Wochenausblick KW14



Frohe Ostern!

Wir haben das Ostereier-Suchen für unseren Sohnemann auf den morgigen Ostermontag verschoben, weil das Wetter heute zu schlecht ist und das Suchen im Haus nicht wirklich Spass macht.

Sie werden das Osterei des Marktes sich dann ja auch erst am morgigen Ostermontag suchen, denn die Wallstreet hat auf, während praktisch alle europäischen Börsen geschlossen sind. Eine schöne Ausgangslage, um in Europa dann am Dienstag mit einem großen Gap aufzuwachen - so oder so.

An Wirtschaftsdaten ist die kommende Woche gut bestückt, wir notieren gleich am Montag schon den Tankan-Index aus Japan, den Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes aus China und ebenso aus den US. Im Laufe der Woche dann am Dienstag den Zinsentscheid der australischen Notenbank und Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes aus Großbritannien und Deutschland, am Mittwoch die ADP-Arbeitsmarktdaten der US, diverse weitere Einkaufsmanagerindizes aus Europa und US und am Freitag die großen US Arbeitsmarktdaten. Dazwischen jede Menge Notenbanksprech, so von Powell (US), Coeuré (EZB) und Carney (UK).

Für "Unterhaltung" ist in der kommenden Woche also gesorgt, das zweite Quartal startet und die Quartalssaison wirft schon ihren Schatten voraus, die dann in der folgenden Woche beginnt. Am Ende dieser Woche werden wir einen guten Überblick über die weltweite Konjunkturlage haben und so diese Daten gut ausfallen, werden sie auch einige der Ängste des Marktes dämpfen, die das erste Quartal bestimmt haben.

Womit ich bei diesem Wochenausblick bin, den ich Ihnen heute nur in gekürzter Form und ohne das normale Themenraster nahebringe. Erstens weil ich im Ferienmodus nicht den gleichen Umfang und die gleiche Tiefe pflege wie sonst, sonst könnte ich gleich einfach weiter machen. 😉 Aber auch, weil ich Ihnen noch am Gründonnerstag zum Abschluß der Woche sehr ausführlich die Lage geschildert habe und es dazu heute keine relevante Änderung gibt.

Die nächste Woche steht sowieso nur unter dem Zeichen einer Frage, nämlich ob der Boden der Korrektur schon drin ist oder wir noch einmal die Tiefs sehen.

Und weil das so ist, will ich mich heute auch nur dieser Frage nähern und alles andere ausblenden.

Wenn Sie sich erinnern, habe ich Ihnen letzten Sonntag ein Szenario gezeigt, das ein Paniktief am Ende der Woche vorsah, welches dann den Tiefpunkt des Jahres 2018 markieren würde. Dieser Ablauf sah am Montag eine Rally vor, die dann ab Dienstag verkauft würde, zum neuen Paniktief führen würde und von da dann final dreht.

Das Witzige dabei ist, der prinzipielle Ablauf des "Auf und Nieder" hat letzte Woche genau so stattgefunden. Der Markt ist am Montag gestiegen, dann gefallen und wieder in die Nähe der 200-Tage-Linie gekommen und hat dann am Donnerstag wieder nach oben gedreht.

Aber, der Ablauf war eben wesentlich bullischer als im Szenario, am Montag ging es stärker hoch als im Szenario und die Schwäche im Laufe der Woche schaffte es nicht, zu neuen Tiefs durchzustossen. Im Saldo hatten wir also ein mit dem Szenario ähnliches Hin- und Her, der ganze Grundton des Marktes war aber positiver als befürchtet.

Und auch das ist eine Aussage. Wenn man das mit den diversen Daten der Markttechnik zusammenfügt, die eine hohe Übergewichtung von Puts und eine Menge Skepsis im Markt dokumentieren, darf man durchaus für die nahe Zukunft optimistisch sein.

