Es sind die Erwartungen, Dummkopf!

Erfahrene Marktteilnehmer werden nun nichts Neues lesen. Und trotzdem, sobald man den sehr kleinen Kreis der Marktkenner verlässt, stösst man bei der Frage, was die Märkte bewegt, auf breitestes Unverständnis, bis in die "Tagesschau" und die hohe Politik hinein.

Theoretisch Dinge zu erklären, ist ja schön und gut. Aber es tatsächlich zu erleben, hat eine ganz andere Qualität. Und deshalb will ich heute in Anlehnung an Bill Clintons "It´s the economy stupid" laut und deutlich zum Markt sagen: "Es sind die Erwartungen, Dummkopf"

Es sind wirklich einzig und alleine *nur* die (Zukunfts-)Erwartungen, die die Märkte bewegen. Nichts sonst. Nicht die Ereignisse selber, wie über 90% der Menschen glauben und deswegen den Markt immer für ein Buch mit sieben Siegeln halten.

Sicher haben die Ereignisse Bedeutung für die Kurse, aber eben *nur* über den Transmissionsriemen der Erwartungen. Nur wenn Ereignisse die Erwartungen verändern, wirken sie sich auch auf die Kurse aus. Nur dann! Ein Ereignis, das schon erwartet wurde, bedeutet dagegen nur ein grosses Gähnen!

Das hört sich vielleicht wieder theoretisch an, aber heute ist es ganz praktisch vor unseren Augen. Gerade läuft das "Brexit"-Referendum in Grossbritannien. Ergebnis werden frühestens in der Nacht auf Freitag zu vermelden sein, endgültige wohl erst zum morgigen Frühstück.

"Eigentlich" sollte der Markt nun also gespannt abwarten. Und was tut er? Im britischen Pfund zum Dollar gerade langfristig das:

GBPUSD 23.06.16 2

Und der DAX war heute schon bei 10.300 und im Rally-Modus mit mehr als 2% Plus, wie andere europäischen Märkte auch.

Was ist passiert? Ganz einfach, durch Umfragen und Buchmacherwerte, haben sich die Erwartungen des Marktes angepasst. Der Markt hat einen Brexit nun fast völlig ausgepreist.

Was umgedreht aber auch heisst, wenn der Brexit doch noch kommt, bekommen wir am morgigen Freitag einen Crash-Tag, denn darauf ist der Markt nun überhaupt nicht mehr vorbereitet.

Der Markt als perfekter Zukunftsradar, braucht aber die reale Abstimmung nicht mehr. Er schaut in die Zukunft und glaubt schon sicher zu wissen, wie die Briten heute abstimmen werden. Und fast immer hat der Markt recht, wenn er sich so eindeutig festlegt wie heute.

Und wenn er mal - ganz selten - nicht recht hat, dann wird es richtig übel. Der Markt sagt heute aber voller Überzeugung: Die ganze Aufregung, die Medien und Politik nun zum Brexit veranstalten, ist Bullshit. Das Ergebnis steht schon fest.

Es sind eben die Erwartungen - und nur die Erwartungen - die den Markt bewegen. Die echte Ergebnisse Morgen? Bah - kalter Kaffee - uninteressant. Ausser, ja ausser, es verändert wieder die Erwartungen, weil es eine böse Überraschung beinhaltet.

So funktioniert er, unser Mr. Market. Heute und hier bekommen wir es auf offener Bühne vorgeführt, man muss es nur sehen können.

Ihr Hari

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Hari-Notizen

Freitag 24.06.16 17:45

Unverhofft kommt oft, ein Feuerball rast durch die Märkte, mit dem gestern Abend um 23 Uhr niemand mehr gerechnet hatte.

Von diversen der deutschen Direktbanken, werden mal wieder Systemausfälle wegen Überlastung gemeldet. Sehen Sie unter anderem hier: -> Online Banken brechen zusammen < -

Internationale Profi-Broker waren dagegen so weit ich das sehen kann stabil. Auch meine beiden Haupt-Handelssysteme waren stabil.

Die Ausreden dieser "Direktbanken", dass ja das Volumen so hoch gewesen sei, sind in meinen Augen eine Peinlichkeit, bei der sich die Kunden auf den Arm genommen fühlen müssen. Denn der "Brexit", war der meisterwartete Event des Jahres. Es war *völlig klar vorher*, dass die Volumina in die Höhe schiessen würden. Kompetente Broker haben sich entsprechend vorbereitet und auch die EDV aufgerüstet und wetterfest gemacht.

Eine Bank aber, die selbst so einen planbaren Event mit Ansage, nicht mit stabilen Systemen auf die Reihe bekommt, ist für mich eine "Schönwetterbank" und die braucht niemand. Mein Rat, wenn Ihre Bank heute versagt hat: wechseln Sie schnell.

Was glauben Sie geschieht, wenn mal wirklich etwas völlig Unerwartetes passiert, auf das man sich eben *nicht* monatelang vorbereiten kann? Wollen Sie in einer "Lehman"-Situation, über Stunden und vielleicht Tage ohne Zugang zu Ihren Assets sein?

Wenn nein, haben Sie Handlungsbedarf.

