Tesla Motors – Eine Ohrfeige für Winterkorn, Piëch, Zetsche und Co.

Treue Leser dieses Blogs erinnern sich sicher an meinen Artikel zu Tesla Motors von Februar 2012, mit dem Titel
-> Tesla Motors - die Zukunft des Automobils <-

Schon damals habe ich die provokante Frage gestellt, Zitat: "ob nicht die etablierten Konzerne bewusst die Entwicklung hemmen, weil sie Angst um Ihre gewaltigen Margen im Premium-Segment haben".

Nun ist im letzten Jahr viel passiert. Tesla hat den entscheidenden Sprung hin zur Serienproduktion geschafft. Die Autos verlassen nun die eigenen Bänder und die Produktion ist schon auf absehbare Zeit ausverkauft. Die Marke wächst in ihrer Strahlkraft und Elon Musk, als der ausgewöhnliche Mann der nicht nur Tesla nach vorne schiebt, sondern mit Space-X "nebenher" mal eben als erstes privates Raumfahrtunternehmen die ISS versorgt, trägt natürlich zur Strahlkraft bei.

Gleichzeitig begann die deutsche Autoindustrie in den letzten Monaten, das Thema der Elektromobilität klein zu reden. Elektroautos werden als nicht ausgereift dargestellt und in die Ecke kleiner unattraktiver "Nuckelpinnen" für den Stadtverkehr geschoben. Ich nehme dabei Norbert Reithofer ausdrücklich aus und sein Name taucht daher auch nicht im Titel auf. Denn BMW ist ausdrücklich die löbliche Ausnahme, die sich mit Innovation und unternehmerischen Risiken aktiv um den Einstieg in diese neue Welt bemüht.

Das Daimler unter Zetsche sich weiter verzettelt und selbst noch mit der Brennstoffzelle zugange ist, ist nicht sehr überraschend. So wird auf jeden Fall kein produktiver Fortschritt erreicht. Da muss wohl erst ein Führungswechsel her, bevor Daimler endlich wieder in die Spur findet.

Ein Trauerspiel finde ich persönlich aber die Aufstellung des VW Konzerns. Es gibt dort wahrlich genügend Marken mit benzingetriebenen PS Kolossen, dass man eine zum innovativen Flagschiff machen und auch mal etwas riskieren könnte. Ob Bentley, Bugatti, Lamborghini oder Porsche ist letztlich egal. Auch wenn die Blechkarosse anders aussieht, ist unter jeder Marke doch letztlich die gleiche, abgehangene Motor und Antriebs-Technik - nur teilweise zur Dinosaurier-Grösse aufgeblasen. Wirkliche Innovation wird dagegen schmerzlich vermisst und durch technischen Firlefanz ersetzt. Zumindest erlebe ich persönlich das aktuelle Angebot so.

Wirkliche Innovation wird aber vielleicht nicht gewollt, anders kann ich persönlich die derzeitige gefühlte Tatenlosigkeit von Winterkorn und Piëch zum Thema nicht werten. Denn an Marken und Kapital für einen innovativen Ausflug mangelt es im VW Konzern nun wahrlich nicht. Man muss sich ja auch klarmachen, dass diese neue Welt die Kernkompetenzen deutscher Autobauer massiv bedroht. Denn deren Kernkompetenz liegt gerade in der komplexen Technologie rund um Otto- und Diesel-Motor. All das wäre aber mit einem rein elektrischen Antriebsstrang mit einem Schlag weg und irrelevant. Hundert Jahre altes Wissen würde in kurzer Zeit zu altem, rostigen Plunder, über den die Geschichte hinweg gegangen ist.

Insofern macht es rein wirtschaftlich jede Menge Sinn, das Thema Elektroantrieb klein zu reden und möglichst lange noch die Margen der Sprit-Dinosaurier mitzunehmen. Und insofern kann ich die Bremsversuche der deutschen Autoindustrie gut verstehen.

Nur darf man dabei nicht den Fehler machen, anderen die im Premium-Bereich frei werdende Nische für innovative Fahrzeuge zu überlassen. Und man darf nicht glauben, dass man den Lauf der Geschichte aufhalten kann. Zu offensichtlich sind die systembedingten Vorteile eines rein elektrischen Antriebsstrangs. Denken Sie alleine an die Spritkosten für 100km versus die Stromkosten. Und das man den Platz unter der Fronthaube bei einem Elektroantrieb ganz erstaunlichen Verwendungen zuführen kann, hat ja dieser Test des Tesla Model S des österreichischen -> ÖAMTC <- eindrucksvoll bewiesen. 😉 Nein, man muss die Zeit die man mit Bremsversuchen geschenkt bekommt unbedingt nutzen, um selber an der Spitze der Technologie dabei zu sein.

Nun waren das aber bis vor kurzem in Deutschland alles abstrakte Überlegungen und insofern hatte die Autoindustrie mit ihren Bremsmanövern leichtes Spiel. Wer hatte auch schon von Tesla gehört und selbst wenn Elon Musk ohne jede Frage eine der herausragendsten unternehmerischen Persönlichkeiten der Gegenwart ist, wer kannte den schon, ausserhalb einer kleinen, eingeweihten Gemeinde ?

Das ändert sich aber gerade. Tesla Motors kommt nach Europa und auch diese Produktion ist schon wieder ausverkauft. Den Test des ÖAMTC habe ich oben schon verlinkt. Noch wirksamer dürfte aber der Langstreckentest sein, den nun Redakteure des angesehenen Manager-Magazins gemacht haben. Das für Winterkorn & Co. eher peinliche Fazit lautet:
"Dieses Auto ist zu gut für Deutschland ! "Lesen Sie unbedingt nun selbst:

-> Tesla Model S Fazit I: Dieses Auto ist zu gut für Deutschland ! <-
-> Tesla Model S Fazit II. Anti Verzichtsmobil mit kleinen Makeln <-

Glauben Sie jetzt noch die ganzen Geschichten, dass Elektroautos noch nicht reif seien und bestenfalls als unattraktiver Kurzstreckenwagen durch die Städte schaukeln können ? Fühlen Sie sich nun nicht auch etwas veräppelt ?

Und bitte bedenken Sie, dass das Manager Magazin bei den Entscheidern der deutschen Industrie eine sehr hohe Reichweite hat. Denn während die deutsche Autoindustrie versucht Elektroautos in die Verzichtsecke unattraktiver "Nuckelpinnen" zu stellen, erwächst hier am oberen Ende des Marktes grosse Gefahr.

Wir haben hier mit Tesla eine echte Marke, die in Kalifornien schon von nahezu jedem begehrt wird, der Rang und Namen hat. Verbunden mit dem charismatischen Elon Musk an der Spitze, hat diese Marke all die Inkredenzien, die auch Apple unter Steve Jobs auszeichnete.

Und das verfehlt schon jetzt nicht seine Wirkung. Ich war in diesen Fragen schon immer gerne bei der Avantgarde dabei, bin seit über 20 Jahren - dank eines genialen Ingenieurs namens Ferdi Piëch - treuer Audi Kunde und habe noch genau in Erinnerung, mit welchen grossen Augen mein nach Mercedes und BMW süchtiges Management schaute, als der Chef damals mit einem neuen Audi auf den Hof fuhr. Einem "Wackeldackel-Audi". Igitt ! Ein paar Jahre später war allen klar, dass Audi damals eher die Avantgarde der Marken war und der Wackeldackel wurde an die Mercedes Fahrer weiter gegeben.

So funktioniert das halt mit Marken, bevor sie die breite Masse erreichen, werden sie vom Image der Wenigen aufgeladen. Denken Sie erneut an Apple und warum es jahrelang ein "must have" war, so ein weisses Ding mit sich herum zu schleppen.

Und heute ? Heute ärgert mich Audi - wie andere deutsche Marken auch - mit lächerlichen, 50 km weit reichenden Hybriden und überteuertem technischen Firlefanz, der zwar ganz nett ist, aber auch nicht wirklich nötig, um mit Spass Auto zu fahren. Und wenn ich mir anhören muss, dass Elektroautos noch nicht reif wären, komme ich mir veräppelt vor.

Um es den Herren bei Audi, Volkswagen und Daimler mal ins Stammbuch zu schreiben: Ich habe auf diese spritfressenden Karossen keine Lust mehr, ich will nun einen Tesla haben - oder ein Auto deutscher Prägung mit gleichem Leistungsvermögen. Und wieder steht die Zeitenwende an und Chefs und Prominente werden als Erste mit Teslas auf den Hof fahren. Und die Hälse werden sich drehen. Und die Benzin-Dinosaurier dagegen unglaublich alt aussehen.

Das ist die Zeitenwende im Automobilbau, die nun nur noch Jahre entfernt ist. Und wen könnte ich besser als Testimonial dafür aufrufen, als die Schwarmintelligenz von Mr. Market. Schauen Sie mit mir auf das Tageschart von Tesla Motors (WKN: A1CX3T) seit Mitte 2012:

Tesla 29.04.13

Mr. Market hat sein Urteil gesprochen. Tesla hat seine kritische Phase mit dem Anlauf der eigenen Produktion überwunden. Aus Tesla Motors ist nun ein echter Automobilhersteller und eine vollwertige Marke geworden. Das rechtfertigt eine komplette Neubewertung des Titels.

Und natürlich, nach diesem parabolischen Anstieg steht nun auch früher oder später mal wieder eine Korrektur an. Aber diese könnte eher Kaufgelegenheit sein. Denn wenn die deutschen Premiummarken Tesla weiter so eine offene Flanke bieten, bei den "Early Adaptors" wie mir abzuräumen, dann wird die Aktie noch in weit höhere Regionen steigen.

Mir ist bewusst, dass ich mit diesem Artikel am wohlig, selbstgefälligen Gefühl rüttele, die deutsche Autoindustrie sei unangreifbar. Und das man meine Worte daher nicht gerne lesen wird. Aber Hochmut kommt vor dem Fall. Und die Dinosaurier sind dann ausgestorben, als sie oberflächlich betrachtet am grössten und mächtigsten waren. Und natürlich sind die Batterien noch nicht so billig, dass man damit wirklich im Massenmarkt bei Autos für 20.000€ erfolgreich sein kann. Dieses Argument ist geschenkt.

Aber Marken - die dann später auch die Masse will - werden immer bei den Early-Adaptors geschaffen. Und sinkende Preise für die Batterie-Technologie sind nur eine Frage der Zeit, sobald ein Hersteller mal wirklich in Serie produziert und steigende Stückzahlen erzeugt. Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche, dass man in absehbarer Zeit auch Autos wie einen Tesla in Preisregionen von 30.000 und 40.000€ bauen kann. Es weiss nur keiner, wie viele Jahre das noch dauert. Je schneller Tesla aber Erfolg hat und die Stückzahlen steigen, desto kürzer wird dieser Zeitraum.

Die entscheidende Schlacht wer für innovative Autos steht, wird aber gerade geschlagen. Hier in der Gegenwart, einer Gegenwart in der es für die deutschen Autobauer vermeintlich so rosig aussieht. Und mit Ausnahme von BWM träumen die deutschen Hersteller zum Thema vor sich hin. In Anbetracht der extremen Bedeutung, die die Wertschöpfungsketten der Autoindustrie für Deutschland als Industrienation haben, muss man in Richtung von Winterkorn, Zetsche und Co. einfach rufen:

Hört auf zu bremsen und wacht endlich auf ! Ich will keinen Sprit-Fresser mehr !

Und wenn bis dahin nicht endlich hier im Lande was passiert, dann wird wohl eher das kommende -> Tesla Model X <- mein nächstes Familienauto. Und Audi hat einen treuen Kunden verloren, der durch Ferdi Piëch vor langer Zeit zur Marke kam.

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Pensionszusagen – Warum alle Politiker „REICH“ sind !

Ich hoffe Sie verzeihen mir einen kurzen Ausflug ins Politische. Normalerweise nehme ich davon ja hier Abstand. Aber wenn ich sehe, was die Grünen – angeführt vom Möchtegern-Finanzminister Trittin – da als „Steuerkonzept“, genauer gesagt Steuererhöhungsorgie, beschlossen haben, kommt mir die Galle hoch. Das muss ich mir einfach in Form eines bitterbösen Kommentars von der Seele schreiben. Und der Zusammenhang zu Finanzen und Geldanlage ist ja eindeutig da.

Ignorieren wir mal, dass dieser Staat derzeit die höchsten Steuereinnahmen seiner Geschichte verzeichnet und im wahrsten Sinne des Wortes im Geld schwimmt. Vergessen wir, welche gigantischen Verschwendungen und Fehlallokationen von Kapital mit diesem Steuergeld angestellt werden und wie hoch die Staatsquote mittlerweile wieder liegt. Ignorieren wir auch, dass ein Staat und seine Repräsentanten seinen Bürgern zu dienen hat und nicht diese auszuquetschen.

Ignorieren wir weiterhin, das schon heute nur 10% der Bevölkerung 52% des Einkommensteuer-Aufkommens herbei schaffen und grosse Teile der Bevölkerung gar keine Steuer mehr zahlen. Vergessen wir, dass die von der Politik hoffierten internationalen Grosskonzerne, wie gerade auch Banken, kaum Steuern in Deutschland zahlen und sich trickreich mit Auslandsgesellschaften entziehen können. Nein, vergessen wir das alles und betrachten nur einmal, was die Grünen da zur Vermögensabgabe aufgeschrieben haben.

