Hari Live Stream 30.06.22

Nichts mit anzufangen ZH2

Das ist doch lustig. Der Markt schafft es so auf den Punkt die Zahlen abzuliefern, dass Niemand - weder Bullen noch Bären - damit richtig etwas anfangen kann.

Minimal geringere Inflationsdaten, aber das noch im Bereich der Rundungsfehler sozusagen, kann man schlicht vergessen.

Und so reagiert der Markt auch vorbörslich, ohne Richtung. Was nun bedeutet, dass es darauf ankommt was der Markt daraus machen will, beide Seiten könnten das für sich als Bestätigung werten:

Wir sind also keinen Schritt weiter, weder so noch so.

Freier Fall ZH4

Das hier bei Bitcoin ist "Freier Fall". Ich habe es noch logarithmisch dargestellt, da sieht es nicht ganz so gruselig aus, aber wir hatten kaum eine Gegenbewegung in den letzten Tagen und nun fällt es wieder massiv:

Natürlich tragen -> solche Berichte <- dazu bei und ich gehe davon aus, dass etwas dran ist, denn überall wo man schnelles, leichtes Geld machen kann, wachsen auch solche Blüten und Ungleichgewichte - das war schon immer so.

Ich kann ihnen nicht sagen ob das "nur" eine Korrektur bei den Cryptos ist oder der Anfang vom Ende, weil nun jede Menge Pleiten kommen. Was mich aber (schon immer) extrem auf Abstand gehen lässt, ist dieses beschwörende Gesundbeten in der Szene, dieses sich gegenseitig vergewissern, dass man "die Zukunft" ist. Womit indirekt auch das schöne Gefühl erzeugt wird, dass die anderen ja nur zu doof sind, ein Abgrenzungs-Mechanismus der allen Gruppen gemein ist, die sich einer Sache verschrieben bzw verschworen haben.

So hält man auf jeden Fall die Massen bei der Stange, es sind die Crypto-Wale, die ganz vorne dabei waren und damit zu Millionären und Milliardären wurden, die ein besonderes Interesse daran haben und hatten, die Nachzügler immer wieder zu "beseelen".

Erneut, ich fälle damit kein Urteil, das Urteil wird die Geschichte schreiben. Ich persönlich glaube nicht dass die Cryptos ganz verschwinden, glaube aber auch nicht, dass der maximale Schmerz schon ansatzweise erreicht ist. Ich vermute instinktiv, dass aus dieser Bereinigung dann etwas erwächst, das dauerhafter Bestand haben kann. Um diese Kräfte der Neuorganisation zu wecken, muss der Schmerz aber erst stärker werden und Kapitulation einsetzen.

Ich denke halt nicht in Schwarz und Weiss, sondern in Wahrscheinlichkeiten und Risiken und wenn ich solche Kommunikationsstrukturen sehe, solche hohle Selbstgewissheit wie sie der Szene gerne innewohnt, dieses Maß an Emotion das keinem Investment gut tut, dann sehe ich bekannte Muster und hohe Risiken und halte lieber Abstand.

Grund für FOMO gibt es hier sowieso nicht, gutes Geld verdienen und X-Bagger finden kann man auch da, wo echte Geschäftsmodelle die Grundlage von Bewertung sind - bei Aktien.

Ich glaube nach wie vor, dass elektronisches Geld die Zukunft ist, aber ohne institutionelle Garantie habe ich wie schon vor Jahren gesagt größte Zweifel an der Dauerhaftigkeit aller Ansätze.

Quartalsende ZH4

Falls es jemand noch nicht mitbekommen hat, heute ist das Quartalsende des 2. Quartals und gleichzeitig ist am kommenden Montag 04.07. mit dem Independence Day erneut ein Börsenfeiertag.

Was bedeutet das?

Zunächst mal hatten wir ein mieses Quartal und insofern ist auch das positive Window-Dressing zum Quartalsende weggefallen, denn alles was man den Anlegern nun im Bericht zeigen will, ist "auf der sicheren Seite" zu sein und Risiken reduziert zu haben.

Morgen am Freitag ist dann zwar ein neues Quartal, ob man sich da aber vor dem langen Wochenende zu positionieren bereit ist, ist eher fraglich. Weswegen wir heute und morgen wahrscheinlich eher vergessen können.

Ab Dienstag 05.07. wird es aber nicht zwingend besser, die Frage nach *Peak Inflation* steht weiter im Raum, diese Frage zu der uns die Daten heute keine klare Botschaft gegeben haben. Und dann steht die Quartalssaison wieder bevor und die Sorge wird groß sein, dass hier reihenweise die Forecasts zusammengestrichen werden.

Lange Rede kurzer Sinn, ich rechne weder am morgigen Freitag, noch in der kommenden KW27 mit Katalysatoren, die den Markt ernsthaft nach oben drücken können.

Die erste Chance dafür ist die KW28 mit den vollen Inflationsdaten und dem Beginn der Quartalssaison mit den Großbanken. Gerade die Großbanken sind spannend, weil die etwas zur Konjunktur und Zahlungsfähigkeit ihrer Kunden sagen können.

Im Chart des SPX sieht dieses Modell so aus, ich habe für die kommende KW27 mal eine blaue Pseudokerze eingemalt, die die theoretische Bandbreite visualisiert und letztlich sagen will, dass die kommende KW27 vermutlich nicht viel an der großen Gemengelage ändern wird.

Erst dann kommen wieder die Katalysatoren, die den Markt ganz grundsätzlich nach oben oder unten in Bewegung bringen sollten.

Das nur zur Pi-mal-Daumen Einordnung des großen Bildes.

Europa vor dem Fall ZH4

Nein, nein, "der Russe" kommt (noch) nicht und steht auch nicht vor Berlin. Der "Fall" bezieht sich nur auf die Kurse im Eurostoxx50, die im Weekly nun theoretisch einen Doppelboden bilden könnten:

Aber nur theoretisch, denn die Price-Action hat eher eine Tendenz nach unten und sieht prekär aus.

Das liegt daran, dass bei einem echten Doppelboden das rechte Tief eher noch ein kurzer Test ist, der Markt will es noch einmal wissen, prallt endgültig ab und dann geht es hoch.

Hier aber sieht das anders aus. Nun in der dritten Woche kommt genau da wo der Rebound kommen müsste keiner zustande und die Kurse eiern am Abgrund entlang. Im Daily kann man schön sehen, wie wenig Gegenwehr da existiert:

Das ist nichts das nach einem Boden riecht, nach einer Fortsetzung nach unten dagegen eher.

Nun muss ich hier wieder anfügen, dass das wie alles nur eine Tendenz ist, es braucht nur eine überraschend positive, global wirksame Nachricht und das Bild sieht anders aus. Und auch eine Wallstreet im Rallymodus zieht den Eurostoxx einfach mit.

Aber es lohnt sich idR trotzdem sich daran zu orientieren, was der Markt im Hier und Jetzt für Signale gibt. Und dessen Verfasstheit deutet nicht auf einen Boden hin, sondern eher darauf dass nach dieser Ruhepause weitere Risiken sehr real sind.

Wie heisst es so schön? "Watch out below!"

Aktien des Tages

Viel gibt es ja nicht, aber schaun mer mal ....

Northrop Grumman (NOC) ZH4

NOC will eher nach oben. Man könnte hier auch über ein Doppeltop philosophieren - Chartstrukturen sind selten eindeutig - aber die von unten steigenden Tiefs drücken mich eher in die bullische Interpretation:

Quanta Services (PWR) ZH4

Nicht zu fallen ist in diesem Markt schon Ausweis von Stärke. Insofern hat der Stromdienstleister ein starkes Chart:

Solaredge (SEDG) ZH4

Ähnliches gilt für SEDG. Während die Solaraktien scharf korrigiert haben, eiert SEDG seit einem guten Jahr mit großer Schwankungsbreite seitwärts und gibt die Nach-Covid Gewinne nicht wieder ab.

Wir wissen nicht wann das passiert, aber solche langen Konsolidierungen haben die Tendenz dann irgendwann wieder in eine starke, direktionale Bewegung überzugehen, die hier tendentiell mit dem Trend nach oben zu erwarten wäre:

Lennox (LII) ZH3 ZH5

Beim Klimaspezialisten Lennox kann ich mir einen sich entwickelnden Boden von hier gut vorstellen. Und zwar wegen des Daily:

Aber auch wegen des Monthly:

Mercury Systems (MRCY) ZH3

Der kleinere Rüstungskonzern mit Schwerpunkt spezialisierte Chips und Schaltungen deutet im Daily nach oben:

Adhoc Umfrage Forum

Gestern ging es -> hier im Forum <- um ein paar "Nickeligkeiten" im Blog und ich habe ab Post #4 erklärt, dass und warum das Forum zunehmend "End of Life" und "End of Service" ist, also irgendwann ausgetauscht werden muss.

Die Forensoftware wurde wohl auch noch vor der "responsiven Phase" mit unzähligen Mobile-Devices konzipiert und das merkt man zunehmend.

Diese lästigen "Nickeligkeiten" werden also mangels substantieller Wartung langsam mehr werden, nicht mehr behoben werden und irgendwann wird es dann zu viel und man muss auf ein neues Forum gehen.

Andererseits sind es bisher eben nur "Nickeligkeiten", lästige Dinge, aber nichts was wirklich die Kernfunktion einschränkt.

Jetzt kann man sich ja theoretisch ausmalen, wie "toll" so ein neues Forum wäre, die Realität aus 40 Jahren IT bei mir sagt mir aber, dass ich damit alte Probleme behebe und dafür neue Probleme bekomme. 😉

Schöner und eleganter wird ein neues Forum aber sicher sein, ich schiele da ein wenig in Richtung -> WpForo <- das in meinen Augen die Anforderungen am Besten erfüllt, sie können sich unter dem Link ja mal informieren wie das aussehen würde.

Das Problem liegt in der Migration, theoretisch ist die Migration der mittlerweile über 100.000! Beiträge im jetzigen Forum zwar möglich, WpForo bietet dafür Schnittstellen, praktisch sagt mir aber meine Erfahrung mit der Migration zwischen Software-Produkten, dass das nie ohne massive Probleme abgeht, ein zeitfressendes Projekt ist und auch die neue Software sofort belastet, so wie wenn man einem jungen Kerl gleich das Gewicht eines Bierbauches als Rucksack mitgibt.

Sollte ich mich für einen Umstieg entscheiden, werde ich natürlich auf einem Parallelsystem die Migration durchspielen und sollte das überraschenderweise ohne große Verrenkungen möglich sein, werde ich es machen.

Nur rechne ich eben mit dem Gegenteil, was die Entscheidung ob ein neues Forum schon bald kommt oder wir erst einmal weiter mit den Nickeligkeiten des alten Forums leben, nicht einfach macht.

Weswegen ich heute einfach mal ihr Adhoc-Meinungsbild abfragen will. Sie müssen darüber nicht groß grübeln, geben sie mir einfach ihre Adhoc-Meinung, ob Syphilis oder Tripper für sie das schlimmere Problem darstellt.

Syphilis das sind die Nickeligkeiten des jetzigen Forums insbesondere auf Mobile Devices und seine "Langweiligkeit", die den Geruch der 00er Jahre ausströmt.

Tripper das ist die Notwendigkeit eines Schnitts. Die Posts des alten Forum sind dann weiter vorhanden und nicht weg, aber eben parallel und nur durch Aufruf des alten Forums noch zu erreichen. Für eine Übergangszeit ist das nervig, dann setzt sich das neue Forum durch und das alte wird nur noch als "Archiv" genutzt.

