Hari Live Stream 07.09.20

Kurzstream ohne Wallstreet

Hallo zusammen an diesem "Labour Day", der ohne die Wallstreet stattfindet.

Normalerweise mache ich an so Tagen keinen Stream, was in Europa passiert ist dann in der Regel eher zäh und langweilig. Aufgrund der spannenden Ausgangslage mit der Entladung in der letzten Woche, will ich heute Nachmittag aber doch ein paar Worte verlieren. Es wird also ein verkürzter Stream, mit nur einer knappen Handvoll Kommentaren.

Beginnen wir wie immer mit den Futures, wobei die US Futures heute wenig mit den US zu tun haben, sondern vor allem das Geschehen in Asien und Europa spiegeln.

Was wir sehen ist, dass wir wie so oft an so Tagen nichts sehen. Die kleine Schwäche der Nacht wurde aufgeholt, der SPX ist um die Nulllinie und der NASDAQ etwas schwächer, keine Änderung der Lage also:

In Europa dagegen wird schon Party gefeiert, hier der DAX mit aktuell 1,6% Plus, der von der 50-Tage-Linie abgeprallt ist. Der hat aber auch etwas nachzuholen, weil die Wallstreet am Freitag ja erst im späten Handel den Rebound vollzogen hat. Gegenüber den späten Kursindikatoren von Freitag 22 Uhr ist der DAX also auch eher flach und nur mild positiv.

Wie ich im Wochenausblick und im Video erklärt habe, wäre so ein Bild sehr zu begrüssen. Einerseits US Märkte, die erst einmal ruhig konsolidieren und ein NASDAQ, der nicht sofort wieder hochschnappt. Und andererseits andere Länder und Sektoren, die die Fahne übernehmen und im Sinne Rotation die Indizes wieder treiben.

MTU Aero Engines (MTX) und Safran (SAF) ZH3

Bei den beiden großen Luftfahrt-Dienstleister MTU und Safran könnte langsam die Zeit kommen, diese wieder langfristig ins Auge zu nehmen.

Sicher wird die Delle lange dauern, ein schneller Rebound der zivilen Luftfahrt ist nicht wahrscheinlich. Aber die Fakten liegen lange auf dem Tisch und wurden in den Kursen verarbeitet.

Auf der anderen Seite würde eine erfolgreiche Impfung sicher für einen Boom genau der Sektoren sorgen und beide Firmen sind stark im Wartungsgeschäft und haben daher auch bei alten Flugzeugen gute Aufträge.

In beiden Fällen wäre es wohl verfehlt, von einem schnellen Rebound zu den Hochs auszugehen. Aber die aktuellen Kursniveaus könnten eine solide Basis darstellen:

Rückversicherer Müchener Rück (MUV2) und SwissRe (SREN) ZH3

Eine solide Basis haben recht sicher auch die großen Rückversicherer ausgebildet, ein -> aktuelles Update der MüRü <- und die positive Marktreaktion sprechen stark dafür.

Auch hier liegen die Covid-Fakten weitgehend auf dem Tisch, weswegen man Vertrauen in die gefundenen Niveaus haben kann. Die Münchener Rück ist etwas stärker und hat nun sogar die gleitenden Durchschnitte nach oben überwunden:

Halma (HLMA) und Hexagon (HEXA_B) ZH4

Wenn ich den Blick im Weekly auf zwei europäische Wachstums-Investments richte, die ich -> hier <- und -> hier <- schon mit eigenen Artikeln gewürdigt habe, dann sind beide Aktien weiter auf grün.

Halma hat auf hohem Niveau geordnet konsolidiert, was für eine Fortsetzung spricht. Und Hexagon ist seit März in einer beständigen Rally, die auch durch die aktuelle Schwäche der Wallstreet nicht gebremst wurde:

Kion (KGX) und Gea Group (G1A) ZH4

Positiv sehen im Chart auch die klassischen deutschen Maschinenbauer Kion und Gea aus. Gea konsolidiert gerade in einer Flagge und Kion muss nur noch den Deckel wegsprengen:

Volkswagen (VOW), Korporatismus, Diess und Musk ZH4

Und als letztes Beispiel in einem kleinen Ritt durch europäische Aktien, dreht Volkswagen nach oben und hat die gleitenden Durchschnitte hinter sich gelassen:

Vielleicht hat ja -> dieses kleine Video <- von Herbet Diess geholfen. 😉

Das ist ein schönes Beispiel, wie schnell sich die Dinge drehen können. Erinnern Sie sich noch wie ich im April 2013 in -> Tesla Motors – Eine Ohrfeige für Winterkorn, Piëch, Zetsche und Co. <- den selbstverliebten Herrn Winterkorn und seine Kollegen abwatschen musste? Meine Worte vor mehr als 7 Jahren waren im Nachhinein weit treffender als endlose Berge an Wust, die aus teuren Strategieabteilungen heraus kamen.

