Hari´s Börsenwetter KW4 2016


Hier ist das Börsenwetter zur KW4 2016:

-----------------------------------

Erklärung:

Die in der letzten Woche gewählte Erhöhung des Long-Exposures auf 40%, hat sich als richtíg heraus gestellt, auch wenn es am Mittwoch gar nicht danach aussah. So haben aber die Indizes die Woche doch im Plus abgeschlossen und die Sturmwinde des Mittwochs markieren wohl einen temporären Höhepunkt (Kurstiefpunkt), auf den nun temporäre Beruhigung folgt.

Für den Ausblick, wiederhole ich daher Punkt (3) der Lagedarstellung im letzten Börsenwetter:

(3) Selbst wenn der wahrscheinliche Fall (1) eintritt, rechne ich aber mit 60-70% mit einer mittelfristig folgenden, weiteren Sturmfront und nur in 30-40% mit einer sofortigen, nachhaltigen Beruhigung des Marktes. Ich gehe also nach wie vor davon aus, dass ein Rebound mittelfristig zu verkaufen ist.

Der Rebound sollte also in wenigen Tagen bis wenigen Wochen den Punkt erreichen, am dem die Stunde der Wahrheit naht und sich zeigen muss, ob der Markt auch ohne überverkaufte Markttechnik aus eigener Kraft steigen kann und nicht nur als Short-Squeeze irgendwann verhungert.

Damit stellt sich für die KW 4 nur die Frage, ob im Börsenwetter das Long-Exposure von 40 auf 50% erhöht wird?

Grundsätzlich ist dazu zu sagen, dass ich in einem derart wackeligen und kritischen Jahr, wie sich 2016 für mich darstellt, die Cash-Quote in der hier gewählten abstrakten Darstellung, möglicherweise nie unter 20-30% drücken werde. Ein volle Investitionsquote ohne Cash, ist hier klaren Bullentrends wie 2013, 2014 oder dem ersten Quartal 2015 vorbehalten.

Ich habe ja mehrfach (auch unten wieder) beschrieben, dass Sie das Börsenwetter als abstrakte, strukturierte Darstellung, auf Ihre konkreten Umstände übersetzen müssen und nicht einfach nur die Zahlen abbilden können.

Wenn man dann noch 10-20% für "Ertrags-Positionen" reserviert, dürfte die Long-Quote also nur dann im Laufe des Jahres über 60% steigen, wenn sich ein klarer Aufwärtstrend schon heraus gebildet hat und nicht in so einer noch fragilen Lage wie aktuell.

Auf der kurz- und mittelfristigen Ebene, bin ich natürlich opportunistischer und chancenorientierter, mit grösseren Risiken unterwegs. In diesem "Börsenwetter", das ich aus langfristiger Sicht mit "ruhiger Hand" fahren will, irre ich mich aber lieber auf der Seite der Sicherheit, als zu chancenorientiert die Risiken zu erhöhen.

Insofern habe ich mich nach einigem Grübeln dazu entschlossen, die Aufstellung gegenüber der Vorwoche unverändert zu lassen und *nicht* zu erhöhen. Grund ist meine Vermutung, dass dieser Rebound zu verkaufen ist und ich am Anfang der Woche noch keine klare Indikation für die Dauer des Rebound habe.

Die Entscheidung war aber knapp und ich habe mich damit schwer getan, denn auf den kürzeren Zeitebenen setze ich aktuell auf den Rebound. Da habe ich aber auch Stops, die einfach gezogen werden, wenn es schief geht. Diesen Luxus bietet mir die Darstellung des "Börsenwetters" nicht, bei dem ich mich im Vorfeld festlegen muss.

-----------------------------------

Börsenwetter:

Wetterlage: Wetterberuhigung ist wie erwartet eingetreten. Auslöser war technische Überdehnung und der Fönsturm "Mario".

Auf mittelfristige Sicht ist aber weiter mit erneuten Sturmwellen zu rechnen.

Aufstellung:

40% Long (unverändert) - taktische Gelegenheiten im Rebound nutzen

20% Ertrag (unverändert) - US Staatsanleihen laufen gut, Inflation Linker sind eine langfristige Zukunftswette

40% Cash (unverändert)

-----------------------------------

Kleingedrucktes

Der Inhalt von Hari´s Börsenwetter erscheint nur einmal die Woche und ist sehr kurz und knapp und beschränkt sich auf das Wesentliche.

