Hari Live Stream 18.05.21

Bessere Zeiten voraus? ZH2

Mir gefällt wie der Markt die Rally von Donnerstag und Freitag nun seitwärts abkonsolidiert, Abgabedruck scheint nicht mehr da zu sein und das erhöht die Chancen, dass die traditionell starke Woche nach Pfingsten und vor dem "Memorial Day" die Kurse dann auch weiter nach oben bringt.

Das ist jetzt so ein Environment, in dem ich auf der Tradingseite hier und da wieder einen Zeh ins Wasser stelle, nachdem ich in den letzten Wochen wenig gemacht habe. Viel wird es aber auch nicht sein, weil ich in den Pfingstferien mal etwas Abstand vom Markt gewinnen will.

Steigende Immobilien-Preise in der Provinz

Der folgende (derzeit noch frei lesbare) Artikel der FAZ thematisiert etwas, was mich wie sie wissen wenig überrascht, weil ich immer in die Richtung argumentiert habe:

-> Jetzt wird die Provinz teuer <-

Praktisch alle Treiber die derzeit auf den Immobilienmarkt einwirken erzeugen Preisdruck, die Politik mit ihren diversen sinnfreien Aktionen erst recht, denn in einem reflexiven System verringert jegliche Restriktion das Angebot und erhöht damit das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage.

Dass nun auch die Preise in der Provinz steigen, während sie in den extremen Ballungsräumen vielleicht langsam Plateaus erreichen, die durch die Zahlungsfähigkeit begrenzt sind, ist eine absehbare Entwicklung die ich schon oft thematisiert habe.

Dabei machen viele Familien die gerne ein Häuschen hätten auch den Fehler des Ankereffektes, denn das Gefühl ob etwas "billig" oder "teuer" ist, ist eben höchst subjektiv und hängt vom Vergleichsniveau ab.

Objektiv sind die Preise aber in vielen Räumen der "Provinz" in Deutschland noch eher niedrig und unproblematisch, auch wenn sie auch da gegenüber dem Tiefpunkt schon locker um 50 oder 80% gestiegen sind, das aber von *sehr* niedrigem Niveau!

Diese Referenzpreise in den Köpfen, die ja gerademal 5 oder 10 Jahre zurückliegen erzeugen dann das "Teuer-Gefühl", das aber vor allem mit dem Ankereffekt zu tun hat, denn jemand der an Preise in Ballungsräumen gewohnt ist, empfindet den gleichen Preis als "saubillig" und hat relativ gesehen ebenso Recht!

Ich vermute stark, dass man in 10 Jahren von jetzt auch in der Provinz zurückschauen und sagen wird: Mein Gott waren die Preise damals 2021 noch billig. 😛

In einem Punkt gebe ich dem Artikel aber gar nicht Recht, da wissen sie auch schon wie ich denke. Das ist der Satz hier am Ende:

Ob das neue Interesse eine echte Trendwende zugunsten des ländlichen Raums ist, da sind sich die Fachleute uneins. Während Immobilienökonom Simons davon überzeugt ist, glaubt Stadtplanerin Doehler-Behzadi nicht an eine Umkehr. „Am großen Trend zur Verstädterung ändert sich nichts. Der ländliche Raum schrumpft nur langsamer.“

Ich halte die Sicht der Stadtplanerin Doehler-Behzadi für zu linear, schlicht und nicht weit genug gedacht und das hat mit der disruptiven Entwicklung zu tun, die ich hier beschrieben habe und die auch den ÖPNV in der heutigen Form obsolet machen wird:

-> 2050: Das Ende des ÖPNV – Resistance is futile! <-

und

-> Lassen sie uns mal über 2021er Trends plaudern <-

Zitat:

Passend zum letzten Punkt erwarte ich dass die Immobilienpreise hier in Mitteleuropa im grünen Speckgürtel um die wirtschaftlichen Zentren deutlich weiter steigen, während die Toplagen in den städtischen Quartieren eher stagnieren und die richtig ländlichen Regionen nicht übermässig profitieren. Das liegt daran, dass die Menschen durch Covid den Wert von Grün um sich und Lebensraum hautnah erlebt haben. Der Wunsch nach mehr Quadratmetern wird dadurch getrieben, ist aber in den Städten nicht bezahlbar, schon alleine das abgetrennte Arbeitszimmer sorgt dafür, ebenso wie der Wunsch vom Homeoffice aus einen Spaziergang durch den Wald machen zu können. Davon profitiert zunächst das grüne Umland der Ballungszentren, die immer weiter in die Umgebung hinausgreifen, da die Menschen immer noch an den festen Arbeitsplatz gebunden sind, der sich in den Ballungszentren findet, aber durch weniger Pendeln auch weitere Entfernungen auf sich nehmen können. Erst später mit dem autonomen Fahren und weiterer technischer Entwicklung im Sinne VR, wird sich das auflösen und dann auch wirklich ländliche Regionen zum Wohnort der arbeitenden, gebildeten Eliten werden, die das Leben auf dem Land als Ausgleich zum Job schätzen.

Man kann sich länglich darüber streiten, wie schnell wir die Entwicklung zum (halb-)autonomen Fahren in Mitteleuropa hinbekommen, in den Zeiträumen die aber für eine Immobilien-Investition einer Familie relevant sind - also 10-30 Jahre - wird das aber defintiv Thema werden und das Spiel völlig verändern.

Wenn man nicht mehr fahren muss, sondern im "fahrenden Büro" arbeiten kann, werden Entfernungen "zur Arbeit" in der jetzigen Form keine Rolle mehr spielen und immer mehr Menschen da wohnen können wo sie wollen, auch wenn ihr Arbeitgeber vielleicht Büros im Ballungszentrum hat.

Sicher werden Städte immer noch für viele - gerade jüngere - Menschen interessant sein, weil es eben Städte sind in denen man leicht mit anderen zusammenkommt und die voller Bars, Cafes, Museen etc sind. Städte werden nicht unattraktiv und sind weiter Orte der Begegnung.

Aber es gibt heute sicher 30% der Population der "Städter", die da *nur* sind, weil ihr Arbeitsplatz in der Nähe ist, die also in der Nähe der Großstadt sein *müssen*, nicht aber weil sie da sein *wollen*. Und die brauchen das irgendwann nicht mehr, wenn sie arbeitend ohne Stress zum Meeting rollen können, dann sind auch 100km kein Problem mehr.

Alleine diese geschätzten 30% werden, wenn sie in die Provinz strömen weil es da schön ist, zu massiv steigenden Preisen führen. Dann wird immer noch nicht das infrastrukturlose Dorf profitieren, wo sich "Fuchs und Hase gute Nacht sagen", aber sehr wohl die Kleinstadt in der "Provinz", die durchaus einiges bietet.

Lange Rede kurzer Sinn, wer heute in einer reizvollen Kleinstadt der "Provinz" kauft, fernab der Ballungszentren und der Großkonzerne die gerne immer alle im gleichen Raum sind, aber eben in schöner Landschaft und mit gewachsener Infrastruktur der Kleinstadt mit viel Geschichte, der hat in meinen Augen sehr gute Chancen damit im Zeitraum 10-30 Jahre ein gutes Geschäft zu machen.

Denn der technische Fortschritt mit dem absehbar sich entwickelnden autonomen Fahren, wird diese charmanten aber heute noch ruhigen Lagen abseits der Flaniermeilen bevorzugen. Da wird die gebildete Elite gerne wohnen und ihre Kinder großziehen, die dann in ihr sauteures fahrendes Büro steigt um sich zu Kunden oder Meeting transportieren lassen - oder eben feingemacht mit dem Partner zur Oper in der Großstadt - 100km entfernt und "Kuscheln" auf dem Fahrweg als Teil des Programms.

Ich betone dass das nur meine Erwartung ist, ohne Anspruch die Zukunft zu kennen. Aber es *ist* meine Erwartung, hier bin ich recht eindeutig, weil die für mich sichtbaren Trends derzeit in diese Richtung zu konvergieren scheinen.

AT&T (T) Nachtrag ZH3

Gestern noch wurde AT&T kurz dafür gefeiert, dass sie endlich das Scheitern des Warner-Deals eingestehen und damit auch die Schuldenproblematik einer Lösung zuführen.

Da war im Markt aber noch nicht gesickert, dass auch die Dividende halbiert wird und nun sieht das so aus - AUA:

Und das ist keineswegs irrational, es ist nur erstaunlich dass der Markt einen Tag gebraucht hat, bis die Konsequenzen in ihn einsinken. Denn dass das rational ist, kann man leicht mit einer Frage beweisen:

Sagen sie mir mal, warum man AT&T im Depot halten sollte, *außer* der Dividende. Hmmm? Naaa? 😛

Es gibt darauf keine Antwort, zumindest mir fällt keine ein. Womit wieder etwas bewiesen ist, was ich schon oft wie eine Gebetsmühle gesagt habe:

Eine hohe Dividende ohne Wachstum und ohne die Aussicht auf positive Zukunft ist *wertlos* und wer sich auf solche Aktien kapriziert, wird keinen Erfolg haben.

Ein wachsendes Depot hat immer mit *Zukunft* zu tun. Eine sinnvolle und mässige Dividende kann dabei als Ergänzung die Anlage mit Sahne krönen, der Kern ist aber *immer* das beständige Wachstum, das sich dann in Cashflow, steigender Dividende, steigenden Gewinnen etc zeigt.