Hört sich ja für den Normalbürger auf den ersten Blick auch unkritisch an. 1 Million € Vermögen pro Person, wer hat das schon ? Diesen „Geldsäcken“ kann man ja getrost in die fetten Taschen greifen ! Und solange es einen selber nicht betrifft, sollen die anderen doch bluten. Denn „reich“, das sind ja immer die anderen.

Vergessen wir auch, dass im Betrieb gebundenes Vermögen ebenso wenig liquide ist wie eine Immobilie. Vergessen wir die Unmöglichkeit einen Betriebswert von aussen zu ermitteln, selbst die Schwarmintelligenz der Börse tut sich damit ja bekannter Massen schwer. Aber was die Börse nicht kann, das schafft ein braver deutscher Finanzbeamter natürlich mit links ! Und wie schnell sich alleine eine Immobilie im Süden der Million € nähert, vergessen wir auch.

Nein, sind wir mal nett zum „tollen“ Konzept der Grünen und betrachten mal nur das sonstige private Vermögen der Bürger, die sich nicht wie die wirklich Reichen schnell ins Ausland absetzen können. Denn wer privat 1 Million € besitzt, der ist doch wohl unverschämt reich. Oder ? Oder ?

Eben nicht. Denn nicht jeder bezieht zur Alterssicherung wie Trittin & Co. eine staatlich garantierte Pension enormer Höhe. Normale Arbeitnehmer haben Ansprüche gegen die gesetzliche Rentenversicherung und Selbstständige müssen komplett selbst vorsorgen.

Damit eine Vermögensabgabe verfassungskonform ist, darf sie daher auch keine Form der Vermögensbildung diskriminieren. Das hat das Verfassungsgericht ja mehr als deutlich gemacht. Ob der Bürger sein Kapital zur Alterssicherung in eine Rentenpolice steckt, dafür eine Immobilie kauft, eine Pensionszusage besitzt, Aktien kauft oder das Geld liquide auf Tagesgeldkonten hält, ist die freie Entscheidung des Bürgers. Und jede dieser Formen stellt Vermögen dar. Und ist laut Verfassung gleich zu behandeln. Die Verfassung verbietet keine Vermögenssteuer – nein. Sie verbietet aber die steuerliche Diskriminierung der einen Art der Vermögensbildung, zugunsten einer anderen.

Und gerade auch die Pensionszusagen des Staates sind Vermögen ! Hier genau liegt für mich auch Lüge oder Dummheit des Konzeptes der Grünen, je nach persönlichem Blickwinkel.

Dankenswerterweise hat ja unser Finanzminister Schäuble erst vor kurzem im Zuge der Diskussion um die laut EZB im Vergleich geringen Vermögen der Deutschen darauf abgehoben, dass die Renten und Pensionsansprüche der Bürger ja auch „Vermögen“ seien und deshalb die Deutschen gar nicht so arm im Vergleich zu Italienern und Griechen wären. Nun gut, folgen wir unserem Finanzminister. Pensions- und Rentenansprüche sind Vermögen. Und zwar in Form des Kapitalwertes, der sich durch Abzinsung ergibt. Das ist der Wert, den man kurz vor der Rente in eine Sofort-Rentenversicherung einzahlen müsste, um einen lebenslangen Anspruch in Höhe der Pension/Rente zu erlangen. Natürlich ist das Vermögen, was denn sonst ?

Also machen wir uns mal an die genau 5 Minuten dauernde Arbeit, die für die Delegierten des Grünen-Parteitages scheinbar zu anspruchsvoll war. Rufen wir mal die Berechnung eines bekannten Direktversicherers auf und ermitteln, wie viel wir als Rentenzusage bekommen, wenn wir:
- Im Alter von 60 Jahre eine Million € in eine Sofortrente einzahlen.
- Daraus ab 65 Jahren eine lebenslange Rente beziehen.
- Da wir Familie haben eine 20-jährigen Rentengarantiezeit und eine Hinterbliebenenrente von 60% vereinbaren.

Der Betrag lautet für 100.000€ = 302€ garantierte Rente. Bei 1 Million also nur 3.020€ garantierte Rente ! Das ist der wahre Wert einer Million: 3.020€ monatliche Rente bis zum Lebensende !

Sie sind schockiert ? Dann rechnen Sie mal selber nach. Das bedeutet, jeder Pensionär des öffentlichen Dienstes, der in der Nähe seines Renten/Pensionsbeginns eine Pensionszusage oberhalb 3.000€ pro Monat besitzt, besitzt damit einen Vermögenswert von ca. 1 Million€ und mehr. Aber auch die eher spärlichen Renten der gesetzlichen Rentenversicherung, haben durch die Bank hohe 6-stellige Kapitalwerte.

Und ich wiederhole noch einmal: ein Selbstständiger, der für seinen Lebensabend selber vorsorgen muss, hat dieses Geld eben in anderen Anlageformen. Aber ist ein Rentner/Pensionär mit 3.000€ pro Monat reich ? Noch dazu, wenn man berücksichtigt, dass das ja nur der Kapitalwert ist. Die meisten werden daneben auch sonstiges Vermögen in Form von Sparbüchern, Immobilien, Autos, Gold etc besitzen und auch schon mit 2.000€ Pensionsanspruch schnell die 1 Million € Vermögenswert erreichen.

Und deshalb sind nach der Logik der Grünen Sie reich ! Ja, genau Sie, mit dem durchschnittlichen Einkommen und den Pensionsansprüchen ! Sie sind der „Geldsack“, der hier gemolken wird. Die wirklich Reichen sind doch schnell im Ausland. Und für alle Parlamentarier gilt nach der Logik der Grünen: Alle Politiker sind reich !

Ist Trittin jetzt also so doof, nicht zu erkennen, dass er gerade seine eigene Pension durch die Vermögensabgabe um 15% kürzt ? Ehrlich, für dumm halte ich ihn nicht.

Will Trittin also all seinen Kollegen in Bundes- und Landes-Parlamenten erklären, dass sie auf ihre Pensionszusagen seine 15%ige Vermögensabgabe zu zahlen haben, weil sie zusammen mit sonstigem Vermögen garantiert darüber liegen ? Von der Ministerialbürokratie ganz zu schweigen, die aufgrund ihrer Pensionszusagen auch ausnahmslos alle unter diese Grenze fallen ! Auch das kann ich mir nicht vorstellen. Wenn das den Parlamentariern klar würde, ist die Vermögensabgabe der Grünen sofort tot. Denn jeder der zwei Legislaturperioden in einem Parlament gesessen hat, dürfte zusammen mit sonstigem Vermögen genügend Kapitalwert bei seinen Pensionsansprüchen haben, um die Million € zu reissen. Und reich sind ja immer nur die anderen !

Bliebe also nur eine Möglichkeit. Und die halte ich persönlich für die Wahrscheinlichste. Man wird versuchen, diese Pensionszusagen heraus zu rechnen und nicht als „Vermögen“ zu deklarieren. Und damit andere Formen der Vermögensbildung diskriminieren. Und damit gerade die Selbstständigen und Unternehmen schädigen, die keinen Zugang zu Staatsversprechen haben. Was aber ein klarer Verfassungsverstoss wäre, klarer geht es kaum. Nur vergehen zwischen Gesetz und Urteil ja Jahre und bis dahin kann man schön abkassieren.

Ob die Grünen nun zu dumm sind, diese Problematik zu durchdringen, oder ob sie nur die Wähler mit billigem Neid-Populismus für dumm verkaufen wollen, überlasse ich Ihnen.

Logik hat dieses Konzept auf jeden Fall vorne und hinten nicht. Und „reich“ sind nach der Definition der Grünen …. SIE ! … ja genau SIE !

Wer braucht denn auch schon 3.000€ monatlich im Alter. Unerhört ! Unsozial ! Ungerecht ! Solche Geldsäcke müssen zum Wohle der Gerechtigkeit unbedingt gemolken werden. Also seien Sie still und seien Sie Herrn Trittin dankbar, was er alles Gutes mit Ihren Ersparnissen machen wird. Haben Sie einfach Vertrauen !

Amen

PS: Ich hoffe Sie verzeihen mir diese politische Wutrede. Aber das musste mal sein und mir geht es danach etwas besser.

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Die Märkte im Jahr 2013: unfrei, alternativlos und auf Steroiden !

Ich mache es heute kurz, mit ein paar eher sarkastischen Worten zur Marktlage. Mehr lohnt sich auch nicht, weil dank der Notenbanken sind die Indizes oberflächlich betrachtet zu einem "no-brainer" geworden, wie man im amerikanischen sagt.

Es ist ja üblich im Spiel um Aufmerksamkeit im Finanzmarkt, dass man immer den Eindruck erwecken muss, alles gelassen im Griff zu haben, alles schon vorher gesehen zu haben und die Zukunft genau zu kennen. Nun ich gestehe Ihnen aber ebenso gelassen: Ich mag nicht, was in den Indizes passiert ! Es frustriert mich ! Es ist zu einer Farce geworden, einem manipulierten Spiel der Notenbanken, das sich den wirtschaftlichen Realitäten entzieht. In einzelnen Aktien findet man immer noch den echten Wechsel von Angebot und Nachfrage. In einzelnen Aktien macht es noch Sinn und Spass sich Gedanken zu machen. Aber in den grossen Indizes ?

Denn es spielt einfach alles keine Rolle mehr, was freie Märkte eigentlich auszeichnet. Wirtschaftsdaten ? Erwartungen ? Sentiment ? Vergessen Sie es. Schlechte Wirtschaftsdaten sind gut, weil dann die Notenbanken mehr drucken. Und gute Wirtschaftsdaten sind sowieso gut.

Erfolgreich diesem Markt zu folgen erfordert erstens Scheuklappen, mit denen man alles ausblendet, was in irgend einer Weise Risiken signalisiert. Und zweitens einen Finger, der konsequent und ohne nachzudenken, wie ein Schimpanse dem man eine Banane versprochen hat, jeden Dip kauft. Das ist ein "no-brainer" und passend dazu, hat mir gerade gestern ein bekannter Banker signalisiert, dass in Deutschland die Milchmädchen an die Börsen zurück kehren. Zunehmend bekommt er Anfragen nach Anlagen von Kunden, die jahrelang die Aktie als Teufelswerk betrachtet haben. Aber was immer steigt, egal was die Wirtschaft macht, dass muss ja gut sein ! Aktien sind einfach alternativlos und das ist tatsächlich so !

Alle meine Reflexe, meine Markt-Erfahrung, mein Wissen um Zusammenhänge signalisieren mir: hohes Risiko. Vorsicht, dieser Markt kann jeden Moment wegkippen, denn er ist der Realität zu weit voraus gelaufen. Aber das zählt (scheinbar) nicht mehr, wenn Notenbanker mit ihren Bazookas die Märkte unter Feuer nehmen.

Diese verzerrte Lage von Indizes auf Höchstständen und konjunktursensiblen Zyklikern auf Tiefstständen, haben wir auf jeden Fall einer unheiligen Allianz aus Notenbanken, Grossfinanz und Staaten zu verdanken. In der linken Szene wird ja gerne von "entfesselten Märkten" geredet, ich sehe das ganz anders. Die Märkte sind nicht mehr frei, sie wurden in die Hände weniger machtvoller Institutionen gegeben, die hier ihr Süppchen kochen. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht so unfreie und offensichtlich manipulierte Märkte gesehen wie aktuell.

Ich erlaube mir hier an dieser Stelle mal ein paar Zitate des von mir respektierten L. A. Little aus seinem Blog -> Technical Analysis Today <-:

"Will we ever have a normal market again - one that operates on actual economics rather than central bank interventions around the world? Will normalcy ever return? I don't know about you but I grow tired of the endless hype and expectations of what the central banks are or are not going to do. Seriously! These V-shaped rallies on low volume after breakdowns appear and the endless bid under the market is like out of a movie."

"It's a really strange world and I'm at a point where my graying hair is falling out as the manipulation of interest rates is rendering most economic models useless."

Siehe auch -> hier <-

Und so haben DAX und S&P500 vor wenigen Tagen - genau als sie ganz typisch wegzukippen begannen und ökonomische Frühindikatoren nach unten zeigten - einfach wieder eine V-förmige Wende hingelegt. Und das nun schon zum x-ten Mal ! Wer länger in den Märkten unterwegs ist weiss, wie selten V-förmige Wenden eigentlich sind. Aber seit die Notenbanken angefangen haben den Markt aufzublasen, sind V-förmige Wenden zur neuen Regel geworden.

Das Schöne daran ist, es ist für uns nun - zumindest vermeintlich und oberflächlich gesehen - einfach geworden, Geld zu verdienen. Buy the Dip. Und bloss nicht nachdenken ! Das Dumme ist, je mehr man davon versteht, was da hinter den Kulissen abläuft und wie wackelig dieses Kunstgerüst ist, desto schwieriger wird es diesen Knopf zu drücken. Aber trotzdem muss man es wohl tun, einmal tief durchatmen, alle Regeln vergessen und ... KAUFEN ! Dann sofort absichern. Auch Kaufen ist "alternativlos".

