Der keineswegs so überraschende Short-Squeeze bei Gold und Goldminen

Wenn man wie ich, jeden Tag für seine Leser 5-10 Artikel im Premium Bereich schreibt, hat das einen schönen bzw unschönen Nebeneffekt - je nachdem, wie man es betrachtet.

Denn jederzeit können die Leser so im Nachhinein den Abgleich mit der realen Entwicklung vornehmen. Dagegen ist hinterher zu "klugschnacken" immer einfach, nachdem das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Deswegen machen es so viele auch so gerne. 😉 Die Kunst ist aber, mitten im Getümmel schon ein halbwegs zutreffendes Bild von der Lage zu haben. Perfekt trifft man die Lage sowieso nie, aber ein halbwegs zutreffendes Bild von Chancen und Risiken, ist schon eine Menge wert.

Nun hatten wir ja gestern einen gewaltigen Short-Squeeze im Gold- und Silber-Sektor, der bei den Edelmetallen selber, wie bei den Minen deutlich zu spüren war. Und ja, es war ein Short-Squeeze und sonst erst einmal nichts. Die Short Positionen und Absicherungen der Bären wurden schlicht überrannt und aus der Notwendigkeit der Bären zu covern, ergab sich dann die massive Bewegung nach oben. Und das oberhalb der 1270/1280er Zone und dann wieder oberhalb 1300 solche Stops der "Shorties" liegen würden, war vorher klar.

Daraus aber nun sofort zwingend einen neuen Bullenmarkt abzuleiten, ist verfehlt und seit Wochen gehe ich schon davon aus und habe darüber geschrieben, dass bei Gold nach einem vermeintlichen Dreifachboden erst einmal ein Schub nach oben bevor steht, der alle Goldbullen elektrisieren wird. Diesen Schub erleben wir gerade. Und das dieser Schub trotzdem im grösseren Bild nur das Präludium zu einem endgültigen Absturz Richtung 1000 sein könnte.

Aber einen Bias über die zukünftige Entwicklung zu haben wie ich, ist das eine und der Bias ist auch nichts wert, ausser als theoretisches Szenario, das man locker im Hinterkopf behält. Denn handeln sollte man nicht nach seinem Bias, die Zukunft ist und bleibt prinzipiell unbestimmt. Handeln sollte man nur nach dem, was der Markt real macht. Und wenn man Augen hat zu sehen, zeigt der Markt einem in der Regel schon die Tendenz, in die er letztlich will.

Und dazu hatte ich im Premium Bereich mehrfach geschrieben, zuletzt am 11.06. zu den grossen Goldminen in Form des ETFs GDX und am Folgetag zu den stärker hebelnden Junior Goldminern in Form des ETFs GDXJ. Denn die potentielle Wendeformation in Form einer möglichen iSKS war ja überdeutlich und diese Möglichkeit deutete sich schon seit Wochen an. Lesen Sie mal den O-Ton von vor 8 Tagen:

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Donnerstag 12.06. 11:00 - Junior Goldminer GDXJ

Im Nachgang zu meinem gestrigen, ausführlichen Kommentar zur potentiellen iSKS im Goldminen-Sektor, will ich Ihnen heute das Chart des etwas aggressiver laufenden ETFs GDXJ zeigen, der als kleiner Bruder des GDX die "Juniors" vereint, also Minen die eher noch in Exploration oder Produktionsaufbau sind.

Es liegt in der Natur der Sache, dass dieser ETF stärker auf den Goldpreis hebelt, da diese Minen schneller Pleite sind, aber auch die Gewinne prozentual stärker steigern können:

GDXJ 12.06.14

Wir sehen hier, dass der Trade von gestern nun klar Fahrt aufgenommen hat. Auch das Volumen passt nun wunderbar - wir haben ein Kapitulationsvolumen (rot), dann eine kurse Phase der Unsicherheit und nun wieder gutes Volumen im Anstieg (grün).

Wie ich gestern schon schrieb, den Trade kann man machen. Und dabei kann man auch vergessen, ob es sich nun um Goldminen oder Kühlschränke am Nordpol handelt, die Price-Action ist auf der kurzfristigen Zeitebene positiv und spricht dafür, dass die 200-Tage-Linie nun auch fällt - vielleicht nach einem kurzen Rücksetzer vorher. Achten Sie auf den Ablauf in der linken Schulter, ein zweites höheres Tief ist ganz typisch und könnte auch hier Thema sein. Passend zur Einschätzung ist auch, dass das Geplapper um Gold in den bekannten bunten Medien noch nicht wieder begonnen hat. Das kommt dann wieder etwas höher. 😉

Merken Sie sich also unbedingt diese Wahrheit, die ich gestern zu vermitteln versucht habe: unser Bias hat keinen Wert für das unmittelbare Handeln. Handeln wir nicht nach unserem Bias, sondern nach dem, was die Märkte real tun. Unser Bias kann uns aber helfen, verschiedene mögliche Szenarien zu identifizieren.