Und so sieht das im Leitindex S&P500 nun mit Tageskerzen aus:

Wir sehen, wie der Index die ganze letzte Woche die 200-Tage-Linie und Trendlinie getestet hat und diese als Unterstützung gehalten hat.

Wir sehen aber auch eine massive Widerstandszone, die ungefähr bis zur Lila-Linie knapp unter 2.700 reicht. Solange der Index diese Zone nicht überwinden kann, bleibt das Risiko des Tests der Tiefs vom 09.02. und des Paniktiefs auch in der kommenden Woche im Raum. Sollte der Index aber über 2.700 steigen, wird das Risiko viel kleiner und man kann "The Bottom is in" rufen.

In Anbetracht der massiv überverkauften Lage, erscheint das Risiko, dass der Markt ganz nach unten durchfällt dagegen als klein. Der Markt wird also entweder von hier direkt weiter steigen oder er wird noch ein Paniktief generieren und danach steigen. Den Beginn eines Bärenmarktes sehe ich eher nicht.

So ist die Ausgangslage für diese Woche gar nicht unähnlich der letzten Wochen, nur etwas bullischer, weil der Markt letzte Woche doch recht stabil war.

Ich will Ihnen dieses Bild der Wahrscheinlichkeiten heute mal mit Zahlen nahebringen, die grob meine derzeitige Sicht beschreiben sollen:

Am Wahrscheinlichsten erscheint mir daher (1), dass wir die Tiefs schon gesehen haben. Insofern wird der morgige Ostermontag sehr wichtig. Sollte der Stärke bringen und den S&P500 über diese lila Linie heben, kann man danach mit 70% und mehr Wahrscheinlichkeit sagen: "The Bottom is in!"

Immer noch möglich ist ein weiteres Schwingen unter dem lila Widerstand, auch das mit 50% im Saldo. Allerdings darin am wahrscheinlichsten (2), dass die 200-Tage-Linie weiter hält und erst danach das Paniktief (3). Und die Wahrscheinlichkeit dass wir in einen richtigen Bärenmarkt durchfallen, sehe ich kurzfristig nicht mehr als sehr hoch an (4).

Erneut, das sind alles nur grobe Werte um meine ganz persönliche Präferenz zu verdeutlichen, es gibt keinen wirklichen, objektiven Maßstab und keine Herleitung für solche Wahrscheinlichkeitswerte. Diese dienen der Veranschaulichung und sonst nichts.

Nach einem Rebound kann das Risiko des großen Einbruchs dann irgendwann in Mai und Juni durchaus wiederkommen, aktuell erscheint es aufgrund der überverkauften, ängstlichen Lage aber nicht mehr so hoch.

So und was heisst das im großen Bild zum Jahresende hin?

Ich denke das mein schon seit Januar kolportiertes Bild der volatilen Seitwärtsbewegung in der ersten Jahreshälfte immer noch valide ist. Hier ist dieses Chart noch einmal, wobei die eingezeichneten Schwingungen kein konkretes Szenario sind, sondern nur die Volatilität symbolisieren sollen:

Dieses Bild wird auch von -> dieser schon bekannten Übersicht <- gestützt, die jede Woche einen Blick wert ist:

Wir sehen darin eine Einordnung der aktuellen Korrektur und sehen auch, dass sie tief und lang genug gewesen ist, um die Einzige des Jahres 2018 zu bleiben. Aber selbst im bärischen Fall gibt es vielleicht noch ein weiteres, ähnliches Event in 2018, mehr wäre äusserst ungewöhnlich.

Fazit:

Der Ostermontag wird wichtig, denn er könnte bei Stärke des S&P500 die Korrekturphase mit Wahrscheinlichkeit abschliessen. Aber selbst wenn die Korrektur noch weiter geht, müssen wir nur noch ein Paniktief fürchten, das dann auch eher zu kaufen wäre.

