Assa Abloy, Schneider Electric, Bouygues, die Mr-Market Mitgliedschaft und der Nutzwert



Ich gestehe, ich habe hier mit dem freien Bereich einen kleinen Zielkonflikt. Letztlich dient der freie Bereich ja als "Schaufenster" in den Premium-Bereich, ich möchte Ihnen hier ein Bild davon vermitteln, was Sie im Premium-Bereich erwartet.

Wenn Sie schon länger von aussen um Mr-Market "herumstreichen", wissen Sie ja aber auch, dass ich dieses "Schaufenster" auf ungewöhnliche Art und Weise betreibe.

Keine Werbung, keine Banner, keine Lockvogelangebote mit Rabatten, keine Advertorials, keine reisserischen Versprechungen und schon gar kein permanentes Brüsten mit "eingetroffenen Prognosen" und "erfolgreichen Tips". Wenn Sie hier schon länger lesen, wissen Sie schon wie ich über die -> Prognosiritis < - denke.

Diese bewusste Reduktion auf viel Text und den Verzicht auf jegliche Schaueffekte hat auch einen Grund: Ich will eindeutig nicht *jeden* als Mitglied der Community. Mir geht es defintiv *nicht* darum, hier eine möglichst hohe Anzahl Leser um jeden Preis zu haben. Vielmehr soll der freie Bereich zu einer gesunden Selektion derer führen, die wirklich reif für die tiefergehenden Inhalte dieses Blogs sind. Auch die Notwendigkeit zu zahlen, ist dann eine Selektion, die die ernsthaft Interessierten, von der Menge der "Vorbeiklicker" separiert.

Das wichtige Wort ist dabei "um jeden Preis". Selbstverständlich freue ich mich über neue Mitglieder, alleine schon weil die immer weiter wachsende Community ja Ausweis des Erfolges ist. Sie zeigt sozusagen, dass ich meine Zeit und Energie nicht sinnlos verschleudere.

Und natürlich ist auch der damit verbundene Umsatz wichtig, weil er Ausdruck der Wertschätzung ist und überhaupt legitimiert, wie sehr ich mich bemühe. Sie wissen, ich halte von der Umsonst-Kultur des Internets herzlich wenig. Sie hat die Medien erst zu diesem traurigen Zustand gebracht, den wir jetzt vorfinden. Es existiert eben doch ein Zusammenhang zwischen der Qualität und Substanz von Artikeln und der Not, über reisserische Überschriften und Texte um Leser zu heischen. Beides steht im Widerspruch und da auch Redakteure und Blogger ja ihre Familie ernähren müssen, wird das Geld dann "hintenrum" eingenommen. "Kostenlos" ist im Internet nur die Fassade für alle, die sich davon blenden lassen wollen.

Lange Rede kurzer Sinn, ich möchte schon möglichst viele Mitglieder und diese Community soll immer weiter wachsen und damit auch bedeutender in ihrer Stimme werden, so wie das die letzten 4 Jahre ja gelungen ist. Ich will aber nur Mitglieder, die anlagetechnisch "reif" für Mr-Market sind und auch an sich arbeiten wollen, damit diese Community weiter befruchtet wird. Und das ist idealerweise dann der Fall, wenn etwas Erfahrung vorhanden ist und man schon mal selber am Markt auf die Nase gefallen ist.

Wenn man so will, wenn ein wenig Demut und Selbsterkenntnis in die Anleger gekrochen ist. Denn ohne diese, kommt man mit differenzierten Texten noch nicht gegen die schnellen Verheissungen der "heissen Tips" und "sicheren Gewinne" an, mit denen die diversen Verkäufer da draussen auf Kundenfang gehen. Ich könnte es auch mit Yoda formulieren auf die Frage, ob die Verheissungen der "dunklen Anlage-Seite" stärker seien: "Nein, Nein, Nein! Schneller, leichter, verführerischer". 😉

Deshalb mache ich es Ihnen hier im freien Bereich nicht einfach. Ich spreche hier kaum über einzelne Chancen und Opportunitäten, ich mache Ihnen den Mund nicht mit Chancen wässrig. Sondern ich lege Wert darauf, das Grundsätzliche herüber zu bringen. Wer aber permanent den unmittelbaren, leicht verdaulichen "Nutzwert" sucht, wird damit eher abgestossen. Und das ist gut so und so gewollt, denn es gibt keinen einfachen und schnellen Weg zum Markterfolg und wer diese Erkenntnis noch nicht hat, ist noch nicht reif.

Trotzdem ist dieser "Nutzwert" ja tagtäglich massiv vorhanden. Ca. 2/3 der Themen und Artikel im Premium-Bereich, drehen sich jeden Tag um Aktualität, Chancen und Gelegenheiten, die uns der Markt bietet und zwar von langfristigen Investments bis kurzfristigen Intraday-Trades.

