DAX-Betrachtung: Die Entscheidungen sind gefallen – neue stehen bevor

Ein Gastkommentar von Tokay

Ereignisreiche und mit Momentum geladene Tage liegen hinter uns. Da war zunächst die Entscheidung der FED in Washington, nun doch noch nicht mit dem allmählichen Zurückfahren ihrer Operationen auf dem Kapitalmarkt zu beginnen. Da war der Ausgang der deutschen Bundestagswahl, welche die CDU/CSU von Frau Merkel zwar zur mit Abstand stärksten politischen Kraft machte, aber auch dazu führte, das ihr der bisherige Koalitionspartner abhanden kam. Uns interessiert hier im Mr. Market-Blog natürlich, welche Auswirkungen dies auf den Aktienmarkt haben mag. Denn was in Deutschland entschieden wird, hat für die europäische Entwicklung, für das Eurosystem größte Bedeutung.

Kommen wir also zur Bundestagswahl, und hier können wir es kurz machen. Der Wahlausgang hat die Märkte nicht sonderlich überrascht, die Wahl war schon beinahe ein „Non-Event“. Auch wenn bürgerliche Regierungen eine Politik betreiben, welche von der Tendenz her bei den Entscheidungsträgern in der Wirtschaft auf günstigere Resonanz stoßen mag, so ist der Verlust der schwarz-gelben Regierung nichts, weshalb man die Perspektiven für die deutsche Wirtschaft grundlegend überdenken müsste. Es sei denn, es käme zur Bildung einer rot-rot-grünen Regierung – was allerdings seitens der SPD und den Grünen zurückgewiesen wird. Zudem waren die FDP-Minister nicht eben Personen, die prägende wirtschaftspolitische Akzente gesetzt hätten. Das Bedauern über die Abwahl der FDP hält sich somit eher in Grenzen. Auch sollte die kommende Bundesregierung unter Frau Merkel weiterhin einen europafreundlichen Kurs verfolgen, was von den DAX-Unternehmenschefs mehrheitlich gerne gesehen werden dürfte. Indes dürften die meisten Akteure eine große Koalition gegenüber einer schwarz-grünen Koalition oder einer Minderheitsregierung der Union bevorzugen.

Und damit zu unserem Langfristchart:

DAX 9000 - September 2013

Wir befinden uns nach wie vor auf dem Pfad CDE, der unaufhaltsam Richtung 9000 Punkte strebt. Diese Marke dürfte bald erreicht werden. Danach aber, voraussichtlich im Frühjahr 2014, fällt die Entscheidung darüber, ob der DAX auf die Obergrenze des langfristigen Wachstumspfades, markiert durch die Linie A1E, einschwenkt, was mehr oder weniger einer Seitwärtspendelbewegung entspräche, oder die seit Herbst 2011 andauernde Hausse weiter anhält. Immerhin hat der DAX seither deutlich über 50 Prozent zugelegt. Sollte das letztere eintreten, dann dürfte die vielbeschworene Marke von 10000 Punkten ebenfalls nicht mehr fern sein, und wir würden, was die Indexziffern angeht, in ein neues Zeitalter eintreten. Es wird aber wohl noch etwas dauern, bis es endgültig so weit ist.

Ich möchte heute die Aufmerksamkeit der Leser des Mr. Market-Blogs auf einen grundlegenden Zusammenhang lenken, der sehr eng mit der Politik der FED zusammenhängt. Seit dem Beginn der monetären Expansion Ende 2008 während der Subprime-Krise hat der DAX begonnen, sich von der Leitzinsentwicklung abzukoppeln. Wie wir in der nachfolgenden Grafik sehen, ist der EZB-Leitzins konstant geblieben. In einer klassischen Hausse wären die Leitzinsen dem Aktienmarkt Richtung Norden nachgefolgt. Der DAX hat sich in dieser Zeit mehr als verdoppelt und ein Ende ist nicht absehbar – vorerst jedenfalls nicht.

DAX Leitzins Kapitalmarktzins September 2013

In der Baisse nach der Jahrtausendwende folgte der Leitzins dem DAX nach unten, wie er das auch in der Vergangenheit eigentlich immer getan hatte. Erst ca. 2 ½ Jahre später, der DAX war mittlerweile kräftig nach oben gelaufen, wurde der Leitzins sukzessive angehoben. Seit der ersten Leitzinssenkung gegen Ende der großen Baisse von 2008 hat keine weitere Zinssenkung mehr stattgefunden. Ganz im Gegenteil wurden, bedingt allerdings durch die Eurokrise die Leitzinsen weiter gesenkt; wir erinnern uns an die mittlerweile berühmt gewordene Rede von Mario Draghi in London, und ein Ende ist, wenn man Draghi Glauben schenken darf, nicht absehbar. Dies umso weniger, als die FED den US-Konjunkturaufschwung offenbar noch nicht als hinreichend nachhaltig einstuft.

