Korrekturgedanken

Wir stehen vor der besten Korrekturchance an den Märkten seit Trumps Sieg im November letzten Jahres, was ich gestern Abend schon in -> diesem Tweet <- gesagt habe. Überfällig ist so eine "normale" 5-10% Korrektur sowieso schon lange.

Detaillierte Aussagen zu den Zielen, Wahrscheinlichkeiten und Varianten dieses Korrekturpotentials, sind dem Premium-Bereich vorbehalten. Hier im freien Bereich, will ich aber wenigstens ein paar ganz grundsätzliche, grundlegende Worte loswerden, die Ihnen helfen, das Geschehen ein wenig einzuordnen.

Erstens, ist eine solche Korrektur wie oben gesagt nun seit Monaten mehr als überfällig. 5-10% Korrekturen gehören am Markt einfach dazu und wer sich davon in Angst und Schrecken versetzen lässt, darf besser gar nicht an die Börse. Ein Markt der sich zwei Schritte vor und einen zurück bewegt, ist ein gesunder Markt, man nennt das auch Trend.

Zweitens, ist die Wahrscheinlichkeit weiter hoch, dass diese Sommer-Korrektur - wenn sie überhaupt kommt - trotzdem zum Jahresende hin eine Chance und gute Kaufgelegenheit darstellt. Denn wir sind immer noch in einem massiven Bullenmarkt und Anzeichen dass sich das ändert sind bisher weit und breit nicht zu sehen. Betrachten wir diese Korrektur also bis auf Weiteres als gesundes Sommergewitter in einer Hochdruckphase.

Drittens, ist die Sommerkorrektur selbst heute keine Gewissheit, sondern bestenfalls eine 50% Chance. Der Dip-Reflex des Marktes ist so stark, dass man immer mit ihm rechnen muss. Gerade jetzt, kurz vor dem Quartalsende, wäre ein sofortiger Rebound keine Überraschung, das Fenster für weitere Schwäche ist dann eher Anfang Juli.

Viertens, wirkt die Korrektur in Euro-Depots besonders schlimm, weil der Euro nach Draghis Kommentaren gestern eine Rally von fast 1,5% zum Dollar hingelegt hat. Das ist aber aus der Sicht einer Weltwährung eine Illusion, ebenso wie die nominellen "Gewinne" aus einem fallenden Euro in Realität auch nie da waren. Kurz, die "Kaufkraft" Ihres Depots im Weltmasstab, ist gestern weit weniger gefallen, als es das nominelle Minus in Euro erscheinen lässt. Gerade wer einigen Euro-Cash hatte, hat also "profitiert", ohne dass man das in einer Euro-Bewertung eines Depots sehen kann.

Fünftens, war erfahrenen Marktbeobachtern sowieso klar, dass dieser Sommer ein hohes Korrekturpotential hat. Ihnen habe ich das schon vor einem Monat in -> Der Börsen-Juni kurz und klar <- beschrieben. Wer nun im Vorfeld sein Exposure verringert und die Cashquote erhöht hat, darf das Geschehen ganz gelassen betrachten und sich eher auf die kommenden Kaufgelegenheiten freuen, wenn und falls die Korrektur einen Boden findet. Sicher ist auch ein ganz anderer, katastrophaler Ausgang möglich, die Zukunft ist ungewiss. Wir tun aber gut daran, unser Handeln nach wahrscheinlichen Szenarien auszurichten und nicht nach Extremszenarien.

Ihr Hari

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Der Zeithorizont – Kern jeder Marktaussage

Der folgende, kurze Artikel ist von so grundsätzlichem Charakter, dass er immmer wieder die nötige Aufmerksamkeit bekommen sollte.

Denn es gibt etwas, das sich die wenigsten der normalen Anleger klar machen, wenn sie über den Markt reden oder darüber lesen:

Ohne eine konkrete Definition des Zeithorizontes, sind alle Kommentare zum Markt völlig wertlos!

