ThyssenKrupp mit neuen Abwärtszyklus im übergeordneten Aufwärtstrend

Der folgende kleine Hinweis erschien als einer von vielen Freitag 13.06. 09:35 in Hari Live. Im freien Bereich habe ich ThyssenKrupp zuletzt im Januar unter dem Titel -> ThyssenKrupp springt mit neuer Erholungsphantasie an <- thematisiert.

Etwas nervig verhält sich in den letzten Tagen die Aktie von ThyssenKrupp (750000), die heute um über 2% einbricht. Nervig deshalb, weil die Aktie lange grosse Stärke zeigte und das Gap vom 13.05. einfach nicht abgeben wollte. Lange war es daher wahrscheinlich, dass wir hier nur eine bullische Konsolidierung sehen.

Als dann aber immer wieder der Versuch des Ausbruches scheiterte, musste der Kurs irgendwann zwangsläufig in die Gegenrichtung fallen, als zunehmend bullische Marktteilnehmer aufgaben und glatt stellten. Sie kennen ja die Regel, was nicht mehr steigen kann, muss irgendwann fallen.

So kommt nun der Einbruch und trotzdem spricht das Chart eine klare Sprache:

TK 13.06.14

Wir sehen bisher nur einen typischen Zyklus im Aufwärtstrend. Der kann den Kurs jetzt auch noch unter 20€ in die Nähe der Trendlinie und 200-Tage-Linie treiben. Selbst das wäre aber nur eine Trendbestätigung, wenn es da wieder dreht.

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Klöckner (WKN: KC0100) und der Stahlsektor vor der Wende ?

Dass der europäische Stahlsektor Lebenszeichen sendet und an einer potentiellen Wende aus einem jahrelangen Jammertal arbeitet, ist offensichtlich und will ich hier nicht erneut darstellen.

Allerdings darf man dabei nicht übersehen, dass der Abbau der Überkapazitäten immer noch sehr langsam von statten geht, was die Geschwindigkeit einer möglichen Wende begrenzt. Nur eine überraschend starke Konjunktur- und damit Nachfrage-Entwicklung in Europa, könnte dieses Problem sehr schnell und ohne weitere Schmerzen beseitigen. Davon ist aber in Europa, bei allen positiven Zeichen, noch nichts zu sehen.

Aufgrund dieses Fragezeichens scheint aus dem Sektor aber gerade der Stahlhändler Klöckner nun wieder interessant, der sich nicht mit unprofitablen Produktionsstätten herum schlagen muss.

Besonders helfen dabei Klöckner seine grossen Aktivitäten in den USA, denn der wirtschaftliche Aufschwung der Schwerindustrie ist in den USA schon weit deutlicher zu bemerken, als hier in Europa. Die Kursentwicklung einer AKSteel (WKN: 890363, AKS) ist dafür Indiz.

Was aber bei Klöckner vor allem ins Auge springt, ist der Aufbau einer sehr grossen, jahrelangen inversen Schulter-Kopf-Schulter Umkehrformation, die ich Ihnen hier im Chart mit Wochenkerzen nahe bringen will.

Klöckner 15.01.14

Beachten Sie bitte dabei, dass diese Formation erstens nicht idealtypisch ist und die Bestätigung durch das Volumen noch fehlt. Zweitens ist die gezeichnete Nackenlinie nur eine Annäherung, endgültig und im Detail präzise, ist die Nackenlinie immer erst dann zu benennen, wenn die Formation ausgelöst wurde. Und drittens vergessen Sie bitte nicht, dass eine SKS oder iSKS Formation erst dann gute statistische Wahrscheinlichkeiten für eine Fortsetzung generiert, wenn die Formation auch ausgelöst wurde. Und das ist hier noch nicht geschehen, weil der Kurs noch nicht über die Nackenlinie hinweg gestiegen ist. Im Moment ist das nur eine "mögliche" iSKS und damit noch ohne Prognosekraft !

Dieses alles einschränkend voraus geschickt, legt diese Formation aber trotzdem beredtes Zeugnis von einer Wendeformation und damit einer Kursentwicklung ab, in der mit etwas Geduld erhebliche Chancen nach oben liegen. Ein harter Stop sollte dabei unter die rechte Schulter, die nicht mehr unterschritten werden darf. Danach sieht es aber im Moment wirklich nicht aus.