Insofern kann ich Ihnen nun mit einem deutlichen Augenzwinkern die ultimative Marktprojektion für Schimpansen für 2013 geben:

Der Markt in Form der Indizes steigt und steigt und steigt. Und jeder Dip wird gekauft. Jeder und immer ! Und wenn das aufhört und der Markt eine Pause macht, dann macht er danach was ? Genau, er steigt wieder. Bewertung ? Gewinne ? Wirtschaftsdaten ? Vergessen Sie es - der Markt steigt.

Bis zu diesem Tag, an dem er aufhört zu steigen. An dem der Dip nicht mehr gekauft wird. Und das wird dann passieren, wenn die Notenbanken die Richtung ändern. In diesem Moment werden alle gleichzeitig zum Ausgang wollen. Und wir werden einen der übelsten Einbrüche der Börsengeschichte erleben. Das wird so sein, wie wenn jemand Ihnen den Boden unter den Füssen wegzieht.

Kommt das in 3 Monaten bei DAX 8200 ? Oder in 3 Jahren bei DAX 11870 ? Oder schon Morgen ? Ich habe keine Ahnung - fragen Sie den Notenbanker Ihres Vertrauens, das ist das Einzige was wirklich zählt.

Also, machen Sie es etwas daraus. Machen Sie Heu, so viel sie können ! Tanzen Sie auf der Party so lange sie andauert ! Und seien Sie bei den ersten, die dann aus dem Markt springen, wenn der Dip nicht mehr gekauft wird. Vergessen Sie einfach alles, was Sie zu Wirtschaft je gelernt haben. Werden Sie statt dessen Fachmann darin, die Gesichtszüge der Notenbanker zu interpretieren. Werten Sie deren Aussagen aus und wenden Sie jedes Wort mehrfach mit einem Linguisten ! Nur darauf kommt es an, der Rest ist irrelevant geworden.

Sie denken jetzt bestimmt: oh da ist jemand frustriert ! Ja, was den bitteren Preis angeht, den wir dafür bezahlen werden. Denn ich kann mir den leider vorstellen. Aber Nein, was aktuell das Geldverdienen angeht. Es ist im Moment wirklich so einfach geworden:

Kaufen und die Indizes Long gehen. Absichern unter 10% Korrektur und ansonsten laufen lassen. Glauben Sie mir, dass kann noch lange so weiter gehen. Und wenn jetzt die Milchmädchen an die Börse zurück kehren, dann sehen wir vielleicht auch noch DAX 10.000 in nicht zu ferner Zukunft. Oder es kann Morgen schon zusammen klappen. Aber nur dann, wenn die Notenbanken zucken ! Nur die Notenbanken zählen - leider.

Kaufen + Desaster Protection. Die alternativlose Strategie in einem Mark auf Steroiden. Und nach uns die Sintflut. Wir haben einfach keine Wahl !

Ein schönes Wochenende wünscht trotzdem: Ihr Hari

PS: Und damit es keine Missverständnisse gibt, wenn ich hier so sarkastisch und mit einem Augenzwinkern die "No Brainer" Strategie darlege: Ich bleibe bei meiner Aufstellung, die ich in den Artikeln zur -> Seitenlinie <- und an anderen Stellen mehrfach dargelegt habe. Ich traue diesem Markt seit Anfang April aktuell nicht mehr und nehme nur noch kurzfristig und taktisch nach oben mit, immer mit einer Hand schon am Hebel für den Notausgang ! Denn wenn so ein "Runaway-Move" dann doch mal dreht, dann wird das übel !

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SAP, Krones, iRobot – Charts ohne (viel) Worte

SAP (WKN: 716460) - Die Unterstützung bei 57€ wird aggressiv gekauft:

SAP 24.04.13

Krones (WKN: 633500) - Enttäuschung über (gute) Zahlen, es wurde noch mehr erwartet. Ist das ein Doppeltop ? :

Krones 24.04.13

iRobot (WKN: A0F5CC) - Einer unserer Hightech-Favoriten mit "Gap and Go !" nach Zahlen. Der riesige Gap von 02/2012 gerät nun ins Visier :

iRobot 24.04.13

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Apple mit Q2 Quartalszahlen – Gigantisches Rückkaufprogramm – Abend des 23.04.13

Dienstag 23.04.13 22:50 Uhr

Apple hat geliefert.

Die Zahlen sind im Original SEC Filing nachzulesen -> hier <- und -> hier <-

Kurzversion:

(1) Aktuelle Zahlen zu Umsatz und Verkäufen: leicht besser als erwartet !
(2) Ausblick ins kommende Quartal: leicht schlechter als erwartet.
In Summe, Zahlen keine negative Überraschung, Marge hält sich über 35%

(3) Gigantisches Aktienrückkaufprogramm über 100 Milliarden USD !
(4) Erhöhung der Dividende um 15%

(5) Initiale Marktreaktion nachbörslich - vor der Pressekonferenz um 23 Uhr: Plus 5% !

Mein Fazit:

Apple kippt seinen Cash aus. Was man so übersetzen kann, dass dem Unternehmen nichts einfällt, was man damit strategisch anfangen könnte. Ich bin kein Freund von Aktienrückkauf-Programmen. Sie schaffen keinen Mehrwert. Und zu Jobs Zeiten hat es das nicht gegeben. Eine strategische Übernahme hätte mir weit besser gefallen. Warum nicht mal einen Zulieferer aus dem Rennen nehmen, der Google und Samsung schwer treffen würde ? Warum nicht den Cash als Waffe nutzen ?

Das hätte bewiesen, dass Apple immer noch aggressiv "on the Move" ist. Das jetzige Gebaren ist dagegen reaktiv und defensiv und zeigt mir einen Mangel an strategischen Optionen. So weit meine initiale Bewertung "aus der Hüfte", direkt nach den Zahlen.

Ich werde die nun möglicherweise folgende positive Bewegung im Kurs mitgehen, falls sie sich einstellt. Und mich dann erst einmal von Apple verabschieden. Bis dort wieder echte Innovation zu sehen ist.

Gute Nacht !

PS: Tim Cook in der Pressekonferenz: "Our teams are hard at work on some amazing new hardware, software and services we can't wait to introduce this fall and throughout 2014." Heisst umgedreht, kurzfristig kommt nichts.

PPS: Während der Pressekonferenz bröselt das Plus auch schon. Nur noch 1% nachbörslich. Entscheidend ist aber Big Money und ich vermute schon, dass die institutionellen Anleger morgen die Cash-Ausschüttungen goutieren werden. Aber wir werden sehen.

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Hat Hewlett-Packard ( HP ) gedreht ? Setzt die Aktie den Aufwärtstrend fort ?

Hat Hewlett-Packard (WKN: 851301) gedreht und setzt den Aufwärtstrend seit November fort ?

Schauen wir auf das Chart. Die Trendlinie, das Fibonacci Retracement und die leicht steigenden Volumina im Anstieg machen das zur realen Möglichkeit.

Ausserdem hatten wir nun fünf Phasen der Korrektur, 3 Abwärtsbewegungen, dazwischen zwei schwache Gegenbewegungen, was oft ausreichend ist, um das Abwärtsmomentum aufzubrauchen.

Und trotzdem, irgendwie bin ich noch nicht so richtig überzeugt. Zu magnetisch schaut das 50er Fibo Retracement, die 200-Tage-Linie und das Gap aus.

HP 23.04.13

Manche meinen ja, sie müssten in so Artikeln immer den Eindruck erwecken, als hätten sie alles im Griff. Nun, ich gestehe, ich bin mir hier aktuell unsicher. Und eine Glaskugel habe ich je bekannterweise auch nicht. Ich denke aber, dass HP mittelfristig immer noch ein Kauf ist. Nur ob der Einstieg jetzt oder erst bei 17 USD erfolgt, das ist für mich die Frage.

Ihre Meinung ? Was sehen Sie ?

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ABB, Qiagen, Vivendi, Daimler, Apple – Aktien, die mir einen Blick wert sind

Treue Leser von Mr-Market.de werden über die ersten der drei folgenden Namen nicht überrascht sein. Aber es schadet auch nicht, etwas Richtiges immer zu wiederholen. 😉

Die Indizes befinden sich immer noch in der Korrektur und insbesondere der DAX schwebt nahe am Abgrund und wurde nur durch die starke Wallstreet vom Freitag wieder über die 7500er Marke gehoben. Weitere Schwäche ist also durchaus denkbar und Vorsicht angebracht.

Andererseits bleiben die bullischen Grundstrukturen des Marktes durch die unveränderten Liquiditätseinschüsse der Notenbanken erhalten. Und der DAX hat nun vom Hoch bei 8074 bis zum Tief vom Freitag bei 7418 schon um 656 Punkte oder 8,1% korrigiert. Da ich persönlich nicht mit einem Crash rechne und das Abwärtspotential des DAX nach meiner jetzigen Marktsicht vielleicht bis ca. 7200 reicht, kann man also durchaus mal wieder anfangen, die Augen nach attraktiven Longs offen zu halten.

ABB (WKN 919730)

Der schweizerische Energie-Infrastruktur Spezialist ABB wurde hier mehrfach besprochen und ist aus dem Segment rund um Alstom, GE und Siemens immer noch mein Favorit.

Heute nun wurde bekannt, dass ABB in den Solarmarkt einsteigt: -> ABB übernimmt Power-One <-. Ein wie ich meine guter Zeitpunkt und weiteres Indiz, dass sich der Solarmarkt an einer Wendemarke befindet. Die einen gehen Pleite, den anderen steht eine profitable Zukunft bevor.

Vor allem aber zeigt die Reaktion des Marktes, dass er das ebenso sieht. ABB wird nicht, wie sonst bei so Übernahmen üblich, nach unten geprügelt und eine SMA Solar (WKN A0DJ6J) steigt als Mitbewerber von Power-One trotzdem um 9%. Scheinbar also ein zukunftsträchtiger Deal, den ABB da eingefädelt hat. Und da auch ABB nun schon deutlich korrigiert hat, kann man der Aktie nun vielleicht wieder näher treten.

Qiagen (WKN 901626)

Eine meiner Lieblingsaktien wurde hier auch mehrfach besprochen, zuletzt -> hier <-. Während an der Wallstreet der Biotech Sektor sich in einem massiven Bullenmarkt befindet und täglich neue Höchststände produziert, dümpelt der europäische und speziell deutsche Biotech-Markt aber eher vor sich hin. Den Unterschied machen Regulierung und mangelnde Finanzierungsmöglichkeiten.

Qiagen wird gedanklich oft in diesen Topf geworfen, hat da aber nichts verloren, denn die grossen Konzerne der Welt sind Qiagens Kunden. Mit Qiagen kauft man also ein wirklich internationales Unternehmen, das für den Biotech-Boom die "Schaufeln" produziert. Gleichzeitig ist der Kurs in einer Konsolidierung seit Februar zurück gekommen. Wer langfristig an dieser Story teilhaben will, kann sich die Aktie nun mal genau anschauen.

Vivendi (WKN: 591068)

Auch zu Vivendi kann ich mich nur wiederholen. Haben Sie bemerkt, dass Vivendi in der Korrektur kaum nachgegeben hat ? Das Risiko nach unten scheint begrenzt. Der Konzern befindet sich im Prozess der Konzentration auf das Mediengeschäft. Im Moment liegt noch ein Konglomeratsabschlag auf dieser Aktie. Sobald sich dieser auflöst, könnte die Aktie schnell bei 20€ stehen, oder gute 20% höher. 6% Dividendenrendite versüssen die Wartezeit.

Apple (WKN: 865985)

Apple liefert am Dienstag Zahlen und das Sentiment ist sehr schlecht. Betrachtet man die negativen Erwartungen, das Aussmaß der schon gelaufenen Korrektur von den Hochs und die Tatsache, dass Apple nun in einer Unterstützungszone um die 2011er Kursniveaus vor Beginn des 2012 Schubes hängt, besteht keine geringe Möglichkeit, dass der Markt auf die Zahlen positiv reagiert, selbst wenn sie nicht berauschend sind. Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass das reines Raten ist und ich kann das daher nicht empfehlen. Einen Blick ist diese Aktie aber nun an diesem entscheidenden Punkt alle mal wert !

Daimler (WKN: 710000)

Und zum Schluss noch ein Hinweis zu Daimler, die ich ja -> hier <- vor kurzem in Sachen Trendlinie thematisiert hatte. Daimler hatte letzte Woche auf der Trendlinie aufgesetzt. Ich sehe auf diesem Niveau eine gute Chance für eine positive Gegenbewegung. Wenn Sie also mit einer Aktie schon jetzt auf einen Rebound des DAX setzen wollen, schauen Sie sich vielleicht mal Daimler an.

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DAX – Das Zeichen an der Wand – Über die Bedeutung der 7500er Zone – 17.04.13

Ich habe die Premium-Mitglieder schon am Montag darauf hingewiesen, möchte es nun aber noch einmal explizit im freien Bereich machen. Gestern hatte ich ja auch schon die Möglichkeit einer Topbildung im US Leitindex S&P500 thematisiert.

