Nullsummendenken – Der „Affe“ in uns, den wir nicht wahrhaben wollen

Dieser Artikel für den freien Bereich ist für meine Verhältnisse eher kurz.

Ich will ihnen etwas klarmachen, wohl wissend, dass es die Mehrheit nicht hören will. Und selbst wenn sie es hört, typischweise nicht wirklich glauben will. Da fragt sich unser Ego: Ich ein beschränkter Denker? Ach was, ich bin doch die Krone der Schöpfung! 😛

Es ist die Kunde davon, dass das was wir instinktiv und untrainiert über ein Asset wie eine Aktie denken, wenn wir ein Chart sehen, erst einmal grundlegend fehlgeleitet ist.

Es ist die Kunde des -> Nullsummendenkens <-, das sich quer durch unsere Gesellschaft zieht und natürlich auch vor dem Verhalten dem Markt gegenüber nicht Halt macht.

Diese Nullsummendenken ist fest in uns "hineingemendelt", weil unsere normale Umwelt halt so funktioniert.

So haben wir Gravitation auf diesem Planeten, was erstens bedeutet, dass etwas was hoch steigt, früher oder später auch tief fallen wird.

Und wir haben einen festen Boden, was heisst, dass etwas was auf dem Boden angekommen ist, nicht mehr fallen kann.

Dazwischen findet für den Affen das ganze Leben statt, zwischen dem Boden und den Wipfeln des Affenbrotbaums und das was man in diese Wipfel trägt, fällt zuverlässig irgendwann herunter.

Dass im Universum eine Bewegung in Wirklichkeit unendlich weitergeht (Inertia/Trägheit), wenn nicht neue Kräfte auf sie wirken, hören wir zwar mit unserem Frontallappen, hat mit der erlebten Wirklichkeit aber nichts zu tun.

Und wir *unterschätzen völlig*, wie sehr wir instinktiv und unbewusst Geschehnisse nach diesen Mustern einschätzen und falsch einordnen. Wie sehr unser Denken doch unbewusst von diesen "Mustern der Savanne" geprägt ist.

Ähnlich wirkt das Erleben, dass die Nahrung die man seinem "Nachbaraffen" wegnimmt, dieser nicht mehr hat - der eine gewinnt, der andere verliert, ein Nullsummenspiel. Resourcen sind scheinbar auch ein Nullsummenspiel, man geht von festen Restmengen an Resourcen aus und irgendwann sind die "aufgebraucht". Die ganze Denke der aktuellen Begrenzungsideologie, beruht auf diesem begrenzten Denken eines Affen in der Savanne, der keine Innovation kannte.

Wir finden dieses Denken überall:

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Warum der Markt immer Recht hat und Nvidia das belegt

Oh Gott ein "Marktradikaler". 😉

Ich sehe mit einem Schmunzeln schon die Reaktionen so mancher Leser im freien Bereich, denn es ist doch offensichtlich, dass der Markt *nicht* immer Recht hat, oder?

Sie werden erstaunt sein: das stimmt, der Markt hat *nicht* immer Recht. Wie kann dieser manisch-depressive Charakter denn auch "immer Recht haben"?

Und trotzdem oder gerade deswegen hat diese provokante Formulierung Bedeutung, weil sie zum Nachdenken anregt, was "Recht haben" am Markt wirklich bedeutet.

Und wenn man das wirklich verstanden hat, dann macht der Satz plötzlich Sinn und man hat Spaß daran, ihn zu wiederholen, um andere zu provozieren und zum Nachdenken anzuregen. Denn in dem Satz steckt immens viel Wahrheit und wer die noch nicht sehen kann zeigt damit, dass sie/er noch viel zu lernen hat. 😉

Das will ich ihnen nun erklären und auch gleich an zwei aktuellen Beispielen erlebbar machen, an Nvidia (NVDA) und SuperMicro (SMCI).