Ob mein Bias für Gold Recht behält, wird also die Zukunft zeigen und muss uns heute nicht interessieren. Mein Bias glaubt, dass die Goldbugs noch einmal richtig demoralisiert werden müssen, bevor es dann wirklich - vielleicht schon im Herbst, vielleicht auch erst 2015 - hoch gehen kann. Und das deshalb diese potentielle iSKS nie triggern wird, sondern irgendwann weiter höher wieder wegkippt.

Aber um die richtigen Handlungen an den Märkten zu vollziehen, müssen wir diese Zukunft gar nicht kennen. Uns reicht die Price-Action der Gegenwart und die zeigt kurzfristig für den Sektor ein brauchbares Setup. Und die Stops nach unten dürften auch sonnenklar sein.

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So weit meine Worte vor 8 Tagen. Den Trade konnte man wirklich machen, auch wenn man im grossen Bild skeptisch zur Lage der Edelmetalle war. Und der GDXJ war dann gestern zum Schlusskurs rund 15% höher als bei obigem Beitrag. Daraus jetzt aber sofort mit Bestimmtheit einen neuen Bullenmarkt abzuleiten und den "grossen Boden" für Gold und Silber auszurufen, sind irrelevante Schwarz/Weiss Darstellungen, die weder unsere Zeit, noch unsere Aufmerksamkeit wert sind. Es ist möglich, dass der grosse Boden hinter uns liegt, es gibt aber auch andere, relevante Szenarien. Die Welt ist nie schwarz/weiss - an den Börsen schon gar nicht.

Denn erst jetzt - wo der gestrige Short-Squeeze abgelaufen ist und viele Shortpositionen im Sektor aufgelöst wurden - erst jetzt wird sich zeigen, ob wirkliches, ernst zu nehmendes Kaufinteresse in den Sektor kommt. Jetzt müssen die Markt-Elefanten ins Rennen einsteigen und wenn diese den Goldpreis nun über die alten Verlaufshochs Richtung 1400 USD und darüber treiben, dann ist der Abwärtstrend wirklich gebrochen und wir haben wohl eine bedeutende Wende gesehen.

Es ist aber nach wie vor sehr gut denkbar, dass das nur eine Falle ist und die Kurse nun bald wieder zurück fallen und zu neuen Tiefs abtauchen. Ein brutaler Short-Squeeze ist als Gegenbewegung in einem Bärenmarkt keineswegs untypisch. Niemand kann Ihnen mit Gewissheit sagen, ob das nun die Wende oder nur eine Falle ist. Und ob Gold nun über oder unter der alten 1270/1280 Widerstands- bzw Unterstützung-Zone liegt, ist dabei bestenfalls ein Faktor unter anderen. Daraus aber den gesamten Marktzustand abzuleiten, springt deutlich zu kurz.

Stellt sich die Frage, wann man denn im Sektor Geld verdienen konnte, wenn jetzt schon wieder alles offen ist. Die Antwort zeigt Ihnen mein Beitrag im Premium-Bereich oben von vor 8 Tagen. Zu dem Zeitpunkt lies sich mit einem klaren Setup Geld verdienen und das ohne über die Zukunft zu spekulieren, nur aufgrund der Marktstrukturen - also als noch kaum jemand darüber geschrieben hat. Und insofern war die Bewegung der letzten Tage für sehende Augen auch wenig überraschend. Nun aber, nach dem Short-Squeeze, ist die Lage erst einmal wieder offen und das ist nicht der ideale Zeitpunkt, um sich blind auf eine Richtung festzulegen.

Wenn der Sektor aber - nach einer nun fast zwangsläufigen anstehenden Konsolidierung - doch wieder beginnen sollte, nach oben zu laufen, dann wird dann wieder ein guter Punkt sein, um Geld im Sektor zu verdienen. Aber erst dann und erst falls das passiert. Und die Art, wie diese Konsolidierung bzw das Retracement nach dem gestrigen Schub nun abläuft, wird uns viel darüber sagen, mit welchem Szenario wird es hier mit Wahrscheinlichkeit zu tun haben. Dafür müssen wir aber genau hinschauen und auch wissen, wo wir hinschauen sollten.

