Hari Live Stream 19.06.20



15:25 MEZ - ZH2

Heute war bzw. ist "Hexensabbat", je nachdem aus welchem geographischen Blickwinkel sie es betrachten wollen.

Viel war/ist davon nicht zu merken, die letzten beiden Tage waren sehr ruhig - ein Umstand den ich ja schon öfter angemerkt habe. Denn mit der Dominanz der wenigen Stillhalter in den großen Institutionen, die in den 80ern und auch noch 90ern an so Tagen gezielt Kurse bewegt haben, ist auch die Exzess-Volatilität etwas geschwunden, nur das stark erhöhte Volumen ist geblieben.

Wenn sie also nächste Woche einen vermeintlichen "Volumenschub" sehen, achten sie darauf, ob es nicht der heute Freitag war. Und wenn ja, dann ignorieren sie das als Fehlsignal, das Volumen wird heute fast überall erhöht sein und stellt daher keinen Indikator dar.

Der SPX hat ja gestern und vorgestern völlig richtungslos konsolidiert, eine derartige Konsolidierung nach einem vorherigen Anstieg ist strukturell bullisch zu werten, weswegen die Chancen in die kommende Woche hinein nun höher sind dass es nach oben weggeht, als das Gegenteil:

15:30 MEZ - ZH3

Zu Wirecard kein weiteres Wort von mir hier, es ist alles gesagt und der weitere Ablauf eher langweilig, weil absehbar. Stecken wir unsere Energie lieber in potentiell profitable Dinge, die uns weiterbringen.

Erwähnen will ich in dem Zusammenhang aber noch die Commerzbank, die ja zu den Hauptgläubigern von Wirecard gehört und nun möglicherweise große Kredite abschreiben muss.

Der Schreck ist gestern mit einem Volumenspike im Chart zu sehen, das nun an der Wegscheide hängt, die eine Bodenbildung von weiterem Ungemach trennt:

15:40 MEZ - ZH4

-> BMW und Daimler wollen beim automatisierten Fahren nun doch nicht kooperieren <-, was mich nicht überrascht, weil auf beiden Seiten zu viel Ego vorhanden ist und jeder immer gute Gründe findet, warum es mit der anderen Lösung nicht geht.

Faktisch macht eine Kooperation unter Gleichen bei so strategisch entscheidenden Themen keinen Sinn, weil im Konsens und mit Kompromissen schlechtere Lösungen entstehen, als wenn es eine Seite kompetent durchzieht. Statt Kooperation müsste sich eine Seite sinnvollerweise unterwerfen und der anderen folgen, was aus den genannten Identitätsgründen aber vermutlich nicht passieren wird.

So bleibt eigentlich nur eine Fusion als Rettung zur kritischen Größe, die aber die Quants wollen müssten. Wie die die Lage sehen, weiss ich nicht.

Ich sage bewusst als "Rettung", weil ich beide BMW wie Daimler, in diesem Umbruch für zu klein, zu kapitalschwach und zu technisch unerfahren in den nun nötigen Themen halte. Ich habe es ja schon oft gesagt, ich bezweifele dass alle drei deutschen Autobauern Daimler, BMW und VW in 10 Jahren noch so selbstständig existieren. Mindestens einer wird als selbstständige Einheit fehlen.

Insofern ist diese Absage einer Kooperation für mich mehr als eine Nebennachricht, es bestätigt mich fundamental darin, die deutschen Autobauer weiter nicht in meinem Portfolio zu haben.

Wenn, dann hat VW wohl noch die besten langfristigen Chancen, aber eine Mischung aus Familienklüngel und "volkseigenem Betrieb" will ich in meinem Depot auch nicht.

BMW wird sich Dank der Quandts recht lange brauchbar halten und irgendwann gezielt und ehrenvoll fusionieren, mit wem auch immer. Bei Daimler dagegen, sind fast nur Fragezeichen für mich:

16:18 MEZ - ZH3

Hier nach 45 Minuten wieder die 5 Aktien des Tages. Die Katze SPOT - unten ist gut, oben ist Nein - ist auch wieder dabei, aber auch andere Namen.

Ich bin nun bis ca. 17 Uhr kurz weg, dann wieder normal da.

Wir haben heute Spotify (SPOT), Tencent Music Entertainment (TME), Chegg (CHGG), Nuance Communications (NUAN) und VMWare (VMW).

Übrigens, wer sich für verteiltes Lernen interessiert, sollte sich Chegg mal anschauen.

16:55 MEZ

Zwei interessante Charts zu Covid und den US hat der WSJ Daily Shot für uns:

Es zeigt was ein richtig gemachter Lockdown bewirkt und was beim Verzicht darauf passiert. Das Chart oben generiert gerade einen Ausbruch über die Trendlinie nach oben, berechnen sie mal den "Measured Move" 😛 (Was natürlich Quatsch ist).

Trump wird so lange wie er kann alles offenhalten, weil er eine Wahl gewinnen will. Er ist aber nicht Herr im Haus, weil das die Gouvernors sind, wie bei uns die Ministerpräsidenten.

Mit den Wahlen im Hinterkopf, wird es also eine starke Korrelation zwischen Partei des Gouvernors und zukünftigen Lockdowns geben, Republikanische Staaten eher Nein, Demokratische Staaten eher Ja.

In Summe sollten aber auch die, die trotz steigender Zahlen nichts tun nicht glauben, dass man so Auswirkungen auf die Wirtschaft vermeiden könnte. Die Menschen werden sich trotzdem anpassen und sobald das Gesundheitssystem an Grenzen wie zuletzt in New York gerät, lässt sich das nicht mehr kaschieren und die Gegner eines Lockdowns werden die Seite wechseln und den Druck auf die Gouvernors erhöhen.

Insofern ist das eine verflucht riskante Wette die die eingehen, die das nun laufen lassen wollen. Am Ende kann der Ausgang die Wahl entscheiden. Schäden in den betroffenen Branchen gibt es aber so oder so, egal ob mit oder Maßnahmen.

17:20 MEZ - ZH3 - ZH4

Zwecks eigenen Researchs für zukünftiges Wachstum, habe ich heute noch zwei junge, kleinere und hier bisher völlig unbekannte Aktien aus dem bei mir beliebten Sektor "Medical Devices" für sie. Aktien die ich mittelfristig für potentiell aussichtsreich halte.

Statt lange zu beschreiben was die machen, forschen sie doch mal selber und tauschen sich aus, wenn sie mögen.

Denn beide gesundheitlichen Themen und das jeweilige Geschäftsmodell kann man auch als medizinischer Laie verstehen, das Problem das das zweite Unternehmen adressiert, dürften hier sogar einige Mitglieder selber haben.

Zunächst Silk Road Medical (SILK) - -> Homepage <-. Die Aktie ist ein Börsengang vom Herbst 2019:

Und dann Inspire Medical Systems (INSP) - -> Homepage <-. Die Aktie ist ein Börsengang vom Sommer 2018:

17:38 MEZ - ZH3

Recht gut sieht es taktisch nun bei Gold (ETF GLD) und den Minen (ETF GDX) aus.

In beiden Fällen riecht es danach, als ob nach einer geordneten Konsolidierung nun bald ein neuer Aufwärtsschub bevorsteht. Auf jeden Fall ziehe ich diese Interpretation dem Gegenteil derzeit vor:

17:50 MEZ - ZH1 - ZH3

So liebe Mitglieder, das wars für diese Woche.

Der SPY hat nun noch einen schönen Gapfill hingelegt, dieser Trade funktioniert auch in beide Richtungen. Ob heute nach dem Gapfill noch viel kommt, vermag ich nicht zu sagen.

Für kommende Woche bin ich von der Marktmechanik her nicht sehr pessimistisch, also neutral bis leicht optimistisch - vorbehaltlich neuer Nachrichten natürlich. Dazu trägt nicht nur das bisherige Marktverhalten mit einer geordneten Konsolidierung und starker Price-Action in einigen Aktien bei, sondern auch die Tatsache, dass das Quartalsende naht.

Das Quartal war sehr positiv, große Gewinne sind in den Indizes zu verbuchen und wir wissen gleichzeitig, dass viele institutionelle Anleger zu skeptisch und vorsichtig waren.

Das schafft die Notwendigkeit noch die "richtigen" Aktien zu kaufen, um bei den Kunden "Bella Figura" zu machen und ich vermute es wird im Saldo den Markt eher stützen als belasten. Aber wie auch immer, letztlich ist das im Moment noch Spökenkiekerei, über das Wochenende kann viel passieren.

Der Verfallstag stellt aber gerne auch mal eine kleine Wegscheide dar und die Woche danach ist gerne mal schwächer, womit sich die Argumente irgendwo ausgleichen und wir so klug sind wie zuvor. 😉

Ich bleibe ganz entspannt in meiner mittleren Aufstellung, spiele ein paar von den starken Aktien die ich ihnen hier ja auch immer wieder zeige und habe ansonsten derzeit wenig Bedarf für Anpassungen im Investment-Depot.

Von meiner Seite ist die kommende Woche völlig normal, wir lesen uns hier also am Montag mit dem Wochenausblick wieder. In der zweiten Wochenhälfte habe ich auch vor, ein neues Projekt zum Thema "New Tesla", also zum Finden von unbekannten Wachstumsaktien aufzusetzen.

Machen Sie es gut!

Ihr Hari

*** END OF STREAM ***

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Morgendliche Zahlen 24.04.20



Ja, das derzeitige, monothematische Corona, Corona ermüdet. Es gibt auch noch anderes in der Welt als das Virus und eigentlich wollte ich deshalb heute mal ein coronafreies Dies&Das mit ein paar Quartalszahlen der Nacht schreiben.

Man merkt aber schnell, dass das derzeit nicht geht, denn egal welche Firman man betrachtet, natürlich ist Corona das Thema, auch des Managements. Die Folgen der Epidemie stehen also immer im Raum, das müssen wir wohl akzeptieren - seufz.

Intel (INTC)

Intel hat gestern Abend eigentlich gute Zahlen geliefert, allerdings ist -> der wegen Unsicherheiten gestrichene Ausblick <- das Problem.

Dann kamen noch Meldungen hinzu, dass Apple -> von den Intel Chips für die Macs auf eigene wechselt <- und fertig war der Salat, der nachbörslich ein Minus von ca. 7% brachte:

Das dürfte heute den ganzen Semiconductor-Sektor belasten.

