Bernanke, Premium, Tesla und Solar – Das Jahr 2013 auf Mr-Market

Liebe Leser,

ein spannendes, ereignisreiches und erfolgreiches Jahr auf Mr-Market.de, nähert sich langsam der Zielgeraden.

Es war ein sehr erfolgreiches Jahr für uns auf Mr-Market. Gerade für die grossen institutionellen Anleger, war es aber teilweise auch ein schwieriges Börsen-Jahr.

Erfolgreich war 2013, weil uns der Markt eine grosse Zahl hoher Gewinne beschert hat.

Erinnern Sie sich noch, wie wir im Mai von Anfang an dabei waren, als die von uns intensiv beobachtete Tesla Motors Aktie, mit Macht abhob und sich innerhalb von 6 Monaten bis zum Hoch verfünffachte ? Oder wissen Sie noch, wo der Solarsektor oder 3D Systems am Jahresanfang standen, die uns eine Verdoppelung des Einsatzes ermöglichten ? Für Trader war 2013 ein Traum, selten habe ich so viele, so sensationelle Kursraketen erlebt wie 2013.

Schwierig war das Jahr aber auch und das weniger für Trader, sondern mehr für Investoren, die auf eine Diversifizierung ihres breiten Portfolios achten müssen und sich nicht erlauben können, Risiken und technische Überdehnungen einfach blind auszublenden.

Denn mit dem gnadenlos nach oben strebenden Markt, konnte man als breit aufgestellter Investor in 2013 nur mithalten, wenn man alle Risiken ignorierte und jeden Dip kaufte, sobald er auftrat. Rationale Vorsicht, Diversifizierung, Cashbestände, Absicherung und Hedging - all die Fähigkeiten, die einen guten Portfoliomanager auszeichnen - wurden in 2013 eher nicht belohnt, sondern bestraft. Ich habe selten so viele V-förmige Reversals gesehen, wie in 2013.

Und weil solche V-förmigen Reversals eigentlich ungewöhnlich sind und durch den Liquiditätsdruck der Notenbanken in 2013 immer wieder die natürlichen Schwingungen der Märkte kurz geschlossen wurden, haben sich auch so viele Portfoliomanager in 2013 schwer getan und hinken nach dem was ich lese und höre, hinter der Performance von DAX und S&P500 hinterher.

Das ist aber nach meiner Ansicht kein Grund sich zu grämen, denn absolute Performance-Zahlen sagen ohne Kontext sowieso nichts und damit zu klappern ist kompletter Humbug. Performance kann immer nur im Verhältnis zur Grösse des Depots, der Strategie und dem Zeithorizont betrachtet werden und muss vor allem im Verhältnis zum eingegangenen Risiko bewertet werden. Eine Strategie, die in 2013 vielleicht dazu führte, dass man bei geringerem Depotrisiko am Ende ein paar Prozent gegenüber dem DAX hinterher hinkt, wird beim nächsten Absturz - und auch der wird kommen - dafür sorgen, dass man diesem aus dem Wege geht.

Auch ich selber habe diesen Dualismus des Jahres 2013 in meinen verschiedenen Depots bemerkt. Während es als dem Trend folgender Trader in 2013 leicht war, den Markt zu schlagen - dafür sorgten eben die ganzen Kurs-Raketen ala Tesla und Co. - war es als auf langfristigen, sicheren Ertrag ausgerichteter Investor, mit breit aufgestelltem Portfolio, eher schwierig, mit DAX, S&P500 und Co. vollständig mitzuhalten.

Alles in allem war es aber ein tolles und vor allem historisches Börsenjahr. Die Notenbanken waren zwar schon immer wichtig, aber in meiner Erinnerung der letzten ca. 25 Börsenjahre, gab es kein Jahr, in dem die Notenbanken so dominant für die Marktentwicklung waren wie 2013.

Abgesehen vom Markt selber, war 2013 aber auch deshalb für Mr-Market ein erfolgreiches Jahr, weil der Start des Premium-Bereiches im April zu einem schönen Erfolg geworden ist, auf den ich sehr stolz bin.

Mr-Market ist damit einer der ersten rein privat betriebenen Blogs im deutschsprachigen Raum, dem die Professionalisierung gelungen ist und der sich damit von allerlei bunt blinkenden Bannern und der Dominanz SEO geprägter Klickzahlen emanzipiert hat.

Denn diese Dominanz von Klickzahlen und SEO im Internet, fördert nach meiner Meinung nicht die Qualität des Contents, sondern fördert eher marktschreierisches Gebaren und lautes mediales Geklapper, dass mit allerlei Schlagwörtern im Titel auf Leserfang geht. Die Relevanz des Contents steht dann oft im diametralen Gegensatz zur Bugwelle der Überschrift.

Mag dieses mediale Geklapper im Unterhaltungsbereich bei den Berichten aus den diversen Königshäusern ja noch problemlos sein, weil ausser Zeitaufwand kein Schaden entsteht, ist es aber im Börsenumfeld besonders tückisch, wenn sich Leser davon zu Handlungen treiben lassen. Denn Mitglieder von Mr-Market wissen: was jeder weiss und worauf sich alle vorbereiten, kann genau deswegen an der Börse nur schwerlich eintreten. Dafür sorgt die Reflexivität der Märkte.

Der Erfolg des Premium-Bereiches ermöglicht uns nun, intensiv und sachlich zu diskutieren, uns gegenseitig zu helfen und uns auszutauschen. Und gemeinsam zu lernen und unsere Techniken im Kampf mit Mr-Market zu verbessern.

Und "wir" ist dabei eine dreistellige Community engagierter Leser, von denen viele auch in den Foren aktiv sind und eigene Ideen beitragen. Es ist uns gelungen, eine Community zu etablieren, die von Fachkenntnis aber auch Respekt voreinander geprägt ist und von der alle nur profitieren können. Foren-Trolle und notorische Rechthaber sind hier nicht existent und das wird auch so bleiben.

