Spionagemittel



Es wird wahrscheinlich heute Nacht nach unserer Zeit, bis der Markt Klarheit darüber hat, ob sich Trump in Sachen Obamacare-Nachfolger als "Dealmaker" durchsetzen kann oder ob er an dem dysfunktionalen Kongress scheitert, an dem Obama schon so oft gescheitert ist.

Nicht das Gesetz an sich ist dabei so wichtig, das hat nur Bedeutung im Healthcare-Sektor selber. Breite Bedeutung hat das Geschehen, weil man davon auf die Durchsetzungsfähigkeiten Trumps bei den anderen wichtigen Projekten schliessen kann, darunter mit dem Infrastruktur-Thema, der Bankenreform und der Steuerreform die Themen, an denen dem Markt wohl am Meisten gelegen ist. Und auch auf den Zeitablauf weiterer Vorhaben wird das Geschehen heute Auswirkungen haben, denn je länger der Kongress nun braucht, desto später werden andere Gesetze kommen, wenn überhaupt.

Die Erfahrung sagt, dass solche hochgejazzten Events eher überbewertet werden, vielleicht wird ja am Ende die Abstimmung auf Montag verschoben und dann? Dann machen wir weiter im Text und wundern uns, warum es so viel Aufregung gab. 😉

Wir sollten uns daher strikt an der Price-Action orientieren statt zu spekulieren und die deutet für mich zunehmend in Richtung meiner Befürchtung. Der S&P500 hat nun klar die 2.350 genommen, wahrscheinlich schon in Vorfreude auf einen positiven Abschluss heute Abend, vielleicht sind ja auch schon Infos zu den "Dissidenten" durchgesickert, die eine Mehrheit für Trump indizieren. Und selbst wenn das heute Abend nichts wird zeigt uns das, dass selbst nach dem scharfen Einbruch von Dienstag wieder kein folgender Abgabedruck vorhanden war. Dass aber selbst der Einbruch von Dienstag den Bären nicht mal für 2 oder 3 Tage die Oberhand geben konnte, ist ein Zeichen an der Wand und erneute Ausdruck dieses artifiziell wirkenden Marktes.

Hier ist die aktuelle Situation im S&P500, wir sehen dass dieser die iSKS von gestern klar getriggert hat:

Und im DAX sehen wir, dass in Folge des Geschehens in den US, dieser die Flagge gegen die ursprüngliche Logik nach oben aufgelöst hat, der ist halt der Schwanz und wenn die Wallstreet hoch zieht, dann der DAX auch:

Ich betone erneut, damit ist der Korrekturansatz von Dienstag erst einmal wieder Geschichte. Wenn wir nun in den nächsten Tagen einen erneuten Korrektur-Anlauf bekommen sollten, was gut sein kann, ist das ein Event, das für sich alleine steht. Die Bären sind wie befürchtet bisher nicht in der Lage, mal ein paar Tage hintereinander Druck zu machen.

Am Geschehen sehen wir auch am Horizont wie sich neue Daumenregeln entwickeln, die für uns in der neuen Welt der Algos wichtig sind.

Gerade das Triggern der iSKS bestätigt etwas, das sich schon in den letzten Jahren angebahnt hat: Technische Strukturen werden wichtiger und stabiler, weil die Algos diese handeln. Menschliches Sentiment wird unwichtiger und unberechenbarer, weil der Einfluss menschlicher Emotionen auf diesen Markt immer geringer wird. Formulieren wir es also mal deutlich:

Regel 1 der neuen Welt: Im Zweifel sind technischer Muster allen anderen Signalen vorzuziehen!

Ja und dann ist auch spürbar, wie Algos die normalen Emotionsmuster gezielt abzugreifen versuchen. Es gibt also eine weitere potentielle Regel:

Regel 2 der neuen Welt: Die dominanten Algos treiben den Markt an Wegscheiden grundsätzlich in die Richtung, die der normalen menschlichen Logik *entgegen* steht!

Kurz Fakeouts, V-Reversals, versickernde Einbrüche oder Ausbrüche, all das was früher eher die Ausnahme war, weil menschliche Emotionen eben immer ähnlich agieren, ist in den Indizes nun zur neuen Norm geworden. Alte Bücher zu Handelspsychologie des Marktes, kann man wirklich langsam wegschmeissen, sie schaden eher, als dass sie nutzen, weil eben die Handelnden am Markt nun primär Maschinen und nicht mehr Menschen sind.

Es ist völlig wurscht wie wir das empfinden, wir haben uns dieser neuen Welt anzupassen. Punkt.

Nur eine Sache stimmt schadenfroh, gegen das "Naturgesetz" der Reflexivität kommen auch die Algos nicht an. Auch diese werden an ihrem eigenen Erfolg zu Grunde gehen und erleben, wie der Edge wieder schwindet, den sie sich erarbeitet haben.

Die grundlegende Problematik des Marktes ist damit übrigens unverändert. Nur weil der Korrekturversuch nun wieder abgewürgt wurde, ist das grosse Risiko der Trendwende ja nicht vom Tisch. Tops sind eben ein Prozess und insofern ist es nicht verwunderlich, dass es weiter hin und her geht. Nur einen "Last Gasp" haben wir eben noch nicht, der bullische Markt ist nicht bereit so schnell zu sterben.

Damit werfe ich noch einen Blick auf ein paar Einzelthemen:

Leoni hatte ich ja schon mehrfach als Kandidat für eine attraktive Wendestruktur erwähnt und geraten da mitzuspielen, zuletzt im Februar in -> Dämmerschlaf <-. Nun bringt Leoni heute mit den erwartet schwachen Zahlen einen -> optimistischen Ausblick <- und wird um 8% massiv nach oben gekauft.

Hier kann man klar sagen, der Markt hat es vorher gewusst, die Struktur war eindeutig, wir haben sie gesehen und sind ihr gefolgt und heute kommt die Bestätigung:

Auch das ist übrigens wieder eine Bestätigung für die Macht technischer Strukturen, die im Zeitalter der Algos eher grösser geworden ist.

Erwähnenswert finde ich übrigens die -> Abhöraktion <- gegen den Stada-Chef im Rahmen der Übernahmeschlacht. Ich bin kein bischen überrascht und erwähne das nur, um Ihnen erneut klar zu machen, mit wem wir es als Gegner im Markt zu tun haben, wenn irgendwo das grosse Geld zu holen ist.

Schon in meinem älteren, aber immer noch wichtigen Artikel zur ->Marktkapitalisierung <-, habe ich vor Jahren darauf hingewiesen, dass der Kampf um Insider-Informationen brutal geführt wird und dabei auch alle bekannten Spionagemittel eingesetzt werden. Wenn ein kleiner Wissensvorsprung Millionen wert ist, werden alle möglichen Hebel in Bewegung gesetzt und auch die illegalen, die wir uns als brave Bürger nicht vorstellen können.

Gegen Leute mit diesem Wissensvorsprung treten wir an und wenn wir versuchen klüger als der Markt und damit klüger als diese zu sein, zeigen wir damit nur, wie dämlich und selbstüberschätzend wir sind.

