Der universelle Hari-Algorithmus



Unser "Paco" hat mir im Thread -> was würde Sie interessieren <- eine ganz schwierige Frage gestellt:

Um an Dagos Wunsch bzgl Kerzenarten und ihre Aussage anzuknüpfen:

Ein Artikel über Haris Weise, die Preis Action zu lesen, wäre sicher für viele interessant, einschliesslich mich selber. Ich übe mich darin seit Jahren und habe schon einige Fortschritte gemacht. Dennoch bin ich oft überrascht und erstaunt über Aussagen, die Hari zur Price Action macht, und die dann meist auch so eintreffen, wo ich selbst nicht in der Lage war, das zu erkennen.

Interessant wäre in diesem Gebiet z.B. das Lesen von Price Action die Aussagen erlaubt wie:

- "die Price Action verbessert/verschlechtert sich",

- "auslaufendes Momentum" im Vergleich zu normalen Schwankungen des Preises welche noch kein Ende der Bewegung andeuten,

- "das wars es jetzt wahrscheinlich schon mit der Korrektur" vs. "da kommt noch was",

- Flagge vs. Trendwende,

- Blow-off Top,

- und ganz wichtig das rechtzeitige Erkennen von brenzligen Situationen wie vor dem Absturz im August 2015.

So halbwegs kann ich das schon lesen und ich weiss auch, dass man daraus nur Wahrscheinlichkeiten ableiten kann, was aber schon sehr viel ist.

Eine Sache, die ich persönlich kaum in der Lage bin einzuschätzen, ist die Kraft des Momentums. Wenn ein Index z.B. heute einen Einbruch hat, kann ich für morgen mit einer Gegenbewegung rechnen oder fällt er einfach weiter während mehrerer Tage, ohne Gegenbewegung? Die Frage stellt sich dann ja jeden Tag aufs Neue. Es hängt natürlich alles auch von der Gesamtsituation ab, ich weiss. Wenn es möglich ist, das irgendwie einzuschätzen, dann würde ich dies gerne lernen.

Oh je. Ich habe darüber ganz lange nachgedacht und habe ein paar Mal angefangen zu schreiben, es dann aber wieder aufgegeben. Und ich bin auch heute nicht weiter und will daher mit Ihnen darüber reflektieren, statt hier mit einer "Bedienungsanleitung" im Sinne "wie lese ich die Price-Action" daher zu kommen.

Weil letztlich ist mir durch die Frage selber bewusst geworden, dass eine komplexe Mustererkennung in einem dynamischen Umfeld, eben eindeutig *kein* mechanischer Prozess ist, den man mit Checklisten abhaken kann.

Sicher, zu jeder Frage kann ich Ihnen eine Liste von Parametern nennen, die ich dabei typischerweise betrachte. Ich will das weiter unten auch mal beispielhaft tun. Aber die wichtige Frage, ist doch nicht die Checkliste, sondern deren Interpretation, also wie entsteht daraus in meinem Kopf dann ein Gesamtbild und vor allem, warum entsteht es so, wie es entsteht? Warum werte ich instinktiv den einen Parameter höher, als den anderen?

Eine statische, algorithmische Herangehensweise führt dabei nicht weiter und wir kommen damit auch in interessante Regionen der Erkenntnis, warum der Typus des "Gründlers", also der "linkslastige" Denker, der Probleme immer ingenieursmässig "zerlegen" und "objektivieren" will, an der Börse so grosse Probleme hat. Denn der reflexive Markt, erfordert eben klare Entscheidungen in Unsicherheit und gibt keinen Raum für zu tiefes "Gründeln", da er sich in der Zeit des "Gründelns", schon wieder weiter entwickelt und verändert hat.

Irgendwie habe ich diese Schwierigkeit aber schon direkt geahnt, denn meine unmittelbare Antwort war im Forum:

Eine sehr kluge und für mich extrem schwierige Fragenliste. Warum schwierig?

Weil ich das, was ich erkenne, ja zu einem guten Teil nicht im Lehrbuch gelernt und dann umgesetzt habe. Das ist vielmehr Mustererkennung aus Erfahrung.

Stell Dir vor, jemand fragt Dich: Warum gefällt Dir das Gesicht Deiner Partnerin viel besser, als das Gesicht der gleichaltrigen Frau um die Ecke?

Das dürfte ein langes Hmmmmm auslösen. 😉

Da muss man darüber nachdenken. Dabei weiss man sofort in einer Sekunde, dass man das eine Gesicht mag und das andere nicht. Aber warum? Aufgrund welcher Details und "Indikatoren"?

Nun ist das mit der Mustererkennung im Markt nicht ganz so subjektiv und es gibt schon beschreibbare Logiken, aber ich denke der Punkt ist gemacht.

Da muss ich also mal langsam Stück für Stück darüber nachdenken, was ich dazu schreiben kann.

Riesige theoretische Romane werden es nicht werden, denn wir würde es sich anfühlen nun den theoretischen Roman der Gesichtsmuster Deiner Partnerin aufzuschreiben? Es gefällt halt sofort und das genügt doch!

Oder doch nicht? Warum gefällt es? Verflixte Sache! 😛

Da habe ich eigentlich den wichtigen Punkt schon gemacht, an dem ich nun auch stehe. Nehmen wir die "Price-Action" als Beispiel und meine Wertungen, diese sei "positiv" oder "negativ".

In dieses Bild fliesst ganz viel ein, das man durchaus als Checkliste darstellen kann. Eine Checkliste aber, die sie nicht überraschen sollte, den wir haben diese Themen hier immer wieder besprochen.

Da fliesst zum Beispiel ein:

  • Die Beobachtung des Charts selber auf verschiedenen Zeitebenen, das in seinen Mustern eine bullische oder bärische Interpretation indiziert.
  • Die Beobachtung, ob Dips konsequent gekauft werden oder nicht, wenn man so will, zeigt das die Überzeugung im Markt.
  • Die Beobachtung eines klares Trends im Sinne höherer Tiefs und Hochs oder eben nicht.
  • Die Beobachtung einzelner, besonders indikativer Kerzen, wie die eines klaren "Umkehrhammers".
  • Die Beobachtung des Volumens, das hinter Anstiegen und Einbrüchen steckt, wie beispielhaft im OBV ausgedrückt.
  • Die Beobachtung, wann zeitlich gekauft wird, ist es das "späte Geld", das sich voll lädt oder strömt das "frühe Geld" herein?.
  • Die Beobachtung der Marktbreite, also wie viele Aktien partizipieren und erreichen zum Beispiel neue Hochs.
  • Die Beobachtung, ob schlechte Nachrichten weniger abgestraft werden, als gute Nachrichten gefeiert - oder umgekehrt.
  • Die Beobachtung, welche Aktien den Anstieg tragen. Zuflüsse in "Risikoaktien" sprechen eher für einen "positiven" und "risikofreudigen" Markt, als Zuflüsse in Versorger & Co.

Und so weiter und so weiter. All das nehme ich wahr und fliesst ein. All das nehme ich ohne grosse "Geheimnisse" war, ich benutze die Dienste und Daten, die ich Ihnen im Wesentlichen auch seit Jahren zeige, wie zum Beispiel der bekannte "Sentimentrader"-Dienst.

