Das britische Pfund: Keep Calm and Carry On!

Theresa May hat ihren Plan für einen Brexit vorgestellt.

Die einen gehen nun von einer glorreichen Zukunft eines freien "Global Britain" aus, eines wirtschaftlichen "Flugzeugträgers", der seine alten Traditionen des Commonwealth und die Liebe zu den Handelsbeziehungen über die Weltmeere hinweg, wieder belebt.

Die anderen sehen ein zerfallendes, unter wirtschaftlicher Depression ächzendes Königreich, aus dem Schottland und Wales austreten und die Nordirland-Frage wieder mit Macht aufbricht.

Ich halte Beides für möglich, weiß aber auch, dass die Zukunft noch nicht geschrieben ist und es aber die Details der Umsetzung und nicht die grossen Worte sind, die den Unterschied zwischen dem Einen und dem Anderen ausmachen werden.

Warten wir also mal ab.

Interessant ist aber, was uns der Devisenmarkt sagt. Und da hat das Pfund zum Euro nun mit einem massiven Reversal gestern eine Struktur generiert, die an eine klare Wendestruktur erinnert:

Geht es hier nun also weiter hoch?

Langsam, was wir gestern gesehen haben, war in meinen Augen eher ein Short-Squeeze, als eine Reaktion auf irgendetwas, weil einfach zu viele Marktteilnehmer auf einer Seite des Bootes sassen.

Und das GBPEUR Währungspaar ist ja auch nicht das Wichtigste, das ist das Pfund zum Dollar, also GBPUSD und da sieht es noch lange nicht nach einer klaren Wendestruktur aus:

Aber trotzdem, wenn die Phase der grossen Verunsicherung nun durchgelaufen ist - und bis dahin kann das Pfund noch tiefer fallen - dann stellt das britische Pfund gerade für uns hier im Euro-Raum wohl eine immense Chance und auch potentielle Alternativwährung dar, die genau deswegen erhebliches Aufwertungspotential hat.

Denn wenn wir uns hier vielleicht mit der Existenz der Euro-Zone befassen müssen, die bei der nun stark steigenden Inflation vielleicht schneller auf die Agenda kommt als gedacht, dann werden wir noch froh sein, eine Weltwährung direkt vor unserer Haustür zu haben, in der wir Geld anlegen können und die nicht so massiv mit dem Euro verheiratet ist, wie nun der Franken, der komplett von Euroland umgebenen Schweiz.

Schauen wir also gespannt, wie tief dieses Pfund nun noch fallen will. Sobald ich aber den Eindruck habe, dass es das nun war, werde ich kaufen und zwar in grossem Umfang. Das nur als Ankündigung. 😉

Ihr Hari

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Change – Wandel

Diese Woche beginnt die Bilanzsaison in den US so richtig, die EZB steht an und am Freitag wird das Wörtchen "elect" gestrichen und Amerika wird von President Trump regiert.

Der US Markt mäandert in dieser Lage nahe der Höchststände, man muss kein Börsenfachmann sein um zu erkennen, dass da schon eine Menge Erwartungen an Trumps Politik in die Kurse eingebacken sind.

Auch wenn es heute noch sehr ruhig zugeht, weil in den US mit dem "Martin Luther King Day" ein Börsenfeiertag ist, sollten wir uns keiner Illusion hingeben. Die kommenden 2-3 Wochen werden sehr volatil und sehr wichtig für den weiteren Jahresverlauf. Denn in diesen Wochen muss sich der Markt entscheiden, ob er Trump zutraut aus den Ankündigungen auch Politik werden zu lassen, oder ob es eine markante Enttäuschungsreaktion gibt.

Wir erleben auf jeden Fall derzeit eine Zeitenwende, die potentiell tiefer geht, als manche nun ahnen. Denn mit Trump wird jemand der mächtigste Mann der Welt, der das personifizierte Gegenmodell zum derzeit dominierenden Multilateralismus darstellt.

Trump scheint sich wenig für solche internationale Organisationen zu interessieren, betrachtet das vermutlich eher als "Quasselbuden" und sieht die Welt sehr pragmatisch aus den Augen eines Geschäftsmanns und Dealmakers, der etwas Konkretes für sein Land erreichen will. America First, der meint das ernst!

Damit kommt auch eine Abkehr vom glatt polierten und durchformulierten, aber inhaltsleeren Neusprech, den wir ja alle zu Genüge kennen.

Natürlich kommen damit auch Risiken, denn am Ende ist der multilaterale Ansatz wohl ohne ernst zu nehmende Alternative, denn die Welt wächst zusammen, ob wir wollen oder nicht und Konflikte lassen sich daher am Ende nur gemeinsam lösen.

Gleichzeitig ist es aber auch frischer Wind, der dieses Zusammenwachsen vielleicht ehrlicher und offener macht, denn nur wer weiss wo er steht, seine Identität kennt und damit auch offen umgeht, kann wahre Kompromisse schliessen und nicht nur Formelkompromisse, die die Probleme nur kaschieren und auf die lange Bank schieben.

Und an Formelkompromissen ohne Inhalt, hatten wir in den letzten Jahren wahrlich genug in der Welt, die Probleme kumulieren sich auch deshalb, weil entgegen des wohlfeilen Selbstlobs der "Schwurbelsprecher", keines wirklich an der Substanz angegangen wurde.

Ich fand deshalb Kai Diekmanns -> Innenansichten zum aktuellen Trump-Interview <- besonders spannend, weil sie das Bild eines Mannes formen, der weiss was er will und das auch umsetzen will, statt lange zu fackeln.

Darin liegen grosse Risiken, aber auch grosse Chancen. Klar ist, dass wir eine Zeitenwende erleben, unklar ist völlig, wohin diese uns führt? Im Gegensatz zu denen, die meinen schon alles über Trump zu wissen: ich weiss es nicht.

Ich weiss nur, dass sich hier Dinge andeuten, die *massivst* kursbewegend sein dürften, weil sie die Grundlagen des Beziehungsgeflechts der Welt betreffen. Obama ist mit dem Versprechen von "Change we can believe in" an die Macht gekommen, ist als Tiger losgesprungen und als Bettvorleger geendet. Es wäre ein Treppenwitz der Geschichte, wenn mit Trump echter Wechsel kommt, nur eben nicht so, wie sich das Obama ausgemalt hat.

Für uns als Anleger bedeutet das, dass wir nun viele Monate mit massiven Fragezeichen leben müssen und auch mit Wandel, der nur schwer zu antizipieren ist. Und zwar so lange, bis sich die Trump Administration gefunden und eingearbeitet hat und eine klare politische Linie erkennbar wird, die die Dinge wieder berechenbarer macht.

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Roter Alarm!

Kennen Sie das auch, wenn in Filmen auf (Raum)Schiffen die roten Alarmleuchten blinken und durch die Mikrofone die Stimme des 1. Offiziers mit den Worten "Red Alert - all Hands to Battlestations" tönt?