Also, geben sie mir ihr Bauchgefühl, Syphilis oder Tripper. Ich lasse die Umfrage bis Freitag Abend offen.

Adhoc Umfrage Forum

  • Möglichst lange das alte Forum weiterlaufen lassen, auch wenn sich immer mehr lästige "Nickeligkeiten" ergeben (64%, 256 Votes)
  • Möglichst schnell ein neues Forum einrichten, auch wenn das "neben" das alte Forum gestellt wird und Threads nicht migriert werden (36%, 145 Votes)

Total Voters: 401

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Schöner Intraday-Rebound ZH2

Einen schönen Intraday-Rebound haben wir nun, sehr nett, aber aufgrund der weiter oben ausgeführten Besonderheiten mit Quartalsende und Feiertag am Montag, interpretiere ich nicht sehr viel herein und nehme das einfach zur Kenntnis:

Ich schliesse damit und wir lesen uns voraussichtlich am Sonntag zum Wochenausblick wieder. Am Montag ist dann kein Stream, vielleicht verlagere ich ein Video dahin, mal sehen.

Meine Frau und ich warten jetzt darauf ob wir auch krank werden, im Moment merken wir beide noch nichts. Dem Sohnemann geht es schon deutlich besser, das Fieber ist weg, er rotzt und hustet aber. Der Doc hat einen PCR-Test gemacht, es ist 50/50 Sommergrippe oder Omicron, wir werden sehen.

Insofern ist das mit dem Montag ohne Wallstreet auch ganz gut, falls ich doch krank werden sollte, habe ich einen weiteren Tag an dem keine Präsenz nötig ist. Ich schätze mal bis Sonntag wissen wir Bescheid, beim Sohn ging es am Dienstag Abend los.

Omicron rauscht jetzt bei uns in der Gegend auf jeden Fall mit voller Macht durch, bei uns in der Schule sind laut Schulleitung ein Drittel der Lehrer ausgefallen, die Inzidenzen kann man völlig ignorieren, die haben mit der Realität nichts zu tun.

Blöd ist dass man liest, dass man sich selbst nach einer BA.4 Infektion noch mit BA.5 anstecken kann, weil die zu verschieden sind. Aber genau genommen ist auch das nichts Neues, auch bei Grippeviren ist das ja so, weswegen jedes Jahr mit anderer Zusammensetzung neu geimpft wird.

Insofern haben wir nun wirklich etwas, das man mit einer Grippewelle vergleichen kann, richtig böd nur dass das im Sommer durchläuft.

Machen sie es gut!

Ihr Hari

*** END OF STREAM ***

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Hari Live Stream 29.06.22

Hibernation Modus ZH2

Heute ist ein besch...... Tag bei uns. Die Menschen scheinen dünnhäutig zu werden, ich hatte dazu heute mehrere Erlebnisse und auch Mails. Und unser Sohn liegt mit Fieber zu Hause, das nun langsam Richtung 39 Grad zu gehen scheint. Natürlich gehen wir von Covid BA.4 bzw BA.5 aus, der Schnelltest ist noch negativ, aber das sagt nicht viel. Es ist zu befürchten dass was immer der Sohn hat, gegen Wochenende auch meine Frau und mich ereilen wird - wir werden sehen. Sollte ich kommende Woche mal ausfallen, wissen sie schon woher es kommt.

Dass ich hier überhaupt darüber schreibe, hat nur damit zu tun, dass ich das hier als persönlichen Blog betreibe und wenn man "im Wohnzimmer" erzählt gehört das halt auch dazu. Dieses Halbjahr war bei mir leider wirklich eine Kette von gesundheitlichem Ärgernis, ich hoffe das zweite Halbjahr wird besser.

Mir ist bewusst, dass es Mitglieder gibt die das nicht interessiert und auch nicht lesen wollen, was ja auch völlig in Ordnung ist, jeder hat seine eigenen Probleme. Die klare Mehrheit aber scheint das nach dem Feedback das ich erhalte zu schätzen, weil es Teil der persönlichen Note des Blogs ist. Und deshalb mache ich das weiter, wer nur zu Börsenthemen lesen will, überspringt das bitte einfach.

Übrigens hat sich ein Mitglied bei mir über den gestrigen selbstironischen Satz aufgeregt wie folgt:

Die Dinge sind eben relativ. Vielleicht ist meine Erinnerung einfach immer noch zu intakt, wie ich mich damals gefühlt habe, als ich noch jung, frisch und voller Ideale war und nur aus Muskeln und Samensträngen bestanden habe. (Achtung Selbstironie!) Ich sollte es mal mit ein wenig Alzheimer probieren, zu Vergessen scheint auch seine schönen Seiten zu haben. 😛

Ich habe jetzt mal in Klammern (Achtung Selbstironie!) hinzugefügt, weil es wohl als "Angeberei" wörtlich verstanden wurde, statt als Art mich über mich selber lustig zu machen, gewürzt mit etwas Galgenhumor - etwas das parallel dazu ein Mitglied im Forum "Weisheit" nannte. Da sieht man wieder wie heterogen die Leserschaft in der Wahrnehmung ist, was ja nicht schlimm ist und ich respektiere, aber das Schreiben mit persönlicher Note auch zur Herausforderung macht.

Ich bitte nur umgedreht, dass sie auch an den Konstruktivismus in der Kommunikation (nicht Biologie 😛 ) denken, den ich für richtig halte und der besagt, dass das was in der Kommunikation bei uns "ankommt", vom eigenen Gehirn entsprechend der eigenen Projektionen "gemacht wird" und nicht zwingend das ist, was der Sender gesendet hat bzw senden wollte. Wenn ihnen also mal bei einem meiner Texte eine Laus über die Leber laufen sollte, dann hinterfragen sie ihre Wahrnehmung.

Lange Rede kurzer Sinn, dieses Persönliche, diese Ergänzungen mit meinem persönlichen Erleben sind hier Teil des Erfolgsmodell. Wenn sie das nicht lesen wollen ist das völlig in Ordnung, überspringen sie es einfach, die Mehrheit schätzt es nach allem was ich weiss.

Womit wir zum Markt kommen, der auch wenig dafür tut, diesen besch..... Tag zu verbessern.

Das wirkt nun so, als ob man besser in "Hibernation", in Winterschlaf gehen sollte, aber wir wissen ja wie schnell sich das in beide Richtungen ändern kann, insbesondere wenn morgen um 14:30 die Inflationsdaten kommen:

Stand heute kurz nach Handelsstart ist das aber nicht einladend und fordert geradezu auf, den Tag zu ignorieren und die Bücher für heute gleich wieder zu schliessen:

Die Botschaft die in diesem Chart steckt deutet aber zunächst eher nach unten als das Gegenteil, also "watch out" für heute, der Markt schiebt zum Start nach unten. Mal sehen ob die Bullen gegenhalten können.

Livermore Weisheit

Gerade zufällig -> hier <- gesehen und so schön, dass ich es einfach auch hinstellen muss:

Das genau, dieses "is designed to" ist übrigens die Reflexivität. Wir handeln im Markt faktisch mit uns selber, weil wir Teil des Marktes sind. Wenn wir einen "guten" Gedanken haben, haben wir den idR nicht alleine, sondern er ist vom Markt und den Medien an uns herangetragen worden, weswegen er auch schon im Markt ist.

Deswegen scheint der Markt uns "zu kennen" und uns über die Schulter zu schauen, weil der Weg des maximalen Schmerzes immer der ist, den wir gerade nicht im Fokus haben, denn für den anderen Weg haben wir uns schon positioniert oder abgesichert.

Das ist dieses *Biest* mit Namen Markt. Faszinierend würde Mr. Spock sagen. 😉

Euro-Dollar-Hü-Hott ZH3

Die große Unsicherheit über den weiteren Verlauf und das Fehlen klarer kurzfristiger Trends kann man auch bei EURUSD im Daily bewundern.

Ja was denn nun kann man nur fragen, der Markt weiss einfach nicht, was er aus der Vielzahl der gegenläufigen Einflußfaktoren machen soll und wie sollen wir es dann wissen?

Ich dokumentiere damit nur den Marktzustand, aus dem man aber die Schlußfolgerung ziehen kann, dass es keinen Grund sich hier festzulegen. Irgendwann werden wir wieder klare Trends haben und mittelfristig haben wir ja im Aktienmarkt auch noch einen: Nach unten, auch Bärenmarkt genannt.

Soft-Landing-Hope ZH1

Powell hat heute wieder von seiner Erwartung gesprochen ein "Soft-Landing" hinzubekommen, also die Zinsen zu erhöhen und die Inflation zu stoppen, ohne die Konjunktur abzuwürgen.

Ich will jetzt nicht sagen dass die FED das noch nie geschafft hat, aber der historische Track-Record ist nicht besonders gut, die FED neigt dazu zu spät dran zu sein.

Bei den Renditen führt es aber heute zu Abgaben und invers bei den Bonds zu Gewinnen, woran wir sehen wie wackelig und nachrichtengetrieben dieser Markt nun ist.

Alles dreht sich um die Worte Inflation und Rezession, wobei Inflation dabei das wichtigere Wort ist, weil die Sorge ja gerade die Abfolge ist, wonach die Inflation die FED zu einer Bremsung zwingt, die wiederum die Konjunktur abwürgt. Würde die Inflation zurückgehen, wäre auch die Sorge aus der Abfolge weg.

Das ist jetzt einfach ein Markt, der beinahe täglich von diesen Worten und den damit verbundenen Sorgen und Hoffnungen beeinflusst wird, er schwankt sozusagen ziellos hin und her.

Ein Lichtstreif aus dem Finanzministerium

Das ist mal wirklich ein lobenswerter Lichtstreif, das erhellt den Tag, man hat damit gar nicht mehr gerechnet:

-> Maßnahmen zur Modernisierung des Kapitalmarkts <-.

Zitat:

Um stärkere Anreize für die Aktienanlage zu erzeugen, wollen wir einen Freibetrag für im Privatvermögen erzielte Gewinne aus der Veräußerung von Aktien und von Aktienfondsanteilen einführen.

Darüber hinaus wollen wir die Rahmenbedingungen für die Aktienanlage verbessern, indem wir den gesonderten Verlustverrechnungskreis für Aktienveräußerungsverluste abschaffen.

Damit wir auch eine wesentliche Vereinfachung im Abgeltungssteuerverfahren erreichen, wollen wir gleichzeitig die gesonderten Verlustverrechnungskreise für Verluste aus Termingeschäften und aus Forderungsausfällen im Privatvermögen aufheben.

Hach seufze ich da, dass ich das auf meine alten Tage noch erleben darf!

Das Hedgen mit Futures wird wieder ohne enge Grenzen möglich und diese blöden, getrennten Töpfe verschwinden. Das geht runter wie Öl und ist aus dem Hause Lindner mal eine positive Überraschung!

Blöd für alle, die nur wegen dieser Scholz-Regelungen nun extra eine Trading-GmbH gegründet haben. So sehr ich diesen Schritt lobe, muss man die fehlende Rechtssicherheit und Stabilität der Gesetzgebung der letzten Zeit über Regierungen hinweg doch kritisieren. Aber besser spät als nie!

Aktien des Tages

Erwähnenswerte Aktien des Tages gibt es heute auch nicht viele, schauen wir mal auf die Ausnahmen:

General Mills (GIS) ZH3

-> Dividendenerhöhung und höherer Forecast <-, was will man mehr?