Twitter Wakeup ZH3

Sie wissen wie oft ich meiner Irritation Ausdruck gegeben habe, dass Jack Dorsay das wirtschaftliche Potential von Twitter nicht hebt, sondern das Unternehmen lieber als sein "Spielzeug" führt, mit dem er Einfluß auf der Weltbühne haben kann und selbst für Staatschefs ein Machtfaktor ist.

Ich habe daher auch die letzten Kursaufwallungen nicht mitgemacht, weil ich keine substantielle Änderung sehen konnte, nur Absichtserklärungen der wolkigen Art. Und das war auch gut so, Twitter ist seit Anfang März wieder wie ein Soufflé zusammengefallen.

Jetzt aber interessiert mich Twitter plötzlich und ich bin auch eine Position eingegangen.

Klar, es ist *auch* das Chart das mich interessiert, das im Daily nach einer Wende aussieht, die auch im Weekly durchaus Substanz hat:

Aber wirklich entscheidend war für mich gestern Abend dieser unscheinbare Beitrag, denn jetzt geraten die Dinge in Bewegung:

-> Twitter Blue: Abo-Modell für den Kurznachrichtendienst <-

Das ist zwar noch sehr zögerlich, es geht aber in die richtige Richtung und diese 3$ pro Monat werde ich persönlich ohne zu zögern zahlen, alleine nur um die Werbung aus meiner Timeline zu bekommen.

Nun stelle man sich mal vor, Twitter würde das machen was ich schon lange sage, nämlich den großen Accounts etwas für den Zugang zu Hundertausenden und Millionen Followern abzuverlangen, denn das *ist* ein immenser wirtschaftlicher Wert für diese Accounts - man denke nur an Trump, der wohl ohne zu zögern 1 Million$ pro Monat zahlen würde, nur um seinen Multiplikationseffekt wieder zu bekommen.

Lange Rede kurzer Sinn, bei Twitter kommen die Dinge wirklich in Bewegung. Zusammen mit der charttechnischen Ausgangslage ist das für mich wieder taktisch attraktiv.

Aktien des Tages ZH3

CVS Health (CVS)

Und hier das Monthly als Ergänzung:

Zoom Video (ZM)

Wir haben heute viele Rebounds stark verprügelter Aktien, die ein Chartbild haben, das durchaus der Beginn einer Wende sein *könnte* (Konjunktiv) aber noch keine wirklich überzeugenden Signale hat, dass es das auch wirklich *ist*:

Hier das Weekly als Verdeutlichung was ich meine:

Für mich sind das Beobachtungsfälle, die Abwärtstrends sind intakt und insofern besteht hier kein Handlungsbedarf. Aber wenn hier weitere Stärke folgen sollte, können die Trends auch schnell drehen und dann wird es interessant.

Plug Power (PLUG)

PLUG ist ein weiteres Beispiel wie ZM oben, der Abwärtstrend intakt und doch die Chance im Raum, dass sich da jetzt was dreht:

Illumina (ILMN)

Und noch so ein Fall, dieses Mal eher als Investment denn als Trade. Es ist argumentierbar, dass der Weltmarktführer der Gensequenzierung hier genau an der mehrfach getesteten 200-Tage-Linie wieder langfristig interessant wird:

Und Weekly:

Deere (DE)

Bei Deere wäre ich jetzt zunehmend vorsichtig, die Aktie erscheint mittelfristig auserzählt.

Sicher ist der Aufwärtstrend noch aktiv und es *kann* durchaus noch eine Etage hoch gehen, ich zeige ihnen aber mal alle drei Zeitebenen, die für mich eher von steigenden Risiken künden:

Weekly:

Monthly:

BofA Fund Manager Survey May 2021

Es ist mal wieder Zeit für den monatlichen Fund Manager Survey, hier ein paar Ausschnitte die wie immer bei Twitter herumgeistern:

(1) Die Tech-Allocation der Fund-Manager ist historisch niedrig, eher ein Kontraindikator, dass die großen Abgaben hinter uns liegen. Siehe -> hier <-:

(2) Die Erwartungen an Growth sind in einem nicht unproblematischen Quadranten, aber Vorsicht, das ist *kein* kurzfristiger Timing-Indikator. Siehe -> hier <-:

(3) Die Fund Manager sind klar overweight in zyklischen Aktien - wenig überraschend in der Marktperformance zu sehen. Aber wer schon gekauft hat, fällt als Käufer in Zukunft aus. Siehe -> hier <-:

Schwieriger Tag ZH3

Auch wenn die Chancen für bessere Zeiten voraus durchaus da sind, ist der heutige Tag weiter schwierig und diffus. Das war für diese Woche, die auch die OpEx beinhaltet durch erwartbar, solange der Markt jetzt aber seitwärts eiert, verbessert das eher die Ausgangslage in die Folgewoche.

Im NASDAQ sehen wir dieses Bild im Daily auch, das kann von hier durchaus noch eine Etage tiefer gehen, je länger das aber so hält, desto mehr setzt sich die Interpretation eines Trendtiefs durch, denn noch haben wir hier höhere Tiefs und Hochs:

Insofern gibt es auch heute für mich wenig im Markt zu tun und ich rechne damit, dass sich das diese Woche nicht mehr ändert.

Damit schliesse ich, wir lesen uns morgen Nachmittag wieder.

Es wäre toll wenn sie auch ein paar Ausflugsziele zu den -> Geliebten Orten <- beisteuern könnten, Pfingsten nähert sich mit Macht.

Ihr Hari

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*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Warum Aktien „sicher“ sind!

Deutschland ist ein Land der Festgeld-, Lebensversicherungs- und Immobilien-Fans, die Aktienkultur im Land ist dagegen völlig unterentwickelt. Dabei sind Aktien nach meiner Erfahrung das beste Asset, um langfristige, zuverlässige Wertsteigerung zu erhalten. Wenn in Deutschland die Vermögensschere immer weiter aufgeht, hat das auch mit dieser unsinnigen Fixierung breiter Bevölkerungsschichten auf vermeintliche "Sicherheit" in Zinsanlagen zu tun.

Und der wesentliche Grund für diese Verzerrung, ist die - völlige verfehlte - Wahrnehmung, dass diese obigen, anderen Anlageformen ja "sicher" seien, die Anlage in Aktien dagegen aber "unsicher".

Viele versuchen dagegen anzuschreiben, man erreicht die Mehrzahl dieser Menschen aber nicht, selbst nicht in Zeiten von Minuszinsen und Enteignungsdebatten, in denen es keinen Zins mehr gibt und Immobilien-zur-Geldanlage-Besitzer zu "bösen Spekulanten" gemacht werden, die man auf diverse Art und Weise gängeln und am Ende enteignen kann.

Zuletzt habe ich im Artikel -> Aktien sind unsicher und die Welt ist eine Scheibe <- sarkastisch dagegen angeschrieben, heute will ich das wieder tun.

Und ich will es mit (hoffentlich) eindrucksvollen Übersichten tun, die gerade die Mehrheit der Aktienverächter mal unbedingt sehen sollten.

Meine Bitte an Sie als aktienaffine Leser ist also, diesen Artikel zu streuen. Wenn Sie da einen Freund oder Bekannten haben, der mit dem "Aktien sind so unsicher" Argument daher kommt, dann geben Sie ihm/ihr diesen Artikel bitte mal zu lesen.

Zunächst einmal schauen wir mal, wie sich Aktien wirklich langfristig entwickeln. Der einzige Index, den es genau so schon über 100 Jahre wirklich gibt ist der DOW und so wähle ich mal diesen zur Visualisierung, auch wenn ich mir -> der Mängel wohl bewusst bin <-.

Hier ist der DOW über mehr als 100 Jahre in logarithmischer Darstellung. Alle folgenden Chart sind "klickbar", man kann sie also vergrößern:

Beeindruckend, oder? Wir sehen die drei großen Korrekturphasen, in denen in Summe nicht so viel zu holen war und wir sehen mit einem Blick, was das für die aktuelle Lage impliziert.

Und nun frage ich Sie:

Ist eine Investition, die trotz Weltwirtschaftskrise, 2. Weltkrieg, Koreakrieg, Kaltem Krieg, Vietnam, Internet-Blase und Lehman über 100 Jahre so eine Entwicklung genommen hat, nun "unsicher"?

Merken Sie, wie Sie von kurzfristigen Ängsten davon abgehalten werden, langfristig das Richtige zu tun?

Sie können ja mal spasseshalber ausrechnen, was daraus geworden wäre, wenn Ihre Eltern bei Ihrer Geburt 10.000 $ für Sie investiert hätten.

Und bitte bedenken Sie, in der Darstellung fehlt die Wirkung der Inflation und die Dividenden, die noch oben auf die Kursgewinne darauf kommen. In Summe gleichen sich beide Effekte mit 2-3% pro Jahr ungefähr aus, weswegen die obige Darstellung ein getreues Abbild der wirklichen Vermögenssteigerung ist.

Wir halten also fest, eine langfristige Investition in den DOW - oder andere große Aktienindizes - hätte zu erheblichen, objektiven Wohlstandsgewinnen geführt, die weit über einen reinen Inflationseffekt hinaus gehen. Und diese Entwicklung wird trotz diverser Dellen so weiter gehen.

Der Grund dafür ist etwas, was keine Zinsprodukte, kein Gold und keine Immobilien leisten können. Denn mit einer Investition in Produktiv-Vermögen wie Aktien, nimmt man an den Wohlstandsgewinnen Teil, die durch Innovation und Fortschritt geschaffen werden. Und diese sind erheblich, vergleichen Sie mal das Leben vor 100 Jahren und heute!

