Der weitere Weg der Kurse

Lage & Szenarien vom 06.03.2022 von Frank Sauerland

Ein Konflikt entsteht, wenn unterschiedliche Interessen oder Ansichten aufeinander stoßen. Die äußerste Form des Konfliktes ist die gewalttätige Auseinandersetzung. Zwischen Staaten ist die äußerste Konfliktform der Krieg.

Die Auseinandersetzung wird geführt, um eine Lösung herbeizuführen. Je dringender die Lösung gesucht wird, je entschiedener sind die Mittel, welche die Gegner einsetzen. Der Krieg will den Zustand der Lösung mit maximalem Mittel erzwingen.

Der DAX stürzte in Folge des Ukraine-Krieges ab. Der Chart oben zeigt Wochenkerzen. Pfeil 1 habe ich beim Corona-Kurseinbruch gesetzt, Pfeil 2 zeichne ich beim aktuellen Ukraine-Krieg. — Wir sehen den Kurs-DAX. In ihm werden die Aktienwerte ohne aufsummierte Dividenden notiert. So wird es bei der Mehrzahl der internationalen Indices gemacht. Der Kurs-DAX ist damit besser vergleichbar mit internationalen Indices. Beim in Deutschland häufiger veröffentlichten DAX werden die Dividenden in die Kursentwicklung eingerechnet, der DAX verstärkt damit optisch seine Aufwärtsentwicklung.

Der Kurs-DAX ist jetzt wieder auf dem Stand vom April 2019 angekommen. Wer in dieser Zeit immer voll investiert war, hat sämtliche zwischenzeitlichen Gewinne verloren. Um hier Gewinne zu sichern, half nur konsequentes Risikomanagement...

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Kiew, Kurse und Kanonen

Lage & Szenarien vom 27.02.2022 von Frank Sauerland

Karten können Kurse erklären. Sie können sogar mehr, sie zeichnen Zukunftswege.

Die Fakten. Am Freitag legten die Börsen in Amerika, Asien, Europa eine Kursrallye hin. Der S+P 500, ein Leitindex in den USA, stieg um 2,2 Prozent, der Dow Jones stieg um 2,5 Prozent. Es war der beste Börsentag des Jahres. Eigentlich wäre das ein Grund zur Freude. Doch die kommt nicht auf. Denn in der Ukraine ist Krieg. Menschen sterben — und die Kurse steigen.

Die Lage. Käufer und Verkäufer haben Erwartungen gehabt, und sie haben Ängste gehabt, nachdem Putin den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine befahl. Nun hat der Einmarsch begonnen, und die Erwartungen werden mit der Realität abgeglichen. An Börsen entstehen Firmen- und Rohstoffbewertungen. Als Anzeiger für die Bewertungen dient Geld. Einerseits ist Geld ein guter, harter Anzeiger, da in Geld Arbeitskraft aufgespeichert ist; andererseits ist Geld ein beschränkter Anzeiger, da an Börsen gegen ausgehandelte Geldpreise nur Unternehmensteile und Rohstoffe den Besitzer wechseln. Mehr leisten Börsen nicht, sie helfen nicht auf Feldern der Moral und der Gerechtigkeit.

Die Erklärung. Die Karte oben zeigt die Stadt Kiew und Umgebung.

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Putins Poker und Bidens Beitrag

Lage & Szenarien vom 20.02.2022

Sprechen wir über Aktien und die Sicherheit unserer Aktienanlagen, müssen wir an diesem Sonntag auch über Atomraketen sprechen.

Russland hat den Beginn von Übungen „strategischer Abschreckungskräfte” angekündigt, Präsident Putin werde dabei persönlich „am Ruder stehen”. Gehen wir als Aktienanleger zu einer Quelle, die dicht dran sein dürfte an jenem Zentrum der Macht, welches das Momentum hat. Hören wir ungefiltertem Originalton zu von RTDE, was das frühere Russia Today ist, eine Nachrichten-Site, die niemand liest, zu der aber jeder eine Meinung hat.

