Wochenausblick KW18


Thema der Woche

Thema der Woche ist weiterhin die Quartalssaison, die sich in der zweiten Woche des Höhepunkts befindet. Während dieses die letzte Woche der Mehrzahl der US Bluechips ist, kommt nun die Masse der US Unternehmen der zweiten und dritten Reihe langsam auf uns zu. In Europa dagegen, legen die Bluechips gerade erst so richtig mit den Zahlen los und werden auch kommende Woche noch Hochsaison haben. Nach Ablauf der kommenden Woche, ist der Höhepunkt dann überschritten und es wird wieder deutlich weniger.

Bisher waren die Zahlen ausgezeichnet, der Markt hat diese aber fast durchweg abverkauft. So wie letztes Jahr jede schlechte Nachricht gekauft wurde, werden nun gute Zahlen abverkauft. Da die Indizes in Summe aber kaum gefallen sind ist fraglich, ob man dem grundlegenden Bedeutung beimessen muss. Es wirkt eher so, als ob das nun mal gerade die erfolgsträchtige Methode ist, die solange von den Algos verfolgt wird, bis sie nicht mehr funktioniert.

Sell The Fucking Rally 2018 (STFR) statt Buy The Fucking Dip 2017 (BTFD) halt.

Kommende Woche stehen voraussichtlich folgende hier im Blog besprochenen Unternehmen an: (Termine ändern sich manchmal noch kurzfristig)

Montag vor US Handelsstart: AK Steel (AKS), Allergan (AGN), Arconic (ARNC), Cognex (CGNX), Diamond Offshore (DO), Halyard Health (HYH), Loews (L), Mc Donalds (MCD), York Water (YORW)

Montag Abend: Akamai (AKAM), Oclaro (OCLR), Transocean, Whiting Petroleum (WLL)

Dienstag vor US Handelsstart: Agco (AGCO), American Tower (AMT), Archer Daniels Midland (ADM), BP, Carlsberg, Eaton (ETN), Ecolab (ECL), Emerson (EMR), Incyte (INCY), IPG Photonics (IPGP), Imax (IMAX), Johnson Controls (JCI), L3 Tech (LLL), Marathon Petroleum (MPC), Merck&Co (MRK), Mondelez (MDLZ), Noble Energy (NBL), Pfizer (PFE), Seagate (STX), Transdigm (TDG), Unter Armor (UA), Xylem (XYL)

Dienstag Abend: Acadia Healthcare (ACHC), Allstate (ALL), Anadarko Petroleum (APC), Apple (AAPL), Bluebird (BLUE), Brooks Automation (BRKS), Coherent (COHR), Devon Energy (DVN), Fiserv (FISV), Gilead (GILD), Itron (ITRI), Juniper (JNPR), NCR (NCR), NXP (NXPI), NuVasive (NUVA), Snap (SNAP), Suncor Energy (SU), Unisys (UIS)

Mittwoch vor US Handelsstart: 3D Systems (DDD), Ambev (ABEV), American Water Works (AWK), Aptiv (APTV), Bunge (BG), CVS Health (CVS), Chesapeake Energy (CHK), Clorox (CLK), Esperion Therapeutics (ESPR), Estee Lauder (EL), Express Scripts (ESRX), FMC (FMC), Garmin (GRMN), Harris (HRS), Hugo Boss, Humana (HUM), Infineon, Intercept (ICPT), LafargeHolcim (LHN), Mastercard (MA), MorphoSys, OC Oerlikon, Qiagen, Sage Group (SGE), Spirit Aerosystems (SPR), Stratasys (SSYS), Swisscom, Ubiquinti (UBNT), Virtu Financial (VIRT), WashTEc, Yamana Gold (AUY), Yum! Brands (YUM)

Mittwoch Abend: AIG (AIG), Alleghany (Y), Apache (APA), CF Industries (CF), Cerner (CERN), Cirrus (CRUS), CryoLife (CRTY), Curtiss-Wright (CW), Exelixis (EXEL), FireEQye (FEYE), FitBit (FIT), Kraft Heinz (KHC), Marathon Oil (MRO), Murphy Oil (MUR), Rayonier (RYN), Square (SQ), Tesla (TSLA)

Donnerstag vor US Handelsstart: Abiomed (ABMD), Adidas, Adient (ADNT), Andritz, Bayer, Berkshire Hathaway (BRKb), Cigna (CI), DuPont (DWDP), Fresenius, Fresenius Medical Care, Geberit, Huntington Ingalls (HII), Kellogg (K), Logitech, MTU Aero Engines, New York Times (NYT), OMV, Orbital ATK (OA), Osram, Pfeiffer, Quanta Services (PWR), Regeneron (REGN), Royal Gold (RGLD), Siemens Healthineers, Stada, Veolia Environment, Vonovia, Xing

Donnerstag Abend: Acacia (ACIA), Activision Blizzard (ATVI), Alnylam (ALNY), Alstria, Arista Networks (ANET), CBS (CBS), Century Aluminium (CENX), Cyberark Software (CYBR), EOG Resources (EOG), Fortinet (FTNT), GoPro (GPRO), Herbalife (HL), Motorola (ML), Sage Therapeutics (SAGE), Skyworks (SWKS), Stericycle (SRCL), Tesaro (TSRO), Teradata (TDC), Universal Display (OLED), Weight Watchers (WTW)

Freitag vor US Handelsstart: Air France KLM, Alibaba (BABA), BASF, BMW, BNP Paribas, Celgene (CELG), Erste Group Bank, Freenet, GEA, HSBC, Jungheinrich, Lanxess, Lonza, Rheinmetall, Rhön Klinikum SocGen, SwissRe

Hinweis der Woche

Urban Carmel liefert in seiner letzten -> Weekly Summary <-, wie immer lesenswert mit vielen Daten unterlegt eine Summary zur großen Marktlage, deren Tenor Sie von mir schon länger kennen:

US equities have been in a consolidation phase for most of 2018. In the past, these consolidation periods have lasted a half year or longer - so this might continue into summer - although some measures of sentiment are already near a washout. New highs are very likely to still lie ahead in 2018.

Genau das ist mein seit Anfang des Jahres bestehende Bild der volatilen Seitwärtsbewegung im ersten Halbjahr, die erst nach dem Sommer Raum für neue Hochs und S&P500 3.000 schafft. Bisher war dieses Bild völlig zutreffend.

Eine weitere interessante Zeile zum Sentiment findet sich in Jeff Millers -> Weighung the week ahead <-:

Meanwhile, my meetings and travels involved conversations with many intelligent investors. Many of them are frightened by the increase in volatility, instead of embracing the opportunities presented. This fear is not grounded in any data, but the perception is quite real and affecting behavior.

Das passt gut zu meinem Eindruck, dass wir derzeit weniger massive, instituionelle Verkäufe, als einen Käuferstreik erleben. Alles wartet ab und wer klug ist, hat schon verkauft, nur zum Kaufen ist es zu früh.

Und auch zu dem ganzen Bohai das derzeit - vor allem von den Bären - um die Zinskurve gemacht wird, hat Jeff Miller einen schönen Satz den ich teile; ich bin da eher gelassen:

The yield curve reflects the Fed on the short end and inflation expectations on the long end. The two are related of course. Ten-year rates rising above 3% do not represent a problem for stocks.

Ereignis der Woche

Das Ereignis der Woche ist die FED am Mittwoch. Es erwartet zwar kaum jemand eine weitere Zinserhöhung direkt nach der im März, aber die Unsicherheit ist im Markt ja mit Händen zu greifen und insofern können wir von erheblicher Volatilität rund um das Meeting ausgehen.

Auch an Wirtschaftsdaten ist die Woche knackevoll, es ist eine der geschäftigsten Wochen des Jahres. Wir haben nicht nur die FED, Verbraucherpreise, Einkaufsmanager und diverses aus China, wir haben zu allem Überfluß auch noch die Arbeitsmarktdaten am Freitag!

Chance und Risiko der Woche

Chance und Risiko der Woche liegen im S&P500 begründet.

Die Bären denken, dass wir gerade eine schwachen Rebound sehen, der nun vom Ausbruch nach unten abgelöst wird.
Die Bullen denken, dass ein Markt der trotz aller Sorgen immer noch steht ein starker ist und dass die FED einen Schub nach oben auslösen wird.

Ich habe keine Ahnung wer Recht hat und werde auch nicht direktional raten. Außerdem gibt es ja noch die - keineswegs geringe - Möglichkeit, dass wir einfach weiter eiern. Ich gehe mit dem Markt, *nachdem* er direktionale Signale gesendet hat.

Index der Woche

Index der Woche ist dieses Mal für mich der DAX.

Der ist Donnerstag und Freitag wieder zur Nackenlinie hochgerobbt und hat hier nun einen bullischen *Elfmeter* liegen! Wenn diese markante Formation triggern sollte, haben wir einen "Measured Move" im Bereich der Hochs bei grob 13.500.

Abschiessen kann das vor allem die FED mit einem wieder fallenden Dollar und damit steigendem EURUSD.

Chart der Woche

Das Chart der Woche entnehme ich Urban Carmels schon oben verlinkter -> Weekly Market Summary <- zusammen mit den folgenden Worten:

Occam's razor says that the simplest explanation is usually the correct one: in this case, after a rapid, largely uncorrected rise, equities are now probably just consolidating within their uptrend. Extremes in momentum (top panel), volatility and sentiment are being reset before equities continue higher.