Wer den möglichen Rebound des Stahlsektors spielen will, finden nach Jahren des Trauerspiels nun bei Klöckner vielleicht ein interessantes Chance-Risiko-Verhältnis vor.

Übrigens noch ein Hinweis in eigener Sache: Falls Sie sowieso bald Mitglied im Premium-Bereich werden wollten und es sich nur noch um die Frage "wann" dreht, sollten Sie wissen, dass es ab dem 01. Februar auf Mr-Market.de eine -> veränderte Preisstruktur für Neumitglieder <- gibt !

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ThyssenKrupp (WKN: 75000) springt mit neuer Erholungsphantasie an

Mitglieder im Premium-Bereich wissen, dass ich seit der Kapitalerhöhung im alten Jahr, die Aktie von ThyssenKrupp (WKN: 750000) für einen möglichen Rebound im Auge habe.
Aber auch im freien Bereich habe ich das zuletzt im Oktober unter dem Titel -> Das Interregnum vor dem Neuanfang <- thematisiert.
Machen Sie sich mal den Spass und vergleichen das Chart, das ich Ihnen im Oktober gezeigt habe, mit dem späteren Ablauf. 😉

Warum schien mir ein Rebound denkbar ? Ganz einfach, weil die Nachrichtenlage nicht schlechter sein könnte und niemand mehr einen Pfifferling auf das Unternehmen gab. Gleichzeitig aber kamen unter dem Druck der Umstände die strukturellen Änderungen in Gang, die viel zu lange haben auf sich warten lassen.

So ist mit Cevian nun ein kompetenter Finanzinvestor engagiert, der massiv auf eine Bereinigung der ganzen Altlasten drängen wird. Weiter wurde durch die Kapitalerhöhung nicht nur dringend notwendige Frischluft bei der Kapitalausstattung verschafft, sondern es wurde auch die Sperrminorität der Krupp-Stiftung gebrochen, die nach meiner Ansicht deutlichen Anteil am Niedergang des Unternehmens hatte. Und zuletzt wurde durch den Abgang von Gerhard Cromme als Aufsichtsratchef der Vorstand gestärkt, Cromme als erwarteter Nachfolger von Berthold Beitz, hatte einfach eine zu starke Stellung im Machtgefüge.

Mit der vollzogenen Kapitalerhöhung kulminierten alle diese Entwicklungen, während gleichzeitig der Kurs nicht mehr deutlich unter 17€ fallen wollte. Erfahrene Börsianer wissen genau was es bedeutet, wenn ein Kurs im Lichte schlechter Nachrichten nicht mehr fallen will. Die Wahrscheinlichkeit einer Wende ist dann deutlich erhöht, weil alle möglichen Katastrophen schon eingepreist sind.

Heute nun schiesst ThyssenKrupp um über 3% nach oben. Unter anderem, weil eine unscheinbare Nachricht über den Ticker geht. ThyssenKrupp hat die bisher eigenständigen Anlagenbauunternehmen des Konzerns -> unter dem Dach von ThyssenKrupp Industrial Solutions zusammengeführt <-. Aber auch die Aussagen von Konzernchef Hiesinger, der -> den Betriebsgewinn mittelfristig verdoppeln <- will, haben sicher massiv geholfen.

Der Markt reagiert nach meiner Einschätzung deshalb darauf so begeistert, weil dadurch die Zerschlagungsphantasie befeuert wird. Denn ThyssenKrupp hat einen grossen Vorteil gegenüber beispielsweise einer Salzgitter. ThyssenKrupp hat einige "Perlen" im Bereich Anlagenbau als Einzelteile in seinem Konzernverbund, die unter Wert gehandelt werden, weil sie durch das Elend des Stahls in ihrem Wert überdeckt werden. Ich vermute, dass diese Sicht auf die "Perlen", auch den Finanzinvestor Cevian zum Einstieg motiviert hat.

