Erwachen der Edelmetalle?

Lange haben wir uns hier auf Mr-Market um die Edelmetalle nicht gekümmert und das war auch richtig so. Wenn ein Markt so bullisch ist, wie der Aktienmarkt seit Trumps Sieg letzten November, wird das Geld woanders verdient, als beim verliebten Starren auf glänzende Oberflächen.

Auch die seit der Finanzkrise wie ein Mantra herum getragene Glaubensformel der "Gold-Bugs", dass ja nur und alleine im "Gelben" das "Wahre" liege - weil alles andere ja "unsicher" sei - ist natürlich grober Unfug und dient an einigen Stellen auch schlicht kaum verhüllten Vertriebsinteressen. Um so tragischer, dass es Anleger gibt, die nun 8 Jahre stark steigende Märkte verpasst haben, weil sie dieses süsse Gift der Scheinsicherheit in ihre Adern haben träufeln lassen.

Zu den Edelmetallen im Grundsätzlichen habe ich letzten Dezember bei Tichy mal einen ausführlichen, differenzierten Artikel geschrieben. Insofern muss ich das hier nicht wiederholen. Schauen Sie doch da mal rein:

-> Das Wort für Gold ist Geld <-

Sie werden schnell sehen, dass ich keineswegs gegen die Edelmetalle als Wertspeicher bin, im Gegenteil. Ich habe aber ein differenziertes Bild auf das was Gold ist (Geld) und das was es eben nicht ist (ein Investment).

Aber auch wenn die Edelmetalle keineswegs die Lösung aller Anlageprobleme sind, gibt es Zeiten diese im Auge zu behalten und Zeiten diese zu ignorieren.

Ignoriert haben wir die Edelmetalle nun lange, nun wird es wohl spannend und das im Besonderen bei den Gold und Silberminen.

Bei Gold selber wird medial gerade das grosse Dreieck herum gereicht, das ungefähr so aussieht:

Nunja, ganz nett, ich halte aber nicht so furchbar viel von Trendlinien, die Löcher von mehreren Jahren haben. Wir dürfen halt nicht vergessen *warum* Chartstrukturen Bedeutung haben - unter anderem eben auch, weil da Menschen sind, die sich an ihren alten Aktionen orientieren. So entstehen Widerstände und Unterstützungen, genau an den Stellen wo man damals gekauft oder verkauft hat und nun ins Plus oder Minus rutscht.

Wie viele haben aber eine solche Beziehung zum Kurs, wenn da Lücken von Jahren dazwischen liegen, in denen der Kurs ganz anderes gemacht hat? Hat es wirklich einen Wert eine Linie an 2 oder 3 Punkten anzudocken, die dazwischen 6,7 oder 8 Jahre liegen haben? Und vor allem welchen Wert haben Trendlinien über viele Jahre, die völlig gedankenlos in lineare (nicht logarithmische wie oben) Charts gezeichnet werden, wie ich das zuletzt immer wieder gesehen habe?

Ich will nicht pauschal "Nein" und "Nichts" sagen, aber sicher ist, dass die Bedeutung solcher Linien eher gering ist. Ganz anders eine Unterstützung, die in den zurück liegenden Monaten x-mal getestet wurde. Diese Niveaus *haben* für die aktiven Marktteilnehmer hohe Relevanz, sie müssen dafür nur in ihr Depot schauen.

Spannender finde ich daher, was bei den Minen passiert. Denn unten sehen Sie die Struktur diesen Jahres. Der GDX hat in der traditionell schwachen Phase des ersten Halbjahres, in einem noch dazu massiven Bullenmarkt, kaum abgegeben. Das ist eher stark und nun steht die traditionell starke Phase der Edelmetalle bevor:

Ich habe diesen Sektor ja nun über Monate ignoriert und das war auch gut so. Nun erscheint Zeit zu sein, sich diesem Sektor wieder zuzuwenden.

Sicher ist nie etwas am Markt, es geht immer nur um das Verhältnis von Chancen und Risiken. Hier bei den Edelmetall-Minen, könnten nun nach einer Pause von über einem Jahr, zum Jahreswechsel hin mal wieder die Chancen überwiegen.

Ihr Hari

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Aktien sind Teufelszeug und die Börse ist eine Zockerbude!

Dieser Artikel richtet sich an alle, die normalerweise *nicht* auf Mr-Market landen würden. Nämlich an alle, die Aktien für "Teufelszeug" halten und die Börse für eine einzige "Zockerbude".

Deshalb auch dieser Titel, vielleicht konnte ich Sie ja über eine Suchmaschine hier her "locken", weil Sie Ihr Anlage-Mantra eingegeben haben und Gleichgesinnte suchen. Dann wartet nun eine Überraschung auf Sie. 😀

Wenn nicht und wenn Sie schon an Aktien interessiert sind, werden Sie nun wenig Neues lesen, aber schaden kann es bestimmt auch nicht, das dann noch einmal zu lesen. Zumal ich auch 20 konkrete Aktien nenne. 😉

Denn ich bedauere Ihnen sagen zu müssen, Ihre Haltung, die Aktien als "Teufelszeug" und die Börse als "Zockerbude" betrachtet, schadet einer Person ganz massiv: Ihnen! Und Ihrem Vermögen!

