Hari´s Märkte am Abend – 20.03.12 – Bemühte Bären – Deutsche Börse, Metro

21 Uhr - Handelsschluss

Da war Sie also, die gestern antizipierte Schwäche und die Bären haben es heute tatsächlich doch mal geschafft, mehr als 50 Punkte nach unten zu kommen. Applaus ! 😉 Aber im Bereich um DAX 7050 war dann schnell wieder Schluss und auch der S&P500 wollte nicht so richtig unter 1400.

Für mich entwickelt sich der Markt daher im Moment wie erwartet: etwas Schwäche in dieser Woche und daraus resultierend eine Chance für die kommende Woche, die dann den Quartalsabschluss bringt.

Heute im späten Handel hat die Wallstreet schon wieder in Richtung der Nulllinie nach oben geschoben, insofern ist es möglich, dass es das heute schon wieder mit der Schwäche war und wir Morgen schon wieder über DAX 7100 stehen. Ich persönlich rechne aber diese Woche eher noch mit weiterem Hin und Her und wäre auch nicht so überrascht, wenn wir die 7000er Marke im DAX noch einmal von oben testen. Ich denke aber auch, dass wir die endgültigen Hochs dieses Frühjahr noch nicht gesehen haben und wir noch die Chance auf einen weiteren dynamischen Schub Richtung DAX 7500 haben - vielleicht mit etwas Glück schon nächste Woche. Erst danach habe ich vor in die Defensive wechseln und auf eine grössere Korrektur zu warten.

Ob es dann wirklich so kommt, wird sich zeigen. Die Erfahrung sagt, dass diese idealtypischen Abläufe wie oben fast nie eintreffen, das wäre ja auch zu einfach. 😉 Trotzdem ist es für meinen Stil wichtig, immer einen "Gameplan" im Kopf zu haben - ich bin aber auch in der Lage diesen "Gameplan" innerhalb eines Tages komplett zu verändern, wenn mir Mr. Market das durch seine Signale nahe legt.

Kommen wir also zu den einzelnen Aktien.

Geschlachtet wurde heute der ganze Autosektor mit Minus von 4-6% querbeet durch alle Titel. Die in der Presse kolportierten "Gründe" sind in meinen Augen keine, hier war wohl primär Markttechnik am Werke, auch wenn sicher mal wieder die Angst um China etwas zum Absturz beigetragen hat. Denn nachdem der Sektor schon die Tage vorher langsam bröselte, war das die typische Trendbeschleunigung, die aber auch oft das Ende der Bewegung ankündigt. Für mich war das heute das Signal, wieder in den Sektor einzusteigen. Ich habe heute am frühen Mittag wieder neue Positionen in Daimler (WKN 710000), Continental (WKN 543900) und den Volkswagen Vorzügen (WKN 766403) eröffnet.

Zunehmend ärgerlich reagiere ich dagegen auf Reto Francioni, den schweizer Chef der Deutschen Börse (WKN 581005). Eigentlich hatte ich ja erwartet, dass wir vom CEO nun fast 2 Monate nach der gescheiterten Fusion mit der NYSE endlich mal etwas Grundlegendes oder Neues zur zukünftigen Strategie hören. Denn nachdem sich das Management nun endlich wieder intensiv um das operative Geschäft kümmern kann und sich nicht mehr in Fusions-Phantasien erschöpfen muss, sollte die Zeit dafür wohl da sein.

Aber nein, was wir heute statt dessen hören, ist ein Beschluss des Aufsichtsrates, dass nun in Sachen gescheiterter Fusion Klage gegen die EU-Komission eingereicht werden soll. Damit werden aber in meinen Augen völlig sinnlose Schlachten der Vergangenheit erneut geschlagen und nur wieder Kapazitäten gebunden und weitere Kosten verursacht. Die Anwaltskanzleien in Frankfurt wird es wieder freuen. Selbst wenn man in 2 Jahren eine solche Klage gewinnen würde, was wohl höchst unwahrscheinlich ist, wäre über die Fusion doch schon die Zeit hinweg gegangen.

Und auch der Streit um die Sicht der Kommission auf ein mögliches Monopol im heutigen Derivatemarkt, überzeugt mich als Argument für diese Klage nicht. Denn wenn dann ein Urteil ergeht, ist es inhaltlich sowieso Makulatur, weil sich der Markt in zwei Jahren doch schon längst weiter entwickelt hat. Immerhin soll es laut Presseberichten im Aufsichtsrat keine Einstimmigkeit bei der Entscheidung für die Klage gegeben haben, sollte das stimmen, bin ich scheinbar nicht allein in meiner Ablehnung.