Sektor der Woche

Sektor der Woche ist für mich der Dauerläufer Aerospace & Defense, hier dargestellt im Branchen-ETF ITA.

Die Abverkäufe guter Zahlen von LMT, GD, NOC und RTN, die Chartstruktur mit einer potentiellen Topbildung, sichtbare Distribution im Volumen, eine angeknackste Trendlinie - all das signalisiert Gefahr und ein bedeutendes Top voraus.

Gleichzeitig gibt es fundamental keinen, wirklich gar keinen Grund, nicht von weiter steigenden Umsätzen, Aufträgen und einem sich noch steigernden Boom des Sektors auszugehen.

Wer wird recht behalten? Bedenken wir auch, dass die Signale der Markttechnik noch reine Warnsignale sind, ein echter Trendbruch ist noch *nicht* Realität, nur die Gefahr ist vorhanden und das was ich da (in schwarz) als potentielles Top zeichne, kann man auch als zulaufendes Dreieck zeichnen - hier leicht in blau sichtbar!

Ehrlich gesagt traue ich dem Sektor immer noch und sehe hier eher das bullische, zulaufende Dreieck. Aber ich wollte Ihnen auch mal die Gegensicht zeigen.

Aktie der Woche

Aktie der Woche ist für mich dieses Mal die "Ketchup-Company" Kraft Heinz (KHC), die am Mittwoch Abend Zahlen liefert und in Problemen steckt, die von einer allgemeinen Sektor-Schwäche noch verschärft werden.

Was eigentlich den Ruf eines "Witwen und Waisen-Bluechips" hatte, entpuppt sich nun immer mehr zu einem "tiefer geht immer" Fall ala General Electric (GE), in den man besser nicht hereingreift, bevor nicht eine echte Wende in Gang kommt.

Insofern sollten wir davon ausgehen, dass auch nach den Zahlen KHC weiter uninteressant ist. Wir sollten aber genau auf die Zahlen schauen, denn *wenn* da etwas in den Zahlen und insbesondere im Ausblick sein sollte, das dem Markt doch Hoffnung gibt, *dann* hat die Aktie massives Überraschungspotential und das dann wohl über Wochen! KHC ist also ein spannender Beobachtungsfall, in dem man erst *nach* einer potentiellen Überraschung tätig wird.

Ihr Hari

Disclaimer:

Der Wochenausblick ist ein im Jahr 2018 wöchentlich wiederkehrendes Format, dessen Sinn, Inhalt und Logik -> hier <- erläutert wurde.

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Bestätigung



Stand 19:15 Uhr MEZ noch eine einordnende Meldung, letztlich sehen Sie es selber anhand der Kurse was passiert.

Gestern Abend schrieb ich:

Ganz wichtig ist jetzt, dass die massiven Abwärtstage aufhören. Das ist wirklich ganz wichtig, um Vertrauen zu schaffen, dass das heute nicht nur ein volatiles Hin- und Her war. Wenn es Morgen wieder massiv runter geht, wird das viele Bullen extrem frusten, die dann aufgeben. Darin liegt auch ein Risiko und eine Chance für die Bären, wenn die Morgen sofort pressen.

Das Beste was nun passieren kann ist ein ruhiger Seitwärtstag am morgigen Donnerstag und dann ein positiver Wochenausklang nach den Arbeitsmarktdaten am Freitag. Dann steigt die Wahrscheinlichkeit auf den Boden weiter.

Die Gefahr ist also keineswegs vorbei, aber die Chance dass der Boden drin ist, ist plötzlich ganz real geworden. Das ist doch mal ein großer Schritt, hoffentlich nicht auf den Abgrund zu. 😉

Nun was wir heute an bullischem "Follow-Through" gesehen haben, ist besser als "das Beste", es ist eine klare Bestätigung: Der Boden ist erst einmal drin.

Das heisst nicht, dass wir nicht auch wieder wegbröseln werden und schwache Tage erleben werden, es wäre sensationell wenn wir jetzt wie ein Messer durch Butter durch diese markante Widerstandszone ab 2.700 im SP500 ziehen würden. Ich rechne nicht damit.

Und es wäre völlig normal, wenn es Morgen im Zuge der US Arbeitsmarktdaten auch wieder zu so einem Swing kommen würde, wie in Lila eingezeichnet:

Auch der DAX ist nun an einem Punkt, wo eine kleine Pause kein Wunder wäre:

Und klar, auch jetzt kann das noch eine Bullenfalle sein, solange der SP500 nicht durch diese Widerstandszone zíeht, steht das als Risiko weiter eindeutig im Raum.

Trotzdem, mit dem heutigen, bestätigenden Tag, ist die Wahrscheinlichkeit noch höher geworden, dass der Boden in den US Indizes drin ist - gehen wir also von nun an als Arbeitshypothese mal davon aus.

Übrigens, ich möchte Ihnen an dieser Stelle auch mal wieder einen Einblick in die (für mich) jämmerlichen Gedankenstrukturen so einiger Bären geben. Schauen Sie mal -> hier herein und in den Tweet, der da referenziert wird <-.

Der Tenor steht hier:

If anyone still believes the govt doesn’t manipulate markets this week was exhibit one.

Tape was rolling over Tues when the WH ‘defended’ $AMZN and Kudlow walked back tariffs yesterday near the 200-day.

Ah OK, wenn die Dinge nicht so laufen wie man möchte, ist "Manipulation" schuld. Die Worte von Kudlow waren nun also "Government Intervention" - also Manipulation - was für ein Schwachfug!

Wenn Trump den Markt runtertweetet, ist das natürlich keine Manipulation, das ist ja die Richtung die man möchte. Lachhaft ist das und klassisches Verschwörungsdenken, um das eigene Ego zu schützen. Weil man selber kann ja den Markt nicht falsch gesehen haben, das muss dann "Manipulation" sein.

Schauen Sie genau hin und schauen Sie auch, wer so etwas "liked". Man kann diesen Leuten folgen um zu schauen wie Sie ticken, ich tue das zum Beispiel bei einigen, denn es ist wichtig diese Gedankenstrukturen zu verstehen, denn sie sind Teil des Marktes. Aber auf keinen Fall - *auf gar keinen Fall* - dürfen Sie ernst nehmen, was solche Leute mit "starker Meinung" schreiben, wenn Ihnen Ihr Depot lieb ist.

Und das hat rein gar nichts mit Bullen oder Bären zu tun, mal haben die einen Recht und mal die anderen - das hat nur mit Menschen zu tun, die sich die Wirklichkeit schön rednen, statt dem zu folgen, was auf dem Platz passiert.

Denn nein, der Markt ("the tape") war nicht "rolling over", weder gestern noch Dienstag. Wir hatten gestern massive Schwäche in den Futures, die aber sofort zur US Eröffnung gekauft wurde, das war die Realität auf dem Platz, alles andere ist Wunschdenken.

Und nein, der Markt war nicht übermässig schwach, er hat auch am Dienstag letztlich die 200-Tage-Linie verteidigt. Der Markt war angeschlagen, er "hätte" KO gehen können, das stimmt. Er hat sich aber seit Anfang der Woche geweigert KO zu gehen und ist wie ein Boxer nun gestern wieder zurück gekommen.

Deal with it! Das ist alles was mir als Rat für so Leute einfällt. So lange die sich die Wirklichkeit aber schön rednen, wird das nichts mit dem Erfolg.

Und erneut, das hat nichts mit Bären perse zu tun, bei Bullen gibt es solche Leute auch, nur ist es hier so schön sichtbar. Es gibt kluge Bären und dumme Bären und es gibt kluge Bullen und dumme Bullen. Vor allem gibt es aber nur eine Sorte Trader, die ernst zu nehmen sind. Und das sind die, die dem Markt folgen und nicht die, die dem Markt ihre Meinung aufzwingen wollen.

Also nehmen Sie solche Theorien nicht ernst. Jeden Tag werden auf den Markt unzählige sprachliche Schneebälle geworfen, mal tweetet jemand den Markt runter und mal interviewt ein Notenbanker den Markt wieder hoch. Das ist alles ganz normal und gehört dazu, wenn man das "Manipulation" nennen will, ist der ganze Markt manipuliert, denn er besteht natürlich aus Worten, die Erwartungen vermitteln, auch Analysten haben eine Meinung zu Amazon, nicht nur der Pubertist im Weißen Haus.

Wie der Markt auf diese Katalysatoren reagiert, hat mit dem Zustand des Marktes zu tun. Gestern war er, wie schon seit Ende letzter Woche, für einen Rebound reif. Also löste Kudlows Schneeball eine Lawine aus, an einem anderen Tag wäre er im Schnee vielleicht einfach versackt. So einfach ist das.

Tja, aber genau wegen solcher Leute, hat so ein Rebound dann Beine wie heute. Da gibt es nämlich die Bären die den Markt bekämpfen und damit die Stimmung weiter skeptisch halten. Und da gibt es aktuell jede Menge unterinvestierte Bullen, die nun jeden Dip nutzen wollen, um ihren Cashbestand abzubauen. Und weil das so ist, schiebt der Markt erst einmal weiter hoch.

Schauen wir doch mal auf uns selber. Viele von uns haben doch jetzt auch freien Cash, warum soll es bei anderen im Markt anders sein? Mit jedem Tag, an dem der Markt nun nicht sofort wieder zusammenbricht, steigt der Druck den Cash an die Arbeit zu bringen. Und das befeuert die Rally. Und die Permanbären helfen mit, in dem sie mit ihrem Gebrabbel die Stimmung unten halten und so steigt der Markt die Wall of Worry.