Aber es gibt einen Ort, einen wichtigen Ort, an dem die sich nicht vor uns verstecken können. Zumindest solange nicht verstecken können, wie das Dark-Pool-Unwesen noch im Rahmen bleibt. Und das ist am Markt. Denn wenn sie ihr mit Spionagemethoden erworbenes Wissen zu Geld machen wollen, müssen sie mit echtem Geld kaufen und wir können es in den Kursen sehen.

Und damit sind wir wieder bei den Marktstrukturen und Mustern, die unsere Weg leiten sollten. Was geredet und geschrieben wird, das müssen wir kritisch hinterfragen. Da kann man falsche Fährten legen und Nebelkerzen werfen. Aber auf dem Platz, da muss man zeigen was man hat.

Auch im Zeitalter der Algos gilt also um so mehr die alte Weisheit:

Die Wahrheit liegt auf dem Platz!

Am US Markt zuckt heute der Zock Fireeye (FEYE), den ich Ihnen vor drei Tagen in -> Mühsam <- nahe gebracht hatte. Auslöser ist eine Hochstufung der Goldmänner, noch hat die Range aber Bestand. Ein interessanter Zock ist es nun aber erst recht:

Ja und Sierra Wireless (SWIR), hat sich wohl für das zulaufende Dreieck und gegen die SKS entschieden, dass ich Ihnen im gleichen Beitrag wie FEYE oben gezeigt habe. Da ist nach wie vor immenser Druck auf der Leitung:

So viel erst mal für heute. Nun werden wie sehen, was im Kongress heraus kommt. Ich persönlich wäre über eine negative Marktreaktion nun überrascht. Nachdem die Bären die Chance gestern und heute vergeigt haben, sehe ich eher wie sich die gierigen Kaufalgos schon wieder die Lippen ablecken um alle zu "squeezen", die nun mit zu viel Cash auf der Seitenlinie sind. 😉

Bis Morgen!

Ihr Hari

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Beruhigung



Guten Morgen!

Ich denke Sie bemerken es auch, es scheint eine Art Beruhigung einzutreten, was die Fragezeichen rund um die Trump Administration angeht. Aussenpolitisch wurde in diversen Terminen zuletzt Berechenbarkeit und eine gewisse Stetigkeit bewiesen. Die all zu grossen Sorgen, dass Trump die Welt sofort total auf den Kopf stellen würde, dürften übertrieben gewesen sein.

Gleichzeitig dürften auch die Wellen des Trump-Hasses die durch die Medien gehen, sich langsam erschöpfen und in ein Dauergrummeln übergehen, weil einfach niemand mehr permanent den immer gleichen Sermon lesen will. So nervig solche medialen Wellen auch sind, das Gute daran ist, dass sie sich schnell selbst erschöpfen. Und selbst unser neuer Bundespräsident wird beim "Mutmachen" in Zukunft wohl darauf verzichten, sich einer irrational überzogenen Sprache (Hassprediger) zu bedienen.

Für den Markt ist das positiv, denn der kann sich damit auf die wirtschaftlichen Konsequenzen der Politik Trumps konzentrieren und für die US sind die zunächst positiv. Dem gegenüber steht die berechtigte Sorge, dass es den Euro und Europa zerlegt, denn die systemimmanenten Spannungen werden grösser. Ein Haus, das nicht von erfahrenen Statikern, sondern von Gesundbetern erbaut wurde, neigt halt nicht zu besonderer Stabilität.

Zwischen diesen beiden Polen muss der Markt nun navigieren, wobei die US mit ihrer Politik eindeutig der grösste Gorilla im Raum sind. Insofern kann man in den US von einer grundlegend positiven Marktentwicklung ausgehen, die aber immer wieder durch Schreckmomente und sorgenvolle Aufwallungen unterbrochen wird, die eher aus Europa kommen werden und die hiesigen Märkte belasten.

Ob und wann der "Buy the Rumor" Trump-Trade in den US mal in eine Enttäuschungsreaktion laufen wird, ist nicht abzusehen und müssen Sie "The Donald" fragen. Man sollte davon ausgehen, dass das irgendwann passiert, der Markt ist aber nicht doof und weiss das auch, vielleicht wäre er ja schon viel höher, wenn es diese Sorge nicht geben würde? Der aus vielen Ecken strömende Pessimismus in dieser Frage, deutet eher auf eine schon eingepreiste Erwartung.

Abseits der Trumpomanie, ist diese Woche von einer Unmenge wichtiger Wirtschaftsdaten geprägt, die dem Markt ein getreues Abbild der Lage verschaffen werden. Wenn man sich das aktuelle Umfeld anschaut, muss man aber wohl keine zu grosse Angst vor den Ergebnissen haben, um die konjunkturelle Entwicklung der Welt steht es wohl nicht so schlecht.

Wenn wir zum Wochenstart auf den DAX schauen, sehen wir auf jeden Fall, dass nicht so viel passiert ist und der Index immer noch über der wichtigen Unterstützungszone von 11.400 - 11.500 hängt, ohne sich klar entschieden zu haben:

Wir können daher auch ganz gelassen die bisherige Strategie fortsetzen und einfach dabei bleiben, solange diese Unterstützung hält.

Im S&P500 dagegen, sehen wir ganz eindeutig einen bestehenden und immer wieder bestätigten Aufwärtstrend seit Trump gewählt wurde:

Dieser Trend hatte zuletzt nachgelassen, durch die Hoffnung auf Steuersenkungen aber letzte Woche wieder Fahrt aufgenommen. Aber ganz egal wie wir das interpretieren, wir stellen uns *nicht* gegen so einen Trend. So einen Trend geht man mit, alleine die Frage wie sehr man sich dabei exponiert, ist diskussionswürdig. Und in Anbetracht der erhöhten Risiken, dürfte etwas erhöhter Cash, weiter keine schlechte Idee sein.

Übrigens, was Gold macht, sieht weiter sehr konstruktiv aus, ganz besonders wenn man sich vor Augen führt, dass die Wallstreet gerade RISK ON spielt, was für Gold eher ein Kontraindikator ist. Wer sich gegen Wirrungen und Irrungen rund um den Euro etwas absichern will, ist hier wahrscheinlich ganz gut aufgehoben:

Aktie des Tages ist heute Stada, ein Wert den wir in der Vergangenheit intensiv verfolgt haben und der nun von einem -> Bieterwettstreit <- in neue Kurshöhen katapultiert wird:

Die Aktie hat sich damit für mich aus dem Kreis der seriös handelbaren Werte verabschiedet, ich nehme mit dem heutigen Anstieg von initial 15% Gewinne mit und das wars dann, weil dieser Bieterwettstreit nun zu wilden Swings führen wird, aber ohne Einblick in das was da abläuft, nur noch reines Zocken sein dürfte.

Einen Blick sind weiter auch die Rohstoffwerte wert, gute Daten aus China stützen und der Sektor könnte durchaus vor einem guten Jahr 2017 stehen, Nachholbedarf ist immer noch vorhanden.

