weitgehend bevorstehen.

Der Schwanz (DAX) kann aber nicht mit dem Hund (S&P500) wedeln, der Hund hat sich in den Futures nur leicht geräuspert und alles was wir nun vorbörslich sehen ist ein leichter Dip, der nach dem Lauf sowieso mal fällig ist.

Ich persönlich erwarte nicht viel vom letzten Tag des Quartals, Morgen und Übermorgen wird dann interessanter mit einer Menge an Daten und dem Juli-Beginn:

Schaden im DAX? ZH2

Hat der heutige Dip Schaden im DAX verursacht?

Das Chart sagt Nein! Wir sehen die wichtige Unterstützungszone, die nicht betroffen war. Vielmehr wurde sie bestätigt, weil die Kurse da sofort wieder gedreht haben.

Wir sehen auch den Ausbruch über den Abwärtstrend hinweg, der wurde etwas in Frage gestellt, selbst der ist aber bisher nicht negiert, nur etwas diffuser geworden. Bisher ist hier also nichts passiert, ausser ein typisches Geschaukel mit dem man gerade am Ende von Quartalen immer mal rechnen kann.

Bond Signale ZH3 ZH5

Die Signale am Bondmarkt zum Ende des 2. Quartals sind am langen Ende eindeutig, aufwärts mit den Bonds und abwärts mit den Renditen:

Das gibt denen ein wenig Luft, die nervös wurden, weil der seit mehr als 30 Jahren andauernde, durch die Notenbanken befeuerte Trend in Gefahr zu geraten drohte.

Die Gefahr ist aber immer noch da und weiter realistisch, tiefer als Null geht halt eher nicht bzw nur begrenzt, wie wir in Europa sehen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass wir mit Covid im März 2020 das absolute Tief bei den Langläufern gesehen haben ist weiter hoch.

Intellia Therapeutics (NTLA) ZH3 ZH4

Noch einmal zu NTLA, ich hatte das Crispr-Thema ja vorgestern -> hier <- thematisiert.

Der fortgesetzte Schub ist gewaltig und kaum zu glauben, der natürliche Reflex ist zu sagen, dass der Markt hier übertreibt. Aber ist das wirklich so?

Der Punkt ist, dass der Markt versucht etwas einzupreisen, was man gar nicht einpreisen kann. Denn die Nachricht ist sensationell, eine der bedeutendsten medizinischen Nachrichten überhaupt, wenn man die möglichen Folgen im Auge hat.

Stellen sie sich mal vor, NTLA hätte Patente die ihm alleine erlauben die Gene von Menschen im Körper zu ändern und damit schwere Krankheiten zu heilen. Dann werden aus 10 Milliarden Marketcap zuverlässig bald 1.000 Milliarden, das Gewicht von Apple. Wie schnell so etwas geht haben wir ja ab Biontech (BNTX) gesehen, die jetzt schon bei 50 Milliarden angekommen sind und die haben Mitbewerber.

Andererseits ist echte Anwendung im Regelbetrieb noch viele, viele Jahre weg und NTLA kann noch Pleite gehen. Es ist vor allem das Potential der Technik das fasziniert.

Zwischen diesen beiden Polen versucht der Markt nun eine Bewertung für etwas zu finden, was man heute eigentlich gar nicht bewerten kann. Brutale Swings in beide Richtungen sind da fast sicher.

Übrigens, dass NTLA heute wieder so schiebt, hat wohl mit der -> Kapitalerhöhung <- zu tun, die NTLA nun schnell bei 145 USD durchführt, den abfliegenden Kurs nutzend.

Das ist klug, es sichert die Finanzierung und weil Pleite auf dem Weg das größte Risiko ist, ist es positiv für den Kurs:

Behalten sie das im Auge, wir wohnen beim Crispr-Thema einer für die Menschheit potentiell disruptiven und nachgerade sensationellen Entwicklung bei. Die Chancen sind gewaltig, es gibt kein anderes Wort dafür.

Aktien des Tages ZH3

AMD (AMD)

AMD nimmt Fahrt auf, ich vermute nicht nur aus eigener Stärke, sondern auch aufgrund erneuter -> Verschiebungen bei Intel <-.

Das Server-Segment ist sehr profitabel und das gibt AMD vielleicht ein Fenster seine Position auszubauen:

Nio (NIO)

Vorgestern hatte ich ihnen -> hier <- den da gerade beginnenden Schub gezeigt.

2 Tage später ist das bestätigt, das war ein Einstiegssignal:

General Electric (GE)

Bei GE war nach dem initialen Schub aus dem Loch nun erst einmal Konsolidierung angesagt, was auch völlig normal und gesund ist.

Nun haben wir damit nach unten eine sehr klare Begrenzung und nach oben ein paar Chancen, was man auch als Setup nutzen könnte wenn man will. Das ist recht digital Hop oder Flop, das Schöne ist, dass "Flop" so nah und klar definiert ist während "Hop" eine Menge Luft über sich hat:

Louisiana-Pacific Corp (LPX)

Es ist heute schwer relevante Bewegungen zu finden, ich bin durch mehr als 100 Charts gegangen und sehe kaum etwas.

Deshalb heute zum Abschluß eine Situation, die es hier normalerweise nicht herein schaffen würde.

Die Zykliker und Konjunktur-Aktien haben ja nun schon gut abgegeben und LPX ist als Substanzwert im Sektor nun an einer Stelle, an der ein Boden der Konrrektur gefunden werden könnte - ich betone den Konjunktiv:

Statistische Juli-Vorbereitung

Der Juli steht bevor, Saisonalität ist nicht alles wie wir zB am Heiligabend 2018 erleben durften, es schadet aber nicht sie im Hinterkopf zu haben.

Ich habe ihnen in den letzten Wochen dazu allerlei Charts gezeigt, oft auch von LPL Research und genau die haben -> hier <- nun einen zusammenfassenden Artikel zum Thema.

Schauen sie in Vorbereitung des Juli da mal herein, hier ist eines der bekannten Charts:

Da fällt mir nichts mehr ein ZH2

Nein, zum heutigen letzten Tag des 2. Quartals fällt mir nichts Intelligentes mehr ein, auch bei intensivem Nachdenken nicht.

Schauen sie selber, es mäandriert um Null im SPX, NASDAQ und Russell2000 sind aber auch nicht viel besser:

Ich würde sagen, wir lesen uns erst im Juli wieder. 😛

Morgen Vormittag kommt ein Sonderartikel und Nachmittags ganz normal der Stream. Am 01.07. sollte da mehr Bewegung sein als heute.

Ihr Hari

*** END OF STREAM ***

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Inflationsindexierte Anleihen

Seit Jahren, genau genommen nun seit einem Jahrzehnt, versuchen die Notenbanken die Inflation in Gang zu setzen, weil das der einzige Weg zu sein scheint, um die Schuldenberge der öffentlichen Haushalte abzuschmelzen, ohne das ganze System in Frage zu stellen.

Nur, es gelingt ihnen nicht. Wobei es gelingt schon, in den Assetmärkten - bei Immobilien, Aktien, Kunst etc - da ist die Inflation deutlich zu merken, nur im klassischen Warenkorb ist das nicht der Fall.

Man kann länglich darüber diskutieren warum das so ist, die Globalisierung mit ihrem Preisdruck spielt sicher eine Rolle. Es zeigt aber auch, dass die sich immer so gerne als allwissend und kontrollierend gebenden Notenbanken mit ihren riesigen Research-Abteilungen die Substanz des Marktes gar nicht ausreichend verstehen, den sie mit ihrem Instrumentarium "manipulieren" wollen. Was kein Wunder ist, wenn man auf den ungenügenden Methoden der neoklassischen Ökonomie aufbaut, aber auch das ist ein anderes Thema.

Wir wollen hier und heute nicht theoretisch, sondern ganz pragmatisch als Anleger an das Thema heran gehen und uns fragen, was wir denn da tun können?

Normale Anleihen selber zu kaufen, ist bei Nullzinsen nun schwierig, die große Rally über bald 3 Jahrzehnte liegt hinter den Anleihen und bei Null ist zwar kein harter Deckel, aber doch ein zäher Widerstand, der kaum dauerhaft nachgeben wird.

So ist es auch kein Wunder, dass die 10-jährigen US Staatsanleihen (T-Bonds) im ETF IEF hier gegen einen "Deckel" gelaufen sind, Negativzinsen wird es in den US bis auf Weiteres nicht geben:

Aber selbst in Europa, wo ja die EZB in den Minusbereich gestossen ist, scheint das Ende der Fahnenstange seit 2019 langsam erreicht. Selbst in der Krise von Covid konnten die 10-jährigen deutschen Staatsanleihen (Bunds) die Hochs von 2019 nicht mehr übersteigen:

Was also tun, wenn die große Inflation doch noch kommen sollte?

Was also tun, wenn es die Notenbanken doch noch schaffen sollten, uns wieder einer 5-prozentigen Inflationsrate auszusetzen und so die Schulden abzuschmelzen?

Ganz klar, Aktien haben! Immobilien haben! Gold haben! Alles was wertbeständig ist, muss man dann haben. Nicht haben darf man Anleihen, die dann massive Verluste erleiden werden und auch Cash auf dem Konto ist verboten.

Aber es gibt eine Ausnahme bei den Anleihen und das sind die sogenannten "Inflationsindexierten Anleihen", deren Coupon mit der Inflation hochgesetzt wird.

Die werden in so einem Szenario auch keine Bäume ausreissen, aber sie werden deutlich wertstabiler sein als normale Anleihen, die haben also sozusagen einen *Inflations-Schutz* eingebaut!

Bisher waren diese Anleihen - relativ zu normalen Anleihen - kein besonders gutes Geschäft, weil eben die "offizielle" Inflation nicht ausreichend da ist und insofern der Vorteil dieser Anleihen nicht richtig zum Tragen kommen konnte.

