Mittagslage 30.05.19



Guten Morgen am Feiertag, bzw ein verfrühtes "Guten Appetit!" 😉

Die gestrige zweite Handelshälfte an der Wallstreet, brachte keine grundlegende Änderung. Ein paar Schnäppchenkäufer haben den Index stabilisiert, ansonsten gab es keine Änderung der Lage:

Im großen Bild wiederhole ich das schon gestern gezeigte Szenario:

Dieses Lagebild ist auf den drei Zeitebenen wie folgt zu beschreiben:

Kurzfristig (in den kommenden Tagen), hat nun ein Bounce eine gute Chance, der wenn er Fahrt aufnimmt, problemlos bis zur 50-Tage-Linie laufen kann.

Wir haben die 200-Tage-Linie getestet und das Sentiment ist - wenn auch nicht extrem - doch schon recht sauer geworden, Fear & Greed ist nun zum Beispiel bei 23 und damit im "Extreme Fear" Bereich.

Im Forum wurde anhand der Put/Call Ratio diskutiert, ob das bei CNN "Fake News" seien. Kann sein, kann auch nicht sein, ich halte mich da heraus. Denn selbst wenn man nun unter hohem Aufwand herausfinden könnte, wie genau hier gemessen wird, kann die Berechnung schon eine Woche später wieder anders sein.

Das ist ein Grundsatzproblem so "öffentlicher" Parameter, weswegen man diese auch nie für sich alleine betrachten darf. Aber auch andere Parameter deuten ja darauf hin, dass die Marktteilnehmer sich schon weitgehend auf einen schwierigen Sommer vorbereitet haben und insofern passt das, egal ob der Wert nun "exakt" ist oder nicht. Im Übrigens haben wir uns ja auch schon vorbereitet und halten (hoffentlich) überdurchschnittliche Cash-Quoten, warum sollen die anderen dann dümmer als wir sein?

Ich halte die Aussage der "Messung" für schlüssig, dass große Skepsis und Vorbereitung auf Ungemach schon im Markt ist und wie der Wert dann wirklich exakt ist, bleibt nebensächlich.

Kurzfristig sollten wir aufgrund dieser Ausgangslage eher davon ausgehen, dass hier bald ein Bounce kommt, als nun sozusagen als Letzter auch noch Panik zu bekommen.

Mittelfristig (über die folgenden Wochen) zeigt uns die obige Projektion aber, dass wir uns in einem Abwärtstrend mit niedrigeren Hochs befinden. Und es sieht im Handelskonflikt wirklich nicht so aus, als ob da eine schnelle Einigung möglich ist. Noch richten sich beide Gorillas auf und trommeln auf ihre Brust um den anderen zu beeindrucken, es muss wohl erst schlimmer werden, damit die nötige Demut zur Einigung eine Chance hat.

Wir sollten also weiter von einem schwierigen Sommer ausgehen und wenn sich das doch schnell politisch ändert ist das toll, darauf blind zu vertrauen, macht aber im Moment keinen Sinn.

Aufmerksam sollte uns aber machen, wenn ein Rebound den Abwärtstrend brechen sollte, wenn also der SPY im Bounce über die Hochs von Mitte Mai steigen kann. Dann muss man die skeptische Sommertheorie wohl adacta legen, dann dürfte es aber auch von der Handelsseite Nachrichten geben, die diese Bewegung gestützt haben.

Langfristig (über die kommenden Monate zum Jahresende) ist dieser Markt weiter intakt und eine 5-10% Korrektur nach der massiven Q1 Rally völlig normal und gesund. Die FED wird weiter Taube bleiben und im Zweifel sogar mit Zinssenkungen unterstützen, die Chance auf eine Einigung im Handel ist weiter da und Trump will immer noch eine Wahl gewinnen und kann keine Rezession gebrauchen.

Mit Blick auf das Jahresende gibt es im Markt derzeit nichts, was bei mir Panik oder massive Sorgen auslöst. Die Wahrheit liegt auf dem Platz und auf dem Platz wird bisher eine normale Korrektur gespielt, die auch einen nachvollziehbaren Auslöser hat. Nicht mehr und nicht weniger.

