Yara – Düngemittel ohne (weiss)russische Ver(w)irrungen

Heute ein sehr kurzer Hinweis zum norwegischen Düngemittelkonzern Yara (A0BL7F).

Yara ist im Düngemittelbereich vor allem mit Stickstoff und Schwefel engagiert und hat daher keine direkte Abhängigkeit zu den
Ver(w)irrungen rund um Kali und Uralkali. Aber auch Industriechemikalien wie Ammoniak und Nitrat oder Gase gehören zur Produktpalette.

Yara hat eine schwierige Zeit mit Druck auf die Margen hinter sich, berichtet aber heute -> starke Quartalszahlen <- und schiesst über 5% nach oben.

Besonders Interesse findet bei mir aber die Chartstruktur, die sich an der Börse Oslo in NOK gebildet hat:

Yara 30.04.14

Wir sehen ebenso ein zulaufendes Dreieck, aus dem die Aktie gerade ausbricht, wie eine angedeutete inverse Schulter-Kopf-Schulter Formation, deren Nackenlinie nun durchschlagen wurde. Die fundamentale Bewertung scheint mit einem KGV von 12 und einer Dividendenrendite von 3,5% völlig in Ordnung, ohne grosse Verzerrungen.

In Summe könnte bei Yara nun mittelfristig nach oben etwas gehen und ich finde diesen Trade belastbarer, als die Wetten auf Kali rund um K+S, da man dort nach wie vor das unberechenbare politische Risiko rund um Uralkali mit sich trägt. Und ob diese Risiko mit der Krise um Russland und die Ukraine nun wirklich politisch berechenbarer geworden ist, wage ich mal zu bezweifeln.

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Hari Live – Archiv 25.08.13 – 31.08.13

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Hari Live - Archiv 25.08.13 - 31.08.13

Samstag - 31.08.13 09:05 - Gold, Goldman Sachs und wir: die Muppets

Sie erinnern sich doch sicher an diesen Tag im zweiten Quartal, als Gold durch 1500 USD nach unten weg brach und sich damit die massive Korrektur in Gang setzte ?

Sie erinnern sich auch, dass Goldman Sachs kurz davor eine vielfach beachtete "Sell-Empfehlung" in den Markt gab, die ich damals hier schon spöttisch kommentiert hatte ?

Sie erinnern sich auch, dass direkt nach dieser Sell-Empfehlung an der COMEX Verkaufsorders in gigantischem Volumen in den Markt kamen, einem Volumen dass überhaupt keinen Sinn machte, weil jemand der wirklich einen guten Preis erzielen wollte, hätte das gestückelt. So - in einem Stück - konnte das nur zum Einbruch des Marktes führen, zumal direkt unter 1500 Unmengen an Stops lauerten. Auch das habe ich damals kommentiert.

Nun lesen Sie hier. Und ja, manchmal kommt man sich im realen Leben wie in einem B-Movie vor:

-> Die Muppets sind wir < -

Damit kann man heute als fast gesichert festhalten, was ich damals schon hier vermutet und diskutiert habe:

Der Einsturz bei Gold war "engineered" und zwar von grossen Spielern, die den sowieso an der Klippe befindlichen Markt bewusst zum Einsturz gebracht haben, um sich in das dann ansteigende Volumen hinein massiv einzudecken. Diese Spieler haben erstens Ihre Bestände nun massiv verbilligt, weil teurer verkauft und billiger unten wieder von denen eingesammelt, die in Panik aus dem Markt sprangen. Und haben zweitens wahrscheinlich für ein paar Tage auf der Short-Seite massiv Gewinn gemacht.

Ich habe ja schon oft gesagt, dass Spielfeld des Marktes ist weder eben noch fair. Wir kleinen harmlosen Goldfische versuchen uns in Gewässern etwas Seetang zu erhaschen, in denen auch grosse Haie schwimmen. Und das beste was wir Goldfische tun können, um in Ruhe an unserem Seetang zu knabbern, ist genau zu verfolgen, was die Hai - auch "Big Money" genannt - so machen.