Wirtschaft ist eben kein Nullsummenspiel und die in der aktuellen Weltuntergangsszene beliebte Geschichte von den Grenzen des Wachstums, beruht auf einem völligen Unverständnis und begrenztem "First-Level-Thinking", worum es bei Wachstum wirklich geht - denn das kennt faktisch keine Grenzen.

Selbstverständlich sind bestimmte Resourcen der Erde begrenzt, ein einfaches Beispiel ist Öl. Und selbstverständlich kann man das nicht unbegrenzt verbrennen und selbstverständlich sind damit "Grenzen" da, ebenso wie bei sauberer Luft und frischem Wasser. Auch das Bevölkerungswachstum muss begrenzt werden, der Planet hat nicht unbegrenzt Platz.

Das ist aber eine Binsenweisheit und hat mit Wirtschaftswachstum nur dann zu tun, wenn man wie ein Nomade und Ureinwohner denkt, für den die Resourcen damit aufhören, dass er alle Büsche in der Umgebung abgepflückt und alle Wildtiere in der direkten Umgebung geschossen hat.

Die sogenannnte Weissagung der Crow im Sinne "Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann“ ist keine Weisheit, sondern die beschränkte Weltsicht von Nomanden und Ureinwohnern, die Innovation und Fortschritt nicht kennen und in ihrer begrenzten, statischen Gedankenwelt leben.

Denn Innovation und Forschritt sind faktisch unendlich, zwar durch die Gesetze des Universum begrenzt, aber von denen sind wir so weit entfernt, wie eine Kuh von einer Mondreise, weswegen es für die Menschheit aktuell keine fühlbaren Grenzen des Fortschritts gibt.

So kann und wird Öl durch andere Energieformen ersetzt werden und Wasser kann gereinigt und wieder aufbereitet werden. Heute noch notwendige Stoffe wie Kobalt, werden durch billige Ersatzstoffe ersetzt werden und heute vermeintlich Alternativloses, wird ebenso nutzlos werden, wie Pferde-Droschken mit Einführung des Automobils. So war es seit dem Beginn der Aufklärung und so wird es weiter sein, außer wir wollen freiwillig wieder wie die Ureinwohner leben.

Resourcen sind natürlich absolut begrenzt, die Innovation und der Fortschritt aber nicht. Und am Ende stehen bessere Verfahren und Methoden, die weit effektiver funktionieren als Pferdekutschen und deshalb kennt Wirtschaftswachstum prinzipiell keine Grenzen - weil es Innovation gibt. Das zu verstehen, erfordert aber systemisches "Second-Level-Thinking", die Welt und der Fortschritt sind mehrdimensional und nicht statisch.

Und Aktien sind als Anteile an forschenden und sich entwickelnden Unternehmen das Anlagevehikel der Wahl, um an diesem Fortschritt und seinen daraus resultierenden Wohlstandsgewinnen Teil zu haben. Und deshalb sind Aktien langfristig allen "statischen" Anlageformen überlegen.

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Zur Sicherheit im Armageddon


Im Forum habe ich -> hier nach neuen Themen für Lehrer Bömmel gefragt <-. Eine Frage war wie folgt:

Hari, auf Deinen aktuellen Artikel bei Tichy gab es einen Leserkommentar mit einer Fragestellung, die mich auch sehr interessieren würde. Es ging dort um "Qualitätsaktien im Krisenfall", mich würde aber auch im Normalfall interessieren:

Wo sind eigentlich meine Aktien? Wer hat die in welcher Form? Wie komme ich an meine Aktien? Wo ist mein Anspruch verbrieft? Zitat: "Was passiert mit unseren Forderungen in einer Krise? Leider sind es doch nur Forderungen, denn fast niemand von uns hat doch seine Aktien in realer Papierform, im Original, als Urkunde im Safe zuhause liegen, ja nicht einmal die Bank hat die Aktien in physischer Form in ihrem Safe"

Was nützen mir gute Aktien ("Qualität, Qualität, Qualität"), wenn diese nur eine Zahl und ein Textbaustein in meiner DiBa-App sind?

Wichtiger Punkt und ja, ich habe diesen Kommentar zu -> meinem Artikel <- auch gesehen und halte ihn für im Kern richtig, aber trotzdem für wenig hilfreich und die Anleger auf die falsche Fährte lockend. Und das will ich heute erklären. Hier ist er:

Zitat von Hari: „Und da sind wir auch gleich bei der Qualität, denn in der Krise wird sowieso alles massiv fallen – wirklich alles – , darauf müssen wir uns einrichten. Die Frage ist also nicht, was wie stark fällt, sondern was nach der Krise noch die Chance hat, zu stehen und wieder an Wert zu gewinnen. “

Kommentar: Was ist aber nach der Krise mit den „Qualitäts-Aktien“? Wo sind die überhaupt? Wer hat sie? Wo liegen sie? In welcher Form? Wer hier im Forum hat seine Aktien zuhause? Also ich habe keine daheim. Hari, haben Sie Aktien daheim? Die Wahrheit ist doch, nicht einmal die Bank hat unsere Aktien. Die Aktien stehen lediglich als Stückzahl in irgendeinem Verwahrbuch. Das Ganze nennt sich Buchverwahrung.
Glaubt irgendwer, eine Forderung gegen die Depotbank hätte nach der Krise noch irgendeinen Wert? Gibt es die Depotbank noch? Und wenn ja, wer beschafft uns die Aktien? Dieser Punkt wird überhaupt nicht thematisiert. Was passiert mit unseren Forderungen in solch einer Krise? Leider sind es doch nur Forderungen, denn fast niemand von uns hat doch seine Aktien in realer Papierform, im Original, als Urkunde im Safe zuhause liegen, ja nicht einmal die Bank hat die Aktien in physischer Form in ihrem Safe. In den Krisen zuvor, in den 20er Jahren hatten Aktionäre ihre Aktien als Urkunden daheim im Safe. Die haben mitunter ihren Wert bis nach der Krise behalten. Aber doch nicht anno 2018. Wir spielen in einem Casino mit virtuellen Werten, die wir nie real gesehen haben. Leider ist das so. Ich will Antworten von Euch!

Zunächst einmal, der Autor hat von Details abgesehen in der Kernaussage Recht. Er hat aber nicht nur Recht für Aktien und das ist sehr wichtig zu verstehen, er hat Recht für unser ganzes Leben und deshalb hat er wieder Unrecht mit seiner Argumentation gegen Aktien.

Denn wir müssen immer zwei Arten von Krisen unterscheiden. Eine Systemkrise wie Lehman, in der das System wackelt aber nicht kippt. Und ein "Armageddon", also eine Krise, in der unsere Gesellschaftsordnung zerfällt.

Wenn Letzteres passiert und im schlimmsten Fall auch noch der Strom weg ist, steht alles in Frage, da unser ganzes Leben weitgehend digitalisiert und von Datenbanken abhängig ist.

Da wird von ETF Anlegern argumentiert, dass diese ja "sicher" seien, weil die ja "Sondervermögen" seien. Im Falle Armageddon Quatsch. Um an Sondervermögen in Irland zu kommen, braucht man ein funktionierendes Rechtssystem über Ländergrenzen hinweg. Es braucht noch nicht einmal ein "Armageddon" um das in Frage zu stellen, schon der Zerfall der EU dürfte genügen, dass man an Sondervermögen in Irland nicht mehr so einfach kommt.

Da wird von Immobilien-Besitzern argumentiert, dass diese ja "sicher" seien, weil es ein Grundbuch gäbe in dem der Besitz dokumentiert ist. Stimmt, noch sind die Grundbücher auf Papier, aber auch das ändert sich. Und wenn die Grundbücher mal digital sind, gilt das Gleiche wie zu Aktionärsverzeichnissen.

Im Falle "Armageddon" aber, wenn die gesellschaftliche Ordnung nicht mehr funktioniert, funktionieren aber auch bei einer Immobilie Gerichte nicht mehr, die dann nach 3 Jahren Recht sprechen. Dann gilt das Faustrecht, dem man nur mit Schrotflinte und scharfem Schäferhund begegnen kann. Und solches Faustrecht in Sachen Immobilien gibt es doch heute schon, was sind denn Hausbesetzungen der linken Szene anderes? Und bekommt man diese Hausbesetzer mit heutigem Rechtssystem schnell raus? So viel zur Sicherheit von Immobilienbesitz im Falle "Armageddon". 😉

Da wird von Rentenbesitzern argumentiert, dass die Rente ja sicher sei. Ja stimmt, solange wir eine staatliche Ordnung und Demokratie haben. Danach nicht mehr.

Und Ansprüche aus Lebensversicherungen? Ich bitte Sie, die sind auch nur elektronisch in Computern und im Falle von Armageddon zusammen mit den Versicherungs-Unternehmen schlicht weg.

Da wird von Gold-Besitzern gerne argumentiert, dass das ja "sicher" sei, weil man das physikalisch habe. Naja, wenn das Faustrecht gilt, ist es vor allem die Frage wie lange man es hat. Ein Revolver am Kopf verändert da schnell die Vermögensverhältnisse, schneller als bei Konten bei Banken.

Und es ist extrem fraglich, ob in so einer Situation wirklich jemand Gold haben will. Denn wenn es darum geht genügend Essen zu finden und seine Familie zu schützen, hat Gold nur dann Wert, wenn man daran glaubt, dass die Situation temporär ist - wie 1945-1947 nach dem Krieg. Wenn dieser Glaube aber nicht da ist, ist Gold nur totes, nutzloses Metall und die "Währung" sind dann eher Steckrüben, Zigaretten und alles was man Essen und im kalten Winter verheizen kann.