Ich habe hier mal über den Lyxor Thomson Reuters Core-Commodity CRB Ex-Energy Index ETF in Euro (LYX0AL), eine langfristige Übersicht über die Entwicklung der Rohstoffe ohne Öl und Co.:

Wir sehen eine Art Doppelboden der sich geformt hat und wir sehen, dass der Sektor nun mit einem wichtigen, langjährigen Widerstand kämpft. Wir sehen aber auch, dass hier im Schweinezyklus sehr wohl noch einige Luft nach oben wäre.

So weit heute früh, machen Sie es gut!

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Der Deckel auf dem Öltopf



Während die Indizes an der Oberfläche recht ruhig erscheinen und leicht bröseln, was nach der extrem guten Vorwoche zu erwarten war, ist in einzelnen Sektoren und Aktien wieder eine Menge los.

Eigentlich seit Trump mit seinem Sieg die alte Anlagewelt beendet und die Andeutung einer neuen an ihre Stelle hat treten lassen, sind die Indizes als Indikator fast wertlos geworden. Denn die wirklichen Bewegungen, laufen hinter der Fassade ab, sind massiv und gleichen sich am Ende doch wieder zu einem guten Teil aus.

Denn das Geld was rechts investiert wird, wird vorher links abgezogen - Sektor-Rotation nennt man das. Normalerweise findet die zum Jahreswechsel statt, durch Trump wurde sie vorgezogen und es gibt daher guten Grund zur Annahme, dass die Sektoren die nun in der "World of Donald" gut laufen, es auch Anfang 2017 weiter tun werden.

Auch "Stockbee" teilt übrigens meine Erwartung, dass nun zwar eine Konsolidierung ansteht, es dann aber eher weiter nach oben geht:
-> Extreme bullish readings on breadth <-

Weil das so ist, lasse ich die Indizes heute auch links liegen und wende mich den einzelnen Themen und Opportunitäten des Tages zu.

Vorher überlasse ich die Kommentierung aber mal wieder James DePorre:

-> This is getting ridiculous <-

Every day this week, market players asked if this straight-up action can continue and the answer every day was yes. It is often said the overbought markets can become even more overbought, but this action is bordering on the ridiculous.

.....

Can this market continue to move even higher? Of course it can, and I'm not even going to try to guess if that is likely or not. Even the most bullish bulls are finding this action tough to navigate. Entry points are nearly nonexistent and even the buy-and-holders wonder if maybe they should take some profits.

For trading purposes, nothing would be better than a pullback, but with nearly everyone feeling the same way, those dips never seem to develop. Our only choice is to embrace the trite-but-so-true saying that the trend is our friend.

Nuff said. 😀

*Das* Thema des Tages ist Öl. Denn der Beschluss der OPEC war ja nur der erste Schritt. Damit es funktioniert, müssen auch die Nicht-OPEC Mitglieder zustimmen und das scheint mit Russland nun passiert zu sein:
-> Ölförderbegrenzung nimmt Form an <-.

Der Ölpreis liebt es, nun sagen Sie mir, ob das nun immer noch eine iSKS sein kann, oder nicht?

Sie wissen, ich bei kein Freund pseudokorrekter Formalhuberei was Marktmuster angeht, denn im Markt ist nie etwas ganz schwarz oder weiss und es kommt vor allem darauf an, die grundlegenden Strukturen zu erkennen.

Und was wir hier vor uns haben, ist in jedem Fall eine formidable Wendestrukur, deren Measured Move auf 70+ USD weist, denn die Struktur scheint nun mit den aktuellen Nachrichten zu triggern.

Für Öl und Ölaktien könnte das weitere Potentiale generieren. In dieses Bild passt, dass wir nun alle naselang lesen können, dass der Ölpreis aus diesem oder jenem Grund - im Wesentlichen dem Angebotsschwall der Fracker - gar nicht so stark steigen könnte.

Glücklicherweise interessiert den Markt herzlich wenig, was Analysten mit fundamentalen Argumenten glauben. Wenn der nun aus dieser Wendestruktur zum Satz nach oben ansetzt, dann wird das Momentum ihn tragen und der Preis kann dann ohne Probleme bei 70+ USD sein.

Wie lange das anhält und ob sich der Ölpreis dann nicht irgendwo wieder einpendelt, ist eine ganz andere Frage. Wenn wir Geld verdienen wollen, sollten wir nun aber das Überschiessen in die eine Richtung als Möglichkeit auf der Rechnung haben, nachdem der Markt vorher ja nach unten überschossen ist. Aktion -> Reaktion, nicht nur in der Gesellschaftspolitik, ist das eine universelle Weisheit.

Wir halten also fest: Der Deckel auf dem Öltopf fliegt vielleicht gerade weg. Die andere Alternative ist, dass diese Nachricht nun den Höhepunkt markiert. Wenn das das Szenario ist, kommt nun sofort die Wende.

Insofern ist das Geschehen nun wegweisend, nachdem alle positiven Nachrichten bei Öl auf dem Tisch liegen. Welche Denkstruktur richtig ist - die Rally oder die Seitwärtsrange - wird uns der Markt nun in Kürze zeigen.

Ob so oder so, das Mitglied des 2016er Mean Reversion Depots Conoco Philips (COP), sieht im Chart nun auf jeden Fall nach perfektem Ausbruch aus:

Das zweite Thema des Tages hatte ich schon im Artikel -> Ballistische Flugbahn <- thematisiert. Wir bekommen endlich, endlich die scharfe Korrektur im Aerospace & Defense Sektor.

Ursache ist - mal wieder - Trumps loses Twitter-Mundwerk, oder die "Twitter-Flak", wie unser "Libertin" das im Forum genannt hat:
-> Trump Tweet trifft Lockheed Martin <-.

[Sarcasm ON]Der Mann ist eben doch ein Segen Gottes.[Sarcasm Off]. Denn endlich haben wir die Chance, diesen extrem aussichtsreichen Sektor noch zu brauchbaren Kursen einzusammeln.

Im Chart sehen wir, was das bei Lockheed Martin bewirkt, aber natürlich wird auch der ganze Sektor nach unten gezerrt, auch Northrop Grumman oder Raytheon werden als Abhängige der AirForce, genau so hart bestraft:

Wobei ich nur vermuten kann ist, ob das sofort eine Kaufgelegenheit ist. Nach meiner Vermutung, wird es von hier erst mal wieder hoch gehen, weil viele das als die willkommende Kaufgelegenheit sehen, wie ich. Dann aber, wird es doch eine längere Phase der Unsicherheit geben, die die Kurse leicht drückt und die bis ins neue Jahr hinein dauert, bis dann mit einer handlungsfähigen Administration da wieder Sicherheit und Berechenbarkeit entsteht.

Wenn ich Recht habe, muss man jetzt nicht hektisch werden. Wer aber eine NOC, RTN und Co. noch gar nicht hat und immer haben wollte, kann bei den heutigen Kursen aber ganz sinnvoll den ersten Fuss in die Tür setzen und dann darauf hoffen, dass das Baby in den kommenden Wochen noch etwas billiger wird.

Wenn ich mir aber vorstelle, wie Trump mit seinem Persönlichkeitsprofil die Wirkung solcher Tweets betrachtet, entsteht bei mir im Kopf das Bild von jemandem, der daran orgiastische Freuden hat, seiner eigenen Macht zuzusehen.

