Potash mit Momentum-Reversal dank Uralkali

by Hari on 20. November 2014

Der folgende kleine Hinweis erschien Mittwoch 19.11.14 15:35 in Hari Live

Im Düngemittelsektor ist der Teufel los. Warum?

Ganz einfach, weil Uralkali riesige Probleme mit einer Mine zu haben scheint und dieser Umstand die Hoffnung auf steigende Preise in den Markt bringt: -> Uralkali evacuates Mine <-

Und tatsächlich, von allen üblichen Verdächtigen wie K+S, Mosaic und Co., sieht der Marktführer Potash Corp (878149, POT) im Chart ganz besonders eindrucksvoll aus. Achten Sie auf das Volumen!

POT 19.11.14

Man muss jetzt die nächsten Tage sehen, wie sich die Nachrichtenlage festigt. Wenn sich das aber bewahrheitet, hat der Sektor die Chance auf einige Luft nach oben – genau die Luft, die er im Zuge des Uralkali Desasters letzten Sommer abgegeben hat.

Ein Retracement hier, könnte also vielleicht zur Kaufgelegenheit werden.

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Syngenta als langfristiges Investment

by Hari on 18. November 2014

Der folgende Beitrag erschien schon Freitag 14.11.14 11:05 in Hari Live

Ich habe ja schon mehrfach zum Agrarchemie-Riesen Syngenta geschrieben. Zuletzt am Montag 08.09.14 10:05.

Für mich ist das so eine Aktie, bei der ein sehr langfristiges Investment wirklich Sinn macht. Das Unternehmen hat eine starke Marktposition und ist in einem Segment breit aufgestellt, das nur dann nicht mehr benötigt würde, wenn die Menschheit vom Erdball verschwunden ist. Denn ohne Agrarchemie, lassen sich die bald 10 Milliarden Menschen auf diesem Planeten halt nicht ernähren. Das kann man mögen oder nicht, die Wahrheit ist es trotzdem.

Diese langfristige Stabilität bedeutet natürlich nicht, dass die Geschäfte immer perfekt laufen, auch solche Geschäfte schwanken. Es bedeutet aber, dass man Schwankungen sehr entspannt beobachten kann und einfach mit dem langfristigen Aufwärtstrend mitgeht.

Und wer nicht weiss, welchen Aufwärtstrend ich meine, braucht nur auf das langfristige Chart seit Anfang 2000 zu schauen, dann wird alles klar:

Syngenta 14.11.14

In diesem Chart sehen wir auch, dass die aktuelle Abwärtsbewegung, eigentlich nur eine Konsolidierung mit flaggenartigem Charakter ist, auch wenn sie schon seit Anfang 2013 andauert.

Und im Chart mit Wochenkerzen erkennen wir, wie sich Syngenta seit Anfang 2013 unter dieser Abwärtstrendlinie herab hangelt:

Syngenta 14.11.14 2

Im September hatte ich Ihnen dann das zulaufende Dreieck gezeigt, dass ich oben noch einmal eingezeichnet habe und das dann nach unten gebrochen wurde. Nach einem erneuten Swing befindet sich Syngenta nun mitten in einem erneuten Schub, der potentiell wieder die Abwärtstrendlinie attackieren wird.

Fazit:

Zwingender Handlungsbedarf besteht noch nicht, solange der Abwärtstrend andauert. Dafür aber um so mehr, falls Syngenta die fallende Trendlinie brechen würde.

Unter sehr langfristiger fundamentaler Sicht, erscheint mir aber auch ein Investment zum heutigen Zeitpunkt als legitim, weil Syngenta im grossen Bild genügend korrigiert hat und die Bedürfnisse der weltweiten Landwirtschaft hier früher oder später zu erneut steigenden Kursen führen werden. Wer diesen Weg gehen will, muss sich aber im Klaren sein, dass die Aktie auch noch einmal 10% fallen kann und der bestehende Abwärtstrend durchaus noch ein Jahr andauern kann.

Umgedreht ist aber Syngenta durchaus auch theoretisches Ziel eines Übernahmeversuches und ich halte den “Happen” schon heute für recht attraktiv. Und wenn so eine Nachricht in den Markt kommen sollte, dann würde die Aktie über Nacht zweistellig steigen.

Ich selber habe Syngenta nun im Investment-Depot und warte da die kommende Jahre ganz geduldig ab. Das ist zwar immer noch kein “Buy and Hold”, was ich da mache – auch bei einer Syngenta muss man wissen, wo der Notausgang ist – aber es kommt “Buy and Hold” näher, als meine sonstigen, typischen Anlagen.

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Der folgenden Beitrag erschien schon Montag 17.11.14 15:05 in Hari Live

Dass der Markt lange nicht so effizient ist, wie sich einige einbilden, sondern dass er vielmehr immer wieder voller erstaunlicher Ineffizienzen und Übertreibungen ist, kann man wie im Brennglas mal wieder bei Salzgitter bewundern.

Sie wissen schon, Salzgitter der Stahlkonzern, über dessen Management ich vor gut einem Jahr den Stab gebrochen habe und dessen Kurs sich seitdem auch katastrophal entwickelt hat – auch im Vergleich zu anderen Unternehmen des Sektors.

Salzgitter 17.11.14

Nun schauen Sie mal im Chart, wie der Kurs ab September nur eine Richtung abwärts bis fast 20€ kannte, obwohl es eigentlich keine grossen neuen Nachrichten gab, die das rechtfertigten – die Lage war einfach stabil “bescheiden” und alle Fakten waren bekannt.

Und dann meldet Salzgitter einen Minigewinn nach einem Sparprogramm, das ebenso wie der Mini-Gewinn eigentlich keine grosse Überraschung ist. Und der Kurs braucht einen ganzen Tag um das zu verarbeiten. Und dann fängt er an zu steigen und hört nicht mehr auf zu steigen, genau wie er vorher nicht mehr aufhörte zu fallen.

Die Firma Salzgitter im September ist aber exakt die gleiche wie im Oktober und wie nun auch im November. Und auch die Erwartungen an die Zukunft haben keinen Anlass, sich in den drei Monaten gross zu unterscheiden. Und das Sparprogramm wurde schon lange vorher beschlossen und ist keine Überraschung.

Ist diese Bewegung dann “effizient” und der Lage angemessen? Ich habe meine Zweifel. Und das Problem ist weniger der aktuelle Anstieg als die Frage, ob der Rückgang ab September nicht völlig übertrieben und nur dem Herdentrieb geschuldet war.

Übrigens hat das Chart noch eine Botschaft. Es zeigt wie eine komplexe Bodenbildung aussieht – mit jeder Menge sinnlosem Hin und Her. Wer nun also bei Asset-Klassen wie Gold auf Reversals wettet, sollte sich solche Strukturen vor Augen führen, das könnte durchaus das Schicksal bis zum Jahresende sein.

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