Nun, nicht immer passiert dann was, manchmal ziehen die Romulaner oder wer auch immer, dann nach kurzem Wortwechsel wieder ab. Roter Alarm ist also keine Garantie für "Action".

Aber Roter Alarm heisst allerhöchste Aufmerksamkeit. Und die hat der Markt nun weltweit, wenn "The Donald" heute um voraussichtlich 17 Uhr MEZ zum ersten Mal seit er "President Elect" geworden ist, eine Pressekonferenz gibt.

Und bestimmt nicht nur der Markt, auch die Politik weltweit, wird wohl den Fernseher einschalten. Wer gerade in Berlin ist, kann ja mal hochschauen, ob es oben im Kanzleramt nicht "flimmert". 😉

Der Markt hat auf jeden Fall in den Kursen eine Menge Vorschusslorbeeren verteilt und nun würde er gerne mal wissen, ob in der Präsidenten-Präsent-Schachtel auch das drin ist, was er sich da bisher hinein interpretiert hat.

Es ist offensichtlich, dass das Potential hat, den Markt erheblich in Bewegung zu setzen. Das *könnte* - beachten Sie den Konjunktiv und die wieder abziehenden Romulaner - zu einem neuen Impuls führen, den der Markt nun dringend braucht.

Ob nach oben oder unten? Lassen wir dieses Spekulieren sein, so wird kein Geld am Markt verdient. Zuhören und schnell reagieren, wenn sich eine Richtung abzeichnet, das ist der profitable Weg.

Wir folgen dem Markt, wir erraten ihn nicht. Nach dem Sieg Trumps Anfang November, haben ein paar Stunden in der Wahlnacht auch keinen Unterschied gemacht, wenn man dann am folgenden Morgen die richtigen Schlüsse gezogen hat. Darauf folgten dann 2 Monate Rally - bis heute.

Bemerkenswert ist aber, dass an diesem wichtigen Moment, auf den nun die ganze Börsenwelt weltweit starrt und die versammelte Politik wahrscheinlich auch, die Volatilität immer noch sehr weit unten ist:

Sprich, der Markt ist gelassen. Zu gelassen? Wir werden es heraus finden. Machen wir was daraus. Wenn Sie mehr wissen wollen und "dabei" sein wollen, dann müssen Sie halt zu uns dazu stossen.

Also heute 17 Uhr. Ich habe mein Popcorn schon bereit liegen - die Superhelden Saga "The incredible Donald" kann beginnen. Film ab ... 😉

Ihr Hari

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Jahr der Entscheidungen

Ein neues Börsenjahr liegt vor uns und es hat so begonnen, wie wir das im alten Jahr schon erwartet haben: ruhig und mit bullischem Unterton.

Schon seit November sage ich, dass bis zur Amtseinführung Trumps am 20.01.17, der Markt noch in seinem "Buy the Rumor" Wohlgefühl verharren kann. Wobei man das nicht auf den Tag genau verstehen sollte, sondern eher im Sinne "um die Amtseinführung herum", der Markt neigt dazu, Dinge schon vorher in Gang zu setzen.

Erst danach, muss aus Twitter-Zeilen dann echte Politik werden, was erhebliches Enttäuschungspotential beinhaltet. Das bedeutet aber nicht, dass daraus zwingend eine Enttäuschung werden muss, diese Zukunft ist noch nicht geschrieben und liegt im Wesentlichen in der Hand des grössten Donald aller Zeiten. 😉

Mit den Wahlen in Frankreich im Mai und in Deutschland im Herbst, dürfte dann auch die vor sich hin schwärende Frage nach der Zukunft Europas und des Euros, endlich einer Entscheidung zugeführt werden.

Gerade Frankreich ist dabei von immenser Bedeutung, während es in Deutschland ja wahrscheinlich mal wieder "alternativlos" weiter geht. Der Wahlkampf hat ja offensichtlich in diesen Tagen schon begonnen, wenn man sieht, wie sich Parteien aller Coleur, nun seit Jahresanfang unisono einer klaren Sprache bedienen, für die man noch vor 15 Monaten im berüchtigten Herbst 2015, als Rechtsextremist beschimpft worden wäre.

Was davon zu halten ist, dürfte jedem halbwegs klar denkenden Menschen offensichtlich sein: Wahlkampf eben und was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern? Egal woran wir politisch glauben, wir sollten bei der Wahl die Parteien nach ihrem Handeln beurteilen und nicht nach ihren wohlfeilen Worten.

Frankreich aber, dürfte schon im Mai der grosse Wendepunkt sein. Ein jeder Potenz beraubtes "weiter so" im Stile Hollandes, dürfte wohl nicht auf der Agenda stehen. Eher sind es zwei Alternativen, die wohl zur Wahl anstehen. Auf der einen Seite das Modell eines Europas der kulturellen Identität, dass den vielfältigen Regionen und Nationalitäten wieder Raum gewährt und diese als Stärke achtet, statt sie als Verstoss gegen die "EU-Norm" wegregulieren zu wollen. Andererseits das klare Ende des bekannten Europas und damit auch des Euros, mit unabsehbaren Konsequenzen und hoher Volatilität.

Wie das ausgeht und vor allem wie die Börse darauf reagieren wird, ist heute aber unmöglich vorher zu sehen, ebenso wenig wie im Oktober letzten Jahres, der Ausgang der US Wahl. Insofern sind alle Jahresprognosen mal wieder nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben wurden.

Uns hier bei Mr-Market, tangiert das bei unseren Börsenaktivitäten aber auch gar nicht, die grossen Prognosen überlassen wir denen, die ihr Geld mit Klicks verdienen.

Wir nehmen den Markt und das Geschehen in der Welt auch dieses Jahr wieder Schritt für Schritt und erzielen unsere Vorteil dadurch, dass wir uns schnell anpassen und von den Bewegungen profitieren, wohin sie uns auch immer führen mögen.

Als Staatsbürger aber, als Mütter und Väter von Kindern, denen wir eine positive, chancenreiche Welt hinterlassen wollen, ist 2017 wohl das Jahr der Entscheidungen, in dem wir unser ganzes Gewicht in die Waagschale werfen sollten, um dieses Land und diese Welt für unsere Kinder ein klein wenig zu einem besseren Ort zu machen.

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Klar unklare Sache bei der FED

Nach einer sehr spannenden EZB Sitzung letzte Woche, die ein von -> internen Kompromissen <- geprägtes Ergebnis gebracht hat, das dann von Draghi in der Pressekonferenz mit einem marktfreundlichen, taubenhaften Spin versehen wurde, steht diese Woche Mittwoch Abend die wichtigste der Notenbanken mit einem Entscheid an. Die FED.

Hier ist die Ausgangslage völlig anders als bei der EZB letzte Woche.