Denn das Problem liegt im Begriff "Recht haben" und genau dann, wenn man ihn zu oberflächlich betrachtet und noch dazu noch mit eigenen Erwartungen vermischt.

Was ist denn der "richtige" Kurs für ein Asset? Sie werden (hoffentlich) schnell bemerken, dass es doch gar keinen objektiven Maßstab für den Wert eines Assets gibt. Wer soll diesen Wert denn auch definieren? Sie mit ihren Erwartungen? "Gurus" mit ihren Meinungen? Ich?

Was wir instinktiv und unbewusst mit dem Wort "richtig" meinen, sind unsere Erwartungen und dass diese in Zukunft eintreffen. Nur welche Zukunft sagen wir nicht, weil in einem Tag und einem Jahr ist ein großer Unterschied! Unpräziser und schwammiger, als wir uns instinktiv "richtig" vorstellen, geht es kaum.

Wir halten also den Wert/Kurs für "richtig", den wir uns einbilden, dass das Asset ihn haben sollte. Und sagen dabei nicht einmal, *wann* das sein soll. Nur ist das objektiv? Wohl kaum!

Es gibt nur *einen* objektiven Maßstab für den Wert eines Assets und das ist der Preis, den man dafür real bezahlt oder bekommen hat! Nur dieser Preis ist objektiv und daher in dem Moment auch "richtig".

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Deutsche Aktien: Welche funktionieren und warum sie es tun

Lage & Szenarien vom 25.02.2024

Zum dritten Mal in Folge ist der deutsche Einkaufsmanagerindex gesunken, diesmal von 47 auf 46,1 Punkte. Der Ökonom der Hamburg Commercial Bank, Norman Liebke, urteilt: „Deutschland ist der Wachstumsdämpfer der Eurozone.“

Trotzdem läuft der deutsche Vorzeigeindex DAX seit Wochen fröhlich nach oben. Wie ist das zu erklären?

Darauf geben mir drei Charts Antworten. Die Chartbilder sind überraschend eindeutig und - was noch besser ist - sie erlauben die Konstruktion eines klaren Szenarios. Je klarer das Szenario, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es eintrifft. Für mich als Anleger ist ein klares Szenario immer von Vorteil. Ich weiß, wo ich mich zu positionieren habe und welche Bereiche im Aktienuniversum ich besser meide.

Die Tageskerzen im Chart oben verfolgen die Kursentwicklung des DAX’ in seiner Ausformung als Kursindex. Der zumeist von den Medien veröffentlichte und beachtete DAX ist der Performance-DAX, in welchen die Dividenden der Unternehmen in die Kursdarstellung wieder mit eingerechnet werden, der Performance-DAX steigt dadurch stärker an als der Kurs-DAX.

Ich bevorzuge für meine Zwecke den Kurs-DAX. Er zeigt mir deutlicher die Unternehmensleistungen, so wie Anleger sie beurteilen. Auch ist der Kurs-DAX international besser vergleichbar, da die meisten Indices im Rest der Welt die Dividenden nicht mit einrechnen.

Die blaue Linie bildet den SDAX ab, die orange Linie den MDAX. Beide Indices sind im Chart auch als Kursindices berechnet. Im SDAX sind die deutschen Small Caps versammelt, der MDAX bildet die deutschen mittelgroßen Börsenunternehmen ab, welche den Aufstieg in den DAX (noch) nicht geschafft haben.

Weiterlesen auf -> depoleon.de <-

Hier die -> Autoren von Mr. Market <-

Ihr Neuanfang in 2024

Jedes Jahr zum Jahreswechsel stehen bei Mr. Market die Verlängerungen an und oft bekomme ich zusammen mit der Verlängerung dann direktes Feedback von den Mitgliedern. Ehrlich gesagt macht es mich stolz, was ich nach nun 12 Jahren da lese, manchmal von Mitglieder die 10 oder mehr Jahre dabei sind. Und es motiviert mich, immer weiterzumachen.

