Ihr Neuanfang in 2024

Jedes Jahr zum Jahreswechsel stehen bei Mr. Market die Verlängerungen an und oft bekomme ich zusammen mit der Verlängerung dann direktes Feedback von den Mitgliedern. Ehrlich gesagt macht es mich stolz, was ich nach nun 12 Jahren da lese, manchmal von Mitglieder die 10 oder mehr Jahre dabei sind. Und es motiviert mich, immer weiterzumachen.

Dabei mache ich Werbung im eigentlichen Sinne gar nicht und habe diese seit den Anfängen, seit 2011 nicht gemacht. Es war mir immer wichtig, dass in der Community nur die aufschlagen, die auch wirklich bereit sind, sich intensiv mit den Texten im freien Bereich auseinandergesetzt haben und daher auch die intrinsische Motivation aufbringen, an ihrem Anlageverhalten etwas zu verbessern. Was natürlich überhaupt auch erst einmal die Selbsterkenntnis erfordert, dass einen "das Problem" in der Regel im Spiegel anschaut, etwas woran leider viele schon scheitern.

Denn Mr. Market ist anders und wer noch "heisse Börsen-Tips" sucht, wer sich einbildet schon alles zu wissen oder wessen Aufmerksamkeitsspanne nach drei Zeilen Text abbricht, dem fehlen wesentliche Grundlagen, ohne die man sich nicht wirklich weiterentwickeln kann. Das gilt generell, nicht nur für unseren Umgang mit dem Markt, aber auch!

In dieser bewussten Selektion, dieser Hürde die ich bewusst bei der Mitgliedschaft aufbaue und dem völligen Fehlen von "verlockenden" Versprechungen, liegt natürlich auch ein Problem. Denn wie kann ich dann überhaupt den interessierten Lesern im freien Bereich vermitteln, was sie hier verpassen und wann sie Mr. Market Mitglied werden sollten und wann nicht? Und das insbesondere, wenn ich keine Werbung mache und auch keine frei erfundenen Claims in den Raum stellen will, wie das bei Werbung gerne gemacht wird?

Dieser Artikel zum Jahreswechsel ist ein Versuch genau das zu adressieren. Denn wenn mir die Mitglieder schon so tolles Feedback geben, das mich stolz macht und mich motiviert immer weiterzumachen, warum soll ich das dann verheimlichen und warum stelle ich nicht wenigstens das als "Werbung" in den freien Bereich? Es sind ja dann keine erfundenen Claims, es ist einfach das, was mir die schreiben, die es wissen müssen, die Mitglieder bei Mr. Market.

Die folgenden, vielen Kommentare der Mitglieder - ohne Änderung herausgegriffen - sollen ihnen also die *Vielfalt* und *Tiefe* vermitteln, die Mr. Market zu bieten hat. Und wollen ihnen aufzeigen, wann sie sich für Mr. Market interessieren sollten und wann nicht. Der Jahreswechsel ist doch sowieso ein idealer Zeitpunkt für einen anlagetechnischen Neuanfang, das Jahr 2024 ist die Chance Dinge besser zu machen, an denen man in 2023 gescheitert ist.

Heute fragen wie uns also nicht "Was ist die Matrix?", 😉 sondern "Was ist Mr. Market?"

Nein, Mr. Market ist wirklich nicht für jeden, sondern nur für die, die ernsthaft an sich und ihren Fähigkeiten arbeiten wollen und dafür die nötige "Dedication" - zu Deutsch "Hingabe" - aufbringen. Und ich tue bewusst Einiges dafür, alle "abzuschrecken", die sich (noch) nicht wirklich darauf einlassen wollen. Ein höherer - nicht niedrigerer - Preis im ersten Mitgliedsjahr, ist Teil dieses Konzeptes der positiven Selektion.

Was also ist Mr. Market? Und warum ist es anders als das, was sie gemeinhin unter der Überschrift "Börsenbrief" oder "Börsenforum" kennen? Wer kann davon profitieren? Und was sagen die, die es wissen müssen dazu, die oft langjährigen Mitglieder?

