FED Woche


Die Landtagswahlen in Deutschland haben für mich keine grossen Überraschungen gebracht, da diese Ergebnisse von den Demoskopen in den letzten Tagen im Kern schon prognostiziert wurden, auch wenn es im Detail und Ausmass, natürlich Abweichungen gab.

Eine direkte Auswirkung auf die Wirtschaft und die Börse sehe ich eher nicht. Internationale Anleger sind es gewohnt, dass es in europäischen Länder auch Parteien am jeweiligen Rand des demokratischen Spektrums gibt. Dass in Deutschland eine rechtspopulistische Partei bisher fehlte, die ein Frankreich mit seiner "Front National" schon lange besitzt, war eher eine Anomalie, die nun behoben wird, weil Merkel diese Flanke der Union sperrangelweit geöffnet hat.

In wie weit die AFD sich dann wirklich etablieren kann, ist trotz dieser Ergebnisse nicht entschieden und wird in hohem Masse auch von der Politik Merkels abhängen. Denn nach allen Auswertungen der Demoskopen, haben sehr viele Wähler ihr Kreuz rein aus Protest und nicht aus Überzeugung für die AFD gemacht. So etwas könnte sich auch schnell ändern, wenn die CDU diese Flanke wieder schliessen sollte. Ob Merkel dazu bereit ist, ist eine andere Frage. Die Art und Weise, wie die Spin-Doktoren das Ergebnis sofort für die eigene Weltsicht umdeuten wollen, spricht eher gegen Änderungen.

Mehr will ich hier dazu nicht sagen, denn hier geht es um Wirtschaft, Finanzen und Börse. Die kurzfristigen Auswirkungen dieses Ergebnisses auf die Börse - das politisch durchaus zu Recht als "Erdbeben" eingestuft werden kann - dürfte aber eher marginal bis nicht vorhanden sein und das ist insofern hier im Blog auch kein Thema.

Das grosse Thema dieser Börsenwoche, ist natürlich die FED. Meine (geringe) Erwartung an den Mittwoch, hatte ich in -> The day after <- wie folgt formuliert:

Und die FED wird eher auf dem Zinserhöhungspfad bleiben, das Handelsblatt beschreibt in -> Fehlzündung im Währungskrieg <- zutreffend, warum das Geschehen gestern nun der FED das Leben erleichtert.

Die Wahrscheinlichkeit, dass wir am kommenden Mittwoch einfach ein paar warme Worte und ansonsten ein Abwarten erleben, ist nun recht hoch. Eine Replik einer Massnahmen-Bazooka wie gestern bei der EZB, erscheint fast ausgeschlossen.

So sehe ich das immer noch und auch das Chart des S&P500 von Freitag hat weiter Gültigkeit:

S&P500 11.03.16

Eine Seitwärtsbewegung vor der FED ist recht wahrscheinlich, ein erneuter Test der 2.000 von oben auch. In Summe stehen die kurzfristigen Markt-Signale aber immer noch eher auf Grün, als auf Rot, denn der Effekt der EZB Massnahmen ist noch nicht vollständig eingearbeitet. Die Chancen für eine positive Woche auch im DAX, sind also gut.

Was danach ab April kommt, ob mein Wunsch einer Fortsetzung der Korrektur noch erfüllt wird oder ob wir schon verfrüht ins Sommerloch und die "Sommer-Starre" eintreten, ist derzeit offen. Meine Befürchtung ist, dass wir uns wieder auf zähe Börsenmonate über den Sommer einrichten müssen.

Die Chance auf kurzfristige Gewinne gilt besonders für das Thema, das ich auch in "The day after" am Beispiel Deutsche Bank angeschnitten habe. Die Massnahmen der EZB helfen vor allem dem europäischen Bankensystem. Und da die Initialreaktion mit der zu starken Betonung des Endes der Zinssenkungen offensichtlich eine Übertreibung war, kann sich der Blick nun auf die Vorteile richten, die die EZB Massnahmen für den Sektor haben.