Ich möchte daher bei dieser Gelegenheit allen Premium-Mitglieder herzlich für das Vertrauen und die Unterstützung danken, die Sie diesem Blog in 2013 gegeben haben ! Besonders gilt mein Dank aber den vielen aktiven Mitgliedern, die mit eigenen Beiträgen und teilweise auch eigenen Artikeln die Community nach vorne bringen und zu einem Ort machen, an den man gerne jeden Tag zurück kehrt.

Ich bin stolz darauf, Teil dieser Gemeinschaft zu sein und ich verspreche, in 2014 nicht nachzulassen und mit der gleichen Energie weiter am Erfolg von Mr-Market zu arbeiten.

Denn selbst wenn viele nun hier her gefunden haben und Mr-Market nun als ihre Börsenheimat verstehen, es könnten noch viel mehr sein. Denn der Bedarf an wirtschaftlich unabhängigen, seriösen und kompetenten Informationen und Anleitungen zu den Finanzmärkten ist immens. Das Hauptproblem ist eher, dass die Menschen nur schwer zu den wenigen Stellen in einem Meer von Informationen finden, die wirklich etwas zu sagen haben, das über die Nacherzählung der diversen Geschehnisse hinaus geht.

So weit zu einem tollen Jahr 2013. Und dieses tolle Jahr war für mich auch ein arbeitsames Jahr, zusammen mit meinen eigenen Aktivitäten am Markt, habe ich hier nun einen neuen Fulltime-Job, der mich auch oft noch spät in den Abendstunden schreiben und diskutieren lässt, wie die Premium-Mitglieder wissen.

Deshalb brauche ich jetzt auch einmal eine Auszeit und werde mir diese in der einzigen Zeit des Jahres nehmen, in der auch die Börse mal weitgehend ereignislos ist.

In der Zeit vom kommenden Samstag 21.12.13 bis einschliesslich dem 06.01.14, wird daher hier im freien Bereich nicht mehr viel passieren. Ich schliesse einen neuen Artikel nicht perse aus, rechnen Sie aber nicht damit. Ab 07.01.14 bin ich dann wieder voll da.

Im Premium-Bereich werde ich meine Aktivitäten auch deutlich herunter fahren, dort werde ich aber nach Lust und Laune vielleicht den einen oder anderen Kommentar oder Artikel schreiben und wir werden uns in der Community auch über den Jahreswechsel sicher intensiv im Forum austauschen. Gerade grundsätzliche Fragestellungen bespricht man ideal in dieser Zeit, in der man nicht permanent von der Hektik des Börsengeschehens getrieben wird. Und insbesondere die Frage, welche Aktien in 2014 zu den neuen Favoriten gehören dürften, ist ja hoch spannend.

Für den Dienstag 07.01.14 ist dann - zum Start des neuen Börsenjahres auf Mr-Market - auch gleich um 12 Uhr wieder ein "Lunchtalk" mit der Wirtschaftswoche geplant, vielleicht merken Sie sich diesen Termin schon einmal vor.

So, nun bleibt mir nur, Ihnen ein paar schöne Festtage zu wünschen und falls Sie nicht zu den Premium-Mitgliedern gehören, auch gleich einen guten Rutsch ins neue Jahr !

Machen Sie es gut und halten Sie die Ohren steif ! Wir lesen uns 2014 !

Ihr Hari

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Solar Sektor auf dem Weg zur Kaufgelegenheit ?

Der Solar Sektor korrigiert nun deutlich. Ein Sektor, der uns hier auf Mr-Market dieses Jahr viel Freude machte und über den ich hier oft geschrieben habe. Diese temporäre Topbildung deutete sich im US Branchen-ETF -> TAN <- schon vor Wochen mit Erreichen der 40 USD Marke an und kommt nicht überraschend.

Fundamentale Auslöser dieser Korrektur sind kaum zu bemerken. Es gab hier und da bei einigen Unternehmen nicht ganz so berauschende Quartalszahlen, die grundlegend sehr positiven Aussichten des Sektors in der Welt, sind aber nach meiner Einschätzung völlig unverändert.

Insofern kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass hier Gewinnmitnahmen zum Jahresende eine Rolle spielen, denn die Gewinne, die man dieses Jahr im Sektor machen konnte, waren dreistellig und sehr beeindruckend.

Deshalb könnte diese laufende Korrektur nun möglicherweise auch eine attraktive Kaufgelegenheit für das Jahr 2014 schaffen. Schaut man auf das langfristige Chart des TAN mit Wochenkerzen, sieht man die perfekte Umkehrformation und die ausserordentlich bullische Struktur.

Solar TAN Woche 10.12.13

Schaue ich auf Art, Umfang und Dynamik der laufenden Korrektur, erscheint mir eine Bewegung herab bis etwas über 30 USD - zum 23,6er Fibonacci Retracement - durchaus logisch und denkbar. Aber auch dort wäre der Aufwärtstrend völlig ungefährdet und dort könnte sich möglicherweise dann auch eine schöne Kaufgelegenheit auftun.

Sollte der TAN aber schon früher ein deutliches SwingLow hinlegen, könnte auch das schon ein Kaufsignal sein. Die Stops wären dann jeweils unter das SwingLow zu legen.

Summa Summarum dürfte der Sektor nach meiner Einschätzung eher am Anfang eines mehrjährigen Booms stehen, denn die Nutzung der Solarenergie wird in sonnenreichen Weltregionen immer wirtschaftlicher, auch ohne Subventionsorgien ala EEG. Auch China drückt massiv auf das Tempo, denn mit billiger werdender Batteriespeicher-Technologie, wird die Solarenergie auch zur idealen, autonomen Energieform für Infrastruktur, fernab der grossen Überlandleitungen. Und von solchen Orten hat die Welt noch mehr als genug.

Der Hauptschub des Marktes kommt nun aber aus den USA und China. Und diese Entwicklung steht eher am Anfang, als am Ende. Um die langfristigen Aussichten des Sektors muss einem also voraussichtlich nicht Bange sein. Einzelne Unternehmen können immer durch Missmanagement in eine Pleite rutschen und auch Technologiesprünge werden immer wieder einen Generationswechsel bei den führenden Unternehmen erzwingen. Der Sektor als Ganzes aber, steht nach meiner Einschätzung vor eher "sonnigen" Aussichten in den kommenden Jahren.