Hier sind ein paar Antworten. Sie können die Teilthemen unten anklicken und landen dann in der Sektion, oder sie lesen von oben nach unten:

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In aller gebotenen Deutlichkeit

Die Rally läuft mit Macht und wieder stehen Anleger an der Seite, sind im falschen Moment ausgestiegen und schauen nun dem fahrenden Zug hinterher. Es ist immer das Gleiche, weil sich die menschliche Natur nicht ändert.

Ich stelle daher heute ausnahmsweise mal die erste, allgemeine Hälfte des aktuellen Wochenausblicks KW48 für die Mitglieder auch in den freien Bereich ein. Denn das Geschehen an den Märkten ist wieder perfekt, um die zentralen Fehler vieler Anleger herauszuarbeiten.

Ich bin dabei stellenweise recht deutlich, weil wenn man Menschen etwas beibringen will, muss man auch mal die Tonlage erhöhen und die Dinge nicht schönreden.

Einigen wird es nicht gefallen, schon alleine weil das Ego nicht zulassen kann, das man völlig falsch an die Sache herangeht. Das ist dann halt so, dazu kann ich nur die Schultern zucken, ich habe es zumindest versucht.

Aber Anderen kann man dann doch etwas mitgeben und diese gedanklich in Bewegung setzen, die eigenen Denkstrukturen zu verändern und sich bessere Quellen zu suchen. Und dann war es den Aufwand wert, dafür mache ich es!

Während ich für die Mitglieder täglich und detailliert den Markt und konkrete Chancen und Risiken kommentiere, kommentiere ich die Marktlage im freien Bereich nur sehr selten und wenn dann nur sehr oberflächlich, weil es aufgrund des fehlenden Kontextes und teilweise falscher Denkstrukturen, nicht ohne Weiteres richtig verstanden wird.

Aber selbst im freien Bereich habe ich mich dieses Jahr im Mai zum NASDAQ100 geäussert und eine Projektion zum Jahresende erstellt und im August den typischen, weiteren Verlauf des S&P500 gezeigt.

-> Der neue Tech-Bullenmarkt und was wir von den 90er Jahren lernen können <-

-> Volatiler Börsenherbst <-

Lesen sie also nun die erste Hälfte dessen, was ich gestern den Mitgliedern geschrieben habe. Bedenken sie bitte auch, dass das ein *Wochenausblick* ist und kein Jahresausblick und auch keine fundamentale Erörterung von Geschäftsmodellen. Es geht hier ausschließlich um unser taktisches Verhalten in den kommenden Wochen bis zum Jahresende, nicht mehr aber auch nicht weniger. Know your timeframe!

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Dieser Wochenausblick - es folgen danach nur noch drei zum Jahresende - könnte so kurz werden, wie noch kein Wochenausblick dieses Jahr. Warum soll ich auch viel Text produzieren, wenn alles klar zu sein scheint und x-fach besprochen wurde? Und der Wochenausblick kann auch schon am Samstag Abend erscheinen.

Kurz wird er trotzdem nicht. Denn ich dehne die ersten vier Punkte etwas aus, weil ich diesen allgemeinen Teil morgen leicht verändert auch in den freien Bereich stellen werde. Und da fehlt ja oft der Kontext und es geistern allerlei Fehlkonzeptionen herum. Wundern sie sich also nicht, wenn ich thematisiere, was ihnen nun schon lange sonnenklar ist!

Es gilt zur aktuellen Lage einfach vier klare Aussagen zu machen, die sie nun wahrlich nicht überraschen dürften, weil wir das täglich und x-fach besprochen haben:

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Warum Langfrist-Aktien funktionieren

Lage & Szenarien vom 14.01.2024

Lage. Die Herbstrally 2023 an den Aktienmärkten startete so schnell und - natürlich - gegen jede vermeintliche Wirtschaftsvernunft, dass eine Mehrheit der Anleger sich zunächst ungläubig die Augen rieb und … zögerte.