Edwards Lifesciences (EW)

Edwards Lifesciences -> liefert ausgezeichnet <-, was bei Aktien aus dem Healthcare-Sektor nicht so überraschend ist.

Allerdings muss auch EW den Ausblick senken, weil durch Covid-19 viele Herz-OPs verschoben werden.

Für den Markt scheint es eine Art Non-Event zu werden, wenn man nach den nachbörslichen Kursen geht:

Lufthansa

Schon gestern kamen Zahlen und der -> hier erwähnte Staatseinstieg <- wird wohl so oder so kommen und für die Aktionäre schmerzhaft.

Als Aktie ist Lufthansa also weiter toxisch und auch selbst nach einem Staatseinstieg sollte jedem die Commerzbank ein warnendes Beispiel sein, dass dieser kein Anlass für ein langfristiges Engagement ist.

Aktuell erkennt der Markt die Gefahr, dass hier für Alt-Aktionäre vielleicht erst bei Null Schlusss ist und die Aktie verliert die 8€-Zone nach unten:

In dem Zusammenhang noch ein Hinweis an alle, die von der Lufthansa nun auf Erstattungen für stornierte Flüge warten, die ihnen nach EU-Recht innerhalb 7 Tagen zustehen.

Die Lufthansa mauert da, die Behauptung dass die Service-Stellen mit Umbuchungen beschäftigt sind und es "nur länger dauert", können Sie nach meiner Einschätzung getrost vergessen. Da ist vermutlich System dahinter und eine Überlastung des Service hat es Mitte März fraglos gegeben, jetzt dürfte mangels Passagieren das Gegenteil der Fall sein.

Hintergrund dürfte nach meiner Vermutung sein, dass die LH-Führung darauf hofft, dass die Bundesregierung ihren Gesetzesvorschlag zu Zwangs-Gutscheinen in Brüssel durchbringt. Ich vermute eher es gibt einen faktischen Erstattungsstop, der nach jetziger Rechtslage eindeutig rechtswidrig wäre. Ärgern Sie sich aber nicht, wenn die Regierung das deckt, sieht es schlecht aus.

Das ist übrigens eine spannende Frage meinerseits an die Juristen hier, die mich echt interessieren würde. Kann ein Gesetz mit Rückwirkung, ein nachweislich *vorsätzliches*, rechtswidriges Verhalten vor der Rückwirkung im privatrechtlichen Bereich heilen? Ich weiss dass Vorsatz da extrem schwierig nachzuweisen ist, nur rein theoretisch aus Neugier, nehmen wir mal theoretisch an, mir läge eine Anweisung des Vorstands vor nicht auszuzahlen, obwohl die Rechtslage im März klar war. Könnte dann ein Gesetz mit Rückwirkung trotzdem eine Klage torpedieren, trotz des Vorsatzes? Hat der Vorsatz im Zivilrecht überhaupt eine Bedeutung, oder wie ich vermute nur im Strafrecht?

Dann gibt es aber derzeit auch einige Rechtsanwalts-Kanzleien, die Bürger indirekt zu Klagen auf Rückerstattung motivieren. Formal ist das richtig, nach aktuellem Recht der EU hätten sie wohl ausgezeichnete Chancen bei einer Klage auf Erstattung nach Artikel 8 von EU Verordnung 261/2004. Das Problem ist aber das politische Geschehen im Hintergrund und deshalb rate ich Ihnen, diesen Lockungen derzeit zu widerstehen und da erst abzuwarten und derzeit *keine* Anwälte zu bemühen.

Wenn Sie mit einem Gutschein kein Problem haben, dann warten Sie nun ab, wie das in Brüssel ausgeht.

Ich werde das tun und habe mit dem Gutschein in der Krise eigentlich kein Problem, es ist eine faire Lösung in einer Ausnahmesituation, die ich der Lufthansa nicht vorwerfen würde, wenn sie damit offen umgehen würde.

Wenn Sie den Gutschein nicht akzeptieren wollen und die neuen Gesetze scheitern, dann mahnen Sie die Lufthansa schriftlich sofort und dann können Sie bei Nichtzahlung auch klagen. Das wird dann aber wohl nicht nötig sein, ganz "plötzlich" wird der Service Zeit finden, ihren Fall zu bearbeiten. Wurde halt gerade ein Mitarbeiter frei. 😉

Wenn Sie den Gutschein nicht akzeptieren wollen und die neuen Gesetze kommen, müssen sie genau das Kleingedruckte der Rückwirkung lesen. Eine Klage wird dann aber vermutlich keinen Sinn machen, weil die Juristen der Lufthansa schauen da garantiert auch sehr genau darauf.

Was mich stinkig macht, ist nicht das Geld und auch nicht die Gutschein-Lösung, sondern der Eindruck in der Kommunikation von der Lufthansa verarscht zu werden. Ich werde mir dieses Verhalten der Lufthansa auf dem Rücken unzähliger Privatpersonen genau merken, die Chance das "zurückzuzahlen" wird kommen, denn schon die Klingonen wussten, dass Rache ein Gericht ist, das am besten kalt genossen wird. 😉 Ich bin fast nie nachtragend, Fehler und Konflikte können immer passieren und dann bereinigt man diese und gut ist es. Die einzige Ausnahme in der ich nachtragend bin ist, wenn ich davon ausgehen muss verarscht zu werden, dann habe ich ein langes Gedächtnis.

Tiefer geht immer

Zum Thema passen aber auch wieder die Banken, S&P -> senkt das Rating <- der Commerzbank und den Ausblick der Deutschen Bank.

Einfach nur, damit Sie bei der Lufthansa keine falschen Verlockungen spüren, hier das Daily und das Langfristchart der Commerzbank, bewusst linear, mit der Nulllinie als schwarze Linie:

Nestle (NESN)

Solche Sorgen muss man sich bei Nestle natürlich nicht machen, die Zahlen -> trotzen wenig überraschend der Krise <-, woran Sie sehen, wo man eben investiert sein muss und wo nicht.

Stärke gebiert Stärke und Gurken bleiben Gurken.

Ihr Hari

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Hari Live Stream 22.05.19



15:00 MEZ - ZH2

Ehrlich gesagt, macht mich dieser Markt nun etwas müde. So richtig Lust mich damit zu befassen, habe ich nicht und halte auch die Füsse still.

Sagen Sie mir, wie dieses Geschaukel oberhalb der Unterstützung nun zu werten ist, ich weiss es nämlich nicht. Beziehungsweise doch, ich weiss was es ist: Geschaukel 😛

15:10 MEZ - ZH4

Spannend finde ich, dass wenige Wochen nachdem sich Apple (AAPL) mit Qualcomm (QCOM) verglichen hat, -> eine Bundesrichterin ganz grundsätzlich gegen QCOM und für die klagende FTC entschieden hat <-.

Sätze wie diese sind eher Schläge und geben Apple in seiner ähnlich gelagerten Klare rundum recht:

Judge Koh found that Qualcomm violated antitrust law, charging unreasonably high royalties for its patents and eliminating rivals. She challenged its practice of collecting billions of dollars by charging royalties on a percentage of a smartphone’s price.

“Qualcomm’s licensing practices have strangled competition” in key parts of the modem chip market for years, “and harmed rivals, OEMs, and end consumers in the process,” the judge wrote. She added that the company’s lead in developing modem chips for smartphones using 5G, the new generation of cellular technology, made it likely that behavior would continue.

Die Reaktion des Marktes ist harsch, böse Zungen haben ja schon lange gesagt, dass QCOM eine Anwaltskanzlei zum Thema Patentrecht mit angedockter Produktentwicklung sei. 😉

Spannend ist aber die Frage, warum sich Apple trotzdem verglichen hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass deren Topanwälte nicht die Tendenz dieses Urteils vorher sehen konnten, denn solche Urteile entstehen ja langsam und kommen idR nicht völlig unvorbereitet aus dem Nichts, da Richter vorher Hinweise geben.

Ich halte das eher für eine Bestätigung meiner schon vor Wochen geäusserten Vermutung, dass es die Alternativlosigkeit war, die AAPL zu dem Schritt gezwungen hat. Denn Alternativpartner Intel (INTC) hat es in Sachen 5G schlicht verbockt und konnte nicht rechtzeitig und nicht in ausreichender Leistung liefern.

So hatte Apple gar keine Wahl, weil selbst wenn man ein Verfahren gewinnen würde, es sowieso keine Alternative gab. Und mal eben auf die Auslieferung eines 5G Phones zu verzichten, ist gar keine Option.

Gleichzeitig gehe ich davon aus, dass auch QCOM diese Entwicklung hat kommen sehen und daher Apple einen guten Deal gemacht hat, zu dem AAPL nicht mehr Nein sagen konnte. Auch ausländische Partner ala Huawei scheiden ja zum Thema 5G zunehmend aus.

15:15 MEZ

Passend zu meinem heutigen Artikel -> Weltgeschichtliche Zeitenwende <- haben wir -> hier <- schon den nächsten bedeutenden Schritt.

Diese Abgrenzung und Aufspaltung der weltweiten IT, die ich da thematisiere, ist also schon im vollen Gange.

Um Hikvision finde ich persönlich es nicht traurig und die dahinter stehende Überlegung erscheint mir auch logisch. Eher ist man wieder verwundet, warum hier - in diesem Land des wohlfeien "Kampfes" für Freiheit und gegen Totalitarismus - solche Überlegungen keine Rolle spielen. Wollen Sie etwa von Kameras überwacht werden, bei denen Sie nicht wissen, was die wo speichern und vielleicht in normale Datenströme embedded irgendwo hin senden? Ich nicht!

Wie schon an anderer Stelle gesagt, wenn ich schon einen Geheimdienst mitlesen und mitgucken lassen muss und mich dagegen nicht wehren kann, sind mir BND und NSA immer noch lieber, als manch anderer.

16:00 MEZ - ZH3

Sie erinnern sich ja sicher noch an meinen Avon-Beraterin-Trade -> vom 24.01.19 21 Uhr <- für Avon Products (AVP), der dann schnelle 50% brachte und den ich -> am 29.04.19 um 17:55 MEZ <- noch einmal zum Thema gemacht habe.

Nun werden -> Übernahmeabsichten der brasilianischen Natura publik <-, das sind aber bisher nur Gespräche und kein Deal, weswegen der Kurs den Übernahmepreis auch noch nicht vollständig eingepreist hat.