Aber wir denken ja gerade unter der Annahme nach, dass sich das ändern könnte. Und dann ist es wohl so, dass das die einzigen Anleihen sein werden, die man in so einem Szenario noch haben will.

Und Anleihen haben ja auch ein paar Vorteile, die großen Anleihen der liquiden Staaten wie der US oder Deutschland sind in schweren Krisen tatsächlich oft eine Art "Safe Haven", sie laufen also oft konträr zu den Aktienmärkten und können insofern als "Hedge" in Krisen genutzt werden.

In der Covid-Krise hat das nicht immer funktioniert, das sind aber eher kurzfristige Ausverkaufseffekte, auch Gold ist während der Lehman-Krise im Ausverkauf erst gefallen und hat dann doch zur Rally angesetzt. Wenn der Margin-Call ruft, wird eben panisch alles verkauft was Liquidität bringt. 😉

Verbunden mit der Inflationsindexierung, sind Anleihen aber auch heute eine Ergänzung eines großen Investmentdepots, die man auch jetzt weiter ins Auge fassen kann.

Hier zwei Beispiele:

Zunächst der -> iShares $ TIPS ETF (IUST) <-, der mit einem Vehikel den Zugang zu inflationsindexierten US Staatsanleihen (TIPS) erlaubt.

Mit dem ETF holt man sich natürlich auch eine Abhängigkeit vom Dollar ins Depot, der ETF wird mit fallendem EURUSD nominell steigen und umgedreht, aber ich habe ja -> hier <- schon ausführlich argumentiert, warum wir uns da keinen "Fleck ins Hemd" machen sollten.

Wer das aber trotzdem nicht mag, für den gibt es als -> ETF ITPE < den exakt identischen ETF auch in einer "Euro hedged" Version, die das Währungsrisiko neutralisiert.

Hier ist das Weekly des IUST:

Als zweites Beispiel dann die Entsprechung für die Eurozone, den -> iShares € Inflation Linked Govt Bond ETF (IBCI) <-, natürlich in Euro:

Weitere Kandidaten finden sie -> über eine Selektion im ETF-Screener <-, die ich ihnen hinter dem Link vorbereitet habe.

Summa Summarum:

Ich sage mit dem Artikel nicht, dass man diese Anleihen nun unbedingt im Investment-Depot haben muss, denn wenn Anleihen generell nun gegen eine gläserne Decke laufen sollten, wird das vor den Inflationsindexierten nicht Halt machen.

Aber .... falls sie ein größeres Investment-Depot bewusst auch mit Anleihen anreichern wollen *und* sie für den Fall einer Inflation nicht zu den großen Verlierern gehören wollen, dann sind diese Anleihen das Vehikel, das sie auf den Radar nehmen sollten.

Ich könnte es auch anders sagen: Wenn jetzt Anleihen, dann in meinen Augen die!

Ihr Hari

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147. Die Marktlage 09.10.2020



Hallo zusammen,

Eine lange Reise ist gestern zu Ende gegangen:

Meine Corona Aufgabe, eine PMP Zertifizierung, habe ich erfolgreich abgeschlossen! Es war, muss ich sagen, schwerer als ich am Anfang der Reise gedacht habe. Ich verstehe jetzt aber auch, warum diese Zertifizierung DIE im internationalen Vergleich ist, die im Bereich Projektmanagement seinesgleichen sucht.

Die Prüfung wurde durch einen Anbieter online durchgeführt, was für mich eine interessante Erfahrung (muss ich nicht noch einmal haben) war: 4 Stunden (1 Pause von 10 min) lang gefilmt zu werden, nichts essen und trinken dürfen und weitere für mich unsinnige Regeln habe ich ertragen, um am Ende einen Screenshot zu sehen, der besagte, dass ich für meine PMP Zertifizierung beglückwünscht werde - das Zertifikat und die Auswertung benötigt jedoch noch 1-3 Tage - na toll! Wieso geht das nicht automatisch, fragte ich mich...die Erklärung, die ich mir im Nachhinein zusammenreime: die Daten mussten noch vom Prüfanbieter an PMI übermittelt werden, was einfach noch etwas Zeit benötigte. Nun habe ich das Zertifikat aber in der Hand und alles ist gut.

Nach gefühlt wochenlanger Abstinenz vom Markt, mache ich mich an meine neue Marktlage.

Viel Spaß!

Zusammenfassung

Die Wall of Worry geht es weiter nach oben!

Langfristig ist der Markt, sprich der S&P 500, etwas in Warteposition, bewegt sich aber in einem klaren Trendkanal nach oben - bekommen wir noch etwas Seitswärtsbewegung?

Mittelfristig ist die Lage nicht einfach - der Markt kennt kein Halten und hat den Dip aus meinen Augen zu früh gekauft. Druck hätte noch weiter abgelassen werden müssen. Da das nicht passiert ist, erhöht es die Gefahr, dass der Markt irgendwann ein deutliches Schluckauf bekommt.

Kurzfristig strotzt der Index vor Stärke!

Die Lageampel schlägt einen Investitionsgrad von 80% vor.

Kursziele für S&P 500 nach Point and Figure:
- ein kurzfristiges bullishes Ziel von 3.560 Punkten
- ein mittelfristiges bearishes Ziel von 2.880 Punkten

Interessante Assets zum prüfen: Real Estate? Bonds?
Interessante Länder zum prüfen: EEM, China, Japan (je nachdem, wie die Entwicklung des Dollar ist)
Interessante Sektoren zum prüfen: Biotech, Utilities, Tech

Makro-Charts

Gehen wir zum Einstieg in die Detailanalyse wie immer erst einmal zu den Makro-Charts:

Der globale Dow befindet sich nach einem Retracement auf einer langjährigen Unterstützung in einer Range 2.900 - 3.300 Punkte. Solange hier nichts Großes nach oben oder unten passiert, sollte man nicht nervös werden.

Das kumulierte Advance Decline Chart drohte in den letzten Wochen abzustürzen. Für die aktuelle Trendlinie habe ich die Steigung der vergangenen Trends verwendet. Aktuell kratzt der Indikator weiterhin an der Trendlinie und kann sich nicht entscheiden. Wichtig für einen Bullenmarkt wäre eine Fortsetzung des Aufwärtstrends.

Der Dollar ist auf einer wichtigen Unterstützung der letzten Jahre abgeprallt. Entscheidend ist nun die Gegenbewegung. Im Blick behalten sollte man das Chart auf jeden Fall. Vor allem, wenn man an deutschen Werten, Emerging Markets und Rohstoffen interessiert ist.

Die Marktlage-Ampel

Kommen wir zu meiner selbst erfundenen Marktampel. Diese empfielt aktuell einen Investitionsgrad von 80%.

Es werden nach der Point and Figure Chart Technik 2 Kursziel ausgewiesen:
- ein kurzfristiges bullishes Ziel von 3.560 Punkten
- ein mittelfristiges bearishes Ziel von 2.880 Punkten

Marktlage langfristig

Gehen wir im Detail auf die langfristige Ampel ein. Diese steht aktuell auf gelb.

Das Monats-Chart des S&P 500 zeigt einen RRG-Indikator, der im Bereich Momentum und Ratio nach anfänglicher Stärke wieder nach unten gedreht ist. Dies ist ein Warnsignal und sollte uns wachsam machen.

Marktlage mittelfristig

Das Weekly Chart sieht nicht danach aus, dass wir mit vollen Händen vor 2,5 Wochen hätten investieren sollen. Der PPO Indikator ist nur leicht konsolidiert. Gleiches ist im RRG Indikator zu erkennen. Wir befinden uns noch im grünen Quadranten, jedoch auf dem Weg, in den gelben abzufallen. Dies sieht danach aus, dass mal wieder jeder Dip gekauft wird, da noch zu viel Geld investiert werden will: Wall of Worry.

Wenn ich mir etwas wünschen könnte, würde ich noch einmal eine Drehung nach unten annehmen, ggfs. einen Doppelboden oder einen leichten Dip unter das letzte Wochentief erwarten, damit die Kurse dann impulsiv nach oben rauschen. Dies hätten den Vorteil, dass die Indikatoren etwas Druck abbauen.

Das Sentiment unterstützt den Weg der Wall of Worry. Wir haben überdurchschnittlich viele bearish und unterdurchschnittlich bullish eingestellte Anleger.

Ein Kaufsignal wurde diese Woche im Mc Clellan Summation Index getriggert,

Ebenfalls war das Retracememt für den NYSE High-Low-Index im Bereich eines normalen Pullback.

Marktlage kurzfristig

Das Daily Chart strotzt vor Stärke. PPO und RRG Indikator wie auch eine Wendeformation mit Triggern über die Nackenlinie. Fehlt nur noch Anfang der Woche ein Retracement auf der Nackenlinie...

Der Fear and Greed Indikator befindet sich in Warteposition. Wir haben kein Fear und auch kein Greed.

Relative-Strength-Charts (RRG)

Kommen wir zu den relativen Charts. Hier zuerst eine Weekly-Daily Chart Prüfung relativ zum Vergleichsindex VBINX.

Weekly:
Wir sehen Rohstoffe und Aktien im grünen Quadranten, jedoch am Abfallen (abwarten - kommt nach einem Abfallen in gelb der Dreher zurück in grün?). Gold bewegt sich im gelben Quadranten zügig Richtung rot. Tief im roten Bereich scheinen die Staatsanleihen zu drehen. Interessant sieht Real Estate aus: dies sieht nach einem gleichmäßigen Robben von Improving nach Leading aus.

Daily:
Hier zeigt sich das oben bereits gesehene Bild, dass die Aktien neben Real Estate kurzfristig in Rally Mode sind. Die restlichen Assets sind unter getaucht.