Die Notierungen gingen höher und höher und es begann das Einsehen … es wäre vielleicht ratsam, dabei zu sein. Man fing an zu kaufen, der Jahreswechsel kam dazwischen, die Rally knickte, nun stehen wir ratlos auf dem Hochplateau … oder ist es bereits eine schiefe Ebene und wir kommen ins Rutschen?

Niemand weiß das und für mich als Privatanleger ist es auch die falsche Frage, weil sie mir nicht hilft, richtige Entscheidungen, also an Wahrscheinlichkeiten orientierte Entscheidungen zu treffen, stattdessen verleitet mich die Frage zum Raten oder, schlimmer noch, zum Glauben. Den sollte ich mir als rationaler Anleger verkneifen außerhalb sakraler Bauten, da er schnell depotteuer werden kann. Es gilt, was der Markt sagt, nicht was ich glaube, was er sagen wird.

Szenario. Seit dem Jahreswechsel haben die westlichen Aktienmärkte den Fokus verloren, sie verarbeiten die Rally der vergangenen zwei Monate und suchen Richtung. Neben geopolitischen Risiken (Ukraine, Gaza, Rotes Meer) dürfte ein mittlerweile verbreiteter Zins-Optimismus das größte Risiko für Anleger sein, die sich auf dem Markthochplateau aufhalten. Wohl eine Investorenmehrheit rechnet mittlerweile damit, dass Fed-Chef Jerome Powell im Wahljahr 2024 die Zentralbankzinsen in sechs Schritten zu je 25 Basispunkten senken wird. Der erste Schritt soll bei der Fed-Sitzung am 20.3.2024 beschlossen werden. Mit anderen Worten:

Solche Zinssenkungen sind als Erwartung in den derzeitigen Kursen „drin“.

Weiterlesen auf -> depoleon.de <-

Hier die -> Autoren von Mr. Market <-

Erfolgsfaktor Positionsgröße

Wenn sie sich am Aktienmarkt engagieren, sollten sie dringend die Bedeutung der Positionsgröße kennen. Punkt, kein aber!

Warum ich das so betone?

Weil an der Börse - egal ob als Trader oder Investor - die Psychologie mindestens 50% des Erfolges ausmacht, ich sage aus mehr als 30 Jahren Erfahrung sogar: zwei Drittel!

All das worüber sich gerne der Kopf zerbrochen wird - diverse Techniken, Taktiken, Meinungen, Makrolage, Marktmechanik etc - sind zwar nicht unwichtig und man sollte schon sein Handwerkszeug beherrschen, sind aber *nicht* der Kern der Herausforderung, die so viele am Markt scheitern lässt.

Denn es gibt viele Wege nach Rom im Sinne des Börsenerfolges, keiner funktioniert aber ohne Auseinandersetzung mit der eigenen Psychologie!

Dieser beständige Herausforderung wird von uns bei Mr. Market auch spöttisch-liebevoll unser "Affenhirn" genannt. Eine Ansammlung von Verhaltensweisen, die in zehntausenden Jahren Menschheitsgeschichte für das Überleben in einer feindlichen Natur optimiert wurden, aber nicht für das Agieren in selbstreferentiellen Systemen wie dem Aktienmarkt geeignet sind. Die Sorgen von "Affen" in der Savanne endeten auch beim Überleben, den Raubtieren, den Bananen und dem Rang in der sozialen Hackordnung des Stammes. Die Wallstreet war von ihnen so weit weg, wie eine Kuh von der Mondfahrt.

Was das mit der Positionsgröße zu tun hat, kann ich ihnen an einem einfachen Beispiel zeigen.

Viele träumen doch davon, so eine Superaktie wie beispielsweise Apple frühzeitig zu finden und damit reich zu werden. Manchmal ist das ja theoretisch auch gar nicht so schwer, am 09. Januar 2007 hat Steve Jobs zum Beispiel das iPhone auf der Macworld San Francisco vorgestellt. Und es waren gar nicht wenige, die das revolutionäre Potential damals sofort erkannt haben und die Aktie sofort hätten kaufen und einfach halten können.