Aber auch so sieht das heute sehr nett aus:

Hier hat die Marktstruktur uns wieder einen wichtigen Hinweis gegeben, denn diese potentielle Ausbruchsstruktur hatte ich schon am 29.04. thematisiert, es hat dann noch ein paar Wochen gedauert, aber nun ist der Ausbruch da.

Meine Worte am 29.04. waren:

Nun hat Avon Products (AVP) seit Ende Februar geschaukelt und erscheint nun bereit, eine zweite Schubphase zu starten. Ein sinnvoller Stop liegt bei 2,5 oder marginal tiefer:

16:45 MEZ - ZH4

Entschuldigung, aber so eine Aktie wie die Commerzbank brauche ich wirklich nicht.

Was ist das für ein Unternehmen und vor allem ein Management, das > bis Herbst an der Strategie feilt <-, weil die Fusionsverhandlungen mit der Deutschen Bank gescheitert sind?

Warum braucht man überhaupt so lange, Strategie ist doch nichts, was man in Konsensrunden bei runden Tischen als Gruppenerleuchtungs-Prozeß sinnvoll finden kann? Oder seit Neuestem doch?

Gibt es da denn neue, geheime Erkenntnisse über die Bankenlandschaft, die den Herren über den Sommer wie Schuppen aus den Haaren fallen werden?

Und vor allem, wenn man jetzt an einer Strategie feilen muss, heisst das, dass man vor den Gesprächen keine hatte oder sich ganz auf die Gespräche verlassen hat? Hat man dafür vielleicht sogar in Berlin antichambriert?

Denn wenn man eine sinnvolle Strategie hatte, kann man da ja weitermachen und wenn nicht, was sagt das über das Management?

Dabei ist die Menge der Möglichkeiten der Commerzbank in der Bankenlandschaft doch so stark begrenzt wie die Kapitalkraft und man sollte von den Herren erwarten können, dass sie diese Grenzen und das Machbare kennen.

Was die Commerzbank braucht - nicht nur heute, sondern seit Jahren - sind nicht neue Strategierunden mit Häppchengabe, sondern zupackendes Handeln mit einem klaren Ziel. Und das kann bei der aktuellen Ausgangslage nur sein *DIE* Privatkunden und KMU-Bank im deutschsprachigen Raum zu werden. Dazu braucht es bessere Produkte, attraktivere Preise, bessere IT und mehr Aggressivität im Auftritt. Die Hauptgegner dabei heissen ING, Unicredit, sowie Sparkassen und Volksbanken.

Da ist sie schon, die "Strategie". 😛

Die Begeisterung des Marktes über die heutigen Aussagen des Managements hält sich auf jeden Fall in engen Grenzen und ich kann es ihm nicht verdenken:

17:10 MEZ - ZH3

Im Forum wurde es schon erwähnt, die "Batman-Aktie" Hexcel (HXL) marschiert nach einem -> positiven Ausblick <- in wunderschöner Formation nach oben heraus:

Auch das bestätigt meine Sicht, dass der Aerospace&Defense Sektor seine Korrekturphase nun vielleicht hinter sich lässt. Ich versuche gerade parallel eine Liste von kleineren und weniger bekannten Unternehmen des Sektors vorzubereiten, die auf Ideen bringen soll und ich in den nächsten Tagen als Artikel Online stelle.

17:20 MEZ

-> Hier in der FAZ <- ist ein lesenswerter Artikel zu dem, was aktuell in China passiert. Beide Seiten müssen aufpassen, das dieser Disput nicht zum Kulturkampf wird, dann können alle nur verlieren.

China wäre aber besser beraten, eine Einigung im Stillen anzustreben, statt nun die patriotische Karte zu spielen, Denn sie *haben* im Handel Dreck am Stecken und behandeln ausländische Firmen unfair und nicht gleich wie umgedreht.

Das sieht auch die EU und die deutsche Wirtschaft so. Siehe unter anderem -> hier <- und -> hier <-

Trump gebührt das große Verdienst, dieses Problem endlich mal vor die Hörner zu nehmen, statt nur zu schwafeln, wie die bisherige Politik, gerade auch die deutsche.

Das fällt vielen schwer zu würdigen, weil alles was Trump macht per Definitionem "böse" sein muss und er zum "Gottseibeiuns" stilisiert wurde. Aber so ein Denken in Gut und Böse, wäre nicht das Zeichen eines reifen Geistes.

Auch Trump ist wie alle Menschen differenziert zu sehen und Sie kennen die bösen Worte, die ich oft über seinen Charakter schreibe. Das hindert mich aber nicht anzuerkennen, wo er wichtige Probleme angeht, auch wenn man auch hier über die Methodik diskutieren kann.

Man kann auch sagen, wir haben als "Westen" jahrzehntelang naiv unsere Substanz für kurzfristige Umsatzschübe an China "verkauft". Wenn Trump das nun beendet, ist das langfristig nur positiv.

Nur aus dem Ruder darf es nicht laufen, es muss immer noch lösungsorientiert sein. Denn in einem Handelskrieg gewinnt langfristig niemand und alle verlieren.

China muss aber erkennen, dass wenn sie als erwachsene Volkswirtschaft betrachtet werden wollen, sie sich auch so verhalten müssen. Zwangs-Technologietransfers wie immer noch die Regel, sind völlig indiskutabel und es ist schlimm genug, dass sie bisher hingenommen wurden.

Und wenn sich China da nicht bewegen will, *müssen* verantwortungsvolle westliche Politiker mit Arsch in der Hose den Konflikt suchen, auch wenn es schmerzhaft wird.

17:45 MEZ - ZH1 - ZH3

Der SPY eiert, der DAX dagegen scheint eher nach oben zu wollen. Das ist mein Eindruck, wenn ich mir das aktuelle Geschehen anschaue:

Ich sehe derzeit keinen Grund, mich da besonders zu engagieren, denn ich traue dem Markt nach oben nicht mehr, sehe aber auch kein Abwärtsmomentum. Und mit der FED und einer möglichen Zinssenkung im Nacken, sowie den gezeigten Put/Call Ratios und dem eher negativen Sentiment, wird das auch schwer.

Denn ein Markt, der sich auf Ungemach schon vorbereitet hat, wird eher keines mehr erleben, genau das ist die Reflexivität. Schauen Sie wo Fear&Greed steht, Euphorie und Übertreibung sieht wahrlich anders aus:

Damit schließe ich für heute und wünsche einen schönen Abend. Heute Abend kommen noch die FED-Minutes und morgen die der EZB, ich erwarte in beiden Fällen aber keine großen Überraschungen.

Ihr Hari

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Hari Live Stream 11.04.19



15:00 MEZ - ZH2

Auch heute liefert der Markt bisher keine andere Nachricht als "Weiter im Text". Gähn. 🙂

Aber ich denke es gibt definitiv Schlimmeres als das:

Wenn wir das werten, müssen wir nach der starken Vorwoche aber festhalten, dass der Markt seine notwendige Pause bekommen hat. Das aber in Form einer reinen Seitwärtskonsolidierung und das ist so ziemlich das Beste und Stärkste, was nach so einer starken Vorwoche passieren kann!

Ein Blick auf das Daily im NASDAQ via ETF QQQ offenbart ein fast perfektes "V" im letzten halben Jahr, das nun bald gegen die Höchststände läuft und gleichzeitig in die Spitze eines zulaufenden Keils hinein kommt:

Das schreit geradezu danach, dass da bei den Hochs der Keil mal nach unten verlassen wird, aber bis dahin ist es noch etwas Zeit und auch dieses Bild ist nur ein Bild zur Visualisierung und nicht die einzige Wahrheit den NASDAQ zu sehen.

Objektiv bieten Preis und Volumen derzeit kein klares Indiz dafür, dass diese Bewegung gleich morgen enden muss. Alles was man via Keil dort hinein interpretiert, ist reine Antizipation, die richtig sein kann, aber nicht muss.

Lange Rede kurzer Sinn, auch dieser Donnerstag beginnt als "Weiter-im-Text-Tag"

15:18 MEZ - ZH3

Neuer Versuch bei Continental (CON). Das ist ein ziemlicher Kampf da in dem Bereich, was aber die Bedeutung dieser Zone zeigt:

15:22 MEZ - ZH3

Kion (KGX) - zuletzt mehrfach gezeigt und mit ganz ähnlicher Struktur wie Continental oben - scheint nun endgültig heraus zu marschieren:

15:58 MEZ

James DePorre hat -> hier mal wieder einen grundsätzlichen Punkt, auf dem ich auch immer wieder herumreite <-.

Many market players think that through superior insight into big-picture issues such as the economy, fundamentals, valuation, politics, etc. they can predict what the market is going to do.

Und Sie wissen und bekommen von mir immer wieder vorgeführt, dass das Quatsch ist. Es *muss* Quatsch sein, wenn man versteht, wie die Kurse entstehen und wenn man davon ausgeht, dass die anderen Marktteilnehmer im Schnitt nicht dümmer und schlechter informiert als man selber sind.

Das gilt insbesondere für alle, die sich an ökonomischen Indikatoren hochziehen und ernsthaft glauben, daraus die weitere Marktentwicklung ableiten zu können. Wir brauchen doch nur in die nahe Vergangenheit zu schauen, um die alle zu sehen, die in den letzten Monaten den Markt mit Argumenten von der kommenden Rezession schlecht geredet und damit diese wunderbare Rally des ersten Quartals verpasst haben.

Bei denen wird jetzt derzeit viel geschrieben und relativiert und langsam die alten Aussagen verwischt, es ändert aber nichts daran, dass man mal wieder grottenfalsch lag und den Depots der Follower und Jünger geschadet hat.

Und das gilt ausdrücklich auch für viele institutionelle Investoren, die teilweise genau deswegen, genau wegen der Angst vor der Rezession, nun so unterinvestiert sind. Unter anderem auch deshalb, sah der letzte Fund Manager Survey aus, wie er aussah. "Group-Think" ist selten gut.

Dabei ist es doch ganz einfach. Normale ökonomische Indikatoren sind kalter Kaffee und beruhen auf Daten, die Tage bis Wochen alt sind. Insofern ist völlig klar, dass damit kein Blumentopf zu gewinnen ist - Gähn!

