Erwartet und überraschend

Was letzten Donnerstag mit dem Einbruch der weit gelaufenen Techwerte am Markt geschehen ist und sich schon am Tag vorher mit starken Abgaben bei AAPL, TSLA und CRM ankündigte, dürfte wohl mal wieder die besterwartete Entladung seit langer Zeit gewesen sein.

Denn es war offensichtlich, dass die Techwerte bei aller berechtigten Begeisterung über deren Zukunftsaussichten, etwas zu weit vorausgelaufen waren. Eine spekulative Komponente war also vorhanden, auch wenn die Bewegungen im Kern Substanz haben.

Ich habe das letzte Woche auch hier im freien Bereich mit den Worten beschrieben:

Nur ob da nun etwas zu viel übertriebene Spekulations-Sahne oben auf den Kursen ist, das ist eine sehr berechtigte Frage, ich gehe auch eher davon aus, eine Korrektur erscheint fällig.

Es war aber auch immer klar, dass der genau Zeitpunkt der Entladung nicht im Vorfeld zu antizipieren sein würde, so eine Entladung kommt schnell, hart und plötzlich und ohne echten Auslöser - wie ein Blitz aus einem gewittrigen Himmel.

Man kann den genauen Zeitpunkt des Blitzes nicht vorhersehen, man kann ab den Marktzustand erkennen, der Blitze wahrscheinlich macht, so wie eine schwül-drückende Wetterlage im Sommer.

Und genau das war im Vorfeld zu sehen und insofern ist rein gar nichts an dieser Entladung bisher überraschend.

Ein Markt wird dann gefährlich, wenn er nicht tut, was er eigentlich sollte. Dieser Markt hat aber gerade genau das gemacht was er sollte, weswegen man diese Entladung bisher gelassen sehen kann und auf Basis der bisher vorhandenen Signale davon ausgehen, dass es nach dem Gewitter weiter im Bullenmarkt geht.

Hier sehen wir das Geschehen beispielhaft bei Apple, das schon am Mittwoch startete und am Freitag schon einen markanten "Hammer" generiert hat, die Aktie wurde wieder aggressiv gekauft:

Und im S&P500 wurde nun gerade das langfristige Ausbruchsniveau über die Februar-Hochs von oben getestet, auch das bisher ein normaler Vorgang:

Trotz dieser völlig erwartbaren, absehbaren Situation, die ich im Premium-Bereich seit 2 Wochen mehrfach und deutlich beschrieben habe, werden aber immer wieder Anleger davon auf dem falschen Fuß erwischt. So ungefähr wie jedes Jahr auch die ersten Schneeflocken immer "ganz überraschend" kommen. 😉

Das hat viel mit unserer eigenen Psyche zu tun, mit dem was wir hier im Blog liebevoll-sarkastisch "Affenhirn" nennen und die Folge davon sind dann Ärger, Reue, Unruhe etc.

Wer sich so vom Markt treiben lässt, dem nützt es dann auch nichts vorher x-mal gelesen zu haben, dass eine 10% Korrektur nun wahrscheinlich und gesund sei, wenn die geliebte Apple oder was auch immer um 10% korrigiert, schalten sich in den Hirnen die Angst & Flucht-Reflexe ein, die wenn nicht kontrolliert, garantiert zu Fehlentscheidungen führen.

Damit komme ich zu einer Erhöhung der Einstiegshürde bei Mr-Market und zu dem, was ihnen im Premium-Bereich geboten wird. Denn dort erhalten sie unter anderem eine tägliche Begleitung und Einordnung des Marktgeschehens, wenn sie so wollen, wird das "Affenhirn" von mir "an die Leine genommen" und ihm Ruhe und Gelassenheit zugesprochen. Viele profitieren sehr davon und die Community wächst zunehmend schneller.

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26 Eine Frage des Ziels


Pünktlich zur Corona-Krise erwacht die CalSpektive aus ihrem Winterschlaf.. 😉

Schon seit geraumer Zeit schleiche ich um ein Thema herum, über das ich unbedingt schreiben will. Ich hatte auch schon mögliche Titel im Kopf. "Investieren, ein Krampf in zig Akten" fand ich ganz treffend. Oder auch "Der Kampf mit dem Zeithorizont". Aber die Worte wollten einfach nicht fließen, also habe ich es vor mir hergeschoben.

Nun hat Hari mir dankenswerterweise diese Woche -> im Stream vom Mittwoch, 04.03.2020 <- die Vorlage geliefert die ich offenbar brauchte. Im Abschnitt "15:40 MEZ - Wichtiges!" sortiert er die aktuelle Lage bzgl. der verschiedenen Zeithorizonte ein.

Langfristig:

Nehmen wir an, Sie wollen langfristiger Investor sein, der Qualitätsaktien dauerhaft hält und diese nur dann abstösst, wenn bei denen etwas grundlegend schiefläuft.

Wo ist denn dann jetzt für Sie relevante Unsicherheit?

[...]

Als Investor mit diesem Anlagesansatz und Zeithorizont, darf das Virus für Sie also kein Grund prinzipieller Unsicherheit sein!

Es ist doch eindeutig klar, dass das Virus temporär ist und eindeutig klar ist auch, dass wir jetzt Kurse mit Rabatt vor uns haben. Es ist nur unklar, ob der Rabatt zwischenzeitlich noch größer wird. Und das ist nun das Problem, das Sie schlecht schlafen lässt? Ich bitte Sie!

Mittelfristig:

Ganz anders aber, wenn Ihr Zeithorizont mittelfristig ist. So wie das bei mir der Fall ist und so wie der Markt funktioniert, der auch nur Monate bis ein Jahr in die Zukunft schaut.

Wenn Sie diesen Zeithorizont haben und Sie solche Swings wie aktuell positiv mitnehmen oder vermeiden wollen - was eine völlig legtime Strategie ist und wie gesagt mein Zeithorizont ist - dann ist die Unsicherheit real!

Dann macht es aber auch keinen Sinn, nun jeder Einzelmeinung hinterher zu laufen, dann muss man die Unsicherheit annehmen und akzeptieren. Und das bedeutet dann, dass man die Aufstellung an hohe Volatilität angepasst hat und dann muss diese Volatität auch Ihr Freund sein und nicht Ihr Feind, denn diese Volatilität schafft dann Chancen. Weit mehr Chancen, als ein Markt der nur wie eine Linie läuft.

Wenn Sie so ticken und so agieren wollen, denn müssen Sie die Unsicherheit einatmen, akzeptieren und davon profitieren. Und nicht sie fürchten! Das ist nicht jedermanns Sache, aber niemand zwingt Sie ja, diesen Pfad zu beschreiten.

Kurzfristig:

Ja und wenn Sie auf den kurzfristigen Zeitebenen opieren, wenn Sie Spaß daran haben an so Tagen wie gestern die Emotionen des Marktes zu spielen, dann sind Sie ein Daytrader. Und dem ist der Kontext ziemlich egal, das Hier und Jetzt zählt und der fürchtet sich nicht vor Volatilität, sondern sucht diese, weil er von ihr lebt.

Final der mahnende Zeigefinger:

Vermischen Sie also die Zeithorizonte nicht! Das ist ganz wichtig! Ich bin sicher, aktuell passiert das permanent bei Ihnen, eben weil unsere Gehirne so gepolt sind. Es ist aber falsch und schlecht fürs Depot!

Welcher Zeithorizont darf es denn sein?

Vermutlich ist es vielen angehenden Anlegern gar nicht bewußt, dass es etwas wie den Zeithorizont überhaupt gibt, geschweige denn welchen sie befolgen (sollen, wollen,...), wenn sie ihr erstes Geld anlegen. Ich zumindest hatte keinen blassen Schimmer davon als ich mit meinen Aktivitäten an der Börse begann.

Und auch wenn Hari regelmäßig auf dem Thema Zeithorizont herumreitet habe ich viele Jahre gebraucht, um für mich halbwegs sortiert zu bekommen, welche Ebenen für mich relevant sind, welche für mich nicht geeignet sind und warum das so ist.

Auf welchen Zeithorizont man seine Strategie ausrichtet hat sicherlich maßgeblich damit zu tun, welche Ziele man verfolgt. Nur, sind die einem immer so klar?

Angefangen hatte es bei mir mit der Flucht vor dem Nullzins. Mein Ziel war es, mehr Rendite als mit dem Sparbuch zu erzielen. Dieses Ziel habe ich über die Jahre nicht wirklich verpasst. Trotz aller Experimente und Abwege steht in Summe etwa die Null. Gut, dass die Messlatte in Form des Nullzins so niedrig aufgehängt ist. 😉

Schnell war dieses Ziel aber wieder Geschichte, denn angefacht durch die ersten rentablen Trades machte sich Gier breit. Es stand nicht mehr das Thema "Nullzins schlagen" auf der Agenda, sondern es hatte sich die neue Devise "schneller Reichtum" eingeschlichen. Ein Ziel, welches ich auf verschiedenste Weise versuchte zu erreichen. Bekanntermaßen erfolglos. Zeithorizont? Mir doch egal, Hauptsache schnell und viel Gewinn.

Auch wenn Gier ein schlechter und häufig sehr lautstarker Berater ist, war ich zum Glück nicht völlig taub bezüglich Haris gebetsmühlenartigen Predigten, dass es ohne Strategie nicht geht. Dass man eine klar definierte Herangehensweise braucht und es keine Abkürzungen im Sinne eines Get-Rich-Quick-Scheme gibt.

So versuchte ich mich über die Jahre an den verschiedenen hier im Blog immer wieder besprochenen Ansätzen. Trendfolge auf höheren Zeitebenen, Positionsgrößenstrategie, Qualitäts- und Wachstumstitel, Hedging in Korrekturen, ..

Und ich musste feststellen, dass ich es einfach nicht hinbekam:

  • Ich war zu träge, um schnelle Anpassungen in eine Korrekturen hinein vorzunehmen.
  • In Korrekturen selbst war ich dennoch zu zappelig.
  • Ich war zu risikoavers, um gelassen langfristige Trendfolge zu betreiben - hatte zu große Angst davor, bei einem tatsächlichen Trendbruch ettliche Prozente hergegeben zu haben.
  • FOMO war mein steter Begleiter, wenn es um das Realisieren von Gewinnen ging, denn was, wenn es danach weiter hoch geht und ich nicht voll dabei bin?
  • Ich war zu perfektionistisch, um auch mal im Sinne eines "gut genug" zuzupacken, denn war es dann tatsächlich gut genug?

Ich könnte diese Liste weiterführen, aber ich vermute, Sie haben eine Idee bekommen. Das Grübeln, was ich tun solle, ob es tatsächlich das Richtige sei, das unendliche "hätte-wäre-wenn" war extrem anstrengend, zermürbend und gleichzeit ausgeprägt sinn- und ertraglos.

Wenn ich dabei überhaupt ein benennbares Ziel hatte, so war es ein wages und nicht wirklich greifbares "so viel wie möglich", welches weiteren Gedankenspielen und endlosem Theoretisieren Tür und Tor öffnete.

Ich bekam einfach nicht gegriffen, wie ich dieses Investieren sinnvoll umsetzen könnte und hatte mit der Herbstkorrektur 2018 schließlich den Kanal gestrichen voll. Dann halt erst mal nicht mehr langfristig, "investieren" kann mich mal. Ich ließ alle langfristigen Bestrebungen sausen und ging vollständig aus dem Markt.

Was ist das Ziel?

Rückblickend war das Abstand nehmen an dieser Stelle ein Segen. Es eröffnete mir die Möglichkeit ohne das ganze oben beschriebene Gedankenchaos zu schauen, was ich eigentlich will. Warum verbrachte ich überhaupt so viel Zeit mit dem Thema Börse? Was sollte das bringen, wenn ich im Wesentlichen Zeit versenkte und keinen monetären Ertrag daraus ziehen konnte?