Oder erinnern sie sich an den bräsigen Herrn Müller, der sich wie seine Klatschhasen noch vor 3 Jahren bis auf die Knochen blamiert hat? Man kann das Video gar nicht oft genug zeigen, es gehört in Management-Seminare jedes Konzerns, der an der klassischen Verfettung und Arroganz der Etablierten leidet.

Und nun sind solche Bilder wie sie Herbert Diess zeigt plötzlich etwas was man sucht, um die eigenen Produkte wie hier den ID.3 aufzuladen. "Raketenmann" Musk ist darin gefahren, oha, so schlecht kann er dann ja nicht sein. 😛

Welche Wirkung das hat, sehen sie daran, dass Diess heute den folgenden Satz nachschieben musste:

Just to be clear: We just drove the ID.3 and had a chat - there is no deal/cooperation in the making

Sehen Sie die Zeitenwende, die ich vor 7 Jahren genau beschrieben habe? Und nun fragen Sie sich mal, warum ein Zetsche oder Winterkorn dicke Pensionen haben?

Aber wie auch immer, das Chart von Volkswagen ist nun auch nicht so schlecht, auch wenn -> Osterlohs Visionen <- zunächst eher feuchte Träume sein werden.

Denn auch der gehört zur Garde Winterkorn und gehört ausgetauscht, dass er "Betriebsrat" ist, macht ihn aber sakrosant. Das ist auch etwas, was mich an diesem -> Korporatismus <- Marke Volkswagen massiv stört. "Betriebsräte" machen auf Manager und dicke Lippe, haben via Niedersachsens Einfluss und die paritätische Mitbestimmung in deutschen Aufsichtsräten faktisch die Macht im Konzern, aber wenn es Probleme gibt, sind sie ja "nur" Betriebsräte und die Manager schuld. Ein Osterloh gehört mMn schon lange entlassen, auch weil er zentraler Strippenzieher des Systems war und ist - im Korporatismus verfestigen sich aber solche Machtstrukturen.

Auf jeden Fall scheint Osterloh noch nicht verstanden zu haben, dass das wirkliche Problem nicht mehr Karosserien sind, sondern Batterien und Software. Und in beiden Feldern hängt VW so weit hinterher, dass ein schneller Überholprozess eher eine süsse Phantasie von jemandem sein wird, der C++ bis vor Kurzem für einen Vitamin-Drink gehalten haben dürfte. Gerade im Bereich Software wird VW die Topleute kaum finden können die sie brauchen. Die stellen sich anderes vor, als im Kombinat in Abstimmrunden zu werkeln und haben auch berechtigte Gehaltsvorstellungen, die nicht in die Strukturen passen.

VW kann es immer noch schaffen, aber eine schnelle Rückkehr an die Spitze wird das nicht. Eher ein harter, langer Kampf.

Eurostoxx 50 und Abschluß ZH4

So liebe Mitglieder, das war der verkürzte Stream.

Ich habe ihnen verschiedene Charts von europäischen Aktien gezeigt, die eigentlich ganz konstruktiv aussehen. Das unterstreicht auch der Eurostoxx 50, der auch danach aussieht, als ob er bald diese Bewegung vollziehen will:

In Summe sieht Europa nicht so schlecht aus, hier sind durchaus Chancen zu verorten.

Was die Gesamtlage angeht, wird uns aber erst die echte Eröffnung der Wallstreet Morgen Nachmittag klare Indizien geben, wenn die Marktelefanten wieder ihre Milliarden in Bewegung setzen.

Das ist auch der Zeitpunkt, wann wir uns hier das nächste Mal lesen, bis zum Stream Morgen Nachmittag!

Ihr Hari

*** END OF STREAM ***

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Wallstreet Stream 17.05.18



15:20 MEZ

Ich bin vom aktuellen Marktgeschehen ja wahrlich nicht überrascht und trotzdem hat es etwas Nerviges für mich. Denn eigentlich sollte und müsste der Markt nun etwas mehr korrigieren, er hängt aber störrisch irgendwo zwischen Baum und Borke und will nicht runter.

Das haben wir zuletzt oft gesehen und auch der kleine Verfallstag am morgigen Freitag spielt dabei in meinen Augen eine Rolle, der Kursniveaus auf gewonnenen Niveaus "festtackert" im Sinne einer schwachen magnetischen Anziehung.

Eine etwas anderes Bild sich das vorzustellen, ist eine grosse, plane Fläche, die überall Senken hat, in die eine Kugel rollen kann. So wie wenn man die Gravitation in einem Modell sichtbar machen würde. Sobald die Kugel (der Kurs) in eine der Senken gerollt ist, tendiert sie dazu da zu bleiben und immer wieder zurückzurollen, weil eben eine kleine Steigung überwunden werden muss. Diese Steigung ist die Entsprechung der Interessen der Stillhalter, die den Index zur OpEx genau da enden lassen wollen und nirgendwo anders.