Heute um 09.45 Uhr gab es dann diesen plötzlichen Einschlag im DAX, der nun etwas hilflos Algos zugeschoben wird. Natürlich waren das computergesteuerte Programme, anders geht so etwas gar nicht so schnell ohne Nachricht. Die Algos sind aber permanent da und nicht nur in diesem Moment. Die Frage ist doch eher, warum gehen diese Einschläge nun los ?

Denn eines ist klar, solche Einschläge sind Zeichen an der Wand und sie kommen nicht in sicheren Phasen des Aufwärtstrends, sondern genau dann, wenn der Markt wackelig an einer entscheidenden Marke hängt. Genau dann machen sie ja auch für die Initiatoren so richtig Spass, denn sich gegen einen klar trendenden Markt zu stellen, macht wenig Sinn, ausser man hätte unbegrenzte Feuerkraft.

Und eine entscheidende Zone haben wir im DAX. Die Zone um 7500 ist für den DAX massive Unterstützung, da sie seit Dezember 2012 mehrfach einer Abwärtsbewegung die Grenzen aufzeigte. Und deswegen ist die heutige Bewegung nach einem kurzen Taucher bis 7490 da auch erst einmal abgeprallt. Aber *falls* diese Zone nachgibt, dann haben wir da erst einmal erhebliche Fallhöhe, weil dann mit Sicherheit jede Menge Stops gezogen werden.

Schauen Sie mal mit mir auf den Tageschart des DAX, der spricht eine klare Sprache:

DAX 17.04.13

Wir sind also in einer Phase erhöhten Risikos. Es kann gut sein, dass die 7500 hält und wir hier wieder drehen. Niemand weiss das und Charts wissen genau so wenig über die Zukunft wie wir. Aber dieses Chart sagt etwas anderes, es sagt etwas über die Gegenwart und die ist real: denn wenn es unter diese Zone geht, dann droht eine ausgedehnte Korrektur. Und gegen dieses Risiko kann und sollte man sich schützen !

Nach oben würde ich eine Auge auf diese Abwärtstrendlinie haben. Wenn die nachhaltig gebrochen wird, könnte das eine Entscheidung nach oben sein.

Im Moment - Stand 12:00 Mittags - hängt der DAX in unschlüssiger Wartestellung bei ca. 7590.
Die Wallstreet wird es also mal wieder richten, so oder so. 😉

Ihr Hari

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Barrick Gold – Ausverkauf und Panik – 15.04.13

Einer geht noch, an diesem denkwürdigen Tag.

Ich zeige Ihnen einfach das Wochenchart vom weltgrössten Goldförderer Barrick Gold (WKN: 870450). Und zwar die Zeitspanne zwischen 2008 und heute.

Muss man da noch viele Worte verlieren ?

Wohl kaum. Nur ein Wort zu Warnung, wer meint, dass das fallende Messer aufgrund des Bildes hier stoppen muss, der irrt. Auch ein unterbieten der 2008er Stände ist im Panikmodus möglich.

Das wir es hier aber mit einem panikartigen Ausverkauf zu tun haben, ist wohl offensichtlich.

Barrick Panik 15.04.13

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Daimler und die Trendlinie – 15.04.13

Der Abverkauf der deutschen Autowerte schafft auch Opportunitäten. Allerdings darf man nicht übersehen, dass die grossen Titel wie Volkswagen (WKN: 766403) oder Daimler (WKN 710000) nun ihre 200-Tage-Linien gerissen haben. Das generiert meistens noch folgenden Abgabedruck, der erst einmal verarbeitet werden muss. Zu früher Wiedereinstieg ist also nicht angesagt.

Die aktuelle Schwäche des DAX beruht auch in hohem Masse auf dieser Schwäche der Autowerte. Insofern kann eine Wende bei den Autowerten auch für den DAX das Signal sein, wieder die 8000 ins Visier zu nehmen.

Am Beispiel von Daimler kann man sehr gut erkennen, wie weit das Potential nach unten noch reicht. Die Trendgerade würde - je nach Zeitpunkt - bei ca. 38€ geschnitten. Das wäre im Sinne Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) vielleicht ein brauchbarer Einstiegspunkt aus mittelfristiger Perspektive. Ob die Aktie schon vorher dreht ? Möglich, aber erst bei der Trendlinie ist das CRV wirklich optimal.

Alllerdings sollte man auch dann direkt einen Stop nicht zu weit darunter legen. Bei ca. 37€ kreuzt dann noch einmal eine langfristige Trendlinie, die aus 2009 reicht. Und wenn diese beiden Trendlinien nicht halten, dürfte sich ein weiterer Fall anschliessen. Irgendwo darunter, sollte also eine Absicherung hinein. Und wenn ein solcher Zusammenbruch bei den Autowerten passieren sollte, dürfte auch der DAX in eine ausgiebige Korrektur wechseln.

Aber da sind wir noch nicht. Zunächst einmal nähert sich Daimler technischer Überdehnung und die erste Trendlinie nähert sich. Keine zu schlechte Ausgangslage für eine Wende.

Sehen Sie selbst im Tageschart von Daimler:

Daimler 15.04.13

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Warum Setups oft nicht aufgehen. Und trotzdem wichtig sind. Am Beispiel Bunge.

Mit der Premium Mitgliedschaft habe ich auch die neue Funktion des "Setup-Monitors" eingeführt. Jeden Tag, in der Regel bis 10 Uhr, präsentiere ich Ihnen dort eine Auswahl von 5-10 Setups für mögliche Trades oder Anlagen. Dabei liegt der Fokus auf dem mittelfristigen Zeithorizont, Intraday Setups sind ebenso wenig Teil des Setup-Monitors, wie sehr langfristige Investitionen.

Da unsere Hirne als Anleger aber durch den permanenten Unfug der Prognosen und "heissen Tips" selbst ernannter Besitzer von Kristallkugeln leider etwas verseucht sind, erscheint es mir wichtig noch einmal zu erklären, was ein Setup ist und was es nicht ist. Welche Bedeutung es hat und warum man mit konsequentem Handeln auf Basis gut ausgewählter Setups eine positive Performance erzielen kann, selbst wenn ein grosser Prozentsatz der Setups nicht aufgeht - was völlig normal ist. Und ich will Ihnen das anhand eines der aktuellen Setups im Premium-Bereich, der Aktie des Agrarproduzenten Bunge (WKN 762269), beispielhaft darstellen.

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DAX-Ausblick auf 2014: Anstieg auf 10000 ?

DAX-Ausblick auf 2014: Anstieg auf 10000 ?
Ein Gastkommentar von Tokay

Vorhersagen sind schwierig, besonders solche, die die Zukunft betreffen, sagte einst Karl Valentin. Und auch im Forum von „Mr-Market“ haben wir kürzlich darüber diskutiert, ob Börsenprognosen Unsinn sind oder nicht. Es ist klar, dass es aufgrund der Komplexität der Märkte nicht möglich ist, diese seriös zu prognostizieren. Es ist aber mithilfe der technischen Analyse möglich, zu veranschaulichen, welche Kräfte auf den Markt einwirken, wie diese zusammenwirken, und man kann daraus seine Schlussfolgerungen ziehen.

Analysieren wir einmal anhand der folgenden DAX-Grafik, welche Kraftwirkungen es in der zurückliegenden Zeit gegeben hat:

DAX Projektion bis Herbst 2014

  • Wir befinden uns seit dem Frühjahr 2009 in einem Aufwärtstrend, der durch zwei äußere Linien markiert wird. Linie A markiert die obere Begrenzungslinie dieses Aufwärtstrends, Linie C die untere Begrenzungslinie dieses Trends. Sämtliche Bewegungen des DAX, die seither stattgefunden haben, ereigneten sich im Bereich zwischen diesen beiden Linien.
  • Seriöse Analytiker messen den „inneren Trend“ eines Marktes, indem sie möglichst viele Hoch- und Tiefpunkte miteinander verbinden. Mithilfe einer exponentiellen Regression ist es ebenfalls möglich, eine ähnliche Gerade zu konstruieren, welche die Abstände zwischen den Punkten des Beobachtungszeitraums minimiert(Methode der kleinsten Quadrate). Die Linie B bezeichnet die Linie des Exponentialtrends.
  • Aufgrund der Eurokrise sowie der Probleme mit der US-Staatsverschuldung schalteten die Märkte im Sommer 2011 in den Risk-on Modus. Das hatte starke Kurseinbrüche zur Folge. Dieser Modus wurde im Herbst 2011 wieder verlassen, und ein guter Teil der seitherigen Aufwärtsbewegung ist sicherlich als Aufholbewegung gegenüber den krisenbedingten Verlusten jenes Sommers zu interpretieren. Diese Aufholbewegung wurde entscheidend begünstigt durch die Geldpolitik der europäischen Zentralbank. Linie D kennzeichnet die untere Begrenzungslinie dieser dynamische Aufwärtsentwicklung.
  • Und schließlich gibt es noch die Linie E. Sie bezeichnet den Korrekturmodus, in den die Märkte verfallen, sobald die Zeichen auf „Risk on“ stehen. Dies kommt immer wieder vor, ist in letzter Zeit von kurzer Dauer.

Diese Kräfte dürften auch in der unmittelbaren Zukunft ihre Wirkung entfalten. Der Schnittpunkt der langfristigen Trendlinie A und der mittelfristigen Trendlinie D werden sich im Frühsommer dieses Jahres schneiden, und zwar in der Nähe von ca. 8.050 Punkten(Kreis mit Punkt a). Dementsprechend ist es gut vorstellbar, dass dieser Punkt a die obere Begrenzung der kurzfristigen Aufwärtsentwicklung darstellt, der DAX unter mehr oder weniger heftigem Rumoren weiter mäandert und ein Wechselspiel zwischen Aufwärts- und Abwärtsphasen nach bisherigem Muster stattfindet.

Aber wohin? Hier ist nun die Exponentialtrendgerade zu berücksichtigen, welche die langfristige Trenddynamik kennzeichnet. Zu beachten ist außerdem, dass Linie D weitaus dynamischer verläuft als die Exponentialgerade und diese wiederum sich dynamischer entwickelt als die äußeren Trendbegrenzungslinien. Selbstverständlich ist es möglich, dass die Kurse von diesem Pfad mehr oder weniger deutlich abweichen werden. Es ist jedoch durchaus wahrscheinlich, dass sie sich längerfristig gesehen auf die genannten Zielwerte hinbewegen.

Die Linie des Exponentialtrends wirkt zusammen mit der oberen Begrenzungslinie A der 2009er Hausse. Beide schneiden sich im Herbst 2014. bei etwa 8.500 DAX-Punkten bei dem eingezeichneten Kreis mit Punkt b. Dies ist die Zone, die der DAX wohl längerfristig ansteuern wird. Es fällt dann die Entscheidung darüber, ob es zu einer dynamischen Fortsetzung der Hausse kommt, der Markt in eine matte Seitwärtsbewegung übergeht, oder die Hausse gar ganz beendet ist.

Von einem DAX mit 10.000 kann daher in näherer Zukunft nicht die Rede sein. Es ist aber sehr gut möglich, dass nach Überwindung der Zielmarken eine solche Bewegung ins Haus steht. Bis dahin wird man aber voraussichtlich noch etwas Geduld haben müssen.

Tokay

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Mr-Market.de Premium – Die Medienlandschaft und die Umsonst-Unkultur

Liebe Mr-Market Community,

heute ist ein grosser Tag. Die Premium-Mitgliedschaft geht an den Start !

Schon im Jahresrückblick im Dezember 2012 habe ich das ausführlich thematisiert. Dieser Blog ist zu einem grossen Erfolg geworden und dieser Erfolg erzwingt nun eine Professionalisierung.

Mittlerweile verbringe ich ca. 30 Stunden in der Woche nur mit dem Blog, Tendenz weiter steigend. Die anderen 30 Stunden gelten meinem eigenen Trading. Und eine Familie und Freunde habe ich auch noch. Es geht also kein Weg daran vorbei Einnahmen zu generieren, die es mir dann erlauben Hilfe zu engagieren und den Blog weiter wachsen zu lassen. Nur so kann ich mich wieder auf das konzentrieren was ich gerne für Sie tue: zu schreiben und zu erklären.

Wenn dieser Weg der Professionalisierung erfolgreich ist, dann wird Mr-Market.de weiter wachsen und irgendwann vielleicht tatsächlich zu der deutschsprachigen Plattform für unabhängige und professionelle Hintergrundinformation zu den Finanzmärkten werden. Der Bedarf für hochwertige Informationen ist immens, dünne Nacherzählungen von Unternehmensnachrichten gibt es dagegen ebenso mehr als genug, wie vermeintlich "heisse Tips", hinter denen nur "heisse Luft" steckt. Sollte dieser Weg aber nicht erfolgreich sein, werde ich Mr-Market wieder schrumpfen und möglicherweise ganz einstellen müssen. Auch Journalisten müssen leben und können keinen Fulltimejob dauerhaft nur für "Luft und Liebe" machen, mein Einstiegsinvestment habe ich in den letzten 1,5 Jahren schon erbracht.