Ist bei den Bonds nach der aktuellen Bull-Flag-Konsolidierung ein weiteren Step-Up ähnlich den letzten beiden seit 2018 drin oder ist das ein Dreieck, das nach unten aufgelöst wird?

Sind die Real Estates auf dem Sprung?

Die Rohstoffe sehen antizyklisch vielleicht auf Monatsbasis nicht schlecht aus...

Kommen wir zur Darstellung der Länder im Vergleich zum S&P 500:

Hier zeigt sich ein total ausgebombtes UK. Relativ zum US Markt hatte UK keine schöne Zeit, jedoch fängt der Index an, langsam Land zu bekommen. Kleine Blüten oder großer Blumenstrauß? Die restlichen Länder haben gegenüber dem amerikanischen Index auf Wochenbasis nichts zu sagen. Alles ist im gelben oder roten Quadranten abgetaucht. Man kann ein Drehen im roten Quadranten v.a. von China und Japan erkennen; Watchlist.

Bei der Monthly-Chartanalyse von UK läuft kein Tropfen Wasser in meinem Mund zusammen. Vergessen!

Dieses Monthly-Chart sieht schon anders aus!

Ebenfalls!

Bei der Sektoranalyse ist kein klarer Trend im Weekly zu erkennen. Seit Wochen gehen die Techs im Gleichschritt mit dem S&P 500 (zu erkennen an dem sehr komprimierten Schwanz der rel-Bewegung). Konservative Sektoren sind am Drehen Richtung grün. Gold Miners, Energy pfui. Biotech dreht sehr langsam im Tal der Tränen und braucht noch etwas Zeit.

Im Daily fallen wiederum Energy und Gold Miners auf, die extrem im roten Quadranten unterwegs sind. Finger davon! Einzig interessant hier sehen Financials und Industry aus.

Auf Monatsbasis sieht das nach einem Ausbruch aus der Box aus - letzte Woche hatten wir im IBB +6,5%!

Utilities sehen auf Wochenbasis nicht schlecht aus:

Point-and-Figure-Charts

Euer

Hullahuppi

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140. Die Marktlage 29.02.2020 – Premiere mit Video 1



Hallo zusammen,

aufgrund der außergewöhnlichen Marktlage möchte ich versuchen, außer der Reihe nach 2 Wochen die Lage sachlich und objektiv einzuordnen. Ich hoffe, jeder hat die Börsenwoche einigermaßen gut überlebt.

Ich für meinen Teil hatte im Januar und Februar Teilverkäufe vorgenommen, um mich in der immer mehr greedy-fühlenden Marktlage komfortabel zu fühlen. Zusätzlich kamen Hedges über Wochenende und innerhalb dieser Woche dazu. In der Summe hätte man diese Woche auf jeden Fall noch besser durchstehen könnnen als ich es getan habe. Ich bin aber mit dem bisherigen Ergebnis ganz zufrieden.

Nun zu den Charts.

0. Zusammenfassung
Die Fakten:
- Der langfristige globale Trend ist intakt - jedoch steht die Lageampel auf rot und der RRG Monthly Indikator ist im roten Bereich
- Mittel- und kurzfristig haben wir einen Trendbruch erlebt und aktuell eine überverkaufte Lage (auch beide Lageampeln sind auf rot); ein kurzfristiger Snapper ist jederzeit möglich (Fear and Greed nur 10)
- Mittelfristig sind Assets Gold und Bonds im RRG auf dem Weg vom blauen in den grünen Sektor; Aktien befinden sich auf dem Weg vom gelben Sektor hin zum roten Sektor
- Interessant halten sich in der aktuellen Lage Länder wie Emerging Makets v.a. China
- nach der Konsolidierung könnten die klassischen bullishen Ratio-Trends wieder aufflammen: Überperformance cons. disc. vs. cons. staples etc.
- RRG Chart Sektoren: Interessante Sektoren aktuell sind Utilities, Miners und Consumer Disc.
- Aktuell aktive Kursziele für den S&P 500 nach Point & Figure: 2.600 und 3.600 Punkte.

Wir befinden uns somit aktuell in einer undefinierten Lage. Der langfristige Trend ist noch intakt. Kurz- und mittelfristig haben wir aber noch keinen Trend. Dieser ist gebrochen und sucht nun seinen Weg. Er ist (noch) nicht bearish und auch noch nicht wieder bullish.

Warten wir also die Lage ab, bis wieder ein Trend einsetzt.

1. Das große Bild

Der USD Dollar konnte diesen Monat nicht den Ausbruch über die Trendlinie schaffen. Ein Herunterbrechen aus dem Trendkanal ist weiterhin noch im Möglichen. V.a. bei Betrachtung der letzten Kerze. Dies könnte die Emerging Markets und Gold unterstützen.

Der Global Dow hat wie alles in dieser Woche korrigiert und sitzt nun auf der langfristigen Trendlinie auf. Ein Trendbruch hat noch nicht stattgefunden.

Auch das kumulierte Advance Decline hat, sofern man eine Trendlinie aus der Vergangenheit kopiert, noch keinen Trendbruch eingeleitet. Aktuell findet ausschließlich eine gesunde Entladung statt.

Der S&P 500 kombiniert mit meinen favorisierten beiden Breadth Indikatoren zeigt ein Bild eines möglichen Tiefpunktes, der jedoch noch nicht Fakt ist. Wir haben bei beiden Bullish Percent Index (mittelfristig) und Prozent-der-10 (kurzfristig) die wichtige Grenze von 30% unterschritten. Nun ist auf ein Drehen zu warten. Eine sehr ähnliche Situation hatten wir ein Dezember 2018.

Es *könnte* sein, dass diese Korrektur die Situation in den bullishen Ratios endlich bereinigt. In den letzten Monaten hatten wir ja immer steigende Kurse, auch wenn diese Ratios dies nicht dargestellt hatten - eine verkehrte Welt quasi. Anscheinend bereinigt sich dies und nach Finden des Bodens heißt es wieder long XLY überperformt long xlp, etc.

2. Point and Figure Charts

Heute eine Premiere. Leider ist die Qualität nicht wirklich berauschend. Das muss ich noch etwas ausbauen. Trotzdem ein erster Versuch (ehrlich gesagt, der 2. Versuch dieses Videos...), die Marktlage mit einem Video zu verbinden: Viel Spass!

Anbei die von mir beobachteten Point and Figure Charts:

Das 3-er Umkehr 40 Punkte Chart des S&P 500

Das 3-er Umkehr 20 Punkte Chart des S&P 500

Das 1-er Umkehr 20 Punkte Chart des S&P 500

3. Die Kauf-Lageampel

Die Langfristige Sicht

Ich finde, meine Ampel hat gute Dienste getan. Rechtzeitig auf gelb gesprungen und ebenfall rechtzeig auf raus. Wieso ist die Ampel runtergerauscht - schauen wir in den nächsten Charts.

Das Monthly des S&P 500 spricht Bände.
- Zwei Versuche, den Trendkanal oben noch einmal zu erreichen. Vergeblich.
- Ebenfalls hat die Nackenlinie der iSKS nicht gehalten.
- Ebenfalls hat der gleitende Durchschnitt nicht gehalten.
- Der RRG Indikator hat anstatt in den grünen Sektor zu starten heruntergedreht und steckt nun im roten Quadranten (grün und rot negativ)
- positiv zu bemerken ist, dass der Trend seit 2009 noch nicht gebrochen ist - hält diese Trendlinie womöglich?

Wie bedeutsam diese Korrektur ist, sehen wir in dem ultralangen Point and Figure Chart. Viele O-Spalten hatten wir seit 2009 nicht....Bislang waren die tiefsten Korrekturen 4 O-Kästchen bzw. 4x5% = 20%

Die Mittelfristige Sicht

Auch die mittelfristige Ampel hat mir bislang gute Dienste erfüllt. Bei Betrachtung der Entwicklung des S&P 500 (untere Kurve) ist der Ausstieg (Wechsel gelb nach schwarz) rechtzeitig gewesen.

Wie bereits oben erwähnt, ist der für mich wichtige mittelfristige Breadth Indikator auf den Status "Bear Confirmed" am 25.02.2020 gewechselt: ein klares Warnsignal. Mittlerweile hat er sehr schnell die wichtige Grenze von 30% unterschritten. Normalerweise bedeutet ein Drehen unter dieser Marke Richtung "Bull Alert" gute Kaufgelegenheiten. Schauen wir mal, ob der Markt uns das Geschenk macht, unter 30% sogar einen Bull Confirmed zu markieren. Dies würde gleichbedeutend einem 2.

Tief nach einer kurzen Erholung sein. Ich bin mir jedoch nicht so sicher. Just in der letzten Korrektur habe ich genau an dieser Stelle der Breadth Indikatoren einen solchen Verlauf pronostiziert und es kam nicht so. Zu viel Cash war an der Seitenlinie und somit kam keine richtige 2. Konsolidierung. Gerne würde ich die heutige Fund Manager's Allocation sehen - diese wäre sicherlich interessant. Wahrscheinlich ist, dass auch heute wieder viel Cash an der Seitenlinie steht und angelegt werden will. Erlaubt der Markt eine längere Phase des "Ausschüttelns" bevor er wieder nach oben sieht? Zu viele erwarten das in dem reflexiven Markt...

Das Sentiment ist wie erwartet deutlich in Richtung Bearish gesprungen.

Das Weekly Chart des S&P 500 zeigt die Konsolidierung in voller "Schönheit" - Wumms!
- PPO generierte ein Verkaufsignal im überkauften Bereich
- SMA 40 Wochen gerissen
- Trendbruch der Linie aus 2018/12
- RRG ist in den gelben Bereich gefallen - Trend Richtung roter Bereich

Da schreit nichts aber auch gar nichts nach "Kauf mich!"