Mit der Zeit und mit Abstand ergab sich zunehmend ein Bild, wohin die Reise gehen könnte. Ein wesentlicher Faktor dabei: Meine Frau und ich arbeiten beide nur in Teilzeit. Während wir das bei meiner Frau im Rahmen der Familienplanung so vorgesehen hatten, kam es für mich aufgrund der Erkrankung meiner Frau vor zweieinhalb Jahren überraschend und ungeplant. Das war so nicht vorgesehen und sollte eigentlich dann auch nur temporär sein. Nur: Temporär kann länger sein, als man ursprünglich plant. Hinzu kam dann noch der hohe Betreuungsbedarf für unseren älteren Sohn. Und plötzlich ist es gar nicht mal so abwegig, dass die Teilzeitarbeit bei mir zu einem Dauerzustand wird.

Das hat natürlich Auswirkungen auf unser Einkommen und in Folge dann auch auf die Rente. Auf einmal ist das Thema Altersvorsorge viel präsenter als ich mir das wenige Jahre zuvor hätte vorstellen können. In -> 4 Der neue Zins <- schrieb ich

Im Folgenden eine Auflistung von Bedenken, die ich bei meinen Überlegungen damals nicht ganz abschütteln konnte:

[...]

- Investition in gute Dividendentitel als Altersvorsorge. Aber echt schon Altersvorsorge? Ich wollte doch nur mehr rausholen als beim Sparbuch und noch nicht an die Rente denken.

Schon spannend, wie sich Prioriäten verschieben können, wenn sich Rahmenbedingungen ändern.

Der Weg zum Ziel

Natürlich gibt es diverse Wege, wie man persönliche Altersvorsorge gestalten kann. Ich fand das Investieren in Dividendenwachstumswerte (DGI - dividend growth investing) schon lange interessant und hatte mich ja bereits früher mit der Thematik auseinander gesetzt. Während ich damals noch zahlreiche Bedenken hatte, die mich von der Umsetzung abbrachten, ergab diese Vorgehensweise unter geänderten Voraussetzungen plötzlich eine Menge Sinn.

Erfreulicherweise passte die DGI-Strategie nicht nur zu dieser neuen Zielsetzung, sie unterstützt mich in manchen Aspekten auch im Kampf mit dem Affenhirn:

  • Das Dividendensparen ist ein plan- und vor allem auch messbares Unterfangen. Nicht zu verwechseln mit einem sicheren Unterfangen! Auch hier gibt es natürlich keine Garantien, aber durch den Fokus auf die Dividendeneinkünfte verliert die natürliche (teilweise immense) Volatilität der Märkte ein wenig ihre Bedeutung. Das ist etwas, was mir sehr zu Gute kommt, da es meine Zappeligkeit in volatilen Situationen aushebelt.

  • Da der Ansatz langfristig ausgelegt ist und man immer wieder kleinere Beträge investiert (Reinvestition der Dividenden sowie zusätzliche Einzahlungen/"Spar-Raten") ist der Zeitpunkt und damit der Preis nicht so entscheidend. Letztendlich betreibt man ein langfristiges Dollar-Cost-Averaging. Das nimmt mir in meiner Tendenz, den perfekten Preis bzw. Zeitpunkt treffen zu wollen (wie auch immer der aussehen mag, aber das hatte mich bisher ja auch nicht davon abgehalten 😉 ), doch deutlich den Wind aus den Segeln.

Und so begann ich im Frühjahr 2019 mit dem Aufbau eines DGI-Depots. Meine Vorgehensweise dabei beschreibe ich vielleicht mal in einem der nächsten Beiträge. Es fiel mir recht schwer, genau zu diesem Zeitpunkt zu starten, denn wir waren schon wieder ettliche Prozente über den Kursen von Weihnachten 2018. Aber irgendwann muss man nun mal anfangen. Den perfekten Zeitpunkt kennt man halt immer nur im Rückblick und um Weihnachten 18 herum war ich gedanklich noch nicht so weit.

Wie sieht es aktuell aus? Erfreulich entspannt, denn die aktuelle Korrektur hat mich aus DGI-Sicht erfreulich unbeeindruckt gelassen. Ich habe ein paar Aktien nach Plan gekauft und mich gefreut, dass ich sie deutlich günstiger bekommen habe. Ich verspüre ein bisschen das Problem, dass ich gerne noch mehr kaufen würde, dafür aber kein Cash habe da ich voll investiert bin. Das ist aber ok und ich werde mich wohl daran gewöhnen müssen.

Welcher Zeithorizont ist maßgeblich?

Die Frage muss natürlich jeder für sich selbst beantworten.

Aus Investmentsicht ist es für mich mit der DGI-Strategie ganz klar der langfristige. Ein bewusst langsamer Ansatz mit einem gewissen Sparcharakter ohne Reichtumsfantasie.

Die mittelfristige Ebene, das was Hari und viele andere hier machen, Positionsgrößenstrategie, argh, das kann ich einfach nicht. Letztendlich musste ich das aber erst einmal durch viele erfolglose Versuche herausfinden.

Hätte ich das von Anfang an wissen können und den Weg abkürzen? Vielleicht, aber mit Sicherheit nicht vollständig, weil sich manche Rahmenbedingungen erst in den vergangenen Jahren ergeben haben. Folglich ist es auch durchaus möglich, dass mein aktuelles Ziel und die Maßnahmen, dieses zu erreichen, Anpassungen durchlaufen werden (müssen), wenn sich Rahmenbedingungen ändern. Um mal tief in die Kiste der Sinnsprüche zu greifen: The only constant in life is change..

Wie geht es weiter?

Im Sinne des Führens eines ruhigen Depots scheine ich fürs erste angekommen zu sein. Was hingegen aus meinen Ansätzen wird, auf kurzer und mittelfristiger Ebene zu traden, wird sich zeigen.

Bisher sind meine Versuche nicht sonderlich von Erfolg gekrönt. Möglicherweise ist es eine Option, das ganz sein zu lassen. Momentan macht mir das aber definitiv noch zu viel Spaß und übt eine zu große Faszination aus, als dass ich unter dieses Kapitel endgültig einen Strich ziehen wollte. Mal schauen wie es auf diesem Weg weiter geht.

Abschliessend noch ein paar Worte zur aktuellen Korrektur: Wie jede Korrektur zeigt auch die Aktuelle mögliche Schwachstellen in der eigenen Aufstellung auf. Manches, was man vorher zur Seite geschoben hat wird einem wieder vor Augen geführt. Es wird einem der Bedarf auszumisten aufgezeigt, wo dies noch nicht geschehen ist. Und mitunter fällt man auch wieder in alte Muster zurück, die man hinter sich gelassen zu haben glaubte. Aber mehr davon beim nächsten Mal. Und ja, ich hätte in den vorherigen Sätzen statt "man" auch einfach "ich" schreiben können.. 😉

Ihr calvin

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Auf in die Hamptons!

Als ich das letzte Mal hier im freien Bereich das ganz große Bild des Marktes betrachtet habe, war das im Artikel -> Sommer-Tango <- am 01.07. - also vor genau einem Monat.

Meine Worte waren da:

Nun richten sich die Augen des Marktes auf die FED Ende Juli, von einer Zinssenkung um einen Viertelpunkt kann aus Sicht des heutigen Wissensstands ausgegangen werden. Die EZB kommt eine Woche vorher und wird wohl auch Maßnahmen ankündigen, um im "Race to the Bottom" der Währungen nicht den Kürzeren zu spielen.

Man kann das finden wie man will und man kann berechtigterweise der Ansicht sein, dass diese Notenbankpolitik Wahnsinn ist, es ändert aber nichts daran, dass damit bis auf weiteres die Marktsignale auf Grün bleiben und man zum Jahresende 2019 weiter latent optimistisch sein kann.

Unvorsichtig sollte man nicht werden, das ist aber eine Platitüde, weil das darf man nie, niemand kennt die Zukunft und Überraschungen sind immer möglich.

Wenn man sich nun aber Marker unter den heutigen Kursen zurechtlegt, die dann im Falle des Falles ein Signal setzen, dann kann man solange diese Marker nicht in Gefahr geraten, als Anleger weiter den Sommer-Tango tanzen!

Und wissen Sie was? Viel geändert hat sich nicht, wir können noch immer den Sommer-Tango tanzen, sollten aber nun durchaus mit einer kleinen Schwächephase rechnen, die vielleicht 5% Minus ausmachen könnte, können danach zum Jahresende aber weiter optimistisch sein.

Es wäre also kein Wunder, wenn sich der S&P500 diesen August irgendwie im Bereich dieser Box bewegen würde. Würde der S&P500 den unteren Rand ereichen, wären das rechnerisch 4,3% Minus von heute. Im September sehen wir dann weiter:

Die EZB hat zwar letzte Woche vordergründig noch nichts getan, einen weiteren Schub in die Negativzinsen oder sogar eine Neuaufnahme des Asset-Aufkaufprogrammes, für den Herbst aber sprachlich vorbereitet.

Und die FED hat gestern die allseits erwartete erste Zinssenkung mit einem Viertelpunkt in Gang gesetzt und damit einen ausgewogenen Spagat zwischen dem Druck Trumps und der eigentlich immer noch gut laufenden Konjunktur versucht.

So ein Spagat geht aber fast immer schief, Trump dürfte unzufrieden sein und der Markt, der zumindest teilweise noch still und heimlich auf einen halben Punkt gehofft hatte, dürfte auch nicht ganz happy sein.

Das ist auch ein psychologisches Problem, denn der Markt hoffte auf den Einstieg in eine längere Zinssenkungsphase, weiss aber auch, dass die FED solche Phasen fast immer kraftvoll mit einem halben Punkt Erstsenkung eingeleitet hat. Und auch in der Pressekonferenz hat Jerome Powell mal wieder Erwartungen enttäuscht, davon kann man bei ihm fast zuverlässig ausgehen - die Eloquenz ist ihm offensichtlich nicht in die Wiege gelegt.

Insofern ist das Gestern, gemessen an den Erwartungen, wohl für alle Seiten zu wenig gewesen. Die Einen halten diese Senkung schon für übertrieben, weil es keinen klar sichtbaren Anlaß dafür gibt, die Anderen halten die Senkung für zu wenig. Die Chance, dass nach diesem FED-Entscheid die oben genannte Sommer-Korrektur als klassische "Sell-the-News" Reaktion in Gang kommt, ist also nun vorhanden!

Aber wie auch immer, das sind einfach die typischen Anpassungen der Erwartungen nach der FED und die sollte man gelassen betrachten, wichtig ist, dass der "Race to the Bottom" einfach in die nächste Runde geht. Die Anpassung der Kurse wird sich wohl heute und am morgigen Freitag noch ausschaukeln, dann wird auch hier mehr Ruhe einkehren und der echte Sommerhandel beginnen. Eine kleine Korrektur wäre aber nun nicht nur fällig, sondern auch äusserst gesund und sollte von allen begrüsst werden, die nach dem Urlaub zum Jahresende Chancen suchen wollen.

In diesem Sommerhandel haben sich die "A-Teams" der Wallstreet nun bald in ihre diversen Villen und Resorts verabschiedet, wie zum Beispiel die berühmten -> Hamptons <- auf Long Island, nicht so weit von New York entfernt und mit dem Hubschrauber vom Südende Manhattans schnell erreichbar. 😉

An den Handelstischen sitzen im August nur die "B-Teams", das sind die gegeelten Jünglinge, die gerne einen Hubschrauber hätten. 😛 Und das Volumen ist deutlich geringer als sonst.

Dieser Sommerhandel kennt selten eine echte Richtung, kann durch das geringere Volumen aber sehr volatil werden, ich erinnere nur an den berühmten ETF-Flash-Crash vom 24.08.15.

Auch ich verabschiede mich nun in den Sommerurlaub, da ich keinen Hubschrauber habe, ganz normal in die Ferien, wie das bürgerliche Mitteleuropäer halt so tun. 🙂

Der Blog läuft weiter, es gibt auch neue Beiträge, aber im August nur spärlicher als normal. Ab Anfang September geht es dann wieder mit Vollgas in Richtung 2020.

Nun wünsche ich allen, die wie ich jetzt erst in die Ferien starten, schöne Sommerferien! Und allen anderen wünsche ich bald einen beschwingten Start hinein in den Wettlauf bis Weihnachten. Die Schokoladen-Weihnachtsmänner sind schon längst produziert, wenigstens das bleibt, wie es schon immer war. 😛

Ihr Michael Schulte (Hari)

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19 Immer zu spät



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Meine erste Korrektur

Die Korrektur im Januar 2016 war die erste an den Märkten, die ich wirklich bewusst wahrnahm. Bis dahin hatte ich in meiner kurzen Börsenlaufbahn überschaubar viel getradet. Aufgrund der Empfehlungen denen ich anfangs folgte lag mein Fokus insbesondere auf Währungs- und Rohstoffwetten. Zusätzlich waren auch ein paar Trades auf Einzelwerte dabei. Den großen Indizes schenkte ich hingegen nicht so viel Aufmerksamkeit. Zugegebenermaßen ist das eine starke Beschönigung dafür, dass ich weder Überblick noch Vorstellung davon hatte, was an den Märkten im Gesamten passierte.

Natürlich hatte ich über die Finanzkrise gelesen, darüber, dass die Märkte seit 2009 ununterbrochen stiegen (ja, ich weiß, ununterbrochen kann vermutlich nur jemand schreiben, der z.B. 2011 noch nicht an den Märkten war). Folglich war meine Wahrnehmung, dass die Märkte auch nach meinem Einstieg 2014 (Stern im Chart) weiter stiegen:

Die Korrektur im Oktober 2014? Ging an mir vorbei, da war ich mit dem Thema Value-Investing und dem Kauf meiner ersten Aktien beschäftigt. Dass der S&P500 das erste Halbjahr 2015 im Wesentlichen seitwärts lief? Der DAX im April sein Hoch erreichte und danach schon verhalten korrigierte?

Rückblickend fasziniert es mich, dass ich mich an die Korrektur im August 2015 nur in Form des ETF-Flash-Crashs erinnern kann. Als markantes Ereignis ist der natürlich hängen geblieben. Dass die Märkte vorher schon korrigierten, der DAX schon eine Woche früher als der S&P500 und zwar deutlich, das ging an mir vorbei und ist mir erst jetzt so richtig bewusst geworden, als ich mir noch einmal die Charts angeschaut habe:

Da ich viel zu sehr mit dem Wissenserwerb bei Mr-Market beschäftigt war und als kleines Kind überwältigt war von der Vielfalt in diesem Süßwarenladen, nahm ich das aber nicht besonders wahr. Ich vermute, dass Hari das Ganze damals entsprechend kommentiert und eingeordnet hat, aber ich war noch viel zu sehr mit all dem Neuen beschäftigt als dass ich das als für mich relevant einsortiert hätte.

Und so blieb mir nur der markante Einbruch am 24. August im Gedächtnis. Und dass danach viele geschrien haben, dass das entweder der Anfang vom Ende oder DIE Kaufgelegenheit schlechthin gewesen sei. Und ich dachte mir: Was denn jetzt? Und war ratlos und machte eher nichts.

Herbst 2015

In den Anstieg ab Anfang Oktober 2015 kaufte ich ein paar Werte, u.a. PG und JNJ wie in -> Malkurs für Anfänger <- beschrieben. Gut klappte der Einstieg bei Wirecard Mitte Oktober, ein sauberer Flaggenausbruch. Ab November, spätestens Dezember, wäre Brent dann wieder schön zu shorten gewesen, aber ich bekam es mit den entsprechenden Einstiegen nicht hin, so dass ich immer zum falschen Zeitpunkt dran war:

Den ganzen Oktober schoben die Märkte hoch. Im DAX, der gegenüber dem S&P500 nachzuholen hatte, hielt die Bewegung sogar bis Anfang Dezember und ich war mit meinen Positionen ganz zufrieden. Wenn ich heute auf die Charts von 2015/16 zurückschaue, dann ist erkennbar, dass die Indizes durchaus Kratzer im Lack hatten und der Dezember 2015 seinen Teil dazu beitrug:

Der S&P500 konnte den Widerstandsbereich um 2130 Punkte nicht überwinden. Kein Drama, aber erster Hinweis aufmerksam zu werden. Gleiches galt für den DAX, der im Dezember innerhalb von zwei Wochen die Hälfte des Anstiegs seit den August/Oktober-Tiefs korrigierte. War das für mich damals relevant? Ich bin mir sicher: Nein. Johnson&Johnson, Procter&Gamble und auch Wirecard sahen eigentlich ganz gut aus, warum also Sorgen machen?

Nur meine Newmont Mining Aktien (NEM), die ich in der Zwischenzeit noch gekauft hatte, waren unter Wasser. Aber das war für mich ok. Warum? Weil Hari im Herbst irgendwann davon geschrieben hatte, dass er die Goldminen für ganz aussichtsreich hält und man im Sinne von "gut genug" überlegen könne zu akkumulieren. Hari sollte Recht behalten, die Aktien machten mir später dann durchaus noch Freude, aber selber denken? Eher Fehlanzeige...

Ende Dezember 2015 tat sich noch ein ganz nettes Setup bei AMZN auf, es war Zeit für die nächste Stufe nach oben (Einstieg beim Ausbruch, siehe blauer Pfeil):

Zusätzlich handelte ich ein "sehr gut verstecktes" Setup bei NFLX. Ich vermute, dass ich mir da einen Flaggenausbruch (blauer Pfeil) mit Hammer zusammengereimt/geraten/gewünscht hatte:

Während ich in diese beiden Werte einstieg, zeigten sich im S&P500 die ersten roten Kerzen, die dann immer zahlreicher und länger wurden:

Die Korrektur ist da

Spätestens am 07. Januar 2016 hätte ich aus Indexsicht abschneiden müssen (roter Pfeil im obigen Chart). Bei NFLX tat ich das nach einem Gap down tatsächlich schon ein paar Tage vorher (roter Pfeil). Bei AMZN verpasste ich den Punkt hingegen (siehe (1), Ausstieg dann später bei (2)), ebenso wie bei PG und JNJ.

Futsch die Gewinne bei PG und JNJ, Miese bei NFLX und AMZN, toller Start ins neue Jahr.

Das ging alles irgendwie zu schnell für mich. Ich war gedanklich noch im Weihnachtsurlaub, nicht darauf eingestellt, schnell zu handeln. Ehrlich gesagt hätte ich das vermutlich auch unabhängig von der Feriensituation noch nicht gekonnt. Und so las ich quasi ohnmächtig, wie Hari das Geschehen kommentierte. Halt gab mir das nicht, denn die Korrektur hatte mich voll erwischt.

Während ich dann frustriert erst bei Amazon und ein paar Tage später auch bei JNJ sowie PG ausstieg, hielt ich an meinen Wirecard-Aktien fest. Eigentlich hätte ich da genauso raus gemusst, aber ich vermute rückblickend, dass ich nicht noch mehr Verluste realisieren wollte:

In den nächsten Tagen konnte man den Eindruck gewinnen, dass es eine gute Entscheidung gewesen war, den Ausstieg noch aufzuschieben. Aber nach ein paar Tagen der Erholung ging es noch weiter abwärts und der Schmerz war nun groß genug, um diesen unnötig großen Verlust bei Wirecard zu realisieren (roter Pfeil). Besonders ärgerlich: Ich hatte diverse Gelegenheiten verstreichen lassen, Gewinne zu sichern.

Insgesamt waren damit meine Börsenaktivitäten von Herbst 2015 bis Anfang 2016 völlig für die Tonne. Ich hatte unterm Strich Verluste gemacht und obwohl ich bei Mr-Market viel lernte, hatte ich eigentlich keinen blassen Schimmer, wie ich weiter machen sollte und wie ich denn tatsächlich Geld verdienen könnte.

Jetzt könnte ich die Geburt unseres zweiten Sohnes in dieser Zeit ins Feld führen, warum ich schließlich bei der Erholungsbewegung ab März 2016 und dem anschließenden Ausbruch auf neue Hochs im Sommer nicht wirklich dabei war. Und ja, natürlich ist der Fokus in dieser Zeit nicht vorrangig auf das Thema Börse gerichtet gewesen. Aber wenn ich ehrlich bin war ich einfach weder auf die Korrektur, noch auf das Ende derselben vorbereitet. Ich war völlig planlos im Umgang damit.

Während Hari schon frühzeitig auf die Möglichkeit der Korrektur hingewiesen hatte und deutlich darüber schrieb als sie da war, rang ich mich erst Tage später zum Ausstieg durch. Und als er die ersten Zeichen eines möglichen Endes sah war ich gerade gedanklich im Zustand angekommen, dass ich ja jetzt gut vorbereitet für weitere Abgaben sei. Trotz eines durchaus aussichtsreichen Charts mit klarer Wendestruktur war ich für einen Neueinstieg viel zu unsicher:

Und so lautet die Bilanz meiner Aktivitäten in der Korrektur:

  • Verkäufe im Januar: Quasi alles. Käufe: Keine.
  • Käufe im Februar: Keine.
  • Käufe im März: Keine in diesem Kontext nennenswerten.

Insgesamt: Zu spät raus, nicht bzw. zu spät wieder rein - das war's definitiv nicht...

Und die Moral ...

Im Rückblick ist es immer so einfach, auf ein Chart zu schauen und zu sagen: "Beim nächsten Mal kaufe ich an diesem Punkt, die potentielle Wende kann man da im Chart schon sehen." Gerne wählt man sich dann das Tief oder ein paar Kerzen später, daraus lassen sich dann im Rückblick tolle Gewinne in die Zukunft projizieren.

Nur: Mitten in der Korrektur sieht das ganz anders aus und fühlt sich auch anders an. Emotional und in Form von Verlusten hatte mich diese Korrektur hinreichend viel gekostet, dass ich eigentlich keine Lust mehr hatte hinzuschauen und mir damit auch die eigentlich klare Wendeformation im SPX nicht hinreichend war, um mich wieder entsprechend aufzustellen und Risiken einzugehen.

Das Fiese an der Börse ist ja, dass sie eine riesige Spielwiese mit unbegrenzten Möglichkeiten ist. Honigtopf hier, Honigtopf da. Nachdem mir hier die Lust vergangen war, summte ich schon dem nächsten verlockenden Ziel entgegegen. Das war viel netter und unterhaltsamer, als zu reflektieren, was in der Korrektur vielleicht gut gelaufen war, vor allem aber was nicht und was ich daraus für die Zukunft vielleicht lernen könnte.

Unterhaltung macht einfach mehr Spaß als Arbeit. Aber davon mehr beim nächsten Mal.

Ihr calvin

Weiter zum nächsten Beitrag: -> 20 Ab ins Körbchen <-

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Wir werden alle sterben!



Das stimmt übrigens, wir werden alle sterben, nur nicht notwendigerweise heute, morgen oder nächsten Monat. 🙂

Und so auch an der Börse, denn das gestrige, schwache Closing, lässst die medialen Bären schon frohlocken und so etwas herbei wünschen:

Was ist passiert, das solchen Charts wieder mediale Aufmerksamkeit verschafft? Eigentlich nicht viel.

Jerome Powell hat versucht sich so neutral zu verhalten, wie man nur neutral sein kann. Er hat die FED so positioniert, dass diese weder nach oben, noch nach unten derzeit Handlungsbedarf sieht, was Zinspolitik oder Stimulus angeht.

