Der menschliche Faktor

Lage & Szenarien vom 30.06.2024

Männer machen Geschichte. Der Satz kann heutzutage schon reichen als Auslöser für einen Shitstorm zumindest der Größenklasse Bonsai.

Vor 30 Jahren ließ das Treitschke-Zitat höchstens frisch ausgebildete Geschichtswissenschaftler laut werden. Für sie machten Strukturen Geschichte, nicht Männer. - Für mich als Privatanleger ist der Satz ein Fingerzeig auf eine oft wichtige Sache bei der Aktienauswahl: den menschlichen Faktor.

Jobs machte Apple, Bezos Amazon, Musk Tesla, Gates Microsoft. Aktuell versetzt Lederjackenträger Jen-Hsun Huang, Gründer und Chef von Nvidia, die Anlegerwelt in Aufregung.

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Nvidia: Die historische Perspektive

Lage & Szenarien vom 23.06.2024

Der Hype um den Netzwerkausrüster Cisco ist in der Dotcom-Ära ähnlich groß wie heute der Hype um den Halbleiterentwickler Nvidia. Im März 2000 platzt die Dotcom-Blase. Der Chart oben zeichnet die Kurse der zwei Ausnahme-Unternehmen nach, beide haben ihren Sitz in Kalifornien. Die orange Linie gehört zu Cisco, die blaue Linie zu Nvidia.

Damals, zur Jahrtausendwende, versetzt jedes Unternehmen, das angeblich etwas mit diesem neuen Internet zu tun hat, Geldanleger in Aufregung. Heute wirkt der Begriff „Künstliche Intelligenz“ auf Kapitalgeber ähnlich vitalisierend. Drei Punkte darf ich als Aktienanleger aus dem Eingangschart, also aus der Vergangenheitsbetrachtung lernen. Sie weisen mir den Weg zu künftigen Gewinnen und, wichtiger vielleicht, zum Kapitalerhalt.

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Wo die Musik spielt

Lage & Szenarien vom 16.06.2024

Der Chart des Volatility-Index’ auf den S+P 500, den US-Vorzeigeindex, zeichnet die Stärke der Aktienkursausschläge auf. Der VIX dient mir als Angstanzeiger.

Die These dahinter ist einfach, aber deswegen nicht gleich falsch: Je mehr Angst die Anleger um ihr Geld haben, umso stärker sind die Kursausschläge beim VIX.

Feiner beobachtet: Wenn die Angst hochschießt, dann geht es am Markt schnell abwärts, ängstliche Aktionäre sind zittrig und drücken den Verkaufsbutton, um Papiere loszuschlagen. Der Kurs sackt in solchen Momenten weg, da nervenstarke Käufer rar sind.

Umgekehrt gilt, wenn es mit den Kursen aufwärts geht, ist der Steigweg oft mühsam, die Notierungen klettern langsam, die Schwankungsbreite wird geringer. Der VIX bildet das ab.

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Ein zweigeteilter Markt

Lage & Szenarien vom 09.06.2024

Die hingeworfene Skizze oben zeigt den Weg zu den bisherigen Gewinnern im diesjährigen Aktienmarkt.

Die Idee zu der Skizze ist nicht von mir, schlaue Leute des Wall Street Journals haben Marktdaten gesammelt und sind einem spannenden Gewinntrend auf die Spur gekommen, und da es als Privatanleger meine vornehmste Aufgabe an der Börse ist, Gewinne zu erzielen, nehme ich Ideen von Börsenprofis gern auf. Die Skizze funktioniert so:

Betrachtet werden alle 500 Aktien, die im US-Leitindex S+P 500 geführt werden. Das sind die börsenkapitalstärksten US-Unternehmen. Sodann wird die Gesamtmenge in zehn Scheiben geschnitten. Dargestellt sind die Scheiben in der Grafik oben als Säulen, beschriftet darunter mit 1 bis 10.

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Wiederentdeckte Rüstungsaktien

Lage & Szenarien vom 02.06.2024

Der 24.2.2022 markiert eine Zeitenwende. Putins Panzer rollen auf Kiew. Seitdem wird in Europa wieder ein Krieg geführt, was zuvor, nach gemachten Erfahrungen, undenkbar schien.

Bis dahin praktisch unerwähnbare Rüstungsaktien verwandeln sich im Zuge der Zeitenwende von Schmuddelkindern der Börse zu gesuchten Renditetreibern.

