Erfolg an den Märkten: In aller Deutlichkeit!

Der folgende Artikel erschien schon Freitag 13.11.15 in Hari Live. Er ist aber so grundlegend und so wichtig für Anleger zu verstehen, dass ich ihn in abgewandelter Form auch in den freien Bereich stellen will.

Der Punkt ist, wer immer noch glaubt, er könnte nur durch das Lesen einzelner "Tips", einzelner Medienartikel oder durch seine eigene "göttliche Eingebung", dauerhaft gegen den Markt bestehen - einen Markt der die Summe der Intelligenz und Erwartungen aller Marktteilnehmer darstellt - denkt mit Verlaub in dieser Sache naiv und wird zwangsläufig scheitern.

Ich gebe hier zwar keine Gewinn-Garantien, aber diese Garantie des Scheiterns kann ich geben. 😉 Aber lesen Sie selbst:

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Alte, wertvolle Schätze – tief vergraben

Wenn in so einem Blog über Jahre intensiv geschrieben wird, sammeln sich wahrlich Berge an Content an.

Nur um mal ein paar Zahlen zu nenen:

Seit ich Anfang 2012 ernsthaft begonnen habe, hier regelmässig zu schreiben, sind mit heutigem Stand 1.038 Artikel im freien Bereich veröffentlich worden.

Im Forum habe ich seitdem selber 4.800 Posts geschrieben und in Summe wurden von allen Mitgliedern bisher 22.500 Posts verfasst!

Und seit im April 2013 der Premium Bereich gestartet wurde, kommen da grob geschätzt pro Jahr ca. 2.000 Artikel alleine in Hari Live dazu, die Artikel der Kolumnisten gar nicht mitgerechnet!

Wahrlich eine Menge Content!

Das hat aber auch einen Nachteil, es wird für jemanden, der zum ersten Mal beim Blog vorbei kommt, immer schwerer, in der Menge des Contents die "alten Schätze" zu finden, die zeitlos sind und immer wieder lesenswert.

Denn mit diesem Blog verfolge ich ja auch eine Absicht, die man bei Börsenthemen im deutschsprachigen Raum nur sehr selten finden kann: ich will auch grundlegende Zusammenhänge erklären und wie im -> Über mich <- erklärt, "will ich Ihnen zeigen, wie der Markt wirklich funktioniert und wie Sie ihn schlagen können" und damit "zu einer Verbesserung der Börsenkultur in Deutschland beitragen".

Schnelle "Tips" finden sich viele im deutschsprachigen Web, grundlegende Erklärungen und Hintergrundartikel zur Börse aber eher selten. Die sind ja auch viel aufwendiger zu schreiben und erfordern grundlegendes Wissen, denn man kann nur erklären, was man auch selber verstanden hat.

Weil das so ist und weil es sehr schade ist, wenn "alte Schätze" nicht mehr entdeckt werden, will ich Ihnen hier 10 "alte Schätze" in Erinnerung rufen.

Artikel die zeitlos sind, weil von grundsätzlicher Natur. Artikel die es wert sind, von jedem gelesen zu werden, der sich ernsthaft mit den Märkten befassen will. Und Artikel die lang sind, weil die Wirklichkeit halt komplex ist und sich nicht auf drei Halbsätze reduzieren lässt.

Und hier nun 10 alte, aber immer noch hoch aktuelle Schätze, die es unbedingt wert sind, nicht in Vergessenheit zu geraten:

Das ist wirklich in meinen Augen die wichtigste, abstrakte Börsenerkennis. Und die erschliesst sich uns in ihrer Tiefe nicht durch schnelles Überlesen, über die Konsequenzen muss man vielmehr intensiv nachdenken:
-> Reflexivität - die wichtigste, abstrakte Börsenerkenntnis überhaupt <-

Investoren sind perse seriös und Trader sind immer "böse Zocker?" Was ein Blödsinn. Hier steht ausführlich warum:
-> Die Legende von der bösen Spekulation <-

Nein, Dividenden sind nicht die "Königsklasse der Geldanlage", sondern eher die "Durchschnittsklasse". Wenn Sie verstehen wollen, was Dividenden wirklich sind, hier steht es:
-> Die Dividende, überschätzt, overhyped und trotzdem wichtig <-

Echtes Value-Investing funktioniert, nur nicht für normale Anleger mit normalem Zeitaufwand. Wenn Sie bereit sind vermeintliche Wahrheiten in Frage zu stellen, sollten Sie hier mit offenem Geist lesen:
-> Gedanken zum langfristigen Vermögensaufbau und zum Zerrbild des Value-Investing <-

Haben Sie wirklich verstanden, was ein echter Leerverkauf ist, wie er funktioniert und was ihn von einem "nackten" Leerverkauf grundlegend unterscheidet? Hier ist die Antwort:
-> Grundlage des Shortens - Wat is en Dampfmaschin? <-

Die eigene Einstellung und Psychologie, ist beim Handel an den Märkten der alles entscheidende Erfolgsfaktor. Wenn Anleger und Trader scheitern, scheitern sie meistens nicht am Markt, sondern an sich selbst, auch wenn man diese Wahrheit dann nicht gerne hört. Hier steht, welche Einstellung es braucht:
-> Der Weg des Traders - vom Markt, dem Surfer und dem Meer <-