Sinnvolle, geordnete Regierungspolitik, sieht aber anders aus. Klare Kante und Druck macht jede Menge Sinn, den kann man aber auch anders ausüben, da reicht der Anruf des Präsidenten beim CEO, der dem gesichtswahrend erlaubt, seine Angebote nachzubessern - ohne dass die Öffentlichkeit das erfährt.

Ich bin voller Hoffnung, dass die erfahrenen Generäle und Wirtschaftsführer an seiner Seite, das ihrem Donald auch noch nahe bringen werden. Öffentlicher "Shock&Awe" ist ein sinnvoller Ansatz, aber nur, wenn er selten eingesetzt wird und es bei der Überraschung bleibt. Das Prinzip nutzt sich schnell ab, dann kommt die Gegenreaktion und am Ende bleibt nur noch die Abstumpfung und Unsicherheit von Verdun, die allen schadet.

Abgesehen davon, muss man sich wirklich fragen, ob der Einsatz der Öffentlichkeit bei derartigem Druck, nicht vor allem der Selbstdarstellung Trumps dient. Was bei Taiwan und China auf diese Art und Weise eine elegante Methode der "Ohrfeige" ist, ist bei LMT und Co. völlig unnötig und wahrscheinlich kontraproduktiv - so etwas regelt man besser direkt ohne Öffentlichkeit, ohne sich dem Risiko auszusetzen, zum Papiertiger zu werden. Kein CEO eines Unternehmens das von der Regierung abhängt, hat ein Interesse daran, im Privatissimum in das Auge des Zorns des Präsidenten schauen zu müssen.

Recht unbeeinflusst von Trump, läuft wenigstens IBM und generiert ein neues Verlaufshoch mit potentiellem Ausbruchscharakter. Augen auf hier:

An einen spannenden Deckel klopft nun übrigens auch Opko Health (OPK) aus dem solideren Biotech-Umfeld, das Unternehmen macht mehr als eine Milliarde Umsatz (-> Opko Homepage <-) und besteht nicht nur aus Hoffnung:

Am deutschen Markt, springt heute vor allem unser alter Favorit Stada mit 10% Plus ins Auge. Ursache sind -> übernahmegerüchte unter anderem von Novartis <-.

Ich nutze so etwas eher für Gewinnmitnahmen, den Übernahmegerüchte sind praktisch nicht zu handeln. Und vom Chart her muss Stada erst mal zeigen, ob es die 50€ wirklich nehmen kann. Das *könnte* nun nämlich auch so etwas werden:

Klar, wenn Novartis tatsächlich kauft sind auch 60€ drin, aber das ist ein reiner Zock. Ich hatte viel Spass mit dieser Aktie, aber man muss auch mal wissen, wann es gut ist.

So weit für heute. Mal schauen auf wen Trump Morgen dann via Twitter schiesst. Wenn er es nun übertreibt und dann nichts nachkommt, ist das die perfekte Methode um sich unglaubwürdig zu machen. Mit jedem derartigen Statement steigt der Druck auch zu liefern.

Was aber, wenn die Angeschossenen dem Druck Stand halten und den Bluff aufdecken? Aber das ist nicht mein Problem und da Trump ja "smart" ist, wird er schon eine Lösung haben. 😀

Bis Morgen!

Ihr Hari

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Stada wird ausgekehrt



Guten Morgen!

Sie wissen, dass ich das aktuelle Retracement dieser Woche im S&P500 bullisch einordne und mit Präferenz davon ausgehe, dass dieses den Boden für neue Allzeithochs im Laufe des Sommer bereitet.

Wenn Sie sich an das Chart gestern erinnern und dabei vermerken, dass wir aktuell gerade mal bei 2.083 im Future sind, gibt es auch nichts, das gegen diese Interpretation spricht.

S&P500 05.07.16

Aber, die Zukunft ist unbestimmt und es gibt auch immer eine andere Interpretationsmöglichkeit. Man muss ihr nicht folgen, sollte sie aber schon im Auge behalten.

Diese Interpretation liefert Chris Ciovacco hier -> Be carefull with brexit stock rally <-.

Erneut, das ist nicht meine Präferenz. Aber wenn der Markt Signale sendet, die das als Möglichkeit nach vorne schieben, wechsele ich so schnell das Lager, wie Sie "Papp" sagen können.

Es ist genau diese geistige Flexibilität, die so wichtig ist. Was wir glauben oder erwarten, ist völlig - wirklich völlig - irrelevant. Ungefähr so relevant ist es, wie unsere Meinung dazu, wie das EM-Halbfinale Deutschland-Frankreich ausgehen wird.

Die Wahrheit liegt auf dem Platz und *nur* auf dem Platz. Und auch vom Fussball wissen wir ja, dass eine 3:0 Führung immer noch in einer 3:4 Niederlage enden kann.

Im Gegensatz zu meiner positiven Erwartung an den S&P500, wissen Sie aber auch, wie eher skeptisch ich den DAX sehe.

Der dürfte heute im Bereich 9.440 eröffnen, was genau das 61,8er Retracement der Aufwärtsbewegung der letzten Woche ist. Das ist schon schlimm genug und ist sozusagen die letzte Linie, die noch eine halbwegs positive Interpretation des Geschehens zulässt. Darunter sollte der DAX also besser nicht mehr fallen, sonst wechselt der Fokus eher auf neue Tiefs:

DAX 06.07.16

Bei Stada sind die Dinge in diesem Jahr ja massiv in Bewegung geraten. Diverse-> aktivistische Hedge-Fonds machen Druck <- und der langjährige CEO, dem strategische "Trägheit" vorgeworfen wurde, ist defacto entmachtet, wenn auch offiziell krank geschrieben.

Stada ist so ein Fall, wo die Summe der Teile wahrscheinlich mehr wert ist als das Konglomerat, weswegen die aktivistischen Hedge-Fonds ja auch gerade eingestiegen sind. Das spricht dafür, dass die Reise des Kurses nach oben noch nicht abgeschlossen ist und das Chart liefert uns ein Bild mit klarem Setup:

Stada 06.07.16

Denn öfter als das Gegenteil, bildet die erste Konsolidierung nach einem fundamental begründeten Schub (hier im blauen Kasten) nicht ein Hoch, von dem der Kurs wieder zurück fällt, sondern die Zwischenstation zwischen zwei mehr oder weniger gleich starken Aufwärtsbewegungen.

Und dieses Ziel läge bei ca. 60€, die weder unter fundamentalen Gesichtspunkten, noch vom Kurs her unrealistisch sind. Stada war schon 2003 bei fast 58€, dann begann genau das latent abwärts gerichtete "Herum-Dümpeln" nach unten, wegen dem die aktivistischen Hedge-Fonds nun wohl den "Besen" heraus geholt haben, um das Unternehmen "auszukehren".