Man muss sich doch fragen, worauf Sie noch warten wollen. Schauen wir doch mal, wie es um die Geldanlage derzeit wirklich aussieht, Notenbanken und Politik sei Dank:

Read more

Der keineswegs so überraschende Short-Squeeze bei Gold und Goldminen

Wenn man wie ich, jeden Tag für seine Leser 5-10 Artikel im Premium Bereich schreibt, hat das einen schönen bzw unschönen Nebeneffekt - je nachdem, wie man es betrachtet.

Denn jederzeit können die Leser so im Nachhinein den Abgleich mit der realen Entwicklung vornehmen. Dagegen ist hinterher zu "klugschnacken" immer einfach, nachdem das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Deswegen machen es so viele auch so gerne. 😉 Die Kunst ist aber, mitten im Getümmel schon ein halbwegs zutreffendes Bild von der Lage zu haben. Perfekt trifft man die Lage sowieso nie, aber ein halbwegs zutreffendes Bild von Chancen und Risiken, ist schon eine Menge wert.

Nun hatten wir ja gestern einen gewaltigen Short-Squeeze im Gold- und Silber-Sektor, der bei den Edelmetallen selber, wie bei den Minen deutlich zu spüren war. Und ja, es war ein Short-Squeeze und sonst erst einmal nichts. Die Short Positionen und Absicherungen der Bären wurden schlicht überrannt und aus der Notwendigkeit der Bären zu covern, ergab sich dann die massive Bewegung nach oben. Und das oberhalb der 1270/1280er Zone und dann wieder oberhalb 1300 solche Stops der "Shorties" liegen würden, war vorher klar.

Daraus aber nun sofort zwingend einen neuen Bullenmarkt abzuleiten, ist verfehlt und seit Wochen gehe ich schon davon aus und habe darüber geschrieben, dass bei Gold nach einem vermeintlichen Dreifachboden erst einmal ein Schub nach oben bevor steht, der alle Goldbullen elektrisieren wird. Diesen Schub erleben wir gerade. Und das dieser Schub trotzdem im grösseren Bild nur das Präludium zu einem endgültigen Absturz Richtung 1000 sein könnte.

Aber einen Bias über die zukünftige Entwicklung zu haben wie ich, ist das eine und der Bias ist auch nichts wert, ausser als theoretisches Szenario, das man locker im Hinterkopf behält. Denn handeln sollte man nicht nach seinem Bias, die Zukunft ist und bleibt prinzipiell unbestimmt. Handeln sollte man nur nach dem, was der Markt real macht. Und wenn man Augen hat zu sehen, zeigt der Markt einem in der Regel schon die Tendenz, in die er letztlich will.

Und dazu hatte ich im Premium Bereich mehrfach geschrieben, zuletzt am 11.06. zu den grossen Goldminen in Form des ETFs GDX und am Folgetag zu den stärker hebelnden Junior Goldminern in Form des ETFs GDXJ. Denn die potentielle Wendeformation in Form einer möglichen iSKS war ja überdeutlich und diese Möglichkeit deutete sich schon seit Wochen an. Lesen Sie mal den O-Ton von vor 8 Tagen:

-----------------------------

Donnerstag 12.06. 11:00 - Junior Goldminer GDXJ

Im Nachgang zu meinem gestrigen, ausführlichen Kommentar zur potentiellen iSKS im Goldminen-Sektor, will ich Ihnen heute das Chart des etwas aggressiver laufenden ETFs GDXJ zeigen, der als kleiner Bruder des GDX die "Juniors" vereint, also Minen die eher noch in Exploration oder Produktionsaufbau sind.

Es liegt in der Natur der Sache, dass dieser ETF stärker auf den Goldpreis hebelt, da diese Minen schneller Pleite sind, aber auch die Gewinne prozentual stärker steigern können:

GDXJ 12.06.14

Wir sehen hier, dass der Trade von gestern nun klar Fahrt aufgenommen hat. Auch das Volumen passt nun wunderbar - wir haben ein Kapitulationsvolumen (rot), dann eine kurse Phase der Unsicherheit und nun wieder gutes Volumen im Anstieg (grün).

Wie ich gestern schon schrieb, den Trade kann man machen. Und dabei kann man auch vergessen, ob es sich nun um Goldminen oder Kühlschränke am Nordpol handelt, die Price-Action ist auf der kurzfristigen Zeitebene positiv und spricht dafür, dass die 200-Tage-Linie nun auch fällt - vielleicht nach einem kurzen Rücksetzer vorher. Achten Sie auf den Ablauf in der linken Schulter, ein zweites höheres Tief ist ganz typisch und könnte auch hier Thema sein. Passend zur Einschätzung ist auch, dass das Geplapper um Gold in den bekannten bunten Medien noch nicht wieder begonnen hat. Das kommt dann wieder etwas höher. 😉

Merken Sie sich also unbedingt diese Wahrheit, die ich gestern zu vermitteln versucht habe: unser Bias hat keinen Wert für das unmittelbare Handeln. Handeln wir nicht nach unserem Bias, sondern nach dem, was die Märkte real tun. Unser Bias kann uns aber helfen, verschiedene mögliche Szenarien zu identifizieren.

Ob mein Bias für Gold Recht behält, wird also die Zukunft zeigen und muss uns heute nicht interessieren. Mein Bias glaubt, dass die Goldbugs noch einmal richtig demoralisiert werden müssen, bevor es dann wirklich - vielleicht schon im Herbst, vielleicht auch erst 2015 - hoch gehen kann. Und das deshalb diese potentielle iSKS nie triggern wird, sondern irgendwann weiter höher wieder wegkippt.