Das Börsenwetter enthält - ohne grosse Herleitungen und Analysen - einfach nur die summarische Essenz meiner Chance/Risiko Betrachtung des Marktes aus einer langfristigen Sicht. Wenn dafür Charts benutzt werden, was nicht immer der Fall sein wird, werden das typischerweise Charts mit Wochenkerzen sein.

Da jede Woche ein Update kommt, kann sich die "ruhige Hand" des Börsenwetters auch wöchentlich verändern, trotzdem versuche ich in meinen Aussagen, einen Radar von einem Monat im Blick zu haben und wilde wöchentliche Änderungen zu vermeiden, solange mich überraschende Geschehnisse am Markt nicht dazu zwingen.

Das ist kein "Musterdepot" mit konkreten Werten, sondern stellt abstrakt die Wetterlage dar. Ich benutze daher ein abstrahierte Prozentsicht, wie viel 100% dann real bedeuten, müssen Sie individuell für sich nach Ihrer Depotgrösse und Ihrer Anlagestrategie entscheiden.

Im "Börsenwetter" gibt es ganz simpel nur 4 Anlageklassen:

(1) Long - Das sind alle Aktien, ETFs, Fonds, mit denen man weniger auf Ausschüttungen, sondern mehr auf Kursgewinne im Laufe des Jahres aus ist.

(2) Short - Das sind alle Anlageformen, mit denen man auf fallende Kurse in obigen "Long-Assets" wettet, sei es gegen Indizes oder einzelne Aktien.

(3) Erträge - Das sind alle Anlageformen, bei denen man auf langfristige Erträge aus ist, die nicht direkt mit dem Aktienmarkt korrelieren. Typischerweise sind das also Anleihen und ähnliche Konstrukte. Ein Kurs- oder Währungsrisiko besteht hier natürlich auch, aber der Ertrag steht trotzdem im Vordergrund.

(4) Cash - Freie Barmittel, die man taktisch verwenden kann.

Thats it!

Was sich dann hinter "Long" oder "Erträge" verbirgt, entscheiden Sie selber. Ich gebe dazu im Rahmen des Blogs immer wieder Hinweise, wo man hinschauen kann.

Wichtig ist nun noch zu verstehen, dass ich die Aussagen zum Börsenwetter so mache, als ob diese 100% Ihr ganzes aktives Vermögen wären. Deshalb wird die Cashquote auch immer hoch sein, weil man immer taktischen Spielraum braucht.

In besonders klaren Bullenphasen, sinkt die Cashquote vielleicht mal auf 10% oder sogar 0%, in der Regel wird sie aber höher liegen. Und in einem 2008er Szenario, besteht ein "Börsenwetter" dann vielleicht aus 60% Cash, 20% Erträge und 20% Short. Das nur als Beispiel.

Völlig klar ist, dass Sie diese Aussagen wie einen Wetterbericht auf Ihre Anlagesituation übersetzen müssen. Nehmen wir mal an, Sie wären ein wohlhabender Bürger, der 1 Million € in einer abgezahlten Immobilie hat, noch einmal 1 Million als abgezinster Geldwert diverser Rentenzusagen, 400.000€ Cash auf einem Tagesgeldkonto hat und dann noch diverse ausserbörsliche Beteiligungen. Und ach ja, dann auch ein Marktdepot im Wert von 500.000€, wegen dem Sie hier Mitglied sind.

Es dürfte klar sein, dass in diesem Fall die Cashquoten des "Börsenwetters" nicht übertragen werden können, weil Sie haben ja ihre freien Mittel ausserhalb des Depots. In diesem Fall, macht eigentlich eine permanente 100% Investitionsquote eher Sinn, die Frage ist dann eher in was man investiert, Long oder Erträge.

Merken Sie sich also bitte, dass die Aussagen des Börsenwetters nicht absolut sind und auch nicht absolut auf Sie zu übertragen sind, sondern wie bei einem Wetterbericht einfach sagen: hier ist ein Hoch/Tief mit so und so viel Hektopascal. Ob Sie aus dem Wetterbericht dann die Schlussfolgerung ziehen ihren Schirm heraus zu holen oder das gar nicht müssen, weil sie sowieso nicht draussen unterwegs sind, ist eine Entscheidung, die das "Börsenwetter" Ihnen eben so wenig abnimmt, wie der Wetterbericht.

