Verfrühstückt – Die Marktlage des DAX im griechischen Chaos

In Anbetracht der starken Volatilität im Markt und der bedeutenden Entwicklungen, gibt es die tägliche, morgendliche Marktlage, die um 08:20 Uhr im Premium-Bereich erschienen ist, heute ausnahmsweise nur wenig später auch mal im freien Bereich.

Guten Morgen!

Der Berg kreiste und gebar die erwartete Maus. Aber der Markt hat klar sein Urteil gefällt und hakt das Thema Griechenland ab. Die DAX Futures stehen vor Handelsstart bei knapp unter 11.600!

Sie sehen nun, warum ich letzten Mittwoch klar gesagt habe, dass jeder nun eine Entscheidung treffen muss. Denn zum Einstieg wird nicht geklingelt und wenn man darauf wartet, bis "alles klar" ist, liegt der wesentliche Teil der Bewegung schon hinter einem.

Dass es bei einer positiven Auflösung so massiv nach oben gehen würde, hat uns der Markt auch schon im Vorfeld gezeigt und ist keineswegs überraschend. Erinnern Sie sich an den Hoffnungs-Schub vom 10.06.? Der gab klare Indikation, was in dem Markt steckt und ich habe das mehrfach entsprechend kommentiert.

Ist damit nun das "all clear" Signal für zögerliche Anleger da? Leider Nein.

Denn der Markt funktioniert eben anders und vor allem schneller, als unsere zögernden Hirne. Die grössten Chancen sind dann, wenn die grösste Unsicherheit herrscht. Wenn aber alles klar erscheint, ist das auch in den Kursen und schon verfrühstückt.

Ich habe Ihnen Mittwoch letzte Woche in deutlichen Worten geschrieben, dass nun der beste Zeitpunkt seit April ist, sich im Markt zu exponieren. Das war auf den Punkt. Und was ist nun? Leider ist nun, bei DAX 11.600 *nicht* mehr der optimale Punkt um sich im Markt zu exponieren.

Aber auch nicht der Schlechteste, wir haben nun einfach eine Grauzone, in der der Markt durch Griechenland hindurch schaut und sich neu positionieren wird.

Denn ich denke, dass der DAX mit den 800 Punkten, die er von grob 10.800 auf nun 11.600 hoch gelaufen ist, die Erleichterungs-Rally aus der Griechenlandsaga weitgehend verfrühstückt hat. Das zumal hier nun die Abwärtstrendlinie herunter kommt.

Es ist auch klar, wenn wir uns das grosse Bild deutlich machen. Der DAX hat ja nicht nur wegen Griechenland korrigiert, sondern auch, weil er schlicht überhitzt war. 11.600 ist ein sinnvolles Konsolidierungsniveau auch ohne das griechische Desaster.

Ich erinnere an meinen Artikel von Ende April -> Sell in May und der Supervulkan <-, in dem auch ohne griechische Pirouetten von einer Konsolidierung bis ca. 11.000 über den Sommer ausgegangen wurde.

Und wenn wir uns mal gedanklich vom griechischen Gezappel lösen und uns wieder das grössere Chartbild des DAX anschauen, das wir hier so oft vor Augen hatten, dann ist doch bisher im Rahmen einer Korrektur im bullischen Aufwärtstrend alles in Perfektion gelaufen.

Wir hatten eine 1-2-3 Korrektur bis zum 200er EMA und zum 38er Fibo Retracement, haben genau in der 10.600-11.000 Zone gedreht und genau das gemacht, was ich schon vor Monaten sagte: Unter 11.000 hat der DAX wohl mittelfristige Kaufkurse:

DAX 23.06.15

Im Nachhinein wird man sich fragen, warum man bei dieser klaren Struktur nicht zugegriffen hat. Denn klarer wird es nie sein, als es hier war. Gäbe es in diesen Momenten keine Unsicherheit, wären die Kurse nicht unten, sondern oben.

Wie geht es also von hier weiter?

Ganz ehrlich, das ist für mich auf der kurzfristigen Zeitebene im Moment ganz schwer zu sagen. Und genau so klar, wie ich den Zeitpunkt der Chance letzte Woche benennen konnte, genau so unklar, ist nun von hier ausgehend die kurzfristige Entwicklung für mich.

Auch im S&P500 bin ich übrigens keineswegs überzeugt, dass der jetzt wirklich nach oben weggeht. Das kann zwar sein, aber ganz ehrlich, eher rechne ich mit einem weiteren Rückfall in die Range und einer Fortdauer der indifferenten, leicht steigenden Seitwärtsbewegung.

Das für mich wahrscheinlichste Szenario ist eine Rückkehr des 1. Quartals. Sprich die europäischen Märkte steigen weiter und die US Indizes kommen nicht vom Fleck. Aber das muss sich erst noch zeigen, wir sollten abwarten, was der Markt daraus macht, wenn er nun durch Griechenland hindurch in die Zukunft zu schauen beginnt.

