Der DAX, die Krim, China und Kupfer – da stimmt was nicht !

Aufmerksamen Beobachtern des Marktes fallen derzeit zwei Anomalien auf, die Anlass zur Irritation geben.

Die erste Anomalie, ist die massive relative Schwäche des DAX gegenüber fast allen anderen Indizes, egal ob es sich um den S&P500 oder weiter westlich befindliche europäische Indizes, wie den spanischen IBEX35 handelt.

Ich will Ihnen dazu nun ein eindrucksvolles Chart zeigen, das wohl kaum Zufall ist und das in meinen Augen die Antwort beinhaltet:

DAX vs S&P500 11.03.14

Sie sehen den direkten Vergleich des Leitindexes S&P500 und des DAX. Und Sie sehen, dass der DAX seit Anfang März beeindruckende und sehr ungewöhnliche 5%! relative Performance zum S&P500 verloren hat.

Schauen wir auf die Zeitskala, sehen wir auch, dass diese relative Schwäche in dem Moment einsetzte, in dem Russland auf der Krim seine Muskeln und seine rote Linie zeigte, hinter die es wohl nicht mehr zurückweichen wird. Das Chart zeigt uns, es geht den Investoren nicht um die Ukraine, die ist wirtschaftlich unbedeutend. Es geht um das Verhältnis Russlands zum Westen und im speziellen zur EU. Und unter einem aufkommenden neuen Konflikt, wird primär die deutsche Wirtschaft leiden, dicht gefolgt von Österreich oder Finnland - alles Länder die traditionell gute Wirtschaftsbeziehungen mit Russland haben.

Bedenken Sie bitte auch, das der DAX nicht von deutschen, sondern primär von den Handlungen angelsächsischer Grossinvestoren (institutionelles Geld) bestimmt wird. Und diese haben scheinbar ein Wahrnehmung entwickelt, die ich teile: Der Konflikt um die Krim und die Ukraine wird nicht schnell verschwinden, wir sehen viel eher den Beginn einer neuen strategischen Grosswetterlage, eine Gezeitenwende im Verhältnis Russlands zur EU.

Diese institutionellen Investoren können aber weltweit anlegen und brauchen wirklich den DAX nicht, um ihr Kapital arbeiten zu lassen. Und wenn diese nun langfristig Kapital aus dem DAX abziehen und in andere Märkte umschichten, dann war es das mit den Hochs beim DAX, dann muss man den Blick deutlich nach unten richten.

Ich habe diese Vermutung schon seit letzter Woche und wir haben das im Premium-Bereich intensiv besprochen. Dieses Chart bestätigt die Vermutung und der DAX scheint nicht mehr der Index zu sein, in dem man unbedingt sein muss.

Schauen wir auf ein detailliertes Chart mit Tageskerzen, sehen wir, dass der DAX nun auch eindeutig ein tieferes Hoch generiert hat, das oft das erste Signal für eine vollzogene Topbildung darstellt. Das Beste was dem DAX nach meiner Erwartung in der aktuellen Situation nun passieren könnte, habe ich im Chart eingezeichnet: ein fortdauernde Seitwärtsbewegung, an deren Ende durch eine überraschende Lösung des Konfliktes zwischen EU und Russland, dann doch noch der Schub zur 10.000er Marke kommt. Das Szenario einer vollzogenen Topbildung und damit einer bevorstehenden scharfen Korrektur, ist aber ebenso wahrscheinlich !

DAX 11.03.14

Schauen wir Richtung China, sehen wir eine zweite Anomalie, die sich derzeit natürlich auch negativ auf den DAX auswirkt.

Am 07.03. hat es den ersten Default (Ausfall) einer Unternehmensanleihe in China gegeben. Bisher wurde das nicht zugelassen und durch das staatsgesteuerte Bankensystem immer aufgefangen. Auf die Märkte wirkt das wie ein Fanal und löst massive Ängste aus, zumal die sonstigen Wirtschaftsdaten aus China auch zweifelhafte Signale geben.