Mit der heutigen Aktion kommt Phantasie in die Aktie, die Phantasie einer Abspaltung, ja selbst eines Börsengangs der Anlagenbauer. Und all das treibt den Kurs und wird ihn mit guter Wahrscheinlichkeit weiter treiben. Diesen Freitag findet dann in Bochum die Hauptversammlung statt. Und wenn dort die richtigen Worte gefunden werden und sich ein Lösung der existenziellen Probleme andeutet, hat die Aktie noch einiges Potential nach oben.

Man sieht am Geschehen wunderschön, wie sinnlos es ist, sich über Nachrichten zu sorgen, die der Markt schon lange kennt. Und wie wertlos das ganze prozyklische Gerede um die Probleme von ThyssenKrupp war, das zuletzt immer wieder das Internet füllte. Welchen Wert hat es auch, wenn der hunderste Schreiber noch einmal nacherzählt, was der Markt schon längst weiss ? Vor 1 Jahr waren die Probleme um die Werke in Amerika noch kursrelevante Nachrichten. Nun ist das alles schon verarbeitet.

Und um das zu erkennen, hätte man einfach nur auf das Chart schauen müssen, denn das zeigt bei ThyssenKrupp schon seit Monaten ganz rational und unemotional einen neuen Aufwärtstrend. Und zeigte zum Zeitpunkt der Kapitalerhöhung, wie hier neues Kapital in die Aktie floss. Und solange das Tief im Zuge der Kapitalerhöhung bei 16,575€ nun nicht mehr unterschritten wird - das damit auch einen logischen Stop markiert - ist der Trend intakt. So einfach ist Börse manchmal. 🙂

ThyssenKrupp 13.01.14

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Rio Tinto, BHP Billiton und Co. – Rohstoffe vor der Wende ?

Ich habe das Thema hier schon mehrfach angesprochen, zuletzt hatte ich das Chart hier im Artikel von letztem Freitag. Und im Premium-Bereich sind wir schon seit Juli am Thema dran.

Aber man kann es gar nicht oft genug wiederholen: der Rohstoff-Sektor sendet massive Signale der Wende !

Ich könnte Ihnen die Charts von China zeigen, die ähnlich aussehen oder auf die chinesischen Wirtschaftsdaten verweisen, die zuletzt verhalten positive Signale sendeten. Ich könnte Sie darauf hinweisen, dass der extrem verprügelte Australische Dollar möglicherweise eine Bodenbildung vollzieht oder Ihnen erneut das Chart von Kupfer zeigen. Ich könnte Ihnen zeigen, wie US Kohle ebenso wie Stahlwerte trotz schlechter Nachrichten nicht mehr fallen und erste Lebenszeichen zeigen. Und ich könnte Ihnen noch vieles andere zeigen.

Alle diese Indikatoren weisen aber in eine Richtung, die man wie im Brennglas in den Kursen der grossen Rohstoff-Riesen wie Rio Tinto (WKN: 852147), BHP Billiton (WKN: 850524) oder Anglo American (WKN: A0MUKL) sehen kann. Und diese Rohstoffriesen, werden zum Beispiel im ETF iShares Europe 600 Basic Resources (WKN: A0F5UK) zusammen gefasst.

Und ich könnte Ihnen erneut erklären, dass der ganze Sektor extrem zyklisch ist und es völlig normal ist, dass er zwischen Hosianna! und Weltuntergang, zwischen Boom and Bust, hin und her schwingt. Und auch wenn man nie weiss, wie lange eine Depression dauert und wann der Zyklus wieder anspringt, man kann sich doch darauf verlassen, dass es irgendwann wieder passieren wird.

Und nun schauen Sie mit mir erneut beispielhaft auf das Chart obigen ETFs mit Tageskerzen:

Basic Resources 05.09.13

Und Sie sehen, wie sich nun unter unserer Beobachtung eine fast vollendete inverse Schulter-Kopf-Schulter Formation heraus gebildet hat. Noch ist die Nackenlinie nicht durchschlagen, die auch noch mit der 200-Tage-Linie korreliert. Und insofern ist der Trade noch nicht in Gang gesetzt, aber schon jetzt sieht das sehr vielversprechend aus.