Sie haben den Anstieg von Tesla Motors und anderer starker Aktien verpasst und dafür an "alten Gurken" festgehalten? Hier erkläre ich im Herbst 2013, warum Sie damit nicht alleine sind und woran das liegt:
-> Vom Affenhirn am Beispiel Tesla Motors - Wie die Angst unsere Chancen auffrisst <-

Sie wollen wissen, was nötig ist, um als Fulltime-Trader alleine davon leben zu können? Meinen persönlichen Teil der Antwort, können Sie in diesem über drei Jahre alten Artikel im Mittelteil lesen:
-> Der Trader, das unbekannte Wesen <-

Aber auch finanzpolitische Themen finden sich, so vor 3 Jahren das Thema, wie die Börsen den Hochfrequenzhandel pflegen und daran verdienen. Hat sich daran etwas geändert? Nein, natürlich nicht. Statt dessen wurde mit viel Papier "reguliert", das Kernproblem wurde aber nicht angegangen:
Hochfrequenzhandel (HFT) - Deutsche Börse - Die Co-Location muss weg!

Aber auch die simple Wahrheit ist Thema, dass der Euro eine Fehlkonstruktion ist und so nicht funktionieren kann. Aber auch hier, wird von Seiten der Verantwortlichen lieber die Wirklichkeit ignoriert und Zeit erkauft, als die harten, aber notwendigen Schlüsse zu ziehen:
-> Der Euro und der Grexit - Der Kern des Problems <-

So weit 10 alte Schätze, tief vergraben in Mr-Market. Da ist aber noch viel mehr. Bemühen Sie mal die Suchfunktion. Oder blättern Sie mal die 130 Artikel der Kategorie -> Wissenswertes <- im freien Bereich durch.

Oder werden Sie Premium-Mitglied, mit ganz viel Aktualität, Hilfe zur Selbsthilfe und konkreten Ideen und Zusammenhängen. Die Artikel im freien Bereich sind nur die Oberfläche des Eisberges!

Ihr Hari

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Der psychologische Ankereffekt oder: Es ist eben nur eine Zahl!

Der folgende Artikel erschien schon Donnerstag 12.03.15 09:30 in Hari Live

Heute mal etwas Grundsätzliches zur Entwicklung im DAX.

Denn die Fixierung der Menschen auf diese Zahl - heute 11.800 - führt zu psychologischen Fehlbewertungen der Situation. Und die Folge davon sind dann Schlagzeilen wie "Wahnsinn" oder "Übertreibung" oder "DAX ohne Hemmungen".

Das liegt daran, dass wir im Sinne des psychologischen Ankereffektes, "Normalität" über die nahe Vergangenheit defínieren. Und wir uns aber auch an eine "neue Normalität" ganz schnell gewöhnen und unsere Einschätzung daran ausrichten.

Stellen wir uns mal vor, der DAX würde nun ganz schnell auf 15.000 hoch schiessen. Jedermann würde das als "übertrieben" werten. Würde dann aber ein Jahr folgen, in dem der DAX seitwärts läuft, wäre am Ende des Jahres 15.000 "ganz normal" und niemand würde sich wegen der vermeintlichen Höhe sorgen.

Es ist eben nur eine Zahl!

Dass das so ist, können wir validieren, wenn wir in die Vergangenheit schauen. Der DAX stand vor 20 Jahren bei ca. 2000. Und klar, man muss die Dividenden nun raus rechnen, wenn man die Unternehmen heute und damals vergleichen will, aber trotzdem: haben sich Unternehmen wie Siemens in den 20 Jahren wirklich so grundlegend verändert, dass Sie heute ein Vielfaches Wert sind? Einen DAX bei 4000, was vielleicht nach Abzug der Dividenden dem 2000er DAX von 1996 entspricht, würden wir heute aber als Ausdruck einer schweren Wirtschaftskrise betrachten. Passt das zusammen?

Es ist eben nur eine Zahl!

Es ist eben nur eine Zahl, die da rechnerisch nun steht. Und dass die Zahl so hoch steht, dafür gibt es viele gute Gründe.

Nominelle Gewinnsteigerungen durch Bilanzakrobatik ala IFRS sind einer davon. Echte Gewinnsteigerungen durch effizientere Operation sind ein anderer. Höhere Multiples durch Anlagedruck im Null-Zins-Umfeld sind ein weiter Grund. Und der brutal fallende Euro ist der letzte Sargnagel, der dem DAX letztlich Scheingewinne verschafft, die nämlich nur für Bürger in voller Höhe sichtbar sind, die im Euro rechnen und daher nicht sofort merken, wie ihre Währung und damit auch Ihr Wohlstand, im weltweiten Massstab abwertet.

Es ist eben nur eine Zahl!

Eben, so ist es! Und wer sich nun von der vermeintlichen Höhe der Zahl irritieren lässt, weil sie sozusagen "Gestern" noch bei 8500 war, macht einen schweren Fehler. Die Höhe alleine sagt gar nichts. Null und Nichts. Erst der Kontext sagt etwas aus.

Gewinne in unseren Depots entstehen auch nicht, weil die Zahl "hoch" oder "tief" ist, sie entstehen nur, wenn die Zahl morgen höher ist als heute. Und das wäre auch wahr, wenn der DAX heute bei 100.000 stehen würde.

