Linde (648300) wird langfristig wieder interessant

Der folgende Hinweis erschien schon am Mittwoch 06.08.14 10:00 in Hari Live

Mitglieder, die länger dabei sind wissen, wie sehr ich die Aktie von Linde im Sinne eines Investments mag. Ein hervorragendes, stabiles Geschäftsmodell, eine intelligente Akquisition von Lincare in den USA, die neues Geschäftspotential erschliesst und in Wolfgang Reitzle ein CEO, von dem ich sehr viel halte und den ich für einen der besten CEOs halte, die Deutschland zu bieten hat.

Dann aber wurde klar, dass Wolfgang Reitzle gehen würde und mit Wolfgang Büchele kam ein unbeschriebenes Blatt. Dummerweise kann Reitzle wegen der von Herrn Cromme massgeblich gestalteten Corporate Governance Regeln, aber auch nicht sofort an die Spitze des Aufsichtsrates wechseln, was dem Unternehmen hier sicher gut getan hätte.

Da so Wechselphasen aber immer problematisch sind und das neue Management gerne erst einmal mit einem bilanziellen "Grossreinemachen" beginnt, bin ich dann bei Linde schon 2013 temporär ausgestiegen um den Wechsel abzuwarten. Und das war auch nicht falsch, seit einem gutem Jahr ist bei Linde nicht mehr viel zu holen, was die Kursentwicklung angeht. Ich habe die Problematik unter anderem in dem Artikel -> Whats next Linde? <- - aber auch schon in 2013 in Hari Live - mehrfach erklärt.

Nun aber liegt der Wechsel drei Monate hinter uns. Und Linde hat erste Quartalszahlen unter Büchele geliefert und auch von Büchele weiss man nun mehr und hat erste Eindrücke seines Wirkens.

In Summe drehen damit die Signale für mich wieder auf Grün. Der neue CEO macht einen guten Eindruck und es kann zwar immer noch sein, dass da noch ein "Reinemachen" und eine Strategieänderung kommt, die bisherigen Aussagen sprechen aber eher für eine beständige und konsequente Fortentwicklung des erfolgreichen Geschäftsmodelles, das Wolfgang Reitzle initiiert hat.

Schauen wir auf das langfristige Chart, sehen wir eine wichtige Unterstützung und ansonsten die Seitwärtsbewegung seit gut einem Jahr - Ausdruck der Unsicherheit rund um den Wechsel:

Linde 06.08.14

Wenn man nun diese Unterstützung fest im Auge hat, wird Linde für mich nun also wieder Thema für den Einstieg. Ich werde voraussichtlich den Tiefpunkt der aktuell laufenden Marktkorrektur zu nutzen versuchen, um wieder eine Initialposition im Investmentdepot aufzubauen. Und werde diese dann nach Kursentwicklung sukzessive erweitern, solange diese Unterstützung nicht in Gefahr gerät.

In Summe wird Linde also mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder zu einem Investment für mich. Zur Eile beim Einstieg gibt es aber keinen Grund, den kann man wohl gelassen in dieser zweiten Jahreshälfte auswählen.

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Hari Live – Archiv 06.04.14 – 12.04.14

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Hari Live - Archiv 06.04.14 - 12.04.14

Freitag 11.04.14 14:00 - Marktlage

So liebe Mitglieder. Ich bin heute Nachmittag auf Achse und Sie müssen heute mal ohne meine warmen Worte mit der Wallstreet rangeln, oder mal das Spielfeld ganz links liegen lassen.

Der DAX bröselt nun fröhlich nach unten, weil auch die US Futures die Richtung nach Süden einschlagen. Mit etwas Phantasie kann man in der Range des S&P500 eine SKS Formation erkennen, deren Nackenlinie nun getriggert hat und ein rechnerisches Ziel von im Bereich 1770-1780 generiert. Im Stundenchart sieht man es genauer.

S&P500 S 11.04.14

Die Formation ist etwas fragwürdig und ich würde ihr nur begrenzte Relevanz beimessen, der Measured Moved vermittelt aber ein gutes Gefühl dafür, womit wir es hier potentiell zu tun haben.

Denn das Ziel im Bereich 1770-1780 (je nachdem wie man die Nackenlinie definiert) - ist genau der Bereich, der vor Weihnachten so umkämpft war und auch eine wichtige Unterstützung bedeutet.

Im Tageschart sieht man aber auch, dass der übergeordnete Aufwärtstrend immer noch intakt wäre, wenn der S&P500 dort drehen würde. Und das Chart zeigt auch, dass zu dem Zeitpunkt auch die 200-Tage-Linie in diesen Bereich hoch kommen dürfte. Diese Zone 1770-1780 im S&P500, ist also ein sinnvolles erstes Ziel einer fortdauernden Korrektur.

S&P500 T 11.04.14 2

Von einem "Crash" zu reden ist also (bisher) weit überzogen. Nicht mal einen Trendbruch haben wir bisher. Wir haben eine Phase deutlich erhöhten Risikos. Nicht mehr und nicht weniger.

Und wenn der S&P500 dort in den Bereich 1770-1780 hinlaufen sollte, dürfte der DAX zum gleichen Zeitpunkt mit der entscheidenden Unterstützung unter 9000 kämpfen. Erst darunter wird es aber für den DAX, wie den S&P500, richtig kritisch. Und erst dann steht der Trendbruch auf der Agenda.