Damit es keine Missverständnisse gibt, damit sage ich nicht, dass diese Daten uninteressant oder unwichtig wären, sie liefern oft im Nachhinein interessante Kontextinformationen. Sie sind aber nicht zum Timing des Marktes geeignet, das ist mein Punkt!

Etwas besser steht es mit den "Leading Indicators", die über Sentiment oder andere geschickte Aggregationsmethoden versuchen, eine Ahnung der zukünftigen Entwicklung zu erhaschen. ZEW und IFO sind in Deutschland zwei Indikatoren dieser Art.

Diese sind fast - aber nur fast - auf dem Aktualitäts-Niveau des Marktes selber, weil sie wie der Markt Erwartungen messen. Insofern schaue ich selber auch mal auf diese Werte darauf und tue die nicht einfach als "Kalter Kaffee ab. Sie sind aber trotzdem weniger relevant als die Preise selber, weil sie erstens auch eine (geringe) Verzögerung haben, zweitens mit Erhebungsproblemen und manchmal zu kleiner Datenmenge zu kämpfen haben und drittens in dem Moment des Erscheinens, ja sofort in die Erwartungen des Marktes eingebacken werden.

Es gibt also schlicht und einfach keinen besseren Zukunftsindikator als die Kurse selber.

Denn da sind alle bekannten Erwartungen immer topaktuell und unabhängig eingebacken und ausbalanciert. Weswegen die von James DePorre oben beschriebene Methode den Signalen des Marktes zu folgen, die Einzige ist, die wirklich zuverlässig funktioniert.

Und so schwierig ist es wirklich nicht, schauen Sie beispielsweise oben auf das Chart des NASDAQ mit seiner unteren Begrenzung. Den Trend konnte man doch einfach mitgehen, genau wie man bei der Abwärtsbewegung irgendwann abschneiden konnte.

Dass das für uns so schwierig ist, liegt ausschließlich an unsere "Affen-Reflexen" und unserem Ego, das es einfach nicht ertragen kann zu akzeptieren, dass der Markt in Summe größer und weiser als wir selber ist.

Je eher wir das akzeptieren und danach handeln, je eher wir diese ganz "Weissager" ignorieren, die mit irgendwelchen fundamentalen Parametern permanent genau wissen wollen, warum der Markt genau jetzt dies oder das machen soll, desto schneller werden unsere Ergebnisse besser. Wir schlagen damit den Markt noch nicht, aber wir können ihm profitabel folgen.

Die Wahrheit liegt eben auf dem Platz und das Ende eines Trend erkennen wir ganz einfach dann, wenn er endet - eben weil die Aktie den Trend verlässt.

Wir sind mit dieser Methode also immer ein klein wenig zu spät dran bei Wenden, dafür können wir aber die großen Bewegungen überwiegend mitnehmen. Mit der anderen Methode hat man irgendwann mal das Glück, eine Wende schon vorher antizipiert zu haben, dafür liegt man zu 90% falsch und neigt noch dazu, den Markt zu bekämpfen, weil vor dem Ego ja nicht sein kann, was nicht sein darf.

Es dürfte offensichtlich sein, was die profitablere Variante ist. Trotzdem wählt die Mehrheit die andere Methode.

Denn so einfach und so schwer ist das für uns Egos, die wir alle so super-smart sind. 😛

Amen 🙂

16:40 MEZ - ZH3

Sie wissen aus diversen Argumentationen meinerseits, dass ich sehr optimistisch für die Spieleindustrie bin - Motto: Wir leben sowieso in einer Matrix 😉 - aber nicht notwendigerweise ebenso optimistisch für die aktuellen Spieleriesen.

Trotzdem komme ich nicht umhin, bei dieser Struktur von Activision Blizzard (ATVI) ein Potential einer starken Expansions-Bewegung zu sehen - wohin auch immer. Denn das Volumen schnurrt auffällig zusammen, wie ein Tiger vor dem Sprung:

Allerdings ist meine Skepsis hier so groß, dass ich persönlich hier nicht antizipativ auf ATVI wetten werde, ich will die Richtung sehen, bevor ich daran glaube.

An dieser Stelle kann ich ja auch mal als Spaß etwas wahrscheinlich Kontroverses hier einwerfen, um sich an meiner Meinung zu reiben. Ich bin sicher, es gibt auch Mitglieder, die das rein gar nicht so wie ich sehen werden und das ist doch auch mal gut.

Denn meine Frau und ich fanden -> Dorothee Bärs Aktion <- richtig cool und jemand mit so viel Mut, gewinnt bei uns Sympathie. Dabei geht es uns nicht ums "gefallen", das ist sowieso Geschmackssache und wir würden beide sagen "zu überdreht bunt und schillernd", aber um den Mut, es überhaupt zu tun.

Die klassische Kritik die ich gut kenne, kann ich auch gleich abarbeiten:

Erstens,

dem "Seriositäts-Argument" nach dem Motto "ein Minister macht das nicht" kann ich überhaupt nicht folgen. Ich werde sicher demnächst im Video auch mal wieder ein lustiges T-Shirt mit Insiderwitz zu bieten haben, bin ich deswegen nicht seriös? Lächerlich!

Und wenn mein Bauch geringer und meine Muskeln noch besser wären, würde ich Sie sicher auch mal im Sommer noch lockerer "erfreuen", warum auch nicht, solange es ästhetisch aussieht.

Wer von einem permanent biederen Aussehen auf Seriosität und Regierungskunst schliesst, glaubt dann wahrscheinlich auch, dass Merkel die perfekte Kanzlerin ist, weil sie permanent in völlig langweiligen, asexuellen Hosenanzügen die Raute macht. 😉

Natürlich trägt man so etwas nicht beim Staatsakt und auch nicht bei der Kabinetts-Sitzung, aber das ist ein Spiele-Event gewesen, auf dem verkleidete Cos-Player herumliefen, da war das für mich *genau richtig* - der Hosenanzug wäre deplatziert gewesen.

Zweitens,

wird dann gerne argumentiert, dass das ja ein billiges Anbiedern an die Zielgruppe sei. Ach Gottchen, das ganze politische Geschäft ist ein permanentes Anbiedern an die jeweilige Zielgruppe! Und ein Heischen um Aufmerksamkeit übrigens auch.

Gerade auch das Tragen von Anzügen ist nichts Anderes, für viele eine Verkleidung die oft alleine dem Zweck dient, seriös zu erscheinen. Besonders bequem sind Anzüge und Hemden mit Schlips nämlich nicht! Und die Generation Jobs hat vorgemacht, das man auch in Jeans und Rollo seriös sein kann - wenn Inhalt vorhanden ist und daran mangelt es manchmal, egal wie teuer der Anzug war.

Viel schlimmer, die langweiligen Anzüge und Hosenanzüge sind eine einfache Methode sich zu verstecken, sie sind einfach eine Art informelle Uniform. Ich habe ja nichts dagegen und benutze sie wenn nötig als einfache Konvention selber, Ausweis von Kompetenz und Seriosität sind sie aber nicht.

Abgesehen davon muss daran erinnern werden, dass auch Bundeskanzler, Minister, Firmenchefs und sonstige Mächtige Menschen wie Du und ich sind und mals aufs Klo müssen - besonders nach "Saumagen". 😉 Diese haben auch Sex und tun auch sonst all das, was wir auch tun. Wäre ein Kanzler jetzt weniger seriös, wenn ein fieser Photograph ihn mal mit heruntergelassener Hose erwischt? 😉 Blödsinn, es ist der gleiche Mensch.

Wenn ich diese Kritik mangelnder Seriosität lese, weil jemand bei der Kleidung mal mehr als graue Maus macht, bin ich manchmal an die Kaiserzeit erinnert, wo man die Führer auch auf so ein Podest gehoben hat. Da brennt scheinbar in den Vorstellungen bis spät Abends Licht im Kanzleramt und es werden in Uniform die schweren Gedanken zur Nation gewälzt. Ja Ja. Ich glaube, da passiert auch oft sehr menschliches, oder was würden Sie nach einem langen Arbeitstag im Kanzleramt Abends machen? Eine Serie gucken und dabei die Kleidung in die Ecke pfeffern vielleicht?

Zurück zu Dorothee Bär, dieser Auftritt macht sie als Ministerin weder schlechter noch besser. Es zeigt aber, dass die sich was traut und solche Menschen finde ich persönlich in der Politik bei ansonsten identischer Kompetenz im Zweifel besser, als ängstliche, graue Mäuse. Ob sie eine gute oder schlechte Staatsministerin ist, hat mit diesem Kleid auf jeden Fall rein gar nichts zu tun!

Übrigens, ich war ja Firmenchef eines gar nicht so kleinen Unternehmens und mich haben bestimmt nicht alle gemocht, aber mangelnder Seriosität, wurde ich selbst von meinen Gegnern nie verdächtigt. Ich bin da unter anderem bei einer Mitarbeiter-Feier mit meinen Geschäftsführern mal als Rockstar aufgetreten, war echt schräg, nicht nur unsere "Musik". 😛 Aber es hat allen Spaß gemacht und am Tag danach war ich der gleiche Chef, eher noch mehr, es hob die Sympathie.

Wenn ich damit nicht ungefragt ganz viele andere Menschen zeigen würde, die dem nicht zugestimmt haben, würde ich Sie auf Video mal teilhaben lassen, wie ich "Lady in Black" und "Locomotive Breath" röhre. Echt zum Lachen. 😀

17:17 MEZ - ZH3 - ZH5

Aktuelle Ausgangslage bei Corning (GLW):

17:50 MEZ - ZH3

Der -> Deutsche Bank Chef will sich bei der Fusion nicht drängen lassen <-.

Hmmm ... die Aussage impliziert, dass da derzeit jemand drängt. Das Commerzbank-Management vielleicht, hmmm da scheint es aber auch -> massive Konflikte zu geben <- - lesenswert!

Sie wissen, ich schaue was das Drängen angeht, eher ins Finanzministerium und an die Spitze des Deutsche Bank Aufsichtsrates, da vermute ich die, die "drängen".

Spannend ist aber auch, wie der Markt das sieht und wenn ich Deutsche Bank und Commerzbank übereinander lege und zum Jahresstart relativ am gleichen Punkt starten lasse, dann sind die beiden Aktien bis Mitte Februar nahezu parallel gelaufen.

