Warum das „Smart Money“ mehr groß als „smart“ ist


Der folgende Grundlagen-Artikel erschien Anfang diesen Jahres im Premium-Bereich. Für die Lesbarkeit im freien Bereich, wurde er bei Referenzen und Links leicht überarbeitet

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In diesem Artikel, möchte ich für Sie einordnen, was sich hinter dem Begriff "Smart Money" verbirgt, für den es auch andere Begriffe gibt wie das "Big Money" oder die "Markt-Elefanten".

Und auch der "Composite-Operator" der sogenannten -> Wyckoff-Terminologie <- beschreibt die gleiche Gruppe, der Begriff ist eine abstrakte Metapher für die Gruppe im Markt, die alleine durch Größe und Wissen, die Richtung des Marktes ganz wesentlich beeinflussen kann.

Auch ich spreche oft flapsig vom "Smart Money" oder von den "Marktelefanten" und meine damit die gleiche Gruppe, die mit dem Begriff "Composite Operator" in ein eingängiges Bild gefasst wird. Womit sich vielleicht doch mal die Frage anschliesst, wer damit überhaupt gemeint ist und ob das "Smart Money" wirklich so smart ist?

Vor allem, wir lesen und erleben doch immer wieder, dass Hedgefunds zu Hunderten auch 2018 Pleite gegangen sind, dass Fondsmanager sich 2018 durchweg nicht mit Ruhm bekleckert haben und im tiefen Minus mit ihren Fonds hängen und selbst "Helden" wie David Eichhorn, der in der Reihe der -> greatest Investors <- genannt wird, in 2018 mal eben -> 28% Verlust gemacht haben <-.

Wie "smart" ist dieses "Smart Money" also eigentlich und stehen hinter dem "Composite Operator" konkrete Namen mit besonderem Insiderwissen?

Die wichtige Antwort drauf ist Nein! Alle kochen nur mit Wasser, auch die Einhorns dieser Welt! Und es gibt dieses "Smart Money" und diesen "Composite Operator" gar nicht als dedizierte Personen oder Gruppen, das ist eine Fiktion. Es sind einfach abstrakte Konzepte, die einen Sinn haben.

Bevor ich zum Sinn komme sei gesagt, dass es natürlich echtes Insiderwissen im Markt gibt. Wir erleben das immer wieder bei Einzelaktien, wenn schon Stunden oder einen Tag vor einer wichtigen Nachricht, die Kurse in die (im nachhinein) richtige Richtung zu laufen beginnen. Da wissen dann schon welche was, die gleicher als gleich sind und starten faktische Insidertrades, die in der Regel unentdeckt bleiben.

Nur das sind keineswegs immer die gleichen Personen und es ist vor allem spezifisches Wissen zu einem Ereignis oder einem Unternehmen - was den ganzen Markt angeht, ist das weit schwieriger bis unmöglich.

Schauen wir doch die letzten Wochen des Jahres 2018 an. FED-Chef Jerome Powell hat mit seiner Kommunikation schwer überrascht, wahrscheinlich er sich auch selber, weil ihm gar nicht klar war, welche Lawine des Missvergnügens er da vor Weihnachten in Gang setzen würde. Und Trump kaspert mit Chinas Xi herum und selbst seine eigenen Berater die um ihn sind wie Larry Kudlow, werden immer wieder von seiner nächsten Volte überrascht, siehe seine überraschende Entscheidung im Telefonat mit Erdogan aus Syrien abzuziehen.

Und dabei sind die beiden Themen FED und Handelskonflikt, die großen Sorgen die den Markt gerade bewegen und ich garantiere Ihnen, das "Smart Money" bzw der "Composite Operator" rätselt genau so über Trump wie wir. Wie will ein Dritter auch etwas wissen, das Powell nicht bewusst ist und Trump nicht mit seinen Beratern bespricht, bevor er es verkündet?

Ja, vielleicht bekommen die mal was von Kudlow gesteckt, der es wieder seinem alten Partner Jim Cramer steckt, wer weiss das schon? Und die haben die besseren Daten zu dem was im Markt passiert, als wir kleinen "Blindfische". Aber trotzdem, wirklich etwas "wissen" tun sie nicht und ökonomische Daten sind auch mehrdeutig und so besonders "smart" können sie dann auch nicht sein, wenn man sich - siehe oben - die Ergebnisse vor Augen führt.

Wie passt das dann denn überhaupt alles zusammnen?

Eigentlich gibt es also kein konsistentes Smart-Money und doch funktionieren Konzepte, bei denen man genau schaut, was diese Markt-Elefanten treiben und diese Konzepte führen zu besseren Anlageentscheidungen.

Es lohnt sich also den Handlungen der "Markt-Elefanten", des "Composite Operators" zu folgen und gleichzeitig ist der aber meistens gar nicht so smart und weiss nicht viel mehr als wir.

Erneut, wie passt das zusammen?

Meine Antwort ist einfach und elegant und sie ist absolut faszinierend, weil es mal wieder die -> Reflexivität <- ist, die hier den entscheidenden Faktor ausmacht.

Die Antwort ist verkürzt gesagt:

Die Markt-Elefanten bestimmen den Markt, weil sie Elefanten sind. Weil sie Elefanten sind, können sie von dieser Dominanz aber nicht immer profitieren.

Denn das "Smart Money" ist gar nicht besonders "smart", es ist aufgrund seiner schieren Feuerkaft aber trotzdem marktbestimmend.

Stellen Sie sich eine Kugelpyramide vor und nun will einer seine Kugel heraus ziehen, eine Kugel die so groß ist, dass die Statik der Pyramide davon abhängt. Wenn diese Kugel gezogen wird, fällt die ganze Pyramide zusammen.