Die kurzfristige Sicht

Mit der kurzfristigen Ampel bin ich am meisten noch nicht zufrieden. So ganz weiss ich noch nicht, ob ich diese verändern soll oder ganz abschaffe...

Der Fear and Greed Index ist an einer markanten Marke - es könnte nach diesem Indikator auch wieder nach oben gehen...

Das Daily Chart sieht grausam aus - eine Schlacht wurde hier geschlagen. Puh nur noch rot...

Bei genauerer Betrachtung sehen wir
- Das PPO ist überverkauft
- die letzte Stunde am Freitag war womöglich ein kleines, erstes Zeichen, dass die ersten Käufer wieder zurück kommen - ein Gap Up am Montag würde mich nicht wundern
- das RRG ist mit klarem Trend weiterhin im roten Bereich ohne im Momentum eine Wendung zu zeigen

4. RRG-Chart - Die anderen Assets und Sektoren

Der Vergleich der Assets Vergleichsindex VBINX

Kurz und Knapp:
Out: Aktien, Rohstoffe
In: Gold, Bonds

Jedoch wundere ich mich, dass diese Woche Gold ca. 5 % verloren hat bei einem fallenden Dollar (ca. 1%)! Was ist mit dem Ruf als Krisenmetall!?

Der Vergleich der Länder zum S&P 500

Kurz und Knapp:
Out: alles ausser...
In: China (häh? was ist das, müssen wir genauer anschauen...), Schweiz, (teilweise Japan)

Der Trend seit 2001 (!!!) ist immer noch intakt. Der Ratio-Indikator bei den Emerging Markets ist immer noch nicht aus dem Wedge gefallen - das Szenario langfristige Überperformance gegenüber US ist immer noch möglich.

Im Vergleich zum US Markt hat insbesondere der chinesische Markt die Konsolidierung recht gut weggesteckt. Ist der Grund die im Vergleich zum US Markt schlechte Performance in der Vergangenheit?

Japan lächelt mich im Moment nicht an. Erst, wenn der Deckel oben nach 3 Fehlversuchen durchbrochen wird, ist hier richtig was drin...

Der Vergleich der Sektoren zum S&P 500

Kurz und Knapp:
Out: Financials, Industrie, Rohstoffe, Cons. Staples, Healthcare, Biotech
In: weiterhin Tech, Utilities, Cons. Disc, Miners

Euer

Hullahuppi

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Wochenausblick KW20 2019



Heute liebe Mitglieder am Sonntag Abend, machen wir den Wochenausblick mal ein wenig anders.

Letztes Wochenende hat Donald Trump mit seinem Tweet am Sonntag Abend ja alles auf den Kopf gestellt und es entstand die schwächste Woche und stärkste Korrektur des Jahres 2019.

Nun stehen wir vor der Frage, ob diese 4,2% Korrektur im S&P500 schon ausreicht die sich als Differenz zwischen dem Hochpunkt am 01.05. und dem Tiefpunkt am letzten Freitag 10.05 ergibt.

Ich hatte Ihnen ja eine 5% Korrektur ab Mai über den Sommer hinweg angekündigt, wenn diese aber gleich am Anfang kommt, warum nicht?

Am Freitag wurden wir Zeuge einer Fortsetzung der Verhandlungen, haben aber gleichzeitig den Eindruck bekommen, dass das weniger konkrete, neue Verhandlungspfade, sondern mehr ein "Offenlassen" bis auf Weiteres ist - eine Art Patt-Situation. Trump signalisiert stark, dass er sich mit den laufenden Zöllen wohl fühlt, der Markt hat damit die Chance, sich mit dem Status Quo zu arrangieren.

Kurzfristig kann der Markt die neue Lage nun also einpreisen, mittelfristig wird er aber mit Argusaugen auf die Wirtschaftsdaten schauen, die sich in Folge der neuen Zölle entwickeln. Wenn sich hier wieder eine Abschwächung der Weltwirtschaft zeigt, wird der Markt erneut negativ reagieren.

Denn ein offenes Handelsgeplänkel ist weitgehend in den Kursen, eine weltweite Rezession definitiv nicht!

Ich gehe mit Ihnen daher heute durch eine große Menge Charts und danach versuchen wir mal gemeinsam ein Fazit zu ziehen, ob kommende Woche die Bullen den Dip schon wieder kaufen können, oder der Markt nun eher erst richtig nach unten in Bewegung kommt.

Bevor wir das tun sei aber noch gesagt, dass die kommende Woche an Wirtschaftsdaten eher überdurchschnittlich ist, wir haben jede Menge FED-Mitglieder vor den Mikrofonen und unter anderem am Díenstag den ZEW, am Mittwoch früh wichtige Daten aus China und die US Einzelhandelsumsätze, am Donnerstag den US Philly Fed Index und am Freitag EU-Verbraucherpreise sowie allgemein eine OpEx.

Kommende Woche beginnt die Quartalssaison zunehmend abzuflauen, wir haben aber noch einige interessante Quartalszahlen wie folgt:

Montag: Rosneft, Bridgestone, E.ON, Hochtief, Prysmian

Dienstag: Allianz, Merck KGaA, Vodafone (VOD), Nissan, Agilent (A), Innogy, Deutsche Wohnen, Ralph Lauren (RL), ThyssenKrupp, Amdocs (DOX), Scout24, Cyberark (CYBR), Lanxess, Stroer, K+S, Evotec

Mittwoch: Tencent, Alibaba (BABA), Cisco (CSCO), Lafarge Holcim (LHN), RWE, UbiSoft (UBIP), United Internet, Drillisch, Tui

Donnerstag: Walmart (WMT), IQIYI (IQ), NVidia (NVDA), Baidu (BIDU), Applied Materials (AMAT), National Grid (NG), Generali, Pinterest (PINS), Bouygues (BOUY), Burberry (BURBY), Aegon (AEGN), RTL Group, Südzucker, Wienerberger, KWS Saat, Patrizia Immobilien

Freitag: Deere (DE), Richemont (CFR), Gazprom, Porsche, Sage (SGE), DrReddys Lab (RDY), Dürr,

Nun aber zur Lage und den Charts:

Die letzte Woche brachte im SPX die ganze Woche Abwärtsdruck, Trumps Tweet und der plötzlich Bruch in den vermeintlich gut laufenden Handelsgesprächen, hat also seinen Tribut gefordert.

Wir sehen in Lila auch die Trendlinie, unter der es abwärts ging, diese wurde am Freitag Abend aber nach oben gebrochen:

Der S&P500 im Daily zeigt, dass die 5% Korrektur und die 2.800er Unterstützungszone fast erreicht wurde. Wenn es hier drehen sollte, wäre das durchaus logisch:

Ich betone aber noch einmal, dass selbst wenn hier die Obergenze als Linie gezeichnet ist, es sich nach unten um eine Unterstützungszone um 2.800 im SPX handelt, die 200-Tage-Linie bei derzeit ca. 2.780 gehört noch dazu.

Der Russell2000 der kleinen Aktien hat die 200-Tage-Linie *nicht* verloren und zweimal verteidigt. Das Setup nach oben ist immer noch vorhanden und hier lässt sich ein Long-Setup nach unten hervorragend absichern:

Der DAX hat noch ein wenig Luft nach unten, vielleicht wird das ja gleich am Wochenanfang abgefackelt. Dann sollte diese gezeigte Zone aber für eine Gegenbewegung gut sein:

Der deutsche Markt aus Sicht der US Anleger in Form des ETFs EWG hat die 200-Tage-Linie verteidigt, steht vor einem "Golden Cross" des 50er durch den 200er SMA und hat das Reversal am Freitag unter erhöhtem Volumen vollzogen.

Das ist ein gutes Omen für den DAX, denn ohne institutionelle US-Zuflüsse, bleibt der DAX ein schlaffer Sack:

Die Emerging Markets inklusive China, hier im ETF EEM, leiden wenig überraschend weit stärker unter dem Konflikt und Trumps Drohungen. Hier wird nun schon um die 200-Tage-Linie gekämpft:

Fear & Greed hat den überkauften Zustand völlig abgebaut:

Sentix hat ->hier <- eine Übersicht, wie stark die Stimmung gefallen ist. Das betrifft nur deutsche Anleger, ist aber bezeichnend und konträr, also bullisch, zu lesen:

Die Volatilität in Form des US VIX hatte ihren Höhepunkt letzten Donnerstag und hat damit den Spike vielleicht schon hinter sich:

Gold sendet in Dollar überhaupt keine Krisensignale und mäandriert in einem zulaufenden Keil abwärts:

Die 10-jährigen US T-Bonds in Form des ETFs IEF haben unter mässigen Volumen nicht einmal das Niveau von Ende März erreicht. Im Dezember letzten Jahres, sah das noch anders aus.

Von Umschichtungen des großen Geldes von Aktien in Bonds kann also überhaupt keine Rede sein:

Und die US High Yield (Junk) Bonds in Form des ETFs JNK haben nur geordnet konsolidiert und senden auch keine Krisensignale:

So ... und was schließen wir daraus?

Völlig klar ist, dass das Thema Handel weiter alles bestimmen wird, außer im Nahen Osten bricht ein Krieg aus.

Jederzeit kann also ein völliges Scheitern der Verhandlungen einen schmerzhaften Abgabeprozess in Gang setzen, der dann durchaus für 10+% gut ist, da sollten wir uns keiner Illusion hingeben.

Jederzeit kann aber eine positive Wende auch den Markt stark nach oben katapultieren.

Wenn wir diese unberechenbaren Variaten mal beiseite lassen, zeigen die Charts oben in meinen Augen eine sehr gute Ausgangslage, mit der man sehr schön operieren kann.