Ab Mitte Februar aber, wo die Gerüchte der Fusion in den Markt kamen, läuft die Commerzbank deutlich besser. Wen der Markt also als Profiteur sieht, ist überdeutlich und wie man oben nachlesen kann, scheint der CEO das ja aktiv zu betreiben.

18:15 MEZ - ZH1

Hmmm, irgendwas muss vor ca. einer halben Stunde in den Markt gekommen sein, was er nicht mag:

ich weiss aber immer noch nicht was es war und es ist ja auch kein riesen Ding, kann also sehr wohl ein großer Marktteilnehmer gewesen sein, "Fat Finger" und so. Außerdem sieht man bei Betrachten des Charts auch eine potentielle, rein technische Erklärung. Aber vielleicht erfahren wir ja noch was da war - wenn überhaupt was war.

Letztlich ist es bisher auch nicht wichtig, am großen Bild ändert es nichts und der Markt ist weiter auf Kurs, die Woche mit einer Seitwärtsbewegung zu beschließen.

Morgen vormittag kommt dann ein verkürzter Ausblick auf kommende Woche und am Nachmittag normal der Stream. Dann sind Osterferien.

Machen Sie es gut!

Ihr Hari

*** END OF STREAM ***

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Wallstreet Stream 19.09.18



15:05 MEZ

Wissen Sie was es braucht, um bei mir den Puls über 180 zu treiben? Wenn die Handwerker zum zweiten Mal am selben Tag eine Leitung anbohren. Genau das ist passiert. Arggghh!!

Ruhig Brauner, ruhig .....

Aber vielleicht tut mir der Schaukelmarkt ja heute doch den Gefallen, meinem Trendkanal abwärts zu folgen. Eine ganz leicht schwache Eröffnung haben wir wohl, aber das sagt noch nicht viel:

15:20 MEZ

Die Medien verkünden stolz, dass Gold wieder über 1.200 USD ist. Ein Blick auf das Chart sagt uns, dass das eher irrelevant ist.

Wenn aber Gold über 1.220 USD steigt und damit dieses Art Dreieck nach oben auflöst, dann wäre das tatsächlich eine Entwicklung, die positiv im bullischen Sinne wäre:

Die Chance ist nun eindeutig da, ob sie sich realisiert, werden wir sehen.

15:34 MEZ

Am -> 13.09. im Stream <- habe ich den möglichen Trade bei der Commerzbank vorgestellt.

Der scheint sich zu realisieren:

15:35 MEZ

In 20 Minuten kommt der Elektriker und ich muss dafür noch was vorbereiten. Es tut mir echt leid, aber damit dass zwei Leitungen angebohrt werden, konnte wirklich niemand rechnen.

Ich mache jetzt hier eine Pause und mache dann weiter wenn der Elektriker weg ist und hänge dafür zeitlich hinten was dran. Damit ist allen besser gedient, ich bin jetzt sowieso abgelenkt.

Also ab ca. 16:30 Uhr geht es weiter. Sorry, so ist das Leben. Bis später.

16:50 MEZ

Es ist vollbracht, die Leitungen sind geflickt und die Handwerker erst einmal weg, aber morgen kommen sie wieder - Augenverdreh. 😉 Gottseidank ist das nur in der Garage passiert, da ist es mit dem Aufstemmen von Wänden nicht so dramatisch, weil man rücksichtslos herumstauben kann. Ansonsten wäre das sicher nicht so schnell behoben.

So ...

als Erstes mal wieder Caterpillar (CAT) nach gestern und davor ja schon einmal:

Schön oder? Das ist mal wieder wunderbares Anschauungsmaterial an die neuen Mitglieder, unter denen ja immer wieder einige sind, die aus der Welt zu Mr-Market kommen, in der Markttechnik ja nur "Hokuspokus" ist.

Treue Mitglieder wissen aber genau, wie oft ich solche funktionierenden Strukturen zeige - natürlich auch nicht immer, aber eindeutig viel öfter, als dass das "Random Walk" sein könnte.

Der schlechte Ruf der Markttechnik ist aber nicht völlig unverdient, weil zu viele sich medial darüber auslassen, die gar nicht verstanden haben, worum es wirklich geht und worum nicht!

Denn das was ein Laie hinsichtlich CAT nun instinktiv denkt - oh toll wie das vorhergesagt wurde - hat die Markttechnik gerade *nicht* getan. Markttechnik kennt die Zukunft ebenso wenig wie wir - es gibt keinen Palantir, auch keinen aus Charts!

Aber Markttechnik - wenn kompetent interpretiert - liefert uns ein aussagekräftiges Bild über die Marktmechanik der Gegenwart, dem "Hier und Jetzt". Und aus dieser Marktmechanik, kann man dann mit Wahrscheinlichkeiten verschiedene Szenarien der Zukunft betrachten, weil das Spiel zwischen Angebot und Nachfrage in Märkten eben gewisse Gesetzmäßigkeiten besitzt.

Bei CAT habe ich also nicht "gewusst", dass das nun so perfekt funktioniert. Aber es war aufgrund der Struktur *wahrscheinlicher* als andere Szenarien - zumindest solange keine neue, überraschende Nachricht zu CAT kommt, die das alles auf den Kopf stellt.

Und das Handeln nach diesen Wahrscheinlichkeiten, die aus den Strukturen der Gegenwart und Vergangenheit hergeleitet werden, verschafft uns einen realen Edge, den wir in so erfolgreichen Trades sehen können.

*DAS* ist das was Markttechnik leistet, keine Gewissheiten, aber Wahrscheinlichkeiten. Das aber nur, wenn sie wirklich kompetent ausgeführt wird, nur eine bunte Linie zeichnen zu können, reicht dafür nicht aus. Die reicht nur aus, um sich in den Medien "Marktexperte" zu nennen. 😉

17:20 MEZ

Eine interessante Chartstruktur - aber nur als Trade weil mit 300 Millionen Market Cap für mich zu klein für ein Einzelinvestment - hat Marinus Pharmaceuticals (MRNS) entwickelt.

Schauen Sie hier auf das Chart mit Wochenkerzen, das sieht doch recht *lecker* aus, oder?

Ein weiteres kleines Retracement an der Nackenlinie kann jederzeit sein, aber irgendwann dürfte diese Struktur nach oben triggern.

17:30 MEZ

Auch IBM hatte ich mit seiner Struktur ja schon in den letzten Tagen erwähnt und ja, auch da festigt sich das Bild:

Meine Begeisterung hält sich aber noch in Grenzen, zu viele schlechte Erfahrungen hat man mit der Aktie gemacht. Aber zumindest eine Chance darf man das fraglos nennen.

17:55 MEZ

Übrigens, auch Anschauungsmaterial wie man Charts lesen kann, ist hier die UBS (UBS), die hier eine gute Chance auf eine Bodenbildung hat:

Wir sehen den Abwärtstrend mit seinen wunderbaren, bärischen Flaggen, den ich damals auch thematisiert habe. Das war etwas für die Bären.

Dann kam Ende Mai der Ausverkauf, klar am Volumen zu erkennen und im Juni ein zweiter Ausverkauf, was eine Unterstützung zwischen ca. 14,8 und 15,0 definierte.

Von nun an war sichtbar der große Abwärtsdruck raus und die Bullen kamen aus der Deckung, wurden Ende Juli/Anfang August aber beim ersten Versuch abgewiesen.

Trotzdem kam kein weiterer Abwärtsdruck auf, die Unterstützung wurde bestätigt und wir sehen im Volumen, dass die Bullen hier mit mehr Verve unterwegs sind, aber noch nicht nachhaltig Land gewinnen konnten.

Das sieht nach einer größeren Bodenbildung aus, zumindest ist diese Chance recht groß. Wenn ich aus der Hüfte hier Wahrscheinlichkeiten daran hängen müsste würde ich sagen, 2/3 dass die Unterstützung hält und ein Katalysator die Aktie irgendwann nach oben katapultiert, 1/3 dass die Unterstützung nicht hält und eine neue Abwärtsphase kommt.

Wenn wir mal annehmen, das wäre so, stellt sich ja die Frage wie man das als Trade spielt. Die Antwort ist immens trivial. Einen Stop direkt unter die Unterstützung und dann mal sehen.

Wenn die Analyse im Sinne 2/3 richtig ist - und davon das richtig einzuordnen hängt alles ab - wird man dann zuverlässig Geld verdienen, wenn man 10 Trades dieser Art über die Zeit an den Start bringt. Der einzelne Trade kann schief gehen, auch dieser, statistisch ist der Edge aber da.

Alles hängt aber von der kompetenten Einschätzung ab und das ist nicht nur ein graue Theorie von Mustern, sondern auch eine Menge weit schwieriger zu beschreibender Erfahrung und Fingerspitzengefühl, etwas was man nur durch "Üben, Üben, Üben" erwerben kann.

18:30 MEZ

Albemarle (ALB), eine der drei großen Lithium-Aktien, habe ich im Ferienmodus am 07.08. in -> Beobachtungen eines resilienten Marktes <- zum Thema gemacht.

Damals war es ein zulaufendes Dreieck, ich habe es hier im Chart in Schwarz erneut eingezeichnet:

Die Auflösung nach oben kam direkt danach mit den Zahlen, es war ein relevanter Volumenschub, der im Daily besser zu sehen ist, als hier im Weekly.

Nun testet die Aktie die Verlaufshochs von Mai und hat eine interessante Struktur, bei der was gehen könnte. Es ist für mich aber eher ein "B-Kategorie"-Setup - da könnte was gehen aber es ist nicht rundum überzeugend, ein Retracement von hier wäre kaum überraschend.

Grundsätzlich rate ich von Investments in diesem Sektor ab, das wird ebensowenig dauerhaft funktionieren wie mit anderen Rohstoff-Themen, denken Sie nur an seltene Erden!

Lithium ist so selten nicht in der Welt und steigende Preise machen dann neue Projekte überall in der Welt wirtschaftlich, worauf in Folge die Preise fallen, wenn diese Online gehen.

Das ist ein klassischer Boom&Bust-Zyklus wie es ihn bei Rohstoffen oft gibt. Den kann man als Trade über Monate und maximal wenige Jahre toll spielen, dann muss man aber auch wieder raus. Gute Investments sehen anders aus, die wachsen beständig, so wie wir das hier oft besprochen haben.

