Hari Live Stream 05.10.21

Es zehrt ZH2

Bald 5 Wochen dauert das Korrekturgeschehen nun an, faktisch von dem Moment an, an dem ich aus dem Urlaub zurück kam - so viel zu der Legende. 😛

Ich denke wir alle merken, dass das Geschehen nun langsam zu "zehren" beginnt. Satzfetzen wie "Wie lange dauert das noch?" drängen nun in unser Vorderhirn oder rhetorische Fragen wie "es müsste doch jetzt mal...".

Das liegt daran, dass wir ja erwarten dass diese Korrektur eine Chance zum Jahresende eröffnet und das denke ich mit Präferenz immer noch. Aber dadurch befindet man sich ein wenig in "Wartestellung" und Warten zehrt, während der Markt keinen echten Rebound mehr zusammenzubekommen scheint.

Ich spüre das, weil ich das auch in mir spüre und gleichzeitig weiss meine Ratio, dass das *genau richtig ist*. Echte Korrekturen müssen "zehren", sonst sind es keine. Sie müssen weh tun und nerven, sie müssen Druck auf unsere Seelen machen.

Insofern ist das was wir bisher gesehen haben einfach eine Routinekorrektur, die nun in die Phase eingetreten ist, in der sie an den Nerven zu zehren beginnt.

Und genau das ist das Gummiband, fast immer schnappt es dann zurück, aber wehe, wehe wenn es mal reisst ......

Wir haben im ZH2 des SPX Future erneut die Chance auf einen Doppelboden, wie schon vor 2 Wochen:

Beide zusammen würden dann einen Doppelboden im Daily des SPX bilden. Ob daraus etwas wird vermag ich nicht zu sagen, ein klarer und klassischer Doppelboden ist es durch die hängende, rechte Seite schon jetzt nicht mehr:

Abwarten und Tee trinken. Die Korrektur ist dann vorbei, wenn sie vorbei ist. Immer absolut pünktlich und genau dann wenn der Markt (Zauberer) es beliebt!

Ein politisch geregelter Markt ist ein wenig anpassungsfähiger Markt ZH3

Die folgende Nachricht ist interessant: -> E.ON bedient 233.000 Kunden von gescheiterten britischen Versorgern <-

Genau wie Gesundheit gehört das Geschäft der Versorger zur Daseinsvorsorge und damit zu einem Marktsegment, dem man ordnungspolitische Leitplanken angelegen muss, da man dieses Segment nicht alleine dem freien Spiel der Kräfte überlassen kann.

Dahinter stehe auch ich. Das bringt aber unvermeidbare Kollateraleffekte mit sich, die man zum Beispiel da oben in Großbritannien bewundern kann.

Denn da politisch und gesellschaftspolitisch keine schwankenden und sprunghaft steigenden Energiepreise gewünscht sind, bieten Versorger ihren Kunden typischerweise Verträge mit langen Laufzeiten zu darin festen Preisen. Ein Preis "nach Marktlage" ist nicht gewünscht.

Das ist auch alles sinnvoll, bis ein außergewöhnliches Ereignis, eine Anomalie zuschlägt und die Einkaufspreise für zB das Gas das dann in Kraftwerken verbrannt wird, nach oben schiessen. Was gerade passiert.

Hätten die Firmen nun die Möglichkeit, das direkt an den Kunden weiterzuleiten, könnten sie überleben, das ist das Spiel aller Händler, wenn ihre Einkaufspreise steigen, steigen auch die Endpreise.

Haben sie im Versorgermarkt aber nicht. Wer jetzt auf fixen Verkaufspreisen sitzt und für den Ankauf plötzlich das Doppelte zahlen muss, hat ein Problem.

Besonders schlimm ist das Problem aber bei auch bei uns beliebten reinen Vertriebsorganisationen, die sich "Stromversorger" nennen, aber nichts produzieren außer Papier und in einem "Penny-Geschäft" rein von Ankauf und Verkauf als Endkundenhändler leben. Die sind besonders kapitalarm und daher besonders gefährdet und fallen in so einem Szenario wie die Fliegen tot um.

Weswegen jetzt E.ON einspringt, die einfach mehr Kapitalkraft haben und auch Substanz in der Stromerzeugung, E.ON ist mehr als nur Vertriebler am Telefon - wie so viele "Stromanbieter" auch bei uns im politisch so gewollten Markt.

Oder glauben sie ernsthaft, ein Stromerzeuger wie RWE oder E.ON der Milliarden investiert für seine Anlagen, hat Interesse daran dass es "wirtschaftliche Blutegel" gibt, die seinen Strom aufkaufen und dann für ein paar Pennys weniger als er das machen würde unters Volk bringen? Ich bitte sie!

Das würden diese Stromkonzerne nie machen und haben sie nie gemacht. Bis die Politik gewollt hat, dass das möglich ist, um das Oligopol der Stromkonzerne zu brechen.

Ich sage nicht, dass der Ansatz perse falsch war, die deutschen Stromkonzerne waren wie fette Katzen die einen kräftigen Tritt brauchten. Aber diese Maßnahmen haben eben einen Preis, denn fette Katzen können länger hungern als solche, die kein Gramm Fett auf den Rippen haben.

Gut wäre, wir hätten nun einen Wettbewerb von vielen Firmen die wirklich Strom produzieren. Das ist aber nicht der Fall. Wir haben immer noch nur wenige Produzenten, weil das Produktionsgeschäft extrem kapitalintensiv ist und man ein Kraftwerk nicht einfach aus dem Ärmel schüttelt. Dafür haben wir aber eine unüberschaubare Menge an "Maulhelden", an Resellern im Penny-Geschäft, die alle auch das prinzipielle Problem der britischen Unternehmen oben haben.

Denn wenn man den Kunden feste Preise zugesagt hat, die Preise beim Einkauf beim Großhändler aber extrem steigen, dann hat man ein Problem das schnell im Exitus endet, weíl in den Unternehmen nicht mehr Substanz als Papier, Büromaterial und ein Facebook-Account zum Marketing vorhanden ist.

Hier ist E.On mit seinem Kurs. Vielleicht leitet dieses Geschehen ja eine generelle Bereinigung im Versorgersektor ein - auch bei uns. Spannende, volatile Zeiten im Sektor!

Das große Drama

Eines kann man jetzt schon als gesichert betrachten, dass nämlich in Washington das große Drama bis zur letzten Sekunde und darüber hinaus aufgeführt werden wird. Denn das gewährt dem politischen Komplex maximale Aufmerksamkeit und genau das ist die Währung in modernen Demokratien, die mit Unterstützung der Facebooks dieser Welt nur noch von Aufregern leben.

Die aktuellen Berichte lassen auf jeden Fall keinen anderen Schluss zu, als dass dieses politische Spiel wieder auf die Spitze getrieben werden wird:

-> Democrats want McConnell's GOP to feel debt-ceiling pain <-

-> Biden plots debt ceiling blitz to focus the blame on McConnell <-

The president and his team foresee a dramatic ending at this point. And so, they’re planning to turn up the heat.

Wenn sie des Englischen mächtig sind, dann lesen sie mal was da nun abgehen wird.

Für den Markt und uns als Anleger bedeutet es, dass wir weiter im Angesicht eines Gummibandes leben, das potentiell auch reissen kann.

Nach wie vor gehen die Marktteilnehmer davon aus, dass das wieder nur Getöse ist. Zitat aus obigem Artikel, warum die Wallstreet noch nicht genügend Druck auf die Republikaner gemacht hat, die ja gerne die Spenden der Wallstreet nehmen:

Wolf isn’t surprised that Wall Street and industry pressure has yet to move with Republicans, he said, in part because business titans themselves believe there will be a resolution.

Das ist auch die 90%+ Variante, es wird fast sicher wieder so laufen - viel Klamauk, viel Drama, viel Wichtigtuerei, viel Gesabbel in Kameras. Aber wehe, wehe wenn nicht, das ist dann der Moment "when the shit hits the fan" und nein, das müssen wir uns jetzt nicht bildlich vorstellen. 😉

Alles was wir tun können, ist uns bewusst machen was da vor uns liegt. Ändern können wir daran nichts, den Verlauf vorhersagen auch nicht. Die Politik liebt es halt, mal wieder im Mittelpunkt zu stehen, die Kameras auf sie gerichtet - Seufz.

Aber Eines gilt gerade in den US, das uns wieder relative Gelassenheit geben sollte: Don´t mess with Wallstreet. Wenn die Wallstreet die Hitze erhöht, dann wird den republikanischen Senatoren ganz schnell sehr ungemütlich. Früher oder später wird das passieren.

Charts des Tages ZH3

Netflix (NFLX)

Ein neuer Versuch, die Schwäche der letzten Tage konnte die Formation nicht negieren:

ASML (ASML)

Tief genug?

Fortinet (FTNT)

Bullische Konsolidierung?

Barcleys (BCS)

War Teil des Q4 Ausgangslagen Videos von Sonntag:

Lending Club (LC)

Volumenschub - Konsolidierung - und?

Bank of America (BAC)

Kurz vor Zahlen nächste Woche. Das passiert wenn man sich sicher ist:

Big Tech und die Schwalben

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber die Nachricht des Tages ist die Stärke die Big Tech nun wieder zeigt. Während der SPX im Hourly nun ernsthaft an einem Doppelboden arbeitet, hat man nach langer Zeit nun mal wieder den Eindruck, dass es signifikante Zuflüsse in BigTech gibt:

Und bei einer Apple kann man sogar argumentieren, ob das nicht schon tief genug war, zumindest ist es eine Unterstützung:

Ich warne davor, das gleich für bare Münze zu nehmen - denken sie an die Schwalbe - aber die Schwalben haben schon Signalkraft, wenn es nämlich nicht bei einer bleibt und sie immer mehr werden, dann steht der Sommer an!

Also Augen auf, ob das ein "One Day Wonder", eine Einzelschwalbe bleibt.

Versorger des Tages ZH3 ZH4

Zum Thema europäischer Versorger und der Energiepolitik, das ich ja in den letzten Tagen - zB im Video - mehrfach beackert habe, hier noch eine Aktie des Tages.

Es ist EDF, der große französische, halbstaatliche Atomstromversorger:

Der Grund für die Rally der letzten Tage ist klar, es ist der gleiche Grund, der in UK nun "Vertriebs-Stromer" in die Pleite treibt: Stark steigende Energiepreise!

Und während die Endpreise steigen, bleiben in Atomkraftwerken die Erzeugungskosten gleich, was die Margen massiv erhöht und die Kurse treibt. EDF ist also "Schadenfreude" auf Französisch. 😉

So sieht das nun im Monthly aus, noch ist es ein Abwärtstrend, aber eine Wende steht nun als Möglichkeit im Raum:

Investierbar ist EDF wg seines hohen Staatsanteils für mich übrigens nicht, zu "politisch" das Geschäft. Aber wenn die Preise nun länger oben bleiben sollten, hat EDF diese Margen-Expansion noch nicht ausreichend eingepreist, der Markt hat gerade erst begonnen das einzupreisen!