Dass wir Menschen uns durch den Ankereffekt zu falschen Schlussfolgerungen verleiten lassen, können Sie auch an der Tatsache sehen, dass Aktiensplits so beliebt sind. Denn eigentlich ändert sich durch einen Split gar nichts, der Wert der Firma ist völlig identisch. Und trotzdem "fühlt" es sich für uns eine Zeit lang so an, als ob die Aktie "billiger" geworden sei. Und das führt zu statistisch beweisbarem Kaufdruck nach so Massnahmen. Was sind wir doch für Affen, oder? 😉

Insofern wäre das Beste, was die Macher des DAX für die Aktienkultur in Deutschland machen könnten, beim DAX nun einfach eine Null zu streichen. Dann notiert er aktuell bei 1.180 und das würde es vielen leichter machen, nun zuzugreifen. Absurd? Ja! Realität? Auch!

Es ist eben nur eine Zahl!

Wir sollten uns diese Mechanismen unbedingt klar und uns davon so weit wie möglich frei machen. Hören wir also nicht auf den gedanklichen Reflex von "zu weit" und "Übertreibung", nur weil die Zahl nun so hoch ist - das ist alles irrelevant. Alles was für uns zählt ist, dass bei den Assets in unseren Depots die Zahl morgen höher ist als heute.

Und was heisst das nun konkret?

Eigentlich ist es recht einfach. Es gibt gute und fundamentale Gründe, warum der DAX so nach oben schiesst. Ich habe sie oben genannt, im Moment sind das vor allem der Anlagedruck und der Absturz des Euros, der "die Zahl" nach oben schiebt, ohne den Wohlstand wirklich im gleichen Masse zu heben.

Und solange diese Gründe so dominant sind, gibt es keinen Grund, warum der DAX nicht weiter steigen kann und sogar 15.000 im Verlauf der kommenden Jahres erreichen. Merken wir uns: es gibt keinen zwingenden Grund warum nicht!

Ist das nun "sicher" und darf man deswegen "sorglos" werden? Gott bewahre! Schwere Dummheit!

Was wir hier erleben, ist ein historisch einmaliges Experiment der Notenbanken. Jeder - absolut jeder, inklusive Draghi himself - der behaupten würde, er wüsste wie das ausgeht und welche Fallstricke auf dem Weg lauern, würde an massiver Selbstüberschätzung leiden und sollte von uns tunlichst ignoriert werden!

Schaut man in die Vergangenheit hinein, wodurch starke Bullenmärkte abgeschossen wurden, waren es nie die Dinge, um die sich der Markt sorgte. Worum sich der Markt sorgt, ist in den Kursen und stellt selten ein echtes Risiko dar. Wirklich riskant sind die Dinge, um die sich der Markt *nicht* sorgt, weil er sie nicht auf dem Radar hat. Und wie will man Dinge voraus sehen, die man nicht erkennt - das ist ein Widerspruch in sich.

Und hier - in der aktuellen Situation - ist dieser "blinde Fleck" in unserer Wahrnehmung noch viel grösser als sonst, weil wir uns in unerforschten Gewässern befinden. Wie kann man da seriös sorglos sein? Nein, so eine Haltung wäre völlig falsch.

Was man aber nicht machen darf, ist sich durch die berechtigte Vorsicht und Aufmerksamkeit lähmen lassen. Und das passiert leider gerade bei den meisten deutschen Anlegern, auch eben, weil "die Zahl" so ungewohnt hoch aussieht.

Es ist eben nur eine Zahl!

Vergessen wir also diese Zahl. Stellen wir Sie uns geistig mit einer Null weniger vor. Und denken wir wieder daran: es kommt nur darauf an, dass diese Zahl morgen höher ist.

Deshalb - genau deshalb - machen wir Trendfolge. Deshalb gehen wir solche Bewegungen mit, egal wie die Zahl ist. Und wir gehen solange mit, wie der Trend erhalten bleibt.

Und im Moment ist nichts am Horizont zu erkennen, was den Trend der durch die EZB in Gang gesetzt wurde, schnell beenden könnte. Aber was heisst das schon, dass im Moment nichts zu erkennen ist? Schon kommende Woche steht die FED an und theoretisch könnte die den Spieltisch durchrütteln und den Dollar wieder runter reden.

Und obwohl wir mitgehen, bleiben wir deshalb paranoid. Denn wir wissen, dass unter der stillen Wasseroberfläche der schönen neuen Nullzinswelt, Ungeheuer lauern. Es macht definitiv keinen Sinn, aus abstrakter Angst dem Trend nicht mehr zu folgen. Aber wir beobachten. Und wenn wir sehen, dass sich ein Ungeheuer zeigt - und der Markt wird uns das durch sein Verhalten signalisieren - dann sind wir draussen.

DAX 11.800 ist auf jeden Fall nur eine Zahl. Mit der Zahl ist kein bisschen gesagt, dass 10.800 in einem Monat wahrscheinlicher ist als 12.800. Kein bisschen!

Lassen wir uns also nicht von der Zahl verrückt machen und folgen dem Trend. Bis er endet. Gnadenloser Opportunismus im positiven Sinne, ist das, was man am Markt braucht um erfolgreich zu sein.

Ob diese Zahl nun "zu hoch" oder "zu weit" ist, überlassen wir der Diskussion anderer, die damit ihre Zeit verbrauchen wollen. Wir akzeptieren einfach: wir wissen es nicht. Und es ist auch egal.

Ihr Hari

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Die guten Vorsätze oder: Wird 2015 alles anders?