Wenn die Bären das jetzt abwürgen wollen, brauchen sie Morgen wieder unbedingt einen üblen Tag. Undenkbar ist das nicht, vielleicht hilft Trump mit einigen Tweets ja mit - das ist dann natürlich keine "Manipulation". 😉

In meinen Augen liegt der Druck jetzt auf den Bären, die müssen den Markt morgen wieder kippen, damit sich kein Vertrauen aufbaut. Denn wenn sich das Vertrauen aufbaut, rollt nächste Woche dann das institutionelle Geld rein und wir gehen durch die 2.700er Zone durch.

Also ....

Die Chancen für den Boden sind weiter gestiegen. Jetzt, wo der erste Schub langsam ausläuft, haben die Bären noch eine Chance, vor allem zu den US Arbeitsmarktdaten morgen. Werden sie diese nutzen?

Kann sein, nicht ausgeschlossen, ich weiss nicht, was für Überraschungen morgen kommen und was Trump wieder tweetet. Aber wenn man ähnliche, vergangene Situationen der letzten Jahre zum Maßstab macht, dann eher nicht. Meine "Lehrbücher zur Markttechnik" musste ich heute ja auch nicht aus dem Fenster werfen, die Grundtendenz war richtig. 😉

Ich werde jetzt endlich mal Ferien machen.

Wenn der Markt jetzt also nicht sofort wieder einbricht und wir nicht doch gerade eine ganz üble Bullenfalle vor uns haben - wie gesagt möglich, aber in meinen Augen nicht mehr sehr wahrscheinlich - dann war das mein letzter Beitrag diese Woche im "Ferienmodus". Es ist sowieso schon wieder zu viel geworden für "Ferien", dem Markt sei Dank.

Auf jeden Fall lesen wir uns am Sonntag zum Wochenausblick. Ansonsten hören Sie von mir hier als Artikel nur noch, wenn es "Katzen hagelt". Im Forum werde ich aber immer mal wieder reinschauen.

Machen Sie es gut!

Ihr Hari

PS: Übersehen Sie mir die Einladung zur Mr-Market Bergwanderung nicht. Hier ist sie: -> Mr-Market Bergwanderung <-

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

*Schluck* sagt der EURUSD Bulle



Zunächst am Anfang ein Hinweis zum morgigen Tag. Am morgigen Feiertag in Deutschland, ist die Frankfurter Börse geschlossen.

Ich werde daher morgen *keinen* Morgenbericht schreiben und länger schlafen. 😉 Am späteren Vormittag kommen dann ausführlich meine Schlussfolgerungen zur Herbstumfrage der letzten Woche. Der Abendbericht zur Wahlstreet kommt aber auch am "Tag der deutschen Einheit" ganz normal.

So ... nun sind wir gespannt, wie der Markt das 4. Quartal beginnt, typisch ist am Ersten des Quartals ja Stärke durch frische Zuflüsse und bei so einer positiven Stimmung sollte das doppelt gelten. Auch die -> US Konjunkturdaten <- sehen richtig gut nach Expansion aus, alles bullisch oder was?

Und so ist es auch, alles tiefgrün in den Indizes, hevorragende Stimmung. Die Charts dazu habe ich schon heute früh in -> das vierte Quartal <- gezeigt, insofern kann ich mir den Blick auf die Indizes nun sparen.

Aber EURUSD ist eine Erwähnung wert, denn in -> das Gähnchart <- hatte ich Ihnen ja letzte Woche eine riesige Topbildung gezeigt, die aus der durchgelaufenen SKS nun folgen könnte.

Nun schauen wir mal, wie das aussieht und staunen ob der Klarheit der Struktur:

*Schluck" sagt da der EURUSD Bulle, denn das könnte ein sehr klare Topformation werden, auch wenn es jetzt erst einmal seitwärts weiter gehen sollte. Das Einzige was dagegen spricht, ist erneut, dass es so offensichtlich ist.

Aber wie auch immer, das (aus Sicht eines EURUSD Bullen) Risiko einer grundlegenden Trendwende nach unten ist nun sehr hoch.

Was die Märkte angeht, habe ich schon heute früh erwähnt, dass der Semiconductor Sector wie auch der Biotech Sector besonders stark aussehen und besonderes Momentum haben. Auf die will ich heute mal einen Blick werfen, in dem ich die liquidesten ETFs dazu nutze.

Was die Semiconductors angeht, die natürlich auch von hier oft besprochenen, brachialen Bullenstories wie NVidia (NVDA) oder Micron (MU) befeuert werden, befindet sich die Entwicklung in einem unglaublich starken Trendkanal, allerdings derzeit eher an der oberen Begrenzung desselben, wie man an den umsatzstarken ETFs SOXX und SMH erkennen kann:

"The Trend ist our friend", hier geht man einfach mit. Klar sollte aber bitte sein, dass die Semiconductors - im Gegenteil zu den Biotechs zum Beispiel - eindeutig zyklisch sind. Wenn dieser Trend also mal bricht, sollte man nicht lange fackeln, dann muss man raus. Denn wie so eine Zyklizität aussieht, kann man historisch leicht bei Micron sehen:

So ein Ding geht man so lange wie möglich mit, dann aber steigt man aus und schaut nicht mehr zurück.

Nun darf man natürlich die extreme Zyklizität des DRAM-Geschäfts von Micron nicht mit Spezialchips vergleichen, wie sie eine Infineon oder eben auch NVidia herstellt. Trotzdem ist diese Zyklizität dem Sektor inhärent und selbst wenn es langfristig hochgeht, geht es doch in so starken Wellenbewegungen hoch, dass man die Abwärtsphasen wirklich nicht mitmachen will - ausser man ist Börsen-Masochist und bekommt von Verlusten warme Gedanken. 😉

Also, hier gilt mitzunehmen was geht und dann irgendwann in Deckung zu gehen.

Viel stärker für ein langfristiges Investment geeignet, erscheint mir der zweite starke Sekor, der weit weniger zyklisch ist - Biotech.

Barrons gibt dazu gerade die fundamentale Untermalung, mit einem Artikel mit dem Titel -> Still undervalued despite the rally <-

Ein Blick auf die Charts offenbart mittelfristig klare Trendkanäle seit mindestens Trumps Wahl letzten November, wobei auch hier der obere Rand der Trendkanäle bald erreicht ist und selbst wenn ein Überschiessen hier denkbar ist, insofern eine baldige Konsolidierung keine Überraschung wäre:

Langfristig gesehen, sind das aber riesige Konsolidierungen seit den Hochs von 2015, die - wenn irgendwann nach oben aufgelöst - wie ein gigantisches Kraftholen wirken werden:

Ich habe das schon oft seit vielen Jahren gesagt und Sie wissen ja, dass ich die Korrektur in 2015/2016 akkumuliert habe: Ich halte das für einen klassischen Investitionssektor, in dem man einfach sein "muss" und der einem "sicheren" langfristigen Investment mit am Nächsten kommt. Denn wenn man genügend diversifiziert ist, um nicht durch wild schwimmende Einzelwerte beeinflusst zu werden, gibt es überhaupt keinen Zweifel an den herausragenden langfristigen Chancen im Sektor - ausser die Menschheit rottet sich aus.

Eine Alternative dazu ist natürlich nach wie vor die "Schaufeln des Booms" zu kaufen, eine meiner "Lieblingsaktien" in dem Bereich, die bekannte Thermo Fisher Scientific (TMO) legt ja auch ein langfristiges Chart hin, vor dem man nur den Hut ziehen kann:

Sie sehen daran auch, dass das mit dem "Schaufeln verkaufen" funktioniert. Die grosse 2015/2016er Delle des Biotech-Sektors ist bei TMO nur eine Seitwärtskonsolidierung, denn auch wenn die Margen sinken, geforscht muss weiter werden. Nach oben ist die Aktie dann aber wieder dabei, was will man mehr. Und sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht darauf hingewiesen, TMO habe ich in den letzten Jahren so oft promoted, dass es zu den Ohren heraus kommen sollte. 😉

Damit schliesse ich die "Investment-Sektion" der heutigen Tagesbetrachtung ab, nun will ich noch ein paar kurzfristige Opportunitäten am US-Markt in den Fokus bringen.

Mannkind (MNKD) - hier am 11.09. in -> die dümmsten Bauern <- besprochen - hat etwas herum gezackert, bricht nun aber mit einem markanten Hammer nach oben aus:

Aecom (ACM), der Ingenieurs-Dienstleister, der auch zu den "Irma-Research-Aktien" gehört, hat gerade ein interesssante Konsolidierung im starken Anstieg, die Erinnerungen an eine ähnliche Konsolidierung ein paar Tage vorher weckt:

Der wieder frisch erwachte Biotech-Riese Bristol-Myers-Squibb (BMY) - ich habe Anfang September darüber in -> Unser digitales Mittelalter <- geschrieben - bricht nach bullischer Konsolidierung nach oben aus:

Im grossen Bild stehen die Signale auf Grün, da will man gerne dabei sein:

Wer mal auf eine Trendwende zocken will, kann ja nun mal bei AK Steel (AKS) und "Konsorten" vorbei schauen. Schauen Sie mal, diese langfristige Struktur impliziert doch etwas oder?