Neben der Aktie der Deutschen Bank, zeigt auch ein Blick auf den europäischen Bankensektor via ETF iShares Euro Stoxx Banks (EXX1, 628930), dass trotz des starken Anstiegs nach der EZB, hier noch einiges an Potential vorhanden zu sein scheint:

EXX1 14.03.16

Ein Anstieg auf 13€ in den kommenden Wochen erscheint recht wahrscheinlich, das OBV gibt es ein recht eindeutiges Signal.

Ein weitere interessante Frage ist, ob im Stahlsektor das, was zum Beispiel den ETF XME und auch die einzelnen US Stahlwerte wie AK Steel (AKS) in den letzten Wochen so hoch gepusht hat, endlich auch in Europa mit positiver Kursentwicklung ankommt. Denn die Hoffnung bzw. Vermutung, dass China endlich mal die Überkapazitäten abbaut, sollte auch Europa beflügeln.

Dass der Effekt bisher nicht so gross war lag auch daran, dass hier der Kurstreiber "Strafzölle" fehlte, der die US Werte hat so nach oben schiessen lassen. Trotzdem sendet auch eine ThyssenKrupp seit Mitte Februar taktische Lebenszeichen und steht nun vor einer wichtigen Frage:

TK 14.03.16

Der Stahl-Händler Klöckner, mit seinem starken US Geschäft, hat den Abwärtstrend im Zuge der US Stärke sogar schon gebrochen und sieht taktisch so aus, als ob er nun schnell die 10€ zurück erobern will.

Klöckner 14.03.16

Die Aktie gehört aber nicht mehr zu dem von mir beobachteten Universum, warum stand im Artikel -> Mittwoch 07.10.15 10:20 - Klöckner - die Zykliker und der Paradigmen-Wechsel <-

An Wirtschaftsdaten ist die kommende Woche neben der FED sehr aktiv und voller wichtiger, weiterer Termine.

Am Dienstag kommt in der Frühe einer der Mitspieler im "Race to the Bottom", die Bank of Japan mit einem Zinsentscheid. Am Nachmittag gibt es dann US Einzelhandelsumsätze und Erzeugerpreise. Am Mittwoch stehen vor der FED dann US Baugenehmigungen, Verbraucherpreise und die Erdöllagerbestände an.

Am Donnerstag kommt die Schweizer Nationalbank und die Bank of England mit einem Zinsentscheid. Aus Europa kommen Verbraucherpreise und aus den US der wichtige Philly Fed Index. Und am Freitag, haben wir dann wieder eine OpEx, die für weitere Volatilität sorgen wird.

In Summe liegt also eine anstrengende Börsen-Woche vor uns, die meine letzte Arbeits-Woche vor einer zweiwöchigen Ferienphase mit geringerer Aktivität ist. Machen wir was daraus!

Ihr Hari

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Hari Live – Archiv 04.10.15 – 10.10.15

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Freitag 09.10.15 16:50 - Doji

So liebe Mitglieder, ich werkele fröhlich vor mich hin und was macht während dessen der Markt?

Der hat immer noch Auftrieb, der nun aber zunehmend abzuflauen scheint. Was ja auch kein Wunder ist.

Wir sehen im Chart nun einen -> Doji <-, auch "Indecision Candle" genannt:

S&P500 09.10.15

Sie sehen, den hatten wir schon am Dienstag und das aus dem gleichen Grund wie heute: Der Markt fragt sich, ob nun nicht mal ein Retracement überfällig ist.

Die Frage ist nach dieser tagelangen Rally nun auch mehr als berechtigt, am Dienstag wurde diese aber von den Bullen klar beantwortet.

Heute vor dem Wochenende, rechne ich aber eher nicht mit einer derart klaren Entscheidung zu Gunsten der Bullen, aber "you never know". Denn auch heute kommt immer dann Kaufinteresse in den Markt, wenn man denkt, dass er nun mal leicht korrigieren würde.

Ich habe Ihnen beschrieben woran das liegt und das ist eben das Verhalten eines Marktes, der nach oben will, weil die Marktteilnehmer glauben rein zu müssen, bevor der Zug endgültig den Bahnhof verlässt.

