Geschlossene Fonds sind überwiegend Mist!



Die Überschrift ist klar und deutlich, das wird eher kein Plädoyer für geschlossenen Fonds. Aber ich will das Thema mal auf die Agenda bringen, auch wenn hier bei Mr-Market der klare Schwerpunkt der Aktienmarkt ist, geht unser Blick doch über alle Formen der Geldanlage.

Und dabei ist besonders augenfällig, dass wir hier eine Mitglieder-Population haben, bei der ganz bestimmt viele auch geschlossene Fonds zumindest irgendwann mal im Portfolio gehabt haben.

Nur schreibt praktisch keiner darüber, das große Schweigen. Warum ist das so?

Ich habe eine starke Vermutung, ich vermute, dass die Mehrheit damit nur Enttäuschungen und Verluste erlebt hat und genau diesen Erfahrungen, möchte ich mit diesem Artikel einen Anker geben. Teilen Sie Ihre Erfahrungen doch, vielleicht hält es andere von Fehlern ab!

Und natürlich kann ich auch selber etwas beisteuern, wie ich schon oft gesagt habe, habe ich in meinen jungen Anlagejahren auch alle Fehler gemacht, die man typischerweise so macht. Mir fehlte eben eine Quelle wie Mr-Market, die mich wenigstens von einem Teil der Fallen bewahrt. 😉

Mitte der 90er Jahre, habe ich schon sehr gut verdient und zahlte schon locker Spitzensteuersatz, der damals einen Grenz(Spitzen)-Steuersatz von über 50% hatte. Gleichzeitig versuchte ich mich an einem langsamen Vermögensaufbau und wollte nicht alles Geld in mein "Steckenpferd" den Aktienmarkt stecken - Diversifizierung und so. 😉

Zu dieser Zeit gab es teilweise abstruse Steuergutschriften, mit denen geschlossene Fonds, auch Schiffsfonds werben konnten. Diese Gutschriften gingen über 100% hinaus, waren oft 130% und gingen bis 170%.

Am Beispiel einer 30.000 DM Investition in einen Schiffsfonds, bekam man bei 130% Verlustzuweisung also gleich im ersten Jahr eine Steuergutschrift von 39.000 DM und wenn man in dieser Höhe mit dem Gehalt im Spitzensteuersatz war, entspracht das bei 53% einem sofortigen Rückfluß von 20.670 DM oder fast 70%.

Eine Beteiligung an einem prinzipiell zukunftstrachtigen Geschäft (Wachstum Welthandel), bei der man via Steuer gleich 70% zurück bekommt, das erschien selbst mir attraktiv. Und das obwohl mir schon damals klar war, dass geschätzt 20-30% der Anlegergelder in diesen Konstruktionen an die ganze Kette von Vertrieb bis Initiatoren gehen und die Anlage von Anfang an daher einen erheblichen Rucksack zu schleppen hat, der die Anlage ohne die Steuergutschrift eigentlich völlig unattraktiv macht.

Würden Sie eine Aktie kaufen, wenn die Kaufgebühren 20-30% betragen und aus Ihren 10.000 sofort bei Kauf 7.000-8.000 werden? Wohl kaum.

Bei geschlossenen Fonds machen es die Menschen aber und es funktioniert, weil das Geschäft immens intransparent ist und durch die Organisationform als typischerweise KG, es Anlegergemeinschaften auch schwer haben, sich überhaupt zu bilden und so Schlagkraft zu entwickeln. Bei der Aktie dagegen, ist das institutionell garantiert, man muss nur zur HV gehen.

Versuchen sie mal zu irgendwelchen geschlossenen Fonds Informationen im Web zu finden, da ist oft die große Stille und das hat nach meinem Eindruck System und dient den Initiatoren.

Auch ich habe also damals Mitte der 90er in zwei Jahren hintereinander zwei Schiffe gezeichnet, glücklicherweise nur mit dem Mindestbeitrag von 30.000 DM jeweils, heute also in Summe 30.000€.

Weitere Ausflüge in diese Anlageform habe ich dann glücklicherweise nicht mehr unternommen, denn in dieser Anlageform ist fast alles schiefgegangen, selbst ohne die immensen inneren Kosten zu berücksichtigen.

