Divide et Impera!

Vor uns liegt die große Woche des medialen Rauschens, die von geopolitischen und finanzpolitischen Themen geprägt sein wird.

Begonnen hat es schon gestern, mit dem G7 Desasters im Sinne -> Er kam sah und wirbelte <-.

Wird das überhaupt Auswirkungen auf die Märkte haben? Selektiv ja, wir sehen es heute früh ja schon an den Autowerten, die Trump direkt attackiert. Global gesehen aber eher nein, denn auf den G7 als Format zu verzichten, macht die Welt nicht schlechter und verringert den Gewinn keines Unternehmens auch nur um einen Cent. Genau genommen hat Trump meine Sympathie den zweiten Tag zu "schwänzen", denn diese Themen mit allgemeinen Absichtserklärungen sind genau das, was diese Gipfel zu so einer lächerlichen Ansammlung von Formelkompromissen macht.

Problematischer ist da langfristig schon der Mangel an Verbindlichkeit der aus Trump spricht, der den gleichen Menschen gerade noch zum Himmel loben und kurz danach via Twitter verdammen kann. Mangelnde Verbindlichkeit ist Gift für Beziehungen und Vertrauen und auf Vertrauen in Berechenbarkeit, beruht letztlich auch jede Investition und damit die Weltwirtschaft.

Gleichzeitig ist genau das im Sinne "divide et impera" aber Trumps Machtmittel, das er schon in seiner Zeit als Immobilien-Mogul immer wieder angewandt hat. Wenn man Stimmen aus seinem Umfeld folgt, fühlt er sich wohl mit etwas Chaos um ihn herum, weil das verhindert, dass echter Widerstand entsteht und er dann um so leichter seiner Eingebung folgen kann. Insofern ist das Bild das Merkel Pressekorps zum Gipfel veröffentlich hat wirklich treffend. Aber nicht so wie es sich das Pressekorps wünschte, sondern in dem es zeigt wie Trump grinsend sitzt, während die anderen diskutieren. Divide et Impera!

Kurzfristig für ein paar Jahre funktioniert diese Methode auch ganz hervorragend. Langfristig wird sie für die Welt und auch die Weltwirtschaft sehr gefährlich sein. Denn Verbindlichkeit - und nicht Chaos - ist das zentrale Fundament auf dem Investitionen blühen - oder nicht. Man nennt das auch das "Investitionsumfeld".

Der G7 war ja aber nur Ouvertüre, wir haben am Dienstag das Treffen Trump-Kim, das auf den Markt dann eine Auswirkung haben würde, wenn es im Dissenz und mit Beschimpfungen enden würde.

Wenn ich das Treffen Trump-Kim aus der Perspektive des Sentiments betrachte, dann hat es in meinen Augen einen optimistischen Überhang. Es sind hohe Erwartungen damit verknüpft und es ist keineswegs sicher, dass das so kommt. Alleine das Treffen selber ist für Kim ein riesiger Erfolg, selbst wenn er nach einer Minute "empört" wieder abreisen würde. Kim hat also wenig zu verlieren und deswegen ist das Risiko einer Enttäuschung in meinen Augen durchaus vorhanden. Wenn es zu einem Erfolg führt, dürfte es daher nur eine geringe Reaktion der Märkte geben, wenn es scheitert, eine stärkere.

Dann haben wir am Mittwoch die FED, die den Markt schon auf eine weitere Zinserhöhung vorbereitet hat und am Donnerstag die EZB, die beginnt den Markt auf ein Ende des Anleihenkauf-Programms einzustimmen. Es wird spannend sein zu sehen, wie Draghi das mit der einen Hand tut und versuchen wird, es mit der anderen Hand zum Wohle der Zinsentwicklung in Italien wieder einzufangen. Von beiden Notenbank-Events dürfte der EZB-Termin der deutlich spannendere sein.

Wir haben diese Woche aber auch noch die Bank of Japan (BoJ) und eine Unmenge wichtiger ökonomischer Daten, Inflationsdaten, Retail Sales und Industrie-Produktion.

In Summe ist unglaublich viel los und das trifft auf einen zuletzt wieder sehr resilienten Markt, der zum für ihn auch wichtigen Thema "Handel" bisher zum Schluß gekommen ist, dass das ein Thema ist das Sorgen rechtfertigt, aber "not yet", außer in selektiven Fällen wie den deutschen Autobauern, aber selbst diese Reaktion ist noch verhalten. "It doesn´t matter until it matters".

Vor allem ist aber diese Woche in kurzer Folge zu viel los, um den Verlauf zu antizipieren. Die Auswirkungen auf die Kurse vorher sagen zu wollen, ist daher sinnlos und vermessen und deswegen sollten wie es gar nicht erst versuchen.

Wichtig ist aber sich an die Resilienz des Marktes zu erinnern und daran zu erinnern, das dieser immer noch im "it doesn´t matter" Modus ist. Wir tun also gut daran, den medialen Nachrichten nicht zu viel Bedeutung beizumessen und auf den Markt selber zu schauen.