Es erfordert dann etwas Energie, zum Beispiel in Form eines starken Windes der durch neue, kursbewegende Nachrichten ausgelöst wird, um die Kugel aus dieser Senke (magnetische Anziehung bzw Gravitation) heraus über die Steigung zu bringen. Wenn das aber passiert, rollt die Kugel wieder schnell und wild auf der ebenen Fläche herum, bis sie schon bald wieder eine neue Senke gefunden hat, in der das Momentum erlahmt. Dort bleibt sie dann wieder liegen und harrt der OpEx.

So ungefähr kann man sich als annäherndes Bild den Effekt der OpEx auf die Kurse vorstellen, und das je stärker, je näher diese rückt. Entweder verharren die Kurse also in schon gefundenen "Kurs-Senken" oder setzen sich markant in Bewegung, um eine neue Ruheposition zu finden.

Genau das deckt sich auch mit dem Kursgezacker, das wir bisher erlebt haben, gerade im DAX. Der Wind der Veränderung war in den letzten Tagen einfach nicht stark genug, die Kurskugel aus ihrer gefundenen Senke um 13.000 heraus zu bringen.

Aber diese Effekt ist ja nicht der Einzíge der wirkt und wird überlagert, gerade scheint der DAX so, als ob er nach oben ausbrechen würde und wenn diese Bewegung nicht schnell begrenzt wird, werden die Anpassungen der Marktteilnehmer direkt vor der Opex diesen dann eher verstärken und damit volatiler machen.

Genau deshalb besteht aber eine gute Wahrscheinlichkeit, dass sich die nun leicht unterdrückte Bewegung dann Anfang nächster Woche doch Bahn bricht und das ist vielleicht dann eine Fortsetzung der Korrektur/Konsolidierung, bevor es danach weiter hoch gehen kann. So habe ich das ja heute in -> Pfingstliche Spekulatius <- mit dieser Projektion versinnbildlicht:

15:32 MEZ

Schauen Sie, das ist genau was ich oben meine. Der SP500 bewegt sich kaum und der DAX bricht plötzlich mit Wucht aus.

Da ist die Kugel nun aus ihrer Senke durch irgend einen Anstoss in Bewegung geraten und jetzt rollt sie umher und muss eine neue Senke finden oder zurückrollen. Kurz vor der OpEx verursachen solche harten Bewegungen aus gefundenen "Ruhepositionen" heraus immer einigen Stress und entsprechende Anpassungen:

15:40 MEZ

Aus der potentielle Wende bei Öl vorgestern ist nichts geworden, heute wurden die 80 USD geknackt. Damit kann ich aber das gleiche Chart um 2 Tage verschoben erneut zeichnen.

Denn die aktuelle Steigung ist nicht dauerhaft durchhaltbar, die Frage ist nur wann dieses Retracement auf die Trendlinie einsetzt oder ob Öl nun so stark steigt, dass eine massive Parabola dann ganz zusammen brechen kann und in den vollen Strömungsabriss übergehen:

15:55 MEZ

Ein klein wenig biestige Polemik muss auch mal sein: -> Ein Mann, ein Deal <-

Kaeser und Baumann, meine beiden DAX-CEO-"Lieblinge" aus ganz unterschiedlichen Gründen, fehlt nur noch Zetsche. 😉

Wunderbar die Zeile zu Joe Kaeser - amtlich übrigens Josef Käser, -> das klang ihm aber wohl zu provinziell <-:

„Joe Kaeser – das klingt doch gleich ein wenig besonders und irgendwie erfolgreicher“, sagt Gabriele Rodriguez vom Namenskundlichen Zentrum der Uni Leipzig.

Und nun der erste Satz zu ihm aus obigem Manager-Magazin Artikel:

Sie­mens-Chef Joe Ka­e­ser (60) sagt [beim Treffen mit Trump], dass er we­gen der Steu­er­re­form die neue Gas­tur­bi­nenge­ne­ra­ti­on in den USA bau­en wer­de. Das ist zwar Un­sinn, gibt aber den Ton vor.

Genau das mag ich an ihm so. Der Mann in einem Satz - Kaeser redet Käse - wunderbar! 😛

16:30 MEZ

Bei Continental werde ich das Gefühl einfach nicht los, dass das wie eingezeichnet eine langsame Wendeformation ist und früher oder später nach oben raus geht. Aber vielleicht habe ich auch nur einen Bias, weil ich die Aktie eigentlich mag:

16:42 MEZ

Albemarle (ALB) - ein der drei großen Lithium-Aktien neben SQM und FMC - generiert vielleicht gerade eine Wende:

16:45 MEZ

Man traut es sich ja kaum zu sagen, aber General Electric (GE) hat den Daumen nun am Trigger und ist über 15 USD. Wie ein Haus das man sich vorstellt und dann Stein auf Stein entsteht, haben wir uns diese iSKS vorgestellt und sie ist langsam entstanden. 😉

Nun fehlt der Trigger. Ich gehe davon aus, dass genau hier es jetzt noch ein Retracement gibt und dann wäre die Aktie wirklich reif. Kommt das Retracement nicht und es geht sofort mit Volumen nach oben weg, darf man das als klares Statement des Marktes werten, das der bereit ist die Zweifel hinter sich zu lassen. "Let the past die" - sagte ich an anderer Stelle heute schon.