Unsere Aufgabe ist nun, mit den Mitteln und Rahmenbedingungen unserer individuellen Strategie, uns an dieses Lagebild anzupassen - wenn wir es schon nicht getan haben, worauf ich hoffe. Denn dieses Lagebild ist ja nicht neu, den Grundtenor verbreitet ich nun schon seit Wochen, nur in Details unterschiedlich.

Im DAX sehe ich die Chance auf einen Bounce übrigens heute auch, der DAX hat auf der wichtigen Unterstützung ausgesetzt und ist für eine Gegenbewegung reif. Wie weit die führt, weiss nur der Wind, sie dürfte aber vermutlich von ähnlichem Charakter bleiben wie das, was ich oben zum SPY beschrieben habe, weil das Eigenleben des DAX doch begrenzt ist:

Keine Neuigkeiten gibt es übrigens von EURUSD, der läuft seit Anfang 2019 beständig in einem nachgerade künstlich aussehenden Trendkanal:

Bei Einzelaktien gibt es heute einen Aufreger bei Axel Springer, denn eine -> Beteiligung des Private Equity Riesen KKR steht im Raum <- und auch eine Dekotierung wird nun spekulativ diskutiert.

Wie immer, wenn zu wenig Informationen da sind, schwankt der Markt wild und wird es mit jedem Detail weiter tun. Nach den starken Abgaben seit Anfang 2018 ist der Schritt aber nicht der Dümmste und das Chart signalisiert, dass hier durchaus weiteres Potential sein könnte:

Es hängt jetzt entscheidend davon ab, was konkret die Absichten sind. Sollte es doch nur eine kleinere Beteiligung von KKR ohne Delisting werden, dürfte dieser Pop wieder zur Hälfte zusammenfallen und die Trendlinie von oben testen.

Sollte nun aber tatsächlich eine Großinvestition mit folgendem Delisting der Plan sein, kann ich mir nicht vorstellen, dass der aktuelle Kurs von ca. 54€ der vom Markt akzeptierte Übernahmepreis sein wird. Der wird dann eher 10-20% höher liegen. Hier könnte dann also eine opportunistische Spekulation auf einen höheren Übernahmepreis auch heute noch Sinn machen.

Am Nachmittag kommt heute um 14:30 MEZ in den US das BIP, sowie später Hausverkäufe und Erdöllagerbestände. Ansonsten sind keine herausragenden Events absehbar, alle Augen können sich also darauf richten, ob der Markt heute einen Bounce zusammen bekommt, der die 2.800 zurück erobert.

Heute Nachmittag kommt wie angekündigt kein Stream, morgen um diese Zeit kommt ein ähnlicher Lagebericht vor dem Wochenende.

Ihr Hari

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

109. Marktlage 27.04.2018



Hallo zusammen,

heute versuche ich ein neues Format der Marktlage in Form meiner vor Kurzem entwickelten Lageampel. Ich bin gespannt, wie es ankommt. 😉

Ich habe versucht, die für mich wichtigen Themengebiete (Breadth, Sentiment, Volumen, etc,) in die 3 Indikatoren einzubauen, um daraus schnell für mich als Feierabendanleger die Marktlage bewerten zu können. Die Ermittlung der Ampeln dauert ca. 5-10 Minuten.

Weiterhin ist mir wichtig, dass ich dafür ein System entwickle, mit dem ich das "Affenhirn" etwas vom Trading entkoppeln kann. Zu oft in den letzten Wochen habe ich kurzfristige Trades begonnen, die überhastet und zu verfrüht waren. Ich erhoffe mir durch diese 3 Indikatoren, eine gewisse Ruhe in meine Depots hereinzubringen.

Heute stelle ich im Detail vor, wie ich bei der Ermittlung der Indikatoren vorgegangen bin. In Zukunft ist angedacht, dass ich nur noch die Ampel-Zusammenfassungen und die Ermittlungstabelle im Bericht darstelle, um mir deutlich Zeit zu sparen.

