Deutsche Aktien: Welche funktionieren und warum sie es tun

Lage & Szenarien vom 25.02.2024

Zum dritten Mal in Folge ist der deutsche Einkaufsmanagerindex gesunken, diesmal von 47 auf 46,1 Punkte. Der Ökonom der Hamburg Commercial Bank, Norman Liebke, urteilt: „Deutschland ist der Wachstumsdämpfer der Eurozone.“

Trotzdem läuft der deutsche Vorzeigeindex DAX seit Wochen fröhlich nach oben. Wie ist das zu erklären?

Darauf geben mir drei Charts Antworten. Die Chartbilder sind überraschend eindeutig und - was noch besser ist - sie erlauben die Konstruktion eines klaren Szenarios. Je klarer das Szenario, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es eintrifft. Für mich als Anleger ist ein klares Szenario immer von Vorteil. Ich weiß, wo ich mich zu positionieren habe und welche Bereiche im Aktienuniversum ich besser meide.

Die Tageskerzen im Chart oben verfolgen die Kursentwicklung des DAX’ in seiner Ausformung als Kursindex. Der zumeist von den Medien veröffentlichte und beachtete DAX ist der Performance-DAX, in welchen die Dividenden der Unternehmen in die Kursdarstellung wieder mit eingerechnet werden, der Performance-DAX steigt dadurch stärker an als der Kurs-DAX.

Ich bevorzuge für meine Zwecke den Kurs-DAX. Er zeigt mir deutlicher die Unternehmensleistungen, so wie Anleger sie beurteilen. Auch ist der Kurs-DAX international besser vergleichbar, da die meisten Indices im Rest der Welt die Dividenden nicht mit einrechnen.

Die blaue Linie bildet den SDAX ab, die orange Linie den MDAX. Beide Indices sind im Chart auch als Kursindices berechnet. Im SDAX sind die deutschen Small Caps versammelt, der MDAX bildet die deutschen mittelgroßen Börsenunternehmen ab, welche den Aufstieg in den DAX (noch) nicht geschafft haben.

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Hamburger Mahnmal

Lage & Szenarien vom 18.02.2024

Lage. Auf Wochensicht, also in den gerade vorbeigegangenen fünf Börsenhandelstagen, trat der konservative Dow Industrial-Index auf der Stelle; der breite S+P 500 verlor rund ein halbes Prozent; der progressiver aufgestellte Nasdaq Composite verlor stärker, fast 1,5 Prozent. Der deutsche Leitindex DAX gewann ein kräftiges Prozent dazu.

Nun kann Zahlen jeder aufsagen und ChatGPT dazu. Das Geld bringt die Einschätzung der Zahlen. - Die Rally begann im Oktober 2023. Wie es sich für eine Börsenrally gehört, verpasste die Mehrheit den Einstieg. Die Kurse rasten, Anleger hechelten hinterher. Endlich, zum Jahreswechsel 2023/24, verschnauften die Kurse, kamen sogar etwas zurück und die Nichteinsteiger schienen Recht zu bekommen.

Aber von wegen ... es war eine fiese Rechthaberfalle, die Rally rannte wieder los. Sie wurde zur gehassten Rally, weil - wie gesagt - zur Börsenrally gehört, dass die Mehrheit nicht dabei ist. Jetzt aber, nach abermaligem wochenlangen Anstieg, ist die Mehrheit, wenn schon nicht überzeugt, so doch zumindest dabei. Das heißt, jetzt fehlen Käufer.

Nun könnte die Rally abbrechen. Sofort kommt der Gedanke an einen Crash auf, den der überhitzte Markt sich verdient hätte. Das Crash-Thema gehört zu den Evergreens bei Börsenberichterstattern, zuverlässig sorgt es für Klickzahlen. Die aktuell stotternde Rally scheint davon aber bislang weit entfernt zu sein, ihr ging in der abgelaufenen Woche lediglich die Puste aus. Eine Übertreibung wird über Tage hinweg geregelt verarbeitet.

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Die gehasste Rally

Lage & Szenarien vom 11.02.2024

Boomende Technologie-Aktien hieven den US-Leitindex S+P 500 über die 5.000er-Marke. Damit steht der Index auf einem neuen Rekordhoch.
Soll ich jetzt noch einsteigen?