Von dieser reinen Kostensicht abgesehen, gibt es aber auch viele inhaltliche Argumente. Die ganze Presselandschaft leidet massiv unter der unsäglichen "Umsonst-Unkultur" im Web. Und damit leidet auch die Qualität des Journalismus. Wer sich über den zunehmenden Erregungsjournalismus der Medien beklagt, gleichzeitig aber nicht bereit ist für seriöse Inhalte zu bezahlen die keine Schaueffekte benötigen, ist in Wirklichkeit Ursache des Problems und sollte ebenso besser schweigen wie der Anleger, der sich einerseits über provisionsorientierte Abzocker in der Finanzindustrie beschwert, gleichzeitig aber nicht bereit ist für eine qualifizierte Beratung auch angemessene Stundensätze zu zahlen, die bei Rechtsanwälten und Steuerberatern selbstverständlich sind. Im Printbereich ist es doch auch nicht anders. Erwartet irgend jemand in den kostenlosen Anzeigenblättern die unsere Briefkästen verstopfen, seriösen und relevanten Journalismus ? Warum dann im Internet ?

Bisher hat den Medien aber der Mut gefehlt, dass einmal durchzuziehen. Mittlerweile sind aber namhafte Blätter wie das Wallstreetjournal, die Financial Times, die schweizer Finanz und Wirtschaft oder die New York Times mit einer Mischung von freien und kostenpflichtigen Inhalten im Web, genau so, wie ich das hier auch plane. Auch die Welt hat in Deutschland nachgezogen und wer die Nachrichten aufmerksam verfolgt, hat mitbekommen, dass es im Spiegel massive Veränderungen an der Spitze gibt. Nach dem was man liest unter anderem auch wegen der bisherigen "Kostenlos-Strategie" von Spiegel Online.

Während also bei den professionellen Medien das was ich hier heute beginne bald zum Standard gehören wird, sieht es in der Szene der Blogger immer noch traurig aus. Wie viele wirklich tolle Blogs gibt es, die mit Herzblut und Engagement betrieben werden und mühsam vor sich hin wurschteln, weil niemand dieses Engagement monetär würdigt ? Wie viele Blogger haben eher peinliche Werbebanner auf ihren Seiten oder müssen sonstige Kompromisse hart an der Grenze zu Interessenskonflikten machen, um irgendwie wenigstens ihre Kosten wieder herein zu bekommen ?

Ich bin deswegen sicher, gerade in der Szene der Finanzblogger wird ganz genau darauf geschaut werden, wie sich das nun bei Mr-Market.de entwickelt. Insofern sind wir hier mal wieder Avantgarde, das ist doch auch schön.

Nach dieser Vorrede möchte ich Sie daher heute einladen, Teil dieser spannenden Reise zu sein und Premium-Mitglied bei Mr-Market.de zu werden. Vielleicht erinnern Sie sich ja einmal zurück, wie viel Ihnen dieser Blog schon an Wissen und Erkenntnis vermittelt hat.

Ich habe ein umfangreiches FAQ zusammen gestellt, dass Ihnen alles Wissenswerte vermittelt. Lesen Sie bitte -> hier <-

Premium-Mitglied können Sie dann -> hier <- werden, wenn Sie schon registriert sind.

Und um auf einen Blick zu erkennen, was Teil des Premium-Bereiches ist und was weiter "frei" bleibt, habe ich unten eine kleine Grafik.

So ..... genug der Worte.

Ich würde mich sehr freuen, viele von Ihnen als Premium-Mitglieder begrüssen zu können. Viele von Ihnen sind mir wirklich ans Herz gewachsen. Drücken Sie dem Blog die Daumen, dass die Transition gelingt !

Ihr Hari

Mitglied Stufen

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Hari´s Live Tips – Archiv der Woche vom 07.04.13

Hier das Archiv der Live Tips aus der Woche vom 07.04.13

Nun heisst das Baby also Experimentalökonomie: http://bit.ly/ZpL3KC Ich finde das Wort unglücklich aber egal, es ist das was ich schon öfter thematisiert habe. Wir brauchen eine Ökonomie, die sich an der Realität misst und keine, die der sich permanent verändernden Realität ihre abstrakten Theoreme aufzwingen will. Insofern ist diese Entwicklung sehr zu begrüssen.
07.04.13 10:45

Lesenswerter Hintergrundartikel zur "Alternative": http://bit.ly/10GJrsC
07.04.13 10:55

Hendrik Leber: Warum die Aktienmärkte nicht mehr billig sind und es trotzdem weiter hoch gehen dürfte: http://on.wsj.com/10GCNjt
07.04.13 11:00

Schach und künstliche Intelligenz im 18. Jahrhundert: http://bbc.in/YudQL1 Und was uns das über die ganz grossen Könner sagt
07.04.13 11:11

Der Transportsektor ist am Freitag zurück gekommen: http://bit.ly/Zd8cJn Ufff.....
07.04.13 11:15

Das, wie ich finde, sehr gelungene neue Logo verdanke ich unserem Mitglied Armin. Herzlichen Dank dafür ! Es passt zum Blog: klar, aussagestark, fokussiert. Ich habe es auch in Rot, Mr-Market.de kann jetzt also je nach Marktstimmung leuchten. lol 😉 Feedback ist erwünscht, in Details (Grösse, Rand etc) gibt es mglw noch Anpassungsbedarf.
08.04.13 14:15

Der DAX hat im kurzfristigen Minutenchart eine Umkehrformation gebildet, die rechnerisch 7700 ins Visier nimmt. Der allgemeine Eindruck der Märkte ist aber nicht überzeugend und riecht nach mehr Schwäche.
08.04.13 16:45

Tesla dagegen scheint seinen Ausbruch über die 40 USD hinweg zu bestätigen. Nachdem die "weitere Neuigkeit" eher enttäuschend war, hat der Kurs trotzdem das Gap nicht geschlossen und zeigt nun wieder Stärke. Endgültig ist aber auch das nicht entschieden und der Gapfill bleibt eine Möglichkeit.
08.04.13 17:02

Lanxess ist nun heftig überverkauft und mal kurzfristig für einen Schnapper reif.
08.04.13 17:12

Rein statistisch sind die Risiken nach diesem ersten Quartal nun höher als die Chancen: http://bit.ly/10LGvLq Nur interessiert sich Mr.Market glücklicherweise nicht immer für Statistik. 😉
08.04.13 18:20

Der S&P500 hat bullisch geschlossen, da ist er der Wendeversuch der Bullen. Auffällig ist, das die Bären bisher wirklich gar nichts zusammen bekommen, selbst heute nicht. Und Alcoa liefert ganz gute Zahlen und einen positiven Ausblick. Sieht nicht so schlecht aus für Morgen !
08.04.13 22:20

Die Schwäche der deutschen Aktien ist schon auffällig. Der S&P500 fast wieder auf Höchstständen und der DAX ? Es sind vor allem die Industriewerte die getroffen werden und das trotz eines starken Bankensektors und Pluszeichen in der Europeripherie.
09.04.13 15:00

Wacker Chemie schwankt stark, ein Tag 2-3% runter, ein Tag 2-3% hoch. Alles ohne grosse Nachrichten. Wie übrigens auch der GDX. Wenn solche Schwankungen am Ende von langen Trends aufreten, indizieren sie das Ringen von Bullen und Bären um die Hoheit und sind oft Wegbereiter einer Trendwende.
09.04.13 15:40

So läuft das Geschäft mit der Commerzbank tatsächlich. Volltreffer 😉 http://bit.ly/10IID57 09.04.13 15:40

Die Diskrepanz zwischen realer Konjunktur und Liquiditätsdruck der Notenbanken: http://bit.ly/17oHll6 Der Beweis, dass die Indizes primär von Healthcare, Konsum, Nahrung etc - den klassischen "Value-Sektoren" - getragen werden, in die der Anlagedruck hinein geht.
09.04.13 15:55

Schauen Sie mal, wie historisch hoch die Shorts auf Silber sind: http://bit.ly/ZAaWYj Das wird ein Squeeze, wenn da der Wurm mal dreht.
09.04.13 16:00

In Vermögenswerten galoppiert die Inflation: http://bit.ly/Z5QjAd Meine Rede im Wiwo-Interview.
09.04.13 16:45

Nur damit das nicht übersehen wird, gerade hat der GDX mit 36,04USD ein neues kleines Verlaufshoch generiert und liegt intraday bei Plus 4%. Denken Sie auch an die Massen an Shorts in Silber. Es würde Spass machen, diese Party zu sehen. 😉
09.04.13 17:15

Mein lieber Herr Gesangsverein, der Strich bei Wacker heute - als Folge des First Solar Ausblicks - ist beeindruckend. Über 10% in wenigen Handelsstunden seit gestern. Achten Sie nun in den kommenden Tagen auf das Tageschart. Wenn wir in der Zone über 60€ wieder drehen, haben wir eine üble SKS Formation. Wichtig ist also, dass es nun über diese Zone hinweg weiter geht ! Kurzfristig für heute, könnte es das mit dem Test der 50-Tage-Linie erst einmal gewesen sein.
10.04.13 09:10

EURJPY über 130 ! Die Rally geht ohne Pause gnadenlos weiter !
10.04.13 09:22

E.ON hat heute ein neues Verlaufshoch generiert. Der neue Aufwärtstrend ist damit erneut bestätigt !
10.04.13 10:55

FED Minutes zu früh released: http://on.wsj.com/12Jzdbc
10.04.13 15:26

S&P500 mit neuem Alltime High bei 1576.10 !
10.04.13 15:44

Sie erinnern sich an den Live-Tip gestern zu Lanxess ? Heute über 6% im Plus. Das ist die Kombination von starkem Markt und technischer Überdehnung nach unten.
10.04.13 17:12

Na da schau her, Goldman Sachs rät Gold zu shorten: http://bit.ly/17qVyxX
10.04.13 17:32

Die FED Panne: http://bit.ly/16Tow6G Objektiv kann so was ja mal passieren. ABER: warum hat sich denn keiner der Adressaten gerührt, sondern alle haben still genossen ? Wie kann es sein, dass einfach ein einzelner Mitarbeiter nach Gusto und offensichtlich ohne Tracking! solche Daten verschickt ? Der Vorgang zeigt erneut: glauben Sie nicht, dass die Nachrichtenversorgung fair gespielt wird. Gerade weil Nachrichten Geld wert sind, gehen diese überall und immer wieder vorab über den Tresen, Gesetze hin oder her. Und wir privaten Anleger sitzen am Katzentisch und bekommen über die Medien die Brotkrumen. Weswegen die Price-Action im Markt immer noch der ehrlichste Indikator ist !
11.04.13 08:30

Wann wird denn endlich mal dieser Ballmer bei Microsoft vor die Tür gesetzt ! http://bit.ly/ZiHxMm Ich kann diese Artikel wirklich nicht mehr lesen, so ein Unfug. Das Windows 8 so zum Rohrkrepierer wird, habe ich hier schon vor genau einem Jahr geschrieben: http://bit.ly/QOvS7M Und das Ende des PC ist ebenso Unfug. Ich arbeite permanent mit PCs und Tablets wie einem iPad. Und die Tablets sind für produktives Arbeiten völlig ungeeignet. Wenn Microsoft endlich mal wieder Innovation für die Geschäftskunden generiert statt Trends hinterher zu hecheln, dann läuft es auch wieder im PC Markt !
11.04.13 08:40

Denken Sie daran, heute ist eine grosse FED Buy-Operation im Markt.
11.04.13 15:55

Hecla Mining ist heute gegen den eher schwachen Sektor erneut 4% im Plus. Da nimmt der Markt wohl eine Neubewertung vor.
11.04.13 16:32

Ich hoffe Sie haben bemerkt, wie präzise die Bollinger Band Kontraktion wieder die Bewegung im S&P500 vorweg genommen hat. Die Dynamik ist einfach beeindruckend. Ziel ca. 1608 !
11.04.13 17:30

Ich habe mal kurz den neuen Setup-Monitor für alle Mitglieder freigeschaltet. Dieser wird Premium-Mitgliedern vorbehalten sein. Damit geht es schon bald los. Auch die Livetips werden "Premium-Only" und ausgebaut.
11.04.13 18:25

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Die ultimative Anlagemethode – über den „Heiligen Gral“ der Geldanlage !

Ich möchte Ihnen heute die ultimative Anlagemethode vermitteln, sozusagen den "Heiligen Gral" der Geldanlage. Natürlich nur exklusiv für Mitglieder der Mr-Market Community. 😉

Warum ich dann hier darüber schreibe und nicht schon im Privatjet auf die Bahamas unterwegs bin, wollen Sie wissen ? Gute Frage, immerhin stellen Sie diese Frage, die so viele nicht stellen, wenn denen "heisse Tips" angedient werden. Aber warten Sie doch einfach mal ab. 😉 Wenn Sie reich werden wollen, dürfte das doch 5 Minuten wert sein einen Artikel zu lesen, oder ?

Sie haben vielleicht von der Levermann Methode gehört, die ehemalige Fondmanagerin Susan Levermann hat da eine Methode entwickelt, bei deren systematischem Einsatz man tatsächlich sehr gute Ergebnisse produzieren kann. Dabei basiert die Methode eigentlich auf nichts Überraschendem. Da sind Parameter wie Eigenkapitalrendite enthalten, oder KGV, oder Wachstum oder Momentum. Alles nichts Besonderes. Wie kann so eine Aneinanderreihung von bekannten Parametern irgend etwas Besonderes bewirken ?