Das genau bedeutet das Prinzip: "Folge dem Markt". Und dieses Prinzip funktioniert. Herum zu raten, wie eine prinzipiell unbestimmte Zukunft aussehen wird, funktioniert nicht.

Wenn Sie es nicht glauben, lesen Sie mal, was sogenannte "Zukunftsforscher" in den 70er und 80er Jahren über unsere heutige Gegenwart geschrieben haben und amüsieren Sie sich. 🙂

Ihr Hari

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Goldminen, Silberminen, GDX, SIL, Barrick Gold – Die grosse Chance ?

Für Positionstrader - und das sind die meisten von uns - gibt es nur wenige Momente im Jahr, an denen man die Chance hat, den Beginn einer grundlegenden Bewegung eines ganzen Sektors mitzunehmen. Und dann über Monate den Trend zu geniessen.

Den Unterschied zwischen langfristigem Erfolg und Misserfolg macht dabei, frühzeitig zu erkennen wie sich die Ströme der Gezeiten ändern und dann konsequent, wenn auch das "Big Money" auf diese Wende setzt, ohne falsche Furcht einzusteigen. Natürlich gut nach unten abgesichert, aber trotzdem mit gesunder Aggressivität. Denn wenn man eine klare Chance vor sich hat, muss man auch beherzt zupacken.

Sie wissen ja, dass ich für das Trading gerne die Metapher des Jägers und Fährtenlesers benutze und wenn das Wild, nachdem man die ganze Nacht gewartet hat, dann endlich vor einem aus den Büschen bricht, genau dann ist der Zeitpunkt zum Handeln gekommen !

Der letzte derartige Punkt war der 17.11.12, genau der Zeitpunkt an dem ab 14.11. die Liquidität der FED aus QE3 endlich den Markt erreichte. Und was war in den Medien vorher alles an prozyklischem Text produziert worden, das die Massnahmen der FED keine Wirkung mehr hätten. Alles nicht das Papier wert, auf dem es geschrieben wurde.

Wie treue Leser wissen, hatte ich das Thema des 14.11.12 hier explizit und im deutschen Sprachraum nahezu exklusiv schon vorher thematisiert und ich empfehle noch einmal, sich diesen rückblickenden Artikel -> Dont fight the Fed <- anzuschauen. Denn im nachhinein muss man sich ja die Frage stellen, warum hat man selber diesen Punkt nicht gesehen und ist nicht aggressiv in die Märkte eingestiegen ? Was darauf nun 6 Monate lang folgte, haben wir ja alle erlebt. Und nur wenn man daraus lernt, kann man es das nächste Mal besser machen.

So eine grundlegende Chance könnte nun erneut - und zwar bei den Gold- und Silberminen - vor uns liegen.

Ich habe ja zum Sektor einiges geschrieben und schon vor 10 Tagen hier gegen den Mediendruck auch den potentiellen -> Doppelboden bei Gold <- thematisiert. Für die extrem verprügelten Minen war die Zeit aber bisher nie reif. Alle Gegenbewegungen waren von schwächlicher Natur und wurden eindeutig nicht von "Big Money" getragen.

Sicher, man konnte die extreme Überdehnung nach unten sehen und wir haben das hier auch besprochen. Aber Zeit für den Einstieg ist erst, wenn auch "Big Money" mitzieht. Und dieser Punkt könnte endlich gestern erreicht worden sein.

Warum und woran man das erkennt ? Dieses und auch welche Chancen und Risiken in diesem Trade liegen, das will ich Ihnen im Folgenden im Detail zeigen und erklären.

Schauen wir als erstes mal auf den 10-Minuten-Chart der letzten Woche im grossen Goldminen-ETF GDX, dem ETF in dem sich auch die grossen Namen wie Soros & Co. tummeln:

GDX 31.05.13 kurz

Das Chart dürfte weitgehend selbsterklärend sein. Es zeigt Ihnen exemplarisch, wie sich am Vortag sichtbares Momentum aufbaut, das sich auch in einem starken Closing zeigt. Dann am Folgetag der Gap-Up kommt und die Kurse nie mehr zurück schauen. Mitten im Tag dann eine klassische Konsolidierung als Bullenflagge, die zum Handelsschluss erneut gekauft wird und damit weitere Stärke indiziert. Und das alles mit einem brutalen Aufwärtsvolumen.