Ja, die Fortsetzung kann man sich vorstellen. 😉

Und wie der Zufall es will, sieht das Chart mit Tageskerzen in dieser Struktur nun so aus .... uppps ....

Da könnte (nicht muss, könnte) nun was gehen, Absicherung unter 5 US, wenn man das handeln will.

So weit für heute, heute könnte ich noch viel mehr schreiben, aber es ist schon zu spät und ich muss mich nun um meine eigenen Trades kümmern und auch mal was essen.

Bis Morgen!

Ihr Hari

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Last des Euro und Widerstand des DAX

Wohin bewegt sich der DAX? Haben wir den Boden der Korrektur schon mit den zwei markanten Tiefs vom 07. und 14. Mai gesehen? Oder taucht der Index noch unter 11.000?

Das ist die Frage, die uns nach den wilden Swings der letzten zwei Wochen, nun alle umtreibt. Eine definitive Antwort wird Ihnen aber keiner geben können und wer das Gegenteil behauptet, ist schlicht ein Scharlatan.

Aber wenn man den Markt liest, gibt es Indikationen, die einem wichtige Hinweise geben können. Ein bischen so wie früher ein Indianer, der sein Ohr auf den Boden gelegt hat und schon von Ferne hören konnte, dass da ein "Eisernes Pferd" heran schnaufte. 😉

Hinweise sind keine Garantien und Sicherheiten, aber klare Hinweise sind auch mehr, als reines Raten und deshalb sehr wichtig. Und wer wissen will, wie es im DAX weiter geht, darf dabei den Euro nicht vergessen.

Denn seit einiger Zeit besteht eine klare inverse Korrelation zwischen Euro (hier ausgedrückt im EURUSD Währungspaar) und dem Verlauf des DAX. Und diese Korrelation will ich Ihnen mit diesem eindrucksvollen Chart zeigen, welches die inverse Entwicklung zwischen DAX und Euro seit letztem Jahr darstellt.

Diese inverse Korrelation hat übrigens eine Menge mit der Tatsache zu tun, dass es nicht deutsche Anleger, sondern US Anleger sind, die den Verlauf DAX mit ihren Volumina dominieren. Und aus der Sicht eines institutionellen Anlegers im Dollarraum, stellt sich die Lage des DAX eben ganz anders dar als für uns, die wir hier im Euro als Währung sitzen. Das aber nur am Rande, diese Thematik besprechen wir immer wieder im Detail im Premium-Bereich.

Zurück zum Euro und zum DAX. Schauen wir auf das Chart:

DAXEUR 19.05.15

Was wir sehen ist eindrucksvoll und erklärt sich von alleine. Es hat also lange genügt, auf den Euro zu schauen, um zu wissen, wohin der DAX geht. Wer sich mit der Chartstruktur des Euros befasst sieht schnell, dass sich hier eine veritable Wendeformation aufzubauen scheint, die EURUSD durchaus über 1,15 bis zum Beispiel 1,20 bringen könnte. Ich gehe zwar davon aus, dass wir früher oder später die Parität sehen, aber vorher kann der Euro durchaus noch einen stärkeren Rebound hinlegen, als wir uns im Moment vorstellen.

Würde der Euro weiter steigen, wäre das für den DAX nach der aktuellen Korrelation fatal. Aber es naht vielleicht Rettung!

Denn wenn Sie genau hinschauen, sehen Sie im grünen Bereich im rechten Teil des Charts, wie sich der DAX zunehmend vom steigenden Euro abkoppelt. Wir beobachten das im Premium-Bereich schon seit Wochen und ziehen unsere Schlüsse daraus. Immer wieder gab es zuletzt Tage, in denen der DAX trotz starkem Euro auch steigen konnte. Dazwischen waren dann aber auch wieder Rückfälle in die Zeit der inversen Korrelation.

Was kann man aus dem zunehmenden Widerstand des DAX ableiten?

In meinen Augen, dass der DAX stärker ist, als er ausschaut und die Chancen für eine positive Entwicklung im weiteren Jahresverlauf gar nicht schlecht sind - selbst wenn der Euro noch weiter steigen sollte. Solche Korrelationen zwischen Währung und Index sind auch nicht in Stein gegossen, sondern ändern sich. Und diese Änderungen markieren oft wichtige Wendepunkte im Marktgeschehen, aber auch das ist ein anderes Thema, ich kann hier in einem kurzen Artikel im freien Bereich nicht alles adressieren.

Umgedreht hat der Leitindex S&P500 zwar gerade einen kleinen Ausbruch zu neuen Hochs vollzogen, das aber derart zäh und unter geringem Volumen, dass man befürchten muss, dass hier nicht mehr all zu viel Upside existiert. Der S&P500 ist also in meinen Augen schwächer als er aussieht.

Sicherheit über den weiteren Verlauf des DAX in diesem Jahr verschafft uns das natürlich nicht. Aber wer in den Märkten oder bei "Gurus" Sicherheit sucht, ist sowieso noch völlig auf dem falschen Dampfer und hat keine Chance auf dauerhaften Erfolg.

Unsere Aufgabe als erfolgreiche Anleger ist viel mehr, mit der Unsicherheit umzugehen und kleine Signale und Indizien für uns zu nutzen, in dem wir konsequent auf Wahrscheinlichkeiten setzen.

Und in diesem Sinne sagt uns der zunehmende Widerstand des DAX gegen den starken Euro, dass man die DAX-Bullen wohl noch nicht so einfach abschreiben sollte!

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Raptoren im DAX

Der folgende Beitrag ist ein kleiner Auszug aus Hari Live von gestern Dienstag 06.01.15 14:30

Ich weiss nicht, ob Sie es bemerkt haben, aber wir hatten heute im DAX wieder so einen massiven Fakeout - ohne Sinn und Verstand sozusagen.

Derartiges Geschehen beobachte ich nun zunehmend im DAX und denke, dass dahinter wahrscheinlich aggressive Raubtier-Algorithmen stehen, sozusagen die "Raptoren des DAX Handels".

Schauen Sie mit mir mal auf das Intraday Chart des DAX Futures:

DAX 06.01.15

Sie sehen eine perfekte Wende, die sich da andeutete. Ich hatte diese heute früh angekündigt und sie ist ja nun auch gekommen, wir sind im DAX nun Stand 14:30 Uhr unter 9600 und damit genau da, wo ich die Gegenbewegung vermutet hatte.

Nur um ziemlich genau 09:38 Uhr brach der DAX "ohne Sinn und Verstand" massiv ein. Einfach aus dem Nichts, ich kann dafür keinen Auslöser verorten. Der S&P500 hat diesen Einbruch auch nicht bestätigt und sich im Zeitraum kaum bewegt, da war also nichts Relevantes. In anderen europäischen Märkten sieht man auch solche Effekte, wenn auch oft schwächer, das können aber "Schatten" der DAX Bewegung sein, denn die Märkte sind durch automatische Handelssysteme miteinander verknüpft.

Auffällig ist einfach, dass damit eine ganz logische Erholungsbewegung noch einmal abgeschossen wurde und alle frühen Bullen vernichtet wurden, obwohl die Bewegung danach doch wie geplant und als ob nichts passiert wäre, abgelaufen ist.

Ich erinnere mich besonders an den denkwürdigen 16.10.14, als der DAX auf der wichtigen Unterstützung von 8500 sass und ganz klar für einen deutlichen Rebound reif war. Auch an dem Tag kam am Vormittag dann noch ein massiver Einbruch "ohne Sinn und Verstand", der alle frühen Bullen zerstörte und danach, am Nachmittag begann dann - initiiert durch die Wallstreet - doch die V-förmige Bewegung, die den DAX in kurzer Zeit von 8.354 bis über 10.000 Punkte brachte.

Eine gewaltige Rally also, bei der alle besonders gekniffen waren, die eigentlich richtig positioniert waren und dann aber durch diesen plötzlichen Einbruch rausgekegelt wurden und den Einstieg nicht mehr schafften. Aber auch in den folgenden Wochen, habe ich im kleineren Massstab im DAX immer wieder solche Fakeouts am Vormittag erlebt, bevor dann eine echte Erholungsbewegung einsetzte.

Es ist mir unmöglich die Quelle dieser Bewegungen genau zu verorten, ganz klar ist aber für mich, dass das kein normales Marktgeschehen ist, sondern hier grosse Kräfte ihr Spiel mit den Anlegern treiben. So viel gehört im vormittäglichen Handel im DAX gar nicht dazu, der DAX ist halt einfach nur ein Index der zweiten Reihe mit beschränktem Volumen und ein Algo, der gut getimed und mit genügend Feuerkraft, den Index an der richtigen Stelle über die Klippe schiebt und dabei vielleicht noch Zugriff auf die Order- und Stopdaten hat, kann schnell eine Kaskade der Verkäufe in Gang setzen und davon selber profitieren, weil er unten - nach der Kaskade - wieder covered und die Gewinne einstreicht.

Für uns bedeutet das Geschehen ein weiteres klares Indiz dafür, dass wir uns bei mittelfristigen Trades von im System liegenden und Intraday scharf geschalteten Stops mehr und mehr verabschieden müssen. Nur bei echtem Intraday-Handel kann man darauf trotz dieser Einflüsse nicht verzichten.

