Apple – wiederholt sich die Geschichte?

by Hari on 31. März 2015

Der folgende Artikel erschien schon Montag 30.03.15 17:30 in Hari Live

Es lohnt sich manchmal, Dinge mehrfach zu sagen, damit sie nicht übersehen werden.

Und zu Apple will ich Ihnen erneut die Parallelität zur Konsolidierung um dem Jahreswechsel zeigen, die nicht nur im S&P500 sichtbar ist, sondern noch prägnanter bei Apple:

AAPL 30.03.15 2

Sie erinnern sich, wir hatten ja mit dem Artikel -> Apple - es wird Zeit! <- vom Montag 23.02.15 16:50 sehr schön die Konsolidierung antizipiert, in der wir uns nun genau so befinden.

Das aktuelle Chart sagt Ihnen nun, wo wir danach aktuell stehen. Und es lohnt sich, diese Parallelität zur letzten Konsolidierung als gedankliches Modell im Hinterkopf zu behalten, bis der Markt uns vielleicht von etwas anderem überzeugt.

Sehr schön liess sich das bei Apple in der Vergangenheit auch über den MACD handeln, weil die Swings so klar und deutlich waren - achten Sie auf die blauen Kreise unten im Chart.

Mit ein wenig Geduld, mit der man bei einem MACD Signal eine Bestätigung abgewartet hätte, hätte man bei Apple ganz sauber die Swings der letzten Monate mitnehmen können und es kann gut sein, dass sich das auch fortsetzt.

Auch das ist eine brauchbare Arbeitshypothese, mit der man so lange arbeiten kann, bis der Markt das Gegenteil beweist. Und für den Fall haben wir ein Risikomanagement.

Auf jeden Fall, hat in den letzten Monaten der Status von Apple als der "am besten beobachten Aktie der Welt" dazu geführt, dass die grossen Bewegungen besonders stabil und berechenbar waren - zumindest für die, die ein Chart zu sich sprechen lassen konnten.

Auch hier gilt also das Prinzip der Trendfolge: es macht Sinn davon auszugehen, dass das Muster so weiter geht und vom Gegenteil lassen wir uns erst überzeugen. ;)

Übrigens, am 23.04. kommen bei Apple die Quartalszahlen. Spätestens dann sollte eine Entscheidung über diese Struktur fallen und die Aktie nach oben oder nach unten ausbrechen. Nach unten stellt die 120 USD Linie nun eine natürliche Stopzone dar. Nach oben lassen wir einfach laufen und nehmen die 150 USD als nächstes Ziel in den Blick.

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Erschöpfungs-Hoch im Biotech Sektor

by Hari on 26. März 2015

Der folgende Beitrag erschien schon Montag 23.03.15 16:20 in Hari Live

Wer mal anschaulich sehen will, wie ein (zumindest temporäres) Erschöpfungs-Hoch (Exhaustion-Top) aussieht, braucht nur auf den Biotech Sektor und den ETF IBB zu schauen.

IBB 23.03.15

Wir sehen am Freitag 20.03. ein Eröffnungsgap, das unter Volumen dann über den ganzen Tag massiv abverkauft wird und so diese rote Kerze generiert.

Nun bedeutet diese Wende nicht, dass der IBB nun deswegen zwingend und grundlegend einbrechen muss, obwohl es denkbar ist. Aber zumindest ein temporäres Hoch wurde nun mit hoher Wahrscheinlichkeit generiert und ein Rückgang zumindest zur 50-Tage-Linie wie im Chart eingezeichnet, hat hohe Wahrscheinlichkeit.

Im kurzfristigen 10-Minuten-Chart sieht das dann so aus:

IBB 23.03.15 2

Hier kann man dann schön sehen, wie das Eröffnungsgap sofort zu massiven Abgaben genutzt wurde. So ein Signal bleibt höchst selten ein singuläres Ereignis und insofern war das heutige Down-Gap nur folgerichtig.