17:20 MEZ

2,7% ist das Minus bei Cisco (CSCO) jetzt. Das passt, damit habe ich keine Fragezeichen, das ist eine angemessene, milde "Sell the News" Reaktion, weil das letzte Sahnehäubchen in den Zahlen fehlte. Ansonsten hat sich rein gar nichts an Story und Trend geändert:

17:28 MEZ

Paypal (PYPL) - ich finde nicht, dass das unbedingt bärisch aussieht:

17:32 MEZ

Vivint Solar (VSLR) ist klein, volatil und giftig in seinen Kursbewegungen - insofern sollte man da nicht zu viel riskieren.

Aber rein technisch gesehen, ist eine solche Konsolidierung unter stark fallendem Volumen nach markantem Volumenschub kaufbar:

17:40 MEZ

Gestern habe ich ja durch eine Unterbrechung verabsäumt darüber zu schreiben, das sei heute nachgeholt. Wir haben eine sehr schöne Ausbruchsbewegung im Solar Sektor ETF TAN, die dieses Mal nicht primär von den US Unternehmen, sondern markant von den Chinesen getragen wird:

Ich kann nur darüber spekulieren, ob der Auslöser mehr mit Entwicklungen bei der Zoll-Thematik oder -> hier mit Kalifornien <- zu tun hat, es ist letztlich auch egal.

Wichtig ist der saubere Ausbruch und wenn man das im ganz großen Bild betrachtet, bekommt man sowieso "Sabber". Wobei ich davor warne, solche alten Kurse mit anderer Agenda als Referenz zu nehmen. Was nützt der Telekom heute ihr 2000er Kurs von fast 100? Hmmm?

Insofern ist der TAN nicht deshalb "billig", weil er mal bei 90 war. Aber zumindest zeigt der Vergleich doch, dass das aktuelle Niveau keineswegs nach oben der Deckel sein muss. Und natürlich hilft der hohe Ölpreis, die Frage ist halt, wie lange er da bleibt.

17:55 MEZ

Lesenswerter Artikel von Starbatty bei Tichy zur Euro-Thematik und wie da Entscheidungen zustande gekommen sind:

-> Schäubles Doppelrolle in der Währungsunion <-

-> Prof. Starbatty <- ist einer der namhaftesten Euro-Kritiker und ich bin inhaltlich mit ihm in Sachen Euro weitgehend einer Meinung.

Starbatty gehörte zu den Gründungsmitgliedern der AfD, als die noch eine ökonomisch orientierter Professorenpartei (Lucke) war. Er ist dann 2015 mit Lucke ausgetreten, als dieser Petry unterlag.

18:15 MEZ

So, ich schließe für heute.

Der DAX macht das, was ich ganz oben beschrieben habe und wofür er berüchtigt ist. Ganz lange zappel, zappel, zappel und dann ohne zwingenden Auslöser die schnelle, harte Bewegung.

Ich habe im Chart zur Verdeutlichung nochmal die tagelange "Zappelzone" um 13.000 eingezeichnet. Da dürften heute einige hektisch geworden sein, die von 13.000 als Deckel ausgegangen sind:

Das ist genau das oben skizzierte Bild. Der DAX liegt in der 13.000er "Senke" und wird immer wieder zurückgezogen. Irgendwann ist der Wind aber stark genug, die Kugel aus der Senke heraus zu drücken und dann kommt gleich eine starke, direktionale Bewegung.

So weit für heute. Es sei daran erinnert, dass Morgen mein letzter Arbeitstag vor den 2-wöchigen Pfingstferien ist.

Einen schönen Abend!

Ihr Hari

*** END OF STREAM ***

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Respekt statt Sympathie



Zögernd, so kann man den Markt an diesem Montag Nachmittag beschreiben. Er ist sich der Bedeutung der Entscheidungen sehr wohl bewusst, wunderbar zu sehen am Hin- und Her von EURUSD:

Wird sich das noch vor der FED entscheiden? Kann sein, ist aber nicht sicher. Nach der FED am Mittwoch ist es aber ziemlich sicher, denn dann liegen die Aussagen aller beteiligten Notenbanken auf dem Tisch und der Markt hat eine klare Grundlage um eine Richtung einzuschlagen.

Ganz ähnlich auch im DAX, der mäandriert um 12.200. Nicht besonders hilfreich waren dabei auch die -> aktuellen Einkaufsmanagerindizes der Eurozone <-, die von echtem Boom immer noch entfernt sind. Erstaunlich, dass sich der Euro trotzdem so stabil oberhalb 1,15 hält.