So weit so richtig, nur war der Markt insbesondere durch Trumps Druck schon eher auf dem Trichter einer bald kommenden Zinssenkung und dafür hat Powell gestern kein Futter geliefert und das wurde als Katalysator für den späten Abverkauf genutzt:

Und dieser Abverkauf lässt nun den Puls der Perma-Bären höher schlagen, schnelle Klicks mit dem Schaudern vor dem großen Desaster, sind so schnell gemacht.

Cody Freeman hat das hier im Artikel wunderbar auf den Punkt gebracht: -> Markets are going to collapse <-.

Faktum ist, dass der Markt korrekturreif erscheint, ich habe das die letzten Tage mehrfach thematisiert und dazu geraten, mal "vom Gas zu gehen", auch gestern wieder. Und ich habe mehrfach von der ca. 5% Korrektur gesprochen, die wohl in den kommenden Wochen und Monaten ansteht.

Insofern sollten wir sehr wohl damit rechnen, dass der erste Teil der bärischen Hoffnung eine relevante Eintrittswahrscheinlichkeit hat, ein Rücksetzer von hier wäre logisch und gesund.

Der Punkt ist nur, dass dieser 5% Rücksetzer dann mit hoher Wahrscheinlichkeit kaufbar ist, denn das Environment für Aktien dürfte positiv bleiben und Trump will immer noch eine Wahl gewinnen.

Auch Minervini liefert gestern dazu die -> passenden Statements <-, die weitgehend meiner hier kommunizierten Sicht entsprechen:

In the short-term, sentiment is a bit overheated and the market indexes need to cool off. However, the best buying opportunity for individual names has yet to occur; we are likely to see the small and mid-cap area come to life. A pullback in the S&P should be contained to 5-8%.

The economy is not weak enough to organically go into recession, and with inflation in check, the Fed is not looking to engineer a recession. To the contrary, they will likely ease if the economy weakens. Market pullbacks are buyable, the bull market continues.

Trotzdem sind nun Abwärtsrisiken vorhanden, wie zuletzt immer wieder thematisiert. Ein Verlauf wie folgt, mit einer abwärts gerichteten Konsolidierungsbewegung, wäre nun realistisch und wäre auch ein Geschenk, denn danach würde es wohl weiter hoch gehen:

Ein derartiger Ablauf würde auf jeden Fall gut zur Gesamtlage passen. Begrenztes Korrekturrisiko jetzt, gefolgt von höheren Kursen und einer Fortsetzung im 2. Halbjahr.

Das ist das Grundmodell, mit dem ich persönlich operiere, bis mich der Markt von einer anderen Sicht überzeugt.

Und diese 5% Korrektur will ich erst einmal sehen, denn sicher ist die keineswegs, zu viele wollen den Dip immer noch zum Kauf nutzen.

An Quartalszahlen war gestern nachbörslich insofern wenig los, als wenige sehr starke Bewegungen zu sehen waren - die Zahlen bargen also keine sehr großen Überraschungen.

Heute hat Fresenius -> schon geliefert und die Prognose bestätigt <-,

Den vorbörslichen Kursen nach zu urteilen mag es der Markt, der Aufwärtstrend wird also erst einmal weiter Bestand haben:

Auch die Zahlen von Volkswagen -> werden positiv aufgenommen <- und sollte zu einer derartigen, positiven Auflösung der Konsolidierung führen:

So weit als morgendliche Einordnung nach der gestrigen FED. Es bleibt dabei, dass eine milde Korrektur nun zunehmende Chancen hat und selbst wenn die Bären die aktuelle Chance nicht nutzen können - was mich gar nicht überraschen würde - dürfte bald eine weitere Chance kommen, vielleicht als "Sell the Fact Bewegung", nachdem endlich eine Einigung im Handelsstreit da ist.

Diese Erwartung einer notwendigen Korrektur, sollte uns aber nicht in Panik fallen lassen und nicht den Blick dafür verstellen, dass das übergeordnete Environment für den weiteren Jahresverlauf weiter positiv ist.

Ich bleibe also bei meinem nun schon mehrfach bemühten Bild, wir sollten derzeit etwas vom Gas gehen, fahren aber weiter und sind jederzeit bereit, das Gaspedal wieder durchzutreten, wenn eine unvermeidbare Kurve hinter uns liegt.

Was das konkret bedeutet, müssen Sie auf Ihre persönliche Strategie übersetzen. Wer eine konkrete Handlungsanweisung erwartet, steht offensichtlich noch ganz am Anfang und hat die Individualität und Komplexität der unterschiedlichen Ausgangslagen noch nicht verstanden.

Denn abhängig von Investitionsgrad, Zeithorizont und Strategie, entstehen aus obiger Lageeinschätzung ganz unterschiedliche Handlungsfolgen.

Bis heute Nachmittag!

Ihr Hari

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Starke Aktien im Retracement


Das Retracement, auf das wir so lange gewartet haben, läuft. Ich will das als Gelegenheit nehmen, einen Blick darauf zu werfen, wie sich 10 allseits bekannte starke Aktien darin halten.

Der Blick wird ein mittelfristiger Blick sein, der primär von Wochenkerzen und nur zur Ergänzung von Tageskerzen geprägt sein wird. Ein Blick also, den auch jemand haben könnte, der sein Investmentdepot im Sinne einer Positionsgrößenstrategie verwaltet.

Wie immer bei diesen Videos wird es ein kurzer Blick im Sinne der 80/20 Regel sein, denn ich bin überzeugt, dass ein geübtes Auge in 20% der Zeit 80% der relevanten Informationen eines Charts aufnehmen kann.

Die restlichen 20% erfordern dann erhöhten Analyseaufwand, es ist aber oft fraglich ob dieser es wert ist, weil der reflexive Markt sich ja weiterbewegt. Wer also im Markt zu lange stehenbleibt um zu "analysieren", bekommt am Ende nur überholte Schlußfolgerungen.

Heute spreche ich in dieser Reihenfolge über DHR, TMO, CSCO, BA, DE, ABT, ECL, AMZN, DGE, NESN

Eine technische Anmerkung noch. Das Mikro übersteuert leider oft, weil ich in Reaktion auf Klagen über zu geringe Lautstärke, heute dann zu weit aufgedreht habe.

Auch meine Stimme spielt eine Rolle, die sehr "dynamisch" ist und ich stark moduliere und die nicht aus einem gleichmäßigen "Leiern" besteht. Auch das stellt Tonaufnahmen vor Anforderungen.

Da diese Videos aber "am Stück" in freier Rede sind, kann ich das nicht so einfach wiederholen, nur um dem Ton besser zu machen. Beim nächsten Mal drehe ich wieder etwas herunter und achte mehr auf die Spitzen.

Vielleicht an der Stelle noch ein grundsätzliches Wort zum Thema Ton, da es auch Wünsche zum Thema gab.

Tontechnik ist ein ganz eigenes Thema für sich, mit dem ich mich nicht groß auskenne, da ich nicht der bin, den akustische Feinheiten interessieren - ich bin eher optisch orientiert. Dazu kommen sowieso extreme Wahrnehmungsunterschiede zwischen denen, die mit ihrem HiFi-System die kleinste Schwingung hören (oder zu hören glauben, die Grenze zum "Voodoo" ist im Hifi-Highend bekanntermassen fliessend ;)) und denen, die dazu die Schultern zucken und alles OK finden. Da werden im HiFi-Bereich manchmal richtige Glaubenskriege zum Thema ausgetragen.

Auch bei meinen Videos hatte ich unter den Mitgliedern beim gleichen Video völlig unterschiedliches Feedback zur Akustik, so als ob die verschiedene Videos geschaut hätten. So ist das eben bei der sehr subjektiven Akustik, zumal das Endgerät ja auch eine wichtige Rolle spielt.

Ich werde noch ein anderes, dediziertes Mikro ausprobieren, im Forum bin ich für Vorschläge dankbar. Ich werde aber ansonsten zum Thema keine "Doktorarbeit" machen und auch nicht in teures Equipment investieren. Ich will dieses "Themenfass" gar nicht erst aufmachen, weil ich weiss, dass damit nur wieder neue Fragezeichen und Probleme kommen. Und weitere Details bedeuten weiteren Zeitaufwand und knabbern noch mehr von meinem knappsten Gut im Leben weg.

Die Technik die ich habe, ist schon heute gut genug um eine saubere, gut hörbare Aufnahme zu produzieren. Vielleicht wird es mit einem anderen Mikro noch besser, das wars dann aber auch. Solche Übersteuerungen wie heute müssen nicht sein, die betrachte ich als Problem, liegen aber aber daran, dass ich während des Redens nicht genug auf die Pegel geachtet habe. Kurz: Ich habe einen Fehler gemacht.

Wenn das aber nicht mehr der Fall ist und ich gut verständlich bin, halte ich weitere Verbesserungen für sekundär, meine beschränkte Zeit ist dann besser woanders als bei der Akustik-Optimierung investiert. Diese Videos brauchen nicht "professionell" zu sein, es reicht, dass Sie mich gut verstehen können.

Und nun trotz der teilweise störenden Übersteuerung viel Spaß!

Ihr Hari

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Börsenjahr 2019 – Dem Optimismus eine Chance!

Ein gutes und erfolgreiches Jahr 2019, wünsche ich auch an dieser Stelle allen freien Lesern!

Seit dem letzten Artikel am 17.12. ist viel passiert und wir haben in der Community dazu auch viel besprochen. Die Grundlage eines schlechten Jahresanfangs wie beschrieben, wurde durch eine katastrophale Kommunikation des FED Chefs Powell in der Woche vor Weihnachten zerstört.

Denn die Grundlage der Vergleiche zu 2008 und 2016 war ja, dass im alten Jahr die Kurse noch zusammengehalten werden, um die Performance nicht zu versauen, dann aber im neuen Jahr das große Geld "abzuladen" beginnt.

Was aber passiert ist, ist in Folge der FED am 19.12. ein Zusammenbruch des Marktes, der mit einem Ausverkauf am Freitag vor Weihnachten und genau am Heiligabend, historische Ausmaße angenommen hatte. Je nachdem wie man rechnet, war das der schlechteste Dezember seit der großen Depression der 30er Jahre, in deren Folge dann auch Adolf Hitler an die Macht gespült wurde - oder es waren sogar die schlimmsten Börsenweihnachten überhaupt!

Damit war die Grundlage eines im alten Jahr zusammengehaltenen Marktes gar nicht da, womit uns schon vor Weihnachten klar war, dass kurzfristig eher ein Rebound anstehen würde und so ist es dann ja auch gekommen:

Klar ist nun, dass wir hier eine Situation vor uns haben, die nach einem klassischen Test der Einbruchszone bei 2.600 nachgerade schreit, der dann abgewiesen wird und zu neuen Tiefs führt. Das ist das Model das die Bären haben dürften und es ist nicht von der Hand zu weisen.

Klar ist aber auch, dass in den US alle Binnendaten eigentlich immer noch eher positiv sind. So passen solche extrem guten Arbeitsmarktdaten wie letzten Freitag, einfach nicht mit einer Rezession vor der Tür zusammen - überhaupt nicht!

Und klar ist daher auch, dass der US Markt mit seiner Korrektur der Realität schon deutlich voraus gelaufen ist. Und das weil der Markt zu zwei Themen eine negative Erwartungen entwickelt hat. Erstens zur FED, das hatte Powell Anfang Oktober ausgelöst und Mitte Weihnachten eskaliert. Zweitens zum Handelskrieg mit China, der das ganze Jahr schon seine Schleifspuren hinterlässt, siehe Apple.