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Freitag 07.08.15 17:10 - Markt, First Solar und GDX

So liebe Mitglieder, der breite Markt eiert hin und her und kann sich nicht entscheiden - wie in Anbetracht der indifferenten Arbeitsmarktdaten zu erwarten war. Zu bemerken ist aber, dass die Momentum-Sektoren wie Biotech heute weiter korrigieren, wir sollten also davon ausgehen, dass der S&P500 erst einmal noch weiter runter zur unteren Begrenzung der Range will. Ansonsten kann ich zur Lage nichts Neues beitragen, wenn der Markt nichts Neues bietet.

Was Einzelaktien angeht, hängt Apple immer noch unentschlossen herum und First Solar bestätigt die Stärke nach den Zahlen. Wenn eine Aktie nach 18% Plus kaum etwas abgibt, heisst das, dass der Markt eine grundlegende geänderte Sicht entwickelt und das ist hier angemessen.

Übrigens, das vom Ego geprägte, so oft anzutreffende Festhalten an Fehlinterpretationen, sehen wir auch wieder bei RBC Capital Markets. Das sind die, die First Solar im Mai mit einem von 54 auf 34 USD gesenkten Kursziel so gedrückt haben, etwas was ich damals sehr kritisch kommentiert hatte. Begründung war damals unter anderem, dass das Unternehmen in der Effizienz der Dünnschicht-Module gegen die billigere Konkurrenz nicht mithalten kann.

Nun wird das "Underperform" bestätigt, das Kursziel aber verschämt von 34 auf 38 USD angehoben. Als Begründung wird erneut die mangelnde Visibilität der Projektpipeline moniert, was nun wirklich nichts Neues ist.

Wir lernen daraus, dass Analysten ebenso wenig gerne einen Fehler eingestehen, wie Anleger. Und während Analysten dann bei Ihren Urteilen bleiben, bleiben Anleger dann bei Verlustpositiionen dabei, weil das Ego dem mit dem Verkauf verbundenen Eingeständnis im Wege steht. Menschliche Natur ist halt universell. 😉

Wenn von zwei Analysten einer (RBC) eine Aktie bei 38 USD sieht und gleichzeitig ein anderer (Needham) bei 70 USD, hat einer von beiden offensichtlich das Geschäft nicht verstanden, die Frage ist nur welcher. Die Zukunft wird es zeigen.

Vor dem Wochenende will ich unseren Blick noch auf einen kurzfristigen Zock in einem der übelst verprügelten Sektoren des Marktes lenken. Es sind die Goldminen.

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Hari Live – Archiv 28.06.15 – 04.07.15

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Freitag 03.07.15 15:20 - Ruhe vor dem Sturm

So liebe Mitglieder, das ist mein letzter, kurzer Beitrag diese Woche. Sie sehen ja selber, dass am Markt wenig los ist und wir die Ruhe vor dem Sturm am Montag haben.

Eine kleine, nette Trading-Chance gab es bei K+S gestern, ich habe mich sowieso gefragt, warum der Markt da noch einmal unter 37€ als Kurs zulässt, denn Potash hatte ja klar gesagt, dass sie bereit sind nachzulegen und so ist K+S heute wieder 5% höher und die Chance verfrühstückt. Wobei ich davon ausgehe, dass das auch noch etwas höher gehen kann und Potash sich am Ende durchsetzt. Aber der mögliche Hub ist auch nicht mehr so gross, dass man deswegen innerliche Kopfstände machen muss. Das Thema ist aus Anlagesicht für mich abgehakt, für die Mitarbeiter und Region, geht es jetzt aber erst richtig los.

Eine Sache kann man heute in der oberflächlichen Ruhe schon sehen. Und das ist, wie sich die Marktteilnehmer absichern. So kriecht der VDAX zum Beispiel heute weiter hoch, obwohl es von den Kursbewegungen des Tages her, dafür keinen rechten Grund gibt. Gleichzeitig bröseln die Indizes selber ganz leicht.

Die Ursache davon ist natürlich die erwartete Volatilität am Montag und das macht nun Absicherungs-Positionen via Optionen und Puts immer teurer. Wer solche Absicherungen also nicht schon hat, sollte nun lieber echten Cash erhöhen, als noch Puts zu kaufen, die sind einfach zu teuer.

Für den Montag ist es auch wichtig, diesen Effekt zu verstehen. Denn das was wir hier erleben ist so eine Situation, in der sich nun jeder in Ruhe vorbereiten kann. Was bedeutet, dass jeder professionelle Anleger, dessen Gehirn nicht aus einer Pampelmuse besteht, sich nun auf die eine oder andere Art und Weise vorbereitet, abgesichert und/oder seine Positionen gehedged hat.