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Was die drei Buchstaben TAN mit dem neuen Solar Boom und First Solar zu tun haben

Seit wir hier auf Mr-Market.de im Frühjahr 2013 auf den anfahrenden Solar Zug aufgesprungen sind, tauchen immer wieder die drei Buchstaben "TAN" auf. Und schon mehrfach wurde ich gefragt, was es damit auf sich hat.

Ganz einfach, es ist der Guggenheim Solar ETF speziell für den weltweiten Solarsektor und zwar mit dem Wallstreet Kürzel "TAN". Sehen Sie hier die aktuellen -> Bestandteile <- des ETFs, bei denen die aktuell nach oben schiessende First Solar (WKN: A0LEKM) eine der grössten Positionen ist.

Dieser ETF gibt einen guten Überblick über die weltweite Solarindustrie, der dringend nötig ist, da uns in Deutschland zu diesem Thema der Blick durch die diversen Pleitekandidaten verschleiert wird und wir so die grossen Chancen in der weiten Welt oft gar nicht erst wahrnehmen. Ausser Sie waren dieses Jahr hier auf Mr-Market dabei.

Neben dem TAN gibt es dann noch den "KWT" mit ähnlicher Zusammensetzung, aber es gibt in Deutschland - also als ETF zum Vertrieb in Deutschland zugelassen - meines Wissens keinen einzigen ETF, der den Solarsektor komplett abbildet. Zumindest kenne ich keinen, wenn es doch einen ETF gibt, bitte ich um Nachricht.

Das ist ein Trauerspiel und typisch, die Finanzindustrie hier hat nach meiner persönlichen Wahrnehmung ein Händchen dafür, strukturierte Produkte immer erst dann auf den Markt zu werfen, wenn "der Käs" schon weitgehend gegessen ist und die Privatanleger noch ein paar abgenagte Knochen in die Hand bekommen.

Wie tragisch das ist, will ich Ihnen an der Entwicklung des TAN in US Dollar im Chart mit Wochenkerzen seit 2010 zeigen:

TAN 01.11.13

Sie sehen eine der perfektesten Umkehrformationen, die ich in meiner 25-jährigen Börsenkarriere je gesehen habe. Vom Tief im November 2012 bei 12,60 USD bis zum Hoch im Oktober diesen Jahres bei 41,16 USD, betrug der Hub innerhalb eines knappen Jahres sensationelle 226% ! Und das nicht bei einer einzelnen Aktie, sondern einem ganzen Sektor.

Und Sie sehen die Volumenexplosion ab September, dem Zeitpunkt wo breite Anlegerschichten aufmerksam wurden. Seit dem kann man auch in Deutschland allerlei zum Thema lesen, der Anfang der Bewegung ist das aber bei weitem nicht.

Warum es nach einer zwangsläufigen Korrektur durchaus weiter gehen kann und was da schon alles verpasst wurde, habe ich ausführlich -> hier <- in einem Artikel dargestellt und will ich nicht wiederholen.

Ich will Ihnen statt dessen die Frage beantworten, wie Sie den TAN denn kaufen können, denn einige Leser wollen sicher gerne am ganzen Solar-Sektor teilhaben. Das macht ja auch für normale Anleger mehr Sinn, als sich mit einzelnen Aktien wie Yingli , Trina oder Yinko Solar herum zu plagen, die man als durchschnittlicher Anleger sowieso nicht sinnvoll von Deutschland aus verfolgen kann.

Die traurige Antwort ist, von einer normalen deutschen Direktbank aus, geht es nach meiner Erfahrung bei US-ETFs oft gar nicht sinnvoll. Denn was Sie hier als Anleger kaufen können, ist auf das Universum begrenzt, das eine WKN hat. Eine WKN ist aber eine rein deutsche Veranstaltung und schon wenn Sie über die schweizer Grenze gehen, interessiert sich niemand mehr für dieses Kürzel, dort ist es der "Valor" und in den US eben das Kürzel wie der "TAN" oder der "GDX" oder "TLT".

ETFs wie der TAN, die in Deutschland nicht aktiv vermarktet werden, haben hier auch keinen Market Maker. Sprich selbst wenn Sie eine WKN bekommen, haben Sie noch lange keine zuverlässigen Kurse. So gibt es für den TAN sogar eine WKN, meines Wissens ist das die A1JT66. Und meines Wissens stellen ein paar Nebenbörsen auch Kurse, so zum Beispiel Tradegate.

Nur wie zuverlässig diese Kursstellung ist, kann ich Ihnen nicht sagen. Eben so wenig, wie hoch der Spread ist. Und vergessen dürfen Sie bei Auslandsfonds auch den steuerlichen Aspekt nicht. Da lauern manchmal allerlei Fallen, die man sich nicht bewusst macht, wenn man einfach nur brav von der Bank die Abgeltungssteuer abführen lässt, ohne das zu hinterfragen - Stichwort thesaurierende Auslandsfonds.

Während Profis und erfahrene Privatanleger sowieso mit leistungsfähigen, international aufgestellten Brokern agieren und daher direkten Zugang zur Wallstreet und damit auch zu ETFs wie dem TAN haben, bleibt für den normalen deutschen Anleger bedauerlicherweise wohl nur, auf einzelne Aktien im Sektor auszuweichen, obwohl damit das Risiko leider gegenüber einem Sektor-ETF steigt.

Natürlich gibt es auch das eine oder andere Derivat, wie ein Zertifikat zum Solar Sektor - dergleichen betrachten wir hier bei Mr-Market aber sowieso nicht. Wenn wir investieren, dann in der Regel in die Aktien direkt oder in voll replizierende ETFs und eben nicht in Schuldverschreibungen von Banken.