Doppelbodenversuch ZH2

Der Markt kämpft hart um den potentiellen Doppelboden, den ich Eingangs schon erwähnt hatte. Noch kann das von hier wieder zurückfallen, noch gibt es kein höheres Hoch im Trend seit Montag vor 8 Tagen.

Aber die Chance ist nun da:

Ich habe dazu keine eindeutige Meinung zu bieten. Eine Wende ist aber nun jederzeit möglich, ohne das Ringen in Washington wäre ich mir aber sicherer.

Drehen wir es aber mal anders herum. In dem Moment wo da eine Lösung kommt, ist das wohl das Signal für den Markt. Senatoren die dann mal wieder aus der Verhandlung heraus traden, werden sich wieder einen goldenen Arsch verdienen - alles schon dagewesen!

Bisher verhält sich der Dienstag aber wie ein Turnaround Tuesday, mal sehen ob er das in der zweiten Hälfte halten kann. Machen sie es gut, bis Morgen!

Ihr Hari

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Hari Live Stream 19.04.21

Jetzt wirds psychologisch ZH2

Die Marktlage mit der wir es jetzt vielleicht für Wochen zu tun haben, bringt dieser Clip auf den Punkt:

Der Markt ist mehr als 2 Wochen ohne Pause gestiegen und ist reif für eine Pause. Und der SPX hat Kursregionen erobert, die man für das Jahresende 2021 im Blick hatte und hat ganz viele Setups und Zielmarken nun abgearbeitet.

Andererseits neigt solche Stärke nicht dazu einfach zu enden, sondern eher länger zu laufen als man sich vorstellen kann:

Wir wissen also, dass das problemlos noch 2-3 Wochen so weitergehen kann.

Wir wissen aber auch, dass nun jederzeit - heute, morgen, in 3 Wochen - ein plötzlicher Abbruch ala September 2020 stattfinden kann, es braucht dafür nur einen Katalysator und 5% schnelles Abwärtspotential bis ca. 4.000 hat diese Rally ganz locker generiert.

Es macht keinen Sinn zu früh auszusteigen, weil man dann mit hoher Wahrscheinlichkeit den Zug nur von hinten sieht. Es macht aber auch keinen Sinn hier völlig gelassen zu sein, weil wenn ein Katalysator kommt, es auch schnell nach unten gehen kann.

Deshalb wird es jetzt psychologisch und es gibt zwei sinnvolle Techniken, wie man bei mittelfristigem Zeithorizont damit umgehen kann:

Erstens der Trailingstop der beim Trendbruch abwirft, den habe ich zuletzt ausführlich thematisiert. Zweitens das Prinzip der sukzessiven -> Teilmitnahmen <-, auch ein bewährtes Prinzip in solchen Situationen.

Wer dagegen langfristig unterwegs ist, kann sich durchaus auch die Frage stellen, ob er so ein mögliches Sommerloch mit vielleicht 10% Minus nicht einfach aussitzen will. Und wer kurzfristig als Trader unterwegs ist, muss sowieso seine Positionen eng "babysitten" und absichern.

Allen anderen mit mittelfristigem Zeithorizont, die so einer Korrektur aus dem Weg gehen wollen, kann ich aber nur dringend raten das jetzt zu durchdenken. Denn wenn es psychologisch wird, macht man besonders gerne böse Fehler. Also machen sie sich lieber *jetzt* einen Handlungs- und Schlachtplan.

Coca-Cola (KO) ZH3

KO hat als erster der Bluechips diese Woche schon geliefert und das -> überzeugend <-.

Wir sehen aber auch hier das Problem, das die ganze Berichtssaison durchziehen wird, denn das war schon in den Kursen.

Schwer zu sagen ob das von hier für weiteres Aufwärtspotential reicht, möglich ja, sicher nein:

E.ON (EON) ZH3

Die Utilities sind in den letzten Wochen sowieso stark, aber E.ON hatte einen ganz besonders sauberen Ausbruch aus einem Abwärtstrend, die ich hier auch vorher schon thematisiert habe.

Wenn eine Aktie derart scharf zur Rally ansetzt und dann kaum abgeben will, stellt die erste Konsolidierung - die wie gerade sehen - mit sehr guter Wahrscheinlichkeit nur eine Zwischenkonsolidierung dar, auf die sich gerne eine zweite Aufwärtsphase in ähnlichem Umfang anschliesst:

Britisches Pfund ZH3

Mit der weit fortgeschrittenen Impfkampagne und wieder öffnenden Pubs kommt auch das Pfund ins Laufen. Das passiert schon seit letzten Herbst, der Markt läuft ja vor, jetzt haben wir aber zum Dollar auch technisch ein sauberes Bild.

Die lange Rally seit Herbst wurde von einer klassischen Konsolidierung im März/April abgelöst und jetzt steht vielleicht wieder ein Schub an:

Aktien des Tages ZH3

Ein wenig schwierig heute mit den Aktien des Tages, dafür ist der Markt zu schwach/diffus, aber ein paar sind doch zu finden:

VMware (VMW)

VMware fliegt seit Tagen ab seit klar wurde, dass Dell seine -> 80% Mehrheit freigeben <- und VMW insofern in die Freiheit entlassen will.

Technisch ist das interessant, als Investor habe ich aber völliges Desinteresse an dem was Michael Dell da treibt und eher "Financial Engineering" denn echten unternehmerischen Fortschritt darstellt.

Je nachdem wo man am meisten abgreifen kann wird an die Börse gegangen, dann wieder zurückgezogen, dann wieder an die Börse gegangen, dann VMWare gekauft, dann wieder abgestossen - alles taktische Spielereien für den kurzfristigen taktischen Vorteil, die mit echtem Wachstum und klarer Strategie rein gar nichts zu tun haben. Ich muss und werde mich an so etwas nicht beteiligen.

Albemarle (ALB)

Der Schub kommt heute schon wieder zurück, insofern wird es vielleicht noch nichts. Aber trotzdem drängt sich hier im großen Bild das Szenario eines potentiellen "rounded Bottom" auf, wenn nicht heute, vielleicht dann später?

Harley-Davidson (HOG)

Wahrscheinlich ist es Zufall, dass bei HOG die Zahlen genau da besser werden, wo man nach Covid wieder an Freiheit und Wind in den Haaren denken kann - Born to be wild!

Wahrscheinlich sind es eher -> steuerliche Erwägungen <- denn HOG war ja zwischen die Fronten des Zoll-Spiels Trump vs EU geraten.

Aber wie auch immer, das Chart ist born to be wild:

Übrigens, da ich ja im Forum gerade das Thema der Projektionen hatte, die in Kanzlerkandidaten hineingesteckt werden und weit entscheidender für den Wahlausgang als Wahlprogramme sind. Können Sie sich Laschet an der Stelle von Peter Fonda vorstellen? Lächerlich.

Aber Söder schon, das passt zumindest einigermassen und ist nicht sofort unglaubwürdig. Und damit wird auch verdeutlich, welche Projektionen da ganz unbewusst laufen, die dann mit eigenen Vorlieben abgeglichen werden. Bei der Jugend ist Söder recht beliebt, weit beliebter als Laschet, bei den Senioren vielleicht umgedreht. Woran das wohl liegen mag. 😛

Der Einfluß unserer unbewussten Projektionen ist weit größer auf die Wahlentscheidung, als wir selber wahrhaben wollen! Wahlen sind vor allem People-Business, Programme sind für die Fassade.

American Eagle Outfitters (AEO)

Gedankliche Nähe zu Industrien hat schon einen Wert bei Investments, weil es hilft zu verstehen was da passiert.

Für mich gilt das für weite Bereiche des Technologie- und Industrie-, ja selbst des Healthcare-Sektors, da habe ich klare Vorstellungen worum es geht und was eine Marktstellung bedeutet. Es ist daher auch kein Wunder, dass die drei Sektoren die Hauptlast meiner Investments tragen.

Ganz anderes ist es im Retail-Bereich, der interessiert mich auch zu wenig, weswegen ich solche Charts bei Herstellern vergleichsweise günstiger Kleidung einfach nur mit einem Schulterzucken zur Kenntnis nehme.

Das Chart ist super und mit dem diskutiert man nicht. Aber verstehe ich was hier das "Besondere" ist? Nein. Und irgendwie fehlt mir auch die Lust es herauszufinden.

Es ist übrigens völlig in Ordnung solche Schwerpunkte und Vorlieben zu haben, man sollte sich nur darüber im Klaren sein und wissen, wo der eigene "Circle of Competence" liegt und wo nicht:

Wood! ZH3

Den Holzmarkt in Form des ETFs WOOD hatte ich ihnen ja -> hier letzten Sommer <- nahegebracht, begründet mit dem absehbaren Häuserboom in den US.

Der ist auch herausragend gelaufen, ich habe den Artikel mal mit einem lila Pfeil markiert und jetzt reden wir über Knappheiten, die auch hier in Deutschland schmerzhaft zu spüren sind. Vielleicht sollten wir mal weniger Holz verfeuern, denn im Saldo werden Wälder abgeholzt und die Geschichte von der CO2-Neutralität ist mehr Selbstberuhigung denn Realität, vom Feinstaub ganz abgesehen.

Aber das nur am Rande, ich habe das ja schon vor einiger Zeit im Video thematisiert, in dem man auch sehen konnte welcher Dreck da teilweise in die Luft geblasen wird. Wichtig für Anleger im ETF WOOD ist jetzt zu verstehen, dass das die klassische Bewegung eines zyklischen Gutes ist!

Das was jetzt durch Knappheit die Preise treibt, bei Waldbesitzern wie Weyerhaeuser (WY) ebenso wie im ETF, wird irgendwann in eine Baisse umschlagen.

Insofern reiten sie ruhig diesen Trend und diesen ETF, der kann durchaus noch Monate nach oben ziehen. Aber denken sie auch daran, dann irgendwann beim Trendbruch abzuspringen. Der ETF ist so kein Dauerinvestment, das ist ein zyklischer Markt und in der nächsten Baisse geht es auch schnell wieder 50% runter:

Es bröselt so schön! ZH2

Heute ist (bisher) kein Börsentag an dem man vor dem Schirm sitzen muss weil so viel zu holen ist. Es bröselt so schön und die Bewegungen sind diffus:

Kann das weiter fallen und der Beginn der Korrektur sein? Ja! Muss das weiter fallen? Keineswegs, im Zweifel eher nein!

Ich ziehe mich an so Tagen zurück, es gibt hier für mich nichts zu tun und zu handeln. Schaun mer mal dann seh mer scho!

Wir lesen uns morgen Nachmittag zum Stream hier wieder, morgen sind dann auch mehr Quartalszahlen die Bewegung bringen.

Jetzt schaue ich erst einmal, wer der nächste Kanzler dieses Landes werden soll. Es kann nur Ein(e) geben!

Ihr Hari

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Hari Live Stream 23.03.21

Nichts Halbes und nichts Ganzes ZH2

Der gestrige Handelstag hat mich ja aktiviert, die Chance einer Wende bei den Techwerten war zu riechen, die Gefahr dass es doch wieder nur ein "One-Day-Wonder" wird, war aber auch völlig offensichtlich.