War alles Militärische aus der deutschen Öffentlichkeit zuvor wie ausradiert, wimmelt es seit dem eingangs genannten Datum von Experten zum Thema Krieg. Als Privatanleger habe ich das nicht zu werten. Ich muss auch nicht investieren in dem Sektor. Aber ich habe ihn zu beobachten, um den Markt zu verstehen.

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Energie fürs Depot

Lage & Szenarien vom 26.05.2024

Billige Energie ermöglicht Fortschritt und in der Folge eine hochstehende Zivilisation. Der Aufstieg der Menschheit lässt sich entlang der fortwährend besseren Erschließung und wetterunabhängigen Beherrschung von Energiequellen erzählen. Der Mensch entdeckt

  • das Feuer. Es wärmt und kocht
  • die Kohle, sie treibt Maschinen und Turbinen
  • das Öl, es bewegt Frachtschiffe und Autos, bringt Wohlstand für die Massen
  • die Atomkraft. Sie ermöglicht die unaufwändige und umweltschonende Produktion von viel elektrischem Strom.

Überraschend große Mengen von Strom braucht es für den nächsten Zivilisationsschritt: den Ausbau und die Integration von Anwendungen künstlicher Intelligenz (KI). An dem Punkt entstehen Möglichkeiten für mich als privater Aktienanleger.

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Der Dreisprung der Aktienauswahl

Lage & Szenarien vom 12.05.2024

Der Dreisprung zu finanziellem Wohlbefinden lautet

  • Gefühle ausschalten
  • Daten anschauen
  • Verstand einschalten.

Gefühle schalte ich aus, indem ich Powell, Putin, Xi (usw.) und ihre tagesaktuellen Befindlichkeiten ignoriere. Ich vergesse Expertenmeinungen. Nachrichten rauschen durch. Das enthysterisiert und solchermaßen entspannt werde ich zum mündigen Privatanleger in Aktien und fokussiere mich auf:

Daten. Die modernen Zeiten ermöglichen es mir, auf ein weltweites Datenangebot zuzugreifen. Die Kunst besteht darin, den Zahlenwust mit wenig Aufwand in den Griff zu bekommen, das heißt auf die Anlagewerte einzudampfen, die es lohnen, genauer betrachtet zu werden. Ich mache das beispielhaft für den US-Aktienmarkt, der einen der spannendsten Wirtschaftsräume der Welt darstellt. Das Vorgehen für anderen Märkte wäre ähnlich.

In den Auswahltopf gebe ich sämtliche greifbaren US-Aktien, die an den Börsen AMEX, NASDAQ, NYSE gehandelt werden. Das sind Tausende. Ich möchte obskure Buden ausschließen und filtere darum auf Unternehmen über 10 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung. Daraus möchte ich Kandidaten fischen, bei denen ich nach meinen Kriterien eine erhöhte Wahrscheinlichkeit sehe, dass sie künftig eine gute Kursentwicklung nehmen. Mehr ist nicht möglich, als die Wahrscheinlichkeit auf der Trefferseite ein klein wenig zu erhöhen.

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Wann ich Aktien kaufe

Lage & Szenarien vom 05.05.2024

Am liebsten mache ich es mir leicht, und manchmal darf ich das sogar, nämlich an diesem Sonntag, da ich auf das obige Bild des amerikanischen Blue-Chip-Index' S+P 500 schaue, den ich als einen Anzeiger für die US-Aktienmärkte begreife; auch DAX-Akteure lassen sich gern vom Kursgeschehen der großen US-Aktien anregen.

Das Chartbild zeigte ich bereits letzten Sonntag, nun sind fünf Handelstage als Tageskerzen rechts dazugekommen. Vorigen Sonntag schrieb ich:

„Das Kursbild zeigt auf einen Blick: einen außergewöhnlich konstanten Anstieg seit Jahresbeginn bis in den April hinein, erster Einbruch am 4. April, zweiter am 15. April. Tiefpunkt am 19. April, dann der Erholungsversuch.