Und ich wäre keineswegs überrascht, wenn am Ende der Woche in den Kursen gar nicht so viel passiert wäre. Zumindest ist das das Muster der letzten 2 Jahre.

Was ich Ihnen -> zur Lage Anfang Mai <- geschrieben habe, ist also immer noch gültig:

Und im ganz großen Bild bleibt es dabei, wir sind in einer Seitwärts-Bewegung im ersten Halbjahr, die im zweiten Halbjahr dann gut S&P500 3.000 erreichen könnte. Das alles aber eingebettet in eine ganz normale, größere Konsolidierung, die die immensen Gewinne seit Anfang 2016 erst verarbeiten muss, bevor es weiter hoch gehen kann.

Und das Chart des Leitindex S&P500 sieht immer noch so aus und die Konjunkturdaten der US weisen nach oben, während sich in Europa eine leichte konjunkturelle Delle andeutet:

Ist das ein Grund Panik zu schieben? Nein.

Ist das ein Grund dem medialen Rauschen als Investor große Aufmerksamkeit zu schenken? Nein.

Wir sollten besser dem Markt selber Aufmerksamkeit schenken. Wenn etwas passiert, dass dessen Erwartungen schwer enttäuscht und dieses Bild verändert, werden wir es schnell in den Kursen sehen und genau dann ist der Zeitpunkt darauf zu reagieren.

Kluge Anleger raten nicht im Vorfeld herum, weil sie dann in 9/10 Fällen zu früh reagieren. Sie reagieren statt dessen im einen 1/10 Fall zügig im Sinne eines vorher durchdachten Plans, wenn sich etwas Relevantes in Bewegung setzt. So sollten wir auch an diese Woche des medialen Rauschens heran gehen.

Ihr Hari

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Der typische Unterinvestierte

Man soll ja seine Leser nicht "beschimpfen". Und das tue ich auch bestimmt nicht, ich will einigen von Ihnen nur den Spiegel vorhalten.

Nun ist es aber manchmal schmerzhaft den Spiegel vorgehalten zu bekommen, vor allem wenn man sich darin erkennt. Und Freunde macht man sich als Autor damit in der Regel auch nicht. Auf Websites, die auf Klicks angewiesen sind, weil sie über die Klickzahlen dann Werbung und Klickdaten teuer verkaufen können, gehört es daher eher zum "NoGo" etwas zu schreiben, was den Lesern nicht gefallen könnte. Leichter und erfolgsträchtiger ist es, den Lesern nach dem Mund zu reden.

So entstehen dann diese Filterblasen, in denen jeder nur noch liest, was er sowieso schon weiss und sich alle im sozialen Umfeld wohlgefällig zunicken, wenn sie die bekannte Selbstvergewisserung erhalten.

Da trifft es sich doch gut, dass mir hier bei Mr-Market.de das alles egal ist. 😀

Klickzahlen spielen hier keine Rolle, der Blog lebt von seiner wachsenden, treuen Community und deren Beitragszahlungen und ist bewusst praktisch werbefrei. Und nur wer wirklich hier sein will, stösst durch diese Hürde der Zahlung, dann auch zur Community dazu und das ist gut so.

Und dann komme ich noch immer wieder daher, halte Ihnen den Spiegel vor und verärgere oder verschrecke damit sicher auch Einige von Ihnen. Aber umgedreht wird ein Schuh daraus: Die, die dann trotzdem dabei sein wollen, wollen gerade deswegen dabei sein, weil man hier mehr liest als das, was man sowieso schon zu wissen glaubt. Und auch das ist gut so!

Also halten wir den Spiegel heute doch mal wieder hoch. Auf Einige von Ihnen wird er zutreffen, auf Andere nicht, die Entscheidung ob Sie sich angesprochen fühlen, treffen Sie alleine.

Ich habe am 23. September diesen Jahres im internen Bereich einen kleinen Beitrag geschrieben, in dem ich eine direkt von einem Nicht-Mitglied an mich gerichtete Mail zum Anlass genommen habe, auf das Muster des typischen, unterinvestierten Anlegers einzugehen und den Finger in dessen Wunde zu legen.

Dabei zitierte ich auch aus dieser Mail, die ich selbstverständlich völlig anonymisiert hatte. Es geht ja auch nicht um die Person die das geschrieben hat, sondern es geht beispielhaft um das Muster. Denn diese Denkstrukturen, sich unbewusst klüger als der Markt zu halten, gibt es leider zu oft.

Diesen Balken vor der eigenen Stirn zu erkennen, der Erfolg am Markt so massiv im Wege steht, ist aber sooo wichtig, dass ich es hier zum Thema mache - auch wenn es Ihnen vielleicht nicht gefällt 😉

Und nun ein Auszug aus der Mail und mein Kommentar.

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Eine einfache Erkenntnis zum Markt

Ich bin ja "berüchtigt" dafür, lange Artikel zu schreiben. 😉 Die Realität des Marktes ist aber eben auch komplex und verweigert sich einfachen Weisheiten.