Deshalb habe ich die Bedeutung eines heutigen "Follow-Throughs" betont und was wir heute bisher haben ist nichts Halbes und nichts Ganzes:

Wir sehen heute Abgaben, sehen aber auch die Chance auf einen "Henkel" rechts, die ich im Chart markiert habe. Es ist aber nur eine Chance.

Positiv ist zu vermelden, dass der NASDAQ heute erneut Überperformance zeigt, aber ob das reicht?

Insofern haben wir im Moment einfach nichts Halbes und nichts Ganzes vor uns - Abwarten!

E.ON ZH4

Die Versorger E.ON und RWE erwachen heute mal wieder zum Leben, warum auch immer. Vorsicht, bei E.ON sollen -> Morgen die Zahlen kommen <-, bei so einer Bewegung vor Zahlen ist die Chance aber hoch, dass der Markt schon etwas weiss.

Zur weiteren Entwicklung dieser Versorger habe ich keine echte Meinung. Mit dem ausdrücklichen Vorbehalt der morgigen Zahlen haben wir hier nun aber als mittelfristigen Trade ein recht klares Setup.

Schauen sie selber, der Abwärtstrend seit letztem Sommer ist gebrochen:

Haus mit Garten

Vielleicht erinnern sie sich an meinen Artikel vom Januar zu 2021er Trends:
-> Lassen sie uns mal über 2021er Trends plaudern <-

Darin hiess es zum Immobilienboom:

Passend zum letzten Punkt erwarte ich dass die Immobilienpreise hier in Mitteleuropa im grünen Speckgürtel um die wirtschaftlichen Zentren deutlich weiter steigen, während die Toplagen in den städtischen Quartieren eher stagnieren und die richtig ländlichen Regionen nicht übermässig profitieren. Das liegt daran, dass die Menschen durch Covid den Wert von Grün um sich und Lebensraum hautnah erlebt haben. Der Wunsch nach mehr Quadratmetern wird dadurch getrieben, ist aber in den Städten nicht bezahlbar, schon alleine das abgetrennte Arbeitszimmer sorgt dafür, ebenso wie der Wunsch vom Homeoffice aus einen Spaziergang durch den Wald machen zu können. Davon profitiert zunächst das grüne Umland der Ballungszentren, die immer weiter in die Umgebung hinausgreifen, da die Menschen immer noch an den festen Arbeitsplatz gebunden sind, der sich in den Ballungszentren findet, aber durch weniger Pendeln auch weitere Entfernungen auf sich nehmen können. Erst später mit dem autonomen Fahren und weiterer technischer Entwicklung im Sinne VR, wird sich das auflösen und dann auch wirklich ländliche Regionen zum Wohnort der arbeitenden, gebildeten Eliten werden, die das Leben auf dem Land als Ausgleich zum Job schätzen.

Nun habe ich heute -> hier <- einen Artikel im Spiegel gesehen, in dem das mit Zahlen untermauert wurde, die Speckgürtel um die Metropolen steigen im letzten Jahr ganz besonders stark. Der Artikel war da noch frei lesbar, jetzt nicht mehr und der Spiegel hat sich bei mir das Recht auf monetäre Unterstützung mit Demagogie verbaut.

Aber der Inhalt ist nicht überraschend, die Daten finden sie sicher auch über andere Quellen, so zB hier:
-> Wohnstudie: Nur raus aus der Großstadt? <-

Sie wissen ich bin nicht überrascht und jetzt ist noch ein preistreibender, reflexiver Faktor dazugekommen und das ist die vor allem von den Grünen ausgehende Polemik gegen das Einfamilienhaus - "Flächenfrass" und so.

in sozialen Systemen wirkt aber die Reflexivität wie wir wissen und in Systemen in denen es starken sozialen Konformitätsdruck gibt ganz besonders. Daraus entsteht eine ganz typische moralische *Bigotterie*, historisch wissen wir zB aus den Zeiten der starken religiösen Dogmen, dass die Exzesse hinter der Fassade besonders ausgeprägt waren, weil diese ja auch besonders interessant wurden.

Nach außen nickt man dann wohlgefällig im Sinne dessen was von einem sozial erwartet wird, die eigenen Bedürfnisse sind aber völlig andere und die verfolgt man auch - hinter der Fassade.

Und so ist es auch mit dem Haus im Grünen - nein, keinem Reihenhaus und keiner Wohnung - dem frei stehenden Haus mit Grün darum herum. Für viele - gerade Familien - ist und bleibt das ein Traum und für diesen zutiefst bürgerlichen Traum braucht sich auch niemand zu schämen - nicht jeder will in der Kommune wohnen oder in den "Hasenställen" der vielstöckigen Betonbunker.

Jetzt kommen die Diskussionen, ob man solche Bauflächen überhaupt noch ausweisen soll und wenn die Grünen in der Regierung sind wird das erst richtig losgehen.

Der Effekt wird aber ebenso reflexiv wie bei der "Mietpreisbremse" sein, es wird das Gegenteil hervorrufen, weil nun eine Art *Torschlußpanik* auftritt. Das werden die Verantwortlichen aber nie begreifen, es gibt Dinge darauf kann man sich völlig verlassen.

Zusammen mit den Covid Erfahrungen nach einem Jahr Lockdown, die sich bei vielen tief eingebrannt haben, gehe ich fest davon aus, dass das den Preis-Schub des Umlandes der Metropolen noch einmal auf Jahre beschleunigen wird, wie von mir Anfang 2021 erwartet.

Und ja, wenn dieser finale Schub durchgelaufen ist, dann kommt vielleicht die Baisse. Das Dumme für Eltern die *jetzt* Kinder haben und *jetzt* Grün um sich wollen ist aber, dass diese ja nicht 5 oder 10 Jahre warten können und *jetzt* eine Lösung brauchen. In 10 Jahren sind die Kinder vielleicht aus dem Haus und man will eher im Alter "downsizen".

Das ist eine ziemlich *besch....eidene* Lage für solche Eltern, an der alle in der Politik nun auch mitwirken, die nun mit Gerede ein FOMO, eine Torschlußpanik erst so richtig erzeugen.

Ich habe auch keine Glaskugel für den Immobilienmarkt, aber wenn ich wetten müsste, würde ich nicht darauf wetten dass dieser Boom bald vorbei ist, sondern die Preise in den Speckgürteln noch Jahre weiter steigen - viel weiter als sich heute alle vorstellen können. Und dann erst kommt eine lange, zähe Seitwärtsphase mit leisem Bröckeln.

Just my 2 Cents, ich habe gottseidank schon so ein "böses" Einfamilienhaus mit 1.000qm Grund, ich schlechter Mensch, ich "Sünder" ich. 😛 Aber es lebt sich darin recht entspannt, gerade weil einem der Nachbar nicht beim Pinkeln oder Sonnenbaden auf den Hintern starren kann. 😉

Aktien des Tages ZH4

Mit echten Aktien des Tages ist es heute schwierig, zu diffus ist der Tag bisher.

Ich nutze das mal um 5 Charts von heute starken Bluechips heraus zu suchen, die die Chance eines Endes einer längeren Korrektur/Konsolidierung beinhalten.

Um das in der Gesamtstruktur deutlicher zu machen, nutze ich ausnahmsweise das Weekly:

Adobe (ADBE)

Netflix (NFLX)

NextEra Energy (NEE)

Charter Communications (CHTR)

Colgate-Palmolive (CL)

Wohlstandsaktien identifizieren ZH5

Im Forum ist ja zu meinem heutigen Artikel nun die Frage, wie man denn Geschäftsmodelle analysiert und damit Qualitätsaktien identifiziert.

Die Frage ist berechtigt und trotzdem: Oh je 🙂

Das ist so wie die Frage meines Sohnes: "Papa, Papa, wie führt man eine große Firma?" Äh ..... 😛

Der Wunsch nach einer universellen Fundamental-Queckliste zum Abhaken ist verständlich, nur wird der Wunsch ein Wunsch bleiben, denn der ist unrealistisch. Um Geschäftsmodelle zu verstehen braucht es Übung und Erfahrung mit so Themen, bei mir ist das über Jahrzehnte gewachsen.

Sie brauchen aber beim Thema auch keine Raketenwissenschaft zu betreiben, weil wie vielfach erklärt nimmt das Chart ihnen ganz viel ab. Auch hier kommt es nicht auf Präzision, sondern auf das -> gut genug Prinzip <- an, zu dem es von mir auch viele Artikel gibt.

Denn im Chart ist das Wissen des Marktes über die letzten Jahrzehnte, ein Chart das permanent steigt und in Krisen kaum fällt muss zwangsläufig zu einem Unternehmen gehören, das permanent wächst und innere Stabilität besitzt.

Diese Erkenntnis ist zentral und vermittele ich ihnen ja wie eine Gebetsmühle hier immer wieder - die Wahrheit liegt auf dem Platz und nicht in Fundamentalanalysen von Reportern am Spielfeldrand.

Das Chart ist der Kern. Gerade auch für langfristige Investments! Punkt!

Dann aber schreiben sie sich dazu selber eine Checkliste von vielleicht 4-6 weichen Parametern die ihnen wichtig sind, um einem Unternehmen vertrauen zu können. Bei mir ist es zB ein positiver Trackrecord des Managements und inneres Wachstum, keine Fusionsorgien. Oder eine moderate Ausschüttungspolitik. Oder oder.

Und was dann übrig bleibt, ist gar nicht so weit von der Wahrheit weg, weil das Chart die entscheidende Vorselektion vornimmt.

Machen wir mal ein Beispiel wie einfach das mit etwas Pragmatismus ist. Nehmen wir mal die 5 Aktien oben, die ich wg heutiger Stärke bei den "Aktien des Tages" thematisiert habe, im Wissen um deren Charakter und dass das prinzipiell interessante Firmen sind.

Nun schauen wir auf das Langfristchart, hier ist es:

*Alle* 5 Aktien entsprechen also dem Prinzip des "Von links unten nach rechts oben". Das ist kein Zufall, weil ich ja von "Bluechips" gesprochen habe und dann meine ich das auch und biete ihnen keinen Aktien-Müll an.

So und jetzt machen sie ganz pragmatisch eine Negativselektion nach ihren Kriterien. Diese Selektion darf auch subjektiv sein, so dürften zB Branchen herausfliegen, zu denen sie keinen Zugang haben, sie sollen die Aktien ja lange durch dick und dünn halten.

Bei mir würde dann NFLX rausfliegen weil ich mit dem Geschäftsmodell und seinem Burggraben meine Probleme habe, ich habe das zu NFLX mehrfach inhaltlich thematisiert.

Dann würde auch CL rausfliegen, weil mir das Wachstum nicht genügt. Das macht CL nicht schlecht, aber mein Depot hat Besseres.

Bei CHTR gefällt mir die Branche nicht, das ist mir zu kapitalintensiv, meine Fragezeichen zum Thema Telecom habe ich auch schon mehrfach hier thematisiert.

