Wir Cyborgs – Widerstand ist zwecklos


Wir hier in der Mr-Market Community haben die Zukunft immer auch als Chance im Blick. Natürlich gehören zu Chancen auch immer Risiken, die werden aber von der derzeit allgegenwärtigen "Apokalypse-Industrie" mehr als ausreichend bedient. 😉

Und wenn man in der Wirtschaft und an den Börsen mit Innovation und technologischen Umbrüchen erfolgreich sein will, braucht man sowieso einen chancenorientierten, der Zukunft zugewandten, positiven Blick, denn mit der Haltung eines mürrischen Grantlers oder panischen Karnickels ist es schwer, die "Apples" und "Googles" des Jahres 2050 früh zu identifizieren und dann auch früh ins Depot zu nehmen, geschweige denn so eine Firma aufzubauen.

Deshalb tauschen wir uns auch immer mit offenem Visier über Zukunftsszenarien aus und diskutieren, was das für die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Firmen darin bedeutet. Und schauen, ob wir schon heute börsennotierte Firmen finden, die in diese Richtung unterwegs sind.

Deshalb gibt es auch immer wieder Artikelreihen zu Zukunftsthemen und eine aktuelle Reihe behandelt gerade die Frage, was uns im Jahr 2050 denn so erwarten könnte und welche technologischen Entwicklungen heute schon im Gange sind, die vielleicht 2050 zum täglichen Straßenbild gehören.

Daraus will ich Ihnen heute einen kleinen Auszug im freien Bereich zeigen, der aus einem größeren Artikel vom Oktober 2019 stammt. Viel Spaß beim Blick durchs Bullauge in die Zukunft!

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Szenario 2: Cyborgs sind 2050 die Norm

Die IT Technik schreitet mit exponentieller Geschwindigkeit voran, gleichzeitig wachsen "Life Sciences" und das Bedürfnis, sich selber zu verbessern.

Schon bald werden Sensoren und Chips nur noch so marginale Grössen haben und so wenig Strom verbrauchen, dass sie problemlos und unsichtbar implantiert werden können, um diverse Funktionen zu erfüllen.

Das können rein medizinsche Funktionen sein, sozusagen wie eine Medikamentendosierung oder ein mikroskopischer Herzschrittmacher. Medizinische Anwendungen werden aber nur eine kleine Untermenge sein.

Schon bald wird aber auch die Verbesserung von Körper- und Geistesfunktionen ein Thema der Forschung sein, weil damit riesige Gewinne winken. Muskeln stimulieren, Übersetzungschips im Ohr, das Gehirn anregen, Körperprozesse verbessern oder verlängern, der Phantasie und dem Wunsch einen Vorteil zu erlangen, sind kaum Grenzen gesetzt. Die Forschung in dem Bereich wird explodieren, weil dahinter ein massiver Bedarf steckt.

Getrieben wird der Bedarf auch durch den massiven Aufstieg von Unterhaltungssystemen, in denen Menschen in virtuellen Welten unterwegs sind. Wofür man heute noch eine Brille aufsetzt, wird dann durch den Anschluss einer bionischen Schnittstelle an zentrale Unterhaltungssysteme viel effizienter möglich sein und das Thema weiter pushen, weil die Menschen es haben wollen. Die Pornoindustrie wird dabei ganz vorne dabei sein.

Niemand wird deswegen wie ein "Borg" aussehen, dazu sind diese Implantate des Jahres 2050 viel zu klein. Von einer kleinen Schar Puristen abgesehen - so wie heute die Amish-People - wird die Mehrheit nach anfänglichem Zögern diese Implantate aber annehmen, so wie heute Brillen normal sind. Und diese Implantate sind nicht zu sehen.

Aber wenn andere beispielsweise ihre Konzentrationsfähigkeit erheblich anheben können, dann braucht man das auch, um selber nicht zurück zu bleiben. Wer will zB nicht das Gesichtsfeld erheblich verbessert haben?

Klar, heute sagt man leichthin "das brauche ich nicht". Das hat man anfangs aber auch zu Handy, Notebook und vielem anderen gesagt. Warten wir aber mal ab, wenn die Menschen den Vorteil erlebt haben.