Aber um die richtigen Handlungen an den Märkten zu vollziehen, müssen wir diese Zukunft gar nicht kennen. Uns reicht die Price-Action der Gegenwart und die zeigt kurzfristig für den Sektor ein brauchbares Setup. Und die Stops nach unten dürften auch sonnenklar sein.

---------------------------

So weit meine Worte vor 8 Tagen. Den Trade konnte man wirklich machen, auch wenn man im grossen Bild skeptisch zur Lage der Edelmetalle war. Und der GDXJ war dann gestern zum Schlusskurs rund 15% höher als bei obigem Beitrag. Daraus jetzt aber sofort mit Bestimmtheit einen neuen Bullenmarkt abzuleiten und den "grossen Boden" für Gold und Silber auszurufen, sind irrelevante Schwarz/Weiss Darstellungen, die weder unsere Zeit, noch unsere Aufmerksamkeit wert sind. Es ist möglich, dass der grosse Boden hinter uns liegt, es gibt aber auch andere, relevante Szenarien. Die Welt ist nie schwarz/weiss - an den Börsen schon gar nicht.

Denn erst jetzt - wo der gestrige Short-Squeeze abgelaufen ist und viele Shortpositionen im Sektor aufgelöst wurden - erst jetzt wird sich zeigen, ob wirkliches, ernst zu nehmendes Kaufinteresse in den Sektor kommt. Jetzt müssen die Markt-Elefanten ins Rennen einsteigen und wenn diese den Goldpreis nun über die alten Verlaufshochs Richtung 1400 USD und darüber treiben, dann ist der Abwärtstrend wirklich gebrochen und wir haben wohl eine bedeutende Wende gesehen.

Es ist aber nach wie vor sehr gut denkbar, dass das nur eine Falle ist und die Kurse nun bald wieder zurück fallen und zu neuen Tiefs abtauchen. Ein brutaler Short-Squeeze ist als Gegenbewegung in einem Bärenmarkt keineswegs untypisch. Niemand kann Ihnen mit Gewissheit sagen, ob das nun die Wende oder nur eine Falle ist. Und ob Gold nun über oder unter der alten 1270/1280 Widerstands- bzw Unterstützung-Zone liegt, ist dabei bestenfalls ein Faktor unter anderen. Daraus aber den gesamten Marktzustand abzuleiten, springt deutlich zu kurz.

Stellt sich die Frage, wann man denn im Sektor Geld verdienen konnte, wenn jetzt schon wieder alles offen ist. Die Antwort zeigt Ihnen mein Beitrag im Premium-Bereich oben von vor 8 Tagen. Zu dem Zeitpunkt lies sich mit einem klaren Setup Geld verdienen und das ohne über die Zukunft zu spekulieren, nur aufgrund der Marktstrukturen - also als noch kaum jemand darüber geschrieben hat. Und insofern war die Bewegung der letzten Tage für sehende Augen auch wenig überraschend. Nun aber, nach dem Short-Squeeze, ist die Lage erst einmal wieder offen und das ist nicht der ideale Zeitpunkt, um sich blind auf eine Richtung festzulegen.

Wenn der Sektor aber - nach einer nun fast zwangsläufigen anstehenden Konsolidierung - doch wieder beginnen sollte, nach oben zu laufen, dann wird dann wieder ein guter Punkt sein, um Geld im Sektor zu verdienen. Aber erst dann und erst falls das passiert. Und die Art, wie diese Konsolidierung bzw das Retracement nach dem gestrigen Schub nun abläuft, wird uns viel darüber sagen, mit welchem Szenario wird es hier mit Wahrscheinlichkeit zu tun haben. Dafür müssen wir aber genau hinschauen und auch wissen, wo wir hinschauen sollten.

Das genau bedeutet das Prinzip: "Folge dem Markt". Und dieses Prinzip funktioniert. Herum zu raten, wie eine prinzipiell unbestimmte Zukunft aussehen wird, funktioniert nicht.

Wenn Sie es nicht glauben, lesen Sie mal, was sogenannte "Zukunftsforscher" in den 70er und 80er Jahren über unsere heutige Gegenwart geschrieben haben und amüsieren Sie sich. 🙂

Ihr Hari

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Gold und Silber Marktupdate – Ausbruch und Bodenbildung

Es wird Zeit für ein aktuelles Marktupdate zu Gold und Silber.

Das Gold - hier als XAUUSD mit Tageskerzen dargestellt - wieder über 1300 USD steht, dürfte wohl kaum jemand übersehen haben. Das Preis-Verhalten (Price-Action) bei Gold hat sich auch drastisch verbessert, die negativen Einschläge über Nacht bleiben aus. Sicheres Indiz dafür, dass das "Big Money" nun die Seiten gewechselt hat.

Gold 14.02.14

Auch die Goldminen scheinen eine klare Bodenbildung zu vollziehen und bieten derzeit attraktive Chancen.

Trotzdem ist bei Gold immer noch Vorsicht geboten, denn der mittelfristige Abwärtstrend existiert weiter und erst ein Anstieg über das 38er Fibonacci Retracement bei 1415 USD, das bei Gold näherungsweise mit dem Hoch vom 28.08.14 bei 1433 USD korreliert, würde auch im mittelfristigen Bild den Abwärtstrend bei Gold brechen.