Ich erinnere mich in meinem Umfeld nicht nur an "Prokons", die mit dem "Gutfühlen" Anleger geworben haben. Ich erinnere mich an steuerlich gescheiterte Flugzeug-Leasing-Modelle, marode Ost-Immobilien, Windparks in Spanien mit Steuerprobleme, scheiternde Immobilien-Fonds und Private Equity Fonds, die 2006/2007 zu Höchstkursen aufgelegt wurden.

Ich wiederhole meine Vermutung daher erneut, das große Schweigen hat auch damit zu tun, dass viele Anleger an ihre geschlossenen Fonds lieber nicht mehr erinnert werden wollen. Kaum jemand hat so Geld verdient, die Mehrheit hat aus unterschiedlichsten Gründen viel Geld verloren.

Womit wir wieder bei mir sind, denn mit meiner 70% Steuererstattung auf die Anlagesumme, war der Start in den 90ern ja ganz in Ordnung und vor uns lag eine wachsende Weltwirtschaft, an der man mit Container-Schiffen partizipieren konnte.

Aber am Ende sind diese beiden Beteiligungen auch zum Zuschußgeschäft geworden und nun habe ich sogar noch ein steuerliches Risiko. Im Saldo wird diese Investition mit einem Verlust enden, trotz 70% Anfangserstattung!

Ich will nicht die Geschichte der Containerschifffahrt nacherzählen, aber wir hatten in diesen 20 Jahren massive Überkapazitäten, die eben genau mit dieser Attraktivität der 70% Steuererstattung zu tun hatten. Damals in den 90ern war ich noch kein Fachmann für die Reflexivität, heute würde ich das absehbare Problem sofort erkennen und die Finger davon lassen.

Wir hatten aber auch unglaublich viel Inkompetenz in den Anleger-Beiräten, die auch sehr intransparent gerne mit "reisenden Berufsbeiräten" besetzt werden, die den Initiatoren nahe sind - man kennt sich - aber denen jegliche Kompetenz fehlt, weltweite Entwicklungen zu antizipieren. Krämerseelen mit Hopium habe ich da erlebt, keine Strategen mit Weitsicht.

Als die erste Welle der Schiffsfonds-Insolvenzen um Lehman durch den Markt lief, wurden die Anleger mit Durchhalteparolen zu Nachschüssen motiviert und viele haben dem schlechten Geld noch gutes hinterher geworfen und das teilweise sogar zweimal gemacht.

Meine beiden Schiffe fahren noch, sie wurden von fehlgeleiteten Anlegern "gerettet", die nun auch ihre Nachschüsse nie mehr wiedersehen werden. Ich habe damit schon lange abgeschlossen und diese Anlagen nach minimalen Ausschüttungen in den ersten Jahren schon lange als 20% Verlust (80 von 100) abgebucht.

Aber selbst dieser Friede ist mir nicht vergönnt, weil noch etwas ganz Übles passiert ist, was viele Anleger immer noch nicht kapieren.

Denn es kam dann in den 00er Jahren eine neue staatliche "Steuerinnovation", die Tonnagesteuer. Diese Pauschalsteuer gab die Aussicht auf fast steuerfreie Gewinne in der Gesellschaft, man musste als Gesellschaft dafür aber optieren.

Der Preis dafür ist der -> Unterschiedsbetrag <-, der bei Verkauf des Schiffes zu versteuern ist.

Und es kam wie es kommen musste, getrieben von der Gier nach Steuerfreiheit der Gewinne und manipuliert von den oft in der Geschäftsführung sitzenden Reedern, die daran wirklich verdient haben und noch verdienen, votierten die Anleger unbesehen für die Tonnagesteuer. Ich war damals einer der ganz wenigen Prozent im einstelligen Bereich, die bei den Schiffen dagegen waren. Niemand dachte über den Unterschiedsbetrag nach, der musste ja auch erst von den Finanzämtern festgestellt werden und war bei der Entscheidung nur eine abstrakte Größe.