Das bedeutet aber auch, dass eine initiale, negative Reaktion vielleicht gar nicht mehr so negativ ausfallen wird, wie man ohne dieses Hedging im Vorfeld befürchten müsste. Umgedreht bedeutet es aber, dass Put Optionen in einem durch ein "JA" potentiell stark steigenden Markt, doppelt und dreifach verlieren werden, weil auch die Volatilität dann stark zurück kommt.

Machen Sie sich das bitte klar und seien Sie dann nicht böse überrascht, wenn ihre Puts am Montag noch übler verlieren sollten, als es durch steigende Kurse sowieso zu erwarten war. Wer jetzt noch nach Absicherung sucht, sollte also eher echten Cash erhöhen oder Index-Shorts von CFDs nutzen, die die Volatilitäts-Thematik nicht haben.

Summa Summarum kann man also sagen, der Ausgang am Sonntag ist offen, aber der Markt hatte genügend Gelegenheit, sich für einen negativen Ausgang vorzubereiten und das kann man klar heute an den Bewegungen erkennen. Ein Szenario, nach dem ein erster scharfer Einbruch sofort aggressiv gekauft wird, ist also keineswegs unwahrscheinlich.

Viel mehr haben wir aber nicht. Wer zocken will mag zocken, rational wäre aber, hier eine zum Markt neutrale Haltung einzunehmen, wie ich schon in der Frühe geschrieben habe.

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Hari Live – Archiv 08.02.15 – 14.02.15

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Freitag 13.02.15 16:50 - Wochenabschluss

So liebe Mitglieder, ich mache heute etwas früher Schluss, ich bin müde und es war eine wahrlich dramatische und aufreibende Börsen-Woche, wie fast jede in diesem Jahr 2015 bisher.

Der DAX ist in der erwarteten Konsolidierungsphase nach Erreichen der 11.000er Marke, während der S&P500 weiter stark ist. Aber auch da erwarte ich zum Wochenende hin in der zweiten Handelshälfte eher ruhigen Handel und leichtes Bröseln.

Gold hat im wichtigen 1220er Bereich erst einmal gedreht und das war auch nötig, um ein Durchfallen unter 1200 USD zu verhindern. Silber ist auffällig stark, ich vermute das ist ein Seiteneffekt der allgemeinen Stärke der Industrie-Rohstoffe, die wir gerade beobachten. Denn Silber ist ja ein Zwitter, einerseits Edelmetall und Notgeld und andererseits eben Industriemetall, das verbraucht wird.

Am Montag geht es dann gleich mit dem nächsten Finanzminister-Treffen der Euro-Zone in Sachen Griechenland los. Angela Merkel hat ihre Müdigkeit wohl überwunden und wurde von Schäuble zum Thema Griechenland gebrieft, auf jeden Fall hat sie nun heute wortwörtlich Schäubles Linie wiederholt und wie ich schon sagte denke ich, dass sie Schäuble dieses mal nicht noch einmal überstimmen wird, wie vor 3 Jahren.

Insofern wird der Montag spannend und der Markt hat wieder etwas, um sich zu sorgen. Am Liquiditätsdruck und der prinzipiell bullischen Marktlage, ändert das aber nichts.

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Hari Live – Archiv 04.01.15 – 10.01.15

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Freitag 09.01.15 17:10 – Wochenabschluss

So liebe Mitglieder, das war sie also bisher, die erste volle Handelswoche des neuen Jahres.

Falls diese für das ganze Jahr stilbildend sein sollte, wird vor uns ein Börsen-Jahr mit hoher Volatilität und massiven Swings liegen, ohne dass die Indizes am Ende zu stark vom Fleck gekommen sind. Das ist ein Szenario, das ich mir auch aus anderen Erwägungen gut vorstellen kann.

Ich kann daher nur noch einmal wiederholen, was ich schon eingangs der Woche sagte: ich glaube es kann nicht schaden, etwas „Feuerkraft“ in der Reserve zu halten, damit man weiter unten nachlegen kann.