Ja, die FED wird die Leitzinsen um einen Viertel-Punkt auf 0,75% erhöhen, davon ist fest auszugehen. Die FED selber, lässt daran keinen Zweifel aufkommen und der Markt, geht nach den letzten Zahlen mit 97% Wahrscheinlichkeit davon aus.

Das wird so kommen, alles andere wäre eine immense Überraschung, mit der die FED ihre eigene Glaubwürdigkeit zerstören würde. Und wenn es kommt, wir das nur einen Gähner am Markt hervor rufen, denn das ist vollständig in den Kursen.

Richtig schwierig, dürfte dagegen für die FED aber der Ausblick auf 2017 sein und die Frage, wie stark und steil es mit der Zinswende weiter geht. Und das sind die Worte, denen der Markt mit besonderer Aufmerksamkeit lauschen wird und die sich ganz hart auf Dollar und Gold auswirken werden.

Schwierig ist es nicht nur, weil Zukunft immer schwierig ist - da kann man noch so grosse volkswirtschaftliche Abteilungen haben, wenn Volkswirte die wirtschaftliche Zukunft vorher sagen könnten, wären sie an der Börse alle Multimilliardäre. 😉

Schwierig ist es vor allem wegen Trump. Denn keiner kann heute seriös sagen, ob Trump die Inflation wirklich ans Laufen bringt oder nicht und seine Konjunktur-Programme wirklich so gross werden, wie der Markt das nun schon antizipiert.

Und nicht nur wegen Ihres Mandats, sondern auch weil die Inflation ja viele Seiteneffekte hat, hängt davon in hohem Masse die weitere Zinspolitik der FED ab. Ob die Inflationsrate Ende 2017 in den US bei 3% oder 1% liegt, ist eben ein ganz zentraler Unterschied, den die FED nicht ignorieren kann und Trump hat dafür einige Stellschrauben in der Hand.

Und weil das so ist, kann die FED sich am Mittwoch nicht seriös für 2017 festlegen und muss sich hohe Flexibilität bewahren.

Diese völlig offene Lage, trifft mit Janet Yellen auf eine FED-Chefin, die sowieso einen ganz starken Hang zum "Play it Safe" besitzt. Adrenalin-Sport und der Spass am Risiko, ist ihr genetisch wohl nicht in die Wiege gelegt, was für eine FED-Chefin ja auch nicht die schlechteste Charaktereigenschaft ist.

Also bleibt nur eine logische Schlussfolgerung, die FED wird sich am Mittwoch alles offen halten und wird deswegen ihr Statement zu 2017, so indifferent wie möglich formulieren.

Wir bekommen also wohl eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte auf 0,75% und dann viele "wenn" und "dann" und "datenabhängig", also wenig zum Kauen. Das ist meine Erwartung.

Bleibt nur die Frage, wie der Markt auf diese Zins-Erhöhung und ansonsten wenig inhaltlichen Honig reagieren wird?

Wohl mit einer ganz leichten "Sell the News" Reaktion und dann weiter im Text zur Jahresendrally. Alleine beim Dollar, bin ich nicht sicher, ob das diesen dann nicht doch etwas drückt, denn nach meinem Eindruck wird ein schärferer Zinspfad in 2017 nun schon teilweise eingepreist.

Fazit:

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Renzi, der Markt und warum es erstens anders kommt

Das Referendum in Italien wurde abgelehnt, die einzige Überraschung dabei ist, wie deutlich das geschehen ist.

Damit blieb Renzi auch gar nichts anderes mehr möglich, als zurück zu treten. Ob wir ihn dann nach der Wahl als neuen (alten) Ministerpräsidenten wiedersehen, ist offen aber gut vorstellbar.

Hat sich also so furchtbar viel geändert in Italien? Eher nicht, aber das kennen wir ja schon, das ist halt Italien und das ist eigentlich auch das Problem, das Renzi angehen wollte. 😉

Erstaunlich fand ich im Vorlauf zum Referendum eher, dass in den Medien und von der Politik, immer wieder von den grossen Markt-Verwerfungen danach fabuliert wurde.

Was ich davon gehalten habe, habe ich hier in -> Italienisches Drama oder medialer Erregungszyklus <- beschrieben.

Und meine Worte vor einer Woche beruhten keineswegs auf besonders geheimnisvollen Einsichten, das was ich geschrieben habe, war schlichter Marktkonsens. Ein Konsens, den auch jeder an der Entwicklung der Kurse sehen konnte, der Augen hatte zu sehen, denn das Scheitern des Referendums war keine Überraschung und daher zu einem guten Teil in den letzten Wochen schon eingepreist.

Und etwas, was schon alle erwarten und wofür sich alle positioniert haben, kann zu keinen Verwerfungen führen. Überraschungen erzeugen crashartige Bewegungen, nicht der Vollzug von etwas, womit fast jeder rechnet. Vielleicht können das ja irgendwann auch mal die Politiker begreifen, die da wieder fabuliert haben.

Es geht aber weiter. Auch die Reaktion der Stärke heute, dass also die kleine Schwäche der Nacht sofort wieder gekauft wurde, ist kein bischen überraschend und hatten wir in der Community auf dem Radar, ebenso wie der Markt.

Denn jeder im Markt ist nun durch die Erfahrungen von Brexit und der Wahl Trump darauf gepolt, dass leichte Schwäche nach so Ereignissen zu kaufen ist. Und wer zu lange zögert, dafür bestraft wird. Das war für viele die Lehre aus Brexit und Trump, die man hier und heute besser machen will.

Und deshalb haben sich viele Marktteilnehmer dieses Referendum als Kaufchance bereit gelegt und deshalb wurde die Schwäche sofort gekauft, eine selbsterfüllende Prophezeihung sozusagen.

Es gibt hier nur ein Problem. Die Ablehnung des Referendums ist keine Überraschung und insofern ist die Situation auch nicht mit Brexit und Trump vergleichbar. Das Risiko ist also hoch, dass diese initialen Käufe bald auslaufen und das wars dann.

Es gibt wahrscheinlich einfach zu Wenige, die die Bewegung so auf dem falschen Fuss erwischt hat wie bei Trump, so dass genügend Futter für eine längere Rally da wäre. Das bedeutet aber auch nicht das Gegenteil, das man nun bärisch werden muss.

Es bedeutet kurzfristig nur, dass eigentlich nicht viel passiert ist und Italien mal wieder einen neuen Ministerpräsidenten und Wahlen bekommt, etwas was man ja zu Genüge kennt.

Mittelfristig stehen zum Jahreswechsel die Signale des Marktes weiter auf Grün, mit oder ohne Renzi gleichermassen. Und Europas Aktienmärkte haben nun die Chance, mal wieder etwas aufzuholen, nachdem diese lange durch die Unsicherheit um Italien belastet waren. Das ist das Prinzip des "Fait accompli" der vollendeten Tatsache.