Die Pyramide fällt aber nicht zusammen, weil der so "smart" war und das vorher geahnt hat. Sie fällt zusammen, weil die Kugel zu gross und wichtig war, um auf sie in der Pyramide zu verzichten.

Die großen Adressen bestimmen also wesentlich den Markt, aber nicht weil sie - von Ausnahmen abgesehen - die Zukunft besser kennen als wir, sondern ganz profan, weil sie der Markt sind!

Es ist also eine selbsterfüllende Prophezeihung, ein Markt erreicht sein Top dann, wenn die großen Adressen denken, dass er sein Top erreicht hat und deshalb zu verkaufen beginnen. Genau das haben wir diesen Oktober beobachtet, als der Markt fiel, obwohl es dafür keinen harten Anlass in den Wirtschaftsdaten gab.

Und noch schlimmer, diese großen Adressen können davon selber auch nur begrenzt profitieren, weil sie eben so groß sind, dass sie ihre Verkäufe über einen langen Zeitraum verteilen müssen, weil sie ansonsten sich durch einen zusammenbrechenden Markt selber ins Knie schiessen würden.

Genau das nennt man die Distributionsphase, genau das ist das Wirken des "Composite Operators". Und dahinter verbirgt sich kein konkreter, besonders "smarter" Mensch, sondern dahinter verbirgt sich einfach das große Volumen, das den Markt bestimmt und lange braucht, um sein Geld abzuziehen oder wieder zu investieren.

Es gibt also genau genommen gar kein "Smart Money", von Ausnahmen echten Insiderwissens abgesehen. Es ist im reflexiven Markt einfach so, dass das große Geld "der Markt ist" und wenn das verkauft, wird der Markt fallen - einen Grund braucht es dafür dann nicht, den liefern die Medien nach.

Dieses "große Geld", dieser "Composite Operator", sieht also smart aus, weil er Bewegungen auslöst, er weiss aber eigentlich gar nicht so viel, er reisst eher den Markt durch seine schiere Größe nach unten.

Deswegen sind die abstrakten Konzepte der "Markt Elefanten" und des "Composite-Operators" wichtig, weil wenn wir lernen zu erkennen, was die großen Institutionen machen, wir auch wissen wohin der Markt will. Denn die sind der Markt - mehr als wir auf jeden Fall!

Wirklich "smart" sind die aber auch nur in Ausnahmefällen, wenn sie wirklich Insiderwissen haben, ansonsten kochen die genauso mit Wasser wie wir.

Konkret gesagt, gib theoretisch einem Affen 20% der Marktkapitalisierung einer Aktie und lass ihn Stück für Stück verkaufen. Der Affe wird im Nachhinein unglaublich "smart" aussehen, weil er im Wesentlichen ab dem Hochpunkt des Kurses zu Verkaufen begonnen hat und danach ist der Markt nur noch gefallen.

Genau das ist aber die Reflexivität, das ist ein selbstreferentieller Markt. Der Affe war gar nicht "smart", er war einfach nur "gross". 😉

Ich hoffe das hilft ein wenig, diese Begriffe besser einzuordnen. Es gibt kein pauschales "Smart Money" und doch ist es für uns wichtig, seinen Bewegungen zu folgen. Ein vermeintlicher Widerspruch, den die Reflexivität auflöst.

Und die beste Methode das Verhalten des großen Geldes zu erkennen, ist auf die Preisstrukturen des Marktes zu schauen und dabei immer das Volumen im Auge zu behalten. Denn zum Ein- wie Ausstieg wird am Markt nicht geklingelt, der Erste der davon weiß, ist in der Regel der Kurs selber. Erst dann fangen andere an, darüber zu schreiben.

Ihr Hari

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Vom Smart Money, dem Composite Operator und den Markt-Elefanten


In diesem Artikel, möchte ich für Sie einordnen, was sich hinter dem Begriff "Smart Money" verbirgt, für den es auch andere Begriffe gibt wie die "Markt-Elefanten".

Und auch der "Composite-Operator" der Wyckoff-Terminology beschreibt die gleiche Gruppe, der Begriff ist eine abstrakte Metapher für die Gruppe im Markt, die alleine durch Größe und Wissen, die Richtung des Marktes ganz wesentlich beeinflussen kann.

Erst vor Kurzem hat unser "Pasolini" in seinen beiden Artikeln zu -> Kurszyklen <- diesen "Composite-Operator" in seinem Wirken dargestellt und ich habe vor einem Jahr in einem Video zu -> Distributionsstrukturen <- auch das Wirken dieser Gruppe thematisiert.

Abgesehen davon spreche ich oft flapsig vom "Smart Money" oder von den "Marktelefanten" und meine damit die gleiche Gruppe, die mit dem Begriff "Composite Operator" in ein eingängiges Bild gefasst wird. Womit sich vielleicht doch mal die Frage anschliesst, wer damit überhaupt gemeint ist und ob das "Smart Money" wirklich so smart ist?

Vor allem, wir lesen und erleben doch immer wieder, dass Hedgefunds zu Hunderten auch 2018 Pleite gegangen sind, dass Fondsmanager sich 2018 durchweg nicht mit Ruhm bekleckert haben und im tiefen Minus mit ihren Fonds hängen und selbst "Helden" wie David Eichhorn, der in der Reihe der -> greatest Investors <- genannt wird, in 2018 mal eben -> 28% Verlust gemacht haben <-.

Wie "smart" ist dieses "Smart Money" also eigentlich und stehen hinter dem "Composite Operator" konkrete Namen mit besonderem Insiderwissen?