Elbit Systems (ESLT) ZH4

Stark ist auch der israelische Verteidigungs-Spezialist ESLT, wir sehen im Daily und Weekly eine potentielle Fortsetzungsstruktur:

AstraZeneca (AZN) ZH4

Ganz ähnlich in der Struktur, wenn auch in der Bewegung nicht so dynamisch, weist auch AZN nach oben, ausnahmsweise mal in Dollar:

Tesla (TSLA) ZH3 ZH4

Diese Struktur bei Tesla ist dubios - sie ist zwar nicht eindeutig, lässt aber eine bärische Fortsetzungsinterpretation problemlos zu:

Zumindest das Risiko dass TSLA nun nach unten durchfällt ist vorhanden, denn eigentlich hätten wir hier wieder einen Rebound sehen wollen, der aber nicht kam und wenn der Markt nicht macht was er soll .... sie wissen schon:

Deere (DE) ZH4

Auch das hier ist dubios und definitiv kein "Boden". DE hatte eine starke Unterstützung, ist nach kurzem Fakeout darunter sofort wieder zurückgekommen und kann sich nun doch nicht da halten .... hmmm.

Man hat da das Bild von jemandem vor Augen, der an einer Klippe mit den Fingerspitzen hängt, als er zu Rutschen beginnt kann er sich kurz mit der anderen Hand stabilisieren und dann ...

Unsicherheit in einem Chart ZH2

Schauen sie heute auf die Dochte in beide Richtungen und die vermeintliche "Starre", die aber eher Unsicherheit ist:

Ich habe hier einen leichten Bias nach unten, aber trotzdem sollte man bei so einer Struktur nicht herumraten, sondern einfach abwarten und sich raushalten.

Solange wir aber solche Charts wie oben bei Deere haben und das bei Bluechips, hat der Bärenmarkt Bestand und das sollten wir nicht unterschätzen.

Wie ich oft gesagt habe bin ich immer noch überzeugt, dass der Markt erst einen besseren Inflationsausblick sehen muss, bevor er wieder echte Kraft finden kann, denn nur dann bekommt die FED Spielraum und eine falkenhafte FED bekämpft man nicht!

Bis Morgen!

Ihr Hari

*** END OF STREAM ***

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Hari Live Stream 28.06.22

Konstruktive Konsolidierung ZH2

Das Geschehen gestern war so konstruktiv, wie man sich das wünschen konnte. Insofern spricht erst einmal nichts gegen eine Fortsetzung nach oben.

Allerdings bedenken sie bitte dass die Inflationsdaten von Donnerstag näher kommen, die Marktteilnehmer werden jetzt also zunehmend wieder das Spiel der Antizipation spielen:

Meine Magenspiegelung war ohne problematische Befunde, zumindest auf den ersten Blick, die Laborergebnisse kommen noch. Mir geht es also derzeit gut und ich fühle mich auch gut, ich muss mich also wohl einfach daran gewöhnen, dass das was man mit 60 "gut fühlen" nennt, der gleiche Zustand ist, den man mit 30 als "so schlapp" beschrieben hätte.

Die Dinge sind eben relativ. Vielleicht ist meine Erinnerung einfach immer noch zu intakt, wie ich mich damals gefühlt habe, als ich noch jung, frisch und voller Ideale war und nur aus Muskeln und Samensträngen bestanden habe. (Achtung Selbstironie!) Ich sollte es mal mit ein wenig Alzheimer probieren, zu Vergessen scheint auch seine schönen Seiten zu haben. 😛

Das große Geschwurbel

Gerade heute hatte ich -> hier im Forum in #159 <- einen Kommentar, in dem es darum ging, dass in unserer Zeit die Schwurbler die Dominanz über die Meinungsbildung übernommen haben, weil es keine Selektionskriterien mehr gibt, die zweifelsfrei mit Kompetenz zu tun haben.

Schon da im Kommentar habe ich darauf verwiesen, dass das ja auch zum Thema Börse so ist und dazu habe ich heute ein besonders peinliches oder wahlweise erschreckendes Beispiel.

Denn dass man in den Medien der "Börsenpornographie" so Geschwurbel findet, sollte ja nicht überraschen. Aber dann gibt es ja noch ein paar spezialisierte "Fach"-Medien, bei denen man noch die Erwartung hat, dass das was man da lesen kann, ein gewisses Niveau besitzt.

Das Handelsblatt habe ich zum Thema schon lange abgeschrieben, aber kann die Schweizer -> Finanz und Wirtschaft <- als echtes Fachblatt da vielleicht noch die Fahne der Kompetenz hochhalten?

Man kann es hoffen und vermuten, bis einem dann dieser Artikel begegnet, den nicht "irgendwer" geschrieben hat, sondern der Herr Chefredakteur Jan Schwalbe persönlich:

-> Keine Entwarnung <-

Was ich da lesen muss und 99% wahrscheinlich als kompetent einsortieren würden, lässt meine Kinnlade herunter fallen, weil ich den Braten sofort ahne.

Der gute Mann geriert sich als "Kenner", der mit so "gewichtigen Indikatoren" wie dem Volatilitätsindex VIX operiert - (hach was ein Pro) - Zitat:

Wie ich mir diese Meinung gebildet habe? Neben den weithin bekannten Fundamentaldaten beobachte ich oft den Volatilitätsindex Vix. Dieses Angstbarometer misst die erwartete Schwankungsbreite des Marktes.

Aha, die Fundamentaldaten, soso. Herr Schwalbe timed den Markt über Fundamentaldaten (würde gerne mal wissen welche?), aber da ist ja noch die Sache mit dem VIX.

Er versteigt sich sogar zur konkreten Empfehlung:

Eine kleine Regel gefällig? Erst wenn der Index wieder unter 20 fällt und sich dort auch für mindestens eine, besser zwei Wochen hält, dann ist Entwarnung angebracht. Damit will ich nicht sagen, dass Sie die Fundamentaldaten ausser Acht lassen sollten. Auf keinen Fall! Doch in dem Moment, wenn Sie daran glauben, dass das Umfeld wieder stimmt, blicken Sie kurz auf den Vix. Steht er noch über 30, dann überdenken Sie Ihren Anlageentscheid doch nochmals.

Hier werden sie beraten, ein echter "Checker". Und das funktioniert medial auch, hört sich auch ganz toll kompetent an, denn wer weiss schon auswendig wo der VIX steht und was bei dem normal ist?

Dummerweise der Hari und der holt den VIX natürlich sofort nach vorne und zeichnet nicht nur die "magische" 20 ein, sondern legt den S&P500 fieserweise sogar noch darunter. Sehen sie mit eigenen Augen:

Wir halten fest, der Mann wäre wenn er "put my money where my mouth is" beachten würde, erst im März 2021 bei 4.000 eingestiegen und dann im November 2021 bei 4.600 ausgestiegen. Grandios wenn man bedenkt, dass das Covid-Tief ein Jahr früher bei rund 2.300 war.

Die Rally von 2.300 bis 4.000 also hätte er verpasst und dann kurz vor dem Top wäre er mit dieser "grandiosen" Strategie eingestiegen.

Und das wird den Lesern auch noch als Empfehlung verkauft, die dazu zu 99% wohlgefällig nicken, weil .... der VIX, oha, was ein Fachmann! 😛

Da kann man doch nur lachen. Oder Weinen und sich fragen, warum so "Geschwurbel" unter das Volk gebracht wird.

Ich habe dazu eine Theorie, denn wenn wir den Blick mal weiten auf die Zeit bis Lehman 2008, dann sehen wir plötzlich, dass der VIX in den Jahren ab 2020 durchgehend erhöht war und die 20 als Maßstab völliger Quatsch sind.

Dann sieht man aber auch - ich habe das in Orange markiert - das man in den Jahren 2013-2015 und 2017-2018 fast durchgehend unter den genannten 20 im VIX war und insofern die Grenze eine gewisse theoretische Logik hatte.

Das lässt eine Vermutung meinerseits zu, einfach mal nur geraten, wie so etwas möglich ist:

Der gute Mann musste vielleicht einfach mal wieder was schreiben und hatte keine Idee was. Und da hat er sich vielleicht an eine alte Daumenregel erinnert, das schnell hingerotzt und es mit der eigenen Kompetenz im Sinne "ich mache das so" medial angereichert, weil es so besser klingt. Und fertig war die *Empfehlung* an tausende Leser.

Nur die Mühe mal selber den VIX im Chart aufzurufen und das zu machen was ich oben gemacht habe - zu überprüfen ob die Daumenregel noch stimmt - das wurde scheinbar *nicht* gemacht. Denn wäre es gemacht worden, wäre das Problem sofort ins Auge gesprungen, sie sehen es jetzt ja auch.

Das ist also die Qualität von Empfehlungen in "Fachpublikationen". Und dabei habe ich jetzt nur die offensichtlich mangelnde Sorgfalt aufgedeckt. Ich habe noch gar nicht begonnen darauf herumzureiten, dass selbst wenn der VIX nun konsistent unter 20 wäre, es trotzdem keine brauchbare Strategie für Investoren sein könnte, weil es selbst in superben Bullenmärkten immer wieder sinnlose Spikes nach oben gibt.

Der ganze Ansatz ist also in meinen Augen Humbug, aber darüber darf man sich ja durchaus streiten, über Sorgfalt dagegen nicht.

Die Aussagen des Chefredakteurs sind als für mich persönlich wohlwollend formuliert fachliches Geschwurbel, böse formuliert aber eine Irreleitung der Leser.

Wer braucht eigentlich solche "Fachmedien"?

Die fehlende Wahl und die Sicherheit

Ich habe ja im Artikel -> Rentendesaster und Rentenchance <- darauf hingewiesen, dass irgendwann im Alter eine (teilweise) Umstellung des Depots auf Dividendenpapiere eine gewisse Logik besitzt und dafür nach einer 20%+ Korrektur nicht der schlechteste Zeitpunkt ist.

Da kommt mir doch -> dieses Chart <- wie gerufen, es heisst "The Illusion of Choice" und soll symbolisieren, dass uns die unzähligen Marken nur eine Vielfalt vortäuschen, in Wirklichkeit kaufen wir im Bereich "Consumer Staples" immer den gleichen Kram von wenigen Herstellern:

Für Anleger die im Sinne des Artikels nach halbwegs sicheren Dividendenvehikeln suchen, ist diese Illusion aber eine Chance. Denn die dahinter stehende Marktmacht schafft Sicherheit im Depot und vor allem sind diese Konzerne durch ihr Spiel mit den Marken auch in der Regel in der Lage, sich in einer Inflation über versteckte Preissteigerungen einen Ausgleich zu holen.

Nun sind diese Aktien in der Regel schon hoch bewertet, weil der Markt ja nicht doof ist und das auch weiss. Wenn man aber im Zuge eines Bärenmarktes diese Aktien mit Abschlag bekommt und dann auch noch 3% Dividende jährlich bekommt, ist das für so ein reines Ausschüttungsdepot vielleicht nicht die dümmste Idee.

Besser als das Geld auf dem Konto von Frau Lagarde entwerten zu lassen ist es allemal. 😛

Charts des Tages

Trip.com (TCOM) ZH3

Der feine Herr Xi arbeitet weiter an seiner Inthronisierung und Einreihung ins Mausoleum der größten Chinesen aller Zeiten. Weil das so ist, kommen jetzt überall "gute Nachrichten", so werden nach dem "erneuten Sieg" über das Virus - natürlich nur Dank der weisen Führerschaft - nun massiv -> Quarantäne-Regeln zusammengestrichen <-.

Für die chinesischen Reiseaktien ist das natürlich ein gefundenes Fressen, für den chinesischen Aktienmarkt generell bestätigt es die Aussagen zum Aufwärtstrend:

Bausch Health (BHC) ZH3 ZH5

Es gibt so Firmen, die sind einfach nur "Schrott". Und das nicht mal weil die Produkte schlecht sein müssen, die alte, nun abgespaltene Sparte -> Bausch & Lomb <- hat gute Produkte, eines davon mache ich jede Nacht in meinen Augen.