Ich könnte weiter machen, ich denke Sie wissen worauf ich hinaus will. Der Kommentator hat also Recht und leitet die Anleger trotzdem in die Irre. Denn wenn der Zustand eingetreten ist, dass elektronische Aktionärsverzeichnisse nichts mehr wert sind und auch juristisch nicht mehr durchgesetzt werden können, haben wir noch schlimmere Probleme und unser Aktienbesitz wird uns eher peripher berühren, weil wir Hunger und Angst um unser Leben haben.

Das ist der Fall Armageddon. Es gibt keine Sicherheit im Falle Armageddon, schon gar nicht bei Geldanlagen. Und das ist kein Spezialproblem von Aktien wie der Kommentar impliziert. Am Besten geht es in so einer Phase einem Bauern mit viel Land zum Anbau von Nahrung und vielen scharfen Hunden zur Bewachung des Landes.

Lassen wir den Fall des grossen Armageddon also mal beiseite, den singulär aus Aktiensicht zu betrachten, führt nicht weiter. Es gibt keinen Nachteil von Aktien im grossen Armageddon, sie werden vielmehr ebenso wertlos, wie praktisch alle anderen Anlageformen.

Betrachten wir mal die neue Systemkrise ala Lehmann, in der das System wankt aber erhalten bleibt. Ein kleines Armageddon eben. Dann kann es immer noch schwierig werden, juristische Ansprüche über Ländergrenzen hinweg durchzusetzen.

Genau dieses Thema habe ich hier schon 2016 adressiert und zwar in -> Armageddon <-. Wobei damit eben nicht das grosse Armageddon wie oben gemeint ist, sondern eine kleinere Variante, ein neues, schlimmeres Lehman, nach dem die Welt Jahre braucht um wieder zur Normalität zu finden. Bitte lesen Sie das mal!

Und wenn Sie das gelesen haben, kennen Sie auch meine Antwort: Namensaktien die im -> Aktienbuch <- von der Aktiengesellschaft geführt werden. Was konkret heisst, erklärt -> dieser Artikel ganz gut <-. Im angelsächsischen Raum sind Namensaktien Standard.

Fazit:

Der Autor des Kommentars hat generell Recht, mit seinem negativen Fokus auf Aktien aber gerade Unrecht. Das Problem der digitalen Speicherung von Besitz existiert generell, wenn man darauf achtet Namensaktien von Weltkonzernen zu besitzen, ist man relativ gesehen noch am Besten dran.

Klar, wenn der Dienstleister Clearstream nicht mehr existiert und die Allianz vergessen hat, dass wir Aktionär waren, bleiben nur gedruckte Kontoauszüge vor einem Gericht, falls es das dann irgendwann mal wieder gibt.

Aber immerhin, die Gesellschaft Allianz weiss in allen sonstigen Fällen direkt, dass wir Aktionär sind - im Gegensatz zu Inhaberaktien.

Und nun sagen Sie mir mal was hätten Sie lieber im Falle eines kleinen Armageddon, im dem das Finanzsystem und der Euro zerbricht, die lokale staatliche Ordnung mit Strom und Polizei aber erhalten bleibt.

Hätten Sie dann lieber einen ETF, dessen Anteil an einem in Irland liegenden Sondervermögen Sie dann in Irland "irgendwo" geltend machen müssen, insbesondere wenn der ETF-Anbieter selber nicht mehr operabel ist.

Oder hätten Sie dann nicht doch lieber die Namensaktie von Allianz oder Apple, bei der die Unternehmen Sie als Aktionär direkt mit Anschrift kennen und selbst wenn Clearstream abnibbelt, vielleicht ja doch eine ältere Kopie des Aktionärsbuches haben?

Ich weiss schnell, was da meine Präferenz wäre und deshalb ist der Kommentar im Ergebnis falsch. Er macht an der falschen Stelle Angst, denn alle anderen Anlageformen sind nicht besser, Und er erzeugt eine unberechtigte "Sicherheit" bei physikalischem Besitz, die leicht mit einem Revolver ausser Kraft zu setzen ist und in einem Zusammenbruch der staatlichen Ordnung auch wird.

Das ist übrigens der absolut zentrale Gedankenfehler, den alle Goldbugs machen, die den Gedanken an die physische Verfügbarkeit zur alleinigen Monstranz erheben. Denn genau dann, wenn der Fall eintritt, gegen den sich diese Menschen schützen wollen, wird niemand mehr da sein, der sie gegen Raub und Diebstahl schützen kann - ausser die eigene Knarre immer am Mann und auch das nützt nur begrenzt gegen gut organisierte Banden.

Wer früher mal Western gesehen hat, weiss was ich meine. Das war eine Zeit in der die Sicherheit nicht staatlich garantiert wurde. Nun stelle man sich mal eine einsam gelegene Farm vor, deren Farmer dann mitten in einer Hungersnot in die Kleinstadt mit Goldpulver kommt und damit Nahrung bezahlt. Was glauben Sie wohl, was innerhalb des nächsten Monats auf der Farm passiert wäre, wenn durch den Kauf mit Gold jeder weiss, dass da was zu holen ist? Wie viel hat dann also phyischer Besitz genützt?

In der schlimmen Krise, vor der die Angst haben, die in Massen Gold horten, ist physischer Besitz gerade nicht sicher, sondern ein Risiko, das man permanent mit Gewalt verteidigen muss. Hinterlegte Besitzansprüche an Konzernen, die es nur dann nicht mehr geben wird, wenn die Steinzeit dauerhaft zurück kommt, erscheinen mir da relativ gesehen noch "am Sichersten", auch wenn es absolute Sicherheit natürlich auch da nicht gibt.

Ihr Hari

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

Zwangshypothek die Dritte



Guten Abend!

Ich würde Ihnen ja gerne bessere Nachrichten bringen, insbesondere da unter den Mitglieder sicher sehr viele Immobilienbesitzer sind, aber ich kann es Ihnen nicht ersparen.

Treue Leser wissen, dass ich persönlich immer eher zögerlich gegenüber Immobilienbesitz abseits der eigenen vier Wände war, weil es neben den bekannten Problemen Vermieter überhaupt zu sein, in der Geschichte immer wieder das Prinzip der Zwangshypothek gegeben hat wenn es eng wurde. Bei uns in Deutschland im letzten Jahrhundert zweimal und beides waren faktisch Enteignungen, egal wie euphemistisch man das begründete.

Einmal 1923 zur Hyperinflation, einmal 1948 nach dem Krieg, diese Hypothek musste über das "Lastenausgleichsgesetzt" dann ab 1952 abgestottert werden und war faktisch eine Art Zusatzsteuer. Wer glaubt, dass das durch den Schutz des Eigentums und damit durch das Grundgesetz verhindert sei, irrt leider. Dort heisst es in § 14 Abs. 2, dass Eigentum verpflichtet und sein Gebrauch zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen soll und in Abs. 3, dass eine Enteignung nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig ist. Merke, sie *IST* grundgesetzlich zulässig und was "zum Wohle der Allgemeinheit" ist, definiert die Regierung wie alle Gummibegriffe.

Ich will damit keine Grundsatzdiskussion um das Für und Wider von Immobilien entfachen, der eine hat halt den einen Schwerpunkt, der andere den anderen, das ist doch in Ordnung. Und es gibt ja auch gute Argument für Immobilien und schlecht damit gefahren ist der Anleger damit in den letzten Jahren ja auch nicht - insbesondere dank der EZB Politik. Intelligenter als das Geld auf dem Konto oder in einer Lebensversicherung zu haben, war es ganz sicher.

Ich erzähle Ihnen das heute nur, weil die Denkfabrik des französischen Premierministers wie folgt -> laut Handelsblatt <- in die Öffentlichkeit geht:

Zweitens könnte eine außergewöhnliche Steuer auf Immobilienkapital anfallen. Damit könnte gar eine teilweise Enteignung stattfinden. Ein verschuldeter Staat soll Eigentümer eines Teiles der Bauflächen werden, dafür würde dann eine jährliche Steuer anfallen. Will ein Eigentümer nicht jährlich zahlen, würde der Abschlag bei einem Verkauf oder einer Erbschaft abgerechnet werden. Hintergrund dafür: Während die Staatsverschuldung im Vergleich zum BIP immer weiter gestiegen ist, ist auch der Wert des Eigentums im Vergleich zum BIP immer höher geworden.

Genau das war zu erwarten. Die Begründung ist vor allem typisch: "ist auch der Wert des Eigentums im Vergleich zum BIP immer höher geworden." Auf gut Deutsch, man hat ja davon profitiert, dass der Staat das Steuergeld in den Staatsapparat hinein verschleudert hat. Reiner Hohn ist das, es wird die Politik aber nicht davon abhalten, ihren Arsch und ihre überhöhten Pensionen so zu retten.

Nun wird natürlich dementiert werden und so getan werden, als hätte die Regierung damit nichts zu tun. Von diesen Laienspielen sollten man sich aber nicht beeindrucken lassen. So etwas wird nicht ohne Konsent aus der Nähe des Premierministers publiziert, schon gar nicht in Frankreich.

Das ist ein klassischer Testballon, wie er gerne mal gesetzt wird, um "ungehörige" Ideen in die Welt zu setzen und den Verantwortlichen trotzdem die Chance zur Distanzierung zu geben. Wenn die Reaktion dann verheerend ist, distanziert man sich. Ist sie es nicht, greift man es auf. So funktioniert Politik, von hinten durchs Auge sozusagen.

