Im Premium Bereich habe ich auf Wunsch der Mitglieder eine Reihe zu den Grundlagen des Shortens (für Anfänger) begonnen.

Hier ist der erste Artikel vom Montag 13.10.14 13:00 Uhr, der erklärt, was es eigentlich mit der “Wertpapierleihe” auf sich hat und wie ein Leerverkauf funktioniert.

Die weiteren Artikel der Reihe, bis hin zu konkreten Instrumenten, bleiben dem Premium-Bereich vorbehalten.

Im Forum war Ende letzter Woche von unserern Mitgliedern der Wunsch vorhanden, ob ich nicht mal einen Grundsatzartikel zum Shorten schreiben könnte, um die Grundlagen zu erklären für die, die das noch nie gemacht haben.

Das will ich gerne tun. Beim Nachdenken darüber, wie ich das “didaktisch” am Besten anfasse, wurde mir schnell klar, dass das Thema zu umfangreich für einen einzigen Artikel ist.

Mit dem heutigen Tage beginne ich daher eine Serie “Shorten”, in der ich in lockerer Folge die Grundlagen vermitteln will, je nachdem wann ich dazu Zeit und Lust finde.

Zu Beginn denke ich, ich muss erst einmal erklären, was ein Leerverkauf überhaupt ist und was es mit der Wertpapierleihe auf sich hat. Und warum man als normaler Anleger von all dem wenig merkt, wenn man zum Beispiel mit einem CFD einfach Short geht.

Denn wenn Otto Normalverbraucher oder die Politik – deren intellektuelles Niveau zu dem Thema auch nicht weiter als das von Joe SixPack ist – die Worte “Leerverkauf” hört, dann löst das ja sofort Schnappatmung aus und Bilder von Zigarren rauchenden Zockern wabern durch das Hirn. Zocker, die wie der Gottseibeiuns, nur Böses im Schilde führen und treue und ehrlich arbeitende Firmen “manipulieren” wollen. Ganz zu schweigen von den bösen Zockern, die ja an den Nahrungsmittelpreisen Schuld sein sollen – irgendwie halt, so richtig fassen kann Joe SixPack das zwar nicht, aber wird schon irgendwie die Richtigen treffen. ;)

Da wir uns mit so Plattheiten hier aber nicht zufrieden geben wollen, müssen wir mal die Grundsatzfrage stellen:
-> Wat is en Dampfmaschin? <-.
Äh .. Entschuldigung, ich meinte natürlich “Wat is en Leerverkauf”, aber so oder so: “Da stelle mer uns janz dumm!” ;)

Wir begeben uns daher in einem Gedankenspiel zurück in das Jahr 1850, in das schöne Land Kalifornieren, in dem gerade ein Goldrausch tobt. Sie haben einen Bekannten, der einen kleinen Claim ergattern konnte und tatsächlich ist es ihm gelungen so viel Gold heraus zu holen, dass er das nun in einen 10-Unzen Barren pressen konnte, den er nun wie seinen Augapfel hütet – “mein Schatzzzzzz” halt. ;)

Sie als kundiger und rationaler Beobachter, sind aber der festen Überzeugung, dass die aktuell aufgerufenen Goldpreise viel zu hoch sind und bald wieder zusammen klappen werden. Ihr Bekannter sieht das aber ganz anders herum, er ist euphorisiert und glaubt, dass der Goldpreis nur den Weg nach oben kennt, weswegen er seinen Barren auch nicht hergeben will.

Sie aber, würden so gerne aus Ihrem Wissen, dass Gold bald fallen wird, Kapital schlagen. Nur wie sollen Sie das tun? Es gibt kein Internet und noch nicht einmal Telefon. Mit wem sollen Sie denn handeln? Sie können auch zu keiner Bank gehen, die Ihnen einen “Short” auf Gold anbieten kann und als Gegenpartei dient. Das Einzige was Sie haben, ist so ein Goldhändler in der Kleinstadt, der jeden Tag am Nachmittag einen Kurs raushängt, der (hoffentlich) von einer Börse im fernen New York abgeleitet ist. Dieser Kurs ist Ihr einziger Massstab, nur wie wollen Sie damit von Ihrem Wissen um einen fallenden Goldpreis profitieren?