Die Frage ist, wie entsteht daraus bei mir eine Anlage-Entscheidung und Einschätzung?

Wenn Sie mich an einem konkreten Beispiel fragen, wie ich das konkret einschätze und warum, werde ich Ihnen antworten können, warum meine Mustererkennung in die eine oder andere Richtung ausschlägt und welcher Beobachtung, sie dabei besondere Relevanz zubilligt.

Wenn Sie dafür aber eine generische, in allen Fällen allgemein gültige Erklärung wollen, so wie im Sinne "Wenn diese Parameter so sind, dann ist es immer so", dann muss ich leider passen. Das kann ich auch nach intensivem Nachdenken nicht, denn hier gilt leider: "it depends". Und vor allem und noch schlimmer: "it changes"!

Ich habe auch darüber nachgedacht, ob dieses "it depends" das Symptom dafür sei, dass ich vielleicht gar keine zuverlässige, wiederholbare Mustererkennung habe? Die Antwort ist aber klar nein, die habe ich, der Beweis wird ja objektiv immer wieder angetreten und wird im Ergebnis des Depots objektiv quantifiziert.

Es ist aber offensichtlich so, dass sich ganzheitliche Mustererkennung, nicht so einfach algorithmisieren und sequentiell als Entscheidungsbaum simplifizieren lässt.

Wäre es anders, hätten wir schon lange Computer, die unsere Gesichter in allen Lichtverhältnissen und allen Winkeln - und auch mit Hut, Kapuze oder Brille - zuverlässig erkennen und sich in der freien Natur - zum Beispiel im Auto - zuverlässig bewegen können.

Aber die computerbasierte Erkennung von Gesichtern - also die algorithmisierte Strukturierung des Prozesses - ist etwas, was wir gerade so langsam zu beherrschen lernen, aber noch lange nicht so effektiv wie menschliche Gehirne ist. Und die Bewegung in der freien Natur, ist noch immer weit ausserhalb dessen, was Algorithmen leisten können, auch heute.

Wir Menschen aber, machen das mit einem Fingerschnippen und wenn man uns fragen würde, aufgrund welcher Sinneseindrücke und Wahrnehmung, wir im Wald so zuverlässig über Stöcke und zwischen Bäumen navigieren, müssten wir passen. Wir können es einfach, das nennt man "Übung" oder "Erfahrung". Wir denken gar nicht mehr darüber nach, welche Mechnismen da wirken, es "passiert" mit Übung und Erfahrung.

Fazit:

Und deshalb kann ich diese Frage leider nicht so generisch beantworten wie gewünscht. Könnte ich sie beantworten, könnte ich auch den "universellen Hari-Algorithmus" programmieren. Das kann ich aber nicht.

Vielleicht ist es ja irgendwann mal möglich, das nützt dann aber auch nichts, denn die Reflexivität des Marktes, hebt dann den intellektuellen Wettstreit nur auf die nächste Stufe. Denn wenn alle den Algorithmus haben, ist er in einem selbstreferentiellen System nichts mehr wert.

Ihr Weg zum Erfolg, führt also nur über den mühsamen Pfad des Ausbaus Ihrer eigenen Mustererkennung, mit der Sie die "Gesichter des Marktes" auf einen Blick erkennen. Und das lernt man so, wie man als Kind auch laufen lernt.

Man steht auf und fällt hin. Und reflektiert. Man steht auf und fällt hin. Und reflektiert. Man steht auf und fällt hin. Und reflektiert. Und irgendwann kommt man auf die Beine.

Dabei hat man in Form der Eltern jemanden, der einem hilft, einen motiviert und einem auch wichtige Tips gibt, genau das entspricht meiner Rolle hier. Aufstehen und hinfallen und damit lernen, müssen Sie aber selber und eine einfache "how to" Anleitung, die man nur abarbeiten muss, gibt es dafür nicht - zumindest kenne ich keine.

So....

Das war vielleicht nicht ganz die erhoffte Antwort, aber eine Reflektion, die mir auch selber noch einmal klar gemacht hat, was Mustererkennung in Unsicherheit - und genau das ist der Markt - eigentlich bedeutet.

Damit will ich Sie auch motivieren, in diesem Thread -> was würde Sie interessieren <- weiter zu machen.

Denn Ihre Fragen sind für mich Inspiration und ich brauche diese Fragen auch um zu erkennen, wo Sie wirklich der Schuh drückt. Nutzen Sie das also bitte weiter und achten Sie darauf, dass Sie möglichst konkret fragen.

Denn dieser Artikel hier sollte Ihnen klar machen, dass abstrakte Fragen im Sinne " wie liest Du Hari die Markttechnik", sich einer sinnvollen Beantwortung entziehen, die dann auch für Sie eine konkrete Hilfestellung sein kann.

Wenn Sie aber konkreter fragen und die Frage damit eingrenzen und fokussieren, dann werde ich Ihnen auch immer wieder mit Hinweis, Rat und Tat helfen können und genau das, betrachte ich auch als Teil meiner Aufgabe hier.

Denn genau die "Ganzheitlichkeit", ist die Stärke unsere komplexe Mustererkennung als menschliche Gehirne, in der wir den "Maschinen" immer noch weit überlegen sind. Genau so, wie wir Gesichter in Massen erkennen können, allerdings mit dem Preis, dass wir auch manchmal Gesichter in Wolken sehen.

Die mangelnde Präzision, ist dabei der notwendige Preis der hohen Geschwindigkeit der menschlichen Mustererkennung. Ich weiss als Mensch gar nicht, *warum* ich ein Gesicht erkenne oder mag. Ich mag es einfach, das ist für die Entscheidung genug.

Machen Sie sich bitte klar, dass diese Fähigkeit - auch Erfahrung genannt - eine notwendige Voraussetzung ist, um komplexe Marktlagen sinnvoll einzuschätzen. Erst Erfahrung, ordnet eine "wirre" Menge an Daten, so dass sinnvolle Signale entstehen. Eine allgemeingültige, algorithmische Beschreibung dafür, gibt es aber nicht, sonst würden auch alle Algos so agieren und damit wäre der reflexive Markt schon wieder anders.

Ihr Hari

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Überkauft



Heute habe ich ausnahmsweise mal zuerst einen Artikel für den freien Bereich geschrieben, schauen Sie mal rein:
-> Die Märkte vor dem Sprung <-

Denn diese Mischung der Bollinger Bänder, die zusammen geschnurrt sind und gleichzeitig einer ATR, die sich stark geöffnet hat, finde ich ungewöhnlich und auffällig.

Dahinter stehen natürlich die beiden Einbrüche von letztem August und diesem Januar/Februar, die aber sofort wieder gekauft wurden. So hat der Markt die ATR vergrössert und gleichzeitig sind die Bollinger Bänder zusammen geschnurrt, weil eben am Ende nichts passiert ist und wir im letzten Jahr nur eine volatile Seitwärtsphase hatten.