Die wichtige Antwort drauf ist Nein! Alle kochen nur mit Wasser, auch die Einhorns dieser Welt! Und es gibt dieses "Smart Money" und diesen "Composite Operator" gar nicht als dedizierte Personen oder Gruppen, das ist eine Fiktion. Es sind einfach abstrakte Konzepte, die einen Sinn haben.

Bevor ich zum Sinn komme sei gesagt, dass es natürlich echtes Insiderwissen im Markt gibt. Wir erleben das immer wieder bei Einzelaktien, wenn schon Stunden oder einen Tag vor einer wichtigen Nachricht, die Kurse in die (im nachhinein) richtige Richtung zu laufen beginnen. Da wissen dann schon welche was, die gleicher als gleich sind und starten faktische Insidertrades, die in der Regel unentdeckt bleiben.

Nur das sind keineswegs immer die gleichen Personen und es ist vor allem spezifisches Wissen zu einem Ereignis oder einem Unternehmen - was den ganzen Markt angeht, ist das weit schwieriger bis unmöglich.

Schauen wir doch jetzt die letzten Wochen an. Powell hat mit seiner Kommunikation schwer überrascht, wahrscheinlich er sich auch selber, weil ihm gar nicht klar war, welche Lawine des Missvergnügens er da vor Weihnachten in Gang setzen würde. Und Trump kaspert mit Xi herum und selbst seine eigenen Berater die um ihn sind wie Kudlow, werden immer wieder von seiner nächsten Volte überrascht, siehe seine überraschende Entscheidung im Telefonat mit Erdogan aus Syrien abzuziehen.

Und dabei sind diese beiden Themen die großen Sorgen die den Markt gerade bewegen und ich garantiere Ihnen, das "Smart Money" bzw der "Composite Operator" rätselt genau so über Trump wie wir. Wie will ein Dritter auch etwas wissen, das Powell nicht bewusst ist und Trump nicht mit seinen Beratern bespricht, bevor er es verkündet?

Ja, vielleicht bekommen die mal was von Kudlow gesteckt, der es wieder Cramer gesteckt hat, wer weiss. Und die haben die besseren Daten zu dem was im Markt passiert, als wir kleinen Blindfische. Aber trotzdem, wirklich etwas "wissen" tun sie nicht und ökonomische Daten sind auch mehrdeutig und so besonders "smart" können sie dann auch nicht sein, wenn man sich - siehe oben - die Ergebnisse vor Augen führt.

Wie passt das dann denn überhaupt alles zusammnen?

Eigentlich gibt es also kein konsistentes Smart-Money und doch funktionieren Konzepte, bei denen man genau schaut, was diese Markt-Elefanten treiben und die zu besseren Anlageentscheidungen führen.

Es lohnt sich also den Handlungen der "Markt-Elefanten", des "Composite Operators" zu folgen und gleichzeitig ist der aber meistens gar nicht so smart und weiss nicht viel mehr als wir.

Erneut, wie passt das zusammen?

Meine Antwort ist einfach und elegant und sie ist absolut faszinierend, weil es mal wieder die Reflexivität ist, die hier den entscheidenden Faktor ausmacht.

Die Antwort ist verkürzt gesagt:

Die Markt-Elefanten bestimmen den Markt, weil sie Elefanten sind. Weil sie Elefanten sind, können sie von dieser Dominanz aber nicht immer profitieren.

Denn das "Smart Money" ist gar nicht besonders "smart", es ist aufgrund seiner schieren Feuerkaft aber trotzdem marktbestimmend.

Stellen Sie sich eine Kugelpyramide vor und nun will einer seine Kugel heraus ziehen, eine Kugel die so groß ist, dass die Statik der Pyramide davon abhängt. Wenn diese Kugel gezogen wird, fällt die ganze Pyramide zusammen.

Die Pyramide fällt aber nicht zusammen, weil der so "smart" war und das vorher geahnt hat. Sie fällt zusammen, weil die Kugel zu gross und wichtig war, um auf sie in der Pyramide zu verzichten.

Die großen Adressen bestimmen also wesentlich den Markt, aber nicht weil sie - von Ausnahmen abgesehen - die Zukunft besser kennen als wir, sondern ganz profan, weil sie der Markt sind!

Es ist also eine selbsterfüllende Prophezeihung, ein Markt erreicht sein Top dann, wenn die großen Adressen denken, dass er sein Top erreicht hat und deshalb zu verkaufen beginnen. Genau das haben wir diesen Oktober beobachtet, als der Markt fiel, obwohl es dafür keinen harten Anlass in den Wirtschaftsdaten gab.

Und noch schlimmer, diese großen Adressen können davon selber auch nur begrenzt profitieren, weil sie eben so groß sind, dass sie ihre Verkäufe über einen langen Zeitraum verteilen müssen, weil sie ansonsten sich durch einen zusammenbrechenden Markt selber ins Knie schiessen würden.

Genau das nennt man die Distributionsphase, genau das ist das Wirken des "Composite Operators". Und dahinter verbirgt sich kein konkreter, besonders "smarter" Mensch, sondern dahinter verbirgt sich einfach das große Volumen, das den Markt bestimmt und lange braucht, um sein Geld abzuziehen oder wieder zu investieren.

Es gibt also genau genommen gar kein "Smart Money", von Ausnahmen echten Insiderwissens abgesehen. Es ist im reflexiven Markt einfach so, dass das große Geld "der Markt ist" und wenn das verkauft, wird der Markt fallen - einen Grund braucht es dafür dann nicht, den liefern die Medien nach.