Bleibt für die deutschen Anleger zu hoffen, dass entweder mal iShares und Co. einen Solar ETF auch für Deutschland auflegen, oder Guggenheim auch den deutschen Markt aktiv angeht. Bis das passiert, dürfte der "Kas" im Sektor aber wahrscheinlich wirklich weitgehend gegessen sein.

Hier in Deutschland sitzen wir halt börsentechnisch in der dritten Reihe.

:Sarkasmus on:
Das ist ja auch angemessen, wir sind ja sowieso alle nur "böse Zocker" (im Gegensatz zum "guten" Lottospieler) und insofern ist das ja die angemessene Bestrafung für unser "skandalöses" Tun, bei der Unternehmensfinanzierung als Aktionär aktiv mitzuwirken und so einen volkswirtschaftlichen Beitrag zu leisten. 😉
:Sarkasmus off:

Ihr Hari

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Trendfortsetzung bei Wacker Chemie (WCH888) ?

Vor Handelseröffnung im Xetra eine kurze, summarische Stellungnahme zum Spezialchemie-Unternehmen Wacker Chemie (WKN: WCH888), ohne auf Details einzugehen. Wacker hatte uns ja im Juli -> eine Menge Freude <- gemacht.

Wacker Chemie hat heute durchwachsene Zahlen mit Umsatz- und Gewinnrückgang geliefert, aber die Jahresprognose bestätigt. Unter dem starken Euro werden wahrscheinlich noch viele Unternehmen der deutschen Exportindustrie leiden und das wird sich auch in negativen Kursüberraschungen auswirken.

Alles in allem betrachte ich die Zahlen persönlich aber nicht als besonders überraschend. Die Auswirkungen des EURUSD Kurses waren klar absehbar. Und auch der Markt hat das im Fall Wacker Chemie schon vorher begriffen und uns mit der Bildung eines -> Rounded Top <- im August und September schon früh mitgeteilt, dass man bei der Aktie nun etwas vorsichtiger werden muss. Wir haben diese Chartstruktur hier schon vor einiger Zeit besprochen, die besonders deutlich im Chart mit Tageskerzen zu sehen ist:

Wacker Chemie 31.10.13

Heute dürfte es dann zunächst einige Abgaben aus Enttäuschung geben. Genau diese Abgaben bergen aber die Chance für einen Einstieg im Sinne der Trendfolge in sich. Das Chart zeigt klar, dass im Bereich ab 65EUR nach unten, eine gute Chance für eine Trendfortsetzung besteht. Genau dort liegt auch die 200-Tage-Linie. Betrachten Sie so eine Trendlinie dabei bitte nicht als "exakte" Linie. Das ist sie nicht. Sie definiert aber eine Zone, in der eine Wende Logik hat, was auch durch den RSI unterstrichen wird.

Im längerfristigen Chart mit Wochenkerzen sieht man noch besser, warum die Trendfortsetzung in diesem Bereich Logik hat:

Wacker Chemie 31.10.13 Wochen

Es wird aber auch anders herum ein Schuh daraus. Wenn der Kurs weiter fällt und die Trendfortsetzung nicht statt findet, muss man konsequent an die Seitenlinie treten bzw. dort bleiben. Und zwar spätestens unter 60 EUR, wenn auch die Nackenlinie des Ausbruchs von Juli den Rückgang nicht begrenzt. Denn eine derartige Reaktion in Anbetracht einer bestätigten Jahresprognose, würde darauf hindeuten, dass der Markt mehr weiss, als es an der Oberfläche den Anschein hat.

Ich werde auf jeden Fall nun genau hinschauen, ob überhaupt und wo Wacker Chemie nach den heute absehbaren Verlusten eine Wende hinlegt. Und wenn diese Wende kommt, werde ich über einen Wiedereinstieg nachdenken. Dabei agiere ich persönlich erst nach der Wende, wenn sie denn kommt. Ich habe weniger Angst davor ein paar Prozent nach oben zu verpassen, als durch verfrühtes Herumraten in einen bösen Abwärtsrutsch zu geraten. Und eine durchaus denkbare, nachhaltige Bewegung unter 60 EUR würde die positiven Szenarien der Trendfolge sowieso grundlegend zerstören.

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Vom Affengehirn am Beispiel Tesla Motors – Wie die Angst unsere Chancen auffrisst

Ein für Mr-Market Leser grossartiges Börsenjahr geht langsam in die Schlussrunde. Grossartig war dieses Jahr, weil wir hier eine ganze Reihe richtig massiver Gewinnsträhnen frühzeitig erkannt haben, lange bevor breite Anlegerschichten auch auf den Zug aufgesprungen sind.

Wer hatte denn schon im Frühjahr den weltweiten Solarsektor so auf der Rechnung und konnte damals einen Branchen-ETF wie den TAN buchstabieren ? Seitdem ist der Sektor in einen massiven Rallymodus eingetreten und hat denen grosse Gewinne generiert, die von Anfang an dabei waren. Und der Sektor steht nach meiner Ansicht immer noch eher am Anfang eines weltweiten neuen Booms, als am Ende - auch wenn jetzt eine Korrektur mal überfällig ist. Wer hatte denn schon im Frühjahr den europäischen Telekomsektor auf der Rechnung, der nun auch massiv zum Leben erwacht ist und den Anlegern dicke zweistellige Gewinne generiert. Wer wusste denn am Anfang des Jahres etwas mit Aktien wie iRobot anzufangen ? Ich könnte lange so weiter machen. Und auch ein paar "Gurken" wie K+S waren dabei, die aber im Vergleich kaum mehr ins Gewicht fallen, zumal wir die Verluste dort konsequent begrenzt haben und nicht in die Falle gegangen sind, die neue Welt der Kali-Preise zu negieren und uns schön zu reden, wie die, die sich gedanklich nicht schnell genug von einer überholten Bewertungslogik lösen können.

Und trotzdem bin ich sicher, dass einige der Leser mit ihren Depots nicht zufrieden sind und dem Markt hinterher hinken, möglicherweise überhaupt mit der Nulllinie kämpfen. Wie kann das sein, wenn so grosse Gewinnkracher mit teilweise dreistelligen Prozentgewinnen dabei waren, von denen jeder locker fünf negative Anlagen kompensieren könnte, wenn man Verluste konsequent begrenzt ?