Dabei mache ich Werbung im eigentlichen Sinne gar nicht und habe diese seit den Anfängen, seit 2011 nicht gemacht. Es war mir immer wichtig, dass in der Community nur die aufschlagen, die auch wirklich bereit sind, sich intensiv mit den Texten im freien Bereich auseinandergesetzt haben und daher auch die intrinsische Motivation aufbringen, an ihrem Anlageverhalten etwas zu verbessern. Was natürlich überhaupt auch erst einmal die Selbsterkenntnis erfordert, dass einen "das Problem" in der Regel im Spiegel anschaut, etwas woran leider viele schon scheitern.

Denn Mr. Market ist anders und wer noch "heisse Börsen-Tips" sucht, wer sich einbildet schon alles zu wissen oder wessen Aufmerksamkeitsspanne nach drei Zeilen Text abbricht, dem fehlen wesentliche Grundlagen, ohne die man sich nicht wirklich weiterentwickeln kann. Das gilt generell, nicht nur für unseren Umgang mit dem Markt, aber auch!

In dieser bewussten Selektion, dieser Hürde die ich bewusst bei der Mitgliedschaft aufbaue und dem völligen Fehlen von "verlockenden" Versprechungen, liegt natürlich auch ein Problem. Denn wie kann ich dann überhaupt den interessierten Lesern im freien Bereich vermitteln, was sie hier verpassen und wann sie Mr. Market Mitglied werden sollten und wann nicht? Und das insbesondere, wenn ich keine Werbung mache und auch keine frei erfundenen Claims in den Raum stellen will, wie das bei Werbung gerne gemacht wird?

Dieser Artikel zum Jahreswechsel ist ein Versuch genau das zu adressieren. Denn wenn mir die Mitglieder schon so tolles Feedback geben, das mich stolz macht und mich motiviert immer weiterzumachen, warum soll ich das dann verheimlichen und warum stelle ich nicht wenigstens das als "Werbung" in den freien Bereich? Es sind ja dann keine erfundenen Claims, es ist einfach das, was mir die schreiben, die es wissen müssen, die Mitglieder bei Mr. Market.

Die folgenden, vielen Kommentare der Mitglieder - ohne Änderung herausgegriffen - sollen ihnen also die *Vielfalt* und *Tiefe* vermitteln, die Mr. Market zu bieten hat. Und wollen ihnen aufzeigen, wann sie sich für Mr. Market interessieren sollten und wann nicht. Der Jahreswechsel ist doch sowieso ein idealer Zeitpunkt für einen anlagetechnischen Neuanfang, das Jahr 2024 ist die Chance Dinge besser zu machen, an denen man in 2023 gescheitert ist.

Heute fragen wie uns also nicht "Was ist die Matrix?", 😉 sondern "Was ist Mr. Market?"

Nein, Mr. Market ist wirklich nicht für jeden, sondern nur für die, die ernsthaft an sich und ihren Fähigkeiten arbeiten wollen und dafür die nötige "Dedication" - zu Deutsch "Hingabe" - aufbringen. Und ich tue bewusst Einiges dafür, alle "abzuschrecken", die sich (noch) nicht wirklich darauf einlassen wollen. Ein höherer - nicht niedrigerer - Preis im ersten Mitgliedsjahr, ist Teil dieses Konzeptes der positiven Selektion.

Was also ist Mr. Market? Und warum ist es anders als das, was sie gemeinhin unter der Überschrift "Börsenbrief" oder "Börsenforum" kennen? Wer kann davon profitieren? Und was sagen die, die es wissen müssen dazu, die oft langjährigen Mitglieder?

Hier sind ein paar Antworten. Sie können die Teilthemen unten anklicken und landen dann in der Sektion, oder sie lesen von oben nach unten:

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In aller gebotenen Deutlichkeit

Die Rally läuft mit Macht und wieder stehen Anleger an der Seite, sind im falschen Moment ausgestiegen und schauen nun dem fahrenden Zug hinterher. Es ist immer das Gleiche, weil sich die menschliche Natur nicht ändert.