Klar ist auf jeden Fall, dass hier grosse Chancen liegen, wenn die Weltkonjunktur nun wirklich ans Laufen kommen sollte und auch Europa aus seinem Tal der Tränen heraus finden würde. Und ich muss hoffentlich hier nicht immer wieder erwähnen, dass grosse Chancen nie ohne ebenso grosse Risiken daher kommen. Aber wie man sich hier absichert, sollte in Anbetracht dieses Charts jedem klar sein und wenn doch nicht, lade ich Sie ein, zur Mr-Market Community dazu zu stossen, die erklärt Ihnen schon, wo hier eine Absicherung hin gehört.

Ich werde mir diese Chancen auf jeden Fall nicht entgehen lassen und bin seit Mitte Juli im Sektor auf der Long-Seite engagiert, bisher mit viel Spass und schönen Gewinnen. Wenn diese Nackenlinie aber wirklich durchschlagen wird, dürfte der Spass durchaus noch in eine zweite Halbzeit gehen.

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Kurztipp – 20.12.12 – Klöckner vor dem zweiten Schub nach oben

Ich möchte Ihre Augen heute noch einmal auf den Chart von Klöckner (WKN KC0100) lenken, die Aktie steht aktuell wieder - konträr zum Sektor - 4% im Plus ! In diesem Zusammenhang möchte ich an -> diesen <- Artikel von vor 2 Wochen zum Stahlsektor erinnern.

Schauen Sie mit mir auf das Tageschart von Klöckner:

Klöckner 20.12.12 T

Das Bild ist nach Lehrbuch. Nachdem Klöcker den Ausbruch vollzogen hatte und das Hoch vom September hinter sich lassen konnte, lief die Anstiegsdynamik erst einmal aus und es kam zu einer Seitwärtskonsolidierung in Form einer Bullenflagge, mit der das Ausbruchsniveau noch einmal von oben getestet wurde. Nun scheint die Konsolidierung vorbei zu sein und die Aktie scheint zum zweiten Schub nach oben Anlauf zu nehmen.

Das mögliche Ziel dieser Bewegung kann man im Wochenchart gut erkennen:

Klöckner 20.12.12 W

Die Zone um das 23er Fibo Retracement bei 10,9€ scheint ein sinnvolles Ziel zu sein. Sie sehen auch, dass Klöckner dann die Chance hat, eine saubere Cup&Handle Formation auszubilden, die dann die Grundlage für einen Vorstoss bis in die Regionen um 18€ wäre. Aber so weit sind wir noch nicht.

Zunächst haben wir einfach einen sehr sauberen und klaren Long-Trade mit einem Stop unter dem Ausbruchsniveau. Natürlich, wenn der breite Markt beliebt abzustürzen und nicht mitspielt, wird das jede dieser Formationen und Muster überlagern und den Trade scheitern lassen. Dafür haben wir ja aber den Stop und der ist gerade mal ca. 5% entfernt, was das Risiko sehr begrenzt. Davon abgesehen sieht das für mich aber nach einem guten Chance/Risiko Verhältnis aus.

Ich wünsche Ihnen gute Entscheidungen.

Ihr Hari

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Marktupdate – 08.08.12 – War es das schon wieder mit der Korrektur ?

15:00 Uhr

Ein kurzes Update vor der Wallstreet.

Heute hatten wir die erwartete leichte Schwäche im DAX. Allerdings war bisher schon wieder bei 6910 Schluss, die 6800 wurden bis 15 Uhr auch nicht im Entferntesten erreicht.

Da stellt sich doch die Frage, ob es das schon wieder war mit der Korrektur. Und auch wenn es sich unglaublich anhört in Anbetracht der Gewinne der letzten Tage, es kann durchaus so sein. Denn jeder erwartet nun wohl eine Korrektur und jeder will sie nutzen noch auf den Zug aufzuspringen. So ist das nun einmal in so bullischen Aufwärtsbewegungen, die Stärke generiert neue Stärke.

Und weil nun jeder die Korrektur nutzen will, fällt sie nur sehr schwach aus. Wir müssen jetzt natürlich abwarten, was die Wallstreet macht. Vor 17 Uhr kann man da kein endgültiges Urteil fällen. Wenn sich diese Sicht aber bewahrheitet, tut man wohl gut daran schnell wieder einzusteigen, da man sonst Gefahr läuft an der Bahnsteigkante vom abfahrenden Zug zurück gelassen zu werden.