Dieses "große Geld", dieser "Composite Operator", sieht also smart aus, weil er Bewegungen auslöst, er weiss aber eigentlich gar nicht so viel, er reisst eher den Markt durch seine schiere Größe nach unten.

Deswegen sind die abstrakten Konzepte der "Markt Elefanten" und des "Composite-Operators" wichtig, weil wenn wir lernen zu erkennen, was die großen Institutionen machen, wir auch wissen wohin der Markt will. Denn die sind der Markt - mehr als wir auf jeden Fall!

Wirklich "smart" sind die aber auch nur in Ausnahmefällen, wenn sie wirklich Insiderwissen haben, ansonsten kochen die genauso mit Wasser wie wir.

Konkret gesagt, gib theoretisch einem Affen 20% der Marktkapitalisierung einer Aktie und lass ihn Stück für Stück verkaufen. Der Affe wird im Nachhinein unglaublich "smart" aussehen, weil er im Wesentlichen ab dem Hochpunkt des Kurses zu Verkaufen begonnen hat und danach ist der Markt nur noch gefallen.

Genau das ist aber die Reflexivität, das ist ein selbstreferentieller Markt. Der Affe war gar nicht "smart", er war einfach nur "gross". 😉

Ich hoffe das hilft ein wenig, diese Begriffe besser einzuordnen. Es gibt kein pauschales "Smart Money" und doch ist es für uns wichtig, seinen Bewegungen zu folgen. Ein vermeintlicher Widerspruch, den die Reflexivität auflöst.

Und die beste Methode das Verhalten des großen Geldes zu erkennen, ist auf die Preisstrukturen des Marktes zu schauen und dabei immer das Volumen im Auge zu behalten.

Ihr Hari

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Sag mal Hari ….. Was ist Distribution?



Im Anschluss an die Thematik um eine Bodenbildung, schliesst sich die Frage an, woran man denn recht früh erkennen kann, dass es vielleicht ein Boden wird und umgedreht bei einer Topbildung, dann tatsächlich ein Top wird.

Dazu ist das Konzept der "Distribution" wichtig, das ich im Video mit der Hilfe eines kleinen Freundes zu erklären versuche.

Auch das mit den Distribution Days ist am Ende nicht so einfach, wie es sich nach einer Erklärung anhört. Es ist auch nicht so, dass jedes Mal wenn so ein Muster auftritt, es zwingend ein Top wird - auch das "Smart Money" kann sich ja irren.

Aber anders herum wird ein Schuh daraus, praktisch bei jedem grossen Top der Index-Geschichte gab es Distributions-Strukturen. Solche Signale sind wie alle Indikatoren also kein Anlass darauf singulär zu handeln und müssen immer im Kontext als Ergänzung zu sonstigen Signalen betrachtet werden. Sie sind aber ein wichtiger Baustein, der wenn andere Indikatoren dazu kommen, stark für eine Top- oder Bodenbildung sprechen kann.

Es sind dieses Mal gute 8 Minuten und ein paar mehr Worte als beim letzten Mal. Ich habe dieses Video übrigens 4x angesetzt und jedes Mal hat etwas nicht geklappt. Die vierte Version war dann wunderbar und dann habe ich bei der neuen Anwendung übersehen, dass diese nicht automatisch speichert, habe die Anwendung geschlossen und weg wars! Verflixt!

Am Ende ist es in der 5. Version dann aber doch noch was geworden. Viel Spass!

Ihr Hari

PS: Im Video mit der neuen Kamera und Mikro, ist der Ton viel besser, dafür hört man jedes Mal als "Bumper" wenn ich die Hand auf den Tisch lege. In Realiter ist das kaum zu hören, im Mikro dagegen ein dumpfes "Bumm". Witzig, man lernt nie aus, aber das sind Kleinigkeiten, die werden mit mehr Erfahrung immer besser.

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Erwartete Reaktion



Guten Morgen!

Ich bin wieder voll "im Dienst", der Sohnemann sitzt im Schulbus und bei uns kommt Schneeregen herunter. Das erinnert mich mit Schaudern daran, dass nun locker 4 Monate der Jahreszeit vor uns liegen, die ich wegen Dunkelheit und Kälte so gar nicht mag - der Winter. Sicher, gegen einen strahlenden Wintertag mit frischem Schnee habe ich nichts, aber wann ist das in unseren Breitengraden mal so? Die Regel sind trübe, feucht-kalte, Schnupfentage, auf die man gut verzichten könnte.

Aber Grummeln nützt nichts und um auf den Kanaren zu wohnen, hätte ich besser nicht Vater werden sollen. Man kann eben nicht alles haben, eine alte Weisheit, die immer mal wieder in Vergessenheit gerät. 😉

Der Markt bestätigt heute sehr schön meine Antizipation einer Nach-Wahl Bewegung, wie ich Sie Ihnen am Donnerstag in -> Von Goldilock bis Stalemate <- gezeigt habe.

Über das Wochenende, hat sich der Umfragevorsprung von Clinton stabilisiert und die Entwarnung des FBI, wird zwar kaum noch einen Wähler bewegen - denn wer Clinton für korrupt hält, wird das auch weiter tun - generiert aber eine Erleichterungsreaktion, dass wir nicht in ein chaotisches Szenario geraten, in dem eine frisch gewählte Präsidentin gleich mit einer Strafermittlung konfrontiert ist.

Insofern zeigt der Markt folgerichtig die Reaktion, die ich für einen Sieg Clintons im Sinne "Goldilock" schon antizipiert hatte: S&P500 hoch, Dollar hoch, Gold runter.