Ich stelle daher heute ausnahmsweise mal die erste, allgemeine Hälfte des aktuellen Wochenausblicks KW48 für die Mitglieder auch in den freien Bereich ein. Denn das Geschehen an den Märkten ist wieder perfekt, um die zentralen Fehler vieler Anleger herauszuarbeiten.

Ich bin dabei stellenweise recht deutlich, weil wenn man Menschen etwas beibringen will, muss man auch mal die Tonlage erhöhen und die Dinge nicht schönreden.

Einigen wird es nicht gefallen, schon alleine weil das Ego nicht zulassen kann, das man völlig falsch an die Sache herangeht. Das ist dann halt so, dazu kann ich nur die Schultern zucken, ich habe es zumindest versucht.

Aber Anderen kann man dann doch etwas mitgeben und diese gedanklich in Bewegung setzen, die eigenen Denkstrukturen zu verändern und sich bessere Quellen zu suchen. Und dann war es den Aufwand wert, dafür mache ich es!

Während ich für die Mitglieder täglich und detailliert den Markt und konkrete Chancen und Risiken kommentiere, kommentiere ich die Marktlage im freien Bereich nur sehr selten und wenn dann nur sehr oberflächlich, weil es aufgrund des fehlenden Kontextes und teilweise falscher Denkstrukturen, nicht ohne Weiteres richtig verstanden wird.

Aber selbst im freien Bereich habe ich mich dieses Jahr im Mai zum NASDAQ100 geäussert und eine Projektion zum Jahresende erstellt und im August den typischen, weiteren Verlauf des S&P500 gezeigt.

-> Der neue Tech-Bullenmarkt und was wir von den 90er Jahren lernen können <-

-> Volatiler Börsenherbst <-

Lesen sie also nun die erste Hälfte dessen, was ich gestern den Mitgliedern geschrieben habe. Bedenken sie bitte auch, dass das ein *Wochenausblick* ist und kein Jahresausblick und auch keine fundamentale Erörterung von Geschäftsmodellen. Es geht hier ausschließlich um unser taktisches Verhalten in den kommenden Wochen bis zum Jahresende, nicht mehr aber auch nicht weniger. Know your timeframe!

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Erfolgsfaktor Positionsgröße

Wenn sie sich am Aktienmarkt engagieren, sollten sie dringend die Bedeutung der Positionsgröße kennen. Punkt, kein aber!

Warum ich das so betone?

Weil an der Börse - egal ob als Trader oder Investor - die Psychologie mindestens 50% des Erfolges ausmacht, ich sage aus mehr als 30 Jahren Erfahrung sogar: zwei Drittel!

All das worüber sich gerne der Kopf zerbrochen wird - diverse Techniken, Taktiken, Meinungen, Makrolage, Marktmechanik etc - sind zwar nicht unwichtig und man sollte schon sein Handwerkszeug beherrschen, sind aber *nicht* der Kern der Herausforderung, die so viele am Markt scheitern lässt.

Denn es gibt viele Wege nach Rom im Sinne des Börsenerfolges, keiner funktioniert aber ohne Auseinandersetzung mit der eigenen Psychologie!

Dieser beständige Herausforderung wird von uns bei Mr. Market auch spöttisch-liebevoll unser "Affenhirn" genannt. Eine Ansammlung von Verhaltensweisen, die in zehntausenden Jahren Menschheitsgeschichte für das Überleben in einer feindlichen Natur optimiert wurden, aber nicht für das Agieren in selbstreferentiellen Systemen wie dem Aktienmarkt geeignet sind. Die Sorgen von "Affen" in der Savanne endeten auch beim Überleben, den Raubtieren, den Bananen und dem Rang in der sozialen Hackordnung des Stammes. Die Wallstreet war von ihnen so weit weg, wie eine Kuh von der Mondfahrt.