Warum ? Ganz einfach. Weil ein Markt sich gleichzeitig! auf der langfristigen Ebene (Monate, Jahre) in einem Abwärtstrend befinden kann. Sich auf der mittelfristigen Ebene (Wochen, Monate) in einem gegenläufigen Aufwärtstrend befinden kann. Und sich auf der kurzfristigen Ebene (Stunden, Tage) vielleicht gerade als perfekter Short darstellt. Alles gleichzeitig!

Das ist auch kein Sonderfall, sondern völlig normal, dass der Markt auf unterschiedlichen Zeitebenen sich in unterschiedlichen Situationen befindet. Was also sagt Ihnen das, wenn Ihnen jemand erzählt, er hätte gerade die XYZ Aktie gekauft oder verkauft ? Nichts ! Absolut Nichts!

Denn vielleicht war es ein Intraday Trade und vielleicht eine langfristige Investition. Ohne das zu wissen, ohne also zu wissen, was das Ziel der Transaktion ist, sind Aussagen zum eigenen Handeln ohne jeden Wert und ohne Aussagekraft!

Es ist auch einer der klassischen Standardfehler, den Otto Normalanleger jeden Tag tausendfach wieder macht, diese Zeithorizonte wild zu vermischen und sich beim Handeln gar nicht bewusst zu machen.

Da hat sich der Anleger eine Aktie als Investments ins Depot gelegt, die er wegen der langfristigen Aussichten nun dauerhaft und über viele Jahre halten will. Wenige Wochen danach bei der ersten Korrektur aber, wird ihm so mulmig, dass er die Aktie wieder verkauft.

Langfristige Absichten, aber von kurzfristigen Sorgen zum Handeln getrieben - so kann das nicht funktionieren.

Oder anders herum. Der Anleger wollte kurzfristig auf einen Anstieg wetten, nur fällt die Aktie. Statt dieses zu verkaufen und den Schmerz des Verlustes zu ertragen, hält er sie aber im Depot und beschliesst die Delle auszusitzen, frei nach dem Motto "die steigt schon wieder" - nur leider tut sie es natürlich nicht.

Kurzfristige Pläne, die in ein langfristiges Investment umgewidmet werden, weil man nicht den Mumm hat den Verlust zu realisieren - so kann das nicht funktionieren.

Und so könnte ich endlos weitere Beispiele finden. Nehmen wir aktuell den DAX:

Langfristig wunderbarer Aufwärtstrend, trotz Momentumverlust immer noch intakt:

Kurzfristig etwas dubioser Trendkanal mit Risiko eines Bruchs nach unten:

Ist das jetzt ein Widerspruch? Nein überhaupt nicht, beides ist wahr. Wir sind in einem Bullenmarkt, dem noch was zuzutrauen ist, aber kurzfristig besteht erhöhte Korrekturgefahr.

Es ist deshalb immer wichtig zu wissen, auf welchen Zeithorizont sich Aussagen zum Markt beziehen. Ohne diesen, sind Aussagen wertlos.

Und es ist eminent wichtig, bei den Handlungen konsistent im geplanten Zeithorizont zu agieren. Aus langfristigen Erwägungen zu kaufen und aus kurzfristigen Erwägungen zu verkaufen und umgedreht, wird nur zu einem führen: Verlust und Frust.

Sich über den Zeithorizont im Klaren zu sein, in dem man agieren will, ist einfach zentral. Und auch Argumenten zu folgen hat nur dann Sinn, wenn sie im gewählten Zeithorizont Relevanz haben. Welche Relevanz haben beispielsweise langfristige Sorgen um aufkommende Konkurrenz und die Margen eines Unternehmens, wenn Sie einen kurzfristigen Trade über maximal wenige Tage machen wollen? Eben - genau keine!

Der Zeithorizont ist eben ein zentrales Wort, das wir uns hinter die Ohren schreiben sollten!

Ihr Hari

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