Für mich ist das tatsächlich das Bild eines Marktes der zum Sprung ansetzt und mein Bild von der Price-Action hat sich derart aufgehellt, dass ich dem Sprung nach oben eine leicht höhere Wahrscheinlichkeit, als dem Einbruch nach unten gebe.

Bevor das aber passiert, spricht viel dafür, dass der S&P500 zunächst noch einmal zurück kommen muss, bevor er den Deckel durchstossen kann:

S&P500 09.06.16 2

Nach Rechnung von -> Sentimentrader <-, ist der S&P500 nun ganze 2 Monate nach oben gelaufen, ohne dabei einen einzigen Tag mit mehr als 1% Minus gehabt zu haben.

Das ist bemerkenswert und zeigt die Schwäche der Bären. Gleichzeitig bedeutet das typischerweise auch, dass von irgendwoher eine kleine Überraschung kommt, die so einen kurzen Einbruch möglich macht.

Und erst dieser Dip setzt dann die Kräfte frei, die den Deckel durchschlagen lassen.

Der Smart/Dumb-Money Spread sieht aktuell übrigens so aus:

SD Money

Wir haben also in meinen Augen gute Chancen, ein klassisches "Fakeout"-Szenario vor uns zu haben. Ein Dip nach unten, der Schwäche antäuscht und dann von der wahren Bewegung abgelöst wird. Die folgenden zwei Wochen bis zum Brexit, bieten dafür genügend Katalysatoren.

Zum DAX hatte ich gestern schon gesagt, dass der nun darauf warten muss, dass die US Anleger für Europa wieder ein "All Green" Signal geben und sich nach der Entscheidung in Grossbritannien wieder in Investments trauen. Insofen wäre nicht verwunderlich, wenn es bis zum Brexit so sprunghaft/zögerlich weiter geht, wie sich der DAX ja nun seit Wochen präsentiert.

So weit so kurz, nehmen Sie mit, dass ich kurzfristig wieder etwas nach unten schaue, mittelfristig die Chance zur Rally aber im Blick habe. Zu anderen Beobachtungen, melde ich mich später.

Ihr Hari

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Gewürzte Charts – Von Oszillatoren und Indikatoren

Neben der täglichen Aktualität, besprechen wir auf Mr-Market auch immer wieder grundsätzliche Themen rund um die Märkte und diskutieren über die Techniken, die nötig sind, um Erfolg haben zu können.

Hier ist beispielhaft ein Beitrag vom 20.01.16, der aufzeigt, wie wichtig es ist, sich bei der Marktanalyse auf das Wesentliche zu konzentrieren und Charts nicht zu überladen.

Weiterlesen ...

S&P500 Update



Zum Abschluss meines heutigen Schreibtages hier, noch ein Blick auf die Lage im S&P500, die - wenig verwunderlich - nicht unähnlich der Situation im DAX ist.

Man könnte die Situation als "Bullisch - aber nun kommt ein Test" umschreiben.

Schauen wir auf das Stundenchart, sehen wir ein -> V for Vendetta <-, wie es schöner nicht sein könnte.

Verschwörungstheoretiker, deren Welt ja bekanntlich voller Geheimzeichen ist, würden nun vielleicht auf die Idee kommen, dass dieses "V" des Marktes ein geheimes Zeichen von -> Anonymous an DAESH < ist, mit dem Anonymous seinen kommenden Gegenangriff ankündigt. 😉

Wir aber wissen, dass es eher ein "V for Victory" der Bullen ist, die dieses Muster präferieren, seit die Notenbanken mit ihrem Bernanke/Yellen/Draghi Put im Markt sind.

Trotzdem steht nun für den S&P500 mit der fallenden Trendlinie bald der gleiche Test an, wie für den DAX heute -> als entscheidende Frage <- indiziert:

S&P500 17.11.15

Schauen wir auf das Tageschart sehen wir auch, dass der S&P500 nun die 200-Tage-Linie testet und dabei ca. 50% der Korrektur wett gemacht hat. Hier und jetzt wird sich also zeigen, wie viel Saft in dieser Rally steckt:

S&P500 17.11.15 2

Wenn wir unseren Bias aber mal beiseite schieben und auch unsere Zweifel und versuchen so objektiv wie wir können, einfach auf die Price-Action in S&P500 und DAX zu schauen, können wir nur feststellen:

Erstens hat die Korrektur vom zeitlichen Ablauf und vom Retracement her da geendet, wo man das erwarten würde. Der S&P500 hat auf dem 38er Fibo Retracment gedreht und das ist sehr bullisch zu werten!

Zweitens ist das Momentum der letzten beiden Tage immens und von dieser Seite gibt es klare Signale, dass wir es hier nicht mit einem schwächlichen Bounce, sondern mit einer Fortsetzung der Rally von Oktober zu tun haben.

Drittens ist das Umfeld für Aktien weiter unterstützend, der nächst gelegene Stolperstein dürfte die EZB Sitzung sein, die gewisses Enttäuschungspotential aufgrund hoch geschraubter Erwartungen besitzt.

In Summe spricht also wenig gegen eine Fortsetzung der Rally. Den Beweis dafür, können DAX und S&P500 bald antreten, wie heute hier mit Charts skizziert.

Machen Sie es gut, bis Morgen!

PS: Morgen Abend um 20 Uhr kommt dann übrigens wieder das FOMC Sitzungsprotokoll, das wie immer kritisch beäugt werden wird.

Ihr Hari

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In aller Deutlichkeit



Ich möchte heute in aller Deutlichkeit noch einmal ein paar grundsätzliche, einordnende Worte zum Erfolg an den Märkten los werden.

Für erfahrene Anleger und langjährige Mitglieder, wird hier nichts Neues stehen. Aber gerade wer erst kurz dabei ist, sollte das nicht einfach überlesen, sondern sich ernsthaft damit beschäftigen.

Erfolg am Markt, ist alles andere als einfach. Faktum ist, nur eine Minderheit schafft es. Die Mehrheit scheitert aber und wäre bei einem rein passiven Ansatz besser aufgehoben.

Ich habe diese Notwendigkeit so passiv anzufangen, immer wieder thematisiert. Auch hier: -> Gedanken zum langfristigen Vermögensaufbau <-

Es gibt aber auch einen Typus, der sich solchen Worten immer verweigert, weil er tendentiell unter Selbstüberschätzung leidet. Ich habe diesen Typus hier skizziert: -> Von Selbstüberschätzung und Tail Risks <-

Zitat:

Männer, jung noch dazu, neigen einfach zur Selbstüberschätzung. Diese Selbstüberschätzung hat auch einen evolutionären Sinn, denn ohne den Mut sich etwas zuzutrauen und sich sozusagen auf einen Säbelzahntiger zu stürzen, wäre die Menschheit schon verhungert. Deshalb setzt man in jungen Jahren, wenn man vor Energie fast platzt, auch gerne das Auto gegen den Baum. 😉 Mir ist das zwar nicht passiert, dafür habe ich aber in Selbstüberschätzung andere Dinge gemacht, die nicht weniger idiotisch waren. Ich weiss also schon, worüber ich da rede.

Und es fehlt vielen ganz eindeutig die Phantasie, was alles schief gehen kann und nach Murphy auch irgendwann schief gehen wird. Die berühmten "schwarzen Schwäne" und ihre Auswirkungen eben, die spezielle Ausprägungen des allgemeineren Begriffs vom Tail Risk sind.

Gerade wenn Sie zu dieser Kategorie gehören, sollten Sie nun also besonders aufmerksam lesen.

Denn ich *bin* am Markt erfolgreich. Seit Jahren und immer wieder und immer wieder. Mal mehr und mal weniger, aber unter dem Strich steht Erfolg.

Warum, ist die grosse Frage! Hier ist die Antwort:

(1) Weil ich den Ton des Marktes zuverlässig erkennen kann

Wenn Sie so wollen, habe ich also eine meistens zuverlässige Einschätzung des grossen Wetterberichtes. Aber auch wenn man weiss, dass über Mitteleuropa ein Hochdruckgebiet schwebt, schliesst das ja nicht lokale Gewitter, Regenschauer und Nebelbänke aus.

Auf gut Deutsch, ich kann nicht das kurzfristige Lokalwetter vorher sagen, aber zumindest kenne ich die Grosswetterlage.

Fragt sich, wie Sie das auch lernen können? Die Antwort wird Ihnen nicht gefallen. Denn dafür gibt es keinen Nürnberger Trichter.

Das ist die Summe von ganz viel Erfahrung und einer hohen Informationsaufnahme- und Verarbeitung. Die Fähigkeit die Grosswetterlage zu erkennen, muss man sich über Jahre erarbeiten. Unter anderem dabei, gebe ich Ihnen hier im Blog ja Hilfestellung.

(2) Weil ich in meinen Einschätzungen zu 60% richtig liege

Natürlich kenne ich die exakte Zahl nicht, vielleicht sind es nur 55% vielleicht auch 70%. Die Zahl 60 soll nur ausdrücken, dass ich etwas oberhalb des Zufalls liege, aber auch nicht viel mehr.

Heisst konkret, trotz all meines Wissens und meiner Erfahrung, liege ich immer noch in fast der Hälfte der Fälle falsch! Falsch liegen heisst dabei, dass der Markt nicht macht, was ich erwartet habe.

Und trotzdem ist "60" eine gute Zahl, denn die Mehrheit ist davon weit entfernt. Mehr "Sicherheit" geben auch die besten Techniken nicht her, dafür sorgt schon die Reflexivität.

Das ist die Botschaft die unbedingt sitzen muss, gerade bei dem sich selbst überschätzenden Anleger!

(3) Weil ich ein konsequentes Risikomanagement habe, an das ich mich strikt und diszipliniert halte

Wer (2) wirklich verinnerlicht hat, dem wird klar sein, wie *überlebenswichtig* dieser Punkt ist. "Risikomanagement" ist dabei ein Oberbegriff für viele individuelle Techniken, die alle ihre Vor- und Nachteile haben.

Diese Techniken eint aber der Sinn, das Risiko beherrschbar zu machen und Verluste konsequent zu begrenzen.

Wer das nicht hat. Wer nur auf seine "göttliche Eingebung" vertraut und nicht akzeptiert, dass auch das beste Setup anders laufen kann, wird früher oder später mit Karacho scheitern. Immer! Die Frage ist nur der Zeitpunkt.

Ich weiss nicht, wie ich das noch deutlicher sagen kann.

(4) Weil ich eine Strategie habe, der ich konsequent folge

Eine Strategie heisst, dass man weiss, was man machen will und was nicht. Wenn man die hat, läuft man nicht anderen hinterher - wer das tut, hat keine.

Wer eine Strategie hat, schätzt Input Dritter immer noch sehr. Input ist gut. Aber man prüft den Input daran, ob er zur eigenen Strategie passt oder diese weiter entwickeln kann. Und nur an diesem Kriterium, am Abgleich zur eigenen Strategie wird entschieden, ob der Input für einen persönlich Relevanz hat oder eben nicht.

Nun sind die Wege des Selbstbetrugs ja vielfältig und viele reden sich ein, sie hätten eine Strategie, dabei ist da nichts als ein Bündel von Gedanken. Wie können Sie also erkennen, dass Sie eine Strategie haben? Ich sage es Ihnen, es ist ganz einfach, ich habe da einen zuverlässigen Test für Sie.

Sie haben genau dann eine Strategie, wenn ich Ihnen *jetzt* einen Stift oder eine Tastatur in die Hand drücken kann - Sie setzen sich sofort hin und schreiben Ihre Strategie unter Zeitdruck und ohne zu Zögern in den verschiedenen Facetten auf.

Wenn Sie das können, haben Sie eine Strategie! Das sagt nichts darüber aus, ob diese gut oder schlecht ist, aber sie ist vorhanden! Wenn Sie das aber nicht können und nun erst mal überlegen müssen was Sie schreiben, haben Sie keine. Punkt!

Dabei ist eine Strategie immer individuell und meine ist nicht notwendigerweise Ihre. Ich will Ihnen ein Beispiel geben.

Rein technisch orientierte Trader argumentieren oft völlig zu Recht, dass sie alle Informationen um sich herum ausblenden und für sie nur der Kurs Relevanz hat. Solchen Tradern ist auch egal, was die Firma macht, es könnte das berühmte "Kühlschränke am Nordpol" Szenario sein. Nur die Charts und die Price-Action geben die relevanten Signale.

Diese Strategie ist völlig konsequent und "richtig" für einen bestimmten Typus von Trader. Richtig für jemand, zu dessen Rahmenbedingungen, Handelsstil, Zeitaufwand und Psychologie so eine konsequente Vorgehensweise passt.

Für "bestimmte" Trader ist diese Strategie also "richtig".

Es ist aber nicht meine Strategie. Ich mische - wie oft erklärt - fundamentale Aspekte bei der Selektion mit technischen Aspekten beim Timing. Ich will wissen, was "meine" Firmen machen und warum. Für mich ist dieses Wissen relevant und verschafft mir auch Vorteile bei der Einschätzung.

Wie ich persönlich funktioniere, habe ich zum Beispiel hier beschrieben: -> Der Trader das unbekannte Wesen <-

Das ist aber nur "meine" Strategie, für "meine" Rahmenbedingungen, die für "mich" funktioniert. Es ist nicht "Ihre". Der entscheidende Punkt ist:

Strategie ist immer individuell. Und wenn Sie Ihre nun nicht sofort aus dem Stand und im Detail einem Dritten erklären oder aufschreiben können, haben Sie keine!

So ...

Ich hoffe das war deutlich. Diese 4 Punkte oben machen mich in Summe erfolgreich. Würde einer der 4 fehlen, würde es auch bei mir nicht funktionieren.

Insbesondere wenn ich kein Risikomanagement hätte. Da könnte ich 9 mal hintereinander einen tollen Trade hinlegen, mit dem 10. Fall, würde ich das alles mit einem einzigen katastrophalen Verlust wieder zerstören.

Ich kann nicht mehr tun, als diese Dinge immer wieder deutlich zu schreiben. Handeln und sich Ihren eigenen Geistern stellen, müssen Sie dabei selber.

Nur Hilfe zur Selbsthilfe kann diese Community und ich dabei gewähren. Und das tun wir mit all unserer Kraft.

Ihr Hari

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Analogien – von S&P500 und Co. und von 1998 bis 2015

Der folgende Artikel erschien schon Freitag 30.10.15 10:00 in Hari Live, ist aber nach wie vor aktuell

Der Markt steigt und steigt und da haben Analogien wieder Konjunktur.

Auch ich habe ja am 01. September, im Artikel -> Welches Börsenjahr reimt sich auf 2015 <- Analogien bemüht, um uns ein Gefühl dafür zu vermitteln, was uns vielleicht bevor steht.

Wenn Sie den Artikel vom 01.09. noch einmal lesen, erinnern Sie sich, dass ich der 1998er Analogie - was den reinen Kursverlauf angeht, die Zeit war damals eine andere - die höchste Wahrscheinlichkeit eingeräumt hatte.

So ist es dann auch auf den Punkt gekommen, die 1998er Analogie war das exakte Vorbild für das, was in den folgenden 2 Monaten abgelaufen ist - inklusive der Tatsache, dass Anfang Oktober das zweite Tief markiert wurde:

Ich zitiere noch einmal aus dem Artikel:

Aber es gibt noch eine, zunehmend vergessene Parallele, die mir noch einen Tick besser gefällt. Und das ist 1998, woran sich noch 2 Jahre harte Rally anschlossen, bevor dann im Jahr 2.000 eine echte Blase platzte:

Diese Struktur eines Doppelbodens passt sehr gut zu einem Ablauf, in dem die Indizes nun noch bin zu den genannten Widerstandszonen laufen, dann im Zuge einer Erwartung der Zinserhöhung der FED in die FED Sitzung hinein fallen und nach dem die Kuh endlich vom Eis ist und klar wird, dass nach der ersten pro-forma Erhöhung sowieso nichts nachkommt, dann zum Jahresende hin wieder in den Rallymodus gehen.

Alles Spekulation? Stimmt, das betone ich ja immer. Aber es spricht viel dafür, dass die 2011er und 1998er Analogie näher an den Realitäten der Gegenwart ist, als die extremen Crash- und Rebound-Szenarien, die man von den grossen "Crashpropheten und Gesundbetern" nun mal wieder lesen kann.

Für die Anleger bedeutet das, nicht zu schnell das ganze Pulver zu verschiessen und sich auf weitere, wilde Volatilität einzurichten - aber Schwäche trotzdem Zug um Zug zu nutzen, um langfristige Posititionen wieder aufzubauen, die aufmerksame Markt-Beobachter Anfang August abgebaut haben.

Sic! Wer diesem Muster folgte, hat nun zwei hoch erfolgreiche Monate hinter sich.

Sind deswegen Analogien nun die Art und Weise, mit denen wir immer an die Märkte heran gehen sollten? Gott bewahre Nein!

Auch in obigem Artikel hatte ich dazu geschrieben:

Am Ende ist es aber alleine die Price-Action die für uns Relevanz haben sollte. Wir dürfen uns deshalb auch nicht in obige Vorlagen verbeissen, vielleicht hat 2015 sein ganz eigenes Muster, das noch nicht geschrieben ist.

Aber eine grobe Orientierung können die alten Verläufe schon geben und solche Szenarien erlauben uns, das reale Geschehen dann auch schneller einzuordnen. Und das ist eine Menge wert, nur verheiraten und verlieben dürfen wir uns in diese Analogien eben nicht. Es sind gedankliche Krücken, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

So ist es und wir dürfen uns auf keinen Fall in so Analogien verlieben. Wir haben eben 2015 und nicht 1998! Solange wir sie aber nur benutzen, um uns Möglichkeiten und Muster prägnant vor Augen zu führen, haben sie Wert und schärfen unseren Blick.

Das voraus geschickt, fällt doch derzeit auf, dass wir in den Medien wieder jede Menge Analogien lesen. Auffällig dabei ist aber, dass es von Chartechnikern scheinbar überwiegend bärische Analogien sind, die uns zeigen, warum vermeintlich der Markt nun zusammen brechen "muss".

Vielleicht gibt es ja irgendwo auch eine bullische, ich habe aber zuletzt *nur* bärische Analogien gesehen und diese vermehrt. Das sollte uns etwas sagen. Es sagt uns nämlich, dass sehr viele dieser Rally misstrauen und sie bekämpfen und das ist gut und stabilisiert die Rally.

Und weil das so ist, will ich nun hier mal eine bullische Analogie dagegen halten. Es ist wieder die von 1998, denn bisher hat sich der Markt ja perfekt an diesen Ablaufplan gehalten, warum soll er es also nicht auch weiter tun?

Ich will aber erneut voraus schicken, damit es kein Missverständnis gibt: Ich denke keineswegs rein bullisch! Ich halte die bärischen Szenarien durchaus für legitim und werde sehr kritisch beobachten, ob der Markt im November nun eine Art "rechte Schulter" einer grösseren Topbildung formt. Gut vorstellen kann ich mir das.

Ich zeige hier nur deshalb eine rein bullische Analogie, um mal den Kontrapunkt zu den permanenten Katastrophenszenarien zu machen und zu beweisen, dass auch bullische Analogien sehr logisch und eingängig sein können. Wäre es anders herum, würde der Markt nun euphorisch sein, würde ich hier wohl eine bärische Analogie als Kontrapunkt zeigen.

Der Punkt ist immer wieder, dass wir opportunistisch dem Markt folgen sollen! Insofern sind solche Analogien interessant und manchmal auf hilfreich um Muster zu erkennen. Unser Handeln leiten wir aber *alleine* aus der Price-Action ab.

Nun aber zu der 1998er Analogie. Hier haben wir den aktuellen, markanten Doppelboden der letzten Wochen mit dem zweiten Tief Anfang Oktober:

S&P500 30.10.15 1

Und nun gehen wir in 1998 zurück und schauen auch da auf den Doppelboden mit sehr vergleichbarer Struktur. Auch 1998 stand die Korrektur am Ende einer mehrjährigen Anstiegsphase, so dass man auch 1998 sich ernsthaft fragen musste, ob dieser Markt nicht gerade eine Topbildung vollzieht.

Dass es noch 2 Jahre weiter hoch gehen würde, konnte man sich auch da kaum vorstellen:

S&P500 30.10.15 2

Hier ist aber nun, wie es weiter gegangen ist. 1999 und 2000 folgten mit weiterer Rally und erst 2000 erreichte der Markt ein echtes Euphorie-Hoch:

S&P500 30.10.15 3

Im ganz grossen Bild, gibt es also keinen Grund, warum wir hier nicht gerade eine Wiederholung des blauen Kästchens von 1998 sehen sollten. Die Analogie ist klar vorhanden:

S&P500 30.10.15 4

So ...

Das sollten wir einfach im Hinterkopf behalten, wenn wir wieder bärische Szenarien um die Ohren gehauen bekommen. Diese Bären wissen es auch nicht. Je stärker diese bärischen Szenarien aber propagiert werden, desto stärker wird dadurch deutlich, wie stark die "Wall of Worry" noch ist. Und ein Markt der bekämpft wird, beliebt gerne weiter zu steigen.

Sicher, ich habe auch aufgestellte Nackenhaare, wenn ich mir klar mache, worauf diese Rally beruht. Erst heute sehen wir ja wieder, was hier substantiell dahinter ist. Es ist Stimulus, Stimulus, Stimulus. Die Drogenbeauftragen sind immer noch am Werk.

Es gruselt mich, wenn ich mir vorstelle was passieren wird, wenn dieses Kartenhaus mal zusammen kracht. Und ja, ich glaube nicht daran, dass das eine dauerhaft tragfähige Finanzpolitik ist. Sie kennen meine Haltung dazu.

Aber all das darf uns nicht in Angststarre versetzen, weil selbst wenn der grosse 2000er Crash wieder kommt, spricht im Moment doch nichts Zwingendes dagegen, dass dazwischen nicht noch ein 1999 liegen könnte.

Sicher, eine kurzfristige Korrektur bzw Konsolidierung, ist nach diesem Anstieg nun für Anfang November hoch wahrscheinlich und überfällig. Mehr als das, ist aber derzeit nicht zu erkennen, zumindest gibt es dafür im Moment keine klaren Signale.

Deshalb will ich Ihnen mit dieser Analogie mitgeben:

Bleiben Sie opportunistisch und folgen Sie dem Markt! Schieben Sie Ihre Stops mit und wenn dieser Markt weiter hoch schiebt, sind sie weiter dabei. Und wenn er dreht, lassen Sie sich raus kegeln.

So "einfach". Und wenn Sie das so konsequent tun, brauchen Sie auch nicht über bärische Analogien zu grübeln. Dann können Sie die Schultern zucken und "schaun mer mal" sagen. Und so kann man gut schlafen, egal was kommt.

Ihr Hari

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Der DAX, die Wall of Worry und die Jahresendrally

Die folgende, kurze Betrachtung zur mittelfristigen Marktlage, erschien schon gestern Montag 26.10.15 09:10 in Hari Live

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Was wir nun in den kommenden Tagen vor uns haben, ist eine schwierige Marktphase, in der wir uns sehr auf die Price-Action konzentrieren müssen und uns nicht von den diversen Szenarien verrückt machen lassen dürfen, die man nun leicht mit ein paar Linien zeichnen kann.

Und das Web wird voll von diesen Szenarien sein, denn viele werden diese Rally im Sinne "Wall of Worry" auch wieder bekämpfen, weil sie ihr nicht trauen. Was die Erfolgschancen der Rally aber eher erhöht.

Ich will Ihnen anhand des DAX zeigen, was uns da bevor steht:

DAX Tageskerzen

Kurzfristig ist eigentlich klar, dass der DAX nun mal konsolidieren sollte und dafür bietet sich die eingezeichnete Zone bis herunter zum Gap-Close bei 10.500 an.

Dann käme in der idealen, bullischen Welt ein erneuter Schub bis zur Trendlinie bei ca. 11.000 und dort würde das Geschnatter wieder ganz laut werden, dass wenn der DAX da dreht, das sehr bärisch wäre, weil dann ein tieferes Hoch im grossen Bild entsteht.

Und beim S&P500 dürfte dann diese Gefahr an die Wand gemalt werden, die ja auch durchaus real ist:

S&P500 26.10.15

Wenn wir auf den DAX schauen sehen wir, dass selbst wenn der DAX da durch die 11.000 durch geht, nach oben immer wieder so Momente kommen, wo die Bären über ein niedrigeres Hoch philosophieren könnten.

Die - durchaus berechtigte - Angst davor, hier in einer grossen Topbildung zu sein, wird uns also so schnell nicht verlassen. Die Wall of Worry wird schwer zu überwinden sein.

Und genau weil das so ist, dürfen wir auf keinen Fall selektiv denken und uns nur auf ein Szenario kaprizieren!

Dieses Grübeln darüber, ob der DAX nun bei 11.000 oder sonstwo doch dreht oder nicht, ist völlig sinnlos und kontraproduktiv. Wir wissen es nicht und werden es im Vorfeld auch nicht wissen. Punkt!

Was wir aber wissen können ist, wie stark oder schwach die aktuelle Price-Action ist. Zeigt der Markt also klar bullisches Verhalten, wie die letzten Tage, oder wird er wackelig? Das ist das wichtigste Signal, das wir haben.

Und diese Erkenntnis ist zusammen mit einer Absicherung nach unten alles was wir brauchen. Wir gehen also mit und schieben unsere (gedanklichen) Ausstiegspunkte mit. Und den Rest lassen wir das Schicksal entscheiden, das macht sowieso, was es will.

Wenn Sie mich fragen, wie ich die Wahrscheinlichkeiten aktuell einschätze, dann denke ich, dass wir mit recht hoher Wahrscheinlichkeit nach einem Retracement noch bis 11.000 laufen und diese Trendlinie testen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Markt da im bärischen Sinne dreht ist zwar da, aber nach den jetzigen Marktsignalen für mich etwas kleiner, als dass sich die Rally bis Anfang Dezember fortsetzt. Diese Sicht kann sich aber durch das Ergebnis der FED Sitzung ändern, das am Mittwoch Abend um 19 Uhr MEZ ansteht. Im Dezember stehen dann mit EZB und FED erneut zwei Stolpersteine im Weg.

Es ist also eher sinnlos, da nun im Sinne "Raten" auf irgendwelche Abläufe zu wetten. Folgen wir einfach dem Markt, dann sehen wir schon.

Die bisher gewählte Aufstellung der "kontrollierten Offensive" mit Absicherung nach unten und noch etwas Cash im Köcher, macht in meinen Augen als mittelfristige Aufstellung weiter Sinn, bis uns der Markt andere Signale gibt.

Ihr Hari

PS: Eine gute fundamentale Abwägung zur Frage Jahresendrally Ja oder Nein, findet sich übrigens -> hier bei der FuW <-, die zu ähnlichen Ergebnissen wie ich oben kommt.

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Warum der VW-Skandal vom Himmel geschickt wurde – und was das mit Apple zu tun hat

Der folgende Artikel erschien Dienstag 20.10.15 16:40 in Hari Live und wurde für den freien Bereich etwas erweitert, um den Kontext zu erhalten

Tim Cook gibt dem WSJ ein ausführliches Interview, in dem er faktisch Apples Interesse am Automarkt bestätigt:
-> Massive Change in car industrie <-

Sicher hat er damit nichts Konkretes gesagt, aber jemand in seiner Rolle müsste und würde ein Interesse an einem Markt wohl dementieren, wenn da gar nichts dran wäre. Wenn der Apple Chef aber von einem "massive Change" in der Autoindustrie redet, der auch Quereinsteigern Chancen eröffnet, dann ist das für mich die deutlichste Interessensbekundung, die man nur machen kann, ohne Konkretes zu sagen.

Als deutscher Automanager, sollte man nun mal langsam unruhig werden. Treue Leser wissen ja noch, wie ich schon vor 3,5 Jahren hier -> Die Zukunft des Automobils <- und vor 2,5 Jahren hier -> Eine Ohrfeige für Winterkorn, Piech, Zetsche und Co. <- die deutschen Automanager deutlich und massiv aufs Korn genommen habe, die sich schon nach meinem damaligen Eindruck, zu sehr in Selbstgefälligkeit und Trägheit gesonnt haben.

Insofern ist der Skandal bei VW für die deutsche Autoindustrie am Ende vielleicht vom Himmel geschickt worden. Denn ohne den Skandal, hätte man wohl noch 2-3 Jahre weiter gewurschtelt, bis es wirklich zu spät gewesen wäre und die neuen Wettbewerber im Sinne Google, Apple und Co. irgendwann das Feld des autonomen, elektrischen Fahrens betreten.

So aber weckt der Skandal aus der Selbstgefälligkeit auf, schwemmt Leute weg, denen scheinbar der Professorentitel wichtig war, die aber nach meinem Eindruck keine mutige, der Zukunft zugewandte Modellpolitik hinbekommen haben. Und so schafft der Skandal die Chance für die ganze Industrie, gerade noch rechtzeitig das Ruder mit Macht in Richtung Zukunft herum zu reissen.

Wenn es den Skandal nicht gegeben hätte, hätte man ihn also erfinden müssen. Wer immer das Ding tatsächlich in Bewegung setzte, hat am Ende der deutschen Autoindustrie eher einen Gefallen getan, davon bin ich mittlerweile überzeugt. Denn nun weht der "Wind of Change" und das ist gut so!

Apple aber, ist für mich als Aktie mittelfristig weiter attraktiv.

Ich weiss zwar immer noch nicht, warum der Markt Apple mit einem Malus bei der Bewertung belastet, denn Apple wird schlechter bewertet, als vergleichbare Bluechips.

Nehmen wir eine Microsoft, der billigt der Markt aktuell ein Forward P/E von 15 zu, Intel eines von 14 und Apple aber nur eines von 11!

Nun kann ich völlig verstehen, dass der Markt Skepsis hat, ob Apple seine Margen und seine Stellung dauerhaft halten kann. Und auch Skepsis hat, ob das Wachstum dauerhaft zu halten ist.

Ich teile diese Skepsis und für so ein cashflow-starkes Unternehmnen wie Apple, würde das dann auch nicht mehr als ein P/E von 14-16 rechtfertigen, wie bei Intel, Microsoft und vielen anderen vergleichbaren Bluechips auch.

P/Es von 20 und mehr, sind einfach stark wachsenden Unternehmen vorbehalten und da muss man sich bei Apple schon fragen, wo starkes Wachstum nun schnell herkommen soll. Bei allen Zukunftschancen im Bereich Pay oder Wearables oder später im Automobilbereich, schnelles hohes Wachstum ist da eher nicht.

Warum der Markt Apple keinen Bewertungsbonus mehr gibt, kann ich also sehr gut verstehen und das ist auch völlig in Ordnung. Warum aber so ein massiver Malus existiert, bleibt mir rätselhaft. Denn bei einem P/E von 15 wäre Apple eher bei 150 USD im Kurs und nicht bei aktuell gut 110!

Ich verstehe das nicht und habe noch keine gute Erklärung dafür gehört. Klüger als der Markt bin ich bestimmt nicht, aber auch bei angestrengtem Nachdenken fällt weder mir, noch den Mitgliedern der Community, ein überzeugender Grund für diesen Malus ein, der Apple schwächer bewertet als Intel und Microsoft, zwei Unternehmen mit durchaus relevanten Zukunftsfragezeichen, mitten in der strategischen Repositionierung.

Und insofern ist es mir auch mittlerweile egal. Ich schaue einfach auf die Price-Action und richte mich nach der.

Und was ich da heute sehe ist, wie die Aktie in Bewegung gerät und diese Struktur nach oben erzeugt und dabei auch wieder über 20- und 50-Tage Linie steigt. Ich habe schon schlechtere Ausgangslagen gesehen, als das:

AAPL 20.10.15

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Apple und die US Indizes an der Klippe

Vor einer guten Woche, hatte ich im Artikel -> Mr. Gnadenlos und das wahre Risiko <- schon darauf hingewiesen, dass die mittelfristigen Risiken in den US Indizes und im Speziellen im Leitindex S&P500 steigen.

Nun hatten wir gestern sogar noch ein fieses "Reversal des Reversals", denn der Dienstag brachte im Sinne "Turnaround Tuesday" eigentlich alle Parameter eines beginnenden Rebounds, wurde aber am gestrigen Mittwoch unter dem Druck von Grexit, China und einer über Stunden geschlossenen New York Stock Exchange, vollständig wieder abgegeben.

Die Price-Action im S&P500 wird daher immer fragwürdiger, das Chart zeigt deutlich, wie riskant die Lage nun ist:

S&P500 09.07.15 3

Wer jetzt also nur auf Griechenland starrt und eine Auflösung des Dramas für Käufe nutzen will, könnte damit auf mittelfristige Sicht deutlich zu kurz springen. Denn damit befindet man sich im massiven Konsens im deutschen Markt, alle warten darauf, den Grexit dann wieder als Kaufgelegenheit nutzen zu wollen. Und was alle erwarten, kann am Markt nur schwer eintreffen.

Ein denkbares und für den fiesen Mr. Market sehr typisches Szenario, wäre daher eine kurze Erleichterungsrally im DAX, die dann aber schnell von den wichtigeren Problemen im Rest der Welt aufgefressen wird. Stellen Sie sich nur mal vor, in China würde der Absturz weiter gehen und das Vertrauen der Bevölkerung erschüttern. Unsere Autobauer würden es wohl in den Absatzzahlen als Erste merken und der DAX in Folge auch.

Und mit den hektischen, dirigistischen Maßnahmen zur "Stützung" des Marktes, machen die chinesischen - nur dem Namen nach noch "kommunistischen" - Kader alles nur schlimmer, weil sie das Vertrauen untergraben und sich dem Risiko aussetzen, die eigene Machtlosigkeit deutlich zu machen. Und wenn Vertrauen bricht, dann geht es schnell und massiv nach unten. Eine Herde von Marktteilnehmern, die von Panik in eine Abwärts-Stampede getrieben wird, hält wirklich in ihrem Lauf, "weder Ochs noch Esel auf". Das müssen die Chinesen wohl noch lernen - Vertrauen ist das Zauberwort, nicht operative Hektik!

Deshalb ist es für uns nun so wichtig, auf die US Indizes zu schauen, denn wenn die nun zur ersten harten Korrektur seit über drei Jahren ansetzen sollten, wird sich der DAX dem nicht entziehen können!

Kurzfristig ist das Sentiment in den US nun aber so sauer geworden, dass eine positive Gegenbewegung in den nächsten Tagen, vielleicht auch im Zuge einer Auflösung des griechischen Dramas, ganz gute Chancen hat. Was danach kommt ist die Frage und da sieht die Marktmechanik im mittelfristigen Blick wirklich nicht mehr gut aus.

Will man den Zustand eines Marktes einschätzen, lohnt es sich dabei auch, einen Blick auf die führenden Aktien und deren Strukturen zu werfen und wer wäre da besser geeignet, als *der* Bluechip schlechthin: Apple.