Was das mit der Positionsgröße zu tun hat, kann ich ihnen an einem einfachen Beispiel zeigen.

Viele träumen doch davon, so eine Superaktie wie beispielsweise Apple frühzeitig zu finden und damit reich zu werden. Manchmal ist das ja theoretisch auch gar nicht so schwer, am 09. Januar 2007 hat Steve Jobs zum Beispiel das iPhone auf der Macworld San Francisco vorgestellt. Und es waren gar nicht wenige, die das revolutionäre Potential damals sofort erkannt haben und die Aktie sofort hätten kaufen und einfach halten können.

Ich habe damals übrigens als Nokia Nutzer nicht sofort dazu gehört und habe etwas gebraucht, dafür habe ich bei Tesla das Potential vor dem großen ersten Schub sofort erkannt und auch investiert. Das ist kein Spruch, sondern hier im Blog vor nun fast 12 Jahren dokumentiert und nachzulesen. Seitdem hat sich Tesla um ca. 20.000% verteuert, theoretisch Faktor 200 auf das Einstiegskapital. Sehr nett:
-> Tesla Motors – die Zukunft des Automobils in einer der spannendsten Aktien der Welt <-

Aber zurück zu Apple, nehmen wir an, sie haben da im Januar 2007 gekauft und gehalten, dann sind sie rückgerechnet mit ca. 3 USD eingestiegen und haben heute einen Kurs von 170 USD oder 5.700% Gewinn, Faktor 57 auf das Einstiegskapital. Nehmen wir weiter an, sie waren klug und haben damals 10.000$ auf Steve Jobs gesetzt, dann sind das heute 570.000$ - sehr nett. 😛

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Warum sie nun unbedingt Anleihen verstehen sollten!

Man glaubt es kaum, den Kern dieses Artikels stelle ich nun zum dritten Mal in den freien Bereich ein, weil ich denke dass es nötig und hilfreich ist.

Denn bedingt durch die Null- und Negativzins-Politik der Notenbanken über mehr als 10 Jahre, waren Anleihen für Privatanleger lange unattraktiv.

Weswegen auch das Wissen darum, bei vielen völlig verschwunden sein dürfte, ein hohe Zahl der privaten Anleger, die prinzipiell nach langfristig attraktiven Investments suchen, werden nicht erklären können, wie Anleihen funktionieren und das ist natürlich eine toxische Mischung, die zu einer Menge an Fehlentscheidungen führt.

Heute aber, nachdem die großen Notenbanken die Leitzinsen wieder in die Region zwischen 4 und 5% gedrückt haben, sind Anleihen auch für Privatanleger wieder eine attraktive Anlageklasse, die besonders in einem ausgewogenen Langfristdepot ein sinnvoller Ausgleichsmechanismus (Hedge) bei Krisen und konjunkturellen Einbrüchen sein können.

Wenn wir auf das langfristige Bild in den US schauen sehen wir schnell, dass wir aktuell in eine Phase des positiven Realzinses eintreten, mit einer kurzen 2019er Ausnahme die *erste derartige Phase seit Lehman!*:

Aber wie oben schon erwähnt, ist bei Anleihen ja nicht nur die Renditefrage alleine relevant, im Zusammenspiel mit Aktien können sie in einem klassischen 60/40 Portfolio durchaus eine stabilisierende Wirkung entfalten, solange die Notenbanken eine klassische Konjunkturpolitik betreiben und im Boom die Zinsen anheben und in der Baisse diese senken.

Auch die absolute Höhe scheint nun attraktiv, denn aufgrund der massiven Überschuldung der westlichen Staaten erscheint es unwahrscheinlich, dass diese dauerhaft mit Zinsen oberhalb 4% leben können, weil der Schuldendienst diese dann erdrücken würde.