Diese Chance hätten die europäischen Märkte aber auch ohne das Referendum gehabt, zumal diese Woche am Donnerstag die EZB ansteht und Draghi den Markt höchst selten nach unten redet. 😉

Es sei also am Beispiel Renzi erneut in aller Deutlichkeit gesagt::

Es sind die Erwartungen, die die Kurse bewegen. Nur die Erwartungen.

Wer das nicht verstehen will, wird immer auf der falschen Seite stehen.

Langfristig wird Italien aus dem Euro ausscheiden oder der Euro vorher zerbrechen. Das betrachte ich als höchst wahrscheinlich. Davon sollten wir uns aber nicht behindern lassen mitzunehmen, was uns der Markt dieses Jahr noch bietet.

Ihr Hari

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Italienisches Drama oder medialer Erregungszyklus?

Erfahrene Anleger wissen, dass immer wenn die halbe Welt vor etwas warnt, man sich an der Börse darum eher weniger Sorgen machen muss, weil die Warnungen alle schon in den Kursen verarbeitet sind.

So einen Fall, haben wir vielleicht mit dem italienischen Referendum am kommenden Sonntag 04.12. vor uns.

Seit Wochen wird medial davor gewarnt, dass ein Scheitern und ein Rücktritt Renzis, das Ende der Eurozone in Gang setzen könnte. Die Warnungen in diesem Stil, können Sie beispielhaft auch -> hier <- oder -> hier <- nachlesen.

Gleichzeitig ist der Markt vergleichsweise ruhig, er kauft die mediale Geschichte von der unmittelbar einsetzenden Katastrophe wohl nicht. Und das obwohl selbst die EZB -> deutlich vor den von Italien ausgehenden Risiken warnt <-

Sicher lokal und zielgerichtet, sind die Auswirkungen im Markt schon sichtbar. Die Renditen italienischer Anleihen steigen, der italienische MIB40 bröselt und auch die aktuelle, grosse Schwäche des Euros, hat sicher zum Teil mit dem Referendum zu tun.

Aber darüber hinaus, auch wenn man auf die Volatilität schaut, gibt es kaum Signale, die von grosser Sorge des Marktes künden. Vergleichsweise still ruht der europäische See und in den US Märkten wird die "Trump-Party" gefeiert.

Wie passt das alles zusammen? Ich denke das ist recht einfach.

Erstens ist der Markt klug. Er weiss, dass Renzi ohne Not sein politisches Schicksal mit dem Referendum verknüpft hat und die Erfahrungen mit italienischer Politik legen nahe, dass hinterher alles nicht so heiss gegesssen, wie es vorher gekocht wird. Für Politiker gilt doch sowieso zu oft das Motto: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?"

Zweitens ist die institutionelle Bedeutung des Referendums für Italien zwar hoch, dass alleine das Referendum die italienische Sklerose überwinden kann, erscheint aber auch ein wahltaktischer Erregungszyklus zu sein. Wenn dieses Italien die Wende hinbekommen will, ist das Referendum zwar ein wichtiger Baustein, da ist dann aber noch eine Menge mehr nötig und ob das im Euro überhaupt geht, der den Wechselkurs als Anpassungsinstrument bei Produktivitätsunterschieden ausgeschaltet hat, ist mehr als fraglich.

Drittens, dass der Euro früher oder später scheitern wird oder sich massiv strukturell ändern muss, weil die Scherkräfte so immer stärker werden, ist bei den Profis der Finanzmärkte doch ein offenes Geheimnis. Da geht sowieso fast jeder davon aus, der nur ein bischen die bestehenden Konstruktionsmängel versteht. Nur die europäische Politik will das nach dem Motto dass nicht sein kann, was nicht sein darf, nicht wahrhaben.

Auch dass Italien ein gefährlicher Wackelkandidat ist, der das Haus des Euros zum Einsturz bringen kann, ist doch an den Märkten schon immer Konsens. All das sind aber Ereignisse, die irgendwann in der Zukunft mal virulent werden und daher im Moment noch keine Relevanz für die Börsen haben, die typischerweise bis zu ein Jahr konkret nach vorne schauen, darüber hinaus wird das Bild eher diffus.

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World of Donald

Die wahre Geschichte des aktuellen Marktes, sind nicht die Indizes und nicht zum Beispiel die aktuellen Höchststände in S&P500, Dow und Co..

Das ist nett, aber nebensächlich und kaschiert eigentlich nur, mit welcher Brutalität eine Sektor-Rotation und Umschichtung abläuft, mit der die Marktteilnehmer sich auf die neue Anlagewelt im Zeichen Donald Trumps einzustellen versuchen.

Eine Anlagewelt, die wir hier bei Mr-Market nur kurz "World of Donald" nennen und die von der Erwartung an massive Konjunkturprogramme ebenso geprägt ist, wie der Sorge vor Protektionismus und der Erwartung steigender Zinsen.

Hier und heute im freien Bereich, will ich Ihnen einfach nur fünf eindrucksvolle Beispiele von Aktien und Sektoren geben, die in der neuen "World of Donald" gerade besonders haussieren.

In der Community, sind wir aktuell dabei, mit solchen Werten viel Geld zu verdienen, denn man muss am Markt die Feste feiern, wie sie fallen.

Für Sie soll es aber eher ein "Appetizer" sein um ihren Blick zu schärfen, was da im Markt gerade passiert und wie stark die Bewegungen sind:

(All Charts from -> Finviz.com <-)

US Stahlsektor

Was im Sektor los ist, sieht man hier am Beispiel AK Steel (AKS), die Aktie hat seit Anfang November mehr 50% gewonnen. Erstens wegen der Erwartung des grossen Infrastruktur-Programms, denn Stahl und Beton braucht man, wenn man Brücken & Co. bauen will. Und Zweitens wegen der Erwartung, dass die US Stahl-Industrie besser gegen die Überflutung mit billigem China-Stahl abgeschottet wird:

aks-23-11-16

US Finanzsektor

Hier am Beispiel JP Morgan (JPM) sieht man, wie die Erwartung, dass unter Trump die verhasste Regulierung zurück gefahren wird und der Dodd-Frank Act bald der Geschichte angehört, die Finanzwerte haussieren lässt:

jpm-23-11-16

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Trump, das Offensichtliche und die Weisheit

Eine böse Zunge hat mal gesagt: "Als Weise wird wahrgenommen, wer die Fähigkeit hat, die offensichtlichen Dinge mit einer gewichtigen Miene zu sagen". 😉

Das ist natürlich übertrieben und pointiert, aber es steckt ein Körnchen Wahrheit darin, denn eine Weisheit, zu der alle wohlgefällig nicken, ist weder mutig noch relevant, sondern eher der vorhandene Common Sense. Wer dagegen Weisheiten ausspricht, die man nicht an jeder Strassenecke hören kann, wird eher Ablehnung und Skepsis erfahren.