Am stärksten reagiert der Markt dabei über das Industriemetall Kupfer (Dr. Copper), das bisher als zuverlässiger Indikator für den Zustand der Weltwirtschaft galt. Ein Blick auf die kontinuierliche Darstellung des US Coppper Futures, zeigt den massiven Einbruch und die zeitliche Koinzidenz zum Corporate Bond Default in China:

Copper 11.03.14

Gleichzeitig stehen die Indizes in den US aber immer noch nahe der Höchststände und die US Wirtschaft scheint langsam aber sicher Fahrt aufzunehmen. Ein Spiegelbild des realen industriellen Bedarfs kann dieser Absturz bei Kupfer also nicht sein. Es ist eher der Versuch des Marktes, die Zukunft zu antizipieren und ein spekulatives Element spielt dabei mit Sicherheit eine Rolle.

Ob es in China nun wirklich zu einer Kreditkrise kommt, die schon lange vorher gesagt wird, ist völlig offen. Zu undurchsichtig sind die Daten und zu intransparent die politische Einflussnahme, als das man hier verlässliche Schlussfolgerungen ziehen könnte. Aber das Risiko ist da und wir können nur hoffen, dass Dr. Copper hier nur von Spekulanten nach unten gezerrt wurde. Das Chart impliziert zumindest, dass nun eine technische Gegenbewegung anstehen könnte.

Summa Summarum haben wir aber mit hoher Wahrscheinlichkeit Abflüsse von institutionellem Geld aus dem DAX, basierend auf einer strategischen Lagebeurteilung rund um Russland und die EU. Wir haben weiterhin das Damoklesschwert einer Kreditkrise in China, das den exportlastigen DAX besonders treffen würde. Und wir haben in Deutschland eine grosse Koalition, die in Selbstgefälligkeit Wohltaten verteilt und die Lehren völlig vergessen hat, die andere Länder wie Frankreich gerade schmerzhaft lernen müssen.

In Summe steht es um die Weltwirtschaft und die weltweiten Aktienmärkte gar nicht so schlecht und der Leitindex S&P500 befindet sich nach wie vor in einem etablierten Aufwärtstrend. Insofern muss der DAX nun keineswegs zwingend einbrechen und die aktuelle Schwächephase kann in Summe an den Weltmärkten eine gute Kaufgelegenheit sein. In Anbetracht der unveränderten Politik der Notenbanken, spricht viel für eine Fortsetzung des Bullenmarktes.

Aber ob man sein Kapital in den kommenden Woche und Monaten nun unbedingt gerade im DAX arbeiten lassen muss, darf aufgrund der drei genannten Parameter durchaus bezweifelt werden.

Relativ gesehen, gibt es für mich auf der Welt derzeit bessere Opportunitäten als den DAX. Wenn Sie diese kennenlernen wollen, stossen Sie zur Mr-Market Community dazu ! Denn die Anlagewelt ist gross, nutzen wir ihre Möglichkeiten !

Ihr Hari

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Rio Tinto und die Stärke des Rohstoff-Sektors

Heute möchte ich Sie - ohne weitere Analyse - einfach nur auf eine bemerkenswerte Entwicklung aufmerksam machen.

Der lange schwächelnde Rohstoff-Sektor zeigt seit Anfang Februar deutliche Stärke und das nicht nur beim hier besprochenen Thema Gold und Silber.

Musterbeispiel dafür ist die Aktie des weltweit agierenden Rohstoffriesen Rio Tinto (WKN: 852147), die hier im Londoner Chart deutlich sichtbar, einen bemerkenswerten Ausbruch nach oben produziert:

Rio Tinto 12.02.14

Diese Entwicklung ist um so interessanter, als die Währungskrise der Emerging Markets deren Einfuhren an Rohstoffen eigentlich belasten sollte und gerade in den Emerging Markets sind doch die rohstoffintensiven Bautätigkeiten am stärksten ausgeprägt, während in Europa die Konjunktur immer noch zweifelhaft ist.

Wenn aber eine Aktie oder ein ganzes Segment trotz durchwachsener Nachrichten nach jahrelanger Schwäche nach oben schiebt, sollte man da genau hinschauen. Und insofern ist der gesamte Metals & Mining Sektor mit all seinen ETFs und Firmen nun in den kommenden Monaten vielleicht einen Blick wert ! Kurstechnischer Nachholbedarf existiert dort allemal. Und es gibt eine ganze Reihe von Untersektoren wie Uran oder Kupfer, die sich in interessanten Ausgangslagen befinden.

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DAX & S&P500 – Das grosse Bild der Märkte – Börsenjahr 2014 mit erhöhten Risiken

Seit dem Start des neuen Börsenjahres sind nun ca. 3 Wochen vergangen und man kann schon heute erste Indikatoren feststellen, die auf einen anderen Verlauf in 2014 als im Vorjahr hindeuten.