Trotzdem will ich heute mit so wenig Worten wie möglich, mal eine "einfache Erkenntnis" aufschreiben. Denken Sie mal bitte darüber nach.

Zunächst fünf Fragen und Antworten:

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Von Jünglingen, Knappen und Rittern – Die drei Phasen des Risikomanagements

Der folgende Grundsatzartikel zur Risikobereitschaft und zum Risikomanagement als Trader und Anleger, erschien Mittwoch 23.09.15 11:10 in Hari Live und wurde zum Zwecke der Verständlichkeit, für den freien Bereich überarbeitet.

...............

Ich verrate Ihnen heute ein „Geheimnis“.

Ich agiere in meinem Trading-Depot manchmal deutlich aggressiver und mit mehr Risiko, als ich das in meinen abgewogenen Statements hier deutlich machen kann, mit denen ich ja eine in ihrem Erfahrungshorizont völlig heterogene Leserschaft adressiere.

Warum? Wieso? werden Einige von Ihnen nun fragen. Und andere, die die ganze Entwicklung als Trader schon durchlaufen haben, werden wissend grinsen.

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K+S und die Signale des Marktes

Der folgenden Beitrag erschien Montag 16.03.15 17:10 in Hari Live

Erinnert sich noch jemand an das Uralkali Desaster des Sommers 2013, das bei einem Kurs von 25€ bei K+S zu einem schlimmen Einbruch führte?

Und erinnern Sie sich, wie ich K+S dann für Monate auf der "Igitt-Liste" hatte und mich immer wieder über die gierigen Anleger mokiert habe, die ohne Hintergrundinformationen permanent auf den sofortigen Rebound wetten wollten, weil "Fallen Angels" leider auf unsere Hirne so eine klebrige und ungesunde Anziehungskraft entfalten?

Nein, egal ob bei K+S, oder Öl, oder oder, nach solchen massiven und fundamental begründeten Einbrüchen, braucht der Markt fast immer Zeit sich einzuschwingen und wer zu früh zugreifen will, liegt von kurzen Gegenbewegungen abgesehen, meistens falsch. Eine grundlegende Wende aus solchen Einbrüchen braucht Zeit.

Ende 2013 habe ich dann K+S von der "Igitt-Liste" runter genommen und wieder neutral betrachtet, aber einen Grund sich damit als Aktie zu beschäftigen, gab es in ganz 2014 trotzdem weiterhin nicht. Und ich bin auch heute nicht drin und habe es auch nicht vor, einfach weil meine Augen woanders hin gerichtet sind und ich der Wettbewerbsfähigkeit von K+S weiter nicht traue.

Denn die aktuelle Stärke ist zu einem guten Teil ummittelbare Folge des Eurokurses. Denn so wird der Nachteil von K+S, dass die Produktionsstätten in einem Hochlohnland mit höheren Kosten liegen, auf dem Weltmarkt zu einem Vorteil und die Wettbewerbsfähigkeit verbessert sich gegenüber den Mitbewerbern. Dann hat sich der Kalipreis in Dollar noch etwas erholt und die Kosteneinsparungen im operativen Geschäft haben ihre Wirkung, so dass in Summe nun eine Menge positiver Faktoren zusammen kommen.

Trotzdem ist K+S als Aktie derzeit für mich primär eine Wette auf einen schwachen Euro und den Euro kann ich direkt auch anders handeln. Und unklar ist mir, wie sich der Euro-Absturz auf das Legacy Projekt in Kanada auswirkt, denn hier sollte der eigentlich alles teurer machen.

Aber alle diese Überlegungen sind letztlich irrelevant und tragen nichts zum Markterfolg bei. Denn am Beispiel K+S kann man in Perfektion vorführen, dass das Chart die entscheidenden Informationen hatte und man nur den Mustern des Charts hätte folgen müssen:

K+S 16.03.15

Wir sehen nämlich, wie sich Mitte Januar, mit dem abzeichnenden QE der EZB, ein sehr wichtiges Signal ergab.

Erstens hatten wir bei K+S eine deutliche iSKS mit Nackenlinie fast genau bei der ominösen 25€ Linie. Und zweitens kam da auch noch die langfristige Abwärtstrendlinie runter.

Es war also im Chart ganz eindeutig zu sehen, dass ein Ausbruch darüber hohe Bedeutung haben würde. Ich habe das damals auch gesehen und die Mitglieder im Post von Donnerstag 22.01.15 16:25 in Hari Live auf die sich entwickelnde Situation hingewiesen.

Aber ich habe mein Augenmerk in den folgenden Tagen dann auf andere Aktien und Sektoren gelegt, denn ganz viele Titel sahen ja identisch aus und sind seit dem hervorragend gelaufen. Denn wie gesagt, der Euro und das QE der EZB ist hier die dominante Kraft, das kann man im Chart klar sehen. Mit den positiven Erwartungen an die EZB kam der Schub. Andere Erwägungen, wie eine Preisstabilisierung im ganzen Sektor, waren für diesen massiven Schub wohl eher zweitrangig.

Fazit:

Wie der DAX, hat K+S den Measured Move der iSKS schon lange überschritten und ist überreif für eine Korrektur. Trotzdem ist das ein klar bullisches Chart und wer sich für die Aktie interessiert, kann den nächsten Dip wohl kaufen. Im Klaren sollte man sich aber darüber sein, dass das in hohem Masse eine Wette auf einen weiter schwachen Euro ist und dass die grundsätzliche Problematik, der hohen Abhängigkeit von einem zentralen Marktpreis, nach wie vor bei K+S gegeben ist.

Was aber das Chart von K+S auf jeden Fall ist, ist eindrucksvoller Ausdruck der Stärke des "Folge dem Markt" Prinzips. Das Chart hat uns alle relevanten Informationen schneller geliefert, als jede Analyse der fundamentalen Lage.

Und das Chart sagte bis Ende 2014, dass K+S als Aktie nicht interessant war. Mitte Januar kam dann aber das deutliche Signal, dass man nicht übersehen durfte, wenn man sich für diese Aktie interessierte.

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Warum Sie “Gurus” nicht hinterher laufen sollten und Ihre eigene Strategie brauchen

Der folgende Beitrag erschien gestern in Hari Live:

Heute habe ich etwas Besonderes für Sie. Sie wissen, dass ich viel von Charles Kirk und seinem -> Kirk Report <- halte.

Charles hat vorgestern einen längeren Text geschrieben, der mir sehr gefallen hat. Und er war so freundlich mir zu erlauben, diesen Text hier her zu kopieren und mit Ihnen zu teilen.

Es geht Charles Kirk darum, wie wichtig es für den Erfolg ist, seine eigene Strategie zu entwickeln und nicht permanent anderen "Gurus" (Heros) hinterher zu laufen.

Das gilt ausdrücklich auch für mich. Wer mich hier auf Mr-Market als "Guru" betrachtet und nur versucht, meinen Ideen hinterher zu laufen, wird ebenso nicht dauerhaft erfolgreich sein können. Denn das Problem ist, Sie sind nicht ich und haben nicht die gleichen Voraussetzungen:

  • Sie haben andere zeitliche Voraussetzungen bzw Verfügbarkeit wie ich
  • Sie haben nicht das gleiche Kapital wie ich im Einsatz
  • Sie haben nicht die gleiche Lebensplanung wie ich
  • Sie haben eine andere Psychologie wie ich
  • Sie haben eine andere Ausbildung als ich
  • Sie haben anderes Wissen als ich
  • Sie haben andere Stärken und Schwächen als ich

Das bitte ich nicht so misszuverstehen, als ob ich Ihnen damit sagen will, dass ich über Ihnen stehe. Nein, wir sind alle Individuen und Sie sind weder besser noch schlechter als ich, Sie sind anders !

Und weil Sie anders sind und weil die Psychologie beim Erfolg an den Märkten den ganz entscheidenden Faktor ausmacht, können Sie auch nicht 1zu1 mit meiner Methodik erfolgreich sein. Denn Sie sind nicht ich. Und ich bin weder David Eichhorn, noch Warren Buffet. Ich heisse Michael Schulte und der bin ich - niemand sonst.

Dauerhafter Erfolg wird sich nur mit Ihrer eigenen Methodik einstellen, die zu Ihrer Psyche und zu Ihren zeitlichen und monetären Rahmenbedingungen passt. Wenn Sie mir sehr ähnlich sind, kann Ihre Strategie sehr nahe an meiner sein. Es ist aber immer noch Ihre Strategie.

Ich will und wollte daher auch nie Ihr „Guru“ sein. Ich will dafür hier auf Mr-Market Ihr Mentor und Coach sein.

Ich will der erfahrene Mentor sein, der Ihnen hilft Ihre eigene Strategie zu finden, der Ihnen Tips gibt, wie Sie sich verbessern können und der Sie mit der Nase auf Opportunitäten stösst. Und der Ihnen mit freundlicher Strenge immer wieder den Spiegel vorhält.

Und ich will Ihnen hier eine Heimat bieten, auf der Sie sich ehrlich, reflektiv, ohne Scheu und mit offenem Visier, mit anderen Anlegern und Tradern austauschen können, die auch auf dem richtigen Weg sind. Ohne die Angst haben zu müssen, wie in vielen offenen Foren, dem Hass und dem Ego diverser Trolle und Selbstdarsteller ausgeliefert zu sein. Denn ohne ehrlichen Austausch und Inspiration, ist Geldanlage und Trading eine ziemlich einsame Angelegenheit.

Mentor, Coach, Ideengeber, Prediger, Lehrer, Organisator einer Community, all das will ich für Sie sein und bin ich hier hoffentlich auch für Sie geworden. Und es ist auch dringend nötig, denn ohne einen Mentor ist es an den Märkten sehr, sehr schwierig auf einen grünen Zweig zu kommen. Da braucht man schon eine sehr starke Psyche und Durchhaltevermögen. Ein guter Mentor kann dagegen Lernprozesse beschleunigen und helfen, die typischen Klippen zu umschiffen. Und das ist das, was ich hier für Sie sein will.