Wir haben nämlich diverse Indizes, die auf oder nahe wichtigen Widerstandszonen notieren, gleichzeitig ist das Sentiment nicht mehr überkauft und die besagte 5% Korrektur ist fast vollendet.

Das ist eine Ausgangslage, in der man nach oben etwas wagen kann und gleichzeitig eng und sinnvoll nach unten absichern, weil die Unterstützungszonen bzw, die Tiefs von Freitag sinnvolle Marker generieren.

Das ist wieder so ein spannender Moment, wo Rally und Korrektur nah beinander liegen und die richtige Aufstellung eine Menge Chancen generiert.

Das ist in meinen Augen auch eine Situation, bei der man nicht unbedingt lange abwarten muss, wohin sich die Dinge entwickeln, sondern sich für eine Seite entscheiden kann und die Gegenseite sinnvoll und eng absichern - und dann entscheidet das Schicksal. Wer also daran glaubt, dass der Bullenmarkt weiter geht, weiss was zu tun ist.

Wenn Sie mich fragen, hat die Aufwärtsbewegung kommende Woche tatsächlich die besseren Karten, so es keine neuen Nachrichten gibt. Die obigen Charts sprechen eher diese Sprache mit mir.

Aber es wird nicht einfach werden, gerade weil viele so wie oben denken werden. Rechnen wir also mit einigen Swings sowie fiesen "Abfischern" nach unten, auch die 200-Tage-Linie bei ca. 2780 kann noch ins Spiel kommen, ohne dass sich bei dann 6% Korrektur das generelle Bild dadurch ändern würde.

Was jeweils im Sinne Risikomanagement eine "gehaltene Unterstützung" bedeutet, will also gut und im Zweifel mit etwas mehr Luft zum Atmen definiert sein. Auch hier gibt die Strategie vor, wie eng wir agieren, im Wissen dass enge Stops auch mehr Fehltrigger generieren.

Ich persönlich bleibe aus Investmentsicht in meiner Pi-mal-Daumen 70% Long Aufstellung, habe aber kommende Woche vor, im obigen Sinne auf der Trading-Seite mal mehr zu wagen als die letzten Wochen.

Mit dem Blick auf Chancen und positiv aktiviert, gehe ich also in diese spannende Woche. Und die Absicherung nach unten ist glasklar und hart, was die Sache gelassen angehen lässt.

Passend dazu möchte ich mit einem Zitat aus -> diesem Artikel <- schließen:

Der Optimist hingegen weiß, dass er gegen den Strom schwimmt. Er benötigt gute Gründe für Optimismus und eine innere Robustheit, um im Ringen mit dem Zeitgeist nicht weggerissen zu werden. Das ist nicht immer leicht. Aber zugleich macht es glücklicher und zufriedener. Wahrscheinlich gibt es in unseren Zeiten kaum etwas Aufmüpfigeres, als optimistisch zu sein. Optimisten leben in einer schöneren Welt – nicht, weil sie Hässlichkeit ausblenden, sondern weil sie im Jetzt den Beginn einer womöglich besseren Zukunft sehen und sich dafür einsetzen und darauf freuen können. Genießen Sie diese Freude und entdecken Sie, wie schön es ist, im Gegenwind nach oben zu steigen.

Ich bitte dieses Zitat aber nicht nur auf die kommende Woche zu beziehen, denn ich wiederhole, dass wenn der Handelskonflikt nun in einem Patt endet, in dem man sich mit gegenseitigen Zöllen überzieht, das früher oder später zu schlechteren Wirtschaftsdaten und fallenden Kursen sorgen wird. Erneut, freier Handel ist immens wichtig!

Die Frage ist aber, wie wir an die Zukunft heran gehen, ob das Glas halbvoll oder halbleer für uns ist. Die Menschen, die es halbvoll sehen, sind damit erfolgreicher und sind in der Regel auch die, die die Welt voran bringen.

Sinnvoll auf schlechte Nachrichten vorbereiten, sollten sich aber auch Optimisten, damit sie keine Traumtänzer, sondern auch Realisten sind. Denn:

Wir hoffen auf das Beste und bereiten uns auf das Schlimmste vor!

Ich wünsche uns allen viel Erfolg!

Ihr Hari

PS: Damit das nicht missverstanden wird, ich spreche oben über die kommende Woche, also den kürzeren Zeithorizont (Hourly und Daily). Im mittleren Zeithorizont (Weekly) hat eine Seitwärtsrange zwischen Hochs und 200-Tage-Linie über den Sommer immer noch gute Chancen und ist unverändert mein präferiertes Szenario, bevor es dann zum Jahresende wieder hoch gehen kann und das starke Jahr 2019 vielleicht stark abschließt. Zu diesem mittelfristigen Szenario passt meine derzeitige "70% Aufstellung".

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Wallstreet Stream 09.10.18



15:02 MEZ

Der Markt steht heute wieder vor der gleichen Frage wie gestern: Ist es Zeit für einen Bounce?

Kann sein, kann nicht sein, mein Eindruck ist, dass die Chancen heute aber besser als gestern sind, dass dieser kommt und ernst zu nehmen ist.

Statt zu raten, schauen wir lieber auf den Markt und der hat im E-Mini Future eine Struktur, aus der was werden *könnte* - Konjunktiv!

15:08 MEZ

Was bei Alphabet (GOOGL) passiert ist bemerkenswert: -> Google schaltet Google+ ab <-.

Es ist bemerkenswert, weil es zeigt wie sich die Wahrnehmung verschoben hat und wie Sicherheitabspekte plötzlich höchst relevant sind, nachdem die Oberkrake Facebook (FB) genau deswegen langsam abschmiert:

Wirtschaftlicher Schaden, das ist was arrogante Großkonzerne in Wallung bringt, der Rest sind Petitessen. Und bei Google baut sich da ein noch größeres Risiko auf, das auch mit dem Konkurrenten Amazon zu tun hat, lesen Sie dazu:
-> Maybe Amazon will just put Google out of business now, because why not? <-

Der Artikel ist vielleicht etwas übertrieben wie vieles dort, er hat aber einen Punkt. Die Zeiten für alle die mit Daten der Kunden Geschäft machen werden härter und auch Google ist nicht unangreifbar. Und das ist gut so.

Bei Alphabet würde ich deswegen einen Trendbruch sehr kritisch auf dem Radar haben, wenn er denn stattfindet:

15:15 MEZ

Auch die nach oben ausbrechenden Renditen der lang laufenden US T-Bonds, sehen so aus, als ob diese mal eine Pause - einen Durchschnaufer - brauchen.

Auch das deutet in Richtung der Chance, dass heute der Tag einer Gegenbewegung ist. Früher war das immer der berühmte "Turnaround Tuesday", dieses Muster ist aber in den letzten 2 Jahren kaum noch aufgetreten:

15:30 MEZ

Schauen Sie mal der MDAX in den letzten Tagen. Das hat schon fast den Charakter eines Crash und schreit nun nach einem "Snapper":

15:48 MEZ

Wie schwer es uns der Markt mitunter macht und wie leicht man doch manchmal damit umgehen kann, zeigt uns aktuell Intuitive Surgical (ISRG).

Dieser Marktführer für roboterbasierte Operationen, ist so eine Aktie, die man schon immer haben wollte, einem aber nie einen leichten Einstieg erlaubt hat.

Und nun? Ist er nun da, der Einstieg?

Langfristig schwer zu sagen, nach so einem Einbruch kommt gerne trotz Rebound noch was nach und wir haben hier noch keine Wendeformation. Aber kurzfristig, ist so etwas eher eine Chance, wenn eine so begehrte Aktie so überverkauft ist. Und selbst langfristig kann man das diskutieren, wenn man auf das Chart dazu schaut:

Und nun kommt etwas, womit ich mich schwer tue das zu kommunizieren, weil es das Verhalten eines "Ritters" ist und in unerfahrenen Händen zu Verlusten führen wird.

Ich predige ja immer, dass man einen Plan haben muss und den Zeithorizont im Blick. Das stimmt, das muss man lernen und vor allem muss man lernen, sich daran zu halten.

Wenn man diese Stufe aber erreicht hat, wirklich erreicht hat, kann man wieder lockerer werden und bei so einer Aktie nun bewusst als Trade einsteigen, dabei aber auch ein Investitionspotential im Auge haben.

Sprich man kann als Trade einsteigen und absichern und definitiv wieder aussteigen, wenn die Aktie unter den nahen Stop fällt. Wenn das aber nicht passiert und hier tatsächlich ein Trendtief war, bleibt man drin und macht es zu einem Investment.

Wenn man so will ist es also ein kombinierter Plan, eine Kombinations-Strategie. Als Trade setzt man darauf, dass eine starke Aktie einen Rebound vollzieht, verschafft sich damit aber auch die Chance für einen Einstieg in eine längerfristige Position.

Natürlich vermischt man damit zwei Zeitebenen, der entscheidende Punkt ist aber, dass man das schon vorher bewusst so gemacht hat und nicht erst hinterher - wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist - einen Verlusttrade zum Investment umwidmet.

Und der Unterschied ist eben auch, dass ein Gewinntrade dann zum Investment wird, einen Verlusttrade schneidet man dagegen weiter gnadenlos ab.

Solche kombinierten Vorgehensweisen sind nicht nur legitim, sondern ganz offen, ich operiere oft so. Es sind einfach Kombinations-Strategien und auch das sind legitime Strategien, wenn man sie offen und von Anfang an verfolgt.

Bevor man sich aber an so etwas heran wagt, müssen die Basics sitzen, muss man zum "Knappen" gereift sein. Denn wenn die Basics nicht sitzen, dann garantiere ich, dass man sich bei so komplexeren Strategien am Ende selber betrügen wird.