Wenn Sie mich fragen was ich erwarte, denke ich schon, dass die Wallstreet heute auch einen signifikanten Korrekturversuch startet. Insofern rechne ich durchaus noch mit einem DAX der sich unter 6900 bewegt. Ich werde dann aber wohl auch nicht mehr lange warten um die Korrektur zu kaufen, spätestens bei DAX 6800 wie schon gestern erwähnt.

Grundsätzlich sollten wir uns noch einmal in Erinnerung bringen, welche drei Parameter diese Rally treiben. Es sind:

(1) Die Hoffnung in Aktionen der Notenbanken, die als "Game Changer" wirken und eine höhere Risikoposition rechtfertigen.

(2) Das massiv negative Sentiment, alle die verkaufen wollten hatten schon verkauft und selbst heute, nach Tagen der Rally, ist das Sentiment noch im neutralen Bereich und weit von einer euphorischen Übertreibung entfernt.

(3) Die Ruhe des Sommers, in dem gerade auch die Politik in Urlaub ist und uns daher die täglichen Katastrophenmeldungen erspart bleiben. Nicht weil die Wirklichkeit anders wäre, sondern weil die Wahrnehmung der Wirklichkeit nun nicht mehr so alarmistisch ist. Der Mensch vergisst halt.

Wir sollten uns klar machen: Alle drei Faktoren bleiben voraussichtlich den ganzen August aktiv. Zumindest gibt es nichts am Horizont, das eine Änderung dieser Faktoren nahelegen würde.

Und wenn das so ist und die Faktoren aktiv bleiben, dann dürfte diese Rally noch Potential haben und Jahreshöchststände erreichen - und vielleicht mehr. Ich erinnere erneut daran, das Gummiband der Übertreibung kann auch nach oben weiter gedehnt werden, als man selber erwartet.

Insofern bleibt es bei meiner Positionierung. Ich bin Long und Strong im Markt und geniesse den Ritt nach oben. Im Moment orientieren sich meine Stops noch an den Tiefs vom letzten Donnerstag. Sollte heute oder morgen eine Korrektur durchlaufen und der Markt wieder nach oben drehen, werde ich die Tiefs dieser Korrektur nutzen um die Stops entsprechend nachzuziehen.

Wenn Sie sich jetzt fragen womit ich im Markt bin: Viele Aktien und Positionen kennen Sie, weil ich sie hier besprochen oder in den Tips erwähnt habe. "Nachlegen" bedeutet also, das ich bei den vorhandenen Positionen den Einsatz erhöhe, als noch zusätzlich nachkaufe. Zusätzlich dazu fange ich nun aber an mich auch für einige bisher extrem verprügelte Sektoren wie Stahl und Kohle zu interessieren. Denn die Lebenszeichen sind nun offensichtlich. Trotzdem gilt dort wie immer, erst ein etablierter Aufwärtstrend wird mich in diesen Bereichen zu signifikantem Einsatz bewegen können.

Ihr Hari

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Salzgitter – Aktie stürzt nach Prognose ab – Kaufgelegenheit ?

Heute lieferte der Stahlkonzern Salzgitter (WKN 620200) Zahlen für 2011. Salzgitter hat seinen Vorsteuergewinn gegenüber dem Vorjahr vervierfacht, auch beim Umsatz die Erwartungen leicht übertroffen und prognostiziert auch für 2012 ein positives Ergebnis.

Eigentlich gute Zahlen, trotzdem stürzt der Kurs im frühen Handel massiv um fast 7% auf 42€ ab und mal wieder ist die Prognose schuld. Denn Mr. Market interessiert sich - wie wir alle wissen - nur für die Zukunft, die Vergangenheit ist ihm völlig egal.

Denn das Salzgitter Management hat die bekannten Risiko-Faktoren rund um die Euro-Krise zum Anlass genommen, um hinter die Geschäftsentwicklung 2012 ein Fragezeichen zu setzen. Wirklich überraschend ist das für mich aber nicht. Genau so wenig wie die Tatsache, dass die Stahlkonjunktur Anfang 2012 immer noch nicht so richtig ans Laufen gekommen ist, das ist ja auch bei den anderen Stahlunternehmen schon ausgiebig zu beobachten.