Da der Markt übertreibt, Gier die Gedanken von Anlegern benebelt? Der vielbeachtete Fear & Greed-Anzeiger von CNN erreicht gerade „Extreme Greed“, mehr Gier geht nicht.

Ich halte mich an Fakten und an die Vergangenheit, um für die Zukunft begründete Szenarien zu entwickeln, die mir Gewinne am Aktienmarkt ermöglichen sollen. Zum schnellen Faktencheck brauche ich mir die Aktienanlegerleben nicht unnötig kompliziert machen, indem ich fahnde nach

  • Insider-Informationen
  • Kennzahlen
  • Bilanzen
  • Unternehmensnachrichten.

Die Nachrichten von morgen kann ich heute schließlich nicht wissen, und die Bilanzen von gestern sind in den Kursen von heute drin. Die Kennzahlen kennen sowieso alle und erst recht die Profi-Investoren mit dem Großen Geld, das die Kurse wirklich bewegen kann. - Die Insider-Informationen, die kennen eben nur die Insider, da komme ich nicht dran, und ob Insider mit ihren Einschätzungen richtig liegen, zeigt sich auch erst hinterher.

Ich halte mich bei meiner Faktenlese an die härteste Währung, die für Aktien existiert, und das ist der Kurs. Er zeigt mir für jeden Tag im Jahr an, was eine Aktie für mich wirklich Wert ist, da ein anderer sie mir für diesen Preis in diesem Moment abkaufen würde. Reihe ich die Preise in zeitlicher Folge hintereinander, so entsteht ein instruktives Bild, wie Käufer und Verkäufer eine Aktie einschätzen. Die Preisreihe bildet häufig eine Richtung, einen Trend aus. Die Art des Trends erlaubt es mir, Szenarien für die Zukunft zu bilden.

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Der goldige Irrtum

Lage & Szenarien vom 04.02.2024

Gold glänzt. Es ist begehrenswert. Es funktioniert in Krisenzeiten. Seit Jahrtausenden ist es ein Wertaufbewahrungsmittel.

Trotzdem darf ich nicht einem Irrtum erliegen. Der Chart oben bebildert den Irrtum. In den letzten 30 Jahren hat das Edelmetall erstaunliche 440 Prozent an Wert gewonnen, beziffert in US-Dollar.

Das ist toll. Aber nur solange ich keinen Maßstab anlege, der die Perspektive zurechtrückt.

Ich nehme als Vergleichsmaßstab etwas Unaufregendes. Bei der Förderung und Produktion von Industriegasen gibt es über die Jahre zwar Fortschritte, aber im Vergleich zu den Entwicklungssprüngen, die bei Autos oder Halbleitern oder Robotern gemacht werden, sind diese Fortschritte als gering anzusehen. Das Industriegas-Geschäft darf ich als wenig aufregend, um nicht zu sagen langweilig einschätzen. Solange ich es auf dem Kurszettel nicht mit Gold vergleiche.

Die bekannte Linde, mittlerweile an der New Yorker Börse notiert, produziert und vertreibt seit Jahrzehnten weltweit Industriegase. Blende ich die Kursentwicklung der Linde-Aktie in den Goldchart ein, so ergibt sich für Gold eine neue Perspektive und der vermeintliche Langweiler Linde glänzt.

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Überraschung: Wenn die Kurs-Party am Aktienmarkt einfach weitergeht

Lage & Szenarien vom 28.01.2024

Der erste Monat im neuen Jahr ist fast vorbei: Es ist Zeit für einen ersten Rückblick, um vorausschauen zu können. Der Markt gibt Fingerzeige. Auf sich und seine Verfassung und auf mich und meine Verfassung.

Lage. Oben zu sehen ist die Market-Map, die ich mit freundlicher Genehmigung von Finviz zeige. Sie bezieht sich auf den amerikanischen Index S+P 500, welcher die 500 größten US-Börsenunternehmen versammelt. Der Index dient mir als Anzeiger für Weltkonjunktur und Aktienmarkt, zugleich enthält er einige vielversprechende Anlageideen.