Weiterhin ist das in der Presse vermutete Argument, man müsste aus haftungsrechtlichen Gründen klagen, für mich ebenso wenig überzeugend. Denn bei geschätzten 80 Millionen € internen Kosten haben wir kein Volumen, bei dem sich bei einem Konzern mit Milliarden-Umsatz nun zwingend Vorstand und Aufsichtsrat persönlich engagieren müssen. Das ist ein Volumen für die zweite Reihe. Und wenn man nun im Management so viel Angst vor persönlicher Haftung haben sollte, weil man 80 Millionen ohne Ergebnis ausgegeben hat, dann weiss ich nicht so recht was ein Gerichtsentscheid daran verbessern sollte. Denn dieser könnte die Situation sogar verschlimmern, wie wir alle wissen, sind wir vor Gericht auf hoher See.

Sollte an den in der Presse vermuteten Haftungsüberlegungen etwas dran sein, hätten wir mit dieser Denke aber für mich einen Grad der Perversion des Haftungsprinzips erreicht, der laut nach dem Gesetzgeber schreien würde ! Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben schlicht eine unternehmerische Entscheidung getroffen, eine Fusion mit der NYSE zu verfolgen. Das diese scheitert, ist das unternehmerische Risiko. Wenn das ein Haftungsfall wäre, könnten wir unsere Firmen zusperren, weil niemand mehr eine grundlegende Entscheidung im Risiko trifft. So weit sind wir aber noch nicht - allerdings auf dem Weg dahin und das ist schlimm genug ! Daher habe ich ja auch meine Kritik an einer mittlerweile überzogenen und innovationsfeindlichen Organhaftung -> hier <- schon sehr deutlich geäussert.

Viel wichtiger wäre es aber für mich, dass Herrn Francioni endlich mal etwas zur operativen Strategie der Deutschen Börse einfällt, nachdem er schon in den Jahren zuvor für meinen Geschmack viel zu passiv war. Und sollte das nicht bald passieren, hoffe ich, dass sich der Aufsichtsrat mal bald nach einem engagierteren und kreativeren CEO umsieht. Denn die Position der Deutschen Börse in Europa ist in meinen Augen voller Potentiale, statt der "grossen Würfe" muss man aber halt auch mal Kärnerarbeit leisten.

An dem Fall sieht man aber erneut, welches Riesenproblem wir in Deutschland mit unserer mangelnden Aktienkultur haben. Denn diese Entscheidung über Herrn Francioni treffen letztlich die Aktionäre die den Aufsichtsrat bestellen und das ist ja auch richtig so. Nur sind das halt primär angelsächsische Investoren. Da muss man sich über manche Entscheidung nicht mehr wundern, die keineswegs im Interesse des deutschen Finanzplatzes lag. Dabei ist die Börse eigentlich eine für die Volkswirtschaft höchst wichtige, hoheitliche Infrastruktur, vergleichbar mit Telefon- oder Strassennetz. Deutschland kann es sich nicht leisten, das Thema weiter treiben zu lassen und selbst ich alter Marktwirtschaftler bin keineswegs überzeugt, dass eine Börse unbedingt in privater Hand sein sollte. Die Funktion der Börse in einer Marktwirtschaft ist eine regulierende und steuernde und derartige Funktionen sind eigentlich hoheitliche Aufgaben !

Auswüchse wie das High Frequenzy Trading, in dem gut zahlenden Marktteilnehmern ein für mich unfairer Vorteil durch schnelleren Zugang gewährt wird, sind doch nur vor dem Licht der privatwirtschaftlichen Gewinnmaximierung zu erklären und aus dieser Sicht auch logisch und nachvollziehbar. Nur dem eigentlichen volkswirtschaftlichen Sinn einer Börse - für alle einen gleichen Marktzugang zu ermöglichen und so erst einen freien Markt der Unternehmensfinanzierung und Bewertung zu schaffen - laufen diese Aktivitäten doch diametral entgegen. Die Frage welchen Vorteil die deutsche Volkswirtschaft davon hat, dass die Deutsche Börse überhaupt selber an der Börse notiert ist, hat mir noch niemand überzeugend erklären können.