Ich selber traue mich mit Stops im System eigentlich nur noch an die sehr liquiden S&P500 und NASDAQ heran, die noch am verlässlichsten und ruhigsten agieren. Im DAX und bei Einzelaktien, stelle ich bei mittelfristigen Anlagen aber zunehmend auf Stops auf Basis von Tagesschlusskursen um, die ich händisch kurz vor Handelsschluss in die Wege leite. Diese Technik ist mit mehr Disziplin und Zeitaufwand verbunden, schützt aber dagegen, durch solche Spielereien wie heute permanent rasiert zu werden.

Denn es gibt fast nichts Schlimmeres, als den Markt auf den Punkt exakt antizipiert zu haben und dann durch solche Eingriffe doch heraus geworfen zu werfen, bevor genau das passiert, was man sowieso erwartet hatte. Der Begriff "Raptoren" ist für diese Art Algos völlig zutreffend.

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Das Schweigen im Walde – Gold und Goldminen weiter im Bärenmarkt

Es ist für mich wirklich faszinierend zu beobachten, wie die medialen Erregungs-Mechanismen gerade bei Gold ablaufen. Waren noch vor 2 Wochen die Schlagzeilen voll mit "Kaufsignalen bei Barrick" und ähnlichen bullischen Kommentaren zu Gold, herrscht nun eher das grosse Schweigen.

Dabei war auffällig, dass gerade in den letzten Wochen, immer mehr auf den bullischen Bias aufsprangen, auch Marktteilnehmer, die wahrscheinlich die komplette zehnjährige Edelmetall-Rally des letzten Jahrzehntes verpasst hatten, wurden zu "Gold-Experten" und reihten sich in die endlose Reihe der immer gleichen Geschichten zum Thema ein.

Haben Sie aber schon einmal erlebt, dass der Markt genau das macht, was selbst das "Milchmädchen" mittlerweile als logisches Weltbild besitzt ? Die schöne Geschichte von den zwangsläufig kommenden hohen Goldpreisen, ist einfach zu oft erzählt und zu sehr Common Sense, um am Markt so einfach eintreten zu können. Ich persönlich bin sogar immer noch davon überzeugt, dass am Ende der Goldpreis viel höher stehen wird. Bevor das aber passieren kann, muss all den zu selbstsicheren Bullen wohl erst einmal das Rückrat gebrochen werden. Und dass das noch nicht passiert ist, zeigt das viel zu schnell und viel zu bullisch anziehende Sentiment der letzten Wochen.

Dabei ist es ja keine Schande, komplett neben der Spur zu liegen, das gehört zum Geschäft dazu und passiert jedem irgendwann. Statt Auseinandersetzung mit den Ursachen, haben wir nun aber weitgehend ein Schweigen im Blätterwald - sozusagen Schockstarre - und das macht dann die Stille im wahrsten Sinne des Wortes "beredt". Immerhin habe ich in der letzten Woche mal keine aggressiven Werbemails von Goldhändlern bekommen, in denen für Medien eines namhaften, medialen Gesichts zum Thema Börse geworben wird. Das ist ja mal ein Fortschritt.

Grund genug für uns, genau in diesem Moment des grossen Schweigens, auch mal im freien Bereich des Blogs einen Blick auf die Lage im Goldmarkt zu werfen. Im Premium-Bereich waren wir die ganze Zeit am Ball und haben auch nahe am Hoch - oberhalb 1380 USD - auf den Exitknopf gedrückt und die schönen Gewinne seit dem Ausbruch über 1270-1280 USD mitgenommen.

Für sehende Augen war diese Korrektur, die wir nun erlebt haben, zwangsläufig. Der COT Report hatte seinen negativen Überhang verloren, der Gold über Wochen in Form eines Short-Squeezes nach oben katapultiert hatte. Der Ukraine-Bonus, drohte zu entweichen. Von den Zyklen her, war der Aufwärtszyklus schon überdehnt. Das Sentiment war zu schnell über die Massen bullisch geworden und trotzdem war Gold immer noch klar im übergeordneten Abwärtstrend. Ein Abwärtstrend, der erst deutlich über 1400 USD langsam gebrochen würde.

Ich persönlich hatte aber eher damit gerechnet, dass Gold noch einmal die Nase über 1400 USD streckt und den Ausbruch ganz fies antäuscht, bevor es dann richtig nach unten los geht. Nun hat der Goldpreis aber schon direkt unter 1400 USD gedreht, was nicht unbedingt bullischer ist, um es mal vorsichtig zu formulieren.

Schauen Sie mit mir auf das Chart von XAUUSD mit Tageskerzen, mit dem ich die Lage verdeutlichen will:

Gold 27.03.14

Noch vor 2 Wochen, als ich die Korrektur erwartete und im Premium-Bereich mehrfach davor gewarnt habe, war ich für den weiteren Verlauf nach der Korrektur völlig offen, ohne klare Tendenz. Denn diese Korrektur hätte eine Art rechter Schulter, einer grossen inversen Schulter-Kopf-Schulter Formation werden können. Und damit der Vorbote des echten Ausbruches aus dem Abwärtstrend. Vor 2 Wochen hielt ich dieses Szenario für mindestens ebenso wahrscheinlich, wie den Fall, dass wir gerade nur eine Bärenmarkt-Rally sehen und Gold im Bärenmarkt bleibt.

Nun, nachdem wir diese Korrektur bis 1300 USD gesehen haben, hat die bärische Interpretation bei mir Übergewicht, wiewohl ich den bullischen Fall immer noch für denkbar halte. Denn der Charakter der Korrektur der letzten Tage ist massiv bärisch und zeigt, dass kein echter bullischer Bid im Markt war. Eine bullische Korrektur im Bullenmarkt sieht völlig anders aus, als dieses hochvolumige, fallende Messer, das wir die letzten Tage gesehen haben.

Für mich ist damit wahrscheinlich geworden, was kluge Marktbeobachter schon länger sagen: die Rally der letzten Wochen war primär ein Short-Squeeze und wurde nicht von wirklicher, langfristiger Akkumulation von Big Money getragen.

Erschwerend kommt die brutale Schwäche der Minen hinzu, bei denen sich die Anzeichen verdichten, dass das Management nun wieder massiv zum Hedging greift. Sprich das zukünftige geschürfte Gold wird nun schon zu festen Preisen verkauft. Das sichert das Überleben der Minen, falls es weiter runter geht und ist insofern aus Sicht des Managements eine notwendige Massnahme. Es zeigt aber auch, wie die Insider den Markt sehen und vor allem begrenzt es das Upside der Minen, wenn der Goldpreis doch steigt. Denn dann hängt man in seinen Festpreis-Verträgen und kann die Gewinnsteigerungen nicht mitnehmen.

Schauen wir auf die lokale Lage heute am Morgen des 27.03.14, spricht einiges dafür, dass sich die initiale Abwärtsbewegung nun schon bald erschöpft hat. Gestern hatte bei den Minen den Charakter einer Kapitulation. Die Chance ist also gross, dass es bald im Sektor temporär ein paar Tage wieder hoch geht. Bei einer typischen Korrektur ist der initiale Momentum-Schub aber nur die Phase 1 einer Bewegung, die typischerweise aus 3 oder 5 Phasen besteht und nur kurz durch eine Gegenbewegung in Phase 2 bzw 4 unterbrochen wird.

Wenn das eher bärische Gesamtbild von oben also stimmt, steht uns nun der Bounce bevor, der zwangsläufig auf so einen Absturz folgt. Wir hatten dazu auch im September letzten Jahres das perfekte Muster, wo auf den initalen Abverkauf eine Gegenbewegung bis ca. zum 50er Retracement folgte. Und dann ging es richtig runter.

Natürlich ist die Möglichkeit einer bullischen iSKS und eines folgenden Bruchs des Abwärtstrend immer noch da, aufgrund der Price-Action der letzten Tage nun aber etwas kleiner, als das bärische Szenario. Es gibt auch keinen Grund hier Angst zu haben, etwas zu verpassen. Wenn Gold wirklich den übergeordneten Abwärtstrend bricht und die Träume der Gold-Bugs vom Lauf zu historischen Hochs aufgehen, werden 14xx USD erst der Anfang sein. Insofern kann man gelassen warten, ob dieser Fall wirklich eintritt, bevor man sein sauer verdientes Kapital dem Risiko eines möglicherweise fortdauernden Bärenmarktes aussetzt.

Schauen wir auf das Goldchart mit Wochenkerzen, sehen wir auch schnell eine sehr realistische Möglichkeit für die Zukunft, die niemandem richtig schmecken wird und deshalb eine gar nicht mal geringe Eintrittswahrscheinlichkeit hat:

Gold Wochen 27.03.15

Eine volatile Seitwärtsbewegung bis weit in 2015 hinein, die alle frustriert und am Ende den nun hyperventilierenden Bullen durch pure Langeweile das Rückrat bricht. Wenn einige der Gold-Bug Seiten wegen Lesermangel schliessen und ich weniger Mails von Goldhändlern bekomme, die immer nur in die eine Richtung nach oben tröten, dann wird es wieder interessant und dann kann Gold seine langfristige Aufwärtsbewegung vielleicht wieder aufnehmen.

Lassen Sie sich also nicht von all den wohlfeilen Argumenten zu "Gold das nach Asien geht", einer "Comex mit leeren Depots" und Ähnlichem ins zeitliche Bockshorn jagen. Wahrscheinlich steckt in den Argumenten viel Wahres und wie ich schon sagte, glaube auch ich daran, dass wir aufgrund der Zwangsläufigkeiten des Weltfinanzsystems, früher oder später weit höhere Goldpreise sehen.