Das Jahr 2014 neigt sich dem Ende zu und so ist es wieder Zeit für die guten Vorsätze zum neuen Jahr. Der Jahreswechsel bietet die Chance, vergangene Fehler und Probleme hinter sich zu lassen.

Objektiv ist der Jahreswechsel natürlich nur ein weiterer Tag auf dem Kalender, aber emotional ist es für uns Menschen eine Wegscheide zwischen Vergangenheit und Zukunft. Und unsere Emotionen beeinflussen uns weit stärker, als uns oft bewusst ist - gerade erfahrene Marktteilnehmer wissen das ganz genau.

Das Dumme mit den guten Vorsätzen ist, so ehrlich sie im Moment sind, schon nach einigen Tagen im neuen Jahr steckt man wieder im alten Trott und nichts hat sich wirklich geändert. Ausser, man hat einen guten Vorsatz nicht nur einfach so daher gesagt, sondern hat einen Plan entwickelt, an den man sich dann auch hält - einen Plan, der das Ziel hat, das Leben wirklich zu verändern.

Gerade beim Thema der Fitness bzw Gewichtsabnahme kann man diesen Mechanismus wunderbar beobachten. Es gibt tausende an "Diäten" und klugen oder wenigen klugen Tips zum Thema. Eine ganze Industrie lebt von der Verheissung eines "schnellen" und "entbehrungslosen" Weges zu mehr Gesundheit und einem besseren Körper. Und es ist leicht, mit guten Vorsätzen schnell mal ein paar Kilo abzunehmen.

Aber dann ..... dann, nach den ersten Erfolgen, trennt sich der Weg der Minderheit, die wirklich diszipliniert ihre Ernährung und Lebensweise umstellt von der Mehrheit, bei der der Jojo-Effekt gnadenlos zuschlägt.

Denn es gibt eben keinen "leichten" und "schnellen" Weg zu einem schlanken, gesunden Körper und wenn eine gigantische Industrie das verspricht, muss man sich mit klarem Verstand die Frage stellen, ob diese Industrie überhaupt eine Interesse daran haben kann, dass ihre Kunden wirklich dauerhaft erfolgreich sind. Wohl kaum, denn dann würde die Industrie sich selber abschaffen, Teile der Industrie leben vielmehr gerade von der immer neu erweckten, aber nicht wirklich erfüllten, Hoffnung auf den "leichten" und "schnellen" Weg.

Und damit sind wir bei der Börse und dem Anlageerfolg der normalen Anleger. Auch hier gibt es eine riesige Finanz-Industrie, die teilweise mit Prognosen und Produkten den leichten Anlageerfolg verspricht. Dumm nur, dass auch das für die Mehrheit gar nicht funktionieren kann, denn es liegt in der Natur der Sache, dass immer nur eine Minderheit dauerhaft besser als der Marktschnitt abschneiden kann. So ist das nun einmal mit Durchschnitten. 😉

Und auch hier gilt, Teile der Industrie können gar kein Interesse daran haben, dass ihre Kunden selber zu erfolgreich und selbstständig werden, denn dann würden diese durch die Girlanden des Marketings schauen und erkennen, mit welch lauem Wasser viele hochtrabende "Anlageprodukte" gekocht sind.

Nun war 2014 für viele Anleger sicher ein eher schwieriges Jahr. Wir hatten wilde Swings, die für alte Fahrensmänner zwar nichts Neues sind, viele Marktteilnehmer die erst seit 2009 bzw 2011 in den Märkten unterwegs sind, kennen diese aber noch gar nicht.

Und so werden auch zum Thema ihres Anlageerfolges viele Anleger für 2015 gute Vorsätze haben: 2015 wird alles anders und besser!

Wirklich?

Denn wenn Sie an der Art, wie Sie an den Markt heran gehen und an Ihrem Wissen um Zusammenhänge und Mechanismen nichts Grundlegendes ändern, warum soll das in 2015 wirklich anders werden? Weil Sie in 2015 mal eine Glückssträhne haben? Oder gibt es einen anderen belastbaren Grund?

Nein, wenn hinter diesem guten Vorsatz kein konkreter Plan steht, den man dann auch verfolgt, dann wird das mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder nichts. Ein Plan ist zwar keine Garantie für Erfolg, aber eben notwendige Voraussetzung. Die Hauptfehler beim Anlageverhalten stecken sowieso in unserer eigenen Psychologie und wenn man die nicht angeht, kann einem wirklich nur Glück helfen. Auch im Kasino kann man halt mal gewinnen, statistisch gewinnt aber zuverlässig das Kasino. 😉

Wie man überhaupt feststellen muss, dass für die Mehrheit der normalen Anleger, eine passive Strategie die die Marktperformance abbildet, sowieso -> der beste Weg <- sein dürfte. Denn nur eine Minderheit kann dauerhaft gegen Mr. Market bestehen und um das zu schaffen, erfordert es Engagement, Disziplin und jede Menge Erfahrung und Wissen.

Wenn Sie aber zu der Minderheit gehören wollen und selbst wenn Sie nur Ihre klassischen Fehler verringern wollen um bei der Marktperformance mitzuhalten, müssen Sie Zeit und Energie investieren. Anders geht das nach meiner festen Überzeugung nicht.

