Auf zum Jahresende!

Die Ferien sind vorbei, mit dem US Feiertag "Labor Day" am 05.09. wird die Scheidemarke zwischen Sommerhandel und Herbstbörse markiert und die "A-Teams" sind auch an der Wallstreet wieder an ihren Schreibtischen.

Aus gesellschaftlicher Sicht zieht einen derzeit rein gar nichts zum Jahresende, aus Börsensicht sieht das anders aus und am Ende des Artikels habe ich dann auch noch ein "Zückerchen" für alle, die schon immer mal in den Premium-Bereich schauen wollten.

Aber eigentlich will man noch gar nicht ans Jahresende denken, denn erstens war der Sommer wunderschön, wir haben als Familie die Sonne sehr genossen und das dürfte gerne noch weitergehen.

Zweitens steht uns nun in Mitteleuropa aber wohl ein Winter des Mißvergnügens bevor, in dem all die Lebenslügen von Jahrzehnten fehlgeleiteter Energiepolitik uns nun schmerzhaft vor die Füße fallen dürften.

Wenn man die derzeitige, politische Diskussionslage betrachtet, hat man nicht den Eindruck dass überall schon der Ernst der Lage angekommen ist, zu oft werden noch die ideologischen Überzeugungen nachgebetet und zu wenig auf die echten Daten, die Realität geschaut. Dabei standen wir vor 50 Jahren, bei der Regierung von SPD-Kanzler Willy Brandt in der ersten Energiekrise, genau an der gleichen Stelle und es wurden auch sinnvolle Schlüsse von Seiten der damaligen Regierung gezogen, um Deutschland unabhängig in der Energiefrage zu machen.

Nun 50 Jahre später, stehen wir in Sachen Energie erneut mit heruntergelassenen Hosen da, nur dass wir die Saudis durch Russland ersetzt haben, ein Trauerspiel. Ein Trauerspiel, an dem nicht nur "Gas-Gerd" und "Merkel-Raute" aktiv mitgewirkt haben, sondern auch Teile der Gesellschaft mit einer Mischung aus Realitätsverleugnung, Verhinderungsdenken im Kleinen und ideologisiertem Aktivismus.

Übrigens hat selbst der "Clean Energy Vorzeigestaat" Kalifornien nun -> die Notwendigkeiten erkannt <-, dabei hat Kalifornien mit seinen sonnenreichen Wüsten und langen, windigen Küsten viel bessere geographische Voraussetzungen als wir, um die erneuerbaren Energien zu pushen.

Das verbunden mit einem grundlegenden Mangel an harter Bildung zum Thema Wirtschaft und Finanzen im politischen Bereich, führt immer noch zu allerlei empört vorgetragener Gefühls-Rhetorik, die im moralischen Pathos gar nicht merkt, welchen oberflächlichen Unsinn sie verzapft.

Derzeit liegt das Hauptaugenmerk der Diskussion noch auf Wärme und Energie für den Winter und das ist ja auch gerechtfertigt, obwohl viele sich selbst da noch gegen die harten Fakten wehren. Aber in dem Bereich hat zumindest die Erkenntnisentwicklung eingesetzt, dass die Energiewende doch nicht ala Trittin nur eine Eiskugel kostet, was man zum Beispiel an den Zustimmungsraten zur Atomkraft gut feststellen kann.

Das wirkliche, langfristig noch weit ernstere Problem als temporäre Stromausfälle und kurzzeitig kalte Wohnungen, ist aber in den Köpfen noch gar nicht angekommen, weil es sich nur langsam entwickelt und nicht mit einem Schlag fühlbar ist.

Man kann eine moderne, produzierende Volkswirtschaft wie die Deutsche nicht dauerhaft mit derart hohen Energiepreisen betreiben, das geht ans Eingemachte des Wohlstands. Wenn uns weissgemacht wird, es würde nur um eine kurzfristige Krise im Winter gehen, ist schon das eine Beschönigung, denn wenn die Preise langfristig auf den neuen Niveaus verbleiben, muss langsam ein Produktionsbetrieb nach dem anderen in Deutschland die Segel streichen und dichtmachen. Kurzfristig können Firmen solche Krisen ein paar Monate aushalten, langfristig ist ein Betrieb so unmöglich.