Ein gutes Stück der schwachen Stahlkonjunktur sollte aber der Tatsache geschuldet sein, dass die Kunden von Salzgitter & Co. in Anpassung an die unsichere weitere Entwicklung einfach ihre Lager abbauen. Wirtschaft ist halt zu 50% Psychologie und diese schlägt auch hier wieder zu. Abgebaute Lager stellen aber für die Stahlpreise einen erheblichen Treibsatz dar, sollte sich die Konjunktur in der Eurozone schneller erholen als befürchtet.

Nicht vergessen darf man auch, dass das Salzgitter Management seine Prognosen schon immer sehr konservativ formuliert hat. Auch einer der Gründe, warum der Titel von der Börse nicht übermässig geliebt wird, hier fehlt es einfach an Katalysatoren mit denen der Kurs psychologisch gepusht wird. Schauen Sie sich doch einfach das letzte Jahr an, in dem Salzgitter zeitweise bis 34€ fiel und das Management auch äussert vorsichtig agierte. Nun haben wir die realen Zahlen für 2011 vorliegen und diese rechtfertigen keinesfalls Kurse von unter 35€ in 2011, die weit unter Buchwert lagen. Also war Salzgitter in 2011 vom Markt offensichtlich deutlich unterbewertet und die Geschäftsentwicklung weit besser als der Markt es damals eingepreist hatte. Nun wiederholt sich dieses Spiel in 2012 vielleicht.

Betrachtet man die Frage ob die heutigen Kurse von 42€ eine Kaufgelegenheit sind, muss man die Aktie in meinen Augen aus zwei Blickwinkeln betrachten.

Kurzfristig ist der Titel vom Markt ungeliebt und daran wird sich auch nichts ändern, solange das Management so vorsichtig und zurückhaltend agiert. Ich vermute mit 42€ wird Salzgitter auch in 2012 deutlich unter Buchwert notieren, einem Buchwert zu dem auch so interessante Beteiligungen wie der Kupferproduzent Aurubis (WKN 676650) gehören. Aber all das interessiert einen Markt aber nicht, der primär nach Argumenten für steigende Kurse sucht und die will ihm das Salzgitter Management nicht liefern. Insofern gibt es derzeit absolut nichts am Horizont, was die Unterbewertung der Salzgitter schnell auflösen könnte und die Liebe des Marktes zur Aktie neu entfachen. Auch Kurse unter 40€ sind also kurzfristig nicht auszuschliessen.

Mittel- und Langfristig gibt es aber nach meiner Meinung nur wenige Titel auf dem deutschen Kurszettel, die so substanzstark, gut finanziert und konservativ geführt wie Salzgitter sind. Ich bin persönlich überzeugt, dass die Geldschwemme der Notenbanken letztlich auch die Stahlkonjunktur anheizt und Salzgitter dann ziemlich sicher deutlich über 50€ notiert, wahrscheinlich sogar weit höher. Gleichzeitig muss ich mir bei dem Titel nach unten keine grossen Gedanken machen, denn auch wenn der Kurs schnell mal wieder unter 40€ fallen kann, ändert das nichts an der Substanz des Unternehmens und würde von mir achselzuckend zur Kenntnis genommen, genau wie die 34€ letztes Jahr.

Fazit:

Für mich persönlich ist Salzgitter nach wie vor eine langfristig attraktive Aktie, bei der ein "Buy and Hold" Gedanke durchaus seine Berechtigung hat. Ganz im Gegensatz übrigens zu Thyssen-Krupp (WKN 750000), die wie hier -> hier <- analysiert vor grossen strukturellen Herausforderungen stehen.

Kurzfristig wage ich bei Salzgitter keine Prognose und halte auch tiefere Kurse unter 40€ für möglich. Wenn der Markt eine Aktie nicht liebt, kann das auch länger dauern als man denkt und als fundamental gerechtfertig ist. Und das Salzgitter Management war noch nie bereit, Mr. Market die Hoffnungs-Sätze für die Zukunft einfach so hinzuwerfen, mit denen andere Unternehmen so gerne ihren Kurs pushen. Aber schon die 42€ von heute reflektieren in meinen Augen nicht den wahren Wert des Unternehmens. Und ich persönlich halte die heutige Reaktion des Marktes bei Salzgitter für völlig übertrieben.