Nehmen Sie mich selber als Beispiel. Ich bin seit über 20 Jahren, seit Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts, an den Märkten unterwegs und ich habe alle Fehler gemacht, die man so typischerweise macht. Genau deshalb kann ich auch so gut über diese typischen Fallen schreiben, alles eigene Erfahrung. 😉

Und ich habe ca. 10 Jahre gebraucht, bis sich für mich "mein" Weg heraus schälte, auf dem ich meine Rahmenbedingungen, meine individuellen Fähigkeiten, wie auch meine individuellen Schwächen, in sinnvoller Art und Weise kanalisieren konnte. Die 2000er Internet Blase war für mich das erste systematische Erfolgserlebnis abseits von Glück, in dem ich mich aus der Herde entfernen konnte und merkte, was bei mir mit meiner Psychologie funktionierte und was nicht.

Dieser mein Weg ist immer noch keine Garantie für permanenten Erfolg, das kann er gar nicht sein, weil der Markt ein -> reflexives Wesen <- ist und sich permanent wandelt - und man selber passt sich an oder geht unter. Aber mein Weg funktioniert für mich persönlich, hart erarbeitet ist er auf jeden Fall.

Hätte ich einen guten Mentor gehabt, hätte ich die 10 Jahre vielleicht auf 5 reduzieren können und mir ein paar klassische Fehler erspart, 5 Jahre der Suche nach dem eigenen Weg wären es aber bestimmt immer noch geworden.

Jetzt gibt es im Web glücklicherweise schon einige seriöse Angebote, die Ihnen auf diesem Weg helfen und Ihnen keine Finanzprodukte verkaufen wollen. Ich zähle diesen Blog dazu. Eine Erfolgsgarantie verschafft Ihnen der Inhalt dieses Blogs aber ebenso wenig, wie andere wertvolle Informationen. Aber eine Chance, Ihren eigenen Weg zu finden, verschaffen Ihnen die richtigen Quellen. Und mehr als eine Chance gibt es am Markt nie und überhaupt eine Chance zu haben, ist eine ganze Menge und nicht selbstverständlich.

Sie haben also die Wahl. Sie können ab 2015 Zeit und Energie in Ihren Börsenerfolg investieren. Dann sollten Sie sich seriöse Quellen suchen, die Sie ein Stück weiter bringen. Oder Sie können Ihr Geld -> in gute Hände geben <- und mit Ihrer Zeit etwas Besseres tun, als sich mit untauglichen Mitteln dem Wettbewerb mit Mr. Market zu stellen. Letzteres ist ganz klar der Rat, den ich ausdrücklich der Mehrheit der normalen Anleger geben will.

Nun weiss ich ja, dass dieser Blog im freien Bereich von vielen gelesen wird, die zögern und sich fragen, ob Sie zu dieser Community dazu stossen sollten. Ich habe kurz darüber nachgedacht, denen einen Anstoss zu geben, nun zum Jahreswechsel zu handeln oder eben das Thema zur Seite zu legen. Denn eines ist klar: der Zustand des Zögerns ist unproduktiv. Tue es, oder tue es nicht.

Der klassische psychologische Trigger wäre ein zeitlich sehr eng beschränkter Rabatt auf die Mitgliedschaftsgebühr für Neueinsteiger rund um den Jahreswechsel gewesen, frei nach dem Motto "Gute Vorsätze". Wir kennen diese vertriebliche Methode ja zu Genüge, die eine der vielen menschlichen Schwächen aufdeckt, die auch der Markt immer wieder gnadenlos bestraft - Sie wissen schon: "Kauf mich jetzt", "Limited Edition" und "Nur solange der Vorrat reicht". 😉

Ich habe diesen Gedanken aber ganz schnell wieder verworfen, denn es wäre kontraproduktiv und solche vertrieblichen Pirouetten passen nicht zu dem Ansatz, den ich hier vertrete. Und es sind ja gerade diese psychologischen Schwächen, bei denen ich Ihnen hier weiterhelfen will, denn diese stehen auch dem Markterfolg immer wieder im Weg - hier ist es die berühmte und im Premium-Bereich immer wieder thematisierte "Angst zu verpassen".

Und mal ganz ehrlich, wer die Frage, ob sie/er über Jahre intensiv Zeit und Energie in den Anlageerfolg investieren will, von ein paar Euro mehr oder weniger bei einer Mitgliedschaft abhängig macht, zäumt das Pferd vom Schwanz her auf. Das wäre so, wie wenn jemand eine grundlegende Umstellung seines Lebensstils und seiner Nahrungsaufnahme, von einem kleinen Rabatt bei einem Fitnessplan abhängig machen würde.

Nein, Sie haben die Wahl und Sie haben eine Chance. Aber einen einfachen Weg zum reproduzierbaren Erfolg an den Märkten gibt es nicht. Und einen generellen und pauschalen Weg, der für alle Menschen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen und Rahmenbedingungen gleichermassen funktioniert, gibt es auch nicht.

Wenn Sie also gute Vorsätze für 2015 haben wollen oder wenn Sie erkennen, dass Sie im Zeitalter der finanziellen Repression sowieso keine andere Chance haben, als Ihr finanzielles Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, weil es keine risikoarme Rendite mehr gibt - dann machen Sie es dieses Mal und ab 2015 richtig und mit mehr Substanz, als nur mit ein paar guten Vorsätzen. Oder lassen es gleich bleiben und wenden sich anderen Dingen zu - das Leben ist schön und hat vieles zu bieten.