1. Zusammenfassung
Aktuell stellt sich die Lage in Form meiner 3 selbstgestrickten Indikatoren durchwachsen dar. Wir haben 2 gelbe Ampeln und eine grüne.

2. Die langfristige Lage
Im folgenden ist die Detailtabelle meiner Parameter und der aktuellen Punktevergabe dargestellt. Wie bereits in meiner initialen Vorstellung der Indikatoren erwähnt, ist die maximale Punktzahl, die vergeben werden kann 10 Punkt und die minimale Punktzahl 1 Punkt.

Das historische Chart seit Anfang 2018 dazu (oben der Indikator/ unten der Kursverlauf des S&P 500) seit Anfang 2018 dazu. Verfärbungen des S&P 500 nach gelb bedeuten, dass der Indikator sich in der Range von 6-7 befindet. Verfärbungen des S&P 500 nach grün bedeuten, dass der Indikator sich oberhalb des Wertes 7 befindet.

Man kann erkennen, dass auch das langfristige Chart kurz vor dem Wechsel in die gelbe Ampel ist.

Schauen wir uns die Parameter im Detail an:

2.1. Makrodaten
Für die Ermittlung des Status der Makrodaten habe ich (noch) keine klare Regel definiert. Aktuell entwickelt der Wert sich aus der Recherche von Artikeln. Hier sind vor allem die Autoren Fear & Greed Trader und Leo Nelissen bei Seeking Alpha zu nennen.

Meine Einschätzung aktuell ist nicht rosarot (10 Punkte), da z.B. die Frühindikatoren in Teilen eine Konsolidierung voraussagen und wie aktuell im historischen Vergleich hohe Werte haben. Jedoch ist die Entwicklung weiterhin weltweit robust. Deshalb 8 Punkte.

2.2. Asset Allocation
Dies ist die letzte Asset Allocation bei Urban Carmel:

Diese sieht weiterhin den amerikanischen Markt historisch gesehen in den Depots der Investoren untergewichtet. Deshalb habe ich einen Wert 8 eingestellt.

2.3. Relative Stärke zum Vergleichsindex VBINX (Monthly Chart)
Die relative Stärke des S&P 500 im Monats-Chart im Vergleich zum Vergleichsindex VBINX ist aktuell (noch) mit Momentum und RS-Indikator >0. Dies bedeutet, dass sich der SPX im RRG Leading Quadranten befindet.

Jedoch lässt das Momentum nach. Es droht, dass der Anstieg der Relativen Stärke nachlässt und zu fallen droht.

Deshalb wurden auch hier keine Maximalpunkte vergeben, sondern 7 Punkte.

2.4. Priceaction
Die Price Action im langfristigen Bereich habe ich mit folgenden 3 Prüfkriterien definiert:

a.) Abstand und Entwicklung vom SMA10 Monate
Der Kurs ist oberhalb des gleitenden Durchschnitts 10 Monate und ist (noch) in einem übergeordneten Abwärtstrend. Insgesamt werden 4 Punkte vergeben.

b.) das 3-er Umkehr Point & Figure Chart 5%
Klar zu erkennen ist, dass wir einen blitzsauberen Trend haben, der zu einer riesigen X-Säule geführt hat. Ein Wechsel in eine 0-Säule ist erst mit einer 15 % Korrektur (3 x 5 % = 15 %) möglich. Wann dies (endlich) kommt, steht in den Sternen.

Aufgrund des Trends werden 10 Punkte vergeben.

c.) die Entwicklung des Indikators PPO im Monatschart
Aktuell haben wir im PPO des Monatscharts eine interessante Entwicklung: der Chart spitzt sich immer weiter in einem symmetrischen Dreieck zu. Wohin wird dieses aufgelöst?

Aufgrund der Höhe des PPO und des aktuell eingestellten Abwärtstrends werden nur 2 Punkte vergeben.

3. Die mittelfristige Lage
Die Tabelle zur Ermittlung der mittelfristigen Ampel sieht wie folgt aus:

Das historische Chart:
Es ist zu erkennen, dass man dieses Jahr lieber die Füße still hält. Seit Anfang Februar ist der Indikator von der Grenze bei knapp 7 runter gerauscht und pendelt in den letzten Wochen zwischen 3 und 6 hin und her.