Am Ende gebe ich Ihnen aber nichts vor, sondern gebe Ihnen Hilfe zur Selbsthilfe. Denn Sie müssen sich selbst helfen und Ihre eigene Strategie entwickeln. Anders ist dauerhafter Erfolg an den Märkten nicht möglich.

Zu diesem Thema habe ich hier auch schon diverse Artikel geschrieben, gerade auch für normale Anleger mit Beruf. Ein paar dieser Artikel will ich noch einmal in Erinnerung rufen:

-> Der Weg des Traders - Vom Markt, dem Surfer und dem Meer <-

-> Ohne Fleiss kein Preis, ein Börsentag im Leben des Hari <-

-> Ist die deutsche Seele inkompatibel zur Börse ? <-

-> Warum das Denken in Strukturen und Setups, für den Börsenerfolg so wichtig ist <-

-> Vom Hier und Jetzt und dem sinnlosen Kampf gegen den Markt <-

-> Die ultimative Anlagemethode - über den heiligen Gral der Geldanlage <-

Und um die obigen Worte zu unterstreichen, lesen Sie nun bitte, was der in über 20 Jahren erfahrene Trader Charles Kirk Ihnen zu sagen hat, der sich von nahezu Null zu einem Millionen-Vermögen an den Märkten hoch gearbeitet hat. Es ist lesenswert:

Charles Kirks Meditation: Eliminate All Hero Worship

“If your actions inspire others to dream more, learn more, do more and become more, you are a leader."
- John Quincy Adams

As my father once told me – you have a very important decision to make in your life. You can decide to become a leader or just be a follower like everyone else. This choice will determine the rest of your life.

My father was right and the same is so very true with investing and trading. You can choose to be a follower or you can lead and go your own way. My life and career reflect that I am a tremendous believer in the importance of doing your own thing concerning the markets.
There is a lot of hero worship by the financial media and among investors and traders. As we do with our athletes, we want people to inspire us, and who we can look up to. In terms of the financial media, we also want to know what these guys, who seem to know what they are doing, are thinking and trading so we can play along and ride their coattails to success. While we can all learn something from those who have been successful in the markets, ultimately the path toward greater success in the markets has nothing to do with hero worship. Just the exact opposite is true. At the end of the day, it will always require us to be brave and go out and do our own thing.

There are NO exceptions to that rule. You may think of the great Warren Buffett, David Tepper, Tom DeMark, Peter Lynch, Carl Icahn, Paul Tudor Jones, James Grant, David Einhorn, William Ackman, and so on. I don't care about their backgrounds, what they've done in the past, how hot a hand they've had or how consistent their track record has been in the past. At some point, all of these folks will get it wrong just like you and me. And, more importantly, none of their strategies are going to match our personalities, objectives and skill sets. We are all different and there are many ways to win in the markets - the important thing is to develop your own best method and at the same time resist the urge to use heroes as short-cuts or substitutes for doing our own work.

As my father also liked to say, everyone in this world puts their pants on the same way in the morning. That was his unique way of reminding me that no matter how rich or successful another person has been, they are just like all of us when it comes right down to it. In that same regard, these heroes of the market suffer from the same insecure, emotional, ego-driven trading and investing as the rest of us. The more you watch and track them, you will find this to be true.

By serving as a mentor to a number of professional money managers as well as knowing others who have as well, I can tell you that the only difference between these heroes and the rest of us is that they are just better at hiding their insecurities because their job requires it. No one will give you money to invest unless you show both strong conviction and confidence to others. These heroes all do this well because their livelihood depends upon it. But if you sat down with them, you would find that is more of a dog and pony show than reality. Anyone who has been involved in the markets has been humbled and respects the fact that this is not an easy game no matter how successful we have already been or how much experience we have. We are all wrong a lot of the time. The key to success is in risk management more than anything else. But, risk management doesn't excite people or bring in the big money – only bold predictions and confidence do, especially if they have been right at some point in the past about something.

Unfortunately, we are all naturally drawn to people who have been successful, who hold very strong and bold convictions in the market, and who display confidence that all of us wish we had. There's something about the nature of markets and uncertainty that we all want to believe that others have figured it out better than we have. When the heat is on and we are feeling scared or threatened and our money is at risk, it is a natural instinct to "run home to Momma" and many investors and traders do that through hero worship. Because they don't have enough confidence, time, or energy to do their own thing, they seek help by following others. In my view, that's not the right path to take and it will only delay your progress if not hinder it completely. No one else will have your best interest as top and only priority.
If there is any lesson you can learn from these so-called heroes it is this. Each and every one of these folks succeeded in the markets because they decided to go their own way and do their own thing. They follow no one and we shouldn't either.

Through lots of hard work, experience and perseverance at some point each hero figured out an approach that worked best for them and that best matched their time frame and objectives. They didn't follow others - they carved their own path instead, and that is why each of them is great in their own respective way. After learning the basics from their own mentors and peers for a number of years, they decided to take their own path, investing and trading in their own way. That is the reason why they have been successful.

In this life, I must tell you that you will never be another David Tepper, Warren Buffett, or other hero you may respect. Nor do you really want to be. Instead, your goal is to find your own way that best fits you. For this reason, I recommend that you eliminate all hero worship from your process. That will save you a great deal of time and money on your path to greater success. It will also force you to do something that all of us must do: focus on developing your own system that best matches your objectives, personality and skill sets.

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Ist Börse für Sie Entertainment ? Oder wollen Sie doch lieber Geld verdienen ?

Ich kenne Sie. Ja, genau Sie !

Sie sind doch dieser Anleger, für den Börse furchtbar unterhaltend ist. Denn in jedem Artikel, den man in den Medien aufschnappen kann, liegt ja auch die Chance für schnelle Gewinne - die potentielle Kursrakete eben. Das ist ein bischen wie bei der Schatzsuche, oder wie Warren Buffett manchmal sagt: man fühlt sich wie ein Kind im Süsswarenladen.

Und so lesen Sie diesen schönen Artikel in dem bekannten Anlegermagazin. Da ist eine Aktie, die gefällt Ihnen einfach emotional. Zum Beispiel weil sie Produkte herstellt, die Sie mögen oder weil Sie zu den "nachhaltigen" Aktien gehört und man sich einfach als guter Mensch dabei fühlen kann, in diese Aktie zu investieren.

Und dann werden in diesem Artikel ausschliesslich allerlei Argumente für diese Aktie aufgelistet. Natürlich im Konjunktiv mit "könnte", "würde" und "sollte", aber was ist schon der Konjunktiv - den kann man doch überlesen. 🙂

Und auch ein kurzer Blick auf Bewertungsparameter, lässt die Aktie auf den ersten Blick als fair bewertet erscheinen. Besonders attraktiv scheint die Aktie zu sein, weil sie furchtbar am Boden liegt und so eine "gute", "solide" Aktie, die muss doch einfach steigen. Oder ?

Das ist alles sehr unterhaltend und vor allem lässt es in Ihnen emotional etwas anklingen. Sie mögen diese Aktie einfach und Sie mögen den Gedanken, diese im Depot zu haben. Sie sehen schon die grossen Gewinne vor sich, die Sie dann auch noch mit "nachhaltig" gutem Gewissen einstreichen können. Das Ganze ist ein richtiges "Wohlfühl-Investment".

Und deshalb muss es jetzt schnell gehen. Sie müssen nun schnell kaufen, bevor es die anderen tun. Schliesslich habe Sie ja diesen Trüffel entdeckt. Nur Sie ! Das es in einem Magazin steht, das auch hunderttausend andere Leser lesen und einige auch vorab bekommen haben - geschenkt. Das ist Ihr Schatz ! Mein Schatz !! 😉

Und siehe da, die Aktie ist heute schon 1% im Plus ! Verflixt, die Gelegenheit läuft Ihnen weg ! Nun aber schnell rein, bevor die grosse Rally losgeht .....

So werden Sie Aktionär dieser Aktie. Und fühlen sich genau einen Tag gut dabei und wurden toll unterhalten. Genau einen Tag. Was danach kommt, ist eine ganz andere Geschichte. Am Ende werden Sie aber nicht reich geworden sein und die Aktie wird Sie enttäuscht haben. Sie sehen, ich kenne Sie. 😉

Was Sie aber nicht getan haben, sind all die Dinge, die nicht unterhaltend wären, sondern bittere Fleissarbeit und Zeitaufwand bedeuten würden.

  • Sie haben nicht nach all den negativen Argumenten gesucht, die es zu jeder Aktie gibt und die im Artikel ausgelassen wurden, um eine schön unterhaltende, konsistente Story zu produzieren.
  • Sie haben sich nicht mit der Branche als Ganzes beschäftigt und auch nicht Mitbewerber ins Auge genommen.
  • Sie haben sich nicht das Chart auf verschiedenen Zeitebene betrachtet und damit die Timing-Frage gestellt, ob unabhängig von dem prinzipiellen "Mögen" der Aktie, nun der richtige Zeitpunkt zum Einstieg ist.
  • Sie haben sich nicht bemüht, die Risiken zu bewerten und sich auch nicht schon vor dem Einstieg die Frage beantwortet, ab wann Sie denn die Reissleine ziehen würden.
  • Sie haben noch nicht einmal ernsthaft die Möglichkeit erwogen, dass es ja doch anders kommen könnte, als im Artikel hoffnungsvoll dargestellt.
  • Sie haben nicht in Fleissarbeit alle in der nahen Zukunft liegenden Termine identifiziert, die unmittelbaren Einfluss auf die Kursentwicklung nehmen werden.
  • Sie haben nicht diese oberflächlichen Parameter wie KGV und KBV hinterfragt und sich darum bemüht zu verstehen, welchen Trackrecord das Management des Unternehmens eigentlich hat.
  • Sie haben auch nicht geschaut, ob das Management nun selber als Insider Aktien gekauft oder verkauft hat und vor allem wann das Management dieses getan hat.

Ich könnte noch lange weiter machen, aber jetzt ist es gut.

Nein, Sie haben sich einfach unterhalten lassen, wurden von dem Artikel emotional positiv berührt und haben dem Zwang nachgegeben, hier schnell einsteigen zu müssen - ohne dafür einen echten Plan über den Moment hinaus zu haben. Ich sagte ja, ich kenne Sie. 🙂

Nach dieser Vorrede dürfte Ihnen klar sein, dass aus so einer Geldanlage nur mit grossem Glück etwas werden kann und in der Vergangenheit ist bei Ihnen aus diesen Anlagen auch höchst selten etwas geworden. Aber diese neue Aktie, die wird es reissen, davon sind Sie überzeugt. Dieses mal wird alles anders.....

Wirklich ?

Alles anders wird erst, wenn Sie anfangen zu verstehen, dass Börsenerfolg nichts mit Entertainment zu tun hat. Es ist harte Arbeit, erfordert Intellekt, Zeit und viel Disziplin. Man muss immer wieder diszipliniert Dinge tun, die keineswegs "Fun" sind, sondern Knochenarbeit am Detail. Wäre es anders, könnten es ja alle.

Dabei sagt niemand, dass Börse nicht "auch" unterhaltend sein darf. Doch das ist sie, Börse ist auch unterhaltend - sehr sogar. Dabei liegt aber die Betonung auf dem Wörtchen "auch". Erst die Arbeit und dann das Vergnügen, lautet das Motto !

Wenn Sie weiter wie eine Biene summend und naschend von Blüte zu Blüte fliegen wollen, ohne sich mal ernsthaft zu setzen und nachzudenken, dann tun Sie das, wenn es Sie glücklich macht. Dann ist aber der Premium-Bereich von Mr-Market für Sie der falsche Ort.

Wenn Ihnen aber der Gewinn im Depot wichtger als das Entertainment ist und Sie bereit sind, dafür auch Zeit und Energie aufzuwenden, dann suchen Sie sich einen Ort, an dem die Substanz im Vordergrund steht und nicht der mediale Schein.

Sagen Sie mir aber hinterher nie, ich hätte Ihnen etwas anderes als "Blut, Schweiss und Tränen" versprochen. 😉

Denn Börsenerfolg ist das Ergebnis von viel gedanklichem Schweiss, jeder Menge Disziplin und der Beschäftigung mit der eigenen Psychologie. Alles andere ist Entertainment. Entertainment ist toll, es füllt aber nicht das Depot.

Ihr Hari

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Warum das Denken in Strukturen und Setups, für den Börsenerfolg so wichtig ist !

Bedingt durch viele neue Leser, muss ich auch unbedingt noch einmal das Prinzip der "Setups" in den Vordergrund rücken. Es wurde hier dazu schon viel geschrieben und im Premium-Bereich sind individuelle Setups jeden Tag Thema der Community.

Eigentlich sind Setups ja eine Trivialität. Denn es ist nur ein Name für den Umstand, dass man bei einer Position im Markt einen Plan hat, das man also weiss, wohin man will, warum man eingestiegen ist und wann man die Reissleine zieht.

Eigentlich trivial. Wir alle aber wissen, wie wenig trivial das ist, denn wie oft haben wir schon nicht so agiert ? Im Gegenteil, ich behaupte, bei der Mehrzahl der privaten Anleger sind genau diese Basics nicht vorhanden.

Eine Anlage am Aktienmarkt sieht da eher so aus, dass man irgend einen Artikel liest, der einem total gefällt. Typischerweise ist das dann ein Artikel, der den sowieso schon bei einem vorhandenen Bias bestätigt, sonst würde der Artikel nicht so gefallen.

Nun fühlt man sich "überzeugt", wenn man böse sein will, wurde man nun "gläubig". Von dem Moment an, verspürt man den Drang einzusteigen, weil wenn sich der Kurs sowieso in diese Richtung bewegen "muss", denn dann könnte man ja was verpassen, wenn man jetzt nicht schnell ist ....

Also kauft man kurz danach. Man atmet durch und fühlt sich einen Tag wie "Warren Buffet". Alles ist gut, das war ja "Value". Und dann beginnt das Drama ..... 😉

Sie werden lachen, das ist aber zu oft die Realität. Engagements im Markt werden eingegangen ohne Plan, ohne objektiven Anlass es gerade jetzt zu tun, ohne klare Zielvorstellung, ohne Exit-Szenario.

In dem Sie sich zwingen, alle Ihre Handlungen nur noch nach dem Prinzip "Setup" durchzuführen, erzeugen Sie für sich selber ein Korsett, das Sie zu rationalem und kontrolliertem Handeln zwingt.

Zwingen Sie sich also zu den folgenden Schritten:

(1) Begründung im Chart !

Wenn Sie eine Position eingehen, sollten Sie anhand des Charts begründen können, warum Sie es gerade jetzt tun. Das Chart bildet die gesamte Historie ab, das gesamte Wissen aller Marktteilnehmer um diese Aktie. Wenn Sie Ihren Einstieg also nicht anhand des Charts begründen können, woran denn dann ? Sind Sie der einzige auf der Welt mit einer Glaskugel oder bilden sich das ein ?

Und betrügen Sie sich nicht selber mit vermeintlich fundamentalen Parametern. Diese sind ja bekannt und auch im Kurs. Sie sind nicht der einzige, der diese Parameter sieht und weil diese sind wie sie sind, ist der Kurs da wo er ist. Und auch die Erwartung, die Sie an die Zukunft haben, haben Sie - ausser wenn Sie echter Insider sind - nicht als Einziger im Markt. Sie haben das doch in einem Artikel gelesen oder ? Also ist das schon im Kurs.

Zwingen Sie sich also dazu, Ihren Einstieg im Chart begründen zu können. Und den Beweis können Sie dann am Besten antreten, wenn Sie das aufschreiben und ideal anderen erklären können, so wie viele Leser und ich das hier in der Mr-Market Community machen. Denn der Zwang aufzuschreiben, fokussiert die Gedanken. Es war schon immer so, wenn man gezwungen ist anderen zu erklären, merkt man schnell, wo die Schwächen der eigenen Argumentation sind.

Und da wir hier alle dicke Gewinne im Depot haben wollen, sollten wir ein Eigeninteresse daran haben, unsere Schwächen aufzudecken. Unser Ego sollten wir woanders pflegen, nicht aber an der Börse.

(2) Ziel und Ausstieg !

Wer einen Gipfel erreichen will, muss wissen in welche Richtung der Weg geht und auf welcher Höhe der Gipfel liegt. Und er muss auch den Ab- bzw Ausstieg kennen. Insbesondere wenn auf dem Weg zum Gipfel ein überraschendes Unwetter aufkommt, sollte man nicht stur weiter aufwärts steigen, sondern wissen, wie man schnell wieder ins Tal kommt.

Und so müssen Sie bei jeder neuen Position unbedingt wissen, wann Sie die Gewinne mitnehmen wollen und wann Sie die Not-Reissleine ziehen. Das nicht vorher zu definieren - und aufzuschreiben - ist grob fahrlässig. Und an der Börse gleichbedeutend mit dem Hang zum Masochismus.

(3) Execution !

Der schönste Plan nützt aber nichts, wenn Sie sich nicht daran halten ! Verfolgen Sie also Ihre Positionen und halten Sie sich an Ihre Parameter. Und da man dann am diszipliniertesten einem Plan folgt, wenn er einem vor Augen steht, sollten Sie Ihren Plan unbedingt aufschreiben.

(4) Nachbearbeitung

Das Schöne daran seine Setups zu dokumentieren ist, dass man hinterher noch einmal schauen kann, was man richtig und falsch gemacht hat. Und daraus lernen kann. Denn Lernen ist ein iterativer Prozess und welchen besseren Input wollen Sie dazu finden, als die Dokumentation Ihrer eigenen Erfolge und Misserfolge ? Nur wer aus Fehlern lernt, kann sich weiter entwickeln. Wer sich dem verweigert, ist dazu verdammt, die gleichen Qualen immer wieder zu erleiden. Wir hier auf Mr-Market, sollten dazu eigentlich zu intelligent sein.

Genau das also, diese vier Schritte, sind ein "Setup". Sie haben eine Situation im Markt identifiziert, die Ihnen potentiell profitabel erscheint. Sie definieren Ziel, Exit und Zeithorizont und dann legen Sie diszipliniert los und ziehen den Plan durch. Eigentlich trivial oder ? Warum tun es dann so viele nicht ? 😉

Und dieses Prinzip ist universell und gilt für kurzfristige Intraday-Trades, ebenso wie für langjährige Investments. Wenn es eine langfristige Position ist, kontrollieren Sie die Situation halt nicht jede Stunde, sondern vielleicht einmal die Woche. Und haben wesentlich weiter definierte Exit-Punkte. Das Prinzip ist aber das Gleiche.

Ich kann es nur immer wie eine Gebetsmühle wiederholen: sich selber in so ein Korsett zu zwingen, ist immens wichtig für Ihren Erfolg. Sie drängen damit nämlich das "Affengehirn" zurück, das Teil von uns allen ist. Ich habe es schon oft gesagt, ich kenne keinen - ich wiederhole keinen! - Trader oder Anleger, der langfristigen Erfolg ohne einen systematischen Ansatz erreichen konnte. Bauchentscheidungen erzeugen Glückstreffer, aber keinen dauerhaften Erfolg !

Und dieses Prinzip versuche ich Ihnen hier im Blog daher immer wieder nahe zu bringen. Und ich freue mich sehr über die Erfolge, die viele Mitglieder der Community mittlerweile erzielen, nachdem sie sich von Adhoc Entscheidungen aus dem Bauch heraus verabschiedet haben und einen systematischeren Ansatz verfolgen.

Ihr Hari

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