Auch aus Sicht der Markttechnik und des Sentiments, ist diese Reaktion folgerichtig und wenn die Wahl nicht doch mit einem Sieg Trumps überrascht, haben wir nun sehr gute Chancen für Stärke diese Woche. Wir dürfen also mal wieder nach oben schauen!

Wie schwach die letzten Wochen waren und dass damit eine Gegenbewegung nur folgerichtig ist, können wir auch erkennen, wenn wir uns -> den Performanceüberblick des Marktes <- zu Gemüte führen. Wir sehen bei der Monats- und Quartalsperformance ein Meer an Minuszeichen.

Und wenn wir auf das -> AAII Sentiment <- schauen, dann sehen wir eine eher bärische Erwartung, wie sie dieses Jahr nur selten vorhanden war:

aaii-07-11-16

Das spiegelt sich auch im Dumb/Smart Money Spread bei -> Sentimentrader <- wieder, der sich fast geschlossen hat:

sd-money-07-11-16

Damit ist der Dumb/Smart-Money Spread noch nicht auf einem klar bullischen Niveau wie im Februar, er ist aber auch kein Gegenargument gegen Kursgewinne mehr, wie er das im Hochsommer war.

Besonders beeindruckend ist in diesem Zusammenhang eine weitere Auswertung von Sentimentrader, die zeigt, wie massiv diese Woche auf fallende Volatilität (VIX) gewettet wird - eine Wette, die wir im -> Free Lunch Thread <- ja auch ausführlich thematisiert haben.

vix-07-11-16

Marktteilnehmer, die diese Art von Wetten eingehen, zählen eher zum "Smart Money" - wer will, darf sich hier in der Community also gebauchpinselt fühlen. Dabei sei aber gleich eingeschränkt, dass das wahre "Smart Money", nicht in diesen egogetriebenen Kategorien denkt, die sind eher Zeichen des "dummen Geldes". Denn der Markt interessiert sich für unser Ego gar nicht, der fährt einfach rücksichtslos über unsere Befindlichkeiten hinweg!

Diese Statistik zeigt uns aber, dass grosses Geld massiv auf eine Beruhigung und Erleichterungsreaktion diese Woche setzt und wer sind wir, dass wir mit dem grossen Geld diskutieren?

Summa Summarum, erscheinen aus taktischer Sicht die Chancen auf steigende Kurse diese Woche gut. Trotzdem muss ich warnen, dass auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines Siegs von Trump oder eines fiesen Stalemates vielleicht unter 50% liegt, sie aber doch vorhanden ist und das eine erhebliche Erschreckensreaktion hervor rufen würde. Gerade weil der Markt vor der Wahl nun schon den Sieg Clintons ein wenig feiert, steigt auch die Fallhöhe.

Zwischen diesen beiden Polen müssen wir halt navigieren, weswegen ich dazu rate, die Feste zu feiern, wie sie fallen und heute "feiern" wir erst einmal ein wenig Erleichterung.

Was gibt es sonst diese Woche, die völlig von der US Wahl überlagert wird?

Nicht viel, am Dienstag Morgen kommt die Handelbilanz Chinas und Daten zu Im- und Export. Am Mittwoch früh dann Chinas Verbraucherpreise, aber da werden wir nur auf das Wahlergebnis starren. Und das war es auch schon, diese Woche ist vor allem Wahl, Wahl, Wahl.

Quartalszahlen gibt es auch noch, da stehen nun vor allem europäische Schwergewichte wie Münchner Rück, Allianz, Telekom, Deutsche Post, Henkel oder Siemens an. In den US gibt es auch Massen an Quartalszahlen, nun sind aber vor allem die Unternehmen der zweiten und dritten Reihe am Start, die Schwergewichte sind im wesentlichen schon durch.

So weit zum Start dieser spannenden Woche. Feiern wir die Feste, wie sie fallen und argumentieren wir nicht mit dem Markt. Nach mehreren Wochen der Schwäche, hat der nun ganz gute Chancen. Und wenn diese Chancen auch wieder abgewürgt werden sollten, ist auch das ein Signal, das dann Erinnerung an unangenehme Zeiten hervor ruft, in denen auf Brösel, Brösel dann unweigerlich ein *Boom* folgte. Aber da sind wir noch nicht.

Machen Sie es gut!

Ihr Hari

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Das frühe und das kluge Geld im DAX

Bei einigen professionellen Diensten der Wallstreet, gibt es in der Marktanalyse die Unterscheidung zwischen dem "Smart-Money" und dem "Dumb-Money", dem "klugen" und dem "dummen" Geld. Diese etwas künstliche Unterscheidung, versucht zwischen der Positionierung der kleinen (Retail) Anleger und dem professionellen Geld zu unterscheiden.

Nun kann man einem Dollar, der dem Markt zufliesst, ja nicht direkt ansehen, von wem er in Bewegung gesetzt wurde, aber es gibt indirekte Indikatoren, die darauf hin deuten. wer hier unterwegs ist. Die grösse der Transaktion spielt eine Rolle, die Handelsplattform, aber auch der Zeitpunkt und andere Faktoren.

Hinter dieser Unterscheidung steckt die sich immer wieder bewährende Logik, nach der das Verhalten der kleinen Retail-Investoren (von Mom & Dad sozusagen) dann ein Kotraindikator ist, wenn sich eine grosse Divergenz zum Verhalten der professionellen Marktteilnehmer mit der grossen Feuerkraft auftut.

Gerade im DAX gibt es dabei ein Muster, das wir am gestrigen Montag wieder wunderbar, wie im Brennglas beobachten und ausnutzen konnten...