18:54 MEZ

Hmm.... hier ist der SPY heute Intraday. Sagen Sie mir mal, was ich dazu kommentieren soll 😉

Ich lasse es also lieber, da ist jedes Wort zu viel. Es ist - wie ich schon geschrieben habe - die Aneinanderreihung solcher Tage, die insofern zermürbt, als es langsam unaufmerksam macht, frei nach dem Motto "passiert ja doch nichts".

Genau weil das so ist, kann es gut noch Wochen so weitergehen, genau diese Unaufmerksamkeit, man kann auch sagen "Selbstgefälligkeit" des Marktes, wird dann aber wie ein Blitzstrahl von einer schnellen Bewegung gestraft, die man schnell erkennen muss.

Der Markt ist eine Maschine, die aufgrund der Selbstreferentialität es der Mehrheit immer am Schwersten machen *muss*. Und was ist im Moment am Schwersten? Bei so einem Markt immer noch auf den Zehenspitzen zu bleiben, sich nicht einlullen zu lassen und trotzdem bullisch die Chancen zu ergreifen.

Machen Sie es gut, bis Morgen. Hoffentlich dann ohne angebohrte Stromleitungen. ;(

Ihr Hari

*** END OF STREAM ***

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Wallstreet Stream 13.09.18



15:30 MEZ

Die EZB Sitzung hatte -> wie erwartet keine Überraschungen <-.

Interessant ist aber, dass exakt seit 14:30 Uhr, seit Beginn der Pressekonferenz, der Euro hoch gekauft wird und nun doch nach oben auszubrechen scheint:

Das spricht gegen einen direkten Auslöser durch Draghis Worte, denn zum Start um 14:30 Uhr gab und gibt es keine Inhalte, die Anlaß dafür sein könnten.

Ich habe eher den Verdacht, dass der Auslöser aus den US in Form des Verbraucherpreisindex CPI kommt, der nämlich nach dem PPI gestern erneut etwas schwächere Daten geliefert hat, als erwartet. Das wiederum senkt das Risiko aggressiver Zinssteigerungen der FED und drückt damit den Dollar.

Aber was immer der Auslöser war, EURUSD hat sich scheinbar nach oben in Bewegung gesetzt und droht den Abwärtstrend zu verlassen:

15:40 MEZ

Ein schwächerer Dollar, gute Nachrichten aus Asien und eine sich nach einer starken Zinserhöhung leicht erholende türkische Lira, stützt natürlich auch die Emerging Markets.

Der ETF EEM zeigt eine Gegenbewegung, zu einer Trendwende gehört aber noch einiges mehr:

15:50 MEZ

Cisco (CSCO):

16:04 MEZ

Corning (GLW), gut passend zum Thema Apple und dem neuen Artikel -> Das neue Phone ist die Watch <-

16:06 MEZ

Qualcomm (QCOM), auch für uns wenig überraschend:

16:08 MEZ

iQIYI (IQ) - jetzt endlich?

16:12 MEZ

Der Aerospace & Defense Sektor setzt seine Stärke wie erwartet fort:

16:24 MEZ

Klar bullische Struktur nun auch beim -> Wachstumsdepotwert Cognex (CGNX) <-

Das massive Reversal nach den schwachen Zahlen Ende April war der erste Hinweis, der Volumenschub nach den nächsten Zahlen Ende Juli war der zweite Hinweis.

Danach hatten wir eine enge, bullische Konsolidierung, ohne etwas abgeben zu wollen und wohin das in der Regel führt sehen wir gerade:

17:04 MEZ

Also ich bin ja wahrlich kein Fan von Banken, aber es zumindest vermerkt, dass bei der Commerzbank nun eine mittelfristige Trading-Chance existiert.

Wir haben einen doppelten Boden, auf dessen erstem Tief ein Ausverkauf war und nach dem zweiten Tief das Aufwärtsvolumen anzog - so soll das sein:

Die Abstufung in den MDAX, sollte in den Kursen vearbeitet sein.

17:40 MEZ

Kleine Info, Ihnen ist vielleicht aufgefallen, dass die Xing und Linkedin Buttons vor einiger Zeit von der Website verschwunden sind.

Heute nun, habe ich beide Konten bei beiden Diensten endgültig *gelöscht*.

Warum? Es geht mal ausnahmsweise nicht primär um Datensicherheit. Es geht um das ganze Prinzip dieser Dienste, das für mich keinen Mehrwert generiert.

Erstens bekommt man dauernd Kontaktanfragen von Leuten mit denen man nichts anfangen kann und die nicht mal eine Zeile dazu zu schreiben bereit sind. Wer braucht das?

Zweitens ist die Einsicht Dritter in das eigene Netzwerk ein Problem, die kompliziert administriert werden muss und doch von den Algorithmen der Anbieter abhängig ist. Meine wirklichen, wichtigen Kontakte zu relevanten Personen will ich ja gerade nicht mit jedermann teilen. Echtes Netzwerk lebt gut außerhalb des öffentlichen Raums, sonst ist es keins. Was dann bleibt, sind Sekundärkontakte, ohne dass daraus irgendein Vorteil entsteht.

Drittens ist damit Werbung verbunden und natürlich machen die Firmen mit meinen Daten auch Geld.

Warum also da noch dabei sein? Nein, wie gesagt ich halte es lieber mit den Mohikanern: "Don´t leave any footsteps". Wer wirklich wichtig ist, kennt sich direkt.

Was bleibt ist bei mir ein Fragezeichen zum Geschäftsmodell, Xing läuft ja sogar richtig gut. Womit machen die also Geschäft, es können nur unsere Daten sein, oder?

18:06 MEZ

Reicht das nun heute, damit sich der SPX nach oben absetzen kann?

Kann sein, kann auch nicht sein. Aber es ist auf jeden Fall *nicht* bärisch was wir da sehen und ich denke ein latenter Optimismus, der sich nicht von all den Untergangs-Propheten anstecken lässt, dürfte weiter Früchte tragen.

Gerade einige Einzelwerte haben attraktive Setups, ein paar habe ich Ihnen heute gezeigt. Und Technologie und Fortschritt geht sowieso immer, der wird nämlich nicht aufhören.

Damit schließe ich und wünsche Ihnen einen schönen Abend!

Ihr Hari

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Keep calm and carry on?



Guten Morgen!

Der DAX hat den wichtigen Widerstand bei 12.600 erreicht und im vorbörslichen Handel touchiert, der ZEW Index kommt um 11 Uhr, jetzt wird sich zeigen, ob der deutsche Markt Kraft für mehr hat oder sofort zurückfällt:

Letztlich ist das nur Raten, aber ich wäre nicht überrascht, wenn der DAX nach oben durchmarschiert und dann erst bei der 200-Tage-Linie bei 12.800 dreht, wobei er diese als Fakeout vorher noch nach oben durchbricht - aber wir werden sehen, das ist nur eine Ahnung.

Im NASDAQ100, hat sich die Sicht auf diese Wendeformation als richtig heraus gestellt, es sieht so aus, als ob es weiter nach oben geht:

Der Russell2000 hat seine Hochs fast wieder erreicht, bärisch sieht anders aus:

Interessant ist auch, wie der UK FTSE und das Pfund auf das Chaos in Sachen Brexit und die wackelige Regierung reagieren. Die Antwort ist hier:

Faszinierend, oder? Eine unmittelbar den Nachrichten zuordenbare, negative Reaktion ist nicht zu sehen. Der FTSE sieht nach eine Flagge aus, die vielleicht sogar bullisch nach oben bricht, das Pfund hat zum Dollar schon in April und Mai massiv abgegeben und arbeitet nun eher an einer Bodenbildung.

Bedeutet das, dass wir die Politik nicht so ernst nehmen sollten, oder arbeitet der Markt hier mit der gleichen gelassenen Annahme, wie beim Thema Handelskonflikt, dass nämlich am Ende niemand so blöd sein wird, sich so selber in den Fuß zu schiessen?

Oder liebt der Markt vielleicht den weichen Brexit am meisten, weswegen er die Entwicklung und den Abgang der Brexitiers als Positivum wertet?

Ich weiss es nicht, nach traditioneller Lesart ist dieses Marktverhalten aber eher Zeichen von Stärke - wenn Kurse bei schlechten Nachrichten nicht mehr fallen - als von Schwäche. Ich selber neige der letzten Lesart zu, der Markt mag den weichen Brexit und der ist ökonomisch gesehen fraglos das Sinnvollste - zumindest mit Blick auf die kommenden 2 Jahre und darüber hinaus schaut der Markt doch gar nicht.

Wer Fan von kurzfristigen Reversaltrades aus massiv überverkauften Situationen heraus ist, hat mit Commerzbank (CBK), Deutscher Post (DPW) und Wacker Chemie (WCH) aktuell Mustefälle vor sich.

Ich selber bin ausdrücklich kein großer Fan dieser Handelslogik, denn es sind eben immer noch Abwärtstrends und man muss diese Gegenbewegungen perfekt treffen, was sehr schwierig ist. Aber es ist schon richtig, dass wenn man diese trifft, solche Trades oft schnelle, markante Gewinne ermöglichen, denn Gummibänder die zurückschnappen, entwickeln Dynamik. Ich werde mich hier also nicht beteiligen, zumal es zu einem Zeitpunkt wo der Index in einen Widerstand läuft, sowieso nicht der beste Moment ist. Aber für die, die diese Art Trades mögen, seien die drei Situationen erwähnt:

Zum Abschluß möchte ich für den SPY noch meine Projektion zum Jahresende verfeinern, Sie wissen schon, diese nicht vorhandene Glaskugel.

Ernsthaft, ich prognostiziere damit gar nichts, es ist aber wichtig, dass man mit Szenarien und Modellen im Kopf agiert, damit man eine klare Linie hält und nicht permanent hin und her geworfen wird.

Die Kunst ist halt nur, sich mit diesen Szenarien nicht zu verheiraten, sondern diese wie ein schmutziges Hemd jederzeit zu wechseln, wenn der Markt sich anders verhält, als er im Szenario sollte.

Wenn man diese opportunistische Leichtigkeit besitzt, bekommen so Szenarien wieder jede Menge Wert. Hier ist das Szenario bis Ende 2018 mit dem ich aktuell im SPY agiere:

Ich wiederhole erneut, damit es nicht überlesen wird: das ist nur ein Modell der Marktentwicklung, mit dem ich aktuell operiere. Ich habe immer noch keine Ahnung ob das so kommt und werde das Modell schneller ändern, als Sie "Papp" sagen können, wenn es nötig ist.