Bis dahin macht es Sinn, dem neuen Trend aufwärts zu folgen, aber erst auf obigen Niveaus hat sich Gold wirklich frei geschwommen. Und ein temporäres Retracement herab zur Ausbruchszone oberhalb 1270 USD, sollte nun auch jeder als eine Möglichkeit auf dem Radar haben. Aber es ist nur eine Möglichkeit, im Sektor hat sich so viel Energie aufgestaut, dass diese nun auch zu einem schnellen Lauf nach oben führen könnte.

Die nach meiner Erfahrung beste Art damit umzugehen, ist einfach ruhig nach oben mitzugehen und für den Fall des Falles - der am Markt immer eintreten kann - nicht zu enge Stops zu setzen, die einen gegen ein Desaster schützen. Zwei mögliche Stopniveaus als reine "Desaster-Protection" habe ich eingezeichnet.

Weniger beobachtet, in meinen Augen aber noch spannender, ist die Lage bei Silber, hier auch in der Form XAGUSD mit Tageskerzen dargestellt:

Silber 14.02.14

Sie sehen, dass Silber gerade einen bedeutenden Ausbruch aus einer monatelangen Bodenbildung vollzieht. Und diese Bodenbildung hat als I-Tüpfelchen auch noch eine eindrucksvolle Umkehrformation.

Und Silber hat eine Historie darin, nach langer Konsolidierung mit Macht auszubrechen, wenn der Knoten endlich mal gelöst wird. Als Musterbeispiel habe ich Ihnen das Geschehen von letztem August im Chart markiert.

Insofern bietet sich bei Silber nun eine interessante Trading-Chance. Auch hier sind Stops natürlich zwingend, denn sicher ist am Markt gar nichts. Mögliche Niveaus habe ich eingezeichnet und sollte man je nach Risikoneigung und Zeithorizont wählen.

Ähnlich wie bei Gold gilt aber auch bei Silber, dass der übergeordnete Abwärtstrend unverändert intakt ist und insofern gibt es keinen Grund für verfrühte Euphorie und Blütenträume, weder bei Gold noch bei Silber. Wir haben hier einfach ein auf der kurzfristigen Ebene interessantes Setup. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Ihr Hari

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Silber und Hecla Mining – kann man diesem Braten trauen ?

Der Edelmetallsektor befindet sich aktuell im Ungewissen. Einerseits deutlich über den Tiefs von Ende Juni und grosser Abwärtsdruck ist aktuell nicht mehr zu verspüren. Andererseits aber ohne sichtbare Kraft nach oben. Wenn man so will, hängen die Edelmetalle derzeit schlaff in den Seilen. Man könnte auch sagen, zwischen "Baum und Borke". 😉

Gleichzeitig ist für den aufmerksamen Beobachter offensichtlich, dass bei den Edelmetallen grosse Markt-Adressen ihre Spielchen treiben. Anders sind die teilweise aberwitzigen Ordergrössen nicht zu erklären, die den Markt dann mal eben nach unten pressen.

Mit gesunder Preisfindung zwischen Angebot und Nachfrage, hat das insbesondere im Goldpreis nicht mehr viel zu tun. Die reale Nachfrage nach physischem Gold - insbesondere aus Asien - und die Preise an der Comex, scheinen aktuell aus zwei getrennten Welten zu kommen.

All das spricht für Privatanleger dafür, aktuell die Finger von den Edelmetallen zu lassen, soweit es um Trading und kurzfristige Spekulation geht. In so einer Situation ist man eher Fischfutter für die grossen Haie im Markt, die den Preis mal eben von rechts nach links schieben können. Man wartet dann besser ab, bis der Markt wieder eine klare Richtung zeigt, die auch vom "Big Money" unterstützt wird. Mit dem Kauf von physischem Gold hat diese Aussage natürlich nichts zu tun, das macht man auch aus ganz anderen Motivationen heraus, als die kurzfristige Spekulation auf den Goldpreis an der Comex. Aber aus spekulativer Sicht, sind die Edelmetalle aktuell eher indifferent und daher uninteressant.

Wenn, ja wenn, da nicht Silber wäre. Silber ist so etwas wie ein Zwitter. Einerseits Ersatzwährung wie Gold, Grundlage für Münzen und Schmuck und insofern in enger Korrelation zu Gold. Andererseits aber auch Industriemetall mit echtem Verbrauch. Während das Gold der Welt so gut wie nicht verbraucht wird, besitzt Silber echten "Verbrauch" aus den industriellen Anwendungen heraus.

Und so wird auch der Preis aus zwei Einflusssphären heraus hin und her geworfen. Einerseits schwingt Silber mit Gold und hat daher seit 2011 eine Phase der Schwäche. Anderseits scheint die industrielle Konjunktur weltweit wieder anzuziehen, was man auch an den Lebenszeichen anderer Rohstoffe erkennen kann. Und wenn die industrielle Konjunktur wieder ans Laufen kommt, dürfte das den Silberpreis deutlich stützen.

Schauen wir auf das Chart von Silber in US Dollar mit Tageskerzen (XAGUSD), sehen wir eine interessante Strukur, aus der eine Wende werden könnte. Nicht muss, aber könnte:

Silber 21.10.13

Ich habe bewusst auf der linken Seite keine Schulter eingezeichnet, weil das wäre etwas weit hergeholt. Eine Umkehrformation, die dem Charakter einer inversen Schulter-Kopf-Schulter Formation gegenüber Ähnlichkeiten hat, deutet sich aber an. Und zuletzt hat Silber oberhalb 20 USD immer wieder Unterstützung gefunden.