Besonders Aussenpolitiker, perfektionieren dieses Prinzip der "weisen Rede" sehr schnell und es funktioniert erstaunlich gut. Diese werden in Umfragen immer mit den höchsten Zustimmungsquoten versehen, obwohl sie in der Regel nur das Offensichtliche mit besonders gewichtiger und weltschwerer Miene sagen. Sie geben die Rolle des "Weltweisen", ob sie es sind, ist dagegen eine ganz andere Frage.

Aber auch zum Thema Börse, erleben wir diese Pseudo-Weisheit gerade wieder. Da hat sich mit Trump eine massive Sektorrotation im Markt in Gang gesetzt, die für Anleger allerhöchste Bedeutung hat. Das Geschmäckle einer Zeitenwende liegt in der Luft, wie wir sie seit 2008 nicht mehr hatten.

Ray Dahlio, ein sehr bekannter und respektierter Hedgefonds-Manager -> sieht einen bedeutenden Wechsel im Markt, der ein Jahrzehnt andauern könnte <-. Und die Kurse sind massivst in Bewegung, bestimmte Sektoren kommen aus langjährigen Tiefs, andere scheinen gerade abzuschmieren.

Die Signale des Marktes, wenn man in der Lage ist sie zu hören, sind also klar - da passiert für uns Anleger Bedeutendes! Und es ist völlig offensichtlich, dass das alles von Trumps Politik abhängt und der Markt hier versucht, sich frühzeitig darauf einzustellen.

Und es ist ebenso offensichtlich, dass diese Politik Trumps noch im Fluss ist, in vielen Bereichen weiss Trump - der überhaupt erst seine Administration zusammen stellen muss - schlicht noch gar nicht, was er will.

Selbstverständlich kann man daher festhalten, so wie ich das selber in -> Trump und die Börsenreaktion <- getan habe, dass es zu früh ist, um definitive Aussagen zu Trumps zukünftiger Politik zu machen. Und es ist zu früh, sich als Anleger blind auf eine Richtung festzulegen.

Aber ist es deswegen auch "weiser" Rat, nun erst einmal abzuwarten, bis sich dann nach der Amtseinführung gezeigt hat, wie Trumps Politik wirklich aussieht?

Blödsinn, das ist das Offensichtliche mit gewichtiger Miene gesagt und völlig wertlos für uns Anleger. Denn wenn völlig klar ist, wie Trumps Politik nun wirklich aussieht, ist auch die Anpassungsreaktion des Marktes am Ende und einige Sektoren notieren 20% höher und andere niedriger.

Wir dürfen einfach nicht vergessen, dass wir am Markt *immer* in Unsicherheit agieren müssen, immer! Auch nachdem Trumps Politik völlig klar ist, wird es in die Zukunft hinein wieder Unsicherheit geben. Wo Sicherheit ist, bewegt sich der Markt nicht mehr und ist nichts mehr zu holen, weil eben alles schon in den Preisen ist.

Ist es denn dann vielleicht "weiser" Rat, der aktuellen Bewegung des Marktes raunend zu misstrauen, dagegen anzukämpfen und eine Gegenposition einzunehmen?

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Jahresendrally oder davon, die Wirklichkeit anzunehmen

Wenn Sie sich erinnern, letztes Jahr im November und Dezember 2015, ist die Jahresendrally faktisch ausgefallen. Die Kurse wurden durch das "Window Dressing" zum Jahresende zwar zusammen gehalten, aber es war schon eine innere Schwäche sichtbar, die uns hier zur grossen Vorsicht gemahnte und es uns daher ermöglich hat, dem scharfen Einbruch direkt zum Jahresbeginn, profitabel aus dem Weg zu gehen.

Dieses Jahr erscheinen die Chancen weit besser. Sicher ist am Markt gar nichts, zumal nicht mit einem neuen US Präsidenten, der sein Programm überhaupt erst finden muss und erst einmal grosse Fragezeichen aufwirft.

Aber trotzdem, sich in Angst, Ablehnung und dem eigenen Bias zu suhlen, ist etwas für Verlierer. Wer am Markt zu den Gewinnern gehören will, muss immer wieder die Wirklichkeit so annehmen, wie sie ist. Was wir denken, wollen oder wünschen, ist dem Markt völlig egal. Im Gegenteil, es weist eher in die falsche Richtung, denn da auch wir Teil der "Herde" sind, ist es recht wahrscheinlich, dass andere die gleichen Ängste und Zweifel haben und das schon längst in den Kursen steckt.

Gewinner am Markt haben eine kalten, klaren Blick auf diese Wirklichkeit und richten ihr Handeln an dem aus, was ist und nicht an dem, was sie gerne hätten oder befürchten.

Stellt sich die Frage, wie denn nun aus meiner Sicht die aktuelle Wirklichkeit des Marktes zum Jahresende aussieht:

(1)

Erste Statements von Trump geben zur Annahme Anlass, dass er seine Wahlversprechungen tatsächlich angehen will, aber in einer "verträglichen", deutlich weniger radikalen Form, als es im zugespitzten Wahlkampf hinaus posaunt wurde. Das sind keine schlechten Voraussetzungen für die Börse.

(2)

Das grosse Konjunktur/Infrastrukturprogramm wird kommen, weil absolut zentraler Teil von Trumps Versprechungen und Grundlage der Loyalität seiner Wähler, gerade aus den alten Industriebereichen. Dieses Programm, wird massive Kursphantasie generieren und das vor allem in der US Binnenkonjunktur und in den klassischen Industrie- und Bausektoren. Schauen Sie einfach mal, was der Baumaschinen-Bluechip Caterpillar (CAT) die letzten Tage nach Trumps Sieg gemacht hat, dann wissen Sie, was ich meine. Das Programm wird das BIP anheben und die Inflationserwartungen nach oben bewegen, das erscheint recht wahrscheinlich.

(3)

Wir haben in der abgelaufenen Quartalssaison gesehen, dass die Gewinnerwartungen der Unternehmen wieder zu steigen beginnen und diese Lage trifft auf ein Sentiment im Markt, das bis zu Trumps Wahl eher negativ und skeptisch war. Das ist eine sehr positive Mischung für die Märkte.

(4)

Und es gibt dieses Jahr besonders massiven Performance Druck auf die institutionellen Anleger. Denn viele Fondsmanager und Hedgefonds hängen in diesem schwierigen Jahr den Indizes hinterher. Da dürften nun einige Angst um ihre Jobs haben und müssen nun um jeden Preis eine potentielle Jahresendrally mitnehmen. Und gerade weil das so ist, hat die Rally besonders gute Chancen zu kommen, ganz typisch im Sinne der selbsterfüllenden Prophezeihung im selbstreferentiellen Markt.

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Trump und die Börsenreaktion

Der Sieg Trumps und seine börsentechnischen Folgen, sind hier bei uns einerseits keine massive Überraschung und doch so wie sie heute nun real ablaufen, irgendwie schon.