Es könnte einem nun natürlich angst und bange werden vor dem mutmaßlichen Inflationsschub, der möglicherweise demnächst ins Haus stehe, doch sind Zweifel daran erlaubt, ob ein solcher Schub sich tatsächlich ereignen wird. Ein Indikator hierfür ist die Entwicklung bei den länger laufenden Anleihen sowie der Abstand zwischen den Langläufern und dem Geldmarktzins, welcher sich wiederum an den Leitzins anlehnt.

Wir erkennen hier, dass immer dann eine Baisse bevorstand, wenn sich der Abstand zwischen langfristigem und kurzfristigem Zins extrem reduzierte. Immer dann, wenn dieser Abstand größer wurde, kam es auch zu einem Anstieg am Aktienmarkt. Und hier haben wir nun in den vergangenen Monaten eine Vergrößerung des Zinsabstandes beobachten können, was eher auf eine Normalisierung der Situation auf dem Kapitalmarkt hindeutet. Sicherlich misst die Höhe des Kapitalmarktzinses die Inflationserwartungen, letztlich aber ist der Zins einfach das Regulativ zwischen Kapitalangebot und Kapitalnachfrage. Und in einer insgesamt freundlichen konjunkturellen Landschaft ist ein Anziehen des Kapitalmarktzinses von einem tiefem Niveau aus ein eher gutes Zeichen. Der Zinssatz für zehnjährige Bundesanleihen lag zuletzt bei etwa 1,8 Prozent. Die DAX-Unternehmen hingegen bieten eine Dividendenrendite von über 3 Prozent, dazu kamen in den letzten Jahren Kursanstiege der DAX-Werte. Damit ist der Anleihemarkt noch weit von einer Situation entfernt, in der der man die Zinsentwicklung als lukrativ bezeichnen könnte, und diejenigen, die am Aktienmarkt investiert haben, konnten in der jüngsten Vergangenheit eindeutig stärker profitieren. Der Realzins liegt praktisch bei Null, und zwar vor Steuern. Begriffe wie „kalte Enteignung der Sparer“ oder „finanzielle Repression“ kommen einem da schon in den Sinn.

Ausblick also: Bis Frühjahr werden wir mit großer Wahrscheinlichkeit weiterhin einen freundlichen Aktienmarkt haben, sprich es wird auf DAX 9000 gehen und eventuell darüber hinaus – wohl auch mangels Alternativen. Dann jedoch könnte es spannend werden, und die nächsten Weichenstellungen am deutschen Aktienmarkt stehen sicherlich bevor. Übrigens: Am 25. Mai 2014 ist Europawahl...

Tokay

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Eine dramatische Börsenwoche – Teil 1: Bernankes Nachfolge und die Bundestagswahl

Eine der wichtigsten Börsenwochen des Jahres hat begonnen.

Eröffnet wurde sie standesgemäß. Und zwar mit dem Paukenschlag, dass der Favorit auf die Bernanke Nachfolge Larry Summer zurück gezogen hat und das offensichtlich unter massivem öffentlichen Druck. Die Wallstreet liebt es, denn deren Favoritin ist Janet Yellen, von der man erwartet noch aggressiver auf Stimulus zu setzen, als das Bernanke schon tat. Und so finden wir logischerweise den DAX heute früh auf historischen Höchstständen oberhalb 8600 wieder.

Allerdings wird die Freude wohl nur dann andauern, wenn es Yellen dann auch wird. Wie vom Wall Street Journal kolportiert, soll Obama nach einem "dritten" Kandidaten suchen und das würde die Unsicherheit eher erhöhen, der Markt mag Unsicherheit einfach nicht.

Am Ende der Woche dräut dann auch noch die Bundestagswahl und auch diese hat es in sich, denn bedingt durch unsere Wahlrecht mit der 5-Prozent-Hürde, wird die Regierung der grössten Volkswirtschaft der Eurozone möglicherweise nur von sehr wenigen Stimmen abhängen und damit eher "ausgewürfelt", als nach dem exakten Volkswillen festgelegt werden.