Fazit in kurzen klaren Worten:

1. Die Rebound-Chancen, die sich aus einer Auflösung des griechischen Debakels ergeben, liegen nicht vor uns, sondern bei DAX 11.600 weitgehend hinter uns. Wer diese Bewegung nun nicht mitgenommen hat, braucht nicht mehr auf sie zu warten.

2. Der S&P500 muss erst einmal beweisen, dass er wirklich nach oben weg kann. Zweifel sind erlaubt.

3. Das politische Risiko, dass doch noch ein Grexit kommt, ist aus Sicht des Marktes nun minimal und ich glaube er hat damit Recht. Sollte dieser Fall aber trotzdem eintreten, gäbe es ein Schlachtfest am Markt, denn nun ist der Markt ungeschützt, Hedges wurden aufgelöst.

4. In den europäischen Märkten kommt es nun sehr auch auf den Euro an. Wenn der wieder fällt und Goldman Sachs hat dafür heute punktgenau an der Wegscheide -> eine Studie in den Markt geknallt <-, dann kehrt im 3. Quartal die Welt des ersten Quartals zurück, mit ihren stark steigenden Kursen in Europa und dem fallenden Euro.

Das für DAX und Co. kurzfristig bullischte Szenario - die Rückkehr des 1. Quartals - tritt also absurderweise genau dann ein, wenn die Eurozone zwar den Grexit verhindert, aber ansonsten weiter herum irrt, herum eiert und noch mehr gutes Geld dem schon verlorenen schlechten hinterher wirft.

Also alles, was mir persönlich als politisch und ordnungspolitisch denkender Mensch den Bauch umdreht und übel aufstösst, wird den Euro drücken und eine Rally befeuern. Und nach dieser Variante sieht es ja wirklich aus.

Jegliche Form von klarem Schnitt aber, egal ob ein echter Grexit oder ein Griechenland in der Eurozone, dass nun endlich mit klaren, harten Massnahmen beginnt, wird den Euro eher stärken. Und damit eine massive Rally in DAX und Co. schwierig machen.

So sehe ich heute früh die Welt. Das "leichte Geld" wurde gemacht, nun blickt der Markt nach vorne und was er sieht ist indifferent. Nach einer Phase der Orientierung, sind aber weiter steigende Kurse in Europa das wahrscheinlichste Szenario.

Denn wie schon im Artikel Ende April gesagt, rechne ich weiter eher mit neuen Höchstständen in Europa zum Jahresende, als mit dem Gegenteil und einbrechenden Kursen. Don´t fight the EZB!

Ich wünsche einen erfolgreichen Tag!

Ihr Hari

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Apple – wiederholt sich die Geschichte?

Der folgende Artikel erschien schon Montag 30.03.15 17:30 in Hari Live

Es lohnt sich manchmal, Dinge mehrfach zu sagen, damit sie nicht übersehen werden.

Und zu Apple will ich Ihnen erneut die Parallelität zur Konsolidierung um dem Jahreswechsel zeigen, die nicht nur im S&P500 sichtbar ist, sondern noch prägnanter bei Apple:

AAPL 30.03.15 2

Sie erinnern sich, wir hatten ja mit dem Artikel -> Apple - es wird Zeit! <- vom Montag 23.02.15 16:50 sehr schön die Konsolidierung antizipiert, in der wir uns nun genau so befinden.

Das aktuelle Chart sagt Ihnen nun, wo wir danach aktuell stehen. Und es lohnt sich, diese Parallelität zur letzten Konsolidierung als gedankliches Modell im Hinterkopf zu behalten, bis der Markt uns vielleicht von etwas anderem überzeugt.

Sehr schön liess sich das bei Apple in der Vergangenheit auch über den MACD handeln, weil die Swings so klar und deutlich waren - achten Sie auf die blauen Kreise unten im Chart.

Mit ein wenig Geduld, mit der man bei einem MACD Signal eine Bestätigung abgewartet hätte, hätte man bei Apple ganz sauber die Swings der letzten Monate mitnehmen können und es kann gut sein, dass sich das auch fortsetzt.

Auch das ist eine brauchbare Arbeitshypothese, mit der man so lange arbeiten kann, bis der Markt das Gegenteil beweist. Und für den Fall haben wir ein Risikomanagement.

Auf jeden Fall, hat in den letzten Monaten der Status von Apple als der "am besten beobachten Aktie der Welt" dazu geführt, dass die grossen Bewegungen besonders stabil und berechenbar waren - zumindest für die, die ein Chart zu sich sprechen lassen konnten.