Ich habe damals übrigens als Nokia Nutzer nicht sofort dazu gehört und habe etwas gebraucht, dafür habe ich bei Tesla das Potential vor dem großen ersten Schub sofort erkannt und auch investiert. Das ist kein Spruch, sondern hier im Blog vor nun fast 12 Jahren dokumentiert und nachzulesen. Seitdem hat sich Tesla um ca. 20.000% verteuert, theoretisch Faktor 200 auf das Einstiegskapital. Sehr nett:
-> Tesla Motors – die Zukunft des Automobils in einer der spannendsten Aktien der Welt <-

Aber zurück zu Apple, nehmen wir an, sie haben da im Januar 2007 gekauft und gehalten, dann sind sie rückgerechnet mit ca. 3 USD eingestiegen und haben heute einen Kurs von 170 USD oder 5.700% Gewinn, Faktor 57 auf das Einstiegskapital. Nehmen wir weiter an, sie waren klug und haben damals 10.000$ auf Steve Jobs gesetzt, dann sind das heute 570.000$ - sehr nett. 😛

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Warum sie nun unbedingt Anleihen verstehen sollten!

Man glaubt es kaum, den Kern dieses Artikels stelle ich nun zum dritten Mal in den freien Bereich ein, weil ich denke dass es nötig und hilfreich ist.

Denn bedingt durch die Null- und Negativzins-Politik der Notenbanken über mehr als 10 Jahre, waren Anleihen für Privatanleger lange unattraktiv.

Weswegen auch das Wissen darum, bei vielen völlig verschwunden sein dürfte, ein hohe Zahl der privaten Anleger, die prinzipiell nach langfristig attraktiven Investments suchen, werden nicht erklären können, wie Anleihen funktionieren und das ist natürlich eine toxische Mischung, die zu einer Menge an Fehlentscheidungen führt.

Heute aber, nachdem die großen Notenbanken die Leitzinsen wieder in die Region zwischen 4 und 5% gedrückt haben, sind Anleihen auch für Privatanleger wieder eine attraktive Anlageklasse, die besonders in einem ausgewogenen Langfristdepot ein sinnvoller Ausgleichsmechanismus (Hedge) bei Krisen und konjunkturellen Einbrüchen sein können.

Wenn wir auf das langfristige Bild in den US schauen sehen wir schnell, dass wir aktuell in eine Phase des positiven Realzinses eintreten, mit einer kurzen 2019er Ausnahme die *erste derartige Phase seit Lehman!*:

Aber wie oben schon erwähnt, ist bei Anleihen ja nicht nur die Renditefrage alleine relevant, im Zusammenspiel mit Aktien können sie in einem klassischen 60/40 Portfolio durchaus eine stabilisierende Wirkung entfalten, solange die Notenbanken eine klassische Konjunkturpolitik betreiben und im Boom die Zinsen anheben und in der Baisse diese senken.

Auch die absolute Höhe scheint nun attraktiv, denn aufgrund der massiven Überschuldung der westlichen Staaten erscheint es unwahrscheinlich, dass diese dauerhaft mit Zinsen oberhalb 4% leben können, weil der Schuldendienst diese dann erdrücken würde.

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Volatiler Börsenherbst

Der Sommer ist vorbei, auch vom Wetter her, hier bei uns in Südbayern schüttet es heute aus Kübeln und die Tagestemperaturen liegen bei 15 Grad.

Aber er ist auch aus Börsensicht vorbei, mit der Notenbanktagung Jackson Hole Ende letzter Woche, spätestens aber mit dem "Labor Day" am kommenden Montag 04.09., endet die Phase des Sommerhandels, die Wallstreet füllt sich wieder, die "A-Teams" übernehmen wieder die Regie.