Wichtig ist hier wieder die angedeutete Nackenlinie, die wohl - je nachdem wie man sie zeichnet und sich der Silberpreis weiter entwickelt - im Bereich 24-25 USD liegen wird. Wenn diese Nackenlinie erreicht und durchschlagen würde, würde sich das Bild weit positiver darstellen und dann müsste man Silber auch wieder intensiv auf den Radar nehmen. Ein Durschlagen der Nackenlinie würde im übrigen bei Silber auch die 200-Tage-Linie zurück erobern.

Treue Leser wissen ja, dass im Edelmetallbereich die Minen gerne mal ein paar Tage dem Edelmetall selber voraus laufen und insofern frühzeitige Signale senden. Schauen wir daher doch mal auf meinen - aus Substanzgründen - langfristigen Favoriten im Sektor der Silberminen: Hecla Mining (WKN: 854693, HL). Hier zeige ich Ihnen das langfristige Chart mit Wochenkerzen seit 2010:

Hecla 21.10.13

Auch bei Hecla sehen wir einen bestätigten Abwärtstrend der respektiert werden will. Und dieser Abwärtstrend ist nicht gebrochen, für übergrosse Euphorie gibt es also keinen Anlass.

Aber ... auf der Habenseite sehen wir eine mustergültig abgelaufene Korrektur mit 1-2-3 Struktur. Und wir sehen, weit deutlicher als bei Silber selber, eine potentielle, inverse Schulter-Kopf-Schulter Formation.

Aber auch diese ist nicht mehr als eine potentielle Struktur. Eine Möglichkeit. Relevant und aktiv würde sie erst, wenn die Nackenlinie aktiviert würde, die hier bei ca. 4 USD liegen dürfte.

Fazit:

Es könnte sein, dass Silber sich in einer Bodenbildung befindet. Die weltweiten konjunkturellen Pflänzchen unterstützen diese Möglichkeit ebenso, wie die Chartstrukturen, die eine Umkehrformation in den Bereich des Möglichen bringen.

Aber es ist noch zu früh, eine Wende auszurufen und "es könnte sein", ist nicht mehr als eine Möglichkeit und noch keine vollzogene Wende. Noch dominiert klar der übergeordnete Abwärtstrend. Die angedeuteten Nackenlinie der möglichen Umkehrformationen kann man aber trotzdem im Auge behalten. Sollten diese ausgelöst werden, ist Silber dann wirklich einen Blick wert und in allen Charts dürfte dann eine klare Umkehrstruktur sichtbar sein.

Bis dahin lautet das Motto aber eher: abwarten und beobachten. Insbesondere auch den Dollarkurs, denn der hat auf Gold und Silber grosse Auswirkungen.

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Goldminen – GDX – Grosse Wendeformation im Aufbau ?

Im Premium-Bereich haben wir uns in den letzten Wochen, seit dem bedeutenden Tief vom 26. Juni, intensiv mit den Gold- und Silberminen und den Edelmetallen Gold und Silber beschäftigt. Und haben dabei schöne Gewinne eingefahren, weil wir den neuen Aufwärtstrend frühzeitig erkannt haben.

Nun möchte ich auch den Lesern im freien Bereich einmal die aktuelle Lage aufzeigen, um etwas Ordnung in die typischerweise zwischen Angst und Gier schwankenden Gedanken zu bringen.

Ich zeige Ihnen daher nun, anhand des grossen US Goldminen ETFs GDX, ein mögliches Szenario für den weiteren Ablauf. Der GDX ist das Vehikel, in dem sich auch die grossen Namen wie Soros & Co. tummeln.

Während es meinen treuen Lesern längst bekannt ist, muss ich hier im freien Bereich immer wieder betonen, dass ein Szenario keinerlei Weissagung oder Prognose ist, sondern eben nur ein mögliches Szenario unter anderen. Niemand hat eine Glaskugel, auch ich nicht. Und die, die permanent mit Bugwelle Prognosen produzieren schon gar nicht. Aber aufgrund ähnlicher Bewegungen in der Vergangenheit, so beim GDX der Rebound 2008/2009 oder auch der Rebound letzten Sommer, kann man sinnvolle Schlussfolgerungen über typische Marktstrukturen ziehen. Und damit die Wahrscheinlichkeiten ganz leicht - sozusagen von 50 auf 55% - zu seinen Gunsten verschieben.

Und aufgrund dieser typischen Strukturen hat der folgende Ablauf nun eine realistische Chance. Aber auch wenn eine Chance keine Sicherheit bedeutet und solche Szenarien höchst selten genau exakt so eintreten, alleine diese Struktur im Auge zu haben, verschafft einen grossen Vorteil gegenüber einer Lage, in der man ohne Massstab emotional zwischen Angst und Gier hin und her geworfen wird. Mit dieser Struktur als Vorlage, hat man wenigstens einen Massstab, an dem man Abweichungen erkennen und daraus rational Schlussfolgerungen und Handlungen ableiten kann, statt nur dem Bauch zu folgen.

GDX 22.08.13

Dieses Chart mit Tageskerzen zeigt:

(1) Das der GDX seit dem Tief von Ende Juni einen neuen Aufwärtstrend aufgenommen hat, der durch höhere Tiefs Anfang Juli und Anfang August definiert wurde.

(2) Das der GDX zunächst von der Nackenlinie der Umkehrformation abgeprallt ist, die nach oben auch durch mehrere, grosse Gaps aus Mitte April definiert wird.

(3) Das sich der GDX erst oberhalb dieser Gaps, also oberhalb 35 USD nachhaltig freigeschwommen hat.