Die Antwort auf diese Frage ist wie immer individuell und hat vor allem mit uns selbst zu tun. Ich glaube aber, ich kenne zumindest einen Teil der Antwort, denn diese hat mit unserem "Affengehirn" zu tun, das uns bei der Geldanlage eher im Wege steht, als hilfreich zu sein. Mit dem prägnanten Begriff "Affengehirn" meine ich dabei keinen medizinischen Fachbegriff, sondern die evolutionären und damit auch emotionalen Reflexe, die der Menschheit beim Überleben in der Savanne dienlich waren, aber nicht für reflexive Märkte der Gegenwart geeignet sind. Mit der exponentiellen Entwicklung der Wissensgesellschaft, kommt aber die biologische Evolution zeitlich einfach nicht mehr mit, wir gehen sozusagen als biologischer Urmensch in die komplexe Zukunft.

Und dieses Affengehirn leitet uns an der Börse oft in die falschen Geldanlagen, weil es uns in den falschen Momenten Ängste vermittelt, während es uns in den ebenso falschen Momenten wohl und sicher fühlen lässt.

Und wo könnte ich das Problem deutlicher machen, als bei unserem grössen "Kracher" in diesem Jahr: Tesla Motors (WKN: A1CX3T). Sie wissen ja, wir waren am Thema schon seit Frühjahr 2012 intensiv dran. Und so sassen wir sozusagen in der ersten Reihe, als der Kurs dann im April diesen Jahres abzuheben begann.

Werfen wir einen Blick zurück auf den 30.04. und meinen Artikel -> Tesla Motors, eine Ohrfeige für Winterkorn, Piech, Zetsche und Co. <-.

In diesem Artikel war das folgende Chart enthalten:

Tesla 29.04.13

Und nun sage ich uns auf den Kopf zu, was viele von uns zu diesem Zeitpunkt gedacht haben und warum viele damals wohl nicht eingestiegen sind. Nicht eingestiegen, obwohl ich in dem Artikel nun wirklich eine Lobeshymne auf Elon Musk und Tesla losgelassen habe.

Die Gründe dürften sein, dass denen der Kurs schon zu weit weggelaufen war. Zu so einem Zeitpunkt noch bei einem wackeligen "Startup" einsteigen, über das viele schreiben, dass es den Sprung zum Autobauer sowieso nicht schaffen kann ? Und dann noch angeführt von einem "Verrückten" mit "Visionen", bei denen man laut Altbundeskanzler Schmidt lieber zum Arzt gehen sollte ? Nein - die Angst war zu gross, hier in Verluste zu laufen. Viele hatten Verlustaversion im Anblick eines Kurses, der gerade in den Himmel schoss. Und haben sich nicht getraut auch noch einzusteigen. Und wer doch drin war, hat schnell wieder Angst bekommen, die kleinen Gewinne abzugeben und hat diese lieber gesichert.

Soweit so gut. Und nun kann ich uns das Chart von Tesla Motors Stand heute nicht ersparen:

Tesla 28.10.13

Sie sehen nun den Zeitpunkt, an dem die Verlustaversion kam. Es war der dümmste Zeitpunkt, den man sich nur vorstellen kann. Denn mein Artikel erschien exakt genau vor dem grossen Schub, an dem der breite Markt in das Thema eingestiegen ist, wunderbar am Volumen zu erkennen. Seit dem hat sich der Kurs fast vervierfacht - wenn man am 29.04.13 eingestiegen wäre. Wir hatten also alle einen Elfmeter auf dem Punkt liegen, bei dem der Torwart sozusagen nicht im Tor stand. Und viele haben sich trotzdem nicht getraut zu schiessen. Wenn Sie dazu gehörten, stellen Sie sich unbedingt die Frage warum !

Fairerweise muss man feststellen, das es fast unmöglich ist, solche Bewegungen vollständig mitzugehen und dann auf dem Hochpunkt auszusteigen. Auch ich bin im Nachhinein zu früh ausgestiegen, weil mir die Bewertung nun zu phantastisch wurde. Aber ich war immerhin von Anfang an dabei und habe dicke dreistellige Prozentgewinne mitgenommen und das hätten Sie auch können !

Um Ihnen zu helfen das Problem unseres "Affengehirns" zu verstehen, sollten wir uns daher mal die Gegenseite betrachten. Ich will Sie nicht weiter mit Charts beladen, aber stellen Sie sich einfach nur die allseits "geliebte" Commerzbank vor. Da war die emotionale Haltung ganz anders. Der Chart sah grauselig aus. Es ging runter und runter. Aber das war ja vermeintlich eine stabile Grossbank, die in der Vergangenheit mehr Wert war. Da war ja die Bundesregierung auch drin und der Chart war so weit gefallen, die "musste" ja wieder steigen. In der Commerzbank haben viele die Verluste leicht ertragen und diese als Kaufgelegenheiten betrachtet. Und das Web war voll von sogenannten "Analysen", in den Autoren versuchten eine Bankbilanz zu bewerten, die selbst Bilanz-Profis nicht bewerten können. Aber immerhin sind die Profis so qualifiziert zu wissen, was sie nicht wissen.

Finden Sie nicht auch ? Es ist doch eigentlich absurd, sich bei Verlusten in der Commerzbank wohl zu fühlen und aber vor einem Einstieg bei Tesla zu fürchten. Aber genau so funktioniert unser Affengehirn - "Angst fressen Chancen auf". Und wer sich das nicht bewusst macht, hat letztlich keine Chance am Markt.

Fassen wir also zusammen:

Uns Menschen fällt es typischerweise leichter, eine Verlustposition einfach zu halten und den Verlusten zuzusehen, als in eine potentiell gewinnträchtige Position einzusteigen, die mit Risiken versehen ist. Das ist so, weil die Verlustposition eine Vergangenheit der Stärke hat, an der man sich emotional wärmen kann. Die "muss" ja wieder steigen sozusagen, weil sie vorher höher stand. Anders dagegen bei dem "Hot Stock" mit neuem Geschäftsmodell. Da hier die Vergleichsdaten der Vergangenheit fehlen, erscheint uns das weit riskanter.