Da fällt Ihnen wieder Ihr Bekannter ein und Sie haben eine innovative Idee. Sie bieten Ihrem Bekannten an, seinen Goldbarren von ihm zu leihen und garantieren ihm, ihm den Goldbarren genau drei Monate später wieder zu geben. Sobald Sie den Barren geliehen haben, gehen Sie zum Händler und verscherbeln den Barren für Dollar. Da Sie ja davon ausgehen, dass der Barren drei Monate später weniger wert ist, rechnen Sie damit, dass Sie einen Barren zum Zurückliefern an Ihren Bekannten dann in 3 Monaten beim Händler billiger zurück kaufen können. Die Differenz ist Ihr Gewinn!

Theoretisch ist das eine superbe Idee. So könnten Sie von fallenden Kursen profitieren, weil Sie heute etwas verkaufen, das Sie sich geliehen haben, um es dann in der Zukunft billiger zurück zu kaufen.

Das Dumme ist nur, warum sollte Ihr Bekannter da mitmachen? Er hat den Barren doch heute schon und hat keinen Vorteil davon, Ihnen den zu leihen und damit sogar noch ein Risiko zu gehen, dass Sie ein Betrüger sein könnten und mit dem Barren einfach verschwinden. Und ohne einen realen Barren den Sie über den Tresen schieben, wird Ihnen der Goldhändler heute kein Geld auszahlen.

Um Ihrem Bekannten den Deal schmackhaft zu machen, müssen Sie ihm also etwas anbieten und das ist sinnvollerweise ein Zins oder eine Gebühr dafür, dass er Ihnen den Barren leiht. Sie bieten ihm also einige Prozent des Barrenwertes für die Leihdauer an, die sie ihm sofort zahlen werden. Diese “Leihgebühr” schmälert zwar am Ende Ihren Gewinn, aber immerhin, das überzeugt Ihren Bekannten.

Denn er hat jetzt (vermeintlich) auch nur Vorteile, er hat seinen geliebten Barren weiter und kann langfristig an dessen (vermeintlicher) Wertsteigerung partizipieren und bekommt dazwischen noch einige Prozent Leihgebühr für ein paar Monate.

Alle sind also happy und wer am Ende der drei Monate dann happy ist, werden wir sehen. ;)

Genau das ist ein Leerverkauf mit Wertpapierleihe! Und es ist die einzige Art und Weise, um bei Assets seriös von fallenden Kursen zu profitieren. Man muss halt eine Sache (hier Gold) verkaufen, um es später (hoffentlich billiger) zurück zu kaufen. Der Begriff “leer” bedeutet hier also nicht, dass Sie kein reales Gold real verkauft haben. Er bedeutet nur, dass Sie den Barren zu diesem Zweck nur geliehen haben und ihn später wieder zurück geben müssen. Es müsste hier also eigentlich “Leihverkauf” heissen. ;)

Dieser Leerverkauf ist in jeder Hinsicht völlig seriös und unproblematisch, weil hier wird ja ein echter Goldbarren ganz real (beim Händler) verkauft. Und die negativen “Zockergedanken” die so etwas bei Joe Sixpack auslöst, sind in dem Fall völlig deplaziert und nur der puren Ahnungslosigkeit geschuldet.

Wer so sauber leer verkauft, kann an Menge nie mehr verkaufen, als real am Markt vorhanden ist. Das genau ist ein (gedeckter) Leerverkauf und von den Grundprinzipien her die Grundlage jedes sauberen Short-Geschäftes. Natürlich gibt es von dem Prinzip unzählige Abarten, die leicht anders funktionieren. Ich versuche hier aber keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern Ihnen ein Gefühl für das dahinter stehende Grundprinzip zu vermitteln und dafür genügt dieses eine Beispiel.