So scheint zum Beispiel alles wo "Mine" darauf steht, seit Jahresanfang neue Liebhaber zu finden. Deutlich zu sehen natürlich bei den Gold- und Silberminen, die nun klare Geldzuflüsse verzeichnen und zumindest kurzfristig eine positive Price-Action verzeichnen. Die gestrige Stärke von GDX, GDXJ, SIL und Co. in Anbetracht fallender Preise bei den Metallen selber, war schon beeindruckend und verfolgen wir hier im Premium-Bereich genau.

Aber auch in anderen Bereichen, von Kupfer bis Uran, sind klare Lebenszeichen zu verzeichen. Schauen Sie zum Beispiel mal, was die Kursentwicklung beim Uran Weltmarktführer Cameco (WKN: 882017, CCJ) gerade macht ... beeindruckend! Aber darüber will ich heute nicht schreiben, das tun wir in der Community täglich im Premium-Bereich.

Ich führe diese Fälle nur an, um zu zeigen, dass sich mit dem Jahreswechsel etwas an den Märkten zu verändert haben scheint und die Liquiditätsströme scheinbar neue Flussbette suchen. Gleichzeitig sind die alten Trends und Reflexe aber noch da und keineswegs ausser Kraft gesetzt.

Wunderschön kann man das im Chart mit Stundenkerzen des weltweiten Leitindex S&P500 sehen, der seit Jahresanfang 2014 nicht vom Fleck gekommen ist:

S&P500 22.01.14

Jetzt ist es durchaus möglich, dass das nur eine Konsolidierung vor dem nächsten Schub ist und ich habe eine angedeutete iSKS Wendeformation eingezeichnet, die man mit etwas Phantasie dort erkennen kann. Aber trotzdem ist das eine Veränderung der Situation gegenüber 2013. Trotz guter Gelegenheiten, fehlt den Bullen 3 Wochen lang die Kraft zum Ausbruch - das sollten wir uns in unseren Notizbüchern deutlich markieren.

Im grösseren Bild bis 2012 zurück zeigt uns der S&P500 dann, dass bisher nichts passiert ist. Insofern hat der Aufwärtstrend weiter unser Vertrauen verdient und es wäre töricht, sich dem nun einfach so entgegen zu stellen. Aber klar ist auch, dass wir unbedingt genau definierte Ausstiegspunkte brauchen, um uns schnell mit dem Fallschirm vom Geschehen abzusetzen. Denn wenn der Markt dann mal beliebt nach unten zu laufen, kann das nach so einer Bewegung sehr schnell sehr übel werden.

S&P500 22.01.14 Tag

Besondere Bedeutung räume ich dabei dem Stop 2 im Chart ein, der mit den Tiefpunkten des Kampfes kurz vor Weihnachten 2013 korreliert, bevor der S&P500 dann zur Jahresendrally ansetzte. Wenn diese Zone fallen sollte, werde ich sehr vorsichtig werden !

Übertragen auf den DAX, sieht das Bild natürlich ähnlich aus. Da der DAX in der Mehrzahl von angelsächsischen Investoren dominiert wird, ist er im grossen Bild ein Abbild seines Herrchens, des S&P500. Allerdings läuft er mal etwas vor und bleibt manchmal etwas zurück. Und zuletzt ist der DAX vorgelaufen, wie man eindrucksvoll am langfristigen Chart mit Wochenkerzen sieht:

DAX 22.01.14 Woche

Wir sehen zwei! Trendbeschleunigungen im Anstieg seit 2011 und auch wenn auch hier der Trend unser Freund ist, ist doch auch klar, dass es mit dieser Beschleunigung nicht ewig so weiter gehen kann und die Risiken langsam steigen.

Insofern sollte man auch im DAX dabei bleiben und den Aufwärtstrend respektieren, aber auch hier müssen klare Ausstiegs-Marken her, an die man sich dann auch hält. Das Chart mit Tageskerzen zeigt dabei, wo es ernst werden könnte.

DAX 22.01.14 Tag

Als erstes leichtes Warnsignal betrachte ich, falls die 9700 kurzfristig unterschritten werden. Richtig ernst wird es aber erst in der Zone bei Stop 1 und die bullische Aufwärtsbewegung kommt erst in der Zone bei Stop 2 ernsthaft in Gefahr.