War das also Manipulation ? Jein, der Begriff ist schief, Manipulation wäre für mich, wenn eine staatliche Institution wie die Notenbanken den Kurs bewusst in eine Richtung drückt und zwar aus Erwägungen, die nicht direkt mit dem Markt zu tun haben. Dafür habe ich aber keine Indikationen und ich finde diese Thesen auch sehr unwahrscheinlich bis unlogisch.

Was wir hier erlebt haben, war eher einfach "der Markt" und ein grosser Walfisch kann, wenn er will, halt so hohe Wellen schlagen, dass er damit einen Teil des Meeres zeitweise in Turbulenzen bringt. Ist das moralisch in Ordnung ? Mit Sicherheit nicht und es ist der wahre Skandal, dass sich die Aufsichtsbehörden, insbesondere in Deutschland, um allerlei sinnlose bürokratische Formulare für den Kleinanleger bemühen, hier aber völlig blind sind. Denn in meinen Augen ist so etwas strafbares Handeln und eine besondere Form von Insidergeschäften - sozusagen mit sich selber.

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K+S (WKN KSAG88) – Kommt der Kurs jetzt endlich in die Gänge ? – 19.02.13

Wer meine Artikel hier regelmässig verfolgt weiss, dass der Kali und Salz Spezialist K+S zu meinen Buy-and-Hold Titeln gehört und ich die Aktie unter 40€ auf keinen Fall abgebe.

Die Gründe dafür liegen im fundamentalen Bereich begründet, sind nach wie vor gültig und will ich hier nicht im Detail wiederholen. Eine Dividende bei 4%, ein Kurs-Cashflow-Verhältnis um die 8 und ein stabiles Geschäftsmodell, geben auf jeden Fall wenig Anlass sich grundsätzliche Sorgen zu machen. Und beim nächsten Boom im Segment, wäre K+S wieder kräftig dabei und der Kurs würde deutlich anziehen. Gute Gründe also, sich bei der Aktie nicht verrückt machen zu lassen, sondern einfach gelassen abzuwarten.

Nur der Kurs wollte in den letzten Monaten nicht mitspielen. Die Ursachen waren vielfältig, ein warmer Winter, ungünstige Preisvereinbarungen der Chinesen mit den US-Mitbewerbern, verhaltener Ausblick des Managements usw. drückten auf das Sentiment. Und im Kurs ist nun viel Negatives schon verarbeitet.

Nun aber scheint in den Kurs Bewegung zu kommen. Und die Analysten der grossen Banken beginnen auch zunehmend mitzuspielen. Schauen Sie selber auf das Tageschart von K+S seit Mitte 2011:

K+S Tageschart 19.02.13

Ich denke die Struktur dieser langwierigen Bodenbildung springt einem ins Auge. Wenn der Kurs es nun schafft die fallende Trendlinie zu durchbrechen und auch noch die 200-Tage-Linie bei 35,8€ zu nehmen, spräche viel für eine dynamische Bewegung bis zur 40EUR Marke und darüber hinaus.

Und das diese Bewegung möglicherweise schon im Gange ist, signalisiert uns die im Stundenchart sichtbare Dynamik, verbunden mit einem Doppelboden:

K+S Stundenchart 19.02.13

Die Sicherheit, dass der Kurs nun endlich in Bewegung gerät, ist aus diesen Chartstrukturen nicht abzuleiten, ein weiter andauernde Seitwärtsbewegung ist keinesfall unmöglich. Das nun der Kurs anspringt, ist eine Möglichkeit, mehr nicht.

Aber auf der anderen Seite sehe ich nur sehr begrenztes Downside und klare Stops unter den Tiefs. Ich habe schon schlechtere Setups gesehen und mit etwas Geduld, könnte K+S in der nächsten Boomphase des Sektors schöne Kursgewinne abwerfen.

Und K+S hat nur begrenzte Abhängigkeiten zur Eurokrise. Sollten also die europäischen Märkte demnächst wegen Berlusconi korrigieren, dürfte K+S davon nur wenig betroffen sein. Der Bedarf an Kali und Salz schwingt halt nach anderen Regeln, als die Industriekonjunktur in Europa.

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