Zurück zur Aktie der Deutschen Börse selber. Diese ist für mich derzeit eigentlich interessant bewertet und wenn das Management nun eine überzeugende Wachstumstrategie einschlagen würde, wäre die Deutsche Börse auf diesem Niveau für mich auch ein Kauf. Nachdem ich das zum Thema "Klage" aber heute wieder gehört habe, habe ich genervt vom Management bei über 50€ Gewinne mitgenommen, zumal das Risiko eines Doppel-Tops nicht völlig von der Hand zu weisen ist.

Wie richtig es ist, sich nicht nach den Nachrichten, sondern nach den Erwartungen der Marktteilnehmer zu richten, konnte man heute wieder wunderbar bei der Metro (WKN 725750) beobachten. Las man am Morgen die Artikel in der Fachpresse, hätte man einen Absturz um 10% antizipieren müssen. Schlechte Zahlen, riesige Baustellen, noch keine Antworten. Kein Silberstreif am Horizont. Den Kurs kostete das aber nur noch ein müdes Zucken, weil das war alles schon enthalten. Dann kam das neue Management mit Aussagen und jedes Wort wurde positiv aufgesogen und der Kurs stieg zeitweise um 3%, bevor die allgemeine Marktschwäche ihn wieder etwas herab zog.

Ich habe bei Metro heute aber erst einmal Gewinne mitgenommen und bin ausgestiegen und habe das Kapital lieber in den verprügelten Autosektor geschoben. Denn mich haben die Aussagen des neuen Managements nicht ausreichend überzeugt, ich hätte mir mehr strategische Gedanken gewünscht und nicht nur Aussagen, dass man aggressiv im Preiskampf mitspielen will. Denn das ist wohl selbstverständlich in diesem Markt. Metro bleibt aber auf meinem Radar, denn die schlechten Nachrichten sind eindeutig verarbeitet und sobald ein Katalysator auftaucht, kann es auch deutlich nach oben gehen.

Der Fall Metro zeigt uns exemplarisch, wodurch die Börse primär bewegt wird, nicht durch Fakten, sondern durch Erwartungen ! Erwartungen werden zwar auch von Fakten beeinflusst, sind aber nie völlig rational, sondern immer mit Emotionen wie Hoffnung oder Angst vermischt. Wer freiwillig darauf verzichtet diese Emotionen zu messen und zu betrachten - wie zum Beispiel grosse Teile der klassichen Markttheorie in der Wirtschaftswissenschaft - wird nie in der Lage sein den Markt auch nur ansatzweise zu verstehen. Aber auch für uns, die normalen Anleger, sollte das eine erneute Lehre sein. Für eine kurz- oder mittelfristige Anlage sollten man nach meiner Überzeugung weniger Zeit darauf verwenden vergangene Finanzzahlen zu studieren, als vielmehr zu verstehen, welche Erwartungen der Markt in die Anlage schon eingepreist hat und welche nicht ! Denn genau das beeinflusst den Kurs in der nahen Zukunft.

Übrigens, Apple (WKN 865985) notierte heute über 600 USD ! Erinnern Sie sich noch daran, wie ich bei 500 USD -> hier <- davor gewarnt hatte, so einen Runaway-Move zu shorten, egal wie einladend das aussieht ? Ich hoffe Sie haben es nicht versucht 😉

Achja, die Kohlewerte rund um Peabody Energy (WKN 675266) setzen heute ihre Reise nach unten fort. Das es heute Peabody mit Minus 5% weit stärker als andere Kohletitel traf, lag daran, dass der Rückgang durch Ängste um Chinas Bedarf ausgelöst wurde. Und Peabody ist geographisch recht diversifiziert, was heute gegenüber den reinen US Kohle Werten zum Nachteil wurde. Relative Vorsicht ist also im Sektor weiterhin angesagt, der Anstieg der letzten Tage war wohl noch nicht nachhaltig. Auf dem Radar sollte man den Sektor aber trotzdem behalten, denn das nun heisses Geld in den Sektor geflossen ist, sind für mich erste Anzeichen eines erwachenden Interesses an den Kohleaktien.