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

DAX Korrektur – Erste Warnung und sonst: Nichts !

Der DAX hat die schärfste Korrektur seit August diesen Jahres gestartet, über die Ursachen habe ich gestern geschrieben. Die Schärfe der Korrektur hat dabei direkt mit dem langen, gnadenlosen Anstieg vorher zu tun. Das ist die Theorie des Gummibandes - je weiter man es dehnt, desto stärker schnappt es zurück.

Heute will ich mich daher mit der Frage beschäftigen, wie wir mit so einer Korrektur umgehen sollten. Denn ich kann sozusagen durch die Internetleitung spüren ;-), wie nun ganz viele grübelnd vor dem Schirm sitzen und sich diese Schwarz/Weiss Fragen stellen, die da lauten:

- Kommt nun der grosse Crash ?

- Soll ich jetzt mit allem raus aus dem Markt ?

Diese ganze, digitale Fragestellung im Sinne rein/raus ist aber völlig falsch und verfehlt !

So zu denken ist unproduktiv und macht uns nur nervös. Der Markt ist nie schwarz/weiss, er ist jederzeit eine Menge von Wahrscheinlichkeiten, die sich verschieben. Und die Zukunft ist und bleibt unbestimmt !

Was wir statt dessen tun sollten, ist unser Risiko zu managen. Was bedeutet Stück für Stück und Schritt für Schritt vorsichtiger zu werden, je stärker das Risiko steigt. Und in diesem Sinne langsam und Stück für Stück Gewinne mitzunehmen, falls die Korrektur voran schreitet.

Denn das Risiko eines Crashs - vor dem wir so Angst haben - ist eben nicht nahe am Höhepunkt am grössten. Das Risiko erreicht seinen Höhepunkt erst später, falls der Markt keinen Boden mehr findet und bröselt und bröselt.

Und das will ich Ihnen am Musterbeispiel des Crashs 2008 zeigen, der perfekt abgelaufen ist:

DAX 2008 Crash

Sie sehen die erste Phase, die Topbildung, in der der Markt keine signifikanten Höchststände mehr generieren kann. Vielleicht sind wir in dieser Phase, sicher ist das aber noch nicht !

Sie sehen dann den ersten Einschlag, das erste Warnzeichen sozusagen. Vielleicht haben wir das gerade erlebt. Bestenfalls dort, bei (2) befinden wir uns aktuell, wenn man nun einen Crash erwartet.

Auf (2) folgt aber in der Mehrzahl der Fälle erst einmal eine Phase, in der der Markt immer mehr Leben verliert und langsam vor sich hin bröselt. In dieser Phase (3) steigt das Risiko für einen Crash massiv, denn irgendwann verlieren die Marktteilnehmer die Geduld und wollen alle gleichzeitig zum Ausgang.

Worauf sich mit (4) dann der echte Crash anschliesst. Und dann in (5) eine Phase des Nachschwingens folgt, bevor der Markt in (6) den Tiefpunkt findet, der typischerweise nach einem Crash eine Übertreibung nach unten ist.

So weit der typische Ablauf. Diese Struktur ist universell und können Sie auch oft auf kleineren Zeitebenen finden, es muss nicht immer der grosse Crash sein. Und eigentlich will ich Ihnen damit klar machen, dass bisher im DAX noch nichts passiert ist und erst weiteres Abwärts-Bröseln die Risiken stark erhöht.

Jetzt weiss ich aber auch um die Macht der Bilder und mir ist klar, dass Sie bei Betrachten des obigen Charts nun emotional denken: "Oh Gott, schnell raus, wenn das danach kommt und wir erst bei (2) sind !"

Deswegen will ich Ihnen als "Cooldown" unbedingt auch noch den aktuellen Chart des S&P500 in diesem Jahr zeigen.

S&P500 05.12.13

Und da sehen Sie, wie oft wir schon ein "(2) Erste Warnung" hatten. Und jedes Mal hat der Markt dieses Jahr wieder V-förmig nach oben gedreht. Daran waren die Notenbanken ja nicht unschuldig und gerade deshalb sei die Frage erlaubt: Warum muss das dieses Mal unbedingt anders sein ?