Ich bin recht sicher, dass das Thema kommt. Auch in Deutschland, sobald die Schulden hier mehr drücken. Das berühmte "der Oma ihr Häuschen" wird man ausnehmen, man will ja nicht seine Wähler in Breite treffen. Vielleicht ist die selbstgenutzte Immobilie auch ganz aussen vor. Aber der gewerbliche Immobilienbesitzer, der wird "dran" sein.

Übrigens, bei Firmen wird man das mit Zwangsabgaben auf den Firmenwert nicht so schnell machen. Die Folgen wären Überschuldung, Verlust von Arbeitsplätzen usw und das will die Politik dann auch nicht. Immobilien können aber nicht weglaufen und eine Zwangshypothek ist ja erstmal eine Buchung, die keine Liquiditätswirkung entfaltet. Das ist das ideale Ziel des Staates, der seine eigene Party von anderen aufräumen lässt. Es war wie gesagt schon zweimal so, die Nummer drei kommt, davon gehe ich fest aus.

Und wenn Ihnen jetzt schon schlecht ist, dann lesen Sie weiter im Artikel:

Eine dritte Lösung wäre es, dass die EZB einen Teil der Schulden der Mitgliedsländer aufkauft.

Was soll ich dazu sagen? Wie oft habe ich das schon gesagt, dass das auch passieren wird? Manchmal ist die Welt sehr vorhersehbar.

Es ist einfach Faktum, dass schon heute die Staatsschulden nicht mehr zurückzahlbar sind. Deutschland könnte es noch als einer der wenigen Staaten in der Eurozone, aber nur wenn man nun die D-Mark sofort wieder einführen würde und die in Euro aufgenommen Staatsschulden natürlich in Euro (den es dann ja formal weiter gibt) bedienen würde. Da die D-Mark locker 40% zum Euro aufwerten würde, wäre das faktisch eine Schuldenreduktion für Deutschland.

Das ginge rein technisch sicher, hätte aber auch massive Kollateralschäden zur Folge. Nicht nur den Anpassungsschock der Wirtschaft, sondern auch weil irgendwer diese Staatsschulden in Euro ja hält, die dann massiv im Wert absacken, wenn Deutschland die Eurozone verlässt. Und wer die hält sind eben auch Bürger und Versicherungen. Bei der Wahl zwischen Syphilis (drin bleiben) und Tripper (raus gehen), wäre Tripper aber im Saldo wohl die weniger schmerzhafte Lösung, auch weil dann ein Ende mit Schrecken und ein Neuanfang kommt, ab dem man nach vorne schauen kann.

Aber die Südländer der Eurozone und auch Frankreich? Vergessen Sie es, nie im Leben werden die ihre Schulden wirklich bedienen und nicht nur refinanzieren. Und entweder geht man nun ganz schnell aus dem Euro-Verein raus, oder man wird Teil dieser Mechanismen sein. Mechanismen die natürlich alle mit weisser Salbe im Sinne "Solidarität" beschmiert werden dürften. Wir sollen uns also gut dabei fühlen, wenn schon unsere Tasche geleert wird. Ich finde "Solidarität" ja auch ganz toll, aber nicht wenn andere vorher das Geld ausgeben, dass ich dann "solidarisch" bezahlen darf. 😉

Alles klar Leute?

Aber etwas Erschreckendes habe ich doch auch noch. Wir haben bei Trump ja schon viel ertragen. Die letzten bizarren Sätze zum IQ-Test mit Tillerson lassen nur fassungslos die Augen verdrehen, dass es solche Typen in solche Ämter schaffen.

Wäre ich Tillerson wäre das der Moment, wo ich offensiv auf das Angebot eingehen würde und parallel meinen Rücktritt einreiche, nicht ohne natürlich schon einen Terminvorschlag für einen Test bei der -> Mensa <- öffentlich via Medien zu machen. 😉 Früher wäre das die Entsprechung der Aufforderung zum Duell gewesen, etwas was nur Unehrenhafte ablehnen würden. Ich bin sicher, Trump würde sich trotzdem herauswinden wollen. Grosse Schnauze - nichts dahinter, hiess das früher auf dem Schulhof.

Dumm nur, dass dieser "Honk" Atomraketen hat. Und dumm, dass Tillerson wohl so staatstragend denkt, dass er sich zum Wohle des Landes einbinden lässt, um zusammen mit anderen Trump weiter zu containen. Wenn das die Motivation ist und das gelingt, hat er nach den 4 Jahren - wie auch die Generäle Mattis, Kelly und McMaster - die "Medal of Honor" verdient. Ich sage ganz ehrlich, ich könnte das nicht, mich so zum Wohle des Staates permanent unter einen derartigen "Honk" unterordnen, den ich nicht respektiere. Meinen Respekt hat Tillerson dafür, wenn das wirklich seine staatstragende Motivation ist - Geld wird bei ihm nicht mehr das Thema sein.

Aber das ist ja alles noch aus der Kategorie "exzentrischer Spinner", Das hier, das ist noch schlimmer:
-> Trump denkt über Entzug der Lizenz für Sender nach <-.

Man sieht daran, dass der Mann absolut Null - Null-komma-Null - Verständnis für die Grundlagen einer freien Gesellschaft hat. Eine Gesellschaft, die ihm erlaubt hat das Leben eines Dandys zu leben und Präsident zu werden. Er denkt eindeutig in den gleichen autokratischen Kategorien, in denen auch Erdogan und Putin denken, nach denen es nur eine Wahrheit gibt, die des "grossen Führers".

An dem Tag, an dem Sender in den US die Lizenz entzogen bekommen, weil sie senden was dem Präsidenten nicht verpasst, an dem Tag ist die Demokratie dort tot. Und das gilt auch dann, wenn die Sender rund um die Uhr nur Fakenews senden, was Trump ja auch hervorragend kann. Man kann nur hoffen und beten, dass die US-Institutionen stark genug sind, diese menschliche Abrissbirne zu überleben. Absolut gruselig!

Tja, wenden wir uns dem Markt zu.

Irgendwie ist der in seiner ganz offen ausgetragenen Gier doch unglaublich ehrlich im Vergleich zu dem verlogenen Schulden-Spiel, das von der Politik gespielt wird. Wobei Trump ist auch ehrlich, der ist genau so wie er tut.

Still ruht weiter der See, soweit man die Indizes betrachtet. In dem Moment in dem ich hier gegen 17:20 Uhr diese Zeile schreibe, steht der S&P500 exakt bei 0,00%, der Nasdaq bei 0,07% Plus und der DAX bei 0,16% Plus. Wahnsinn 😉

Ich denke da ist klar, dass man kein Wort daran verlieren muss, es gibt nichts Neues zu sagen. Eine Botschaft ist damit aber erneut verbunden:

Der Charakter des Marktes hat sich nicht geändert! Es ist immer noch der korrekturlose Markt, der er schon das ganze Jahr 2017 war und das spricht für weitere Anstiege, nachdem diese Seitwärts-Phase wieder vorbei ist.

Dass der Markt völlig intakt ist, kann man ja schön auch am MDAX sehen, der Ende August eine durchaus kritische Struktur hatte, die zum Top hätte werden können. Dann hat sich das aber sauber nach oben aufgelöst und nun stehen wir wieder vor der Frage, ob eine Seitwärtsphase nun bevor steht:

Ansonsten bitte ich heute um Nachsicht. Sie wissen ja, dass ich Nachmittags meistens Tonnen an Charts zeige, heute kann ich das nicht. Ich bin sozusagen "verzweifelt" meine Listen durchgegangen, da fällt mir gerade nicht viel ein, es gibt so Tage und dann will ich nicht Dinge zeigen nur um was zu zeigen.

Na gut, einen habe ich natürlich schon. Nämlich das Schwergewicht Johnson & Johnson (JNJ), das ich Ihnen mit seiner Flagge schon in -> Schwergewichtschancen <- nahe gebracht hatte. Die dort gezeigte Flagge löst sich wenig überraschend genau wie erwartet auf:

Und auch einen Blick auf den Biotech-Sektor in Form des ETFs IBB, der wieder eine wunderbare Konsolidierung zu zeigen scheint und danach gute Chancen auf weitere Anstiege hat:

Bemerkenswert vom deutschen Markt ist dann noch der Einstieg von -> Elliott Management bei Gea <-. Ja Elliot, das ist genau der Paul Singer, der Klaus Kleinfeld bei Arconic raus geekelt hat. Das Management bei Gea dürfte nun weiche Knie bekommen, der Markt feiert schon mal im Vorfeld mit 5% Plus.

Das Chart von Gea sendet mir trotzdem noch keine klare Botschaft, es ist mir zu zerrissen und ohne Struktur:

Auch nicht gänzlich unerwartet, könnte bei RWE die Korrektur vorbei sein, das Chart mit dem bärenstarken OBV und den rhythmischen Korrekturen, indiziert diese Interpretation:

Aber das wars dann heute auch schon. Lassen wir es damit mal gut sein.

Ich wünsche einen schönen Abend, von den FOMC Minutes nachher um 20 Uhr MEZ erwarte ich nicht so viel.

Ihr Hari

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Steuern auf Licht und Luft

Marchmont Street Steuern sind was Wunderbares! Andererseits darf man bei der Planung neuer fiskalischer Folterinstrumente nicht unterschätzen, welche drastischen Manöver die Besteuerten zur Steuervermeidung teils zu unternehmen bereit sind. Ein absurdes Beispiel kam mir am Wochenende bei einem Gang durch Bloomsbury in London aufs Neue vor Augen (siehe Foto). Ich bitte um Verzeihung, falls das Thema schon allgemein bekannt sein sollte. Ich selbst war seinerzeit jedenfalls einfach baff, als man mir den Sachverhalt erklärt hat. Bei etlichen schönen alten Häusern in London sind eine Anzahl von Fenstern zugemauert. Der Grund: die Window Tax!

1696 wurde sie in England eingeführt, weil die Idee einer Einkommenssteuer damals noch nicht durchsetzbar war. Der Staat sollte das Recht haben, in den Einkommensverhältnisssen der Bürger herumzuschnüffeln? Nicht mit Engländern! Also behalf man sich mit einer Steuer, die auch von außen taxiert und erhoben werden konnte. Für jedes Haus wurden zwei Schilling pauschal fällig sowie vier Schilling für Häuser mit zehn bis zwanzig Fenstern. Bei mehr als zwanzig Fenstern waren weitere acht Schilling zu berappen. Ähnliche Regelungen gab es in Schottland und Frankreich (Impôt sur les portes et fenêtres).

Manche Steueropfer sahen keinen anderen Ausweg, als die entsprechende Zahl von Fenstern zuzumauern. Im Fall des abgebildeten Hauses in der Marchmont Street war es gar eine ganze Fassade. Kein Wunder, daß die Steuer nicht eben populär war, als eine Steuer auf „Licht und Luft“ attackiert wurde. Auch wenn bestimmte gemeinnützige Einrichtungen ausgenommen waren, insbesondere „Molkereien, Käsereien und Milchhäuser“. 1851 wurde die Steuer abgeschafft, in Frankreich anscheinend erst 1926.

Schließt sich gleich die Frage an, warum die Fenster denn danach nicht wieder geöffnet wurden. Hier versagt der kontinentale Menschenverstand. Die Leute hier mögen ihre Traditionen, im guten wie im schlechten. Irgendwie charming.

PS: Labour hat vor kurzem sein Wahlprogramm inklusive ->Steuererhöhungen<- vorgestellt.

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Aktien sind unsicher und die Welt ist eine Scheibe

Ja ich weiss liebe Leser, die Überschrift ist so provokant, dass sie schon wieder platt ist. Und eigentlich bin ich hier ja nicht für kurze Plattheiten bekannt, sonderen für eher zu lange, differenzierte Texte zum Markt.

Aber heute hole ich mal testweise den Holzhammer heraus. Mir ist bewusst, dass die, die ich damit eigentlich aus ihrem gedankenlosen Phlegma aufrütten will, hier potentiell gar nicht mitlesen. Weil Aktien sind doch "Teufelszeug" und Charts sind "Hokuspokus". Und sicher ist nur Festgeld - schon klar, die Welt ist eben doch eine Scheibe. 😉

Sie werden als treue Leser nun also vielleicht grinsen, aber dieser Holzhammer muss einfach mal sein. Und damit er überhaupt bei den Jüngern des Festgeldes wahrgenommen wird, muss der Schlag kurz, hart aber eindrucksvoll sein. Zu viele Worte schaden nur.

Also liebe Jünger des Festgeldes, für Sie, die Sie Aktien "Teufelszeug" und "zu unsicher" finden, zeige ich Ihnen nun mal eine tolle Anlage, die Sie bestimmt mögen werden:

Seit 1984 (schon viel länger davor, nur dafür habe ich keine Charts mehr) geht es immer nur hoch. Manchmal seitwärts, aber im Kern immer nur hoch. Schwere Krisen wie 2000 oder 2008 fallen im grossen Bild bestenfalls als "Schlagloch" auf, ändern aber nichts am grossen Trend.

Ist so eine Geldanlage "sicher"? Wenn ich ihnen nun sage, dass man damit im Mittel zwischen 5 und 10% Rendite pro Jahr machen konnte und das in dieser Ruhe und Stabilität, dann wollen Sie doch vielleicht Ihr Festgeld mit Nullzinsen, das unter der Inflation nun fällt, doch vielleicht mal in Frage stellen?

Aber halt, das geht ja nicht. Denn das ist natürlich eine Aktie und Aktien sind ja "unsicher". Und es nicht "irgendeine" Aktie. Es ist das Chart eines der grössten Konzerne der Welt, eines der bekanntesten Dividenden-Aristokraten der Welt und eines der stabilsten Unternehmen der Welt. Es ist der Gesundheitskonzern -> Johnson & Johnson <- mit unzähligen bekannten Marken und einer Marktkapitalisierung von 336 Milliarden US Dollar.

Und wissen Sie was, ich habe noch ein Zückerchen für Sie. Dividenden sind hier gar nicht im Chart. Die kommen "oben darauf", so ca. 2-3% pro Jahr bei Johnson&Johnson. 😀

Und noch etwas muss ich nachlegen, das ist eine bewusst logarithmische Darstellung des Kursverlaufes, die damit die Dynamik des Anstiegs im Depot kaschiert. Objektiv ist Johnson&Johnson von 1,75USD in 1984 auf 124,46USD in 2017 gestiegen. Den Faktor dürfen Sie mit dem Taschenrechner selber ausrechnen, als Chart wäre er nicht mehr darstellbar. Autsch. 😉

Das ist also so ein "Teufelswerk", so eine "böse" Aktie, die so furchtbar riskant ist. 😉

Und wissen Sie noch etwas? Stellen wir uns mal vor, Ihre schlimmsten Albträume würden tatsächlich wahr und wir bekämen bald den Zusammenbruch des Euros, eine schwere Wirtschaftskrise, Bankenkrise, politische Unruhen, temporärer Zusammenbruch der staatlichen Ordnung. Was immer Ihnen an maximalen Horrorszenarien einfällt.

Was glauben Sie, was es 10 Jahre später noch geben wird, wenn sich der Nebel über dem traurigen Schlachtfeld verzogen hat? Hmmm?

Ihre Immobilie? Ja vielleicht, aber vielleicht auch schon mit einer Zwangshypothek belastet. Trotzdem im Kern Ja.
Ihr Gold? Ja vielleicht, aber nur wenn Sie es vergraben haben, denn es ist vielleicht verboten. Trotzdem im Kern Ja.
Ihr landwirtschaftlicher Grund oder Wald? Ja bestimmt.

Ihr Festgeld in Euro als Schuldverschreibung in Form einer elektronischen Zahl gegenüber einer Bank? Hahaha!
Ihre Lebensversicherung in Euro als Schuldverschreibung einer Versicherung gegenüber? Hahaha!
Ihre Rentenzusage des Staates? Muss ich nun noch einmal lachen? Aber gut kein Problem, die Riester-Rente wird Sie retten und ich sagte ja schon, die Welt ist eine Scheibe. 😉

Ich sage Ihnen, was dann in meinen Augen auch noch da ist, weil international aufgestellt und weltweit agierend und nicht von einem Land und einer Währung abhängig:

Johnson & Johnson. Die verkaufen dann immer noch Babypflege, Sonnenmilch und Tampons. In welcher Währung auch immer und immer noch weltweit.

Zwischenzeitlich in der Krise, wird auch der Kurs von Johnson & Johnson um 70% gefallen sein, sie sind aber danach noch da und erholen sich wieder, in welcher Währung auch immer. Und dass Johnson & Johnson nur ein Beispiel ist, dürfte hoffentlich klar sein, es gibt sehr viele solche Aktien!

Da haben Sie also Ihre "unsicheren" Aktien. War das nun genug Holzhammer? Wollen Sie in Zeiten der Inflation vielleicht nicht doch mal die Kraft aufbringen, sich aus der gedanklichen Sicherheitsfalle zu lösen und ihr Bargeld auf Konten in Frage stellen? Sind Sie in der Lage sich mal offen mit der Frage zu befassen, was genau "sicher" denn nun bedeutet?

Wenn ja, wissen Sie, wohin Sie sich wenden können. Wenn nein, winke ich Ihnen nach und wünsche ich Ihnen hiermit alles Gute. 😀

Und klar, der Markt ist aktuell überdehnt und kurzfristig korrekturreif. Mit dem prinzipiellen Bild oben hat das aber gar nichts zu tun, schauen Sie einfach, was solche Korrekturen im grossen Bild über Jahrzehnte sind: ein Fliegenschiss. 😉

Ihr Hari

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Bärentag



Was sich als irrelevanter Bröseltag andeutete, wurde dann im Verlauf - vor allem im DAX - zu einem richtigen Bärentag.

Einen Auslöser habe ich Ihnen gestern in -> Wir brauchen keine Gurus <- gezeigt, als ich auf den noch (zu) niedrigen VIX hingewiesen habe und sagte:

Sie sehen die Ausschläge zum ETF Flash Crash letzten Spätsommer und zum Doppelboden im Rahmen des Einbruchs zum Jahresanfang. Und was sehen Sie jetzt? Nichts!

Das ist schon erstaunlich. Ja, ich glaube eigentlich auch, dass es zu keinem Brexit kommt, aber rechtfertigt das die völlige Abwesenheit von Volatilität?

Hmm, ich würde sagen Nein. Und selbst wenn auch im Falle des Brexit nach einigen Tagen dann doch Ruhe im Sinne "alles nicht so heiss gegessen" kommt - wovon ich ausgehe - werden die Märkte aber schon ein paar Tage kräftig aussschlagen.

Man darf sich also fragen, ob der Markt bei aller berechtigten Gelassenheit hier nicht *zu* gelassen ist. Wer sich noch gegen eine böse Überraschung absichern will, kann das im Moment also mit Puts noch recht billig tun.

Von einem Tag auf den anderen, scheint der Brexit plötzlich in das Vorderhirn des Marktes gerutscht zu sein, denn plötzlich ist er als "Sorge" Thema. Der VIX ist heute deutlich gestiegen. So ist der Markt manchmal, auch diese Schwarmintelligenz hat manchmal Aufmerksamkeitsdefizite, aber zumindest korrigiert die Schwarmintelligenz das dann ganz schnell, was man von den meisten Menschen so nicht sagen kann.

Wenn man hinter diese Themen schaut, die da durch die Medien und Blogs schwirren und den Markt zu beschäftigen scheinen, kann man aber auch ganz profan fragen: War er nicht einfach mal reif für ein Retracement?

Die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte. Er *war* reif für ein Retracement und die plötzliche Aufmerksamkeit, die der Brexit nun bekommt, ist dann der letzte Stubs, der die Kurse über die Klippe schiebt. Hätte es den Stubs nicht gegeben, hätte der Markt aber wohl einen anderen Anlass gefunden, um endlich mal zu fallen.

Das im S&P500 aber bisher nichts Wichtiges passiert ist, lässt sich hier leicht sehen:

S&P500 10.06.16 2

Bisher ist das nicht mehr, als das zu erwartende "Dipchen", das erfrischt. Dass der DAX wieder aggressiver zu Werke geht, habe ich zu erklären versucht. Hier rollen die deutschen Anleger wieder ihre Engagements zurück, deren Angriff sich ohne Feuerunterstützung der Wallstreet, bei 10.300 fest gefressen hat.

Wir müssen einfach davon ausgehen, dass die Angst vor dem Brexit in den kommenden 2 Wochen nun hoch zu kochen beginnt und das betrifft natürlich die europäischen Aktienmärkte besonders.

Gleichzeitig ist diese Angst aber der beste Verbündete dabei, dass der Brexit am Ende abgesagt wird, denn Menschen wählen ungern einen Status Quo für unsicheres Fahrwasser ab.

Laut FAZ steigt in London bei Immobilienbesitzern nun die Angst, was der "EU-Fraktion" bei der Abstimmung sicher nicht schaden wird: -> Angst vor sinkenden Immobilienpreisen <-

Erinnern will ich noch einmal an Lithium und bespielsweise SQM. Warum? Weil die Aktie gegen den Sektor heute kaum zurück kommt und auf dem Thema richtig Druck drauf ist. Und dieses Mal ist es keine Zukunftsspekulation, sondern echte Fabriken, die echten Bedarf haben werden:

SQM 10.06.16

Sie wissen, wie ich fundamental zu First Solar (FSLR) stehe. Aber technisch gesehen, ist die aktuelle Struktur unerfreulich und deutet Richtung 40 USD. Der Dip nach unten hätte nicht kommen dürfen, um das zu einer Wendeformation zu machen:

FSLR 10.06.16

Und Chipotle Mexican Grill (CMG) ist nun doch genau da angekommen, wo eine Fortsetzung des Shorts nun in den Karten ist:

CMG 10.06.16

Wie hatte ich vor Kurzem im Forum dazu gesagt?

CMG 08.06.16 2

😛

Was hatten wir heute noch Lesenswertes?

Tom McClellan nimmt sich rein empirisch die EZB und den DAX vor. Da kann man nur sagen: -> Charts lügen nicht <-

Wer sich mal so richtig gruseln will, liest das hier und kauft sich dann eine Schrotflinte, einen Schäferhund und ein paar Säcke Samen. Aber nehmen Sie es bitte nicht zu ernst: -> Condition Red Alert <-

Greg Harmon weist auf ein tatsächlich interessantes Setup bei Honeywell (HON) hin:
-> Honeywell set to rise <-

Zum Abschluss - aber NUR für alle die sich angemeldet hatten - noch einmal die Erinnerung an die Abstimmung beim Tippspiel. Der Tipp für kommende Woche kann bis Sonntag 18 Uhr abgegeben werden. Wer danach kommt, kann diese Woche keine Punkte mehr bekommen.

Nächste Woche haben wir dann die FED und die BoJ, zumindest die FED droht zum "Non-Event" zu werden, in dem bestenfalls bei der Frage Juli oder September, bei der Zinserhöhung Wortklauberei betrieben werden wird.

Ich halte es für wahrscheinlich, dass der Markt sich kommende Woche mit steigender Nervosität ernsthaft mit den Folgen des Brexit beschäftigt. Etwas, was er bisher etwas nonchalant beiseite geschoben zu haben schien.

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

Ihr Hari

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Was uns „All Inclusive“ über den Wert des Euros sagt

Hier ein weiterer, persönlicher und sehr treffender Beitrag unseres -> Kolumnisten <- "StockPix" aus den "PixedEmotions".

Ein Beitrag zum Schmunzeln ebenso, wie zum Nachdenken!

Viel Spass beim Lesen:

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Der Wert des Euros lässt sich zur Zeit gut am Publikum einer Ferienanlage auf Mallorca ausmachen.

Seit meiner Zeit als Student habe ich mal wieder eine Pauschalreise gebucht. Der Grund sind meine beschäftigungsintensiven Kinder, die uns in den vergangenen Jahren dermaßen gefordert haben, dass nicht mal ansatzweise an Erholung zu denken war. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, haben wir auch das Kästchen "all inclusive" bei der Buchung angekreuzt. Die Hauptzielgruppe -ich dachte dabei an Familien mit Kindern- dieser Kategorie haben wir billigend in Kauf genommen. Wenn schon, dann richtig!

Ich will vorwegnehmen: Grundsätzlich fühle ich mich in der Umgebung der "einfacheren" Leute ganz wohl. Als Bauingenieur ist man da eh hart im nehmen. Problematisch wird es, wenn ich mich verängstigt zum Buffet schleichen muss, um nicht nur von der Tattoo-Dichte einzelner Gäste erschlagen zu werden. Der ein oder andere Brite erschien mir dahingehend recht resolut 😉

Worauf ich hinaus will: Es war zu beobachten, dass die deutschen Teilnehmer vornehmlich der gebildeten Mittelschicht (Akademiker, Beamte, Freiberufler etc.) zuzuordnen sind. So gar nicht passend zu den, vornehm ausgedrückt, recht einfach gestrickten britischen Gästen, deren schweres Pfund (ich meine die Währung) die Veranstaltung zu einer Abart der norddeutschen Butterfahrt reduziert.

Es passt letztendlich nicht zusammen, was da aufeinander prallt. Der Billigurlaub der einen, ist die hart ersparte Ferienreise der anderen. Dabei kann sich das britische Proletariat in diesem unfairen Wettkampf als Sieger betrachten. Der deutsche Bildungsbürger schaut bedröppelt aus der Wäsche.

Vermutlich fühlte sich zu früheren Zeiten manch Spanier mit seiner Peseta in der Tasche genau so, wenn der deutsche Pauschaltourist mit der Deutschen Mark die ganze Bar aufkaufte.
Da blieb nur die Flucht in eine harte Währung, deren Suche ja nun mittlerweile, da sich die Notenbanken im Weichspülgang befinden, nahezu aussichtslos erscheint. Die starke Volatilität am Devisenmarkt wird wohl auch die aktuellen Währungsverhältnisse nicht auf ewig bestehen lassen. Gönnen wir den Briten also ihren derzeitigen Billigurlaub.

Aber ich will mich insgesamt gar nicht beschweren, denn die Kinder sind gesund geblieben, kamen voll auf ihre Kosten und gaben uns die Ruhe zur Erholung, die wir ganz dringend benötigten. Die Börsen liefen in die von mir favorisierte Richtung -den Hedge hatte ich rechtzeitig geschlossen- und der Sachverhalt des schwachen Euros rückte in den Hintergrund, denn bezahlen brauchten wir ja eh nichts mehr. All inclusive sei dank! 😉

Dennoch: Verstärkt hat sich bei mir der Gedanke, dass die Diversifizierung des Vermögens auf verschiedene Währungsräume unverzichtbar geworden ist. Sei es in Form von Aktien, Fonds oder Geldreserven. Edelmetalle stellen in realer Form auch einen ganz eigenen Währungsraum dar, den man nicht vernachlässigen sollte. Von Immobilien halte ich berufsbedingt eher weniger.

Inwiefern real grenzüberschreitende Maßnahmen sinnvoll sind, muss jeder für sich entscheiden, denn wichtig ist auch, dass man schnellen Zugriff hat. Die Steuerehrlichkeit nicht zu vergessen!

Ich mach noch eine Woche frei und begebe mich dann für ein paar Tage beruflich in die Schweiz. Die harten Währungen scheinen mich in diesem Monat zu verfolgen. Ein Zeichen?

Let’s Pix it!

Ihr StockPix

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Finanzielle Repression und Aktien – was wirklich alternativlos ist !

Wenn man sich wie ich jeden Tag mit den Finanzmärkten beschäftigt, läuft man auch Gefahr, so etwas wie einen Tunnelblick zu entwickeln. Man grübelt über Lippenbewegungen weisshaariger FED-Frauen, interpretiert die Markttechnik, verfolgt die Nachrichten und passt seine Aufstellung permanent der eigenen Strategie und dem Risikomanagement an. Es gibt immer etwas zu tun, der Markt lässt einem keine Ruhe.