Was bei mir als Kandidaten bleibt sind NEE und ADBE und zu beiden habe ich auch einen "Zugang" im Sinne dass ich verstehe was die machen und wie das Geschäft funktioniert. So einfach ist das und beide wären eine legitime Wahl.

Das als Beispiel für einen ganz pragmatischen Weg. Ausgehend vom Chart - das alle wichtigen Informationen verarbeitet hat - reicht eine Negativselektion auf die Aktien, die ihnen besonders nahe sind, die den Kriterien von Beständigkeit und Wachstum entsprechen und für die sie ein Gefühl entwickeln können.

Und auch später ist - wie immer - das Chart das Entscheidende. Solange der übergeordnete Trend intakt ist, ist alles gut. Und wenn nicht, dann ist das Grund nachzudenken und zu forschen was da los ist.

Die Beschäftigung mit den Geschäftsmodellen ist wichtig, aber nicht weil diese Erkenntnisse bringt, die der Markt nicht schon kennt. Es geht mehr darum ihnen diese Unternehmen nahe zu bringen, sie besser zu verstehen und ihnen so zu ermöglichen, diese dann lange zu halten, weil sie verstehen was da passiert und nicht sofort in Panik geraten. Diese Beschäftigung überschreibt aber das Chart nicht, weil sie haben keine höhere Weisheit als das was der Markt schon längst weiss.

Entscheidend ist das Spiel auf dem Platz!

Space SPACulation ZH3

Ja, ich habe das oben richtig geschrieben. 😉 Mit SPACs wurde viel spekuliert und an den blinden Wetten auf einen späteren Partner habe ich mich nie beteiligt und bin daran auch nicht interessiert, das ist wie Roulette.

Ganz anders sieht es aber aus, wenn die SPACs schon konkrete Verträge mit Firmen haben, mit denen sie mergen wollen. Das kann zwar auch schiefgehen und man dabei Geld verlieren, dann ist aber mehr Substanz hinter der Spekulation und man kann ansatzweise auch erahnen, wie viel Wert dann nach dem Merger hinter der Firma stehen wird - wenn es denn klappt.

Aber auch diese SPACs waren in der Spekulation von Februar oft zu weit aufgeblasen, das ist jetzt aber nicht mehr der Fall. Jetzt haben diese fast wieder auf die Ausgangslage korrigiert, dabei stehen die meisten Deals immer noch.

So haben wir nun auch 4 SPACs die im Laufe des Jahres zu an der Börse notierten Raumfahrtfirmen werden sollen. Und da kann man nach der Korrektur dann doch mal wieder hinschauen, im vollen Wissen um die ganzen Fragen zur Abwicklung etc.

Das sind auch mit dem Wissen welche Merger kommen fraglos hochriskante Wetten, machen sie sich das klar, aber eben nicht mehr völliges Roulette wie ohne.

Hier sind rein dokumentarisch die 4 Namen und ihre potentiellen Merger im kommenden Space-Sector. So viele echte Raumfahrtfirmen hat der Sektor noch nicht, da wird das eine willkommene Erweiterung sein.

Dass der Raumfahrt-Sektor *hot* ist, dürfte klar sein und wird auch absehbar so bleiben, das Thema startet gerade erst so richtig.

Ob man da nun etwas macht oder nicht, muss aber jeder selber wissen. Wenn man es tut, sollte man etwas "Gottvertrauen" zur Abwicklung der SPACs haben, denn sich jeweils in den unternehmensrechtlichen Hintergrund einzuarbeiten ist völlig unrealistisch, selbst für mich.

Also wenn sie da etwas machen wollen, dann nur mit Beträgen die man als "Fun-Position" auch verlieren kann ohne schlecht zu Schlafen. Das nur zu Warnung, jetzt die 4 Namen zur Dokumentation:

HOL - Holicity - Raketenbauer ASTRA

-> Homepage Astra <-

SRAC - Stable Road Acquisition - Satelliten Infrastruktur MOMENTUS

-> Homepage Momentus <-

VACQ - Vector Acquisition - Raketenbauer ROCKET LAB

-> Homepage Rocket Lab <-

SFTW - Osprey Technology - Satelliten BLACK SKY

-> Homepage Black Sky <-

Henkel im Spiel ZH2

Der "Henkel" ist weiter im Spiel, so falsch war die Antizipation nicht.

Auch der NASDAQ konsolidiert den Schub gestern seitwärts aus, was noch diffus aber auch nicht schlecht ist:

Warten wir also ab, das Urteil ob ich gestern zu Recht aktiviert wurde oder es doch nur ein Eintages-Pop war steht noch aus - so ist das manchmal.

Wir lesen uns morgen Nachmittag wieder. Machen Sie es gut!

Ihr Hari

*** END OF STREAM ***

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Hari Live Stream 12.05.20



15:25 MEZ - ZH2

Wenn wir auf den Future der letzten Wochen schauen, sehen wir ganz oft Schwäche über Nacht, die dann zur Wallstreet wieder gekauft wird.

Auch diese Nacht war das wieder so, nur haben die Käufer nicht mal bis zur Handelseröffnung gewartet. 😉

Ansonsten gibt es in meinen Augen nichts grundlegend Neues zu kommunizieren, die Grundfragen sind x-fach thematisiert, eingeordnet und unverändert gültig:

15:55 MEZ - ZH5

E.ON hat -> überzeugend geliefert <- und wird mit 3% Plus belohnt.

Ich hatte ihnen schon vor Monaten diese Seitwärtsbewegung gezeigt, der Ausbruch wurde durch Covid abgewürgt, mehr ist aber auch nicht passiert, insofern setzt sich die Bewegung einfach fort.

E.ON betrachte ich wie RWE langfristig für interessant im Sinne eines soliden Investments, Wunderdinge sollte man hier aber nicht erwarten.

16:05 MEZ - ZH3

Die Allianz -> enttäuscht leicht <-, die Folgen des Virus sind doch größer als gedacht.

Das passt aber zu meinem gestern beschriebenen Erleben bei AXA in Sachen Reiserücktritt, es dürften durch Covid doch auf allen Ebenen Versicherungsfälle generiert werden:

Im Schaden-Unfall-Geschäft sank der operative Gewinn um knapp 30 Prozent auf 1,032 Milliarden Euro. "Covid-19 hat die Betriebsbedingungen in unserem Geschäftsbereich Schaden- und Unfallversicherung erschwert", sagte Finanzvorstand Giulio Terzariol. Die Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich um 4,1 Prozentpunkte auf 97,8 Prozent. Die Kennziffer setzt Aufwendungen für Versicherungsbetrieb und -leistungen ins Verhältnis zum Prämienaufkommen. Je niedriger die Quote, desto profitabler arbeitet eine Versicherung.

Das ist aber letztlich nicht tragisch, am Ende sind die Versicherungsgesellschaften da stabil und haben ihr Geschäft im Griff. Das Fragezeichen bei Allianz kommt auch aus einer anderen Ecke, denn die ist mit vielen Übernahmen ja massiv im Asset-Manager Geschäft und insofern direkt von den Kapitalmärkten abhängig. Sollten die noch einmal abschmieren, wird es auch die Allianz deutlich treffen.

Das reine Versicherungspapier ist die Allianz eben nicht mehr, wer das sucht schaut eher bei anderen Versicherungen vorbei.

Das Chart sieht recht gefährlich und nach Abkippen aus, allerdings ist auch vor wenigen Tagen der Dividendenabschlag eingearbeitet, weswegen das Bild etwas ins Negative verzerrt ist:

16:20 MEZ - ZH3

Zur Deutschen Post hatte ich mich ja schon verschiedentlich positiv geäussert, so auch -> hier im Stream vom 27.04.20 um 15:56 MEZ <-

Der erste Ausbruchsversuch aus der Seitwärtskonsolidierung wurde abgewürgt, nun haben wir -> gute Zahlen <- und einen zweiten Versuch, der nun sehr gute Chancen hat, sich nach oben fortzusetzen:

16:40 MEZ - ZH3

Sie wollen mal eine Parabola sehen? Rein anekdotisch will ich ihnen Datadog (DDOG) zeigen.

Ich habe die Bewegung aber auch zu spät und erst kurz vor den Zahlen gesehen und kaufe mich in solche Bewegungen erst nach der nächsten Konsolidierung ein und vor Zahlen schon gar nicht.

Der massive Schub heute ist Folge der -> Zahlen gestern <-:

DDOG war ein IPO des letzten Herbst, ein Grund mehr auch dieses Jahr nach IPOs Ausschau zu halten. Das Kerngeschäft ist das Monitoring einer Cloud-Infrastructure und insofern profitiert DDOG direkt mit dem Boom des Cloud-Geschäfts. Auch Covid lässt das Geschäft weiter boomen, weil eben cloudbasierte Services aller Art boomen und insofern profitiert DDOG indirekt auch vom Virus. Der Schub in dieser Stärke basiert aber vor allem auf überraschend hoher Profitabilität, die durch die Zahlen sichtbar wurde.

Ich habe zu dieser Struktur derzeit keine Meinung, das Risiko eines Rücksetzers ist hoch. Nach dem nächsten Rücksetzer ist die Aktie aber einen Blick wert.

16:55 MEZ - ZH3

Zu den größten Gewinnern des heutigen Tages gehört Vodafone (VOD), die durch einen -> plötzlichen Wachstumsschub <- wie wachgeküsst wirken.

Etwaige Hoffnungen auf eine grundlegende Wende wurden zuletzt immer enttäuscht, aber zumindest möglich erscheint ein Wendegeschehen hier nun zweifelsfrei:

17:15 MEZ

Lesenswert hier von Christian Kirchner zu DWS und Union Investment und wie sie in Wirecard "Investiert" haben:

-> Wie DWS und Union bei Wirecard scheiterten <-

Es geht in dem Artikel weniger um Wirecard, das ist nur der Katalysator der es an den Tag bringt, sondern um den Investmentprozess, den man als Kunde teuer bezahlt.

Und wenn ich solches Geschwurbel zu "nachhaltiger Geldanlage" lese, kann ich mich sowieso vor Lachen kaum noch halten.

„Nachhaltige Geldanlage ist mehr als der Ausschluss von Unternehmen, sondern fußt auf ganzheitlichen Entscheidungen. Bei Union Investment verfolgen wir einen integrierten Ansatz, der nachhaltige mit fundamentalen Gesichtspunkten vereint."

Na das würde ich bei einer Reihe von Unternehmen mal gerne konkret erklärt haben, diese "nachhaltigen" Gesichtspunkte. Ist jetzt zB Genmanipulation "nachhaltig"? Da bin ich echt auf die Argumentation gespannt. 😛

Bei solcher Präzision der Aussage, fällt mir doch gleich Loriot wieder ein:

"Im liberalen Sinne heisst liberal nicht nur liberal"

Diese ganzen "ethischen" Anlage-Konzepte sind in meinen Augen nichts als Augenwischerei, mit der man dumme Anleger ködert, die sich wie in einem Ablaßhandel reinwaschen wollen. Oder mit denen man Macht hinter einer Fassade des "Gutseins" ausübt.