Nur kann man diese Überlegungen nicht zum Timing verwenden, denn es kann gut sein, dass erst in 2014/2015 dem Goldbullen der Nacken gebrochen wird, bevor es dann wirklich nach oben gehen kann und wird. "Zum falschen Zeitpunkt" ist halt auch nur eine andere Formulierung für "Verlust".

Wir tun also gut daran, das Thema ganz opportunistisch und gelassen anzugehen. Zunächst einmal ist Gold nach wie vor im übergeordneten Abwärtstrend und das ist zu respektieren. Wir können abwarten, ob es Gold da heraus schafft, bevor wir ins Hyperventilieren geraten. Und zwischen 1500 und 3000 USD ist immer noch genug zu verdienen.

Wer auch denkt, dass Gold früher oder später weit teurer wird, hat einen physischen Barren sozusagen unter dem Kopfkissen. Grund nun an den Märkten bei 1300 hinter all den reisserischen Artikeln her zu rennen, leitet sich daraus nicht ab.

Bleiben Sie also gelassen und lassen Sie Gold erst einmal selber den Beweis antreten, dass es reif für die nächste Phase des Bullenmarktes ist. Im Moment ist dieser Beweis nicht angetreten ! Ich bin überzeugt, der Tag wird kommen. Wenn er kommt, werde wir hier auf Mr-Market bereit sein.

Wie ich schon meinen Lesern sagte, verliebt bin ich in meine Frau und meinen Sohn, nicht aber in ein gelbes Metall, das mir in physischer Form als Notfall-Währung dient.

Ihr Hari

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Markt am Scheideweg – Rebound oder Einbruch ? Fragen sie den Wahrsager !

Wissen Sie, warum gute Wahrsager so erfolgreich sind ? Weil diese zwei Regeln verinnerlicht haben:

Erstens sind gute Wahrsager sehr emphatisch und können schnell aufnehmen, wo ihre Kunden der Schuh drückt und wie diese "ticken". Und dann liefern Wahrsager punktgenau die Zukunftsprognosen, von denen sie wissen, dass ihre Kunden diese gerne hören werden.

Damit ist erst einmal die Zufriedenheit des Kunden gesichert, denn dieser fühlt sich gut und in seinen Ansichten bestätigt. Und da der Kunde mag, was der Wahrsager sagt, wird er diesen auch verteidigen, wenn andere die Weissagungen in Frage stellen.

Da dem Wahrsager aber bewusst ist, dass er die Zukunft ebenso gut vorhersagen kann, wie eine Kuh die Quantenphysik erklären, liefert er klugerweise auch gleich eine böse Macht, die Schuld ist, wenn es dann doch nicht so kommt. Es war dann nämlich nicht die eigene inhaltsleere Prophezeiung, sondern ein "böser" exogener Einfluss, auf den der weise Wahrsager ja keinen Einfluss hat. Sonst wäre es aber garantiert so gekommen ! Ganz bestimmt ! 😉

Je stärker der Kunde aber glauben will, desto stärker wird er auch diese Ausrede annehmen und wenn es nicht so kommt, in dem Fall den Wahrsager sogar verteidigen. Und wenn es zufällig so kommt, hatte der Wahrsager natürlich recht und ist ein Held. Ein Win-Win also für den Wahrsager, aber nur, weil der Kunde nicht merkt, wie er sich seine eigene Wirklichkeit erschafft.

Zweitens wissen Wahrsager um die Vergesslichkeit der Menschen. Und sie wissen, dass alleine schon der Zufall dafür sorgen wird, dass sie irgendwann mal Recht behalten werden. Es kommt nur darauf an dafür zu sorgen, dass die falschen Prophezeiungen vergessen oder (siehe oben) entschuldigt werden, dafür aber die zufällig richtigen Weissagungen, um so stärker als eigene Weisheit ausgeschlachtet werden können und den eigenen Ruhm mehren.

Was das mit Börse zu tun hat, werden Sie fragen ? Das ist doch leicht zu erkennen. Die Märkte setzen zur ersten scharfen Korrektur seit langer, langer Zeit an und schon sind sie überall wieder da - die Crash-Propheten und sonstigen Börsenwahrsager, die natürlich alle ganz genau wissen, wie es mit dieser Korrektur weiter gehen wird. 😉

Ich kann Ihnen nur über mich klar und deutlich sagen: ich habe keine Ahnung, was die Zukunft bringt. Und ich kann Ihnen nicht sagen, ob die Korrektur schon vorbei ist, oder sich nun erst so richtig auswächst. Beides ist möglich. Da die Mehrzahl der Marktteilnehmer nun aber so darauf konditioniert ist, jeden Dip zu kaufen, könnte es sich lohnen, sich mal mit der gegenteiligen Wirklichkeit auseinander zu setzen.

Dafür kann ich Ihnen aber Wahrscheinlichkeiten und Muster nennen, auf die wir im Markt achten müssen. So dass wir *falls* eine Bewegung einsetzt, deren Bedeutung und wahrscheinliches Ziel antizipieren können. Das tue ich im Premium-Bereich. Und so wissen wir immer noch nicht, was die Zukunft bringt, wissen aber wenigstens, wie wir auf die Realitäten im "Hier und Jetzt" zu reagieren haben. Und das ist doch eine ganze Menge.

Und ich kann Sie darüber hinaus an drei grundlegende Wahrheiten erinnern. Und das will ich hier nun tun:

(1)

Kein Bullenmarkt stirbt mal "einfach so". Er stirbt eher in langen, aufreibenden Kämpfen zwischen Bullen und Bären. Kämpfe, die sich typischerweise in Form einer ausgedehnten Topbildung mit immer neuen gescheiterten Anläufen zeigen und die man auch "Distribution" nennt.

Insofern ist es nach dem Einbruch von letzter Woche eher wahrscheinlich, dass nun bald eine Gegenbewegung nach oben kommt. Irgend einen Anlass wird der Markt dafür schon finden, wenn er will. 😉 Zum Beispiel bietet die FED Sitzung vom Mittwoch doch eine schöne Gelegenheit, vorher einen "Buy the Rumor" Trade zu starten. Die Frage ist also eher, wie weit geht diese Gegenbewegung. Denn wenn die Kraft des Marktes nicht mehr ausreicht um zu neuen Hochs zu laufen, ist das ein Warnsignal. Natürlich erst recht, wenn diese Gegenbewegung ganz ausbleibt.

(2)

Wir hatten das ganze Jahr 2013 keine ernst zu nehmende Korrektur von 10 oder 20% in den grossen Indizes. Das ist ungewöhnlich und unwirklich. Die Indizes haben sich weit von ihren 200-Tage-Durchschnitten entfernt, beim DAX liegt dieser zum Beispiel aktuell bei ca. 8600.

Völlig normal wäre es daher, wenn so eine Korrektur nun mal käme. Es gibt keinen Grund, daraus gleich Horror-Szenarien zu konstruieren, sondern das wäre das Normalste von der Welt. Irreal und anormal ist eher, dass wir diese Korrektur so lange nicht hatten.

(3)

Das grundlegende Environment bleibt weiter positiv für Aktien. Alle grossen Notenbanken drücken mehr oder weniger auf das monetäre Gaspedal und das bleibt nicht ohne Wirkung, denn "Liquidity rules"! Jetzt kann man ohne Frage diskutieren, ob hier nicht das Rad überdreht wird, mit potentiell katastrophalen Konsequenzen in der Zukunft für unser Währungssystem. Faktum ist aber auch, dass der Patient immer noch auf die Droge "leichtes Geld" reagiert und solange diese "Medizin" die Kurse treibt, sind wir noch nicht am Ende der monetären Expansion angekommen.

So weit drei ganz einfache, grundlegende Überlegungen, die es nach meiner Ansicht wert sind, nicht vergessen zu werden.

Bleiben Sie also ruhig. Es gibt aktuell Grund zur Vorsicht und niemand sollte in so einer wackeligen Marktlage alles - und dann noch ohne Absicherung - auf eine Richtung setzen. Ganz besonders dann nicht, wenn man zu spät zur Party dazu gekommen ist.

Aber umgedreht gibt es auch keinen Grund für Panik und vorschnellen Aktivismus. Ich hoffe Sie haben eine Strategie bei dem, was sie an den Börsen tun. Wenn ja, bleiben Sie dabei und folgen dem Markt. Wenn nein, schaffen Sie sich schleunigst eine Systematik und Strategie für Ihre Geldanlage an !

Ihr Hari

PS:

Ich möchte die freien Leser bei dieser Gelegenheit noch einmal an die Änderungen bei der Preisstruktur für Neuanmeldungen zum 01.02.14 erinnern:
-> Veränderte Preisstruktur für Neumitglieder <- !

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Vom Hier und Jetzt und dem sinnlosen Kampf gegen den Markt

Derzeit erleben wir im Marktsentiment der Aktienmärkte so etwas wie eine "Kapitulation" der verbliebenen Bären und Skeptiker. Viele Marktteilnehmer haben seit 2009 nicht an diesen Markt geglaubt, standen mit ihrem Depot im Abseits und haben die Anstiege emotional bekämpft. Wir erleben einen der meist gehassten Bullenmärkte der Geschichte.

Und nun nähert sich das Jahresende, die Indizes sind auf historischen Höchstständen und es geht trotzdem einfach immer weiter aufwärts und aufwärts. Diverse Auswertungen der Sentimentdaten zeigen, dass das Bullenlager zuletzt drastisch gewachsen ist, die erwähnte Kapitulation der Bären scheint also nun im Gange.