In diesem Sinne bedeuten die Charts nun nicht, dass man nun einfach blind aussteigen muss, nur weil die Märkte schon weit gelaufen sind. Machen Sie sich klar, dass der DAX problemlos über 10.000 und selbst etwas darüber hinaus steigen kann. Und das Trends gerne länger laufen, als wir uns vorstellen können. Oder konnten Sie sich im Herbst 2011 - als diese Bewegung bei 5000 Punkten begann - den Verlauf bis heute im DAX vorstellen ?

Die Wahrscheinlichkeit, dass wir im Laufe von 2014 aber die scharfe Korrektur erleben, die in 2013 fehlte, ist verdammt hoch. So hoch, dass man damit rechnen sollte und dafür immer klar wissen sollte, an welchen Stellen man konsequent seinen Fallschirm auspackt und mit einem Lächeln, das dann trudelnde Flugzeug seinem Schicksal überlässt.

Und das muss gar nicht mal bedeuten, dass der übergeordnete Bullenmarkt schon am Ende ist, so eine Korrektur kann einfach nur mal wieder der frische Wind sein, der nötig ist, um die Aufwärtsbewegung fortsetzen zu können. Aber auch ein Minus von 20% fühlt sich ziemlich übel an, wenn man ungeschützt mitten drin steckt und das können und sollten wir uns ersparen, wenn wir einfach nur schauen, was uns der Markt mit seinen Bewegungen sagt.

Mitnehmen was der Markt hergibt und dabei trotzdem aufmerksam und vorsichtig zu bleiben, ist kein Widerspruch. Es zeichnet vielmehr den erfolgreichen Anleger und Trader aus !

Ihr Hari

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Kupfer, die Liquidität und der unbesiegbare Markt

Eine kurze Ergänzung habe ich noch zu meinem Artikel von heute Morgen. Eine Ergänzung, die wunderschön zeigt, wie merkwürdig und artifiziell der Markt geworden ist.

Sie wissen ja, dass Kupfer - auch Dr. Copper genannt - ein hervorragender Indikator für die Weltkonjunktur ist. Oder zumindest war.

Nun schauen Sie mal, was Kupfer gestern gemacht hat:

Kupfer 14.11.13

Kupfer ist nun mit Macht aus einer mehrmonatigen Konsolidierung nach unten weggebrochen. Und sendet damit das Signal von deflationären Tendenzen in der Weltwirtschaft. Und gleichzeitig schieben die Märkte aufgrund von Lippenbewegungen der neuen FED Notenbankchefin nach oben.

Da braucht man wirklich eine neue Ökonomie dafür, um das ökonomisch zu verstehen. Blendet man die Ökonomie aber aus und betrachtet nur die notenbankinduzierte Liquidität im Grossbankensystem - die alles wie frischer Schnee im Winter überdeckt - dann ist das alles völlig logisch und keineswegs unsinnig.

Wir sehen hier also erneut: die Liquidität bestimmt die Märkte, weit vor allen anderen Erwägungen. Und deswegen hängen die Märkte auch zu Recht so an den Lippenbewegungen der Notenbanker. Und deshalb haben wir historische Höchststände, während Dr. Copper einbricht.

Bernanke, Yellen, Draghi und Co. haben sich da eine Menge auf die Schultern geladen - genau genommen die ganze Welt - und sich zu den wahren neuen "Masters of the Universe" aufgeschwungen. Ich hoffe nur sehr, dass die wissen was sie tun. Wobei meine Ratio mir sagt, dass die genau so auf Sicht im Nebel fliegen, wie wir alle. Und dieser Gedanke sorgt nicht unbedingt für ruhigen Schlaf.

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Massive Insiderkäufe beim Kupfer-Produzenten Freeport McMoran (WKN: 896476, FCX)

Eines der vielen erfolgreichen Setups, mit denen wir im Premium-Bereich im Moment viel Freude haben, ist der grosse Kupfer-Produzent Freeport McMoran (WKN: 896476, FX).

Am 15.10. haben wir bei 33,88 USD das Long-Setup eröffnet, weil die auf der Trendlinie aufsitzende Bullenflagge im Chart überdeutlich zu sehen war. Danach ging es auch rapide und in kurzer Zeit, um mehr als 10% hoch und nun scheint Freeport McMoran erneut eine Bullenflagge zu bilden. Diese hat noch etwas Luft nach unten bis ca. 35 USD, hat aber erneut gute Chancen, danach mit Momentum nach oben aufgelöst zu werden.