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Ich habe da ein ganz mieses Gefühl …



Fangen wir mal mit einem kurzen Video an, damit klar ist, worum es hier geht, insbesondere zwischen 1:00 und 2:20 Min: 😉

-> I have a bad feeling about this <-

Hoffen wir mal, dass so etwas nicht auf uns zu kommt, aber gestern sah es fast so aus. Denn nun sieht der S&P500 so aus:

S&P500 13.01.16

Das ist zutiefest gruselig und ja, da hat man doch ein ganz mieses Gefühl, als ob einem - wie unseren Helden im Millenium Falcon - etwas ganz Grosses entgegen kommt!

Jetzt gibt es nur noch zwei brutale Möglichkeiten:

(1) Wir stehen am Beginn eines veritablen Einbruchs, der crash-artigen Charakter bekommt. Das wäre der Fall, wenn der Markt nun einfach wie ein Messer durch Butter hier durch schneidet und weiter fällt.

(2) Oder das ist grosse "Verarsche" und hier kommt nun endlich der grosse Rebound, der schon vorgestern angetäuscht wurde und sich gestern ohne Anlass zerlegt hat.

Wobei es zu (2) noch eine besonders fiese Variante gibt, den "Undercut", in dem der S&P500 kurz zu neuen Tiefs taucht, nur um dann mit Macht zu drehen. Ein Szenario, dass so ganz typisch für den fiesen Mr-Market wäre.

Wir befinden uns damit an einer der wichtigsten Wegscheiden der letzten Jahre, was die Börsenentwicklung angeht.

Hier und jetzt haben wir zum ersten Mal seit 2011 das reale Risiko, dass der Markt zusammen bricht und einen veritablen Bärenmarkt beginnt.

Aber wird er das?

Wenn ich das mit Bestimmtheit sagen könnte, wäre ich jetzt in meiner eigenen 747 auf dem Weg zu meiner eigenen Insel in der Karibik - mehrere Privatlehrer für meinen Sohn an Bord - und würde nicht hier im kalten Deutschland sitzen. 😉

Ich kann Ihnen aber zumindest sagen, wie ich die Wahrscheinlichkeiten sehe und da lasse ich Jason Goepfert von -> Sentimentrader <- den Vortritt, denn so wie er, sehe ich das aktuell mehr oder weniger auch:

Bottom line, this is one of the more difficult junctures in the 18 years we've been publishing. Stocks are objectively oversold but markets are not responding well to that. There are lingering long term concerns but also many positives when looking at other oversold markets.

This is a "throw your hands up" moment. There are basically three scenarios and we'd give the probabilities like this:

Oversold bounce: 50%

Flush lower then bounce: 30%

Outright collapse of 5%-15%: 20%

Und der oft bewährte Smart/Dumb Money Indikator zeigt auch eher auf Chancen, das "dumme" Geld ist nun voller Angst, das "smarte" Geld wird zunehmend bullisch.

SmartDumb 14.01.16

Damit haben Sie, was Sie wissen wollten, genauer geht es nicht, denn niemand kennt die Zukunft und ich habe keine eigene 747, nicht einmal eine 707 wie John Travolta. 😉

Aber für den Rebound spricht auch ein Buying on Weakness Print gestern in allerlei ETFs, auch im SPY. Dafür spricht auch die OpEx am Freitag, ich würde mich wundern, wenn der Markt da vorher so wegkippt, er sollte eher um die aktuellen Niveaus "kleben".

Wir haben also wieder so einen Gummiband-Moment, in dem jeder seine eigene Entscheidung treffen muss, ich kann Ihnen das nicht abnehmen.

Das Gummiband ist zum Zerreissen nach unten gespannt und nun wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit zurück schnappen, was den Rebound bedeutet. Mit geringerer Wahrscheinlichkeit reisst es mit einem grossen Knall.

Dummerweise wird das dann zu einem fatalen und bitteren Einbruch führen, die Tatsache, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit geringer ist, beruhigt also nicht wirklich, weil die Folgen fatal wären.

Treffen Sie Ihre Entscheidung, wie Sie sich im Lichte dieser Lage positionieren wollen!

Aber eine weitere Information kann ich Ihnen schon geben. Selbst wenn der Rebound nun endlich richtig kommt, würde ich danach immer noch eher von einem Durchbrechen durch die Nackenlinie ausgehen. Das Marktgeschehen gestern, macht mich im grösseren Bild also noch skeptischer, als ich sowieso schon vorher war. Denn wie habe ich gestern Abend wieder sinngemäß geschrieben:
"Wenn der Markt nicht macht, was er eigentlich sollte, wird es gefährlich".

Insofern erwarte ich nach wie vor im mittelfristigen Bild eher so etwas, wobei über diesen Verlauf die Quartalssaison entscheiden wird. Kommen die Zahlen doch besser als befürchtet herein, ist auch ein echter Rebound zu den Hochs nicht aus der Welt!

S&P500 13.01.16

Damit sollte das grosse Bild ausreichend geklärt sein, machen wir was daraus!

Was haben wir heute sonst noch?

Wir haben wenig bedeutende Wirtschaftsdaten, dafür beginnt die Quartalssaison mit grossen Namen. Heute berichten mit Intel und JP Morgan erste Schwergewichte und werden natürlich besonders beäugt werden.

Übrigens hat GoPro gestern -> extrem schwache Zahlen <- geliefert und stürzt erneut dramatisch ab.