Nun sind wir ja aber im Jahr 2014 und uns bieten Banken diverse derivative Konstruktionen an – zum Beispiel einen CFD – um “Short” zu gehen, ohne dass wir uns als Anleger um Wertpapierleihen Gedanken machen müssen. Über diese realen Produkte werde ich in einem weiteren Beitrag der Reihe “Shorten” irgendwann in der Zukunft schreiben.

Hier und Heute ist aber wichtig für Sie zu verstehen, dass wenn Ihnen ein seriöser Broker zum Beispiel via CFD anbietet nun bei einer DAX Aktie Short zu gehen, der Broker sich sofort wenn Sie die Position eingegangen sind, im Hintergrund per echtem Leerverkauf – wie oben – refinanziert.

Das bedeutet also, in Wirklichkeit machen Sie auch einen echten Leerverkauf mit Wertpapierleihe, wie oben im Jahr 1850 beschrieben. Sie merken nur nichts davon, weil Ihr Broker diese Kompexität für Sie verbirgt und dafür eine Gebühr kassiert.

Ein seriöser Broker wird daher auch nie gegen Sie wetten, denn wenn er sich sofort am Markt refinanziert, ist ihm der Ausgang Ihrer kleinen Wette egal, er verdient an der Marge und fertig.

Ausserdem wird der seriöse Broker Ihnen nur dann eine Short Position via CFD auf eine Aktie anbieten, wenn er sich auch wirklich refinanzieren kann – sprich eine Aktie zum Verkauf am Markt leihen kann. Wenn keine leihfähigen Aktien am Markt mehr zu bekommen sind, weil zum Beispiel schon massive Short-Positionen existieren, wird der seriöse Broker Ihre CFD Short Positon ablehnen. Denn würde er sie annehmen, ohne sich zu refinanzieren, würde er ja gegen Sie wetten und abgesehen davon, de facto eine *ungedeckte* Short-Position (naked short selling) ermöglichen.

Bei meiner primären Handelsbank, die ich zu den seriösen Brokern zähle, habe ich schon mehrfach erlebt, wie Short CFDs auf Einzelaktien gesperrt waren und es waren (wie einmal bei Tesla) fast immer Aktien, die schon kräftig am Markt geshortet wurden – sprich zu leihende Aktien waren nicht mehr vorhanden. Dieses Verhalten ist das Verhalten eines seriösen Brokers, auch wenn man sich in dem Moment vielleicht ärgert, weil der Short auf Tesla nicht mehr geht.

Gerade bei kleineren CFD Anbietern dürfte es nach meiner Vermutung aber auch Fälle geben, die sich nicht refinanzieren und als Gegenpartei damit gegen Sie wetten. Dass diese Broker dann natürlich ein Interesse daran haben, Kurse mal schief zu stellen, Orders liegen zu lassen oder Stops abzufischen, dürfte klar sein. Ein Broker der gegen Sie wettet, ist kein Broker, sondern eher ein Buchmacher in einem Wettbüro. Und schlimmer noch, dieser Buchmacher stellt dann auch noch Ihre Kurse. Lassen Sie die Finger davon!

Sie sehen an der Darstellung auch den Unterschied zwischen einem seriösen Leerverkauf und einem fragwürdigen ungedeckten (nackten) Leerverkauf. Letztere sind in meinen Augen ein unnötiger Auswuchs eines wild gewordenen Finanzsystems und dienen letztlich nur der Grossfinanz.

Gerade bei Gold an der Comex kann man das wunderbar beobachten. Hier können ungedeckten Wetten eingegangen werden und damit können die “grossen Jungs” den Preis eigentlich beliebig hin und her schicken, mit dem physikalischen Angebot und Nachfrage hat das nicht notwendigerweise viel zu tun. Um ins Jahr 1850 zurück zu gehen, müsste der Goldhändler Ihnen also Geld für den zu verkaufenden Goldbarren geben, nur auf ihre Versicherung hin, dass Sie “irgendwo” tatsächlich einen Barren besitzen. Dass das der Manipulation Tür und Tor öffnet, dürfte offensichtlich sein.