Lesen Sie also nicht zu viel hinein, aber zumindest haben Sie nun hier optisch visualisert, wie ich den Markt in den kommenden Monaten erwarte. Dieses Bild ist übrigens bis auf Details seit dem Jahresanfang unverändert, das wissen Sie.

ich wünsche einen schönen Tag! Der Stream beginnt heute voraussichtlich erst kurz vor 16:00 Uhr MEZ.

Ihr Hari

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Wallstreet Stream 26.02.18



17:00 MEZ

So, ein verspäteter und verkürzter Wallstreet Stream beginnt, der bis ca. 19 Uhr dauern wird.

Dass insbesondere dem DAX gegenüber eine gewisse Skepsis angebracht ist, hat dieser uns heute wieder vorgeführt.

Fröhliches Gap-Up und dann nur noch Gebrösel, obwohl die US Märkte nach oben laufen. Eindeutige relative Schwäche ist das im DAX, wehe wenn die US Märkte mal fallen werden!

17:10 MEZ

Der US Markt dagegen tut so, als ob es die Korrektur Anfang Februar nie gegeben hätte. Im blauen Kreis versucht er durch die Widerstandszone durchzuschneiden und es sieht so aus, als ob das Gelingen wird:

Das ist wieder die gleiche Price-Action, die wir in 2017 und im Januar diesen Jahres hatten. Das Fiese ist, wir haben oft genug erlebt dass das viel weiter laufen kann, als wir uns vorstellen können.

Trotzdem, ich traue dem Braten nicht mehr richtig, das ist mir wieder viel zu artifiziell hier und bei vielen Aktien gibt es keine sauberen Setups mehr.

Sollte sich diese Stärke bis Morgen Nachmittag bis vor Powells Testimonial fortsetzen, werde ich die Stärke wohl taktisch "faden", mich als Trade eher Short aufstellen. Aber das Bild kann sich noch ändern, im Moment ist es aber das Bild das ich habe.

17:26 MEZ

Schauen Sie der NASDAQ, ein "V" wie Victory wie es "V-iger" nicht mehr geht. Sagen Sie mir, welche Bewegung war denn jetzt ohne Sinn und Verstand, der Einbruch oder die Gegenbewegung? Beide gleichzeitig können nämlich nicht sinnvoll gewesen sein, weil sich weder das Geschäft der Firmen, noch die Erwartungen an dieses im Zeitraum auch nur ein bischen verändert haben:

Wir sehen hier also: Alles Markttechnik oder was?

17:36 MEZ

Ach was, wie überraschend. 😉 Bei Draghi ist die Zeit erst dann reif, wenn Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen. Oder er nicht mehr im Amt ist.

_> Draghi sieht Zeit noch nicht reif für weniger expansive Geldpolitik <-

17:45 MEZ

Alle Lithium Aktien zerlegt es heute, weil Morgan Stanley nicht nur Albemarle (ALB) downgraded, sondern vor allem einen -> Preisverfall von Lithium um 45% bis 2021 prognostiziert <-.

Ursache dafür ist das alte Spiel aller Rohstoffzyklen, ein Überangebot, das durch neue Vorkommen entsteht, die nun langsam in Produktion kommen. So ist es bei jedem Rohstoff bisher gewesen, man denke nur an die "Seltenen Erden" und so wird es auch bei Lithium sein.

Ob Morgan Stanley genau heute damit den Hochpunkt trifft, ist nicht zu sagen. Aber das Szenario ist so realistisch, dass ich in diesen Trades nun ganz vorsichtig würde - der ALB-Trade ist auf jeden Fall tot.

Und ich rate dazu im Sektor langfristig aufgelaufene Gewinne nun mal zu sichern, das könnte eine echte Wende werden:

18:12 MEZ

Richtig faszinierend ist für mich ja das Elend bei der Deutschen Bank. Nach der Kapitalerhöhung im letzten Frühjahr habe ich ernsthaft gedacht, dass es das nun war und sich die Bank nun berappeln würde. Aber diese Erwartung habe ich dann schon bald ändern müssen und seitdem fasse ich die nicht mehr mit der Kneifzange an.

Denn das Chartbild ist alles andere als bullisch, der aktuelle Keil deutet eher weiter nach unten und ganz grundsätzlich signalisiert der Markt mit diesem völligen Fehlen von Vertrauen, dass die Tage der Deutschen Bank als unabhängige Einheit vielleicht bald gezählt sind.

Was für ein Desaster, das nun zunehmend auch auf Cryan und Achleitner sowieso zurück fällt, dabei habe ich Cryan am Anfang wirklich was zugetraut. Habe ich mich im Menschen oder in der Tiefe der Probleme der Bank getäuscht? Vielleicht in Beidem.

Ein Vergleich Commerzbank - Deutsche Bank offenbart mit einem seit Frühjahr 2017 massiv aufgehende Gap auf jeden Fall das ganze Desaster. Bei der Deutschen Bank - man mag es kaum sagen - steht jetzt die Existenz als unabhängige Bank auf dem Spiel:

18:25 MEZ

Amgen (AMGN) ist so eine Aktie, bei der man auf der Tradingseite zuletzt immer enttäuscht wurde. Glaubte man sie bräche nach oben aus, fiel sie wieder zusammen. Glaubte man sie bräche ein, kam sie wieder zurück.

Wenn man sich aber einen Schritt zurücknimmt, sieht man einen beständigen Aufwärtspfad aus einer Konsolidierung heraus und man findet mit einem Forward-KGV von 13 und einer Dividenden-Rendite von 3% für einen prinzipielle Wachstumwert eine Bewertung die erstaunt.

Klar, das liegt natürlich daran, dass der Markt Amgen im Moment kaum Wachstum zutraut, sonst wäre das P/E nicht bei 13, sondern eher bei 20-30 und die Aktie doppelt so hoch.

Aber damit ist umgedreht auch die Chance verbunden, dass Amgen auch eine Art "Cisco-Szenario" wird, sobald hier mal der Markt beginnt Wachstum wieder einzupreisen. Auf den Radar für ein Investment gehört die Aktie in meinen Augen.

18:50 MEZ

Da wir gerade über Cisco (CSCO) sprachen, das ist was passiert, wenn ein Markt bei einer Aktie, der er lange keine Wachstumspotential zugebilligt hat, plötzlich Wachstum entdeckt:

So schwer das glaubhaft ist, alles was hier passiert ist nichts weiter als ein Normalisierungsprozess, Cisco wird nun an die Multiples von unten heran geführt, die auch anderen Tech-Schwergewichten zugebilligt werden. Und die liegen eben eher bei einem P/E von 20 und nicht von 12 oder 13, wie es bei CSCO lange war.

Den Unterschied macht hier die Wachstumserwartung und nur diese! Und wenn man das P/E von 20 Pi-mal-Daumen als Massstab nimmt, kann Cisco durchaus noch bis ca. 54 USD steigen, bevor die Anpassungsphase vorbei ist und eine Konsolidierung ansteht.

19:04 MEZ

So liebe Mitglieder, das wars heute was einen etwas verspäteten Wallstreet Stream angeht.

Der Markt schiebt weiter hoch, bisher sieht es nach einem klassichen Trend-Tag aus, aber die letzten Stunden hatten ja zuletzt oft eine algo-generierte Überraschung, loben wir also den Tag nicht vor dem Abend:

Sollte sich das Morgen fortsetzen, haben wir ab 16 Uhr ein ganz nettes "Sell-the-Fact" Szenario zu Powells Testimonial vor dem Repräsentantenhaus, dessen zweiter Teil vor dem Senat wohl nicht am Mittwoch, sondern erst am Donnerstag ist.

In 2017 haben solche "Sell the Fact" Setups aber selten funktioniert, zu gnadenlos schob der Markt hoch. Es wird daher interessant sein zu sehen, ob das Morgen anders ist.

Machen Sie es gut!

Ihr Hari

*** END OF STREAM ***

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Die alte Honigfalle



Guten Morgen!

es gab eine Zeit, da stand man Morgens auf und war sich nicht sicher, ob man den Markt nun 1-2% höher oder tiefer vorfinden würde - das war völlig normal. Heute stehen wir auf und haben diese Frage nicht mehr, denn der Markt ist wie festgetackert und bestenfalls 0,1-0,2% höher oder tiefer.

Dieses völlige Fehlen von Volatilität fühlt sich sehr komisch an und einige Trader und Optionshändler, für die Volatilität eine wichtige Voraussetzung für gute Erträge ist, haben derzeit eine verdammt harte Zeit.

"Richtig" fühlt sich das auf jeden Fall nicht an, was der Markt macht - immer noch nicht. Eher artifiziell und wie ein schlafender Drache, der genau dann aufwachen wird, wenn man am wenigsten hinschauen wird.

Es ist auch dieses Gefühl, das es so schwer macht diesen Markt einfach gelassen mitzugehen, gleichzeitig sagt uns unser Intellekt aber, dass dieses Gefühl wohl eher eine Falle ist, denn das fühlen alle und genau deswegen ist der Weg des maximalen Schmerzes weiter nach oben.

Für einen Autor, der Ihnen jeden Tag mindestens 2x etwas Aktuelles zur Börse schreiben will, macht es das auch nicht einfacher, weil da ist mittlerweile oft einfach nichts und ich kann die Charts von letzter Woche zu den Indizes nehmen und die sind immer noch richtig. Auch deshalb werde ich da demnächst etwas am Rhythmus des Schreibens ändern, dazu aber später aber mehr in einem eigenen Artikel zu "Mr-Market 2018".

Was die US Indizes angeht, sollten die Bären auf keine Fall übersehen, dass das politische Gewürge um die Steuerreform nun jedem wieder vor Augen geführt hat, dass da keine Wunderdinge kommen, wenn überhaupt. Trotz dieser "Enttäuschung" haben die Indizes aber nur marginal abgegeben, was im Umkehrschluss bedeutet, dass das Überraschungspotential nach oben zeigt, falls doch etwas Überzeugendes passiert.

S&P500 und Co. könnten im positivsten Fall durchaus einen Sprung von 10% nach oben zum Jahresende machen, wenn sich in Sachen Steuerreform doch etwas überraschend Positives realisiert. Dann werden die Aktien auch nicht mehr so überbewertet aussehen, weil sich damit die Gewinnerwartungen erhöhen und die Indikatoren zurück kommen.