Auch hier gilt also das Prinzip der Trendfolge: es macht Sinn davon auszugehen, dass das Muster so weiter geht und vom Gegenteil lassen wir uns erst überzeugen. 😉

Übrigens, am 23.04. kommen bei Apple die Quartalszahlen. Spätestens dann sollte eine Entscheidung über diese Struktur fallen und die Aktie nach oben oder nach unten ausbrechen. Nach unten stellt die 120 USD Linie nun eine natürliche Stopzone dar. Nach oben lassen wir einfach laufen und nehmen die 150 USD als nächstes Ziel in den Blick.

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Apple – es wird Zeit!

Der folgende Beitrag erschien schon Montag 23.02.15 16:50 in Hari Live

Den richtigen Einstieg in einen Trade zu finden, ist ja die eine Sache. Bei Apple haben wir das nun mehrfach wunderbar hinbekommen und zuletzt den Ausbruch aus der Konsolidierung ab Mitte/Ende Januar schön getroffen.

Wie geht man aber nun mit so einer Aktie um, die einfach in neuen Höhen fliegt und sich daher weitgehend alten Vergleichsmustern entzieht? Wann nimmt man Gewinne mit oder wann verringert man die Positionsgrössen? Und tut man das überhaupt oder lässt nicht einfach laufen?

Wie treue Leser nicht überraschen wird, gibt es dafür keine pauschale Antwort und der Zeithorizont spielt ebenso wie die Positionsgrösse, eine ganz wichtige Rolle.

Klar kann man sagen, dass wer Apple langfristig als Investment im Depot hat, derzeit keinerlei Handlungsbedarf hat. Denn Apples Kurs zeigt weiter nach oben und hat noch eine Menge langfristiges Potential. Und ob es dann mittendrin mal wieder eine Konsolidierung wie zuletzt ab Anfang Dezember gibt, muss auf der Zeitebene nicht interessieren.

Wer aber den Ausbruch aus der Konsolidierung ab Mitte Januar gespielt hat und der nächsten Konsolidierung aus dem Weg gehen will, der sollte jetzt langsam aufmerksam werden und Gewinnmitnahmen zunehmend in Erwägung ziehen. Oder alternativ einfach die Stops näher heran ziehen und es dem Markt überlassen, wann er einen aus der Aktie heraus kegelt.

Denn von den wenigen Mechanismen, mit denen man die Bewegung einer Aktie in neuen Kursregionen einordnen kann, ist das Prinzip des "Bewegungsziels" (Measured Move) noch eines der Besseren. Es ist nicht exakt, aber es vermittelt ein brauchbares Bild davon, wohin das Momentum tragen kann und ab wann man vorsichtiger werden muss:

Apple 23.02.15

Dieses Bild bei Apple indiziert den Bereich um 135 USD als brauchbares Ziel, an dem die aktuelle Bewegung erst einmal auslaufen könnte. Und davon ist die Aktie nur noch wenige Prozent entfernt.

Die technische Überdehnung nach oben ist nun augenfällig und gleichzeitig zieht das Volumen im Anstieg nicht mehr vollständig mit, auch das ein kleines Warnzeichen, dass die aktuelle Ausbruchsbewegung alt wird und eine Verschnaufpause braucht.

Sollte Apple eine klassische Konsolidierungsstruktur wie die von Dezember/Januar hinlegen, dann sollte die Aktie um die 135 USD ein temporäres Hoch finden und von dort einen guten Monat bis ca. 120 USD abwärts bröseln, bevor der Aufwärtstrend wieder das Kommando übernimmt und die Aktie in Richtung 150 USD katapultiert.

Ich betone, solche Standard-Muster stellen keine Prognose dar, dass können sie gar nicht. Sie ordnen aber den Charakter einer Bewegung ein und das hilft uns immens. Denn statt "irgendwo" zu kaufen und verkaufen, wissen wir, wohin wir schauen müssen und haben auch Massstäbe dafür, wann es "mal Zeit wird" - wie vielleicht bald hier.

Ich selber habe ja Apple im Depot und agiere in so Situationen immer anhand meiner Bausteinlogik, mit der ich die Positionsgrössen und damit das Risiko anpasse. Derzeit laufe ich noch mit einer grossen Position mit, zu klar und attraktiv ist das bullische Szenario. Diese Position werde ich nun aber bald in Schritten in die Stärke hinein verringern, eben in Antizipation einer möglichen Konsolidierung. Ganz verkaufen werde ich die Aktie aber nicht - warum sollte ich denn auch, Apple ist in jeder Hinsicht langfristig weiter attraktiv und eine Konsolidierung gehört zu jedem gesunden Aufwärtstrend, wie das Ausatmen beim Menschen zum Einatmen.

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Biotech Sektor in fortdauernder Konsolidierung

Der folgende kurze Hinweis, erschien Mittwoch 16.07.14 16:55 in Hari Live.

Zum Thema Biotech wissen Sie ja, dass ich schon länger etwas skeptisch bin, ob die Gegenbewegung nach der Korrektur von März/April diesen Jahres, nun wirklich zu einer Fortsetzung des Aufwärtstrends führt.