Die am 05.01. gezeigte Reversal-Chance nach der Hochstufung durch JP Morgan hat sich also nicht realisiert, das war aber schon am 11.01. klar. Wir lernen daraus erneut, dass wir bei so aggressiven Wetten ganz hart und konsequent abschneiden müssen, wenn das Setup nicht so funktioniert wie geplant. Hier hat der Markt offensichtlich schor mehr gewusst, sonst wäre er in die Zahlen hinein nicht so gefallen. Und das muss man konsequent respektieren und nicht einen kurzfristigen Trade durch atmen von "Hopium" zum Investment umfunktionieren.

So weit für heute früh, kurz vor dem Handelsstart. Schauen wir nun, was das Gummiband macht.

Ihr Hari

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S&P500 Erststundendip



Schauen Sie mal auf das Chart des S&P500 Futures der letzten 4 Tage:

S&P500 09.11.15

Sie sehen, dass jedes Mal um den Handelstart herum, also im Bereich 15-16 Uhr, ein starker Einbruch kam, der dann wieder gekauft wurde.

Nun wissen wir ja, dass das frühe Geld der ersten Handelsstunde, nicht unbedingt das "Smart Money" ist. Und es ist auch klar, woher diese Abgaben kommen.

Das dürften nämlich alle die sein, die sich sagen, dass ja nun eine Korrektur kommen "muss" und es so nicht weiter gehen kann.

Wirklich gefährlich wird das aber erst, wenn in der letzten Handelsstunde solche Abgaben einsetzen und das war bisher nicht der Fall. Es wird spannend, ob auch heute dem Muster folgt.

Betrachten wir das Geschehen im S&P500 aus der grösseren Perspektive, wird auf jeden Fall klar, dass wir hier bisher nur eine flaggenartige Konsolidierung vor uns haben:

S&P500 09.11.15 2

Die lange erwartete Korrektur läuft also vielleicht schon. Sie fällt aber bisher so marginal aus, dass man das kaum als Korrektur bemerkt.

Ich wäre nun aber nicht überrascht, wenn es heute etwas stärker nach unten geht und damit die Korrektur bei allen im Kopf ankommt. Überfällig ist das allemal!

Dann wird sich in den Folgetagen zeigen, von welchem Charakter dieser Markt ist.

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Turnaround Tuesday – das neue Muster für den S&P500?

Seit über einem Jahr nun, ist der Dienstag der statistisch erfolgreichste Börsentag der Woche an den US Märkten. Und viele aufmerksame Marktbeobachter, sind schon auf dieses markante Muster aufmerksam geworden und haben dem Tag den treffenden Titel "Turnaround Tuesday" verpasst.

Wer die -> Reflexivität <- der Märkte wirklich begriffen hat, dem ist klar, dass solche Muster erst einmal stärker, stabiler und profitabler werden, bis sie dann irgend wann unter dem eigenen Erfolg und Gewicht krachend scheitern müssen und Geschichte sind.

Das liegt eben an dem Herdenverhalten der anderen Marktteilnehmer. Am Anfang werden immer mehr Marktteilnehmer auf das Muster aufmerksam und spielen es. Und es wird dadurch durch das Handeln der Marktteilnehmer im Sinne einer "selbsterfüllenden Prophezeihung" immer zuverlässiger und profitabler. Was wiederum noch mehr auf das Muster aufmerksam macht. Diese Phasen, haben wir im Premium-Bereich beim Turnaround Tuesday alle durchlebt und er hat uns in den letzten Monaten gute Dienste geleistet, so auch letzten Dienstag, mit einem perfekten, profitablen Ablauf.

Und heute ist wieder Dienstag und der US Markt hat sich diesen Trade wieder mit Macht zurecht gelegt. Wir hatten gestern wieder diese so typische Stärke der letzten halben Stunde am Ende des schwachen Handelstages:

S&P500 04.08.15

Und wir hatten gestern im "Moneyflow" deutliche Signale, dass das grosse Geld gestern in den letzten Minuten massiv akkumuliert hat.

Der typische Ablauf wäre nun, dass es am Anfang nach Handelsstart der US Börsen ab 15:30 Uhr noch leichte Schwäche gibt, denn in der ersten Handelsstunde agieren in DAX wie S&P500 typischerweise die von Emotionen getriebenen Anleger, die am Vortag zu spät gekommen sind und daher noch die Bewegung des Vortages nachvollziehen.

Diese Anlegerkreis wird im amerikanischen leicht bösartig "Dumb Money" gennant, während die Bewegung der letzten 30 Minuten eher vom "Smart Money" kommt, das sich schon für die absehbare Entwicklung des Folgetages zu positionieren versucht. Und wenn das "Dumb Money" seine Käufe oder Verkäufe erledigt hat, kann ca. 1 Stunde nach Handelsstart, an der Wallstreet also ab ca. 16:30 Uhr MEZ, das grosse Geld zur wahren Richtung des Tages antreten.

So war es ganz oft in den letzten Monaten, nicht immer, aber sehr oft. Letztes Dienstag sah das so aus:

S&P500 04.08. nachtr

Und heute haben wir wieder das analoge Setup zum letzten Dienstag. Die Chancen sind gut, dass der US Markt auch heute einen starken Tag hinlegt. Es lohnt sich bei so Mustern oft, einfach auf die Wiederholung zu setzen, auch das ist eine Form von Trendfolge.

Aber nur so lange, bis das Muster irgend wann zu bekannt ist und dann wegen der Reflexivität zwangsläufig scheitern muss. Denn wenn alle das Gleiche erwarten, kann genau das zwangsläufig am Markt nicht mehr eintreten, weil die Gegenpartei fehlt.