Freeport McMoran 12.11.13

Diese bullische Sicht bekommt aber auch Unterstützung aus einer ganz anderen Ecke, von den Insiderkäufen nämlich. Schauen Sie mal hier bei den -> Insider Daten zu FCX <-, wie die Insider zuletzt in sehr grossem Volumen konsistent zugekauft haben. Entscheidend sind in der Liste primär die grünen im Verhältnis zu den roten Zeilen. Achten Sie auch darauf, wie auf dem Höhepunkt des Rohstoffzyklus im Jahr 2010 und 2011 fast nur Insiderverkäufe bei FCX auftraten. Und nun wird massiv im Millionen-Umfang, vom Management in das eigene Unternehmen investiert.

Beachten Sie auch, dass bei Insidertransaktionen die Käufe weit bedeutender sind als die Verkäufe. Verkaufen muss man aus vielen Gründen und das muss nicht zwingend immer ein Misstrauensurteil über das eigene Unternehmen sein. Manchmal will man sich einfach eine Immobilie kaufen oder will mehr diversifizieren oder muss eine Steuerschuld tilgen. Sich ins eigene Unternehmen mit eigenem Geld einkaufen, tut man dagegen in der Regel nur, wenn man von der positiven Entwicklung überzeugt ist. Dieses zumal man in dem Unternehmen sowieso schon durch seinen Job eine Art "Klumpenrisiko" hat. Insiderkäufe sind also starke Signale, zumal wenn sie so geballt auftreten.

Alles in allem habe ich auf jeden Fall schon schlechtere Setups gesehen. Erste mögliche Stoplinie ist wie immer die Trendlinie, ein harter Stop gehört aber im Sinne der Trendfolge erst unter das Tief der letzten Bullenflagge und damit unter die 200-Tage-Linie bei ca. 32 USD.

Und das Schöne an der wachsenden Mr-Market Community ist, solche attraktiven Setups kommen nicht nur von mir, sondern mittlerweile auch aktiv von anderen Lesern. So hat zum Beispiel unser Leser "Jabal", diese Situation vor ca. einer Woche auch schon erkannt und im Forum kommuniziert.

Die individuelle Fortentwicklung weg vom sinnlosen Raten, Spekulieren und Prognostizieren mit "Konjunktivitis" trägt zunehmend Früchte. Und klare, rationale definierte Setups, haben mit Wünschen und Hoffnung auch herzlich wenig zu tun. Sie sind vielmehr das kalte, unemotionale Spiel mit Wahrscheinlichkeiten und dieses rationale Handeln füllt am Ende das Depot, nicht die Hoffnung und auch nicht das Ego, das sich gerne mit "grossen" Prognosen aus dem Fenster lehnt.

Ihr Hari

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Rio Tinto, BHP Billiton und Co. – Rohstoffe vor der Wende ?

Ich habe das Thema hier schon mehrfach angesprochen, zuletzt hatte ich das Chart hier im Artikel von letztem Freitag. Und im Premium-Bereich sind wir schon seit Juli am Thema dran.

Aber man kann es gar nicht oft genug wiederholen: der Rohstoff-Sektor sendet massive Signale der Wende !

Ich könnte Ihnen die Charts von China zeigen, die ähnlich aussehen oder auf die chinesischen Wirtschaftsdaten verweisen, die zuletzt verhalten positive Signale sendeten. Ich könnte Sie darauf hinweisen, dass der extrem verprügelte Australische Dollar möglicherweise eine Bodenbildung vollzieht oder Ihnen erneut das Chart von Kupfer zeigen. Ich könnte Ihnen zeigen, wie US Kohle ebenso wie Stahlwerte trotz schlechter Nachrichten nicht mehr fallen und erste Lebenszeichen zeigen. Und ich könnte Ihnen noch vieles andere zeigen.

Alle diese Indikatoren weisen aber in eine Richtung, die man wie im Brennglas in den Kursen der grossen Rohstoff-Riesen wie Rio Tinto (WKN: 852147), BHP Billiton (WKN: 850524) oder Anglo American (WKN: A0MUKL) sehen kann. Und diese Rohstoffriesen, werden zum Beispiel im ETF iShares Europe 600 Basic Resources (WKN: A0F5UK) zusammen gefasst.