Die Autobauer bleiben auf jeden Fall klar um 2-4% im Minus, Daimler ist klar am Schwächsten. Bei Daimler gibt es eben diverse Baustellen, auch ohne die Diesel-Probleme und Kartell-Vorwürfe. Türkei, China, überall könnte es zu brennen beginnen.

Ich muss gestehen, ich sehe das mit einer gewissen Genugtuung, denn der "nette Herr Zetsche" gehört zu dem Typus Manager, den ich persönlich eher nicht leiden kann. Zuverlässig kann man das daran erkennen, dass Zetsche überall beliebt zu sein scheint und sich intensiv darum bemüht, nirgendwo Kanten und Schärfen zu zeigen. Das ist eine Fähigkeit, die erfolgreichen Politikern mit biegsamen Rückgrat gemein ist.

Erfolgreiche Unternehmensführer dagegen, können gar nicht überall beliebt sein, denn ein Unternehmen zu führen, heisst auch immer harte Entscheidungen zu treffen, statt ihnen auszuweichen. Die guten Unternehmensführer mit Weitblick, treffen diese Entscheidungen auch zu einem Zeitpunkt, an dem es die Mehrheit eben noch nicht sieht oder wahrhaben will und daraus resultiert zwangsläufig Reibung. Wer dagegen immer erst dann entscheidet, wenn es beim letzten Betriebsrat auch Konsens geworden ist, ist in der Wirtschaftswelt zwangsläufig hinten dran.

Das kann eine ganze Zeit lang gut gehen, so wie auch eine reaktive, passive Politik lange gut gehen kann und eine gesellschaftliche Stabilität vortäuschen kann. Merkel exerziert diese Fähigkeit ja geradezu idealtypisch vor. Aber bei Unternehmen führt dieser Typus des zu konsensorientierten Managers langfristig immer in Probleme.

Ich kann es auch anders formulieren. Einen herausragenden Unternehmensführer erkennt man daran, dass er bei Freund wie Feind *respektiert* wird.

Er hat aber Feinde und keine sozialistischen Zustimmungswerte, denn wo gehobelt wird fallen Späne und wo entschieden wird, gibt es zwangsläufig Verlierer und Kontroversen.

Überall respektiert werden und überall gemocht werden, ist aber ein himmelweiter Unterschied. Letzteres ist das typische Ziel von Politikern, es sollte aber nicht das Ziel von Unternehmenschefs sein, die ihr Geld wert sind.

Nun hat sich Daimler in den letzten Jahren ja ganz gut entwickelt, die spannende Frage ist, ob das an der eckenlosen Gallionsfigur oder an den Leuten dahinter liegt. Da sind nämlich einige dabei, die ohne Frage "Zähne" und Gestaltungskraft haben. Nun kann man das ja auch Zetsche positiv zurechnen, immerhin hat er diese Leute ja geholt und insofern ist das sein Verdienst. Die Frage ist aber erlaubt, wofür er dann gebraucht wird - ausser natürlich Politiker aller Parteien und die Medien mit Sätzen glücklich zu machen, zu denen jeder anstrengungslos nicken kann. 😉

Aber lassen wir das, meine Sicht auf Führungsfähigkeiten ist sicher nicht unbedingt mehrheitsfähig. Die Mehrheit findet es ja toll, wenn man nichts sieht und hört und nimmt dann frei nach dem Motto "Im Kreml brennt noch Licht" immer gerne an, dass da permanent und geräuschlos zum Wohle der Allgemeinheit schwere Entscheidungen gewälzt werden. Wäre es anders, würden von den Bürgern ja andere Politiker gewählt und geliebt, die eckenlosen "Landesväter" und "Landesmuttis" sind aber die zuverlässige Methode das Herz des Volkes zu gewinnen. Bloss nur keine Ecken zeigen und immer gewichtig aus der Wäsche schauen, als ob man die Last der Erde tragen würde - so einfach ist das politisch geliebt zu werden. 😉

Meine Lebenserfahrung ist halt eine andere. Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Wo entschieden wird, da gibt es Reibung und Verlierer. Wo gestaltet wird, da gibt es die Risiken des Scheiterns. Wo man aber nichts hört und sich alle immer lieb haben, ist bei mir die Annahme naheliegend: da passiert nichts von alledem, da wird Führung nur vorgetäuscht und der einfachste Pfad beschritten. Und das leider fast immer auf Kosten der Zukunft. Amen 🙂

Schauen wir doch mal, was an Zahlen schon gelaufen ist.

Arconic (ARNC), das Unternehmen dem der Hedgefonds von Paul Singer Beine gemacht und wo Klaus Kleinfeld geschasst wurde, liefert Zahlen -> leicht oberhalb der Erwartungen <- was nicht ganz untypisch zu einer leichten Sell-the-News Reaktion führt:

In dem Chart sehe ich derzeit wenig, was mich in die eine oder andere Richtung zur sofortigen Handlung animieren würde.