Der Grund für den "Schrott" ist das Management, das sich statt sich um gute Produkte zu kümmern, lieber in "Financial Engineering" ergeht, weil das ja auch die Taschen schneller füllt als harte Arbeit am Geschäftsmodell.

So hiess BHC früher mal Valeant, war schon damals -> aggressiv unterwegs <- und das Desaster folgte auf dem Fuße.

Man hat dann schamhaft den Namen unterschlagen, Besserung gelobt und sich in Bausch Health umbenannt, das Chart zeigt das Valeant-Desaster aber immer noch gnadenlos:

Wenn man dann in den Bereich da rechts unten im ZH3 hereinzommt, der im ZH5 scheinbar so harmlos vor sich hindümpelt, dann sieht das im letzten Jahr nun so aus:

Das ist ein erneuter Ausweis echter Management-Qualität, wenn man das Chart auf den Kopf stellen würde, könnte das was werden. 😉

Da passt es hervorragend zu dieser Gruselaktie, dass mit -> John Paulson <- nun ein weltbekannter, aktivistischer Investor den CEO-Posten übernommen hat, um den "Laden mal aufzuräumen" und sein Investment zu retten. Die fundamentalen Indikatoren bewegen sich bei BHC im absurden Bereich und künden damit von schweren Verwerfungen.

Dummerweise ist auch Paulson nun nicht gerade für das mühsame Geschäft der stetigen Verbesserung ala Danaher bekannt, sondern eher auch für "Financial Engineering", womit er bei BHC ja an der genau richtigen Stelle ist. 😛

Was will ich mit dieser launigen Story sagen?

Erstens dass das eine Gruselaktie ist, um die Investoren einen weiten Bogen machen sollten.

Zweitens dass es immer tiefer geht und erst bei Null Schluß ist.

Drittens dass für Trader da nun ein Fest beginnt, denn Paulson wird jeden möglichen Kniff verwenden, um den Kurs hier irgendwie nach oben zu treiben.

Diese Erwartung zeigt schon der Kurs und das könnte spannend werden. Aber wie gesagt nur für hartgesottene Trader mit Spaß daran das Popcorn neben sich zu stellen und sich dabei zu amüsieren, weil der Trade im Volumen nicht so bedeutend ist dass man nun in Schwitzen kommt, der Unterhaltungswert aber hoch ist. 😉

Nike (NKE) ZH3 ZH4

Gurke des Tages ist heute Nike, die -> mit miesem Forecast <- den Markt verunsichern. Natürlich schliesst man davon auf das, was uns bei anderen Aktien zur Quartalssaison im Juli bevorsteht und das schmeckt dem Markt gar nicht.

Für Shorties, das sieht nun so aus, als wollte es bald markant nach unten durchgehen:

Und das Weekly ist mit bestehendem Abwärtstrend auch nicht erbauend:

Das Biest

Lassen wir es nach 3 Aktien des Tages mal gut sein. Das ist das Problem wenn man längere, launige Sachen schreibt, man ist damit beschäftigt und währenddessen dreht "das Biest" von Markt schon wieder markant nach unten:

Was ist da ab ca. 16 Uhr passiert? Ich weiss es nicht genau, vielleicht hat es mit Nike zu tun, ich vermute aber eher Unsicherheit und eben die Mechanismen eines Bärenmarktes, in dem die FED eber nicht mehr als Kavallerie bereitsteht und damit die berühmten "V" nun missing in action sind. Genau genommen könnte man sagen, das ist jetzt wieder normales Marktgeschehen ohne FED-Put. 😉

Ich weiss nicht ob das nun schon wieder eine Richtungsänderung wird oder nur Geschaukel vor dem Donnerstag, aber für mich gibt es hier und heute nichts mehr zu tun.

Und wenn es nichts mehr zu tun gibt und ich auch sonst keine großen Beobachtungen habe, dann schliesse ich lieber meinen Stream, statt etwas über den VIX herbeizufabulieren, nur um eine Seite zu füllen. 😛

Machen sie es gut, bis morgen Nachmittag!

Und übrigens, denken sie perspektivisch daran, dass kommenden Montag mit dem Independence Day 04.07. schon wieder US Börsenfeiertag ist.

Ihr Hari

*** END OF STREAM ***

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Drinnen, nicht Draußen!

Der folgende Artikel wird sie mitten im Bärenmarkt vielleicht erstaunen, dabei ist er perspektivisch gerade jetzt für die Denkstrukturen besonders wichtig.

Und dieser ausnahmsweise kurze Artikel hat:

- weder einen neuen Gedanken meinerseits
- noch die gezeigten Grafiken selbst erstellt

Der Artikel ist also "langweilig" und "redundant". Trotzdem dürfte er für viele Investoren immens wichtig sein.

Wie das? Na weil bestimmte Muster bei der Geldanlage so persistent sind, dass man sie wirklich immer wieder und immer wieder attackieren muss, denn nur steter Tropfen höhlt den Stein. 😛

Der Artikel richtet sich also an Investoren und solche die es werden wollen, Menschen also die ihr Vermögen langfristig und stetig steigern wollen.

Und er ist in der aktuellen Phase besonders wichtig, einer Phase in der es leicht ist "verschreckt" zu sein und Risiken überdeutlich sind.

Er basiert auf und nutzt diesen lesenswerten Artikel von Ben Carlson:

-> Is There Survivorship Bias in U.S. Stock Market Performance? <-

Und er wiederholt eigentlich nur, was ich eindrücklich selber schon in einem eigenen Artikel thematisiert habe:

-> Investoren sind investiert <-

Darin heisst es:

Wer ein Investor sein will, ist immer voll investiert, außer in den Phasen, in denen ausnahmsweise die Risiken zu hoch sind.

Lesen sie den Artikel noch einmal, damit ist nicht gemeint immer 100% investiert zu sein, es geht mehr um eine Änderung der Denkstruktur, um das was der Default, der Normalfall sein sollte. Und das ist eben investiert zu sein und nicht das Gegenteil!

Denn der normale Anleger der gerne Investor sein möchte, neigt nach Krisenerfahrungen eher anders herum zu denken. Der Cash auf dem Konto wird als "sicher" betrachtet und ein Investment in Aktien als "Risiko", weswegen man lange um den Markt herumstreicht und darauf wartet, dass die "Luft rein ist" und dann erst traut sich man zu "investieren".

Dabei ist es anders herum gedacht richtig, wir sind standardmässig *im Markt*, weil wir unser Kapital arbeiten lassen wollen und nur in kritischen Phasen wie aktuell seit dem Jahreswechsel gehen wir (teilweise) auf die Seitenlinie. Der Normalfall ist also investiert zu sein, weil nur da Rendite möglich ist. Anders herum gedacht ist richtig!

Statt lange über den Einstieg zu grübeln und ob die Lage "sicher genug" ist um etwas zu wagen, darf sich diese Frage eigentlich nicht stellen und unsere Hirne sollten mit der umgedrehten Frage beschäftigt sein, wann es ausnahmsweise zu riskant ist um noch voll investiert zu sein, weil die Risiken eben temporär zu hoch sind.

Ausnahmsweise zu riskant! Ich erinnere konkret an diese wohlbekannte Grafik, die aufzeigt dass wir seit Jahresanfang tatsächlich so eine Ausnahmephase haben, in der wir *nicht* mehr voll investiert sein dürfen, sondern unser Risikomanagement greifen muss. Aber das ist die erste derartige Phase seit Frühjahr 2020, seit dem Covid-Einbruch, waren sie dazwischen durchgehend gut in Qualitätswerte investiert?

Wirklich? 😀

Warum so "anders herum" zu denken der richtige Ansatz ist, zeigt uns obiger Artikel mit eindrucksvollen Grafiken.

So haben wir hier die Übersicht, nach wie vielen Monaten der US Markt statistisch zuverlässig positiv ist. Wir sehen, nach 7 Jahren schon fast sicher und nach 20 Jahren ganz sicher:

Und jetzt ist der US Markt natürlich überdurchschnittlich schwach, hier ist aber eine Übersicht über die durchschnittliche Rendite in Märkten seit 1970. Na, was ist an Investments in den Aktienmarkt "unsicher"?

Und eindrucksvoll ist auch, sich das letzte Jahrhundert anzuschauen, das gerade für Deutschland mit zwei verlorenen Weltkriegen besonders schlimm war. Hier ist das langfristige BIP (GDP) trotz all dieser fundamentalen Desaster, das sich letztlich auch im Aktienmarkt wiederfindet:

Ben Carlson bricht das auf einen simplen aber wichtigen Satz herunter:

It’s hard to kill markets

Da haben sie es, einen Artikel ohne neuen Gedanken und ohne eigene Grafiken. Und doch eine extrem wichtige Botschaft, die man nicht oft genug hören kann.

Stellen sie sich also ein Investment-Depot zusammen, das kompromisslos aus Qualität und Zukunft besteht, im Sinne des "beständigen Wachstums" und der "von links unten nach rechts oben" Aktien - Themen und Techniken die hier vielfach besprochen wurden.

Und dann konzentrieren sie sich darauf, ihr Risikomanagement genau zu definieren, so dass es nicht mehr dem Zufall überlassen ist, wann sie ausnahmsweise mal "draußen" sind bzw sich abgesichert haben.

Das ist ihr Job als Investor, investiert zu sein. Drinnen zu sein und nicht Draußen! Das aber nicht nackt und bloß voller Gottvertrauen, sondern mit einer Rüstung (Risikomanagement), die sie in schweren Phasen schützt - in Phasen wie aktuell!

Es ist eigentlich so einfach, warum machen es dann aber so Wenige?

Die Einen sind viel zu zappelig um ihr Investments ruhig "compounden" zu lassen, die Anderen reden sich absolute Sicherheit ein, glauben alles Aussitzen zu können und verkaufen dann in schweren Krisen doch unten am Boden, statt diesen vorher einfach aus dem Weg zu gehen.

Die Antwort warum das so schwierig ist, steckt wieder in unserem Affenhirn, in unseren Ängsten und Reflexen.

Die Lösung besteht aus nur 3 Elementen:

(1) Top-Qualität im Sinne beständiges Wachstum im Depot!
(2) Dauerhaft investiert sein mit Trendfolge!
(3) Großen Krisen und Trendbrüchen mit definiertem Risikomanagement aus dem Weg gehen!

Die Summe dieses Ansatzes nennt sich bei mir *Positionsgrößenstrategie*, eine spezielle, auf mich zugeschneiderte Ausprägung dieser Prinzipien. Sie können für sich eine andere Ausprägung finden, der Techniken und Strategien gibt es viele, die Prinzipien bleiben aber bestehen.

That´s it. Nicht mehr und nicht weniger. Just do it! 😀

Und so wichtiger ist das Thema aktuell, damit sie nicht vergessen in diesen Markt (irgendwann) auch wieder einzusteigen. Nein, nicht unbedingt jetzt und wenn dann nicht sofort digital von Null auf Vollgas, ich bin jetzt auch nicht voll investiert, obwohl ich in den letzten Tagen im Rahmen meiner Positionsgrößenstrategie einige Positionen nun von der Basisposition nach oben wegbewegt und meine Exposure so doch merkbar erhöht habe.

Aber die Denkstruktur ist trotzdem gerade jetzt wichtig, wo viele es geschafft haben rechtzeitig auf die Seite zu treten. Unser Aufgabe ist Geld zu verdienen, weswegen wir an der Seitenlinie nicht schläfrig und selbstzufrieden werden dürfen und nicht vergessen sollten, dass Investoren investiert sind. Meistens zumindest. 😛

Das schöne Alpha ist in unseren Depots nämlich erst dann "eingesackt", wenn wir in einen Topwert niedriger wieder einsteigen, als wir beim Beginn der Krise ausgestiegen sind.