Haris Märkte am Abend – 30.01.12 – Am Scheideweg

Da war sie endlich, die lange überfällige Korrektur - oder zumindest sah es heute lange so aus. Die "griechische Defensive" zum Wochenende war also genau richtig.

Denn am Vormittag scheiterte der Versuch die Nackenlinie des inversen SKS Setups letzter Woche zu halten, weswegen ich denke, dass wir heute nun endlich die "echte" Korrektur vor uns haben bzw hatten. Im Ergebnis ist der DAX heute nachmittag bis ca. 6410 herunter gekommen. Auch der Rutsch des S&P500 unter die alten Tiefs letzter Woche bei 1306 und Intraday sogar kurz unter 1300, bestätigte das Bild, dass wir es heute mit einem ernsten Test des Marktes zu tun hatten.

Beeindruckenderweise hat der S&P500 aber die Marke von 1306 Intraday mittlerweile schon wieder zurück erobert und bei 1313 geschlossen. Das ist echtes Bullenmarkt-Verhalten, es gibt dafür kein anderes Wort und ich nehme diese Stärke des Marktes sehr ernst. Denn damit könnte es erstaunlicherweise sein, dass die Korrektur schon wieder vorbei ist. Letztlich werden wohl die politischen Schlagzeilen dabei eine wichtige Rolle spielen, aber die Vorzeichen für Morgen sind schon wieder verhalten positiv.

Ich halte das was gerade im Markt passiert daher für einen sehr wichtigen Moment der besondere Aufmerksamkeit erfordert, denn diese Korrektur sagt uns mehr über den Zustand und die Überzeugung des Marktes, als noch ein paar weitere Prozent nach oben. Die entscheidende Frage ist also nun wie es weitergeht, betrachten wir deshalb mal die drei möglichen Szenarien:

(1) Runaway Move ?
Sollte der Markt Morgen am Dienstag weiter hochschieben und die Marken um 6440 im DAX und 1306 im S&P500 nachhaltig hinter sich lassen, haben wir es heute wohl mit einem klassischen Fehlsignal zu tun. Dann war der Abtaucher von heute gerade gut genug, um ein paar nervöse Longs auf fiese Art und Weise aus dem Markt zu kegeln. Als Folge könnte der Markt wohl die nächsten Tage wieder mit einem dynamischen Schub nach oben laufen und der DAX die 6600 erreichen und möglicherweise durchschlagen. Das Szenario (1) wäre dann ein weiteres Indiz in Richtung des -> hier <- von mir vor kurzem skizzerte "Runaway-Move". Ein Gedanke den sich noch vor wenigen Wochen kaum jemand vorstellen konnte und der damit wohl endgültig im Bereich des Möglichen angekommen wäre. Denken Sie bitte an den "Weg des maximalen Schmerzes", DAX 7000 here we come .....

(2) Gesunde Korrektur ?
Sollte die Korrektur Morgen doch weiterlaufen und der Markt die unter (1) genannten Marken nicht halten können, wäre mein nächstes Ziel im DAX der lange umkämpfte Bereich um 6200, womit auch das Gap vom Morgen des 17.01.12 dann endlich geschlossen würde. In diesem Bereich würde sich dann wohl entscheiden, ob der Markt in einem stabilen Aufwärtstrend ist oder nicht. Jede Wende auf noch höherem Terrain wäre natürlich erst recht positiv zu werten !

(3) Bullenmarkt ade ?
Sollte der Markt aber auch die Zone zwischen 6100 und 6200 nicht halten können, würde die Einschätzung viel schwieriger und kann hier nicht vorab pauschal gegeben werden. Damit würde die positive Marktsicht aber möglicherweise in Frage gestellt. Aber erst ein Bruch des 5700er Bereichs im DAX nach unten, würde das Bullenmarkt-Szenario wohl endgültig invalidieren.