Eine negative Überraschung generiert Reckitt Benckiser mit einer Begründung, die man selten liest: -> einem Cyberangriff! <-. Auch der Ausblick ist deswegen verhalten und die Aktie schmiert heute mehr als 3% ab.

Das ist schade, denn damit wird ein bis gestern noch sehr feines Long-Setup in Frage gestellt. Zur Erinnerung, ich hatte ihnen Reckitt Benckiser am 16.05. in -> Eurostärke <- genau zum Zeitpunkt des Ausbruchs aus der grossen Wendeformation gezeigt. Und letzten Mittwoch hatte ich Ihnen in -> Wir warten auf BoJ und EZB <- den bisherigen, perfekten Verlauf gezeigt, der nach dem 16.05. erst einen klaren Ausbruch, dann eine Flagge und dann wieder einen Ausbruch generierte.

Hier ist das Chart von Mittwoch:

Tja und dann kommt heute diese Nachricht und erwischt den Markt auf dem falschen Fuss und könnte diese Struktur zerstören:

Tja, das gibt es, das ist das Restrisiko das man am Markt immer hat. Das Risiko das jeden Moment eine Nachricht um die Ecke kommt, mit der man nicht rechnet. Das Setup ist noch nicht zerstört, aber es klebt nun ein Fragezeichen daran. Das über diese Phase hinaus Reckitt Benckiser ein "gutes" Unternehmen der Kategorie "Investment Grade" ist, daran gibt es keinen Zweifel.

Bärenstark ist heute der Bankensektor Europas querbeet, möglicherweise hat das mit -> Hoffnungen für Italiens Banken <- zu tun.

Bei UBS könnte sich damit eine interessante mittelfristige Struktur anbahnen. Was gar nicht gefällt und zur Vorsicht gemahnt, ist aber das OBV:

Und wer ist am US Markt wieder stark unterwegs? Na wer wohl, Tesla (TSLA):

Bisher war das für mich eine offene Rebound-Struktur, die durchaus einen zweiten Lauf zu den Tiefs zulassen würde. Die heutige Kerze kann man aber auch als Ausbruch aus einem Dreieck wie im Chart interpretieren. Ein Rückfall zu den Tiefs ist immer noch drin, heute aber wohl unwahrscheinlicher geworden.

So weit an diesem Montag, dem vergleichsweise noch "ruhigsten" Tag dieser mit Quartalszahlen prall gefüllten Woche.

Zum Abschluss noch ein Hinweis: Der Morgenbericht am morgigen Dienstag kommt etwas später erst gegen 10-11Uhr, weil ich am frühen Morgen einen Termin in der Schule habe und meinen Tages-Rhythmus daher erst eine gute Stunde später beginne als üblich.

Bis Morgen!

Ihr Hari

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Tesla Motors – Eine Ohrfeige für Winterkorn, Piëch, Zetsche und Co.

Treue Leser dieses Blogs erinnern sich sicher an meinen Artikel zu Tesla Motors von Februar 2012, mit dem Titel
-> Tesla Motors - die Zukunft des Automobils <-

Schon damals habe ich die provokante Frage gestellt, Zitat: "ob nicht die etablierten Konzerne bewusst die Entwicklung hemmen, weil sie Angst um Ihre gewaltigen Margen im Premium-Segment haben".

Nun ist im letzten Jahr viel passiert. Tesla hat den entscheidenden Sprung hin zur Serienproduktion geschafft. Die Autos verlassen nun die eigenen Bänder und die Produktion ist schon auf absehbare Zeit ausverkauft. Die Marke wächst in ihrer Strahlkraft und Elon Musk, als der ausgewöhnliche Mann der nicht nur Tesla nach vorne schiebt, sondern mit Space-X "nebenher" mal eben als erstes privates Raumfahrtunternehmen die ISS versorgt, trägt natürlich zur Strahlkraft bei.

Gleichzeitig begann die deutsche Autoindustrie in den letzten Monaten, das Thema der Elektromobilität klein zu reden. Elektroautos werden als nicht ausgereift dargestellt und in die Ecke kleiner unattraktiver "Nuckelpinnen" für den Stadtverkehr geschoben. Ich nehme dabei Norbert Reithofer ausdrücklich aus und sein Name taucht daher auch nicht im Titel auf. Denn BMW ist ausdrücklich die löbliche Ausnahme, die sich mit Innovation und unternehmerischen Risiken aktiv um den Einstieg in diese neue Welt bemüht.

Das Daimler unter Zetsche sich weiter verzettelt und selbst noch mit der Brennstoffzelle zugange ist, ist nicht sehr überraschend. So wird auf jeden Fall kein produktiver Fortschritt erreicht. Da muss wohl erst ein Führungswechsel her, bevor Daimler endlich wieder in die Spur findet.