Nun wissen erfahrene Leser, dass genau dieser Moment der Kapitulation der letzten Bären, mit erhöhten Risiken verbunden ist, denn er steht gerne am Ende einer Aufwärtsbewegung und nicht am Anfang. Und nach 5 Jahren des Anstiegs, wäre dafür ja auch mal langsam Zeit. Aber das ist so offensichtlich, dass es fast schon wieder unwahrscheinlich wird und darüber will ich heute auch gar nicht schreiben.

Ich will heute über die vergangenen 5 Jahre schreiben, in denen so viele, so immens viel von dieser sensationellen Aufwärtsbewegung verpasst haben. Und ich will aufzeigen, woran das liegt. Denn zu viele haben zu oft emotional gegen den Markt gekämpft.

Wenn Sie des Englischen mächtig sind, lesen Sie bitte mal zur Einstimmung die ehrlichen Gedanken und Gefühle vom jemandem, der nun seit mehr oder weniger 5 Jahren emotional gegen den Markt und die Notenbanken kämpft: -> The new abnormal <-

Das gibt Ihnen einen guten Eindruck davon, was in so Menschen aktuell vorgeht. Und ich habe es meinen Lesern schon oft gesagt und kann es nur wiederholen: vermeiden Sie unbedingt solche psychologischen Fallen ! Trennen Sie unbedingt Ihre Sicht auf die Welt und Ihre Überzeugungen, von den Handlungen, mit denen Sie versuchen Ihr Depot zu füllen.

Sie wissen, wie kritisch ich vieles sehe, was da im Bereich der Notenbanken in der Gegenwart abgeht und das ich am Ende auch an ein „dickes Ende“ der Geschichte glaube. Vielleicht kommt ein Zeitpunkt, an dem wieder ein wütender Mob vor den Regierungs-Gebäuden und Notenbank-Kathedralen stehen wird und die Verantwortlichen lynchen will. Alles schon mal dagewesen und es gibt keine Sicherheit, dass es nicht wiederkommt. Und wenn dieser Moment kommt, werden Leute wie unser Autor oben dann völlig zu Recht "siehste" sagen. Nur wird sich auch dann die Masse nicht an die Warner der Gegenwart erinnern – bestenfalls in akademischen Zirkeln. Die Anführer des Mobs werden aber andere sein, Populisten die den neuen „Trend“ rechtzeitig erkannt haben und sich als Protagonisten an die Spitze setzen konnten. Populisten, die heute vielleicht eine ganz andere Sau durchs Dorf treiben.

Ich kann auch ein anderes hypothetisches Beispiel bemühen. Nehmen wir an, Sie als ein fähiger Astronom wissen heute, dass in 5 Jahren von jetzt ein riesiger Asteroid die Erde treffen wird. Von totaler Vernichtung des Lebens ausserhalb der Ozeane, bis zumindest kontinentalem Genozid ist alles drin. Und Sie wissen, dass Sie es nicht ändern können. Macht es dann Sinn, sich heute schon unter der Erde zu verkriechen ? Sich vielleicht einen Monat vorher ihre Familie zu schnappen und an den relativ sichersten Ort der Welt zu gehen und dort Vorräte anzulegen, mag ja noch Sinn machen. Aber heute ? Man muss sich sogar fragen, will man so ein Wissen überhaupt haben ? Denn es verhindert vielleicht noch 5 glücklich gelebte Jahre ?

Der Punkt ist: unsere Leben findet im Hier und Jetzt statt. Die Zukunft ist die Zukunft und unbestimmt. Es macht natürlich Sinn, über die Zukunft nachzudenken. Und es macht auch Sinn, sich im vernünftigen Rahmen auf die Zukunft vorzubereiten. Es ist aber unsinnig und völlig kontraproduktiv, das eigene Handeln im Hier und Jetzt ausschliesslich von Ängsten um eine mögliche, aber nicht sichere, Zukunft bestimmen und beherrschen zu lassen.

Und so ist es auch bei der Geldanlage. Man mag über die aktuelle Notenbankpolitik denken was man will. Und wer dabei nicht zumindest ein flaues Gefühl der Unsicherheit im Magen hat, der hat mit Verlaub keinen Verstand – die Notenbanker haben dieses flaue Gefühl doch auch, auch wenn sie darüber nicht reden. Alle mit Verstand wissen, dass wir uns in einem historisch einmaligen Experiment befinden und der Einsatz immens hoch ist.

Und trotzdem, das Geld im Depot wird im Hier und Jetzt verdient. Und im Hier und Jetzt steigt dieser Markt. Im Hier und Jetzt, haben wir einen offensichtlichen, gewaltigen Bullenmarkt. Sich permanent emotional dagegen zu stellen, macht das Leben zur Hölle, frustriert und generiert am Ende nur rote Zahlen im Depot.

Und es gibt auch einen Weg, wie man die objektive, rationale Skepsis und das Handeln mit dem Trend, wieder in Einklang bringen kann. Und das ist, das hier im Blog immer wieder beschriebene Denken in konkreten Setups und Handeln mit "Reissleine", also mit - zumindest gedanklichen - Stops.

Denn das Denken in definierten Setups, mit definierten Exit-Marken, befreit von der Angst, wenn man es konsequent betreibt. Bevor man die Position überhaupt eingeht, überlegt man sich, wie viel man maximal in diesem Trade riskieren – also verlieren - will und schreibt den Betrag gedanklich ab.

Die „Trauerarbeit“ um den Verlust findet also schon vorher statt, zu dem Zeitpunkt wo man den Trade eingeht. Hat man das geschafft, kann man von da an nur noch gewinnen. Und das befreit emotional enorm und ermöglicht Ihnen Trends mitzugehen, die Sie nie anfassen würden, wenn Sie eine Entscheidung für etwas treffen müssten, woran Sie gar nicht glauben. Mit einem Setup aber, stellen Sie emotional nur einen Zeh ins Wasser und Ihr Stop definiert, wie schnell der Zeh wieder draussen ist. Und Sie wissen ja, starke Trends dauern oft länger, als wir uns alle vorstellen können. Wenn ein Trend mit Macht begonnen hat, kann man oft immer noch mit gutem Gewissen aufspringen, die letzten 5 Jahre an den Märkten sind auch dafür erneut Beleg.

Mit dieser Denkstruktur wäre man schon 2009 Long eingestiegen und wäre immer noch - oder mit einer Pause 2011 wieder - dabei, statt dem Markt zu misstrauen und klüger als der Markt sein zu wollen. Aber im Herzen könnte man immer noch ein Skeptiker sein, der den Tag der Abrechnung kommen sieht. Bis dieser Tag aber kommt, hat man gut verdient. Und wenn der Tag der Abrechnung kommt, kegeln einen die Stops raus und es ist dann immer noch früh genug, die Bärenkrallen in das Fleisch all der auf der Party zu spät angekommenen und nun panischen Kühe zu schlagen – die ehedem mal röhrende Bullen waren.

Für unser konkretes Handeln an den Märkten ist also wichtig:

(1) Gewinne werden im Hier und Jetzt mit dem Markt erzielt und nicht gegen ihn.

(2) Zukunftserwartungen, Vorsicht und ein Blick auf mögliche Entwicklungen sind wichtige Fähigkeiten um sich rechtzeitig einzustellen, aufmerksam zu bleiben und wenn nötig schnell „die Kurve“ zu kriegen.

(3) Eine mögliche Zukunft darf aber nicht unser Handeln im Hier und Jetzt überlagern und verzerren. Die Zukunft ist nicht gewiss, wir bilden uns nur manchmal ein, sie wäre es.

(4) Vorsicht und Handeln sind verschiedenen Dinge. Vorsicht kann zu Handeln führen, wenn die gefürchteten Bedingungen eintreten. Wer aber nur auf Verdacht handelt, holt sich in der Regel eine blutige Nase.

(5) Wir sollten unsere Energie auf die Dinge konzentrieren, die wir selber beeinflussen können. Die aber besonders gut machen. Was wir nicht beeinflussen können, müssen wir dagegen hinnehmen und uns anpassen.

Lamentieren Sie also gerne über einen überzogenen Markt und "verrückt" gewordene Notenbanker so viel Sie wollen, alles kein Problem - das kann sogar der Seele gut tun, mal den Frust abzulassen. Aber handeln Sie an den Märkten nicht danach !

Real ist nur das, was der Markt wirklich tut und nicht das, was Sie gerne hätten, das er tut. Und dieser Markt steigt. Und zwar so lange, bis er nicht mehr steigt. Und diesen Moment des Trend-Wechsels kann man auch erkennen, wenn man mit klaren, gut durchdachten Marken operiert, die einem das Ende des Bullenmarkets indizieren.

Der Preis dafür ? Das man vielleicht ein paar Prozent von den Höchstständen wieder abgegeben wird, wenn die Stops dann Triggern und "Exit" signalisieren. Aber was sind schon 10%, wenn man vorher zum Beispiel im DAX den Weg von 3589 am 09.03.2009 bis zu 9254 gestern mitgegangen ist ? Übrigens, zum Mitschreiben, das waren 158% Anstieg vom Tief am 09.03.2009 ! Hat es sich also wirklich gelohnt, den Markt jahrelang zu bekämpfen ?