Auch wenn manche dieser Illusion anhängen, unser Wohlstand und unser Leben in Freiheit kann nicht von Politologen und NGOs gesichert werden und auch das von Städtern romantisch verklärte Leben im eigenen, ökologischen Biogarten ist nur eine elende Plackerei, wenn die Strukturen fehlen, die das moderne Leben am Laufen halten. Kurz, diese Illusion muss man sich leisten können.

Jahrhunderte des Lebens in Landwirtschaft vor der Industrialisierung künden davon, da stand man mit den Hühner auf und ging mit ihnen ins Bett, der Tag eine beständige Plackerei auf dem Feld oder in der Scheune gegen Wind, Wetter, Insekten und Krankheiten. Noch im ersten Weltkrieg, vor nur 100 Jahren, konnte Deutschland seine damals halb so große Bevölkerung von den eigenen Feldern nicht ausreichend ernähren, erst der Fortschritt und die "böse" Agrochemie hat das beendet.

Übrigens sind auch Fahrräder heute Hightech, deren Existenz von industriellen Vorprodukten wie Stahl, Aluminium, Kabeln und Batterien abhängt, von unserer Abhängigkeit von Dingen wie Arzneimitteln und Chips ganz zu schweigen, die auch nicht in "Handarbeit" hergestellt werden können. Die romantisch verklärte Illusion von "Bullerbü" kann also ohne eine profitable, industrielle Wirtschaft nicht sein, die von ihren gutgenährten Wohlstands-Kindern dafür aber gerne am in Ostasien zusammengebauten iPhone verachtet wird, was schon ein absurder Widerspruch in sich ist.

Das aber nur zum Einstieg, ich will das hier und heute nicht zum Haupthema machen, der Punkt ist aber, dass wir als moderne Gesellschaft dringend wieder dauerhaft bezahlbare Energie benötigen - das aktuelle Problem geht also weit über eine kurzfristige Lösung für den kommenden Winter hinaus.

Was gesellschaftlich wenig Lust auf das Jahresende macht, ist aus Börsensicht aber das traditionell beste Quartal des Jahres. Und das gilt statistisch ganz besonders für Jahre wie 2022, die schon einen Bärenmarkt erlebt haben und zum Jahresende mal die Chance haben börsentechnisch Luft zu holen.

Wir haben bis Mitte August die schöne Sommerrally erlebt, die wir hier schon seit Juni auf dem Radar hatten. Dass Jerome Powell dann vor einer guten Woche in Jackson Hole einen schweren Schluckauf verursachte und die Hoffnungen des Marktes auf eine weniger aggressive FED erst einmal abwürgte, ändert nichts daran, dass wir einen brauchbaren Börsensommer erlebt haben, der durchaus Teil einer Bodenbildung sein kann. Zumindest für die US-Märkte, in denen das obige Energiethema nicht so virulent ist, weil die US klug genug waren sich in Sachen Energie unabhängig zu machen - für Deutschland muss man da pessimistischer sein.

Wie ich -> hier schon Ende Juli <- geschrieben habe, sind "die Bärenhöhlen im 2. Halbjahr nicht mehr zwingend die besten Orte für Anleger" - im Gegensatz zum 1. Halbjahr.

Wir haben zwar einen traditionell schwachen September vor uns, dann ab Mitte Oktober aber die statistisch stärkste Phase des Jahres, was nach schwachen Jahren wie 2022 ganz besonders gilt.

-> Hier bei LPL <- sehen wir schwach der September historisch ist, aber auch wie stark das 4. Quartal:

Vor uns liegt also ein September, der nach dem Sommerhandel gerne zu erneuten Abgaben führt, es macht also Sinn von weiterem Schmerz in den kommenden Wochen auszugehen. Hier ist beispielhaft das Chart von letztem Jahr:

Danach haben wir aber Chancen den Bärenmarkt hinter uns zu lassen, weil die FED dann perspektivisch bei ca. 4% Leitzins in 2023 auch das Ende ihrer Zinssteigerungen ins Auge fassen dürfte und Märkte reagieren auf so etwas ja mit Monaten Vorlauf und verhandeln heute das in den Kursen, was Anfang 2023 vielleicht Realität wird.