Ein Trauerspiel finde ich persönlich aber die Aufstellung des VW Konzerns. Es gibt dort wahrlich genügend Marken mit benzingetriebenen PS Kolossen, dass man eine zum innovativen Flagschiff machen und auch mal etwas riskieren könnte. Ob Bentley, Bugatti, Lamborghini oder Porsche ist letztlich egal. Auch wenn die Blechkarosse anders aussieht, ist unter jeder Marke doch letztlich die gleiche, abgehangene Motor und Antriebs-Technik - nur teilweise zur Dinosaurier-Grösse aufgeblasen. Wirkliche Innovation wird dagegen schmerzlich vermisst und durch technischen Firlefanz ersetzt. Zumindest erlebe ich persönlich das aktuelle Angebot so.

Wirkliche Innovation wird aber vielleicht nicht gewollt, anders kann ich persönlich die derzeitige gefühlte Tatenlosigkeit von Winterkorn und Piëch zum Thema nicht werten. Denn an Marken und Kapital für einen innovativen Ausflug mangelt es im VW Konzern nun wahrlich nicht. Man muss sich ja auch klarmachen, dass diese neue Welt die Kernkompetenzen deutscher Autobauer massiv bedroht. Denn deren Kernkompetenz liegt gerade in der komplexen Technologie rund um Otto- und Diesel-Motor. All das wäre aber mit einem rein elektrischen Antriebsstrang mit einem Schlag weg und irrelevant. Hundert Jahre altes Wissen würde in kurzer Zeit zu altem, rostigen Plunder, über den die Geschichte hinweg gegangen ist.

Insofern macht es rein wirtschaftlich jede Menge Sinn, das Thema Elektroantrieb klein zu reden und möglichst lange noch die Margen der Sprit-Dinosaurier mitzunehmen. Und insofern kann ich die Bremsversuche der deutschen Autoindustrie gut verstehen.

Nur darf man dabei nicht den Fehler machen, anderen die im Premium-Bereich frei werdende Nische für innovative Fahrzeuge zu überlassen. Und man darf nicht glauben, dass man den Lauf der Geschichte aufhalten kann. Zu offensichtlich sind die systembedingten Vorteile eines rein elektrischen Antriebsstrangs. Denken Sie alleine an die Spritkosten für 100km versus die Stromkosten. Und das man den Platz unter der Fronthaube bei einem Elektroantrieb ganz erstaunlichen Verwendungen zuführen kann, hat ja dieser Test des Tesla Model S des österreichischen -> ÖAMTC <- eindrucksvoll bewiesen. 😉 Nein, man muss die Zeit die man mit Bremsversuchen geschenkt bekommt unbedingt nutzen, um selber an der Spitze der Technologie dabei zu sein.

Nun waren das aber bis vor kurzem in Deutschland alles abstrakte Überlegungen und insofern hatte die Autoindustrie mit ihren Bremsmanövern leichtes Spiel. Wer hatte auch schon von Tesla gehört und selbst wenn Elon Musk ohne jede Frage eine der herausragendsten unternehmerischen Persönlichkeiten der Gegenwart ist, wer kannte den schon, ausserhalb einer kleinen, eingeweihten Gemeinde ?

Das ändert sich aber gerade. Tesla Motors kommt nach Europa und auch diese Produktion ist schon wieder ausverkauft. Den Test des ÖAMTC habe ich oben schon verlinkt. Noch wirksamer dürfte aber der Langstreckentest sein, den nun Redakteure des angesehenen Manager-Magazins gemacht haben. Das für Winterkorn & Co. eher peinliche Fazit lautet:
"Dieses Auto ist zu gut für Deutschland ! "Lesen Sie unbedingt nun selbst:

-> Tesla Model S Fazit I: Dieses Auto ist zu gut für Deutschland ! <-
-> Tesla Model S Fazit II. Anti Verzichtsmobil mit kleinen Makeln <-

Glauben Sie jetzt noch die ganzen Geschichten, dass Elektroautos noch nicht reif seien und bestenfalls als unattraktiver Kurzstreckenwagen durch die Städte schaukeln können ? Fühlen Sie sich nun nicht auch etwas veräppelt ?

Und bitte bedenken Sie, dass das Manager Magazin bei den Entscheidern der deutschen Industrie eine sehr hohe Reichweite hat. Denn während die deutsche Autoindustrie versucht Elektroautos in die Verzichtsecke unattraktiver "Nuckelpinnen" zu stellen, erwächst hier am oberen Ende des Marktes grosse Gefahr.

Wir haben hier mit Tesla eine echte Marke, die in Kalifornien schon von nahezu jedem begehrt wird, der Rang und Namen hat. Verbunden mit dem charismatischen Elon Musk an der Spitze, hat diese Marke all die Inkredenzien, die auch Apple unter Steve Jobs auszeichnete.