Denn es gibt 3 Parteien in Form der FDP, den Piraten und der AfD, bei denen völlig unklar ist, ob sie die 5-Prozent Hürde überspringen werden. Und so lassen sich, abhängig vielleicht von nur ganz wenigen realen Stimmen, unterschiedlichste Regierungsszenarien kreieren. Gewiss ist nur eines: Sie sollten unbedingt zur Wahl gehen, denn selten war das Ergebnis so unbestimmt wie dieses mal.

Die 5 Prozent Hürde macht das möglich, die damals von den Verfassungsvätern gewählt wurde, um "Weimarer Verhältnisse" zu verhindern. Das ist auch gelungen, hat aber umgedreht die Politverdrossenheit gefördert, denn es hat die Macht der schon im Bundestag vertretenen Parteien zementiert und dauerhaft ist es nur der Öko-Bewegung durch die "Grünen" in der Geschichte der Republik gelungen, dieses Kartell der Etablierten ein einziges Mal aus eigener Kraft aufzubrechen. Die Linke kann man da nicht zählen, die hat ja ihre Wähler durch die Wiedervereinigung mitgebracht und war quasi sofort oberhalb der Schranke.

Ich persönlich würde eine Absenkung auf zum Beispiel 2-3% für demokratisch geboten halten, um im Bundestag wirklich den Volkswillen abzubilden und für ein lebendigeres Parlament zu sorgen. Mit einer Hürde von 2-3% kann man immer noch eine zu grosse Zersplitterung verhindern. Aber das ist nur meine Meinung, um unsere Demokratie lebendiger zu gestalten. Es wird kaum passieren, denn welches Interesse sollen die etablierten Parteien daran haben, die das Wahlrecht ändern müssten ?

Aber wie auch immer, die meisten der Szenarien der Bundestagswahl, werden die Märkte völlig unbeeindruckt lassen, da die aktuell im Bundestag vertretenen Parteien in ihrer Ausrichtung Richtung Europa und Aussenpolitik kaum zu unterscheiden sind. Und ob die aktuelle Koalition erhalten bleibt oder es eine grosse Koalition gibt, wird den Märkten bestenfalls ein Gähnen abringen.

Aber es gibt zwei Szenarien, über deren Folgen Sie sich im klaren sein sollten:

(1)

Falls Rot-Grün eine Mehrheit bekommt, zum Beispiel weil FDP und AfD gleichermassen an der 5-Prozent-Hürde scheitern - oder noch stärker, wenn es eine Rot-Grün-Linke Regierung gibt - sollten Sie nicht in deutschen Nebenwerten sein. Die internationalen Börsen wird das nicht weiter interessieren, im Gegenteil, den Südländern und ihren Renditen und damit dem Eurostoxx wird so ein Wahlergebnis eher gut tun, weil diese Parteien die Euro-Rettungspolitik der aktuellen Regierung monetär noch toppen wollen. Perse ist eine Rot-Grüne Regierung für die internationalen Märkte also auch eher "Schulterzucken" bzw. für Südeuropas Märkte positiv.

Aber bei der deutschen mittelständischen Exportindustrie, die man typischerweise in MDAX und SDAX wieder findet, dürfte das zu bösen Verkäufen führen. Und zwar neben der erwarteten Schwächung der Wettbewerbskraft, primär aus der von den Parteien verfolgten Vermögenssteuer heraus. Denn hier gibt es viele Familienunternehmen mit Ankeraktionären, die im Falle so einer Steuer Aktien verkaufen müssten, um die Steuer bedienen zu können und das wird der Markt sofort antizipieren. Das Musterbeispiel dieser Problematik unter den DAX Konzernen ist BMW, die Familie Quandt hält hier die Fäden in der Hand und die Börse würde die BMW Aktie in so einem Fall deshalb wohl erst einmal verkaufen und erst dann nachdenken.

(2)

Falls die AfD einen Überraschungserfolg gegen die Demoskopen Richtung 8-10% landet und - zum Beispiel weil FDP und Piraten draussen bleiben - defacto zum Zünglein an der Waage wird, könnte der einzige Fall eintreten, in dem die Bundestagswahl über den rein deutschen Aktienmarkt hinaus zu Verwerfungen führt. In diesem Fall darf man keine Aktien aus den europäischen Südländern haben und Bonds dieser Länder schon gar nicht. Die Märkte werden schnell die Frage stellen, ob sich durch die Existenz dieser Proteststimme im Parlament nicht sofort die Merkelsche "Rettungspolitik" ändert. Sich geänderten Strömungen anzupassen, darin hat die Bundeskanzlerin ja Meisterschaft entwickelt. 😉