Ihr Hari

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Trading – Von Abwehr auf Angriff umschalten

Der folgende Artikel erschien 21.10.14 18:20 in Hari Live und wird hier in gekürzter Form in den freien Bereich gestellt

Kennen Sie das auch? Wenn eine Mannschaft beim Fussball zu stark in die Defensive gerät und sich zurück drängen lässt und nur auf die Verteidigung konzentriert, dann sehen wir oft am Spielfeldrand den Trainer mit den Armen rudern und "Raus! Raus!" schreien.

Meistens hören die Spieler das aber gar nicht mehr, zu sehr ist ihre Psyche nun auf Abwehr gerichtet. Dass man auch Angriff spielen könnte, scheint in der Dynamik des Momentes vergessen. Und schnell zwischen Abwehr und Angriff hin und her zu schalten, ist eine der Übungen, die nur gute Mannschaften so richtig "drauf" haben.

Auch an der Börse ist das für uns eine der schwierigsten Aufgaben. Und ich bin ganz sicher, einigen von Ihnen ist das in den letzten Tagen so gegangen.

Da dürften auch einige dabei sein, die eher etwas zu spät unter dem Eindruck der doch immer weiter fallenden Kurse ausgestiegen sind und erst spät das getan haben, was ich schon viel weiter oben gepredigt habe: Risikomanagement.

Und die dann bei dem brutalen und auch für mich überraschenden Taucher des DAX unter 8500 am Donnerstag Vormittag, ermattet aber glücklich durchgeschnauft haben, weil sie endlich draussen waren. Jetzt hätte es für diese Anleger immer weiter runter gehen können, nur will uns der reflexive Mr. Market diesen Gefallen nie tun, denn der hört systemimmanent genau dann auf zu fallen, wenn die Letzten raus geschüttelt wurden. Und so wurde der unerwartete Taucher unter 8500 zur brutalen Bärenfalle. Eine ähnliche Falle wurde den Bären noch einmal heute im frühen Handel aufgestellt.

So kam der Rebound über 8500, der ein erstes Zeichen einer möglichen Wende war. Und im S&P500 Future deutete sich parallel der Doppelboden an, den ich noch am Donnerstag 16.10. Nachmittag mit den deutlichen Worten "Achtung!" in Hari Live thematisiert hatte und von dem wir so schön profitieren konnten.

Jetzt hätten viele also ab letzten Donnerstag schnell und flexibel von Abwehr auf Angriff umschalten müssen, oder zumindest sich langsam eine Angriffsstrategie zurecht legen, wenn sie nicht kurzfristig, sondern mittelfristig agieren. Nur vielen dürfte das emotional gegen den Strich gegangen sein, endlich ist man draussen und will nun auch mal seine Ruhe haben!

Und deshalb machen wir Menschen dann erst einmal gar nichts und bleiben in unserem dominanten Modell (hier Defensive), das ja zuletzt so hervorragend funktioniert hat. Und wenn die Kurse dann doch steigen, kommt auch die Reue dazu, nicht dabei zu sein. Und die nagt an uns und macht unzufrieden.

Man könnte also sagen, unsere Psychologie ist ein Tanker, der zu lange braucht um sich zu lösen und zu drehen. Wie leicht oder schwer es uns dabei fällt, von Abwehr auf Angriff umzuschalten, ist aber auch stark vom Typus abhängig. Gerade der Typus "Gründler", den ich hier schon einmal beschrieben habe - Menschen also, die Dingen gerne auf den "Grund" gehen und typischerweise sich auch gerne in Details vertiefen - tut sich schwer damit, schnell umzuschalten. Wer dagegen eher immer das "grosse Ganze" im Blick behält, alles mitbekommen will und Details daher vermeidet wo möglich, hat es da psychologisch einfacher in einem volatilen Markt.

Und deshalb ist es so eminent wichtig, dass wir uns mit unserer Strategie, wie zum Beispiel mit dem Pattern Trading, das ich Ihnen zuletzt am S&P500 so erfolgreich gezeigt habe, einen objektiven Rahmen geben, dem wir dann auch folgen. Denn der Rahmen - wie bei mir die Muster (Pattern) - sagt einem dann schon, wann es Zeit wird von Abwehr auf Angriff umzuschalten. Dass das funktioniert, haben wir gerade wieder gesehen.

In jedem Fall aber müssen wir dieses Grübeln vermeiden, wie die Kurse morgen sein werden. Das macht uns nur fertig und wir bleiben dann in der Regel im alten Verhalten und warten ab und sind dadurch gerade nicht in der Lage umzuschalten.

Also: es gibt viele Wege von Abwehr auf Angriff umzuschalten. Der "normale" und für die meisten auf der mittelfristigen Zeitebene wohl auch Richtige, ist der gleiche Weg, mit dem wir aus dem Markt ausgestiegen sind: der inkrementelle Einstieg in Schritten anhand der Marken und Muster.

Aber es gibt eben auch Methoden, mit denen man aggressiv solche Rebounds spielen kann und frühzeitig dabei sein - mit höherem Risiko natürlich. Dafür aber ist für diese Methoden egal, ob es sich um einen nachhaltigen Rebound oder nur um einen mehrtägigen Bounce im bestehenden Abwärtstrend handelt - Hauptsache der Kurs steigt die nächsten 24 Stunden, dann ist man bei solch aggressiven Einstiegen in Wende-Momentum, schon auf der sicheren Seite.

