Der folgende kurze Hinweis, erschien Mittwoch 16.07.14 16:55 in Hari Live.

Zum Thema Biotech wissen Sie ja, dass ich schon länger etwas skeptisch bin, ob die Gegenbewegung nach der Korrektur von März/April diesen Jahres, nun wirklich zu einer Fortsetzung des Aufwärtstrends führt.

Nun sieht es fast so aus, als ob meine Zweifel berechtigt waren, denn wir scheinen nun ein niedrigeres Hoch im Sektor ETF IBB zu haben. Und heute ist der IBB trotz eines starken Gesamtmarktes wieder im Minus. Auch das ein Signal.

Zu allem Überfluss hat ja die gute Janet Yellen gestern ganz konkret Überbewertungen in dem Sektor angemahnt, auch das zieht natürlich Gewinnmitnahmen nach sich.

Schaut man auf das Chart des IBB, muss das nun aber nicht zwingend zu einer zweiten, massiven Korrektur führen. Eher noch wahrscheinlicher finde ich eine fortdauernde Konsolidierung des Sektors, wie ich sie hier im Chart andeute:

IBB 16.07.14

Auf jeden Fall sollten wir im Sektor nun nicht zu optimistisch sein und müssen uns wohl auf einige schwierigere Wochen und Monate einrichten. An der langfristig grundlegend positiven Perspektive, ändert das nach meiner Ansicht aber gar nichts.

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DAX-Betrachtung: Money for nothing

by Hari on 18. Juli 2014

DAX-Betrachtung: Money for nothing

Ein Gastkommentar von Tokay

„Money for nothing“ war der Titel eines Songs von den Dire Straits aus den 80er Jahren. Der Titel kommt einem heute wieder in den Sinn. Einmal denkt man dabei möglicherweise an die mageren Zinsen, die man bekommt, wenn man Anleihen kauft. Zum anderen an die mageren Aktienrenditen, die seit Jahresanfang zu erzielen sind. Mark Knopfler hatte damals sicherlich anderes im Sinn, als er vom „Money for nothing“ sang. Heutzutage bekommt Wolfgang Schäuble „money for nothing“, was ganz erstaunlich ist. Noch am Jahresanfang hatten die Auguren unisono steigende Zinsen vorhergesagt. Eingetreten ist wieder einmal das Gegenteil. Zu einem Run auf Aktien hat das in diesem Jahr trotzdem noch nicht geführt. Aber das muss ja nicht so bleiben.

Schauen wir uns den DAX seit Anfang 2011 an. Diese Grafik habe ich an dieser Stelle schon einige Male gezeigt. Wir sehen, dass die Aufwärtsentwicklung nach wie vor intakt ist.Wir sehen aber auch, dass die obere Begrenzungslinie DE nun schon einige Male touchiert wurde. Und wir sehen, dass die untere und die obere Begrenzungslinie immer näher zusammenrücken. Die Entscheidung darüber, wie es weiter gehen wird, fällt also im Herbst. Denn eine dieser beiden Linien wird sehr wahrscheinlich gebrochen werden, und zwar nachhaltig. Welche von beiden es sein wird, wissen wir nicht. Noch nicht.

Grafik I

Schauen wir uns im weiteren den DAX-Verlauf des letzten halben Jahres an: Der Jahresanfang sehr volatil. Dann ein Aufwärtstrend ABC, auch er volatil. Dieser Aufwärtstrend wurde soeben gebrochen, aber dieser Bruch muß nicht notwendigerweise von Dauer sein, doch zu nachhaltig sollte er auch nicht verletzt werden, denn dann hätten wir eine Korrektur vielleicht über die nächsten Wochen und Monate zu gewärtigen. Wir befinden uns also an einem heiklen Punkt.