Und das der Rohstoffsektor heute durch die Bank schwach war, lag auch nur mal wieder an der alle paar Wochen aufflackernden Angst um Chinas Rohstoffbedarf. BHP Billiton (WKN 908101) hatte sich dahingehend zurückhaltend geäussert, ohne mit wirklichen Überraschungen aufzuwarten. Für die Märkte war das aber wieder einmal willkommener Anlass, die China-Angst zu spielen. Börse, wie Geschichte, wiederholt sich nicht, sie reimt sich aber und zwar ganz gewaltig 😉

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend !

Hari´s Märkte am Abend – 02.02.12 – Deutsche Börse, Klöckner, K+S

Heute mal etwas früher und mitten im Wallstreet-Handel, weil ich heute Abend etwas weniger Zeit zum Schreiben habe. Auf Kommentare kann ich aber reagieren.

Nachdem der DAX heute gegen die Logik der Oszillatoren bis über 6650 hoch geschoben ist, realisiert sich das Szenario (1) - der "Runaway-Move" - immer mehr. Beeindruckend ist auch, wie sich der Markt über der 6600 gehalten hat und nach einer kleinen Seitwärtskonsolidierung von 24 Stunden schon wieder nach oben läuft. Rein aus der Perspektive des DAX gibt es aus meiner Marktsicht nun keinen ernsthaften Widerstand mehr, der uns daran hindern könnte die 7000 anzusteuern.

So einfach wird das aber wohl nicht, denn die Hausse des DAX wird in hohem Masse von Geldern der Wallstreet angetrieben, die im Herbst 2011 abgezogen wurden und nun zurück fliessen. Und diese Gelder hängen schon davon ab, wie sich auch der Heimat-Markt der Investoren anfühlt. Sollte es da ein Problem geben, werden die Gelder auch schnell wieder repatriiert. In den US Indizes sieht es zwar auch gut aus, aber lange nicht so rosig wie im DAX. Denn da der S&P 500 im letzten Jahr viel besser gelaufen ist, ist nun das Potential nach oben auch nicht so ausgeprägt wie am deutschen Markt. Im S&P 500 gibt es mit 1333 noch die Höchststände vom 26.01.12 zu knacken und je länger der Markt das nicht schafft, desto grösser ist in meinen Augen die Wahrscheinlichkeit, dass es auch mal wieder deutlicher runter geht. Fällig wäre eine Korrektur ja schon lange. Und kurzfristig könnte es sogar sein, dass sich im S&P500 gerade eine kleine Schulter-Kopf-Schulter Formation bildet, Vorsicht ist also geboten und ich finde es nun durchaus wahrscheinlich, dass wir kurzfristig noch etwas abgeben.

Auf den DAX übertragen entsprechen die 1333 im S&P 500 wohl ungefähr 6680-6700, weswegen es nicht weit von den jetzigen Kursen um 6650 entweder zu einer Korrektur oder zu einem Ausbruch mit Beschleunigung des Anstiegsmomentums kommen könnte. Trotz einer nicht ganz so rosigen Markttechnik im S&P500 spricht aber auch in den US Indizes vieles für die Bullen, weswegen ich es nach wie vor für wenig vernünftig finde, sich ohne Anlass schon jetzt massiv gegen den Markt zu stellen. Ich erinnere daran, dass die klassischen Oszillatoren wie RSI, Stochastik etc in einem "Runaway-Move" temporär nutzlos werden und auch nicht mehr geeignet sind den Top zu indizieren, da sie sowieso am Maximum laufen - und das in so einem Szenario eben länger als sich die meisten vorstellen können.

Wer sich aber eng absichern will - was jede Menge Sinn macht, denn so eine Bewegung wie derzeit kann jederzeit ohne Vorwarnung abbrechen - hat jetzt in meinen Augen mit der Zone direkt unter 6600 im DAX einen ganz sinnvollen Bereich für einen Stop. Nicht zu nahe um einen kleinen Abtaucher unter 6600 auszuhalten, aber auch nicht zu weit weg. Das wäre aber nur ein kurzfristiger Stop, und sollte er gezogen werden, würde ich im Falle des Falles trotzdem aufmerksam sein um den Dreher nach oben dann nicht zu verpassen - wenn er dann kommt.