Und ich könnte Ihnen erneut erklären, dass der ganze Sektor extrem zyklisch ist und es völlig normal ist, dass er zwischen Hosianna! und Weltuntergang, zwischen Boom and Bust, hin und her schwingt. Und auch wenn man nie weiss, wie lange eine Depression dauert und wann der Zyklus wieder anspringt, man kann sich doch darauf verlassen, dass es irgendwann wieder passieren wird.

Und nun schauen Sie mit mir erneut beispielhaft auf das Chart obigen ETFs mit Tageskerzen:

Basic Resources 05.09.13

Und Sie sehen, wie sich nun unter unserer Beobachtung eine fast vollendete inverse Schulter-Kopf-Schulter Formation heraus gebildet hat. Noch ist die Nackenlinie nicht durchschlagen, die auch noch mit der 200-Tage-Linie korreliert. Und insofern ist der Trade noch nicht in Gang gesetzt, aber schon jetzt sieht das sehr vielversprechend aus.

Klar ist auf jeden Fall, dass hier grosse Chancen liegen, wenn die Weltkonjunktur nun wirklich ans Laufen kommen sollte und auch Europa aus seinem Tal der Tränen heraus finden würde. Und ich muss hoffentlich hier nicht immer wieder erwähnen, dass grosse Chancen nie ohne ebenso grosse Risiken daher kommen. Aber wie man sich hier absichert, sollte in Anbetracht dieses Charts jedem klar sein und wenn doch nicht, lade ich Sie ein, zur Mr-Market Community dazu zu stossen, die erklärt Ihnen schon, wo hier eine Absicherung hin gehört.

Ich werde mir diese Chancen auf jeden Fall nicht entgehen lassen und bin seit Mitte Juli im Sektor auf der Long-Seite engagiert, bisher mit viel Spass und schönen Gewinnen. Wenn diese Nackenlinie aber wirklich durchschlagen wird, dürfte der Spass durchaus noch in eine zweite Halbzeit gehen.

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Charts des Sommers – Dr. Copper gerät in Wallung !

Eines der wichtigsten Charts überhaupt, das Sie sich in dieser Phase des Marktes unbedingt vor Augen führen sollten, ist der Chart des Industriemetalls Kupfer, auch Dr. Copper genannt.

Denn Dr. Copper ist traditionell ein hervorragender Indikator für wirtschaftliche Aktivität. Und die nachrichtliche Untermalung dieser Bewegung sind derzeit gute Wirtschaftsdaten aus den US, konjunkturelle Hoffnung in Südeuropa und ein China, dessen Daten auf Stabilisierung hin deuten.

Und nun schauen Sie mal mit mir auf das Chart von Kupfer in USD mit Tageskerzen seit Ende 2012:

Kupfer 09.08.13

Und dieser Ausbruch wird derzeit quer durch die Märkte im Grundstoffsektor, bei Öl aber auch bei Gold bestätigt. Schauen Sie alleine mal, was eine Freeport McMoran (WKN: 896476) oder die Goldminen gestern an der Wallstreet gemacht haben.

Der Inflationstrade schickt sich also scheinbar an, Momentum aufzunehmen. Und das hat Auswirkungen, gerade auch auf die breiten Indizes und auf die favorisierten Sektoren. Es ist durchaus möglich, dass wir gerade eine Gezeitenwende an den Märkten beobachten.

Und ich will auch an -> diesen <- Artikel erinnern. Die Welt ist nicht so einfach, dass man anziehende Konjunktur und steigende Rohstoffpreise pauschal mit steigenden Aktienindizes gleich setzen könnte. Denn hohe Rohstoffpreise erzeugen Druck auf die Margen.

Diese Zusammenhänge besprechen, beobachten und traden wir regelmässig im Premium-Bereich. Hier sei Ihnen nur ein genauer Blick auf Dr. Coppers Raketenstart ans Herz gelegt !

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Crash und Panik an den Rohstoffmärkten

Ein Bounce, wie von mir gestern Abend für heute oder Freitag als gut möglich erachtet, sieht wirklich anders aus. Eine Mischung aus Enttäuschung über die FED, Ratingabstufungen bei Banken und vor allem grosse Ängste vor einem Konjunkturabriss in den Emerging Markets und insbesondere China, haben die Märkte in einen Sturzflug versetzt, dessen brachiale Dynamik ich so nicht erwartet hatte.