Das traurige Ergebnis, sei hier am Beispiel eines meiner Schiffe etwas vereinfacht dargestellt:

Investition: 15.000€

Soforterstattung per Steuer 70% der Anlagesumme.

Ausschüttungen in den ersten Jahren 10% der Anlagesumme.

Dann Tonnagesteuer und praktisch zeitgleich kam die Krise und seitdem gab es *nie wieder* ausschüttbare Gewinne, Die Tonnagesteuer war also völlig sinnlos.

Dafür wurde aber 3 Jahre später von der Steuerverwaltung der Unterschiedsbetrag festgestellt und beträgt bei einem meiner Schiffe 80% der Anlagesumme.

Was konkret heisst, sobald dieses Ding endlich mal verschrottet wird, weil die Anleger ihr Hopium ablegen, muss ich 80% der ursprünglichen Anlagesumme als Gegengeschäft zu Gewinnen versteuern, die es nie gegeben hat.

Je nach Steuersatz zu dem Zeitpunkt, wird der Gesamtverlust meiner Investition nach mehr als 20 Jahren also bei ca. 50-60% liegen. Cooles Geschäft. 🙂

Nun lassen mich diese Summen aus gesamt 30.000€ wahrlich nicht schlecht schlafen, aber ich finde es bezeichnend, wie so eine Anlage trotz 70% Sofort-Rückerstattung und seitdem stark gewachsener Weltwirtschaft trotzdem scheitert und es wieder steuerliche Aspekte sind, die den Anfangsvorteil nehmen.

Der Herr hats gegeben, der Herr hats genommen, gelobt sei der Herr. 😀

So, das war meine Anekdote. Ich behaupte aber, vielen von Ihnen ist es ähnlich ergangen. Teilen Sie mal Ihre Erfahrungen!

Fazit:

Mit geschlossenen Fonds verdienen nach meinen persönlichen Erfahrungen in der Regel die Initiatoren und die Verwertungskette, nicht der Anleger. Geschlossene Fonds sind in meinen Augen überwiegend Mist!

Und natürlich bestätigen die fraglos vorhandenen, positiven Ausnahmen, nur die Regel. Teilen Sie doch mal Ihre Erfahrungen!

Ihr Hari

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Finanzielle Repression und Aktien – was wirklich alternativlos ist !

Wenn man sich wie ich jeden Tag mit den Finanzmärkten beschäftigt, läuft man auch Gefahr, so etwas wie einen Tunnelblick zu entwickeln. Man grübelt über Lippenbewegungen weisshaariger FED-Frauen, interpretiert die Markttechnik, verfolgt die Nachrichten und passt seine Aufstellung permanent der eigenen Strategie und dem Risikomanagement an. Es gibt immer etwas zu tun, der Markt lässt einem keine Ruhe.

Wenn man so in den Details vergraben ist wie ich, tut es manchmal gut, wenn man durch eine dritte Person mal wieder an das grosse Ganze erinnert wird. Und das ist bei mir Anfang dieser Woche passiert.

Da rief mich eine sehr, sehr gute, alte Freundin an. Wir hatten uns etwas aus den Augen verloren, wie das Leben halt so spielt, wenn man weit entfernt (Berlin <–> Südbayern) wohnt und sein eigenes Leben und seine eigene Familie hat.

Nachdem wir uns in über einer Stunde erst einmal wieder auf den neuesten Stand unseres Lebens gebracht haben, begannen wir intensiv über ihren eigentlichen Wunsch zu sprechen. Sie suchte Rat zur Geldanlage.

Nun arbeite ich nicht als Vermögensberater, aber gegenüber wirklich guten Freunden, zu denen man hohes Vertrauen hat, macht man mal eine Ausnahme und gibt einen privaten Rat. Zumal Ihre Ausgangslage so klassisch war für viele wohlhabende Bürger, die schon eine Karriere hinter sich haben.