Auslöser dieser massiven Fehleinschätzung ist tatsächlich unser "Affengehirn", das den Erfahrungen der nahen Vergangenheit eine höhere Bedeutung einräumt. So lässt sich das Minus bei einer Aktie leicht ertragen, die man für "substantiell" hält und dabei orientiert man sich an vergangenen Werten. Etwas Neues dagegen wird zunächst mit Misstrauen betrachtet, wir bleiben instinktiv lieber beim Bewährten.

Das sind reflexartige Mechanismen in unseren Köpfen, die wir auf der bewussten Ebene gar nicht wahrnehmen. Sie bestimmen aber massiv unser Handeln. Und für die Wildnis da draussen in der Savanne, ist die Aversion vor neuen, unbekannten Risiken auch ein hervorragender Reflex, der unser Überleben sichert. Einen Pilz den man nicht kennt, sollte man auch nicht einfach in den Mund stecken. Nur funktioniert Börse eben anders, Börse bewertet Potentiale der Zukunft. Vielleicht wird aus diesem Giftpilz ja später eine tolle Medizin, darüber machen sich die Märkte Gedanken. Und deshalb ist der Giftpilz als Anlage vielleicht durchaus interessant. Diese evolutionären Reflexe stehen uns als Anleger massiv im Weg.

Deshalb ist es auch so wichtig, sich mit Stops und Absicherung zu beschäftigen. Denn natürlich liegen in so "Hot Stocks" wie Tesla auch massive Risiken. Was hoch steigt, kann auch tief fallen und ein Kursverlauf wie oben ist ja nicht garantiert, hinterher ist man immer klüger. Aber die Chancen sind so immens, das man diese ergreifen sollte. Aber eben nicht blind, sondern gut überlegt und abgesichert.

Richtig wäre es also eher gewesen, die grosse Chance bei Tesla zu ergreifen. Gleichzeitig einen Stop zu setzen der einiges nach unten entfernt ist und nur zur Absicherung eines Desasters dient. Man geht in so einer Denkstruktur also bewusst ein vielleicht 10% Verlustrisiko ein. Und tut das, um die weit grössere Chance überhaupt zu eröffnen. Wir nennen das hier ein "Setup" und besprechen diese intensiv im Premium-Bereich.

Umgedreht, bei einem gefallenen Engel ala Commerzbank, darf es für Anleger überhaupt keinen Spielraum für Verlusttoleranz geben. Solange der Kurs nach unten geht, geht er nach unten und man hat in der Aktie nichts verloren. Und dass das Unternehmen mal in der Vergangenheit weit höher bewertet war, hat ebenso wenig Relevanz wie die Tatsache, dass es Tesla vor 10 Jahren noch gar nicht auf dem Kurszettel gab.

Vergangenheit zählt nicht an der Börse, nur die Erwartungen an die Zukunft. Die Mechanismen unseres Affengehirns leiten uns aber genau in die falsche Richtung. Sie leiten das warme Gefühl von "Sicherheit" aus Erfahrungen der Vergangenheit ab. Und lassen uns daher bei Verlusten in einer Commerzbank-Position sicherer fühlen, als bei einem Einstieg in eine Zukunftshoffnung wie Tesla Motors. Was für ein Treppenwitz eigentlich, da es doch leicht ist, mit Stops einen Kursverlust zu begrenzen. Auch die Telekom war mal bei 100 EUR und niemand wurde gezwungen, den Weg bis 10 EUR mitzugehen. Und viele haben es trotzdem getan, weil "die ist doch voller Substanz, die muss doch wieder steigen". 😉 So etwas sind üble "Wohlfühlreflexe", die unsere Taschen als Anleger aber leer machen.

Mein Rat also:

Achten Sie auf Ihre Gefühle bei der Geldanlage, denn darin zeigt sich unser Affengehirn. Wenn Sie sich in einer Position "wohl fühlen" und auch bei ersten Verlusten ganz entspannt da sitzen, sollten Sie eigentlich aufspringen und sich selber eine Schlag auf den Hinterkopf geben. Denn wahrscheinlich denkt der nicht richtig. Verlustpositionen in denen man sich "wohl fühlt", sind oft sehr gefährlich für unser Depot.

Umgedreht, wenn ein Kurs signifikant zu steigen beginnt und Sie trauen sich nicht einzusteigen, brauchen Sie unbedingt den Tritt in den Allerwertesten um zumindest mal genau hinzuschauen. Denn gerade weil Sie sich nicht trauen, werden sich auch viele andere nicht trauen. Denn warum sollen die anderen Marktteilnehmer denn anders fühlen als Sie ? Man nennt das die "Wall of Worry" und die sorgt dafür, dass Kurse weiter steigen - und nicht fallen. Diese Kurse fallen erst, wenn auch der Letzte eingestiegen ist. In dem Sie sich diesen inneren Tritt schon frühzeitig geben, sind Sie bei den "Letzten" nicht dabei, vielmehr verkaufen Sie irgendwann Ihre Aktien den "Letzten" mit Gewinn.

Und nutzen Sie die Möglichkeit, mit Absicherung zu agieren. Mit einer klug gesetzten Absicherung definieren Sie im Vorfeld selber, wie viel Verlust Sie bereit sind theoretisch einzusetzen, um die Chance zu ergreifen. Dieser potentielle Verlust ist also wie eine Investition zu sehen, um die Chance überhaupt zu eröffnen. Verwechseln Sie aber eine gut entfernte Absicherung um ein Desaster zu verhindern, nicht mit dem fehlgeleiteten Versuch, erste Gewinne gleich zu sichern. Letzteres funktioniert nicht und führt nur dazu, dass Sie im falschen Moment ausgestoppt werden. Nicht jeder Stop ist sinnvoll, manche sind kontraproduktiv.