Als Nachrichtenkonsumenten setzt mich der Chart ins Bild: Die Kursjubelmeldungen der vergangenen Woche sind auf Jahressicht gesehen nicht mehr als der erste Versuch einer Gegenbewegung. Wird sie Erfolg haben? Das ist offen. Der Aufwärtstrend war konstant. Die Tageskerzen der vergangenen sechs Handelstage springen hin und her: Unsicherheit. Der gleitende Durchschnitt ist unterschritten und noch nicht wieder erreicht. Ähnliches gilt für die Linie des höchsten Handelsvolumens.

Als Couchinvestor mit gedämpften Bewegungsdrang darf ich mich weiter den Chips widmen und mir das Schauspiel ansehen. Mitmischen muss ich nicht. Die Tüte lege ich beiseite, sobald sich ein Trend etabliert.“

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Die Korrektur an den Börsen, die saubere Wahrheit und die Chancen

Lage & Szenarien vom 28.04.2024

Der deutsche Leitindex DAX schließt am Freitag mit Wochengewinn. Ebenso schaffen die drei führenden US-Aktienindices (Dow, S+P 500, Nasdaq Composite) Wochengewinne.

S+P 500 und Nasdaq Composite erleben sogar die beste Gewinnwoche des Jahres, und das, obwohl die Inflation höher bleibt, als erwartet.

Das sind die Nachrichten.

Ich könnte weitere aktuelle Meldungen bringen: Metas Kurseinbruch nach den Quartalszahlen, Microsofts unaufgeregten Geschäftsbericht, Googles Umsatzüberraschung.

Aber die Nachrichten sind morgen von gestern. Wichtig bleiben für mich die Charts. Sie werden von jenen verlacht, die dem Irrglauben anhängen, Charts und ihre Linien versuchten, Zukunft zu prognostizieren. Das machen sie nicht. Im Gegenteil, Charts sind nur Vergangenheit. Das macht sie wertvoll. Als privater Aktienanleger habe ich Vergangenheit zu lesen. Hier kann ich einen Vorteil finden gegenüber Marktkonkurrenten, welche

  • mit Bloomberg-Terminals auf mehr und schnellere Nachrichten Zugriff haben als ich
  • durch Insider-Informationen während einiger Stunden exklusives Wissen zu einigen Aktien haben
  • durch ihre Position im Handelssaal über tiefere Order-Informationen verfügen als ich usw.

Lege ich mittel- und langfristig in Aktien an, spielen die genannten Punkte keine Rolle mehr, deren gemeinsames Kennzeichen die Unmittelbarkeit, die Schnelligkeit ist.

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Abwärts mit Ansage

Lage & Szenarien vom 21.04.2024

Oben zu sehen sind die Kursnotierungen des S+P 500, dem US-Blue-Chips-Index schlechthin. Ich habe mir das Chartbild genommen, welches ich letzten Sonntag zeigte und habe die vergangenen fünf Handelstage nachgetragen.

Meinen gezeichneten Pfeil vom vorigen Sonntag habe ich stehenlassen, er zeigt Anstieg und Fall der Kurse. Vorigen Sonntag (14.4.2024) schrieb ich:

"Durchschneiden die Kursnotierungen der nächsten Tage die Punktelinie wie das Messer eine küchenwarme Butter, dann ist das kurz- und mittelfristige Urteil des Marktes eindeutig und die Gründe, oftmals sowieso nachgereicht, kann ich mir hinterher zu Gemüte führen, Depotsicherung steht jetzt an erster Stelle. Das mag alles technisch klingen, und das darf mir dennoch und gerade reichen."

Die erwähnte Punktelinie lag exakt unter der Tageskerze vom vorletzten Freitag, 12.4.2024. Schon am Montag schnitten die Kurse durch die Butter und es ist erstaunlich, wie exakt sich die Notierungen an das aufgezeigte Drehbuch hielten.

Nein, bei Lichte betrachtet ist es nicht erstaunlich. Ich schrieb, „das mag alles technisch klingen“ — aber es ist Psychologie, so ziemlich das Gegenteil von Technik. Die Kursgewinne schwinden, die Anleger, großteils euphorisch weil es gerade so gut läuft, werden (wie eigentlich immer) auf dem falschen Fuß erwischt, sie spüren Schmerzen, sichern Gewinne, also verkaufen sie - und prompt rauschen die Kurse herunter und schaffen es auch in den folgenden Tagen nicht mehr auf die Beine: Da die Nachzügler, unter noch größeren Schmerzen, auch beginnen zu verkaufen.