Natürlich ist auch der Katastrophenfall immer möglich, am Markt kann uns immer der Himmel auf den Kopf fallen. Aber in Würdigung der Gesamtlage macht es in meinen Augen nun wieder Sinn auch die Chancen zu sehen, die aus der Korrektur erwchsen können.

PS:

Eine Empfehlung für Investoren habe ich noch. Sie erinnern sich ja, dass ich Ihnen schon mehrfach Strategien mit gleitenden Durchschnitten vorgeschlagen habe, mit denen Sie mehr oder weniger dem Markt folgen, in den ganz schlimmen Bärenmärkten aber zuverlässig an die Seite gebracht werden.

Der Sinn dieser Strategie ist nicht besser als der Markt abzuschneiden sondern nur, die Marktperformance mit weniger emotionalem Druck mitnehmen zu können.

Der Artikel -> Investmentgrundlagen - Vom Dabeibleiben <- ist so ein Fall, der das Prinzip erklärt. Wenn Sie den nicht kennen, sollten Sie ihn nun kennenlernen.

Mit dem Wissen im Hinterkopf, sollte Sie nun einmal lesen, was ebenso auf Advisory Perspectives Jill Misslinski hier zu den Moving Averages geschrieben hat:

-> Moving Averages - March Month End Update <-

Ihnen noch schöne Feiertage und einen guten Start in die Woche!

Ihr Hari

Disclaimer:

Der Wochenausblick ist ein im Jahr 2018 wöchentlich wiederkehrendes Format, dessen Sinn, Inhalt und Logik -> hier <- erläutert wurde.

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Die ultimative Anlagemethode – über den „Heiligen Gral“ der Geldanlage !

Ich möchte Ihnen heute die ultimative Anlagemethode vermitteln, sozusagen den "Heiligen Gral" der Geldanlage. Natürlich nur exklusiv für Mitglieder der Mr-Market Community. 😉

Warum ich dann hier darüber schreibe und nicht schon im Privatjet auf die Bahamas unterwegs bin, wollen Sie wissen ? Gute Frage, immerhin stellen Sie diese Frage, die so viele nicht stellen, wenn denen "heisse Tips" angedient werden. Aber warten Sie doch einfach mal ab. 😉 Wenn Sie reich werden wollen, dürfte das doch 5 Minuten wert sein einen Artikel zu lesen, oder ?

Sie haben vielleicht von der Levermann Methode gehört, die ehemalige Fondmanagerin Susan Levermann hat da eine Methode entwickelt, bei deren systematischem Einsatz man tatsächlich sehr gute Ergebnisse produzieren kann. Dabei basiert die Methode eigentlich auf nichts Überraschendem. Da sind Parameter wie Eigenkapitalrendite enthalten, oder KGV, oder Wachstum oder Momentum. Alles nichts Besonderes. Wie kann so eine Aneinanderreihung von bekannten Parametern irgend etwas Besonderes bewirken ?

Oder Sie haben vielleicht von der Methode der Turtle Trader von Richard Dennis gehört. Ich kann Ihnen bestätigen auch diese funktioniert und produziert gute Ergebnisse. Und auch hier, ohne dass das auf grossen Geheimnissen bei der Methodik beruht.

Und Sie haben vielleicht von unzähligen anderen Methoden gehört und auch diese funktionieren sehr oft. Aber keine beruht auf Geheimnissen, die man nur hinter vorgehaltener Hand weiter geben darf.

Was also ist das Geheimnis, was ist der "Heilige Gral" der Geldanlage und des Trading ?

Nun ..... ich enthülle Ihnen das Geheimnis :

Es ist .... überhaupt eine systematische Methode zu haben ! Es ist Methodik und Disziplin !

Ohje, ich weiss, ich kann durch den Bildschirm hindurch nun Ihr Gesicht sehen. Sie sind enttäuscht und fühlen sich von mir an der Nase herum geführt. Aber Moment, warten Sie, es ist wirklich der "Heilige Gral" und Sie tun besser daran, nun genau zuzuhören.

