Gold mit Lebenszeichen – das grosse Bild der Lage

Ganz ausnahmsweise und nur weil heute Dienstag ist 😉 , kommt heute auch mal ein topaktueller Artikel in den freien Bereich, wie ich ihn zur Marktlage seit Wochen mehrmals am Tag schreibe und wir so der massiven Korrektur frühzeitig aus dem Weg gegangen sind.
Hier ist, was mir heute zu Gold einfällt. Erschienen ist der Artikel in Hari Live Heute 10:05 Uhr

Im Forum entstehen Fragen nach der Stärke von Gold. Und ja, ich sehe das auch und habe auch Witterung aufgenommen.

Nicht nur, dass der Goldpreis das Tief vom 03. Juni nach oben überschritten hat, er hat auch die 50-Tage-Linie genommen.

Und vor allem bemerkenswert ist, dass der Goldpreis nun wieder fallen sollte, wo die US Indizes scheinbar wieder zur Stärke finden. So war es in den letzten 2 Jahren, wenn die Indizes nach oben liefen, fiel Gold.

Genau das tut der Goldpreis nun aber nicht und das macht mich wirklich aufmerksam. Es ist denkbar, dass hier unter der Decke doch eine Wende läuft und die nun zunehmend interessanten COT Daten passen auch in das Bild und erlauben, den Gedanken an eine Wende zu denken.

Es ist darüber hinaus sehr ruhig um Gold geworden und auch das ist sehr positiv. Bedeutende Böden entstehen eigentlich immer, wenn es sehr ruhig wird und ein Asset still und leise hochschiebt.

Also: Aufmerksamkeit ist nun unbedingt notwendig für alle, die am Sektor interessiert sind.

ABER .....

Mein letzter Beitrag zu Gold datiert vom Dienstag 23.09.14 09:00 und in dem habe ich die nun ablaufende Stärke präzise antizipiert, wie überhaupt Gold in diesem Jahr zu "meinem Hündchen" geworden zu sein scheint und immer brav gemacht hat, was ich erwartet habe.

Ich habe hier noch einmal das Chart vom 23.09.:

XAUUSD 23.09.14

Und nun zeige ich Ihnen - etwas besser aufgelöst - die aktuelle Lage:

Gold 21.10.14 4

Sie sehen wie perfekt der Ablauf bisher entsprechend des Charts vom 23.09. war. Und Sie sehen auch, warum wir noch etwas warten sollten, bevor wir voreilig Schlüsse ziehen.

Wenn Gold es schaffen sollte, diese Trendlinie zu übersteigen und damit auch die alte wichtige Unterstützungs/Widerstandszone im Bereich 1270-1280 zu übersteigen, dann - aber erst dann - werde ich deutlich optimistischer und bin bereit den Gedanken der "grossen Wende" anzudenken.

Wer dagegen mittel- bis langfristig agiert, hat selbst da keinerlei Handlungsbedarf. Denn das grosse Bild spricht eine klare Sprache:

Gold 21.10.14 3

Erst wenn Gold das Hoch vom 10. Juli bei 1346 übersteigen kann, das dann eng mit der fallenden Trendlinie korrelieren würde, wäre auf mittelfristiger Ebene Relevantes passiert. (Blauer Kreis)

Und erst wenn Gold über 1400 steigt und das 38er Fibonacci Retracement hinter sich lässt, ist eine echte Wende auf mittel- und langfristiger Ebene mit guter Wahrscheinlichkeit im Gange. (Grüner Stern)

Seien wir nun also aufmerksam und offen für alle Möglichkeiten. Ziehen wir aber noch keine voreiligen Schlüsse. Der Preis ist der ultimative Richter, sonst nichts.

Ihr Hari

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Gastkommentar – S&P500 oder das Phänomen der Zeit

Der S&P500 oder das Phänomen der Zeit - Ein Gastartikel von Johann

Spannende Tage liegen hinter uns und die Kommentare von Hari bzgl. Chartbild S&P500 waren sicherlich sehr hilfreich in den turbulenten Stunden seit Wahlentscheid in USA. Nun habe ich mir selber ein paar Gedanken gemacht; diese aber auf einer anderen Zeitebene.

Mit „meinen Chartanalyse-Methoden“ habe ich mir den S&P500 auf Wochenchartbasis in den letzten 3 Jahren angesehen.

S&P500

Und sehe noch einen schönen, immer noch gültigen Aufwärtstrend mit jeweils höheren Hochs und höheren Tiefs seit Mitte 2011. Erstmals kritisch wurde es auf Wochensicht seit Mai am 12. Oktober, da der Wochenschluss unterhalb des GD10 liegt. Die nächste Woche hat dies am 19.10. bestätigt und zeigt eine „sehr schöne abverkaufte Kerze“. (Am 22.10. damit eigentlich ein idealer Zeitpunkt, selbst für kurzfristig orientierte Trader, short zu gehen, der aus einem „längerfristig geltenden Signal“ generiert wurde). Und exakt seit diesem Zeitraum tritt die GD10-Linie als sehr starke obere Widerstandslinie auf.

Bei 1360 treffen sich nun in meiner Analyse ein längerer gleitender Durchschnitt (GD52) sowie die unterste Linie einer Envelope. Das würde ich mal als starke Wiederstandszone interpretieren. Besonders auch unter dem Aspekt, dass bei 1345 das 61% FiboRT nochmals unterstützend helfen könnte! Was mir noch aufgefallen ist: auf Wochenbasis gibt es keine SKS (wie wir sie hier in den letzten Tagen ausführlich diskutierten).

Meine heutigen Schlussfolgerungen: ich bin etwas längerfristiger orientiert und daher im Moment noch nicht beunruhigt. Schließt der S&P500 auf Wochenbasis unter 1315 werde ich aber eine Short-Position eröffnen, weil dann dort auch das 76 FiboRT „als letztes Hindernis gefallen ist“. Der Stopp nach oben ist klar ersichtlich und daher wird das Risiko dieses Trades eigentlich sehr klein sein.

Besonders spannend in diesem Zusammenhang finde ich jetzt aber die Frage (und damit verbunden hoffentlich zahlreiche Kommentare), inwieweit sich in politisch beeinflussten Börsenzeiten überhaupt eine tägliche Analyse empfiehlt und man nicht vielleicht sogar Gefahr läuft, zum Spielball von Mr. Market (und zum Nervenbündel) zu werden?

Und dennoch beunruhigt mich irgendwie die von Hari aufgezeigte SKS auf kurze Sicht! (… ich scheine auch schon manisch depressiv zu werden wie Mr. Market… 😉 )

Möge mir Mr. Market die Kraft geben, nach meiner eigenen Strategie zu handeln und ruhig zu bleiben, sollten wir im Tageschart „an der 1314 kratzen“ 😉

Liebe Grüße
Johann

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