Die Aktien sind nach Themen sortiert. Die Größe der Kästen symbolisiert die Marktschwere der Unternehmen, die Kastenfarbe signalisiert die Kursentwicklung im jeweils betrachteten Zeitraum. Beschriftet sind die Kästen mit den US-Marktkürzeln. Die Market-Map dokumentiert die Kursentwicklung seit Jahresbeginn. Denke ich mir eine Diagonale über die Map, die von links unten nach rechts oben verläuft, kneife dann die Augen zusammen, so fällt mir auf, dass es in der oberen Diagonalhälfte bunter zugeht als in der unteren. Unten ist wenig los, oben dominiert eher Grün. Schaue ich auf die Beschriftung der Themenblöcke, dann weiß ich, wo derzeit die Musik im Markt spielt: bei Technology, Communications, Financial, Insurance.

Da ich mich am Markt engagiere, um Gewinn zu erzielen und nicht, um Zeit zu vertun mit dem Warten auf Gewinne, konzentriere ich mich auf die Themen, die angesagt sind. Das ist opportunistisch und es ist lehrreich. Ich habe mich zurückzunehmen, ich bestimme nicht den Lauf der Welt. Vielmehr informiert mich der Markt über den Lauf der Dinge, wo Fortschritt passiert, wo umweltschonend produziert wird, wo Güter und Leistungen hergestellt/bereitgestellt werden, welche Menschen in besonderer Weise das Leben verbessern und erleichtern. Auch über enttäuschte Erwartungen informiert mich der Markt. Ich habe zu reagieren auf die Informationen.

Farbige Beispiele:

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Der Angstanzeiger

Lage & Szenarien vom 21.01.2024

Lage. Der Chart oben zeigt den VIX, welcher die Schwankungsbreite der Kurse des S+P 500 notiert. In dem S+P 500-Index sind die 500 wichtigsten US-Aktien enthalten. Jede Kerze steht für eine Handelswoche, der Chart beginnt 2022 auf dem Hochpunkt der Schwankungsbreite, die ich als Angstanzeiger begreife. Der Chart endet mit der gerade abgelaufenen Woche.

Je stärker die Kurse schwanken, desto unsicherer sind die Anleger. Unsichere Anleger verkaufen, was die Kurse drückt. Das ist die Überlegung, die hinter dem VIX steht. Umgekehrt gilt, je weniger Angst Anleger haben, umso mehr trauen sie sich zu investieren.

Ich habe einen Pfeil eingezeichnet, der den übergeordneten Trend der Angstabnahme verdeutlicht. Der Chart speichert für mich weitere Erkenntnismöglichkeiten: Unterhalb der Wochenkerzen habe ich Kurvenschwünge skizziert. Sie haben ein gemeinsames Merkmal. Der Abschwung ist lang und gemächlich, der Aufschwung ist hektisch und steil.

Angst und Panik schießt bei Gefahr hoch. Das Vertrauen nach einer Gefahrensituation kehrt nur langsam zurück. Das ist menschlich. Es sicherte das Überleben in der Steinzeit und neuerdings im nächtlichen Bahnhof oder Park. Am Aktienmarkt jedoch behindert das Verhaltensmuster:

Die großen Gewinnmöglichkeiten bieten sich oftmals kurz nach dem Hochschießen der Schwankungsbreite, wenn die Mehrheit der Anleger noch verschreckt ist. So war es auch zuletzt. Betrachte ich den jüngsten Schreckabbruch des VIX, das ist die lange rote Wochenkerze im Oktober vergangenen Jahres: So ist das der Zeitpunkt, da der Markt zur Rally antrat. Logisch, die Mehrheit hatte Angst und wurde auf dem falschen Fuß erwischt. Eine Minderheit hatte die Papiere und ließ sie sich immer teurer abkaufen.

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Warum Langfrist-Aktien funktionieren

Lage & Szenarien vom 14.01.2024

Lage. Die Herbstrally 2023 an den Aktienmärkten startete so schnell und - natürlich - gegen jede vermeintliche Wirtschaftsvernunft, dass eine Mehrheit der Anleger sich zunächst ungläubig die Augen rieb und … zögerte.

Die Notierungen gingen höher und höher und es begann das Einsehen … es wäre vielleicht ratsam, dabei zu sein. Man fing an zu kaufen, der Jahreswechsel kam dazwischen, die Rally knickte, nun stehen wir ratlos auf dem Hochplateau … oder ist es bereits eine schiefe Ebene und wir kommen ins Rutschen?