(4) Das kurzfristig die Chancen für ein weiteres Trendtief unter der nun ansteigenden 20-Tage-Linie bei ca. 27 USD - aber über der 50-Tage-Linie - vorhanden sind.

(5) Das sich dann entweder erweist, dass der Trend schon am Ende ist und der GDX wieder wegkippt, weswegen zwingend Stops unter dem Tief von Anfang August liegen müssen. Denn wenn mit der Wendeformation alles in Ordnung ist, dürften wir dieses Tief auf keinen Fall mehr sehen.

(6) Oder das dieser Dip bis ca. 27 USD der ideale Zeitpunkt ist, um im Sinne "Buy the Dip" erneut in den GDX hinein zu springen, um den nächsten Schub nach oben nicht zu verpassen.

Ich wiederhole, das ist ein mögliches Szenario, um Ihnen Orientierung im Schlachtengetümmel des Tages zu verschaffen. Es ist keine Prognose, Prognosen sind Unfug, niemand kennt die Zukunft. Und natürlich hängt der GDX letztlich vom Goldpreis ab, der einfach mitspielen muss, wenn es zu dieser Umkehrformation kommen soll.

Im Premium-Bereich verfolgen wir die weitere Entwicklung des Sektors jeden Tag und leiten daraus sinnvolle Handlungen ab.

Ihr Hari

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Gold und Silber: We have lift off ! – Von Gold-Bugs und Gold-Hassern

Es gibt wohl kaum einen Sektor, der so emotional betrachtet wird wie die Edelmetalle.

Da gibt es auf der einen Seite die "Gold Bugs", die egal was passiert, immer von Gold 5000 USD und mehr faseln und hinter jedem Rückgang zwanghaft eine Manipulation vermuten. Weil Ihr geliebtes Metall kann ja vermeintlich nur hoch gehen.

Und da gibt es auf der anderen Seite die "Gold Hasser", die von einer "geplatzen Blase" faseln und mit Vorliebe zitieren, dass Gold ja totes Material ohne Nutzen wäre. Natürlich wieder mit dem armen Warren als Testimonial, der muss auch wirklich für fast alles herhalten.

Beide Seiten haben einen massiven, störrischen Bias bei der Betrachtung der Edelmetalle. Und beide Seiten werden so am Ende nur Geld verlieren. Die "Gold Hasser", weil Ihnen ihr Bias den Blick auf die reale Kraft des Bullen verstellt und sie so schon die gigantischen Gewinne des letzten Jahrzehnts hat verpassen lassen. Irgendwann bekommt man bestimmt mal Recht, dumm wenn es mehr als 10 Jahre dauert. 😉 Und die "Gold Bugs", weil die Liebe zu "ihrem" Metall es Ihnen unmöglich machen wird, das wirkliche Ende des Bullen zu sehen und auszusteigen. Auch dann, auf dem wirklichen Top, wird die Liebe zum Edelmetall es ihnen unmöglich machen, die Party zu verlassen.

Leider bestimmen beide Seite mit ihrem Bias massiv die Medien. Und die Medien folgen immer der vorherrschenden Meinung, also der Herde. Im Moment sind das (noch) die "Gold ist tot" Geschichten. Heraus kommt dann ein Crescendo, das dem Anleger jeden klaren Blick unmöglich macht. So kann man am Markt nicht erfolgreich sein. Schalten Sie diese Geräusche also bitte aus. Und wenn der Nächste mit Prognosen zu Gold 5000 oder Gold 500 um die Ecke kommt, klicken Sie schnell weiter.

Ich will deshalb mit diesem Post versuchen, Ihnen ein rationaleres Bild zum Thema zu vermitteln:

1. Ist eine Blase geplatzt ?

Die Frage lässt sich leicht beantworten. Schauen Sie einfach auf das Langfrist-Chart von Gold in USD seit 2002, leider fehlen mir im System die Daten bis 1999, aber das Bild ist auch so klar.

XAUUSD langfrist

Und nun frage ich Sie: sieht man hier zwangsweise eine geplatze Blase ? Natürlich kann der Kurs theoretisch weiter abkippen und dann wäre der Bulle am Ende. Das wäre der Fall, wenn die obere Trendlinie den Kurs wieder nach unten abprallen lässt. Er ist aber im Moment noch nicht abgeprallt und nichts in diesem Chart zeigt jetzt schon eine Blase, die sich aufgelöst hat.

Man muss sich wirklich fragen, in welchem Parallel-Universum die Leute leben, die hier jetzt schon von einer geplatzen Blase reden. Wie gesagt, alles ist möglich in der Zukunft. Aber heute - auf Basis der vorhandenen Daten - von einer geplatzten Blase zu reden ist für mich schlicht unseriös.

Dieses Chart sagt uns eher, dass sich möglicherweise gerade eine neue, bullische Phase 5 zusammen braut. Auch das ist nicht sicher, aber objektiv aufgrund des Charts ein wahrscheinliches Szenario.

2. Ist Gold wertlos und nutzlos ?

Gähn ! Das ist alles was mir dazu einfällt. Wie wertvoll ist denn bitte ein bedruckter Lappen Baumwolle minderer Qualität, auf dem sich irgendwelche Gestalten der Vergangenheit tummeln ? Welchen produktiven Nutzen hat dieser Lappen ?

Eben - der Punkt ist: Der Lappen hat den Wert, den ihm die Menschen beimessen. Nicht mehr und nicht weniger. Punkt ! Und solange die Menschen an den Wert des Papiergeldes glauben, hat der Lappen den Wert der drauf steht. Und solange die Menschen an den Wert des Goldes glauben, hat Gold Wert. So einfach ist das.