Auch bei Mr. Market sind die Sommerferien vorbei, ich sitze wieder täglich vor dem Schirm und schreibe für die Mitglieder - der erste "Live-Stream" hat gestern schon stattgefunden. Der "Live-Stream" ist kein Video, es ist eine tägliche Kommentierung des Börsengeschehens, die Stück für Stück und Live grob zwischen 15 und 18 Uhr erfolgt.

Hier im freien Bereich will ich nur kurz an meinen Artikel zum -> Sommerhandel <- anknüpfen, denn natürlich werden jetzt wieder allerlei Prognosen herumgereicht, wie das weitere Börsengeschehen hin zum Jahresende nun sein "muss".

Dabei ist das Schwachsinn, findet aber immer wieder seine Follower, denn der Markt "muss" gar nichts!

Stellen wir uns nur mal vor, Chinas Xi würde nun früher als erwartet zur Eroberung Taiwans ansetzen und wir wachen in 3 Wochen mit Bildern von anlandenden chinesischen Soldaten auf, unterlegt mit asiatischen Märkten, die um mindestens 10% kollabieren - wenn das mal reicht, was ich eher nicht glaube.

Dann wäre mit einem Schlag alles anders und alle Annahmen pulverisiert und die Wahrscheinlichkeit dass das schon bald passiert ist zwar nicht sehr hoch, aber eben nicht Null!

Womit wir bei dem Wichtigen sind, das man wirklich seriös über den Markt sagen kann und das sind *Wahrscheinlichkeiten* und keine Gewissheiten!

Wahrscheinlich - nicht sicher - ist, dass die aktuelle Korrektur- bzw Konsolidierungsbewegung der berühmte eine Schritt zurück ist, den jeder neue Aufwärtstrend braucht.

Ein Verlauf wie im folgenden Chart indiziert hat also gute Chancen, nachdem wir vielleicht noch bis maximal 4.200 im S&P500 fallen könnten, dann aber irgendwann im September bis spätestens Mitte Oktober ein kaufbares Tief erreicht wird, das dann zum Jahresende gute Chancen bietet:

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Sommerhandel

Ende Juli, Hochsommer, die meisten Anleger weilen nun in den Ferien.

Auch an der Wallstreet ist das so, am heutigen Donnerstag liegen FED und EZB hinter uns und viele der Händler der Wallstreet fliehen weit weg in die Ferien oder wenigstens in die -> Hamptons <--, die Region am Ostende von "Long Island", in der vermögende New Yorker gerne Landhäuser am Meer besitzen.

DimiTalen, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons
DimiTalen, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ich meine -> so etwas hier <-, ein Traum von einem Haus direkt am Meer. Die Hamptons sind gute 150km oder 2-3 Autostunden von New York entfernt, aber ein "Gordon Gekko" der etwas auf sich hält, fliegt natürlich mit dem Hubschrauber. 😉

Jetzt will ich ihnen aber nicht weismachen, dass sie nur bei Mr. Market Mitglied werden müssen, um sich so etwas leisten zu können. 😛

Ehrlich gesagt ist so ein Anwesen auch eine Last, das nur dann Sinn macht, wenn man sich auch gleich Heerscharen an Angestellten leisten kann und auch das kann eine Last sein, denn auch die wollen ja gesteuert, bezahlt und bei Laune gehalten werden.

Nein, ab einem gewissen Punkt, an dem man -> wahre finanzielle Freiheit <- erlangt hat, ist noch mehr Besitz keine zwingende Steigerung der Lebensqualität mehr und oft nur noch Last. Und solche Anwesen würde ich mir, nur um Urlaub zu machen, auch nicht dauerhaft ans Bein binden wollen.

Aber ein Traum sind die Hamptons schon, obwohl ich oft und regelmässig in New York war, habe ich es nur einmal in meinem Leben kurz in die Hamptons geschafft und ein paar zeitlose Wochen in so einem Haus dort direkt am Meer stehen eigentlich noch aus, vielleicht im nächsten Leben. 🙂

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Der Volumenschub Trade

Heute will ich im freien Bereich mal ein Grundlagenthema aus dem Bereich Trading bzw. präziser Swing-Trading anteasern.