Niemand weiß das und für mich als Privatanleger ist es auch die falsche Frage, weil sie mir nicht hilft, richtige Entscheidungen, also an Wahrscheinlichkeiten orientierte Entscheidungen zu treffen, stattdessen verleitet mich die Frage zum Raten oder, schlimmer noch, zum Glauben. Den sollte ich mir als rationaler Anleger verkneifen außerhalb sakraler Bauten, da er schnell depotteuer werden kann. Es gilt, was der Markt sagt, nicht was ich glaube, was er sagen wird.

Szenario. Seit dem Jahreswechsel haben die westlichen Aktienmärkte den Fokus verloren, sie verarbeiten die Rally der vergangenen zwei Monate und suchen Richtung. Neben geopolitischen Risiken (Ukraine, Gaza, Rotes Meer) dürfte ein mittlerweile verbreiteter Zins-Optimismus das größte Risiko für Anleger sein, die sich auf dem Markthochplateau aufhalten. Wohl eine Investorenmehrheit rechnet mittlerweile damit, dass Fed-Chef Jerome Powell im Wahljahr 2024 die Zentralbankzinsen in sechs Schritten zu je 25 Basispunkten senken wird. Der erste Schritt soll bei der Fed-Sitzung am 20.3.2024 beschlossen werden. Mit anderen Worten:

Solche Zinssenkungen sind als Erwartung in den derzeitigen Kursen „drin“.

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Abwärts- und Aufwärtswellen

Lage & Szenarien vom 07.01.2024

„Die Wolken am Horizont bekamen dicke goldene Säume und eine Welle von Rot übergoß den Himmel.“ - Eduard von Keyserling: Wellen (1911)

Zwei Charts blicken in die Vergangenheit und zeigen mir einen überraschenden Trend beim Anlegerverhalten, welcher mir Gewinnchancen am Aktienmarkt eröffnen kann, indem ich versuche, das Verhalten der Masse zu nutzen und weniger Teil von ihr zu sein. Kursgewinn ist vor allem dort möglich, wo die Masse etwas will, was eine Minderheit besitzt.

Die Wochenkerzen des ersten Charts (oben) zeichnen den Kursverlauf des „Dow Jones“ nach. Der Dow Jones Industrial Average ist der älteste, immer noch notierte Index des US-Marktes. Er besteht aus einem Korb von 30 führenden US-Aktien, gern Blue-Chips genannt. Die Zusammensetzung des Dow ist immer wieder kritisiert worden, sie gilt als einseitig und zu konservativ, aber letztlich funktioniert der Index weiterhin als Anzeiger der breiten, gesetzten Wirtschaftsproduktion beziehungsweise ihrer Spiegelung im Aktienmarkt.

Links im Bild beginnen die Kerzen mit dem Aufstieg aus dem Covid-Loch vom Frühjahr 2020. Der vorläufige Hochpunkt ist Ende 2021 erreicht, dann schwingt der Dow sanft abwärts, kommt ebenso sanft zurück, nimmt seit Herbst Fahrt auf. Das Ganze ähnelt einer milden Wellenbewegung mit einer erfrischenden Schaumkrone zum Schluss: November bis letzten Handelsfreitag (5.1.2024).

Die Linie im Bild ist der Innovator IBD 50. Er hat mehr Schaum, macht eine größere Welle. Was kaum wundert, sein Ziel ist, in 50 US-Aktien mit „aggressive growth characteristics“ (Zitat aus der Selbstdarstellung des ETFs) zu investieren, um für Anleger möglichst großen Gewinn zu erzielen. Der ETF hat Aktien vor allem aus den Sektoren Information Technology, Financials, Energy im Portfolio und dabei nicht unbedingt die „großen“ Namen, sondern solche Unternehmen, die zum jeweiligen Investitionszeitpunkt starkes Kursmomentum zeigen. Der ETF segelt damit hart am Wind und das kursausweislich nicht besonders gut, zumindest langfristig orientierte Anleger können wenig zufrieden sein. Sie liegen mit ihrem Engagement jetzt wieder ungefähr da, wo sie während der Covid-Panik im Frühjahr 2020 gestartet sind. Zwischendurch waren sie ganz oben auf dem Wellenkamm.