Und das verfehlt schon jetzt nicht seine Wirkung. Ich war in diesen Fragen schon immer gerne bei der Avantgarde dabei, bin seit über 20 Jahren - dank eines genialen Ingenieurs namens Ferdi Piëch - treuer Audi Kunde und habe noch genau in Erinnerung, mit welchen grossen Augen mein nach Mercedes und BMW süchtiges Management schaute, als der Chef damals mit einem neuen Audi auf den Hof fuhr. Einem "Wackeldackel-Audi". Igitt ! Ein paar Jahre später war allen klar, dass Audi damals eher die Avantgarde der Marken war und der Wackeldackel wurde an die Mercedes Fahrer weiter gegeben.

So funktioniert das halt mit Marken, bevor sie die breite Masse erreichen, werden sie vom Image der Wenigen aufgeladen. Denken Sie erneut an Apple und warum es jahrelang ein "must have" war, so ein weisses Ding mit sich herum zu schleppen.

Und heute ? Heute ärgert mich Audi - wie andere deutsche Marken auch - mit lächerlichen, 50 km weit reichenden Hybriden und überteuertem technischen Firlefanz, der zwar ganz nett ist, aber auch nicht wirklich nötig, um mit Spass Auto zu fahren. Und wenn ich mir anhören muss, dass Elektroautos noch nicht reif wären, komme ich mir veräppelt vor.

Um es den Herren bei Audi, Volkswagen und Daimler mal ins Stammbuch zu schreiben: Ich habe auf diese spritfressenden Karossen keine Lust mehr, ich will nun einen Tesla haben - oder ein Auto deutscher Prägung mit gleichem Leistungsvermögen. Und wieder steht die Zeitenwende an und Chefs und Prominente werden als Erste mit Teslas auf den Hof fahren. Und die Hälse werden sich drehen. Und die Benzin-Dinosaurier dagegen unglaublich alt aussehen.

Das ist die Zeitenwende im Automobilbau, die nun nur noch Jahre entfernt ist. Und wen könnte ich besser als Testimonial dafür aufrufen, als die Schwarmintelligenz von Mr. Market. Schauen Sie mit mir auf das Tageschart von Tesla Motors (WKN: A1CX3T) seit Mitte 2012:

Tesla 29.04.13

Mr. Market hat sein Urteil gesprochen. Tesla hat seine kritische Phase mit dem Anlauf der eigenen Produktion überwunden. Aus Tesla Motors ist nun ein echter Automobilhersteller und eine vollwertige Marke geworden. Das rechtfertigt eine komplette Neubewertung des Titels.

Und natürlich, nach diesem parabolischen Anstieg steht nun auch früher oder später mal wieder eine Korrektur an. Aber diese könnte eher Kaufgelegenheit sein. Denn wenn die deutschen Premiummarken Tesla weiter so eine offene Flanke bieten, bei den "Early Adaptors" wie mir abzuräumen, dann wird die Aktie noch in weit höhere Regionen steigen.

Mir ist bewusst, dass ich mit diesem Artikel am wohlig, selbstgefälligen Gefühl rüttele, die deutsche Autoindustrie sei unangreifbar. Und das man meine Worte daher nicht gerne lesen wird. Aber Hochmut kommt vor dem Fall. Und die Dinosaurier sind dann ausgestorben, als sie oberflächlich betrachtet am grössten und mächtigsten waren. Und natürlich sind die Batterien noch nicht so billig, dass man damit wirklich im Massenmarkt bei Autos für 20.000€ erfolgreich sein kann. Dieses Argument ist geschenkt.

Aber Marken - die dann später auch die Masse will - werden immer bei den Early-Adaptors geschaffen. Und sinkende Preise für die Batterie-Technologie sind nur eine Frage der Zeit, sobald ein Hersteller mal wirklich in Serie produziert und steigende Stückzahlen erzeugt. Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche, dass man in absehbarer Zeit auch Autos wie einen Tesla in Preisregionen von 30.000 und 40.000€ bauen kann. Es weiss nur keiner, wie viele Jahre das noch dauert. Je schneller Tesla aber Erfolg hat und die Stückzahlen steigen, desto kürzer wird dieser Zeitraum.

Die entscheidende Schlacht wer für innovative Autos steht, wird aber gerade geschlagen. Hier in der Gegenwart, einer Gegenwart in der es für die deutschen Autobauer vermeintlich so rosig aussieht. Und mit Ausnahme von BWM träumen die deutschen Hersteller zum Thema vor sich hin. In Anbetracht der extremen Bedeutung, die die Wertschöpfungsketten der Autoindustrie für Deutschland als Industrienation haben, muss man in Richtung von Winterkorn, Zetsche und Co. einfach rufen:

Hört auf zu bremsen und wacht endlich auf ! Ich will keinen Sprit-Fresser mehr !

Und wenn bis dahin nicht endlich hier im Lande was passiert, dann wird wohl eher das kommende -> Tesla Model X <- mein nächstes Familienauto. Und Audi hat einen treuen Kunden verloren, der durch Ferdi Piëch vor langer Zeit zur Marke kam.

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