Dass die Unterstützung für Trump höher ist, als es bei den Umfragen angegeben wird und ein Sieg daher nach wie vor möglich war, war uns recht klar. Die Menschen die Trump wählen, wurden medial als "White Trash" in die Ecke gestellt und deswegen lügt man vor den Mikrofonen lieber und rächt sich dann in der Wahlkabine.

Dass die Demoskopen diesen - seit dem Brexit gut bekannten - Umstand, aber erneut nicht sinnvoll in ihr Zahlenwerk einbauen konnten, ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten und stellt der derzeitigen Demoskopie ein vernichtendes Zeugnis aus.

Da die letzten Tage fast jeder vor einem erneuten Brexit-Effekt bei den Umfragen gewarnt hat, habe ich noch gestern argumentiert, dass die demoskopischen Institute das doch bestimmt schon kompensiert haben und eine Überraschung eher in die Gegenrichtung kommen sollte.

So kann man sich irren, diese Inkompetenz der Branche, habe ich mir ebenso nicht vorstellen können wie der Markt, der gestern schon Clintons Sieg zu feiern versuchte. Man darf ja wie beim Brexit mal einen Fehler machen. Daraus aber nichts zu lernen und diesen in grösserem Umfang zu wiederholen, ist für die Demoskopen und Medien nur noch peinlich.

Gerechnet habem wir bei einem Sieg Trumps auch mit einer scharfen Unsicherheitsreaktion, die uns schnell um 5% nach unten bringt und die 2.000er Marke im S&P500 testet. Und danach war ein Rebound auf dem Radar, wenn klar wird, wofür Trump steht. Denn nein, dass Trump der Untergang der Börsenwelt sei, war hier nie unsere Erwartung.

Im frühen Handel hatten wir heute die 5% Minus und der S&P500 Future ging bis 2.032 nach unten. Alles im Plan also sozusagen. Auch die Sektoren, die unter Trump nun zu favorisieren sind, hatten wir richtig auf dem Radar, schon im Vorfeld in den letzten Tagen und Wochen, aber auch heute früh.

Dass der Rebound dann heute aber so schnell und schon vor Eröffnung der Wallstreet kommt, hatten wir so aber nicht auf dem Radar und überrascht und dürfte mit dem überraschend moderaten und konzilianten Ton zusammen hängen, den Trump nun bei seiner Siegesrede angeschlagen hat, der grosse Ängste um Handelskriege erst einmal dämpft.

Wo stehen wir nun als Anleger?

Hier im freien Bereich nun 7 klare Grundaussagen. Dass wir uns mit dem Thema in der Community weit intensiver befassen, sehen Sie schon an der Vielzahl der heutigen Artikel und der Kommentare:

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Was wir haben

Vor uns liegt in Form der US Wahl ein digitales Ereignis, das nur alle 4 Jahre auftritt, aber erhebliche Konsequenzen auf die ganze Welt hat.

Schauen wir doch nur auf das Chaos im Nahen Osten. Ist dieses Chaos nicht auch die Folge einer Obama-Administration, die zu zögerlich agiert hat? Ist es nicht auch Folge einer Bush-Administration, die vorher zur Destabilisierung der Region beigetragen hat?

Ich sage ausdrücklich "auch", denn wer in den US die Quelle allen Übels sieht, leidet unter starker Wahrnehmungsverengung und einer zu simplifizierenden Weltsicht. Mangelnde Bildung, religiöse Radikalität, Stammesdenken, blutige Kulturkonflikte, all das zeichnet und zeichnete den Nahen Osten auch ohne die US aus und ist primär erst einmal die Folge einer mittelalterlichen, religiös dominierten Kultur, die noch keine Aufklärung hinter sich hat. Auf gut Deutsch, auch ohne die USA im Spiel, würde man sich da wohl die Köpfe einschlagen, nur entlang anderer Konfliktlinien.

Was der Anführer der - immer noch - wichtigsten und stärksten Ordnungsmacht der Welt macht oder eben nicht macht, hat eben massive Auswirkungen auf die Entwicklungen der Welt und insofern geht die US Wahl uns alle an. Insofern ist auch Isolationismus für die US keine realistische Option, denn in dem man nicht macht, macht man auch.

Sich einfach zurück zu ziehen und sich darin zu sonnen, ist nur das Vorrecht kleiner Völker, die international keine Rolle spielen. Für die grossen Ordnungsmächte, ist das aber keine Option, denn auch Nicht-Handlung ist Handlung und der Aufstieg des IS ist ohne jeden Zweifel auch Produkt eines Machtvakuums, das man zugelassen hat.

Alles hat eben Konsequenzen und wenn man wegschaut, dreht sich die Entwicklung weiter, nur halt vielleicht erst recht nicht so, wie man gerne hätte. Wer als Eltern Verantwortung für seine Kinder trägt, sollte eigentlich wissen, was eine Verantwortung bedeutet, vor der man nicht weglaufen kann. Auch dort nützt es nichts, nicht hinzuschauen, die Folgen erreichen einen so oder so. Dann besser hinschauen und Einfluss nehmen, so das überhaupt möglich ist. Und Dank darf man für diesen Einfluss auch nicht unbedingt erwarten, nötig ist er aber trotzdem.

Also, die US Wahl geht uns alle an und als Anleger erst Recht. Macht es aber Sinn, da gegen den Markt auf einen bestimmten Ausgang zu wetten?

Eher nicht. Denn der Markt verarbeitet alle Nachrichten sofort und wir könnten das auch nicht besser. Heute sehen wir doch wie im Brennglas, was passiert, nachdem sich der Vorsprung Clintons in den Umfragen stabilisiert und das FBI noch zusätzlich Entwarnung gibt. Der Markt nimmt die Reaktion auf einen verhaltenen Clinton Sieg schon teilweise vorweg, die Aktienmärkte steigen, der Dollar steigt und Gold fällt.

Im aktuellen -> Artikel auf Tichys Einblick <-, hatte ich gestern die Reaktion auf verschiedene Szenarien thematisiert und heute sehen wir genau die "Goldilock"-Reaktion, die ich da beschrieben habe. Passt also.

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Nach der FED ist vor der Wahl

Die Notenbanken von EZB über SNB, BoE, BoJ und nun FED liegen hinter uns. Endlich - Heureka!

Die FED hat sich wie erwartet verhalten und erneut gezögert. Schon gestern Abend haben wir das im Premium-Bereich als Kaufsignal interpretiert, zumal das Sentiment wieder recht sauer geworden war und damit auch eher nach oben weiste. Auch die Edelmetalle haben gestern ein Kaufsignal gesetzt, das nicht zu überhören war.

Heute setzt sich die Stärke fort. Wahrscheinlich ist nun eine kleine Pause, bevor kommende Woche die Unterinvestierten potentiell mit einem Squeeze in den Markt getrieben werden.

Was wir jetzt erleben, ist ein Zeitfenster von wenigen Wochen, bis Anfang/Mitte Oktober, bevor die US Präsidentschaftswahl näher rückt und den Markt wieder in Unruhe versetzen wird.