Und plötzlich werden die, die nun von einem überbewerteten US Markt reden, sich die Augen reiben und die Überbewertung scheint verschwunden, das ist das Wunder der Gewinnmultiples. 😉 Sie wissen ja was ich von Fundamentalindikatoren zum Timing von Markthandlungen halte, nämlich wenig bis nichts.

Das Problem bei der ganzen Sache ist einfach, dass der Markt mittlerweile so überdehnt ist, dass uns die Konsolidierungsnotwendigkeit geradezu ins Gesicht schreit, im NASDAQ 100 kann man das schön zeigen:

Insofern ist ganz klar, dass je schneller jetzt diese Konsolidierung/Korrektur kommt, desto einfacher die Lage zum Jahresende wird. Weil das aber jeder weiss und alle darauf nägelkauend warten, kommt diese verflixte Konsolidierung/Korrektur nicht und der Index schiebt den Pfad des maximalen Schmerzes weiter hoch. So funktioniert er, der fiese und reflexive Mr-Market.

Wer das nicht sieht oder nicht akzeptieren kann und glaubt, er könnte dem Markt mit Klein-Fritzchens Ursache-Wirkung Logik begegnen, wird sich solange ein blutige Nase holen, bis er die zu hoch hängenden Trauben zum "Kasino" erklärt und sich frustriert zurück zieht.

All das ist aber nicht wirklich neu, es muss aber immer wiederholt werden. Kommen wir damit zu ein paar Quartalszahlen dieses neuen Tages.

Bei Zurich, Münchner Rück und Continental, bringen die Zahlen wenig Überraschung und die Kurse bewegen sich entsprechend kaum. Die Aktien bleiben verhalten positiv und können als Investment weiter gehalten werden.

Anders sieht es bei Siemens aus, wo -> sich einige Probleme zusammen brauen <-.

Ich kann nicht genau sagen warum, aber instinktiv habe ich das schon geahnt, wahrscheinlich weil ich Kaeser als Person skeptisch sehe und er mir mit seinen platten politischen Äusserungen immer wieder negativ auffällt wie ein Junge, der in einem für ihn zu grossen Anzug steckt. Dass ich bei CFOs, die an die Spitze eines Industriekonzerns rutschen, sowieso immer meine Zweifel habe, wissen sie. Da ist aber viel Instinkt dabei und das ist natürlich keine kompente Betrachtung und hat mit den operativen Problemen erst mal nichts zu tun.

Insofern bemühen wir bei Siemens mal das ganz langfristige Chart, das ist aber auch nur beschränkt hilfreich:

Wir sehen dass Siemens den Ausbruch über die 2008er Hochs schon mitsamt Retest vollzogen hat. Der heutige Einbruch darf also nicht mehr auf den 110er Bereich herunter führen, sonst muss man Ausbruchs als Ganzes in Frage stellen. Ebenso ist aber von hier eine Fortsetzung zu neuen Hochs denkbar, das Chart liefert uns hier also keine klare Richtungsaussage und auch das ist eine Aussage die bedeutet, dass man sich hier in keine Richtung besonders exponieren sollte.

Die Commerzbank hat dagegen überzeugt und sieht taktisch nun nicht so schlecht aus, da könnte nach oben weiter was gehen:

Da ich hier die Commerzbank erwähne, will ich aber mit einem Chart noch einmal einen warnenden und lehrreichen Finger erheben, insbesondere in Richtung aller, die noch keinen Crash erlebt haben.

Alte Mitglieder der ersten Stunde wissen sicher noch, wie oft ich mich über die Fixierung der privaten Anleger auf die Commerzbank in den Jahren 2011-2013 lustig gemacht habe. Das war schon absurd, während überall tolle Firmen mit Zukunftstechnologie zu Ausverkaufspreisen zu haben waren, drehte sich die Gier des Affenhirns von Otto Normalanleger, befeuert von diversen Anlegerpostillen alleine um diese Gurke. Und das nur, weil sie optisch so schön billig aussah, was natürlich eine ziemlich naive optische Täuschung des Affenhirns war. Aber trotzdem waren sich alle diese Anleger natürlich sicher, dass sie gerade als neu geborene Warren Buffetts mit ihrem unbestechlichen Blick "Value" ins Depot legen würden.

Im Artikel -> Von Rebounds, entspannten Trades und der Honigfalle für normale Anleger <- habe ich genau das Verhalten im Januar 2013 thematisiert, der ist auch heute noch lesenswert. Vielen dürfte der Artikel damals nicht gefallen haben, wahr ist es trotzdem geblieben und viele haben garantiert daraus nichts gelernt und machen heute immer noch den gleichen Schwachfug, nur mit anderen Aktien.

Wir aber sollten klüger sein, genau dabei will ich ja helfen, sich von solchen Mechanismen zu lösen. Und deshalb schauen wir nun noch einmal gemeinsam auf das beeindruckende Langfristchart der Commerzbank, aus dem wir eine Lehre ziehen.

Denn tiefer geht immer und eine Aktie ist nicht deshalb billig, weil sie früher mal viel teurer war. Richtig ist eher, dass Stärke neue Stärke und Schwäche neue Schwäche generiert, die Commerzbank ist dafür ein wunderbares Beispiel.

Und wenn im nächsten Crash die Kurse zu purzeln beginnen, dann darf man sich nicht einbilden das auszusitzen, sondern dann muss man konsequent auf die Seitenlinie, sonst macht man diesen Weg ganz nach unten mit und bleibt für ewig unten - wie die Commerzbank:

Lassen wir uns das eine beständige Mahnung sein. Und übrigens, das Chart hängt deshalb so am unteren Rand, weil das da unten tatsächlich die Null-Linie ist. Minuskurse gibt es ja nicht, aber vielleicht kann Herr Draghi die ja auch mal erfinden. 😉

Einen Blick auf Merck KGaA will ich aber noch werfen, die brauchbare Zahlen im Rahmen geliefert haben. Wir haben die Aktie ja Anfang September in ihrer Bewegung weg von den 90€ erfolgreich gespielt, dann kam aber Ende September ein sehr übles Reversal unter Volumen und das Chartbild sieht nun weiter eher fragwürdig aus:

Bei so einem Bild bin ich nicht bereit, auf der Long-Seite grössere Risiken einzugehen, das will ich mit diesem Chart sagen.

Soweit an diesem Morgen, bis später!

Ihr Hari

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Zeit zum Fischen gehen?



Guten Morgen!

Vom berühmten Trader -> Jesse Livermore <- soll der Ausspruch stammen:

There is time to go long, time to go short and time to go fishing.

Ich will damit die Vermutung äussern, dass heute und morgen eher die Zeit sein wird "Fischen zu gehen".

Ursache ist der heutige halbe und morgen wegen "Independence Day" ganz ausfallende Handelstag an der Wallstreet, der typischerweise mit ganz schwachem Volumen einher geht. Wir haben in der letzten Woche eine erste Korrektur gesehen, die insbesonde in DAX und NASDAQ mit 3-4% Minus schon merkbar war. Und wir stehen in dieser Woche nun vor der offenen Frage, ob der bisher stabile SP500 nachziehen wird und die Korrektur sich ausweitet, oder ob es das schon wieder war.

Dummerweise dürfte diese Frage ohne das "grosse Geld" der Wallstreet nicht zu beantworten sein, weswegen man allen Bewegungen die wir heute und morgen sehen, nur sehr begrenzte Aussagekraft zubilligen darf.

Tradition an so Tagen ist, dass im DAX ganz verhalten die Bullen das Zepter übernehmen. Wenn man das mit der Tatsache verknüpft, dass der DAX bei 12.400 auf einer wichtigen Unterstützung hockt, dem Test des Ausbruchs über die Hochs von 2015 nämlich, dann sind die Chancen für etwas Stärke in DAX und Co. heute und morgen gar nicht schlecht. Aber wie gesagt, grundlegende Aussagekraft sollte man dem nicht zubilligen. Ein Verlauf wie hier eingezeichnet ist also im bärischen Fall immer noch gut vorstellbar, auch wenn heute und morgen Stärke folgen sollte:

Unterstützung bekommt der DAX dabei wohl auch vom Euro, der nun nahe genug am massiven 1,47er (pauschal immer 1,5er genannten) Widerstand war, um für eine Gegenbewegung nach unten reif zu sein. Und erst dann wird sich zeigen, ob die Kraft für einen echten Ausbruch reicht:

Die Woche ist an Wirtschaftsdaten gut gefüllt und hat schon begonnnen. Wir hatten heute einen positiven "Tankan Index" aus Japan und ein positives "Caixin PMI" aus China. Die Vorgaben aus Asien sind also positiv und deuten auf Expansion. Wir haben heute weiter diverse Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland, England und Aussagen von Notenbankern, vor allem der Bank of England.

Ab Mittwoch geht es dann richtig los, unter anderem mit den FOMC Minutes der letzten FED Sitzung am Mittwoch Abend, den ADP Arbeitsmarktdaten und dem ISM Dienstleistungsindex am Donnerstag und dem grossen US Arbeitsmarktbericht am Freitag.

An Einzelaktien fallen - wie in den US - auch in Deutschland schon seit Tagen die Banken auf. Das liegt an den wieder steigenden Zinserwartungen, wobei das noch eine zu beschönigende Formulierung ist, man müsste im Zeichen von Negativzinsen eher von langsamer Hoffnung auf ein Ende brutaler geldpolitischer Exzesse reden.

Da Banken in einem marktwirtschaftlichen System aber zu einem guten Teil von Zinsmargen leben, macht es Hoffnung, dass Draghi die expansive Rhetorik etwas bremst und diese Hoffnung sieht dann zum Beispiel bei der Commerzbank so im Kurs aus:

So weit an diesem Morgen. Gehen wir also von einem latent positiven Verlauf in DAX und Co. heute und vielleicht auch morgen aus, interpretieren aber darüber hinaus nicht zu viel herein.

Gehen wir also "fischen" und das gar nicht im Sinne von Livermore, sondern taktisch ein paar Rebound-Trades fischen, die wir dann auch schnell wieder schliessen. Ansonsten - aus Sicht eines Investors - können wir wohl im Livermore´schen Sinne fischen gehen und den Aktienmarkt mal einen guten Mann sein lassen.

Ihr Hari

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