Der Crashablauf von 2008 ist nämlich die Ausnahme und nicht die Regel. Und ein Warnzeichen ist erst einmal nur ein Warnzeichen und kein Grund schon in Panik zu verfallen.

Was ich Ihnen damit klar machen will ist:

(1) Bisher ist nichts Relevantes passiert und die Aufwärtstrends in den Indizes sind voll intakt. Es wird erst jetzt interessant, wenn und falls wir erleben sollten, dass der Markt nun keinen Boden findet und die Dip-Käufer ausbleiben.

(2) Wenn aber nun bald das Reversal kommt, wird der Trend dadurch nur bestätigt und die Korrektur war extrem gesund und legt dann die Grundlage für die Fortdauer der Hausse.

(3) Nur wenn der Markt nun weiter abgeben sollte und erste, wichtige Marken reisst, dann wird es wirklich riskant. Denn viele werden Stops unter markanten Strukturen haben und werden dann alle gleichzeitig zum Ausgang wollen. Das wäre das Ende von Phase (3). Lesen Sie in diesem Zusammenhang noch einmal den Artikel vom Montag zum Rising Wedge im S&P500, um diese Marken zu erkennen.

Was heisst das für uns ?

Wir brauchen unbedingt gedankliche Stops unter markanten Marken, mit denen wir unser Markt-Exposure Stück für Stück abbauen, falls - und nur falls - der Markt weiter nach unten bröselt.

Heute dagegen über diese "schwarz/weiss" Frage im Sinne rein oder raus zu grübeln, ist vergeudete Liebesmüh ! Und wenn Sie nun Artikel lesen, in denen Ihnen jemand erzählt, dass der Markt nun dieses oder jenes machen wird, ignorieren Sie das. Keiner kennt die Zukunft und was wir als Individuen glauben, hat keine Bedeutung, ausser im Sinne einer Massenpsychologie.

Es zählt alleine was der Markt tut. Und da ist eben wichtig zu verstehen, dass nach solchen Höchstständen ein langsames Abwärtsbröseln das Risiko erhöht. Und dieses Risiko müssen wir managen, in dem wir unser Exposure zum Markt entsprechend anpassen.

Machen Sie sich also einen Plan, wie Sie - falls der Markt weiter fällt - sukzessive Ihr Risiko verringern. Stück für Stück, im Einklang mit dem Markt. Von dem Gedanken perfekt am Top komplett auszusteigen, müssen Sie sich sowieso verabschieden. Das ist - von einem einmaligen Glücksschuss abgesehen - selbst für den besten Trader der Welt unmöglich.

Also: keine Panik und kein Herumraten. Managen Sie Stück für Stück Ihr Risiko !

Vergessen Sie den Gedanken daran, was morgen sein wird - Sie werden es sowieso erst morgen erfahren. Konzentrieren Sie sich statt dessen darauf, die Risiken der Gegenwart in Ihrem Portfolio entsprechend abzubilden.

Ihr Hari

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Vorsicht versus Handeln: Rising Wedge im S&P500

Ende letzter Woche, habe ich Ihnen ja -> hier <- noch einmal den wichtigen Unterschied zwischen Vorsicht und Handeln dargestellt. Nun möchte ich diesen Unterschied auch an einem konkreten und aktuellen Beispiel deutlich machen.

Der Leitindex S&P500 befindet sich nun am Ende eines ziemlich eindeutigen "Rising Wedge" - zu deutsch "steigender, zulaufender Keil". Eine solche Formation im Aufwärtstrend ist tendentiell bärisch - ausser in einer sehr starken, bullischen Bewegung wie aktuell, deren Momentum noch nicht nachlässt. In so Fällen ist sogar eine erneute Beschleunigung nach oben denkbar - so verrückt sich das anhört. Wie hatten aber erst vor ein paar Wochen im Solar ETF "TAN" so einen Fall, wo aus so einem "Rising Wedge" eine weitere Beschleunigung resultierte. Auch dort war das unterliegende Bid im Markt aber extrem stark, wie auch aktuell im S&P500. Weswegen so eine Ausnahme auch nun wieder denkbar ist.