„(…) beginnt in Südrussland eine planmäßige Übung der russischen strategischen Abschreckungskräfte. In ihrem Verlauf finden Übungsschießen mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern statt. Laien und Interessierte sollten sich klarmachen, dass es sich hierbei um eine Übung auf höchstem Niveau handelt – eine Militärübung, bei der Präsident Wladimir Putin selbst am Ruder steht (…) wir zeigen (…) unsere Fähigkeit, tödliche Handlungen des Gegners aufzuhalten.”

Der Tonfall ist für Millennials-Ohren ungewohnt. Es ist der Tonfall des Kalten Krieges.

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Die defekte Zins-Maschine

Lage & Szenarien vom 13.02.2022

Politiker versuchen, an die Macht gekommen, Probleme zu lösen, die sie während langen Jahren in der Opposition gesehen und angeprangert haben. Die aktuell Regierten jedoch haben längst andere Probleme.

Notenbanker versuchen, Probleme zu lösen, die sie in den Wochen zuvor am Markt wahrgenommen haben. In dem Augenblick, da die Notenbanker zusammengekommen sind und abgestimmt haben und ihre Beschlüsse von Beamten und Computern umsetzen lassen, in dem Augenblick verhandelt der Markt längst andere Probleme.

Es ist ein Grundmuster. Es lässt sich auf zwei Worte verkürzen. Zu spät.

Erkenne ich das Muster, kann ich versuchen, es mit Gewinn nutzen. Zumindest an der Börse.

Lage. Krieg oder Frieden. Putin hat die Ukraine umzingelt, ist am Drücker. Es ist sein Hinterhof. Er wird wägen, einen Plan haben, Optionen.

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Was ich aus Facebooks Kurs-Desaster für die Aktien­anlage lerne

Lage & Szenarien vom 06.02.2022

Ich höre den Wecker klingeln, bleibe liegen und verpasse deswegen den Bus. — Da habe ich einen taktischen Fehler gemacht.

Einen strategischen Fehler hätte ich begangen, wenn ich mir erst gar keinen Wecker gekauft hätte. Dann nämlich bestünde für mich keine Möglichkeit, beim nächsten Weckerklingeln besser zu reagieren — da ich keinen Wecker besäße.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat einen strategischen Fehler gemacht.

Als Steve Jobs im Jahr 2007 das iPhone vorstellt und Google 2008 eilig mit Android nachzieht, da lässt Zuckerberg lediglich eine App entwickeln, die auf den Handys der Konkurrenten laufen und den Facebook-Dienst flüssig funktionieren lassen soll.

Nun, Jahre nachdem der strategische Fehler begangen wurde, klingeln bei Apple und Google die Kassen und bei Mark Zuckerberg die Ohren: 26% stürzt die Facebook-Aktie ab, da Facebook (neuer Börsen-Name: Meta) Donnerstag die Quartalszahlen veröffentlicht. Am Freitag erholt sich der Kurs nur wenig. Fünf Gründe:

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Hochprozentig: Das Bowle-Rezept der Fed

Lage & Szenarien vom 23.01.2022

Manchmal braucht es Charts und Schlauheiten, um am Weltaktienmarkt die Gewinnernischen zu finden.

Manchmal sind Charts und Gedankenschmalz unnötig, da keine Gewinnernischen existieren und die Sprache des Marktes eindeutig ist. So ist es an diesem Wochenende.

Am Freitag fallen die Kurse der nordamerikanischen Börsen den vierten Tag in Folge. Wir erleben bei Aktien den schlechtesten Start ins Jahr seit 2016, festgemacht am US-Leitindex S+P 500. Technologie-Werte sind out, der Nasdaq Composite Index verliert mehr als zehn Prozent von seinem jüngsten Hoch.

Damit nicht genug. Die Inflation steigt. Die Warenlieferketten - Blutbahnen der Wirtschaft, Transporteure der Gewinne - sind weiterhin anfällig, brüchig oder unrepariert.

Jeder versteht die Botschaft einer solchen Lage. — Und was mache ich?