Schauen Sie mal, wie das ganz langfristige Bild aussieht, das gibt dem aktuellen Ausbruch und Retest besondere Bedeutung:

Stada 06.07.16 2

Heute haben wir gleich um 10 Uhr eine Rede von Draghi, die vor dem Hintergrund der italienischen Bankenkrise besonders beäugt werden wird. Am Nachmittag kommen mit Dudley und Tarullo zwei FED-Mitglieder vor die Mikrofone, um 16 Uhr kommt der wichtige US ISM-Dienstleistungsindex und um 20 Uhr geht dann das FOMC Sitzungsprotokoll der letzten Sitzung "live", das für den Markt besonders interessant ist, weil die FED da ja plötzlich wieder eine weit taubenhaftere Haltung eingenommen hat, als noch kurz vorher.

Machen wir den Mittwoch zu einem erfolgreichen Tag!

Ihr Hari

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Schilda oder Buchbinder Wanninger



Guten Abend allerseits!

Mein DSL funktioniert wieder. Und das, obwohl der Reparaturtermin der Telekom erst am 17.06. geplant war. Wie es dazu kam - der Bürgermeister war auch beteiligt - ist eine Geschichte, die ich bei Gelegenheit mal in der Kategorie "Abstruses" erzähle. Es ist eine Geschichte von Inkompetenz, Chaos und Misskommunikation, wie sie perfekt zu Schilda oder dem Buchbinder Wanninger passt.

Und nein, das Problem hatte nichts mit mir zu tun, sondern war zu 100% Telekom-Intern. Wenn das jetzt in Berlin statt gefunden hätte, wäre ich sicher gewesen, dass die Planer des BER bei der Telekom eine neue Anstellung gefunden haben. 😉

Aber egal, ich bin wieder voll arbeitsfähig, habe aber ein paar graue Haare mehr.

So ist es aber ein wenig später als sonst mit dem Marktbericht geworden. Das ist aber kein Problem, denn im Markt schaut sowieso alles auf 18.30 Uhr

Warum Yellens Rede in Philadelphia gleich um 18:30 Uhr sehr wichtig ist und warum davon erneut eine massive Bewegung im Markt ausgehen könnte, wenn Sie die Zinserhöhung im Juni wieder auf die Agenda holen sollte, zeigt dieses "Chart des Tages" der FuW, bitte anschauen: -> Chart des Tages <-

Ich kann Ihnen aber nicht genau sagen, ob die Rede vorher verteilt wird und ob hinterher noch das Risiko individueller Worte auf Fragen existiert. Insofern reden wir hier nicht über exakt 18:30 Uhr, sondern um einen groben Zeitbereich, in dem beim Dollar etwas passieren könnte.

Ich will mich daher jetzt auch nicht lange mit Charts zu den Indizes und Währungen aufhalten, das kann gleich schon wieder ganz anders sein. Sichtbar ist aber, dass im Moment der Dollar weiter leicht fällt. Davon profitiert natürlich der S&P500, der nun sehr nahe der Allzeithochs ist und so aussieht, als ob er gleich nach oben springen wollte. Der DAX dagegen ist unter der Last des starken Euro wie festgetackert.

Alles starrt also auf die Währungen - stay tuned, unsere geliebte FED Vorsitzende wird bald unsere armen Seelen mit ihren Worten wärmen. 😉

Was fällt an einzelnen Aktien auf?

Seit ich den Stada Trade -> hier vor einem Monat<- aufs Korn genommen habe, hat dieser sich zu einer wunderbaren Erfolgsstory entwickelt, die heute sogar noch vom gesundheitsbedingten Abtritt des langjährigen CEOs befeuert wird.

In dem einen Monat, hat die Aktie fast 30%!! zugelegt und was da noch ein zulaufendes Dreieck im langfristigen Chart mit Monatskerzen war, ist nun zu einem veritablen Ausbruch geworden, wie er eindrucksvoller kaum sein kann:

Stada 06.06.16

Wir sehen daran wieder, dass es sich durchaus lohnen kann, den ersten Schub nach oben zu kaufen, wenn dieser auf einer Nachricht beruht, die die Lage nachhaltig verändert. Das war mit dem Einstieg des aktivistischen Investors der Fall und obwohl bei meinem Artikel am 03.05. schon einige Prozent verfrühstückt waren, lagen doch noch fast 30% vor uns.

Es lohnt sich also, Ausbrüche zu kaufen, wenn sie fundamental unterlegt sind. Eine Weisheit, die ich auch schon im Artikel -> Handelsstrategie Stärke kaufen <- thematisiert habe und die ich Ihnen mit Stada wieder nachdrücklich nahe bringen will.

Kurzfristig auf Basis von Tageskerzen konsolidierte Stada die letzten Tage seitwärts und sah dabei weiter stark aus. Trotzdem würde ich sagen, dass dieser Zug nun erst einmal abgefahren ist, wer ihn vor einem Monat verpasst hat, sollte bei aktuell 49€ nicht mehr zwanghaft hinterher rennen. Wer drin ist, zieht einfach Stops nach und geniesst dagegen.

Im US Markt, sprint mir heute die am Donnerstag in -> Murphys Beobachtungen <- erwähnte Lithium-Aktie SQM ins Auge, die nach diesem Chartbild für mich wenig überraschend heute mit 5% nach oben zieht:

SQM 06.06.16

Aber auch FMC sieht gut aus, mit dem Näherrücken der Produktion von Teslas "Superfactory" und Gerüchten, dass auch Volkswagen über eine eigene Batteriefabrik nachdenkt, ist Lithium - das sich eben vor allem an wenigen Stellen in Südamerika findet - nun "on Fire"!

FMC 06.06.16

Weitere Gewinne im Sektor sind keineswegs ausgeschlossen, das ist ein Sektor, der für einen sehr harschen "Schweinezyklus" gut ist, will heissen, bei Knappheitspreisen geht das noch viel, viel höher.

Aber nicht nur Lithium, der ganze Rohstoffsektor ist heute unter Dampf, schauen Sie zum Beispiel mal, was Mosaic (MOS) heute macht, eine Aktie, die wir ja auch auf dem Radar haben:

MOS 06.06.16

Es ist doch immer wieder schön, wenn Pläne aufgehen. 😀

Wo wir schon bei aufgehenden Plänen sind, auch die Idee Yandex (YNDX) aus den -> unbekannten Ideen <- entwickelt sich weiter positiv:

YNDX 06.06.16

Leider hat sich niemand von Ihnen hier mit Input gemeldet, dabei weiss ich doch, dass einige Russland-affine Mitglieder hier dabei sind, die auch kyrillisch lesen können. Schade, dass ich oft mit Ideen so ins Leere laufe, bei denen ich explizit um Input bitte.

Hier ist übrigens noch ein interessanter Artikel in Englisch zum Thema: -> An Amazon Wannabe rises on the Steppes <-.

Und unser "Kismet" hat gerade im Forum das ausgegraben: -> Facebook will sich mit Yandex verbünden <-. Die Idee "Yandex", scheint also einen ernsthaften Blick wert zu sein.

Aber heute kann mich auch dieses passiv, konsumierende Schweigen nicht frustrieren, heute habe ich mein DSL wieder und ganz viele Trades laufen wie im Bilderbuch. Was will man mehr?