Denn seien Sie mal zu sich ehrlich. Haben Sie eine Methodik nach der Sie anlegen und die Sie mit grosser Disziplin durchziehen ? Na ? Ehrlich ?

Ich sage Ihnen auf den Kopf zu, Sie haben mit hoher Wahrscheinlichkeit keine ! Sie haben vielleicht mal mit so etwas experimentiert, aber das war Ihnen am Anfang zu mühsam. Oder Sie haben nicht die Disziplin gehabt es durchzuhalten und überhaupt, da war doch dieser spannende Artikel über diese tolle Value-Aktie, die müssen Sie als Nachfahre von Buffet und Graham jetzt einfach kaufen, Sie sind doch smart genug, das zu überblicken ! Aber selbst wenn nicht, dann kam doch dieser Crash mit all den Weltuntergangsszenarien in der Presse und ihre Methode interessiert das nicht. Da muss man als "kluger" Anleger doch mit der Hand steuernd eingreifen und verkaufen, oder etwa nicht ?

Und wenn Sie zu den seltenen Ausnahmen gehören, die doch diszipliniert einer Methodik durch Dick und Dünn folgen, dann grinsen Sie jetzt hinter Ihrem Bildschirm und wissen wie recht ich oben habe.

Denn es ist für uns Menschen viel schöner, uns im Gefühl zu sonnen wie "smart" wir sind. Wir sind ja sowieso immer Contrarians, Abkömmlinge des grossen Warren Buffet und die Herde, das sind immer die anderen, nur nicht wir. 😉 Und selbst wenn wir so selbstkritisch sind zu wissen, dass wir auch nicht klüger sind als die anderen da draussen, dann macht der Markt so einen emotionalen Druck auf uns, dass es uns fast unmöglich wird, uns unserer Methode anzuvertrauen.

Erkennen Sie sich wieder ? Ich erkenne mich eindeutig, all das habe ich oben auch durchlitten.

Ich weiss, ich bin sehr böse, wie ich uns allen den Spiegel vorhalte. Aber Erfolg kommt nur über Selbsterkenntnis und den Schmerz der damit verbunden ist. Und ich garantiere Ihnen ganz persönlich aus 20 Jahren Erfahrung:

Methodik und Disziplin SIND der heilige Gral der Geldanlage ! Es gibt keinen schnellen und einfachen Weg zum Erfolg, ausser pures Glück ! Und jeder der eine Methodik hat und diese konsequent weiter entwickelt, wird damit bessere Ergebnisse als vorher produzieren, als er noch fröhlich nach Bauchgefühl seinem Ego folgte. Und zwar unabhängig davon, ob Sie nun KGV, KBV, Trends oder Sentiment in die Methodik einfliessen lassen. Die Methode zu haben und ihr zu folgen, das IST der so vielfach gesuchte "Heilige Gral" !

Und deshalb funktioniert auch die Levermann Methode, ebenso wie die Turtle Trader besser, als einfach fröhlich zu agieren, einfach weil es überhaupt eine Methode ist.

Ich hoffe ich konnte meinen Punkt machen und glauben Sie ja nicht, der sei trivial ! Wenn er trivial wäre, warum agieren Sie dann nicht so ? Warum kaufen Sie immer noch angeregt durch irgend einen Artikel irgendwo und bilden sich ein, nun einen Edge gegen den Rest des Marktes zu haben ? Warum ?

Ich möchte aber nicht nur den belehrenden Finger erheben, sondern möchte auch hilfreich sein. Deshalb habe ich hier für Sie den "ultimativen"

Guide, zur Anlagemethodik

Annahme dabei ist, Sie sind ein gebildetes Mitglied der arbeitenden Bevölkerung, das sich zwar intensiv für Börse interessiert, aber am Tag nicht mehr als eine, maximal zwei Stunden dafür investieren kann. Diese Annahme ist wichtig, denn natürlich hat Methodik auch mit Ihren Voraussetzungen und Lebensumständen zu tun !