Der Umgang mit Marktstrukturen und das Trading nimmt im Blog auch einigen Raum ein, hier im freien Bereich mache ich das selten deutlich, weil man zum Thema einige Grundlagen braucht und Aussagen ohne diese, eher kontraproduktiv sind. Das liegt auch an unzähligen Missverständnisse und Fehlkonzeptionen rund um die Markttechnik, die so vielfältig und tief verwurzelt sind, dass man gegen Betonwände anredet und da ist es besser die Energie auf die Mitglieder zu richten, die es auch wirklich aufnehmen wollen.

Schon alleine der Satz von *der Charttechnik* ist grober Unfug, weil das so tut, als ob das eine geschlossene und geprüfte "Wissenschaft" wäre. Die Wahrheit ist, jeder kann ein paar bunte Linien malen, auch wenn er keine Ahnung hat und in diesem Stil gibt es wirklich eine Menge Unsinn, der unter der Überschrift "Charttechnik" verbreitet wird. Witzigerweise werden Anfänger gerade von dem Unsinn angezogen, weil er eine herbeigewünschte Berechenbarkeit vermittelt.

Ein weiterer Klassiker ist die implizite Annahme, dass Charts dazu gut wären die Zukunft vorherzusagen. Und dann wundern sich die Leute, dass es nicht funktioniert, echt lustig. Nein das sind sie überhaupt nicht, Charts kennen die Zukunft ebensowenig wie Fundamentaldaten, es sind vielmehr *Landkarten der Marktkräfte im Hier und Jetzt*. Nicht mehr, aber auch nicht weniger und ohne Landkarte sollte niemand auf eine Anlagereise gehen.

Ich will das Grundsätzliche jetzt hier nicht vertiefen, nur auf den letzten Artikel im freien Bereich hinweisen, in dem ich diese Problematik auch thematisiert habe: -> Das Buchhalter-Problem bei der Marktbetrachtung <-

Ich zitiere den Kernsatz:

Die Kunst und die wahre Aufgabe der Markt- und Chart-Technik ist, die wichtigsten, die dominanten Strukturen heraus zu arbeiten und damit handelbar zu machen.

Es geht um das Handeln in Unsicherheit und Charts zeigen uns als Landkarten des Marktes, wo die dominanten Bewegungen sind, auf die wir aufbauen können.

Ganz konkret will ich das mit ihnen nun für eine Swing-Trading-Setup besprechen, das ich den *ersten Volumenschub* nenne. Es gibt für dieses Muster unzählige andere Namen, manche versuchen das Muster dann für sich zu *claimen*, weil sie dem einen netten Abkürzungsnamen geben, der das dann "exklusiv" aussehen lassen soll.

Wie alles am Markt und in der Markttechnik sind diese Muster aber uralt, die haben schon die Wyckoffs und Livermores der Geschichte gekannt und die Prinzipien sind universell und funktionieren einfach.

Dieses Muster ist *der erste Volumenschub* und das tritt dann auf, wenn bei einer Aktie - zum Beispiel durch eine überraschende Nachricht - eine grundlegende Einschätzungsänderung des Marktes vorgenommen wird.

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Das Wichtigste

Das Wichtigste muss man immer wiederholen. Denn an der Börse wird das Wichtigste immer wieder verdrängt oder erst gar nicht erst verstanden. Denn das Wichtigste ist keineswegs deckungsgleich mit dem, was am leichtesten verständlich ist. Wäre es anders, wäre jeder an der Börse erfolgreich.

Da werden zum Beispiel Stunden um Stunden in vermeintlich "tiefgründigen" Fundamentalanalysen von Aktien gesteckt ("vergründelt"), die man sich gleich sparen und die Zeit besser am Strand verbringen könnte, weil es kurz - und mittelfristig keinen Vorteil gegenüber dem Markt generieren kann und schon gar nicht für Timing geeignet ist.