Nur die gute Janet sollte in 30 Minuten nicht die Party verderben und deswegen richte ich meine Aufmerksamkeit nun auch dahin.

Bis Morgen, Ihr Hari

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BMW, Apple und Stada



Guten Morgen!

Zum Markt lässt sich wenig Neues sagen. Für den Ersten des Mai, war der Markt gestern sehr schwach. Heute besteht noch einmal die Chance, das zu ändern. Wenn der Markt aber auch heute nicht nach oben in Bewegung kommt - und danach sieht es leider aus, wenn man sich das vorbörsliche Geschehen betrachtet - muss man sich wohl erst einmal nach unten orientieren. Denn traditionell ist die erste Woche des Mai am stärksten und nach dem Ausverkauf letzte Woche, wäre ein Rebound eigentlich zwingend.

Wenn aber der Markt nicht macht was er sollte - hier und heute also steigen - wird es gefährlich, das wissen wir.

Bei EURUSD wird es nun auch kritisch, das Währungspaar bricht nach oben Richtung 1,20 aus:

EURUSD 03.05.16

Wenn sich das heute nicht ganz schnell dreht, bekommen wir mehrere Effekte:

Erstens einen schwitzenden Mario Draghi, der sein Pulver schossen hat und der Euro macht trotzdem das nicht Gewollte. Zweitens einen schwachen DAX, der unter dem Druck eines steigenden Euros nicht vom Fleck kommt. Drittens eine Fortsetzung der Rally bei Rohstoffen und Edelmetallen. Und viertens eine FED, die einer Zinserhöhung im Juni wieder näher treten wird, denn der fallende Dollar verschafft ihr dafür Raum.

Kommen wir zu einzelnen Unternehmen:

BMW hat -> durchwachsene Zahlen <- geliefert.

Eigentlich habe ich BMW ja immer für den Interessantesten der deutschen Autobauer gehalten. Erstens weil das Unternehmen als Einziges die Herausforderungen der Elektromobilität rechtzeitig erkannt hat, zweitens weil durch den Ankeraktionär Quandt, ein stabiles Management gesichert ist. Und zu guter Letzt, ist da immer die Chance auf eine Übernahme, denn BMW ist für viele ein hoch interessanter "Happen" - nur die Quandts müssen das halt auch wollen.

Diese positive Sicht verdüstert sich bei mir nun aber zunehmend. Einerseits sehe ich bei der Elektromobilität nicht genügend Fortschritt, um den teuer erkauften Vorsprung zu erhalten. Das hat maßgeblich mit der Fehlkonstruktion des i3 zu tun, die Energie und Kapital gebunden hat. Technisch sicher ein sehr interessantes und "gutes" Auto, das aber nach meiner Einschätzung für eine völlig falsche Zielgruppe gebaut wurde, die gar nicht zu BMW passt, weswegen sich das Fahrzeug auch nicht verkauft.

Der klassische BMW Käufer ist unter dem Motto "Freude am Fahren" zusammen gefasst und denkt eher an Leistung und Technik. Die klassische "Jute-Fraktion" mit ihrer Verzichtsethik, ist diesem Kunden ungefähr so fremd, wie einer Kuh das Hochamt. Genau für diese ökologisch motivierten Käufer, wurde der i3 aber scheinbar konzipiert und viel Aufwand in "natürliche Materialien" etc gesteckt, um als "Öko-Auto" daher kommen zu können. Die Kernklientel von BMW, schreckt aber genau das eher ab, das unelegante Aussen-Design sowieso.

Dummerweise gibt die "Jute-Fraktion" aber ganz generell nicht mehr als nötig für Autos aus, auch nicht für einen i3. Den stattlichen Aufpreis für einen i3, würde dagegen die technologisch interessierte "Freude-am-Fahren-Fraktion" ohne zu Zucken bezahlen, die von Tesla gezielt angesprochen wird und die man mit technologischen "Must-Haves", wie dem riesigen Bildschirm in der Mittelkonsole locken muss. So etwas hat einen "will ich haben" Effekt, der dem i3 völlig abgeht und da liegt nach meiner Einschätzung das Problem des i3 und von BMW.

In meinen Augen hat BMW mit dem i3 ein technologisch hoch interessantes Auto gebaut, für das BMW viel Lob verdient. Die Zielgruppen-Definition und das Marketing, wurde aber gnadenlos verbockt und das liegt nun schwer auf BMW und verhindert, dass man mit aller Macht weitere Produkte auf den Türöffner i3 aufbauen kann, wie das Tesla macht.

Und damit kommen wir zum zweiten und eigentlichen Problem. Der fehlenden Grösse und Kapitalkraft von BMW. Auf Basis der "alten" Motortechnologien, in denen BMW führend war, konnte das Unternehmen so gerade eben seine Autonomität sicher stellen. Denn Entwicklungsaufwendungen hielten sich im Rahmen, weil es letztlich nur um Verfeinerung alter, abgehangener Technologien ging.

Nun aber steht eine Zeitenwende bevor, die alles auf den Kopf stellen wird und BMW ist zu klein, um auch nur einen ernsthaften Fehler verdauen zu können. Ich weiss nicht, was in den Köpfen der Quandts vorgeht, befürchte aber, dass im Moment bei BMW die selbstbeharrenden Kräfte im Sinne "wir schaffen das schon" die Oberhand haben.

Was der neue Konzernchef Krüger mit -> Number One Next <- abgeliefert hat, überzeugt mich auf jeden Fall überhaupt nicht und hat alle Ingredienzien, um die obigen Befürchtungen zu bestätigen. Hier scheint ein Unternehmen ein Zeitfenster zu verpassen, das eine einmalige Chance bietet. Dafür muss man aber den Anspruch alles alleine zu können mal loslassen.

Das ist schade, denn wenn BMW sich jetzt mit jemandem wie Apple verbünden würde, könnten sie sich aktiv an die Spitze der Entwicklung setzen und die Zukunft des Unternehmens dauerhaft sichern. Wenn man aber zu lange versucht, autonom weiter zu machen, steigen die Risiken eines Fehlgriffs immens. Und erneut, BMW hat nicht genügend Kapitalkraft, um einen ernsthaften Fehlgriff aushalten zu können. Dann ist man sofort in einer Notlage, in der man dann auch übernommen wird, aber nicht als im positiven Sinne gestaltender Spieler, sondern als unterlegenes Objekt, mit dem stärkere Mächte machen, was sie wollen.

Insofern ist BMW für mich auf der Investment-Ebene kein Kauf mehr, weil ich keine überzeugende Strategie mehr sehe. "Wir schaffen das alleine", halte ich für verfehlt und voller Gefahr, in den Untergang zu führen. Wir haben hier sicher auch Mitglieder, die bei BMW sind, denen kann ich nur sagen: tut mir leid, das ist halt meine Meinung. Ich habe ja nicht die Weisheit zum Thema gefressen, insofern ist Hoffnung da. Wirkliche Sicherheit und relative Autonomität fände aber BMW wohl nur in einer aktiv gestalteten Verbindung mit Apple & Co.