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Volatiler Börsenherbst

Der Sommer ist vorbei, auch vom Wetter her, hier bei uns in Südbayern schüttet es heute aus Kübeln und die Tagestemperaturen liegen bei 15 Grad.

Aber er ist auch aus Börsensicht vorbei, mit der Notenbanktagung Jackson Hole Ende letzter Woche, spätestens aber mit dem "Labor Day" am kommenden Montag 04.09., endet die Phase des Sommerhandels, die Wallstreet füllt sich wieder, die "A-Teams" übernehmen wieder die Regie.

Auch bei Mr. Market sind die Sommerferien vorbei, ich sitze wieder täglich vor dem Schirm und schreibe für die Mitglieder - der erste "Live-Stream" hat gestern schon stattgefunden. Der "Live-Stream" ist kein Video, es ist eine tägliche Kommentierung des Börsengeschehens, die Stück für Stück und Live grob zwischen 15 und 18 Uhr erfolgt.

Hier im freien Bereich will ich nur kurz an meinen Artikel zum -> Sommerhandel <- anknüpfen, denn natürlich werden jetzt wieder allerlei Prognosen herumgereicht, wie das weitere Börsengeschehen hin zum Jahresende nun sein "muss".

Dabei ist das Schwachsinn, findet aber immer wieder seine Follower, denn der Markt "muss" gar nichts!

Stellen wir uns nur mal vor, Chinas Xi würde nun früher als erwartet zur Eroberung Taiwans ansetzen und wir wachen in 3 Wochen mit Bildern von anlandenden chinesischen Soldaten auf, unterlegt mit asiatischen Märkten, die um mindestens 10% kollabieren - wenn das mal reicht, was ich eher nicht glaube.

Dann wäre mit einem Schlag alles anders und alle Annahmen pulverisiert und die Wahrscheinlichkeit dass das schon bald passiert ist zwar nicht sehr hoch, aber eben nicht Null!

Womit wir bei dem Wichtigen sind, das man wirklich seriös über den Markt sagen kann und das sind *Wahrscheinlichkeiten* und keine Gewissheiten!

Wahrscheinlich - nicht sicher - ist, dass die aktuelle Korrektur- bzw Konsolidierungsbewegung der berühmte eine Schritt zurück ist, den jeder neue Aufwärtstrend braucht.

Ein Verlauf wie im folgenden Chart indiziert hat also gute Chancen, nachdem wir vielleicht noch bis maximal 4.200 im S&P500 fallen könnten, dann aber irgendwann im September bis spätestens Mitte Oktober ein kaufbares Tief erreicht wird, das dann zum Jahresende gute Chancen bietet:

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Sommerhandel

Ende Juli, Hochsommer, die meisten Anleger weilen nun in den Ferien.

Auch an der Wallstreet ist das so, am heutigen Donnerstag liegen FED und EZB hinter uns und viele der Händler der Wallstreet fliehen weit weg in die Ferien oder wenigstens in die -> Hamptons <--, die Region am Ostende von "Long Island", in der vermögende New Yorker gerne Landhäuser am Meer besitzen.

DimiTalen, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons
DimiTalen, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ich meine -> so etwas hier <-, ein Traum von einem Haus direkt am Meer. Die Hamptons sind gute 150km oder 2-3 Autostunden von New York entfernt, aber ein "Gordon Gekko" der etwas auf sich hält, fliegt natürlich mit dem Hubschrauber. 😉

Jetzt will ich ihnen aber nicht weismachen, dass sie nur bei Mr. Market Mitglied werden müssen, um sich so etwas leisten zu können. 😛

Ehrlich gesagt ist so ein Anwesen auch eine Last, das nur dann Sinn macht, wenn man sich auch gleich Heerscharen an Angestellten leisten kann und auch das kann eine Last sein, denn auch die wollen ja gesteuert, bezahlt und bei Laune gehalten werden.