Übrigens wirkt dieser Mechanismus in beide Richtungen. Denn irgendwann wird die grosse Korrektur ohne jeden Zweifel einsetzen. Vielleicht heute, vielleicht erst 2015. Und es wird über Wochen und Monate nervenzehrend nach unten gehen. Und genau die gleichen Menschen, die nun jahrelang gegen den Markt gekämpft haben, werden dann viel zu früh schon wieder einsteigen, weil jetzt ist der Markt für sie ja vermeintlich "billig genug". Ist er aber erneut nicht und es geht auch in der Abwärtsbewegung oft weiter runter als man erwartet. Erneut kämpfen die gleichen Menschen dann gegen den Markt, weil sie erneut klüger sein wollen, als alle anderen Marktteilnehmer zusammen. Das pflegt das eigene Ego, machen Sie sich aber klar, dass das Ego an den Börsen unser grösster Feind ist und unglaublich viele Verluste in Depots auf dem Gewissen hat.

Merken Sie sich also unbedingt für den nächsten Börsenzyklus, dass Sie dem Markt folgen und sich dabei mit guter Entfernung absichern. Die Absicherung darf nicht zu nahe sein und dient nur der "Katastrophen-Prävention". Und das Sie am Ende einiges von den letzten Gewinnen wieder abgeben, liegt dabei im System. Und trotzdem funktioniert es und ist einfacher und profitabler, als gegen den Markt zu kämpfen.

Ob Sie auf diesen aktuellen und langsam alternden Trend noch aufspringen wollen, können Sie nur selber entscheiden. Klar ist, es kann durchaus noch eine Zeit lang so weiter gehen. Klar ist aber auch, eine deutliche Korrektur ist nun langsam mal fällig.

Ihr Hari

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

S&P500 auf historischem Hoch – Ein gnadenloser Markt auf Steroiden

Naja ... da war die Seitenlinie nicht mal 24 Stunden ein guter Ort. Mal wieder.

Sah es noch am gestrigen frühen Nachmittag sehr danach aus, als würde der Markt in den überfälligen Korrekturmodus wechseln, änderten mal wieder Lippenbewegungen eines Notenbankers mit einem Schlag alles.

Am frühen Nachmittag kamen Gerüchte in den Markt, dass das für heute angesetzte Testimonial der neuen FED Chefin Janet Yellen vor dem US Senat schon draussen sei, einige Marktteilnehmer den Inhalt kennen würden und der Inhalt ein klares Bekenntnis für eine weitere lockere und stimulierende Geldpolitik sei.

Das war das Signal, auf das die Bullen gewartet hatten und mit einem Schlag drehte der Markt die Richtung, die Algos schalteten ein und es ging bis zum Schluß nur noch aufwärts.

Zum Handelsschluss wurde dann auch mit 1782 ein neues All-Time-High im S&P500 erreicht. Und nach Handelsschluss wurde das Gerücht bestätigt, denn -> Yellens Testimomial <- wurde vorab veröffentlicht und einige der "Big Boys" kannten es offensichtlich schon. Wer hat je gesagt, dass es am Markt fair zugehen würde ?

Mit diesem neuen All-Time-High ist die eigentlich bedeutende Korrektur von letzten Donnerstag endgültig irrelevant. Und damit ist auch der Boden für die Jahresendrally bereitet. Die 1800 im S&P500 dürften schnell auf der Agenda stehen und auch darüber hinaus, sind die glatten Marken DAX 10.000 und S&P500 2.000 keineswegs aus der Welt und unmöglich. Je näher der Markt diesen Marken kommt, desto stärker werden sie auch ihre magnetische Anziehungswirkung auf die Psychologie und die Kurse entfalten.

Um sich vor Augen zu führen, wie unwirklich das Geschehen dieses Jahres ist, muss man nur feststellen, dass der S&P500 nun ein ganzes Jahr lang - seit November 2012 - deutlich über seiner 200-Tage-Linie liegt, nie eine ernsthafte Korrektur hatte und nun neue historische Hochs erreicht hat. Und das nicht etwa in einem wirtschaftlichen Umfeld, in dem die Weltwirtschaft boomt - nein, sondern bei bestenfalls anämischer Weltkonjunktur und permanenten und berechtigten Ängsten vor einer Deflation.

Da gehört wirklich keine besondere ökonomische Ausbildung dazu, um zu erkennen, dass hier die Notenbanken den Unterschied machen - das diese Rally eine Rally auf monetären "Steroiden" ist und nicht vollständig von den ökonomischen Realitäten getragen wird.

Das macht es auch dieses Jahr für so viele institutionelle Anleger so schwierig, mit dem Markt mitzuhalten oder diesen sogar zu schlagen. Verständnis von ökonomischen Zusammenhängen ist in diesem Markt eher hinderlich um mitzugehen und der Affe, der grinsend einfach seine Wetten erhöht und jeden Dip gnadenlos kauft, weil er nur grün sieht und kein Morgen kennt, hätte die besten Ergebnisse produziert. Denn die berechtigte Vorsicht an den typischen Stellen die nach Korrektur schreien - wie zuletzt in den vergangenen Tagen - wurde dieses Jahr nie belohnt, sondern immer durch eine monetär gedopte Bullenherde bestraft, die alles niedertrampelt, was sich ihr in den Weg stellt.

Sehr viele institutionelle Anlager kämpfen daher dieses Jahr mit dem Markt und können nicht mithalten. Und so pervers das ist, das erhöht die Chancen für eine Fortsetzung der Rally ins Jahresende, denn wenn die ihren Bonus wollen und ihre Kunden behalten wollen, müssen sie um jeden Preis gegenüber dem Markt aufholen. Und das geht nur, in dem jeder Dip einfach gnadenlos gekauft wird.

Gesund muss man das Geschehen nicht finden. Und eine solche Bewegung hinterlässt bei erfahrenen Marktbeobachtern eher ein schlechtes Gefühl auf der Zunge. Im Jahr eins nach einem Einbruch - wie 2009 - ist eine solche Bewegung durchaus normal und kann ohne Hintergedanken mitgegangen werden. Nicht aber im Jahr 5 der Aufwärtsbewegung - da muss man schon Affe sein, um keine Zweifel zu haben.

Trotzdem muss ich dringend davor warnen, sich gegen diesen Markt zu stellen. Das kann so weiter gehen. Ja, das kann sogar in 2014 so weiter gehen. Und wie ich oben schon sagte, sind DAX 10.000 und S&P500 2.000 keineswegs so weit aus der Welt. Stellen Sie sich doch nur mal vor, in diesem Environment würde die Weltkonjunktur nun wirklich mit Macht anziehen und Yellen, Draghi und Co. trotzdem drucken und drucken und weiter Liquidität in das Grossbankensystem schieben.

Insofern muss man immer mit einer gewissen Grundskepsis beobachten, ab wann der Trend gebrochen ist und diese Trendlinien immer im Auge behalten. Aber Handeln darf man nach dieser Skepsis nicht. Solange diese Trendlinien halten - und das tun sie nun schon seit einem Jahr - wird das Geld auf der Long-Seite des Marktes verdient. Und nirgendwo sonst.

Es ist nach wie vor keine schlechte Idee, an der oberen Begrenzung des Trendkanals auch mal auf die Seitenlinie zu treten, auch wenn es dieses mal nicht funktioniert hat. Aber Shorten darf man diesen Markt erst dann, wenn er wirklich einbricht und davon sind wir meilenweit entfernt. Und man darf auf der Seitenlinie auch nie vergessen, die Dips dann wieder konsequent zu kaufen.

Ob wir diesen Markt gut oder schlecht finden, ist ohne Belang. Ob wir uns Sorgen um einen plötzlichen Einbruch machen, auch. Alles was zählt, ist was der Markt real tut. Und das ist immer noch : steigen !

Ihr Hari

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Mein Freund der Trend. Marktupdate 27.05.13

Mitglied

Am Samstag habe ich schon die Leser im Premium-Bereich explizit auf aktuelle Entwicklungen hingewiesen, damit diese sich heute positionieren können. Heute will ich auch für alle Mitgliedern ein paar einordnende Worte zum Markt finden.

Wir erinnern uns, am Mittwoch war ja in Anbetracht der Korrektur die Freude bei all denen gewaltig, die entweder die bisherige Rally verpasst hatten oder die permanente Aufwärtsbewegung mit zunehmendem Misstrauen betrachteten. Man konnte da geradezu spüren, wie die Korrektur herbei gesehnt wird, damit man nicht weiter dem abfahrenden Zug hinterher schauen muss.

Ich selber habe diese Rally ja das ganze 1. Quartal fröhlich mitgenommen, wurde nun ab April aber auch zunehmend vorsichtig, weil ich auch zu den Marktteilnehmern gehöre, die auf den permanenten Aufwärtsdruck mit langsam steigendem Misstrauen reagieren. Ich habe aber trotzdem weiter mitgenommen, insbesondere im Bereich der "Hot Stock" wie Tesla, 3D Systems oder iRobot, habe aber meine Stops nachgezogen und mein Overnight-Exposure Zug um Zug reduziert.

Das alles hatte ich Ihnen hier kommuniziert und auch ich hätte eine scharfe, bereinigende Korrektur also begrüsst, weil sie wieder saubere Long-Setups erzeugt hätte.

Dummerweise macht Mr. Market höchst selten das, was man sich wünscht und am Freitag gab es auch deutliche Signale aus Richtung des "Big Money" der Wallstreet, die beachtet werden sollten.

Weiterlesen ...