Leider sind wie in allen Organisationen, die Beharrungskräfte die sich gegen Wandel wehren solange zu stark, wie es noch vergleichsweise gut geht. Und so verpasst man typischerweise den Punkt, an dem man aus eigener Kraft und voller Stärke, sich noch an die Spitze der Bewegung setzen könnte.

Bei Apple sind wir nun an einem Punkt, an dem die Aktie entweder so richtig einbricht oder, genau von hier zu einer Gegenbewegung startet. Letzteres erscheint mir wahrscheinlicher und Tim Cook hat gestern bei Jim Cramer in "Mad Money" versucht, Feuerunterstützung zu geben: -> Riesige Überreaktion <-

Ein Blick auf das Chart zeigt schnell, warum hier die Chancen für eine temporäre Wende hoch sind:

AAPL 03.05.16

Sollte sich das nicht realisieren, hat man eine nahe und eindeutige Begrenzung nach unten. Das grosse Gap nach den Zahlen, lauert auch noch darauf geschlossen zu werden.

Sie wissen, dass ich Stada immer für ein Unternehmen gehalten habe, das mehr Substanz besitzt, als es derzeit im Kurs scheint. Die Kursentwicklung seit Februar war positiv, eine noch bessere Entwicklung verhindert einfach, dass keine wirklich Entspannung im Verhältnis Russland/Europa zu sehen ist und das grosse Russland-Geschäft von Stada damit weiterhin mit einem Fragezeichen versehen ist.

Nun hat aber ein aktivistischer Investor wohl auch bei Stada verborgene Werte gesehen und dürfte nach seinem Einstieg nun Druck machen, diese zu heben: -> Stada gerät unter Druck <-.

Und in dieser Lage, sieht das langfristige Chart, das bis 2002 zurück reicht, bei Stada so aus:

Stada 02.05.16

In Summe erscheint Stada aus Investment-Sicht weiter attraktiv. Ob sich der Investor durchsetzt, kann einem Anleger dabei fast egal sein, Hauptsache die Börse preist auch wieder Chancen ein, dann sollte der Kurs weiter anziehen können.

So weit für heute früh. Schauen wir, was dieser Dienstag für uns "in Petto" hat und ob es doch wieder ein "Turnaround Tuesday" wird. Die initiale Eröffnung des DAX, weist eher in die Gegenrichtung, aber solange im DAX nicht eine Stunde rum ist, sollte man dem nicht wirklich trauen.

Ihr Hari

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Schwächezeichen



Kurz nach 11 Uhr MEZ bedarf es nur eines kurzen Blickes, um zu erkennen, welche Signale wir vom Markt erhalten. Denn das sind klare Schwächezeichen, die initiale Stärke wurde sofort wieder abverkauft und in ein Minus gewandelt.

So sieht das im DAX aus:

DAX 05.01.16

Ein DAX, der so eine Vorgabe trotz fallendem Euro nicht nutzen kann und sofort wieder wegknickt, ist klar kraftlos und damit gefährlich. Von weiteren Abgaben in den folgenden Tagen muss ausgegangen werden und das Bild einer sehr schwachen ersten Woche formt sich weiter.

Allerdings muss unbedingt noch die Wallstreet abgewartet werden, es wäre nicht das erste Mal, dass die Anleger im DAX am Vormittag noch das Leid des Vortages spielen und dann ab Nachmittag, die Wallstreet plötzlich eine ganz andere Richtung vorgibt.

Der "Turnaround Tuesday" Trade ist also noch keineswegs abgesagt. Das ist er erst, wenn gegen 17 Uhr MEZ nach über einer Stunde an der Wallstreet davon immer noch nichts zu sehen ist.

Schauen wir auf den deutschen Markt, sehen wir kleine Inseln von Stärke bei einigen Namen, die uns sehr bekannt sind und die wir in den letzten Wochen und Monaten hier positiv besprochen haben:

Im Plus sind aktuell immer noch: Stada, Indus, Rheinmetall, Wirecard, Medigene, OHB, Rio Tinto und auch die Deutsche Bank! Das sollte ein gewisses Grinsen im ganzen Trübsal bei uns hervor rufen, die intelligente Aktienselekion hat nach wie vor ihren Sinn. 😉

Wer also sich Aktien zurecht legen will, um trotz des schwachen Jahresstartes Geld in Bewegung zu setzen, tut gut daran, statt "irgendwas" zu nehmen, sich auf die Aktien zu konzentrieren, die an so Tagen wie heute auch Stärke zeigen.

Ansonsten gibt es einfach nicht viel zu sagen. Ich weiss, einige von Ihnen - gerade bei den Neumitgliedern - würden sich nun die grossen Prognosen wünschen und wir alle fänden es ja toll, eine Glaskugel zu besitzen. Das ist aber alles Schaumschlägerrei, die wird andernorts genügend geboten.

Wir sollten statt dessen froh und dankbar sein, dass wir klug genug waren, in dieses Jahr mit hohem Cash und defensiv hinein zu gehen. Und so warten wir wie der steinzeitliche Jäger nun ab, bis unsere Chance kommt und das Wild aus dem Dickicht tritt. Und dann - erst dann - schlagen wir zu!

Und wenn das nun ein paar Wochen dauert, dann dauert es eben! Es gibt keinen Grund für Hektik.

Ihr Hari

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Drei deutsche MidCap Chancen



Lassen wir mal die Frage beiseite, wie sich der DAX als Index verhalten wird, das hängt wie gesagt stark von den Entwicklungen an der Währungsfront ab.

Aber der DAX ist ja ebenso wie MDAX, SDAX und TecDAX, nur ein Mittelwert und einzelne Aktien können sehr wohl interessante Chancen in sich bergen, selbst wenn die Indizes nur seitwärts laufen.

Schauen wir also mal - ohne weitere Kommentierung - auf Chancen im deutschen MidCap Aktienuniversum, die wir hier schon auf dem Radar hatten und die sich uns nun in attraktiven Chartstrukturen zeigen:

(1) Stada (725180)

Schon hier erwähnt, aber auf mittel- und langfristiger Zeitebene immer noch eine attraktive Struktur, mit starken Abhängigkeit zur Entwicklung um Russland:

Stada 07.12.15

(2) Indus Holding (620010)

Recht stabile Reaktion auf die EZB, wird sofort wieder gekauft. Positives OBV und ein Lauf bis zum Widerstand bei 47,5 recht wahrscheinlich:

Indus 07.12.15

(3) MTU Aero Engines (A0D9PT)

Kann denn so ein Chart Sünde sein? Nein kann es eher nicht, Stärke gebiert Stärke und grosse Stärke hat MTU in den letzten Wochen gezeigt.

Kurzfristig ist es aber schwierig hier eine Tendenz auszumachen, weil der Test der Hochs einen Rücksetzer wahrscheinlich macht. Darüber hinaus aber, bläst der Aktie weiter der Wind in die Segel:

MTU 07.12.15

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Stada Update



Ich will noch einmal kurz Stada mit seinem grossen Russland-Geschäft in Erinnerung rufen. Vor einer knappen Woche habe ich das im Artikel -> Stada, Obama und Putin <- schon getan.