16:10 MEZ

Na, na, na, das sieht doch immer mehr nach iSKS aus, oder?

Die Marktstruktur hat uns hier wieder den Weg gewiesen, man muss nur hinschauen und geduldig warten, bis es soweit ist.

16:44 MEZ

Auch Du mein Sohn Russell hast nun eine Chance:

Wir sehen überall das Grün sprießen, das ist nun ein viel ernst zu nehmender Versuch als gestern. Heute agiere ich aktiv - so ich im Zug kann - gestern habe ich nichts gemacht und gewartet.

Nun würden Sie natürlich gerne von mir wissen, ob das schon das Ende der "Korrektur" ist oder nur eine Gegenbewegung, bevor es wieder runter geht.

Sie kennen die Antwort, ich weiss es auch nicht. Aber noch schlimmer, eines weiss ich mit Bestimmtheit: Solange Sie diese Frage in sich noch stellen, solange sind Sie noch nicht da, wo sie hin müssen. Denn diese Frage ist nie zu beantworten.

Die viel intelligentere Frage zu stellen ist, wie geht man mit einer Situation um, die eine Wende werden könnte, aber auch nur der Vorbote weiteren Ungemachs sein kann?

Meine persönliche Antwort - nur für mich gültig, weil ich ich und nicht sie bin - habe ich Ihnen ganz bewusst schon bei Intuitive Surgical gegeben. Ich wage in so Situationen etwas, ich kaufe also. Ich bin aber bereit und bin da ganz konsequent, diese Käufe sofort wieder abzustoßen, wenn sich das mit der Wende doch nicht realisiert.

Wenn man so will, "erprobe" ich den Markt, in dem ich mich in ihn begebe. Den Ausgang entscheidet auch der Markt und das weiss ich und grübele nicht und ängstige mich nicht.

Stellen Sie also auch für sich und Ihre Psychologie die richtigen Fragen. Nicht "wo steht der Markt" morgen, sondern "wie gehe ich mit der Unsicherheit der Situation am besten um?"

17:04 MEZ

Biomarin Pharmaceuticals (BMRN) hatte ich Ihnen ja im -> Stream von Freitag <- wegen seiner relativen Stärke gezeigt.

Erneut wurde bewiesen, dass relative Stärke oft indikatv ist, denn diese hat sich fortgesetzt:

17:10 MEZ

Und wenn wir schon bei relativer Stärke sind, muss ich erneut an ThyssenKrupp (TKA) erinnern, zuletzt -> letzten Donnrstag <- hier Thema.

Nachdem die Zerschlagung öffentlich ist, ist relative Stärke in der Aktie. Die Aktie hat einen guten Teil des Pops wieder abgegeben, so wie das üblich ist, hat die Schwäche des DAX aber *nicht* mehr mitgemacht und das ist schon sehr bemerkenswert:

17:22 MEZ

Auch das hier bei Danaher (DHR) ist für Investoren ein ganz interessanter Moment, oder? Wenn wir mehr so Charts bei Bluechips finden, ist die Chance auf einen Boden hier sehr real.

Der Markt ist eben primär ein "Market of Stocks" und kein "Stock Market":

17:30 MEZ

Der Markt kämpft und kann sich nicht entscheiden. Wir sollten nicht versuchen klüger als dieser zu sein, wir wissen es auch nicht und ich sehe keine klaren Signale, die das Eine oder Andere klar präferieren würden:

Wenn Sie sich an dieses Szenario einer theoretisch denkbaren SKS im SPX vom Sonntag im Ausblick erinnern, war ein Bounce sowieso ganz logisch, was danach kommt ist trotzdem offen:

Ich verlasse Würzburg nach Norden und komme gleich in die grandiose, verbindungslose Neubaustrecke - verbindungslos seit dem Bau vor 20 Jahren.

Ich melde mich dann noch einmal in Fulda, wenn ich dem "geliebten" Management voin K+S zuwinken kann. 😉

18:00 MEZ

So, meine letzte Meldung im Stream. Das sieht ganz gut aus, der Bounce bekommt Boden unter den Füßen, hat aber noch *nicht* richtig getriggert:

Hier ist also kurzfristig alles noch möglich, wiewohl die sehr klare Struktur eher auf Ausbruch deutet.

Wenn und falls der Ausbruch kommen sollte, steht dann Ende der Woche die Frage der SKS im Raum, also ob dieser Rebound mit niedrigerem Hoch wieder verkauft wird.

Das wäre - wenn es passiert - ein Moment an dem man dann ein wenig nervös werden darf. 😉

Aber da sind wir noch nicht, wir navigieren wie immer Tag für Tag.

Ich bin am späten Abend noch einmal Online im Forum. Ansonsten wünsche ich einen schönen Abend!

Ihr Hari

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Wallstreet Stream 04.10.18



15:15 MEZ

Die Futures sind leicht im Negativen, das ist aber so verhalten, dass man daraus nichts ableiten kann. Das gestiegene Risiko im Markt kommt nun bei vielen an, die auch auf Sektor-Rotation, einen schwachen Russell2000, den Dollar, Bond-Renditen und Co schauen und sich wundern, ob sich hier eine größere Veränderung im Markt anschickt, nun doch Realität zu werden.

Wenn ich das Verhalten des Marktes in den letzten 2 Jahren zum Vorbild nehme, dann setzt sich jetzt ein Prozeß über vielleicht 3-5 Handelstage in Gang, in denen der Markt entweder nun sofort zur echten Korrektur antritt, oder - wenn das nicht passiert - wieder nach oben ausbricht.

Dahinter steht der reflexive Mechanismus, dass je mehr sich der Thematik bewusst werden, diese ja auch entsprechende Anpassungsmaßnahmen vornehmen. Wenn dann der Letzte auch etwas abgebaut hat und auf eine 5-10% Korrektur vorbereitet ist, kann sie genau deshalb nicht mehr kommen, weil Korrekturen systembedingt immer für die Mehrheit "überraschend" sein müssen, sonst sind es keine Korrekturen.

Es wird also spannend und die Arbeitsmarktdaten am morgigen Freitag sind sicher ein wichtiger Katalysator. Wenn diese vorbei gehen und die nächste Woche beginnt, ohne dass der Markt auch dann zu weiterer Schwäche neigt, muss sich unser Blick wieder stärker damit befassen, dass es einfach nach oben weiter geht und die 3.000 im SPX bald fallen.

15:34 MEZ

Hier ist der S&P500 E-Mini Future, die Linie ist der gestrige Handelsschluß. Wir sehen die Eröffnung im Minus, sehen aber auch, wie der Future vorbörslich schon zur Wende angesetzt hat.

Es erscheint also wahrscheinlich, dass wir erst ins Positive drehen und dann sieht man weiter.

15:45 MEZ

Interessanterweise, haben nun auch die Copper-Futures eine Art Wendeformation generiert, die eher für steigende wirtschaftliche Aktivität, gerade in China, spricht.

Es fällt mir schwer das perfekt in ein Gesamtbild einzubauen, bärisch ist das aber nicht:

16:04 MEZ

Wie heisst es so schön in Comics: Uh, Oh!

Das ist meine Reaktion wenn ich sehe, dass der Markt den zuletzt fast sicheren Gapfill einfach abgebrochen hat. Es wird interessant:

16:10 MEZ

Sie erinnern sich ja sicher an das Caterpillar (CAT) Setup, das ich Ihnen erst vorgestern im -> Stream vom 02.10. <- gezeigt habe.

Das ist wunderbar gelaufen, die Flagge wurde lehrbuchmässig sofort nach oben ausgelöst und sieht nun so aus:

Aus dem kleinen Flaggen-Setup, das erfolgreich gestartet ist, wird jetzt also ein größeres Wende-Setup wie folgt. Auch das gibt es, das Setups ineinander "morphen":

Der Gesamtmarkt muss natürlich mitspielen. Wenn der nun fällt, wird eine CAT nicht steigen können und bestenfalls weniger verlieren.

16:24 MEZ

Uh, Oh die Zweite:

0,6% Minus im SPX nach einer knappen Stunde, ist etwas was es lange nicht gab. Jetzt ab 16:30 Uhr kommt die Zeit des BTFD und des Gapfills. Wenn das heute nicht kommen würde, wäre das ein weiterer kleiner Domino-Stein eines sich ändernden Marktenvironments. Uh, Oh sozusagen. 😉

16:32 MEZ

Not pretty 🙂

Inseln der Stärke sind vor allem die Großbanken. Das liegt daran, dass steigende Rendite für diese positiv sind, weil sie höhere Margen erlauben. Relativ stabil ist auch Öl, warum ist wohl selbsterklärend:

16:52 MEZ

NASDAQ ganz schwach, 1,4% sind eine Hausnummer nach einer guten Stunde. Biotech, Big-Tech, Semis, alles tiefrot.

Jetzt haben wir pünktlich den Reversal-Versuch, so richtig überzeugend ist das aber noch nicht:

16:58 MEZ

ThyssenKrupp (TKA) hat den Pop nach der Aufspaltungsmeldung weitgehend wieder abgegeben, das aber unter fallendem Volumen und heute trotz schwachem Markt kein Minus mehr.

Wer davon überzeugt ist, dass die Aufspaltung Wert hebt, hat jetzt vielleich eine taktische Chance. Aber natürlich muss auch hier der Gesamtmarkt mitspielen:

17:24 MEZ

Hier der NASDAQ Composite, also der breite NASDAQ mit allen kleineren Unternehmen und nicht nur den 100 Größten.

Was wir hier sehen ist ein niedrigeres Hoch - das ist schon mal bemerkenswert - und ein Aufsetzen auf der 50-Tage-Linie.

Wenn wir hier wieder drehen ist alles in Ordnung und alle Sorgen verflogen, ein singuläres niedrigeres Hoch kann in einer Konsolidierung immer mal sein.