So wie ich sie Ende 2021 fragen konnte ob sie wissen, nach welchen Regeln sie wann aussteigen und auf die Seitenlinie treten wollen, kann ich sie jetzt auch fragen, nach welchen Regeln sie wann in Zukunft wieder einsteigen wollen.

Und für die Zappeligen noch einmal: Ich rufe hier nicht zum sofortigen Einstieg auf, wir sind (noch) im Bärenmarkt. Ich frage nur ob sie wissen, nach welchen Regeln und Indikatoren sie das (irgendwann) machen werden.

Haben sie darauf eine konkrete Antwort, eine definierte Strategie? Wirklich? 😀

Ihr Hari

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Hari Live Stream 27.06.22

Aktion Umstellung Jahreswechsel 23/24

Zunächst ein paar Worte zum Status der Jahreswechsel 23/24 Aktion.

*Alle* Mitglieder haben nun seit Samstag Abend ihr Angebot per Mail vorliegen. Wer sein Angebot nicht findet, verlegt hat oder glaubt keines bekommen zu haben, kann mich mit einem Einzeiler per Mail an info@mr-market.de anschreiben. Bitte nennen sie dann in der Titelzeile ihre Userid (nicht den Nick, die eindeutige Userid) dann ist es für mich kein großer Aufwand ihnen die Mail noch einmal zukommen zu lassen.

Ich werde das Angebot nun noch für 2 Wochen bis Sonntag 10.07.22 offenhalten. Das gilt für die Annahme via Formular, wie auch die Zahlung. Dann endet das Angebot und wird definitiv so günstig nicht mehr wiederkommen.

Bitte denken sie daher auch selbstständig an die Zahlung! Es gibt immer noch viel zu viele, die das Formular wegschicken und dann die Zahlung "irgendwann" machen wollen und es natürlich vergessen. Ich kann und werde bei der Masse nicht einzelnen Zahlungen nachlaufen. Wenn sie die Zahlung zB wg Urlaub erst verzögert leisten können, können sie mich anschreiben, so dass ich Bescheid weiss.

Stand heute haben nach der ersten Woche gut 50% der Mitglieder das Angebot schon angenommen. Das freut mich und damit ist die Pflicht schon erfüllt, nun hoffe ich, dass wir die 70% bis ins 2 Wochen noch erreichen und überschreiten.

Aus der einen oder anderen Frage an mich kann ich sehen, dass da doch ein paar Mitglieder existieren dürften, die aufgrund von Mißverständnissen den Wert des Angebots nicht richtig einschätzen.

Ich garantiere ihnen, da ist kein Haken, das ist sauber gerechnet und *in jedem Fall* für sie die günstigste Möglichkeit ihre Mitgliedschaft bis 31.12.23 fortzuführen.

Die einzige (unvermeidliche) kleine Unschärfe ist die Glättung pro Monat, die führt natürlich dazu, dass die mit Verlängerungsdatum am Monatsanfang etwas besser dastehen als die mit Verlängerungsdatum am Monatsende. Mit dieser kleinen Unschärfe muss man aber leben, entscheidend ist dass das Angebot für alle preislich günstiger als der neue Normaltarif ist.

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir schon in dieser ersten Runde die 70% überschreiten und so weit wie möglich alle auf den Jahreswechsel umstellen. Denn dadurch werden alle profitieren, es macht die Dinge perspektivisch leichter und sie werden sich nie wieder fragen müssen, wann denn nun ihre Mitgliedschaft ausläuft.

Ich werde perspektivisch in 2023 sicher noch weitere, freiwillige Umstellungsangebote machen, die werden aber *definitiv* nicht mehr so rabattiert sein und ich will auch nicht verhehlen, dass ich irgendwann dann auch nichts anderes als den Jahreswechsel mehr anbieten werde.

Also, 2 Wochen haben sie noch. Wenn sie trotz der ausführlichen Erklärung -> hier im Artikel <- doch noch Fragen haben, können sie mich anschreiben.

Ein bischen Geschiebe ZH2

Nach der starken Rally von Freitag wäre ein bischen Geschiebe heute völlig normal. Insofern fand ich es auch nicht überraschend, dass die positiven Futures im echten Handel auch erst einmal wieder etwas herunter geholt wurden. Ausserdem wissen wir ja, dass die Futures am Montag morgen sowieso keine große Relevanz besitzen und gerne vom Markt dann negiert werden.

Wie immer in so Situationen kommen es nun darauf an, dass dieses "Geschiebe" möglichst konstruktiv abläuft und nicht zu einem Abwärtstrend wird. Wenn wir nun seitwärts konsolidieren sollten, bereitet das den Boden für weitere Gewinne im Laufe der Woche.

Denken sie aber auch daran, dass wie im Wochenausblick dargelegt, am Donnerstag mit den Inflationsdaten ein wichtiger Meilenstein vor uns liegt. Je nachdem wie die ausfallen kann der Markt nach oben wie nach unten erheblich in Bewegung geraten:

China zieht wieder ZH3

Was sich schon in den Charts andeutete, wird nun auch -> durch Wirtschaftsdaten belegt <-.

Das verwundet nicht, denn Xi will sich ja wiederwählen lassen und braucht dafür ein Goldilock-Szenario, so dass Millionen glückliche, kleine Chinesen, mit Fähnchen dem neuen ewigen Führer huldigen können und in den Schulen seinen unermesslichen Ratschluß aufnehmen können. Es ist doch einfach schön solche Quell der Weisheit als Anführer zu haben. Lang lebe der neue Mao!

Wer hier Sarkasmus findet kann ihn behalten, mir gehen solche Typen unglaublich "auf den Sack" um es mal deutlich zu formulieren. Da ist mir ja ein Putin oder ein Trump noch lieber, die sagen wenigsten eindeutig was sie im Schilde führen, man muss ihnen nur zuhören. Wir müssen immer daran denken, dass diese "neuen Mao´s" auf dem Klo alle die gleiche Figur machen wie wir, wobei so genau wollen wir das dann doch nicht wissen. 😛

Aber anyway, für uns als Anleger wird der Aufwärtstrend bei den chinesischen Aktien erneut bestätigt und ich kann mir nur schwer vorstellen dass die "Powers that be" im Hintergrund hier einen starken Einbruch zulassen werden, bis der neue Mao dann endlich inthronisiert wurde.

Was mich stolz macht

Ich darf auch mal stolz sein. Denn ich bekomme von ihnen ja oft sehr freundliche Kommentare zusammen mit Verlängerungen, die ich sehr schätze und über die ich mich immer freue.

An der Stelle sei auch noch einmal daran erinnert, dass ich auf diese Kommentare unmöglich alle eingehen kann, bei so einer Aktion wie aktuell schon gar nicht. Trotzdem können sie trotz meines Schweigens sicher sein, dass diese *alle* von mir gelesen und wertgeschätzt werden.

Dieses Feedback macht mir viel Freude, damit ich richig stolz bin braucht es aber noch etwas anderes. Nämlich solches Feedback wie ich es im Zuge der Aktion von einem "Pionier" bekommen habe, also von einem ganz treuen Mitglied, das seit Beginn des Premium-Bereiches dabei ist:

Lieber Hari, abermals vielen Dank für Deinen Einsatz und die tolle Begleitung. Mit der Börse verdiene ich seit ein paar Jahren deutlich mehr als mit meiner Selbstständigkeit. Da das Geld über die Selbstständigkeit glücklicherweise relativ leicht verdient ist, behalte ich diese bei. Sonst wäre ich inzwischen Vollzeit Trader. Ohne Dich wäre das nie möglich gewesen! Viele Grüße aus

Dass jemand so einen Weg geschafft hat und ich daran einen Anteil hatte, das macht mich stolz und das ist auch was mich immer wieder motiviert. Denn wie heisst es so schön bei Erich Kästner: "Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es!". 😉

Ich wünsche ihnen allen, dass sie auch ihren Weg finden. Nehmen sie solche Berichte als Anlaß und Ansporn, dass dieser Erfolg wirklich möglich ist. Er kommt aber nicht leicht und auch dieses Mitglied hat dafür viele Jahre zurückgelegt.

Wichtig ist dabei aber, dass sie sich über die wahre Herausforderung klar werden, den wirklichen "Mount Everest" den sie besteigen müssen.

Der liegt nämlich nicht in Details von Techniken, in komplizierten Strategien oder vermeintlichen "Geheimnissen". All diese rein fachlichen Dinge kann man lernen.

Der Mount Everest liegt in ihnen selber, denn konsistenter Erfolg ist nur möglich, wenn sie einen Zugang zum Markt im Einklang mit ihrer Psyche finden und ihren Affen im Griff behalten können.

Das ist die größte Herausforderung jeden Anlegers, nicht irgendwelche Indikatoren, sondern die Grenze die in uns selber liegt!

Sehr passend dazu, habe ich am Wochenende einen Dreier-Tweet von -> Tiho Brkan hier <- gesehen, den ich ihnen in allen drei Teilen nicht vorenthalten will:

• Anchoring effect
• Confirmation bias
• Recency bias
• Commitment bias
• Overconfidence effect

These core five are the Jedi mind tricks we fall victim to just prior to the bull market's peak.

They undo all the hard work and profits in a matter of months or quarters.

Investing is less than 10% finance, economics, mathematics, theory...

...and more than 90% psychology, discipline, temperament, objectivity, patience, (un)common sense and rationality.

You're better off doing a history or psychology major, and skipping economics & finance.

It will be extremely hard to meet a human being who doesn't suffer from these, even if they were aware of such biases.

Just knowing isn’t enough. You have to practice not fall victim to them constantly.

Use it or lose it.

Aktien des Tages

Exxon (XOM) ZH3

Exxon als Proxy für den ganzen Ölsektor. Es scheint als ob die Korrektur erst einmal vorbei ist und nun Trendfortsetzung angesagt ist.

Wenn nicht, wenn diese Trendlinie nach einem kurzen Rebound wieder fallen sollte, wäre das ein starkes Signal im Sinne Trendwechsel:

Nutrien (NTR) ZH3

Nutrien hat im Düngemittelsektor fast die ganzen Gewinne der "Putin-Rally" wieder abgegeben:

Jetzt liegt die Aktie nicht nur auf der oben sichtbaren Unterstützung, sondern nähert sich auch der langfristigen Trendlinie (Steigungslinie). Und genau deswegen ist dieser Moment nun interessant:

Enphase Energy (ENPH) ZH3 ZH4

Schauen sie mal was ENPH sich da zusammenschaukelt:

Für mich ist das trotzdem derzeit nichts, ich tue mich schwer mit dem Chart, was stark auch vom Überblick im ZH4 beeinflusst ist:

Man sieht schon, dass der Kurs eher Fahrt nach oben aufnehmen will, trotzdem löst dieses Geschaukel bei mir eher Zögerlichkeit aus, ich traue dem Braten nicht, obwohl das Chart nun nicht schlecht ist.

Das ist vielleicht auch ein guter Punkt um zu betonen, dass es bei Trades keine schlechten Charts braucht, um nichts zu machen. Im Gegenteil, man sollte nur machen was wirklich passt und auch zum eigenen Stil passt, also die "A"-Trades des eigenen Beuteschemas.

Alles andere sollte man sein lassen, was nicht bedeutet dass Charts oder Aktien deswegen "schlecht" wären.