Oder es werden Mengen an bunten Indikatoren zu Kurs und Volumen hinzugefügt, im irrigen Gedanken, dass man damit neue Informationen hätte und einen Vorteil gegenüber dem Markt erzielen könnte.

Das Wichtigstes wird aber zu oft beiseite geschoben und nicht einmal verstanden. Es ist der Satz:

Der Markt ist ein selbstreferentieller (reflexiver) Diskontierungsmechanismus!

In diesem Artikel will ich noch einmal aufdröseln, was das für uns bedeutet. Fangen wir mit dem Diskontierungsmechanismus an.

Diskontierung bedeutet, dass erwartete Ereignisse der Zukunft in ihrer Bedeutung in die Gegenwart "zurückgerechnet" werden, also "diskontiert" werden. Oder in anderen Worten, der Markt versucht zu bestimmen, welchen wirtschaftlichen Wert eine erwartete, zukünftige Entwicklung in der Gegenwart besitzt.

Jetzt ist das nichts Geheimnisvolles, jeder von uns funktioniert instinktiv genau so. Auch "der Markt" ist nichts Geheimnisvolles, das sind Sie und ich und jeder andere Marktteilnehmer.

Stellen wir uns vor, wir bekommen die Nachricht, dass bei einer Aktie in einem Jahr wahrscheinlich ein bestimmtes Ereignis eintritt. Zum Beispiel könnten wir die Erwartung haben, dass bei einem Biotech-Wert in einem Jahr eine Freigabe als Medikament erfolgt und dann die Umsätze hochgehen.

Sofort stellt sich dann jeder von uns ganz intensiv die Frage, ob diese Erwartung eines Geschehens in einem Jahr, nicht schon heute einen Kauf sinnvoll macht. Und wenn ja, *wieviel* man dafür bezahlen darf, denn es bleibt ja ein Unsicherheitsfaktor und es macht daher keinen Sinn, den erwarteten, positiven Effekt schon heute zu 100% zu bezahlen.

Genau das ist die *Diskontierung* von zukünftigen, erwarteten Ereignissen. Jeder Markteilnehmer macht das instinktiv, sie, ich und jeder "Guru" auch.

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Der neue Tech-Bullenmarkt und was wir von den 90er Jahren lernen können

Die Mitglieder wissen es von mir schon länger. Während die fundamentalen Auguren der Neuzeit noch mediale Rezessionssorgen verbreiten, die der Markt schon weitgehend eingepreist hat und während das politische Kasperletheater um das US Debt Limit noch Unsicherheit verbreitet, spricht einiges dafür, dass im Tech-Sektor schon ein neuer Bullenmarkt im Gange ist.

Ja, ein neuer Bullenmarkt, ich meine was ich sage. Der Bärenmarkt in Tech hat auch nicht erst Anfang 2022 begonnen, sondern schon im Frühjahr 2021, wo viele der kleineren Hype-Aktien schon ihre Abwärtsfahrt begannen, während die Schwergewichte bis Ende 2022 die Indizes noch zusammengehalten haben.

Technisch gesehen, hatte dieser Bärenmarkt seinen Tiefpunkt wohl am 13.10.22, einem Datum das wir schon kurz danach in seiner Bedeutung erkannt haben. Aber nur weil ein Bärenmarkt endet, ist kein neuer Bullenmarkt da, sondern nur ein Interregnum, eine Übergangsphase.

Aber das "Spiel auf dem Platz" sendet eindeutige Signale, weswegen ein derartiger, weiterer Verlauf in 2023 prinzipiell gute Chancen besitzt.

Keine Sicherheit, Sicherheit gibt es am Markt nie und vielleicht haben wir Pech und morgen bricht irgendwo ein Atomkrieg aus und alles ist anders. Aber auf Basis des heute vorhandenen Wissens hat das gute Chancen, die Price-Action deutet klar in diese Richtung:

Ein neuer Bullenmarkt, der Jahre tragen soll, ist aber mehr als ein Rebound und braucht immer einen Katalysator, ein Thema, an dem man erhebliche Produktivitätssteigerungen festmachen kann.

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