Donnerstag 23.06.16 09:30

Es ist ja in den letzten Jahren in Mode gekommen, immer über "Blasen" zu fabulieren wo (noch) gar keine sind. Witzig und absurd ist, dass die Fabulierungskünstler gerade selber eine massive Blase produzieren, diese aber gerade dann nicht als solche erkennen können, wenn mal wirklich eine da ist. 😉

Da ist sie, schauen Sie mal auf das Chart: -> Brexit media attention < -

Parallel habe ich heute früh mal beispielhaft ins Handelsblatt Online geschaut. Die ersten 7 - in Worten SIEBEN - Artikel, behandeln Stand 9 Uhr unter 08/15 Überschriften *alle* den Brexit!

Es scheint, auf der Welt sind die Uhren stehen geblieben, Ausserirdische nähern sich wie bei "Independence Day" der Oberfläche und die Menschheit schaut nur noch auf dieses weltbewegende Ereignis. 😉

Das ist langsam nur noch lächerlich liebe Medien. Bei aller Notwendigkeit, das Ereignis zu analysieren, das ist nur noch "medialer Auswurf".

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Brexit für Dummies

Ach ne, nun auch hier noch ein Artikel zum "Brexit", muss das denn wirklich sein?

Sie haben recht, man kann es kaum mehr sehen. Wir werden überschüttet von Artikeln, die zwischen "Armageddon" und "Kindergeburtstag", so ziemlich jede mögliche Interpretation zehnfach dreidimensional beleuchten. Wirtschaftsmagazine schicken "Korresponten" nach UK, um die berühmt "menschlichen", inhaltlich aber irrelevanten Vor-Ort-Stories zu erzählen und und und und.

Der Grund dafür ist klar. Unsere Presse, auch unsere Wirtschaftspresse, lebt nicht mehr primär von einer festen Leserschaft, für die sie zuverlässig mit qualifizierten Redakteuren jede Woche inhaltsreichen Hintergrund produziert, sondern lebt "von der Hand in den Mund" von der Anzahl der Klicks im Internet. Und um Klicks zu produzieren, muss man Aufreger organisieren und emotionalisieren. Und dann kommt ein Thema wie der mögliche "Brexit" doch gerade recht, um es in jeder erdenkbaren Form zur Klickgenerierung zu nutzen.

Die "Schuld" an dieser fatalen Entwicklung, die wie wir zuletzt gesehen haben, auch -> an einer FAZ nicht halt macht < -, ist dabei schwer zuzuordnen und hat das berühmte Henne und Ei Problem.

Sicher, Leser kündigen Abos, weil sie mit der Qualität der Medien nicht mehr einverstanden sind. Das stimmt und ist zunehmend berechtigt. Aber warum wurden denn überhaupt Redaktionsstuben ausgedünnt und warum ist die Qualität auf Kosten eines eher peinlichen Aufregungs-Journalismus gesunken?

Eben weil viele Leser schon früh die verlockend "kostenlosen" Internetschlagzeilen einer seriösen Presse vorgezogen haben. Und sich nie die Frage gestellt haben, ob die "kostenlosen" Angebote denn wirklich kostenlos sind und woher bei denen denn die Finanzierung kommt.

Auch wir hier bei Mr-Market merken das doch. Wie viele beklagen sich darüber, dass es so wenig seriöse, fundierte Börsenberichterstattung gibt? Nun glauben wir hier bei Mr-Market genau das zu liefern, es kostet aber vergleichsweise geringe 240 bzw 290€ im Jahr. Und schon ist das denen zu viel, die gerade geklagt haben und die bei einem einzigen Verlust-Trade, schnell mal die 10-fache Summe "das Klo herunter" spülen.

Es gibt ja auch vermeintlich so viele "kostenlose" Blogs und Seiten. Das vielleicht genau der "kostenlose" Artikel, gerade ein -> Advertorial < - und damit faktisch Schleichwerbung ist, der Gedanke wird gar nicht erst gedacht. Manche agieren im Internet wie Kinder im Glauben an den Weihnachtsmann so, als ob das "kostenlose" Internet durchweg aus menschenfreundlichen Altruisten bestehen würde, die ohne eigene Agenda sogar noch Kosten auf sich nehmen, damit andere kein Geld für Fundiertes ausgeben müssen. Da kann man wahlweise nur schmunzeln, oder den Kopf schütteln, über so viel Naivität.

Am Ende müssen wir, die Leser, uns also auch selber an die Nase fassen, dass die Presse so "klickgeil" geworden ist, wie sie geworden ist. Und deshalb brauchen wir uns auch nicht über das "Rauschen im Klickwald" zum möglichen Brexit wundern, so als ob es nun für die Märkte keine anderen Nachricht mehr gäbe, die wichtig wäre.

Ich will daher hier mal versuchen, eine Schneise der klaren Gedanken in den potentiellen Brexit zu schneiden. Sozusagen der "Brexit für Dummies" in wenigen, klaren Sätzen aus Sicht der Märkte, so dass man die ganze "Klickeritis" darum herum, zwar als Unterhaltung geniessen, aber nicht wirklich unbedingt wissen muss.

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