Objektiv deutet in den US weiter wenig auf eine Rezession hin und *trotzdem* hat der S&P500 20% abgegeben und die stärkste Korrektur seit 2008 generiert. Und das alles nur aus Angst, dass es schlechter werden *könnte*, aus reinem Konjunktiv heraus!

Das ist nicht ungewöhnlich, der Aktienmarkt hat immer schon 9 der letzten 5 Rezessionen vorher gesagt, man sollte sich das aber klarmachen. Und genau deshalb, ist eine positive Überraschung hier wahrscheinlicher, als es die historische Erfahrung nach so massiven Einbrüchen impliziert. Man darf das bullische Szenario nicht vom Tisch wischen.

Ich will hier im freien Bereich die taktische Diskussion um das was die kommenden Woche ansteht und wie sich das auf die Kurse auswirkt, gar nicht führen. Wie das Jahr wird, weiss sowieso niemand und man kann bestenfalls die Entwicklung der kommenden Wochen richtig einschätzen. Und wenn wir das wieder wie so oft hinbekommen, ist das das Maximum was möglich ist. Man fliegt eben auf Sicht, aber gute Sicht kann schon einen Vorteil verschaffen.

Ich will hier stattdessen das ganz große Bild betrachten, wie es sich für langfristigen Investoren darstellt. Viele Anleger haben ja in den letzten Jahren immer gesagt, dass sie dann bei der nächsten Korrektur endlich einsteigen würden.

Ich habe mich darüber immer lustig gemacht, weil die Erfahrung sagt, dass die die in den letzten Jahren immer gezögert haben, es in der Korrektur erst recht nicht können, weil dann die Nachrichtenlage so negativ ist. Dann wird wieder gezögert und am Ende passiert das Gleiche wie 2009 oder 2013 oder 2016, man wartet auf den "ganz großen Crash", der aber dummerweise statistisch nur alle paar Jahrzehnte mal kommt, der letzte liegt jetzt 10 Jahre zurück.

Schauen wir doch mal, wo wir in 2019 nun stehen:

  • Kann diese Korrektur sich ausweiten, der S&P500 bis zur 2016er Ausbruchzone fallen und damit 30-40% korrigieren? Eindeutig ja!
  • Kann der DAX wieder vierstellig werden? Eindeutig ja!
  • Kann eine Einigung zwischen US und China scheitern und ein heißer Handelskrieg entstehen? Eindeutig ja!
  • Kann Italien zu einem Bruch der Eurozone führen? Eindeutig ja!
  • Kann die Konjunktur in Deutschland als Folge einer Mischung von gesellschaftlicher Larmoyanz und Selbstverstümmelung endgültig in eine Rezession abkippen? Eindeutig ja!
  • Können die Probleme mit Krediten in den Emerging Markets sich zu einer neuen Kreditkrise ausweiten? Eindeutig ja!

Und so weiter, ich könnte mit anderen Themen weitermachen. Das alleine sagt uns aber gar nichts, denn diese Aussagen hätte ich auch vor 2 Jahren am Anfang von 2017 mehr oder weniger so machen können und Sie wissen ja, wie gnadenlos die Börsen in 2017 hoch geschoben haben.

Entscheidend ist nicht, dass diese Risiken existieren, entscheidend ist wie wahrscheinlich sie sind und wie viel davon schon im Markt eingebacken ist!

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Wochenausblick KW2 2019



Ich bin mit dem Auto im Acker und warte auf den Abschleppdienst. Das wird noch mindestens 2 Stunden dauern.

Den folgenden Draft hatte ich schon gestern nacht vorbereitet und wollte ich heute noch einmal überarbeiten. Jetzt schalte ich ihn von unterwegs so frei.

Hari

——

Guten Morgen liebe Mitglieder!

Eine neue Woche und ein neues Jahr liegen vor uns, wir haben es mit der ersten vollen Handelswoche des Jahres zu tun, in der das Volumen auch sein Normalmass wieder erreichen wird.

Bevor ich mich der Woche zuwende sei der Hinweis erlaubt, dass ich in 2019 im Wochenausblick das starre Raster des letzten Jahres weglasse und wieder den Text frei formuliere. Das wurde aus Ihrem Kreise angemerkt und ich bin auch der Meinung, dass das starre Raster keinen Mehrwert geliefert hat.

Mit Beginn des neuen Jahres steht natürlich eine Frage im Raum und die lautet:

Wie tief geht es noch oder war der 24.12.18 schon der Tiefpunkt?

Wir sind in den US seit Anfang Oktober in der Korrektur, die sich zuletzt im Dezember zu einem Bärenmarkt ausgewachsen hat. Wir sind aber im Rest der Welt schon im Wesentlichen seit Februar letzten Jahres im Bärenmarkt, sehr schön auch am DAX zu sehen:

Fast ein ganzes Jahr geht es nun abwärts und die große SKS hat ihren Measured Move weitgehend erreicht. Es gehört also nicht viel Phantasie dazu sich vorzustellen, dass dieser Bärenmarkt in 2019 mal enden sollte.

In den Emerging Markets (ETF EEM) ein ähnliches Bild. Ein klarer Bärenmarkt seit einem Jahr, noch keine Wende, aber in der "FED-Woche" vor Weihnachten die Chance auf eine Ausverkaufswoche, die die Wende einleitet:

In den meisten Märkten haben wir also einen Bärenmarkt, der bald ein Jahr andauert und damit langsam für Bärenmärkte ein "gesetzes Alter" erreicht.

Wenn wir aber auf das Chart des Leitindex S&P500 schauen, könnte man in Anlehnungen an den EEM diese lila Linie zeichen und sagen, dass alles darüber eine temporäre Übertreibung der US Märkte war und diese durch den scharfen Einbruch seit Oktober nun endlich mit den anderen Märkten gleichziehen:

Das hilft uns alles nicht bei der Frage, ob und wann ein Tief erreicht wird und Bärenmärkte können auch 2 Jahre andauern, wiewohl das eher selten ist. Es erscheint mir aber wichtig diese Perspektiv zu verdeutlichen, damit wir die Phase richtig einordnen, in der wir uns befinden.

Wir befinden uns definitiv *nicht* am Beginn eines Bärenmarktes, wir befinden uns schlechtestenfalls "mittendrin" und bestenfalls vor dem Ende. Es ist auch kein Zufall, dass der Handelkonflikt vor einem Jahr zu eskalieren begann. Der hatte eben schnell Auswirkungen auf China und damit den EEM und hat nun aber seit Oktober auch die US Märkte eingeholt.

Wenn wir uns nun dem Tageschart des SPX nähern ergibt sich daraus eine fast zwingende Aussage für den weiteren Verlauf und die ist bärisch:

Der Index ist im Dezember aus der Range heraus gefallen und der Retest von unten ist im vollen Gange, der durch ein am 24.12.18 final überdehntes Gummiband getriggert wurde. Dieser Retest, wird aber mit 70-80% Wahrscheinlichkeit von einem erneuten Rücksetzer abgelöst, der zumindest die Tiefs noch einmal testet.

Das ist was die Markttechnik eingibt und das ist was die Erfahrung und historische Statistiken eingeben. So ein Einbruch endet fast nie mit einem "V". Fast nie, man beachte das "fast". Die Börsenzeit um Weihnachten ist übrigens auch "fast nie" schwach. 😉

Demnäch wäre das Beste das nach normaler Erfahrung vor uns liegt der Doppelboden mit höherem Tief und das Schlechteste dann das hier, der Taucher bis zur Ausbruchszone von 2016:

Klare Aussage also .... und jetzt kommt aber das Problem, wegen dem ich doch offener für ein "V" bin, als es die obigen Charts implizieren.

Denn wir haben eine sehr ungewöhnliche Situation in den US und es ist eine sehr ungewöhnliche Korrektur.

Der Bärenmarkt im Rest der Welt ist leicht erklärt, der korreliert seit einem Jahr mit schwachen Wachstumserwartungen und die wiederum mit dem Handelsdisput, der sich immer weiter aufgeschaukelt hat. Ein starker Dollar und eine FED auf dem Kriegspfad machen dann noch doppelt Druck auf die Währungen der Schwellenländer und fertig ist die Delle und der Bärenmarkt.

Das ist einfach, das ist so wie eine Korrektur aussehen sollte und damit ist auch klar, was die Weltwirtschaft braucht, um da heraus zu kommen. Einen Frieden im Handelskrieg, einen schwächeren Dollar und eine FED die bedächtig agiert.

In den US ist die Lage aber anders, weil alle Binnendaten eigentlich immer noch eher positiv sind. So passen solche extrem guten Arbeitsmarktdaten wie letzten Freitag einfach nicht mit einer Rezession vor der Tür zusammen - überhaupt nicht!

Ja, es gibt den einen oder anderen Dämpfer in den Daten, das aber von hohem Niveau. Objektiv deutet in den US aber nichts auf eine Rezession hin und *trotzdem* hat der S&P500 20% abgegeben und die stärkste Korrektur seit 2008 generiert. Und das alles nur aus Angst, dass es schlechter werden *könnte*, aus reinem Konjunktiv heraus!

Das ist bemerkenswert und das ist anders als 2008 oder 2011 oder 2015/16. Da wurden die Daten schlechter bzw es gab ein echtes Problem wie die Eurokrise. Heute in den US nicht, heute ist alles nur Konjunktiv und Antizipation.

Und genau deshalb ist ein "V" in meinen Augen wahrscheinlicher, als es die historische Erfahrung nach so massiven Einbrüchen impliziert. Ich würde nicht sagen es ist wahrscheinlicher als der erneute Test der Tiefs, aber man darf das bullische Szenario nicht vom Tisch wischen.

Denn ganz eindeutig ist die US Korrektur der Realität schon deutlich voraus gelaufen. Und das weil der Markt zu zwei Themen eine negative Erwartungen entwickelt hat. Erstens zur FED, das hatte Powell Anfang Oktober ausgelöst und Mitte Weihnachten eskaliert. Zweitens zum Handelskrieg mit China, der das ganze Jahr schon seine Schleifspuren hinterlässt, siehe Apple.

Der Zusammenhang zur FED ist eindeutig zu sehen. Powell hat Anfang Oktober mit extrem falkenhaften Aussagen die Blase angestochen und die Abwärtsbewegung in Gang gebracht. Und Powell hat mit fatalen Kommunikationsmängeln in der Woche vor Weihnachten den folgenden massiven Einbruch getriggert, der für den 24.12., historisch wohl einmalig ist.

Genau dieser Powell hat sich aber offensichtlich über die Marktreaktion erschreckt, weswegen sofort der Vize noch vor Weihnachten zum Abwiegeln auf CNBC geschickt wurde. Und nun hat sich Powell letzte Woche dem Markt gebeugt und 180 Grad einen anderen Ton angeschlagen als vor Weihnachten. Das war der ganz wesentliche Auslöser der Rally letzten Freitag, das war eine kommunikative 180 Grad Wende, auch wenn er das nicht zugeben wird. Er hat seinen Fehler erkannt und klar korrigiert.

Machen wir uns also klar:

Der SPX korrigiert massive 20%, nur auf Basis von Furcht, ohne dass die Daten diese Furcht bisher rechtfertigen. Dabei spielen zwei Themen eine zentrale Rolle, erstens der FED Zinspfad und zweiten die Handelsthematik und damit verbundene Unsicherheit.

Und nun hat die FED ihren Rücken gebäugt und dem Markt gegeben, was er wollte. Was wird passieren, falls Trump und Xi doch einen Frieden schliessen können?

Ich sage es Ihnen, ich vermute dann haben wir das "V" und der 24.12.18 war der Tiefpunkt.

Machen wir uns also klar, wie besonders die Situation ist, weil wir nun eine 20% Angst-Korrektur hatten, deren Begründung noch nachgeliefert werden muss. Was aber wenn diese Begründung nicht geliefert wird?

Summa Summarum macht es immer noch Sinn diese obigen, bärischen Erfahrungswerte im Hinterkopf zu behalten. Die Chance auf einen "V" Rebound ist aber in meinen Augen aufgrund der besonderen Lage höher, als es die Erfahrungswerte eingeben und hängt sehr stark vom Einigungswillen von Trump und Xi ab.

Einen passenden Kommentar dazu hat Simon Betschinger -> hier <- abgegeben, auf den uns "Tibesti" aufmerksam gemacht hat:

Die größte Macht, die Welt zum Positiven zu beeinflussen, hat 2019 der chinesische Präsident Xi Jinping. Wenn China sich dazu entscheiden würde, den eigenen Markt für ausländische Investoren zu öffnen und auf eine Politik des fairen und des freien Handels umzusteigen, dann würde die Weltwirtschaft einen dreifachen Freudensprung vollführen.

Das Schicksal des Aktienmärktes liegt 2019 wohl in den Händen von Xi Jinping. Pessimismus für die Aktienmärkte kann sich in diesem Jahr schlagartig als falsch entpuppen, wenn es im Handelsstreit eine große Einigung gibt. Dann sind im DAX sogar neue Allzeithochs möglich.

Man sagt gerne, dass politische Börsen kurze Beine haben. Das ist oft richtig aber pauschal falsch, denn es hängt vom Thema ab. Schon letzten Februar, als viele die beginnenden Handelsfriktionen abgetan haben, habe ich dagegen anargumentiert und wie Sie wissen immer wieder betont, dass das ein reales Thema mit realen Auswirkungen ist.

Jetzt darf man es als bewiesen betrachten: "Trade matters". Und das gilt eben auch, wenn es da plötzlich gute Nachrichten geben sollte.

Wie soll man damit umgehen?

Nun eine pauschale Antwort kann es dazu natürlich nicht geben, weil das hängt von Ihren Absichten und Ihrer Strategie ab. Ein Investor muss weiter inkrementell agieren, darf aber nun auch schon mal wieder an den Positionsaufbau denken.

Ein Trader aber, hat eine wunderbare Ausgangslage. Das Tief vom 24.12.18 markiert eine markante Wetterscheide, die man als Stopniveau nutzen kann. Solange das hält, kann man was nach oben riskieren. Und wenn es bricht, schaut man nach unten Richtung 2.100 wie oben im Chart gezeigt.

Ich selber bewahre mir einen offenen Geist und bleibe optimistisch. Ich denke in Chancen und ergreife diese und wenn diese sich nicht realisieren, schneide ich sie halt ohne zu zögern ab.

Ich sehe eine Reihe von Aktien, die so tief korrigiert haben, dass das vielleicht nun "gut genug" ist. Ich werde also im Zweifel eher zu früh wieder drin sein - was heisst dass ich dann im negativen Fall wieder verkaufen muss - als dass ich zu zögerlich und lange warte und nicht dabei bin.

Ich war auch im März 2009 voll dabei und hatte das grandioseste Jahr meiner Anlagegeschichte. Und das kann man nur, wenn man in Unsicherheit bereit ist etwas zu riskieren und dann aber auch bereit ist, diese Positionen sofort wieder aufzulösen, wenn das Setup doch nicht tragen sollte. Das ist mehr eine Haltungs- und Philosophie-Frage, als die Frage konkreter Chartstrukturen.

So ... das zur Einordnung der Lage. Was haben wir sonst in der kommende Woche?

Wir haben eine ganze Reihe wichtiger Wirtschaftsdaten, die wenn sie gut ausfallen sollten, die Rally weiter befeuern werden, weil sie unterstreichen, dass eine Rezession eben nicht bevor steht. Darunter diverse Einkaufsmanagerindizes und Inflationsdaten sowie die FOMC Minutes der letzten Sitzung.

Und wir haben die Quartalssaison schon am Horizont, die kommende Woche dann los geht.

Nun wünsche ich uns allen eine erfolgreiche Woche!

Ihr Hari

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Jahresanfang 2019 – historische Parallelen?

Der Markt konnte sich bisher selbst zu einer schwächlichen Jahresend-Rally nicht mehr aufraffen, was für diese Jahreszeit schon extrem ungewöhnlich ist.

Bis vor 2 Wochen war die Welt noch halbwegs in Ordnung und das Modell einer begrenzten Korrektur mit traditionell starkem Jahresende, bei der Mehrheit zurecht dominant. Erst der massive Absturz am Dienstag vor 2 Wochen, hat diese positive Interpretation negiert und die Stimmung allgemein massiv nach unten gedrückt.

In dieser nun laufenden KW51 besteht durchaus eine Chance auf Stärke, weil die FED am Mittwoch als Katalysator existiert und die Stimmung allgemein sehr negativ geworden ist. Wenn ein überverkaufter Marktzustand auf die FED trifft, schafft das in einem normalen Markt in der Regel eine positive Mischung.

Aber ist das noch ein "normaler" Markt? Und selbst wenn der S&P500 diese Woche doch noch zur Jahresende-Rally antritt und dem großen Einbruch noch einmal im letzten Moment von der Schippe springt, dürfte er zum Jahresende bestenfalls in der Range von 2.820 bis 2.600 bleiben, neue Hochs und ein Ende der Korrektur, sind für 2018 wohl eher vom Tisch.

Selbst aber wenn der Index nun noch einmal 10% korrigiert und in den Bereich von 2.400 eintritt, was nun sehr gut denkbär wäre, wäre der langfristige Aufwärtstrend noch intakt und das Geschehen müsste als üble, aber notwendige Bereinigung eines zu guten Jahres 2017 gewertet werden:

Wir alle würden gerne wissen, wie das in 2019 weiter geht, nur leider hat niemand eine Glaskugel, gerade die nicht, die am lautesten mit Prognosen um sich werfen.

Für 2018, waren die DAX-Prognosen der Analysten der Banken mal wieder völlig falsch, wie schon für 2017, warum bitte, soll man da für 2019 auch nur eine Sekunde darüber nachdenken?

Schauen Sie -> hier sind die Prognosen für 2018 <- , kein Einziger der "Prognostiker" hat auch nur ansatzweise den aktuellen DAX-Stand auf dem Radar gehabt, alle waren zu optmistisch. Und -> hier in 2017 <- waren alle zu pessimistisch, der DAX Stand Ende 2017 war 12.918.

Würde man eine Horde Affen mit Dartpfeilen auf ein Ziel mit Markierungen zwischen 10.000 und 15.000 werfen lassen, wäre die Trefferquote wahrscheinlich deutlich höher. 😛

Wir sehen was diese "Prognosen" sind, Fortschreibungen der Gegenwart, die kein Profi ernst nimmt. Diese werden nach meinem Eindruck geschrieben, um Otto Normalanlegers fatales Bedürfnis nach Führung zu befriedigen und sich als Bank ins Gespräch zu bringen. Auch außerhalb der Banken hatte kaum jemand diese massive Schwäche im Herbst auf dem Radar, auch ich in diesem Ausmass nicht. Aber ich behaupte auch nicht den Schlussstand des Folgejahres prognostizieren zu können, da liegt der Unterschied.

Aber, wir sind nicht völlig blind. Denn wenn man seine Zeit nicht mit solchen Prognosen vergeudet, sondern nach Mustern in der Marktmechanik sucht, wird man gerade um den Jahreswechsel fündig. Da gibt es viele Muster die immer wiederkehren, das "Window-Dressing" zum Jahresende ist dabei einer der bekanntesten Faktoren. Und von diesen Mustern kann man einiges ableiten.

2018 ist dabei besonders spannend, weil wir - wenn nicht noch ein Weihnachtswunder passiert - weit ab von den Höchstständen schliessen werden und die Jahresendrally bestenfalls schwach war und schlimmstenfalls ganz fehlte.

Was bedeutet das für den Jahresanfang?

Oft nichts Gutes. Bis zum Jahresende werden die Börsen oft noch zusammengehalten, weil sich die großen Markt-Elefanten ihre Jahresperformance - an der auch Boni hängen - nicht völlig versauen lassen wollen. Am Anfang des neuen Jahres, kann dann nach schwachen Jahren aber das Großreinemachen losgehen und Hedge-Funds werden liquidiert, die nicht performt haben.

Während nach starken Jahren der Jahresanfang also gerne Stärke bringt, weil jeder im Sinne "neues Spiel neues Glück" sich wieder einkaufen will, wird es nach schwachen Vorjahren und einem schwachen Jahresabschluss gerne gefährlich.

Sie wollen einen Beleg dafür? Nun schauen Sie auf die letzten 12 Jahre, da hatten wir fast immer ein starkes Jahresende und dann einen brauchbaren Start ins neue Jahr. Aber es gab zwei Jahre mit schwachem Jahresabschluss, als die Jahresendrally faktisch ausgefallen ist - wie möglicherweise 2018, noch hat das Jahr ja 2 Wochen um was gut zu machen.

Und das waren 2007 und 2015 und hier ist, was danach passierte:

Ich denke das ist eindrucksvoll und eindrücklich.

Gerade wenn jetzt mit der FED doch noch späte Stärke kommt, hätten wir eine Replik dieser Vorjahre, eine schwache Jahresendrally mit Risiko, dass es zum Jahresanfang richtig zu rappeln beginnt.

Und für dieses "Rappeln" gibt es auch objektive Gründe, es dürfte in diesem schwierigen Jahr einige institutionelle Anleger, insbesondere Hedge-Fonds, "erwischt" haben, die dann in 2019 abgewickelt werden und das ist selten gut für einen Markt.

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Wochenausblick KW50


Predigt der Woche

Das mit der "Predigt" ist ein kleiner Spaß und der Punkt hier ein Einmalthema. 😉

Aber der Markt fordert einen. Das tut er immer, seit Oktober aber extrem.

Man hat eigentlich genug mit sich selber und seinem Depot zu tun, dann aber noch permanent für andere zu schreiben und das nicht nur einfach abstrakt zu tun, sondern sich in diese herein zu versetzen und so proaktiv zu helfen zu versuchen, wie ich das tue, ist sehr fordernd.

Meine Frau sagt immer, dass ich Sie als Mitglieder zu sehr verwöhne. Es ist in den letzten Wochen schon wieder fast zur Selbstverständlichkeit geworden, dass ich auch Abends noch zum Handelsschluss im Forum schreibe, das ist aber nicht dauerhaft durchzuhalten, ich bin auch nur ein Mensch und mit 290€ im Jahr hat niemand mein ganzes Leben gekauft.

Einerseits will ich Sie ja selbstständig machen, andererseits erzeuge ich mit meiner Präsenz aber auch eine Abhängigkeit, weil man kann sich ja darauf verlassen, dass "der Hari" was dazu sagt und das fördert Passivität bei denen, die eben doch lieber anderen folgen wollen, als sich durch die Mühen einer eigenen Strategie zu quälen. Und dass das durchaus Mühen sein können, macht Ihnen unser Calvin ja in seiner spannenden Kolumne immer wieder klar.

Auch jetzt schreibe ich schon wieder am Sonntag Morgen, weil es eben wichtig ist und der Markt in einer kritischen Phase.

Machen Sie sich aber bitte klar, dass ich irgendwann nicht mehr da sein werde. Das ist keine Ankündigung, ich habe derzeit vor noch lange da zu sein, aber es ist das Wissen um das Schicksal. Denn wenn ich Pech habe und das gesundheitlich durch so etwas wie einen Schlaganfall erzwungen wird, kann es auch mit einem Schlag und überraschend passieren. Ich habe dafür keine Anzeichen und lasse mich checken, aber mit 56 kommt man in Bereiche, wo man sich bewusst machen muss, dass dieser Schlag einfach kommen kann.

Wie Sie sich dann bitte verhalten, habe ich schon vor Jahren hier beschrieben: -> Im Falle meines Todes <-

Und falls Sie jetzt nicht sowieso schon so weit sind, müssen Sie dann selber auf eigenen Anleger-Beinen stehen oder sich jemanden anderen suchen, dem Sie folgen können. Ich sage aber ganz selbstbewusst, dass Sie es im deutschen Sprachraum schwer haben werden, da jemanden vergleichbar zu mir zu finden. Besser wäre also, ganz selbstständig mit eigener Strategie zu werden und mich dann noch als Bereicherung, Abgleich, Ergänzung, Anregung und Benchmark zu lesen, aber nicht mehr als "Führung" durch den Markt.

Das nur als Einleitung, bevor ich für Sie wieder an einem Sonntag einen besonders ausführlichen und intensiven Wochenausblick schreibe, einfach weil es mir nötig erscheint.

Ereignis der Woche

Das Ereignis der Woche ist für uns die EZB-Sitzung am Donnerstag. Die ist eigentlich dieses Mal eher sekundär, weil die großen Fragen des Marktes zu den Themen Zinsen und Handel vor allem in Washington und Peking gewälzt werden, aber sie ist trotzdem besonders spannend.

Denn der gute Mario Draghi hat ja nun mit der Straffung des Zinszyklus noch nicht einmal begonnen, weil er statt eine Bereinigung zu fördern, lieber jede Menge Zombiebanken und Unternehmen am Leben gehalten hat. Was macht er denn dann, wenn nun die Konjunktur im Euroraum abraucht, was die Börsen ja zu indizieren scheinen, den Europas Aktien sind schon fast ganz 2018 in einem Bärenmarkt?

Er kann dann die Zinsen auf Minus 2% senken und damit massive Negativzinsen auf Konten der Bürger erzwingen und Lebensversicherungen und Krankenversicherungen endgültig zerstören. Dann könnte es aber sein, dass selbst der träge deutsche Michel zur gelben Weste greift und es ziemlich ungemütlich wird, auch für Draghi.

Um so wichtiger werden in der kommenden Woche die Wirtschaftsdaten, von denen es einige sehr Wichtige gibt.

So am Montag das japanische und britische BIP. Am Dienstag hier der ZEW und Inflationsdaten aus den US. Am Mittwoch weitere US Inflationsdaten, eine Rede Powells und die Öldaten. Am Donnerstag einen Zinsentscheid der SNB und am Freitag den japanischen Tankan-Wirtschaftsindex, Industrieproduktion aus China, sowie Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und Einzelhandelsumsätze aus den US.

Chance und Risiko der Woche

Chart/Grafik der Woche

Index der Woche

Diese drei Punkte fasse ich wieder zusammen, denn die Lage ist recht einfach und klar. Es lohnt sich auch nicht, hier viel zu spekulieren, es ist ein Moment in dem wir wach und klar im Kopf sein müssen.

Ich versuche daher bewusst prägnant und klar zu sein und Ihnen statt Analysen und Szenarien einfach nur eindrücklich klar zu machen, wo wir stehen.

Schauen Sie noch einmal auf dieses Chart des Leitindex S&P500:

Sie sehen die Botschaft schon, da ist letzte Woche ab Dienstag etwas passiert, was nicht hätte passieren sollen.

Denn wir hatten eine FED die auf Taube geschaltet hat und zumindest einen Waffenstillstand beim Handelsthema - zumindest schien es so. Und am Montag hat der Markt auch gemacht, was zu erwarten war.

Der logische Pfad wäre dann der lila Pfad gewesen, ein Retracement maximal bis zum Gapfill vom Montag und dann ein starkes Jahresende.

Im letzten Wochenausblick habe ich geschrieben:

Die zwei wichtigstens Sorgen des Marktes, wurden in den letzten 7 Tagen zumindest teilweise beiseite geräumt. Jerome Powell hat am Mittwoch deutlich geblinzelt und die FOMC Minutes haben das bestätigt. Sorgen dass die FED beim Zinszyklus in 2019 überziehen würde, sind ungerechtfertigt. Und nun haben auch Trump und Xi einen Weg gefunden, der sich kooperativ anfühlt und das Risiko eines echten Handelskrieges zumindest verschiebt und die Hoffnung weiterleben lässt.

Es ist völlig klar, dass diese beiden Entwicklungen der letzten Woche, verbunden mit einer sowieso überverkauften Markttechnik, den Markt haben am Abgrund drehen lassen und den Beginn eines mittelfristigen Bärenmarktes erst einmal wieder verhindert haben.

Wenn ich hier Wahrscheinlichkeiten zu vergeben hätte würde ich sagen, ein versöhnlicher Jahresabschluss ist wahrscheinlich und ein Boden zu 80-90% temporär drin, also sehr wahrscheinlich temporär drin.

Ich betone das "temporär", weil auch wenn ein versöhnlicher Jahresabschluss nun wahrscheinlich ist, damit nicht die Frage beantwortet ist, ob wir gerade in einer großen Topbildung sind oder wir nur einen erfrischenden Dip hinter uns haben und der Bullenmarkt in 2019 weitergeht.

Und ich würde das in ähnlicher Lage wieder schreiben, es war auch im Nachhinein für mich die richtige Sicht der Dinge. Passiert ist aber etwas ganz anderes. Ich habe das Geschehen in Artikeln wie -> Lügen treffen auf automatisierte Umschichtungen <- ausführlich analysiert und will das hier nicht wiederholen.

Wirklich verstörend war aber gar nicht einmal der Einbruch am Dienstag, den konnte man noch mit Trumps Chaos und folgender Markttechnik gut erklären. Aber der Freitag nach dem starken Reversal, der erinnerte doch stark an einen vollwertigen Bärenmarkt!

Und so sind wir nun zum dritten Mal an der Begrenzung unten bei ca. 2.600 im SPX.

Wenn Sie sich erinnern, war ich beim ersten Mal im Oktober noch recht optimistisch, auf den ersten Einbruch folgt immer noch ein Rebound und ein 10% Einbruch im Oktober und dann freie Fahrt ins Jahresende wäre doch perfekt gewesen!

Beim zweiten Einbruch Mitte November war ich - wenn Sie sich erinnern - schon skeptischer. Ich habe Artikel zu Bärenmärkten geschrieben und Sie eindringlich vor dem gewarnt was passieren kann, wenn wir durchfallen.

Dann generierte der Markt aber die Chance auf einen Doppelboden und auf ein "W" und die FED spielte mit und Trump scheinbar auch und alles schien gut zu werden......

Der Markt hat aber ab Dienstag etwas ganz anderes gemacht und ich habe schon oft gepredigt, wie gefährlich Märkte dann sind. Achten Sie auch auf den Cross zwischen 50- und 200-Tage-Linie, den wir *jetzt* haben, nicht beim ersten Test und nicht beim zweiten Test, wir haben ihn *jetzt*. Ich thematisiere das weiter unten beim "Thema der Woche" noch.

Ich bin auch sicher, nicht mal die Bären haben letzte Woche so viel Schwäche erwartet! Und wo so viel Schwäche ist, müssen große Adressen sein die abstossen und das ist ein Problem in sich, denn die machen den Markt und nicht wir! Joe Fahmy - ich thematisiere das weiter unten - führt das auch auf Hedge-Fonds Auflösungen zurück, eine weitere Theorie. Am Ende ist es sekundär wer da verkauft, wichtig ist zu sehen, dass hier große Adressen aus Aktien-Exposure heraus gehen.

Und deshalb bin ich nun noch bärischer geworden und der Blick nach unten überwiegt hier bei mir. Höchststände dieses Jahr sind sowieso ausser bei einem Wunder vom Tisch und selbst im besten Fall, steht dann ein niedrigeres Hoch im Raum, wie ich das oft geschrieben und in Charts als Projektion gezeigt habe.

Auch ist völlig klar, dass diese Schaukelbewegung zwischen den beiden Polen bei ca. 2.820 und 2.600 eine Unmenge an Energie aufgebaut hat. Wohin auch immer dieses Biest ausbricht, es könnte eine extrem brutale, gandenlose Bewegung werden, nach unten nennt man das dann einen "Crash".

So und jetzt werden mich viele an die Sentimentdaten erinnern, auch daran dass wir nun eine derart miese Stimmung im Markt haben - ich bin ja auch skeptisch - dass das schon ein Kontraindikator ist. Außerdem gibt es auch durchaus bullische Divergenzen, wenn man danach sucht.

All das stelle ich nicht in Abrede, im Gegenteil, ich wäre nicht mal überrascht, wenn dieser Markt nun am Montag ansatzlos zur Rally ansetzt und erst am 10. Januar bei SPX 3.000 aufhört. Ich traue diesem Bastard im Moment alles zu, nachdem er letzte Woche nun gegen alle Erwartungen verstossen hat

Aber ... ein dickes aber ... die Risiken sind mindestens ebenso groß, vielleicht aktuell sogar größer. Welche Gefahr besteht, wenn alle bei einem Bruch nach unten zum Ausgang rennen, habe ich oft genug beschrieben.

Auch habe ich zuletzt mehrfach, selbst im freien Bereich, Sätze wie diesen geschrieben:

Zum ersten Mal seit 2011 - nicht 2016 und nicht dieses Frühjahr, aber diesen Spätherbst 2018 - halte ich das Risiko, dass der Markt über eine normale Korrektur hinaus ernsthaft einbricht und wir auch aus langfristiger Investmentsicht in einen Bärenmarkt eintreten, für so signifikant, dass wir uns damit auseinandersetzen und davor schützen müssen.

Was ich Ihnen also mitgeben will, ist das folgende Fazit zur Lage :

Ich habe keine Ahnung, was der Markt kommende Woche machen wird. Vielleicht läuft er wieder zur oberen Begrenzung, vielleicht fällt er durch. Ich habe keine Ahnung!

Ich respektiere aber Risiko und kann Risiko einschätzen und das ist aktuell immens!

Was das für Sie bedeutet, müssen Sie auf Ihre Strategie übersetzen.

Für mich heisst das in meiner bewährten und beschriebenen Logik, dass ich in voller Deckung bin und diese erst verlasse, wenn der Markt sich diese Woche glaubhaft vom unteren Rand entfernt. Und ein ernst zu nehmendes Signal bekomme ich nun sowieso erst dann, wenn der Markt diese Range verlässt - ich befürchte mit Karacho!

Die Angst zu Verpassen ist für mich in diesem Moment kein guter Ratgeber. Ja mei, vielleicht verpasse ich ein wenig nach oben, bis ich mich wieder mehr exponiere, falls der Markt nun doch zur Rally ansetzt. Aber diese paar Prozent sind kein Problem im Vergleich zum Risiko, theoretisch in eine Klospülung zu geraten, auch "Crash" genannt.

Ausserdem, falls ein Rebound gleich am Montag kommt, hindert mich nichts und niemand daran, diesen aggressiv zu spielen, Sie wissen schon "Gummibandtrade" und so. Das ist dann aber ein Trade, den ich am Tag eng mitführe und "babysitte" und hat mit meiner Deckung meines trägeren Investmentdepots nichts zu tun.

Das ist die Art, wie *ich* den Markt im Rahmen meiner Strategie sehe. Das muss nicht Ihre Sicht sein, selbst wenn Sie zur gleichen Analyse wie ich kommen.

Also, die wichtigste Zeile dieser Woche:

Wir achten das Risiko und begrenzen es. Alles andere kommt danach, das ist die erste Anlegerpflicht!

Amen 🙂

Strategie der Woche

Damit schliesst sich ein einmaliger Punkt an, in dem ich noch einmal betonen will, wie entscheidend die Übersetzung meiner obigen Worte auf *ihre* Strategie ist! Und Ihre Strategie ist *Ihre* und nicht meine und ich kann in so Situationen hier nur den Markt beschreiben, dabei aber nicht Empfehlungen für völlig widerstreitende Strategien geben.