Insofern dürfen wir uns als Anleger auf das 4. Quartal freuen, es dürfte wieder Chancen generieren, jeder Bärenmarkt legt die Grundlage für einen neuen Bullenmarkt, die Märkte schaukeln langfristig nach oben, frei nach dem Motto "2-Schritte-vor-1-Schritt-zurück".

So bin ich bei ganz langfristiger Betrachtung recht optimistisch, dass wir Pi-mal-Daumen eine derartige Entwicklung im S&P500 bekommen, nur wissen wir halt nicht wann und wíe tief in 2022 der Tiefpunkt sein wird - das kann auch erst im November bei 3.300 sein - aber das müssen wir auch nicht:

Sektoren die für einen zukünftigen Boden unser besonderes Augenmerk finden sollten sind zB der Biotech-Sektor, der in den Abgaben seit Mitte August relative Stärke gezeigt hat und immer noch eine Wendeformation sein könnte, sehen sie selber:

Oder auch die Chipaktien, die nun viele Probleme und Krisen verdaut haben, aber weiter die -> Fördertürme des 21. Jahrhunderts <- darstellen, Öl kann man substituieren, Chips nicht.

Mit etwas Glück könnte sich das so entwickeln:

Das sind nur Beispiele, von nun an werden wir im Premium-Bereich wieder jeden Tag viele Opportunitäten und Szenarien besprechen. Falls Sie schon länger hier im freien Bereich mitlesen, ist das eine schöne Gelegenheit das 4. Quartal mal zusammen mit der Mr. Market Community zu erleben und einen Eindruck von den täglichen Artikeln und Informationen zu gewinnen.

Nach 2 Jahren mache ich daher für alle die bis hierhin gelesen haben mal wieder eine kleine Schnupper-Einstiegsaktion zum Jahresende 2022, die die Hürde ein wenig senkt, ohne dabei Rabatte zu gewähren - etwas was es auch in Zukunft nicht geben wird.

Und das geht so:

  • Diese Aktion läuft befristet bis zum 30.09.22 und wird dann abgeschaltet.
  • Jeder der im Rahmen der Aktion Neumitglied wird, wird das bis zum 31.12.22 - also für gute 3 Monate.
  • Der Beitrag ist dafür immer pauschal 180€. Das ist teurer als anteilig bei einer vollen Jahresmitgliedschaft zu 490€ und kein Rabatt, erlaubt aber mit geringerem finanziellen Aufwand mal bei Mr. Market reinzuschnuppern.
  • Je früher sie Mitglied werden, desto größer der Vorteil, egal ob sie am 05.09. oder am 30.09. an dieser Aktion teilnehmen, es sind immer 180€ bis zum Jahresende.
  • Zum Jahresende haben sie dann die Möglichkeit ganz regulär für ein volles Jahr zu verlängern oder eben nicht. Sie schließen keine Abo ab und müssen nichts kündigen, eine Verlängerung müssen sie aktiv entscheiden.
  • Im Rahmen der Aktion ist die Erstellung von Gruppenmitgliedschaften ebenso verwehrt, wie das aktive Schreiben im Forum. Sie können alles passiv lesen, ein aktives Mitglied der Community können sie aber erst werden, wenn sie auf einer regulären Jahresmitgliedschaft sind.
  • Natürlich können sie auch weiterhin jederzeit ein volles Jahr abschliessen, das aber nicht über den Link unten, sondern über den normalen Link im Menü "Mitglied werden" oben auf der Homepage.

Der Grundgedanke der Aktion ist also der einer "Schnuppermitgliedschaft", etwas was ich schon mehrfach erfolgreich gemacht habe, einige der treusten Mitglieder sind auf diese Art und Weise dazu gestossen. Lesen Sie -> hier <-, was die Mitglieder ganz generell bei einer Verlängerung so sagen.

Und hier können sie diese "Schnuppermitgliedschaft" nun in Gang setzen:

-> Premium Aktion YE22 <-

Nun wünsche ich uns allen viel Anlageerfolg zum Jahresende und vielleicht lesen wir uns ja schon bald im Premium-Bereich.

Ihr Michael Schulte (Hari)

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