Denn wenn eine Notenbank nur noch nach "nachhaltigen" Gesichtspunkten Anleihen kaufen soll, hat der die Macht, der definiert was "nachhaltig" ist und was nicht. Für objektiv kann man solche Kategorisierungen nämlich nur als Ideologe oder Minderbemittelter halten, sie sind vielmehr primär politischer Natur und dem Zeitgeist geschuldet.

Echte ethische Fragen sind voller moralischer Dilemmata, die sich solchem mechanistischem Denken verschliessen, sondern echte Abwägungen erfordern, die keine klare Antwort besitzen. Wie die Frage nach der Erlaubnis von Sterbehilfe zum Beispiel. Das zeichnet ethische Fragen ja gerade aus, etwas in Gut und Böse teilen kann jedes Kleinkind und hat mit Ethik rein gar nichts zu tun.

17:40 MEZ - ZH3

AbbVie (AABV) bekommt -> positive Analystenkommentare <- und marschiert heute 4% nach oben.

Ich hatte Ihnen ABBV -> letzten Mittwoch um 17:30 MEZ <- empfohlen, als die Allergan-Übernahme endlich abgeschlossen war.

Nun haben wir dieses Chart im Daily und ich bin weiter optimistisch:

17:55 MEZ - ZH3

Ich hatte gerade einen Kommentar im Forum, dessen Antwort ich hier einstelle, weil das für viele wichtig sein könnte.

Ich habe oben ja über die "Parabola" von DDOG gesprochen. Dem wurde der Ausbruch von Fastly (FSLY) gegenüber gestellt und mir ist wichtig klarzumachen, dass das zwei *komplett verschiedene Szenarien* sind!

Hier ist Fastly, das ist *keine* Parabola, das ist ein fast klassischer *erster Volumenschub*, der läuft oft noch lange so weiter, weswegen ich ihnen diese Art von Trade (nicht den konkret) auch immer wieder empfohlen habe.

Eine Parabola ist dagegen eine langsame Steigerung der Steigung, bis es am Ende der Parabola fast nur noch nach oben geht. DDOG hat so etwas, FSLY nicht.

Ich denke der Unterschied ist überdeutlich. Bei DDOG ist der Volumenanstieg *im späteren Verlauf*, wenn alle herein rennen und der Kurs senkrecht steigt. Das erhöht die Risiken eines Reversals zunehmend. DDOG kann zwar durchaus weitersteigen, eine abgeschossene Kanonenkugel tut das auch. Ein baldiger, scharfer Aberkauf durch Gewinnmitnahmen, ist nun aber mit steigender Wahrscheinlichkeit zu erwarten.

Bei FSLY kommt der Volumensschub dagegen *am Anfang*, bei der großen Überraschung, die die Aktie erweckt. Ein komplett anderes Szenario mit einem ungleich besseren CRV, wenn man direkt beim ersten Schub reagiert - was ja bei FSLY auch schon bewiesen wurde.

18:10 MEZ - ZH1

Nichts zu sehen hier! Weitergehen, weitergehen!

Bis Morgen!

Ihr Hari

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Von der europäischen Klima-Gießkanne profitieren



Dieser Artikel richtet sich primär an Investoren und will Ihnen einen für 2020 und darüber hinaus möglicherweise attraktiven Sektor nahebringen.

Es sind die Europäischen Versorger (Utilities)

Ich habe meine Haltung zum Thema Klima zuletzt umfassend -> hier im Dies & Das vom 10.01.20 dargelegt <-. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Aber selbst jemand wie ich, der den menschlichen Beitrag an der Erderwärmung sieht, sich mit der wissenschaftlichen Sicht auf die Dinge beschäftigt und der Meinung ist, dass ein globales Gegensteuern nötig ist, kommt nicht umhin, solche Aktionen wie den vom Europa-Parlament ausgerufenenen "Klimanotstand", als Klamauk oder genauer gesagt reinen Populismus zu brandmarken.

Aber bei reinem Populismus wie dem des Europa-Parlamentes, wird es ja nicht bleiben. Die EU-Kommission will bis 2030 Billionen in den Klimaschutz stecken, was dabei herauskommen wird, können wir uns alle vorstellen, eine gigantische, unproduktive Subventions-Gießkanne, die an alles und jeden etwas verteilt, damit jeder zufrieden ist.

Ich zitiere mal -> aus diesem aktuellen Artikel <-:

Nach dem Kommissionsvorschlag sollen nun grundsätzlich alle Staaten Geld aus dem Fonds für Umschulungen oder die Ansiedlung neuer Unternehmen bekommen. Geld für Kernkraft schließt die Behörde allerdings aus. Profitieren sollen 108 europäische Regionen und 237.000 Beschäftigte in der Kohlebranche, 10.000 im Torfabbau und 6000 in der Gewinnung von Schieferöl.

So "punktgenau" und "zielgerichtet", habe ich mir das ungefähr vorgestellt. 😉 Wenn die echte Mondfahrt in den 60er Jahren vom Fokus so abgelaufen wäre, wären Menschen nie auf dem Mond gelandet. "Ursels Mondfahrt" wird also einfach wieder eine riesige Verteilungsmaschine sein, wenn man den Wind der da gemacht wird, für Stromerzeugung nutzen könnte, wären unsere Energieprobleme wohl gelöst. 😛

Jeder bekommt also etwas ab und damit indirekt auch die Versorger und zwar massiv. Denn natürlich sind die Gelder nur dann sinnvoll zu investieren, wenn diese in bestehende Versorger oder Infrastruktur-Anbieter fliessen können. Und diese dürften neben der "Umwelt-Industrie", zu den großen Gewinnern eines solchen EU-Programmes gehören.

Nehmen wir beispielsweise "Ausgleichszahlungen" die an Kohlekumpel gezahlt werden, die nehmen dann einfach den Druck von RWE und Co. bei den Verhandlungen mit den Gewerkschaften. Und viele der Versorger Europas haben doch schon längst aktive Töchter im Bereich der erneuerbaren Energien und werden direkt profitieren.

Die Versorger Europas wurden gerade in Deutschland lange von der Politik gequält und unter Druck gesetzt, diese Phase liegt aber nun hinter ihnen. Wenn die Politik ernsthaft etwas beim Klimathema bewegen will, kommt sie um die Zusammenarbeit mit den Versorgern nicht herum und das bedeutet letztlich, dass der warme Regen von "Ursels Mondfahrt" auch bei den Versorgern direkt oder indirekt ankommen wird.

Selbst ein Blackout in einer großen industriellen Region Europas, würde den Versorgern nun eher helfen, weil damit die Bedeutung einer stabilen Stromversorgung deutlich würde und die Strom-Preise steigen würden.

Nun gibt es viele gute Gründe, sich über diese Subventionsorgien mit der Schrotflinte aufzuregen, das ist alles "weisse Salbe" für ein Thema, das eine ganz andere, viel grundlegendere, globale Herangehensweise bräuchte. Zu dem Thema ist -> ein Video eines Talks mit Bill Gates ganz interessant <-, auf das uns "Miraculli" -> hier in Post 3 <- aufmerksam gemacht hat. Bill Gates denkt auf jedenfall in globalen Maßstäben und hat einen ebensolchen Blick, was man wahrlich nicht von jedermann behaupten kann.

Aber das soll alles hier nicht Thema sein, wir als Anleger nehmen diese Dinge ergeben hin und bemühen uns, daraus einen Vorteil zu ziehen. Als Anleger ist genau das unsere Aufgabe und da ist so ein riesiges Programm ganz eindeutig eine Chance, zumal wir eine naheliegende Vermutung haben können, welcher Sektor in Europa davon besonders profitieren wird.

Nun ist es da ja eine wunderbare Fügung, dass uns mit dem -> iShares STOXX Europa 600 Utilities (EXH9) <- ein wunderbares Anlagevehikel für diesen europäischen Versorger-Sektor geliefert liefert.

Und schon im November letzten Jahres im -> Sektor ETF Review Europa <- habe ich Sie auf dieses attraktive Langfristchart aufmerksam gemacht, auf das übrigens eine Ausschüttungsrendite von 3,5% noch oben darauf kommt:

Auch ohne das Wissen um die Pläne der EU-Kommission, könnte das also ein attraktiver Sektor als Investment für 2020 und darüber hinaus sein. Dazu kommen dann noch alle Anbieter von Infrastruktur im Bereich Energie.

Mit dem Wissen um diese Pläne, wird der Sektor erst recht attraktiv, denn ohne und gegen diese oft staatsnahen Firmen, kann die EU ihre Pläne gar nicht auf die Straße bringen.

Womit meine Argumentation auch schon auf dem Tisch liegt, so einfach ist das manchmal.

Eine Argumentation, die man natürlich auch aus Sicht von Einzelaktien führen kann. Wir haben im ETF sehr starke Aktien, die schon früh bei den Eneuerbaren Energien aktiv waren wie Iberdrola. Wir haben aber auch stark verprügelte Aktien, die durch Umstrukturierungen jetzt erst langsam aus einem Jammertal heraus kommen, dafür aber auch noch besonderes Aufholpotential haben.

Hier sind einfach 5 Beispiele der Art von Aktien und Charts, die sich im Sektor finden. Es sind bekannte, große Namen und keine Positiv-Auswahl der "Besten", es soll nur zeigen, mit welchen langfristigen Chartstrukturen wir es im Sektor zu tun haben:

Da viele dieser Aktien recht hohe Dividenden ausschütten und aus Ländern wie Spanien, Italien oder Frankreich kommen, wo die Rückerstattung der Quellensteuer für uns eine Qual ist, erscheint mir in diesem Fall der ETF sowieso als die bessere Wahl für Investoren. Das zumal die Argumentation ja für ganz Europa gilt.

Fazit:

Eine recht einfache Logik, weisst auf eine langfristige Investment-Chance bei europäischen Utilities und Infrastruktur-Anbietern im Bereich Erneuerbare Energien hin. Nur weil die Logik einfach ist, muss sie ja aber nicht schlecht sein.

Einschränkend muss daran erinnert werden, dass der Sektor natürlich auch im negativen Sinne ein "politischer Sektor" ist, in dem die Firmen ohne Wohlwollen der Politik nicht erfolgreich sein können.

Was mich aber nun recht optimistisch macht ist, dass diese Firmen zumindest in Deutschland ihre Krise mit dem Staat in Sachen "Energiewende" schon hinter sich haben. Ich bezweifele ganz generell, dass die Staaten die Investitionslust dieser Unternehmen erneut dämpfen wollen, denn ohne diese Firmen, kann man die Billionen gleich einstampfen - Strom kommt eben nicht aus der Steckdose.

Jetzt wird es in der zweiten Reihe ja noch jede Menge Firmen geben, die von den Subventionen potentiell besonders profitieren könnten. Kleinere, auf Clean Energy spezialisierte Versorger zum Beispiel, aber auch Infrastruktur-Anbieter zum Beispiel, wie die österreichische Andritz, die -> stark im Bereich Wasserkraft <- ist.