Vordergründig würde es dann natürlich auf eine grosse Koalition hinaus laufen. Aber mit einer starken AfD im Nacken, wird entweder diese Koalition ihre Europa-Politik anpassen und schärfer deutsche Interessen vertreten. Oder es wird gar nicht zur grossen Koalition kommen, weil Merkel bewusst ist, dass die grossen Parteien dabei nur verlieren können. Wie man einen vermeintlichen Partner so umarmt, dass man ihn dann erdrückt, verdaut und ausspuckt - hat Merkel ja nicht nur mit der SPD vorgeführt, sondern eindrücklich auch an der FDP vorexerziert. Insofern werden sich die Märkte in dem Fall noch in der Wahlnacht die Frage stellen, ob wir hier eine erneute Wende der Regierungschefin ala "Energiewende" erleben, mit der sie sich der öffentlichen Stimmung anpasst. Und dieses Risiko würden die Aktienmärkte sofort in die Kurse der Aktien und Anleihen Südeuropas einpreisen. Ob es dann ein paar Wochen später tatsächlich eintritt, ist eine ganz andere Frage.

So weit meine Sicht auf die Bundestagswahl aus der Warte der Märkte. Das wahrscheinliche Szenario ist also ein grosses Gähnen und nur in den beiden obigen Szenarien sehe ich direkte Auswirkungen, die uns im Vorfeld bewusst sein sollten.

Das wichtigste Thema der Woche ist aber die FED Sitzung am Mittwoch mit der Frage des "Tapering". Dazu folgt heute noch ein zweiter Teil der Vorschau.

Ihr Hari

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Herbststürme im DAX – Der DAX am Scheideweg

Herbststürme im DAX – Der DAX am Scheideweg

Ein Gastkommentar von Tokay

Der Sommer neigt sich so langsam dem Ende, bald werden auch die letzten wieder vom Strand oder aus den Bergen zurückkehren, sich hinter ihre Notebooks klemmen und sich fragen, wie es denn so weitergeht an den Börsen. Wer Zeitung gelesen oder sich im Internet etwas um getan hat, ahnt, dass die Rahmenbedingungen turbulent werden könnten: Da ist die ungewisse Lage in Syrien, da ist der ungewisse Ausgang der deutschen Bundestagswahl, da ist die bevorstehende Sitzung der Fed Mitte September, auf der eine Kehrtwendung der amerikanischen Geldpolitik beschlossen werden könnte. Die Eurokrise, das sei „nebenbei“ bemerkt, ist auch noch nicht so restlos ausgestanden. Jedes dieser Ereignisse hat Potential genug, für Nervosität an den Börsen zu sorgen, und die vergangene Woche hat dafür einen Vorgeschmack geliefert. Anlass genug also, sich die Situation einmal näher anzuschauen.

Betrachten wir dazu das folgende Langfrist-Chart. Die Erholung nach der kurzen, aber scharfen Baisse im Spätherbst 2011, markiert durch Linie C, ist nach wie vor intakt. Diese Linie ist am vergangenen Freitag im durch D markierten Bereich touchiert worden und insofern sind wir erneut an einem Scheideweg angelangt. Denn sollten ungünstige Nachrichten aus den Risikobereichen eintreffen, so wäre leicht eine Panikreaktion an den Börsen vorstellbar. Sollten diese jedoch positiv ausfallen, so markierte unser Bereich D wieder einmal nur ein Zwischentief auf dem Weg nach oben und es würde jene belohnt werden, die den Mut zum Einstieg gefunden hätten.

Herbststürme im DAX

Überlegen wir uns einmal kurz, wie die allgemeine Situation ohne diese Risikofaktoren wäre: Eigentlich gar nicht mal so ungünstig. Die amerikanische Wirtschaft erholt sich zäh, aber sie erholt sich. Das deutsche Wirtschaftsklima stellt sich günstig dar, ablesbar am zuletzt veröffentlichten Ifo-Index. Die Inflationsrate ist weiter rückläufig und für eine Erhöhung des Euro-Leitzinses besteht weiterhin kein Anlass. Dies sind also im Grunde sehr gute Rahmenbedingungen. Allenfalls ließe sich sagen, dass der September noch nie ein guter Monat zum Einsteigen gewesen ist.

Eine Eskalation in Syrien würde aber zweifellos zu Verwerfungen an den Weltbörsen führen, also auch und gerade im DAX. Eine unklare Mehrheitssituation im Bundestag bzw. eine prononciert linksorientierte Bundesregierung(Rot-Grün unter Tolerierung der Linkspartei etwa) würde den DAX ebenfalls beeinträchtigen, zumindest kurzfristig. Und sollte die Fed das Ende der monetären Expansion einläuten, dann stünden die Zeichen vollends auf stürmische Zeiten im Herbst.