Werden Sie mir also nicht zu schnell zu bärisch, nachdem ich Sie nun zurecht aufgeschreckt habe. Sie müssen nicht von einem Extrem ins Andere kippen. Noch sind die grossen Aufwärtstrends intakt und wir sollten hohe Vorsicht walten lassen, das aber bitte ohne Panik und Hektik.

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Haris Märkte am Abend – 16.01.12 – Im Westen nichts Neues

Heute schon etwas früher, weil die US Börsen wegen des „Martin Luther King Day“ geschlossen sind.

Es gibt aber auch gegenüber der letzten Freitag hier in "Haris Märkte am Abend" geäusserten Sicht wenig Neues hinzu zu fügen.

Wie erwartet war es richtig, sich von den schlechten Schlagzeilen nicht anstecken zu lassen, der positive Grundton des Marktes ist weiter intakt. Das sich der europäische Aktienmarkt von den immer gleichen Schlagzeilen um den vermeintlichen Untergang des Euros nicht hat anstecken lassen, kann man durchaus als Stärke werten.

Und wer sich fragt was im DAX passiert, wenn "Big Money" von der Wallstreet mal nicht am Spiel teilnimmt, konnte das Ergebnis heute wieder bewundern: bis kurz vor 16 Uhr genau Nichts, bei sehr geringem Handelsvolumen. Denn nachdem sich der DAX am Vormittag bei ca. 6160 eingeschwungen hatte, ist bis in den Nachmittag gar nichts mehr passiert. Erst als Berichte über eine aggressivere Kaufstrategie der EZB in Folge der erfolgreichen französischen Anleihenauktion die Runde machten, kam Bewegung in den Markt und ein Freudenhüpfer bis über 6200. Gegen Handelsende wurde dann noch einmal gekauft, offensichtlich wollten einige Marktteilnehmer noch unbedingt in den Markt hinein, was ein gutes Zeichen ist.

Ich gehe wie letzten Freitag weiter davon aus, dass die Märkte ab Morgen bis Ende der Woche sehr volatil werden, rechne aber in dieser kurzen Handelswoche weder mit einem massiven Absturz, noch mit einem signifikanten Ausbruch nach oben. Denn einerseits beginnt sich dieser Markt zunehmend wie ein Bullenmarkt zu verhalten und wie das S&P Downgrade von Frankreich heute weggesteckt wurde ist schon bemerkenswert und erinnert an bessere Zeiten. Andererseits sind wir nun technisch überkauft und kommen nun in saisonal schwierige Wochen.

Kontrollierte, vorsichtige Offensive scheint mir persönlich also für die nächsten Tage und Wochen die richtige Strategie für Anleger zu sein. Kurzfristige Kaufgelegenheiten bei Rücksetzern kann man in meinen Augen zum Kauf nutzen, sollte aber jederzeit bereit sein auch wieder auszusteigen, wenn sich der Trade nicht so realisiert wie erwartet. Mittelfristig macht das Jahr aber bisher einen guten Eindruck und da es oft richtig war in den Markt einzusteigen, wenn die Rezession dann endlich offiziell war, hat 2012 das Potential ein gutes Börsenjahr zu werden, auch wenn im ersten Halbjahr sicher noch der eine oder andere Einschlag auf uns wartet.

Bei Einzelaktien auffällig war heute die Schwäche bei Heidelberg Cement (WKN 604700) , die durch negative Quartalszahlen des schweizerischen Mitbewerbers Holcim belastet wurden, obwohl Heidelberg Cement andere Schwerpunkte in den Absatzmärkten und seine Ziele für dieses Jahr bekräftig hat. Auf dem Niveau von 33-35€ ist die Aktie in meinen Augen aktuell fair bewertet und ich habe daher eine neutrale Sicht auf die Aktie. Sehr kurzfristig neige ich aber zum Abwarten, weil auch die bilanziellen Risiken gerade wieder vom Markt gespielt werden. Sollte Heidelberg Cement noch einmal unter 30 € rutschen, werde ich aber wohl wieder zugreifen. Denn mittelfristig hat die Aktie in meinen Augen jede Menge Potential über 40€ hinaus.

Auffällig ist heute auch - wie schon seit Tagen - die Stärke von Daimler (WKN 710000) , die in der Vergangenheit viel schlechter als VW, BMW und Co. gelaufen sind. Hier scheint gerade ein "Knoten" geplatzt zu sein, wobei heute auch gute Nachrichten zum China Absatz und eine Hochstufung von Goldman Sachs geholfen haben. Ich bin bei Daimler investiert und lasse zunächst die Gewinne laufen.

Gold befindet sich in Wartestellung um die 1640 USD und will weder signifikant nach unten, noch signifikant nach oben. Ich neige kurzfristig weiter zur Vorsicht und kann mir eine volatile Seitwärtsbewegung gut vorstellen. Ich bleibe aber bei bestimmten Gold-Minen-Titeln mit einem Fuss investiert, weil erstens die Reise jederzeit nach oben losgehen kann, zweitens das Downside doch begrenzt ist und drittens die Titel gegenüber dem Goldpreis eine Menge aufzuholen haben.

Morgen, wenn die US Börsen aus dem langen Wochenende kommen, wird es auf jeden Fall sicher wieder spannender als Heute. Geniessen Sie also einen ruhigen Abend und tanken Sie Kraft für Morgen !