Wenn wir hier aber durchfallen, können vorsichtigere Anleger, die ihre Signale sehr eng führen und mit kürzeren Zeithorizonten operieren, hier schon einen gelben Alarm auslösen, denn eine Trendwechsel-Gefahr ist dann real:

Langfristige Anleger dagegen, die den NASDAQ Composite mit Wochenkerzen betrachten, werden da noch nicht aktiv, sondern gehen erst in den gelben Alarm, wenn die Unterstützung ca. 5-6% tiefer fällt, dort wo auch die 200-Tage-Linie dann hochkommt und ich einen gelben Stern markiert habe:

Langfristige Anleger rechnen also sogar mit dem rosa Pfad und betrachten das als Chance.

Wir sehen daran wieder, dass auch das Risikomanagement und damit auch die Aussage, wann man selber in einen "Alarm" wechselt und auf Sicherheit spielt, nicht absolut, sondern relativ abhängig von der eigenen Strategie ist.

Und langfristige Anleger tun dann auch gut daran, sich daran zu halten und sich nicht von kürzerfristigen Erwägungen verrückt machen zu lassen. Eine gewählte Strategie muss auch mal durchgehalten werden, sonst weiss man nie welche funktioniert und welche nicht.

17:45 MEZ

Was ist eigentlich im DAX los, während die US Indizes korrigieren?

Der DAX ist erstaunlich stabil und nicht zwingend bärisch zu sehen, während der MDAX den über den Atlantik kommenden Schmerz spürt und deutlich korrigiert:

Es bestätigt meine Sicht, dass der DAX aus sich heraus, aus seiner eigenen Marktmechanik heraus, nun für Überperformance und relative Stärke reif ist.

Aber ohne dass die US Indizes mitspielen, werden das bestenfalls geringere Verluste werden. Dass ein DAX deutlich steigt, während der SPX deutlich fällt, sehe ich eher nicht. Ein Schwanz kann zwar wedeln, sich aber nicht vom Hund abkoppeln.

17:58 MEZ

Übrigens, ganz interessant und passend zu den Kupfer-Futures ist, dass Rio-Tinto hier kurz vor einer Wende steht und ein nicht uninteressantes Setup besitzt:

Solange Rohstoff-Werte so aussehen, geht die Welt nicht unter, nur weil ein objektiv überdehnter NASDAQ mal endlich korrigiert.

18:02 MEZ

So ... der SPX fällt weiter, BTFD ist ausgefallen. Ein weiteres Mosaic-Steinchen, das für riskantere Zeiten voraus spricht:

Auch der SPY droht jetzt ein erstes niedrigeres Tief zu bilden, ich denke da werden jetzt gerade einige langsam nervös:

Wie das weitergeht wissen wir immer noch nicht, auch das kann noch ein Täuschungsmanöver sein, wie wir es schon so oft hatten. Aber ich denke man kann schon jetzt sagen, dass meine Warnung von vorgestern im Sinne -> Aufrecht im Sessel <- präzise den Punkt getroffen hat, zu dem der Markt wackeliger wurde.

Wir sehen daran, man kann den Markt sehr wohl lesen, man sollte sich aber darauf konzentrieren das Spielfeld zu beobachten - denn da habe ich meine Signale bekommen - und nicht herum zu raten.

In diesem Sinne machen Sie es gut, Morgen wird der US Arbeitsmarktbericht um 14:30 Uhr eine Wegscheide sein und kann die aktuelle Schwäche auch gleich wieder ausmerzen, falls ein "Goldilock" heraus kommt. Wenn der Bericht aber zu stark ist, dann steigt die Korrekturgefahr noch weiter, die schon jetzt spürbar ist.

Machen Sie es gut!

Ihr Hari

*** END OF STREAM ***

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110. Rohstoffe, Aktien und Bonds über verschiedene Zeitebenen



Hallo zusammen,

heute werde ich Charts von verschiedenen Assets in verschiedenen Zeithorizonten betrachten. Schauen wir mal, wie es um
- Gold,
- Rohstoffe,
- Aktien und
- langfristige Bonds

in den Monats-, Wochen- und Tagescharts steht.

1. Gold

Das Monats-Chart von Gold zeigt, dass der Rohstoff in einer sehr spannenden Lage ist.

Wir haben einen stabilen Aufwärtstrend. Aktuell findet eine Konsolidierung statt.

Dazu ist ein paraller Verlauf mit dem inversen Dollar (Indikator direkt über dem Chart - $One:$USD)) zu erkennen. Seit der Dollar wieder stärker wurde ist Gold schwächer geworden. Es ist auch zu erkennen, dass sich Gold schwächer als der Dollarkurs entwickelt hat. Während der inverse Dollar eine Flagge ausbildet und in den letzten Monaten ein kleines Zwischenhoch ausgebildet hat, konnte Gold dies nicht nachvollziehen. Hier hat sich eine tassenförmige Konsolidierung ohne einen Ausbruch gebildet.

Ebenfalls ist zu erkennen, dass sich Gold seit 2011 im Vergleich zum VBINX in einer Unterperformance befindet. Diese ist in den letzten 3 Jahren zu einer gleichmäßigen Performance übergegangen. Stärke sieht bei Betrachtung des RRG - Indikators anders aus.

Das Wochen-Chart spricht die gleiche Sprache. Im inversen Dollar ist der Ausbruch zu erkennen, den Gold aus der Tasse heraus nicht mitgehen konnte. Ebenfalls ist ein zuspitzendes Dreieck im Ratio zu VBINX zu erkennen.

Kann der Ausbruch gelingen und Gold liefert endlich wieder eine Überperformance?

Das Daily Chart zeigt eine Unterstützung bei 1.300 $. Sollte der Dollar weiter steigen, wird der Rohstoff diese möglicherweise auch reissen.

Zu beachten in diesem Zusammenhang ist das Ratio mit Silber. Sollte der Dollar weiter fallen und Gold und Silber ausbrechen, ist in diesem Fall Silber dem "großen Bruder" vorzuziehen. Das Ratio befindet sich auf einem historischen Tief. Vieles hängt am weiteren Verlauf des Dollar.

Der COT-Report zeigt keine all zu bullishe Situation.

2. Rohstoffe

Rohstoffe sehen langfristig interessant aus. Aktuell befindet sich der DBC *noch* in einem Abwärtstrend. Er nähert sich aktuell an einen massiven Widerstand aus 2009 an. Ebenfalls hat sich ein kurzfristiger Aufwärtstrend mit Zwischenhochs gebildet. In der Volumenstruktur ist in den letzten Monaten vermehrtes Kaufinteresse zu beobachten. Das RRG Chart sieht ebenfalls nach Stärke aus.

Das Wochen-Chart insbesondere die Relative Stärke lässt auf mehr hoffen. Hier riecht es nach einem Ausbruch aus der Bodenbildung im Vergleich zum VBINX.

Die Asset Allocation spricht aktuell kein großes Argument für oder gegen anhaltende Steigerung der Kurse.

3. Aktien

Die Aktien haben auf Monatsbasis dem VBINX den Rang abgelaufen. Wir erkennen im Ratio zum VBINX einen sehr stabilen Aufwärtstrend. Dieser ist aktuell nicht gefährdet. Einzig ist im RRG Indikator ein schwächelndes Momentum zu erkennen. Werden die Aktien nun in den Weakening Sektor im Monatschart eintauchen und die Schwäche-Phase hin zum unteren Ende des Trendkanals geht weiter?

Wir erkennen im Wochen-Chart einen steil abfallenden PPO Indikator, der jedoch noch deutlich Luft nach unten hat. Ebenfalls hat sich ein Dreieck im Chart gebildet. Das Volumen sieht nicht vertrauenserweckend aus. Stärke sieht anders aus.

Das Ratio zum VBINX zeigt eine Bullenflagge. Ist dies also nur eine gesunde Konsolidierung auf dem Weg weiter nach oben? Der RRG Indikator zeigt ein Momentum am historischen Tiefpunkt. Kommt langsam wieder leben in den SPY, damit er die Schwächephase überwinden kann?

Auch im Tages-Chart ist keinerlei Stärke zu erkennen. PPO und RRG-Indikator zeigen wieder in die südliche Richtung.

Die Asset Allocation spricht aktuell kein großes Argument für oder gegen anhaltende Steigerung der Kurse.

4. Bonds

Die Monats-Ansicht der langfristigen Bonds zeigt einen stabilen Trendkanal. Das Ratio zum VBINX befindet sich auf einem historischen Tief.

Das Wochen-Chart hingegegen zeigt leichte Stärke. Das Ratio zum VBINX ist bereits aus dem Abwärtstrend ausgebrochen und führt zu einem RRG - Indikator im Improving Quadranten.

Ebenfalls *könnte* das Daily Chart im Ratio VBINX eine Bodenbildung darstellen. Man kann im April ein höheres Tief ausmachen. Ebenfalls ist das RRG Ratio wieder am steigen.

Die Asset Allocation spricht eher für steigende Kurse, da aktuell der Pessimismus überwiegt.

Euer

Hullahuppi

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Wallstreet Stream 10.01.18



15:10 MEZ

Da ist sie also endlich, die überfallige und für diese Woche zu erwartende Korrektur. Auslöser sind steigende Bond-Renditen sowie mediales Gerede vom grossen -> Bond-Bärenmarkt <- seitens Bond-Guru Bill Gross.

Befeuert wurde das dann noch von Nachrichten aus China, nachdem China seine Käufe von US Staatsanleihen zurück fahren soll. Das befeuert natürlich die Renditen und drückt die Bonds, denn wenn weniger Nachfrage da ist, müssen die Schuldner mit höheren Zinsen "locken".