Bayer (BAYN) ZH5

Ich hatte die Chance bei Bayer ja mehrfach in den letzten Monaten thematisiert, zuletzt -> hier am 04.04.22 <-.

Nun kann man mit Blick auf die ganz langfristige Sicht festhalten, dass Bayer scheinbar -> trotz schlechter Glyphosat-Meldungen <- nicht mehr fällt, das Thema ist aus Sicht der Kurse wohl durch.

Das ZH5 zeigt eine deutliche Wendeformation, die vielleicht nun rechts eine kleine Schulter bilden könnnte. Jetzt fehlt nur noch der Abgang von Baumann, dann geht die Aktie steil nach oben. 😛

Centene (CNC) ZH4

Bei den Krankenversicherungsaktien hat CNC eine schöne, bullische Konsolidierung hingelegt, die nun scheinbar nach oben aufgelöst wird.

Die Aktie schiebt so schön - leicht schaukelnd - vor sich hin, dass es keinen Anlass gibt davon auszugehen, dass diese Bewegung plötzlich enden muss. Im Zweifel liegt hier weiteres Upside voraus:

Tiger und Panther ZH3

Zunächst einmal war das bei Rheinmetall (RHM) -> hier im März <- der Tiger vor dem Sprung und gesprungen ist er dann ja auch.

Womit sich nun die Frage stellt, ob das nun der -> Panther auf dem Sprung <- ist?

Man kann von Rheinmetall Chef Armin Pappberger halten was man will, ein Gespür für Marketing und die Fähigkeit zu Klappern besitzt er und das ist nichts Schlechtes, das gehört dazu.

Das ist genau was dem CEO von Krauss-Maffei-Wegmann (KMW) Frank Haun abgeht, der sich dann auch gerne herablassend über Pappberger im Sinne "Basarverkäufer" auslässt, mit seiner Nexter-Kooperation mit den Franzosen aber erwartbar nichts in Sachen Kampfpanzer auf die Reihe bekommt.

Da ist mir ein Verkäufer mit Tatkraft wie Pappberger lieber als der arrogante Dünkel von KMW. Es ist einfach tragisch, dass diese sehr persönliche Fehde existiert und es daher nie zu einem Zusammenschluss gekommen ist, ausschliesslich aufgrund persönlicher Animositäten.

Dass es nie dazu gekommen ist, hat auch mit dem Desinteresse und der fehlenden Weitsicht der Verteidigungsminister der letzten beiden Jahrzehnte zu tun, denn die richtigen Worte aus dem Bendlerblock hätten die Fusion faktisch erzwungen, weil KMW ohne den Staat doch gar nicht kann. So aber hat man diese persönlichen Animositäten weiter laufen lassen, zum Schaden des Landes.

Denn mit etwas Weitblick hätte man einen leistungsfähigen, deutschen Land-Verteidigungskonzern schmieden können, der nun mit Aufträgen aus der ganzen Welt nachgerade *überschüttet* würde. Im Verteidigungsbereich ist strategische Industriepolitik des Staates einfach nötig, das sind keine "Massenwaren vom Grabbeltisch", die jedermann kaufen kann.

Der neue Kampfpanzer von KMW mit Nexter ist auf jeden Fall jetzt schon eine Totgeburt, ebenso wie das neue FCAS System (der Eurofighter Nachfolger) von Dassault und Airbus sich nur in Rangeleien ergeht. All das war und ist absehbar, ich habe darüber hier schon vor Jahren kritisch geschrieben und trotzdem hat sich nichts geändert. Auch das ist ein Preis der nur deshalb zu zahlen ist, weil an die Spitze des Verteidigungsministeriums mit Vorliebe ahnungslose Gestalten geschoben wurden und werden, ein Trauerspiel in vielfacher Hinsicht.

So hat Rheinmetall nun wieder einen "Panther", eine mutige Namensgebung denn wer das nicht weiss, natürlich orientiert sich das am -> Panzerkampfwagen V aus dem WKII <-, der als bester mittlerer Panzer des 2. Weltkrieges galt.

Damit attackiert Pappberger direkt den KMW-Nexter Wolpertinger, der sowieso nie das Licht der Welt erblicken wird. Um Feindschaft muss er sich keine Sorge machen, die bei KMW können sowieso nicht ohne die Rheinmetall Glattrohrkanone, während Rheinmetall sich jetzt zu emanzipieren versucht.

Was es *jetzt* bräuchte wäre Industriepolitik. Eine klare Richtungsaussage von Lambrecht, die das reale Panther-Konzept treibt und KMW damit keine Wahl mehr lässt. Aber genau das wird kaum passieren, wer gesehen hat wie Lambrecht den Geparden zu erklären versucht hat, ist vor Peinlichkeit schon längst im Boden versunken.

Den Preis den das Land für völlig inkompetente Führung in vielen Ministerien zahlt ist hoch. Und das nicht nur bei der Ampel, sondern in den diversen Kabinetts Merkel in vielfacher Hinsicht seit zwei Jahrzehnten.

Nirgendwo wird das Kompetenz-Manko aber derzeit so sichtbar wie im Verteidigungsministerium. Ideologisierte Leerstellen wie diese Lemke im Umweltministerium fallen derzeit nicht so auf, das ändert sich dann erst beim großen Blackout, der genau den gleichen "Hallo Wach" Effekt wie der Angriff Putins auf das Land haben dürfte.

Schön dass wenigstens das Schicksal den Traumtänzern manchmal die Realität einbläut. Mir wäre aber lieber, wenn wir als Bürger darunter nicht mitleiden müssten.

Euro Doppelboden? ZH3

Der Markt setzt sein Geschiebe wie erwartet fort, da gibt es zur Mitte des Handels nichts zu kommentieren:

Der Euro scheint zum Dollar aber einen Doppelboden zu versuchen, was auch Sinn macht solange die Erwartung im Raum steht, dass in den US vielleicht bald *Peak Inflation* anstehen wird.

Denn dann hätte die FED Spielraum weniger falkenhaft zu sein, ihr Pulver was Zinserwartungen angeht, hat sie dann verschossen, was den Kursen nicht schaden wird.

Die EZB dagegen gerät immer mehr unter Druck und es wird offenbar, dass die Notenbank schon lange ihr Mandat missachtet hat, denn das lautet Preisstabilität und nicht Rettung jedes Euro-Mitglieds um jeden Preis und schon gar nicht die Chimäre von der "grünen Finanzpolitik" - was immer das ist, ein Steckenpferd von Lagarde, weit entfernt vom Mandat.

Der Markt spielt also derzeit das Nachholpotential der EZB, wenn er sich da mal nicht täuscht, denn selbst wenn sie wollte könnte die EZB nicht, Italien würde den Euro zerreissen. Man nennt das *selbstgewählte Sackgasse*.

Ich verabschiede mich damit bis morgen Nachmittag. Ich mache morgen in der Frühe eine Magenspiegelung, da werden sie aber nichts von bemerken, der Stream kommt ganz normal.

Allen einen schönen Abend!

Ihr Hari

*** END OF STREAM ***

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Wochenausblick KW26 2022

Letzte Woche hatte ich in den Streams mehrfach von einem Markt gesprochen der kurzfristig nach oben will, aber (noch) nicht kann.

So lautete das Eingangsstatement am Donnerstag: -> Wollen würde er ja schon gerne, nur können bekommt er nicht auf die Reihe <-, dass der Markt zu einem Rebound fähig ist, lag also schon in der Luft.

Dafür ist aber ein Katalysator hilfreich und den gab es am Freitag, obwohl dieser von vielen übersehen wurde. Und wie es sich für einen guten Katalysator gehört, dreht er sich um das Kernthema der Sorge, die Inflation.

Denn da waren am Freitag um 16 Uhr die Inflationserwartungen der Uni Michigan, die normalerweise ein nebensächlicher Datenpunkt sind. Nicht aber, wenn der Markt "sabbernd" darauf wartet, dass die Daten endlich *Peak Inflation* signalisieren.

Und die Daten gaben Anlaß hoffnungsvoll interpretiert zu werden, auch wenn dabei ein gutes Stück "Wishfull Thinking" enthalten ist:

Und was machte der Markt? Das hier, schon vorher "ahnte" er es wie so oft - mglw waren wieder manche gleicher als gleich und kannten die Daten schon - aber der Schub um 16 Uhr war eindeutig:

Und für die 2-Wochen-Sicht war das dann die Wende, endlich *konnte* der Markt was er schon vorher irgendwie wollte, er war wie befreit:

Diese Befreiung sieht man daran, dass nicht nur die Wendekandidaten im Bereich Small Growth, sondern gerade auch die großen Bluechips massiv gekauft wurden, die Market-Map ist eindrücklich. Hier wurde schon versucht den "großen Boden" anzuspielen:

Überlagert war das Geschehen allerdings von der Rebalancierung der Indizes, weswegen es schwierig ist dem Geschehen von Freitag uneingeschränkt Vertrauen zu schenken, da müssen wir abwarten ob Anfang der neuen Woche eine Bestätigung kommt.

Allerdings hat uns das Geschehen einen zentralen Punkt gezeigt, auf dem ich auch schon länger herumreite. Ich habe immer betont, dass der Markt genau dann den* Boden finden kann, wenn die FED Spielraum bekommt und nicht mehr so aggressiv sein muss und das wiederum hängt davon ab, dass der Inflationsdruck nachlässt - It´s the Inflation stupid!

Von der Inflation leitet sich jetzt vieles ab, gerade weil die FED der wichtigste Faktor für den Markt ist und die Regel "Don´t fight the Fed" auch dieses Jahr wieder eindrucksvoll seine Bedeutung gezeigt hat.

Die FED ist aber derzeit "Gefangener" der Inflation und erst wenn diese nachlässt, wird sie wieder frei und kann auch auf Konjunkturängste reagieren.

Und es gibt ja durchaus Grund darauf zu hoffen, dass die Inflationsdaten nun bald mal etwas nachlassen, wir haben ja in den Rohstoffen querbeet Zeichen einer Topbildung und eines Rückgangs der Preise gesehen, ich zeige hier nur erneut wieder das Chart von Kupfer:

Weswegen nun alle Inflationsdaten extrem im Fokus sind und uns der Freitag einen Vorgeschmack geboten hat was passieren wird, wenn die Inflationsdaten mal wirklich überzeugend nachlassen.

Es wird dann eine "Rip-your-face-off-Rally" geben, ich weiss keine deutsche Analogie dafür, eine Eruption, ein Ausbruch aufgestauter Energie, den man in der MarketMap von Freitag schon erahnen konnte.

Das ist dann der "Süsswarenladen" für den Markt, nicht nur wir warten auf den Moment, auch tausende Investoren die nicht dümmer sind als wir.

Der nächste wichtige Termin dazu ist dann schon kommenden Donnerstag 30.06. mit dem PCE Preisindex um 14.30 Uhr. Je nachdem wie der ausfällt, kann es dann noch einmal in beide Richtung *knallen*, nach oben wie nach unten.

Endgültig kommen dann am 13.07. die Verbraucherpreise und am 14.07. die Erzeugerpreise und das ist dann Showdown:

Auf ihren Wunsch hin konzentriere ich mich im neuen Wochenausblick auf das Wichtigste, auf die Kernthemen des Geschehens und ich erwarte dass die Inflationsfrage in den kommenden Wochen der alles entscheidende Faktor für das Marktgeschehen ist, wie schon am Freitag.

Natürlich ist das Bild des Marktes weit komplexer, viele Faktoren spielen herein und überlagern sich, das wissen wir alle. Wenn ich aber ein Thema herausgreifen soll das recht klar und ungefiltert die Richtung des Marktes in den kommenden Wochen bestimmen wird, dann sind es einfach die Inflationsdaten, weil von denen so vieles abgeleitet wird.