Es wäre schön, wenn wir in diesem Thread davon noch ein paar Ideen sammeln könnten.

Ihr Hari

Hari Live Stream 17.12.19



15:20 MEZ

Die Märkte haben leicht korrigiert leicht, besonders in Europa, während davon in den US nicht viel zu merken ist.

Auslöser dürfte Boris Johnson sein, der mit einem Gesetz die Übergangsfrist auf Ende 2020 begrenzen will.

Die Reaktion der Märkte und des Pfundes ist wenig überraschend negativ, denn die Märkte wollen keinen ungeordneten Brexit, gegen einen geordneten, weichen Brexit mit langen Übergangsfristen, haben sie dagegen nichts.

Man sieht die Reaktion schön im UK Dividend ETF IQQD, den ich ja schon thematisiert hatte:

Was treibt Johnson dazu? Vermutlich reine Verhandlungstaktik, er glaubt davon profitieren zu können, wenn der Druck auf alle Beteiligten hoch bleibt. Auch auf die EU, die keineswegs so gelassen da sitzt, wie sie tut, denn die EU hat auch einiges zu verlieren, wenn da eine UK vor der Haustüre wäre, die aggressiv die Politik der EU unterläuft.

All zu viel würde ich dem nicht beimessen, denn Gesetz hin oder her, wenn es Ende des Jahres eng wird und es Johnson nützt, werden Gesetze halt wieder geändert - solche Schachzüge beherrscht er aus dem EffEff.

Insofern zeigt der Vorgang nur, dass uns Risiken um den Brexit erhalten bleiben, das könnte aber nur die überraschen, die völlig naiv dachten, mit der Abstimmung sei alles erledigt.

In den US Futures herrscht wenig Bewegung und insofern gibt es nichts Neues:

15:40 MEZ - ZH5

Die Investoren unter uns, will ich an diese langfristige Struktur von E.ON erinnern. Die Aktie zeigt Stärke und es könnte sein, dass die Box bald nach oben aufgelöst wird:

Hinter dem Spezialthema E.ON, steht sowieso viel grundsätzlicher das generelle Thema von "Ursels Mondfahrt", konkret will die EU-Kommission ja bis 2030 -> 3 Billionen Euro in den Klimaschutz fliessen lassen <-, was dabei herauskommen wird, können wir uns alle vorstellen, eine gigantische, unproduktive Subventions-Giesskanne.

Für die Versorger sind das gute Zeiten, denn bei allem Versorger-Bashing, kann die Politik das ohne deren Unterstützung gar nicht umsetzen. RWE, E.ON und viele andere Utilities in Europa, wird also im kommenden Jahr eher der politische Wind in die Segel blasen und der kluge Markt, beginnt das schon einzupreisen.

Ganz egal wie man zu "Ursels Mondfahrt" steht, für uns Anleger ist es eine Chance. Ich werde das Thema im neuen Jahr ausführlicher beleuchten, hier und heute seí nur der deutliche Hinweis auf E.ON vermerkt.

15:58 MEZ - ZH3

Krones (KRN) sieht weiter gut aus. Achten Sie auf diese herrliche Konsolidierungsstruktur unter der 200-Tage-Linie, die das nun folgende Geschehen schon indiziert hat.

Das sind Konsolidierungen, wie wir sie sehen wollen und bei denen man dann auch mal antizipativ etwas versuchen kann, statt rein reaktiv:

16:02 MEZ - ZH1

Ansonsten heute bisher ein extrem heterogenes Bild, ohne klare Richtung:

Netflix (NFLX) fällt auf, da gibt es heute Lebenszeichen:

16:45 MEZ - ZH3 - ZH5

Übrigens, als Nachtrag noch zu Ursels Mondfahrt, die ist im Sektor, hier dargestellt als -> iShares STOXX Europa 600 Utilities (EXH9) <-, schon im Gange. We have Lift Off!

Und hier die ganz langfristige Sicht, die Sie schon aus dem Video -> Sektor ETF Review Europa <- kennen. Auch das sieht recht lecker aus:

Also liebe Investoren, am Markt soll zum Einstieg zwar nicht geläutet werden, ich kann mich des Eindrucks aber nicht erwehren, als ob es der Markt hier doch tut.

17:05 MEZ - ZH3

Da wir schon über Utilities reden, habe ich bei The Southern Company (SO) aus den US eine schöne Struktur für Sie. SO ist mit 60 Milliarden MarketCap kein Gigant, aber doch ein bedeutendes, großes Electric Utility:

Auslöser ist hier wohl eine -> Analysten-Notiz <-, aber das ist sekundär, weil eine Analysten-Notiz bewegt einen Kurs *nur dann* derart massiv, wenn er dafür schon bereit ist und nur einen Katalysator sucht.

Schön zu sehen ist hier, was Aktien gerne am Ende von Konsolidierungen machen, sie täuschen nämlich einmal auf der Gegenseite an, durchlaufen die bisherigen Konsolidierungstiefs, räumen die Stops ab und haben dann die Energie für einen Schub gesammelt.

Ich bin bei so Strukturen mit engen Stops im System daher sehr vorsichtig und wenn, muss man solche Varianten von vorne herein einberechnen.

17:20 MEZ - ZH4

Euro, oh mein Euro. Ist das nun ein Ausbruch und eine Wende?

Ich würde im Gegensatz zu manchen Kommentatoren, die schrägen Trendlinien zu viel Bedeutung beimessen, noch keinen Vollzug vermelden. Noch kann das wie im September 18 und Juni 19 ausgehen.

Aber eindeutig war die Chance seit Jahren nicht mehr so gut, wie jetzt.

Auch für Investoren ist das Thema, in unseren Euro-Depots mit dem Schwerpunkt US Aktien, hat in den letzten Jahren auch der starke Dollar geholfen. Sollte sich das in 2020 umdrehen - was nun zumindest eine Möglichkeit ist - wäre der Gedanke an entsprechende Währungs-Anpassungen bzw Hedges durchaus sinnvoll.

17:55 MEZ - ZH4

Nettes, mittelfristiges Setup beim Waldbesitzer und Holzspezialisten Weyerhaeuser (WY). Der Häuser-Markt in den US ist auf einem positiven Pfad und da typische US-Häuser aus Holz und nicht aus Stein sind, besteht hier eine direkte Korrelation:

18:05 MEZ - ZH1

Hin und her, aber *keine* Schwäche. Das ist alles was man zum heutigen Tag wissen muss. Da es weder eine Charakteränderung, noch bevorstehende, besondere Ereígnisse gibt, können wir es damit auch bewenden lassen.

Eine leichte Konsolidierung jetzt, würde wohl den Boden für eine Weihnachtsrally legen. Aber selbst die ist nicht zu sehen, so stark ist der Markt.

Wir lesen uns morgen zum Stream wieder, der morgen etwas später gegen 16 Uhr MEZ beginnt.

Ich wünsche einen schönen Abend!

Ihr Hari

*** END OF STREAM ***

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Hari Live Stream 29.11.19



15:25 MEZ - ZH2

Bevor ich den Stream starte, möchte ich noch einmal an die laufende -> Herbst-Umfrage <- erinnern. Je mehr dort teilnehmen, desto aussagekräftiger das Ergebnis. Gerade einmal 5 Klicks, sollten doch zu schaffen sein, oder? 😉 Vielen Dank!

Heute ist in den US "Black Friday" und an der Wallstreet verkürzter Handel bis 1pm EST (19:00 MEZ).

Typischerweise haben diese Tage einen positiven Ton, ohne das viel passiert und so sieht das heute bisher auch danach aus.

Anfang kommender Woche haben wir dann eine etwas erhöhte Retracement-"Gefahr", die diese Projektion zu visualisieren versucht:

15:40 MEZ

Das "Problem" das selbst die Bullen wie ich nun haben, bringt James DePorre -> hier <- auf den Punkt.

Statt die Worte selber zu schreiben, kann ich ihn da sprechen lassen:

The recent series of new highs and the endless focus on a trade deal has set up market conditions where nearly everyone is looking for some sort of pullback or corrective action to begin soon. The S&P 500 has not had any meaningful selling since October 8 -- and by any measure is overdue.

The market headlines tend to overlook the fact that not even the bulls want the market to go straight up without a pause. That is good for buy-and-hold investors that are already fully long, but for those bulls, with a more strategic approach, it is nearly impossible to put money to work when the indices are acting in this matter. There are no lower-risk entry points. If you are truly a bull, you understand and embrace the idea that some market downside at this point would be healthy and productive.

When both bulls and bears are hoping for some sort of corrective action, it is typical for the market to be uncooperative. Both sides grow worried that the pullback will not come and they take actions, such as covering shorts or chasing strength, that help the uptrend to continue.

15:45 - ZH3

E.ON hatte ich -> vorgestern im Stream um 17:40 MEZ <- und das wegen seiner schönen, rhythmischen Struktur von Schub - Konsolidierung - Schub.

Heute nun -> wird die Prognose erhöht <- und die Aktie vollzieht einen markanten Schub von aktuell 3,5%. Irgendwie hat es der Markt mal wieder geahnt .....

16:15 MEZ - ZH4

Wie erwartet dümpelt es heute nur so vor sich hin. Alle sind auf der Suche nach Black Friday Rabatten oder haben so einen vollen Wanst, dass sie es nicht vor den Bildschirm schaffen. 😉

Da muss ich doch mal eine Idee für die ganz sicherheitsbewussten Investoren unter Ihnen hervor kramen.

Aber eine Bedingung gibt es, Sie sollten davon überzeugt sein, dass der Brexit im Sinne der Johnson-Vereinbarung nun stattfindet und Johnson die Wahl klar gewinnt.

Ich gehe davon schon länger aus und hatte schon vor Wochen geschrieben, dass nach meinem Eindruck die Briten in Mehrheit nun die Nase voll haben und die Spielchen im Parlament schon nicht mehr goutiert haben, weil der Deal mit der EU in Summe das Beste ist, was es für UK nun gibt. Eine Verhinderung des Brexit durch eine knappe Mehrheit, würde das Land nach meinem Eindruck nun eher zerreissen, als ihm helfen.

Nun scheinen -> aktuelle Umfragen das deutlich zu bestätigen <-

Weiter sollten Sie wie ich die Erwartung haben, dass die Briten mit diesem Deal eine gute Zukunft haben und sollten nicht zu denen gehören, die die Briten ohne die EU für dem Untergang geweiht halten. Denn letztlich investieren Sie mit dem folgenden ETF in die Zukunft britischer Unternehmen.

Wenn diese beiden Voraussetzungen gegeben sind und Sie mit einem hohen Sicherheitsbedürfnis langfristig anlegen wollen, dann schauen Sie nun mal auf den ETF -> iShares UK Dividend (IQQD, A0HGV6) <-

Der ETF ist in UK breit aufgestellt, nicht nur im FTSE 100 sondern auch in der zweiten Reihe - 56 Unternehmen gehören dazu.

Weiter liefert der ETF derzeit 6,6% Ausschüttungsrendite, das ist doch aller Ehren wert.