Nun sieht es fast so aus, als ob meine Zweifel berechtigt waren, denn wir scheinen nun ein niedrigeres Hoch im Sektor ETF IBB zu haben. Und heute ist der IBB trotz eines starken Gesamtmarktes wieder im Minus. Auch das ein Signal.

Zu allem Überfluss hat ja die gute Janet Yellen gestern ganz konkret Überbewertungen in dem Sektor angemahnt, auch das zieht natürlich Gewinnmitnahmen nach sich.

Schaut man auf das Chart des IBB, muss das nun aber nicht zwingend zu einer zweiten, massiven Korrektur führen. Eher noch wahrscheinlicher finde ich eine fortdauernde Konsolidierung des Sektors, wie ich sie hier im Chart andeute:

IBB 16.07.14

Auf jeden Fall sollten wir im Sektor nun nicht zu optimistisch sein und müssen uns wohl auf einige schwierigere Wochen und Monate einrichten. An der langfristig grundlegend positiven Perspektive, ändert das nach meiner Ansicht aber gar nichts.

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Über Trendfolge: Indus Holding (620010) mit bullischem Momentum

Das folgende Chart der Indus Holding (620010) mit ihrem mittelständischen Beteiligungsportfolio, wurde schon gestern in Hari Live veröffentlicht, nach dem die Aktie mit 4% Plus erneut nach oben ausbrach.

Ich will es aber auch hier im freien Bereich zeigen, weil es sich auf den Artikel hier vom 31.03.14 -> Der echte Mittelstand in einer Aktie <- bezieht.

Und weil das Chart einfach perfektes Anschauungsmaterial ist, um im Sinne der Trendfolge zu lernen:

Indus 26.05.14 2

Sie sehen seit Ende letzten Jahres eine beständige Abfolge klarer, bullischer Konsolidierungen. Ein positives Chart in Perfektion, bei dem man nach dem Ausbruch aus dem zulaufenden Dreieck immer wieder - in Sinne der Trendfolge - den Stop erfolgreich unter das letzte Tief ziehen konnte !

Sie wollen jetzt wissen, ob es weiter hoch geht ? Dann stellen Sie genau die falsche Frage, mit der Sie nie auf einen grünen Zweig kommen werden. Und wenn Sie nach Artikeln suchen, die Ihnen diese Frage mit einem "heissen Tip" beantworten, dann wünsche ich viel Glück in Alice Wunderland ! Denn die Zukunft ist unbestimmt und niemand kann Ihnen sagen, was die Indus-Aktie morgen machen wird. Niemand!

Aber etwas Anderes ist wahr und das ist die entscheidende Botschaft. Wenn eine Aktie so eine klar bullische Struktur hat und zu so einer flaggenartigen Konsolidierung ansetzt, wie hier mehrfach geschehen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese Struktur erneut nach oben aufgelöst wird. Auf jeden Fall höher als das Gegenteil. Und zwar solange, bis auch dieser Trend irgendwann mal endet.

Und in dem man im Sinne der Trendfolge seinen Stop immer wieder unter das letzte Tief nachzieht, kann man so eine Bewegung mitgehen, ohne zu wissen, wann genau die Aktie den Höhepunkt erreicht. Vergessen Sie also das Rätselraten darum, was die Börse morgen macht. Das führt zu nichts. Konzentrieren Sie sich statt dessen darauf, im Hier und Jetzt nur solche Positionen einzugehen oder zu halten, die ein positives Chance-Risiko-Verhältnis haben. Und kappen Sie alle Verluste konsequent und ohne zu zögern.

Wenn Sie das schaffen, kommt der Erfolg durch das Wunder der Statistik im Laufe der Zeit von ganz alleine. Aber das zu schaffen und nicht mehr in die Zukunft zu starren und die Glaskugel zu bemühen, das ist die psychologisch wirklich schwierige Aufgabe, der Sie sich stellen müssen !

Ihr Hari

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Schaukelbörse bei DAX, S&P500 und Co. – Und täglich grüsst das Murmeltier

Dieser Filmtitel ist wirklich passend für das, was uns der Markt derzeit bietet. Wir erleben eine richtungslose Schaukelbörse, die jeden zerreibt, der nicht das tut, was wir hier im Premium-Bereich seit Wochen besprochen haben:

Mehr Cash aufbauen, Risiken abbauen, eher weniger statt mehr am Markt machen und Geduld haben. Und gelassen auf die kommenden Chancen warten.

Neben unserem monetären Kapital, ist unser psychisches, emotionales Kapital mindestens ebenso wichtig und auch das muss man in so Phasen bewahren und schützen. Erfolg an der Börse hat eben nichts mit Entertainment zu tun, sondern ist harte Arbeit. Und wenn der Markt selber nicht weiss, was er will, haben wir daher in ihm auch nichts verloren, wir reiben uns ansonsten nur psychisch auf.

