Wo die Musik spielt

Lage & Szenarien vom 16.06.2024

Der Chart des Volatility-Index’ auf den S+P 500, den US-Vorzeigeindex, zeichnet die Stärke der Aktienkursausschläge auf. Der VIX dient mir als Angstanzeiger.

Die These dahinter ist einfach, aber deswegen nicht gleich falsch: Je mehr Angst die Anleger um ihr Geld haben, umso stärker sind die Kursausschläge beim VIX.

Feiner beobachtet: Wenn die Angst hochschießt, dann geht es am Markt schnell abwärts, ängstliche Aktionäre sind zittrig und drücken den Verkaufsbutton, um Papiere loszuschlagen. Der Kurs sackt in solchen Momenten weg, da nervenstarke Käufer rar sind.

Umgekehrt gilt, wenn es mit den Kursen aufwärts geht, ist der Steigweg oft mühsam, die Notierungen klettern langsam, die Schwankungsbreite wird geringer. Der VIX bildet das ab.

Der oben gebrachte Chart beginnt im Vor-Corona-Jahr 2019, der VIX schießt mit der Corona-Panik im Frühjahr 2020 hoch, kommt wieder zurück, verbleibt 2021 und 2022 auf leicht erhöhtem Niveau (Bankenkrise, Ukrainekrieg, Inflations- und Konjunktursorgen), findet im Verlauf des Jahres 2023 ein tieferes Niveau und ist nun, Frühjahr 2024, wieder dort unten angekommen, wo er in Vor-Corona-Zeit war. Die durchgezogene gepunktete Basislinie im Chart verdeutlicht das; die Notierung berührt sie jetzt und sie tat es 2020. Die Angst ist auf Tiefstand.

Natürlich kann dennoch und jederzeit alles passieren. Das Risiko habe ich als Aktienanleger zu akzeptieren. Kann ich das nicht, bleibe ich besser im Bett liegen und behalte meine Scheine unterm Kopfkissen.

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