Wir sehen im Chart schnell, dass bis zum 28.04. (dem blauen Pfeil) alles nach einer positiven Fortsetzung des Aufwärtstrends wie aus dem Lehrbuch aussah. Das böse Reversal am 28.04., hat dann aber alles verändert und seit dem ist der Wurm drin:

AAPL 09.07.15

Wir sehen auch, dass Apple nun im wahrsten Sinne des Wortes "an der Klippe" steht und die nun deutlich sichtbare Divergenz im On-Balance-Volumen, macht keine guten Gefühle. Eine diffuse Nachrichtenlage mit negativen Nachrichten zur Apple Watch, macht die Lage nicht einfacher. Diese Nachrichten sind nicht wegen der absoluten Zahlen bedeutend, dafür ist der Umsatz der Apple Watch zu gering. Sie haben aber Bedeutung, weil sie am Nimbus der Unbesiegbarkeit von Apple kratzen.

Trotzdem gehe ich auch bei Apple eher davon aus, dass wir hier nicht direkt durchfallen, sondern es nun kurzfristig erst einmal eher nach oben geht. Danach wird es aber wirklich riskant und wenn eine solche Gegenbewegung wieder verkauft werden sollte, muss man bei Apple, wie bei den US Indizes, von einer echten Korrektur ausgehen, die dann auch am DAX nicht vorüber gehen wird.

Fazit:

Die mittelfristige Lage in den US Indizes sieht zunehmend wackelig aus. Noch ist nichts entschieden und auch eine erneute Auflösung nach oben ist denkbar. Wir dürfen durch das griechische Gezappel aber auf keinen Fall blind für diese Entwicklungen werden, denn die sind für DAX und Co. am Ende wichtiger als die Frage, auf welche Art und Weise nun weitere Steuermilliarden in Griechenland verbrannt werden. Denn dass es dazu kommt, ist völlig klar. Die Frage ist nur, ob für ein Programm, das sowieso nicht eingehalten wird oder für humanitäre Rettungsmassnahmen, die von Teilen der Gesellschaft gar nicht gewollt werden, weil man ja "so stolz" ist.

Wir dagegen sollten als rationale und professionell agierende Marktteilnehmer "stolz" sein, wenn wir diese schwierige Marktphase weiter unbeschadet überstehen, denn die ist nicht ohne und voller versteckter Risiken. Wer dabei Hilfe braucht, sollte sich der Mr-Market Community anschliessen.

Ihr Hari

PS: Übrigens, wir haben einen weiteren Kolumnisten an Bord, schauen Sie -> hier <-. "Nun sind wir fünf!" kann ich also dankbar im Stile von "Chris", dem Anführer der -> glorreichen Sieben <- sagen. 😉

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Kreditkrise 2015 in den Emerging Markets?

Der folgende Beitrag erschien schon Dienstag 09.12.14 08:55 in Hari Live

Es gibt ein paar Geschehnisse an den Märkten, bei denen kann man durchaus ein mieses Gefühl bekommen ......

Im Community-Forum wurde es schon anhand der ETFs JNK und HYLD erwähnt und ich will hier einmal den Gesamtkontext darstellen. Denn da könnte sich tatsächlich etwas zusammen brauen, was sich in 2015 dann entladen könnte: eine Kreditkrise in den Emerging Markets.

Denn durch den starken Dollar und den massiv fallenden Ölpreis, braut sich für einige Länder gerade ein perfekter Sturm zusammen.
-> Hier in der Welt <- gab es zuletzt einen Artikel, der die Zusammenhänge brauchbar darstellt, insofern muss ich das hier nicht selber tun.

Nun sind wir ja aber Fans davon, dem Markt zu folgen und nicht irgend welchen Berichten in Mainstream Medien, die typischerweise schon längst kalter Kaffee sind, wenn sie dann erscheinen. Schauen wir also mal, was Mr-Market und seine Price-Action dazu sagt.

Zunächst sehen wir am brasilianischen Aktienmarkt, dass ein fast perfektes "W" als Wendeformation - das normalerweise ein sehr starkes und belastbares Signal ist - ohne sichtbaren Anlass brutal zerlegt wurde und nun haben wir ein neues Verlaufstief. Das ist bedenklich:

EWZ 09.12.14

Wir sehen aber auch im übergeordneten weltweiten ETF der grossen Emerging Market Aktien EEM, dass auch hier eine valide Wendeformation kurz davor steht negiert zu werden. Hier besteht zwar noch Hoffnung, aber auch das ist sehr ungewöhnlich:

EEM 09.12.14

Und wir sehen im High Yield ETF JNK - der ein hervorragender Gratmesser für Stress im Kreditmarkt ist und den ich deshalb als "Junk-Indikator" benutze, dass dieser ein neues Verlaufstief generiert hat:

JNK 09.12.14

In Summe sendet die Price-Action also klare Signale, dass die oben verlinkte Story zu einer Kreditkrise in den Emerging Marktes - von medialen Übertreibungen abgesehen - durchaus Hand und Fuss hat.

Kann man daraus nun zwingend ableiten, dass diese Krise in 2015 so kommt?
Nein, denn letztlich hängt alles vom Dollar und vom Ölpreis ab.

Und ich habe den Mitgliedern ja zuletzt anhand des US Dollar Index mehrfach dargestellt, dass hier nun eine sehr gute Chance auf eine zumindest temporäre Wende besteht, die mit temporärer Dollar Schwäche einher geht. Hier ist das Chart erneut:

US Dollar Index

Und auch der Ölpreis ist so überdehnt, dass ein Snapper in die Gegenrichtung mehr als überfällig ist:

WTI 09.12.14

Insofern könnte dieser Artikel der Welt kurzfristig wieder den Punkt markieren, an dem eine Entwicklung im Mainstream ankommt und daher an den Börsen schon weitgehend verfrühstückt ist.

Trotzdem, nach einer recht wahrscheinlichen, temporären Gegenbewegung, bestehen im 2015 hinein gute Chancen, dass sich die Dollarstärke und die Ölpreisschwäche fortsetzt. Und dann spricht wirklich Einiges für eine Kreditkrise in einigen Emerging Marktes. Das Risiko ist also real und der Junk Indikator lügt hier nicht.

Ich sagte schon mehrfach im Mitglieder-Bereich, so sehr ich aktuell zum Jahresende mitnehme was geht, werde ich aber zum Jahreswechsel hin erst einmal abbauen und mit eher vorsichtiger Aufstellung in 2015 hinein gehen.

Denn die Erinnerung an den Jahreswechsel 2007/2008 sitzt mir noch im Nacken und ich sehe in Betrachtung des grossen Bildes keinen Grund, zu optimistisch und vor allem blauäugig in 2015 zu gehen - der Markt darf mich dann ja gerne vom Gegenteil überzeugen.

Und Börse - wie Geschichte - wiederholt sich zwar nicht, sie reimt sich aber manchmal. Deshalb hier das Chart des Jahreswechsels 2007/2008 zur Erbauung: 😉

S&P500 2007

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