So werden Menschen des Jahres 2050 auf die eine oder andere Art und Weise durch Implantate "verbessert" sein, ansehen wird man es Ihnen aber nicht. Mit den heutigen Vorstellungen von Cyborgs, wird das also nichts zu tun haben, Menschen werden aber faktisch welche sein.

Ein riesiges Geschäft wird um das Thema der Verbesserung der Körper- und Sinnesfunktionen entstehen, einerseits medizinisch motiviert und andererseits darüber hinaus, mit dem Ziel einen Vorteil zu erlangen oder sich medial zu unterhalten.

Steve Jobs hat mal gesagt, dass er glaube, dass die größten Innovationen des 21. Jahrhunderts an der Schnittstelle von Biologie und Technologie entstehen werden. Und das eine neue Ära beginnt. Ich glaube dass er recht hat.

Das Geschäft wird von neuen Firmen oder neuen Ablegern alter Firmen wie Apple gemacht werden, die eine Form von "biologischen Chips" entwickeln, also die Synthese von heutigen Chips und Biofunktionen.

Eine Apple Watch mit der Überwachung der Herzfrequenz, ist von diesem Trend der erste ganz klitzekleine, klobige Anfang. Glaubt jemand ernsthaft, dass man zur Überwachung dieser Körperfunktionen in 30 Jahren noch Uhren braucht? Nein, mikroskopisch kleine Implantate werden genügen.

Und es wird nicht nur "überwacht", sondern auch massiv "verbessert" und mit elektronischen Systemen "verbunden" werden. Ein Multi-Billionen-Markt - nicht Milliarden, Billionen.

Und falls Sie denken, dass ich hier "spinne", behaupte ich, dass ich wahrscheinlich zum Thema noch zu defensiv bin, wenn man 30 Jahre als Zeitraum nimmt. Schauen Sie mal, -> was Facebook hier gekauft hat <-.

Die Verschmelzung von Mensch und Maschine, hat schon begonnen. Nach einer Hype-Phase, die bald beginnen könnte, werden erst einmal die Mühen der Ebene kommen und alles nicht so schnell gehen, wie erhofft. Aber in 30 Jahren? Da ist wohl das Plateau der Produktivität erreicht.

Was die Verbindung des Gehirns mit Computern angeht, bin ich auch im Zeitraum 30 Jahre immer noch eher skeptisch. Was sonstige Verbesserungen von Körperfunktionen angeht, aber nicht.

Ihr Michael Schulte (Hari)

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Sehr lobenswert, dass die Welt das so prominent in den Fokus hebt.

Ich fürchte nur es nützt nichts. Hier werden ganz grundlegende Linien der Rechtsprechung des BFH einfach ignoriert und das dürfte kein Zufall, sondern der Zweck sein.

https://www.welt.de/finanzen/article205127736/Einkommensteuergesetz-Aenderung-mit-absurden-Folgen-fuer-Sparer.html

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Lesenswert. Der Erfolg dieser bewussten Verknappung liegt an uns.

Bis auf Fälle wie Ämter oder Flughafen, bei denen man keine Wahl hat, bin ich sofort weg, wenn irgendwo eine Schlange ist.

Kein Restaurant kann so interessant sein, dass ich dafür wertvolle Lebenszeit vergeude.

FAZ Wirtschaft@FAZ_Wirtschaft

Seit dem Untergang der DDR mussten wir nirgends mehr anstehen. Jetzt geht es wieder los – im Restaurant, auf dem Flughafen, überall. Wie konnte es so weit kommen? http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/warum-wir-im-alltag-immer-oefter-warten-muessen-16576525.html

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Von Konsequenz – Wann man verkaufen muss

Der folgende Grundlagen-Artikel erschien letzten November im Premium Bereich und wurde für den freien Bereich nur marginal bei Referenzen überarbeitet.

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Wir sprechen oft über Setups und richtige Einstiege, wir sprechend über Techniken wie Stops, mit denen wir unser Risikomanagement gestalten.

Aber wissen wir eigentlich wann wir verkaufen *müssen*, mit der Betonung auf *müssen*?

Und vor allem, ist uns klar, dass es dafür eine universelle Antwort gibt? Eine Antwort, gegen die wir andauernd verstossen und auch deswegen in unangenehme Situation geraten?