Doch kann man der Ansicht sein, dass, gerade weil das so ist, sich die Börsen, sich der DAX in den vergangenen Tagen eingetrübt haben. Weil die Sorgen um Syrien, weil die Ungewissheit um den deutschen Wahlausgang, weil ein Ende der monetären Expansion mutmaßlich bevorsteht, sind diese Sachverhalte bereits zu einem guten Teil eingepreist und könnte sich der DAX entlang unserer Linie C – der Linie des Zweifels sozusagen – nach oben hangeln. Es spricht aus heutiger Sicht also nichts dagegen, dass wir im Laufe von 2014, wenn nicht schon vorher, im DAX bei 9000 Punkten ankommen werden. Der DAX sollte sich damit weiterhin entlang seines langfristigen Wachstumspfades bewegen – wenn auch eher im oberen Bereich. Die Möglichkeit, aufgrund einer stürmischen Großwetterlage ein vorübergehendes, jedoch markantes Zwischentief zu erleben, muss dabei stets in Betracht gezogen werden.

Tokay

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Charts zum Wochenende: Basic Resources, 3D Systems, Intel

Das Wochenende naht, welches in den USA ein langes Wochenende ist, weil am Montag Labor Day gefeiert wird. Nächte Woche beginnt dann der berüchtigte Börsenmonat September, in dem wir die FED Entscheidung zum Tapering, eine neue Eskalation um das Debt Limit der USA, aber auch die Bundestagswahl erleben werden.

Auch bedingt durch die Ängste um Syrien, waren die Märkte weltweit in den letzten Tagen recht schwach, während die klassischen "Safe Haven" Assets wie Öl, Gold oder der Yen nach oben liefen.

Eigentlich also ein guter Zeitpunkt, um sich mal ohne weitere Worte ein paar Charts von Aktien und ETFs anzuschauen, in denen potentielle Chancen liegen, falls die Korrektur nächste Woche vielleicht auslaufen sollte.

Details, Hintergründe und aktuelle Entwicklungen dieser Aktien und ETFs, besprechen wir regelmässig im Premium Bereich.

Basic Resources 30.08.13

3D Systems 30.08.13

Intel 30.08.13

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DAX-Betrachtung – Update vom 06.06.2013

DAX-Betrachtung – Update vom 06.06.2013

Ein Gastkommentar von Tokay

Passiert ist in der Zwischenzeit nicht viel: Der DAX hat in der zweiten Maihälfte den langfristig gültigen Wachstumspfad (orangefarbene Linie) touchiert und ist von diesem wieder abgeprallt. Der DAX ist nun wieder in der Rückwärtsbewegung, zunächst in Richtung auf die Untergrenze des seit Spätherbst 2011 bestehenden Wachstumspfades C. Dieser schneidet sich demnächst mit der seit Frühjahr 2009 gültigen exponentiellen Wachstumsfunktion.

Dies ist als normale Konsolidierung zu sehen, die allerdings nicht zu dynamisch erfolgen sollte, andernfalls diese Abwärtsbewegung in sehr viel tiefer gelegenen Regionen zum Stillstand kommen könnte. Schon Clausewitz schrieb, daß die schwierigste militärische Operation der geordnete Rückzug sei. Es scheint, als wäre das auch hier der Fall.

Solange die Marke von 8.050 Punkten nicht nennenswert unterschritten wird, ist gar nichts passiert. Etwa von diesem Punkt aus könnte dann die Aufwärtsbewegung ihre Fortsetzung nehmen. Begleitend dazu müssten sich allerdings die allgemeinen Wirtschaftsklimaindikatoren wieder aufhellen.

Die Aufwärtsbewegung wird bis zur Bundestagswahl bestehen bleiben, dafür werden die Notenbanken wahrscheinlich sorgen. Ein Anziehen der Zinsschraube ist sehr unwahrscheinlich, eher stehen Strafzinsen auf Notenbankenguthaben im Raum, um das große Geld regelrecht in den Markt zu treiben. Nach Turbulenzen sieht es derzeit nicht aus.

Grund zur Sorge wäre eher dann gegeben, wenn die wirtschaftliche Belebung in den USA überraschend stark ausfiele. Dann würde eventuell ein Zurückfahren der monetären Expansion von den Märkten vorweggenommen werden, und eine solche Reaktion könnte womöglich nach Europa überschwappen. Aber noch ist es nicht soweit.

DAX Update 06.06.2013

Tokay

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