Nein, ab einem gewissen Punkt, an dem man -> wahre finanzielle Freiheit <- erlangt hat, ist noch mehr Besitz keine zwingende Steigerung der Lebensqualität mehr und oft nur noch Last. Und solche Anwesen würde ich mir, nur um Urlaub zu machen, auch nicht dauerhaft ans Bein binden wollen.

Aber ein Traum sind die Hamptons schon, obwohl ich oft und regelmässig in New York war, habe ich es nur einmal in meinem Leben kurz in die Hamptons geschafft und ein paar zeitlose Wochen in so einem Haus dort direkt am Meer stehen eigentlich noch aus, vielleicht im nächsten Leben. 🙂

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Der Volumenschub Trade

Heute will ich im freien Bereich mal ein Grundlagenthema aus dem Bereich Trading bzw. präziser Swing-Trading anteasern.

Der Umgang mit Marktstrukturen und das Trading nimmt im Blog auch einigen Raum ein, hier im freien Bereich mache ich das selten deutlich, weil man zum Thema einige Grundlagen braucht und Aussagen ohne diese, eher kontraproduktiv sind. Das liegt auch an unzähligen Missverständnisse und Fehlkonzeptionen rund um die Markttechnik, die so vielfältig und tief verwurzelt sind, dass man gegen Betonwände anredet und da ist es besser die Energie auf die Mitglieder zu richten, die es auch wirklich aufnehmen wollen.

Schon alleine der Satz von *der Charttechnik* ist grober Unfug, weil das so tut, als ob das eine geschlossene und geprüfte "Wissenschaft" wäre. Die Wahrheit ist, jeder kann ein paar bunte Linien malen, auch wenn er keine Ahnung hat und in diesem Stil gibt es wirklich eine Menge Unsinn, der unter der Überschrift "Charttechnik" verbreitet wird. Witzigerweise werden Anfänger gerade von dem Unsinn angezogen, weil er eine herbeigewünschte Berechenbarkeit vermittelt.

Ein weiterer Klassiker ist die implizite Annahme, dass Charts dazu gut wären die Zukunft vorherzusagen. Und dann wundern sich die Leute, dass es nicht funktioniert, echt lustig. Nein das sind sie überhaupt nicht, Charts kennen die Zukunft ebensowenig wie Fundamentaldaten, es sind vielmehr *Landkarten der Marktkräfte im Hier und Jetzt*. Nicht mehr, aber auch nicht weniger und ohne Landkarte sollte niemand auf eine Anlagereise gehen.

Ich will das Grundsätzliche jetzt hier nicht vertiefen, nur auf den letzten Artikel im freien Bereich hinweisen, in dem ich diese Problematik auch thematisiert habe: -> Das Buchhalter-Problem bei der Marktbetrachtung <-

Ich zitiere den Kernsatz:

Die Kunst und die wahre Aufgabe der Markt- und Chart-Technik ist, die wichtigsten, die dominanten Strukturen heraus zu arbeiten und damit handelbar zu machen.

Es geht um das Handeln in Unsicherheit und Charts zeigen uns als Landkarten des Marktes, wo die dominanten Bewegungen sind, auf die wir aufbauen können.

Ganz konkret will ich das mit ihnen nun für eine Swing-Trading-Setup besprechen, das ich den *ersten Volumenschub* nenne. Es gibt für dieses Muster unzählige andere Namen, manche versuchen das Muster dann für sich zu *claimen*, weil sie dem einen netten Abkürzungsnamen geben, der das dann "exklusiv" aussehen lassen soll.

Wie alles am Markt und in der Markttechnik sind diese Muster aber uralt, die haben schon die Wyckoffs und Livermores der Geschichte gekannt und die Prinzipien sind universell und funktionieren einfach.

Dieses Muster ist *der erste Volumenschub* und das tritt dann auf, wenn bei einer Aktie - zum Beispiel durch eine überraschende Nachricht - eine grundlegende Einschätzungsänderung des Marktes vorgenommen wird.

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