Jetzt macht eine Schwalbe ja noch keinen Sommer und ein Aufwärtstag noch keinen Trend. Das stimmt. Die Kunst ist aber, abseits der reinen Prozentzahlen die "besonderen" Tage zu erkennen. Und das dieser Tag auch im grossen Kontext "besonders" war, zeigt Ihnen höchst eindrucksvoll der Blick auf das Volumen im Tageschart, das hier einen Zeitraum von einem guten Jahr umfasst:

GDX 31.05.13 lang

Beeindruckend oder ? Sie erkennen im roten Kreis im April eindeutig das Kapitulationsvolumen. Klarer geht eine Kapitulation nicht mehr. Und Sie haben zur Referenz den Volumenschub, der vor einem Jahr die dreimonatige Aufwärtsbewegung des Sektors bis in den September hinein ankündigte. Und nun schauen Sie auf dieses aussergewöhnliche "Monster-Volumen" und wie es sich aufgebaut hat. Gestern war etwas Besonderes. Dieses Bild macht es deutlich.

Was schliessen wir daraus ?

Ganz einfach, dass "Big Money" nun in den Sektor einsteigt und die beiden letzten Tage die erste Welle neuen Momentums sind. Und glauben Sie nicht, dass diese Bewegungen den Algos verborgen bleiben. Momentum zieht Momentum nach sich, in Zeiten der Algos sowieso. Und sollte der Markt nun zur Gezeitenwende ansetzen erst recht. Denn das Geld, das aus den bisherigen Favoriten dann heraus fliesst, muss ja irgendwo hin. Und dieses "heisse Geld" wird auf der Suche nach dem nächsten Momentum-Trade sein.

Verbunden mit der fundamentalen Überdehnung, hoher Short-Quote und dem negativen Sentiment zum Sektor - alles Dinge die wir hier, insbesondere im Premium-Bereich, regelmässig besprechen - haben wir hier also ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis.

Das ist natürlich keine Garantie, dass dieser Trade funktionieren wird, absolute Garantien gibt es im Markt nicht. Wer hier einsteigen will, muss also unbedingt mit Stops operieren, spätestens wenn die alten Tiefs im GDX vom 20.05. bei 26,25 USD nachhaltig gebrochen werden, muss man raus.

Das Schöne ist aber, diese Tiefs sind nicht sehr weit weg, was das Verlustrisiko einer Long-Position damit doch sehr minimiert. Auf jeden Fall ist das Potential nach oben erheblich grösser und eine klareres Setup für eine Wende als derzeit, bietet der Markt selten. Ein Restrisiko bleibt immer.

Wie es nun weiter geht ? Dafür ist vielleicht eine gute Lehre, wie das damals vor einem Jahr im GDX war, sehen Sie selbst:

GDX 2012

Sie sehen diesen ganz typischen Moment, in dem eine neue Bewegung noch einmal getestet wird. Und erst wenn dieser Test erfolgreich ist und aggressiv gekauft wird, dann ist nach oben "Feuer frei". Dann hätten wir im aktuellen Chart des GDX auch eine klassische Umkehrformation in Form einer inversen Schulter-Kopf Formation.

Insofern haben wir auch eine gute Wahrscheinlichkeit, dass es diesen erneuten Test in den kommenden Tagen noch geben wird und der GDX dabei auch wieder in Richtung der Tiefs gedrückt wird. Und dann eine iSKS Formation ausbildet.

Wer nun also in den Sektor einsteigen will, sollte sich schon im Vorfeld klar machen, wie er damit umgehen wird, um dann nicht zu den "Dummen" zu gehören, die genau in diesem Moment das Falsche tun. Wer dagegen mit seinem Einstieg auf diesen erneuten Test warten will, sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass dieser Test zwar wahrscheinlich, aber nicht sicher ist. Und das Volumen, dass nun in den Sektor fliesst, ist aktuell so gross, dass auch ein "Gap and Go" keineswegs unmöglich ist, sprich die Kurse vielleicht nie mehr zurück schauen.

Fazit:

Der Sektor der Gold- und Silberminen scheint eine attraktive Chance zu bieten, wie sie in dieser Klarheit nur selten im Jahr auftaucht. Eine Garantie ist das nicht, Garantien gibt es nicht. Wer hier also einsteigen will, muss unbedingt auch wissen wo und wann die Reissleine gezogen wird. Und bei aller Überdehnung der Minen nach unten, wenn Gold und Silber erneut einbrechen und die Tiefs durchschlagen, werden auch die Minen erneut einbrechen, das ist sicher. Die bullischen Szenarien oben basieren also alle zwingend auf einem zumindest stabilen Preis des Basismetalls.