Oder Sie haben vielleicht von der Methode der Turtle Trader von Richard Dennis gehört. Ich kann Ihnen bestätigen auch diese funktioniert und produziert gute Ergebnisse. Und auch hier, ohne dass das auf grossen Geheimnissen bei der Methodik beruht.

Und Sie haben vielleicht von unzähligen anderen Methoden gehört und auch diese funktionieren sehr oft. Aber keine beruht auf Geheimnissen, die man nur hinter vorgehaltener Hand weiter geben darf.

Was also ist das Geheimnis, was ist der "Heilige Gral" der Geldanlage und des Trading ?

Nun ..... ich enthülle Ihnen das Geheimnis :

Es ist .... überhaupt eine systematische Methode zu haben ! Es ist Methodik und Disziplin !

Ohje, ich weiss, ich kann durch den Bildschirm hindurch nun Ihr Gesicht sehen. Sie sind enttäuscht und fühlen sich von mir an der Nase herum geführt. Aber Moment, warten Sie, es ist wirklich der "Heilige Gral" und Sie tun besser daran, nun genau zuzuhören.

Denn seien Sie mal zu sich ehrlich. Haben Sie eine Methodik nach der Sie anlegen und die Sie mit grosser Disziplin durchziehen ? Na ? Ehrlich ?

Ich sage Ihnen auf den Kopf zu, Sie haben mit hoher Wahrscheinlichkeit keine ! Sie haben vielleicht mal mit so etwas experimentiert, aber das war Ihnen am Anfang zu mühsam. Oder Sie haben nicht die Disziplin gehabt es durchzuhalten und überhaupt, da war doch dieser spannende Artikel über diese tolle Value-Aktie, die müssen Sie als Nachfahre von Buffet und Graham jetzt einfach kaufen, Sie sind doch smart genug, das zu überblicken ! Aber selbst wenn nicht, dann kam doch dieser Crash mit all den Weltuntergangsszenarien in der Presse und ihre Methode interessiert das nicht. Da muss man als "kluger" Anleger doch mit der Hand steuernd eingreifen und verkaufen, oder etwa nicht ?

Und wenn Sie zu den seltenen Ausnahmen gehören, die doch diszipliniert einer Methodik durch Dick und Dünn folgen, dann grinsen Sie jetzt hinter Ihrem Bildschirm und wissen wie recht ich oben habe.

Denn es ist für uns Menschen viel schöner, uns im Gefühl zu sonnen wie "smart" wir sind. Wir sind ja sowieso immer Contrarians, Abkömmlinge des grossen Warren Buffet und die Herde, das sind immer die anderen, nur nicht wir. 😉 Und selbst wenn wir so selbstkritisch sind zu wissen, dass wir auch nicht klüger sind als die anderen da draussen, dann macht der Markt so einen emotionalen Druck auf uns, dass es uns fast unmöglich wird, uns unserer Methode anzuvertrauen.

Erkennen Sie sich wieder ? Ich erkenne mich eindeutig, all das habe ich oben auch durchlitten.

Ich weiss, ich bin sehr böse, wie ich uns allen den Spiegel vorhalte. Aber Erfolg kommt nur über Selbsterkenntnis und den Schmerz der damit verbunden ist. Und ich garantiere Ihnen ganz persönlich aus 20 Jahren Erfahrung:

Methodik und Disziplin SIND der heilige Gral der Geldanlage ! Es gibt keinen schnellen und einfachen Weg zum Erfolg, ausser pures Glück ! Und jeder der eine Methodik hat und diese konsequent weiter entwickelt, wird damit bessere Ergebnisse als vorher produzieren, als er noch fröhlich nach Bauchgefühl seinem Ego folgte. Und zwar unabhängig davon, ob Sie nun KGV, KBV, Trends oder Sentiment in die Methodik einfliessen lassen. Die Methode zu haben und ihr zu folgen, das IST der so vielfach gesuchte "Heilige Gral" !

Und deshalb funktioniert auch die Levermann Methode, ebenso wie die Turtle Trader besser, als einfach fröhlich zu agieren, einfach weil es überhaupt eine Methode ist.

Ich hoffe ich konnte meinen Punkt machen und glauben Sie ja nicht, der sei trivial ! Wenn er trivial wäre, warum agieren Sie dann nicht so ? Warum kaufen Sie immer noch angeregt durch irgend einen Artikel irgendwo und bilden sich ein, nun einen Edge gegen den Rest des Marktes zu haben ? Warum ?

Ich möchte aber nicht nur den belehrenden Finger erheben, sondern möchte auch hilfreich sein. Deshalb habe ich hier für Sie den "ultimativen"

Guide, zur Anlagemethodik

Annahme dabei ist, Sie sind ein gebildetes Mitglied der arbeitenden Bevölkerung, das sich zwar intensiv für Börse interessiert, aber am Tag nicht mehr als eine, maximal zwei Stunden dafür investieren kann. Diese Annahme ist wichtig, denn natürlich hat Methodik auch mit Ihren Voraussetzungen und Lebensumständen zu tun !

Wenn Sie zu diesen Anlegern gehören, folgen Sie dem Guide unten Punkt für Punkt:

(1) Zeithorizont

Der entscheidende erste Punkt der immer unterschätzt wird, ist sich des Zeithorizonts bewusst zu werden, in dem man anlegen will. Denn die Kriterien einer Methode müssen zwingend zum Zeithorizont passen, das ist offensichtlich. Denn die Kriterien einer Daytrading-Methode sind natürlich andere, als die einer langfristigen Investment-Methode.

Jetzt werden die meisten schnell sagen, Daytrading ist mir zu kurzfristig und das ist sicher für die meisten von Ihnen richtig. Am anderen Ende ist aber das Problem. Ganz viele nehmen sich vor, langfristiges "Value-Investing" zu machen. Hört sich ja auch so toll an ... "Value" ... 😉 Dann kaufen Sie diese Aktie "für Jahre", aber schon 3 Tage später bricht die Aktie aufgrund einer Nachricht um 10% ein. Und schon schwanken und zaudern Sie. Und spätestens in der kommenden Korrektur war es dann mit Value, dann verkaufen Sie auf einem ganz anderen Zeithorizont als geplant, der Druck wurde einfach zu gross.

Deshalb ist der Gedanke der langfristigen Investition in der Regel eine Illusion. Wir können uns dem medialen Druck der Gegenwart nicht so einfach entziehen. Nach meiner Ansicht ist der ideale Zeithorizont für diesen Typus Anleger der Bereich von Monaten. Das bedeutet, dass Sie ihr Geld im Jahr 1-4 mal umschlagen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Denn dieser Zeithorizont passt zu den medialen Erregungszyklen und auch zu den grossen Trends. Schauen Sie auf das letzte Jahr mit seinen 3-4 grossen Phasen oder auch aktuell auf die Hausse, die nun seit November 2012 herrscht. Es sind immer 1-4 Phasen im Jahr, in denen sich der Wurm dreht.

Eine Methode, die sich an diesen Zeithorizonten orientiert, hat also die Chance im Gleichklang mit Ihrem Erleben und Ihrer Emotion zu schwingen und damit von Ihnen auch durchgehalten zu werden. Denn was nützt die tolle Langfristmethode, die Sie dann doch nicht einhalten ?

(2) Parameter

Nachdem Sie den Zeithorizont so definiert haben, wählen Sie jetzt 5-10 Parameter aus, die in diesem Zeitraum eine "gute" Aktie von einer "schlechten" unterscheiden. Und zu diesen Parametern gehören dann NICHT fundamentale wie das KBV. Denn eine Aktie, der der Markt nicht einmal den Buchwert zubilligt, hat diese Bewertung mit hoher Wahrscheinlichkeit noch in Monaten. Denn der Markt hat gute Gründe, warum er das Geschäft so niedrig bewertet und das sich das in Monaten ändert, ist eher unwahrscheinlich.

Geeignet sind dagegen alle Parameter die trendorientiert sind. Also technische Trendparameter aus Chart- oder sonstiger Markttechnik. Wie zum Beispiel die diversen Moving-Averages. Oder ein positiver Newsflow. Oder steigende Gewinne in jedem Quartal. Oder Insiderkäufe. Oder. Oder

Wählen Sie 5-10 Parameter, die Sie auch wirklich tracken können und werden. Und dann ordnen Sie diesen Parametern ein Punktesystem zu, mit dem Sie die "guten" von den "schlechten" Aktien unterscheiden.

(3) Watchlist

Nun brauchen Sie noch eine Watchlist, also ein Teiluniversum der Aktien der Welt, die Sie dann auf Ihre Methodik loslassen. Hier kann es durchaus Sinn machen, langfristige Parameter wie KBV einfliessen zu lassen. Stellen Sie auf jeden Fall sicher, dass Ihre Watchlist nur aus soliden Unternehmen besteht, mit gutem Management, funktionierendem Geschäftsmodell und Gewinnwachstum. Denn diese Watchlist soll Sie ja länger begleiten und in dem Sie nur "fundamental gute" Unternehmen auswählen, stellen Sie sicher, keine zu bösen Überraschungen zu erleben. Der Ort für fundamentale Überlegungen ist also hier, in der Auswahl Ihrer Watchlist und weniger bei den Parametern des Punktesystems.

(4) Disziplin und Ausdauer

Und nun starten Sie. Und das Geheimnis ist, die Methode jetzt einfach konsequent anzuwenden und nur nach dem Punktesystem die Kauf- und Verkaufentscheidungen zu treffen. Die Grundregel dabei ist, greifen Sie NIE - wirklich NIE - direkt ein und agieren gegen Ihr System. Damit machen Sie alles kaputt. Was Sie dürfen und sogar sollen, ist das System iterativ zu adaptieren. Es wird Parameter geben, die nicht so passen oder deren Datengewinnung zu schwierig ist. Schrauben und ändern Sie am Detail des Systems, bis es passt. Das ist in Ordnung, wenn Sie es nicht zu oft machen und konsistent bleiben. Aber greifen Sie nie gegen Ihr System ein.

So das war das ganze Geheimnis. Der Rest ist Geduld und Disziplin. Und nach einem Jahr werden Sie ein erstes Fazit ziehen können.

Machen Sie es einfach mal ! Kaum ein privater Anleger macht das ! Und unter anderem deswegen, scheitern die allermeisten an der Börse.

Überhaupt ein System und eine Methodik zu haben, das IST der heilige Gral. Und das ist keineswegs so trivial, wie es sich anhört.

Glauben Sie mir !

Ihr Hari

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Gedanken zum Runaway-Move im S&P500 – 10.04.13

Es sieht so aus, als ob die Bollinger Band Kontraktion ihre Energie erneut nach oben in Form einer Expansion auslöst. Was den Leitindex S&P500 angeht, macht dieser Markt wirklich keine Gefangenen. Der Liquiditätsdruck ist einfach gewaltig und das Geld, das aus Europa abgezogen wurde und dem DAX seit Tagen fehlt, scheint direkt in US Aktien zu fliessen.

Das ist ein klassischer Runaway-Move, den wir hier seit November 2012 in den US Indizes sehen, bei dem jede kleine Korrektur sofort massiv gekauft wird. Wer es nicht glaubt, dem zeige ich das Baby noch einmal im Tageschart, schauen und staunen Sie selbst:

S&P500 10.04.13

Und der Auslöser ist eindeutig, 85 Milliarden USD jeden Monat von Seiten der FED. Das habe ich -> hier <- schon Anfang des Jahres nachgewiesen. Das Gefährliche an der Situation ist das Wissen, dass diese Bewegungen in der Regel übel enden. Denn wenn dann - irgendwann - ein Dip doch mal nicht gekauft wird, dann werden alle gleichzeitig zum Ausgang rennen. Und die Gewinne von Wochen und Monaten werden in Tagen und Stunden eliminiert.

Nur wissen wir nicht *wann* dieser Moment kommt. Deshalb ist es auch richtig, bei den ersten kleinen Brüchen im Markt vorsichtiger zu werden. Man muss dann aber auch gedanklich schnell wieder umschalten und von der Rally mitnehmen was geht. Wie in den letzten Tagen. Geistige Flexibilität ist Trumpf !

Und nun sagt diese Struktur eindeutig, dass die 1600 im S&P500 wohl bald auf den Radar kommen. Rein von den technischen Parametern her, ist die Korrektur von letzter Woche nun endgültig abgeschlossen und der Weg nach oben frei !

Leicht ist dieser Markt aber nur für Anleger mit "sonnigem Gemüt". Weswegen auch die Mehrzahl der institutionellen Anleger und Hedgefonds zuletzt den Markt unterperformt hat, die sich ja alle viele, viele Gedanken machen. Für Anleger aber, die aber von all dem nichts wissen und einfach mit sonnigem Gemüt wie selbstverständlich davon ausgehen, dass jeder Dip konsequent gekauft wird, ist dieser Markt im Moment total einfach. So ist das aber immer bei einem Runaway-Move. Manchmal ist Unwissen einfach herrlich ..... bis dann irgendwann von Mr. Market doch der Hammer heraus geholt wird. Nur wann wird das sein ?