Auf jeden Fall hatte der Markt diese Woche zwei! perfekte Gelegenheiten für einen Ausbruch. Yellens Rede am Dienstag einerseits und Draghis Rede am Donnerstag andererseits.

Und in beiden Fällen hatte der Markt im Vorfeld perfekt alles zurecht gelegt und sich in die Startlöcher begeben, um den Ausbruch vollziehen zu können. Und in beiden Fällen haben die Notenbanker dann sogar geliefert, in dem sie Sätze sagten, die der Markt liebt.

Besonders lustig war diese Abhängigkeit des Marktes von den Lippenbewegungen der Notenbanker, gestern während Draghis Rede zu bewundern. Da können die Notenbank-Gläubigen zwischen 14:30 Uhr und 14:50 Uhr nur sagen: "Der Draghi hats genommen, der Draghi hats gegeben, gelobt sei der Draghi" 😉

DAX Future 08.05.14

Und in beiden Fällen, trotz freundlicher Worte von FED Chefin Janet Yellen wie EZB Chef Mario Draghi, scheiterte trotzdem der Ausbruch, den die Märkte sich schon zurecht gelegt hatten.

Was sagt uns das, wenn selbst die Lippen der Notenbanker, den Markt nicht mehr nach oben treiben können ?

Im S&P500 können wir den Verlauf der aktuellen Woche mit all seinen sinnlosen Zuckungen bewundern. Wir bleiben weiter, wo wir seit Wochen sind: in einer engen Tradingrange gefangen.

S&P500 09.05.14

Umgedreht aber - und das ist sehr bemerkenswert - ist aber Abgabedruck nach unten, in den grossen Indizes wie S&P500 oder DAX nahezu nicht existent und das liegt daran, dass zwar jede Menge Geld aus heiss gelaufenene Momentum-Aktien abfliesst, dieses Kapital aber sofort wieder in defensivere Bluechips hinein fliesst. So bewegen sich die Indizes kaum und der Markt bleibt in einer sehr engen, frustrierenden Trading-Range.

Dabei hatten wir in den letzten Wochen wirklich genügend Katalysatoren, die für eine Korrektur gut gewesen wären. Eine FED, die die monetären Zügel anzieht. Eine EZB, die tatenlos einem zu teuren Euro zuschaut. Ein China, das miese Wirtschaftsdaten liefert. Eine Währungskrise in den Emerging Markets und last but not least, geopolitische Risiken in der "South China Sea" im Pazifik und natürlich die Geschehnisse rund um die Ukraine.

Und all das hat der Markt nahe der Höchststände verdaut, ohne zu einer ernsthaften Korrektur anzusetzen. Auch das sollte uns unbedingt etwas sagen.

Festzuhalten ist daher, dass die aktuelle Distribution des Kapitals von Momentum-Titeln in solide Aktien erneut beweist, dass Aktien in der "schönen neuen Welt" der finanziellen Repression einfach alternativlos sind. Gäbe es eine attraktive Anlage-Alternative, wäre das derzeit aus den Momentum-Titeln abfliessende Kapital dort hin geflossen und nicht in andere Bereiche des Aktienmärkte. Und dann hätten wir schon längst die Korrektur gehabt, die in Anbetracht der Gesamtlage, inklusive der geopolitischen Risiken, schon seit März auf der Agenda stand.

Wir hatten diese Korrektur aber nicht und auch wenn sie immer noch im Mai oder Juni kommen kann, muss man im grossen Bild doch konstatieren, dass gute Chancen für die Märkte bestehen, nach dieser Konsolidierung bzw Korrektur weiter nach oben zu laufen.

Schaut man auf die Positionierungen vieler Profis, wie Sie sich zum Beispiel in der -> Marktstimmung an der deutschen Börse <- zeigen, wird offensichtlich, dass viele sich schon für eine Korrektur ausreichend positioniert haben. Wie übrigens auch wir hier im Premium-Bereich, nun eine weit defensivere und abwartendere Aufstellung haben, als noch 2013. Und das ist gut so !

Aber weil viele auf die Korrektur warten - und auch ich fände es toll, bestimmte Aktien 20% tiefer einsammeln zu können, denn auch ich habe nun freien Cash - ist es fraglich, ob sie noch kommt. Am Ende werden die Märkte nämlich in der aktuellen Phase dominant von Liquidität bewegt und nicht von Wirtschaftsdaten. Die ganzen guten Wirtschaftsdaten nutzen nichts, wenn die Liquidität austrocknet und damit kein Geld da ist, um zu investieren. Umgedreht verhindern schlechte Wirtschaftsdaten keine steigenden Kurse, wenn der Liquiditätsdruck so hoch ist, dass das Geld einfach irgendwo hin muss.