Sie hatte eine nicht unerhebliche Menge freien Kapitals auf den Konten rumliegen und suchte nun nach einer profitablen Anlageform, die einerseits „sicher“ sei und um die sie sich andererseits nicht intensiv kümmern müsste. Wer will das nicht, in diesen Tagen der finanziellen Repression ? 😉

Natürlich konnte ich ihr die Frage nicht ersparen, warum Sie diesen Wunsch nicht 2009 geäussert hatte. Und nicht 2010. Nicht 2011, nicht 2012 und nicht 2013. Aber so geht es derzeit vielen Bürgern, die erst jetzt anfangen sich für die Geldanlage zu interessieren, wo die Märkte halt wieder nahe der Höchststände notieren.

Nachdem sie mir Ihre Rahmenparameter nannte, hatten wir schnell Einigkeit über das Thema Diversifizierung und gingen durch alle möglichen Anlageformen durch.

Immobilien ? Eine selbst bewohnte hat sie und das ist gut so. Von weiteren vermieteten Immobilien habe ich aber eher abgeraten. Die Preise sind im Verhältnis zu den Mieten an vielen Standorten zu hoch und die finanziellen Risiken durch Mietnomaden, gesetzliche Pflichten und ähnlichem werden nicht angemessen bezahlt. Von so einem Ungetüm wie der „Mietpreisbremse“ ganz zu schweigen. Ausserdem würde das neben der selbst bewohnte Immobilie ein Klumpenrisiko im Vermögen erzeugen.

Ackerland oder Wald ? Kann Sinn machen, aber nur bei grösseren Vermögen, bei denen man dann auch gleich die Bewirtschaftung einer grösseren Fläche mitorganisieren kann. Oder wenn man selber aus der Agrarbranche kommt. Denn um Land das man besitzt, muss man sich auch kümmern.

Edelmetalle ? Als Notgelt in begrenztem Umfang sinnvoll und notwendig. Aber über diesen begrenzten Umfang hinaus, sind Gold und Silber keine „Investments“. Diese werfen nichts ab und produzieren nichts. Es ist „totes Metall“, das auch langfristig keinen Wertgewinn erzielt. Aber es erzielt auch keinen Wertverlust, es erhält einfach den Wert über lange Zeit. Diese Eigenschaft macht es als Notgeld sehr sinnvoll. Aber das ist keine Grundlage für eine Anlagestrategie. Das ist nur ein Grund für eine beschränkte Beimischung.

Ausserbörsliche Beteiligungen ? Eigentlich die beste Anlageform, wenn man sich am Produktivkapital beteiligen will. Aber nur dann, wenn es die eigene Firma ist oder man zumindest den Inhaber sehr gut kennt und ein Vertrauensverhältnis hat. Ich bin fest davon überzeugt, wer „reich“ werden will, schafft das am ehesten mit dem eigenen Unternehmen und da ist Kapital auch unbedingt gut investiert. Unternehmertum bewegt die Welt und schafft auch privaten Reichtum. Aber eine eigene Firma hatte Sie schon, insofern war diese Möglichkeit abgedeckt.

Und sonstige ausserbörsliche Beteiligungen über Fonds wie Solar, Flugzeuge etc. sind nach meiner Erfahrung zu oft das Geld nicht wert. Daran verdienen vor allem die Emittenten und Vertriebskanäle und der Anleger muss mehr oder weniger rechtlos zuschauen, wie eine Fehlentscheidung nach der anderen im Fond getroffen wird. Klar kann man auch hier mit einem Fond Glück haben, aber ich habe schon zu viel „Mist“ in diesem Segment erlebt – von Immobilien bis Schiffen - als das ich jemandem zu Investitionen in geschlossene Fonds raten könnte.

Anleihen und sonstige Schuldverschreibungen ? Das ich nicht lache ! Deutsche Staatsanleihen mit effektiver Negativrendite ? Griechenland mit 5% ? Tut mir leid – nein Danke ! Das ist nicht risikoloser Ertrag, sondern ertragloses Risiko !

Rentenversicherungen und Lebensversicherungen ? Wie die Staatsanleihen zu sehen – kein Wunder, denn die liegen ja in den Büchern der Versicherungen. Die Renditen sind mickerig und warum soll man für so mickrige Renditen sein Kapital langfristig binden ? Wenn man noch eine alte Lebensversicherung mit Garantiezins 3 oder 4% hat: unbedingt halten und auf keinen Fall vorzeitig aussteigen ! Aber heute eine Neue abschliessen ? Eher nein.