Insofern ist der vor sieben Tagen richtig gezeichnete Pfeil keine Hexerei. Er zeigte nur, was war und was wahr werden könnte, wenn eines der angenommenen Szenarien eintritt.

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Wann man sich trennen sollte

Lage & Szenarien vom 14.04.2024

Rally an den Aktienmärkten war gestern. Doch was kommt morgen?

Die Antwort ist einfach:

Niemand weiß es.

Obwohl die Antwort offensichtlich und einfach ist, höre ich sie selten. Dabei: Wenn ich sie mir einmal klar gegeben und sie auch angenommen habe, dann weiß ich geradezu automatisch, wie ich mit dem Aktienmarkt in seiner derzeitigen Verfassung umzugehen haben. Nämlich so:

Der Pfeil ist von mir, die Kurse sind vom S+P 500-ETF. Im S+P 500-Index versammeln sich die 500 größten US-Aktienunternehmen. Ich begreife den Index als meinen Gesamtanzeiger für die Verfassung der US-Wirtschaft. Mehr als das, die Vereinigten Staaten sind die stärkste Wirtschaftsmacht der westlichen Welt, so ist der Index sogar ein (grober) Anzeiger für die Weltwirtschaft.

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Der grüne Block und die Roten

Lage & Szenarien vom 07.04.2024

Die Grafik oben illustriert die abgelaufene Handelswoche: Auf einen Blick sehe ich die Entwicklung der Aktien, die in einem der wichtigsten Indices der Börsenwelt enthalten sind, dem amerikanischen S+P 500.

Sie sind in der Grafik nach Marktsegmenten sortiert. Die Kastengrößen spiegeln die Größen der Unternehmen, also ihre Marktschwere. Die Kastenfärbungen machen augenfällig, wie die Handelswoche für die Einzelunternehmungen gelaufen ist: Ich habe alles an einem Platz und entdeckte sofort den grünen Block und auch die Roten. Ich habe sie eingekreist. Plakativ gesprochen:

Der Energiesektor läuft. Bei Auto, Essen, Kleidung, Raumausstattung läuft es nicht. Die bisherigen Kurstreiber Hightech, KI verhalten sich unauffällig, Ausnahme Meta/Facebook.

Das ist natürlich ein hemdsärmeliger Zugriff, er fragt nicht nach Gründen, er lässt die knallgrüne Entwicklung bei General Electric und Eaton unbeachtet, blendet Kursavancen im Rüstung/Aerospace-Sektor aus (RTX, GD) und lässt auch Konjunkturdoktor Kupfer und Gold (FCX, NEM rechts unten) außer Acht. Mir geht es bei der sonntäglichen Lage um die große Linie für mich als Privatanleger und dafür möchte ich nicht so sehr Details in der Breite anhäufen, dafür mehr Tiefenschärfe gewinnen:

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Die beste aller Zeiten

Lage & Szenarien vom 31.03.2024

Kann es sein, dass wir in der besten aller Zeiten leben, besser wird es kaum noch werden, zumindest nicht für uns, in der Lebenszeit, die uns bleibt?

Wir kommen aus der Pandemie. Es war eine Zeit der Angst und der Krankheit, auch des Todes. Jetzt leben wir. Wir reisen, essen, kaufen, konsumieren. Restaurants sind ausgebucht, Konzertsäle und Flughafenterminals menschenüberlaufen. Wir holen nach und warten nicht.

Da ist eine Ahnung.

„Ich weiß, es klingt niederschmetternd, vor allem für die jüngere Generation, aber wir müssen uns daran gewöhnen, dass eine neue Ära begonnen hat: die Vorkriegszeit“, sagt Donald Tusk im Oster-Interview der Welt am Sonntag.

Polens Ministerpräsident fasst in Worte, was mancher - vielleicht unterbewusst - fürchten mag. Entsprechend wird gehandelt. Das Leben, das jetzt gelebt ist, kann keine Zukunft nehmen. Wir steuern in wilde Zwanziger. Vor hundert Jahren jedenfalls war es so.

Die Soldaten kehrten heim aus einem großen Krieg, hinein in eine wütende, weltweite Grippe-Pandemie. Wer alles überstand, wollte endlich und vor allem genießen. Die Roaring Twenties begannen, und die Börsen feierten mit. Fortschritt (Kühlschrank, Autos, Radios) rechtfertigte wildeste Kursfantasien. Bis am Schwarzen Freitag die Börsenwelt zusammenbrach. Depression und ein neuer, größerer Krieg folgten.