Wirtschaftsdaten sind dann der dominante Faktor an den Aktien-Märkten, wenn die Liquidität halbwegs gleichbleibend ist und es für das Kapital rentable Alternativen zu Aktien gibt. Im Normalfall also, treiben Wirtschaftsdaten die Märkte. Dann wird nur gekauft, was wirklich "gut" ist. Wenn es aber keine Alternativen gibt und das Geld unbedingt investiert werden muss, weil es ansonsten auf dem Konto sicher an Wert verliert - und das ist derzeit die durch die Notenbanken erzwungene Lage - dann geht es nicht mehr darum, zu kaufen was "gut" ist, sondern nur noch darum das zu kaufen, was von allen teuren Aktien noch am wenigsten teuer ist. Und das ist ein erheblicher Unterschied.

Das ist nach meinem Eindruck das, was derzeit an den Märkten passiert. Weswegen es sich durchaus lohnen kann, nun nach Nachzüglern und zurück gebliebenen Sektoren Ausschau zu halten. Und weswegen es nach dieser aktuellen Konsolidierung - oder vielleicht sogar noch Korrektur - in der zweiten Jahreshälfte durchaus gute Chancen für weiter steigende Kurse gibt.

Zumindest solange, wie die Notenbanken die aktuelle Politik der finanziellen Repression nicht beenden. Und das werden die Notenbanken schon aus einem ebenso einfachen, wie überzeugenden Grund nicht tun können: mit einem "normalen", höheren Zinsniveau, würde die westliche Welt - inklusive Deutschland - schnell unter der Zinslast zusammen brechen.

Bis dahin, bis die Märkte wieder eine klare Tendenz zeigen, sollten wir aber unsere physisches wie emotionales Kapital bewahren und eher weniger als mehr am Markt machen und den mal alleine vor sich hin zucken lassen.

Glauben Sie mir, der Markt ist auch in ein paar Wochen oder Monaten noch da, der läuft nicht weg. Und wenn wir ein paar spastische Zuckungen von Mr. Market mal zu ignorieren lernen, schadet das unseren Depots auch nicht. Die besten Anleger und Trader zeichnet gerade aus zu wissen, wann sie an die Seitenlinie gehören, um dem Spiel nur zuzuschauen. Und wann sie wieder Risiken eingehen können, weil es sich im Verhältnis von Chance zu Risiko lohnt. Diese Fähigkeit müssen Sie sich unbedingt erwerben, wenn Sie dauerhaft an den Märkten Erfolg haben wollen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende !

Ihr Hari

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Microsoft nach Ballmer – Anleihenersatz mit Potential

Müsste man einen Wettbewerb um die High-Tech Aktie machen, die bei den Anlegern am ehesten Gähnen hervorruft und der nicht mehr viel zugetraut wird, wäre Microsoft wohl definitiv in der engeren Wahl.

Und das durchaus berechtigt, denn wie viele Chancen hat Microsoft im letzten Jahrzehnt unter der Regentschaft von Steve Ballmer verstreichen lassen oder durch Mangel an Flexibilität und Kreativität selber vergurkt ? Ich fange lieber nicht an zu zählen, es würde zu lange dauern. 😉

Auch zuletzt hat sich Microsoft ja mit Windows 8 und nun 8.1 ein grosses Ei gelegt, weil ein im Kern richtiger Gedanke unzureichend und konzeptionslos umgesetzt wurde. Dieser Eindruck hatte mich ja schon vor knapp 2 Jahren dazu veranlasst, Microsoft aus meinen Depots zu schmeissen, im Artikel -> Warum ich Microsoft nun aus meinem Depot verbanne <- habe ich das ja damals begründet und der Kurs ging danach auch erst einmal massiv auf Tauchstation.

Leser des Premium-Bereiches wissen aber auch, dass sich mein Blick auf Microsoft seit Sommer 2013 immer weiter aufhellt. Ich halte die Übernahme von Nokia für grundlegend richtig und ein "Schnäppchen" und zuletzt hat der Abgang von Steve Ballmer nicht nur die Märkte, sondern auch mich beglückt. Denn ich habe Ballmer in den 90er Jahren als guten COO und als Nummer 2 neben Gates für perfekt besetzt gehalten, aber die Rolle als alleiniger CEO bei Microsoft, war für ihn nach meiner Einschätzung eine Nummer zu gross.

Mit dem Wechsel besteht nun die Chance, dass Microsoft nun endlich mehr aus seinen Potentialen macht. Denn Microsoft/Nokia hat sehr wohl die Chance, die grosse Überraschung im Trio der Ökosysteme neben IOS und Android zu werden. Auf jeden Fall werden die Möglichkeiten unterschätzt, wenn diese Kombination endlich mal die selbst gestellten Bremsen lösen könnte.