Welchen Weg man aber auch für sich persönlich geht, entscheidend ist, dass man den Wechsel von Abwehr auf Angriff überhaupt vollzieht und nicht verschläft, weil man keine Lust hat, sich schon wieder auf eine neue Situation einzustellen.

Denn ohne Angriff, kann man kein Spiel gewinnen. Beim Fussball ist das so. Ohne Abwehr aber auch nicht. Das Umschalten zwischen beidem, ist das grosse Geheimnis des Erfolges - nicht nur beim Fussball!

Und mit aktivem Handeln am Markt, können auf die Dauer nur die Menschen erfolgreich sein, die es lieben und es spannend finden, sich auf neue Situationen einzustellen.

Wer diese Psychologie nicht in sich hat, sollte sich eine langfristig orientierte, eher passive Strategie zurecht legen, die idealerweise rein von Indikatoren getrieben wird. Und die damit für Ruhe und Beständigkeit sorgt.

Oder er kann zwar aktiv handeln, muss aber den Zeithorizont so wählen, dass er nur auf langfristigen Charts agiert und sich daher für die täglichen Schwankungen nicht interessiert. Das erfordert aber auch die geistige Disziplin, das tägliche Geschehen und die Nachrichten in den Medien ignorieren zu können.

Den eines ist der Markt garantiert nicht: ruhig und beständig. Ich *liebe* ihn dafür! 😀

Ihr Hari

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Warum Sie „Gurus“ nicht hinterher laufen sollten und Ihre eigene Strategie brauchen

Der folgende Beitrag erschien gestern in Hari Live:

Heute habe ich etwas Besonderes für Sie. Sie wissen, dass ich viel von Charles Kirk und seinem -> Kirk Report <- halte.

Charles hat vorgestern einen längeren Text geschrieben, der mir sehr gefallen hat. Und er war so freundlich mir zu erlauben, diesen Text hier her zu kopieren und mit Ihnen zu teilen.

Es geht Charles Kirk darum, wie wichtig es für den Erfolg ist, seine eigene Strategie zu entwickeln und nicht permanent anderen "Gurus" (Heros) hinterher zu laufen.

Das gilt ausdrücklich auch für mich. Wer mich hier auf Mr-Market als "Guru" betrachtet und nur versucht, meinen Ideen hinterher zu laufen, wird ebenso nicht dauerhaft erfolgreich sein können. Denn das Problem ist, Sie sind nicht ich und haben nicht die gleichen Voraussetzungen:

  • Sie haben andere zeitliche Voraussetzungen bzw Verfügbarkeit wie ich
  • Sie haben nicht das gleiche Kapital wie ich im Einsatz
  • Sie haben nicht die gleiche Lebensplanung wie ich
  • Sie haben eine andere Psychologie wie ich
  • Sie haben eine andere Ausbildung als ich
  • Sie haben anderes Wissen als ich
  • Sie haben andere Stärken und Schwächen als ich

Das bitte ich nicht so misszuverstehen, als ob ich Ihnen damit sagen will, dass ich über Ihnen stehe. Nein, wir sind alle Individuen und Sie sind weder besser noch schlechter als ich, Sie sind anders !

Und weil Sie anders sind und weil die Psychologie beim Erfolg an den Märkten den ganz entscheidenden Faktor ausmacht, können Sie auch nicht 1zu1 mit meiner Methodik erfolgreich sein. Denn Sie sind nicht ich. Und ich bin weder David Eichhorn, noch Warren Buffet. Ich heisse Michael Schulte und der bin ich - niemand sonst.

Dauerhafter Erfolg wird sich nur mit Ihrer eigenen Methodik einstellen, die zu Ihrer Psyche und zu Ihren zeitlichen und monetären Rahmenbedingungen passt. Wenn Sie mir sehr ähnlich sind, kann Ihre Strategie sehr nahe an meiner sein. Es ist aber immer noch Ihre Strategie.

Ich will und wollte daher auch nie Ihr „Guru“ sein. Ich will dafür hier auf Mr-Market Ihr Mentor und Coach sein.

Ich will der erfahrene Mentor sein, der Ihnen hilft Ihre eigene Strategie zu finden, der Ihnen Tips gibt, wie Sie sich verbessern können und der Sie mit der Nase auf Opportunitäten stösst. Und der Ihnen mit freundlicher Strenge immer wieder den Spiegel vorhält.

Und ich will Ihnen hier eine Heimat bieten, auf der Sie sich ehrlich, reflektiv, ohne Scheu und mit offenem Visier, mit anderen Anlegern und Tradern austauschen können, die auch auf dem richtigen Weg sind. Ohne die Angst haben zu müssen, wie in vielen offenen Foren, dem Hass und dem Ego diverser Trolle und Selbstdarsteller ausgeliefert zu sein. Denn ohne ehrlichen Austausch und Inspiration, ist Geldanlage und Trading eine ziemlich einsame Angelegenheit.

Mentor, Coach, Ideengeber, Prediger, Lehrer, Organisator einer Community, all das will ich für Sie sein und bin ich hier hoffentlich auch für Sie geworden. Und es ist auch dringend nötig, denn ohne einen Mentor ist es an den Märkten sehr, sehr schwierig auf einen grünen Zweig zu kommen. Da braucht man schon eine sehr starke Psyche und Durchhaltevermögen. Ein guter Mentor kann dagegen Lernprozesse beschleunigen und helfen, die typischen Klippen zu umschiffen. Und das ist das, was ich hier für Sie sein will.