Die normalen Toptermine der Wirtschaftsdaten der kommenden Woche bieten über die PCE-Inflationsdaten hinaus auch noch jede Menge "Unterhaltung" und für jeden etwas.

Diverse Notenbanker sind wieder geboten, Rohöldaten die nun zum Thema Inflation Bedeutung haben, Arbeitlosendaten die zum Thema Konjunktur Bedeutung haben und diverse Einkaufsmanagerindizes aus der ganzen Welt, die sowieso immer für die konjunkturelle Frage wichtig sind,

Sie sehen, da ist jede Menge geboten, jede Menge Katalysatoren für einen Markt, der einem weiteren Einbruch aus dem Weg gehen will, bei einem Rebound aber dabei sein will und schnell FOMO bekommen wird.

Womit sich für uns die Frage stellt, was bedeutet das nun alles hinsichtlich der Frage des "Bodens" und unseres Wunsches im "Süsswarenladen" einzukaufen?

Dabei muss man die mittelfristige und langfristige Sicht unterscheiden. Mit mittelfristig meine ich damit die nächsten Wochen, mit langfristig die nächsten Monate bis ins nächste Frühjahr.

Langfristig ist wichtig dass wir verstehen, dass im Sinne der *Dominosteine* eines Bärenmarktes selbst eine starke mittelfristige Rally uns nicht garantieren kann, dass weitere, massive Dominosteine unter dem Druck von Inflation, Zinswende und Problemen in den Lieferketten umkippen.

Zwei Kandidaten sind dafür bekannt, der US Häusermarkt einerseits und die Stabilität des Euros andererseits - beides "Elefanten" die jeder für sich eine neue Finanzkrise heraufbeschwören könnten.

-> Hier <- ein Artikel zum einbrechenden US Häusermarkt und dieser Effekt ist natürlich Folge der Zinswende, die wiederum von der Inflation befeuert wird, womit wir wieder bei dem zentralen Thema der nächsten Wochen sind, der Inflation.

Diese Risiken wie Häuserkrise oder Eurokrise sind wichtig zu sehen, damit sie folgende Worte zur einer möglichen Wende bei der Inflation nicht als Garantie betrachten, dass das dann das sichere Ende des Bärenmarktes ist. Das kann sein, muss aber nicht, solange diese "Elefanten" im Risiko stehen, bleibt die Lage riskant.

Gleichzeitig wäre es aber auch ein Fehler einen starken mittelfristigen Rebound nicht mitzugehen, weil man blind darauf setzt dass einer der Elefanten doch noch zum Problem wird und die Märkte wieder nach unten zerrt.

Das ist das alte Dilemma das wir nun genügend kennen sollten, weswegen ich auch dazu rate einen Rebound wg einer abflachenden Inflation unbedingt mitzugehen, zumindest in Teilen, nur Illusionen darf man nicht haben und sich bewusst sein dass diese Risiken weiter lauern. Man muss also weiter agil bleiben, einen Garantieschein dass es nicht doch wieder zu den Tiefs geht, bekommt man nämlich in keinem Rebound aus den Tiefs heraus - damit muss man umgehen lernen, das gehört dazu.

Nachdem das gesagt ist, kann ich aber eine klare Aussage zu den mittelfristigen Chancen machen. Ganz klar, falls jetzt zu den genannten Daten eine sichtbare Reduktion der Inflation sichtbar werden sollte, werden wir wahrscheinlich eine markante Explosion des Marktes nach oben erleben, die im S&P500 problemlos bis zu den beiden bekannten Zonen und damit vielleicht sogar bis 4.300 führen könnte. Eine Rally die dann aber trotzdem wieder abkippen kann, weil vielleicht der Häusermarkt kippt oder die Eurozone strauchelt:

Das Chart dient nur dazu meinen Punkt zu visualisieren, nämlich welche Gewalt in einem "Peak-Inflation-Rebound" liegen würde und dass der Bärenmarkt übergeordnet trotzdem weitergehen kann.

Umgedreht nehmen wir mal den NASDAQ und stellen uns vor, die Hoffnung die am Freitag von den Daten aufkam wird schon kommenden Donnestag bei dem PCE Preinsindex wieder zerstört. Dann bekommen wir garantiert das:

In meinen Augen ist das die wichtigste Botschaft die sie nun mitnehmen müssen. Der Bärenmarkt kann vielleicht noch länger dauern, weil weitere Dominosteine kippen. Aber mittelfristig für die kommenden Wochen ist es *Peak Inflation* oder eben nicht, was den Markt *massiv* bewegen wird. Der Freitag hat uns dafür einen Vorgeschmack geliefert.

Wie sie damit umgehen wollen kann ich ihnen nicht sagen, das hängt von ihrer Strategie ab und ihrer Fähigkeit mit einer Kombination von derartigen Chancen und Risiken umzugehen.

Aber ich will es mal so generisch sagen:

Für Trader ist die Zeit des "Fischen gehens" potentiell vorbei. Der Geruch einer Phase in der Einiges geht liegt für mich in der Luft. Ich rate zu Präsenz und Aufmerksamkeit, Chancen sind da, wie uns Small Tech zuletzt bewiesen hat, die Risiken sind aber nicht kleiner geworden.

Für Investoren ist es ganz wichtig nicht zu ängstlich zu sein und sich davon zu verabschieden *den Boden* exakt treffen zu wollen, das kann man sowieso nie.

Wie ich schon oft sagte, ist der Markt mit über 20% im S&P500 und über 30% im NASDAQ für einen Investor *weit genug* gefallen, dass man selektiv auch mal was wagen und wieder aufbauen darf und sollte, im vollen Wissen dass die Risiken weiterer Dominosteine noch lange über uns schweben.

Sicher können wir auch noch einmal um 20% auf dann 40% Minus im SPX abkippen, dann muss man halt selektiv wieder "kehrt marsch marsch" machen und wieder etwas abbauen oder absichern, aber eine potentielle *Peak Inflation* Rally - falls sie nun kommt, was ja keinesfall sicher ist - dürfte zu bedeutend werden, um sie als Investor einfach ignorieren zu können, wie die bisherigen kleineren Rebounds.

So weit mein Ausblick, heute sehr klar auf einen Punkt fokussiert.

Ich hoffe ich konnte klarmachen vor welcher Frage wir nun stehen. *Falls* die Stärke der letzten Woche Anfang kommender Woche bestätigt wird und kein Effekt der Indexumstellung war, hat uns der Markt deutlich signalisiert was er in dem Moment tun wird, an dem er *Peak Inflation* am Horizont riecht. Er wird sofort versuchen den Süsswarenladen leerzukaufen. 😉

Bauen sie jetzt aber keine Erwartungshaltung auf, dass wir wirklich "Peak Inflation" haben. Denn das wissen wir nicht, dafür brauchen wir die Daten. Was ich aber klar sagen kann ist, dass der Markt darauf lauert. Weswegen er auch besonders verschnupft sein wird, wenn er in der Hoffnung doch wieder enttäuscht werden sollte.

Ich wünsche viel Erfolg in der KW26 2022!

Ihr Hari

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Wende !?

Mir ist bewusst, dass unter den Mitgliedern sehr viele sind, die bis sie hier Mitglied wurden Charts für "bunte Linien" gehalten haben. "Da draußen" toben dazu ja auch gerne Rechthabeschlachten, die vor allem von Ahnungslosigkeit und teilweise völlig falschen Vorstellungen getragen werden. Es ist oft so traurig und von so viel Borniertheit geprägt, dass man sich da nur raushalten kann - jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.

Diese Mitglieder wollen keinen "Doktor" in Chartanalyse mehr machen, aber ein gewisses Grundverständnis würde ihnen dann doch gut tun, schon alleine um besser zu verstehen was ich da im Stream so zeige und warum.

Gleichzeitig habe ich ja in den Streams zuletzt öfter auf den Charts von "Small Tech" herumgeritten, die vielleicht als Erste einen Boden im Bärenmarkt bilden könnten und die diese Theorie in den letzten Tagen zunehmend bestätigt haben.

Diese beiden Faktoren nehme ich heute zum Anlaß zu einem 30-minütigen "Lehrer Bömmel" Video, das anhand der aktuellen Situation und "Small Tech" vor allem im Software-Bereich zeigt, worauf man ganz grob bei Charts dabei achten sollte, um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Und vor allem will das Video auch vermitteln, wo die Grenzen dabei liegen und mit einigen Legenden aufräumen, so zB dass Charts die Zukunft vorhersagen würden.

Ich benutze bei der Erklärung *bewusst* keine Fachbegriffe und Indikatoren, es geht nur um Preis und Volumen und um die groben Prinzipien dessen, was uns Charts signalisieren können.

Wenn am Ende danach ein paar Mitglieder einen besseren Eindruck davon haben, wie ein Chart mit ihnen sprechen kann, dann war das Video ein Erfolg.

Viel Spaß!

PS: Ich bin ganz leicht verschnupft, das hört man in der Stimme ein wenig. 😉

Ihr Hari

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Hari Live Stream 23.06.22

Wollen würde er ja schon gerne, nur können bekommt er nicht auf die Reihe ZH2

So ungefähr kann man die Marktlage derzeit beschreiben. Wie ich schon gestern schrieb hat der Markt durchaus den Willen und das abstrakte Potential den Rebound etwas in Richtung 4.000 im SPX auszudehnen, nur so richtig bekommt er das nicht auf die Reihe.

Auch heute kam vorbörslich wieder etwas Stärke, aber überzeugend ist das alles nicht und das Gesamtbild wirkt zunehmen eher wie eine bärische Flagge gegen den Trend, die irgendwann wieder zusammenbricht:

Auch heute redet wieder Powell, nachdem er gestern den Senat beglückt hat, muss er heute auch im Repräsentantenhaus die Fragen ganz wichtig nehmen und jeden Eindruck vermeiden, dass ihn dieser Termin etwa nerven oder langweilen würde. Eine wirkliche Änderung oder Überraschung ist aber nicht zu erwarten, Powell hat seine Lippen mittlerweile gut im Griff.

Alles in allem ist das wieder so ein Markt, den man eigentlich auch ignorieren könnte. Viel fällt mir initial auch nicht ein was heute zu thematisieren wäre, aber schaun mer mal, dann sehn mer scho.

Erwähnenswerte Info-Bruchstücke

In einem Markt ohne echte Katalysatoren sammele ich Info-Bruchstücke, keines so wichtig daraus einen größeren Post zu machen, aber erwähnenswert sind sie schon:

Erwartet schwache Einkaufsmanagerindizes

Um 15:45 sind Einkaufsmanagerindizes in den US hereingekommen und das schwach, allerdings noch im erwarteten Rahmen, so dass das für die Kurse eher ein Nullevent war.

Das ist genau eines der großen Fragezeichen das der Markt derzeit spielt, kann die FED ein "Soft Landing" hinbekommen, also eine Kette an Zinserhöhungen ohne die Konjunktur abzuwürgen?

China zieht ZH3

Wie gestern indiziert ist Chinas Aktienmarkt einer der wenigen derzeit, bei denen etwas zu gehen scheint. Heute Nacht wieder 2% Plus im Inlandsmarkt:

Peak Kupfer ZH3 ZH4

Der von mir am Wochenende indizierte "Peak Kupfer" setzt sich heute mit erneut 2,5% Minus fort:

Für mich gilt ja in der Regel "i put my money where my mouth is", weswegen ich einen Short-Trade in Freeport McMoran eröffnet hatte. Läuft und schafft ein nettes Butterbrot in einem Markt in dem ansonsten nicht viel geht.