Grafik II

Bis Jahresende sollte einem dennoch nicht übermäßig bange sein. Solange Zinsen und Inflationserwartungen tief bleiben, bleibt das Risikopotential gering. Die Turbulenzen um die portugiesische Großbank Santo Spirito zeigen einem freilich, dass es ganz schnell wieder Richtung Krise gehen kann. Die Schwerfälligkeit, mit der die Erholung in der Eurozone voranschreitet, ist ein Hinweis darauf, dass die offizielle Krisenpolitik in ihrer Wirkung bislang begrenzt geblieben ist. In den südeuropäischen Firmen ist sie bislang noch nicht angekommen. Und so lange die Banken Staatsanleihen kaufen, anstatt Kredite auszureichen, wird das auch so schnell nicht passieren. Auch auf diesem Gebiet ist man in den USA wieder einmal viel weiter. Die Leistungen der deutschen Exportindustrie in allen Ehren, aber sie wird mit der derzeitigen Eurokurspolitik quasi subventioniert. Machte man es wie die Amerikaner, die Japaner, die Engländer, dann würde die deutsche Industrie noch stärker profitieren als ohnehin schon. Und das würde die Kluft zwischen Deutschland und dem Rest der Eurozone weiter vertiefen.

Abschließend noch ein Blick auf die Fußball-WM. Statistiker haben ausgerechnet, dass die deutsche Mannschaft die stärkste Leistung erbracht hat, die jemals ein Nationalteam bei einer Weltmeisterschaft erbracht hat(www.eloratings.net). „The Mannschaft“ zeigte dabei eine ungeheure mentale Stärke, mit der sie die équipe tricolore, die selecao und die albiceleste in die Knie zwang. Hundert Jahre nach dem schicksalhaften Sommer des Jahres 1914 fürchtet man die Deutschen aber nicht mehr, sondern gönnt ihnen ihren Erfolg. Das ist so, weil Deutschland ein weltoffenes Land geworden ist und diese Weltoffenheit von der deutschen Mannschaft verkörpert wird. Weltoffenheit ist eine gute Voraussetzung für die Zukunft im allgemeinen. Mentale Stärke ist eine gute Voraussetzung für Börsenerfolg. “Money for nothing“ gibt es nicht.

Tokay

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Intel – Ein weiterer Gigant erwacht!

by Hari on 17. Juli 2014

Der folgende kleine Artikel ist schon gestern Mittag vor US Handelsstart in Hari Live erschienen. Gestern hat Intel dann übrigens mit fast 9% Plus eine für so einen Bluechip sensationelle Performance hingelegt und alleine am gestrigen Tag über 12 Milliarden USD Marktkapitalisierung gewonnen!

Wenn wir schon bei so alten Giganten, wie der Kooperation von Apple und IBM sind, sollten wir ein weiteres Unternehmen der Kategorie “Gigant”, gerade heute auf keinen Fall übersehen. Und das ist Intel.

Sie wissen als treue Leser, dass ich Intel seit letztem Jahr mit positivem Ton begleite und davor warne, die Fähigkeit des Unternehmens zu unterschätzen, sich neu zu erfinden. Die Kursentwicklung war auch seit dem Tief von Ende 2012 sehr positiv.

Gestern nun liefert Intel erneut überraschend gute Zahlen und wird nachbörslich um 4% nach oben gekauft. Der Turnaround scheint Fahrt aufzunehmen und Sie wissen, dass ich schon seit einem Jahr den neuen strategischen Fokus von Intel auf die “Wearables” genau für den richtigen Weg halte.

Grund genug, doch auch mal sehr langfristig auf Intel zu schauen, den Blick mit Monatskerzen auf die letzten 15! Jahre, zurück bis 1999 ! Und was wir dort sehen, sollte jeden langfristigen Anleger die Zunge schnalzen lassen:

Intel 16.07.14

Wir sehen eine gigantische, sich über 10 Jahre erstreckende Wendeformation, mit erheblichem, langfristigen Potential nach oben. Und die Aktie schickt sich nun an, aus dieser Wendeformation nach oben auszubrechen und Fahrt aufzunehmen.

Und wir sehen eine beeindruckende, positive Divergenz im On-Balance-Volumen an der NASDAQ. Das gerade wenn man bedenkt, dass hier auch die Auswüchse der Internet-Blase im Jahr 2000 zum Vergleich stehen und das generelle Volumen an den Märkten in den letzten Jahren wg Dark Pools und Co. zurück gegangen ist und nicht gestiegen. Hier scheint also sehr langfristiges Geld in den letzten Jahren konsequent zu akkumulieren.

Die fundamentale Bewertung ist völlig in Ordnung und das Gewinnpotential erheblich, wenn es Intel gelingt in einem neuen Segment wieder höhere Margen durchzusetzen. In Summe für mich ein klarer Fall, für ein sehr langfristig anlegtes Investmentdepot.

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