Ich persönlich tendiere in Anbetracht der beeindruckenden Marktstärke aktuell eher zu den Szenarien (1) oder (2), aber letztlich ist es irrelevant was ich glaube - Geld wird damit verdient sich schnell zu adaptieren egal was passiert und nicht mit dem sowieso zum Scheitern verurteilten Versuch die Zukunft zu erraten.

Man sollte jetzt also geduldig und aufmerksam zu gleich sein, denn ich halte das aktuelle Geschehen für einen wichtigten Test. Geduldig, um nicht zu früh mit allem Kapital wieder zuzugreifen, denn wenn das jetzt doch die richtige Korrektur sein sollte, wird sie länger als einen Tag laufen. Aufmerksam aber auch, um nicht zu verpassen, wenn die Kurse wieder nach oben drehen. Denn wenn es am morgigen Dienstag wieder richtig hoch geht, ist der "Runaway-Move" durchaus im Bereich des Möglichen.

Soweit zum Marktgeschehen, nun zu ein paar Einzeltiteln:

Aktie des Tages war für mich heute Klöckner (WKN KC0100), die in der Spitze 8% abgaben, weil CEO Gisbert Rühl sich sehr skeptisch zur Stahlkonjunktur 2012 äusserte und die derzeitige Erholung scheinbar nur für ein Zwischenhoch hält. Andere Stahlaktien wie Salzgitter (WKN 620200) wurden davon in einem sowieso schwachen Markt auch durchgeschüttelt. Ich nehme die Marktreaktion gelassen, denn das am Stahlmarkt noch nicht alles glänzt und die Nachfrage schwankend bleibt, finde ich nun nicht so überraschend, wie Mr. Market heute tut. Wäre es anders, wäre Klöckner bei 20€ und nicht unter 12€ und deutlich unter Buchwert. Insofern ist es möglich, dass sich der Absturz um fast 8% im nachhinein als Kaufgelegenheit heraus stellen könnte. Nachdem ich am Freitag aus taktischen Gründen bei Klöckner und Salzgitter abgebaut hatte, bin ich daher heute bei den Tiefstständen in beide Titel wieder reingesprungen und habe teilweise zurück gekauft. Nun warte ich die weitere Entwicklung am Stahlmarkt einfach ab. Mir ist bewusst, dass es im Zuge der Korrektur noch weiter nach unten gehen kann. Ich finde beide Titel aber so attraktiv, dass ich in jedem Fall dabei sein will. Nachlegen kann ich bei tieferen Kursen immer noch.

Sehr stark war heute Continental (WKN 543900), die auch in der Korrektur kaum nachgaben. Der Titel sieht aktuell gut aus und riecht für mich nach einer Seitwärtskonsolidierung, bevor es dann weiter nach oben geht. Auch bei den hier vor kurzem schon erwähnten Krones (WKN 633500) und Pfeiffer Vacuum (WKN 691660) finde ich die relative Stärke in der Korrektur bemerkenswert. Alle drei habe ich nun im Depot.

Richtig spannend finde ich nun auch wieder Stada (WKN 725180), die heute wohl wegen der Grünenthal-Übernahme zeitweise um mehr als 5% zurück kamen. Ich habe meine Position zu diesen Kursen nun aufgestockt.

Nokia (WKN 870737) sah dagegen auch heute wieder gar nicht gut aus und ich bin froh an der Seitenlinie zu stehen, wie ich -> hier <- ja vor kurzem dargestellt habe. Wer in dem Titel noch investiert ist bzw darüber nachdenkt wieder einzusteigen, sollte in meinen Augen unbedingt die Tiefs von letztem August bei ca. 3,3€ und von letztem Dezember bei ca. 3,5€ im Auge haben. Kurzfristig ist Nokia nun technisch überverkauft und die Abwärtsbewegung könnte nun möglicherweise auslaufen bzw eine kleiner Bounce bevor stehen. Ich selber bleibe aber trotzdem lieber weiter an der Seitenlinie, für einen guten Trade gibt es in meinen Augen zur Zeit attraktivere Setups mit deutlich klarerer Nachrichtenlage.

So weit für heute, ich wünsche allen eine gute Nacht !