Die Details zur Ermittlung:

3.1. Bullish Percent Index
Der Bullish Percent Index ist auf einem Bearishen Status - konkret "Bear Correction". Aus diesem Grund sind nur 4 Punkte zuzubilligen.

3.2. AAII Sentiment
Die Bullen überwiegen aktuell im Sentiment. Sie sind nicht allzu bullish, jedoch ist die Differenz Bears und Bulls negativ. Deshalb wurden nur 3 Punkte vergeben.

3.3. Relative Stärke zum VBINX (Weekly Chart)
Die relative Stärke befindet sich aktuell im Weakening Sektor, was nicht perfekt ist. Jedoch macht das Momentum Anstalten, drehen zu wollen. Dies *könnte* einen Wiedereintritt in den Leading-Sektor zur Folge haben. Deshalb wurden 6 Punkte vergeben.

3.4. Price Action
a.) Percent above 200 day in S&P 500
Das PnF Chart des Percent of Stocks above 200 Day Moving average ist in einem Aufwärtstrend bei 58%. Dies ist nicht schlecht, aber auch nicht gut. Deshalb wurden 6 Punkte vergeben.

b.) Point & Figure Chart 3er-Umkehr 2%
Das PnF Chart 3er Umkehr 2 % ist in (noch) einem Aufwärtstrend, jedoch aktuell in einer 0-Säule. Deshalb 7 Punkte.

c.) Volumensignatur Weekly Chart
Wie bereits Hari erwähnt hat, überwiegen aktuell die roten Balken. Die Kaufkraft in den positiven Wochen ist nicht vorhanden. Da jedoch das OBV relativ stabil ist, werden 6 Punkte vergeben.

d.) PPO Weekly
Der PPO ist in einem Abwärtstrend und ein Boden nicht in Sichtweite. Deshalb werden 4 Punkte vergeben.

4. Die kurzfristige Lage

Das historische Chart:
Es ist zu erkennen, dass es dieses Jahr immer mal kleine Phase gab, in denen es Signale für den Einstieg gab. Diese dauerten leider nicht allzu lang.
Mit der aktuellen Konsolidierung sind wir wieder in einer gelben Ampel gelandet.

4.1. Fear and Greed Index
Der Fear & Greed Index befindet sich mittlerweile fast wieder in Normbereich bei 42%. Die große Angst ist ebenso wie der Riesen-Hype nicht zu erkennen. Somit werden 6 Punkte vergeben.

4.2. Relative Stärke (Daily Chart)
Der S&P 500 befindet sich im Daily Chart aktuell im RRG-Leading-Sektor. Da jedoch das Momentum abfällt werden nur 7 Punkte vergeben.

4.3. Price Action
a.) "Percent of 10" (Percent of stocks above the 10 weeks moving average)
Der Prozent-der-10 ist in einer X-Säule bei 48 %. Es werden 6 Punkte vergeben.

b.) High Low Indicator
Der High-Low-Indikator befindet sich in einer 0-Säule bei 65%. Es werden 3 Punkte vergeben.

c.) PnF Chart 3er Umkehr 0,5 %
Das PnF Chart befindet sich über der Aufwärtstrendlinie und in einer X-Säule. Es werden 8 Punkte vergeben.

d.) Volumensignatur (daily Chart)
Ebenso wie im Weekly Chart ist die Volumensignator aktuell nicht überzeugend. Deshalb werden 4 Punkte vergeben.

e.) PPO Indikator (daily Chart)
Der PPO im Daily Chart ist aktuell in einer interessanten Lage. Fällt er wieder oder steigt er weiter? Es werden 6 Punkte vergeben.

Euer

Hullahuppi

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Der Zeithorizont – Kern jeder Marktaussage

Der folgende, kurze Artikel ist von so grundsätzlichem Charakter, dass er immmer wieder die nötige Aufmerksamkeit bekommen sollte.