Riester ? *Hust* *Hust* Nächste Frage bitte !

Tagesgeld ? Vergessen wir das mal - von in der Höhe begrenzten Lockvogelangeboten abgesehen, ist das nur mit negativer Rendite nach Inflation und Steuern versehen. Garantiert ist da nur der Wertverlust !

Diverse Garantie-Zertifikate mit blumigen Namen die Sicherheit vorgaukeln ? Ebenso vergessen. Was als Finanzprodukt beworben werden muss, ist in der Regel Mist, den die Profis selber nicht anfassen würden. Gute Geldanlage braucht keine Werbung, sondern geht unter der Hand bei den Wissenden weg. Diese Produkte dienen eher den Emittenten und sind doch nur aus den Basics wie Anleihen, Aktien und Optionen aufgebaut, die man sich billiger und ohne marketingtechnische Girlanden, auch selber ins Depot legen kann.

Kunst, Oldtimer und Co. ? Macht jede Menge Sinn. Aber erstens ist das Segment schon extrem gut gelaufen und zweitens macht es nur Sinn, wenn man sich auch wirklich sehr gut auskennt, so dass man nicht über den Tisch gezogen werden kann. Da sie kein derartiges Hobby hat, kommen diese Bereiche nicht in Frage.

So und nun ? Was bleibt ?

Alles was bleibt sind Aktien - also Anteile am Produktivvermögen, die liquide an Börsen handelbar sind. Und zwar gleichermassen direkt, wie in einem replizierenden ETF oder in einem gut gemanagten Fond.

Hier findet man noch Weltunternehmen, wie die von mir zuletzt erwähnte General Electric, die einem 3-4% Dividende zahlen und trotzdem noch Chancen auf Kurssteigerungen haben. Das hört sich doch besser an, als renditeloses Risiko, oder ?

Womit wir bei der „sicheren“ Geldanlage sind. Viele Bürger assoziieren mit Aktien Unsicherheit, weil diese kurzfristig stark schwanken können. Das ist aber für ein Investment eine verfehlte Risikowahrnehmung. Denn was gibt es langfristig „sichereres“, als eine General Electric, eine Nestle, eine Berkshire Hathaway ?

Wenn ich heute gezwungen wäre, mein Vermögen 50 Jahre in die Zukunft zu schicken, damit meine Enkel davon profitieren können. Was würde ich schicken, wenn es auch in 50 Jahren noch guten Wert haben und bis dahin vielleicht sogar im Wert gestiegen sein soll ?

Von allen obigen Punkten wäre es eindeutig eine Aktie, die ich als erstes schicken würde. Wie zum Beispiel General Electric oder Nestle. Und danach vielleicht ein wenig Gold.

Und deshalb – der finanziellen Repression „sei Dank“ – sind Aktien heute einfach alternativlos. Und so habe ich meiner guten Freundin geholfen, ein sinnvolles ETF und Fonds-Depot zusammen zu stellen, das sie relativ ruhig laufen lassen kann. Und das obwohl nun auch Sie weiss, dass es 2014 ist und nicht 2009 und die Risiken einer bevorstehenden Korrektur an den Aktienmärkten ganz real vorhanden sind. Aber das kann man überwinden, in dem man nicht alles gleich auf einen Schlag investiert, sondern sich zwingt, bei jeder Korrektur Stück für Stück nachzukaufen.

Wichtig ist aber, das grosse Bild nicht zu übersehen. Denn weil die Anlage in Produktivkapital so alternativlos ist, können wir auch davon ausgehen, dass eine längst überfällige Korrektur von 10-20% auch wieder aggressiv gekauft werden wird.

Denn wohin will man denn ansonsten sinnvoll mit seinem Kapital ? Dieses Problem haben nicht nur wir Privatanleger, sondern die grossen institutionellen Anleger ganz genau so. Und deshalb dürften die Aktienmärkte gut unterstützt bleiben, solange die finanzielle Repression andauert.

Aktien sind derzeit alternativlos. Bei allen Schwankungen sollte man das nie vergessen.

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