Und hier ist die langfristige Ausgangslage im Chart aus Eurosicht. Das Volumen ist (weil hier Xetra) nur bedingt aussagekräftig, trotzdem fallen die Spitzen in der letzten Zeit auf, da scheint in Deutschland noch jemand solche Gedanken zu haben. 😉

16:50 MEZ - ZH3

Auf die neue Stärke bei Everbridge (EVBG) hatte ich zuletzt im -> Stream vom 11.11.19 17:15 MEZ <- hingewiesen, ich kopiere den Chart mit Kommentar mal herein:

Für Techniker bahnt sich hier bei Everbridge (EVBG) vielleicht ein ganz ähnliches Szenario an, wie ich es oben bei Tesla beschrieben habe.

Wir hatten GapUp und Schub unter Volumen, dann eine Konsolidierung unter fallendem Volumen. Und jetzt?

Nun sieht das Chart 2 Wochen später und gut 10% höher so aus und was wir hier in den letzten 2 Wochen gesehen haben, war eine Art "Hochschmelzen" in einem Aufwärtskanal.

Die Erfahrung sagt, dass dieses "Hochschmelzen" sehr bullisch ist und sich eher in einem erneuten Schub auflöst, als in einem Einbruch. Ich bin gespannt, ob es dazu kommt:

17:20 MEZ - ZH3

Was macht Gold? Nun, so langsam entsteht der Eindruck, als ob das Edelmetall die Unterstützung um die orangene Linie herum doch halten könnte. Hier *könnte* - konjunktiv - sich gerade etwas nach oben anbahnen.

Es ist noch mehr Instikt, als wirklich begründbar, aber ich denke man sieht was ich meine:

Ich nehme von nun an das alte Dreieck und die Projektion mal heraus, die ja am Ende so nicht funktioniert hat. Dann kann man die jetzige Struktur nämlich auch ungefähr so interpretieren:

17:50 MEZ - ZH3

Passend zu der Chance, dass Gold hier einen Boden findet, haben sich viele der Gold- oder Silberminen sehr konstruktive Chartformationen erhalten, die durchaus attraktiv aussehen.

Hier sind mit Agnico Eagle Mines (AEM), Pan American Silver (PAAS) und Hecla Minung (HL) drei Beispiele:

18:00 MEZ - ZH1

Ich schliesse damit den Tag und die Woche, am Sonntag ist 1. Dezember und die Weihnachtskalender hängen an der Wand. 😉

Dass wir heute zunehmende leichte Schwäche sehen, ist keineswegs überraschend. Jeder weiss, dass der Markt korrekturreif ist und jeder weiss, dass Anfang kommender Woche statistisch nicht den besten Trackrecord hat.

So werden einige vor dem Wochenende einfach ein paar Gewinne mitnehmen, mehr würde ich da nicht hinein interpretieren:

Am Montag haben wir dann die Daten vom Black Friday vorliegen, das wird sich sicher auf den Retail-Sektor auswirken. Der Markt beginnt dann langsam zur FED am 11.12. und EZB am 12.12. zu schauen, in beiden Fällen sind aber keine Überraschungen zu erwarten.

Was die FED angeht, -> erwartet der Markt keine Senkung mehr <-, womit Enttäuschungspotential kaum vorhanden ist. Eine Zinserhöhung sehe ich realistisch nicht.

Und bei der EZB hat Lagarde ihre erste Pressekonferenz, das wird für Beschnuppern und warme Worte sorgen, aber kaum für Substantielles.

Aus Sicht des Blog läuft die kommende Woche ganz normal, ohne Besonderheiten. Wir beginnen in der Woche unser gemeinsames Projekt für die Mitglieder-Depots 2020.

Nun wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende! Machen Sie es gut!

Ihr Hari

*** END OF STREAM ***

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Hari Live Stream 27.11.19



15:45 MEZ - ZH2

Gäääähn! Soll ich heute wirklich einen Stream machen?

Ich weiss, das ist eine etwas rhetorische Frage, aber mit gefühlt wahrem Kern, denn mir ist wirklich nach Gäääähn!

Es ändert sich wenig und wird sich bis Freitag wohl wenig ändern. Am Freitag ist an der Wallstreet verkürzter Handel, der statistisch in der Regel einen neutral bis positiven Ton hat. Der morgige Donnerstag ist ja Feiertag, an dem diverse Truthahn-Leben plötzlich enden werden.

Sicher gibt es immer mal wieder die eine oder andere "heisse" Aktie, aber wer jetzt noch nicht im Markt ist und immer noch wartet, der wird es auch in einer Woche nicht sein und muss in einem anderen Blog mitgelesen haben, als bei Mr-Market.

Ich bin auf jeden Fall drin, insofern gibt es für mich von wenigen Ausnahmen abgesehen nun nichts anderes zu tun, als meine Trading-Positionen zu "babysitten" und meine Investments fröhlich laufen zu lassen.

Wenn Sie mich fragen, wie das weiter geht, wäre mein Tippp ein erneuter kleiner Dip Anfang nächster Woche, also so einen Verlauf:

Also, was soll ich heute dazu noch sagen? Gääääähn! 😀

15:55 MEZ - ZH3 - ZH4

Deere (DE) hat heute -> enttäuschende Zahlen geliefert <- und leidet nach eigenen Angaben immer noch unter den Handelszöllen. Auch der Ausblick ist wenig rosig.

Die anderen Hälfte des Problems ist aber schlechtes Wetter in den US und insofern darf Deere nun gerne noch ein wenig fallen und dann bin ich wieder sehr interessiert, denn beide Belastungsfaktoren werden irgendwann weg gehen.

16:40 MEZ - ZH3 - ZH5

Autodesk (ADSK) hatte gestern auch gute Zahlen, der -> Ausblick ist aber durchwachsen <-

Vom Chart her stösst die Aktie nun an den Deckel, ob der aber mit dem Ausblick ohne kurzen Rücksetzer schnell überwunden werden kann, erscheint fraglich.

17:00 MEZ - ZH4

Wenn man unbedingt auf Suche nach Dividende in den schwer angeschlagenen Tabakwerten sein will, ist British American Tobacco (BATS) wohl einer der besseren Werte. Und 7% Dividende sind ja auch ein Wort.

Das bestätigt auch die Tatsache, dass die Aktie nun -> trotz gesenktem Umsatzausblick steigt <-. Da ist also schon so viel Negatives im Kurs, dass die Zahlen positiv waren.

Für das Chart impliziert das einen baldigen Bruch dieser Konsolidierung nach oben:

17:20 MEZ - ZH3

Für viele Neueinsteiger ist es vermutlich die schwerste Hürde hier zu lernen und zu akzeptieren, dass wenn man nur der Price-Action folgt, man früh genug alle wesentlichen Bewegungen bemerken kann. Von völlig unerwarteten Flash-Crash-Szenarien und Überraschungen bei den Zahlen abgesehen, gibt es also kaum "überraschende" Bewegungen, das kündigt sich meistens an, man muss nur Augen haben das wahrzunehmen.

Auch die ganze Logik der medialen "Prognosiritis" beruht ja auf diesem Zerrbild, nach dem man vorher herumraten muss, um später in keinen Crash zu kommen. Das ist völliger Quatsch, der Crash ist immer das Ergebnis von voran gegangenen, deutlich merkbaren Schwächephasen - es gibt also mehr als genug Gelegenheit die Party zu verlassen, wenn man nur genau aufpasst, ob die Musik noch sauber spielt oder schon den Rhythmus verliert.

Wie das funktioniert, habe ich Ihnen nun auch wieder bei Amazon (AMZN) vorgeführt. Vor zwei Tagen habe ich -> im Stream vom 25.11. um 17:05 MEZ <- bei Amazon an der Trendlinie geschrieben:

Wer sich für Amazon (AMZN) interessiert, für den wird es jetzt interessant. Lange hat die Aktie leblos gedümpelt, um so wichtiger ist das Leben, das nun in die Aktie kommt:

Noch ist nichts passiert, aber ein Auge kann man nun darauf haben.

Gestern habe ich -> im Stream vom 26.11. um 16:20 MEZ <- wie folgt nachgesetzt:

.... ist es bei Amazon vielleicht der Beginn einer neuen Aufwärtsbewegung. Dafür müsste nun die naheliegende 200-Tage-Linie überwunden werden, dann sollte sich Momentum nach oben entfalten:

Und heute passiert genau das:

Beim Fussball ist es doch auch nicht anders, ein geübtes Auge sieht Entwicklungen im Spiel, die Gelegenheitsgucker nicht bemerken. Und auch in der Markttechnik kann man sich anbahnende Bewegungen erkennen, wenn man das Auge dafür entwickelt.

Nur darf man nicht die Erwartung von Sicherheit und Präzision dabei haben, denn auch wenn man ganz richtig gesehen hat, dass sich etwas anbahnt, kann doch ein neue Nachricht alles auf den Kopf stellen.

Beim Fußball ist es die Mannschaft, die angeführt von einem Spielmacher sichtbar das Spiel im Mittelfeld dominiert und den Gegner in den eigenen Strafraum drückt. Dann vertritt sich dieser Spielmacher den Fuß oder wird gefoult, muss vom Feld und alles ist plötzlich anders. Deswegen war die Beobachtung vorher aber trotzdem richtig und wichtig.

Wenn man so an den Markt heran geht und genau das Spiel auf dem Platz beobachtet, kann man von einem Crash ala 2008 nicht überrascht werden. Und dann braucht man sich auch nicht an den sinnlosen Ratespielen beteiligen und braucht nicht jahrelang den Markt bekämpfen, mit verheerenden Folgen für das Depot.

17:40 MEZ - ZH5 - ZH3

E.ON ist - wie ich Ihnen schon im Video gezeigt habe - übergeordnet und langfristig in einer großen Konsolidierungsbox, die die Chance auf eine grundlegende Richtungsänderung aufbaut:

Mittelfristig sieht das aber schon ziemlich gut aus, wie die Aktie unter gutem Volumen nun immer wieder schiebt, konsolidiert und wieder schiebt. So auch jetzt:

17:54 MEZ - ZH3

Sehr stark heute auch wieder Micron (MU), in welche Richtung sich diese Formation mit Präferenz auflöst, ist wohl offensichtlich, oder?

18:00 MEZ - ZH1

So liebe Mitglieder, das wars für heute. An der Wallstreet ist auch bald Schluss. (Nachträgliche Anmerkung: Es ist heute doch voller Handel, viel passieren wird aber nicht mehr).

Der Markt ist wie erwartet, latent positiv, ohne Überraschungen:

Anfang kommender Woche wird das Risiko deutlich erhöht sein, dass wir doch mal in ein Retracement laufen, aber eher nicht heute und auch nicht am Freitag.

Morgen ist dann Thanksgiving und die Wallstreet hat geschlossen, von mir gibt es daher auch keinen Stream. Am morgigen Vormittag, stelle ich dann eine Herbstumfrage ein. Ich würde mich über zahlreiche Teilnahme freuen.