Natürlich kann man auch die einzelnen Unternehmen wie Barrick Gold traden, Barrick ist gestern alleine über 7% gestiegen. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass die Wenigsten unter uns in der Lage sind, wirkliches Wissen über diese Unternehmen aufzubauen, das dann auch einen Edge generiert. Und wenn man keinen Edge hat, weil man das Unternehmen besonders gut versteht, gibt es auch keinen Grund sich dem erhöhten Einzelrisiko auszusetzen. Und denken Sie daran, einen Artikel in einem Magazin zu einem Unternehmen gelesen zu haben, ist *kein* Edge, im Gegenteil. 😉

Für die Meisten sind Sektor-ETFs dafür also die bessere Wahl. Wer Zugang zur Wallstreet hat wählt GDX, GDXJ oder den SIL für die Silberminen. Das sind die hoch liquiden und massiv kapitalisierten ETFs, in denen sich auch das "Big Money" tummelt. Anleger mit deutschen Direktbanken können dagegen beispielsweise die ETFs WKN:ETF091 von Comstage und WKN: A1JS9D von iShares benutzen.

Ich wünsche gute Entscheidungen ! Ach ja, und "For the Record": Ich selber bin nun im Sektor voll Long investiert. Genau nach den oben beschriebenen Prinzipien. Und im Premium-Bereich werden wir die Entwicklung des Sektors nun intensiv verfolgen.

Ihr Hari

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Marktupdate – 18.10.12 – DAX und S&P500 weiter auf Messers Schneide.

09:30 Uhr

Zwei Tage nach meinem Artikel zur Bedeutung der 7410 im DAX, hat sich an der Lage nichts Grundsätzliches geändert. Heute früh lief der DAX kurz über 7400, nur um dann aber Stand 09.30 Uhr sofort wieder zurück zu fallen.

Wir balancieren weiter auf der Schneide eines Durchbruches nach oben zu neuen Höchstständen und einem erneuten Rücksetzer, der uns wieder in den unteren Bereich des Trendkanals führen würde.

Ich habe Ihnen heute zur Anschauung mal den S&P 500 mit seinem Trendkanal mitgebracht, der seit 14.09. bisher ein ganz ähnliches Bild immer niedriger Hochs generiert. Das Hoch lag am 14.09. bei 1474,51 und das sollten wir besser bald überschreiten.

Zur Lage gibt es also immer noch nichts Neues. Ich bereite mich auf beide Szenarien vor und warte ab. Denn beide Szenaríen sind gut möglich und es gibt für mich aktuell keine Indikatoren, die eine eindeutige Tendenz in die eine oder andere Richtung begründen würden.

Und ich bin mir bewusst, dass eine deutliche Abwärtsbewegung jetzt wahrscheinlich so viel Momentum entfaltet, dass der Trendkanal im S&P500 gebrochen würde und wir eher bis 1400 herunter laufen. Im DAX wäre das wohl ein kurzzeitiger Taucher unter 7000.

Abseits der grossen Indizes gibt es aber doch eine Reihe von Entwicklungen, die man im Auge behalten sollte und durch die man möglicherweise gut profitieren kann:

(1)

Die Stärke in den Kohle- und Stahlaktien ist offensichtlich und hat nun zu echten Aufwärtstrends gefüht. Egal ob Arch Coal (WKN 908011), Peabody Energy (WKN 675266) oder Salzgitter (620200), ich studiere diese Charts ganz genau. Denn falls die Schwerindustrie wieder anzieht, dann liegen in diesen Sektoren ganz erhebliche Kurs-Chancen, die zu verpassen sehr schade wäre.

Um Ihnen die Lage und das Potential optisch zu verdeutlichen, habe ich Ihnen heute beispielhaft den Tageschart von Peabody Energy seit 2010 mitgebracht. Enjoy:

(2)

Die Entwicklung beim Gold und Silberpreis ist noch undurchsichtig. So sicher ich mir persönlich bin, das wir in überschaubarer Zeit höhere Kurse sehen, so unsicher bin ich mir, ob wir kurzfristig nicht doch noch die 1700 USD im Gold noch einmal testen. Hier ist genaue Beobachtung gefragt. Unabhängig von dieser Frage, halten sich die Minen in Form von GDX und GDXJ aber immer noch sehr gut. Das spricht für eine Menge an Potential nach oben in den kommenden Wochen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg !

Ihr Hari

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