Viel ist das aber nicht und je nach Verlauf schliesse ich den Trade heute vielleicht schon, weil ich nicht in einen Overnight-Snapper geraten will - Shorten ist schwierig wie ich schon oft geschrieben habe:

Krokusse blühen weiter ZH3

Die gestern erwähnten "Krokusse" bei den kleineren Software-Growth Aktien ziehen auch heute wieder, das sei erwähnt und verdichtet immer mehr das Bild, dass diese vielleicht schon an einem Boden arbeiten.

Hier nur ein Beispiel mit Datadog (DDOG):

Peak Commodity = Peak Inflation?

Nicht nur Kupfer, wie ich schon sagte ist es der gesamte Rohstoffsektor der deutliche Abgaben verzeichnet, ausgelöst wohl durch die Konjunkturängste.

Auch die Sektoren dieser Woche zeichnen dieses Bild:

Für die Inflationsdaten sind das gute Nachrichten, vielleicht noch nicht im Juli, aber wohl dann im August sollte man das merken, was dem Markt gefallen dürfte.

Wir müssen immer daran denken, dass der Markt vorausläuft.

Derzeit ist die Inflation noch sehr hoch und die Rezessions-Sorge da, was den Markt fallen lässt.

In 3 Monaten ist zwar vielleicht die Rezession sichtbar, aber eine vollendete und eingepreiste Tatsache und die Inflationsdaten fallen. Und dann steigt der Markt schon wieder, der immer vorne dran ist.

Aktien des Tages ZH3

Alibaba (BABA) ZH4

Passend zum Thema China:

Costco Wholesale (COST)

Rezession und leerere Brieftaschen der Verbraucher verbessern die Position der Discounter der Welt:

Service Now (NOW)

Noch einmal Software:

Vertex Pharmaceuticals (VRTX)

Auch Biotech sendet stellenweise Lebenszeichen, hier "Big Biotech":

Veeva Systems (VEEV)

Healthcare Information Systems sendet auch Wendesignale:

Der Verlust der Mitte

Ich will an dieser Stelle einen Punkt "auf Papier" bringen, der auch im Gespräch mit unseren Vermietern des Ferienhauses im Urlaub Thema war. Vielleicht betrifft ja das eine oder andere Mitglied direkt, zB weil sie selber unternehmerisch aktiv sind.

Das Haus war ein sehr hochwertiges, freistehendes Haus der gehobenen Preisklasse, so 500-600€ pro Tag rein die Miete.

Im Gespräch ging es darum, was eine mögliche Rezesssion bedeutet und was es auch ohne Rezession bedeutet, wenn große Teile der Bevölkerung nun deutlich mehr für die Grundbedürfnisse wie Strom oder Gas ausgeben müssen und ganz generell die Inflation die Preise treibt.

Ich habe den Beiden sehr stark geraten sich mit ihrem Haus eindeutig im oberen Segment zu positionieren und im Zweifel noch zu investieren, um noch mehr "Besonderes" im Sinne USP anbieten zu können, so dass wer einen bestimmten Bedarf hat kaum eine Wahl hat, weil das Haus genau diese gehobenen Bedürfnisse abdeckt.

Hintergrund ist, dass ich fest davon ausgehe, dass im Bereich der Touristik - aber nicht nur, auch bei allen nicht täglichen Waren, also "Consumer Discretionary" - die Mitte nun endgültig verschwindet wird.

Das hat mit der Inflation zu tun, die die Bevölkerung noch mehr spaltet. Auf der einen Seite gibt es da Leute wie mich, saturiert, liquide, im eigenen, abgezahlten Haus und im Zweifel in der Lage die Einnahmen mit der Inflation zu skalieren.

Sicher ist für diese Leute die Inflation auch doof, sie entwertet Geldbestände und erhöht die monatlichen Kosten, sicher wäre mir auch lieber es gäbe die Inflation nicht. Aber das bringt diese Leute nicht aus dem Gleichgewicht und sorgt auch nicht dafür, dass sie ihr Ausgabeverhalten zum Beispiel im Urlaub ändern müssen. Will sagen die Angebote der oberen Preisklasse werden von Leuten gebucht, die von der Inflation zwar betroffen, aber nicht bedeutend eingeschränkt sind.

Ganz anders ist es aber beim mittleren oder unteren Bürgertum, das vielleicht Kinder hat, mit 4.000-7000€ Brutto-Monatseinkommen nach der Logik der Politiker auch zu den "Reichen" gehört, damit aber wirklich keine Bocksprünge machen kann. Bei diesen Menschen haut die Inflation ganz übel rein, wenn sie mit Gas heizen dann nun ganz besonders.

Diese Menschen sind bisher in die klassischen Mittelklassehotels gegangen, haben Ferienwohnungen für 200€ pro Tag gebucht oder waren mit einem Caravan auf Campingplätzen unterwegs - der klassische, bürgerliche Durchschnittsurlaub - "die Mitte". Die werden auf ihren Urlaub nicht verzichten, der ist für die Familie wichtig, dabei aber zwangsweise viel mehr das Geld umdrehen.

Das erhöht dann nicht nur die Schlangen beim Aldi, sondern auch die Buchungszahlen in Billigurlaubszielen, was aber darunter leidet ist der "Mittelbauch", das klassische, gehobene Hotel, das aber auch nichts Besonderes zu bieten hat und als Ziel der Wohlhabenden eher nicht in den Radar kommt.

Ich vermute also, dass der Druck der Inflation erheblichen Druck auf den Mittelbauch bei "Consumer Discretionary" und Touristik machen wird, alle die in diesen Bereichen unternehmerisch tätig sind, sollten meiner Meinung nach das Risiko auf dem Radar haben.

Am Ende gibt es dann neben Spezialisten für bestimmte Teil-Segmente nur noch "billig-billig" oder echten Luxus. Eigentlich eine traurige, binäre Entwicklung, für die es aber eine Basisursache gibt, die von Politik zu verantworten ist.

Und das ist nicht die Inflation, sondern der relative Wohlstandsverlust der breite Mitte in Deutschland, der mit vielen Dingen wie Steuerprogression, Sozialabgaben, aber eben auch Kaufkraft des Euro und Geldentwertung zu tun hat. Dieser Wohlstandsverlust ist von der Mehrheit unbemerkt schon lange im Gange, die Inflation beschleunigt das nur zu dem Punkt, wo es so zu Schmerzen beginnt, dass es viele endlich bemerken.

Leider gehe ich nicht davon aus, dass auf die Erkenntnis auch die richtige Analyse der strukturellen Ursachen folgt, die Politik wird die Krise natürlich nutzen um mit dem nackten Finger "haltet den Dieb" zu rufen und binäre Ressentiments zu schüren, die dann in Wählerstimmen umgesetzt werden. So ist das halt - leider!

Deutsches Industrieproblem ZH2 ZH3 ZH4

So ... das wars dann für diese Woche, der nächste Artikel ist der Wochenausblick am Sonntag.

Der Markt zeigt drei Richtungen die ich kurz dokumentieren will.

Der SPX will weiter hoch, kann aber nicht:

Den DAX zerlegt es heute, weit mehr als die restlichen europäischen Märkte. Der Eurostoxx ist nicht einmal 0,5% im Minus, der Dax geht auf die 2% Minus zu, getragen von massiven Abgaben bei der Deutschen Bank und praktisch allen Industriewerten:

Der Markt spielt also keine generelle Europa-Schwäche, er spielt ein deutsches Industrieproblem, das höchstwahrscheinlich mit dem Gas-Thema zu tun hat. Hier noch BASF zur Anschauung:

Ja und dann haben wir als drittes Element eben noch die Growth-Krokusse an der Wallstreet, die ihre Köpfe immer weiter herausstrecken und in die Richtung deuten, die ich schon lange argumentiere, dass diese nämlich vielleicht als Erste wieder drehen werden. Hier nur Snowflake (SNOW) als weiteres Beispiel:

Mit diesem heterogenen Bild verabschiede ich mich bis Sonntag. Halten sie die Ohren steif.

Über das Wochenende verschicke ich mit dem Februar beginnend weitere Segmente der Umstellungs-Aktion, ob ich bis Ende Wochenende schon alles rausgeschickt habe weiss ich nicht, aber Anfang kommender Woche dürfte es spätestens so weit sein.

Alle die von heute bis einschliesslich Januar 2023 ihre Verlängerung anstehen hatten, haben die Mail schon erhalten.

Wenn nicht, können sie mich per Mail kurz kontaktieren, ich schicke die dann noch einmal heraus. Wenn sie in ihrer Mail ihre Userid im Betreff nennen, ist das für mich kein großer Aufwand.
Ich habe zum Beispiel von Problemen bei Web.de in den letzten Tagen gehört, mglw haben nicht alle Mails ihren Adressaten wirklich erreicht.

Schreiben sie mich aber *nur* an, wenn sie sicher sind dass ihre Verlängerung im Zeitraum Juli 2022 bis Januar 2023 anstand, alle anderen - inklusive derer vom letzten Tag des Januars (den ich schon dem Februar zuschlage) - kommen erst noch.

Ihr Hari

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Was für einen Bärenmarkt typisch ist

Wir befinden uns eindeutig in einem Bärenmarkt und das nicht erst seit der S&P500 diese lächerliche und willkürliche Grenze von 20% Minus durchschlagen hat, ein Wert den irgendwann irgendjemand mal willkürlich festgelegt hat, der mit dem Charakter eines Bärenmarktes nichts zu tun hat, aber trotzdem zuverlässig für mediales Geplapper sorgt.

Ich erkläre jetzt mal den fundamentalen Unterschied, der rein gar nichts mit der Fallhöhe zu tun hat.

Eine Korrektur ist eine Unterbrechung eines bestehenden Trends, der danach seinen Pfad wieder aufnimmt. Eine Korrektur ist also immer zeitlich begrenzt, eine temporäre Unterbrechung der übergeordneten Richtung.

Typisch für Korrekturen sind daher singuläre Ereignisse, die erst einmal erschrecken, dann vollständig eingepreist werden können, worauf der Markt den alten Trend wieder aufnehmen kann.

Eine Korrektur ist also wie ein schwerer Stein der in einen ruhigen Teich geworfen wird, es gibt Wellen und Dellen, es schwappt, dann beruhigt sich der Teich wieder.

Ein Bärenmarkt ist dagegen eine grundlegende Richtungs-Änderung, eine fundamentale Entwicklung, mit der wie bei Dominosteinen die Dinge ins Rutschen kommen. Aus ersten Problemen erwachsen neue Probleme und im Gegensatz zur Korrektur, wo bald das Ereignis voll eingepreist werden kann, gebiert Schwäche immer wieder neue Schwäche, so wie Stärke umgedreht im Bullenmarkt.

Ein Bärenmarkt ist also eher wie ein Teich der plötzlich einen Abfluss bekommt, den man nicht schnell stopfen kann. In einem Bärenmarkt kann nicht schnell alles eingepreist werden, weil wie bei Dominosteinen die aktuellen Probleme wieder die Voraussetzungen für folgende Probleme schaffen und es schaukelnd immer weiter abwärts geht.

Wenn sie sich diesen fundamentalen Unterschied klar machen, der zu verstehen für uns viel wichtiger ist als Prozentsätze, dann ist auch klar dass:

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Kolumne (Premium):
Halbjahresbilanz 2022 PV‒Anlage mit Speicher und Sektorenkoppelung
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Hari Live Stream 29.06.22 (Premium)
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Drinnen, nicht Draußen! (Premium)
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Wochenausblick KW26 2022 (Premium)
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Kolumne: Alte Hasen Regelung (Premium)
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