Es kann ja auch gar nicht anders sein, bei ca. 3 Artikeln pro Tag alleine von mir, kann man ja das grundsätzliche Rad des Marktes nicht jeden Tag wieder neu erfinden, vielmehr nutze ich die Aktualität, um die grundsätzlichen Themen immer wieder am konkreten Fall zu vermitteln.

Heute will ich Ihnen daher mal auch mal zeigen, was an konkreten Ideen auch permanent hier generiert wird. Und besonders schön ist das ja immer, wenn man mal in die Vergangenheit schaut. Hier ist also ein Artikel von Mitte März zu europäischen Opportunitäten, ein Thema, das ja diese Woche besonders virulent ist.

Viel Spass dabei. Und stellen Sie sich mal die Frage, ob Sie nicht doch etwas Energie in den Erfolg ihres Depots investieren wollen. Ohne Schweiss kein Preiss, diese Wahrheit war schon vor Yoda bekannt. 😉

Ihr Hari

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Nehmen wir mal an - Drei europäische Ideen

Artikel vom 16.03.17 im Premium Bereich

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Die Logik der Markttechnik



Die folgenden Worte habe ich schon oft gesagt. Und es ist doch immer wieder nötig. Denn wenn etwas den "normalen" Anleger typischerweise auszeichnet, ist es der Glaube Markttechnik sei "Hokuspokus" und fundamentale Betrachtungen würden ihn zum Erfolg führen. Warum nur, schafft es kaum jemand dieser Anleger mit Aktien erfolgreich zu sein?

Denn die reale Welt ist genau anders herum, Markttechnik verschafft dem normalen Anleger überhaupt eine Chance - keine Sicherheit, eine Chance - während es ihm in der Regel an Zeit und Kompetenz fehlt, mit fundamentalen Argumenten einen Mehrwert zu dem zu schaffen, was der Markt sowieso schon in die Kurse gepackt hat.

Das liegt nicht daran, dass fundamentale Analysen nicht funktionieren würden, es liegt an den unterschätzten Anforderungen, die an diese zu stellen sind um einen Mehrwert zu schaffen. Im Artikel -> Gedanken zum langfristigen Vermögensaufbau und zum Zerrbild des Value-Investing <- habe ich das vor Jahren ausführlich dargestellt.

Das grosse Missverständnis aller, die Markttechnik für "Hokuspokus" halten ist, dass sie *Weisssagungen* mit *Wahrscheinlichkeiten* verwechseln und *Prognosen* mit *Szenarien*. Vor ein paar Wochen gab es dazu einen (für mich) eher peinlichen Artikel eines Professors -> in der FAZ <-, der so von den üblichen Missverständnissen strotzt, dass er mir nur zeigt, wo ich meinen Sohn besser nicht studieren lassen sollte. Ich will ich mich hier aber nicht an anderen abarbeiten, dafür ist mein Leben zu kurz, sondern das nur als prägnantes Beispiel für die typischen, zweidimensionalen Denkstrukturen verstanden wissen und ansonsten nicht weiter darauf eingehen.

Aber auf den Kern der Markttechnik will ich Sie hier aufmerksam machen. Einen Kern, den ich an dem Chart des SP500 festmachen will, das ich Ihnen letzte Woche in -> Mal Hinschauen! <- gezeigt habe. Dieses Chart sah so aus:

Und nun, nach der Wahl in Frankreich, spricht viel dafür, dass es eintreten könnte. Konnte man also das Ergebnis aus der Vergangenheit herleiten?

Quatsch, was ein Blödsinn. Aus der Vergangenheit lässt sich die Zukunft nicht sicher herleiten. Es hätte ebensogut auf Melenchon vs LePen heraus laufen können und dann wäre das Chart hier weggeknickt! Seriöse Markttechniker unterliegen nicht der -> Prognosiritis <-, das bleibt den medialen "Gurus" überlassen und all den Anlage-Schafen, die diesen "Gurus" hinterher rennen wollen.

Wenn es keine Prognose war, ist es denn dann Zufall, dass es hier nun nach oben geht? Nein, ist es auch nicht.

Denn Markttechnik ist eben nicht nur bunte Muster, sie ist richtig interpretiert ein Abbild der Kräfte im reflexiven Markt. Und Dinge wie Unterstützung und Widerstände haben ganz reale Grundlagen im Kampf zwischen Angebot und Nachfrage, die in der Psychologie der Marktteilnehmer begründet sind. Es ist eben mehr als ein Muster, es ist mehr mit einem komplexen Strömungsbild eines wilden Flusses an Stromschnellen vergleichbar. Dieses Strömungsbild ist auch nur eine Momentaufnahme, es lässt dem kundigen Auge aber wichtige Schlüsse auf die Strömungsstruktur des ganzen Flusses zu. Und damit kann man auch mit Wahrscheinlichkeiten Modelle entwickeln, wohin es ein Boot treiben würde.