Lassen Sie unbedingt in so Situationen Ihre Gefühle Revue passieren. Dann werden Sie selber merken, wie unsere Ängste die echten Chancen auffressen. Und uns gleichzeitig dort eine Sicherheit vorgaukeln, wo das Kurs-Desaster gerade erst begonnen hat. Genau deshalb ist es so schwierig das zu tun, was theoretisch ganz leicht eine gute Depotperformance sichert: Verluste begrenzen und Gewinne laufen lassen !

Merke: Die Börse ist nicht die Savanne ! 😉

Ihr Hari

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Charts des Herbst: ABB (WKN: 919730) – Solide, Krisenfest, Wachstumsstark

Langfristig halte ich den schweizerischen Energie-und Automatisierungs-Spezialisten ABB (WKN: 919730) sowieso für eine der Aktien, die man in einem Langfrist-Depot haben muss. Hier verbindet sich die Fokussierung auf ein profitables Segment, mit einer positiven Akquisitionspolitik.

Mehrfach schon haben wir ABB hier besprochen und zum Beispiel auch seit dem -> Sommer letzten Jahres <- gut daran verdient.

Das ABB vor einem halben Jahr mit der Übernahme von "Power-One" - des Marktführers für Photovoltaik-Wechselrichter - den Einstieg in den weltweit in den Boom eintretenden Solarmarkt vollzogen hat, zeigt von strategischer Weitsicht - eine Weitsicht die Mitbewerbern teilweise abgeht, die genau diese Töchter gerade prozyklisch verkaufen, frei nach dem Motto: "teuer kaufen, billig verkaufen". 😉

Eine ausgezeichnete Analyse der Gesamtsituation von ABB liefert dabei mal wieder die schweizerische "Finanz und Wirtschaft", die Sie unbedingt -> hier <- nachlesen sollten. In Anbetracht dessen erspare ich mir alle weiteren Worte zur fundamentalen Lage, die FuW hat alles dazu gesagt.

Aber auch das Chart sieht nun wieder sehr interessant aus. Denn nach einer Phase der Konsolidierung seit März diesen Jahres, könnte es nun weiter hoch gehen:

ABB 15.10.13

Wir sehen eine starke Unterstützungszone um die 16€, die wiederholt gehalten hat. Als untere Begrenzung könnte man den Bereich von 15,5€ definieren, der mit den Tiefs um den letzten Jahreswechsel korreliert. Unter diese Zone sollte ABB nicht mehr fallen, um das Bild positiv zu halten.

Kurzfristig sehen Sie das am 09. Oktober gebildete Tief, nach dem 50- wie 200-Tage-Linie wieder erobert wurden, was sehr positiv zu werten ist. Kurzfristig könnte man also einen Stop unter das Tief vom 09. Oktober legen.

Nach oben hat diese Konsolidierung einen Deckel knapp unter 18€. Und wenn der nun im Sinne eines Ausbruches geknackt wird, bestehen gute Chancen, dass ABB bald ein neues Kurstableau erreicht.

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Solar Rally – Der in Deutschland übersehene Boom von First Solar bis Yingli

Manchmal macht es Sinn zurück zu schauen, um zu sehen was man verpasst hat. Denn während sich der durchschnittliche deutsche Anleger wie immer lieber mit "Gefallenen Engeln" wie der Commerzbank, Praktiker oder nun K+S herum plagt - weil die ja vermeintlich so "schön billig" seien - scheint ausserhalb Deutschlands ein neuer Boom zu starten, der erhebliches langfristiges Potential in sich birgt.

Und die Leser von Mr. Market waren von Anfang an dabei und viele dürften nun auf hohen Gewinnen von 50% und mehr sitzen. Insbesondere gilt das für die Premium-Mitglieder, denn wir haben das Thema hier ausführlich und nahezu jede Woche adressiert und diskutiert.

Es handelt sich um die Solarenergie, die weltweit endlich in den Massenmarkt eintritt, weil sie schon bald nicht mehr zwingend auf Subventionen angewiesen ist. Die Industrie wird zwar auch in anderen Ländern noch mit Subventionen gefüttert, das ist aber schon bald nicht mehr notwendig. Ein schöner Treppenwitz der Geschichte ist dabei, dass dieser neue Boom an dem Land (Deutschland) nun vorbei zu gehen scheint, dessen politisch Eliten sich eingebildet haben, mit einem dirigistischen Monster wie dem EEG Wirtschafts- und Innovationspolitik "von oben" machen zu können.

Und während es ausserhalb der deutschen Grenzen nun so richtig los geht und selbst -> Ikea <- über die massenweise Vermarktung von Solarpanels in Grossbritanien nachdenkt, suhlen wir uns hier weiter in den Altlasten von Solarworld & Co. und huldigen lieber dem Götzen eines nach meiner Meinung völlig verfehlten und vermurksten EEG.

Kein Wunder, dass der neue Solarboom an den deutschen Anlegern weitgehend vorbei geht. Nicht aber an uns hier auf Mr-Market. Es hat dazu hier im Blog viele Artikel und Diskussionen gegeben und ich bitte Sie explizit heute noch einmal meinen Artikel vom 14. Mai -> Der neue Solar Boom und was das mit Tesla Motors zu tun hat <- erneut zu lesen. Alles was in diesem Artikel steht hat weiter Gültigkeit und ist die Grundlage für das, was ich Ihnen nun zeigen werde. Und prägen Sie sich bitte das Chart des US Solar ETFs TAN ein, der TAN stand am 14. Mai bei 22,34 USD.

Und nun der Solar ETF TAN heute im identischen Chart:

TAN 02.10.13

4,5 Monate später steht der TAN bei 35,89 USD oder 60% höher !

Und wenn Sie den Artikel vom 14. Mai bitte noch einmal lesen, sehen Sie, dass das "mit Ansage" war - die Reversal-Struktur im Chart hat diese Nachricht überbracht. Und auch heute ist die Reversal-Struktur immer noch perfekt und nach Lehrbuch. Insbesondere das Volumen bestätigt die Bewegung und der aktuelle Volumenschub zeigt, dass nun breite Anlegerschichten auf die Bewegung aufmerksam werden.

