Warum Frauen keine S+P 500-Unternehmen gründen

Lage & Szenarien vom 07.07.2024

Ich hatte eine Frage an meine Leser vorigen Sonntag und ich bekam eine Antwort. Hier ist sie:

Hallo Frank,

zu deiner interessanten Frage "Warum sind keine Frauen dabei im S+P 500 Gründerclub?" habe ich folgende Gedanken.

Ich selber komme beruflich aus einem Bereich, der (selbst heute noch) eher von Männern dominiert wird, der Musik- und Tonbranche.

Früher als junge Frau habe ich in diversen Bands gespielt, eine Frau als Bassistin war damals sehr selten. Eine Frau in der Band war meistens dann die Sängerin.

Unter Tonmeistern und Toningenieuren oder Gründern von Tonstudios sind auch heute noch wenig Frauen vertreten.

Bei meinem Interesse und Studium im Bereich der Rock-, Pop- und Jazzmusik, im Bereich der Tontechnik, Audiotechnik und Elektroakustik befand ich mich überwiegend fast nur unter männlichen Kollegen.
Ich fragte mich auch immer, warum gibt es dort noch immer so wenig Frauen.

Anfangs gab es zwar immer wieder Interessierte, aber diese blieben nicht dabei, das nahm dann mit zunehmendem Alter ab.

Heute bin ich eine lebenserfahrene Frau von 64 Jahren und heute würde ich dazu sagen, (und es lässt sich auch eben auf bestimmte andere Bereiche übertragen):

Ich habe zumindest einige Beobachtungen in der Musikbranche bei meinen Kollegen machen können und weiß es auch aus eigener Erfahrung.

Es liegt nicht an der mangelnden Begabung der Frauen. Vielleicht liegt es eventuell manchmal am fehlenden Interesse in bestimmten Sparten.

Aber das ist nicht die Ursache allein und reicht nicht als Erklärung.

Bestimmte Berufe erfordern viel Zeitaufwand, Engagement, persönliche Weiterbildung, intensive geistige Auseinandersetzung mit Entwicklungen und Austausch über die Materie, Freundschaften mit Kollegen, man ist vielleicht viel unterwegs.

Es bedeutet auch oft, sich geistig voll und ganz auf die EINE Sache zu konzentrieren.

Und daraus folgt oft zwangsläufig: Orientierung weg von Familienleben, man braucht eine gewisse Portion an Egoismus, um so konzentriert und erfolgreich bei seiner Sache zu bleiben
.
Denn, und das denke ich gilt auch für Firmengründungen, wenn man sich in bestimmte Bereiche immer tiefer hineinentwickelt, tiefer in eine Materie eintaucht, nimmt es die eigenen geistigen Kapazitäten so sehr in Anspruch, dass andere Bereiche zwangsweise vernachlässigt werden müssen.

Weiterlesen auf -> depoleon.de <-

Hier die -> Autoren von Mr. Market <-