Das ist erstaunlich. Ich halte mir die Ohren zu. Das ist zumindest der Reflex, den ich verspüre. Ich will die Botschaft nicht hören. Schrei nicht so laut, Markt. Deine Botschaft betrifft mich nicht, denn ich habe ausgewählte, tolle Aktien. So spricht es tief in mir, und der Verstand obenauf hat Mühe, Reflex und Innenstimme zu übersteuern.

Dem Markt sind menschliche Reflexe und meine Innenstimme egal. Er zieht alles herunter. Auch die tollsten Aktien.

So erteilt der Markt Lektionen. Mit der Überzeugungskraft einer Dampfwalze. Sie plättet Gewinne, und wer nicht aufpasst, dem plättet sie auch noch eine Spur durchs Depot.

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Im Tal der Tränen

Lage & Szenarien vom 16.01.2022

Ich zeige schnell vier Charts, daraus entsteht für mich ein Bild des Marktes — ein anderes Bild, als man zunächst denken mag.

Der Invesco QQQ ETF bildet den NASDAQ 100 nach, mit ihm beginne ich, siehe Chartbild oben. Da er die großen US-Aktien enthält, die den breiten Markt und die Wahrnehmung der allgemeinen Marktstimmung entscheidend beeinflussen. Enthalten sind im Index die US-Big Player wie Apple, Microsoft, Amazon, Tesla, Google, Nvidia usw.

Seit April 2020 legte der NASDAQ 100, legten die großen Tech-Aktien eine fantastische Rallye hin, man konnte als Mainstream-Anleger nicht viel falsch machen. Nun treten Ermüdungserscheinungen auf; die letzten Tage und Wochen taten der Depotperformance richtig weh, wenn man in diesen Werten kräftig engagiert war.

Der Kurvenpfeil, den ich eingezeichnet habe, verdeutlicht die Schwächephase. Der Grund für die Kursschwäche....

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Heiße Kartoffeln, verbrannte Finger

Lage & Szenarien vom 09.01.2022

Ups, sehen aus wie Kartoffeln. Die vier Kreise, die ich da in die Marktlage-Map des S+P 500 gezeichnet habe. Immerhin, Kartoffeln sind nahrhaft und schnell zu ernten. Wie die Erkenntnisse aus der Map und den ersten Handelstagen der Woche.

Der S+P 500 ist ein Index, welcher die großen US-Aktienwerte versammelt, er dient mir als "Weltleitindex". Statt mich mit Prognosen, Politik und was auch immer zu beschäftigen, um herauszufriemeln, was der Aktienmarkt für mich als Privatinvestor im Jahr 2022 an Überraschungen bereithalten könnte (und es sowieso nicht herauszufinden), schaue ich mir den Markt selbst an. Er verrät, was echte Investoren von der Zukunft denken, wohin sie ihr Geld lenken. — Also mitten hinein ins pralle, harte Echtgeldleben und die Kartoffeln geerntet ...

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Der Knipser und die Kurse

Lage & Szenarien vom 19.12.2021

Das Vorgehen des Fotografen ist Modell für erfolgreiches Anlegen.

Es braucht den Blick für das Motiv, die Aktie, den ETF. Der Blick schärft sich durch allgemeines Wissen und dem Durch-die-Welt-gehen mit offenen Augen.

Es ist aber zu wenig, nur eine vielversprechende Aktie zu entdecken. Ich benötige Ruhe, also Zeit, um ihr Verhalten in unterschiedlichen Marktbedingungen kennenzulernen. Dabei bedeutet Kennenlernen nicht, eine tiefere Beziehung zu der Aktie aufzubauen. Es reicht zu wissen, welche Richtung sie unter bestimmten Bedingungen mit Wahrscheinlichkeit nehmen wird. So wie ein von rechts nach links in ein Fotomotiv marschierender Mensch mit Wahrscheinlichkeit in ähnliche Richtung weitergeht.