Vor diesem Hintergund, wirkt das erneute Zögern Yellens und der erhobene Zeigefinger der FED in Richtung Dezember im Sinne "aber dann", auf mich wie eine Lachnummer.

Ich erinnere daran, dass es am Anfang des Jahres noch 4 - in Worten Vier - Erhöhungen für dieses Jahr in den ach so tollen und von unzähligen Mitarbeitern vorbereiteten Projektionen der FED waren. An der Konjunktur hat sich seitdem kaum was geändert, am Arbeitsmarkt auch nicht. Und wie viele haben wir nun?

Aber für Dezember, nach einer völlig offenen US Wahl, da wird die FED dann erhöhen - ganz sicher. Schon klar. Erhöht wird genau dann, wenn alles an Daten perfekt ist, und dann auf 0,5 - 0,75%. Brutal. 😉

Denn ich persönlich rechne damit, dass Trump die US Wahl gewinnt und dann ist alles anders. Alles. Die Börsen werden dann in grosser Unsicherheit hin und herschwingen und Yellen wird sich nicht trauen, genau dann die Zinsen zu erhöhen, zumal sie dann sowieso auf der Abschussliste steht.

Eine Zinserhöhung der FED im Dezember, erscheint mir nur dann überhaupt denkbar, wenn Clinton gewinnt. Ob das passiert, steht in den Sternen. Mein Instinkt sagt mir, Trump wird es. Denn es reicht ein markanter, publikumswirksamer Anschlag in der Woche vor der Wahl, um ihn nach vorne zu spülen. Und so einen Anschlag kann jeder Geheimdienst der Welt administrieren, wenn er nur will.

Aber auch ohne solche externe "Wahlhilfe", ist Clinton so schwach und eigentlich unwählbar im Sinne, dass kaum jemand in den US sie ernsthaft als Präsidentin will, wenn man denn die Wahl unter attraktiven Kandidat(inn)en hätte. Ihre Chance besteht scheinbar nur daraus, dass sie vielleicht das kleinere Übel ist. Ob das reicht? Wir werden sehen.

Aber wie auch immer, für ein paar Wochen haben wir nun weitgehend Notenbank-freies Fahrwasser. Das ist doch mal was. Und die Märkte sind nach oben in Bewegung, der NASDAQ hat ein neues Hoch. Und der Einbruch vom 09.09. stellt ein sehr sinnvolles Stopniveau dar, mit dem wir arbeiten können.

Ich hatte schon schlechtere Setups vor mir.

Ihr Hari
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Die FED will es scheinbar zwingen

Die FED will es scheinbar zwingen. Und zwar eine Zinserhöhung noch im September.

Dahinter steckt ja auch eine gewisse Logik, denn um die Glaubwürdigkeit zu behalten, sollte dieses Jahr nun endlich eine weitere Zinserhöhung folgen und bedingt durch die US Präsidentschaftswahl, öffnet sich das nächste Fenster dann erst wieder im Dezember.

Noch vor einer guten Woche, hat der Markt nach den sehr durchwachsenen US Arbeitsmarktdaten, eine Zinserhöhung im September fast völlig wieder ausgepreist, so wie ich das im Artikel -> Profiteure fallender Zinserwartungen <- dargestellt habe. Der genannte EEM schoss in Folge nach oben.

Dann aber, kamen diverse FED Mitglieder mit klaren Aussagen pro Zinserhöhung. Und das in einer Breite und Klarheit, dass man von einer konzertierten Aktion zur Vorbereitung der Märkte ausgehen muss. Ich denke nicht, dass diese Kommunikationsoffensive, ohne einen informellen Konsens mit Yellen so stattgefunden hätte.

So sprach unter anderem der Präsident der Bostoner FED Eric Rosengren, der bisher eher als "Taube" bekannt war, am Freitag von der Gefahr einer "Überhitzung" der US-Wirtschaft als Folge der anhaltenden Niedrigzinspolitik und brachte damit eine Straffung auf die Agenda.

Diese Aussagen von Rosengren waren ganz massgeblich am Abverkauf von Freitag beteiligt.

Aber auch heute, kurz vor der Quiet-Period vor der FED Sitzung am 21.09., spricht das FED-Mitglied Lockhardt davon, dass die Daten "ernste Zinsdiskussionen" stützen würden.

Das alles lässt nur einen Schluss zu: starke Kräfte in der FED wollen die Erhöhung nun im September haben.

Für die Märkte bedeutet das kurzfristige Unsicherheit, danach aber einige Chancen. Denn wir können fast sicher davon ausgehen, dass wenn es zur Erhöhung im September kommt, es das für dieses Jahr dann auch war, zumal die US-Wahl jede Menge Unsicherheit verbreitet.

Damit ergeben sich interessante Handelsschancen, wir müssen nun "nur" den Punkt erwischen, zu dem die Zinserwartungen an den September vollständig eingepreist sind.

In der Community, wird das unser zentrales Thema der kommenden zwei Wochen sein.

Ihr Hari

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Profiteure fallender Zinserwartungen

Die US Arbeitsmarktdaten, sind am Freitag schwach herein gekommen. Nicht extrem schwach, aber doch mit so vielen Fragezeichen, dass die sich aufbauenden Erwartungen an eine Zinserhöhung der FED am 21.09. einen Dämpfer bekommen haben: -> Schwache Jobdaten erschweren Zinsschritt <-

Damit stellt sich die Frage, welche Assetklassen davon profitieren könnten, bis sich am 21.09. dann Klarheit ergibt, ob die FED genügend Mumm hat, um vor der US Präsidentschaftswahl doch noch einmal die Zinsen zu erhöhen. Denn wenn sie es im September nicht tut, dürfte das nächste Fenster erst wieder im Dezember sein.

Zwei Assetklassen, fallen mir dabei ins Auge:

Einerseits die Emerging Markets und zwar deren Bonds wie auch Aktien gleichermassen. Denn mit schwindenden Zinserwartungen, sinkt auch der Aufwertungsdruck auf den Dollar und ein starker Dollar ist Gift für die Emerging Markets. Brauchbare Dienstleistungs-Daten aus China, habe heute Nacht ihr Übriges getan, um den Sektor zu stützen. In der Nacht auf Donnerstag kommen noch mehr wichtige Daten aus China mit Auswirkungen auf die Aktienmärkte.

Sehen wir auf das langfristige Chart des Sektor-ETFs EEM, sehen wir eine getriggerte inverse Schulter-Kopf-Schulter Formation (iSKS), die danach aussieht, als läge gerade ihre erste Konsolidierung hinter ihr. Weiteres Potential bis zu FED scheint vorhanden:

EEM 05.09.16

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Notenbank-September

Der Börsenmonat August geht zur Neige. In seiner Starre und fehlenden Bewegung, war es ein aussergewöhnlicher Monat, man muss schon in die 90er Jahre zurück gehen, um historisch so viele Wochen mit so minimaler Bewegung im S&P500 zu finden.