Ich selber bin seit Ende der 70er Jahre ein klassischer "Early Adaptor" und habe vor ein paar Wochen mein Ipad eingemottet und bin auf ein Windows 8.1 Tablet von Dell (Venue Pro) gewechselt. Und obwohl ich mich über all die idiotischen Nickeligkeiten bei Windows 8.1 schwarz ärgere, wo Dinge unlogisch sind oder nicht richtig funktionieren, die bei Apple einfach beim ersten Versuch klappen. Und obwohl die Qualität und Stabilität des Gerätes zwar OK ist, aber kein bisschen mit der Perfektion eines Ipad mithalten kann. So bin ich doch froh, endlich wieder einen richtigen PC als Tablet in den Händen zu halten, mit dem ich alles machen kann. Und investiere selber lieber Zeit in das System, statt den einfacheren, aber beschränkteren Weg in IOS weiter zu gehen.

Nun ist noch nicht klar, wer der Nachfolger von Ballmer wird. Heiss gehandelt werden der bisherige "Cloud-Chef" bei Microsoft Satya Nadella und auch der "Android-Chef" Sundar Pichai, der noch bei Google ist. Aber wer es auch immer wird, er wird Durchsetzungsvermögen mitbringen müssen, denn die Beharrungskräfte der Organisation sind immens, ganz typisch bei erfolgreichen Firmen, sie lassen in der Regel zu spät von dem ab, was zu lange zu Erfolgen führte. Nur wenn eine kreative Ausnahmeerscheinung wie Steve Jobs, an der Spitze als unumschränkter Herrscher agieren kann, können solche Organisationstanker frühzeitig gedreht werden, bevor die Schmerzen da sind. Diese Glück hatte Microsoft aber im letzten Jahrzehnt nicht.

Aber wie auch immer, all das ist bekannt. Und trotzdem, trotz all dieser verpassten Chancen und vergurkten Gelegenheiten, generiert Microsoft immer noch riesige Gewinne und ist, was den Cashflow angeht, wohl eine der "sichersten" Aktien der Welt.

Wenn der neue Chef nur ein paar Dinge richtig macht, wird alleine das schon für neue Phantasie im Kurs bei Microsoft sorgen und diesen potentiell nach oben bewegen. Auch das Chart zeigt uns, dass der Markt langsam wieder eine positiver Sicht auf Microsoft entwickelt.

Wir sehen im Chart mit Tageskerzen einen klaren Ausbruch aus einer Wendeformation, der durch das Volumen bestätigt wird. Und wir sehen einen deutlichen und stabilen Aufwärtstrend. Viel spricht für neue Hochs, die in den kommenden Wochen anstehen könnten.

Microsoft 03.02.14

Mit dem Überwinden des Hochs vom 04.12.13 bei 38,98 USD wäre ein Ausbruch dann endgültig bestätigt. Besonders interessant ist aber der ganz langfristige Blick auf ein Chart mit Monatskerzen, das bis in die 90er, die Jahre Microsofts Aufstieg unter Gates, zurück reicht:

Microsoft 03.02.14 monatlich

Man könnte die Zeit seit 2000 also mit spitzer Zunge auch die "Ballmer-Konsolidierung" nennen. 😉 Aber wie auch immer, Sie sehen schnell, an welch bedeutender Wegscheide Microsoft nun im grossen Bild steht. Und obwohl nichts sicher ist und natürlich auch eine Microsoft in unerwartete, massive Probleme laufen kann. Und obwohl der neue CEO nicht nur eine Chance, sondern auch ein Risiko ist. Trotz all dem, gibt es schlechtere Aktien als eine, der der Markt nichts mehr zutraut und die nach wie vor im Cash schwimmt. Auf jeden Fall ist Überraschungspotential da und die Konkurrenz hat ja auch ihre Schwächen und Steve Jobs ist halt nicht mehr.

Und so kann ich ganz klar sagen: Wenn mir einer nur die Wahl lassen würde, mein Kapital auf Microsoft oder auf eine Staatsanleihe eines grossen Staates zu setzen, ich würde ohne zu zögern Microsoft wählen. Knapp 3% Dividendenrendite plus Chancen, können sichere Staatsanleihen derzeit nur schwerlich bieten.

Ihr Hari

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Aktienmärkte von 1896 bis heute – Steht ein neuer, säkularer Bullenmarkt bevor ?

Wir sorgen uns zu Recht um 10% Gewinn oder Verlust. Wir reden vom "Crash" und verfallen in Panik, wenn der DAX mal wieder auf 5000 Punkte fällt. Im grossen, langfristigen Bild der Märkte ist das aber alles nur Rauschen. Und es ergibt sich eine höchst interessante Perspektive, mit langfristig sehr bullischen Implikationen, wenn man sich mal die Mühe macht, das ganz grosse Bild zu betrachten.