Eine universelle Antwort für alle Arten von Handelsgeschäften, von Intraday-Trades bis zu mehrjährigen Investments, kann natürlich nur generisch sein - ist aber trotzdem wichtig.

Diese Antwort ist sehr schlicht und einfach. Hier ist sie:

Grund des Einstiegs und Grund des Ausstiegs bilden eine logische Einheit, das eine folgt aus dem anderen.

Für Stops habe ich das Prinzip in einem Grundlagen-Artikel den Mitgliedern schon nahe gebracht:

-> Grundlagen der Stops III - Das Spiegelbild der Strategie <-

Darin heisst es:

Stop sind also immer das Spiegelbild der Strategie.

Wer keine Strategie und kein Setup hat, kann auch keine sinnvollen Stops haben!

...

Denken Sie also daran, wenn Sie sich das nächste Mal den Kopf zermartern, wo Sie denn nun den Stop hinsetzen sollen. Denn wenn Sie diese Frage plagt, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass das nur ein Indiz für ein weit schwerer wiegendes Problem ist: fehlende oder mangelnde Strategie!

Sie lösen das Problem dann auch nicht, in dem Sie "irgendwohin" einen Stops setzen. Sie lösen es nur, in dem Sie sich klar darüber werden, warum Sie diese Position eingegangen sind, was Sie davon erwarten und wann diese Erwartungen sich eindeutig als unzutreffend heraus gestellt haben. Genau das nennt man ein Setup. Wer ein präzise definiertes Setup hat, hat auch einen logischen Stop.

Das Prinzip ist aber universell und auch ganz logisch, denn egal ob Sie Daytrader oder Investor sind, es gab ja einen Grund, warum Sie eine Position eingegangen sind, Sie haben damit eine Erwartung verbunden.

Und diese Erwartung hängt wiederum von Kriterien oder Geschehnissen ab, die entweder eintreffen oder eben nicht.

Ihr Trade oder Ihr Investment ist genau dann gescheitert, wenn diese Erwartungen sich als falsch heraus gestellt haben! Das ist der Moment, an dem man verkaufen *muss* und sich die Lage nicht mit Hopium schön reden darf.

Bei einem Daytrader, der vielleicht gerade den Schub nach einer wichtigen Nachricht spielt, ist es die Erwartung, dass die Nachricht zu einer direktionalen Bewegung führt. Diese Bewegung will er dann mitnehmen, bis sie dreht. Er *muss* verkaufen, wenn entweder der Schub nicht kommt oder der Schub ausläuft. Beide Bedingungen sind das Spiegelbild der Absicht, mit der der Trade eröffnet wurde.

Bei einem SwingTrader, der eine mehrwöchige Ausbruchsbewegung spielen will, ist es die Erwartung, dass die Bewegung nun nicht mehr unter das Ausbruchsniveau zurückfällt und nach oben Fahrt aufnimmt. Und deshalb *muss* er verkaufen, wenn das passiert, was nicht passieren darf.

Bei einem Positionstrader, der eine mehrmonatige Mean-Reversion einer verprügelten Aktie spielen will, liegt die Erwartung vor, dass die Aktie eine Bodenbildung abgeschlossen hat und die Tiefststände nicht mehr sehen wird. Deshalb *muss* er verkaufen, wenn die Aktie doch zu neuen Tiefs läuft.

Bei einem Investor, der eine Aktie wegen ihres stabilen Dividendenwachstums kauft, *muss* diese Position in Frage gestellt und nach einiger Zeit verkauft werden, wenn das Wachstum verschwindet und das Management von seinem stabilen Pfad abweicht und das Geld für sinnlose Projekte zu verschleudern beginnt.

Bei einem Investor, der eine Aktie wegen ihres herausragenden Managements und dessen Track-Records kauft und lange halten will, *muss* diese Position in Frage gestellt und nach einiger Zeit verkauft werden, wenn dieses Management unter dubiosen Umständen das Weite sucht oder es zu Machtkämpfen kommt, die das Unternehmen belasten.

Ich könnte mit beliebigen Beispielen weitermachen, das Prinzip ist universell. Die Absicht und die Erwartungen, mit denen man eine Position eröffnet, sind auch die Kriterien, wann diese Position zu schliessen ist.

Weiterlesen ...Von Konsequenz – Wann man verkaufen muss

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