*** Bitte beachten Sie bei der Nutzung der Inhalte dieses Beitrages die -> Rechtlichen Hinweise <- ! ***

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Der folgende Artikel erschien zum Wochenstart am Montag 23.03.15 09:05 in Hari Live

Wir treten nun in eine gefährliche Marktphase ein, die von auslaufenden Katalysatoren und der Frage "was kommt danach" geprägt sein wird. Bitte übersetzen Sie "gefährlich" aber nicht in "muss fallen", denn so ist das nicht zu verstehen.

Es ist vielmehr eine Phase, in der die Treiber, die uns nun das ganze 1. Quartal begleitet haben, langsam mal für eine Pause gut sind. Und sich der Markt daher fragen muss, wie er die "Zukunft danach" bewertet, denn wir wissen, der Markt ist nichts weiter als die Summe der Erwartungen der Marktteilnehmer.

Der anstehende Quartalswechsel wird dazu beitragen, dass der Markt eine veränderte Sicht auf die Zukunft entwickeln könnte. Eigentlich ist das wie der Jahreswechsel nur ein ganz normaler Tag, aber in unseren Köpfen schliessen wir mit so Tagen die Vergangenheit ab und schauen aufs Neue gespannt nach vorne in die Zukunft.

Wesentlicher Treiber des ersten Quartals waren natürlich die Notenbanken, die von den drei grossen Währungen Dollar, Euro und Yen durchweg alle massiv stimulierend für die Asset-Preise agieren. Und dass insbesondere der sensationelle Anstieg des DAX in hohem Masse mit den Notenbanken und deren Effekt auf die Währungen zu tun hat, ist ja offensichtlich.

Schauen wir ins 2. Quartal, ist aber schwer vorstellbar, wo von Seiten der Notenbanken nun noch additive, positive Katalyasatoren herkommen sollen. Die EZB ist maximal stimulierend, die BoJ sowieso und die FED weicht ihren Zinserhöhungspfad weiter auf und bleibt auch unterstützend. Mehr geht eigentlich nicht bzw ist schwer vorstellbar. Und das Wissen um die Stimulierung der Notenbanken, ist nun in den Kursen eingearbeitet.

Einen so positiven Impakt, wie es ab Mitte Januar das EZB QE ausgelöst hat, wird es im 2. Quartal also von den Notenbanken wohl kaum geben können. Das heisst nicht, dass deswegen die Welt zusammen bricht, das QE der EZB läuft und wird stützen. Aber niemand sollte erwarten, dass wieder so leichtes Geld auf der Long-Seite zu verdienen ist, wie nach der QE Ankündigung der EZB, wo alle Signale in die Richtung nach oben wiesen.

Gleichzeitig beginnt Mitte April die Quartalssaison in den US und der Markt wird sehr kritisch und vorsichtig sein, was den Effekt des starken Dollars angeht, der im 1. Quartal für die US Unternehmen sehr deutlich spürbar sein sollte. Schwäche Anfang April in Erwartung unbefriedigender Zahlen in den US, wäre also kein bisschen überraschend. Und dass der DAX mal eine Verschnaufpause braucht, ist ja wohl selbsterklärend.

Mein grundsätzliches Bild für die kommenden 4 Wochen sieht daher vom Grundsatz her so aus, dass in dieser Woche noch nicht so furchtbar viel passieren wird und der S&P500 die Hochs um die 2120 testen könnte. Auch der DAX könnte die Hochs erneut testen und vielleicht übersteigen.

Die ersten zwei April Wochen scheinen mir aber anfällig zu sein und die Hochs könnten also zu einem temporären Doppeltop werden. Und weiter als bis Mitte April hinein, fühle ich mich im Moment nicht in der Lage, irgend etwas zu antizipieren.