Über 3% Minus im S&P500 sind schon übel, aber besonders schlimm wurden nahezu alle Rohstoffe getroffen. Der rohstoffreiche russische Aktienmarkt fiel heute 10% ! Silber -10% ! Öl -6% ! Goldminen, Kupferminen ganz egal – alles was mit Rohstoff zu tun hat, wurde heute brutal abverkauft. Ehrlich gesagt, kann ich heute Abend mitten im Gefechtslärm der Märkte ausser diffusen Ängsten auch noch keine Gründe erkennen, warum gerade heute die Rohstoffe so abgestürzt sind. Denn diese Faktoren gibt es ja nun schon seit Wochen und sind nichts Neues.

Eine mögliche Erklärung und ganz typisch für Mr. Market ist, dass nun schlicht die Zeit dafür reif ist. Denn bei jeder grösseren Baisse werden am Ende auch die bisherigen sicheren Häfen zerlegt. Und die Rohstofftitel hatten sich bisher ganz passabel gehalten. Die Baisse scheint nun also in die entscheidende Phase zu treten, die typischerweise noch einmal von massiven Verlusten geprägt ist.

Kurzfristig sind wir nun aber technisch so nach unten überdehnt, dass Morgen Freitag oder nächste Woche durchaus noch die eine oder andere Gegenbewegung kommen kann, zumal das Window-Dressing zum Quartalsende sicher stützen wird. Ausserdem gab es heute wenigstens den Lichtblick, dass wir die 1120 im S&P500 verteidigt haben. Aber für Oktober sind nun Zielkurse von 1000 im S&P500 und 4500 im DAX im Visier. Schon faszinierend, wenn man sich vor Augen hält, wo wir vor 2 Monaten noch standen.

Wer so klug war sein Pulver trocken zu halten, kann sich nun zunehmend die Hände reiben. Denn wenn diese Phase durch die Märkte gelaufen ist, werden wir bei vielen Titeln wieder Niveaus erreicht haben, die höchst attraktive Einstiegskurse darstellen. Auch wenn es sich heute Abend verrückt anhört, es wird auch wieder die Sonne scheinen. Das gilt insbesondere für die Rohstofftitel, denn die grundlegenden Treiber bleiben intakt. Es kann gut sein, dass wir nach einem schwierigen Oktober deswegen noch eine mächtige Jahresendrally erleben, so fern sich das heute auch anhören mag.

Und vielleicht lernen unsere europäischen Politiker ja auch irgendwann, dass man Griechenland in die Insolvenz schicken und gleichzeitig die Reihen der verbleibenden Euro-Mitglieder kompromisslos schliessen muss. Dann sehen wir auch schnell wieder eine Stabilisierung der Euro-Zone. Jeder Mediziner weiss schliesslich auch, dass man infiziertes Fleisch heraus schneiden muss, wenn man vermeiden will das der ganze Körper infiziert wird.

Bis die Politik zu dieser Erkenntnis kommt und der EFSF endlich steht, haben wir aber wohl noch turbulente Wochen vor uns. Sollte zum Quartalsende noch ein kleiner Bounce kommen, ist das möglicherweise der letzte Exit vor dem Tunnel. Mal schauen wo wir auf der anderen Seite des Tunnels dann im Oktober rauskommen.

Noch ein Wort zum Gold. Sollte Gold jetzt endlich korrigieren, würde ich mich darüber freuen. Bei 1400-1500 USD liegen starke Unterstützungen und spätestens da ist Gold dann wieder ein hoch attraktiver Kauf. Denn die Probleme der Staaten mit ihren Schulden werden uns auf Jahr begleiten und letztlich gibt es neben dem kompletten Zusammenbruch des Weltfinanzsystems nur eine Lösung für die Schulden: diese durch Drucken von Geld weg zu inflationieren - so wie die USA das auch nach dem zweiten Weltkrieg schon gemacht haben. Das ist ein ideales Umfeld für Gold auf Jahre. Sollten die schwachen Hände Gold jetzt panisch verlassen, ist das wahrscheinlich eine grosse Chance.

Auf jeden Fall wünsche ich uns allen einen goldenen Herbst und insbesondere Oktober … zumindest beim Wetter haben wir da ja auch Chancen …