Damals hatte ich Sie auf die markante Wendeformation im Wochenchart aufmerksam gemacht. Nicht unerwartet, ging es dann aber erst einmal zum Luftholen runter, dieser Einbruch wurde nun aber schon wieder fast vollständig aufgeholt:

Stada 18.11.15

Die grosse Wendeformation hat damit Bestand und ist nur noch markanter geworden.

Was mich zu der heutigen Erinnerung veranlasst, ist die sichtbare Entwicklung um Syrien. Wie so oft ist es ein gemeinsamer Feind - hier die Zauselbärte des -> DAESH (IS) <- - der gegenseitige Konflikte überwinden oder zumindest hinten an stellen lässt. Und Putin steuert ja schon seit Monaten mit taktischem Geschick auf diese Annäherung zu, die plötzliche Ruhe der Seperatisten in der Ost-Ukraine, war schon frühzeitiger Indikator.

Das spricht sehr dafür, dass der Tiefpunkt der Beziehungen erst einmal hinter uns liegt und das macht Unternehmen nun besonders interessant, die durch die Sanktionen gegen Russland besonders getroffen wurden. Und Stada - dessen grösster Auslandsmarkt Russland ist - gehört ganz klar in die vordere Reihe dieser Liste.

Achten wir nun also darauf, ob die grosse Wendeformation bei Stada in Bewegung gerät.

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Stada, Obama und Putin



Der Generika-Konzern Stada (725180) ist auch so ein Turnaround-Kandidat, den ich als langfristiges Investment in zweierlei Hinsicht interessant finde.

Erstens ist nach den Einschlägen vom letzten Jahreswechsel das Risiko nach unten doch recht begrenzt gewesen. Denn auch wenn im Generika-Geschäft hoher Wettbewerbsdruck herrscht, haben die Produkte doch eine "Abnahme-Garantie" und eine Stada verdient ja auch unter dem Druck richtig gutes Geld.

Zweitens ist Stada aber auch eine recht charmante Art darauf zu wetten, dass sich die Lage zwischen Russland und Europa wieder bessert. In der Ost-Ukraine scheint auf jeden Fall nun eher Ruhe eingekehrt zu sein, nachdem Russland endlich den Separatisten dazu klare Ansage gemacht und eigene Truppen (die es natürlich nie gegeben hat ;)) wieder abgezogen hat. Insofern muss der Westen sich auch mal fragen, ob die Sanktionen nun bis Ultimo laufen sollen, wenn die Vorbedingung - die Einhaltung von Minsk - erfüllt ist.

Russland hat auf jeden Fall mit dem Einstieg in Syrien klar einen strategischen Pfad eingeschlagen, der die Lage zum Westen scheinbar normalisieren und in Richtung einer Partnerschaft auf Augenhöhe bewegen soll. Auch eine recht rationale Haltung zur Person Assad, spricht für diese Sicht.

Diese rationale Haltung muss der Westen dagegen erst einmal als Konsens finden. Denn klar muss Assad weg, mit ihm wird es kein befriedetes Syrien mehr geben. Kluge Strategen definieren aber vorher, was danach kommen soll. Und dann kann man auch über Assad reden.

Kurzfristig wird es aber wohl keine Aufhebung der Sanktionen geben, obwohl das Thema Krim objektiv erledigt ist und im Osten der Ukraine scheinbar auch nicht mehr so viel fehlt, um die Separatisten zwar als halbautonome Provinz, aber am Ende doch wieder unter das nationale Dach der Ukraine zu bringen.

Ich vermute halt, dass ein gutes Stück des Problems auch auf sehr persönlichen Animositäten zwischen Obama und Putin beruht, die Körperchemie der beiden spricht da eine deutliche Sprache.

Der "Beziehungsautist" Obama signalisiert ja deutlich, dass er auf Putin herabschaut und den für den "Lümmel von der letzten Bank" hält. Die Entsprechung dazu wäre übrigens der "Lackaffe aus der ersten Reihe". 😉

Und gerade ein körperlich kleiner Mann wie Putin, der sich im Leben immer hat hart durchsetzen müssen, reagiert auf diesen Mangel an Respekt typischerweise mit Aggressivität. Eigentlich eine ganz alte, sehr menschliche Geschichte, die es immer wieder und immer wieder gibt. Das Affenhirn mit seinen Reflexen, wirkt sich ja nicht nur beim Trading aus.

Erstaunlich und bezeichnend ist für mich nur, wie der sich offensichtlich selbst für sehr intelligent haltende Obama trotzdem unfähig ist, solche emotionalen Ablehnungsreflexe zum Wohle des Landes und der Welt im Griff zu halten. Denn die Sticheleien über die "Regionalmacht" und den "Lümmel", dienten natürlich dazu, Putin da zu treffen, wo man ihn im Stolz auch treffen kann.

Im Geschäftsleben würde man so ein Verhalten einer Führungskraft "unprofessionell" nennen und das gilt nach meiner Ansicht klar für Obama in dieser Sache. Manchmal hat man den Eindruck zwei 6-jährige auf dem Schulhof zu erleben. Das Thema will ich hier aber nicht weiter vertiefen, hier geht es um Stada, aber auf jeden Fall "menschelt" es zwischen den Beiden.

Das kann natürlich die gesamte Problematik nicht erklären, das wäre viel zu einfach, aber es ist recht eindeutig wichtiger Faktor im Geschehen.

Ich denke auf jeden Fall, dass mit Obamas Abschied eine Chance auf einen Neuanfang besteht. Bis dahin dauert es aber noch ein Jahr. Das starke Russland Geschäft von Stada, wird davon auf jeden Fall beeinflusst, die aktuelle Situation hat aber den Vorteil, dass es nach unten nicht mehr viel schlechter werden kann.

Schauen wir auf das Chart, sehen wir eine recht attraktive Wendeformation im langfristigen Bild:

Stada 12.11.15

Kurzfristig ist nicht zu sagen, ob Stada nun den Ausbruch schafft oder erst einmal zurück fällt. In Anbetracht der Tatsache, dass Obama noch ein Jahr am Ruder ist, ist hier wohl Geduld notwendig.

Aber langfristig sehe ich hier bei Stada immer noch ein interessantes Szenario. Und wenn diese Wendeformation triggert, sollte man das auch ernst nehmen.

PS:

Noch ein Nachtrag um 15 Uhr. Seit Mittag schmiert der Kurs von Stada dann ab und liegt heute aktuell bei 6% Minus. Die Zahlen waren aber objektiv zufriedenstellend und im Rahmen und eine neue Nachricht, die das rechtfertigt gibt es nicht.

Was hier passiert, ist nach meiner Ansicht wunderbares Anschauungsmaterial zur Gewalt der Markttechnik.

Die Aktie war kurz vor dem Ausbruch und konnte den nun nicht schaffen. Nachdem diese Erkenntnis in die Gehirne der Anleger sickerte, haben viele erst einmal Gewinne mitgenommen. Und damit den Kurs nach unten geschickt. Dann kommen noch gezogene Stops dazu und das Blutbad ist perfekt.

Mehr als temporäre Marktverwirrung, scheint das nicht zu sein. In der Nähe von 30€, halte ich die Aktie für langfristig interessant.

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