Wir hatten im Markt sehr eindeutig seit Anfang März eine langwierige Konsolidierung, in der die bis dahin überkaufte Markttechnik abgebaut wurde. Während Anfang März die Chance auf weitere Anstiege also eher gering war und man mit einer Korrektur rechnen musste, ist nun das Korrekturrisiko gesunken und die Chance auf eine neue Anstiegsphase ist gestiegen. Gestiegen, das Wort ist wichtig, nicht sicher.

Dabei haben wir es also nur mit Wahrscheinlichkeiten und Szenarien zu tun. Das Chart oben, hat uns also ein realistisches Szenario gezeigt, das sich nun in den Wahrscheinlichkeiten nach vorne schob. Damit wusste immer noch niemand, wie die Wahl in Frankreich ausgehen würde. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese zu einer Auflösung nach oben führen würde, war aber gestiegen, weil einige negative Sorgen nun schon verarbeitet wurden und das war in der flaggenartigen Konsolidierung sichtbar.

Genau das ist, was gute Markttechnik leisten kann. Sie arbeitet die Pfade der Wahrscheinlichkeiten und Strömungen des Marktes etwas heraus und verbessert damit das Chance/Risiko Verhältnis der Entscheidungen. Um es etwas simplizistisch darzustellen, erhöht sie die Chance die "richtige" Entscheidung zu treffen von 50% (Zufall) auf 55-60%. Aber 40-45% treten im Einzelfall eben auch fast jedes zweite Mal ein, trotzdem generiert die Statistik einen Vorteil, wenn man markttechnische Erwägungen berücksichtigt.

Nicht mehr, aber auch nicht weniger liefert die Markttechnik. Wer solche Charts für Prognosen hält, argumentiert mit Verlaub am Thema vorbei. Und wer die Märkte nicht als soziale, selbstreferentielle Systeme begreifen kann - das was man die -> Reflexivität <- nennt - redet als Blinder über Farben.

Selbstreferentielle, soziale, chaotische Systeme - und der Aktienmarkt gehört dazu - haben sehr wohl dynamische, wiederkehrende Muster. Nur lassen sich diese nicht mit zweidimensionaler Logik fassen. Es gibt mit der Systemtheorie einen eigenen Wissenszweig, der sich genau damit befasst. Leider ist die sehr mechanistisch denkende VWL davon noch nicht ausreichend befruchtet, der "Prognosekraft" der "Wirtschaftsweisen" würde es wohl gut tun. 😉

Wer sich für diese spannenden und wichtigen Themen der Systemtheorie interessiert, die viel mit dem Aktienmarkt und der Markttechnik zu tun haben, findet hier in der Wikipedia zu -> komplexen adaptiven Systemen <- ein paar Begriffe, um bei der Recherche weiter zu verzweigen.

Wir haben also die Wahl. Wir können auf diesen kleinen Edge, den uns die Markttechnik gewähren kann verzichten, oder wir können diesen zu unserem Wohl nutzen, wohl wissend, dass damit nie Sicherheiten verbunden sind.

Welche Entscheidung wir hier bei Mr-Market treffen, dürfte klar sein. Es ist der pragmatische Weg, nach dem alles gut ist was hilft und funktioniert. 😉

Um den Punkt wieder mit einer Metapher zu machen, ein guter, erfahrener Markttechniker ist wie ein alter Bauer, der morgens aus seiner Kate heraus tritt, schnuppert, das Gras anfasst, um sich schaut und dann ein erstaunlich gutes Szenario für den weiteren Wetterverlauf des Tages hat.

Nur eine in ein paar Stunden eintreffende Gewitterfront, die noch hinter den Bergen verborgen nicht sichtbar ist, kann auch der Bauer nicht antizipieren. Wie denn auch, darum geht es doch auch gar nicht. Trotzdem verschafft dieser von Mustern geprägte Wetter-Instinkt dem Bauern einen Vorteil, den er zum Wohl seiner Familie und seiner Arbeit nutzen gelernt hat.

Ihr Hari

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Willkommen! Mein Name ist Michael Schulte, hier im Blog "Hari" genannt.

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Und ich möchte Sie unterstützen, in dem ich Ihnen die tägliche, aktive Marktbegleitung eines Börsen-Profis anbiete.

Mr-Market ist anders

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Seit Mr-Market Ende 2011 startete, ist es das Ziel, engagierten und eigenverantwortlich agierenden Anlegern, eine völlig unabhängige und vertrauenswürdige Plattform zu bieten, auf der man gemeinsam lernen, sich austauschen und als Anleger wachsen kann.

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