Nun ist es aber so, dass Menschen den Wert von Gold seit tausenden von Jahren schätzen, eigentlich so lange, wie wir zivilisatorisch zurück schauen können. Während die Baumwoll-Lappen gerne mal gegen andere Lappen ausgetauscht werden. Ist es also rational anzunehmen, dass die Menschen nach tausenden von Jahren genau in diesem Jahr 2013 ihren Glauben an Gold verlieren ? Möglich ist alles, die Welt ist voller Überraschungen. Aber rational und Grundlage sinnvoller Anlagestrategie ? Wohl kaum, oder ?

Die Geschichten von der Nutzlosigkeit dieses "toten" Metalls sind also ziemlich am Thema vorbei. Richtig, Gold wirft nichts ab und erzeugt keine Wertschöpfung. Es ist ohne funktionale Bedeutung für unser Leben. Das stimmt alles und sagt doch nichts.

Denn Gold ist Geld. Das älteste Geld der Welt. Und Geld hat solange Wert, wie die Menschen an den Wert glauben. Und der Glaube an Gold wächst in Phasen, in denen die "Baumwoll-Währungen" wanken oder in denen der Wert der "Baumwoll-Währungen" stark sinkt, landläufig auch Inflation genannt.

In genau diesen beiden Phasen, wird Gold relativ besonders geliebt werden. In allen anderen Phasen kann man es getrost ignorieren. Insofern hat der gute Warren natürlich Recht. Er spricht darüber, dass man mit der Anlage in Gold keine dauerhaften, langfristigen Erträge erzielen und auch keinen Wohlstand schaffen kann. Natürlich stimmt das. Was die "Gold-Hasser" dann aber aus seinen Aussagen machen, hat er nie gesagt. Denn über die Ausnahmephasen, in denen Gold seine Rolle als "ultimatives Alternativgeld" wieder erlangt, redet er gar nicht. Jede Regel hat Phasen der Ausnahme, Ausnahmen die jemand der 1930 geboren wurde nicht nur kennt, sondern auch erlebt hat.

Gold zu haben bedeutet einfach, sich Geld unter das gedankliche "Kopfkissen" zu legen, statt es arbeiten zu lassen. Und es gibt Zeiten in denen das Sinn macht. Und Jahrzehnte, in denen das keinerlei Sinn hat. Gold wirft nichts ab. Das stimmt, ist aber nicht der Punkt. Es gibt halt Zeiten, wo es schon reicht etwas zu bewahren.

3. "Muss" Gold bis 5000 USD steigen ?

Für die "Gold-Bugs" scheint das Faktum zu sein. Diese Phase 5, die man im Chart als Möglichkeit erkennen kann, "muss" vermeintlich in einem euphorischen Top enden, während gleichzeitig unser "Baumwoll"-Geldsystem zusammen bricht. So das Mantra dieser Fraktion.

Auch das ist natürlich Unsinn. Die Zukunft ist unbestimmt. Das Szenario ist ohne Frage eine sehr reale Möglichkeit, mit der sich jeder mal gedanklich beschäftigen sollte. Aber es ist nur eine Möglichkeit des Ausgangs der Zukunft.

Auch wenn ein Chart wie oben nun einen sehr bullischen Schub indiziert, darf man nie vergessen, dass es politische Entscheidungen von Staaten und Notenbanken sind, die letztlich die Entscheidung über den weiteren Verlauf treffen werden. Es gibt keinen Automatismus, der sich aus Charts ableiten lässt. Charts sind nur das ungeschminkte Abbild der handelnden Teilnehmer am Markt. Das ist aber schon mal mehr, als all die sinnlosen Prognosen und Spekulationen, mit denen sich viele gerne beschäftigen.

Gold "muss" also gar nichts. Das Vertrauen in Gold ist direkt invers zum Vertrauen in unser "Fiat-Money" korreliert. Die Entscheidung über den weiteren Kursverlauf treffen letztlich die Notenbanken und die Politik. Und die Politik ist unberechenbar, das sollten "Gold-Bugs" ebenso wie "Gold-Hasser" eigentlich wissen.

Preis ist der ultimative Richter

Nach dem ich nun versucht habe, Ihnen mit rationalem Blick zu zeigen, was Gold ist und was es eben nicht ist, möchte ich Ihnen auch die in meinen Augen einzige sinnvolle Art aufzeigen damit umzugehen. Und die hat nichts mit Prognosen und Hass oder Liebe zu Gold zu tun, sondern lautet schlicht: "Preis ist der ultimative Richter".

Und diesen Preis finden wir in Charts. Charts die den Wert von Gold im Vergleich zu anderen Assets und anderen Währungen wie dem USD darstellen. Charts die im Moment den Schluss nahelegen, dass Gold und Silber am Beginn eines neuen Aufwärtstrends stehen. Charts die damit das Szenario der langfristigen Phase 5 (von oben) unterstützen. Schauen Sie selber, Ausbrüche quer durch den Sektor:

Silber 16.08.13

Gold 16.08.13

GDX 16.08.13

Wie lange werden diese neuen Trends andauern ? Werden die Minen die Reversal-Struktur vollenden ? Die Zukunft wird es zeigen, ein Trend ist ein Trend bis er bricht. Und jede Spekulation darum wie lange er läuft, ist per definitionem sinnlos.