Und nach der reinen Lehre drückt das auch auf Aktien, weil mit steigenden Renditen bei Bonds Aktien ja ein stärkerer Wettbewerber um Kapital entsteht. Der paralle Anstieg von Bonds *und* Aktien in den vergangenen Jahren war nur durch die Verzerrung des Marktes durch die Notenbanken möglich.

Ist 2018 also das Jahr der grossen Wende bei den Staats-Anleihen und werden Bonds und Aktien wieder ganz untypisch in die gleiche Richtung laufen - dieses Mal beide nach unten?

Möglich ist es. Die Wende bei den Bonds erscheint sehr logisch, immerhin gehen die Notenbanken ja nun auch in die Richtung, wenn auch zaghaft, die Zeit der sinkenden Zinsen ist vorbei.

Ob das aber so negativ auf die US-Aktienmärkte durchschlägt, da bin ich noch nicht überzeugt. Denn wir haben die US Steuerreform nicht nur als unmittelbaren Treiber für die Gewinnmargen und wie lange und wie stark der Effekt läuft, ist in meinen Augen zweifelhaft. Zu hohe Bondrenditen sind einfach nicht mehr tragbar und deshalb kann und wird die FED diese auch nicht zulassen. Und aus sehr niedrigem Niveau steigende Renditen waren für den Aktienmarkt historisch selten ein Problem.

Das ist aber letztlich alles Spökenkiekerei und es ist ganz typisch, dass diese ganz grundsätzlichen Ängste genau dann kommen, wenn der Markt mal korrigiert. Dabei braucht man keine Bonds um mal eine kleine Marktschwäche zu erklären, nach der Rally vom Jahresanfang ist das völlig normal und alles andere als unerwartet!

15:15 MEZ

Passend dazu: -> Bond yields hit multi-month highs on report China may slow U.S. bond purchases <-

15:30 MEZ

Hier ist mal wieder der bekannte ETF TLT der lang laufenden US Staatsanleihen. Diese Linie ist keine Trendlinie, sondern soll nur die Steigung symbolisieren. Ohne die FED, wäre dieser Anstieg seit 2011 nicht möglich gewesen.

Nun kann das durchaus eine Topbildung sein und der TLT durchfallen, das Chart impliziert das durchaus. Passiert ist es aber noch nicht, auch wenn die Gefahr klar besteht:

15:50 MEZ

Nasdaq 100 mit erstem Gap-Down des Jahres an den unteren Rand der Bollinger Bänder. Ein Rückgang bis 6.600 wäre völlig normal und sehr gesund:

15:52 MEZ

Intraday-Struktur beim DAX weist eher nach unten, mindestens bis zu den heute früh genannten 13.200:

16:02 MEZ

Erfreulich, Öl&Gas Dienstleister im ETF XES auch im schwachen Markt weiter positiv. Klar bullisches Setup weiterhin:

16:34 MEZ

Hmmm. Ich weiss noch nicht so recht, was ich von der "Korrektur" halten soll, die Dipkäufer waren schon wieder unterwegs. Aber noch immer favorisiere ich im NASDAQ 100 weitere Schwäche bis 6.600:

16:38 MEZ

Twitter (TWTR) sieht übrigens immer noch recht konstruktiv aus, eher eine Konsolidierung als das Ende der Aufwärtsbewegung:

Und sollte es hier nach oben heraus gehen, wird es richtig interessant:

17:20 MEZ

Von höheren Zinsen profitieren auch die Banken in Europa. Das hat man heute querbeet auch gesehen, selbst die Obergurke Deutsche Bank hat nach oben gezuckt. Nun will ich nicht die ETFs hier promoten, aber als Branchenindikator sind sie ganz brauchbar.

Und zwar der -> EXX1 <- für die Banken der Eurozone ohne GB und Schweiz und der -> EXV1 <- für alle Banken Europas, inklusive GB und Schweiz.

Hier sind die Charts von Xetra dazu, sieht in beiden Fällen ganz aussichtsreich aus, das Volumen kann man ignorieren, weil zu gering und erratisch um Aussagekraft zu haben:

17:26 MEZ

LOL:

-> Talking Toilets <-

17:35 MEZ

Mein Lieblingsshort Chi(t)potle Mexican Grill (CMG) zum Jahresanfang mit Wendeformation. Wer sich eine Wäscheklammer auf die Nase steckt, kann hier traden, Kühlschränke am Nordpol gehen ja auch: 😉

17:40 MEZ

General Electric (GE) kommt nun ernsthaft in Bewegung, erstes Ziel ca. 20,5 USD. Wie mehrfach gesagt reiner Trade, das ist der Beginn einer möglichen Stabilisierung, die nur mit geringer Wahrscheinlichkeit ohne mindestens einen erneuten Test der Tiefs ablaufen wird:

18:00 MEZ

Zum Thema Finanzsektor und höhere Zinsen, die gute alte Zurich Versicherung, unser Versicherungs-Favorit, mit aussichtsreichen, mittel- und langfristigen Charts in Schweizer Franken wie Euro:

18:05 MEZ

Was der Markt nun wirklich will, weiss ich immer noch nicht, wahrscheinlich weiss er es selber nicht. Auf jeden Fall ist das Minus für den "grossen Bond-Crash" doch sehr verhalten und das Bild durchwachsen.

Ich sehe eher eine typische Konsolidierung, die sich diese Woche noch hinziehen kann und dann aber durchaus Raum für weitere Anstiege frei macht. Genau das war ja auch die Erwartung für diese Woche, bevor nächste Woche die Quartalssaison richtig los geht.

Ich befasse mich jetzt mal mit einer neuen Webcam, die bessere Bilder und Ton generieren soll, damit die Videos in Zukunft langsam immer professioneller werden. Auch andere Details werde ich Stück für Stück verbessern, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut und viele Änderungen macht man nach Erfahrungen in der Praxis besser, als vorher in der Theorie.

Das wars hier und heute. Machen Sie es gut!
Ihr Hari

*** END OF STREAM ***

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Definition eines Abwärtstrends



Es ist kaum zu glauben, aber die Futures an diesem Montag Morgen signalisieren tatsächlich Schwäche. Dass Trump nicht liefern konnte, lässt den Markt also doch nicht völlig kalt.

Denn völlig berechtigt wird nun die Frage gestellt, wie er nun eine Steuerreform durchsetzen will, an die sich seit Jahrzehnten keine Präsidenten mehr gewagt haben. Wer sich noch an das Thema "Paul Kirchhof" hier in Deutschland vor über 10 Jahren erinnert weiss, dass bei Steuerreformen immer erst die aus den Löchern kommen, die glauben etwas zu verlieren zu haben. Und diese negative Wahrnehmungsverzerrung bestimmt dann den öffentlichen Diskurs, während die Vorteile kaum Fürsprecher haben.

So wird es auch bei Trump sein und das Ding wird also nicht einfach werden. Sicher wird er bei dem Thema weniger Probleme mit den Ideologen am republikanischen Rand haben, dafür wird der öffentliche Gegenwind aber erheblich sein.

Nun beginnt der Markt also das einzupreisen und damit seine Erwartungen an Trumps Politik etwas realistischer zu formulieren. Das ist extrem positiv, weil es so oder so wieder eine belastbarere Grundlage schafft, um mit Long-Positionen im Markt zu sein. Es löst sozusagen wie ein frischer Wind, die drückende Kurs-Schwüle der letzten Wochen auf.

Ich hatte ja Ende letzter Woche die Hoffnung auf diese befreiende Korrektur schon fast verloren, denn trotz des massiven Einschlags von Dienstag kam keine Folge-Schwäche und die Bären waren erneut unfähig nachzusetzen. Mit Trumps Scheitern am späten Freitag Abend, hat die Korrektur nun aber doch die zweite grosse Chance geschenkt bekommen und die sollten die Bären nicht versauen.

Für uns wird es damit sehr spannend einen Wiedereinstieg zu finden. Wir sollten davon ausgehen, dass viele an der Seitenlinie ebensolche Absichten hegen, der nächste Buy-the-Dip Reflex des Marktes ist also wohl näher als man sich wünschen würde.

Schauen wir doch einmal, was uns objektiv die Price-Action sagt.

Im Future des S&P500 haben wir nun ganz klar die Definition eines Abwärtstrends (im übergeordneten Aufwärtstrend) seit dem Hoch vom 01.03.: Immer tiefere Hochs und Tiefs:

Im grösseren Bild sehen wir die optimale Zielzone einer idealtypischen Korrektur. Bei 2.200 ist eine starke Unterstützung und da hätte der Markt knapp 10% von den Hochs bei 2.400 abgegeben.

Ganz wichtig ist das Geschehen im Dollar und damit in EURUSD. Sie erinnern sich sicher an die Tasse mit grossen Henkel, die ich schon oft gezeigt habe. Nun die triggert gerade und impliziert weiteres Aufwärtspotential für den Euro bis über 1,10:

Dass diese Entwicklung auch für die Edelmetalle gut ist, dürfte selbsterklärend sein, bei Gold haben wir nun auch eine Tasse mit Henkel und einem Kursziel bei den Hochs von Anfang 2016 knapp unter 1.400 USD:

Und auch die Anleihen profitieren natürlich, beim ETF TLT könnte das nun ein Doppelboden werden, wobei ich da noch nicht endgültig überzeugt bin, weil mir das rechte Tief zu sehr hängt:

Fazit:

Es bleibt das komische Gefühl, dass das fast zu schön um wahr zu sein ist, aber es könnte wirklich sein, dass wir nun endlich die erfrischende Korrektur haben, auf die wir zu lange gewartet haben. Ich würde es massiv begrüssen, denn diese Korrektur schafft die Grundlage, um in einem übergeordnet fortbestehenden Aufwärtstrend, wieder beherzter auf der Long-Seite zugreifen zu können.

Ihr Hari

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