Gedeckte Leerverkäufe sind also seriös und haben für einen Markt eine hohe (positive) Bedeutung, weil sie helfen den Markt gesund zu halten und Übertreibungen zu reduzieren. Die “Shorties” die gegen überzogene Kurse wetten, sind keine finsteren Gestalten, sondern eher wie eine Gesundheitspolizei, die keine übertriebenen Bewertungen zulässt. Und in dem die Politik Leerverkäufe generell verbietet (warum eigentlich?) macht man einen Markt nicht stabiler, sondern instabiler.

Ganz anders sind ungedeckte Leerverkäufe zu werten, in denen eine Partei “aus dem Nichts” beschliesst, nun mal Mengen eines Assetes zu verkaufen, die die Partei gar nicht besitzt. Damit können Marktpreise tatsächlich manipuliert werden, weil am Ende mehr verkauft werden kann, als physikalisch überhaupt existiert und das reale Angebot und der reale Bedarf seinen Einfluss auf die Preisfindung verliert. Ungedeckte Leerverkäufe sehe ich sehr kritisch und bin sicher, dass der Markt ein Besserer wäre, wenn diese Auswüchse unterbunden würden.

So weit der erste Teil zum Thema Shorten und die Erklärung, “wat en Dampfmaschin” ist. Ich hoffe es hat geholfen die Begrifflichkeiten besser zu verstehen.

Ihr Hari

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Der folgende Artikel erschien in Hari Live schon am 14.10.14 11:30

Vielleicht erinnern Sie sich ja an meinen Artikel in Hari Live vor nicht mal einem Monat am Donnerstag 18.09.14 16:15: “Indus Holding (620010) – nun ist es auch mal gut!”

Darin habe ich eine sich entwickelnde Topbildung bei diesem Wert thematisiert, die bei ca. 38€ Realität werden würde. Schauen Sie noch einmal rein.

Was danach kam war ein Klassiker. Verfolgt habe ich das in Hari Live am Dienstag 23.09.14 14:55 und am Mittwoch 24.09.14 09:25.

Zunächst war da der initiale Bruch, dann die Gegenbewegung, die wieder nach oben führte und alles wie eine grosse Bärenfalle aussehen liess. Und dann im zweiten Anlauf der grosse Absturz in klassischer Manier:

Indus 14.10.14

Heute nun hat die Aktie in einem grossen Ausverkauf, auch die 200-Tage-Linie verloren. Dieser Ausverkauf birgt aber in den kommenden Tagen auch die Chance für einen kurzfristigen Rebound in sich und passt daher zu anderen Eindrücken von überverkauften deutschen Industrieaktien. wie den erwähnten Leoni und Rheinmetall.

Der Blick auf das Wochenchart offenbart aber auch, dass nach einer Gegenbewegung immer noch viel Luft nach unten ist und es verfrüht sein könnte, auf ein Ende der Abwärtsbewegung zu setzen:

Indus 14.10.14 2

In sofern könnte Indus durchaus “Blueprint” für DAX & Co. sein. Kurzfristig Stabilisierung, danach weitere Risiken.

Und eine Lehre können Sie von Indus mitnehmen: man kann sehr wohl Topbildungen erkennen und ihnen aus dem Weg gehen. Man muss sich nur konsequent an die Muster und die Price-Action halten. So richtig schwierig ist das eigentlich gar nicht, wenn man zwei Augen im Kopf und klare Gedanken hat. Und ich habe es ja vor Ihren Augen sozusagen “Live” bei Indus getan.

Das wirkliche Problem, ist wie fast immer aber die Disziplin bei der Umsetzung!

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Der folgende Artikel erschien am Freitag 10.10.14 09:15 in Hari Live

Ein Thema aus dem Bereich unseres “Affenhirns”, das in der aktuellen Marktlage für uns ganz wichtig wird, ist der sogenannte
-> Ankereffekt <-.