Natürlich wird der TAN nach diesem Schub auch wieder korrigieren, die Muster zu so einer Gegenbewegung können Sie schön im Chart sehen, so zum Beispiel am 21.05. diesen Jahres. Und für die, die als letzte einsteigen, wird so eine zwangsläufige Korrektur sich sehr schmerzhaft anfühlen.

Aber dieser Dip ist dann wieder mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der langfristigen Perspektive zu kaufen. Und wenn doch der unwahrscheinliche Fall eintritt und der Trend nun genau brechen sollte, ist auch das leicht an den Prinzipien der Trendfolge zu erkennen, so dass man den Schaden begrenzen kann.

Nun bin ich sicher, dass einige von Ihnen nun reflexartig denken werden: "Schade verpasst, aber ist mir nun zu weit gelaufen." Wenn Sie zu diesen Lesern gehören, will ich Sie nun schocken.

Denn das obige Chart ist im logarithmischen Massstab, um die prozentualen Verhältnisse angemessen darzustellen. Wenn man aber wissen will, was das Potential ist, wenn man heute 35,89 USD in den Sektor investiert, muss man sich das Chart mit linearem Massstab anschauen. Denn dort sieht man optisch, wie sich das Kapital potentiell vervielfacht. Und ich nehme dazu erneut das Chart des TAN, dieses Mal aber langfristig mit Wochenkerzen seit 2008. Sehen und staunen Sie:

TAN wöchentlich 02.10.13

Ja - das ist das gleiche Chart, nur mit Wochenkerzen ! Kaum zu glauben aber wahr. Und ? Sind Sie immer noch der Meinung, dass der Sektor schon zu weit gelaufen ist ?

Ich glaube es stimmt eher, was ich schon am 14.05. oder 60% tiefer geschrieben habe, Zitat:

Die Solarenergie steht vor einer grossen Zukunft, die gerade jetzt beginnt, wo lokale Stromspeicher der Technologie einen Sinn abseits von staatlichen Subventionsorgien geben. Das weltweite Potential ist gewaltig und es ist für neue Branchen durchaus typisch, dass das richtige Geldverdienen erst in der zweiten Phase los geht, nachdem die erste Phase ihre Euphorie und Depression hinter sich gebracht hat.

Es ist schwer voraus zu sehen, welche Unternehmen das Rennen machen werden. In Deutschland muss man sie aktuell eher nicht suchen. Selbst eine SMA Solar hat gegenüber Power-One Boden verloren, weswegen ABB auch Power-One übernommen hat. Wer Zugriff auf einen breit aufgestellten ETF hat, tut also gut daran, diesem den Vorzug vor Einzelaktien zu geben.

Aber ich bin sehr optimistisch, was die langfristige Performance des Sektors in den nächsten Jahren angeht. Das ist ein Thema, was man nun vielleicht wirklich im Sinne “Buy and Hold” ins Depot legen kann und einfach gelassen abwarten, wie sich die Technologie entwickelt. Um die Zukunft der Solarenergie als Technologie ist mir auf jeden Fall nicht bange.

Sic ! Und wenn es doch nicht stimmt und morgen theoretisch die Kernkraft zum neuen Boom ansetzt, dann gibt es dafür Stops zur Risikobegrenzung, die konsequent unter das letzte bedeutende Tief zu setzen sind.

Wenn Sie also in Zukunft selber an Bewegungen wie im Solar-Sektor oder bei Tesla Motors Teil haben wollen .... und wenn Sie bereit sind, wirklich zu lernen wie die Märkte funktionieren, statt die immer gleichen Geschichten um die immer gleichen Aktien zu lesen, dann stossen Sie doch zum Premium Bereich der Mr-Market Community dazu.

Was ich Ihnen versprechen kann ist nur harte Arbeit und lernen, lernen, lernen. Zu solchen Volltreffern, wie wir sie nun bei Solar und Tesla in kurzer Zeit hatten, gehört immer auch ein Quäntchen Glück. Aber das Begreifen der Märkte ist die Grundvoraussetzung dafür, solche Treffer überhaupt landen zu können. Und Begreifen ist nur dann möglich, wenn man auch den Mut hat, in den Spiegel zu schauen und das eigene Anlage-Verhalten als das zu erkennen, was es in der Regel ist: irrational und von Angst und Gier hin und her geworfen, ein Spielball des medialen Dauerfeuers.

Wer das ändern will, muss Energie aufwenden und dabei will ich im Premium-Bereich Ihr Guide sein. Die Mehrzahl der aktiven Mitglieder dieses Blogs ist schon dabei. Deren Feedback können Sie -> hier <- oder direkt im Forum lesen.

Ihr Hari

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Neue Setups – Neue Chancen

Fünf Setups haben wir ja derzeit im Setup-Monitor des Premium-Bereiches laufen, von denen sich vier positiv entwickelt haben, während eines immer noch nicht ausgelöst wurde.

Mit dem heutigen Tag lösche ich all diese Setups, um Raum und Aufmerksamkeit für neue Themen zu schaffen. Das bedeutet nicht, dass diese Setups nun inaktiv wären. Im Gegenteil, da sind welche dabei, die noch lange das Potential für schöne Gewinne haben.

Nein, der Setup Monitor hat ja einen Sinn. Und der ist nicht monatelang den selben Trends zu folgen, das können Sie dann selber ohne mich, sondern Sie an das Arbeiten mit Setups zu gewöhnen. Und mit den eher ruhigen letzten Wochen habe ich Ihnen gezeigt, dass das Arbeiten mit solchen Setups keineswegs hektisch und von permanentem Rein- und Raus geprägt sein muss.

Insofern entlasse ich die aktiven Setups nun in Ihre individuelle Obhut und stelle Ihnen heute schon zwei Neue vor. Weitere werden in der nahen Zukunft folgen. Schauen wir uns das im Detail an.

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