Lage. Wir haben Fortschritt (Halbleiter, KI), Geld (Zentralbanken) und Ahnungen (Tusk). Gold als Geldanzeiger haussiert, Risikoappetitanzeiger Bitcoin ebenso. Die Börsen feiern: Fortschritt und Konsum in Amerika. In Europa ziehen auch Rüstungstitel an. Seit der Covid-Panik März 2020 schaffte der S+P 500-Index, welcher die großen US-Börsenunternehmen versammelt, über 100 Prozent Wertzuwachs. Hintereinanderweg hundert Börsentage hat der US-Index an keinem Handelstag mehr als 2 Prozent verloren.

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Warum Aktien weiter steigen

Lage & Szenarien vom 24.03.2024

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Das Haus auf dem Foto ist ein aktueller Neubau, die Dämmung wird perfekt sein. Außergewöhnlich an heutigen Neubauten ist oft weniger die Architektur, mehr sind es die Kosten, die aufgewendet werden müssen, um sie hochzuziehen. Warum das so ist, lässt sich länglich analysieren, auch beklagen. Wertvoll für mich als Aktienanleger ist vor allem die Tatsache, dass solche Bauten, oftmals Träume junger Familien, überhaupt und gegen alle Hindernisse immer noch entstehen. Es gibt eine Schicht, die sich das leisten kann und will.

Wie andere sich ein Auto leisten oder einen Urlaub. Es ist Geld da. Zahlen der amerikanischen Federal Reserve Economic Data (FRED) untermauern das. Unten abgebildet ist die eindrückliche Grafik, die auf Zahlen der FRED basiert, und ich darf als selbstdenkender Privatanleger in Deutschland zur groben Einschätzung der Lage auch amerikanische Zahlen heranziehen; die USA sind der kapitalkräftigste und damit (kurs-)einflussreichste Aktienmarkt der Welt.

Der Chart verfolgt die Geldeinlagen der Haushalte in den USA. Die Einlagen sanken 2007 in Folge der Finanzkrise bedenklich, erholten sich durch den Greenspan-Puts überraschend zügig und stiegen weiter an, dann kam Corona … und die Rakete zündete: In konzertierter Aktion hatten Zentralbank und Regierung Konsumenten und Wirtschaft mit Frischgeld druckbetankt, um eine Rezession infolge der Lockdowns zu vermeiden.

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Favoritenwechsel

Lage & Szenarien vom 17.03.2024

Während die enormen Kursgewinne der Magnificent Seven die Aufmerksamkeit von Medien und Massen haben, vollzieht sich unter der Decke ein Favoritenwechsel: Die großen Gewinne sind gemacht, die Finanzkarawane zieht weiter.

Doch wohin?

Am 27. Oktober 2023 begann die jüngste Rally. Sie wurde angetrieben von einer KI-Euphorie und vor allem die Sektoren Halbleiter und Informationstechnologie profitierten. Bald ausgemacht waren die großen Kursgewinner: eben die Magnificent Seven.

Seit Jahresbeginn 2024 spitzte sich die Rally zu; von den Magnificent Seven blieben übrig Amazon, Meta, Microsoft und natürlich Nvidia. Ihre Kursgewinne übertrafen den Zugewinn des S+P 500-Index, dagegen blieben Tesla, Apple und Alphabet zurück.

Während das KI-Thema mittlerweile rauf und runter gespielt wird, lauscht das Smart Money wohl bereits auf ein neues Thema. Die Sektoren Energie und Grundstoffe bieten frische Motive für Kursgewinne, während es bei den gehypten KI-Werten zur Zeit nicht mehr recht voran gehen will. Letztlich sind das gute Nachrichten. Die spitze Rally mag versanden, dafür könnte der Kursaufschwung breiter werden.

Eine derartige Einschätzung der Lage bestätigt ein Blick auf konkrete Kurse, welcher den angenehmen Nebeneffekt hat, zugleich spannende Kandidaten sichtbar zu machen, die es wert sind, sich näher mit ihnen zu beschäftigen (was ich hier als Privatanleger in einer knappen Sonntagmorgenbetrachtung nicht leisten kann und will, dafür sind ausgebildete Spezialisten in Honorarberatungen und Bankhäusern zuständig).

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