Am Ende gebe ich Ihnen aber nichts vor, sondern gebe Ihnen Hilfe zur Selbsthilfe. Denn Sie müssen sich selbst helfen und Ihre eigene Strategie entwickeln. Anders ist dauerhafter Erfolg an den Märkten nicht möglich.

Zu diesem Thema habe ich hier auch schon diverse Artikel geschrieben, gerade auch für normale Anleger mit Beruf. Ein paar dieser Artikel will ich noch einmal in Erinnerung rufen:

-> Der Weg des Traders - Vom Markt, dem Surfer und dem Meer <-

-> Ohne Fleiss kein Preis, ein Börsentag im Leben des Hari <-

-> Ist die deutsche Seele inkompatibel zur Börse ? <-

-> Warum das Denken in Strukturen und Setups, für den Börsenerfolg so wichtig ist <-

-> Vom Hier und Jetzt und dem sinnlosen Kampf gegen den Markt <-

-> Die ultimative Anlagemethode - über den heiligen Gral der Geldanlage <-

Und um die obigen Worte zu unterstreichen, lesen Sie nun bitte, was der in über 20 Jahren erfahrene Trader Charles Kirk Ihnen zu sagen hat, der sich von nahezu Null zu einem Millionen-Vermögen an den Märkten hoch gearbeitet hat. Es ist lesenswert:

Charles Kirks Meditation: Eliminate All Hero Worship

“If your actions inspire others to dream more, learn more, do more and become more, you are a leader."
- John Quincy Adams

As my father once told me – you have a very important decision to make in your life. You can decide to become a leader or just be a follower like everyone else. This choice will determine the rest of your life.

My father was right and the same is so very true with investing and trading. You can choose to be a follower or you can lead and go your own way. My life and career reflect that I am a tremendous believer in the importance of doing your own thing concerning the markets.
There is a lot of hero worship by the financial media and among investors and traders. As we do with our athletes, we want people to inspire us, and who we can look up to. In terms of the financial media, we also want to know what these guys, who seem to know what they are doing, are thinking and trading so we can play along and ride their coattails to success. While we can all learn something from those who have been successful in the markets, ultimately the path toward greater success in the markets has nothing to do with hero worship. Just the exact opposite is true. At the end of the day, it will always require us to be brave and go out and do our own thing.

There are NO exceptions to that rule. You may think of the great Warren Buffett, David Tepper, Tom DeMark, Peter Lynch, Carl Icahn, Paul Tudor Jones, James Grant, David Einhorn, William Ackman, and so on. I don't care about their backgrounds, what they've done in the past, how hot a hand they've had or how consistent their track record has been in the past. At some point, all of these folks will get it wrong just like you and me. And, more importantly, none of their strategies are going to match our personalities, objectives and skill sets. We are all different and there are many ways to win in the markets - the important thing is to develop your own best method and at the same time resist the urge to use heroes as short-cuts or substitutes for doing our own work.

As my father also liked to say, everyone in this world puts their pants on the same way in the morning. That was his unique way of reminding me that no matter how rich or successful another person has been, they are just like all of us when it comes right down to it. In that same regard, these heroes of the market suffer from the same insecure, emotional, ego-driven trading and investing as the rest of us. The more you watch and track them, you will find this to be true.

By serving as a mentor to a number of professional money managers as well as knowing others who have as well, I can tell you that the only difference between these heroes and the rest of us is that they are just better at hiding their insecurities because their job requires it. No one will give you money to invest unless you show both strong conviction and confidence to others. These heroes all do this well because their livelihood depends upon it. But if you sat down with them, you would find that is more of a dog and pony show than reality. Anyone who has been involved in the markets has been humbled and respects the fact that this is not an easy game no matter how successful we have already been or how much experience we have. We are all wrong a lot of the time. The key to success is in risk management more than anything else. But, risk management doesn't excite people or bring in the big money – only bold predictions and confidence do, especially if they have been right at some point in the past about something.

Unfortunately, we are all naturally drawn to people who have been successful, who hold very strong and bold convictions in the market, and who display confidence that all of us wish we had. There's something about the nature of markets and uncertainty that we all want to believe that others have figured it out better than we have. When the heat is on and we are feeling scared or threatened and our money is at risk, it is a natural instinct to "run home to Momma" and many investors and traders do that through hero worship. Because they don't have enough confidence, time, or energy to do their own thing, they seek help by following others. In my view, that's not the right path to take and it will only delay your progress if not hinder it completely. No one else will have your best interest as top and only priority.
If there is any lesson you can learn from these so-called heroes it is this. Each and every one of these folks succeeded in the markets because they decided to go their own way and do their own thing. They follow no one and we shouldn't either.

Through lots of hard work, experience and perseverance at some point each hero figured out an approach that worked best for them and that best matched their time frame and objectives. They didn't follow others - they carved their own path instead, and that is why each of them is great in their own respective way. After learning the basics from their own mentors and peers for a number of years, they decided to take their own path, investing and trading in their own way. That is the reason why they have been successful.

In this life, I must tell you that you will never be another David Tepper, Warren Buffett, or other hero you may respect. Nor do you really want to be. Instead, your goal is to find your own way that best fits you. For this reason, I recommend that you eliminate all hero worship from your process. That will save you a great deal of time and money on your path to greater success. It will also force you to do something that all of us must do: focus on developing your own system that best matches your objectives, personality and skill sets.

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