Wenn Sie zu diesen Anlegern gehören, folgen Sie dem Guide unten Punkt für Punkt:

(1) Zeithorizont

Der entscheidende erste Punkt der immer unterschätzt wird, ist sich des Zeithorizonts bewusst zu werden, in dem man anlegen will. Denn die Kriterien einer Methode müssen zwingend zum Zeithorizont passen, das ist offensichtlich. Denn die Kriterien einer Daytrading-Methode sind natürlich andere, als die einer langfristigen Investment-Methode.

Jetzt werden die meisten schnell sagen, Daytrading ist mir zu kurzfristig und das ist sicher für die meisten von Ihnen richtig. Am anderen Ende ist aber das Problem. Ganz viele nehmen sich vor, langfristiges "Value-Investing" zu machen. Hört sich ja auch so toll an ... "Value" ... 😉 Dann kaufen Sie diese Aktie "für Jahre", aber schon 3 Tage später bricht die Aktie aufgrund einer Nachricht um 10% ein. Und schon schwanken und zaudern Sie. Und spätestens in der kommenden Korrektur war es dann mit Value, dann verkaufen Sie auf einem ganz anderen Zeithorizont als geplant, der Druck wurde einfach zu gross.

Deshalb ist der Gedanke der langfristigen Investition in der Regel eine Illusion. Wir können uns dem medialen Druck der Gegenwart nicht so einfach entziehen. Nach meiner Ansicht ist der ideale Zeithorizont für diesen Typus Anleger der Bereich von Monaten. Das bedeutet, dass Sie ihr Geld im Jahr 1-4 mal umschlagen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Denn dieser Zeithorizont passt zu den medialen Erregungszyklen und auch zu den grossen Trends. Schauen Sie auf das letzte Jahr mit seinen 3-4 grossen Phasen oder auch aktuell auf die Hausse, die nun seit November 2012 herrscht. Es sind immer 1-4 Phasen im Jahr, in denen sich der Wurm dreht.

Eine Methode, die sich an diesen Zeithorizonten orientiert, hat also die Chance im Gleichklang mit Ihrem Erleben und Ihrer Emotion zu schwingen und damit von Ihnen auch durchgehalten zu werden. Denn was nützt die tolle Langfristmethode, die Sie dann doch nicht einhalten ?

(2) Parameter

Nachdem Sie den Zeithorizont so definiert haben, wählen Sie jetzt 5-10 Parameter aus, die in diesem Zeitraum eine "gute" Aktie von einer "schlechten" unterscheiden. Und zu diesen Parametern gehören dann NICHT fundamentale wie das KBV. Denn eine Aktie, der der Markt nicht einmal den Buchwert zubilligt, hat diese Bewertung mit hoher Wahrscheinlichkeit noch in Monaten. Denn der Markt hat gute Gründe, warum er das Geschäft so niedrig bewertet und das sich das in Monaten ändert, ist eher unwahrscheinlich.

Geeignet sind dagegen alle Parameter die trendorientiert sind. Also technische Trendparameter aus Chart- oder sonstiger Markttechnik. Wie zum Beispiel die diversen Moving-Averages. Oder ein positiver Newsflow. Oder steigende Gewinne in jedem Quartal. Oder Insiderkäufe. Oder. Oder

Wählen Sie 5-10 Parameter, die Sie auch wirklich tracken können und werden. Und dann ordnen Sie diesen Parametern ein Punktesystem zu, mit dem Sie die "guten" von den "schlechten" Aktien unterscheiden.