Schauen wir uns das mal im Leitindex S&P500 an, zunächst im langfristigen Chart mit Wochenkerzen:

S&P500 23.03.15

Wir sehen einen etablierten und bestehenden Trend und kein Signal, das diesen in Frage stellt. Wir sehen aber auch, dass die Steigung langsam nachlässt und können die 50-Wochen-Linie (die fast mit der 200-Tage-Linie korreliert) als wichtige Wetterscheide identifizieren, die den Trend trägt.

Was wiederum bedeutet, dass die Zone um die runde 2000er Marke nun in den kommenden Wochen sehr, sehr wichtig wird, die ich mit einem roten, flachen Kreis markiert habe. Wenn die fällt, haben wir wohl einen Trendbruch und das sollte daher auch die Zone sein, in der unser Risikomanagement greifen muss!

Im kurzfristigeren Blick auf die Stundenkerzen, sehen wir die schöne Wendestruktur mit Measured Move 2120 und es spricht viel dafür, dass diese Marke erreicht wird - möglicherweise gegen Ende der Woche, nachdem Anfang der Woche leichte Schwäche ansteht:

S&P500 23.03.15 2

Wenn der Measured Move erreicht ist, stellt sich die wichtige "Doppeltop oder Trendfortsetzung" Frage und wie oben angedeutet, kann ich mir in den April hinein eine Doppeltopstruktur gut vorstellen, deren wichtiger Test dann - siehe oben - um die 2000 im S&P500 ansteht.

Fazit:

Anfang dieser Woche wäre leichte Schwäche kein Wunder. Typisch wäre aber auch, dass zum Quartalsende hin noch einmal ein Anlauf zu den Hochs folgt.

In den April hinein, ist insbesondere Anfang April Vorsicht ratsam, die Quartalssaison in den US wird sehr kritisch beäugt werden und die Notenbanken werden als Taktgeber etwas in den Hintergrund treten.

Über den April hinaus, bin ich nicht in der Lage sinnvolle Dinge zu antizipieren, zu viele Bälle sind in der Luft und das Thema Griechenland ist ja immer noch in der Schwebe und kann nicht ewig so weitergehen. Dass das Land aus dem Euro raus muss, ist offensichtlich, auch wenn es die Politik gegen jede wirtschaftliche Vernunft nicht wahr haben will. Was nun läuft, ist das "Schwarze Peter" Spiel, denn wenn Syriza einen Euro-Exit als Partei überleben will, brauchen sie Schuldige, auf die sie innenpolitisch zeigen können.

Ich bin zwar überzeugt, dass ein Grexit dem Markt letztlich nicht schaden wird und den Euro sogar stärken, aber in der wilden Phase des Austritts, wird es so viele Schuldzuweisungen und Chaos geben, dass der Unsicherheit hassende Markt selbstverständlich davon nicht völlig unbeeindruckt bleiben wird.

Was uns als sinnvolle Strategie bleibt, ist also weiter die "alte Leier" der Trendfolge, jeweils auf den zum eigenen Anlagehorizont passenden Zeitebenen. Beim DAX sollte man sicher nach unten härter begrenzen als im S&P500, einfach weil die Überdehnung nach oben viel grösser ist. Denn wir wissen ja, dass die Bewegung eines Pendels immer damit zu tun hat, wie stark es vorher in die Gegenrichtung ging.

Was Wirtschaftsdaten angeht, haben wir diese Woche allerlei und auch jede Menge Reden von Notenbank-Mitglieder. Insbesondere die FED Mitglieder sind ja nach einer Sitzung medial sehr aktiv, wenn die Schweigephase endlich vorbei ist und man sich wieder medial produzieren kann. ;)

Es gibt die kommende Woche aber keinen dominanten und massiv antizipierten Termin, wie letzte Woche mit der FED. Insofern wird es besonders spannend aber auch unsicher, denn der Markt hat weniger Leitplanken zur Orientierung.

Ich wünsche eine erfolgreiche Woche!

Ihr Hari

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