Am Freitag kommt kein Morgenartikel, es wurde diese Woche schon genug geschrieben. Ich würde mich über Diskussion und Kommentare zu manch Substantiellem freuen, das ich Ihnen diese Woche geschrieben habe.

Am Freitag Nachmittag begleitet ein Stream dann ganz normal den verkürzten Handel am "Black Friday".

ich wünsche einen schönen Abend!

Ihr Hari

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Katalysator



Guten Morgen!

Gestern haben wir wieder erleben könnnen, wie dieser von algorithmischem Handel dominierte Markt funktioniert. Denn der war auf bestem Wege, einen positiven Tag hinzulegen und begann gerade aus einer vorangegangenen Seitwärtsbewegung zu steigen.

Und dann kam Trump mit seiner Ankündigung, heute um 20:00 MEZ seine Entscheidung in Sachen Iran-Atomabkommen bekannt zu geben. Und der Markt dreht auf dem Fuße.

War es überraschend, dass die Entscheidung kommt? Nein, kein bischen.

Steckte in der Ankündigung irgendeine vesteckte, neue Information? Nein, kein bischen.

Erwartet der Markt etwas anderes als dass Trump das Abkommen aufkündigt? Nein, kein bischen. Der Ölpreis legt davon Zeugnis ab. Sollte Trump heute *nicht* aufkündigen, wird der Ölpreis ab 20 Uhr markant fallen.

Gab es also irgend einen objektiven Grund, aufgrund dieser Ankündigung der Uhrzeit ein einziges Unternehmen anders zu bewerten? Nein, kein bischen.

Aber das hat der Markt gemacht:

Wir sehen daran wieder wie im Brennglas, was ich schon oft gesagt habe. Der algorithmische Handel reagiert weniger auf den Inhalt von Nachrichten, er benutzt eher Nachrichten als Katalysator, um die Richtung zu wechseln.

Das ist auch mit ein Grund, warum letztes Jahr jede schlechte Nachricht gekauft wurde und es ist jetzt wieder Grund, dass eine Nicht-Nachricht zu so einer Bewegung führt. Es ist wie bei der Büffelherde. Das Leittier ändert die Richtung, vielleicht nur weil es von einer Biene gestochen wurde oder weil es plötzlich eine Idee hat, woanders zu grasen. Und alle rennen hinterher.

Logik muss man dahinter nicht suchen, es ist wie es ist. Das ist der Markt mit dem wir es aktuell zu tun haben - süchtig nach Katalysatoren.

Im mittelfristigen Bild, haben wir damit weiter diese Situation, deren Ausgang offen ist und mehr gibt es dazu nicht zu sagen:

Neben Trumps Ankündigung, haben wir heute vor US Handelsstart Quartalszahlen von:

Axel Springer, Adecco, Beiersdorf, Continental, Deutsche Post, E.ON, Elmos, Energen (EGN), Evonik, Gartner (IT), Hain Celestial (HAIN), Henry Schein (HSIC), Intercept (ICPT), Lafarge Holcim, Münchener Rück, Myriad Genetics (MYGN), Petrobras (PBR), Plug Power (PLUG), Sangamo Therapeutics (SGMO), Schaeffler, SGL Carbon, Swiss Life, Symrise, Uniper, Valeant Pharma (VRX), Zalando

Beiersdorf -> bestätigt die Prognosen <- und hat nun eine gar nicht so schlecht aussehende Chartstruktur:

Continental -> hat die schon angekündigten, harzigen Zahlen geliefert <-. Da nichts weiteres, negatives nachkam, reagiert der Markt aber positiv und das sieht weiter ganz gut aus:

Die Deutsche Post -> bestätigt die Prognose <-, was die Chancen, dass das hier ein Boden ist der sich ausbildet, leicht erhöht:

E.ON hatte ich im Video vom Chart her ja als aussichtsreich charakterisiert, weil der Markt schon etwas zu ahnen schien. So ist es gekommen, E.ON -> liefert starke Zahlen <- und eröffnet heute wieder positiv:

Lafarge Holcim -> enttäuscht mal wieder <-, da hat der Laden ja echt Übung damit. 😉

Axel Springer und Münchner Rück notieren nach Zahlen kaum verändert.

Im Saldo ein durchwachsenes Bild, das dem Markt aus sich heraus keine Richtung geben kann. Der DAX sieht aber auch für sich alleine positiv aus, Schwäche ist nicht zu erkennen:

Und das Risiko des Tages liegt auf dem Ölmarkt, falls Trump das Atom-Abkommen überraschend bestehen lassen sollte, dürfte Öl abknicken.

Ich wünsche einen schönen Tag! Es ist hier in Südbayern der letzte strahlende Tag einer nun längeren Reihe, bevor am Donnerstag eine Front durchzieht und sich dann unbeständigeres Wetter anschließt.

Für unsere Mr-Market Bergwanderung die am Freitag steigt, ist das ein wenig Pech. Die letzten Wochen wäre fast jeder Tag sehr gut gegangen, teilweise mit Traumwetter wie heute. Genau am Tag vorher wird es aber unbeständig mit Regen. Aber wir werden so oder so einen schönen Tag haben, das Ziel ist im Zweifel zweitrangig, auf die Zeit miteinander kommt es an.

Ihr Hari

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Ruhiger Tag?



Guten Morgen!

Es sieht so aus, als ob wir einen eher ereignisarmen Tag vor uns haben, an dem ich mich kurz fassen kann. Hauptereignis werden wohl die US Verbraucherpreise (= Inflationsdaten) um 13:30 Uhr MEZ sein.

Der DAX dümpelt vor sich hin, nach oben dürfte aber diese Woche wie schon gestern gesagt bei ca. 12.600 spätestens Schluß sein, eher früher.

Wir sehen aber auch diese schöne Kette von immer höheren Tiefs, insofern ist die Absicherung nach unten recht einfach, sobald ein letztes Tief - hier zuletzt gestern bei 12.361 - unterschritten wird, muss man wieder vorsichtig werden.

Gestern habe ich im Forum eine wichtige Information zu Donald Trumps möglichem Wirtschaftsberater Larry Kudlow geteilt, bitte schauen Sie da mal rein: -> Larry Kudlow - Trumps neuer Wirtschaftsberater? <-

Dass diese Themen wichtig sind, sehen wir auch wieder an der heutigen Nachricht, dass Trump die Übernahme von Qualcomm (QCOM) durch AVGO/Broadcom -> aus Gründen der nationalen Sicherheit verboten hat <-.

Jetzt kann man länglich darüber diskutieren, ob das sachlich wirklich nötig ist, es ist aufgrund der Fragezeichen um den Inhaber von AVGO und den Standort Singapur auf jeden Fall eine nicht völlig irrationale Entscheidung. Genau an diesen Nahtstellen, kommen aber eben die Personen und ihre Denkstrukturen ins Spiel und es macht bei so Entscheidungen einen großen Unterschied ob Trump auf die eine oder andere Art und Weise "gebrieft" wird. Insofern ist die Entscheidung für den neuen Wirtschaftsberater von Trump von hoher Bedeutung, gerade für Deutschland.

Zurück zu Qualcomm, der Markt hat es schon geahnt, zumindest hat er die Fragezeichen hinter der Fusion gesehen, weswegen Qualcomm nie richtig über die 70 USD gekommen ist:

Wer jetzt noch bei QCOM drin ist, muss deswegen keine Panik schieben. Das Unternehmen scheint auf den aktuellen Niveaus sauber bewertet und hat - wenn die NXP Übernahme verdaut ist - auch weiteres Potential aus eigener Kraft. Und eine Übernahme ist keineswegs völlig vom Tisch, vielleicht versucht es ja Intel oder wer auch immer. Auch ein Interesse von Intel AVGO/Broadcom wieder zu übernehmen wird im Markt kolportiert, im Sektor ist sowieso das große Fressen und gefressen-werden im Gange.

Wir erleben am Vorgang aber erneut, dass auch Übernahmeangebote mit Risiken versehen sind, weswegen ich erneut bestätige, dass ich den Deal RWE - E.ON auch so werte, dass man bei RWE die schönen Gewinne nun mitnimmt und den weiteren Verlauf von der Seite betrachtet.

Denn kurzfristig macht diese Entflechtung richtig Sinn, mittelfristig stellen sich für die Konzerne dann aber wieder Monopolfragen die eine Entwicklung dämpfen werden. Wenn mit RWE dann faktisch nur noch ein relevanter Grundversorger in Deutschland existiert, wird der staatliche Einfluß dadurch - zu Recht - keineswegs kleiner werden.

Wobei ich von beiden E.ON eigentlich kritischer sehe. E.ON will nun der Netzmonopolist sein, hmmm. Mir fehlt irgendwie das innere Bild wie daraus ein wachstumsstarkes Geschäft werden soll, denn der Druck der staatlichen Regulierung muss und wird auf die Netze noch stärker sein. Erzeugten Strom kann man zur Not auch aus dem Ausland zukaufen, die Netze aber in der Hand eines Quasi-Monopolisten macht diesen faktisch zu einem Staatsunternehmen mit allen Nachteilen für Aktionäre.

Schauen Sie mal hier das gruselige, langfristige Chartbild von E.ON der letzten 10 Jahre, Erfolg sieht irgendwie anders aus, oder?

Das Positivste was man sagen kann ist noch, dass die Neigung des Absturzes nachlässt. Naja, je näher man der Nulllinie kommt, muss das ja rein mathematisch auch so sein. 😉

Im September 2015 habe ich RWE und E.ON bei damals 9€ als -> Dead Money <- bezeichnet, wird sind nun immer noch bei ca. 9€, waren zwischenzeitlich aber schon bei 6€ und ich habe keinen Grund diese Einschätzung nach dem Deal aufzugeben. Mein Investment-Depot braucht solche Aktien nicht. Wachstum ist, was ich suche und bei E.ON wie RWE wird man da nicht fündig. Trades wie bei RWE kann man mit so Aktien machen, ein Investment sind sie für mich nicht, ganz egal wie hoch die Dividende ist.

Damit lasse ich es heute früh auch gut sein, will aber noch einen eher lustigen Blick auf den MDAX werfen, der ja eigentlich das bessere Abbild des deutschen Börsengeschehens ist als der DAX:

Jetzt sagen Sie mir mal, was das ist. 😉 Für mich ein großes Durcheinander und damit durchaus symptomatisch, denn hier sehen wir, dass der Markt schlicht nicht weiss wohin er soll. Und wenn der Markt es nicht weiss, wie sollen wir es dann wissen?

Der deutsche Aktienmarkt ist also derzeit keiner, in dem man mit direktionalen Wetten viel Geld verdienen kann, mit taktischem Hin- und Her dagegen eine Menge. Das wird sich wohl erst dann ändern, wenn die US Anleger hier wieder einsteigen und das wird wohl erst dann passieren, wenn die dunklen Handelswolken sich etwas aufgelöst haben und man einen klareren Blick in die Zukunft hat. Womit wir wieder bei der wichtigen Wahl von Trumps Wirtschaftsberater sind.

Bis später!

Ihr Hari

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