S&P500 Rising Wedge 02.12.13

Aber selbst in so einer dynamischen Bewegung wie aktuell, generiert so eine Formation bei Markttechnikern trotzdem jede Menge Warnsignale - und das völlig zu Recht. Da stellen sich einem sozusagen die "Nackenhaare auf". Auf der anderen Seite, hat der Markt dieses Jahr ja oft bewiesen, dass die Einflüsse der Notenbanken die natürlichen Schwankungen verzerren. Insofern ist eine solche Formation Anlass zur Vorsicht, aber eben (noch) nicht zum Handeln !

Noch ist der Aufwärtstrend voll intakt und hat unser Vertrauen verdient. Insofern wäre Handeln - nur weil man so einen "Rising Wedge" sieht - zunächst verfehlt. Der Zeitpunkt zum Handeln kommt aber dann, wenn diese Formation klar gebrochen wird. Und dafür habe ich Ihnen die beiden naheliegenden Stopmarken eingezeichnet, die jeweils mit Tiefs im Aufwärtstrend korrelieren.

Mein eigenes Risikomanagement funktioniert dabei so, dass ich bei Erreichen der ersten Stopzone eine Reduktion des Exposures vornehme. Und erst bei der zweiten - bedeutenderen - Stopzone endgültig aussteige.

Bitte beachten Sie dabei aber auch, dass sich die Aussage oben nur auf den Zeithorizont der Trendbeschleunigung bezieht, die seit Mitte Oktober im S&P500 eingesetzt hat. Wer mit einem grösseren Zeithorizont agiert, muss noch gar nichts machen, denn der übergeordnete Aufwärtstrend ist völlig intakt, wie das Chart seit Ende 2012 eindeutig zeigt.

S&P500 Aufwärtstrend 021213

Sie erkennen an dem von mir eingezeichneten, theoretischen Verlauf auch leicht, dass ein möglicher Bruch des "Rising Wedge" nichts weiter sein könnte, als eine schon längst fällige Korrektur im bestehenden Aufwärtstrend, die diesen aber gar nicht in Frage stellt.

Bitte achten Sie bei Ihrem Agieren an den Märkten also unbedingt darauf, dass Sie.

(1) Vorsicht und Handeln auseinander halten

Die Formation, die ich Ihnen oben gezeigt habe, erzwingt Vorsicht - aber noch kein Handeln. Gehandelt wird erst, wenn der Markt real fällt und das erkennt man daran, dass wichtige Tiefs unterschritten werden.

(2) Den Zeithorizont Ihrer Geldanlage im Auge haben

Und Ihr Handeln mit Ihrem Zeithorizont in Einklang bringen. Denn ob ein Bruch einer solchen Struktur für Sie Bedeutung hat, ergibt sich erst aus Ihrem Anlagehorizont. Ein Ausstiegssignal auf einer niedrigeren Zeitebene muss kein Ausstiegssignal auf einer übergeordneten Zeitebene sein.

Das mangelnde Bewusstsein über den eigenen Zeithorizont, ist übrigens eine der grössten Fallen, in die Laien bei der Aktienanlage gerne gehen. Beim Einstieg fühlen sich viele gerne wie "Warren Buffet" und reden von "Value" und langfristiger Anlage. Wenige Wochen danach steht die Aktie vielleicht ein paar Prozent im Minus, während sich das mediale Grundrauschen ins Negative dreht. Und in diesem Moment verliert der vermeintliche Langfristanleger dann seine Geduld und verkauft aufgrund von kurzfristigen Schwankungen, die aber mit der eigentlichen Strategie der Anlage wenig zu tun haben.

Machen Sie sich also unbedingt vorher Ihren Zeithorizont klar und definieren Sie für sich im Vorfeld klare Ausstiegspunkte, die für diesen Zeithorizont logische Marken sind.

Wer also aktuell - mit Sicht auf Tagen und Wochen - versucht von dieser Rally noch zum Jahresende möglichst viel mitzunehmen, der sollte aufmerksam auf diesen "Rising Wedge" im S&P500 schauen. Denn wenn der richtig bricht, könnte das für alle Aktienindizes Bedeutung haben.

Wer dagegen langfristig den Aufwärtstrend im S&P500 spielen will, hat seine Stops viel tiefer und achtet vor allem auf den übergeordneten Aufwärtstrend. Ein Bruch des "Rising Wedge" wäre auf dieser Zeitebene vielleicht Anlass, das Exposure im Markt leicht zu reduzieren. Ein Ausstiegssignal käme auf dieser Zeitebene aber erst viel tiefer.

Ihr Hari

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***