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Telefonieren mit 2024

Lage & Szenarien vom 17.12.2023

Ich will wissen, wie 2024 werden wird. Leicht ist es nicht, die richtige Verbindung mit dem Jahr zu bekommen. Mehrere Nummern stehen zur Verfügung, ich wähle die optimistische … Das Bild ist schlecht, der Ton blechern … aber kondensiere ich das wenige von mir verstandene, so bleiben fünf Sätze:

Der US-Zentralbank gelingt das Wunder. Durch kräftige Zinserhöhungen hat sie die Inflation zurückgedrängt. Sie hat dabei nicht überzogen, stellt Zinssenkungen in Aussicht, vermeidet eine Rezession. Die Börsen jubilieren, das perfekte Soft-Landing ist geglückt, es ist Powells Meisterstück. Bei den Zinsen folgen wird dem Fed-Chef in den nächsten Monaten die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde: So rechnen Aktienanleger auch in Europa mit einer zahmeren Zinspolitik bei mäßiger Inflation, was den Kursen der Aktienunternehmen des alten Kontinents gut tun wird.

Eilige Leser können an dieser Stelle die Lektüre beenden und sich dem Sonntagmorgenkaffee widmen. Die Sätze sind das Kondensat meines Gesprächs mit 2024. Die wacklige Leitung brach bald zusammen. Aber alles wichtige war gesagt. Es ist die perfekte Welt für mich als Aktienanleger; ich sollte voll investiert sein.

Es gibt nur ein Problem. Die perfekte Welt ist mittlerweile Mehrheitsmeinung am Markt. Wussten Anfang diesen Jahres noch die meisten, dass die Fed gnadenlos überziehen und die Wirtschaft mit ihren Zinserhöhungen in den Abgrund reißen würde, wussten sie auch, dass die großen Tech-Aktien komplett überbewertet wären, der Markt von daher zwangsläufig und epochal abschmieren würde … und das Gegenteil geschah … so ist sich jetzt eine Mehrheit wieder sehr sicher … und der Meinungsumschwung fand in den jüngsten, letzten Wochen des Jahres statt … und viele und besonders institutionelle Adressen wollten noch auf den abfahrenden … eigentlich schon durchrauschenden Aktiengewinnzug aufspringen ...

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Deutsche Aktien, die funktionieren

Lage & Szenarien vom 10.12.2023

Strompreise und Steuern sind hoch. Der Haushalt verspätet sich. Die Bahn sowieso. Der angekündigte Materialaufwuchs bei der Bundeswehr ist schwer erkennbar. Bei der Bürokratie gelingt er umso besser. - Es ist einfach, über das Land zu spotten. Eine schwerere, dafür lukrativere Herausforderung ist, dennoch deutsche Aktien zu finden, die funktionieren. Es gibt solche Aktien, ich stelle einige vor, die ich für chancenreich halte.

Mit dem Flugzeugbauer Airbus, er hat deutsche Wurzeln und ist DAX-Mitglied, habe ich vom Gefühl her immer Schwierigkeiten gehabt. Aus zwei Gründen:

  • Der Konzern entstand, so meine Erinnerung, vor allem aus politischen Gründen, was meist nicht die besten Voraussetzungen für ein florierendes Unternehmen sind.
  • Über meinen Kopf, in einigen Tausend Metern Höhe, fliegen Guppys hinweg. Das sind monströse Umbauten mehrstrahliger Jets, in welchen riesige Airbus-Flugzeugteile zwischen Airbus-Fabriken in verschiedenen europäischen Ländern hin- und hergeflogen werden.

Effizienz geht anders. CO2-Vermeidung auch. Es dürfte die Politik sein, die so funktioniert und sich (mit viel Steuergeld) durchgesetzt hat.

Es ist für mich als Privatanleger nicht die gewinnschädlichste Voraussetzung, an ein börsennotiertes Unternehmen mit einem argumentativ unterfütterten skeptischen Blick heranzutreten. Der Richter der Argumente ist natürlich der Kurs, der Chart ist der Anzeiger des Richterurteils. Das Bild oben verfolgt den Airbus-Kurs seit Oktober letzten Jahres. Ich habe zwei Aufwärtspfeile eingezeichnet, sie verdeutlichen die Richtung.

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