Und deshalb habe ich mir die Daten des Dow Jones Index seit 1896 besorgt. Ja, Sie lesen richtig, seit nun fast 117 Jahren in der Vergangenheit ! Die Quelle ist dabei die St. Louis FED gewesen, Sie können die Daten selber -> hier <- nachvollziehen.

In normalen Charttools bekommt man dergleichen historische Darstellungen in der Regel nicht, da ist irgendwann in den 80ern oder 90ern Schluss, weswegen ich auch Excel bemühen musste. Und natürlich arbeite ich hier mit einer logarithmischen Achse, um die prozentualen Steigerungen richtig darzustellen. Immer wieder sieht man auch bei so Langfristcharts lineare Achsen, die völlig blödsinnige Darstellungen produzieren, so als ob Börse überhaupt erst in den 80er Jahren los gegangen wäre und es vorher nur um die Nulllinie schwankte.

Und nun schauen Sie mit mir auf dieses Langfristchart des Dow Jones Index seit 1896:

Dow Historisch

Was wir sehen ist höchst beeindruckend. Es gab drei übergeordnete säkulare Bullenmärkte, der Erste endete mit dem 1929er Crash, der Zweite endete Mitte der 60er Jahre und der Dritte mit der Internet-Blase im Jahr 2000. Dazwischen lagen drei säkulare Bärenmärkte und ja, wir sind aktuell immer noch in einem säkularen Bärenmarkt bzw. zumindest in einer 10 Jahre andauernden Konsolidierung.

Jetzt darf man bei so einem langfristigen Bild natürlich auch die Inflation nicht übersehen, es ist mir mit meinen begrenzten Mitteln aber nicht möglich, diese hier korrekt einzuarbeiten. Würde man es aber tun, würde man die säkularen Bärenmärkte weit deutlicher als hier, als Bärenmärkte erkennen, denn die Menschen haben in diesen Phasen nach Inflation effektiv Geld verloren. Das ist auch für die Phase seit 2000 richtig, obwohl rein von den nominellen Zahlen her, schon wieder neue Höchststände erreicht wurden. Und die Steigung der säkularen Bullenmärkte wäre dann optisch nicht so hoch, wie es hier aussieht. An der prinzipiellen Abfolge der Marktphasen ändert das aber nichts. Und auch nicht daran, dass die säkularen Bärenmärkte irgendwann nach 15 Jahre vorbei waren.

Auch falls Sie denken, da sei ja zum Beispiel in den 70ern an den Börsen fast gar nichts passiert, lassen Sie sich nicht durch die logarithmische Skalierung täuschen. Objektiv schwankte der Dow in den 70ern zwischen 500 und 1000, also immer noch um 50% ! Sie sehen ja auch, wie im langfristigen Massstab die grossen Korrekturen im letzten Jahrzehnt aussehen - es sind in dieser Darstellung eher Petitessen und nur Konsolidierungen auf hohem Niveau. Angefühlt hat sich 2008 für uns aber anders. Und wer objektiv 50% des eingesetzten Kapitals verliert, hat die Hälfte seines Vermögens verloren, was keine Petitesse ist.

Die wichtige Schlußfolgerung dieses grossen Bildes ist aber, dass wir möglicherweise am Beginn eines neues jahrzehntelangen Bullenmarkets stehen könnten. Damit das passiert, braucht es aber Katalysatoren, die die Produktivität der Weltwirtschaft massiv anschieben und damit höhere Bewertungen rechtfertigen. In den 90er Jahren war das der Siegeszug der Computer und des Internets, verbunden mit der Friedensdividende aus dem Fall des eisernen Vorhangs.

Was könnte es in Zukunft sein ? Die Ergebnisse einer Biotechnologie vielleicht, die das Leben massiv verlängert, die Intelligenz der Menschen steigert und so die ganze Welt umkrempelt ?

Ich weiss es nicht. Und im grossen Bild können wir vorher auch problemlos noch einmal um 40% korrigieren. Für uns sehr schmerzhaft, im grossen Bild aber einfach nur ein paar weitere Jahre im säkularen Bärenmarkt seit 2000.

Der grosse neue Bullenmarkt kommt also noch. Und wahrscheinlich dauert es weniger als 10 Jahre, bis es wieder so weit ist. Das sagt uns dieses Chart. Vielleicht hat er auch schon mit dem Ausbruch zu neuen Hochs begonnen. Oder er beginnt vielleicht 2016, nach einem erneuten bösartigen Taucher um 40%, in dem die Verzerrungen durch die Notenbanken abgebaut werden.

Lassen Sie uns diesen säkularen Bullenmarkt aber nicht vergessen, wenn wir uns mal wieder über das Klein-Klein des Momentes sorgen. Und wenn wir zu Recht sagen, dass die aktuellen Kurse durch den Einfluss der Notenbanken zu weit gelaufen sind. Kurzfristig sind sie das wohl. Langfristig stehen uns die grossen Kursgewinne erst noch bevor.

Ihr Hari

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