Und es kann nicht schaden, sich intensiv mit den Techniken zu beschäftigen, mit denen man mit Swings in einem Zick-Zack-Markt Rendite generieren kann.

Ich habe in dieser Woche wieder viel geschrieben, sowohl Taktisches, wie Strategisches, sowohl Erklärendes, wie Aktuelles. Neuen Lesern fällt es bei der Menge an Informationen oft schwer, dabei den Überblick zu behalten und insbesondere die Zeithorizonte nicht durcheinander zu werfen.

Diesen sei gesagt, dass es in jedem Fall hilft, meine Beiträge in der richtigen zeitlichen Reihenfolge zu verfolgen, denn genau dafür habe ich Sie geschrieben, dass Sie meinen Gedanken in einer Börsenwoche folgen können.

Was den Zeithorizont angeht, möchte ich auch noch einmal auf dessen Wichtigkeit hinweisen.

So habe ich ja am Anfang der Woche explizit heraus gestellt, dass ich eher vorsichtig mit hohem Cash-Bestand in dieses Jahr gegangen bin. Und ich habe Ihnen gezeigt, wie bullisch nun „Mom and Dad“ in den US sind und wie hoch die Aktienquoten bei den privaten Anlegern sind.

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Hari Live – Archiv 05.10.14 – 11.10.14

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Samstag 11.10.14 10:30 - DAX aus US Sicht

Normalerweise produziert Rocco Gräfe nichts, was ich besonders erwähnenswert finde. Aber dieser Beitrag ist bemerkenswert:
-> DAX aus US Sicht <-

Denn er hat mit dem DAX Chart aus US Sicht Recht. Normalerweise ist es sinnlos, sich einen Hauptmarkt, wie hier den DAX, aus anderen Währungen anzuschauen, denn die belastbaren Marktstrukturen ergeben sich immer nur in der Hauptwährung und das ist in aller Regel die Landeswährung.

Deshalb schauen wir ja bei US Titeln nicht auf das in Euro dargestellte Chart, denn diese Muster wären sinnlos und ohne Aussagekraft.

Beim DAX aber haben wir eine extrem unterentwickelte inländische Börsenkultur und wissen daher auch, dass US Investoren genau so viel Feuerkraft aufbringen, wie die inländischen Investoren, die ihre Depots in Euro führen. Und deshalb ist die Sicht die Rocco Gräfe da aufmacht, nicht nur valide, sondern ein richtig guter Punkt!

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Hari Live – Archiv 28.09.14 – 04.10.14

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Freitag 03.10.14 16:00 - S&P500 Rebound

Der Rebound im S&P500 läuft mit Macht. Und wir können mal wieder der beeindruckenden Kraft einer iSKS zuschauen, genau der mit Nackenlinie 1950, die ich Ihnen gestern Abend 20:25 Uhr noch skizziert habe.

Alle wesentlichen Infos zur kurzfristigen Lage, kann man dem Chart entnehmen:

S&P500 03.10.14

Übrigens, der Eurostoxx geht verhalten mit und ist auch jetzt knapp 1% im Plus. Die US Börsen ziehen also Europa mit nach oben, das aber trotzdem im Vergleich klare Unterperformance zeigt.

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Der Stahlhändler Klöckner und die Macht der Wendeformation

Eine Aktie, die uns in der Community diesen Sommer ganz besonders viel Freude gemacht hat, ist der Stahlhändler Klöckner (KC0100).

Besonders viel Freude deshalb, weil seit Monaten alle Bewegungen hervorragend durch Markttechnik zu antizipieren waren und wir sehr frühzeitig eine inverse Schulter-Kopf-Formation (iSKS) erkannt haben, die uns dann erhebliche und schnelle Gewinne brachte.

Schon im Juni haben wir zu Recht vermutet, dass das Hoch vom Mai dazu diente, um dem Investor Knauf den Ausstieg zu guten Kursen zu ermöglichen. Mit dieser Vermutung war dann aber auch logisch verbunden, dass sobald die strategischen Verkäufe auslaufen würden, Klöckner eine ausgezeichnete Kaufgelegenheit generieren würde.