Als Anleger brauche ich Ausdauer. Ich beobachte eine Szene. Die Ausdauer dabei bringt Erfahrung. Die Erfahrung führt dazu, dass überraschende Bewegungen des beobachteten Objektes nicht zu Erschrecken und damit womöglich zum Erstarren beim Beobachter führen, sondern zur Handlung. Die Bewegung eines Kopfes hat das Drücken des Auslösers zur Folge, das Anziehen eines Kurses den Aktienkauf.

Ausdauerndes Beobachten ist ein Erfolgsschlüssel. Ich muss nicht handeln, ist die Lage unübersichtlich, ist die Rotation von Werten und Sektoren strudelnd, chaotisch wie in der abgelaufenen Woche. So warte ich auf den richtigen Zeitpunkt, da das Szenario erfolgversprechend wird. Derzeit ist es das nicht. Natürlich können die Kurse nächste Woche hochgehen. Aber das Marktverhalten ist zur Zeit unkalkulierbar, das Chance/Risiko-Verhältnis ist für mittelfristig orientierte Anleger daher gerade nicht gut.

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Wenn die Party vorbei ist

Lage & Szenarien vom 12.12.2021

Wenn die Party vorbei ist … dann geht sie woanders weiter.

Die Frage ist, ob ich mich vor Weihnachten auch noch in diese Aftershow-Party stürzen muss.

Oder ob man sich sagen sollte: „Es ist genug.”

Und lässt das Jahr besinnlich ausklingen.

Die Fakten: Sie stecken in drei bemerkenswerten Charts. Auch die Wegweiser zur Aftershow-Party sind praktischerweise in den Charts gleich dabei. — Zunächst das Bild von einer Party, die vorbei zu sein scheint.

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Wie ich meine Aktien-Anlagen zum Jahresende hin aufstelle

Lage & Szenarien vom 05.12.2021

Warum haben manche Anleger in diesem Jahr tolle Gewinne gemacht, während andere Anleger angesichts von Verlusten und verpassten Gewinnen mit den Zähnen knirschen?

Weil die einen auf die richtigen, die anderen auf die falschen Aktien gesetzt haben.

Was sich zunächst einfach anhört ... es ist auch einfach. Wer glaubt denn, dass am Aktienmarkt tiefschürfende Dinge verhandelt würden wie in Forschungslaboren oder Geistesriesendenkerstuben? Aktienmarkt ist bloß Kapitalismus. Der Chart oben zeigt ihn bei der Arbeit.

Zu sehen ist der Index S+P 500. Im S+P 500 sind die großen US-Aktienwerte versammelt. (…)

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Die Grenzen des Wissens

Lage & Szenarien vom 14.11.2021

Die Inflation ist gekommen. Um zu bleiben. Löhne und Preise steigen. Prompt springt der Goldkurs an. Gold ist für ängstliches Kapital ein sicherer Hafen. Der Chart oben zeichnet den Goldkurs mit Hilfe des SPDR Gold Shares ETF nach. Jedes Stäbchen steht für eine Woche. Die letzten fünf Wochenstäbchen zeigen einen Aufwärtstrend, der sich beschleunigt.

Das ist eine schöne, runde Geschichte. Alles passt zusammen: Inflation, Lohn- und Preisspirale, Flucht ins Gold. Wir haben es schon immer gewusst, diese elende Gelddruckerei der Notenbanken, und nun wird alles in die Binsen gehen.

Aktiengewinne macht man mit dieser heißschnell gerührten Instantanalyse schwerlich. Sie ist nur Schmalspurunterhaltung. Die Wirklichkeit ist komplizierter — und für mich fügt sie sich im Augenblick auch nicht zu einem stimmigen Bild zusammen.

Gerade dadurch jedoch, an den Grenzen des Wissens, sind Aktiengewinne möglich. Das klingt sperrig. Die Wirklichkeit ist sperrig.