Schauen wir auf die bekannte Danaher (DHR) als Proxy für besonders starke Aktien:

Wo ist hier die Gefahr? Ja, in Form der gesteigerten Volatilität ist schon das Risiko zu sehen, dass auch Danaher plötzlich mal eine Überraschung nach unten produziert. Auf Monatssicht "bockt" die Aktie jetzt wie ein störrischer Bronko und das passiert gerne vor Richtungswechseln.

Aber davon abgesehen zeigt dieses Chart keinerlei Grund hier jetzt zu verkaufen und von einer Investitionsstrategie mit ruhiger Hand abzuweichen, im Gegenteil! Wer hier also langfristig dabei ist, kann und sollte das weiter tun und für den ist aus Sicht von Danaher die Diskussion um die 2.600 im SPX irrelevant!

Sehen Sie was ich damit meine, dass Sie meine Worte oben auf Ihre Strategie umsetzen müssen? Das hohe Risiko dass die Indizes noch einmal in einem Schwall 10% abgegeben ist da! Gleichzeitig kann es trotzdem richtig sein, mit den richtigen Aktien ruhig Kurs zu halten und sogar langfristig im Akkumulationsmodus zu bleiben. Und ob das richtig ist, hat für einen jetzt 30-jährigen natürlich eine andere Antwort, als für einen jetzt 70-jährigen, der da einen weit kürzeren Zeithorizont hat.

Ich kann Sie nur eindringlich auffordern sich klar zu machen, dass Sie meine Marktsicht als Input auf Ihre Belange *übersetzen* müssen. Wenn Sie das nicht können, weil Sie gar keine Basis haben auf die Sie etwas übersetzen, haben Sie auch keine eigene Strategie, kein Konzept wie Sie mit dem Markt umgehen und das führt in so kritischen Marktphasen fast sicher zu Schmerz, Frust und Problemen!

Widerspruch der Woche

Auch das ist ein einmaliger Punkt. Sie wissen es gibt einige Quellen die ich ernst nehme und dazu gehören Jeff Miller und Joe Fahmy. Und diese beiden mit ihrem ganz unterschiedlichen Ansatz entwickeln dieses Wochenende eine gänzlich unterschiedliche Tonlage zum Markt. Das ist für sich selten und wert genauer betrachtet zu werden.

In Jeff Millers -> Weighing the week ahead <- betrachtet er wieder sehr ausführlich die fundamentale Lage in den US, zieht dafür viele Quellen heran und kommt zu einem klaren Ergebnis:

Die fundamentale Lage ist deutlich positiver, als die Stimmung des Marktes, der Markt ist in einer negativen Feedback-Schleife, genauso wie er im letzten Jahr in einer positiven Feedback-Schleife war. Und für langfristige Anleger gilt es nicht in Panik zu verfallen, sondern Kurs zu halten und Schwäche tendentiell für Zukäufe zu nutzen.

Und wissen Sie was? Ich glaube er hat Recht!

Dann haben wir Joe Fahmy mit seinem sehr sehenswerten Video von letzter Nacht: -> More downside ahead? <-.

Sehenswert ist dabei nicht der Video-Teil, in dem sieht man auch nur die Indizes die Sie kennen, sehenswert ist was er sagt und das könnte fast von mir sein. Er weist auf die Schwäche hin und das immense Risiko, dass es noch weiter herunter geht. Er weist auf die ungewöhnlichen, starken Abgaben hin und ordnet diese Hedge-Fonds Auflösungen zu. Und er befürchtet, dass der Markt vielleicht noch bis Jahresende einigermassen zusammen gehalten wird, Anfang 2019 aber noch ein Schwall nach unten in der Größenordnung von noch einmal 10% kommen könnte. Er sagt aber auch, dass danach die Luft völlig bereinigt ist und wir hier kein 2008 vor uns haben.

Und wissen Sie was? Ich glaube er hat Recht!

Beide Sichten decken sich mit meiner Sicht. Ich glaube eher nicht, dass hier der Bullenmarkt endet und wir *die* große Topbildung vor uns haben. Im Gegenteil, vor dem Hintergrund was derzeit alles an berechtigten Sorgen auf den Markt geworfen wird, während gleichzeitig die FED im Straffungsprozess ist, hält dieser sich ziemlich gut.

Ich glaube vielmehr, dass wir hier das Gegenstück zum gnadenlosen 2017 erleben, da hat der Markt jedes Risiko einfach ignoriert, jetzt überhöht und übertreibt er jedes Risiko gleich.

Ich sehe aber auch die Schwäche, sehe die Marktmechanik und betrachte das Risiko als sehr hoch, dass wir entweder sofort oder im 1. Quartal 2019 noch einmal 10% abgegeben und das zu einer lange fälligen 20% Korrektur machen.

Für mich ist da also kein Widerspruch, im Gegenteil. Auch wenn diese Aussage bei denen nicht auf Gefallen stossen wird, die jetzt schon emotional ausgelaugt sind, aber nach diesem langen Anstieg sind 2 Monate Korrektur auch zeitlich eher zu wenig, da können gut noch einmal 2-3 Monate nachkommen, bevor sich die Korrektur erschöpft hat.

Womit wir gleich beim nächsten Thema wären, dem Schutz unseres emotionalen Kapitals ....

Thema der Woche

Das Thema der Woche ist Psychologie, die Psychologie in schweren Marktphasen und wir haben eine schwere Marktphase!

Da kommt schnell Frust auf, wenn Gewinne eines Jahres wieder zerstört werden oder man sich mit einer emotionalen "Hüftbewegung" wieder einreisst, was man vorher mühsam aufgebaut hat.

Dieser Frust ist menschlich, verständlich, aber falsch und fehlgeleitet, er ist genau die Ursache die dazu führt, dass Anleger in großen Bärenmärkten an den Tiefs dann nicht mehr zugreifen können, weil sie vorher schon emotional ausgepowered sind. Ich habe in -> Wie man in einem Bärenmarkt überlebt <- ausdrücklich betont, dass wir auch unser emotionales Kapital schützen müssen. Bitte lesen Sie noch einmal -> diesen Artikel über die geheimnisvolle Glaskugel der Assyrer <-, in dem ich den Ablauf der Gefühle genau beschreibe, wir sind gerade mal 2 Monate in diesem Prozeß, der - wenn das eine Topbildung sein sollte - über ein Jahr andauern kann und dann wohl wird.

Denn gerade dann, wenn alle frustriert aufgeben, wenn sie sich fragen wozu sie das machen, wenn doch nur Frust und Minus dabei heraus kommt, genau in diesem Moment ist der Markt im März 2009 und es liegen 2 Jahre mit locker erspielten 50% Plus vor Ihnen!

Ergreifen können das aber nur die, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht emotional und finanziell ausgepowered sind. Man könnte auch böse sagen: Der Markt trennt die Spreu vom Weizen. 😉

Es gibt zwei Wege, wie man damit umgehen kann und einen den man nicht beschreiten sollte.

Man kann erstens auch im Bärenmarkt diskretionär agieren wollen, also eigene Entscheidungen zu treffen um den Markt zu timen. So wie ich das mache. Dann setzt man sich diesen Gefühlen aus und wird Momente der Verzweiflung und der Euphorie erleben, wenn man dabei bleibt, wird man aber in Summe daran wachsen, auch charakterlich.

Das ist aber ein verdammt harter Weg, nicht jeder wird den beschreiten können, nicht jeder ist emotional dafür gebaut. Denn wenn man das tut, sollte man sicher wissen, dass man stark genug ist dran zu bleiben und auch Niederlagen zu verdauen.

Man kann aber zweitens sich selber emotional auch völlig heraus nehmen und seine Handlungen einer festen Strategie mit einem festen System überantworten, das nach festen Triggern operiert. Mit dem Beispiel des Kreuzens der 50- und 200-Tage-Linie im Artikel -> Die Hari-Methodik in der Light-Version <- habe ich eine ganz triviale Variante so eines Systems beschrieben.

Das ist ein einfacherer Weg, man muss es nur tun, man muss seine Handlungen nur einem System überantworten. Und "einfach" heisst auch nicht perse "schlecht", sondern eben nur einfacher. Auch das erfordert Disziplin, aber nicht die psychische Stabilität, die der diskretionäre Weg in den kritischen Momenten erfordert, in dem man aus freier Entscheidung sein Vermögen navigiert. Man hat dann jemanden der einem sagt was zu machen ist: das System.

Beide Wege sind sinnvoll, welcher für Sie richtig ist, können nur Sie beantworten.

Was aber falsch ist, ist blauäugig in so einen Bärenmarkt zu rennen - lesen Sie wie gesagt unbedingt noch einmal meinen Artikel zu den Assyrern, da ist diese Typologie beschrieben - und dann mittendrin "aufzugeben". Dieses "mittendrin" ist garantiert der falsche Moment, es ist der Moment an dem ich schon wieder feuchte Lippen bekomme und zappelig werde.

Bitte machen Sie sich das klar, machen Sie sich klar welcher Schmerz potentiell vor Ihnen liegt, wenn das hier theoretisch noch bis weit ins nächste Jahr weiter geht und der SPX 30 oder 40% von den Hochs fällt und beantworten Sie dann die Frage, wer Sie sind und was Sie wollen.

Eine einfache Methodik wie beispielsweise diese 50/200er Kreuzungstechnik, ist keine Schande und bringt Sie zuverlässig durch unruhige Zeiten, auch wenn Sie davon keine große Überperformance erwarten können. Sie sind dann in den ganz tiefen Löchern aber wenigstens draussen und können halbwegs entspannt das Drama beobachten.

Und übrigens, ich habe dazu wichtige Nachrichten, wir haben durch den überraschenden, erneuten Absturz letzte Woche, gerade so ein Ausstiegssignal nach dieser Technik bekommen! Das erste seit Januar 2016, das sollte man sich schon mal deutlich machen!

Vielleicht ist es ein Fehlsignal, dann müssen Sie schon bald wieder kaufen. Das gibt es, es ist nicht einmal untypisch, weil die Kreuzungsphasen gerne mit Hin- und Her-Gezappel einher gehen. Vielleicht ist es aber auch kein Fehlsignal!

Wenn Sie also emotional nicht sicher sind, warum überlassen Sie die Entscheidung nicht solchen Signalen?

Hinweis der Woche

Ich erinnere an meinen Artikel -> Die 2019er Mitglieder Depots <-. Sie haben noch bis kommendes Wochenende die Möglichkeit selber Depots einzumelden.

Erfreulicherweise ist es dieses Wochenende losgegangen und wir haben nun schon zu den Themen Wachstum und Dividenden mehrere Vorschläge, sehen Sie -> hier <- was bisher eingegangen ist.

Nur zum Thema Mean Reversion ist es noch dünn, dabei bietet doch gerade da 2019 gute Chancen, denn im Gegensatz zu 2016 und 2017 haben wir dieses Jahr zum Jahresende ja eine deutliche Korrektur, die viele Aktien schwer verprügelt hat, gerade in Europa oder bestimmten Branchen, denken Sie nur an die Tabakbranche als Beispiel.

Aber wie auch immer, wir werden in der Woche vor Weihnachten eine Abstimmung machen und je ein Depot pro Thema wählen. Ich möchte Sie einladen, schon jetzt in das Nachdenken einzusteigen und mit den Autoren der Depots in den Dialog zu treten, warum sie genau die und keine andere Aktie gewählt haben. So dass Sie am nächsten Wochenende schon wissen, welches Depot sie jeweils wählen werden.

Ich wünsche einen guten Start in die Woche!

Ihr Hari

Disclaimer:

Der Wochenausblick ist ein im Jahr 2018 wöchentlich wiederkehrendes Format, dessen Sinn, Inhalt und Logik -> hier <- erläutert wurde.

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***