Wenn man so in den Details vergraben ist wie ich, tut es manchmal gut, wenn man durch eine dritte Person mal wieder an das grosse Ganze erinnert wird. Und das ist bei mir Anfang dieser Woche passiert.

Da rief mich eine sehr, sehr gute, alte Freundin an. Wir hatten uns etwas aus den Augen verloren, wie das Leben halt so spielt, wenn man weit entfernt (Berlin <–> Südbayern) wohnt und sein eigenes Leben und seine eigene Familie hat.

Nachdem wir uns in über einer Stunde erst einmal wieder auf den neuesten Stand unseres Lebens gebracht haben, begannen wir intensiv über ihren eigentlichen Wunsch zu sprechen. Sie suchte Rat zur Geldanlage.

Nun arbeite ich nicht als Vermögensberater, aber gegenüber wirklich guten Freunden, zu denen man hohes Vertrauen hat, macht man mal eine Ausnahme und gibt einen privaten Rat. Zumal Ihre Ausgangslage so klassisch war für viele wohlhabende Bürger, die schon eine Karriere hinter sich haben.

Sie hatte eine nicht unerhebliche Menge freien Kapitals auf den Konten rumliegen und suchte nun nach einer profitablen Anlageform, die einerseits „sicher“ sei und um die sie sich andererseits nicht intensiv kümmern müsste. Wer will das nicht, in diesen Tagen der finanziellen Repression ? 😉

Natürlich konnte ich ihr die Frage nicht ersparen, warum Sie diesen Wunsch nicht 2009 geäussert hatte. Und nicht 2010. Nicht 2011, nicht 2012 und nicht 2013. Aber so geht es derzeit vielen Bürgern, die erst jetzt anfangen sich für die Geldanlage zu interessieren, wo die Märkte halt wieder nahe der Höchststände notieren.

Nachdem sie mir Ihre Rahmenparameter nannte, hatten wir schnell Einigkeit über das Thema Diversifizierung und gingen durch alle möglichen Anlageformen durch.

Immobilien ? Eine selbst bewohnte hat sie und das ist gut so. Von weiteren vermieteten Immobilien habe ich aber eher abgeraten. Die Preise sind im Verhältnis zu den Mieten an vielen Standorten zu hoch und die finanziellen Risiken durch Mietnomaden, gesetzliche Pflichten und ähnlichem werden nicht angemessen bezahlt. Von so einem Ungetüm wie der „Mietpreisbremse“ ganz zu schweigen. Ausserdem würde das neben der selbst bewohnte Immobilie ein Klumpenrisiko im Vermögen erzeugen.

Ackerland oder Wald ? Kann Sinn machen, aber nur bei grösseren Vermögen, bei denen man dann auch gleich die Bewirtschaftung einer grösseren Fläche mitorganisieren kann. Oder wenn man selber aus der Agrarbranche kommt. Denn um Land das man besitzt, muss man sich auch kümmern.

Edelmetalle ? Als Notgelt in begrenztem Umfang sinnvoll und notwendig. Aber über diesen begrenzten Umfang hinaus, sind Gold und Silber keine „Investments“. Diese werfen nichts ab und produzieren nichts. Es ist „totes Metall“, das auch langfristig keinen Wertgewinn erzielt. Aber es erzielt auch keinen Wertverlust, es erhält einfach den Wert über lange Zeit. Diese Eigenschaft macht es als Notgeld sehr sinnvoll. Aber das ist keine Grundlage für eine Anlagestrategie. Das ist nur ein Grund für eine beschränkte Beimischung.

Ausserbörsliche Beteiligungen ? Eigentlich die beste Anlageform, wenn man sich am Produktivkapital beteiligen will. Aber nur dann, wenn es die eigene Firma ist oder man zumindest den Inhaber sehr gut kennt und ein Vertrauensverhältnis hat. Ich bin fest davon überzeugt, wer „reich“ werden will, schafft das am ehesten mit dem eigenen Unternehmen und da ist Kapital auch unbedingt gut investiert. Unternehmertum bewegt die Welt und schafft auch privaten Reichtum. Aber eine eigene Firma hatte Sie schon, insofern war diese Möglichkeit abgedeckt.

Und sonstige ausserbörsliche Beteiligungen über Fonds wie Solar, Flugzeuge etc. sind nach meiner Erfahrung zu oft das Geld nicht wert. Daran verdienen vor allem die Emittenten und Vertriebskanäle und der Anleger muss mehr oder weniger rechtlos zuschauen, wie eine Fehlentscheidung nach der anderen im Fond getroffen wird. Klar kann man auch hier mit einem Fond Glück haben, aber ich habe schon zu viel „Mist“ in diesem Segment erlebt – von Immobilien bis Schiffen - als das ich jemandem zu Investitionen in geschlossene Fonds raten könnte.

Anleihen und sonstige Schuldverschreibungen ? Das ich nicht lache ! Deutsche Staatsanleihen mit effektiver Negativrendite ? Griechenland mit 5% ? Tut mir leid – nein Danke ! Das ist nicht risikoloser Ertrag, sondern ertragloses Risiko !

Rentenversicherungen und Lebensversicherungen ? Wie die Staatsanleihen zu sehen – kein Wunder, denn die liegen ja in den Büchern der Versicherungen. Die Renditen sind mickerig und warum soll man für so mickrige Renditen sein Kapital langfristig binden ? Wenn man noch eine alte Lebensversicherung mit Garantiezins 3 oder 4% hat: unbedingt halten und auf keinen Fall vorzeitig aussteigen ! Aber heute eine Neue abschliessen ? Eher nein.

Riester ? *Hust* *Hust* Nächste Frage bitte !

Tagesgeld ? Vergessen wir das mal - von in der Höhe begrenzten Lockvogelangeboten abgesehen, ist das nur mit negativer Rendite nach Inflation und Steuern versehen. Garantiert ist da nur der Wertverlust !

Diverse Garantie-Zertifikate mit blumigen Namen die Sicherheit vorgaukeln ? Ebenso vergessen. Was als Finanzprodukt beworben werden muss, ist in der Regel Mist, den die Profis selber nicht anfassen würden. Gute Geldanlage braucht keine Werbung, sondern geht unter der Hand bei den Wissenden weg. Diese Produkte dienen eher den Emittenten und sind doch nur aus den Basics wie Anleihen, Aktien und Optionen aufgebaut, die man sich billiger und ohne marketingtechnische Girlanden, auch selber ins Depot legen kann.

Kunst, Oldtimer und Co. ? Macht jede Menge Sinn. Aber erstens ist das Segment schon extrem gut gelaufen und zweitens macht es nur Sinn, wenn man sich auch wirklich sehr gut auskennt, so dass man nicht über den Tisch gezogen werden kann. Da sie kein derartiges Hobby hat, kommen diese Bereiche nicht in Frage.

So und nun ? Was bleibt ?

Alles was bleibt sind Aktien - also Anteile am Produktivvermögen, die liquide an Börsen handelbar sind. Und zwar gleichermassen direkt, wie in einem replizierenden ETF oder in einem gut gemanagten Fond.

Hier findet man noch Weltunternehmen, wie die von mir zuletzt erwähnte General Electric, die einem 3-4% Dividende zahlen und trotzdem noch Chancen auf Kurssteigerungen haben. Das hört sich doch besser an, als renditeloses Risiko, oder ?

Womit wir bei der „sicheren“ Geldanlage sind. Viele Bürger assoziieren mit Aktien Unsicherheit, weil diese kurzfristig stark schwanken können. Das ist aber für ein Investment eine verfehlte Risikowahrnehmung. Denn was gibt es langfristig „sichereres“, als eine General Electric, eine Nestle, eine Berkshire Hathaway ?

Wenn ich heute gezwungen wäre, mein Vermögen 50 Jahre in die Zukunft zu schicken, damit meine Enkel davon profitieren können. Was würde ich schicken, wenn es auch in 50 Jahren noch guten Wert haben und bis dahin vielleicht sogar im Wert gestiegen sein soll ?

Von allen obigen Punkten wäre es eindeutig eine Aktie, die ich als erstes schicken würde. Wie zum Beispiel General Electric oder Nestle. Und danach vielleicht ein wenig Gold.

Und deshalb – der finanziellen Repression „sei Dank“ – sind Aktien heute einfach alternativlos. Und so habe ich meiner guten Freundin geholfen, ein sinnvolles ETF und Fonds-Depot zusammen zu stellen, das sie relativ ruhig laufen lassen kann. Und das obwohl nun auch Sie weiss, dass es 2014 ist und nicht 2009 und die Risiken einer bevorstehenden Korrektur an den Aktienmärkten ganz real vorhanden sind. Aber das kann man überwinden, in dem man nicht alles gleich auf einen Schlag investiert, sondern sich zwingt, bei jeder Korrektur Stück für Stück nachzukaufen.

Wichtig ist aber, das grosse Bild nicht zu übersehen. Denn weil die Anlage in Produktivkapital so alternativlos ist, können wir auch davon ausgehen, dass eine längst überfällige Korrektur von 10-20% auch wieder aggressiv gekauft werden wird.

Denn wohin will man denn ansonsten sinnvoll mit seinem Kapital ? Dieses Problem haben nicht nur wir Privatanleger, sondern die grossen institutionellen Anleger ganz genau so. Und deshalb dürften die Aktienmärkte gut unterstützt bleiben, solange die finanzielle Repression andauert.

Aktien sind derzeit alternativlos. Bei allen Schwankungen sollte man das nie vergessen.

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