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Ein zweigeteilter Markt

Lage & Szenarien vom 21.11.2021

Lage. Die Kurse von 1164 Aktienunternehmen stiegen. Aber mehr Kurse fielen, nämlich 2185. So ist das Ergebnis des vorerst letzten Handelstages an der New Yorker Stock Exchange (NYSE), der größten Wertpapierbörse der Welt. Die zwei Zahlen zeigen: Die breite Marktlage ist weniger rosig, als viele Marktteilnehmer es sich gegenseitig versichern, die Stimmung ist weniger überschwänglich als einige Medien sie beschreiben.

Ich sehe einen zweigeteilten Markt. Auf der Marktkarte von Finviz habe ich versucht, die ungefähre Grenzlinie mit einem Strich zu verdeutlichen. Anleger, die in Unternehmen oberhalb der Linie investiert sind, werden zufrieden ins Wochenende gegangen sein. Wenn sie sich Sorgen machen wollten, dann höchsten über die Frage, wie lange die Party noch so weitergehen kann?

Below-the-Line-Anleger würden die Gegenfrage stellen: „Welche Party?!” — Nun, die Pechvögel haben schlicht vor einiger Zeit schon die falsche Tür genommen, sind runtergestiegen zur Lame-Duck-Party.

Die Marktkarte oben enthält die Aktienunternehmen, welche im marktbreiten US-Index S+P 500 notiert sind. Je größer der jeweilige Kasten, je größer ist das Unternehmen. Je grüner die Farbe, je stärker ist der Kurs gestiegen, je roter, je mehr gefallen.

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Marktanalyse leicht gemacht

Lage & Szenarien vom 31.10.2021

Es ist wie beim Hauskauf oder beim Hausverkauf. Der Gutachter kann viel erzählen. Der Makler noch mehr. Sie haben recht. Der Markt hat rechter. Wenn ich das Haus verkaufen will, dann ist es so viel Wert, wie der Käufer mir in dem Moment, da der Verkauf stattfindet, bezahlt.

Ich kann Nachrichten verfolgen, Geschäftsberichte lesen, Bilanzen studieren, KGV und Kennzahlen wägen. Alles ist richtig. Der Markt ist richtiger. Der Markt sagt: Hätte ich vor zwölf Monaten in eine Microsoft-Aktie investiert, wäre ich heute um 61 Prozent reicher bezüglich dieser Aktie. Google: 90 Prozent. Tesla 171 Prozent. Amazon 5 Prozent.

Das sind die ins Auge springenden Zahlen aus der obersten Reihe der Grafik, die am Anfang des Textes steht. Sie ist unter finviz.com zu finden, ich darf sie mit freundlicher Genehmigung verwenden. Das gesamte Bild ist erschreckend grün. Wo ich vor zwölf Monaten auch hingegriffen hätte, der Griff wäre vergoldet worden. - Aber das ist Vergangenheit, das hilft mir heute nicht weiter beim Schaffen von privatem Wohlstand …

Doch.

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Eine gut geölte Gewinnmaschine

Lage & Szenarien vom 24.10.2021

Lage: Das letzte und traditionell aktiengewinninteressanteste Quartal ist angebrochen und wie erwartet wachsen die Sorgen der Anleger und ihre Gewinne. Für mich passt da zur Zeit vieles zusammen. Nur wer Sorgen hat, ist noch nicht komplett investiert und solche Anleger braucht der Markt: Die Zuspätkommer kaufen sich ein, treiben die Kurse weiter in die Höhe. Schlimmer wäre es, die Stimmung wäre bereits bestens … dann hätten alle bereits gekauft — und was folgte?! Sinkflug, mehr bliebe kaum, ohne neue Käufer … Aber so weit ist es nicht. Am Freitag, mitten im Handel, platzierte der mächtigste Währungsmann des Erdballs, FED-Chef Jerome Powell, einen verbalen Erschrecker: -> Inflation doch ziemlich hoch jetzt, findet er, und äh, die Zinsen, äh … <-

Das war das Murmeln eines Kommunikationsprofis. Powell mochte testen wollen, wie der Markt reagierte, sollte die FED die Zinszügel anziehen. — Der Markt reagierte. Innerhalb von Sekunden. An der Wallstreet sackten die Kurse weg, Big-Money ging in Deckung.

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