(3) Watchlist

Nun brauchen Sie noch eine Watchlist, also ein Teiluniversum der Aktien der Welt, die Sie dann auf Ihre Methodik loslassen. Hier kann es durchaus Sinn machen, langfristige Parameter wie KBV einfliessen zu lassen. Stellen Sie auf jeden Fall sicher, dass Ihre Watchlist nur aus soliden Unternehmen besteht, mit gutem Management, funktionierendem Geschäftsmodell und Gewinnwachstum. Denn diese Watchlist soll Sie ja länger begleiten und in dem Sie nur "fundamental gute" Unternehmen auswählen, stellen Sie sicher, keine zu bösen Überraschungen zu erleben. Der Ort für fundamentale Überlegungen ist also hier, in der Auswahl Ihrer Watchlist und weniger bei den Parametern des Punktesystems.

(4) Disziplin und Ausdauer

Und nun starten Sie. Und das Geheimnis ist, die Methode jetzt einfach konsequent anzuwenden und nur nach dem Punktesystem die Kauf- und Verkaufentscheidungen zu treffen. Die Grundregel dabei ist, greifen Sie NIE - wirklich NIE - direkt ein und agieren gegen Ihr System. Damit machen Sie alles kaputt. Was Sie dürfen und sogar sollen, ist das System iterativ zu adaptieren. Es wird Parameter geben, die nicht so passen oder deren Datengewinnung zu schwierig ist. Schrauben und ändern Sie am Detail des Systems, bis es passt. Das ist in Ordnung, wenn Sie es nicht zu oft machen und konsistent bleiben. Aber greifen Sie nie gegen Ihr System ein.

So das war das ganze Geheimnis. Der Rest ist Geduld und Disziplin. Und nach einem Jahr werden Sie ein erstes Fazit ziehen können.

Machen Sie es einfach mal ! Kaum ein privater Anleger macht das ! Und unter anderem deswegen, scheitern die allermeisten an der Börse.

Überhaupt ein System und eine Methodik zu haben, das IST der heilige Gral. Und das ist keineswegs so trivial, wie es sich anhört.

Glauben Sie mir !

Ihr Hari

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S&P500 Marktupdate – kurzfristig Vorsicht geboten – 14.02.13

Heute in der früh vor Handelsstart in Europa, möchte ich nur kurz auf eine Entwicklung im S&P500 hinweisen.

Der Index hatte gestern die avisierten 1525 fast bis auf einen Punkt erreicht, bevor dann deutliche Abgaben einsetzten. Damit hat der Index seit langer Zeit zum ersten Mal eine potentielle, kurzfristige Topformation gebildet. Kurzfristig bedeutet dabei, dass die Formation maximal Aussagekraft für wenige Tage hat und keine Aussagen zum längerfristigen Trend erlaubt. Aber sehen Sie selbst im 10-Minuten-Chart des S&P500:

S&P500 14.02.13

Sie sehen eine klassische Schulter-Kopf-Schulter Formation die sich da andeutet. Die gestrige Rally kurz vor Handelsschluss ist ein positives Zeichen, konnte aber weder die rechte Schulter negieren, noch den 50er Moving Average zuverlässig zurück erobern. Und Sie sehen die Bedeutung, die die Zone um 1515 als Unterstützung nun kurzfristig erlangt hat. Ein Bruch dürfte den Boden für mindestens eine Bewegung bis 1510, vielleicht sogar einen erneuten Test der 1500er Marke bereiten.

Insofern kann nun etwas Vorsicht nicht schaden, entscheidend wird sein zu sehen, ob der Markt die Formation negiert, in dem er erneut die 1525 erreicht. Bis dahin sind aber die Chancen einer kleinen Korrektur leicht gestiegen, sozusagen 60:40 im Verhältnis zu einem sofortigen weiteren Anstieg.

Damit es nicht erneut Missverständnisse zum Zeithorizont gibt, obiges Bild macht ausschliesslich Aussagen zu Wahrscheinlichkeiten für heute und morgen, als für maximal ein paar Tage. Aussagen über den mittelfristigen Trend und die Entwicklung im März lassen sich aus dieser kurzfristigen Sicht definitiv nicht ableiten !

Ich wünsche Ihnen gute Entscheidungen.

Ihr Hari

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