Schauen Sie einfach selbst, wie volatil das letzte Jahr abgelaufen ist und wie starr der Markt seit Juli war. Der ATR Indikator, der sich auf historischen Tiefständen befindet, zeugt davon:

S&P500 30.08.16

Sie sehen auch die Symetrie der beiden Starre-Phasen diesen Sommer. Aktuell hatten wir wieder einen kleinen Fakeout nach unten, der nun vielleicht nach oben aufgelöst wird. All zu viel Potential sollte man dem S&P500 aber kurzfristig nicht mehr zubilligen.

In den September hinein blickend, ist es aber vor allem keine Kunst davon auszugehen, dass dieser wesentlich volatiler werden wird. Das nächste lange Wochenende mit dem "Labor Day" am Montag 05.09. markiert an der Wallstreet auch traditionell den Übergang vom Ferienmodus in den heissen Herbst. "All hands to Battlestations" sozusagen, die A-Teams der Handelsräume, kommen aus den -> Hamptons <- wieder zurück in die Handelsräume.

Und dann geht es im September Schlag auf Schlag, es ist der "Notenbank-Monat". Wir haben:

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Augustausblick S&P500, DAX und Gold – Der Retest kommt!

Der August liegt vor uns, normalerweise der ruhigste Börsenmonat des Jahres.

Ruhig deshalb, weil im August Politiker wie Notenbanker im Urlaub weilen. Und damit steht nicht mehr jeden Tag ein FED-Mitglied vor einem Mikrofon und analysiert die einzelnen Halbworte des letzten FOMC-Statements. Und auch die Politik verschont uns mit ihren Fülltexten und politisch korrekten Empörungen, die Kompetenz und Handlungsfähigkeit vorschützen sollen, wo leider zu oft keine ist.

Dieses Jahr ist das anders, weil auch im August jeden Tag wieder, ein Irrer jemandem den Kopf abschneiden oder unschuldige Kinder im Namen seines armseligen Egos niedermähen kann.

Gut ist dabei nur, dass die Börse da ganz gelassen ist. Die interessiert sich nur für wirtschaftliche Folgen. Wenn eine ganze Gesellschaft destabilisiert wird, dann interessiert sie sich dafür. Was dann passiert, könnte man zum Beispiel am türkischen Aktienmarkt sehen, je nachdem wie da die Entwicklung weiter geht.

Wenn aber wieder ein armer Tropf sich selbst und seine abartigen Moralvorstellungen in die Luft sprengen will, dann zuckt die Börse die Schultern und das ist genau gut so.

So wird der August börsentechnisch immer noch das Potential haben, der ruhigste Monat des Jahre zu sein, wenn - ja wenn - da nicht der Leitindex S&P500 massiv überkauft und korrekturanfällig wäre.

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Diamantenfieber oder das Geheimnis des Marktes

Am 17.06.16 - also vor einem guten Monat - habe ich vor dem Brexit, für die Mitglieder im Premium-Bereich den folgenden Artikel unter dem Titel "Diamantenfieber" geschrieben.

Nun werden Sie sich denken: "Warum soll ich denn einen über einen Monat alten Artikel lesen? Nichts ist so alt, wie eine alte Zeitung!"

Sie müssen natürlich gar nichts, Sie sind ja freiwillig hier. Sie dürfen nun also gerne wieder wegklicken.

Ich kann Ihnen nur sagen, es hat natürlich einen Grund, warum Sie den alten Artikel lesen sollten. Denn es vermittelt eine wichtige Wahrheit zum Markt.

Die Wahrheit, dass man keine wilden Spekulationen und Prognosen braucht, um am Markt erfolgreich zu sein und auch kein Herumraten, ob der Brexit oder irgend ein anderes Ereignis, nun so oder so ausgehen wird.

All diese -> Prognosiritis <-, verstellt uns nur den Blick auf das Wesentliche.

Denn das Wesentliche findet in den Märkten jeden Tag vor unserer Nase im "Hier und Jetzt" statt. Alleine das genau zu beobachten und aus dem Marktverhalten rationale Schlüsse zu ziehen, verschafft uns mehr Vorteil, als drei wilde Prognosen oder Spekulationen gleichzeitig.

Und wenn Sie den folgenden Artikel von vor dem Brexit lesen, werden Sie verstehen was ich meine:

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Euroland und das Maul des Schreckens

Viele normale Anleger sehen die Börsenwelt ja nur aus dem Blickwinkel ihres Heimatmarktes und wer da in 2016 den DAX erlebt, muss ja glauben, dass die Weltmärkte 2016 ein einziges Jammertal sind und der Brexit ganz schreckliche Folgen hat.

Stimmt aber nicht - beides nicht. Zumindest nicht für die Weltmärkte, wohl aber für Euroland und die Aktienindizes in Euroland, wie den DAX oder den Eurostoxx50.

Wie grauselig das Bild wirklich ist, erkennen wir, wenn wir in das sich seit Anfang 2016 öffnende Maul des Schreckens schauen:

SPY-DAX 06.07.16

Da ist er, der gruselig schwache DAX in Landeswährung im Vergleich zum weltweiten Leitindex S&P500, dem breiten Index der US Märkte. Anfang 2016 waren beide noch nebeneinander, nun hat sich das Maul des Schreckens weit geöffnet.

Nun könnte ja jemand auf den Gedanken kommen, das läge ja nur an einzelnen "Gurken-Aktien", von denen sich mit Versorgern, Autobauern und Banken ganz besonders viele im DAX tummeln.

Stimmt aber nicht, schauen wir mal auf den breiter gefassten Eurostoxx50:

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Nostradamus lebt – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit über den Markt

Ich habe so einen ähnlichen Artikel schon einmal geschrieben, aber doppelt genäht hält besser. 😉

Betrachten wir doch mal "fundamental" und "objektiv" die Welt- und Marktlage:

  • Die Flüchtlingskrise wird wieder anschwellen und zu einer veritablen Staatskrise mit Unruhen führen. Check!
  • Früher oder später werden Atomwaffen in den Händen von Selbstmordattentätern sein. Check!
  • Wenn man der Hydra des Terrorismus einen Kopf abschlägt, wachsen sofort drei Neue nach. Check!
  • Der Westen hat seinen inneren Kompass verloren und verliert sich und die Werte der Freiheit, in kulturellem Relativismus. Check!
  • Der Euro ist eine Fehlkonstruktion und wird zwangsläufig scheitern. Check!
  • Das Brüsseler Europa der Beliebigkeit und des Konsens um jeden Preis, hat sich überdehnt und scheitert gerade. Check!
  • Der Brexit wird andere Länder dazu animieren auszutreten, wenn man sieht, dass die Briten vom Austritt profitieren. Check!
  • Der "Club Med" wird die EU zunehmend dominieren und sie zu einer Transferunion machen. Check!
  • Deutschland wird durch die weiche Währung langsam seine Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Check!
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