Die relative Schwäche des DAX scheint im übrigen anzuhalten, hier gibt es eindeutig abfliessende Gelder, die sich im US Markt dann wiederfinden. Der DAX hat in den letzten Tagen locker relativ 400 Punkte gegenüber den US Indizes verloren, das ist eine Menge. Werden sich diese negativen Geldströme aus der EU heraus bald ändern ? Kaum zu prognostizieren, teilweise dürften es die von mir kommunizierten Langfristeffekte des Umgangs der EU mit Konten im Zuge der Zypern-Krise sein. Aber nach der Regel, nach der Trends immer länger dauern als man glaubt, würde ich nicht mit einem schnellen Wechsel des Trends rechnen. Was auch bedeutet, dass die Trendwenden der stark gelaufenen deutschen Industrieaktien in der zweiten Reihe, wie eine Dürr oder Kuka, sich nach dem aktuellen Bounce fortsetzen könnten.

Wenn man Short sein will um sein Depot zu hedgen, finden sich da teilweise ganz attraktive Charts mit Top-Strukturen. Aber mehr als eine Anreicherung und ein Hedge des sonstigen Depots sollten Shorts in diesem Markt weiterhin nicht sein. Es ist einfach keine gute Idee, sich gegen den Druck der Notenbanken zu stellen. Und dieser Druck schiebt alles nach oben !

Für das zweite Quartal bleibt meine am Montag -> hier <- geäusserte Erwartung bestehen. Nach kurzer Schwäche Anfang der Woche, ein Anlauf auf neue Höchststände. Den erleben wir gerade. Und dann eine volatile Seitwärtsbewegung im 2. Quartal. Ich nehme diese Rally also selektiv bei bestimmten Werten mit, hechte aber nicht mehr mit vollem Risiko den Kursen hinterher. Dafür will ich nun einfach eine deutlichere Korrektur sehen. Und wenn mich diese Vorsicht nun im 2. Quartal doch ein paar Prozent Performance kostet, dann ist es halt so. Es gibt Schlimmeres. Das ist mir der entspannte Schlaf wert.

Ich wünsche Ihnen gute Entscheidungen !

Ihr Hari

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Verwobene Schicksale: Kleinfeld zu Linde ? Reitzle zu Siemens ? Cromme ?

Vielleicht liegt es daran, dass ich selber mal Chef eines - wenn auch nur mittelgrossen - Unternehmens war. Vielleicht liegt es daran, dass mir bewusst ist, welchen Unterschied eine einzelne Person an der richtigen Stelle machen kann.

Aber was auch immer der Grund ist, ich schaue bei meinen langfristigen Investments ganz genau auf das Topmanagement in Vorstand und Aufsichtsrat. Genau genommen ist das neben dem Geschäftsmodell sogar mein Hauptkriterium, nachdem ich die für mich "guten" von den "schlechten" Unternehmen trenne, wenn ich über ein längeres Investment abseits von reiner Markttechnik nachdenke.

Um so ärgerlicher finde ich es immer wieder - und auch das wissen Sie aus diversen Wutreden hier im Blog - wenn den Anlegern das sture Starren auf so zweifelhafte Indikatoren wie Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) oder Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) als "Value Investing" verkauft wird. Ich erinnere insbesondere an den Artikel -> Vom Irrsinn des IFRS oder warum der Buchwert kaum Aussagekraft mehr hat <- den Sie unbedingt mal lesen sollten, falls Sie das noch nicht getan haben.

Und richtig sauer werde ich, wenn dann immer wieder der ehrenwerte Warren Buffet als Testimonial für diese intellektuell äusserst dürftige Indikatorenlogik vereinnahmt wird, obwohl der sich gar nicht dagegen wehren kann. Der Verdacht, dass hier Menschen etwas verkauft werden soll ist für mich naheliegend.

Denn eines ist klar, wer sich mit Buffet beschäftigt hat weiss, welche immense Bedeutung er immer dem Management beigemessen hat. Es ist nicht übertrieben zu sagen, Buffet hat bei all seinen grossen Investments eigentlich immer eine persönliche Beziehung und persönliche Eindrücke vom Management aufgebaut. Und nur wenn er zutiefst von deren Fähigkeiten überzeugt war, setzte er seine Gelder in Gang. Es gibt wohl nur wenige Investoren, die dem Management so hohe Bedeutung zumessen wie Buffet.

Womit wir auch für unsere Investments bei dem zentralen Thema Management sind. Und nun wissen Sie ja, dass es da in Form der Linde (WKN 648300) ein Unternehmen gibt, dass ich hinsichtlich seines Geschäftsmodells für eine Perle halte und dem noch einiges zuzutrauen ist. Zu verdanken ist diese tolle Entwicklung unter anderem dem CEO Wolfgang Reitzle. Ich möchte zu ihm einfach aus einem ein Jahr alten Artikel hier auf Mr-Market.de zitieren:

"Seit 2003 verantwortet Wolfgang Reitzle das Geschäft als CEO. Er ist der lebende Beweis, dass man kein Fachmann sein muss, um als Top-Manager Erfolg zu haben. Denn als Reitzle von Jaguar, Aston Martin & Co. 2002 zu Linde kam, wusste er von Industriegasen vermutlich auch nicht sehr viel mehr als ich jetzt – nämlich fast nichts. Was er aber danach aus Linde gemacht hat, nötigt mir allerhöchsten Respekt ab. Und “nebenher” hat er seit 2009 als Aufsichtsratchef massgeblichen Anteil daran, dass das Desaster rund um Schaeffler und Continental geräuschlos bereinigt wurde. Einer der heissesten Jobs die Deutschland damals zu vergeben hatte. Bravo kann ich da nur sagen !"

Und wir wissen, dass es in Form von Siemens (WKN 723610) da ein Unternehmen gibt, dass man als Urgestein der deutschen Unternehmen bezeichnen kann, fast ein Synonym für Deutschland. Und diese Siemens schwankt jetzt seit Jahrzehnten zwischen schweren Krise - wie zuletzt in der Korruptionsaffäre - und einer eher grauen Realität, in der es gerade mal so einigermassen läuft. Nur eine Phase des Aufbruchs, eine Phase in der Siemens von Erfolg zu Erfolg eilt wie nun Linde seit Jahren, so eine Phase hat es bei Siemens schon sehr, sehr lange nicht mehr gegeben.

Und auch die Börse sieht das natürlich so, vergleichen Sie mal die Kurse von Siemens und Linde in den letzten 10 Jahren. Und dann fragen Sie sich, was - oder genauer gesagt wer - da den Unterschied macht. Oder will jemand ernsthaft behaupten, die Mitarbeiter bei Siemens seien perse dümmer oder weniger engagiert als bei Linde ? Wohl kaum, das sind sie bestimmt nicht ! Auch wenn das Geschäftsmodell unterschiedlich ist, ist der Vergleich trotzdem frappierend und beides sind klassische Industrieunternehmen. Und auch gegenüber den direkten Mitbewerbern General Electric und ABB sieht Siemens für mich nicht mehr überzeugend aus.

Und dann haben wir da noch Klaus Kleinfeld und den Aluminium Konzern Alcoa (WKN 850206), um das Triumvirat der verwobenen Schicksale zu vollenden. Klaus Kleinfeld hat sich in den USA nun grosse Reputation erworben, denn unter ihm kommt Alcoa besser durch die Krise als viele der Mitbewerber. Und Klaus Kleinfeld ist nach meiner persönlichen Einschätzung wohl nur aus einem Grund bei Alcoa, weil er damals als Siemens Chef von Gerhard Cromme heraus gedrängt wurde, obwohl Kleinfeld mit der Korruptionsaffäre nichts zu tun hatte und ihm auch bis heute nie jemand etwas Konkretes vorwerfen konnte. Lesen Sie auch -> hier <- einen alten Artikel aus der Zeit bevor Kleinfeld zu Alcoa wechselte. In meinen Augen war Klaus Kleinfeld der beste Siemens CEO, den das Unternehmen seit langem hatte und vieles was sein Nachfolger Löscher als Erfolg verbuchen konnte, basierte auf grundlegenden Entscheidungen, die noch Kleinfeld veranlasst hatte.

Irgendwie sind diese drei Schicksale also miteinander verwoben. Und um den Kreis zu schliessen, seien die lange wabernden Gerüchte erwähnt, nach denen Reitzle 2007 auf dem Höhepunkt der Krise Chef bei Siemens werden sollte. An solchen Gerüchten ist oft etwas dran, denn wenn es Unsinn ist, könnte es auch sofort hart dementiert werden. Es ist also zu vermuten, dass es damals Sondierungsgespräche gegeben hatte. Lesen Sie -> hier <-. Reitzle sagte ab, warum überlasse ich Ihrer Phantasie.

Nun wird der heute 64-jährige Reitzle im Frühjahr 2014 als Linde CEO abtreten. Nach dem was man liest, wäre er wohl auf den Chefposten im Aufsichtsrat gewechselt, alleine die "Abkühlphase" des Corporate Governance Kodex verhindert das, ein Kodex an dem der "Meister" sauberer -> Governance <-, Gerhard Cromme, in der Vergangenheit als Chef der Kommission massgeblich mitgewirkt hat.

Womit sich zwei wichtige Fragen stellen: erstens wer folgt Wolfgang Reitzle nach und zweitens wo engagiert sich Reitzle in der Zukunft ?

Vielleicht ahnen Sie jetzt worauf ich hinaus will. Deutschland sollte ein Interesse daran haben, seine besten Manager an der Spitze seiner Topunternehmen zu haben. Und ein Klaus Kleinfeld als Nachfolger von Wolfgang Reitzle bei Linde wäre in meinen Augen eine Idealbesetzung. Ob der in Amerika angekommene - und von seinem jugendlichen Drang her dort auch viel besser hinpassende - Kleinfeld das will, weiss ich nicht. Aber ein Ortswechsel wäre vielleicht gar nicht mal nötig, denn Linde hat durch die Lincare Übernahme ja nun auch in den US ein dickes Standbein und verdient abgesehen davon auch massiv am "Shale Gas" Boom mit.

Und Reitzle ? Nun ich bin mir ziemlich sicher - ohne das ich das belegen kann - dass ihn der Aufsichtsratsvorsitz bei Siemens reizen würde, wenn ihm das angedient würde. Denn wen würde das nicht reizen ? Mit Reitzle würde bei Siemens auch frischer Wind wehen und die Chance bestehen, einen neuen, dynamischen "Kleinfeld" an die Spitze des Unternehmens zu bekommen.

Nur steht dem ein Mann im Weg, Gerhard Cromme. Verwobene Schicksale - wissen Sie jetzt was ich meine ? Nach seinem Abgang bei Thyssenkrupp dürfte Gerhard Cromme in meinen Augen nur schwer von Siemens zu lösen sein, zumal der aktuelle Siemens CEO Peter Löscher ihm ja wohl seinen Posten verdankt. Ich vermute so ist auch die Nachricht zu werten, dass Wolfgang Reitzle nun Verwaltungsratpräsident beim schweizer Zementhersteller Holcim wird - sehen Sie -> hier <-.

Einer unserer besten Manager Verwaltungsrat in Zement ? Nichts gegen Zement, aber ich finde Wolfgang Reitzle kann an anderer Stelle von grösserer Bedeutung für unsere industrielle Basis sein. Ich finde es zutiefst schade, um nicht zu sagen traurig, dass wir unsere besten Manager nicht auf die wirklich wichtigen Rollen hieven können.

Und welchen Unterschied ein gutes oder schlechtes Management macht, kann man nicht nur am Chart von Linde, sondern auch an dem 10-Jahres-Chart von Siemens und Thyssenkrupp bewundern. Und ich frage erneut: sind die Mitarbeiter in diesen Unternehmen unfähiger oder weniger engagiert ? Wohl kaum.

So bleibt mir nur, ein bisschen zu träumen. Kleinfeld zu Linde, Reitzle zu Siemens und Cromme weg .... das wäre für mich ein Paket, das ich lieben würde. Und dann könnte ich auch der Siemens Aktie mal wieder näher treten, was im Moment für mich kein Thema ist.

It´s the management stupid ! 😉

Ihr Hari

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Von Glockenkurven und Fat Tails – Eine mathematische Sicht auf Aktienrisiken

Von Glockenkurven und Fat Tails - Eine mathematische Sicht auf Aktienrisiken

Ein Gastkommentar von Jacky

Hiermit möchte ich - aus der Sicht eines Physikers - einen kurzen Einblick in die mathematische Analyse von Finanzmärkten geben. Mathematische Modelle und Computeralgorithmen werden häufig zusätzlich zu den Fundamentalanalysen eines Unternehmens genommen, um die Risiken im eigenen Portfolio zu erkennen und zu minimieren.

Zum Hintergrund

Viele Anleger gehen davon aus, dass die Erträge des Vermögens normalverteilt sind. Was bedeutet dies: Schaut man sich z.B. die Aktiengewinne über viele Tage an, gibt es sehr häufig kleine Gewinne und kleine Verluste und sehr selten große Gewinne und große Verluste. Die Häufigkeit (Wahrscheinlichkeit) der Gewinne und Verluste folgt dann Näherungsweise einer Gausschen Glockenkurve, die nach dem Mathematiker Carl Friedrich Gauss benannt wurde. Nach der Analyse von historischen Aktiendaten stellte sich nun aber heraus, dass es viel häufiger hohe Kurseinbrüche gab, als es die Normalverteilung vorhersagt, das bedeutet die Risiken würden systematisch unterschätzt werden.