Schaut man auf die langfristigen Charts des Goldbullen wie ich es oben getan habe, spricht einiges dafür, dass nun die Phase 5 begonnen hat. Die letzte Phase des Bullen, der seit 1999 andauert. Eine Phase die typischerweise 2-3 Jahre andauern wird und in einem finalen, euphorischen Top endet, weit über dem, was wir heute auf dem Radar haben. Einem Top, das mit der finalen Krise unserer überdehnten Währungssysteme korreliert, sozusagen der Moment der Wahrheit für die Politik der Notenbanken, die derzeit ein hoch riskantes Spiel ohne historische Vorlage spielen. Nach diesem Top ist das Thema Edelmetalle dann wieder für ein paar Jahrzehnte tot und ein neuer Zyklus beginnt. Das ist ein vorstellbares Szenario, aber eben nur ein mögliches Szenario, vergessen Sie das nie !

Und jetzt kommt wieder der entscheidende Punkt. Was helfen Ihnen solche Voraussagen ? Sie ahnen es: Null und Nichts ! Wichtig ist den Trend zu beachten. Und der ist so lange aktiv, wie er aktiv ist. Und demütig den Preisen zu folgen, die uns irgendwo hin führen. Und die Preise sagen uns im Moment, dass wir mit guter Wahrscheinlichkeit einen bedeutenden Wendepunkt im Sektor hinter uns haben und der Trend nun erst einmal wieder nach oben zeigt. All die Gold Bugs und Gold Hasser lassen Sie während dessen fröhlich weiter plappern. Reich werden die mit so einem massiven Bias nicht, aber das muss nicht Ihr Problem sein.

In diesem Sinne wünsche ich viel Erfolg !

Ihr Hari

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Charts des Sommers – Gezeitenwende an den Märkten

Als FED Chef Ben Bernanke am Abend des 10. Juli seine Rede hielt, mit der er das Inflationsziel wieder in den Vordergrund hob, war mir aufgrund der Reaktionen des Marktes am Folgetag sofort klar, dass die Märkte nun potentiell zur Zeitenwende und Sektor-Rotation ansetzen und der Inflationstrade einsetzen würde.

In den Artikeln -> Wohin treiben inflationäre Erwartungen DAX und S&P500 - Parallele zu 2011 ? <- und -> Von Inflation und der Gezeitenwende an den Märkten <- haben wir das hier auf Mr-Market frühzeitig thematisiert. Und auch die -> Gezeitenwende am Bondmarkt <- erkannt.

Und im Premium Bereich haben wir jede Menge konkreter Szenarien und Setups besprochen und von dieser Entwicklung frühzeitig profitiert, so mit einem Trade auf Rio Tinto (WKN: 852147).

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem die Gezeitenwende an den Märkten offensichtlich wird und langsam auch die breitere Medienlandschaft aufspringt und bemerkt, dass da etwas im Gange ist. Und der Zeitpunkt ist gekommen, an dem auch das "Big Money" nun sehr aufmerksam wird und sich die Finanzströme in den Sektoren verändern. Viele dieser Sektoren aus dem Bereich Grundstoffe, die nun nach oben ziehen, sind intensiv von Shorties belagert, so insbesondere der Gold und Silber Sektor. Und in den letzten Tagen war nun für jeden spürbar, wie sich die Machtverhältnisse ändern und nun erneut Blut in den Strassen zu fliessen beginnt. Dieses Mal aber das Blut der Bären und Shorties. Das heisse Geld scheint nun Witterung aufgenommen zu haben und ich würde nun nicht mehr mit einer stark gehebelten Short-Position in diesen Segmenten sitzen wollen.

Kurzfristig sind alle diese Märkte aber nun technisch überkauft und ein erneuter Dip kann jederzeit um die Ecke kommen. Insofern macht es vielleicht Sinn, mit dem Einstieg nun noch etwas zu warten. Die Märkte des Inflationstrades sehen nun aber alle so aus, als ob in Zukunft ein Dip gekauft werden sollte und nicht mehr jede Stärke sofort verkauft ! Gezeitenwende an den Märkten eben. Und natürlich kann alles immer ganz anders kommen. Aber wer die Märkte schlagen will, muss bei den wenigen grossen Chancen beherzt zupacken, die sich im Jahr bieten. Ist das ohne Risiko ? Nein bestimmt nicht - keine grosse Chance kommt je ohne grosses Risiko daher. Aber dafür gibt es Stops und man kann sich vorher überlegen, welches Risiko man im Falle des Falles noch tragen kann.

Aber lassen wir doch einfach ein paar Charts sprechen. Wenn Sie in Zukunft frühzeitig bei solchen Bewegungen dabei sein wollen, mehr über die Märkte lernen wollen und konkrete Trades, Tips und Tricks in diesem Zusammenhang besprechen wollen, dann stossen Sie doch zur Mr-Market Community hinzu, mit vielen hunderten aktiver Leser !

Ach ja, noch ein Hinweis. Die Premium Mitglieder treffen sich auch real. So entwickeln sich in grossen Städten derzeit Stammtische. Und den Stammtisch in Frankfurt werde ich Morgen Abend besuchen, nach meinem Auftritt beim -> Medienmittwoch <-. Insofern auch an dieser Stelle die Einladung an alle aktiven Mitglieder der Mr-Market Community !

Ihr Hari

Basic Resources A0F5UK 13.08.13

Dr. Copper 13.08.13

GDX 13.08.13

Hang Seng 13.08.13

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***