Denn es gibt etwas, das sich die wenigsten der normalen Anleger klar machen, wenn sie über den Markt reden oder darüber lesen:

Ohne eine konkrete Definition des Zeithorizontes, sind alle Kommentare zum Markt völlig wertlos!

Warum ? Ganz einfach. Weil ein Markt sich gleichzeitig! auf der langfristigen Ebene (Monate, Jahre) in einem Abwärtstrend befinden kann. Sich auf der mittelfristigen Ebene (Wochen, Monate) in einem gegenläufigen Aufwärtstrend befinden kann. Und sich auf der kurzfristigen Ebene (Stunden, Tage) vielleicht gerade als perfekter Short darstellt. Alles gleichzeitig!

Das ist auch kein Sonderfall, sondern völlig normal, dass der Markt auf unterschiedlichen Zeitebenen sich in unterschiedlichen Situationen befindet. Was also sagt Ihnen das, wenn Ihnen jemand erzählt, er hätte gerade die XYZ Aktie gekauft oder verkauft ? Nichts ! Absolut Nichts!

Denn vielleicht war es ein Intraday Trade und vielleicht eine langfristige Investition. Ohne das zu wissen, ohne also zu wissen, was das Ziel der Transaktion ist, sind Aussagen zum eigenen Handeln ohne jeden Wert und ohne Aussagekraft!

Es ist auch einer der klassischen Standardfehler, den Otto Normalanleger jeden Tag tausendfach wieder macht, diese Zeithorizonte wild zu vermischen und sich beim Handeln gar nicht bewusst zu machen.

Da hat sich der Anleger eine Aktie als Investments ins Depot gelegt, die er wegen der langfristigen Aussichten nun dauerhaft und über viele Jahre halten will. Wenige Wochen danach bei der ersten Korrektur aber, wird ihm so mulmig, dass er die Aktie wieder verkauft.

Langfristige Absichten, aber von kurzfristigen Sorgen zum Handeln getrieben - so kann das nicht funktionieren.

Oder anders herum. Der Anleger wollte kurzfristig auf einen Anstieg wetten, nur fällt die Aktie. Statt dieses zu verkaufen und den Schmerz des Verlustes zu ertragen, hält er sie aber im Depot und beschliesst die Delle auszusitzen, frei nach dem Motto "die steigt schon wieder" - nur leider tut sie es natürlich nicht.

Kurzfristige Pläne, die in ein langfristiges Investment umgewidmet werden, weil man nicht den Mumm hat den Verlust zu realisieren - so kann das nicht funktionieren.

Und so könnte ich endlos weitere Beispiele finden. Nehmen wir aktuell den DAX:

Langfristig wunderbarer Aufwärtstrend, trotz Momentumverlust immer noch intakt:

Kurzfristig etwas dubioser Trendkanal mit Risiko eines Bruchs nach unten:

Ist das jetzt ein Widerspruch? Nein überhaupt nicht, beides ist wahr. Wir sind in einem Bullenmarkt, dem noch was zuzutrauen ist, aber kurzfristig besteht erhöhte Korrekturgefahr.

Es ist deshalb immer wichtig zu wissen, auf welchen Zeithorizont sich Aussagen zum Markt beziehen. Ohne diesen, sind Aussagen wertlos.

Und es ist eminent wichtig, bei den Handlungen konsistent im geplanten Zeithorizont zu agieren. Aus langfristigen Erwägungen zu kaufen und aus kurzfristigen Erwägungen zu verkaufen und umgedreht, wird nur zu einem führen: Verlust und Frust.

Sich über den Zeithorizont im Klaren zu sein, in dem man agieren will, ist einfach zentral. Und auch Argumenten zu folgen hat nur dann Sinn, wenn sie im gewählten Zeithorizont Relevanz haben. Welche Relevanz haben beispielsweise langfristige Sorgen um aufkommende Konkurrenz und die Margen eines Unternehmens, wenn Sie einen kurzfristigen Trade über maximal wenige Tage machen wollen? Eben - genau keine!

Der Zeithorizont ist eben ein zentrales Wort, das wir uns hinter die Ohren schreiben sollten!

Ihr Hari

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***