Glockenkurve

Die linke Abbildung zeigt die täglichen Gewinne/Verluste des DAX-Index der letzten 2000 Tage. Die rechte Seite ist das dazugehörige Histogramm in dem die Wahrscheinlichkeit für die Gewinne (Verluste) aufgetragen ist und mit einer Normalverteilung (blaue Kurve) gefittet ist. Was sehen wir:

  • Der bestmögliche Fit der Daten ist nicht besonders überzeugend, was bedeutet, dass die Daten korreliert sind.
  • Die Verteilung hat viel mehr Datenpunkte weit weg vom Durchschnittswert, als die Normalverteilung vorhersagt (fat tails). Dies bedeutet, dass viel mehr Extremwerte auftreten.
  • Man erkennt in der linken Abbildung ein zeitliches Clustern von hohen und niedrigen Volatilitäten.

Das Verhalten der Gewinne/Verluste wurde unter anderem von Mandelbrot in seinem Buch „the misbehaviour of markets“ beschrieben. Ein Analogon der statistischen Streuung von Aktiengewinnen/-Verlusten findet man z. B im Tierreich. Tiere suchen in Ihrer nahen Umgebung Futter (legen viele zufällig verteilt kurze Distanzen zurück), wechseln aber auch oft das Futtergebiet (lange Distanzen). Dies kann im Falle von Aktien und deren Risikoabschätzung sehr gefährlich sein, da gerade die Extremwerte öfter vorkommen, als man von einer zufällige Verteilung erwartet.

Modellierung von Gewinnen/Verlusten

Auch wenn oft die Normalverteilung verwendet wird (vielleicht auch, weil die mathematischen Fähigkeiten einiger Fondmanager begrenzt sind?), werden immer mehr Alternativen verwendet. Es wäre also wünschenswert, einen guten Fit von Gewinnen und Verlusten innerhalb eines bestimmten Zeitfensters zu erlangen, um einzuschätzen, wie eine bestimmte Aktie sich im Vergleich zu anderen Werten verhält und einem so bei einer Entscheidungsfindung zu helfen.

Das Ergebnis zu dem man gelangt, entspricht also einfach einer Chartanalyse, d.h. ein weiterer Indikator und es ist wichtig zu verinnerlichen, dass auch diese Fitparameter keine Konstanten sind, sondern sich über die Zeit verändern und man auch nicht die Zukunft vorhersagen kann, nur vielleicht die Wahrscheinlichkeiten für sich ausnutzt. Die stabile Verteilungsfunktionen ist die am weit verbreitetsten verwendete Alternative. Die rote Kurve auf der rechten Seite der Abbildung zeigt einen entsprechenden Fit. Das spannende an dieser Verteilungsfunktion ist, dass man aus ihren Fitparametern ablesen kann, wie asymmetrisch die Gewinne und Verluste verteilt sind, wie volatil die Aktie ist und wie stark ausgeprägt die sogenannten „fat tails“ sind .

Wieso ist es überhaupt wichtig ?

Vor allem die starke Reaktion auf negative Nachrichten ergibt häufig stark ausgeprägte „fat tails“ auf der Verlustseite, die eine große Relevanz besitzen. Die Banken müssen nämlich mit detaillierten Analysen und Verteilungsfunktionen nachweisen können, dass sie mit weniger als einem Prozent Wahrscheinlichkeit Verluste von einer bestimmten Höhe in Ihrem Gesamtportfolio erwarten (value at risk). Mindestens genauso wichtig für das Überleben der Bank ist einzuschätzen, wie gross die Verluste innerhalb des letzten Prozentes verteilt sind und auch hier ist eine genaue Beschreibung des Portfolios wichtig.

Als Privatanleger, kann man sich hier eigentlich nur durch ein konsequentes Stopp loss schützen oder durch ein aktives Depotmanagement Aktien halten, die in letzter Zeit eben nicht stark ausgeprägte negative fat tails zeigen. Und wie man diese Aktien findet, zeige ich anhand von den in diesem Blog diskutierten Aktien im nächsten Beitrag. Ich möchte nur noch zum Schluss anmerken, dass diese Analyse nur eine von vielen ist und natürlich nur das Zusammenspiel von verschiedenen Analysen einem bei der Entscheidungshilfe helfen sollte.

Siehe auch:
-> "Finanzblog - Aktienrisiken werden systematisch unterschätzt <- oder auch "Ruey Tsay - Analysis of Financial Time Series".

Eine mathematische Sicht auf Aktienrisiken – Teil 2

Im ersten Teil habe ich verdeutlicht, dass eine genaue Risikoabschätzung des Portfolios sehr wichtig sein kann. Daher beschreibt man die Verteilung von Gewinnen und Verlusten in der Finanzmathematik nicht mit der allgemein gebräuchlichen Normalverteilung (Gausschen Glockenkurve), sondern mit einer Verteilungsfunktion, die einem genauere Informationen über das (Un)Gleichgewicht von Gewinnen und Verlusten gibt. Was würden wir denn gerne über eine Aktie oder ein Index wissen?

Unsere Wunschliste:

  1. Ein Mass für die Volalität , dass heißt wie groß ist die Streuung der Gewinne/Verluste (mittlere Abweichung vom Mittelwert, der nahe null liegt);
  2. Ist die Streuung der Gewinne und Verluste symmetrisch um den Mittelwert verteilt?
  3. Wie ausgeprägt sind die „fat tails“ (Abweichung von Normalverteilung)?

Wie bereits im letzten Beitrag angedeutet, bietet sich die stabile Verteilungsfunktion an (-> Wikipedia <-).

Verteilungsfunktion

Die Abbildung zeigt eindrücklich, wie vielfältig die stabile Verteilungsfunktion sein kann, einfach durch eine Veränderung von zwei Parametern: Der Buchstabe alpha um die „fat tails“ anzupassen und beta um die Symmetrie der Funktion zu verändern. Ein geringeres Risiko von „fat tails“ entspricht einem alpha nahe zwei (Normalverteilung). Ein positives beta ist wünschenswert, da dies gleichbedeutend mit statistisch eher positiven Gewinnen ist. Es ist wichtig zu realisieren, dass der beta Wert unwichtiger wird, desto grösser alpha wird, da die Normalverteilung immer symmetrisch ist, egal welchen Wert beta hat.

Zur Praxis

Da man eine gewisse Anzahl von Datenpunkten braucht, um überhaupt eine sinnvolle Auswertung vornehmen zu können, aber gleichzeitig nicht zu alte Daten verwenden möchte, habe ich die letzten 230 Stunden verschiedener Aktien analysiert. Dies entspricht ungefähr dem Stundenchart des letzten Monat. Die folgende Abblidung zeigt das Ergebnis (Stand 05.04.2013).

Analysierte Aktien

Am Beispiel von 3D-Systems (DDD) sieht man, dass die Aktie innerhalb des letzten Monats eher positiv gelaufen ist (beta>0), sie aber sehr volatil ist (hohe Streuung) und zudem „fat tails“ (niedriger alpha Wert) besitzt, also im grossen und ganzen sehr risikoreich ist, aber auch Chancen birgt.

Linde (LIN.DE) hingegen hat ein alpha-Wert nahe zwei, dass heißt uns interessiert der beta Wert nicht besonders und mit dieser Aktie hat man (im Moment) eine gleiche Wahrscheinlichkeit Gewinne und Verluste zu machen. Zudem ist es ein eher defensiver Wert, was man an der vergleichsweisen geringen Volalität sieht.

Etwas, was ich bisher nicht angesprochen habe, ist die Portfolio Optimierung. Man kann verschiedene Aktienwerte auf Korrelationen untereinander vergleichen und somit das Risiko in seinem Depot besser streuen. Eine solche Korrelationsmatrix gibt es z.B. hier: -> Korrelationsmatrix <-

Wenn Ihr selber aktiv werden wollt: ich empfehle zum programmieren die frei zugängliche Statistik-Software R. Sie ist schnell lernbar und beinhaltet alle statistischen Tools, die man sich so wünschen kann. Ich selber bin ein Matlab Fan, aber jeder andere Software geht auch, solange sie einfach z.B. Vektoren und Matritzen handhaben kann. Frei zugängliche historische Daten findet man z.B. bei Yahoo Finance oder Google Finance. Um Daten zu fitten, bietet sich im Allgemeinen der Maximum Likelyhood Algorithmus an.

Ich hoffe euch hiermit einen kurzen Einblick in die Finanzmathematik gegeben zu haben. Portfoliomanager sind also auch keine Gurus und mit genügend mathematischen Verständnis, Interesse und etwas Zeit, kann man die Computeralgorithmen einfach selber programmieren.

Jacky

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DAX, S&P500 und Co. – Gedanken zum Wochenbeginn – 07.04.13

In Anbetracht der doch spürbaren Verunsicherung, die die Korrektur der letzten Tage ausgelöst hat, möchte ich am heutigen Sonntag versuchen, die Ereignisse in die notwendige Perspektive zu rücken.

Ich habe viel gelesen und mir angeschaut. Und habe nun ein Bild entwickelt. Der Markt hat am Donnerstag und Freitag zum ersten Mal seit Monaten deutlichen technischen Schaden verarbeiten müssen. In Summe hat der Dax damit schon ca. 5% vom Höchststand abgegeben. Die Indizes, die von Telecom, Nahrung und Healthcare zusammen gehalten wurden, kaschieren dabei aber mit vermeintlicher Stabilität, die zum Teil deutlicheren Einbrüche, die gerade Industrieaktien erlebt haben. Viele MDAX Werte haben deutliche Narben davon getragen.

Am Freitag Abend war dann an der Wallstreet der "Buy the Dip" Trade wieder da und der wichtige Transportsektor hat die 50-Tage-Linie zurück erobert und eine grosse Fahne ausgebildet. Allerdings war der "Buy the Dip" Trade auch nicht so eindrucksvoll, dass die Bären damit schon wieder aus dem Rennen sind. Der Freitag hat uns leider also nicht den Gefallen getan, eine klare Entscheidung herbei zu führen. Ein blutarmer Bounce ist halt alles ein bisschen und nichts so richtig.

Für kommende Woche haben wir damit gemischte Signale ohne eindeutige Tendenz. Und wenn das so ist, sollte man auch nicht versuchen zu raten, sondern abwarten, was der Markt Anfang kommender Woche wirklich macht. Der Freitag hat aber gezeigt, dass ein Zusammenbruch des Marktes wohl nicht auf der Agenda steht. Für übergrosse Vorsicht oder sogar aggressives Shorten gibt es also keine hinreichenden Indikatoren. Das wäre eine "Schuss ins Blaue" und solche Ratespiele mache ich nicht, die kosten am Ende nur Geld.

Aus Sicht der Zeithorizonte sieht meine Welt am heutigen Sonntag daher so aus:

Wer sehr kurzfristig agiert, kann Anfang kommender Woche durchaus mit einem weiteren Schwächeanfall rechnen, sollte aber trotzdem wohl anfangen, auch mal wieder selektive Kaufchancen zu identifizieren. Ein Szenario, dass ich mir gut vorstellen kann, ist ein erneuter Schwächeanfall Anfang kommender Woche, der dann gekauft wird und sich in einen neuen Anlauf zu den Höchstständen wandelt. Wonach der Markt in eine volatile Seitwärtsphase eintritt, die das 2. Quartal prägt. Kommende Woche gehen mit Alcoa auch in den US die Quartalsergebnisse los.

Wer mittelfristig agiert, tut gut daran in diesem 2. Quartal etwas verhaltener zu agieren. Es gibt gute Argumente, den kommenden Wochen ein erhöhtes Korrekturrisiko zuzuordnen. Die ruhige Aufwärtsbewegung des ersten Quartals dürfte sich wohl nicht so leicht fortsetzen. Andererseits gibt es derzeit auch keine sichtbare Gefahr eines Einbruchs ala August 2011. Eine selektive, eher defensive Aufstellung mit ausgewählten Longs, ein paar wenigen sinnvollen Shorts und relativ viel Cash, erscheint mir für die kommenden Wochen sinnvoll. Stockpicking dürft nun Trumpf sein.

Wer langfristig agiert, muss sich um all das nicht so sehr kümmern. Der Aufwärtstrend ist voll intakt und die Parameter die ihn treiben - Liquiditätsflut der Notenbanken und der Run auf "Sachwerte" - sind voll intakt. Auch wenn das 2. Quartal vielleicht etwas rumpeliger wird, sind die weiteren Aussichten für die Märkte in der zweiten Jahreshälfte gar nicht mal so schlecht.

Also bleiben Sie rational, respektieren Sie die erste deutliche Schwäche der Märkte seit Monaten als ein Zeichen an der Wand und schieben Sie das nicht aus reiner Hoffnung weg. Aber kippen Sie auch nicht vorschnell in pauschalen und ungerechtfertigten Pessimismus. Folgen Sie dem Markt. Folgen Sie den Trades die bisher funktioniert haben, denn warum sollten die plötzlich die Richtung drehen ? Sollte sich kommende Woche doch massive, nachhaltige Schwäche anschliessen, dann ist was Grösseres im Busch für das 2. Quartal. Aber da sind wir noch nicht und ich zweifele eher, ob es dazu kommt.

Ich wünsche ihnen einen schönen Sonntag Abend

Ihr Hari

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