Insofern ist die Tatsache, dass ich dieses Muster des "Turnaround Tuesdays" hier nun im freien Bereich thematisiere eher Indiz, dass es langsam zu offensichtlich wird und ein Scheitern nicht mehr so lange auf sich warten lassen dürfte. Gut verdienen konnte man an dem Muster in den vergangenen Monaten aber allemal, das war aber dem Premium-Bereich vorbehalten.

Ich bin gespannt, wie das heute ausgeht. Der Trade, den sich der US Markt heute zurecht gelegt hat, ist auf jeden Fall offensichtlich für alle, die Augen für den Markt haben: Turnaround Tuesday!

Und es lohnt sich wahrscheinlich immer noch, auf eine erneute Wiederholung zu setzen - bis es sich irgendwann auf katastrophale Art und Weise nicht mehr lohnt. So ist er nun einmal, der fiese, reflexive Mr. Market. 😉

Ihr Hari

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Kurzkommentar – 19.12.12 – Eine kleine Chance der Bären

Wenn dieser extrem starke Markt doch noch dieses Jahr kippen sollte und die Bären ihre Krallen zeigen wollen, wäre heute oder morgen ein guter Tag. Warum ?

  1. Der Markt ist technisch überkauft und schreit geradezu nach einer Pause.
  2. Das Sentiment ist durchweg bullisch und positiv.
  3. Ein positiver Ausgang der Fiscal Cliff Diskussionen wird nun fest erwartet, was viel Raum für Enttäuschungen lässt.
  4. Die Short Rate und das Hedging ist sehr gering, alle spielen die Jahresendrally, egal ob Smart- oder Dumb-Money.
  5. Die letzten Permabären geben auf, siehe auch -> Tim Knight <-.
  6. Es gibt keinerlei aktive bärische Chart-Formationen, dafür aber jede Menge bullische Chart-Formationen.

Nichts, absolut nichts spricht aktuell für fallende Kurse. Erfahrene Beobachter von Mr. Market macht so eine Situation nervös. Denn wenn sich der fiese Mr. Market den idealen Zeitpunkt aussuchen will, um alle auf dem falschen Fuss zu erwischen, könnte heute oder morgen so ein Tag sein.

Bitte missverstehen Sie die obigen Zeilen nicht als Prognose. Alle rationalen Argumente sprechen für weiter steigende Kurse in den grossen Indizes ! Es kann auch gut sein, dass wir gerade einen Runaway-Move wie im ersten Quartal diesen Jahres erleben, der uns noch weit höher als aktuell treibt.

Es wäre also dumm, nur wegen des eigenen Instinkts aus dem Markt zu gehen. Und schon gar nicht sollte man sich gegen den Markt stellen. Nein, man sollte unbedingt von dieser Rally mitnehmen, was man kriegen kann !

Aber es sollte Anlass sein, seine Gewinne nun gut abzusichern. Denn "Complacency" im Sinne "Selbstgefälligkeit" oder "Nachlässigkeit" kann ganz schnell nach hinten los gehen !

Ihr Hari

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Marktupdate – 16.10.12 – Warum der DAX nun unbedingt 7410 übersteigen sollte !

15.30 Uhr

Ein paar kurze Worte zur Lage parallel zur Handelseröffnung der Wallstreet.

Der am Sonntag schon antizipierte Bounce ist in voller Kraft im Gange. "The Bulls have returned". Die "Buying on Weekness" Zahlen von Freitag für den SPY waren also mal wieder ein guter Lead-Indikator.

Nun wird es spannend, ob der Markt Kraft hat wirklich zu neuen Höchstständen aufzubrechen, oder ob das Szenario vom Sonntag aktiv wird und wir in der zweiten Wochenhälfte erst einmal dynamisch nach unten laufen. Und als Folge das Heulen und Zähneklappern einsetzt. 😉

Der morgige Mittwoch wäre prädestiniert für so eine üble Wende, da die FED Morgen mit einer grossen POMO Sell Operation über 8 Milliarden USD im Markt ist.

Deswegen ist es nun von ungeheurer Bedeutung, was in der gerade begonnenen, heutigen Session der Wallstreet passiert. Insbesondere, was das Late Money = Smart Money in der zweiten Handelshälfte machen wird.

Auch aus Sicht des DAX sind wir nun bei DAX 7360 an einer entscheidenden Wegsscheide. Wenn diese Bewegung mehr sein soll als ein Intermezzo vor dem nächsten Rückfall, sollten wir nun unbedingt das Hoch vom 05.10. bei 7410 nachhaltig überschreiten und uns darüber halten.

Warum das so wichtig ist, zeigt Ihnen sofort das Stundenchart des DAX:

Sie sehen, wenn wir hier jetzt wieder drehen würden, hätten wir ein erneutes tieferes Hoch etabliert und damit einen klaren Abwärtstrend begründet. Und hätten dann eine ganz hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Markt schon diese Woche bis Freitag nach unten läuft und mindestens die 7150 testet, möglicherweise sogar weiter bis knapp unter 7000 abstürzt.

Es ist deshalb sehr wichtig, dass die Bullen nun nachlegen und der DAX so schnell wie möglich die 7410 nimmt. Positiv stimmt, das im Leitindex S&P500 die Lage besser aussieht und wir gestern eine klare Umkehrformation vollzogen haben. Aber auch im S&P500 wäre mir wohler, wenn wir die 1450 sicher hinter uns lassen würden.

In diesem Sinne rate ich heute zu sehr grosser Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen gute Entscheidungen. Und falls Sie es noch nicht getan haben, sollten Sie vielleicht das Gedankenszenario im Artikel vom Sonntag -> hier <- lesen. Nur so, um gedanklich für alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. 😉

Ihr Hari !

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