Ein Begriff aus der Psychologie der beschreibt, dass unsere Einschätzung ob am Markt etwas “billig” oder “teuer”, “chancencreich” oder “gefährlich” sei, massiv mit dem “Anker” zu tun hat, also mit den Werten, an denen wir uns orientieren. Dummerweise liegen diese “Ankerwerte” immer in der nahen Vergangenheit und führen damit dazu, dass wir zu lange brauchen, um uns neuen Realitäten anzupassen.

Nehmen wir die Aktie von Leoni (540888) als reines Beispiel. Und Leoni ist nach wie vor fundamental eine “gute” Aktie, mit gutem Geschäftsmodell, fähigem Management und guten, langfristigen Wachstumsaussichten.

Nun schauen wir aber mal, ob Leoni nun billig oder teuer ist. Leoni notierte im Hoch am 04.07.14 bei 61,44€. Seit dem hat die Aktie, die aktuell bei 39,3€ notiert, ca. 35% des Wertes verloren. Bei einer fundamental “guten” Aktie, ist die dann doch billig und das eine Kaufgelegenheit. Oder?

Schauen wir nun aber mal anders auf die Aktie. Im Tief am 09.03.2009 notierte genau diese Leoni bei 6,07€. Und auf dem Höhepunkt der Eurokrise am 04.10.2011 bei 20,55€ !

Etwas vereinfacht gesagt, hatten wir also ein Hoch bei 60 und ein vergleichbares Tief 2011 bei 20. Und nun steht Leoni mittendrin bei 40.

Stellen Sie sich nun vor, es wäre Anfang 2012 und Sie hätten Leoni bei 20 gekauft und Leoni hätte sich auf 40 verdoppelt. Was würden Sie instinktiv denken?

Genau: verflixt, Leoni ist schon so weit gelaufen, ich muss nun mal Gewinne mitnehmen/sichern. Und heute denken Sie bei genau den gleichen 40, dass Leoni nun attraktiv bewertet ist.

Was ist der Unterschied? Der Anker ist ein anderer und der Ankereffekt verleitet uns immer dazu, bei Änderungen der Realität zu lange an der alten Realität festzuhalten!

Da ist es wieder, unser verfluchtes Affenhirn! Denken Sie dieser Tage an den Ankereffekt, wenn Sie versuchen Aktien einzuschätzen. Und ich mache damit keinerlei konkrete Aussage zu Leoni, vielleicht dreht die Aktie nun, vielleicht auch nicht. Der Punkt ist: 40 ist nur eine Zahl.

Und falls jemand denkt, dass eine Aktie nur deshalb billig sei, weil sie schon so weit gefallen sei, der irrt auf fatale Art und Weise!

Ich habe auch das Gegenbeispiel dafür. Nehmen wir Arch Coal (908011, ACI), ein in der Vergangenheit solider, stabiler und Cash-starker Kohleförderer. Und Kohle braucht man ja immer oder?

Nun schauen wir mal hier und fragen uns, wie viele Menschen unzählige Male bei diesem Chart gedacht haben, es könnte nun nur noch aufwärts gehen. Pustekuchen! Abwärts geht immer, solange der Kurs nicht bei Null ist. Das ist die einzige Regel, auf die wir uns da verlassen können:

ACI 10.10.14

Übrigens habe auch ich in 2011 und 2012 bei ACI mal eine Gegenbewegung gespielt. Ich bin dann aber auch immer wieder raus gegangen, wenn sich diese Bewegung nicht realisierte oder wieder in sich zusammen fiel. Wer da aber ungesichert dabei geblieben ist, weil er klüger als der Markt sein wollte und weil man “Kohle ja immer braucht”, hat nun ein Desaster erlebt. Denn “Tiefer geht immer!”

Ich will Ihnen mit diesen eindrücklichen Zeilen keine Angst machen und nicht behaupten, dass der Markt nun eine Entwicklung wie ACI nehmen wird. Ich will aber etwas bewirken. Und das ist die Erkenntnis, dass wer in so Abwärtsbewegungen ungesichert! dabei bleibt, weil er auf die Wende hofft und “Hopium” atmet, wegen Dummheit geohrfeigt gehört!

Risikomanagement ist Pflicht!

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