Heute bin ich übrigens wieder Aktionär der Deutschen Börse (WKN 581005) geworden. Ich hatte den Vorteil der Fusion mit der NYSE nie richtig gesehen und denke persönlich, dass der Vorteil vor allem ein "gefühlter" für den Chef der Deutschen Börse Reto Francioni war, der sich dann als "grosser Chairman" hätte sonnen können, während andere die Kärnerarbeit machen. Das dabei der Finanzplatz Frankfurt über kurz oder lang zum Appendix der Wallstreet verkommen wäre, ist für mich ausgemacht. Ein kluger Redakteur des Manager Magazins hat das alles schon vor genau einem Jahr voraus gesehen, weswegen ich -> diesen <- Artikel noch einmal zur Lektüre empfehle. Und wer lesen will, wie seine schweizer Landsleute Francioni sehen, kann mal in -> diesen <- Artikel der Schweizer "Bilanz" hinein schauen.

Genau deswegen habe ich jetzt aber wieder Hoffnung. Endlich kann sich das Management wieder auf das operative Geschäft konzentrieren und da sieht die Ausgangslage für Frankfurt doch ausgezeichnet aus. Die Deutsche Börse ist hoch profitabel, hat dank Francionis Vorgänger Werner Seifert ein tragfähiges Geschäftsmodell und könnte sich deshalb mit ein wenig Innovationskraft gut als *der* zentrale Finanzplatz für den Euro-Raum etablieren, zumal der Sitz der EZB in Frankfurt den Finanzplatz sowieso aufwertet. Man muss halt nur wollen und bereit sein, hart daran zu arbeiten. Aber während Werner Seifert der Deutschen Börse seinen Stempel aufgedrückt hatte, sehe ich persönlich die Deutsche Börse nun seit Jahren ohne für mich erkennbares strategisches Konzept vor sich hin treiben. Insofern hoffe ich nun auf Herrn Francionis Ablösung, der Markt würde das wohl goutieren und um die Zukunft des Finanzplatzes Frankfurt müsste einem dann nicht Bange sein.

Aber selbst wenn man alle diese Überlegungen beiseite lässt, hat man hier in meinen Augen eine cash-starke Aktie mit einer Dividendenrendite von über 5% und einen Chart, der jede Menge Potential nach oben bietet.

Klöckner (WKN KC0100) sendet heute mit über 4% Plus erstaunliche Lebenszeichen, einen direkten Grund dafür kann ich nicht erkennen. Ich denke, dass nun schlicht der negative Effekt aus den kürzlichen Aussagen von Gisbert Rühl ausläuft und sich der Gedanke wieder durchsetzt, dass die Aktie selbst bei weiter schwacher Stahlkonjunktur deutlich unter Buchwert notiert. Ich habe diesen Montag Klöckner bei 10,8€ nachgekauft wie -> hier <- ja dargestellt und sehe den Tag heute daher mit Wohlgefallen. Bei Salzgitter (WKN 620200) habe ich heute - wie gestern angekündigt - die erste Hälfte der Position bei 48€ abgebaut. Die zweite Hälfte lasse ich bis über die 50€ laufen oder bei 45€ ausstoppen.

Auch die US Gas und Kohle Aktien steigen heute massiv, es kann also sein, dass da ein Zusammenhang zu Klöckner existiert, gefunden habe ich ihn in der Kürze bisher nicht. Ein Auslöser könnte vielleicht Patriot Coal (WKN A0M5QB) sein, die heute Zahlen geliefert haben die zwar schlecht, aber offensichtlich nicht so schlecht wie vom Markt befürchtet waren. Patriot steigt aktuell fast 10%.

Auch Stada (WKN 725180) und Nordex (WKN A0D655) bestätigen die vor kurzem gegebenen Signale und laufen weiter mit 4% bzw 5% hoch. Bei beiden Titeln könnte es sein, dass noch Luft nach oben existiert. Bei Stada kann man in meinen Augen im Bereich nahe 25€ aber durchaus auch mal über Gewinnmitnahmen nachdenken.

Nach langer Durststrecke durch den warmen Winter und schlechten Zahlen von Mitbewerbern, sendet auch der Kurs von K+S (WKN KSAG88) mit über 3% Plus heute endlich wieder Lebenszeichen. Hier würde ich nun genau hinschauen, denn grundsätzlich ist das für mich ein in mehrfacher Hinsicht aussichtsreicher Titel mit einer aktuell attraktiven Börsenbewertung. Wenn die Bewegung sich bestätigt, sollte der Bereich um 45€ schnell erreichbar sein. Ich bin schon seit Dezember letzten Jahres Long K+S und habe nicht vor, das kurzfristig zu ändern.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend !