Silvester Chart ohne Worte – 31.12.12

Zum Abschluss des Jahres an Silvester ein kleines Rätsel. Hier sehen Sie ein wie ich finde aus Trading-Gesichtspunkten sehr interessantes Stunden-Chart:

Apple 31.12.12

Wissen Sie schon was ist es ist ? Es ist die teuerste Aktie der Welt mit der Frucht als Logo, die am heutigen Silvester - trotz Fiscal Cliff Fragezeichen - kurz vor 19 Uhr über 3% im Plus steht !

Das Chart ist wohl selbsterklärend und derartige Stärke am Letzten des alten Jahres ist auch auffällig. Wie übrigens heute auch im bisher so verprügelten Edelmetallsektor !

2013 steht vor der Tür, das sieht fast so aus, als wollte jemand noch den richtigen Einstieg ins neue Jahr finden. 🙂

Ich wünsche Ihnen eine guten Rutsch !

Ihr Hari

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In eigener Sache: Suchen auf Mr-Market.de und Top-User

Liebe Mr-Market Community,

die mittlerweile über 3000 Kommentare dieses Blogs stecken voller Wissen und Hintergrundinformationen. Leider sind die normalen WordPress-Suchfunktionen sehr rudimentär und schliessen die Suche in Kommentaren nicht ein.

Ich habe deshalb zwei Änderungen vorgenommen:

1) Suche in Kommentaren und nach Usernamen

Sie finden nun rechts eine neue Suchfunktion, die auch in den Kommentaren nach dem Schlüsselwort sucht ! Diese erlaubt auch, gezielt nach Usernamen zu suchen !

Leider ist die Anzeige nicht so, dass man direkt zum Kommentar verwiesen wird. Aber wenigstens listet die Funktion jetzt alle Artikel auf, in denen das Schlüsselwort später (im Artikel oder in den Kommentaren) verwendet wurde. So wären Sie zum Beispiel auch in der Lage, alle Artikel aufzulisten, in denen Sie mal einen Kommentar geschrieben haben.

2) Besondere Funktionalität für Top-User

Alle registrierten Leser mit mindestens 100 Punkten (siehe rechts unten die Liste der Top-User) habe ich auf den Status "Mitarbeiter" hochgestuft und werde das auch in Zukunft weiter so halten. Das bedeutet, dass Sie Artikel (ohne externe Grafiken) direkt im System schreiben und mir zur Revision vorlegen können. Es bedeutet aber vor allem, dass Sie im WordPress-System Zugriff auf die Kommentarsektion haben (siehe die Sprechblase die nun oben auftaucht) und damit direkt nach Kommentaren suchen können. Im Gegensatz zur allgemeinen Lösung unter 1) werden Sie so direkt auf den richtigen Kommentar verwiesen !

Ich wünsche viel Spass mit den neuen Möglichkeiten. Weitere Erweiterungen folgen in der nahen Zukunft.

Ihr Hari

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Warum 2012 ein leichtes und schwieriges Jahr war – und was uns das über Trends sagt

Manchmal muss man einen Schritt zurück gehen um den Wald vor lauter Bäumen zu sehen. Denn wer das Jahr 2012 Tag für Tag erlebt hat und sich die einzelnen Bäume betrachtet, weiss das es ein schwieriges Börsenjahr war.

Ein Jahr das von permanenter politischer Intervention geprägt war. Und politische Intervention ist perse schwierig, weil kaum zu antizipieren.

Und ein Jahr bei dem der DAX mit um die 30% Plus eines der besten Jahre seiner Geschichte hingelegt hat und damit mit ganz an der Spitze der weltweiten Indizes stand. Gleichzeitig uns aber permanent so schwere Verwerfungen drohten, dass man diese Bewegung nur mit einem apathischen Gemüt hätte gelassen und ohne Sicherungsnetz mitnehmen können.

Ja, es war ein stressiges und anstrengendes Börsenjahr. Aber eigentlich war es auch ganz einfach.

Warum ? Treten wir dazu mal einen Schritt zurück, vergessen wir die täglichen Verwirrungen und betrachten den Wald. Um sein Kapital in 2012 um 70% zu erhöhen - ja 70% Performance ! - musste man nur 4 Trades auf den DAX machen. Und sich dazwischen statt im Büro an einem Strand in der Südsee vergnügen. Schauen Sie selbst auf das Jahr 2012 im DAX:

DAX 2012

Etwas vereinfacht also: Long Q1, Short Q2 und Long Q3. Das hätte locker für 60% Plus gereicht. Dann noch als I-Tüpfelchen den "Runaway-Move" im DAX seit Mitte November erwischen und die 70% Gewinn mit einem DAX ETF wären eingebucht gewesen.

Faszinierend oder, wie einfach das Jahr im Nachhinein aussieht. Und wer hat das so geschafft ? Ich vermute niemand. Ich auf jeden Fall trotz guter Performance nicht in dem Umfang und das obwohl ich die drei Bewegungen der ersten Quartale hier ziemlich genau getroffen habe. Die politischen und fiskalischen Atombomben über unseren Köpfen waren aber in 2012 zu gross, um ohne Vorsicht diese Bewegungen zu spielen.

Und was lernen wir daraus ? Erstens, dass man hinterher immer klüger ist. Überraschung ! 😉 Und zweitens, wie mächtig Trends sind und dass es das Beste ist was man tun kann, solchen Trends einfach zu folgen !

In 2013 machen wir das mit den Trends dann noch besser. Oder ? 😉

Ihr Hari

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Mr-Market Tops und Flops 2012

Liebe Mr-Market Community,

ich will mich nun zu einem Jahresrückblick auf die Tops und Flops dieses Blogs im Jahr 2012 hinreissen lassen. Es gehört ja zu den eher fragwürdigen Gepflogenheiten vieler die wirtschaftlich von Aktienempfehlungen leben, sich am Ende des Jahres selber zu loben ob der vermeintlich so perfekten Voraussagen. Ist ja auch verständlich, der Anschein guter Prognosen ist Grundlage des Geschäftsmodells.

Das funktioniert auch ganz gut, weil man dabei auf die Vergesslichkeit der Menschen setzen kann, denn wer macht sich die Mühe mal das Vergangene zu lesen und zu überprüfen, ob da die Welt mit dem Marketingpinsel nicht arg zu rosa gepinselt wurde ? Was ich grundsätzlich von der Prognoseindustrie halte, habe ich ja schon in meiner -> Anlagephilosophie <- deutlich gemacht.

Auch empririsch dürfte schnell klar sein, dass wir es hier eher mit einer rosa gefärbten Marketing-Veranstaltung zu tun haben. Denn wir haben ja auf der einen Seite die öffentlichen Fonds, deren Performance für jederman eindeutig nachzulesen ist. Die weit überwiegende Mehrheit dieser Fonds - durchweg geführt von Profis, denen weit bessere Daten- und Nachrichtenquellen zur Verfügung stehen als uns - schafft es nicht das relevante Marktsegment zu schlagen. Auf der anderen Seite haben wir die "Prognoseindustrie", die nach eigenen Angaben im Nachhinein natürlich immer ganz tolle Performance mit ihren "Empfehlungen" erzielt. Kann man ja auch leicht behaupten, weil es sowieso niemand überprüfen kann.

Beides könnte nur dann zusammen passen, wenn in den öffentlichen Fonds alle Idioten versammelt sind und in der "Prognoseindustrie" dagegen die ganz grossen Marktempathiker. Entscheiden Sie selber, ob das eine realistische Annahme ist. 😉

Ich möchte mich daher so weit das geht mal an einen einigermassen objektiven Jahresrückblick heran wagen. Ich bin durch die Titel aller meiner Artikel des Jahres 2012 durchgegangen und habe die heraus gepickt, in denen ich mich im Titel zu einer Aktie oder dem Markt mit deutlicher Tendenz geäussert habe. Um diesen Jahresrückblick nicht ausufern zu lassen, beschränke ich mich auf die Themen die mir einen eigenen, vollen Artikel wert waren und gehe über Teilanalysen innerhalb grösserer Artikel oder über die Livetips hinweg. Eine Berücksichtigung dieser Menge an Detail-Informationen würde den Rahmen sprengen.

Aber auch alleine mit dieser Selektion bekommt man ein ganz gutes Bild darüber, was im Nachhinein auf Mr-Market treffend war und was nicht. Ich habe daher jeden Fall in die Kategorie TOP oder FLOP eingeordnet, je nachdem ob die Aussagen des Artikels im nachhinein treffend waren oder nicht. Die Fälle im Graubereich die weder eindeutig in die eine oder andere Richtung ausschlugen, habe ich der Übersichtlichkeit wegen weggelassen. Und anhand der von mir genannten Daten, können Sie die alten Artikel aus dem Archiv ziehen und selber überprüfen, ob Sie meine Einschätzung teilen oder nicht. Insofern ist der folgende Rückblick wenigstens halbwegs objektiv.

Soweit der Vorrede, hier kommen die wesentlichen Tops und Flops dieses Blogs in 2012:

FLOP 16.01.12 "Cameco Weltmarktführer in Uran": Ich hatte Ihnen Cameco vorgestellt, verbunden mit der Erwartung, dass sich der Uranpreis in 2012 nachhaltig erholt. Auch wenn der Trade kurzfristig für ein paar Wochen gut funktioniert hat, hat sich die generelle Annahme als unzutreffend heraus gestellt. Der Kurs von Cameco war das ganze Jahr in einer Seitwärtsrange und dümpelt heute auf ähnlichem Niveau wie vor fast einem Jahr herum.

TOP 17.01.12 ff "Zur Taktik in Bullenmärkten": Einer der bedeutendsten Treffer diesen Jahres war es, die Tendenz der ersten drei Quartale frühzeitig und eindeutig zu erkennen, lange bevor die Mehrheit auf den Zug aufgesprungen ist. Nur mit dem 4. Quartal konnte ich nie so richtig "warm" werden, hier fehlte mir zuletzt die klare Tendenz. So habe ich schon am 17.01.12, mitten in der anhaltenden Depression nach dem 2011er Absturz, von einem Bullenmarkt gesprochen und Sie erinnern sich sicher an die zahllosen Artikel im ersten Quartal zum laufenden "Runaway Move", eine Sicht die in der breiten Presse erst sickerte, als die Bewegung im März schon wieder dem Ende zu ging.

TOP und FLOP 24.01.12 "Temenos - Chancen mit Bankensoftware": TOP war das insofern, als die Aktie kurz nach der Besprechung durch die Übernahmegespräche mit Misys zu einem gewaltigen Höhenflug ansetzte. Wer drin war und mit Stop absicherte, konnte schnelle und schöne Gewinne mitnehmen. FLOP insofern, als es danach nicht weiterging und die Aktie nach Scheitern der Fusion für den Rest des Jahres nicht mehr richtig ans Laufen kam.

TOP 26.01.12 "Kaufpanik oder das Reh im Scheinwerferlicht"und 01.02.02 "Zur Technik eines "Runaway Move": Weitere Beispiele für die klar erkannte Richtung des ersten Quartals. Weitere Zitate der zahllosen Artikel zum Thema übergehe ich im folgenden.

TOP 30.01.12 "Hecla Mining - Seriosität in Silber": Das ist ein Top mit Einschränkung. Das Timing war nicht ganz perfekt und es ging nach dem Artikel noch etwas weiter runter. Aber die Tendenz und grundlegende Sicht war richtig und ist es heute fast ein Jahr später immer noch.

TOP 02.02.12 "Vom Elend der Charttechnik und der Börsenkultur - Eine Wutrede": Hier habe ich mich mit spitzer Zunge über die vier Chartisten mokiert, die zum Frankfurter Gespräch beim Handelsblatt zusammen kamen. Meine Erwartung, dass die Aussagen der Herren eher Kontraindikatoren sein werden, hat sich in den folgenden 2 Monaten perfekt bewahrheitet. Auch 2013 freue ich mich schon wieder auf diesen recht zuverlässigen Kontraindikator. 😉

06.02.12 "Das Beste für Griechenland - ein Kommentar aus tiefstem Herzen": Tja, Top oder Flop ? Eigentlich bin ich immer noch dieser Ansicht und die seitdem vergangenen 10 Monate haben die Sicht auf Griechenland ja wiederholt bestätigt. Da die Politik den von mir gewünschten Weg aber nicht eingeschlagen hat, ist es müssig zu spekulieren ob das wirklich der bessere Weg gewesen wäre. Ich glaube es noch immer.

TOP 13.02.12 "Tesla Motors - die Zukunft des Automobils": Ein Top mit Einschränkung. Tesla setzte nach dem Artikel zu einer gewaltigen Rally an, die schnell 20% Plus brachte. Der Rest des Jahres war dann aber eher volatile Seitwärtsbewegung und aktuell steht Tesla einige Prozent höher als Anfang diesen Jahres.

TOP 14.02.12 "ThyssenKrupp - Vom Donnerhall zum Anlagenbauer": Die deutlich artikulierte sehr negative Sicht auf die Aktie und insbesondere auf die verantwortlichen Organe rund um Gerhard Cromme war mehr als treffend, wie der weitere Verlauf des Jahres ja nachhaltig bewiesen hat.

TOP 01.03.12 "Aixtron - ein Management im Blindflug": Während die diversen Medien noch der Hoffnung bei Aixtron das Wort redeten, habe ich mich in deutlichen Worten über ein Management mokiert, das öffentlich über Hoffnung für die zweite Jahreshälfte daherredet, gleichzeitig aber mit dem eigenen Geld nicht bereit ist auf das eigene Unternehmen zu setzen. Die weitere Entwicklung des Jahres hat dieser negativen Sicht mehr als Recht gegeben. Nun redet keiner mehr über Aixtron. Sollten jetzt Insiderkäufe kommen, dürfte das ein Einstiegssignal sein.

"05.03.12 "Salzgitter – Kaufgelegenheit ?": Auch wenn die grundlegende Erwartung bei Salzgitter sehr treffend war und eher unter die Kategorie "Top" fallen würde, war das folgende Kurs-Loch, obwohl prinzipiell antizipiert, dann doch tiefer als erwartet. Kurse unter 30€ konnte ich mir damals nicht vorstellen. Insofern keine eindeutige Bewertung für diesen Punkt.

FLOP 05.03.12 "China und die Rohstoffe": Auch wenn vieles in dem Artikel treffend war, hat sich die grundlegende Annahme, dass die Rohstoffnachfrage aus China wieder ans Laufen kommt doch als unzutreffend heraus gestellt. Mit den im Artikel genannten Aktien liess sich in 2012 kaum Geld verdienen und Rio Tinto notiert zum Beispiel aktuell wieder auf dem Niveau von Anfang März. Es spricht zwar viel dafür, dass sich das in den kommenden Monaten ändert, weil China endlich in Bewegung gerät. Für das letzte Jahr war das aber eindeutig ein Flop.

TOP 08.03.12 "Deutsche Bank - zerschlagt sie endlich !": Das Thema ist ja wohl aktueller denn je. Ich kann es nur wiederholen: zerschlagt sie endlich !!

TOP 27.03.12 "Vom Aufhören, wenn es am schönsten ist ...": Mit diesem Artikel habe ich mit perfektem Timing die Korrektur des zweiten Quartals ins Auge genommen, genau zu dem Zeitpunkt, als die bekannten Verdächtigen anfingen über DAX 8000 zu schwadronieren. Und hatte auch schon die Sommerrally im Auge. Lesen Sie doch einfach noch einmal. 🙂 Eine derartige Marktsicht war zu dem Zeitpunkt für mich woanders weit und breit nicht zu sehen. Erinnern Sie sich auch an die Umfrage am 28.03. ? Die Hälfte der Leser von Mr-Market wollte dieser Sicht auf das 2. Quartal auch nicht folgen, ein Quartal, in dem der DAX dann über 1000 Punkte gegenüber Ende März verlor.

TOP 30.03.12 "Warum ich Microsoft nun aus meinem Depot verbanne": Volltreffer. Der Artikel ist auch 9 Monate später unverändert gültig und auch das war eine Sicht, die man damals kaum irgendwo hören konnte. Seitdem ist Microsoft um 16% gefallen (32,4 -> 27) und die Verkäufe von Windows 8 sind genau so wie erwartet: schlecht. An so Themen sieht man dann doch, dass es einen Unterschied macht, wenn man sich in einem Segment sehr gut auskennt, was im Bereich Software bei mir durch berufliche Historie der Fall ist.

FLOP 17.04.12 "Daimler im Visier der Investmentbanken": Die von mir gesehenen Kaufoptionen bei den Investmentbanken hatten im Nachhinein keine Auswirkung. Keine Ahnung was damit passiert ist und wofür sie letztlich da waren. Die antizipierte Bewegung durch einen Einstieg eines Investors hat sich auf jeden Fall nicht realisiert, insofern klarer Flop.

TOP 09.05.12 "Bedeutende Wende bei den Goldminen": Am 16.05. - 5 Handelstage nach dem Artikel - markierte der GDX sein absolutes Tief bei 39,08 USD. Am 18.05. habe ich das unter der Überschrift "Gold und Goldminen bestätigen Wende !" noch einmal deutlich gemacht. Danach setzte der GDX langsam aber gewaltig zu einer Sommerrally an, die den GDX bis zum 21.09. auf 55,25 USD brachte, ein Anstieg von 41% in 4 Monaten, das darf man wohl Top nennen. 😉

TOP 12.06.12 "Kursziel 1400 im S&P500 ?": Mit einer technischen Betrachtung habe ich meine positive Sicht auf das dritte Quartal und die Sommerrally eingeläutet und am 15.06. mit "Cup&Handle im S&P500 kurz vor Aktivierung" verstärkt. Im Nachhinein war es tatsächlich so, dass der S&P500 sein absolutes Tief am 04.06. erreicht hatte. Diese Betrachtung, die auch schon DAX 7000 erwähnte während der DAX bei 6100 stand, war also sehr treffend.

29.06.12 "Ein historischer Tag - Das Ende Deutschlands, wie wir es kennen.": Top oder Flop ? Ich überlasse das Ihnen. Ich befürchte aber nach wie vor, dass ich völlig Recht hatte.

TOP 02.07.12 "US Kohlesektor - Monatelanger Abwärtstrend bald durchbrochen ?": Eher Top, aber nicht so eindeutig. Der Sektor definierte seinen absoluten Tiefpunkt am 26.07., insofern war die Annahme des Artikels grundlegend richtig. Seitdem ist der Sektor im Aufwärtstrend. Allerdings verläuft der Gegenanstieg bisher nicht so richtig überzeugend. Insofern ein verhaltenes Top.

FLOP 05.07.12 "Warum man die Porsche Aktie nun nicht mehr haben muss": Nach dem Artikel setzte der Kurs von Porsche zu einer massiven Rally an, insofern klarer Flop. Andererseits bin ich weiter von der inhaltlichen Sicht überzeugt, dass man in VW sein muss und nicht in Porsche, weil die Entwicklung des Porsche Kurses ein reines Lotteriespiel ist, auf das nur Herr Piech wirklich Einfluss hat. Als Aktionär sitzt man da sozusagen an einem gezinkten Kartentisch. Ich gebe mich nicht der Illusion hin zu durchdringen, was in der Porsche Bilanz alles passiert und nicht passiert. Und mit VW konnte man ja dann auch gutes Geld verdienen. Trotzdem, rein vom Kursverlauf her klarer Flop.

TOP 10.07.12 "Linde, SAP, ABB - drei substanzstarke Aktien, die ich nun für Buy&Hold interessant finde": Volltreffer. SAP seitdem 36% Plus. Linde 20% Plus. ABB 21% Plus. Und das alles in einem halben Jahr und ohne grosses Risiko bei sehr geringer Volatilität. Besser gehts kaum. Und ich halte alle drei Aktien auch für 2013 weiter für aussichtsreich.

TOP 18.07.12 "Wohin uns die Sommerrally führen könnte" und 19.07.12 "Dieser Bulle hat noch Kraft in den Lenden !": Eine im Nachhinein sehr treffende Sicht auf das 3. Quartal, inklusive der schon formulierten Erwartung der Herbststürme, die dann auch ab Ende September einsetzten.

TOP 31.07.12 "Aufbau eines Trades – Am Beispiel Silber": Zwischen dem Artikel und dem Hoch Ende September legte Silber eine 25% Rally hin.

TOP 08.08.12 "Goldminen – Erneut mit relativer Stärke gegenüber Gold": Nach dem Artikel legte der GDX innerhalb 6 Wochen eine 24% Rally hin.

TOP 28.08.12 "Chart der Woche – Hecla Mining": Nach dem Artikel legte HL innerhalb von nur 4 Wochen eine Rally von knapp 30% hin !

TOP 29.08.12 "Kurztipp – Kinross Gold": Nach dem Artikel legte Kinross innerhalb von nur 5 Wochen eine Rally von über 30% hin !

10.09.12 "Bijou Brigitte (522950) - Modeschmuck im Strudel der Eurokrise": Der mittelfristig angelegte Trade scheint zu funktionieren die Aktie steht nun über 10% höher als beim Artikel. Ein endgültiges Urteil will ich mir aber noch nicht erlauben.

FLOP 18.09.12 "Gold – Das für mich wahrscheinlichste Szenario der nächsten Wochen": Meine Leiden an Gold im 4. Quartal wurden hiermit eingeläutet. Und bis heute ist es so, dass ich auch im Nachhinein - auf Basis der damals vorhandenen Daten - an meiner Einschätzung keinen grundlegenden Fehler erkennen kann. Es ist trotzdem völlig anders gekommen und was mich am meisten irritiert ist, dass ich bis heute nicht verstehe warum. Insofern ist mein Edelmetall Trade des 4. Quartals für mich nach wie vor mein "Flop des Jahres !" Zwar habe ich dank gutem Risikomanagement da nur minimal Geld verloren, frustrierend waren die letzten 2 Monate aber schon.

21.09.12 "Marktanalyse - Wie wird das vierte Quartal für DAX, S&P500 und Co. ?": In dieser Marktanalyse scheinen die Schwierigkeiten des kommenden Quartals schon auf. Der Artikel ist auch Indikator dafür, dass ich mich im 4. Quartal nun schwerer tue den Markt "zu greifen".

FLOP 11.10.12 "Silber – Warum die Markttechnik nach einem bullischen Ausbruch riecht !": Auch hier setzt sich mein schlechter Edelmetall-Trade fort, der Kommentar zum 18.09.12 gilt auch hier. Da hat mich Mr. Market einmal kräftig an der Nase herum geführt.

TOP 14.10.12 "Marktupdate - DAX & Co.: Vom Weg des maximalen Schmerzes": Das war schon sehr prophetisch und die ersten zwei Phasen, inklusive des Tauchers unter 7000 im DAX, traten auch perfekt ein. Nur die ganz grosse Rally am Schluss über 8000 wurde uns verwehrt, ich bin aber recht sicher, ohne die Fiscal Cliff Verwirrung wäre die drin gewesen.

Mit Mitte Oktober will ich meinen Rückblick auch schliessen. Die weiteren Artikel sind in der Regel zu nahe an der Gegenwart um schon ein Urteil fällen zu können.

Abgesehen davon verschafft diese Liste auch so schon einen ganz treffenden Eindruck über das, was im Jahr 2012 auf Mr-Market.de gelaufen ist. Sicher musste ich vieles weglassen, insbesondere wichtige kleine Kommentare und Tips, um diesen Artikel nicht endgültig zu lang werden zu lassen. Trotzdem kann man nachvollziehbar sagen, dass das Jahr 2012 von vielen sehr guten Treffern geprägt war, die erhebliche Gewinne ermöglichten.

Insbesondere die in x Artikeln immer wieder konsistent thematisierte Marktsicht auf die grossen Entwicklungen der drei Quartale (Q1 bullisch, Q2 bärisch, Q3 bullisch), hat denen schöne Gewinne ermöglicht, die das verstanden haben. Dazwischen tummelten sich aber auch ein paar Flops, nobody is perfect. Würde mir jemand einen fehlerlosen Trackrecord präsentieren, würde ich es auch nicht glauben. Wir alle haben Fehleinschätzungen und niemand hat eine Kristallkugel. Der Unterschied ist, ob man daraus lernt und ob man in der Lage ist, die Risiken zu begrenzen.

Ich wünsche Ihnen allen einen guten Rutsch und uns weiter so viele Treffer in 2013 !

Ihr Hari

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Gastkommentar – DAX mit „Runaway Move“

[Redaktionelle Anmerkung Hari: Wer den Begriff des "Runaway Move" nicht kennt, findet -> hier <- Erklärung und Beispiel.]

Ein Gastartikel von Tokay

DAX mit "Runaway Move"

Die seit Mitte September laufende Konsolidierungsbewegung ABCD wurde Ende November mit einem „fake out“ aufgelöst und wir befinden uns seither in der vielzitierten Jahresendrally, markiert durch die Linie DE. Diese Rally trägt die Züge eines „runaway move“, denn es fand in dieser Bewegung keinerlei Konsolidierung statt. Wer die Bewegung verpasste und darauf hoffte, die Schwäche zu kaufen, der hoffte vergeblich.

Die mittelfristige Aufwärtsbewegung seit Sommer wird gestützt durch die Basis FG und liegt bei etwa 6800/6850 Punkten. Es kann also theoretisch eine Konsolidierung bis zu dieser Linie erfolgen, ohne dass die Aufwärtsbewegung in Frage gestellt wäre.

The runaway move

Der „runaway move“ ist offenbar auf die bullische Grundstimmung vieler Marktteilnehmer zurückzuführen, aber wohl auch auf das Bestreben, die Jahresbilanz etwas aufzuhübschen. Die Nachrichtenlage insbesondere bezüglich USA und Italien hat aber das Potenzial, die allgemeine Risikowahrnehmung zu erhöhen. Eine reibungslose Fortsetzung der kurzfristigen Aufwärtsbewegung ist damit gefährdet. Das mittel- und langfristige Aufwärtspotenzial indes bleibt weiter intakt. Die Politik rettet wieder einmal, was ohne sie womöglich gar nicht gerettet werden müsste.

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In eigener Sache – Ein Jahr Blog Mr-Market – Rückblick und Ausblick

Liebe Mr-Market Community,

fast ein Jahr ist nun vergangen, seit ich mit Mr-Market.de so richtig losgelegt habe. Und das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel stehen vor der Tür. Grund genug einen Blick zurück zu werfen und Ihnen auch einen kleinen Ausblick auf 2013 zu geben.

Schauen wir doch einfach mal auf die nackten Zahlen, bisher gab es 2012 im Blog mr-market.de :

  • 352 neue Artikel, davon 20 Gastartikel von engagierten Lesern dieses Blogs. Viele der 352 Artikel waren so umfangreich, dass andere daraus 2 oder 3 einzelne Artikel gemacht hätten.
  • 3200 Kommentare, davon 980 von mir. Und Sie wissen, dass ich manchmal ausführliche Erklärungen/Antworten in die Kommentare schreibe, die eines Artikels würdig wären.
  • 850 Livetips, und das in nur einem halben Jahr, da ich erst im Juni mit dieser Form von Aktualität begonnen habe
  • Mindestens 500-1000 tägliche Leser. Mit dieser Zahl wird besonders gerne Schindluder getrieben, denn werbeorientierte Webseiten haben natürlich ein Interesse daran, die Zahl der Leser möglichst hoch erscheinen zu lassen. Das Problem ist nur, wie erkennt man ein und denselben Leser, der mehrmals täglich von verschiedenen Rechnern wieder kommt ? Gerne wird dann nach einer Karenzzeit von zb 1 Stunde erneut gezählt, was die Leserzahl künstlich aufbläht. Die Zahl 500-1000 beruht dagegen auf der härtest möglichen Zählmethode, eine IP-Adresse wird innerhalb 24 Stunden nur einmal gezählt, egal wie oft von dort aufgerufen wird. Wenn ein Haushalt mehrere Leser hat oder wenn mehrere Mitarbeiter ein und derselben Firma hier bei Mr-Market mitlesen, führt diese Methode dazu, dass eher zu wenig gezählt werden. Deswegen ist die Zahl 500-1000 eher konservativ und entspricht Werten von mehreren Tausend pro Tag, die von anderen Webseiten gerne kommuniziert werden.

  • Erste Preise (Smava, Comdirect) schon nach wenigen Monaten Betrieb.
  • Eine loyale Leserschaft im Sinne "Abonnenten". Das kann man gut daran erkennen, wie sich die Zugriffe entwickeln. Webseiten die von kurzfristigen Schlagzeilen leben und wenig innere Substanz haben, verzeichnen stark schwankende Klickzahlen, je nachdem ob man mal wieder einen "Aufreger" platzieren konnte oder nicht. Die Zugriffszahlen bei mr-market.de bewegen sich aber wie ein Uhrwerk nach oben und das im Rhythmus der Woche. Das spricht dafür, dass die Mehrzahl der Leser hier regelmässig als Teil des Tagesablaufs mitliest und das freut mich. Für "Vorbeiklicker" will ich auch nicht da sein.
  • Eine engagierte und kompetente Leserschaft. Wo sonst findet man, dass Leser schon im ersten Jahr des Blogs eigene Artikel verfassen ? Und wo findet man diese Qualität an Diskussion zum Thema Börse und Wirtschaft, wie wir es hier immer wieder schaffen ?

Alles in allem bin ich stolz auf das, was dieser Blog in nicht mal einem Jahr geworden ist. Und Sie können auch stolz sein, denn soweit Sie zu den aktiven Schreibern gehören, haben Sie an diesem Erfolg aktiv mitgewirkt.

Ich bin auch ganz selbstbewusst davon überzeugt, dass Mr-Market.de etwas Besonderes in der Presse/Internet-Landschaft im Bereich Börsen ist.

Denn wenn Sie sich umschauen, sehen Sie schnell, dass Sie mit Webseiten und Artikeln die Strasse pflastern können, die die Geschehnisse an den Börsen nur nacherzählen. Die Methode ist dabei immer gleich, man weiss ja, auf welche Aktien der normale Anleger schaut. Es sind Aktien wie Commerzbank, Aixtron, Solarworld etc. etc. an denen sich die fehlgeleitete Hoffnung von Otto Normalanleger auf schnellen Reichtum festmacht.

Wenn nun irgend etwas an der Börse bei diesen Werten passiert, spriessen die immer gleichen Artikel sofort aus dem Boden, die die Geschehnisse nacherzählen um dann mit einem Fragezeichen die Frage zu stellen, ob es so oder so weitergeht. Nur festlegen tun sich die Artikel nie, das wäre ja auch gefährlich und dazu müsste man eine kompetente Meinung haben. Man erreicht mit diesen Artikeln eine hohe Aufmerksamkeit und hohe Klickzahlen, weil sie die Bedürfnisse der Menschen in diesem Moment bedienen. Je marktschreierischer die Überschrift, desto höher die Aufmerksamkeit. Der inhaltliche Nutzwert geht aber bei dieser Art Artikel für mich gegen Null.

All das macht Mr-Market.de nicht, im Gegenteil. Dieser Blog legt Wert auf Inhalt und Substanz und nicht auf Schaueffekte. Und er legt Wert auf Leser, die gedanklich weit genug sind, den Wert und die Substanz zu sehen und sich von den Schaueffekten nicht mehr blenden zu lassen. Und dieser Blog versucht Ihnen zwischen all der Aktualität auch Hintergrundwissen zu den Märkten zu vermitteln, etwas was ich in dieser Konsequenz im deutschsprachigen Raum ebenso wenig gefunden habe, wie die kommentierte Aktualität, die mit den "Live Tips" Einzug gehalten hat.

Deshalb glaube ich voller Stolz, dass dieser Blog etwas Besonderes im deutschsprachigen Raum ist ! Und es macht mir Spass für Sie zu schreiben und mit Ihnen zu diskutieren und interagieren. Je mehr ich das Gefühl habe, dass ich Sie tatsächlich gedanklich voran bringe, desto motivierter bin ich, meine Energie in dieses Projekt zu stecken.

Wie geht es in 2013 weiter ?

Schon die reinen Zahlen oben sollten Ihnen klar machen, dass dieser Blog nun den Rahmen eines Hobbys "nebenher" verlassen hat. Immer mehr meiner Zeit wird dadurch gebunden und das hat auch Auswirkungen auf meine Trading-Aktivitäten. Bestimmte Trades die permanente Aufmerksamkeit erfordern kann ich nicht mehr machen, denn ich brauche Ruhe um nachzudenken und zu schreiben. Ich bewege mich daher zunehmend in Richtung der mittel- und langfristigen Trades, die mit meinen schreiberischen Aktivitäten zusammen passen. Das muss aber gar nicht schlimm sein, denn die Mehrzahl der Leser hier dürfte gerade an diesen mittel- und langfristigen Trades interessiert sein.

Und auch privat hat es natürlich Auswirkungen, es ist eben ein Unterschied ob man Abends um 18 Uhr Feierabend macht um sich der Familie und Freunden zu widmen, oder ob man um 22 Uhr noch Artikel schreibt und Fragen beantwortet. Frau und Kind sind auch nicht immer erfreut, wenn Papa sich nach dem Abendessen wieder an den Rechner setzt um zu schreiben und für seine Leser da zu sein.

Aber auch finanziell steigen die Kosten und die Risiken. Serverkosten, Softwarelizenzen und die Kosten technischer Dienstleister sind das eine, bedeutend werden nun auch rechtliche Themen und Risiken, Stichwort Abmahnung, aber auch ganz profane Themen wie Buchhaltung, Behördenkommunikation etc. Selbst mit der Bafin war ich schon in Kontakt. Abgesehen davon steigen auch die Opportunitätskosten, denn in der Zeit in der ich für Sie mit Aktualität da bin, kann ich nicht für mich selber Geld verdienen.

Alles in allem ist damit klar, dass Mr-Market.de nach dem ersten Jahr am Scheideweg steht, entweder die Aktivitäten zu professionalisieren oder wieder runterzufahren und zu begrenzen. Ich habe aber so viel Freude dabei für Sie zu schreiben ...und ich kann doch täglich sehen und lesen, wie ich viele von Ihnen auch in Sachen Börsenwissen und können weiter bringe ... dass ich das auf keinen Fall aufgeben will. Und so viele andere Orte gibt es in der deutschen Medienlandschaft ja nicht, an denen sich normale Anleger im deutschsprachigen Raum aufhalten können, die wirklich kompetentes und unabhängiges Wissen rund um die Börsen aufbauen wollen. Insofern fühle ich mich ein bischen auf einer "Mission", der Mission das Börsenwissen und die Börsenkultur in Deutschland zu erhöhen. Und ich bin nicht der Typ, der eine "Mission" vorzeitig abbricht, weil sie zu mühsam wird.

Meine Schlussfolgerung ist daher klar. Ich werde in 2013 eher mehr als weniger für Sie da sein. Und ich werde Mr-Market.de teilweise professionalisieren, so dass dann auch ein wirtschaftlicher Gegenwert für mein zeitliches und finanzielles Engagement entsteht.

Die ersten Schritte können Sie schon unter der Decke verfolgen. Inhaber der Website ist nun die "Seldon Digital GmbH", eine GmbH deren einziger Gesellschafter und Geschäftsführer ich bin und deren Sinn es ist, eine Plattform für wirtschaftliche Aktivitäten darzustellen, ebenso wie einen gewissen Haftungsschutz zu erzeugen.

Im Laufe des nächsten Jahres werde ich dann eine Trennung vollziehen, denn es gibt in meinen Augen drei Bereiche, in denen dieser Blog aussergewöhnlich ist:

  • Die Aktualität in Form der Marktupdates und der Live-Tips, die ich nächstes Jahr ausbauen will um Ihnen noch besser einen Blick auf das zu erlauben, was ich an den Börsen so mache und welche Trades ich eingehe und vor allem warum. Wenn Sie so wollen, erlaube ich Ihnen, mir ein kleines bisschen über die Schulter schauen.
  • Meine aktive Beantwortung von Fragen in den Kommentaren. Oft liefere ich Ihnen hier Grundsatzerläuterungen zu den Märkten, die Sie nirgendwo sonst finden würden, schon gar nicht als persönliche Antwort.
  • Die Artikel, die Ihnen anhand aktueller Szenarien grundlegende Techniken und Hintergrundwissen nahebringen. Diese Form von "interaktiver Schulung" am aktuellen Fall ist höchst selten und weit produktiver als "trockene" Lehrbücher.

Nach meiner Ansicht liegt in allen drei Themen ein hoher wirtschaftlicher Wert für die Leser. Als regelmässiger Leser wissen Sie selber, wie viele schon indirekt von meinen Kommentaren und Live-Tips profitiert haben - entweder in Form von Gewinnen oder in Form von vermiedenen Verlusten. Und letztlich ist das, was ich Ihnen in Kommentaren und Artikeln biete, durchaus eine Art "Mentoring" - ein Mentoring das versucht Ihnen Grundlagen und Zusammenhänge zu vermitteln und Sie so fit zu machen, alleine gegen Mr. Market bestehen zu können. Haben Sie eine Vorstellung davon, was professionelle Mentoren normalerweise kosten ?

Und genau deshalb werde ich diese drei Bereiche weiter ausbauen und gleichzeitig nur noch für die Leser zur Verfügung stellen, die den Wert auch erkennen und das dadurch ausdrücken, dass sie dafür zu zahlen bereit sind. Ich werde also wahrscheinlich in diesen Themen für deutlich weniger Leser da sein, für diese aber um so intensiver.

Der freie Blog bleibt erhalten und wird weiter geführt. Allerdings ohne die tägliche Aktualität der Live-Tips und ohne einen Hari, der sich in Kommentaren die Mühe macht auf jede Frage detailliert einzugehen und jeden Neuling aufs Neue an der Hand zu nehmen. Diesen Hari gibt es dann nur noch für den Kreis der zahlenden Leser. Und der freie Blog bleibt auch ohne die ganz besonders spannenden und aktuellen Artikel, die Ihnen beim täglichen Navigieren durch die Märkte helfen. Auch andere Artikel werden dort erst mit Zeitverzögerung erscheinen. Aktuelle Hinweise und meine konkreten Beobachtungen der Märkte, bleiben also alleine den zahlenden Lesern vorbehalten. Im freien Blog wird es dann auch mal in Maßen die eine oder andere Werbung geben, während die kostenpflichtigen Inhalte weiter ohne jegliche Werbung oder sonstige wirtschaftliche Interessen bleiben.

Was den "Preis" angeht, bleibe ich meinem altruistischen Prinzip treu, dass ich hier nicht versuche maximalen Ertrag heraus zu schlagen, sondern primär versuche zu helfen, in dem ich dem normalen Anleger einen Zugang zum Wissen eines Marktprofis ermögliche. Denn ich will Ihnen keine "heissen" Tips verkaufen, oder sie sonst zu irgend einer Handlung veranlassen, sondern ich will Ihnen dazu verhelfen sich selber helfen zu können und sich aus der Abhängigkeit von diversen "Gurus" zu lösen.

Ich werde mich daher bei der Gebühr für den kostenpflichtigen Teil von Mr-Market grob an dem orientieren, was die klassischen, wöchentlich erscheinenden Anlegerpostillen ihren Lesern auch monetär abverlangen. Die Logik dahinter ist ganz einfach: wer nicht sieht, dass er hier einen grösseren Wert bekommt, der ist hier sowieso falsch.

Und noch etwas werde ich tun. Damit die Gebühren in diesem niedrigen Bereich bleiben, werde ich auf Sie - meine loyalen Leser - setzen. Ich setze auf Ihr Engagement und Ihre Empfehlungen in Ihrem Umfeld. Und ich werde die besonders engagierten Leser dafür auch belohnen, wie es sich gehört. Die Punkteliste die Sie im Blog ganz rechts unten finden und die sich nicht nur aus Kommentaren, sondern auch aus Artikeln oder sonstiger aktiver Hilfe speist, steht dort nicht ohne Grund. Ich mache höchst selten etwas ohne Grund. 😉

Und wenn der Erfolg sich fortsetzt, kann ich mir über 2013 hinaus auch durchaus vorstellen, dass aus Ihrem Kreis dann auch Autoren erwachsen, die regelmässig für diesen Blog schreiben und damit auch einen kleinen Nebenverdienst erzielen - vom Spass sich der Welt mitzuteilen ganz abgesehen. 🙂

So weit so gut, der Artikel ist schon viel zu lang geworden. Ich hoffe ich konnte Ihnen einen Eindruck verschaffen wohin die Reise in 2013 geht. Der Community-Gedanke wird also ebenso wie die Aktualität ausgebaut. Aber erwarten Sie nicht, dass das alles am 02.01.13 startet, ich mache das alles (noch) alleine und obige Entwicklungen werden sich voraussichtlich im Laufe des Jahres einstellen, Schritt für Schritt. Bis dahin bleibt alles wie es ist.

Nun wünsche ich Ihnen ein paar geruhsame Feiertage. Auf Mr-Market.de wird es sicher bis ins neue Jahr auch etwas ruhiger werden. Ich werde aber an den beiden letzten vollen Handelstagen des Jahres am 27. und 28.12.12 präsent sein und mich sicher auch mal in Form eines Artikels melden. Die Live-Tips werden auch während der Feiertage gepflegt, wenn ich etwas Interessantes sehe, lasse ich Sie teilhaben. Und auf Kommentare reagiere ich sowieso immer zeitnah, auch am Heiligabend. 😉

Ihr Hari

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Das Jahr 2012 – Vom Vaterland und politischen Taliban

Drei Tage vor Weihnachten ist ja die Zeit der Jahresrückblicke angebrochen. Ich möchte mich daran eigentlich nicht beteiligen, das Aufzählen vergangener Ereignisse fand ich noch nie besonders spannend.

Heute Nacht ist aber mal wieder etwas passiert, dass so typisch ist, dass es als exemplarisch für das Börsen-Jahr 2012 herhalten kann. Schauen Sie mit mir auf den S&P500 Future heute Nacht:

S&P Future 21.12.12

Fast 4% Minus in einer Minute ! Was war passiert ? Im Rahmen der Fiscal Cliff Aktivitäten, wollte der republikanische Mehrheitsführer Boehner seinen "Plan B" durch das Parlament bringen. Bevor es aber überhaupt zur Abstimmung kam, verweigerten ihm die Fundamentalisten der "Tea Party" aus der eigenen Partei die Gefolgschaft.

Diese Leute eint der feste Glaube dem einzig möglichen Gott zu huldigen ebenso, wie der radikale Wille ihre Sicht der Welt allen anderen aufzuzwingen. Der Vergleich mit den Taliban ist da für mich persönlich naheliegend, denn die Mischung aus fundamentalistischem Glauben und Sendungsbewusstsein ist keine Spezialität von Moslems.

Der Monotheismus hat leider ein unauflösliches Problem, das schon viel Leid über die Welt gebracht hat und für Multimillionen Tote verantwortlich ist. Denn eigentlich dürfte es nur "einen" Gott geben, nur leider glauben die Menschen der Welt an "verschiedene" Götter. Und wenn überhaupt, kann halt nur eine Gruppe recht haben. So entstehen dann Gläubige und Un-Gläubige, diese "Un"-Wörter haben ja schon in anderen Formen grausame Spuren in der Menschheitsgeschichte hinterlassen.

Aber wie auch immer, das soll hier kein Exkurs zu den "Segnungen" fundamentalistischen Glaubens werden, es soll vielmehr zeigen, was Muster des Börsen-Jahres 2012 war. Wir waren das ganze Jahr Sklaven wildgewordener Politiker und Notenbankchefs quer über die Welt. Keine Woche ist vergangen, in der nicht irgendwelche Aussagen zu solchen massiven Schwankungen geführt haben. Und das hat ein Environment an den Börsen geschaffen, mit dem extrem schwierig umzugehen ist.

Sicher konnte man ahnen, dass es zum Thema des "Fiscal Cliff" noch einmal zu so einer Enttäuschung kommen würde. Ich habe es ja auch voraus gesehen, wie Sie -> hier <- vor 2 Tagen lesen konnten. Nur es nützt nichts, wenn die Einschläge über Nacht in solchem Umfang kommen. So ein Environment ist einfach "untradable", wenn man keine Kristallkugel hat, um den genauen Zeitpunkt des nächsten politischen Irrsinns vorherzusehen.

Das ist leider die Welt des Jahres 2012. Sie ist so eng zusammen gerückt, dass selbst der geistige Auswurf extremer Minderheiten zu einem eigentlich innenpolitischen Thema eines Landes die Märkte weltweit in Schwingung versetzt. Das "Headline-Risk" hat ein Ausmass angenommen, dass nur noch schwer zu ertragen ist.

Ich sehne mich auf jeden Fall nach einer Welt, in der die Märkte sich primär mal wieder aufgrund der Parameter bewegen, um die es bei den Märkten wirklich geht: Wirtschaft, Unternehmertum, Innovation.

Und ich sehne mich nach einer Welt, in der die Verhandlungen korrupter Politiker in griechischen Hinterzimmern mich genau so viel interessieren müssen, wie die Eingebungen bibelfester Fundamentalisten in den USA. Nämlich gar nicht ! Das ist aber leider nicht die Welt des Jahres 2012.

Und es zeigt mir auch ein strukturelles Problem der westlichen Demokratien. Unsere politischen Systeme haben in vielen Ländern zu einer Politikerkaste geführt, bei der nicht mehr das Wohl des Landes, sondern persönliche Manierismen im Vordergrund stehen. Die Besten und Klügsten des Landes sind in der westlichen Welt halt nicht mehr in der Politik.

Auch in Deutschland können wir das doch beobachten. Kennen Sie noch den Begriff "Vaterland" ? Er hat früher sehr emotional diese Verbundenheit zum eigenen Land ausgedrückt, den Willen das Beste für das Land zum Massstab des eigenen Handelns zu machen. Und nein, der Begriff hat nichts mit den Nazis zu tun, das ist ein sehr alter Begriff der bis ins 11. Jahrhundert, also in tiefe Mittelalter zurück geht.

Der politisch korrekte Begriff der Gegenwart dafür ist "Gemeinwesen", der aber nicht diesen persönlichen, emotionalen Unterton der Verbundenheit in sich trägt. Aber wie auch immer man es nennt, Faktum ist doch, dass die Diskussionen um die Zukunft unseres Vaterlandes politisch gar nicht statt finden. Während extrem bedeutende, die Zukunft unser Kinder beeinflussende Entscheidungen vor uns liegen, erregen wir uns über absolut nebensächliche und unwichtige Nebenthemen. Die Manierismen einer "Tea Party" sind gar nicht so weit von der politischen Landschaft Deutschlands entfernt, sie kommen halt bei uns in anderem Kleid, zum Beispiel der Obsession an Details herum zu frickeln um einer Illusion von "Gerechtigkeit" hinterher zu hecheln, während gleichzeitig die Grundfesten unseres Staatswesens erschüttert werden.

Ernsthaft, es ist ja wohl für jeden sichtbar, dass wir in Europa mitten in einer historischen Zeitenwende sind. Haben Sie den Eindruck wir führen in Deutschland eine politische Diskussion um die Zukunft unseres Vaterlandes / Gemeinwesens ?

Wir als Bürger der westlichen Welt müssen daher dringend etwas dafür tun, dass wieder Menschen in die Politik gehen, für die der historische Satz John F. Kennedys eine Selbstverständlichkeit ist:

"Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst!"

Denn erst wenn das passiert, haben nachhaltige und strukturelle Lösungen unserer Probleme wieder eine Chance. Erst wenn das passiert, diskutieren wir wieder über das, was wirklich wichtig ist. Die Frage nach der Zukunft unseres "Vaterlandes" eben.

Und erst dann, hört für uns Anleger und Trader wieder diese permanente und unerträgliche politische Intervention in den Märkten auf. Dann, wenn Politik endlich wieder für tragfähige Rahmenbedingungen sorgt, innerhalb derer die Märkte ganz alleine schwingen können. Die beste Politik ist nämlich eine, die man im täglichen Leben gar nicht merkt, weil sie kluge Rahmenbedingungen gesetzt hat. Wir haben das genaue Gegenteil. Wir huldigen dem Götzen der politischen Allmacht bis in die kleinsten Details unseres Lebens.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein paar schöne Feiertage in unserem gemeinsamen Vaterland. Ein ausführlicher Artikel zu diesem Blog und seiner Zukunft in 2013 folgt im Laufe des Tages.

Ihr Hari

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Kurztipp – 20.12.12 – Klöckner vor dem zweiten Schub nach oben

Ich möchte Ihre Augen heute noch einmal auf den Chart von Klöckner (WKN KC0100) lenken, die Aktie steht aktuell wieder - konträr zum Sektor - 4% im Plus ! In diesem Zusammenhang möchte ich an -> diesen <- Artikel von vor 2 Wochen zum Stahlsektor erinnern.

Schauen Sie mit mir auf das Tageschart von Klöckner:

Klöckner 20.12.12 T

Das Bild ist nach Lehrbuch. Nachdem Klöcker den Ausbruch vollzogen hatte und das Hoch vom September hinter sich lassen konnte, lief die Anstiegsdynamik erst einmal aus und es kam zu einer Seitwärtskonsolidierung in Form einer Bullenflagge, mit der das Ausbruchsniveau noch einmal von oben getestet wurde. Nun scheint die Konsolidierung vorbei zu sein und die Aktie scheint zum zweiten Schub nach oben Anlauf zu nehmen.

Das mögliche Ziel dieser Bewegung kann man im Wochenchart gut erkennen:

Klöckner 20.12.12 W

Die Zone um das 23er Fibo Retracement bei 10,9€ scheint ein sinnvolles Ziel zu sein. Sie sehen auch, dass Klöckner dann die Chance hat, eine saubere Cup&Handle Formation auszubilden, die dann die Grundlage für einen Vorstoss bis in die Regionen um 18€ wäre. Aber so weit sind wir noch nicht.

Zunächst haben wir einfach einen sehr sauberen und klaren Long-Trade mit einem Stop unter dem Ausbruchsniveau. Natürlich, wenn der breite Markt beliebt abzustürzen und nicht mitspielt, wird das jede dieser Formationen und Muster überlagern und den Trade scheitern lassen. Dafür haben wir ja aber den Stop und der ist gerade mal ca. 5% entfernt, was das Risiko sehr begrenzt. Davon abgesehen sieht das für mich aber nach einem guten Chance/Risiko Verhältnis aus.

Ich wünsche Ihnen gute Entscheidungen.

Ihr Hari

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Kurzkommentar – 19.12.12 – Eine kleine Chance der Bären

Wenn dieser extrem starke Markt doch noch dieses Jahr kippen sollte und die Bären ihre Krallen zeigen wollen, wäre heute oder morgen ein guter Tag. Warum ?

  1. Der Markt ist technisch überkauft und schreit geradezu nach einer Pause.
  2. Das Sentiment ist durchweg bullisch und positiv.
  3. Ein positiver Ausgang der Fiscal Cliff Diskussionen wird nun fest erwartet, was viel Raum für Enttäuschungen lässt.
  4. Die Short Rate und das Hedging ist sehr gering, alle spielen die Jahresendrally, egal ob Smart- oder Dumb-Money.
  5. Die letzten Permabären geben auf, siehe auch -> Tim Knight <-.
  6. Es gibt keinerlei aktive bärische Chart-Formationen, dafür aber jede Menge bullische Chart-Formationen.

Nichts, absolut nichts spricht aktuell für fallende Kurse. Erfahrene Beobachter von Mr. Market macht so eine Situation nervös. Denn wenn sich der fiese Mr. Market den idealen Zeitpunkt aussuchen will, um alle auf dem falschen Fuss zu erwischen, könnte heute oder morgen so ein Tag sein.

Bitte missverstehen Sie die obigen Zeilen nicht als Prognose. Alle rationalen Argumente sprechen für weiter steigende Kurse in den grossen Indizes ! Es kann auch gut sein, dass wir gerade einen Runaway-Move wie im ersten Quartal diesen Jahres erleben, der uns noch weit höher als aktuell treibt.

Es wäre also dumm, nur wegen des eigenen Instinkts aus dem Markt zu gehen. Und schon gar nicht sollte man sich gegen den Markt stellen. Nein, man sollte unbedingt von dieser Rally mitnehmen, was man kriegen kann !

Aber es sollte Anlass sein, seine Gewinne nun gut abzusichern. Denn "Complacency" im Sinne "Selbstgefälligkeit" oder "Nachlässigkeit" kann ganz schnell nach hinten los gehen !

Ihr Hari

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Chart ohne Worte – 18.12.12 – US National Gas (ETF UNG)

US National Gas (in Form des ETF UNG) scheint (Stand 15:30 Uhr) exakt an der 200-Tage-Linie zu drehen:

UNG 18.12.12

Und befindet sich in einem klaren Aufwärtstrend mit jeder Menge Potential. Das gleiche Chart aus anderer Perspektive:

UNG 18.12.12 2

Ein potentieller Long-Trade dürfte damit klar sein: Stop unter die 200-Tage-Linie unter das Tief vom 14.12.12.

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Kurztipp – 17.12.12 – Japanische Aktien und schwacher Yen, Komatsu

Mit der erneuten Wahl von Shinzo Abe zum japanischen Regierungschef, könnte am japanischen Aktienmarkt und für den Yen eine bedeutende Wende eingeleitet sein. Eine Wende die Mr. Market in den letzten Wochen schon antizipierte, als der Nikkei vermeintlich ohne Grund stieg und stieg.

Derartige Aufrufe hat es in den letzten Jahren immer wieder gegeben und nie ist wirklich etwas passiert. Japan verharrte in Stagnation und Deflation. Besonders belastet war die japanische Exportwirtschaft von der Stärke des Yen, der in Carry-Trades als Ankerwährung gegen die Euro und Dollar-Schwäche genutzt wurde.

Mit dem Regierungswechsel, steht nun aber wohl eine Zeit aggressiver Expansionspolitik der japanischen Notenbank bevor. Man wird versuchen, den Aussenwert des Yen um jeden Preis zu drücken. Und ein fallender Yen bedeutet steigende Aktienkurse bei Toyota, Panasonic, Toshiba und Co.

Um zu verdeutlichen, wir Mr. Market diese Entwicklung schon antizipiert, schauen Sie mit mir mal auf den Tageschart des Euro-Yen Währungspaares EURJPY:

EURJPY 17.12.12

Letztlich ist eine monetäre Expansion seitens der japanischen Notenbank nichts weiter als eine neue Runde, im schon laufenden weltweiten Währungskrieg der Abwertungen. Und natürlich werden FED und EZB auf ihre Art und Weise reagieren. Letztlich gewinnt in diesem Währungskrieg niemand, sondern alle Papierwährungen werden nur Zug um Zug entwertet. Das Ganze ist ein "Fools Game", für das wir in der westlichen Welt noch bitter mit Währungsreformen bezahlen werden.

Für die kurz- und mittelfristige Bewertung des japanischen Aktienmarktes muss uns das aber nicht interessieren. Eine mögliche Abwertung des Yen würde die japanische Exportindustrie befeuern und wahrscheinlich auch zu einem steigenden Nikkei führen.

Aber Vorsicht ! Der Nikkei wird in Yen notiert steigen, nicht aber notwendigerweise in EUR ! Denn die positive Bewegung des japanischen Aktienmarktes dürfte für deutsche Anleger durch die Abwertung des Yen zu einem guten Teil aufgefressen werden. Insofern sind normale Japan-Fonds eher ungeeignet und insofern macht eine Anlage in Japan eher mit einem Währungs-Hedge Sinn.

Ich habe dazu auch einen voll replizierenden ETF bei iShares gefunden, den "iShares MSCI Japan Monthly EUR Hedged WKN A1H53P". Ich habe selber keine Erfahrung mit dem Produkt, aber von der Papierform her scheint mir persönlich das genau das Instrument zu sein, um die oben antizipierte Entwicklung zu spielen. Alternativ kann man natürlich das obige Währungspaar Long EURJPY spielen und ist damit beim Kern dessen was passiert.

Das jeder Trade, auch dieser, angemessen abgesichert werden muss, weil es auch immer ganz anders kommen kann, muss ich hoffentlich nicht mehr jedes Mal explizit erwähnen.

Und noch ein kleiner Tipp. Von all den Exportwerten finde ich einen im Moment besonders interessant. Es ist die "Caterpillar Asiens", die japanische Komatsu (WKN 854658), die von einem fallenden Yen ebenso profitieren sollte, wie von wieder ansteigenden Infrastruktur-Investitionen in China. Schauen Sie sich diesen 17 Milliarden Euro schweren Bluechip einfach mal selber in allen Aspekten an. Es könnte sein, dass sich dieser Zeitaufwand lohnt. Und teilen Sie das Ergebnis Ihrer Analyse hier mit den anderen Lesern !

Ihr Hari

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Orbital Sciences – WKN 881947, ORB – Wie man im All Geld verdient (1)

Sie erinnern sich vielleicht an meinen Artikel zum neuen Wettlauf ins All ? Wenn nicht, sollten Sie -> hier <- unbedingt noch einmal rein schauen.

Am Ende habe ich einen zweiten Teil angekündigt, der sich mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten beschäftigt, im Weltall Geld zu verdienen. Beim Durchdenken der ganzen Thematik ist mir bewusst geworden, dass das Thema zu umfangreich und komplex für einen einzelnen Artikel ist. Ich werde es daher in kleinere, schmackhaftere Häppchen aufbrechen. Und heute folgt der erste Teil.

Denn wenn man meinen Artikel liest, dann ist es doch bedauerlich, dass keines dieser Unternehmen wie SpaceX schon börsennotiert ist, wir also als an den Erdball gebundene Anleger bisher nicht am Potential teilhaben können. Deshalb will ich Ihnen heute ein Unternehmen vorstellen, von dem Sie vielleicht noch nie gehört haben. Und trotzdem, dieses Unternehmen schickt seit Jahrzehnten Raketen in die Umlaufbahn und hat mit der NASA auch einen Vertrag zur Versorgung der Raumstation ISS. Es ist die in Dulles, Virginia beheimatete Orbital Sciences Corporation - WKN 881947, Kürzel ORB.

In dem 1982 gegründeten Unternehmen bauen 3800 Mitarbeiter, Launch Systems (Raketen), Raketenabwehrsysteme und Satelliten. Und das Unternehmen hat jede Menge Erfahrung mit Raketenstarts, so hat die "Taurus" Rakete seit 1994 schon 17 Satelliten in die Umlaufbahn gebracht.

Schauen Sie einfach mal ausführlich auf die recht informative Website von -> Orbital Sciences <-

Bei ORB steht nun ein grosser und wichtiger Meilenstein an. Denn nachdem Elon Musk mit SpaceX schon ein Dockingmanöver mit der ISS im Auftrag der NASA hinbekommen hat, ist Orbital Sciences nun der zweite Auftragnehmer, der für die NASA die ISS versorgen soll.

Der Start der neuen Antares Rakete für Nutzlasten bis 6 Tonnen soll Anfang 2013 statt finden, sehen Sie auch -> hier <-.

Für ORB wäre ein Erfolg ein Meilenstein. Er würde nicht nur das Unternehmen bekannter machen, sondern dem Unternehmen auch ganz neue Möglichkeiten über NASA und Pentagon hinaus eröffnen. Denn der private Markt entwickelt sich ja gerade und es gibt weltweit einen riesigen Bedarf für günstige, aber zuverlässige Startsysteme um mit grösseren Lasten die Umlaufbahn zu erreichen. Ein erfolgreicher Start und eine Dockung der Antares mit bis zu 6 Tonnen Nutzlast an der ISS, würde ORB weltweit in eine andere Liga katapultieren.

Insofern ist das Unternehmen nun in einer sehr kritischen Phase, die man auch im Kursverlauf wieder findet. Schauen wir daher doch mal auf den Wochenchart von ORB seit 2008.

Orbital Sciences 14.12.12

Sie sehen, dass da nicht viel passiert ist. Sie sehen aber auch, dass wir eine potentielle inverse Schulter-Kopf-Schulter Formation ausbilden und der RSI relative Stärke signalisiert.

Am Ende signalisiert der Chart damit die oben beschriebene Geschichte. Wenn ORB seinen Antares-Start erfolgreich abschliesst, liegen wohl erheblich höhere Kurse vor uns. Wenn nicht, ist nach unten alles möglich.

Und bei einem Erfolg, könnte ORB auch ganz schnell auf den Übernahme-Radar der ganz Grossen wie Lockheed Martin (WKN 894648) oder Boeing (WKN 850471) geraten. Denn denen knabbern SpaceX und ORB nun das Geschäft weg, wie Sie zum Beispiel -> hier <- nachlesen können.

Sie sehen, hinter Orbital Sciences verbirgt sich eine spannende Geschichte. Halte ich ORB nun aktuell für ein gutes Investment oder einen guten Trade ? Nein, nicht notwendigerweise. Selbst nicht obwohl ORB fundamental nur mit dem Buchwert bewertet wird, die Börse also im Moment kaum Potentialwert zugesteht. Die Firma ist einfach (noch) zu klein und zu abhängig von einem einzelnen Erfolg oder Misserfolg. Ausserdem zu abhängig von der NASA und dem Pentagon. Und mit dem Antares Start, steht das Unternehmen vor einer wichtigen Hürde. Heute Geld in das Unternehmen zu stecken, wäre also mehr ein binärer "Zock" nach dem Motto "Hop oder Flop". Aber zumindest keiner, bei denen Ihnen erst einmal eine Zocker-Plattform Gebühren abknöpft.

Spannend ist das Thema aber allemal. Und wenn man den "Zock" mit sehr kleinem Einsatz aus Spass mitmacht, hat man wenigstens mal wieder Gelegenheit gedanklich den Kopf in den Nacken zu legen, in den Himmel in die Triebwerke der Rakete zu schauen und "Go Go Go !" zu rufen. 😉

Und wer weiss, vielleicht prangt ja in 30 Jahre der Name "Orbital Sciences" an einer ganzen Flotte von Raumfahrzeugen zwischen Erde, Mond und Asteroidengürtel. Dieses Geschäft mit billigen Startmöglichkeiten ins All wird auf jeden Fall massiv boomen, das hat Ihnen hoffentlich mein erster Artikel über Elon Musk klar gemacht. Und ORB ist gut aufgestellt, um sich aus diesem Kuchen etwas heraus zu schneiden.

Und damit habe ich Ihnen auch ein Gefühl für den ersten Bereich gegeben, in dem man vom kommenden Boom der privaten Raumfahrt profitieren kann: mann muss erst einmal ins All kommen, um "da oben" - was auch immer - machen zu können. Und dafür braucht es billige Startkapazität, für die es schon heute auf der ganzen Welt riesigen Bedarf gibt.

Denken Sie daran: Alles ist möglich und die Zukunft ebenso voller Katastrophen, wie voller Wunder. The sky is the limit - das war einmal 😉 !

Ihr Hari

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Kurzkommentar – 13.12.12 – Phase der Richtungslosigkeit im S&P500

Ein paar ganz kurze Worte am frühen Abend zu einem sehr "lahmen" Tag im S&P500, nach der gestrigen Fed-Entscheidung. Was lernen wir aus Gestern und Heute ?

(1) Sobald ein Ereignis vorbei ist, spielt es bei Mr. Market keine Rolle mehr. So ist heute die FED "Schnee von gestern". Nun starrt alles wieder nur auf den Fiscal Cliff - heute negative Boehner-Kommentare - und schon zeigt der Markt Schwäche. Dieses Verhalten ist prognostizierbar (siehe der Selling on Strength im SPY am Tag vorher) und tradebar - deshalb meine Erwartung der Sell-the-News Reaktion gestern.

(2) Im Zeitalter der Algos gehören "Fakes" zum Standard und sind keine Ausnahme mehr. So war gestern die 1434 im S&P500 eine weit beobachtete Marke, die grosse Aufmerksamkeit des ganzen Marktes hatte. Big Money mit seinen Algos nutzt solche Stärke nach dem Ausbruch um sich massiv dagegen zu positionieren. Das wirkt in beide Richtungen, bei Hochs wie bei Tiefs. Für uns bedeutet das, mit einem Fakeout zu rechnen und Stops um diese Marken immer nur mit genügend Abstand zu halten. Falsch wäre dagegen die Schlussfolgerung, dass diese Marken keine Bedeutung haben. Im Gegenteil, sie haben sogar grosse Bedeutung. Sie werden stark beobachtet und manchmal vom grossen Geld benutzt, um den Strom der Kleinanleger abzufischen. Stärke wird verkauft und Schwäche gekauft. So einfach und so effektiv.

(3) Der Goldpreis gibt nur noch Rätsel auf. Ich verstehe ihn auf jeden Fall im Moment nicht mehr und enthalte mich daher jeden Kommentars. Denn hier funktioniert aktuell weder Charttechnik, noch Markttechnik, noch Zyklen, noch spielen die Fundamentals eine Rolle. Letzteres ist ja nicht verwunderlich, da die Comex ziemlich unabhängig vom realen physischen Bedarf schwingt. Und in den letzten Wochen - so auch gestern Nacht - gab es immer wieder merkwürdige, massive Bewegungen, die sehr danach riechen, dass hier das grosse Geld mit dem Markt spielt. Andere nennen das "Manipulation", ich nenne es einfach "Vorteilsnahme". Denn die Märkte für Papiergold bieten dem "Big Money" solche Gelegenheiten, da keine physische Hinterlegung nötig ist. Aber wie auch immer, ich kann zu Gold im Moment nicht mitreden, weil ich die Bewegungen - wie alle mir bekannten schreibenden Spezialisten auch - nicht mehr verstehe. Ich weiss nur eines: all diese Spielereien können die fundamentale Tendenz langfristig nicht aufhalten.

(4) Was heute bisher mit aktuell DAX 6580 und S&P500 1420 passiert ist, ist völlig insignifikant und hat keine Bedeutung über den heutigen Tag hinaus. Es ändert auch gar nichts an der gestern beschriebenen Situation zum Jahresende. Vergessen wir diesen Tag also einfach und machen etwas Sinnvolleres, als den heutigen erratischen Bewegungen des psychotischen Mr. Market zu folgen. Morgen geht wieder die Sonne auf - zumindest, wenn uns nicht der Himmel auf den Kopf fällt. 😉

Ihr Hari

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Marktupdate – 12.12.12 – FED, S&P500, Gold und Aufstellung zum Jahreswechsel

Die FED hat heute wie erwartet die Ende des Jahres auslaufende "Operation Twist" durch ein neues Programm ersetzt, in dessen Rahmen sie monatlich 45 Milliarden USD in den Ankauf von langfristigen Staatsanleihen stecken wird. Das war aber im Markt schon bekannt, da die FED diese Information schon vorher durch die bekannten Kanäle (eg Hilsenrath) "lecken" liess, um den Markt vorzubereiten.

Überraschend war eher die konkrete Zielmarke von 6,5 Prozent bei der Arbeitslosenquote, denn erst aber dieser Marke will die FED über ein Ende der Nullzinspolitik nachdenken. Diesen Sachverhalt sollten sich alle Anleger für die kommenden Monate nun genau merken. Denn er bedeutet, dass die Arbeitsmarktdaten für die Börsen noch höhere Bedeutung bekommen werden, als sie sowieso schon haben. Und zwar nach der nicht sofort eingängigen, inversen Logik, nach der hohe Arbeitslosenquoten "gut" für den Aktienmarkt sind und niedrige Quoten "schlecht".

Insbesondere für Gold dürfte diese Logik problematisch werden, denn die Goldrally wird erst dann zu Ende gehen, wenn die Notenbanken die Zinszügel wieder anziehen und die Politik des Helikoptergeldes beenden. Nun wird dieses Fragezeichen über jeden Arbeitsmarktdaten liegen und den Goldpreis belasten. Möglicherweise ist das auch der Grund, warum Gold vergleichsweise müde auf die heutige doch erhebliche Ausweitung des Quantitative Easing reagiert hat. Nichts desto trotz hat Gold nun auch das Tief vom 05.11. bestätigt und sollte daher nun weiter nach oben laufen. Und die Goldminen haben heute endlich Fahrt nach oben aufgenommen.

Die Indizes reagierten auf die neue geldpolitische Lockerung mit einem Freudensprung und eine Bewegung über die 1434 Marke hinweg bis 1439 im S&P500 invalidierte endgültig das alte Schulter-Kopf-Schulter Topping-Szenario. Damit ist der Weg nach oben nun frei.

Ein Closing über der Marke von 1434 hat nun umgedreht ebenso grosse Bedeutung als Nackenlinie einer gigantischen inversen SKS Formation, deren rechnerisches Kursziel (measured move) bei ca. 1525 liegen würde. Sehen Sie selbst:

S&P500 12.12.12

Nun konnte der Markt die Bewegung über 1434 im späten Handel nicht halten und fiel bis auf die Nulllinie im Index zurück. Das war aber für Leser dieses Blogs nicht überraschend und stellt die nach solchen Entscheidungen ganz typische "Sell the News" Reaktion dar. Die Stärke der Gegenbewegung war auch nicht so gross, als das man da viel hinein interpretieren müsste.

So ist nun die vorletzte Hürde zum Jahresende aus dem Weg geräumt. Und da die politischen Gespräche zum "Fiscal Cliff" sowieso bis zur letzten Sekunden laufen werden, hat der Markt nun ein paar Tage um nach oben zu laufen.

Das erscheint mir daher als ein guter Zeitpunkt, um Sie auf zwei typische Aspekte so eines Jahreswechsels hinzuweisen:

Erstens ist es ganz typisch, dass zum Jahresende hin die Aktien besonders gut laufen, die schon das ganze Jahr über gut gelaufen sind. Man nennt das "Window Dressing" und das ist nichts weiter als der Versuch der "Looser" bei den öffentlichen Fonds, sich zum Jahresende in der Herde zu verstecken, frei nach dem Motto "ich hab die Aktien doch auch, was soll ich machen ?". In den ersten Tagen des neues Jahres werden dann aber typischerweise neue Favoriten vom institutionellen Geld ausgewählt.

Deswegen macht es Sinn zum Jahresende hin noch die alten Gäule zu reiten, in den letzten Handelstagen zwischen Weihnachten und Neujahr dann aber die Pferde zu wechseln und auf Aktien zu setzen, die einerseits attraktive Bluechips sind, andererseits aber in diesem Jahr nicht so richtig vom Fleck kamen. Dazu fallen Ihnen liebe Leser sicher einige Kandidaten ein, lassen Sie doch alle an Ihren Ideen teilhaben.

Zweitens, ist das Jahresende typischerweise von einem ruhigen Hochschieben der Märkte bei geringer Volatilität geprägt. Der Fiscal Cliff ist das letzte Ereignis, das für hohe Volatilität gut ist - von den "schwarzen Schwänen" abgesehen natürlich.

So eine Phase erlaubt stark mit Trailing Stops zu operieren, und daher auch mal höhere Risiken auf der Long-Seite einzugehen. Denn in einem volatilen Environment funktionieren Trailing Stops nicht, man wird dann nur permanent aus den Positionen gehauen, nur um dann zu sehen wie der Kurs doch wieder dreht. In einem Environment mit niedriger Volatilität und wenig Exposure zu politischen Überraschungen, sind Trailing Stops aber eine tolle Sache, um mal grössere Positionen im Markt zu halten, ohne dabei zu grosse Risiken einzugehen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gute Entscheidungen und eine gute Nacht !

Ihr Hari

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Kurzkommentar – 11.12.12 – DAX und S&P500 vor wichtigen Marken

Die heutige Marktstärke des DAX bis zum frühen Nachmittag zeigt ganz eindeutig, dass die Jahresendrally schon im vollen Gange ist. Auffällig und durchaus typisch für solche Phasen ist insbesondere, dass auch lange verprügelte Aktien nun klare Lebenszeichen zeigen - erwähnt seien in Deutschland in diesem Zusammenhang Klöckner (KC0100), Wacker Chemie (WCH888) oder Leoni (WKN 540888). Und selbst E.ON (WKN ENAG99) springt heute zum ersten Mal nach dem Absturz so richtig an.

Mit dem heutigen Tag stehen die beiden Indizes nun aber vor ganz entscheidenden Wegmarken. Der DAX vor der 7600 Marke, dem letzten Verlaufshoch des 02.05.11, das den DAX noch von einem freien Weg bis zu historischen Höchstständen trennt. Und der S&P500 vor der 1434 Zone, die die alten Hochs von Anfang November markiert und damit die rechte Schulter der alten SKS Formation bildet. Ein Anstieg über diese rechte Schulter, würde die alte SKS Formation invalidieren und den Weg zu Jahreshöchstständen und darüber hinaus frei machen.

Betrachtet man die technische Situation des Marktes und die innere Stärke, die insbesondere gestern im Umgang mit Berlusconi wieder unter Beweis gestellt wurde, gibt es wenig, was gegen eine Fortsetzung dieser Rally bis zum Jahresende und darüber hinaus spricht.

Aber - und ohne aber geht es natürlich nicht - der Markt hat nun einen positiven Ausgang zweier in Kürze noch ausstehender Ereignisse schon einpreist. Morgen kommt die FED mit ihrem Statement und neuen Massnahmen. Und eine Ausweitung der Liquiditätsspritzen wird vom Markt fest erwartet. Und in den nächsten Tagen muss eine Einigung zum "Fiscal Cliff" erreicht werden, auch hier geht der Markt nach den letzten Meldungen von direkten Kompromissgesprächen zwischen Boehner und Obama fest von einer Lösung aus.

Wir sind nun also technisch überkauft und kurz vor wichtigen Marken. In diesem Zustand haben wir einen positiven Ausgang der beiden wichtigen offenen Fragen schon teilweise eingepreist. Und das Ausmass des "Hedgings" über inverse (Short-) ETFs ist auf sehr niedrigem Niveau, wir haben also "Complacency" im Markt.

Was bedeutet, dass wenn eine Enttäuschung kommt, diese zu einer heftigen Reaktion führen dürfte. Glaube ich, dass so eine Enttäuschung kommt ? Nein, eher nicht. FED wie Boehner oder Obama wissen, was sie dem Land schuldig sind.

Meine Einschätzung der Lage lautet also: Mit Wahrscheinlichkeit gibt es keine Enttäuschung und die Rally geht mit Macht weiter. Historische Höchststände im DAX sind bis ins neue Jahr hinein keineswegs utopisch. Wenn aber das weit weniger wahrscheinliche Szenario einer überraschenden Enttäuschung doch eintritt, sollten wir uns auf heftige Marktreaktionen einstellen. Denn dann trifft der Verkaufsdruck auf nahezu keine Gegenwehr mehr. Ich werde mich bei meiner Positionierung zum Jahresende also an beiden Aspekten orientieren.

Ihr Hari

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Maktanalyse – 10.12.12 – Der DAX im Banne Berlusconis

Nach der Hälfte des Wallstreet Handels kann man ein erstes Fazit ziehen, wie der DAX und Co. auf Berlusconis Rückkehr reagiert.

Im frühen Handel hing der DAX lange am Ausbruchsniveau bei 7480, während der MIB40 mit bis zu 3,5% Minus ein deutliches Urteil sprach. Auch die anderen europäischen Märkte wurden mitgezogen, der IBEX35 war lange auch mehr als 2% im Minus. Dann kam die Wallstreet und brachte Beruhigung. Und damit normalisierten sich die Indizes auch in Europa wieder.

Technisch gesehen ist dieser erfolgreiche Test der 7480er Zone sehr positiv zu werten und legt im DAX den Boden für weitere Kursgewinne zum Jahresende. Wäre der DAX darunter gefallen, hätte es sehr schnell, sehr gefährlich werden können.

Kann man nun daraus ableiten, dass der Wallstreet die Entwicklung in Italien egal ist oder sie die europäischen Reaktionen als übertrieben wertet ?

Nein ich glaube nicht. Wir haben es hier eher mit einer Wahrnehmungs-Disparität über den Atlantik hinweg zu tun. Die Wallstreet ist gedanklich völlig vom Fical Cliff absorbiert. Und dann steht auch am Mittwoch Abend noch die FED an, von der eine Erweiterung ihrer Stimulierungsprogramme erwartet und auch schon teilweise eingepreist ist. Schauen Sie einfach mal auf den -> Marketwatch <- des Wall Street Journals und zeigen mir die Nachrichten zu Berlusconi, während diese in Europa Leitartikel nahezu jeder seriösen Wirtschafts- und Tageszeitung sind.

Nun können Sie sich mit mir fragen, welche Seite des Atlantik hier eine falsche Wahrnehmung hat. Übertreiben die Europäer mit ihrer Aufregung ? Oder übersehen die Amerikaner wichtige Zusammenhänge unter der Decke der Eurozone ?

Ehrlich gesagt glaube ich tatsächlich, dass die Amerikaner im Moment wegen ihres Fiscal Cliffs ein Wahrnehmungsproblem haben. Der Blick ist nun nach innen gerichtet, während er vorher über ein Jahr jede Zuckung eines europäischen Politikers zum Thema machte. Erinnern Sie sich daran, wie jede Äusserung eines griechischen Hinterzimmerpolitikers zu massiven Bewegungen an den Märkten führte und Parlamentsreden in Athen Live übertragen wurden ? Erstaunlich, wie sich Wahrnehmung ändert.

Was bedeutet das nun für die Zukunft:

1. Der Markt hat heute seine Stärke unter Beweis gestellt, die Aussichten für ein Fortschreiten der schon laufenden Jahresendrally, insbesondere im DAX, stehen damit gut.

2. Das Verwirrungs- und Störungspotential das von Berlusconi ausgeht zu unterschätzen, wäre aber ein grosser Fehler. Auch in Italien dürfte sich nun bald weihnachtliche Ruhe über die Politik senken, falls die kommende Anleihenauktion noch ganz brauchbar läuft. Spätestens im neuen Jahr dürfte es dann aber mit Polemik und Wahlkampf losgehen. Und dann werden auch die Amerikaner wieder jede Zuckung genau beobachten.

3. Das Kernproblem ist nicht ob Berlusconi wieder an die Regierung kommt, damit ist sowieso eher nicht zu rechnen. Das Kernproblem ist das Obstruktionspotential, dass von einer starken, populistischen Minderheit ausgeht. Denn Italien braucht eine starke Regierung. Zwar ist das unserer Kanzlerin zugeschriebene Junktim "Europa scheitert, wenn der Euro scheitert" nach meiner Ansicht weit übertrieben. Aber ein Satz wie "Wenn Italien scheitert, scheitert der Euro" ist in meinen Augen absolut zutreffend. Italien muss seine Lage unter Kontrolle bringen, sonst zerfällt die Währungsunion. Ein griechisches Szenario in Italien kann kein Rettungsschirm mehr kontrollieren. Und wenn die Wallstreet diesen Zusammenhang wieder stärker wahrnimmt, werden Meinungsumfragen mit hohen Prozentsätzen für Berlusconis auch wieder zu sofortigen Marktbewegungen führen.

4. Bis dahin muss der Markt noch diesen "Fiscal Cliff" aus dem Weg geräumt sehen, dann steht ein paar ruhigen und positiven Tagen bis ins neue Jahr hinein wohl nicht mehr viel im Weg. Frei nach dem Motto: wen Berlusconi nicht tangiert, den bringt wenig aus der Fassung. 😉

Ihr Hari

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Kurzkommentar – 10.12.12 – Wir danken Silvio !

Ich will heute früh vor dem Handelsstart nur ein paar Zeilen zu den neuesten Entwicklungen in Italien rund um Berlusconi los werden. In meinen "Live Tips" habe ich über das Wochenende ja schon ein paar Artikel verlinkt.

Wir haben heute eine ganz kritische Phase, ein Tag an dem wir sehr aufmerksam sein müssen. Denn mit Silvio Berlusconis Rückkehr (-> hier <- noch ein aktueller Artikel) besteht die Gefahr, dass die Eurokrise an den Märkten wieder aufflammt.

Gerade hatten sich die Märkte was die Eurozone angeht ruhig zurück gelehnt, die einzige Sorge des restlichen Jahres war der "Fiscal Cliff" in den USA. Und auch ich hatte im Artikel vom Freitag geschrieben: "Und ich kann auch politisch in den kommenden Wochen in der Eurozone nichts sehen, was diese Bewegung nachhaltig aufhalten sollte." So kann man sich irren.

Schon im frühen Handel sehen wir nun aber die typischen Effekte: schwacher Euro, steigendes Gold, steigende Renditen bei den Staatsanleihen der PIGS, steigender Bund-Future. Noch ist die Bewegung verhalten. Noch. Noch halten wir uns im DAX-Future auch oberhalb der Ausbruchszone um die 7480, die nun sehr wichtig als Unterstützung ist.

Aber erst der heutige, volle Handelstag inklusive Wallstreet wird zeigen, ob es dabei bleibt. Und was Big Money wirklich darüber denkt. Das Fiese dabei ist, wenn die Angst um den Euro nun wieder aufflammen sollte, findet sie die Börsen in einem Zustand der "Complacency" vor, die sich unter anderem in bullischem Sentiment und einer sehr geringen Quote an Short-Absicherungen ausdrückt. Alle sind nun auf die Jahresendrally gepolt und haben auch an den "Fiscal Cliff" eine latent positive Erwartung im Sinne "kicking the can down the road".

Genau dieser Seelenzustand der Börsen, macht aber überraschende Abwärtsbewegungen dann so dynamisch und giftig. Denn es dürfte kaum Gegenwehr vorhanden sein, wer zum Jahresende investiert sein will, dürfte es seit letzter Woche zu einem guten Stück sein.

Das bedeutet nicht, dass es heute dazu kommen muss. Es kann auch sein, dass die Märkte stark genug sind, Berlusconi einfach zu verdauen. Aber ich bin mir nicht sicher und kann es Ihnen heute früh einfach nicht sagen. Erst heute Abend, wenn der Markt real gezeigt hat wie er das einsortiert, lässt sich eine seriöse Schlussfolgerung über die Auswirkungen vornehmen.

Deshalb gilt heute für mich allerhöchste Vorsicht, insbesondere bei allen Trades die mit dem "Club Med" Bereich der Eurozone zu tun haben. Wer in Gold ist oder von einer erneut anziehenden Konjunktur in China beeinflusst wird, kann dagegen gelassener in den Tag schauen.

Und so bleibt mir persönlich nur, mein Haupt voller Bewunderung vor dem sowieso schönsten Mann, besten Lover, begnadetsten Politiker und überhaupt bestem Menschen dieses Kontinents zu verneigen: Silvio, wir danken Dir für alles, was Du selbstlos für uns getan hast !

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag !

Ihr Hari

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Kurzkommentar – 07.12.12 – Wallstreet bremst starken DAX

Heute Abend mitten im Wallstreet Handel, ein paar Worte zur Lage im DAX.

Die Welt könnte so einfach sein. Der DAX will mit Macht hoch und auch historische Jahreshöchststände wären bei dem derzeitigen Kaufdruck keineswegs bis Jahresende ausgeschlossen.

Aber die Wallstreet hängt dem DAX wie ein Mühlstein um den Hals und zerrt ihn immer wieder runter. So auch heute. Wir hatten überraschend gute Arbeitsmarktdaten, der S&P500 wickelte den erwarteten Gapfill bei 1410 ab und bekam dann trotzdem im späten Handel erneut den "Hintern" nicht richtig hoch. Zumindest nicht bis 19.30 Uhr, dem Zeitpunkt dieses Artikels. Wenn da im späten Handel nicht noch massiv gekauft wird, scheint die 1420er Zone für den S&P500 aktuell schwer zu überwinden sein, während der DAX schon auf Jahreshöchstständen notiert.

Auch was bei Apple heute erneut geschieht, sieht bedenklich aus. Die Fortsetzung der gestrigen Rally wurde sofort wieder abverkauft und zum Zeitpunkt des Artikels notiert Apple 2,6% im Minus ! Damit ist der Doppelboden und der Swinglow bisher zwar nicht negiert, aber auch nicht bestätigt und nun hohe Vorsicht angebracht. Es zeigt erneut, wie sinnvoll es ist, bei antizipierten Wenden auf Bestätigung am Folgetag zu warten, selbst wenn einen das im positiven Fall etwas Performance kostet.

Schauen wir doch nun mal auf das langfristige Chartbild des DAX aus Wochensicht, das einen Blick zurück bis 2007 erlaubt:

Sie sehen den bullischen "Descending Broadening Wedge" der sich seit September aufbaute, den ich -> hier <- ja vor einem Monat thematisiert hatte. Ich habe ihn bewusst mal eher als parallele "Bullenflagge" eingezeichnet, weil man in diesem kleinen Massstab so besser sehen kann, wie durch einen Fakeout am 16.11. nach unten (roter Kreis) ganz klassisch Stops gezogen wurden, nur um dann richtig nach oben Fahrt aufzunehmen. "Bullflag" und "Descending Broadening Wedge" sind auch recht ähnliche Formationen.

Seit diesem Fakeout läuft der DAX massiv nach oben, man kann jeden Tag geradezu fühlen, wie Vormittags frisches Geld in den Markt strömt, während Nachmittags die Wallstreet wieder etwas nach unten zerrt. Aber trotz dieses Gegenwindes aus den USA, ist der DAX überzeugend aus dem Wedge ausgebrochen und hat Jahreshöchststände erreicht.

Betrachtet man das Momentum der Bewegung und die Grösse der Konsolidierung im "Wedge" kann man daraus ableiten, dass der DAX dieses Jahr noch lange nicht fertig ist. Die nächste Hürde wäre, das Verlaufshoch vom 02.05.2011 bei 7600,43 zu überwinden. Das dürfte vielleicht noch einmal ein wenig "ruckeln", danach wäre aber der Weg zu dem historischen Höchststand vom 09.07.2007 bei 8151,53 frei.

Ja, Sie haben richtig gehört, historischer Höchststand ! Wobei das ja aufgrund der Tatsache, dass der DAX ein "Performance-Index" ist der Dividenden inkludiert, nicht so ganz richtig und zumindest mit den meisten anderen Indizes nicht zu vergleichen ist. Gegenüber dem Jahr 2007 müsste der DAX 10-12% höher stehen als im Sommer 2007, weil nur das eine identische Marktkapitalisierung bedeutet. Denn Dividenden dürften in den 5 Jahren ungefähr in diesem Umfang aufgelaufen sein. Berücksichtigt man dann noch die Inflation, müsste der DAX eher sogar ca. 20% höher stehen, um für die Anleger den identischen realen "Wert" des Jahres 2007 zu haben.

Aber wie auch immer, der DAX hat nach meinem Eindruck für sich alleine genügend Momentum, um noch dieses Jahr oder Anfang 2013 historische Höchststände zu erreichen. Und ich kann auch politisch in den kommenden Wochen in der Eurozone nichts sehen, was diese Bewegung nachhaltig aufhalten sollte.

Wenn - ja wenn - da die Wallstreet nicht wäre ! Und die schwankt und hat durchaus Zeichen einer Topbildung. Klar wird immer die Diskussion um das Fiscal Cliff angeführt, aber ob die wirklich so entscheidend ist, bin ich gar nicht sicher.

Denn ein "kicking the can down the road" - sprich ein Verschieben der Entscheidung bis 2013 - ist doch Common Sense. Im Gegenteil, sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass die Politik der US so unverantwortlich ist, es über den Jahreswechsel hinweg "darauf ankommen zu lassen", können wir uns wohl auf einen geharnischten Absturz in den Indizes einrichten. Denn dann wird die Wallstreet der Politik zeigen, wo der Hammer hängt und danach wird ganz schnell Hektik in den beiden Abgeordneten-Häusern ausbrechen.

Um diesen Zusammenhang zu verstehen, darf man nicht von Deutschland mit seiner gesetzlichen Rentenversicherung im "Generationenvertrag" auf die USA schliessen. In den US haben breite Bevölkerungsschichten ihre Alterssicherung in Form von Aktiensparplänen. Zusammen brechende Kurse kommen also sofort bei den Wählern und bei ihrer Kaufkraft an. Ganz anders als in Deutschland. Übrigens auch ein Grund, warum die FED die Kurse um jeden Preis zu stützen versucht.

Aber dieses unwahrscheinliche Szenario einer unverantwortlichen politischen Klasse, ist derzeit das einzige, für mich heute sichtbare - kleine aber bedeutende - Risiko, das einem fröhlichen Jahresabschluss im DAX im Wege steht. Abgesehen natürlich von den berühmten "schwarzen Schwänen". Aber da die eben schwarz und nicht grau sind, macht es auch keinen Sinn darüber zu spekulieren. 😉

Schaut man über den Jahreswechsel hinweg, wird es entscheidend sein, wie sich die Erwartung der Unternehmensgewinne entwickelt. Denn nach meinen Eindruck ist die Wallstreet aktuell deshalb so zögerlich, weil Sie sinkenden Gewinne bei den Firmen befürchtet - eine Topbildung eben, Apple ist da nur der Vorreiter. Und wenn sich dieser Trend fortsetzt, wird sich der kleine DAX den Bleigewichten der Wallstreet nicht entziehen können. So stark ist der DAX alleine auch nicht.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende !

Ihr Hari

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Kurztipp – 06.12.12 – Doppelboden bei Apple ?

Apple (WKN 865985) legte heute eine dynamische Wende hin. Zur Handelseröffnung um 15.30 Uhr tauchte die Aktie bei hohem Volumen erneut über 3% ins Minus und erreichte bei 518,63 USD das Minus des Tages. Dann setzten starke Käufe ein, die Apple schon um 16:00 Uhr wieder an die Nulllinie brachten. Aber damit nicht genug, am Ende schloss der Titel mit Plus 1,5%, einer relativen Bewegung Intraday von fast 5% Plus !

Wenn diese Stärke Morgen bestätigt wir - und diese Bestätigung ist wichtig - dann haben wir ein SwingLow gebildet. Und wenn Sie mal einen Blick auf den Tageschart werfen, sehen Sie einen potentiellen Doppelboden, der aufgrund des höheren zweiten Bodens bullischen Charakter hätte. Auch der RSI sendet Signale relativer Stärke.

Es besteht nun also nach meiner Ansicht eine gute Wahrscheinlichkeit, dass Apple erneut zur 200-Tage-Linie bei derzeit ca. 600USD läuft, die auch ungefähr dem 50er Fibo Retracement des Absturzes entspricht. Und es ist immer noch gut möglich, dass diese beim zweiten Versuch durchschlagen wird, mit folgendem Kursziel 640-650 USD. Eine Sicherung falls dieses Szenario doch nicht eintrifft - was jederzeit möglich ist, weil es Garantien an der Börse nicht gibt - wäre ganz trivial ein Stop unter dem Doppelboden.

Wenn Sie mich fragen, was ich nun grundsätzlich von der Apple-Story halte, kann ich wie alle anderen nur ohne jeden Edge raten. Wenn Sie meinen "Daumen im Wind" ohne besondere Qualifikation trotzdem noch wissen wollen, vermute ich eher, dass der immerwährende Anstieg von Apple endgültig gebrochen ist. Ich gehe von einem langsamen Bröseln der Margen - auf hohem Niveau - aus. Damit ist Apple immer noch ein tolles Unternehmen mit gigantischem Cashflow. Aber die derzeitige Bewertung an der Börse ist nur aufgrund der sensationellen Margen denkbar.

Neue absolute Hochs dürften sich dann aber mit fallenden Margen nicht mehr so schnell einstellen. Dazu bräuchte es einen neuen innovativen Kracher der wieder Margen von 60% ermöglicht. Apple TV wird das nach meiner Ansicht nicht sein, weil es durch die weltweit verschiedenen Normen, Standards und Sehgewohnheiten nicht beliebig in der ganzen Welt multiplizierbar und skalierbar ist. Etwas anderes ist aber nicht auf dem Radar. Was ja nicht ausschliesst, dass dergleichen doch überraschend kommt, nur das wäre blindes Raten. Je länger aber eine echte Innovation nicht kommt, desto stärker werden die Stimmen werden, die möglicherweise zu Recht die Einzigartigkeit von Steve Jobs Innovationskraft in den Vordergrund stellen. Dem Kurs dürfte das nicht helfen.

Kurzfristig könnte Apple aber im 4. Quartal so gute Umsätze produzieren, dass die oben skizzierten 640-650 USD Ende des Jahres auch fundamental unterstützt wären. In Anbetracht der vorhandenen Produkte kann man mit Fug und Recht ein sehr gutes Weihnachtsgeschäft erwarten. Danach würde ich persönlich einen Long-Trade bei Apple nach heutigem Wissensstand aber erst einmal verlassen und mir das Spektakel von der Seitenlinie anschauen.

Und übrigens, falls Apple bis in die Zone 640-650 USD läuft und dem Anstieg dann die Luft ausgeht, dann hätten wir eine riesige und üble Schulter-Kopf-Schulter Topformation gebildet, die Sie auf dem Chart schon ahnen können. Das ist nun aber sehr (zu) viel Konjunktiv im Sinne "wenn" und "würde". Allerdings ist eines schon jetzt klar: der Markt wird sich massiv über diese Möglichkeit den Kopf zerbrechen, sollte Apple nun tatsächlich in diese Region laufen.

Ihr Hari

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Stahlsektor vor dem Rebound ? – 05.12.12 – Salzgitter, Klöckner drängen nach oben.

Heute, zum Handelsende beim DAX, ein paar Zeilen zum Stahlsektor, der ebenso wie Salzgitter und Klöckner offensichtlich an einem Rebound arbeitet. Wurde ja auch mal Zeit. 😉

Auslöser ist wohl China mit zunehmend hoffnungsvollen Wirtschaftsdaten. Und damit korrelieren auch Preiserhöhungen, die nun im Markt in Gang kommen. Ich hatte China ja vor kurzem schon -> hier <- in den Fokus genommen.

Schauen wir doch mal auf die Charts der beiden von mir favorisierten Titel Salzgitter (WKN 620200) und Klöckner (WKN KC0100), die heute beide mit über 3% Plus nach oben drängten.

Thyssenkrupp ist für mich dagegen nach wie vor ein "NoGo". Die Anfang des Jahres unter dem Titel -> Vom Donnerhall zum Anlagenbauer <- beschriebenen strukturellen Gründe, gelten für mich nach wie vor fort. Die Strategie kann mich immer noch nicht überzeugen und es ist für mich gar nicht mal ausgeschlossen, dass es Thyssenkrupp schafft, die zum Höhepunkt des Stahlbooms beschlossenen Stahlwerke in Amerika nun exakt zum Tiefpunkt des Zyklus zu verkaufen. Perfektes Timing sozusagen. 😉

Schauen wir also auf das Tageschart von Salzgitter:

Die Lage ist völlig klar. Wir haben einen neuen, mehrfach durch immer höhere Hochs bestätigten Aufwärtstrend, an dem es nichts zu deuteln gibt. Zeichnet man den Trend als Trendkanal ein, dürfte klar sein, dass nun im Bereich der 38€ - dort wo das 50er Fibonacci Retracement liegt (grüner Stern) - mit einer technischen Gegenbewegung nach unten zu rechnen ist.

Ansonsten sollte man so einen Trend in meinen Augen einfach mal laufen lassen und sich mit Stops unter dem Trend für einen Trendbruch absichern. Wenn sich der Rebound des Stahlsektors aber bewahrheitet, dürfte hier möglicherweise eine Long-Chance liegen, die man in dieser Klarheit nicht so oft bekommt.

Nicht ganz so klar ist die Lage bei Klöckner. Allerdings stellt der Kaufdruck der heute im späten Handel - trotz Schwäche der Wallstreet - aufkam, ein starkes Signal dar. Schauen Sie auf das Tageschart von Klöckner, das ich bewusst so komprimiert habe, dass wir bis 2011 zurück blicken können:

Sie sehen das gewaltige Potential, das im Titel steckt. Und Sie sehen auch das Besondere des heutigen Tages - wir haben heute bei Klöckner zum ersten Mal seit Juli 2011 die 200-Tage-Linie zurück erobert !

Was die Aktie nun braucht, ist eine überzeugende Bewegung über das Verlaufshoch vom 14.09.12 bei 8,848€. Sollte das nun kommen, haben wir auch bei Klöckner einen neuen Aufwärtstrend und werden wohl schnell das 23er Fibonacci Retracement bei ca. 10,9€ ins Auge fassen können. Die sinnvolle Absicherung ist auch bei Klöckner wie bei Salzgitter, ein Stop unter dem neuen Trendkanal.

Ich wünsche Ihnen gute Entscheidungen !

Ihr Hari

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