Das galt ganz besonders, weil in den US die Stahlbranche zunehmend brummt, was man in den Charts von US Steel oder AK Steel leicht nachvollziehen kann. Und Klöckner macht durch diverse Übernahmen mittlerweile 40-50% seines Umsatzes auf der anderen Seite des Atlantik. Klöckner ist also zur Hälfte ein amerikanischer Stahlhändler und kein rein deutscher oder rein europäischer - ein Umstand, der im Markt scheinbar erst langsam bei der Bewertung zum Tragen kommt.

Deshalb ist Klöckner auch grosser Profiteur der Dollar-Stärke, die ab Juli einsetzte und Klöckner mit rein in Europa fokussierten Stahlkonzernen wie Salzgitter in einen Topf zu werfen, ist deshalb schlicht verfehlt.

Aber all diese fundamentalen Argumente brauchten wir gar nicht, den das Chart hatte die nötigen Informationen in Perfektion für uns:

Klöckner 18.09.14

Da war zunächst die inverse Schulter-Kopf-Formation (iSKS), die dann an einer deutlichen Nackenlinie nach einigen Retests triggerte. Übrigens kann man zu Klöckner auch eine alternative Nackenlinie im Bereich des 38er Fibonacci-Retracements zeichnen - was ich hier nicht getan habe, um das Chart nicht zu unübersichtlich werden zu lassen.

Zu einer iSKS kann man ein Bewegungsziel errechnen, dass dann eine sehr gute Wahrscheinlichkeit hat, erreicht zu werden und das wurde auch kurz danach bei ca. 11,5€ erreicht, einer Marke die gleichzeitig nahezu das 61,8er Fibonacci Retracement darstellt. Das Bewegungsziel für die oben genannte alternative Nackenlinie liegt sogar bei über 12€.

Bewegt sich eine Aktie nach einem Einbruch schnell über das 50er Fibo-Retracement zurück, erhöht das deutlich die Wahrscheinlichkeiten, dass der Einbruch komplett wett gemacht wird.

So passte es perfekt ins Bild, dass Klöckner nach dem Erreichen des Bewegungsziels eine klare Bullenflagge ausbildete, die nun auch getriggert wurde und damit den Boden für eine Rückkehr zu den alten Hochs bereitet.

Wer nun also aggressiv in der Aktie Long ist, setzt seinen Stop unter das Tief der Bullenflagge, sichert so den überwiegenden Teil der Gewinne und geniesst ansonsten die weitere Bewegung.

Im grossen Bild macht Klöckner fundamental wie charttechnisch weiter einen guten Eindruck und man kann nun einfach dabei bleiben, nach unten abgesichert wie beschrieben.

Klöckner ist auf jeden Fall wieder ein Musterbeispiel dafür, wie alle relevanten Informationen im Chart enthalten waren, man brauchte nur die Disziplin, diese Signale auch für Handlungen zu nutzen. Manchmal ist Börse wirklich so einfach.

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Hari Live – Archiv 07.09.14 – 13.09.14

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Hari Live - Archiv 07.09.14 - 13.09.14

Freitag 12.09.14 17:05 - Wochenabschluss

So liebe Mitglieder, der Markt ist so ruhig und "langweilig", dass ich nun Schluss mache und nicht mehr auf die Schirme starre.

Vielleicht haben wir ja im Forum über das Wochenende die Chance, diesen Investment-Ansatz "ala Sequoia Capital" zu diskutieren, den ich recht spannend finde und der zusammen mit einem markttechnischen "Hedging" der Gesamtposition, einen interessanten Zwitter zwischen individueller Absicherung und breitem Investment darstellt.

Hier noch etwas Hintergrund zur verschwiegenen -> Sequoia Capital <-

Und natürlich können wir einen Ansatz wie Sequoia nicht wirklich fahren, weil dazu muss man in die Unternehmen und das Insiderwissen haben. Und Sequoia verdient vor allem am Weg zum Börsengang und nicht an Kursteigerungen danach.

Was ich hier mache, ist also ein ganz eigener Misch-Ansatz, der sich auf der einen Seite von so einer Diversifizierung nach dem Motto "einer kam durch" ala Sequoia inspirieren lässt, andererseits dann aber doch auf Markttechnik setzt, nur eben nicht für jedes Einzelunternehmen, sondern nur für den Sektor als Ganzes!

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